Profil von Qimmiq

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Profil

Benutzername:
Qimmiq
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Interessen:
Dies und das ...

Charakter

Name:
Qimmiq
Alter:
33
Rasse:
Mensch
Aufenthaltsort:
Thasani

Steckbrief

Qimmiq ist ein – nicht ganz – typischer Bewohner der Eiswüste. 169 cm groß und dabei gute 80 kg schwer. Es fallen an ihm zuerst sein meist kahl geschorenes Haupt auf, und etwas das man auf den ersten Blick für seltsam anmutende Tätowierungen oder Körperbemalungen halten könnte, sowie sein, für einen Bewohner der Eiswüste ungewöhnlich, kalter Blick. Seine Statur ist kräftig und wohltrainiert.. Nur seine eisgrauen Augen indes zeugen von etwas … unaussprechlich Fremdem, welches unter dieser Fassade des augenscheinlich Menschlichem verborgen ruht. Betrachtet man ihn genauer, so zeigen sich die „Tätowierungen“ auf seiner Haut als glatte bräunlich schimmernde Verhärtungen der Haut die jedoch nur Teile seiner linken Seite von der Schulter aufwärts bis hin zum Gesicht zieren. Ab dieser scheinbaren Körperkunst fällt der elfenbeinfarbene stilisierte Abdruck einer kleinen Spinne, direkt über Qimmiqs Kehle kaum jemandem auf, auch weil Qimmiq dieses Mal meist unter einem Kleidungsstück zu verbergen sucht. Er ist von kräftiger trainierter Gestalt, welche alleine aufgrund der Geschmeidigkeit seiner Bewegungen, es selten nötig macht seine Stärken noch zu benennen. Seine Kleidung ist meist von schlichter Machart aber guter Qualität, sieht man von seiner Vorliebe für die Farbe Weiß ab, welche ihn dann doch häufig noch aus einer Menschenmenge etwa herausstechen lässt. Als letzte Errungenschaft aus seiner Zeit als Gestaltwandler verfügt Qimmiq nun über liedlose Augen, die nun vielmehr von chitinenen transparenten Kapseln bedeckt wie geschützt werden. Wie eine Spinne im Laufe ihres Lebens immer wieder ihre Haut abstreift, verfinstern sich Qimmiqs Augen seit dem mit dem hereinbrechen des Neumonds, um mit dem ersten Licht des neuen Mondes, drei Tage später, die alte Chitinhülle abzustreifen und darunter wieder klare neue Schutzkapseln hervor zu bringen, welche bis zu ihrer Aushärtung durch das für diese kurze Zeitspanne zurückkehrende Blinzelvermögen seiner Augenlieder geschützt werden. Während dieser Tage verliert Qimmiq regelmäßig jegliche Sehkraft, die erst mit dem ersten Strahl des neuen Mondes wieder kehrt. Doch ab dieser Aberationen, vermag er, zumindest rein äußerlich durchaus noch als befremdlicher Mensch zwar, aber nichtsdestotrotz Mensch wohl sich zu geben.

Waffen

Neben einem kleinen Messer, dass Qimmiq meist aber nur für handwerkliche Aufgaben oder aber etwa das Essen nur hervor holt, führt er noch einen kräftigen aus Eichenholz gefertigten Wanderstab mit sich, der sich wunderbar dazu eignet über schmale Bäche zu springen, Hänge auf oder ab zu klimmen, oder eben auch schon mal wen von den Beinen zu fegen, jemandem dessen Waffe aus den Händen zu prellen oder – nötigenfalls – auch schon mal auf einen gar zu sturen Dickschäden niederzufahren. Davon ab, wenn man die Betrachtung des Verstandes hierbei einmal außen vor lässt, sind das wohl die einzigen Waffen die Qimmiq mit sich führt, bedeutet doch jede andere Waffe in seinen Händen eine für ihn vermutlich weit größere Gefahr, denn sie es für etwaige Gegner - in seinen Händen - je sein könnte.

Charakter

Qimmiq ist ein ruhiger Geselle der lieber draußen die Sterne beobachtet wenn drinnen grad groß gefeiert wird. Er hat zwar etwas zutiefst befremdliches an sich, doch das täuscht über die, auch ihm zu eigen seiende, Natur der Bewohner der Eiswüste hinweg. Sein Wesen ist von einer, wenn auch ruhigen, sodoch großen Offenheit geprägt. Er spricht wenig, außer wenn es Not tut, und handelt lieber als zu reden. Ab der seltenen Momente, da ihn etwas wirklich bewegt, scheint er meist, recht gedankenverloren und nie ganz bei der Sache, was auch immer diese gerade sei. Ein Umstand der gerade in einem Kampfe bisweilen schon mal etwaige Gegner in wahre Raserei zu versetzten mag die, wenn Qimmiq einen Stab denn führt, dem Gegner aber meist wenig nützt. Aus der letzten, wie missglückten Verwandlung in eine Spinne, oder besser gesagt: abertausende derer, kam Qimmiq verändert hervor. Fragt man ihn, so berichtete er wohl – oder schwiege vielmehr – darüber mit dem Totemgeist des von ihm besessenen Amulettes verschmolzen zu sein. Bisweilen scheint es benahe, als lausche er auf etwas Unhörbares, schaue etwas Unsehbares oder tausche gar Gedanken mit etwas gänzlich Unausprechlichen aus, doch bemüht Qimmiq sich gemeinhin darum, diese für ihn absolut realen Wahrnehmungen vor seiner Umwelt zu verbergen um diese nicht unnötig zu verstören. Doch gelegentlich, wenn selbst Qimmiq nicht zu unterscheiden vermag was nur für ihn wahr ist und was auch die restliche Welt als wahr denn erkennt, wird auch einem ungeübten Beobachter klar, das mit diesem Menschen etwa ‘nicht stimmt’, derweil die gebildetsten Heiler sein Wesen als schizophren wohl zu Recht klassifizieren dürften.

Fähigkeiten

Qimmiq hat in seiner Heimat bisher die Aufgaben eines Wächters erfüllt, war es doch schon immer seine Natur gewesen beobachtend auszuharren um, wenn es denn Not tat, richtend eingreifen zu können, sollte sich ihm irgendeine Form von Unrecht denn zeigen. Wenn er jedoch nicht offiziell irgendwo in Rüstung und mit dem Schwert bewaffnet ausharren musste, Waffen die er dermaßen schlecht nur beherrscht, das er es darob beinahe nicht zur Turmwache gebracht hätte, dann liebte er es mit dem Stab, den er meisterlich beherrscht, und zweckdienlicher Wanderkleidung ausgestattet irgendwo herumzustreifen. Demgemäß vermag er gut in der Natur zu überleben und auch mit Tieren, vornehmlich Hunden, umzugehen. Dazu noch ist er wohl ein leidlich guter Reiter. In einer Rauferei vermag er sich indes zwar wohl zu behaupten, findet dort aber häufig doch seinen Meister. Doch selbst dort, wie allüberall sonst auch, mag er viel einzustecken und durchzustehen, ehe er zu Boden etwa geht. Große Reden und Auftritte wiederum sind ihm fremd, außer vielleicht es reißt ihn denn mal etwas wirklich mit. Wenn er dann die Stimme erhebt, oder sich in den Vordergrund stellt, so geschieht dies meist um ein Unrecht aufzuzeigen oder eben, es hat etwas sein wirkliches Interesse ergriffen, in welchem Fall er auch schon mal zu einem überzeugenden wie eloquenten Redner und Diskutanten zu werden vermag. Etwas, das man ihm sonst vielleicht nicht zutrauen würde. Handwerklich vermag er, bis auf Alltägliches eher wenig zu brillieren. Und auch das Handeln und Feilschen ist ihm zutiefst fremd. Zu lesen und schreiben jedoch vermag er wohl. Desweiteren, eine Begabung die er auf seinen langen Reisen wohl erst kennen lernen wird, besitzt er ein gewisses Talent sich in fremde Sprachen hineinzuhören und lernt diese schneller denn man es von einem Menschen wie ihm erwarten dürfte. Jedoch zeigt sich dieses Talent nur bis zu einem gewissen Grad als dienlich, so das ihm die Gespräche jenseits des alltäglichen Geredes „normaler Leute“ über dies und das, schnell ebenso schwer verständlich werden, wie jedermann sonst auch. Eine Sprache „wirklich“ zu erlernen tut er sich ebenso schwer wie jeder Andere, und auch Schriften, jenseits des einfachen Gebrauches, muss Qimmiq mühsam stets erlernen, will er sie denn wirklich wohl beherrschen.

Vergangenheit

Als jüngster Spross einer Näherin und eines Wächters verlebte Qimmiq eine Kindheit, so traumhaft wie in den Werken einer namhaften Kinderbuchautorin beschrieben. Mit seinen Geschwistern, drei Brüder und zwei Schwestern und unzähligen weiteren Vettern und Basen, streifte er häufig durch die umgebende Wildnis, erlebte manch kindlichen Schabernack mit und wurde als Letztgeborener und ewiges Nesthäkchen stets mit besonderer Aufmerksamkeit und Nachsicht wohl bedacht. Doch schon von Kindesbeinen an war er noch ruhiger und verschlossener stets, als die Bewohner der Eiswüste es gemeinhin schon sind. So war seine erste Bezugsperson beispielsweise, zu deren Bedauern wie aber auch Erheiterung, nicht etwa „Mama“ oder „Papa“, denn vielmehr ein junges Hundewelpen das in der gleichen stürmisch-kalten Winternacht zur Welt kam wie Qimmiq und welches, weil das einzig Überlebende aus einem Wurf von Sechsen, diesen bald als neuen „Spielkameraden“ sich aus erkor. Gerne spielte Qimmiq auch später noch lieber mit diesem seinem „besten Freund“, statt mit den anderen Kindern etwa herumzubalgen. Auch mit den anderen Hunden, seien es Tiere für die Hundeschlitten, oder auch die scharf gemachten, die die Wächter auf deren Patrouillen häufig begleiteten, verstand er sich stets bestens, so dass es für ihn nie außer Frage stand später auch ein Wächter zu werden – „wie Papa!“. Die Menschen hingegen beobachtete er lieber, als da etwa mitzumischen. Da störte es Niemanden, das er nicht viel oder gerne sprach. Auch hatte er generell sehr spät erst das Sprechen überhaupt begonnen, dann aber alle mit einer von Anfang an überraschend klaren Sprache überrascht. Er hatte im Stillen als Kind zugehört und gelernt. Selbst zu sprechen hatte aber lange Zeit keine Notwendigkeit bestanden, hatten ihm doch alle lange Zeit beinahe jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Also hatte das Kleinkind die Babysprechphase einfach übersprungen – weil sie ihm nicht notwendig schien. Eine Strategie, die er bis heute nicht abgelegt hatte und auch beim Erlernen weiterer Sprachen so handhabt. Überflüssiges und Unnötiges war dazu da es sich zu ersparen, und etwas zu tun „nur weil man es denn kann“ noch nie sein Credo je gewesen.

Doch begegnete er seinem Umfeld dennoch stets mit einer, für sein Volk typischen offenherzigen Freundlichkeit, so dass seine teilweise dann doch auch für einen Bewohner der Eiswüste etwas befremdliche Zurückgezogenheit, kaum jemanden je ernstlich störte – oder auch nur überhaupt jedem auffiel. Als Kind spielte er aber auch schon mal gerne mit den Anderen „Wächter und Bandit“ und „Jäger“ und was Kinder in dem Alter nicht sonst noch anstellten. Die Speere der Kinder waren natürlich nur lange Holzstöcke. Doch als sie in das Alter kamen da sie in ersten Anwandlungen von Verliebtheit unter- wie voreinander weit ernsthafter denn je zuvor zu wetteifern begannen und darum – wie unzählige Kinder vieler Generationen vor ihnen auch – ihre Holzspeere irgendwann zuspitzten um im Wettstreit heimlich auf die Jagd zu gehen oder auch sich untereinander zu messen, da war es wieder einmal an der Zeit, dass Qimmiq aus dem Rahmen fiel und (sich) fragte wozu er denn den „Speer“ anspitzen und damit harmlose Tiere im Spaß töten oder in einem Wettstreit Gleichaltrige etwa einer erhöhten Verletzungsgefahr damit aussetzen sollte. Natürlich begann auch er an „den Mädchen“ Interesse zu entwickeln, aber darum beging man doch keine solch leichtsinnigen oder grausamen Dummheiten? Also behielt er einfach das stumpfe Spielzeug aus Kindertagen als Waffe bei, und brachte auch damit sehr schnell etwaigen Spöttern den entsprechenden Respekt bei. Nun, was bleibt da noch zu sagen? Selbst die unfreiwilligen Opfer solcher Lektionen mochten Qimmiq nie lange zürnen, waren die Lektionen doch stets wohlverdient nur vergeben und Qimmiq auch von einer Freundlichkeit, das man ihm einfach nicht lange zürnen mochte. Seine Ruhe die die meisten Mädchen, zu seinem Bedauern, als „feige“ oder zumindest aber „langweilig“ einstuften, imponierte einem hingegen so sehr, dass sich daraus bald eine tiefe Freundschaft entwickelte. Eine Freundschaft, die schließlich in der Heirat dieser beiden Menschen mündete.

Seine Frau nun wurde zu einer beliebten Knochenschnitzerin, deren Meisterwerke aus Horn, Holz und Gebein bald zu geschätzen Handwerks- wie aber auch Schmuckstücken erklärt wurden. Und Qimmiq? Er wurde, wie sein Vater vor ihm, ein Turmwächter. Ein Unterfangen, das beinahe an seinem bisherigen Desinteresse „richtigen“ Waffen gegenüber gescheitert wäre - flog ihm das Schwert während seiner ersten Waffenübung doch glatt aus der Hand und einem Waffenbruder ins Bein. Doch als er daraufhin, trotz eisigen Sturmes mit dem Schwerverletztem auf einem Hundeschlitten ganze zwei Tage durch das tosende Unwetter nach Norr Bharrak zu einem Heiler gereist war, obgleich alle anderen Turmwächter ein solches Unterfangen bei der gegebenen Wetterlage als unmöglich beschrien hatte, da erkannte man, das einen Wächter doch mehr auszeichnen sollte, denn ein blitzendes Stück Metall an der Seite und nahm ihn in die Gemeinschaft der Wächter daraufhin auf. Er galt seitdem als stets zuverlässiger Wächter und Hundeführer und eigentlich warteten alle nur mehr auf die freudige Nachricht baldigst zu erwartenden Nachwuchses. Doch es sollte anders kommen und bald schon würden die unbefangen freundlichen Blicke, Qimmiq gegenüber, der Vergangenheit angehören. Die seltsame Veränderung Qimmiqs führten die Seinen anfänglich auf die Tatsache zurück, dass seine Frau etwa zu der Zeit mit einem Fallensteller aus dem Süden durchbrannte, mit diesem über alle Berge in ein gemeinsames Glück zu fliehen. Was die Seinen nicht wussten war, das Qimmiq vor der Flucht der Verliebten lange und ausführlich mit seiner Frau gesprochen und sie aus freien Stücken hatte gehen lassen, waren er und sie doch zwar lange und nie unglücklich verheiratet, aber dabei doch nie mehr als nur gute Freunde bloß gewesen. Nein, der Umstand seiner Veränderung rührte vielmehr von einem Fund her den Qimmiq vor knapp zwei Jahren in einer kleinen Höhle am Ufer eines der wenigen Eisseen des Landes machte. Darin entdeckte er die erfrorene wie mumifizierte Gestalt eines fremdländisch gekleideten Wanderers welcher hier vor einem vermutlich seit Jahrzehnten erloschenem Feuer den Tod gefunden haben mußte.

Qimmiq hatte nichts weiter für diesen tun können als ihn zu begraben und so zur letzten Ruhe zu betten. Es war ein hartes Stück Arbeit die Qimmiq Stunden schweißtreibender Anstrengungen und zwei Frettchenfelle kostete. Den Schweiß gab er hin, den gefrorenen Boden aufzubrechen, den Verstorbenen hineinzulegen und große Felsen darüber aufzuschichten, die beiden Felle gab er hin, damit den Toten anzupacken, schien dieser doch zu Lebzeiten an irgendeiner Krankheit gelitten zu haben, welche sich unter anderem in verschiedenen wie erschreckenden Deformierungen ausdrückte die dem unfreiwilligem Totengräber eisige Schauder den Rücken hinab jagten. Doch schließlich war es getan und der Tote, mit all seinem Besitz – wie Qimmiq damals noch glaubte – bestattet. Erst als er heimgekehrt seine Kleider ablegte und, aus Angst vor jener dem Fremden scheinbar angehaftet habenden Krankheit, für mehrere Stunden ein ebenso heißes wie ausgiebiges Bad sich gönnte, erkannte er, wohl nicht vorsichtig genug gewesen zu sein. Denn wie sonst mochte sich das plötzlich direkt über seiner Kehle sich gebildet habende nachtschwarze Mal sonst erklären, welches er erst nach dem Baden gewahrte? Einem brennenden Verdacht folgend durchsuchte Qimmiq mit spitzen Fingern seine abgelegte Kleidung, und tatsächlich fand er darin ein kleines, an schneeweißes Horn erinnerndes Amulett dessen die Vorderseite zierendes Relief, einem Siegel gleich, den spiegelbildlichen Widerpart zu Qimmiqs Mal bildete. Es musste sich, als er den Fremden zu Grabe trug, von dessen Gewand wohl gelöst haben, und ihm in die Kleidung gefallen sein.

Den Verwandten und Nachbarn verbot er sich der Jagdhütte zu nahen, berichtete was ihm passiert war und das er befürchtete eine tödliche Krankheit sich zugezogen zu haben. Die vier Wochen die er darauf zurückgezogen in jener Hütte verbrachte, aus der Ferne von den Seinen mit allem Lebensnotwendigen versorgt, stellten ein Wechselspiel aus Angst und beinahe meditativen Phasen der Ruhe dar, da er auf seinen Tod harrte. Doch stattdessen kamen nur die Träume. Träume von Spinnen, von Myriaden kleiner Spinnen. Träume vom Spinnen, groß wie ein Kalb und Träume von Spinnen, so riesig, dass sie mit ihren Klauen das Dach seiner Hütte fort rissen, ihn zu verschlingen. Er führte diese Träume auf seine Angst zurück, war das Abbild dieses seines Males, wie auch des Amulettes doch eben jenes einer stilisierten Spinne. Doch als er eines Nachts aus einem Alptraum erwachend von einem schützend unter die Decke gewobenem gigantischen Netz aus zu Boden blickte erkannte er das es nicht Krankheit noch Angst, noch Tod waren die ihn gezeichnet hatten! Als er sich zu Boden fallen ließ war er wieder ganz der Alte. Nur das er von da an mit einem Blick in die Welt hinaus schaute der Andere merklich schaudernd machte, ohne dass diese jemals festzumachen vermochten wo genau das letztlich herrührte.

Es brauchte noch etliche Tage in denen Qimmiq sich auch nur den leisesten Gedanken an eine mögliche Verwandlung panisch verbot, doch als sich auch nach Wochen die befürchtete Krankheit nicht einstellen wollte, beruhigte er sich. Zumindest schien er keine Gefahr für andere zu sein. Doch die beängstigenden Deformationen des Fremden, den scheinbar über die Jahre hinweg nicht einmal die wilden Tiere der Eiswüste angerührt hatten, sie waren Qimmiq eine ernstliche Warnung. Er wollte diese schwere Bürde ablegen. Dafür aber musste er möglichst alles über dieses verfluchte Amulett in Erfahrung bringen. Darum hatte er seine Frau, zu deren großer Freude, freigegeben. Darum auch hatte er in Norr Bharrak herauszufinden versucht was er nur konnte, und das war nicht wenig. Kein Fluch, sondern ein Segen sollte dieses sein.
26 mächtige Anführer des längst in den Strömen der Zeit verschollenen Volkes der Ni-U-Kon-Ska waren einst in die Wälder gegangen, das jeweils machtvollste Tiere welches ihnen dort begegnete zu fangen und ihrem Schamanen zu überbringen, auf das dieser den Geist jener Tiere in vorbereitete Amulette zwang.

Einer jener Anführer nun war, einem stattlichen weißen Hirsch folgend, im Wald über ein großes Spinnennetz gestolpert. Die Spinne fragte diesen daraufhin warum er denn so über ihr Netz herfiel und er erwiederte verlegen das ihn sein Schamane ausgesandt habe ein Totemtier zu finden. Die Spinne antwortete darauf ein kleines Tier bloß zu sein, aber reich an Geduld, verliefe sich früher oder später – wie er selbst grad trefflich bewiesen habe – doch schließlich eine jede Beute in ihr Netz.

Der Mann, von dieser Weisheit tief beeindruck, nahm daraufhin die Spinne mit, welche dann tatsächlich von dem Schamanen in das Amulett gebunden wurde.
Eine schöne Geschichte wohl, aber keine Lösung die Auswirkungen des Amulettes rückgängig zu machen oder zumindest aber Gewissheit darüber zu erlangen, das mit einem Ablegen desselben der Verwandlung/-änderung an Qimmiq endgültig Einhalt geboten wäre. Also schickte er sich an, die Seinen zu verlassen und die Antwort irgendwo da draußen zu finden. Es mochte Jahre brauchen, eine Lösung zu finden, aber was machte das schon? Er hatte ein Ziel ins Auge gefasst und würde sich geduldig geben bis sich die Lösung schließlich von selbst in sein Netz verirrte. Er hatte Zeit ...

Nachdem Qimmiq während der Rettungsaktion eines hilflosen Kindes sein Amulett verlor und das Amulett-Mal bereits zu verheilen begann, das man nur noch eine weiße Narbe dort fand, wo das Schwarz des Mals wie alter Schorf von einer alten Wunde geplatz war, fand sich das Amulett in der Kleidung des geretteten Kindes wieder. Doch war das Abheilen das Amulett-Males bereits zu weit fortgeschritten. Eine erste Verwandlung nach der Wiedererlangung des Amulettes ließ ihn in agonisierender Pein zurück, gefangen in einer gigantischen Hybridgestalt, nicht Mensch, noch Spinne und Qimmiq scheute sich von da an, das Amulett auch nur anzurühren, füchtete sich zugleich aber auch davor es ganz fort zu geben. Im Angesicht des Todes versuchte er indes später ein weiteres Mal die Verwandlung. Zwar rettete diese zweite Verwandlung wohl sein Leben, zerstörte aber scheinbar einen Teil seines Geistes, da er – statt sich wie gehabt in eine gigantische Spinne zu verwandeln – in abertausende kleine Spinnen von normalen Ausmaßen ‘zerfiel’. Manche dieser Spinnen fanden zwar den Tod, doch die große Masse derer konnte sich retten und formte sich wieder zu einer, allerdings nicht länger gänzlich vollständigen, menschlichen Gestalt. Zwar überstand Qimmiq – mit der Zeit – die physischen Verletzungen, doch sein offensichtlich auf abertausende winzige Spinnenleiber aufgesplitterer Verstand sollte fortan nie wieder der Alte sein. Aufgrund dessen, was versierte Heiler in gelehrten Abhandlungen wohl als Schizophrenie und Anhänger der schamanischen Traditionen die Besessenheit durch ein Totemtier bezeichnen würden, ist Qimmiq davon überzeugt in einer Art und Weise mit dem dem Amulettgeist verschmolzen zu sein, wie vermutlich kein Wesen jemals zuvor. Zwar lernte er normalerweise zwischen den Gesichten zu unterscheiden die er, Andere aber nicht wahrnahmen – obgleich sie ihm nichtsdestotrotz absolut real deuchen, doch mag dies nicht immer der Fall sein. Ob das ihn von der missglückten letzten Verwandlung an begleitende Totem nun ein abgespaltener Teil seiner Selbst oder tatsächlich das Totemtier Spinne ist, sei indes unhinterfragt. Auf jeden Fall bietet ihm jener andere, ihm nun inne wohnende Teil seiner Selbst weder irgendwelche übernatürliche Kräfte noch Erkenntnisse. Und wenn er, oder besser gesagt ‘Spinne’ aufgrund jener Liaison plötzlich zu Einsichten findet und Weisheiten offenbart, derer es Qimmiq alleine bis dahin, zumindest in jenem Ausmaße, doch entbehrte? Nun, es heißt nicht umhin, dass Genie und Wahnsinn gemeinhin näher beienander liegen, denn der gemeine Hausverstand sich vorzustellen vermag. In der absoluten Gewissheit, dass das Amulettes ihm fortan seinen Dienst verweigern wird, da er es schlicht nicht mehr ‘braucht’ gab er es schließlich auf, auf das bald nur mehr eine gänzlich weiße Narbe in Fom des zuvor schwarzen Mals an seinem Halse Zeugnis von der Vergangenheit Qimmiqs als Gestaltwandler gab.

Magie/Zauber

Magie in jeglicher Form ist ihm fremd. Wozu schließlich einen Zauber weben, wenn man mit etwas Arbeit all das doch auch ohne jenen meist zu wirken vermochte?

Restliches

Qimmiq ist ein Linkshänder der bisher aber noch nie ein Probleme damit hatte sich in einer Welt der Rechtshänder etwa bewegen zu müssen.

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