Profil von Assija

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Drachenblut
Avatar: Elin Dalstål

Profil

Benutzername:
Assija
Gruppen:

Charakter

Name:
Assija Azdaja
Alter:
23
Rasse:
Drachenerbin
Heimat:
Aysibrir
Waffen:
ein schwarzer Drache
Inventar:
Hirtenflöte

Steckbrief

Name: Assija Azdaja (gesprochen „Asdaja“)

Alter: 23 (sieht als Halbelfe wie ein 17jähriger Mensch aus)

Rasse: Halbelf (Wüstenelf), Mensch/Steppenreiter (Drachenerbe)

Aussehen:

Assija ist eine Drachenerbin. Ihre äußerliche Erscheinung wird dem nachgesagten Aussehen der Drachenerben mehr als gerecht. Sie ist ungefähr 1,65 groß, zierlich und mit 52 kg als recht schlank zu bezeichnen. Ihr glattes, dickes Haar ist von einem intensiven Rot, dazwischen finden sich einige dunklere Strähnen, die das auffällige Rot ein wenig dämpfen. Sie trägt ihr Haar, das ungefähr bis zum Ende der Schulterblätter reicht, meist offen. Ihre Ohren sind, volkstypisch für die Elfen, spitz zulaufend, sind jedoch meist unter ihrem vollen langen Haar verborgen. Ihre mandelförmigen Augen sind rotgolden, vergleichbar mit der Farbe von dunklem Bernstein. Über ihrer rechten Augenbraue, auf der Stirn, hat sie eine kleine, zirka zwei Zentimeter lange Narbe, die horizontal verläuft. Diese hat sie von einem Sturz davongetragen und ist bereits verblasst, aber dennoch gut sichtbar. Ihre Haut ist klar, hell und blass, und wirkt beinahe durchscheinend. An vielen Körperteilen kann man ihre Adern recht gut durchschimmern sehen. Ihr schlanker Körper ist nicht all zu weiblich. Die Brüste sind klein, aber wohlgeformt, ihre Taille ist schmal und ihre Hüften sind nicht sonderlich stark ausgeprägt. Auf ihren Handrücken und auf den Armoberseiten bis knapp zur Schulterkugel befinden sich zahlreiche runenähnliche erhabene Skarifizierungen, solche sind rituelle Hautritzungen, die viele schamanische Symbole wie primitiv gehaltene Tiere, Schnörkel, Wellen und ähnliches darstellen. Diese stammen von einem mächtigen Feuermagier, welcher ihr diese in die Haut geritzt hat. An ihrem linken Handgelenk befindet sich eine Narbe, die von einer Verwundung stammt, die sie sich selbst zugefügt hat. Ihr Gesicht ist von unzähligen Sommersprossen übersät, die über den Hals, bis übers Dekolleté reichen. Auch ihre Lippen sind recht hell, so dass diese beinahe rosa anstatt rot wirken. Die Lippen sind klein, doch sie sind hübsch geschwungen. Wenn sie lächelt, bilden sich auf ihren Wangen kleine Lachgrübchen. Ihre Nase ist ebenso eher kleiner, am Ende rundlich und doch zierlich. Im Gesicht finden sich keine der markanten, und für Drachenerben typische Zeichnungen. Dafür jedoch umso stärker und auffälliger im Nacken und am Rücken ungefähr zwei Zoll links und rechts neben und auf der Wirbelsäule entlang bis hinab zum Steißbein. Im Brustwirbelbereich breiten sich diese Male sogar bis über die Schulterblätter aus. Diese sehen aus wie Narben und sind ebenso wie solche weißlich mit einem bläulichen Unterton. Alles in allem kann man sagen, dass es einem auf den ersten Blick bewusst wird, dass Assija eine Drachenerbin ist. Um ihren Hals trägt sie eine silberne Kette mit einem Anhänger, der an flammendes Feuer erinnert. Diese war ein Geschenk ihrer Eltern.

Assijas Körperhaltung ist aufrecht, jedoch zeugen weder diese noch ihre Bewegungen und ihr Tun von Stolz. Ein wenig Unsicherheit mischt sich darunter. Assija wirkt auf andere vermutlich eher ungewöhnlich, um nicht zu sagen fremdartig. Sie erregt durch ihr Äußeres ganz sicherlich Aufsehen und Aufmerksamkeit. Ihre roten Haare sind in der Wüste ungewöhnlich, da die Wüstenelfen alle schwarzhaarig sind. Ansonsten haben sich jene Leute, die sie kennen, oder öfters zu Gesicht bekommen haben, an ihr ungewöhnliches Äußeres gewöhnt.

Assija trägt ein recht auffälliges grünes Kleid aus tannengrüner Wildseide. Zum Saum hin A-Linienförmig ausgestellt, ähnlich einer Tunika und mit Keileinsätzen sehr weitschwingend gearbeitet, ist es luftig, und reicht es bis zum Boden. Die Säume sind zum Schutz vor übermäßigem Verschleiß mit einer breiten, kunstvoll gewobenen Brettchenborte eingefasst und die Ärmel, die bis zum Saum recht breit werden sind mit roter Seide gefüttert, was einen interessanten und reizvollen Kontrast bildet. Um die Taille trägt Assija noch einen ungefähr drei Zoll breiten Gürtel, der aus doppelseitig gewebter Brettchenborte besteht und als sogenannter Y-Gürtel getragen wird. An ihrem Gürtel befindet sich ein Dolch sowie eine kleine Hirtenflöte und ein kleiner Lederbeutel, Ihre robusten dunkelbraunen Schuhe sind knöchelhoch und aus recht dickem Leder gefertigt und vorne leicht spitz zulaufend. Sie besitzt noch einen dunkelgrünen Halbkreismantel aus Alpakawolle mit einer weiten großzügigen Kapuze, da die Nächte in der Wüste mitunter doch recht kalt sein können.

Waffen:

Assija besitzt einen kleinen Dolch. Dieser ist recht einfach in seiner Ausführung. Der Griff ist mit einem dunkelbraunen Lederband umwickelt, und durch den alltäglichen Gebrauch abgewetzt und speckig glänzend geworden. Die Klinge ist aus Damaszenerstahl, ziemlich scharf und ungefähr sechs Finger breit, lang genug also, um einem Gegner im Bedarfsfall einen tödlichen Stoß versetzen zu können. Sie musste diesen zwar noch nie einsetzen, um sich zu wehren, doch um sich zur Wehr zu setzen, würde dieser Dolch vermutlich reichen. Ob erfolgreich oder nicht, sei dahingestellt!

Charakter:

Assija besitzt ein eher ruhiges Wesen. Dementsprechend lässt sie sich nur schwer provozieren und es braucht schon einiges, bis ihr 'die Hutschnur reißt'. Sie ist klug und besitzt eine rasche Auffassungsgabe. Sie kann sich recht gut in andere hinein versetzen. Ihre Mitmenschen meinen oft, man kann ihr nichts vormachen. Trotz ihrer körperlichen Schwäche, die sie oft schon an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, versucht sie, ihre Fröhlichkeit und ihren Humor nicht zu verlieren, was ihr allerdings nicht immer gelingt. Sie lacht gerne und sie hört anderen Menschen gerne zu, was diese bereit sind, zu erzählen. Assijas Moralvorstellungen sind aufrichtiger Veranlagung. So sind ihr Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe, Freundlichkeit, Herzenswärme und Hilfsbereitschaft sehr wichtig. Manchmal jedoch ist Assija ein wenig launenhaft. Diese Stimmungsschwankungen hängen meist von ihrem Wohlbefinden ab. So ist sie, wenn sie gut beisammen ist, guter Dinge und fröhlich, doch wenn es ihr schlechter geht, merkt man dies deutlich an ihrem Verhalten. Sie ist dann verhärmt, bitter und sagt auch mal Dinge, die sie nicht so meint oder die ihr nachher leidtun. Dies kann zum Beispiel eine boshafte Bemerkung ihrerseits sein, wenn sich jemand nach ihrem Befinden erkundigt. Wenn es ihr zu diesem Zeitpunkt nicht gut geht, kann es sein, dass sie diese Person dann anfaucht. Sie scheut sich dann allerdings auch nicht, sich kurz danach oder auch erst später dafür zu entschuldigen. Sie tut sich schwer damit, vor anderen als schwacher Mensch da zustehen, sie findet es schrecklich, wenn sie vor Menschen, die nicht zu ihrer Familie gehören, beispielsweise einen Krampfanfall zu bekommen. Sie ist sich der Tatsache bewusst, dass dies ein sehr unschöner Anblick ist und ihre Mitmenschen meistens doch sehr schockiert. Sie möchte einfach kein Mitleid dafür bekommen. Assija ist nicht leicht zu reizen. Sie ist geduldig und ruhig, doch wenn sie einmal wütend wird, kann es durchaus auch passieren, dass ihre Gefühle ungezügelt aus ihr herausbrechen. Assija ist wahrheitsliebend, nur nicht um jeden Preis. Wenn sie beispielsweise glaubt, andere mit der Wahrheit zu verletzen, schweigt sie lieber oder greift zu einer kleinen Notlüge. Sie ist ein warmherziger Mensch, hilfsbereit und würde für Menschen, die sie liebt, wie ihre Familie, so ziemlich alles tun. Man könnte sie auch als ein wenig naiv und unwissend bezeichnen, was darin begründet ist, dass sie wenig wirkliche Lebenserfahrung sammeln konnte, da sie doch viel Zeit zuhause und in ihrer unmittelbaren Umgebung verbrachte. Dort, wo sie aufgewachsen ist, wurde die Tatsache, dass sie eine Drachenerbin ist, akzeptiert. Sie ahnt noch nichts von der Welt und ihrer Einstellung zu den Drachenerben. Sie ist wissbegierig und träumt insgeheim davon, die Wüste eines Tages zu verlassen und sich die Welt anzusehen. Assija führt gerne gute Gespräche. Sie ist vertrauensselig und glaubt an das Gute im Menschen. Sie hat ja auch noch keine schlechten Erfahrungen diesbezüglich gemacht. Sie ist sehr naturverbunden. Eine Eigenschaft, die den Wüstenelfen innewohnt, und die ihr anerzogen wurde, die Natur stets zu achten und mit ihr im Einklang leben und nicht brechen oder sie gar zerstören zu wollen. Sie besitzt dennoch keine besonderen Kenntnisse in der Kräuterkunde, sie hat bestimmt das eine oder andere Buch oder manche Niederschriften darüber gelesen, doch blieben diese Kenntnisse immer bloße Theorie. Sie könnte aufgrund diesen mit Sicherheit in der freien Wildnis keine Kräuter bestimmen oder gezielt nach helfenden Kräutern suchen. Assija kann mit Pyrit und Feuersteinen umgehen, da sie sich zuhause oftmals um den Haushalt und das Kochen gekümmert hat und zu diesem Zwecke auch oft bei der Feuerstelle anzutreffen war.
Wie alle Wüstenelfen betet auch Assija zu den Göttern Jonlai und Vai’leska. Der Glaube ist ihr sehr wichtig, sie schöpft daraus Mut und Lebenskraft.

Fähigkeiten:

Die Tatsache, dass Assija eine Drachenerbin ist, bringt mit sich, dass sie körperlich schwächer konstituiert ist. Sie leidet ab und an unter unkontrollierten Schüttelkrämpfen, die völlig spontan und unvorhersehbar sind. Aufgrund dieser Tatsache wird sie, wenn sie unterwegs ist, stets von ihrer älteren Adoptivschwester begleitet. Man kann nicht genau sagen, wie häufig diese Anfälle auftreten, es kann vorkommen, dass sie pro Monat drei bis vier solcher Anfälle hat, doch es gab auch schon Zeitspannen über zwei bis drei Monate, wo keine solchen Schüttelkrämpfe auftraten. Sie ist sich einzig der Tatsache bewusst, dass diese Anfälle gehäufter auftreten, wenn sie unter großer Anspannung oder Stress steht. Es wäre sehr gefährlich für Assija, wenn sie sich zu lange alleine an einem Ort aufhält. Kann doch solch ein Anfall jeder Zeit auftreten, so auch beim Baden, wo sie im Zuber ertrinken könnte, oder während des Essens, da sie an einem Bissen ersticken könnte. Assija hat sich mit dieser großen Last arrangieren müssen und hat ihr Leben danach ausgerichtet. So hatte sie stets eine Begleitung, die hauptsächlich ihre Adoptivschwester darstellt, aber auch war sie manchmal in Begleitung ihrer Eltern. Als Assija etwa fünf Jahre alt war, traten diese Anfälle zum ersten Mal auf. War man in ihrer Familie anfangs mit dieser Krankheit überfordert, gewöhnten sie sich nach einiger Zeit daran und nahmen auch alle nötige Rücksicht darauf. Des Weiteren ist Assijas Körper grundsätzlich schwächer als der von normalen Menschen. Sie hat manchmal aus heiterem Himmel Schwächeanfälle, in welchen sie das Gefühl hat, ihr Körper würde versagen. Sie benötigt dann Ruhe um sich wieder zu erholen. Diese grundsätzliche Schwäche und auch ihre Krampfanfälle sind Assija sehr unangenehm. Sie weiß, dass sie sich in ihrer Familie dessen nicht zu schämen braucht. Da sie meistens nur ihre Familie um sich hatte, war sie bislang eher weniger mit der Frage konfrontiert, ob sie offen damit umgeht oder nicht. Würde sie ihr Elternhaus verlassen und müsste sich mit fremden Menschen abgeben, würde sie wahrscheinlich einer betreffenden Person davon erzählen, damit es für beide Seiten nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt. Trotzdem ist es unangenehm für Assija, diese Schwächen vor Fremden auszubreiten. Nur einer Person, die nicht zu ihrer Familie gehört, hat sie je davon erzählt, dem Feuermagier Ardan, den sie später kennenlernen sollte. Körperliche Anstrengung kann sie weitaus schlechter wegstecken wie andere Menschen und lange Fußmärsche ist sie nicht gewohnt. Sie kann vielleicht zwei Stunden in gemäßigtem Tempo laufen, danach braucht sie unbedingt eine längere Pause über mehrere Stunden. Assija ist in der Wüste aufgewachsen. Dies mag verwundern, da die Hitze ihrem Körper alles andere als zuträglich ist. Doch sie hat sich dem Klima ein wenig angepasst, sie meidet die Mittagshitze ab dem späten Vormittag, bis weit in den frühen Nachmittag hinein. Da sie auf diese Weise immer ein wenig an das elterliche Haus gebunden war, und dabei stets unter Aufsicht war, hatte sie viel Zeit und Gelegenheit, sich allerlei Fähigkeiten anzueignen. So lernte sie lesen und schreiben und widmete sie sich auch beispielsweise über Jahre hinweg ausgiebig dem Studium der coreonischen Sprache, so dass sie diese recht gut in Wort und Schrift beherrscht. Assija, die sich der Tatsache bewusst ist, dass sie ein Mensch und keine Elfe war, fühlte sich seit jeher mit den Nordreichen verbunden. Vielleicht lag dies auch an gewissen Visionen, die sich immer wieder offenbarten, auch in Träumen, dass ihr Schicksal einst in den Nordreichen liegen würde, daher auch ihr starkes Interesse an der coreonischen Sprache und allem, was die Nordreiche betrifft. Assijas Stärken liegen weiters in kochen, lesen, schreiben, und sie kann auf der Flöte spielen und sie beherrscht die Laute. Sie kann auch reiten. Da sie schon als kleines Kind immer auf Pferde gesetzt wurde, konnte sie sich das Reiten zumindest recht gut beibringen lassen, sodass ihre körperliche Schwäche ihr in diesen Belangen kein wirkliches Hindernis darstellt. Sie ist keine Meisterin im reiten, vor allem, da sie aufgrund ihrer Krampfanfälle besonders vorsichtig sein muss. Wenn sie ausreitete, wurden ihre Beine an den Sattel gebunden, damit sie nicht vom Pferd fallen kann, sollte sie ein Schwäche- oder Krampfanfall ereilen.

Ihre Fähigkeiten sind nicht körperlicher Natur. Sie kann mit Sicherheit nicht kämpfen, sie könnte weder ein Schwert, noch eine Axt halten, geschweige denn einen Bogen spannen. Vielleicht könnte sie eine geladene Armbrust bedienen, erneut spannen jedoch höchstwahrscheinlich nicht. Einem Angreifer gegenüber wäre sie wehrlos ausgeliefert. Sie könnte einem Verfolger auf keinen Fall entfliehen, sie könnte vielleicht dreihundert Meter weit rennen, aber dann wären ihre Kräfte erschöpft und sie könnte nicht mehr weiter laufen. Assija kann nicht schwimmen oder lange Strecken gehen. Über Gebirge wandern und klettern wäre in höchstem Maße belastend für sie.

Dafür hat Assija einen wachen Geist. Sie ist klug und scharfsinnig und kann mit ihrem Charme andere für sich einnehmen. Dafür sind selbstverständlich nicht alle Menschen empfänglich. Assija besitzt gewisse geistige Fähigkeiten, manchmal hat sie Visionen und Vorahnungen von Dingen, die passieren werden. Anfangs hatten Assija diese Visionen verstört, und sie wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte, doch wie es so ist, man gewöhnt sich mit der Zeit an alles, und so lernte sie auch damit umzugehen und sie nimmt es als gegeben hin. Diese Visionen sind eher selten, und haben nicht immer mit Assijas Leben zu tun. Die meisten dieser Visionen behält sie für sich, und außer ihrer Familie gab es so gut wie keine Menschen, welchen sie davon erzählt hätte. Doch erzählt sie, wenn sie es tut, diese mit Vorsicht und Zurückhaltung, denn sie möchte niemanden ängstigen, mit Visionen, von denen nie jemand wissen kann, ob sie sich auch tatsächlich bewahrheiten. Wie alle Drachenerben zieht auch sie Kraft aus den Gefühlsausbrüchen und starken Emotionen anderer. Ob sie dies kontrollieren kann, ist abhängig davon wie ihr Zustand gerade ist. Wenn sie einen Krampfanfall hat, in welchem sie keine Kontrolle über ihren Körper und Geist hat, hilft alles nichts, doch wenn die lediglich einen Schwächeanfall hat, kann sie diese Fähigkeit sehr wohl für sich nutzen. Es sind die wesentlich stärkeren negativen Emotionen wie Wut, Hass und Aggression, aus welchen sie besonders gut zehren kann. Aus Angst oder Freude kann sie nicht wirklich erfolgreich profitieren Es ist noch nicht so lange her, dass sie diese Tatsache entdeckt hat, doch seit sie sich dessen sicher ist, nutzt sie diese gezielt um sich Kraft zu holen, wenn sie diese braucht. Assija findet nichts Verwerfliches daran, ist es schließlich nicht so, dass sie damit anderen schadet, oder sie auslaugt. Sie fände es eher schade, diese Kraft ungenutzt verpuffen zu lassen.


Magie/Zauber:

Assija verfügt über die Macht der Feuermagie Stufe 1, (genaues siehe Vergangenheit)

Da die Feuermagie etwas mentales ist, kann Assija damit recht gut umgehen. Manchmal, wenn ihr Körper schwach ist, fällt es ihr allerdings schwer, sich auf die Feuermagie zu konzentrieren, was zur Folge haben kann, dass ihr ein Zauber nicht oder nur schlecht gelingt. Die Feuermagie stärkt Assijas Selbstbewusstsein immens. Um Feuermagie zu wirken, streckt Assija ihre Hände aus, die Handflächen dabei auf das Feuer gerichtet, um dessen Kraft in sich aufzunehmen. Danach reicht es, die Hand auf das Ziel gerichtet, auszustrecken, um Flammenpfeile oder Feuerbälle zu werfen. Desweiteren ist es nötig, dass sie für Zauber der Stufe 1 vorher ein magisches Symbol in die Luft zeichnet. Assija beherrscht alle drei Zauber mäßig gut. Sie ist noch nicht perfekt darin, doch von sieben Anwendungen gelingen ihr doch fünf. Wenn sie nicht allzu konzentriert ist, oder körperlich schlechter konstituiert ist, gelingen die Zauber mäßig bis gar nicht. Bestehendes Feuer muss dazu bei allen Zaubern vorhanden sein.

Kleine Flammentricks

Dazu ist nicht wirklich viel von Nöten. Es reicht, wenn sie einige Sekunden mit der Zeigefingerspitze auf ihre Handfläche tippt, um kleine Flammentricks zu wirken, wie z.B das Wandern von einer kleinen Flamme von einer Hand in die Andere, oder das kurze Aufflackern einer Flamme aus der Handfläche.

Flammenpfeile

Assija kann Flammenpfeile verschießen. Diese sind im eigentlichen Sinne keine Pfeile, sie ähneln mehr brennenden, etwa zehn Zoll langen Stöcke, die allerdings aus purem Feuer bestehen. Um einen solchen Zauber zu bewerkstelligen, muss Assija das Symbol für Feuer in die Luft zeichnen, welches in etwa so aussieht: <
Nach einigen Sekunden, in welchen sie dann ihre Konzentration und Kraft gesammelt hat, kann sie diese verschießen. Sie haben eine Reichweite von etwa zehn Metern, sind nicht so effektiv wie der:

Feuerball

Hierfür muss Assija die Worte "Nerathy á malhar" sprechen, da dieser Zauber diese unterstützenden Worte benötigt, da dieser mehr Kraft benötigt.
Nach einigen Sekunden der Konzentration kann sie dann einen etwa faustgroßen Feuerball erschaffen, welchen sie auch von sich werfen kann, wie etwa auf Feinde oder auf brennbare Objekte. Die Wurfweite beträgt hierbei etwa sieben Meter.


Vergangenheit:

Assija leibliche Eltern, Degrir und Melshana Thallas, waren heimatlose Nomaden, die von Ort zu Ort zogen. Melshana, eine Wüstenelfe, verliebte sich in Degrir und gab ihm zuliebe ihre Heimat auf, um ihr Leben, wenn auch heimatlos, mit ihm verbringen zu können. Sie wünschte sich sehnlichst ein Kind, doch jahrelang blieb ihr Kinderwunsch versagt, obgleich sie zu ihren Göttern Jonlai und Vai’leska betete. Eines Tages begann sie auch zu Degrirs Göttern zu beten… sie vertraute sich Schwester Mond an und betete und bat sie inständig, Nacht um Nacht. Und es schien, als hätten die Götter Melshanas Gebete erhört, denn eines Tages, stellten sich bei ihr doch Anzeichen einer Schwangerschaft ein und nach nicht ganz einem Jahr kam Melshana zur Niederkunft. Sofort nach der Geburt konnte man erkennen, dass der Säugling anders war, als all die Kinder, die in der weiten Steppe geboren wurden. Das Kind war ausgesprochen hellhäutig, beinahe milchig weiß, nicht so dunkelhäutig wie es bei den Steppenbewohnern oder gar den Wüstenelfen üblich war, und hatte diese markanten Male am Rücken. Viele Haare hatte das kleine Mädchen nicht, doch jene die es hatte, waren feuerrot. Melshana war glücklich und hielt dieses hellhäutige Kind als Geschenk der Schwester Mond, als würde es selbst von dieser stammen. Doch als Degrir, das Kind erblickte, kamen ihm allerlei Gedanken, dass seine Frau ihn betrogen hatte, weil es unmöglich war, dass aus seinem Erbgut ein solches Kind entspringen konnte. In seinem unsäglichen Zorn erschlug er seine Frau und zückte seinen Säbel, bereit, das Kind zu töten, und sich von diesem, wie er meinte, Fluch zu befreien. Doch er fürchtete, bei seinen Ahnen und den Naturgeistern in Ungnade zu fallen, wenn er dieses unschuldige Kind tötete. So nahm er den Säugling, wickelte ihn in einige grobe Tücher und brachte ihn in die nächste ihm bekannte Stadt. Es war die kleine Stadt Aysibrir, die Stadt, wo die Wüstenelfen lebten. Er legte den schlafenden Säugling an einer Türschwelle ab und zog wieder von dannen. Wenn die Götter es wollten, würde das Mädchen überleben.

Nach einiger Zeit begann das kleine Mädchen zu wimmern und schließlich lauthals zu schreien. Solange, bis man es bemerkte. Die Frau des Hauses, Asholana, trat vor die Türe und fand das kleine schreiende Bündel. Sie nahm es hoch und rief in die Dunkelheit, ob denn niemand da war. Doch als sich niemand rührte, nahm sie es mit ins Haus hinein. Sie und ihr Mann Anjos waren nicht wenig überrascht, als sie den Säugling aus den Tüchern wickelten und sich ihnen dieses Menschlein offenbarte. Sie selbst hatten schon eine kleine zwei Jahre alte Tochter, Amandela. Anjos und Asholana berieten sich einige Augenblicke und bald war man sich darin einig, das kleine Mädchen vorläufig zu behalten. Da Asholana ihre zweijährige Tochter noch stillte, konnte sie den Säugling sofort anlegen und bewahrte diesen so vor dem sicheren Hungertod. Sie gaben dem Kind den Namen Assija sowie ihren Nachnamen Azdaja. Das Mädchen wuchs und gedieh prächtig unter der liebevollen Fürsorge der Zieheltern, doch bald stellte sich heraus, wie zart und schwächlich das Kind war.
Assijas Zieheltern betrieben eine Pferdezucht. So wuchs Assija schon von klein auf mit Pferden auf und verfügte diesbezüglich über alles Wissenswerte dieser stolzen und anmutigen Tiere. Die Sihu’sai, wie diese Pferde genannt werden, sind weit über die Grenzen der Wüste bekannt und begehrt. Es ist keine große Pferdezucht, Assijas Eltern sind bestimmt nicht unermesslich reich, legten Assijas Eltern doch Wert auf Qualität denn Quantität. Aber sie sind auch nicht ärmlich, einfache, gutbürgerliche Leute, wenn man so will. Die Stadt Aysibrir ist eine recht kleine Stadt und so kennt jede Familie beinahe jede andere. Die Familie Azdaja genießt respektables Ansehen, die Familie ist freundlich und hilfsbereit und neben Assijas Zieheltern und ihrer Schwester Amandela leben auch die Großeltern sowie der Onkel väterlicherseits unter demselben Dach. Das Haus selbst steht auf einer minimalen Anhöhe. Da die Wüstenelfen das Land so hinnehmen, wie es ist, und nichts ebnen, wurde das Haus so gebaut, dass der Hügel an der Vorderseite, wo sich die Hauseingangstüre befindet, Teil der vorderen Hälfte ist. Man muss sich das so vorstellen, dass dies etwa die Hälfte des Hauses einnimmt. In diesen Hügel am Boden wurde eine Art Kellerloch gegraben, das durch eine in den Boden gesetzte Tür verschlossen ist, welche man mit einem Eisenring öffnen kann. Dieses Kellerloch bietet gerade ausreichend Platz für manche Lebensmittel, wie etwa Wasser oder Fleisch, die davon profitieren, wenn man sie kühler lagern kann. Manch seltener genutzter Hausrat findet dort ebenso Platz, da das Platzangebot im Haus begrenzt ist.

Es ist nichts darüber bekannt, dass ihre Zieheltern sofort bemerkt haben, dass Assija eine Drachenerbin ist, vielleicht hatten sie es geahnt, doch da das Mädchen bis auf ihre körperlich sichtbaren Merkmale keine besonderen Anzeichen zeigte, verlor man daran keine nennenswerten Gedanken. Bis auf jenen Tag, als Assija fünf Jahre alt war, und sie ein schwerer Schüttelkrampf ereilte. Die Eltern waren entsetzt, und wussten nicht, wie sie eingreifen sollten, niemand war auf solch einen Anfall vorbereitet und niemand wusste, was zu tun war. Nach einigen Minuten war der Anfall vorbei. Diese Anfälle sollten sich nun von Zeit zu Zeit wiederholen. Der gerufene Medicus konnte nichts tun. Doch er erkannte, dass es sich bei dem Mädchen um eine Drachenerbin handeln musste, und er tat es als Unannehmlichkeit ab, mit der Drachenerben zu kämpfen hatten und legte ihnen lediglich nahe, sich künftig auf solche Anfälle vorzubereiten und gewappnet sein, man konnte während eines solchen Krampfes dem Kinde nicht helfen, man konnte ihm nur helfen, in dem man dafür sorgte, dass es nicht unglücklich stürzte und sich dabei verletzte, und desweiteren sollte man ihr, so man geistesgegenwärtig dazu in der Lage war, einen Stock zwischen die Zähne schieben, so dass Assija sich nicht etwa während eines Krampfes ihre Zunge abbiss. Die Eltern waren zunächst bestürzt, sie hatten all die Jahre nicht gewusst, dass es sich bei diesem Kind um eine Drachenerbin handelte. Sie hatten die seltsamen Male, die von Jahr zu Jahr mehr wurden, zwar bemerkt, aber hatten nicht im Entferntesten daran gedacht, was dies bedeuten konnte. Doch sie hatten Assija wie ihre eigene Tochter lieben gelernt, und so lernten sie mit dieser Sache umzugehen und als Assija älter wurde, stellte man ihr ihre Adoptivschwester als ihre Beschützerin zur Seite. Die beiden Mädchen verband seit jeher eine innige und herzliche Beziehung, sie waren auf gleicher Wellenlänge, wie man so schön sagt, die beiden Mädchen verbrachten ja doch viel Zeit miteinander, und Amandela empfand Stolz, die Beschützerin ihrer kleinen Schwester zu sein, was sie ihr emotional noch näher brachte, und Assija war immer froh und dankbar, dass Amandela diese Aufgabe, die sicherlich oft auch eine Bürde war, gerne und gut meisterte. Wie Kinder so sind, spielten sie viel miteinander, meistens in der Nähe des Elternhauses, machten gemeinsam Streiche, lachten, sangen und weinten auch viel miteinander. Sie waren nicht nur Schwestern sondern auch Seelenfreunde, die sich jeden noch so geheimen Wunsch, oder ihre tiefsten Ängste und Sorgen anvertrauten.
Assija zeigte mit sechs Jahren schon früh Begeisterung für reiten und musizieren und so ließen ihre Eltern sie gewähren und unterstützten sie dabei in ihrem Bestreben. Assija zeigte auch großes Talent für das Musizieren und so lernte sie das Spielen der Laute sowie der Hirtenflöte.

Leider brachte das Drachenerbe auch den Nachteil, dass Assijas Haut die pralle Wüstensonne nicht vertrug, und ihr Körper die Hitze nicht aushielt. So ging sie lediglich in den Morgenstunden und erst wieder ab den späteren Nachmittagsstunden hinaus und mied die Mittagshitze und blieb in dem kühlen Steinhaus. In den jungen Mädchenjahren spielte sie dann oder hielt ausgedehnten Mittagsschlaf, um ihren Körper zu erholen.

Assija fühlte sich dem Feuer schon immer auf eine seltsame Art und Weise verbunden, doch sie wagte es nicht, mit jemanden darüber zu sprechen, besonders, da sie niemanden näher kannte, der feuermagisch begabt war. So faszinierend sie das Feuer auch fand, so groß war allerdings auch die Angst davor, sich mit diesem mächtigen und zerstörerischen Element zu beschäftigen. Als Assija zehn Jahre alt war, lernte sie einen mächtigen Feuermagier, Ardan kennen. Er war ein Bekannter der Familie Azdaja, genauer gesagt ein guter Freund von Assijas Onkel. Der Mann bemerkte, vermutlich an ihrer Art und Weise, wie sie dem Feuer begegnete und damit umging, dass das Kind feuermagische Fähigkeiten besitzen könnte, und holte sich die Erlaubnis der Eltern, die beide selbst keine magischen Fähigkeiten besaßen, sich dem Kind anzunehmen und ihm die Feuermagie näher zu bringen. So verbrachten die beiden viel Zeit miteinander. Ardan blieb insgesamt fünf Jahre bei Ihnen, bevor ihn die Sehnsucht wieder zur Wanderschaft trieb. Anfangs bemerkte man, dass sie als Kind damit Schwierigkeiten hatte, die nötige Konzentration aufzubringen, doch mit der Zeit besserte sich dieser Umstand, und nach zwei Jahren konnte Assija das Element erspüren. Mit dreizehn, ein Jahr später, schaffte es Assija das erste Mal, eine kleine Flamme, die Ardan ihr behutsam von seiner Hand auf ihre Hand gesetzt hatte, zu lenken und von einer Handfläche in die andere wandern zu lassen. Bis heute hat Assija das stolze Gefühl nicht vergessen, welches sie dabei empfunden hatte, dieses gefährliche Element, wenn auch nur im sehr kleinen, gebändigt zu haben. Sie schöpfte daraus Mut und hoffte, mit der macht der Feuermagie einige ihrer Schwächen, die das Drachenerbe mit sich brachte, zu kompensieren. Ardan brachte ihr noch bei, wie man einen Feuerball formt, sowie wie man lernte, mit Hilfe seiner Gedanken und höchsten Konzentration Flammenpfeile zu erschaffen und diese abzuschießen. Als sie diese beiden Fertigkeiten beherrschte, war sie fünfzehn Jahre alt. Mehr konnte Ardan ihr nicht mehr beibringen, denn ihn lockte das Fernweh und so verließ er eines Tages wieder die Familie Azdaja. Assija war durch diesen Umstand betrübt. Sie hatte große Freude an der Feuermagie gefunden, denn endlich gab es etwas in ihrem Leben, was ihr mentale Kraft und Selbstbewusstsein gab. So musste Assijas Ausbildung ruhen, doch sie übte alleine immer wieder ihre erlernten Fähigkeiten um diese nicht zu verlernen und diese eventuell sogar zu festigen, auch wenn sie in ihrem behüteten Leben keinen Grund gab, diese Fähigkeiten auch praktisch anzuwenden. Meistens, wenn sie alleine abends aus dem hausging, vertrieb sie sich die Zeit mit dem Wirken von kleinen Flammentricks, wie das Wandern einer kleinen Flamme von einer Handfläche zur anderen. Sie hoffte inständig, dass Ardan recht bald wieder zurückkommen, und sie weiter unterrichten würde.

Als Assija dreizehn war, unterrichteten ihre Eltern Assija und ihre Adoptivschwester Amandela in lesen, schreiben und rechnen. Assija haderte in den Jahren, wo sie zur Frau erblühte, viel mit ihrem Körper und sah diesen als Götterstrafe an. Eines Tages stürzte sie während eines Krampfanfalles unglücklich, und fiel mit dem Kopf hart auf den Boden, sie trug eine Platzwunde über der Augenbraue davon, deren Narbe man heute noch recht gut sehen kann. Assija war manches Mal so unglücklich mit ihrem Dasein, dass sie sogar einmal in einem Moment, im dem die Verzweiflung überhandnahm, versuchte, sich das Leben zu nehmen. Sie hatte zu dieser Zeit einfach eine starke melancholische Phase, und hatte die über die genauen Konsequenzen einfach nicht nachgedacht. Doch in ihrer Unwissenheit, schnitt sie sich nur die Pulsadern auf, welches zwar stark blutete, doch lange nicht ausreichte, um sich damit umzubringen. Ihre Mutter fand sie schließlich so, blutend und elendig. Sie erschrak, doch führte sie dann lange Gespräche mit ihrer Tochter, um sie wieder aufzubauen und zu bestärken. Sie führte ihr vor Augen, dass sie lernen müsse, sich mit ihren Unzulänglichkeiten zu arrangieren, und dass das Leben dennoch so viel Schönes zu bieten hätte. Sie sei eine hübsche kluge Frau und würde ihren Weg schon finden, und dass das Leben ein kostbares Geschenk sei, welches man nicht einfach so wegwerfen dürfe. Seit dieser Zeit versucht Assija, einfach bewusster zu leben und die positiven Aspekte ihres Erbes hervorzukehren und zu lernen, mit den negativen Seiten besser umzugehen.

Als Assija achtzehn war, kam Ardan der Feuermagier wieder in das Leben der Familie Azdaja. Er war lange Zeit der Wüste ferngeblieben, lebte bei den Menai und den Schamanen in den Steppen und lernte so neben seiner feuermagischen Fähigkeiten auch allerlei Rituale und Götterdienste. Man munkelte über Ardan, dass er so mächtig sei, dass er Feuerwesen erschaffen und diese kontrollieren könnte. Er nahm Assija wieder unter ihre Fittiche, um ihr noch mehr Feuermagie beizubringen. Assija war glücklich, dass er wieder zurückgekehrt war, und war ebenso beeindruckt von seinen Fähigkeiten, und sie saßen abends oder nachts oft in der kühlen Wüste und sie ließ sich von ihm bei einem Lagerfeuer das eine oder andere Feuerkunststückchen zeigen, welches sie manchmal auch versuchte, nachzuahmen. Assija, die Ardan gern mochte, vertraute sich ihm an, ihren Verdruss über ihren schwachen Körper und ihre Unzulänglichkeiten. Die Beiden verband eine tiefe, seelische Freundschaft, vielleicht war Assija doch auch ein wenig in ihn verliebt, auch wenn er um einiges älter war als sie, für ihn war Assija jedoch nur wie eine viel jüngere Schwester, oder eben die Nichte seines Freundes. Sie vertraute sich ihm auch an, dass sie eine Drachenerbin war und welche Nachteile daraus resultierten. Eines Tages dachte er darüber nach, ob er ihr nicht helfen konnte, ihren Körper zu stärken, und schlug ihr vor, rituelle Zeichen in ihre Haut zu ritzen, vielleicht würde ihr dieses helfen und ihren Körper stärken. Sie willigte ein, sie wollte nichts unversucht lassen, aus ihrem schwächlichen unnützen Körper etwas Besseres zu machen. So ließ sie sich von ihm diese Zeichen einritzen. Dieses Ritual hatte er bei Schamanen in den Steppen gesehen und gelernt. Er begann bei den Armen und die Schmerzen, die er ihr mit heißen Nadeln und heißen kleinen Klingen in die Haut ritzte, ließen sie schier wahnsinnig werden vor Schmerz, sie fühlte, wie ihr Körper versagte und schließlich in eine gnädige Ohnmacht versank. Als sie wieder erwachte, fühlte sie sich sehr schwach und ihre beiden Arme waren auf der Oberseite über und über mit diesen Zeichen versehen. Leider hatte dieses Ritual die gewünschte Wirkung nicht gebracht. Bis auf die Schmerzen und Brandzeichen, die sie davon getragen hatte, hatte sich an ihrem Körper nichts verändert. Assija war ein wenig enttäuscht deswegen, doch weil sie Ardan so innig mochte, verlor sie kein weiteres Wort darüber. Ihre Eltern jedoch waren sehr erbost darüber, sie warfen dem Feuermagier, der doch nur Gutes im Sinne hatte, Unbesonnenheit und Unverstand vor, ja, dass er das Leben ihrer Tochter aufs Spiel gesetzt hatte für einen solchen Unsinn, und es entbrannte ein Streit darüber. Doch die Zeichen waren nun in ihre Haut geritzt, und die Sache war nicht wieder umkehrbar. Schließlich verließ Ardan schweren Herzens wieder die Wüste und er und Assija verloren sich aus den Augen. Assija war über seine Abreise sehr betrübt. Er war der einzige wirklich innige Freund, den sie neben ihrer Schwester je hatte. Noch heute denkt Assija oft an Ardan, sie trägt ihre Skarifizierungen mit dennoch liebevollen Gedanken und als Erinnerung an ihn und hofft, ihm eines Tages wieder zu begegnen.

Die Jahre vergingen, in denen Assija tat, was sie tun konnte, lesen, lernen, beten, ihrer Mutter im Hause zur Hand gehen, und vor allen Dingen zu akzeptieren, dass sie ein anderes Leben führen musste, als ihre Schwester oder andere Menschen. Sie trug zum Lebensunterhalt der Eltern bei, was sie schaffen konnte, so kümmerte sie sich seit jeder um den Haushalt, versorgte die Zuchtpferde, die für sie mehr als nur eine Pflicht waren. Sie liebte diese Pferde, und wann immer eines dieser verkauft wurde, war Assija auch ein wenig betrübt deswegen. Sie vertrieb sich ihre Zeit oft mit dem spielen ihrer Flöte, oder ging durch Aysibrir spazieren, wenn die Hitze nicht so groß war. Sie plauderte dann manchmal mit anderen Wüstenelfen. Die meisten kannten Assija, da sie ja doch bekannt war wie ein bunter Hund. Die meisten waren freundlich zu ihr, und da sie eher ein stilles, umgängliches Mädchen war, mochten sie dieses. Sicherlich pflegte sie Kontakt zu manchen anderen Wüstenelfen in ihrem Alter, doch waren diese Beziehungen nicht so innig, wie zum Beispiel die Beziehung zu Ardan. Man plauderte belangloses, erzählte sich, was so passierte und sich ereignete. Da die Wüstenelfen ein lebenslustiges Volk sind und gerne feiern, gaben diese öfters Hausfeste, in welchen gemeinsam musiziert wurde und gesungen, geplaudert und gelacht. Assija genoss diese Abende besonders, waren sie doch eine willkommene Abwechslung in ihrem manchmal langweiligen Leben. Immer wieder übte Assija auch die ihr von Ardan beigebrachte Feuermagie,um diese ihr so liebgewonnene Verbindung zum Element nicht zu schwächen oder gar zu verlieren

Acht Jahre später, als Assija einundzwanzig war, passierte ein einschneidendes Erlebnis in Assijas Leben. Ihre Schwester Amandela verliebte sich in einen jungen Mann. Zuerst konnte Assija noch damit umgehen, dass ihre Schwester nun weniger Zeit mit ihr verbringen wollte, doch als Amandela nach einem Jahr diesen Mann ehelichte und aus dem elterlichen Haus wegzog, konnte sie damit nur schwerlich umgehen. Dies war die Zeit, wo ihre Eltern sie zur Brust nahmen und sie in ihr Geschäft mit der Pferdezucht einbanden. Assija lernte in dieser Zeit viel über Pferde und bekam auch ein eigenes Pferd geschenkt. Assija selbst zeigte kein Interesse an einem Mann. Sie wollte sich noch nicht binden, und im Grunde wollte sie auch noch nicht das schützende geborgene Elternhaus verlassen, auch wenn sie heimlich davon träumte, eines Tages in die Nordreiche zu gehen.

Als Assija dreiundzwanzig war, passierte das wohl am meisten einschneidende Erlebnis in ihrem Leben. Es hatte sich herumgesprochen, dass sich unter den Wüstenelfen im Hause Azdaja in Aysibrir ein Drachenerbe befand. Und so passierte es eines Nachts, dass sich Halunken in das Haus von Anjos und Asholana schlichen. Sie schnitten den beiden die Kehlen durch und entführten Assija. Es war eine Leichtigkeit, das schwache Mädchen zu überwältigen und mitzunehmen. Diese Mörder und Entführer waren Sklavenhändler. Diese hatten sich erhofft, dieses exotisch anmutenden Mädchen zu einem guten Preis zu verkaufen. Doch leider stellte sich für die Sklavenhändler heraus, dass das Mädchen für ihre Zwecke völlig unbrauchbar war, denn die körperlich schwache Konstitution alleine war schon ein Grund, warum niemand eine solche belastende Sklavin haben wollte. Und als sie auf dem Sklavenmarkt einen Krampfanfall hatte, war die Aussicht, das Mädchen überhaupt zu verkaufen, so gut wie gestorben. Bitter für Assija, denn so war der Mord an ihren Eltern für sie umso schwerwiegender. Die Sklavenhändler waren wütend, so war alles für sie umsonst gewesen. Als letzte Lösung, zumindest einen Teil der Unkosten wieder hereinzubekommen, boten sie Assija dem geheimen Zirkus an. Dieser war nicht wählerisch in Bezug auf Assijas körperliche Nachteile. Man suchte wohl eine füllende Attraktion für den Zirkus. Eine Drachenerbin war etwas Besonderes. Beinahe sadistisch war die Idee, diese ohnehin schwache junge Frau in die Arena dieses Zirkus zu stecken, und sie einem der Kämpfer gegenüber zu stellen. Ob dieser sie erschlagen, oder zu Tode hetzen würde… man würde sehen… und es würde viele zahlungswillige Besucher anlocken, wenn dieses sich erst herumsprechen würde.

So begann Assijas ungewisse und unfreiwillige Reise nach Coralay und Cathrad, und es schien, als würde sich Ihre Vision, dass ihr Schicksal in den Nordreichen lag, erfüllen…

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