Profil von Sqeulaiche Dubh

Benutzeravatar
Abenteurer
Avatar: Lajsis

Profil

Benutzername:
Sqeulaiche Dubh
Gruppen:

Charakter

Name:
Sqeulaiche Dubh
Alter:
26 Winter
Rasse:
Mensch (Raéyun)
Heimat:
Wald von Sieryan
Waffen:
Schwerer Spazierstock
Inventar:
Eine Handvoll Münzen, wasserdichte Tasche mit kleiner Balalaika und Ersatzkleidung, Piccoloflöte.

Steckbrief

Charakterbogen
Hauptaccount
Gnomos

Name Dubh heißt er, gesprochen „Du“ aber die meisten kennen ihn nur als Sqeulaiche, sprich „Sculley“. Ihr habt Ihn nicht zufällig gesehen? Selten rufen jene, die der altcoreonischen Zunge mächtig sind ihn auch den ‘Erzähler düsterer Geschichten’, bedeutet Dubh doch schlicht ‘düster’ oder genauer genommen ‘schwarz’ derweil Sqeulaiche ‘Geschichtenerzähler’ einfach meint . Nein, auch nicht gehört?

Darf ich ihn Euch dann vielleicht etwas ausführlicher beschreiben, vielleicht habt ihr ihn ja gesehen ohne seinen Namen vernommen zu haben? Ja? Gut, wo fange ich dann am besten an? Beim weniger offensichtlichen vielleicht, das ihr meine Beschreibung nicht einzig auf die Auffälligkeiten beschränkt…

Alter Sqeulaiche Dubh zählt inzwischen an die 26 Winter, hat sich dafür aber ganz gut doch gehalten.

Und … wie? Was die Auffälligkeiten sind von denen ich sprach? Ich denke wirklich ich sollte Euch lieber erst… Nein, wartet, ich erzähl’s Euch ja schon. Nun bleibt schon stehen. Hey, also gut…

Rasse Er ist ein Raéyun wie er im Buche steht! Wusst ich’s doch, das Euch das aufhält, aber wenn Ihr trotzdem so freundlich wäret all Eure Vorurteile, für einen Augenblick zu vergessen, ja? Danke!

Aussehen Sqeulaiche Dubh ist ein ziemlich genau sechs Fuß großer Raéyun mit für seinen schlanken Wuchs doch merklicher Körperkraft und wäre mit seinen 144 Pfund, den feingliedrig schmalen Händen die der Schwielen eines harten Arbeitslebens entbehren und dem tiefschwarzen sein aristokratisch blasses herzförmige Gesicht umrahmenden Pagenkopf eine rechte Augenweide begehrter Frauenschwarm gar. Nun gut, man könnte unterstellen das seine Nase, so gerade und wohlgeformt sie auch sein mag, etwas zu groß aus seinem Gesicht ragt, dieses als makellos zu bezeichnen. Er selbst gar mag vielleicht so denken, glaube ich doch, das er darum auch eine solche Faszination für Brillen und Kneifer hatte, wie sie die fahrenden Händler, wenig variantenreich, immer mal wieder wo feilbieten, obgleich sein Vater ihm diese nur wegen seiner Tagessichtschwäche anfänglich zugedacht hatte. Ich denke tatsächlich das er die Nase als kleinen Makel sieht, welchen er, ab der Augen, gerne zu kaschieren sich bemüht. Ich denke aber das die Nase wundervoll mit den leicht vorstehenden geraden Wangenknochen, wie auch dem markanten Kinn und dessen feines Grübchen harmoniert, auf welches angesprochen, er immer so herrlich verunsichert reagiert. Nun, er mag es anders wohl sehen, doch denke ich das eine wie auch immer geartete anders geformte Nase weit weniger gut zu Gesichte wohl stünde. Doch ich schweife ab und erkenne in euren Augen sehr wohl, das ihr in Ungeduld der Kunde vom Auffälligsten an ihm harrt. Also gut: Seine stets melancholisch Augen, deren Iriden in einem solch kräftigen Bernsteinton, wie ich dergleichen noch kein zweites Mal je gesehen, in die Welt hinausblicken, sie drängen wirklich einen Jeden unbehaglich zur Seite zu blicken, und das, bei genauerer Betrachtung in den Iriden glosend zu tanzen scheinende Funkenspiel macht dieses Bild nicht gerade erträglicher. Nein wartet, sagt jetzt nicht voreilig das Ihr so einen nicht gesehen hättet, euch andernfalls daran wohl erinnertet. Nein, ich will damit auch nicht sagen das er Euch die Erinnerung an eine solche Begegnung aus dem Gedächtnis gestrichen haben könntet. Verdammt, genau darum wollte ich erst mit der restlichen Beschreibung fertig sein, ehe ich Euch von seiner Herkunft berichte.

Nun haltet doch ein, ich will nur sagen das er sein Antlitz verbirgt, da er noch weit besser denn ich die Reaktionen Anderer auf seine Augen – leidlich – kennt. Dubh, vermutlich in Anlehnung an seinen Namen, aber wohl auch aus einer generellen Zuneigung zu der Nacht mit ihrer meist einsamen Stille, trägt meist ausnahmslos schwarz. Er bevorzugt dabei edele Stoffe die seine Gestalt bis auf die Hände verhüllt. Seide und Brokat etwa, wenn ihm seine Kunst diese Stoffe zu erstehen ermöglicht. Andernfalls mag er auch schon mal zu edlem Leder, fein gekämmter Wolle oder auch feinen Hanf- oder Leinenstoffen greifen. Doch selbst dann muss diese Kleidung stets fehlerlos und hochwertig verarbeitet sein, denn auf sein Äußeres und gutes, adrettes Erscheinen legt er nicht wenig Wert, weswegen ihn auch häufig den Duft parfümierter Seifen oder Duftwässer umschwebt. Schmutz ist etwas, das ihm zuwider scheint. Ich hörte ihn einmal sagen das er den Geruch des Drecks und der Verwahrlosung, seit einem dramatischen Ereignis in seiner Vergangenheit zuwider ist und er auch darum die Reinlichkeit und ein stets der Mode entsprechendes Äußeres pflegt – eben um sich von jener ihn noch heute zu schreckenden Vergangenheit in gewissen Sinne, nun ja – halt wirklich … wie soll ich sagen – reinzuwaschen? Im Süden trägt er gar das Haupt, bis auf die Augen verhüllt, wie es die Art der Wüstennomaden etwa ist, derweil man ihn weiter im Norden leicht für einen kecken Edel- oder auch Spielmann halten könnte. Überhaupt legt er stets Wert darauf sich gemäß der regionalen Mode zu kleiden, weshalb ihr ihn etwa für einen Einheimischen halten könntet, solange Ihr seiner Augen denn nicht ansichtig werdet. Das er, sich das leisten zu können auch schon mal hungrig ins Bett sich begibt, um eines neuen Schales willen – ich halte es für bezeichnend. Doch, und da muss ich ihm schon zustimmen, betrachtet er dieses sein Erscheinen auch als Investition in seine Berufung. Ein Spielmann mag noch so gut sein. Wenn er stinkt und die Läuse hat, wird kein Reicher Mann ihn in sein Haus, keine reiche Dame ihn in ihr Gemach je lassen. Ein schäbiger Musikus indes wird vielleicht kein zweites Mal in ein und dasselbe Haus gebeten, diesen einen, ersten Besuch hat er sich dann aber doch wohl gesichert. Und Sqeulaiche Dubh ist gut »und« adrett. So kommt es umso häufiger vor das er in gutem Hause und also auch für gutes Geld dann aufspielt, so dass er eher selten zwischen seinem Magen und seinem Äußeren wählen muss, reicht das Geld aus seinen Auftritten zumeist doch für beides. Ihr fangt an nachzudenken, ich sehe es Euch an, gut! Woran Ihr ihn dann aber dennoch erkennen könntet fragt ihr? Nun zum einen an der Stets schwarzen Kleidung, an der sich aber meist eine farbliche Auffälligkeit befindet. Eine Rote Hahnenfeder am Hut etwa, eine leuchtend gelbe Schärpe um die Hüfte oder vielleicht auch einfach mal ein leuchtend blaues Paar lederner Handschuhe am Gürtel. Sqeulaiche Dubh erklärte mal, etwaige Betrachter so von einer zu intensiven Beschäftigung mit seinem Gesicht, sprich den Augen abhalten zu wollen und ich muss gestehen, es scheint überraschend gut zu funktionieren! Unbewusst richten sich die meisten Blicke auf jenes Augenmerk, befassen sich die meisten Gedanken mit der Frage wieso einer so konsequent schwarz trägt und dann… Ein simpler wie wirksamer Trick, wie ich ihm neidlos zugestehen muss.

Doch gibt es eine weitere Auffälligkeit, welche er bei aller List nicht zu kaschieren weiß: Einer etwas unerfreulicheren Begegnung mit Leuten der Sorte, die ihre Beurteilung Anderer rein auf Äußerlichkeiten beschränken, verdankt er ein lahmes rechte Bein. Oder genauer gesprochen wurde sein Knie wohl mal nahezu zertrümmert und wuchs dann aber wieder zusammen, das er es wieder halbwegs nutzen kann. Doch zieht er seit dem das Bein nach, stützt sich darum beim gehen meist auf einen verzierten schlanken, wie teilweise vergoldeten schwarzen Spazierstock beim Gehen.

Waffen und Ausrüstung Ich sehe Erkennen in Euren Augen, Nein? Aber ihr habt von so jemandem gehört? Ob er den Stock zu mehr denn bloß zum gehen benutzt? Ah! Ich bin erfreut, dass ihr diese Frage stellt, zeigt dieses doch das Ihr mir Antworten damit zu haben scheint. Ja, tatsächlich nutzt er den Stock auch als Waffe. Ich glaube, nach dieser Sache mit seinem Bein, er muss ein halbes Kind damals noch gewesen sein, entschloss er sich, sich seiner Haut zukünftig zu erwehren lernen. Das Holz seines Stockes stammt von irgendeinem tropischen fernen Baum und ist so schwer, das es wie ein Stück Eisen unterginge, würfe man es ins Wasser. Tatsächlich soll es sogar eines Schmiedes und dessen Werkzeuges bedurft haben, jenen Stock in seine nunmehrige Form zu bringen. Eine gute Freundin aus Elminaén soll ihm diesen zum Abschied mitgegeben haben, berichtete er mir. Damit sah ich ihn gar schon blankgezogene Schwerter parieren, ohne dass der Stock darob etwa mit ernsteren Schrammen, denn die abgewehrten Klingen aus jenen Auseinandersetzungen etwa hervor ging.

Aber ihr solltet ihn nicht unterschätzen. Sqeulaiche Dubh ist auch mit jedem anderen Stock oder Stab ein ernstzunehmender Gegner! Ich sah ihn gar einmal einen betrunkenen Lezardoi mit einem bloßen Besen in die Schranken verweisen. Einzig mit Stabwaffen die mehr als ein „Stock“ bloß sind, ist er eher sich selbst eine Gefahr. Die Geschichte wie ein Mob lynchbereiter Bauern sich vor Lachen schier in die Unterkleider gemacht hat, ob dessen was er mit einem ergatterten Dreschflegel sich [18]und seinem Gemächt[/18] beinahe angetan hätte, ist legendär. Solltet Ihr Sqeulaiche einmal begegnen, lasst sie Euch unbedingt von ihm erzählen. Als er den Dreschflegel bei jenem Beinahe-Unglück indes zerbrach und darauf einen kurzen aber soliden Stock damit in Händen hielt… wie gesagt, Ihr müsst euch die Geschichte unbedingt von ihm selbst erzählen lassen, solltet Ihr ihn einmal treffen.

Charakter Das würdet Ihr garantiert nicht? Und warum, wenn ich fragen darf? Ich sagte Euch bereits, dass er nicht in euren Geist dringen, diesen weder manipulieren, noch darin lesen kann. Er ist nichts weiter denn ein melancholischer Geschichtenerzähler und Spielmann, der erspürt was Euch zuinnerst rührt und darum dann seine Geschichten und Melodien entspinnt. Was kann euch das schon nehmen? Nichts als die eigene Schwermut und geben kann er euch so unsäglich viel… Nein, ich bin ‘kein’ verliebtes kleines Mädchen, das ihm nur hinterher rennt, weil er es verzaubert hat. Also hütet besser Eure Zunge ehe ich sie euch mit dieser feinen kleinen Klinge hier abschneide, ja? Gut!

Dieses Urteil haben schon gestandene Krieger und zauberkundige Elfen über ihn getroffen. Das einzige was er für seine Musik und die Geschichten fordert ist eine seiner Kunst angemessene Bezahlung. Denn er legt viel Wert auf ein sorgenfreies Leben, bar aller Entbehrungen. Die einzige Art aber, wie er diese Bezahlung etwa erzwingt – sehe ich in euren Augen doch bereits wieder den Vorwurf der Verzauberung funkeln – ist, das er inmitten eines Lieder oder einer Geschichte innehält, einen Hut herumgehen lässt und nicht weitererzählt, ehe er mit dem ihm entrichteten Obolus zufrieden ist. Ansonsten ist er gerne für sich, scheut die Menschen und anderen Völker meist wegen der zu tiefen gewonnenen Einsichten. Doch wendet er sie nie gegen jene, denen er diese abrang, es sei denn dieselben zwängen ihn dazu, sich dadurch seiner Haut etwa zu erwehren. Vielmehr strebt er, wo immer ihm ein Unrecht begegnet, danach dieses auszumerzen. So er es mit List, oder guten Worten aber nicht zu vereiteln mag, zieht er eher weiter und dichtet vielleicht im Nachbarreich eine Geschichte um die seines Erachtens begangenen Frevel. Wenn er nicht tatsächlich direkt betroffen ist, als sein Leben oder das einer ihm sehr nahestehenden Person bedroht scheint, wird er sein Gegenüber stets zu überzeugen nur versuchen, das tut er dann aber auch schon mal mit allem ihm zur Verfügung stehendem Eifer, stets darauf bedacht schlussendlich eher zu überzeugen, denn zu manipulieren – stellt letzteres doch genau das Vorurteil seinesgleichen gegenüber dar, das er gerne widerlegt, statt ein weiteres Mal und durch ihn selbst gar bestätigt zu wissen. Schlussendlich ist es ihm wichtig zu überzeugen. Doch wenn er – zwischendrin – schon mal manipulieren muß, um am Ende dann aber seine Karten auf den Tisch zu legen... Das er am Ende sich erklärt – und auch verstanden wird und also – schlussendlich überzeugt und nicht manipuliert, das ist ihm wichtig. Solange er diese Grenze aber nicht überschreitet… Einmal sollte ein menschlicher Knecht des Mordes an allen anderen Bewohnern eines abgelegenen Hofes nahe Yath-Zuhàrras angeklagt, den Tod durch den Strang finden. Sqeulaiche Dubh, der dem bereits auf den Richtblock gehobenen Delinquenten durch dessen Augen direkt in die Seele blickte, erkannte seine Unschuld, erwirkte mit Engelszungen einen Aufschub der Hinrichtung und deckte die Tat als das Werk eines bergelfischen Apothekers auf, der auf einer seiner letzten Reisen unglücklicherweise mit dem Keim der Werwölfischen infiziert worden war.

Das nur als ein Beispiel seines Charakters. Wenn Ihr also nun noch immer annehmt er täte Euch ein Leid an, so müsst Ihr folglich annehmen so viel Unrecht auf Euch geladen zu haben, das eine aufrechte Seele gar nicht anders könne, als Vergeltung darob zu verlangen, und … das tut Ihr doch hoffentlich nicht, oder? Sehr gut. Nein wirklich. Er will nur hin und wieder etwas für sein Wohlergehen arbeiten und den Rest der Zeit ist er’s zumeist gänzlich zufrieden übersehen, ignoriert, nicht beachtet zu werden. Denn wie ich Euch schon andeutete, will er niemals wieder im Dreck liegen. Wohl macht er sich, wenn es die Aufgabe erfordert, auch schon mal die Finger schmutzig – solange er einen vollen Geldbeutel an seinem Gürtel und die ungefähre Richtung zum nächsten besseren Gasthaus denn weiß. Dieses eine Erleben in seiner Kindheit, dem er sein lahmes Bein verdankt, hat ihn nicht nur seine Menschenscheu, was alles Persönliche betrifft, mitgegeben. Es hat ihm scheinbar darüber hinaus eine tiefe Furcht vor der Armut Mittel- und so mag er denken, also auch Hilflosigkeit mitgegeben. Das er trotz seiner inneren Distanziertheit sich an manchen Orten vereinzelte Freunde doch geschaffen hat, die ihn in einer mittellosen und also vermeintlich auch hilflosen Situation wohl kaum alleine seinem Elend überließen und das er, schmisse er sein Geld nicht in solchem Maße für Kleidung und teure Wässerchen aus dem Fenster, sich längst eine sichere Existenz hätte schaffen können… er weiß es wohl. Und doch sitzt dieser Stachel ihm tief in der Seele, das es teure Kleidung und einen stets lockeren Geldbeutel braucht, um in dieser, ihm feindlichen Welt nicht unterzugehen. Auch weiß er zwar um seine wenigen Freunde, würde bisweilen aber vermutlich eher das Elend in Kauf nehmen, denn um Hilfe diese zu ersuchen. Denn er hat sie sich mit seinem Handeln redlich wohl verdient, vertraut aber doch zumeist nur auf sich selbst! Ja, er ist ein Einzelgänger und eine umtriebige Seele, auf der Suche nach seinem inneren Frieden, den er mit dem Schicksal seines Volkes aufs engste verbunden wähnt und welches zu einem Besseren zu wenden drum sein höchstes Ziel mir doch scheint. Woher das kommt? Er soll wohl schon immer ein ruhiges und verträumtes Kind gewesen sein, aber jenes Erlebnis, welches ihm seine Familie, wie auch sein gesundes rechtes Bein raubt und anschließend, wer weiß schon wie lange alleine in einer ihm gänzlich fremden Wildnis, dem Tod entgegen blicken ließ, es scheint auch einen Teil seiner Seele unrettbar verstümmelt zu haben. Er vertraut niemandem, niemals – niemals ganz. Aufgrund seiner Gabe in die Seele seines Gegenübers blicken zu können, aber auch bei jenen die ihm lange und treu zur Seite gestanden haben, mag sich eine oberflächliche Verbundenheit wohl einschleichen. Aber selbst seine engsten „Freunde“, ja seine Liebschaften gar, mussten an einem bestimmten Punkt immer eingestehen die letzte Grenze nicht überschreiten zu können, die letzte Tür zum wahren Sqeulaiche Dubh nicht aufgestoßen zu bekommen. Ein Umstand der, zu seinem eigenen Leidwesen schon, nicht auf Unwillen, den schierem Unvermögen sich begründet. Ansonsten, wenn man ihm die ihm wichtige Distanz, emotional oder auch räumlich einräumt, kommt er mit so ziemlich jedem Volk aus und behandelt vom Bettler bis zum König, jeden so, wie der ihm wiederum entgegen tritt. Selbst mit den Shiín hatte er mal zu tun, als er glaubte in ihren Legenden, Antworten auf seine Fragen finden zu können. Monatelang erforschte er deren Legenden, wie auch Legenden und Lieder, die diesen wertvoll scheinen mochten um dann zu diesen zu reisen und seine Geschichten und Lieder mit ihnen zu teilen und zugleich von ihren zu erfahren, was er zu erfahren hoffte. Es war nichtsdestotrotz eine harte Zeit, voller Erniedrigungen und Schmach, doch verließ er schließlich ihr Reich als freier Mensch und weitestgehend wohlbehalten.

Daran erkennt ihr vielleicht das er hart zu arbeiten und viel zu erdulden mag, wenn er sich einen – und mag er auch noch so ferne sein – Erfolg davon erhofft. Das Einzige was ihn gefährlich macht, sind zu aufdringliche Menschen. Zum einen bedeutet Aufdringlichkeit eine große Gefahr seine Zugehörigkeit zu den Raéyun zu offenbaren, zum Anderen misstraut er Anderen in beinahe schon krankhaftem Ausmaße. Den echten Kriegerbarden sahen wohl nur ausgesprochen wenige, verbirgt er seine wahren Gefühle, Gedanken und Ängste vor Anderen doch, wo es nur geht. Das, was Ihr von ihm seht, ist meist nur eine aufgesetzte Larve die, ähnlich der stets der örtlichen Mode angepassten schwarzen mit einem augenfälligen Farbtupfen versehenen Kleidung, von seinem eigentlichen Wesen abzulenken nur versucht. Denn jedwede Form von Schwäche bedeutet Verletzbarkeit. Das ist die einzige Erkenntnis von seiner Reise zu den Shiín, welche er je mit mir teilte. Verschlossen ist er, wenn es um ihn selbst geht, und offen nur wenn er seine Kunst zelebriert. Wobei diese Offenheit wie gesagt aufgesetzt ist und weniger etwa aufrichtig. Und doch versichere ich Euch gerne nochmals: Diese Verstellung fußt in einer tiefen Verletzbarkeit und weniger etwa in Falschheit, wie Ihr möglicherweise gerade fälschlich anzunehmen scheint. Und selbst wenn Ihr oder ein Anderer ihn verletzte würde er Euch vermutlich dennoch nicht im Grolle zürnen, denn sich vielmehr nur enttäuscht von euch abwenden. Jenen die ihm gerecht begegnen ist er ein treuer, wenn auch distanzierter Freund.

Allen Anderen, möglichen Feinden wie Unbeteiligten begegnet er allenfalls gleichgültig. Ihr seht also: Er ist wirklich niemandem eine Gefahr, der ihm nicht ans Leben will, das versichere ich Euch. Das einzige was er will, so naiv ich das auch finden mag, ist den Groll der Geister der Berge und des Landes wider ihn und die Seinen zu beheben, so irgend möglich. Und nun sagt mir, ist das irgends verwerflich, bedrohlich oder auch nur zweifelhaft genug, das Ihm ruhigen Herzens Böses unterstellen wolltet?

Fähigkeiten Ja, es heißt wohl das die Musik der Kriegerbarden Großes bewegen könne, ganze Heere in einen tiefen Schlummer versetzen, ganze Städte vom Antlitz der Welt tilgen um nur alle Menschenalter einmal für einen Sonnenlauf wieder auftauchten und ich glaube wohl das die Raéyun diese Macht einst besessen haben mochten und ja, es ist auch wahr, das Squelaiche Dubh eben diese Mysterien zu erforschen, zu ergründen sucht. Doch mehr als eine kleine Gruppe Aufwiegler mit einem schrecklich klingenden Sackpfeifenspiel in die Flucht zu jagen – was vielleicht auch an seiner damaligen schlicht miserablen Spielkunst alleine gelegen haben mochte – oder dem Bezaubern seiner Zuhörerschaft mit seinem Lauten- oder auch Flötenspiel, habe ich ihn bis zum heutigen Tage noch nicht vollbringen sehen, wobei… Es ist schon so, dass ich mich bis heute frage wie er seinen Aufenthalt bei den Shiín mit so heiler Haut hat überstehen können! Ich gebe zu, ihr seht mich hier ratlos! Aber ich sah ihn nichtsdestotrotz nie eine große Schar Gegner einschläfern, noch auch nur ein einziges Haus verschwinden lassen, noch je jemanden mit gänzlich fremdem Wesen etwa aus einer Begegnung mit ihm hervorgehend. Wobei...

Er hat schon ein gewisses Geschick darin Orte zu finden, verfluchte Orte, von denen selbst die Einheimischen nur wissen das sie irgendwo ‘da hinten im Wald’, ‘in dem Moor dort’ oder im ‘Tal jenseits der Hochebene dort’ liegen, ohne sie je selbst gefunden, aber wahrscheinlich in ihrer abergläubischen Furcht auch nie gesucht zu haben. Also vielleicht, wenn die Raéyun tatsächlich ganze Orte, ja Städte gar, haben verschwinden lassen können… Vielleicht kann er tatsächlich dann diese Barrieren durchblicken, eventuell gar überwinden? Es ist schon wahr, er forscht den Geheimnissen seines Volkes nach, will den alten Bund der Raéyun mit den Geistern der Berge wieder erneuern und die Zeiten aus den alten Geschichten wieder zum Leben erwecken, aber doch nur um das geschehene Unrecht wieder zu begleichen. Es ist ihm wichtig wohl mindestens einmal am Tag, seine Lieder zu Geistern der Berge zu tragen, und wenn er nicht bei den Bergen selbst weilt, zieht er sich zumindest zurück, um in der Einsamkeit ihnen über die Entfernung hin seinen, wie ich glaube, Gesang zu entsenden und wenn auch der Rückzug von anderen Zuhöhrern ihm nicht vergönnt ist, ist mindestens eine Melodie stets von ihm zu hören, die er gedankenversunken und ohne weitere Erklärung spielt. Diese ist stets verschieden und stets … besonders. Mit den Göttern und Religionen ansonsten hat er aber keinerlei Berührungspunkte, noch -ängste. Wenn in einem Tempel oder zu einem heiligen Festtag aufgespielt werden soll, spielt er ohne Murren und mit Hingabe wohl auf. Ich vermute fast, das wenn ihn mal ein Priester der arcanischen Zwei unwissend um ein Ständchen bäte, er würde selbst das ohne Murren und voller Hingabe wohl wagen. Und obgleich ich ihn in verschiedenen Tempeln schon mal eine Kerze für die ihm genommenen leiblichen Eltern und Geschwister entzünden sah, ich denke er erhofft sich rein gar nichts von den Göttern, noch fürchtet er sie oder zürnt ihnen gar. Es ist als … seien sie ihm, anders als die den Raéyun heiligen Geister der Berge, irgendwie – gleichgültig. Es ist beinahe, als brauche er sie schlicht nicht, als könnten sie ihm nichts geben, das er nicht von…

Nein wirklich, wenn er wirklich der Kriegerbarde wäre den alle in ihm vermuten, wieso sollte er sich dann während heikler Situationen mit seinem Gehstock verteidigen und nicht einfach alle seine Gegner in den Schlaf etwa singen? Und er verwendet wirklich sehr viel Mühe darauf seine Fähigkeiten im Stockkampf zu steigern, obgleich er es bereits jetzt recht schwer hat noch Lehrer zu finden, welche ihm etwas beizubringen vermögen und es mit einem gut ausgebildeten Kämpfer wohl aufnehmen könnte, wenngleich auch nur im Stockkampf, wo dem versierten Krieger meist mehrere Waffengattungen zur Verfügung stehen. Auch ist Sqeulauch Dubh, aufgrund seines lahmen rechten Beines, weit weniger agil, denn andere und versagt in beinahe allen Belangen die nach Schnelligkeit etwa verlangen und tut sich insbesondere mit dem Schwimmen auch eher schwer. Doch was ihm an Schnelligkeit und wohl auch Ausdauer fehlt, macht er durch Fingerfertigkeit und Stärke wett. Man sieht ihm die Stärke nicht an, doch braucht es die wohl schlicht, wenn man bisweilen Stundenlang vor Publikum stehend eine schwere Harfe oder Laute halten und zugleich spielen muss und auch seine Übungen mit dem schweren Spazierstock mögen ihm zu einer Körperkraft verholfen haben, die man ihm nicht ansieht solange – also… was sagte ich euch doch vorhin noch gleich über meine Klinge und eure lose Zunge? Gut, dann stellt gefälligst euer anzügliches Grinsen wieder ein! Ja, so ist’s schon besser. Wie, ‘seine Fingerfertigkeit’? Nein, ich bezog das nicht auf eine diebische Ader, denn vielmehr das Musizieren.

Während er nicht singt, zumindest erinnere ich mich nicht ihn je habe singen zu hören – er sagte einmal diesen Teil seiner selbst »nur« mit den Geistern der Berge, des Landes und des Windes zu teilen, spielt er die Harfe und die Laute ganz passabel, derweil er das Flötenspiel in einer Virtuosität beherrscht, das selbst andere Barden, welche sein Lautenspiel noch belächeln mögen, hierzu keine Widerworte finden. Am vollkommensten beherrscht er das Spiel mit der kleinen Querflöte, spielt aber auch Blockflöten, Panflöten, Sackpfeifen und bei Hofe gar Klarinetten und dergleichen noch mit einer beeindruckenden Klarheit. Gitarren, Trommeln oder Orgeln indes… Er weiß wohl wie herum man sie hält, würde es aber wohl nie wagen, selbige während einer Aufführung in die Hand zu nehmen. Aber gut, während seiner Forschungen hat es sich wohl auch schon mal als hilfreich erwiesen ein Schloss zu dem ihm der Schlüssel gerade fehlte zu öffnen oder auch schon mal eine Falle, von der er wusste, zu umgehen. Doch nahm er von diesen Ausflügen niemals mehr mit, denn das Wissen das sich seinen Augen darbot, es sei denn es gab nachweislich keinen noch lebenden Besitzer oder Erben dessen, das er vielleicht gefunden.

Ach und wo wir gerade beim Sehen sind: Vielleicht ist auch das der Grund, das er seine Augen meist hinter dunklen Gläsern verbirgt und die Nacht dem Tage vorzieht. Wie jene Menschen die manchmal mit weißer Haut und Haarfarbe und roten Augen geboren werden ohne indes die Eigenarten der Drachenerben an den Tag zu legen, hat auch er große Schwierigkeiten klar zu sehen und verträgt direktes Sonnenlicht auch nicht, welches seine Haut innerhalb weniger Minuten direkter Bestrahlung bereits erröten und, noch länger dem Tagesgestirn ausgesetzt gar verbrennen lässt, als wäret ihr oder ich tagelang etwa ohne Schutz der direkten Wüstensonne ausgesetzt. Wie es ihm, ungeschützt in der Wüste ergehen könnte, ich wage es mir gar nicht auszumalen. Des Tages ist er beinahe blind, derweil er das Nachts einer Katze gleich zu sehen scheint. Überhaupt verbindet ihn ein seltsames Band mit den Katzen, also Haus- und Wildkatzen jetzt. Über Luchse, Leoparden, Löwen oder gar Tiger hat er wohl ebenso wenig Macht, wie ihr und ich. Doch Katzen scheinen ihm ein beinahe magisches Vertrauen entgegenzubringen, so habe ich schon wildfremde Hauskatzen ihn vor einer Gefahr warnen sehen, und auch er würde kaum unbeachtet an einer hilfsbedürftigen Katze vorüber gehen. Zu seinem Leidwesen teilt er damit anscheinend aber auch das schicksalhafte Feindbild welches Hunde den Katzen gemeinhin entgegenbringen, mit seinen leichtfüßigen Freunden – auch wenn er weit seltener denn diese die Hunde fliehen muss. So ein gut geschwungener Stock hat doch auch schon mal seine Vorteile.

Was ließe sich sonst noch über ihn sagen? Höchstens das er ein durch und durch urbanes Wesen ist, welchen den Komfort einer zivilisierten Gesellschaft den Überlebensfähigkeiten der Urvölker bei weitem vorzieht. Zwar kann er wohl reiten, wie man es von einem Edelmann erwarten darf, und vermag wohl auch ein wärmendes Feuer sich wohl noch zu entfachen, doch ansonsten: Ein eigenes Wild sich erjagen, es gar selbst ausweiden und garen, eine andere Unterkunft denn ein warmes Bett sich finden oder gar errichten? Ich fürchte er würde sich in der Wildnis, wie auf sich alleine gestellt, keine Woche halten und wann immer er von seinen einsamen Exkursionen in die Zivilisation zurückkehrte, hatte er es entweder geschafft sich mit ihm fremden Früchten halb selbst zu vergiften, oder aber man sah ihm seinen tagelangen Hunger und das ungeschützte Nächtigen unter offenen Himmel nur gar zu deutlich an. Nein wirklich, wenn er Abends kein warmes Bett und mindestens eine Mahlzeit am Tag sein Eigen nennt…

Einzig, nein wartet. Er hat sich zwar niemals diesem Berufsstand professionell hingegeben, aber in jungen Jahren doch so manche Stunde im Dienste eines Schneiders und seiner Frau, einer Wäscherin wohl verbracht. Zum einen hilft ihm das wohl die Kosten für seinen exklusiven Kleidungsstil niedriger zu halten, näht er so manche seiner Gewandungen schlicht selbst, zum Anderen – wenn das Bardenhandwerk mal partout keinen Gewinn erwirtschaften mag, oder er mal untertauchen möchte wenn mal wo gar zu intensiv nach „einem Kriegerbarden“ wo gesucht wird … es ist schon vorgekommen, das er sich als Schneidereigehilfe oder Näher oder auch schon mal Wäscher wo verdingte. Wisst Ihr, das Leben als Raéyun ist schließlich nicht immer einfach, nicht wahr?

Magie/Zauber Nein, nein, nein! Seine magischen Kräfte erleichtern ihm nicht das Überleben, weder in der Wildnis, noch der Zivilisation.! Er ist ein Mensch, kein Dämon oder Elf! Das er in eure Seele blicken kann und vielleicht auch Eure Stimmung durch seine Musik stärker beeinflussen kann als ein gewöhnlicher Barde, das macht ihm noch keine Lagerstatt im Wald bereit und auch kein Reh wird sich voller Mitgefühl, ob seines Lautenspieles selbst entleiben und anschließend in Salz und Kräutern gewendet selbst über den Flammen des Lagerfeuers hin und her wenden, bis es gar ist! Und neben dem Genannten und meinem Verdacht, das er alte noch ‘übrig gebliebene’ Magie vergangener Kriegerbarden womöglich erspüren und überwinden kann, ist da nichts – sofern Ihr nicht seine Verbundenheit zu den Feliden, den Katzen, etwa auch noch dem Magischen etwa zurechnen mögt. Alles weitere was man den Raéyun nachsagt ist entweder nichts als Gerede, oder zumindest aber ihm nicht gegeben, und solange ihr ihm nicht direkt in die Augen blickt oder seinem Spiel zu lauschen gewillt, oder gezwungen seid, habt Ihr so oder so rein gar nichts weiter von ihm zu fürchten, wie auch er wohl sehen oder berühren muss, was als Hinterlassenschaft seines Volkes ihm erkennbar sein soll.

Vergangenheit Ich vermute, alles fing damit an, dass er im Alter von vier Jahren erleben musste wie ein wütender Mob seine Eltern brutal tötete, wohl weil man annahm, diese hätten eine Viehseuche heraufbeschworen die mehreren Bauern eines Weilers zwischen Agheveer und Erdia im Wald von Sieryan die Existenzgrundlage geraubt hatten. Seine Geschwister und er sollten gleichfalls wohl getötet werden, aber die Hauskatze der in einem Wohnwagen, den Zigeunern gleich, die Lande durchstreifenden Raéyun-Familie, fuhr einer Furie gleich Sqeulaiche Dubhs Angreifer an, das dieser den Jungen schreiend fahren ließ, sein zerstörtes Auge schmerzerfüllt zu bedecken. Der Junge entschwandein zertrümmertes wie nutzloses Bein hinterher ziehend auf allen Dreien zwischen nahe enge Dornensträucher in die Nacht, die gellenden Todesschreie seiner Geschwister in den Ohren. Als die Mörder das Gesträuch, das sie selbst ob ihrer Größe nicht zu durchqueren vermochten über ihm entzündeten – wie sie glaubten, war Squlaiche indes längst einen dahinter befindlichen steilen Hang hinabgestürzt, an dessem Fuße er, halb benommen, in einem gurgelnden Bachlauf schließlich zur Ruhe kam. Wie er die kommenden Tage überdauerte, ehe ein junges, frisch vermähltes Paar ihn dermaßen verwahrlost und dem Tode nahe in einer Senkenahe einem feuerversengtem steilen Hang tief im Wald fand, wüsste wohl allenfalls die verwahrloste kleine Hauskatze an seiner Seite zu berichten. Das einzige Familienmitglied welches er noch besaß. Dermaßen erbärmlich ausschauend, dass das Paar den Jungen – trotzt dessen unheimlichen Augen, mit welchen es ihnen stumm entgegen blickte – nicht abweisen mochte, entschloss dieses sich ihn mit- und später gar an Kindes statt anzunehmen. Es war ein junges Paar. Sie – Yieriell – eine Hebamme und Kräuterfrau, er – Bodrahn – ein Gelehrter und Lehrer befanden sich auf dem Weg zu eines Landadeligen Sitz, drei Tagesreisen nordöstlich Edrías. Jener Landsitz fand sich drum dermaßen abgelegen im dichten Wald, da der Besitzer desselben auf der Flucht vor Verfolgern im Wald sich verirrt habend, durch Zufall auf eine Höhle mit reichem Vorkommen an Rubinen stieß und dieses Vorkommen in den kommenden Jahren ausbeutend, mit einem wohlgesicherten Landsitz umgab. Und eben jene Erfahrung des verfolgt Werdens, welches jener Gutsherr mit dem kleinen Sqeulaiche Dubh so inniglich teilte, garantierte dem Kleinen den Schutz, den dieser brauchte, von den Anderen Bewohnern des Gutssitzes verschont zu bleiben. Seine neuen Eltern, die ihn während der kommenden Jahre aufzogen und ein Unterkommen im Bedienstetentrakt des Landsitzes ermöglichten kümmerten sich fürsorglich um ihn, selbst als ihm eine neue kleine Schwester noch geboren wurde. Nur gelegentlich musste er darüber hinaus im Auftrag des Gutsherrn dessen Leibschneider oder seiner Frau, einer einfachen Wäscherin zur Hand gehen, welche – ab seiner Ziehfamilie und dem Gutsherrn selbst – als einzige keinerlei Unbehagen in seiner Gegenwart zu haben schienen und deshalb sich gewillt zeigten seine Arbeitskraft in Anspruch zu nehmen. Ich denke das seine Ziefamilie es alleinig ist, die dem am nächsten wohl kommt was man als Vertraute Sqeulaiche Dubh’s wohl bezeichnen mag. Auch wenn selbst sie – bis heute – das innerste dieses Jungen, oder besser gesagt dieses Mannes wohl noch nicht geschaut haben dürften. Ich denke, er hat den Tod seiner eigentlichen Familie nie verwunden, aber mehr als ein gelegentliches trauriges Lächeln oder eine beim Musizieren unerwartet die blasse Wange hinab rollende Träne, ist wohl das Einzige, was er davon je erkennen lässt. In seine Ziehfamilie lebte er sich schnell ein und ward bald ein gehorsamer stiller kleiner Bursche, der einzig sich nicht nehmen ließ, sich immer mal wieder gänzlich von Allen und der Welt zurück zu ziehen. Davon ab allerdings? Er ging seinem Ziehvater bei dessen Aufgaben stets hilfreich zur Hand und lernte, wann immer er seiner Ziehmutter bei der Beschaffung neuer Kräuter in den Wald folgen musste zwar – zu ihrem großen Bedauern – rein gar nichts über die verschiedenen Heilmittelchen, dafür aber die geheimen und wie er seiner Ziehschwester mal erklärte „verzauberten“ Orte dort und nicht selten fand seine Mutter ihn nach getaner Arbeit auf einer von efeuumrankten Eichen umstandenen Lichtung, wo er auf einer selbstgebastelten Holzflöte auf einem bemoosten Findling hockend einem kleinen Füchslein vorspielte oder an anderer Stelle in dichtem Nadelwald wie auf einer gut dreißig Fuß hohen schwarzen Felsnadel hockend mit einem Singvogel um die Wette melodierte. Er hatte, mit seiner neuen Ziehfamilie schon irgendwie ein harmonisches und ja, sogar schönes Leben…

Dennoch, aus einer tiefen Angst heraus, bat der Junge darum das Kämpfen zu lernen. Da man ihm so jung keine echte Waffe geben mochte, lehrte man ihn den notwendigen Krückstock auch zur Verteidigung zu nutzen. Tagein, tagaus, jeweils eine Stunde übte er. Erst mit einem Knecht, später mit einem der Jäger, nach fünf langen Jahren schließlich mit einigen der Söldner des Gutsherrn. Von seinem neuen Vater erhielt Sqeulaiche desweiteren Unterweisungen in der elfischen, der altcoreonischen und der Ursprache Nogoroths, die letztere der seinerseits einmal von einem weitgereisten alten Zimmergenossen und Elvoin erlernt hatte, ehe diesen der altersbedingte Tod eines Nachts und fernab der Heimat ereilte. Die Leidenschaft für Geschichte und Geschichten gab ihm sein Vater dazu noch mit, oder weckte vielmehr was von Geburt an in ihm geruht zu haben schien. Nicht lange und erst die gleichaltrigen Kinder, dann die Mägde und Ammen, schließlich die Knechte und zuletzt die hohen Herrschaften daselbst sahen sich verleitet den Geschichten und Erzählungen des ansonsten gemiedenen „Raéyun-Balgs“ gespannt ihr Gehör zu schenken. Sich die eigene Zeit, fernab der Zivilisation zu versüßen, entschlossen sich die Herrschaften ihm zusätzlichen Musikunterricht zu gewähren. Derweil der Junge, zu der Zeit bereits sieben Jahre zählend, sich bereits diverse eigene kleine und schlichte Flöten von eigener Hand gefertigt und von den Bediensteten die Grundzüge des Flötenspieles angeeignet hatte, war das Harfen- und Lautenspiel, welches man ihn nun lehrte, ihm neu und dennoch auch seltsam vertraut.

Bis zum Alter von 18 Jahren, verbrachte Sqeulaiche Dubh eine solch harmonische Kindheit und Jugend, inklusive ersten geduldeten kleinen Liebschaften, wie es wohl nur wenige andere Raéyun von sich behaupten mochten. Die Tage verbrachte er alleine im Wald, bei den Geistern des Landes wie die anderen hinter vorgehaltenen Händen leise munkelten. In den späten Abendstunden, teilweise bis hinein in die stillen Nächte, unterhielt er die Menschen und vereinzelten Elfen und Taurin mit seinen, von leisem Harfen- oder Lautenspiel begleiteten Erzählungen oder spielte mit seinen, nunmehr hochwertigeren Quer- und anderen Flöten zum Tanze auf. Drei Tage nach seinem 18. Geburtstag, den er in Ermangelung der Kenntnis seines eigentlichen Geburtstages zur Wintersonnenwende stets beging, starb der alte Gutsherr und die Stimmung schwang um. Er sah es in den Augen der Gutsherrin, ihrer Söhne und Töchter, der Mägde und Knechte… Es war der Wohlwill des Alten gewesen, der ihn protektiert hatte. Man hörte noch immer gerne seine Geschichten und lauschte ihm noch immer begeister, wann immer er aufspielten, ja, man behandelte ihn gar immer noch mit einer gewissen Zuvorkommenheit. Doch er, Sqeulaiche Dubh, las in ihren Seelen und sah die Angst, die Furcht vor ihm in ihren Kehlen wachsen und er wusste: Wenn er weiter ausharrte, würde früher oder später die Furcht in Hass umschlagen, der ihm – aber schlimmer noch, seinen Zieheltern und auch seiner kleinen geliebten Schwester zum Verhängnis dann auch werden könnte. Also ging er, als er noch die Hoffnung hegen durfte zumindest als gelegentlicher Gast dort willkommen wohl zu sein.

Vermutlich war es dieses Unbehagen, selbst enger „Freunde“ – wie er geglaubt hatte, das ihn Bewog den zweifelhaft Ruf der Raéyun in etwas ehrbares oder zumindest nicht länger Suspektes umzuwandeln. Zuerst begab er sich zu den Elfen in ihre dichten und schattendunkel Wälder nach Tir as Leen und lernte ihre Geschichte, Lieder und Legendenkennen. Viele schätzen seine Kunst und da sie so nahe der Handelsstraße, am Aras sich befanden, waren sie doch vergleichsweise weltoffen und duldeten - zumindest für eine Weile – einen Raéyun unter sich und luden ihn etwa zu ihren Festen am Mondspiegel, einem dunklen und stillen, von hohen Felsklippen umrahmten Waldsee ein oder erlaubten ihm an den Wisperfällen wo zwei kleine Bachläufe stumm in unergründliche Tiefen des Erdreiches hinabstürzten an Bardenwettstreiten mit ihresgleichen teilzuhaben. Nichtsdestotrotz zog es ihn bald weiter, die Ufer des Neadria entlang bis zu deren Mündung, wo er schließlich ein Schiff gen Elminaén, der auf Pfählen errichteten Lagunenstadt inmitten des Waldelfenreich bestieg und über die ruhig azurblaue See in die wärmeren Gefülde des Südens aufbrach. Die ersten Tage entlang der von dichten Wäldern und gelegentlichen Steilküsten geprägten Küste begegnete man ihm mit Misstrauen und Ablehnung. Doch als eines nebeligen Nachts, der Vollmond ragte hoch über den Rahen in das Dunstige Zwielicht über ihnen, des Raéyun Spiel eine Schar neugierig schnatterder Delphine herbeilockten und diese gar fortan das Schiff bis zu seinem Ziel begleiteten, da nahmen die – wie alle Seeleute – doch recht abergläubischen Elfen als ein gutes Oben und begegneten ihm zwar auch den Rest des Weges mit einer gewissen Scheu, zeigten aber keinerlei Ablehnung mehr, ihm gegenüber, legten vielmehr mit ihren Reden am Ziel den Grundstein einer doch zumindest grundsätzlichen Akzeptanz, jenem Raéyun gegenüber.. Viele Jahre verbrachte er in jener Stadt, wenig gelitten, außer als Geschichtenerzähler und Musikus, einsam, ohne Freunde und vielen Repressalien ausgesetzt. Doch aufgrund seiner hohen Kunst war von den elfischen Musikern und Geschichtenerzählern soweit protektiert, das man ihm ein von den Anderen abgeschiedenes Leben neben der elfischen Gesellschaft erlaubt. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Man gab ihm ein altes aber durchaus bewohnbares Haus zur Unterkunft, in welchem die vorherige Familie einer schweren wie sehr ansteckenden Seuche anheimgefallen war. Obgleich die Heiler die Krankheit als gebannt erklärt hatten, mochte kein Anderer das Risiko auf sich nehmen dort unterzukommen. Also bot man dem unheimlichen Raéyun ein bedingtes Bleiberecht in jenem unheimlichen Haus im See. Die ersten Wochen mied man beide gleichermaßen, fürchtete den Raéyun ab seiner Herkunft nun gar auch noch als potentiellen Überträger einer tödlichen Pest. Viele Tage lang hörte man zartes Flöten- wie Harfenspiel des Nachts hinter den von Kerzenschein erleuchteten Fenster den sanften Wellen gleich an das schilfbestandene Ufer rollen. Zuerst waren es die Barden, die sich zu ihm wagten, dann die Geschichtenerzähler und Historiker und nach einigen Monaten auch die ersten einfach nur an den schönen Künsten sich erfreuenden weiteren Elfen. Viele neue Geschichten und Legenden erlernte er und sicherte sich für eine Weile gar eine Existenz als einer von dreien dortigen Bibliothekaren – ein idealer Beruf zum sammeln aller möglicher Informationen, so auch zum Schicksal der Raéyun. Ich denke, er versucht die legendenumwobenen Geister der Berge zu finden und mit ihnen erneuten Frieden zu finden, respektive den Frevel der alten Raéyun zu ergründen und so vielleicht wieder ungeschehen zu machen. Aber was ihn wirklich bewegt? Ich bin mir nicht einmal sicher, dass er es selbst überhaupt weiß und nicht einer vagen Idee bloß nachrennt. Nichtsdestotrotz sammelte er halt weiter jedes nur erdenkliche Quäntchen an Information zu den Seinen und war bald in den Straßen wie auf den feinen aus witterungsbeständigen Mangrovenhölzern fein geschnitzen wie die ufernahen Häuser verbindenden Brücken wohl gelitten. Ja selbst die bei Ausbruch der Krankheit niedergebrannte Brücke zu „seinem“ Hause wurde bald erneuert und auch wenn etliche der Elfen noch vielmals die Straßenseite wechselten und zu Boden blickten, wann immer sie ihn gewahrten, schenkten sie ihm nach Monaten doch nickend angedeutete Grüße oder richteten auch schon einmal ein freundliches Wort an ihn. Des Tags, wenn man ihn dann überhaupt einmal sah, war die Scheu ob seiner im Tageslicht unübersehbaren bernsteinernen Augen größer und etliche der Elfen schienen sich auch zu scheuen, mit „so einem“ zusammen gesehen zu werden. Des Nachts aber, wenn er mit Harfe und/oder Flöte unterwegs war, fand man ihn häufig in eben jenen Häusern aufspielen, deren Bewohner des Tags noch grußlos die Straßenseite gewechselt hatten oder deren Begleitschutz, schlimmer noch ihm drohend ein Ausweichen nahelegten. Doch schien Sqeulaiche Dubh derlei Gebaren schlicht zu übergehen, als sei er Anderes schlicht nicht gewohn. Ob ihn das nicht verletzt hat? Ich denke beinahe das dieses niemals schwerer wog als jener Schmerz, der sich ihm einbrannte, da man seine eigentliche Familie massakrierte – einfach nur weil diese „da war“. Ich denke schon, das er vielen Weltschmerz einfach in seine Geschichten und seine Musik legt. Ich erklärte Euch ja schon, das er als der Erzähler düsterer Geschichten auch bekannt ist. Aber doch, wenn er sich nicht beobachtet wähnt, zieht schon mal ein Ausdruck kaum erträglichen Schmerzes ihm über das Antlitz, nur um gleich darauf einer erzählten Glosse oder einemfrechen Tanzlied weichen zu müssen. Was er denkt, was er empfindet? Ich denke nicht das es jemanden gibt, mit welchem er dieses Geheimnis teilt, vermute aber das er sich von der Welt schlicht nichts mehr erhofft und solcherart eben nur mehr positiv zu überraschen ist. Aber er verstand – und versteht – es nichtsdestotrotz zu leben, wie sich auch einzuleben. Dann aber beging es den Fehler sich auf eine Liebschaft mit einer Tochter aus wohlhabendem Hause einzulassen. Weder sie, noch er sahen mehr darin als eine abwechslungsreiche Kurzweil, und doch ergab es sich, das eines Abends die Bibliothek in hellen Flammen stand. Hier nutzte er erstmals seine Gabe willentlich zur Aufdeckung eines – in diesem Falle an ihm selbst begangenen – Unrechts. Der Vater, der seine Tochter verstoßen hatte – ob der Schmach, ward bald überführt und der hohe Schadensersatz den er sich erstritt… wanderte vollumfänglich zu seiner von ihrem Vater so herzlos verstoßenen Geliebten. Er aber verstand die Botschaft und zog weiter, eine gute Freundin dort nun wissend und, neben dem Heimatsitz seine zweiten Eltern nunmehr einen weiteren Hafen wissend, an dem zumindest Einzelne ihn von jetzt an stets willkommen heißen mochten.

Zweiundzwanzig Jahre zählte Sqeulaiche, als er Elminaén verließ und zog von da an rastlos durch die Welt Alvaranias. Ich denke das die erneute Ablehnung der Grund dafür ist, das er seit diesen Tagen kaum mehr länger an einem Ort je verweilte Mit einem Handelsschiff ging es bis an die Küste, wo das Dûngar-Gebirge und die Vulkane T’Kiitas sich gegenüber liegen. Das warme azurblaue Meer wurde von einem nunmehr tropisch schwülen Ozean abgelenkt. Ich vermute aber das er die Schönheit der teilweise smaragdgrün im Sonnenlicht schimmernden Wasser nie geschaut hatte, sich vielmehr nur des Tags in seiner Kammer unter Deck einsperrte und die herrlichen immer häufiger als Steilküsten wie bewaldeten Küstenlienien niemals sah. Einzig wenn die Pinselaffen sich des Nachts ihre Warnrufe zuschrien oder das gelegentliche Gebrüll einer großen Wildkatze, eines Tigers etwa erklang, fand man ihn an Deck. Einmal nur überrasche er einen der Matrosen, welcher ihm Malereien dessen vorlegte, was des Raéyuns Augen des Tags verpasst hatten. Als Sqeulaiche Dubh sich darauf Pinsel und eine einem kaputten Segel entnommene Leinwand erbat und im Dunkeln malte, da zeigte sich dem Matrosen am kommenden Tag beileibe kein Kunstwerk, wohl aber eine nicht ganz ungelungene Wiedergabe einer von Lianengewächsen gekrönten steinernen Steilküste, in deren oberem Abschnitt klein angedeutet rotbraune kleine Affen hockten, die Münder zu einem aufgeregten Kreischen aufgerissen und auf einen anmutigen Tiger hinab starrend, derweil – von einer schmalen Mondsichel erhellt – die Gischt weit unter ihnen azurgrün wider die steilen Felsen donnerte. Inwieweit des Raéyuns all dieses wirklich in jener Nacht erblickt hatten? Nun, woher soll ich das denn wissen? Drei Monate in einem jämmerlichen kleinen Handelspostens brauchte es bis der Hohe richterliche Rat der Bergelfen ihm gewährten ihr Reich auf der Suche nach Legenden zu den Raéyun zu durchqueren. Da dort absolut niemand gewillt war seiner Musik, noch seinen Geschichten zu lauschen und die Feindschaft der Bergelfischen wie auch aller anderen Völker ihn beinahe um sein Leben hätten fürchten lassen müssen – wäre das Recht der ihm vor Reiseantritt gewährten Gastfreundschaft bis zum Entscheid über sein weiteres Schicksal, etwaigen übergriffen im Wege gestanden. So aber schlug er sich mehr schlecht als recht als Gehilfe eines Nähers durch. Wenn er Euch einmal die Geschichte der verfluchten Stadt und ihrer Einwohner erzählt, die ihrerseits unselige „Götter“ aus der tiefsten See huldigten und opferten, so ein Scheinleben jenseits der Macht des Todes zu sichern, dann werdet ihr in den Beschreibungen jener Stadt jene ebenso trost- wie leblose Landschaft um jenen Weiler wieder finden. Obgleich dort aufgrund der giftigen Dämpfe der fernen Vulkaninsel die Pflanzen ein nur verkümmertes Dasein fristen und weniger, wie in seiner Erzählung berichtet, der unheilige Odem gänzlich verdammungswürdiger Gottheiten – wobei… ach nein, vergesst es besser! Es war auf jeden Fall eher eine unangenehme Zeit, die schließlich aber ihr Ende fand.

Ein wortkarger aber hochgebildeter Historiker und Archäologe führte ihn zu längst verlassene Ruinen, als verzaubert geltende Täler – in welchen er erstmals verlassene Hinterlassenschaften seines Volkes zu erahnen, wenn auch nicht zu begreifen meinte. Das Hochland von Sul’Ath ist ein unheimlicher Ort. Ich denke seine Erzählunge vom Katzengott fußen auf seinen Erlebnissen dort. Zumindest erkenne ich die dortige Landschaft in jenen Erzählungen wieder: Hochebenen, von Mooren und dichten Gesträuchen bedeckt, weite Ebenen und Hügel mit dünnen harten Gräsern bedeckt und erste natürliche Höhlen, aber auch aus dem Stein geschlagene Fensteröffnungen, teilweie leer und blind, teilweise verglast und des Nachts in die Dunkelheit hinaus strahlen. Ich denke die vielen Dornenträucher werden ihn an seinen ersten dramatischen Verlust in Kindheitstagen erinnert haben, an seine Flucht durch ein Gesträuch und das große Sterben und an die eine kleine Katze, deren beherztes Eingreifen er sein Überleben überhaupt doch verdankte. Eben darum wohl ersann er die Geschichte von dem Gott der Katzen, der einem Jedem, der die Seinen… aber ich möchte Euch nicht den Spaß nehmen sie Euch irgendwann einmal vielleicht von ihm selbst erzählen zu lassen. ER war auf jeden Fall gelitten, wenn auch nicht willkommen. Um den Unbill der ihnen begegnenden Bergelfen nicht über Gebühr zu erregen, waren diese doch mitnichten einhellig hinter der Entscheidung gestanden einen freien Raéyun und Geschichtenerzähler in ihrem von Geheimnissen umwitterten Reich willkommen zu heißen, bestellte man einen Bergelfen und Meisterglasmacher ein Paar Augengläser ihm zu schaffen, welche seine Augen vor der Umwelt verbargen ohne ihm das Sehen gänzlich zu verunmöglichen. Sqeulaiche Dubh indes, erkannte jene Augengläser auch in Anderer Hinsicht als vorteilhaft. Zwar vermochte er mit diesen die Welt des Tags weit schemenhafter denn ohne schon nur zu erblicken, indes auf Dauer der Schmerz, den das zu angestrengte längere Schauen des Tags ihm bedeutete, mit den Augengläsern merklich abnahm. Als ihm für die bereits erwähnte Überführung jenes Apothekers als vom lykanthropischen Keim Befallenem ein Wunsch gewährt wurde und man ihm aber die zuerst erbetene Weitergabe allen Wissens über die Raéyun verwehrte – angeblich weil man zu diesen nicht mehr wisse denn ihm, Sqeulaiche Dubh schon gewahr wäre – erbat er sich statt dessen die Weitergabe des für die Herstellung seiner Augengläser notwendigen Wissens. Doch auch wenn ihm diese Einsichten schließlich gewährt wurde, hütet er dieses sein Paar Augengläser wie einen Schatz, wohl wissend das eines Meisterglasmachers Arbeit mehr verlangt denn bloße Kentnisse zur Zusammensetzung der Quarzmasse und Brenntemperatur. Dieses geschah schon jenseits des Hochlands im eigentlichen Dûngar-Gebierge, wo in tief in das teilweise schon schneebedeckte Bergmassiv eingeschnittenen Tälern deren Flanken in kühlem, aber nicht kaltem, Klima die Städte der Bergelfen sich die Wände der Täler hochziehen, beinahe wie eng an einen Baum oder Felsen geschmiegte Wespennester. Und tatsächlich, wenn man das Verhalten der stets arglistigen und aufmerksamen, wie stets nur das Schlimmst von ihm befürchtende vorsichtige und misstrauische Bergelfen näher betrachtet, so ist der Vergleich mit einem abwehrbereitem Wespenstaat so weit vielleicht gar wieder nicht hergeholt. Doch hielten diese sich an die Order ihn gewähren zu lassen. Häufig musste er dennoch mit gänzlich verbundenen Augen einzelne Tagesmärsche gar hinter sich bringen und trotz der ersten Entdeckung von Spuren des Wirkens früherer Raéyun, die er zu erahnen glaubte, fand er doch keine Antworten auf seine brennenden Fragen, und da die Bergelfen seine Künste nicht sonderlich wertschätzen – oder dieses zumindest nicht zeigten, war er es froh, als er ihr Reich schließlich verließ – mit dem Rat bei den Shiín nach weiteren Antworten zu forschen. Ich vermute dieser Rat wurde in der Hoffnung ausgesprochen, das zu beenden was den Bergelfen zu beenden ihre eigenen Gesetze ihnen verboten. Was das meint fragt Ihr? Nun, die Bergelfen bilden sich wohl sehr viel auf ihre Gesetze wie ihre Rechtschaffenheit ein. Wusstet Ihr das sie sogar ihre Richter in Räten zu ihren Herrschern erheben? Auf jeden Fall waren sie ihm teilweise dermaßen feindselig gesonnen, im täglichen Miteinander jetzt, das er vermutete das sie ihm am liebsten einen Dolch zwischen die Rippen gerammt oder einen Strick um seine bisweilen zugegebenermaßen doch recht vorlaute Kehle gerne gelegt hätten. Da er aber, vorgewarnt, sich tunlichst bemühte nicht einmal die allerkleinste Gesetzeswidrigkeit in ihrem Reich zu begehen, waren diesen die Hände gebunden.

Das meinte ich. Da sie ihm von Rechts wegen nichts konnten, mag es sein, das sie ihn in der Hoffnung zu den Shiín sandten, das diese beenden mochten, was den Bergelfen zu benden ihr Kodex eben gerade verbot. Nun schaut nicht so begriffsstutzig! Ich spreche davon das die Bergelfen womöglich gehofft haben mögen die Shiín könnten mit weniger Skrupeln behaftet sein Leben ihm beenden. Es waren immerhin nicht wirklich alle Bergelfen begeistert einen freien Geschichtenerzähler durch ihr Reich reisen zu wissen, auf das er anschließend all ihre dreckigen kleinen Geheimnisse womöglich dann nach außen trüge – was er indes bis heute nicht getan. Also wie ich schon sagte, was er dort erlebte… weiß wohl nur er. Doch kam er mit dem Grundverständnis auch ihrer Sprache aus dem hügeligen Grasland mit den im Vergleich zum Dûngar-Gebirge doch recht milden Klima zurück. Seine Erzählung von dem Barden Mon´Bharr und seiner Begegnung mit Frau Tod – die offensichtlichts ihren Ursprung eben dort hat, lässt mich indes vermuten, dass er das Klima und Leben dort beinahe als Erholung empfand, nach seiner Zeit unter den Bergelfen und das – ihr werdet mich verstehen, wenn ihr erst die ganze Geschichte um des Barden Begegnung mit dem Tod einmal vernommen habt – er der Position der Shiín in ihrem unterschiedlosem Hass wider ausnahmslos alle Menschen und ab jeglicher Augenfarben ein gewisses Verständnis gar entgegen bringt, gleich wie harsch diese ihn behandelt haben mochten. Er würde wohl auch jetzt noch keinem Shiín jemals freiwillig den Rücken zukehren. Wo er bei den Bergelfen unbesorgt sich hatte niedergelegen können, durch das ihm gewährte Gastrecht geschützt, solange er seinerseits keine seiner ihm obliegenden komplizierten Pflichten je vernachlässigte, kehrte er indes mit schrecklichen Schlafstörungen von den Shiín zurück, hatte beinahe ein den Katzen typisches Schlafverhalten, schlief stets nur wenige Minuten am Stück aber dafür über den ganzen Tag verteilt. Dennoch bringt er ihnen einen – nun ja… Respekt entgegen, wie ihn kaum ein Bergelf je von ihm erfuhr. In den ersten Monaten nach seiner Rückkehr von den Shiín war es beinahe schon manisch wie er die durchtriebenen und wirklich abgrundtief verdorbenen Charaktere seiner Erzählungen als Bergelfen auftreten ließ, derweil die ehrbaren Schurken, die Schurken zwar waren aber geradeheraus ihrer Rache frönten meist, aber weniger stringent, durch Shiín verkörpert wurden. Erst als ein zehnjähriger Küchenjunge drei Tage lang den verschiedenen Erzählungen des im Haus seines Meisters untergekommenen Raéyuns lauschte und am vierten Tag mittendrin mit dem Satz in die Küche entschwand, er wisse bereits wer der Mörder sei, nämlich „wie immer der Bergelf“, was ihm ob des perplexen Gesichts Sqeulaiche Dubhs einen großen Lacher und Sqeulaiche an diesem Abend indes einen leeren Magen bescherte, erst da überkam Dubh jene erzählerische Besessenheit. Ich denke aber das ihm nach dieser falschen und hinterrücks umso verletzendere Freundlichkeit der Bergelfen, die offene Feindschaft der Shiín beinahe einer Erlösung gleichkommen musste. Unter ihnen war er immerhin nur „ein Mensch“ und sein Status als Raéyun, als ausgestoßener Mensch unter Menschen – er mag ihm dort eventuell gar Sympathien eingebracht haben – soweit Shiín einem Menschen denn überhaupt Sympathien entgegenzubringen vermögen, heißt das. Wo ihm von den Shiín Feindschaft aber entgegenschlug, war diese offen, ehrlich und geradeheraus und „wenn“ ein Shiín ihn – und sei es auch noch so zähneknirschend – akzeptierte, dort muss das gleichfalls geradeheraus und ehrlich wohl gewesen sein. Versteht mich nicht falsch! Was dort geschah, ich sagte es euch bereits, darüber spricht er nicht. Doch wenn man, wie ich, über Jahre hinweg seinen Erzählungen lauscht… Ich würde meine rechte Hand dafür ins Feuer legen, das mindestens einer der Shiín ihn und seine Aufgabe anerkannt und gar unterstützt haben dürfte. Über die Bergelfen, auch hier nur wieder zwischen den Worten seiner Erzählungen erahnbar, werdet ihr von ihm selten etwas Gutes vernehmen. Offen gestanden: direkt als er die Bergelfen hinter sich gelassen hatte, war seine Verachtung unehrlichem Verhalten gegenüber beinahe schon unerträglich manisch! Den Shiín gegenüber indes… Es war eine harte Zeit wohl, weil bei ihnen ein überzeugter Shiín keinesfalls für seines Nachbarn Verhalten irgends sprach, jeder für sich aber… nun ja, erfrischend geradeheraus war; sei es mit dem zum Schlage erhobenen Katana, sei‘s vielleicht auch mal mit der in Freundschaft angebotenen Hand. Aber nichtsdestotrotz und wie gesagt, ist es mir bis heute ein Rätsel, wie er diese Reise zu ihnen überhaupt hat überstehen, hat überleben können. Ich bin mir auch sicher, dass er dort einen vielversprechenden Ort, oder aber Legende fand, reiste er im Anschluss doch auf schnellstem Weg und quer durch das Steppenland bis in das Waldland nördlich des Sharzíkad Gebirges, dort nach Antworten bezüglich des auf den Raéyun liegenden dunklen Schicksals zu forschen.

Nahe des Gebirges hielt es ihn jedoch nur recht kurz. Eine auf einer einsamen Felsnadel thronende verlassene Burg soll er seinem Führer nach dort aufgesucht haben. Was er aber dort fand, wenn überhaupt, das wusste der Waldläufer nicht zu sagen, hatte er sich doch geweigert dieses ihm gänzlich unbekannt gewesene Bauwerk inmitten einer ihm an sich aber doch vertrauten Region zu betreten. Ich vermute ja immer noch das sie sich einfach nur verlaufen haben und der Waldläufer nur zu stolz war sich dieses einzugestehen. Ich meine, jetzt mal im Ernst: Eine auf eine einsamen hundert Fuß emporragenden Felsnadel thronende imposante Burg von der niemand weiß und anschließend auch niemand mehr fand? Was ist wahrscheinlicher, das oder ein sich verlaufen habender Pfadfinder, hm? Nun egal, auf jeden Fall brach Sqeulaiche Dubh daraufhin in den Norden auf und suchte in den im Sommer mückenverseuchten offenen Steppen und auch in den diesen umgebenden dichten Nadelwäldern nach – nun ja, wonach er auch immer suchte. Bald konzentrierte er sich auf die dichten Nadelwälder, deren Böden selbst an den vielen sanften unter dem dichten Nadeldach verborgenen Hügeln zentimeterdick mit herabgefallenen braunen Nadeln aus ungezählten Jahrhunderten bedeckt schienen. Der Pfadfinder erzählte mir mit einem Schaudern von Wäldern, so still, das man meinen mochte das Gehör verloren zu haben und von Höhlen in eben jenen Hügeln, so tief und so unheimlich, das er mehrfach sich geweigert hätte auch nur einen Fuß hinein zu setzen. Ein Feigling sondergleichen, sage ich euch. Aber es muss mir auch im Gesicht gestanden sein, verteidigte er sich doch sofort mit dem Berich – oder sollte ich es besser eine „Geschichte“ nennen, von einem riesigen Höhlenbären, der dem alleine in die Höhle geschrittenem Raéyun nachfolgen wollte und über Tage von dem Pfadfinder – unter „Einsatz dessen Lebens“ daran gehindert wurde, ehe Sqeulaich Dubh – nicht etwa aus der Höhle selbst, denn vielmehr aus dem Wald hinter ihm zurück kehrte.

Was aber auch immer er dort zu finden gehofft haben mag, blieb seinen suchenden Augen scheinbar verborgen und erst als ein hartnäckiges Fieber ihn dem Tode immer näher zu bringen schien entschied der Waldläufer, den er angeheuert hatte sich dazu die Exkursion zu beenden und Sqeulaiche Dubh, gegen dessen ausdrücklichen Willen, in die Zivilisation zurück zu schaffen. Mehr tot als lebendig schaffte es Squlaiche Dubh bis nach Norr Barrak, wo er drei Monate mit dem Fieber um sein Leben rang – und obsiegte. Aber ab hier wird’s dann seltsam. So sehr Sqeulaich Dubh sich im Fieber dagegen gewehrt hatte die letzte Stätte seiner Forschungen zu verlassen, so … ausgewechselt schien er nach seinem Fieber. Oder nein, ausgewechselt ist wohl das falsche Wort, angesichts dessen, was ihr den Raéyun an dunklen Kräften gerade wohl wieder zu unterstellen beliebt, eurem Blicke nach zu urteilen. Er war schon noch er selbst, nach dem was die ihm begegnet seienden Menschen mir so berichteten. Aber wo er, in den Bewohnern Norr Barraks fremden Sprachen im Fieber geschrien hatte, als hätte ein Wahn ihn zusammen mit dem Fieber befallen gehabt, war er danach ruhig und – selbst für seine Verhältnisse – ausgesprochen nachdenklich. Er schien jedes Wort auf die Wagschale zu legen und erzählte, wenn überhaupt, nur gut einstudierte bekannte Geschichten, wo eigentlich doch die Variation und Inprovisation das Seine eher ist. Er schrieb viel auf, ordnete seine Gedanken und Aufzeichnung und forschte wohl auch weiterhin jeder noch so kleinen Spur aufgezeichneten Wissens nach. Aber wo er zuvor jeden erwähnten Ort anreiste und direkt erforschte… Den Erzählungen der Pelzhändler nach, bestand er nahe der Mauer der Drachen vehement darauf, einen großen Bogen um eine als Schlucht der Verfluchten bekannte Passage zu umgehen, von welcher er in Norr Barrak erfahren hatte. Beinahe schien es den Männern, als hätte er – Angst, was ich aber nicht glauben mag! Er reiste immerhin quer durch die Welt, stellte sich den Bergelfen, entdeckte dort möglicherweise erste Spuren und obgleich er an ihrer Falschheit beinahe zugrunde ging, blieb er – bis ihn seine Entdeckungen zu den Shiín führten. Und nun sagt mir: Welcher Feigling geht als Mensch schon freiwillig ins Hügelland von Harrhy'in „und“ kehrt vor allen Dingend lebend von dort wieder zurück? Solange ich ihn kenne, war er stets von einer beinahe schon gelassen ruhigen Entschlossenheit erfüllt, sei es das er der in einer alten Geschichte erwähnten überaus komplexe und vor allen Dingen verschollene Melodie solange nachforschte, bis er sie endlich vollständig und akkurat seinem Publikum zu Gehör bringen konnte, sei es das er als kleines Kind bereits die Selbstdisziplin aufbrachte die es brauchte den Stockkampf zu lernen, oder eben seine Suche nach den Geheimnissen seines Volkes. Selbst jene Festung auf der Felsnadel, von welcher dieses feige Huhn von einem Pfadfinder schaudernd berichtete, betrat er, nach entsprechenden Vorbereitungen, alleine und kehrte so entspannt zurück, als sei er nur mal eben zum Markt spaziert, einen Korb frischer Äpfel etwa zu erstehen. Ich glaube fast, das er in der Höhle im Waldland mehr gefunden hat, als sein Verstand verkraftete. Vor allen Dingen weil die Heiler Norr Barraks keine Ursache seines Fiebers finden konnten. Tatsache aber ist, das diese dreimal verfluchten ihn am Ende seiner Reise lynchen wollenden Pelzhändler Stein und Bein schworen, seine Angst vor jenem Tal der Verfluchten beinahe haben riechen zu können. Er sammelt noch immer alle Informationen zu den Raéyun, hat seine Suche beileibe nicht aufgegeben. Doch scheint er, das ist das Einzige was ich mir vorstellen kann, irgendetwas reiflich zu überlegen. Ich denke, er hat eine erste Antwort im Waldland gefunden und womöglich feststellen müssen, das diese Erkenntnis ihm so gar nicht schmeckt. Ich meine, stellt euch einfach einmal vor, es stimmte alles, was man sich über die Raéyun so erzählt… wie groß muss ein Frevel sein, um solche Wesenheiten, wie die den Raéyun ihre Macht verliehen habenden „Berggeistern“ dermaßen zu verärgern, das diese ein ganzes Volk über alle folgenden Generationen dermaßen hart zu strafen. Ich meine, „wenn“ er das alles doch so glaubte, was hat er dann bitte erwartet am Ende zu finden? Ich weiß wirklich nicht, ob er im Waldland etwas über die alten Raéyun oder die Berggeister erfuhr, aber irgendetwas fand er heraus, und – was es auch war, es gefiel ihm ganz und gar nicht. Nach allem was ich weiß, sucht er immer noch nach jeder noch so kleinen Überlieferung, hat aber seit seinem Fieber, jeden möglicherweise weitere Antworten bereit haltenden Ort gemieden, wie ein Dämon die Priesterschaft der Zwei. Er – denkt glaube ich über irgendetwas nach, aber ich schweife schon wieder ab. Verzeiht!

Wo war ich noch gleich stehen geblieben? Ach ja, richtig: Wieder genesen und so ferne all dessen, was er Heimat nannte, beschloss er sich einer Schar von Pelzhändlern anzuschließen und solcherart die weite und nicht ungefährliche Wegstrecke ostwärts durch Eiswüste, Steppe, Wilde Lande und Córalay und Mérindar bis zurück in den Wald von Sieryan zu wagen. Bis nach Merindar sollte dies zweijährige Reise ihm gelingen, ohne das auch nur einer der Pelzhändler des seltsamen bebrillten Kauzes Augen erblickte. Dann, durch ein Missgeschick bei der Überquerung des Chabur zwischen den wilden Landen und Córalay, bei dem Sqeulaiche Dubh aufgrund seines lahmen Beines beinahe ertrank … nunja, lasst es mich so sagen. Glücklicherweise hatte er sich, den Ertrinkungstod fürchtend an der Sackpfeife eines der Händler festgehalten.

Erinnert Ihr noch das ich berichtete er habe einmal mit einer Solchen einen wütenden Mob in die Flucht zu schlagen vermocht? Die Pelzhändler, erschrocken und aufgebracht ob des lange Monate unerkannt mit ihnen gereisten Raéyun – hatten sie doch immerhin nun die Erklärung für die vielen kleinen Unglücke die auf einer solch langen Reise einfach unvermeidlich sind – gingen wutentbrannt auf ihn los. Nahe oder herbeigerufene Bauern und andere Händler schlossen sich daraufhin auf jeden Fall zu jenem besagten Mob zusammen. Die meisten waren es froh ihn einfach nur vertrieben zu haben, aber … nun ja, Fanatiker gibt es wohl allüberall! Da nun auch die aufgebrachte Menge wusste das er in den Wald von Sieryan wollte, nehme ich stark an, das er erstmal eine andere Richtung eingeschlagen haben dürfte, vielleicht ja gar hierhin, bis nach Merridia!? Nach all dem, was ich Euch nun berichtete – könntet Ihr erwägen mir Nachricht zu geben, solltet ihr ihn sehen und auch ihm vielleicht berichten das ich ihn seit Jahren nunmehr einzuholen versuche, ja? Dann nehmt bitte diese Taube und lasst sie frei, solltet ihr ihn sehen und … habt vielen Dank! Auf Wiedersehen und gehabt Eu– , bitte… warum ich ihn so begehrlich suche? Erinnert Ihr Euch das ich berichtete wie er als kleines Kind und mit zerschmettertem Bein in die dunkle Nacht hinaus floh, die Todesschreie seiner Eltern und Geschwister in den Ohren? Ich traf vor drei Jahren eine geblendete Frau, die mir eine Geschichte von ihrer von wütenden Bauern niedergemetzelten Familie im Wald von Sieryan zwischen Agheveer und Erdia berichtete und wie einer der Männer Mitleid mit einem kleinen Mädchen fand, es nur blendete statt es zu töten und es als Sklavin, Pardon, Kindermädchen in seine Dienste aufnahm. Ich berichtete ihr darauf von Sqeulaiche Dubh und war erstaunt diese blinden Augen darauf Tränen der Freude vergießen zu sehen. Ich versprach ihr darauf ihren Bruder von Ihrem Überleben in Kenntnis zu setzen. Ich habe sie aus der Sklaverei befreit, sie ist in Sicherheit. Nichtsdestotrotz sehnt sie ihn sich herbei. Also bitte, wenn ihr etwas hört oder ihm gar begegnet, ja? Danke! Mögen Die Götter es euch vergelten.

Restliches Ach, und eines noch! Sollte es kein Linkshänder sein, hinter desser Erscheinen Ihr Sqeulaich Dubh wägt, ist es wohl ein Anderer und, ach ja, ich hörte letztlich das eine schwarze Hauskatze mit leuchtend gelben Augen sein beständiger Begleiter sein soll. Ein intelligentes Tier, welches auf den Namen Luzifer hört…

Kontaktdaten von Sqeulaiche Dubh

Benutzer-Statistik

Registriert:
Sa, 20. Apr 2013 21:29
Letzte Aktivität:
So, 10. Mär 2019 1:19
Beiträge insgesamt:
85
(0.23% aller Beiträge / 0.04 Beiträge pro Tag)
Am meisten aktiv in Forum:
Mérindar
(63 Beiträge / 74.12% der Beiträge des Benutzers)
Am meisten aktiv in Thema:
Auf ein Wort
(63 Beiträge / 74.12% der Beiträge des Benutzers)

Signatur

‘Ah, music, a magic far beyond all we do here!’ (Albus Dumbledore)