Profil von Thomas

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Vampirjäger
Avatar: Diablo® III: Reaper of Souls™ - Templer

Profil

Benutzername:
Thomas
Alter:
32
Gruppen:
Wohnort:
Sachse aus Überzeugung
Tätigkeit:
Bürokaufmann, Diener des Gott-Imperators (W40k)
Interessen:
Freunde, Ladys, Animes, Mangas (MLS), Hentais (tja bin halt ein Mann), Horrorfilme und natürlich Warhammer 40k & Warhammer Fantasy

Charakter

Name:
Thomas von Lichtenstein
Alter:
33
Rasse:
menschlicher Vampir
Heimat:
Lichtenstein
Waffen:
Anderthalbhänder, Schild
Inventar:
altes Schachspiel, ein kleines Messer, Trinkflasche und co für den täglichen Bedarf, einige alte Schriftrollen samt etlicher Kräuter und Salben

Steckbrief

Hauptaccount: Neuankömmling hier

Name: Thomas von Lichtenstein
Alter: 33 Jahre
Rasse: menschlicher Vampir

Aussehen:
Thomas war schon immer ein Mann überdurchschnittlicher Statur, so kommt er selbst ohne sein Rüstzeug auf stattliche 1,87 m Größe und stolzen 90 kg reiner Muskelmasse. Daraus resultierend überragt er viele beinahe um Haupteslänge. In kompletter Montur kommen dann nochmal einige Zentimeter und natürlich auch einiges an Gewicht hinzu (womit wir bei 1,91 m und 110 kg sind), weshalb er daher auch wahrlich tiefe Spuren im Sand und einen entsprechend großen Eindruck in den Köpfen zurück lässt. Andererseits was erwartet man schon anderes von einem Krieger, einem Kreuzritter, einem Kämpfer für das gute, für das Licht, ein wenig Show gehört da schon dazu um sich Bollwerk der Gerechtigkeit ausgeben zu können. Trotz dieser Tatsachen ging er mehr oder minder im Orden des Lichts, welchen er einst angehörte unter, auch deshalb weil alle in selbigen gleichgestellt waren und daher auch ähnliche Kleidung trugen, doch lassen wir das... denn all das ist schon lange her und ebenso sein früheres ich, heute ist er mehr, weitaus mehr heute ist er ein Monster! Zumindest betitelt er sich selbst als solches, wenn er sich kurz und prägnant beschreiben sollte, auch wenn seine taten eine ganz andere Sprache sprechen. Doch ungeachtet dessen ist er seit nunmehr 10 langen Jahren ein Geschöpf der Nacht, ein Wesen der Finsternis, ein Vampir!

Seit diesem Tage ist sein Gesicht mit der großen Narbe auf seiner rechten Wange, aus der Zeit vor seiner Verwandlung, zwar nicht gealtert und vielerorts würde man seine ihm angeboren Aristokratenblässe, mit den rehbraunen Augen und seinem schwarzen Haar auch als durchaus stattlich und ihn und seinen gesamten Körperbau als ansehnlich und schön bezeichnen. Er selbst sieht in sich jedoch nicht mehr als ein abscheuliches Monster, weshalb er bei einem blick in den Spiegel kein gutes Haar an sich lassen würde. Weshalb er heutzutage auch jedes Warzen überzogenes oder sonst wie deformierte Gesicht dem seinen vorziehen würde und das obwohl selbiges im Grunde wohlgeraten ist. Die Proportionen stimmen halt, so ist beispielsweise seine Nase weder zu groß, noch zu klein oder breit und fügt sich somit ebenso wie seine Kopfform/Größe stimmig ins Gesamtbild. Wie gesagt die Frauenwelt wird daher seiner persönlichen Einschätzung hier und da vehement widersprechen oder auch nicht, ist ja wohl schließlich wie alles andere auch reine Geschmackssache. Seine Haare trägt er aus rein praktischen Gründen und auch der Hygiene zuliebe sehr kurz. Bedeutet im Klartext immer wenn er mal dazu kommt rasiert er sich sich seinen Kopf kahl und seinen Bart ab, anschließend lässt er sie einfach wild wachsen bis er wieder Zeit für Schönheitspflege hat. Zumeist würde man, wenn er denn seinen Helm abnehmen würde, ihn daher wohl mit einer Igelfrisur und dem obligatorischen drei-Tage-Bart antreffen die ihn wie einen grimmigen Soldaten wirken lässt. Was zu diesem Bild aber eher nicht passt ist sein Mund, seine Lippen die beinahe immer ein lächeln umspielt und die entsprechenden Grübchen verraten ebenfalls das er viele Jahre lang sehr herzhaft gelacht haben muss. Seine Augen sind eine Mischung aus all dem gerade genannten, einerseits wirkt sein Blick streng und entschlossen, aber irgendwie auch traurig und abwesend zugleich. Insgesamt könnte man daher wohl sagen das seine Gesicht in Stein gehauen eine menge Besucher anziehen wurde, um über über dessen Antlitz in vielerlei weise zu philosophieren. Seine Blässe rührt heute freilich von etwas anderen als früher. Weshalb er auch aufgrund seiner Krankheit darauf bedacht ist sich stets zu verhüllen. Auch weil er der Ansicht ist man könnte ihn selbige sofort aus dem Gesicht ablesen, wobei seine Eckzähne mittlerweile schon deutlich sichtbar sind, wenn man darauf genau achten würde. Glücklicherweise pflegten die Mitglieder seines Ordens schon immer sich vollkommen zu bedecken und ihre Rüstung während eines Kreuzzuges auch nicht abzulegen. Eine Tatsache die ihm nun freilich über alle maßen zu gute kommt. Da er sich so aus peinlichen Situationen herausreden kann, in welchen man erfahren konnte wer oder vielmehr was er wirklich ist... ein zum Leben verdammter. Ebenso gibt es für jemanden wie ihn wohl kaum einen besseren Schutz vor den schmerzhaften strahlen der Sonne als so eine gigantische Blechbüchse.

Als letzter überlebender seines Ordens trägt er deshalb noch immer bzw auch so gut wie immer die altehrwürdige Rüstung, welche früher mal für Reinheit und Gerechtigkeit und vielerlei mehr stand. Heute verachtet er sich selbst dafür, dass er es überhaupt wagt selbige weiterhin zutragen, doch was sollte er tun? Er besitzt nun einmal nur das was er am Leibe trägt, wovon sollte er sich daher eine neue anfertigen lassen und bezahlen können? Schließlich ist sein Kampf etwas edles das nicht mit Geld aufgewogen werden kann und daher auch nicht entlohnt werden sollte. Doch vollkommen auf sich alleine gestellt, ohne Orden als Rückendeckung und oder finanzielle Unterstützung ist es Notwendig schlimme Dinge zu tun. So wie etwa die Leichen der Gefallenen nach verwendbaren Wertgegenständen zu durchsuchen oder hier und da doch eine Belohnung die über Speis und Obdach hinaus geht anzunehmen. Dadurch und nur dadurch kann er seinen privaten Feldzug aufrechterhalten und auch die nötige Flickschusterei an seiner Ausrüstung vollziehen lassen. Der Schein trügt daher in vielerlei Hinsicht, wenn man annimmt mit ihm käme ein strahlend weißer Ritter des Weges, denn sowohl er als auch seine Ausrüstung haben bei weiten schon bessere Tage gesehen...
Bild
Die Rüstung selbst sieht auf dem ersten Blick aus wie eine schwere silberfarbene Plattenrüstung, doch wie gesagt trügt der scheint. Freilich kann man sich vor allem in puncto Gewicht über das Thema leicht streiten, aber dennoch ist es mehr Schein als sein. Sie wurde in anderen verfahren hergestellt und deshalb auf auf eine ganz spezielle Form gehärtet, was das Material dünner, weniger brüchig und leichter macht, aber dies irgendwo auch auf kosten der Stabilität. Wo eine normale Plattenrüstung noch unnachgiebig bleiben würde verbiegt sich diese Rüstung daher bei größerer Krafteinwirkung schon mal leicht. Weshalb man sich im Innern dann wirklich wie in einer zu groß geratenen Konservenbüchse vorkommt und mehr als nur einmal hatte Thomas wahrlich Müh und Not wieder aus selbiger herauszukommen, wenn er es im Kampf mal wieder übertrieben hatte. Von den ganzen blauen Flecken ganz zu schweigen, aber was einem nicht umbringt macht einem nur Stärker. Darum wurde das gute Stück auch des öfteren wieder ausgebeult und auf die verschiedensten Arten geflickt ausgebessert und ja sogar teilweise verbessert, je nachdem viel können der entsprechende Schmiedemeister hatte. Doch seis drum, lieber einen verbogenen Schutz als gar keinen und das was die Rüstung einstecken kann bevor es soweit kommt ist wahrlich enorm. Auf dem weißen Überwurf aus Leinen, der in Hüfthöhe durch einen schwarzen Ledergürtel in Position gebracht wird, prangt das Symbol der Bruderschaft des Lichts. Das man am besten als eine Art Dreizack beschrieben kann, für Außenstehende hatte dieses Symbol viele verschiedene Bedeutungen, auch weil jedes Mitglied selbiges anders interpretierte und daher auch anders vermittelte, eigentlich stand es aber für "Einheit, Gleichheit und Brüderlichkeit". Die Ideale welche den Orden, die Bruderschaft zusammen hielten und nach außen auch so stark wirken ließen. Über seinen schweren schwarzen Lederstiefeln trägt er eine Art metallenen Überwurf, der diese wie Plattenstiefel aussehen lässt und beim auftreten, auf Stein, auch das für diese übliche Geräusch verursacht. Doch auch dies ist mehr Schein als sein und so sind seine Fußsohlen im wahrsten sinne des Wortes die Achillesverse seiner Rüstung. Um diese aber zu Treffen muss man ihn erst einmal zu Fall bringen.

Die Halskrause und vor allem seine Schulterplatten sind ebenfalls von wuchtiger Natur, haben ihn aber schon mehr als einmal das Leben gerettet. Sein Topfhelm mag ebenso wie wie der Rest sowohl im Kampf als auch im normalen Leben in vielerlei Hinsicht einschränkend wirken, ist aber wie vieles reine Gewohnheitssache und hat natürlich auch viele Vorteile. Da er ja annimmt man konnte ihn ohne hin sofort entlarven ist besonders sein Helm sein wichtigstes aller Kleidungsstück. Ebenso darf man auch nicht die übergroße Lichtempfindlichkeit seiner Augen vergessen, da hilft der Helm als natürlicher Schattenspender natürlich ungemein, ebenso wie die Tatsache das er auf die meisten aufgrund seiner Größe herunter und nicht hinauf, in die Sonne, schauen muss. Dennoch brennen ihm seinen Augen dann hin und wieder so sehr das er trotz allem und vor allem seiner liebe zum Licht schattige Orte aufsucht oder sich bevorzugt des Nachts fortbewegt. Das deshalb besonders sein Helm durch zwei Lederriemen (einer links und einer rechts) vorm verrutschen oder unbeabsichtigten herunterfallen geschützt ist, ist daher wohl mehr als einfach nur verständlich. Selbigen nimmt er auch nur dann ab, wenn er sich wirklich alleine und unbeachtet fühlt oder er jemanden wirklich vertraut. Letzteres ist seit dem Niedergang des Ordens aber nicht mehr vorgekommen.

Daher ist es wohl auch nicht sonderlich verwunderlich das seine Angewohnheit seinen Helm, sowie seine restliche Rüstung und Kleidung niemals in Beisein anderer abzulegen Bestenfalls als sonderbar zu bezeichnen ist. Beim reisen in einer Gruppe sorgte dies deshalb mehr als nur einmal für Gesprächsstoff, vor allem hinter seinem Rücken, wenn er sich wieder abkapselte und die kurze Pinkelpause dank ihm zu einer wahren Geduldsprobe für seine Miteisenden wird, die sich fragen was er da solange treibt. Einfach ist es nicht das sag ich euch gleich und das ganz große Geschäft wird dadurch wahrlich zur großen Sache, für Durchfall ist seine Kleidung daher alles andere als Geeignet. Nun aber genug davon, denn wenn man die Gründe nicht kennt wecken diese und andere Fragen bei vielen die Neugier, wenn es nicht sogar gleich auf Ablehnung und daraus resultierender Skepsis stößt. Bisher haben seine kurzzeitigen Reisegefährten den wahren Grund aber nie herausgefunden und daher die Tatsache das er nicht mit ihnen zusammen isst und auch immer nur alleine und sehr abseits sich wäscht, immer als besonders schrägen Tick, eine Mischung aus Schüchternheit und Prüderie abgetan oder gar auf eine unappetitlich anzusehende Wunde/Hautkrankheit zurückgeführt.

Wenn er jemals wieder jemanden richtig vertrauen sollte, so könnte dieser unter seiner harten Schale seinen weichen Kern sehen, aber dazu später mehr. Oder viel wichtiger natürlich für alle oberflächlichen Menschen, sein Gesicht oder halt seine schwarze Lederhose samt weißem Woll- oder Seidenhemd darunter (je nach Wetter) und wer weis ja auch das was weiter darunter liegt, ich sag nur durch trainierten Oberkörper und... ähm Themenwechsel:

Waffen:
Was uns auch gleich zu seinen Waffen bringt, einem einfachen aber dennoch äußerst stabilen Schild und einem gesegneten Anderthalbhänder (Gesamtlänge 140 cm, Klingenlänge 111 cm) mit silbernen Insignien seines Ordens nennt er sein eigen. Der Schild befindet sich normalerweise in einer Tragevorrichtung auf seinem Rücken, um ihn dadurch noch besser vor heimtückischen angriffen von hinten zu schützen. Auf seinem Rücken angebracht befindet sich auch, alleine aufgrund des Tragekomforts, die Halterung für sein Schwert. Im Notfall kann er mit selbigen in seiner linken und dem Schwert in seiner rechten wie ein Fels in der Brandung sich der Flut des Bösen entgegenzustellen. Da er in der Lage ist auch mit einer Hand spielend seinen eigentlichen Zweihänder zuführen ist seinem hartem und ausdauernden Training zu verdanken.

Dennoch dürfte jedem klar sein der eine solche Waffe einmal geführt hat, dass er sie trotz allem bevorzugt mit beiden Händen führt, dafür ist es schließlich ausgelegt und auch nur so kann er dessen zerstörerische Kraft entfachen. Wie alle Schwerter des Ordens ist auch dieses durch magische Riten geweiht worden, was aber für jeden Schmied keinen augenscheinlich nutzen und oder Vorteil bringt ist für Thomas von essentieller Bedeutung. Da es eine Frage des Glaubens ist, dieses Schwert wurde dafür geschaffen der Gerechtigkeit zu dienen und daher den unschuldigen zu helfen. Es ist also eine rein spirituelle weihe wenn man so will und hat daher auch viel mit Einbildung zu tun, was aber wie viele bereits wissen auch eine Art von Bildung ist.

Weiter Ausrüstungsgenstände sind ein altes Schachspiel, auch wenn er niemanden hat mit dem er selbiges spielen könnte, außer vielleicht hin und wieder in einer der Absteigen. Ein kleines Messer für Schnitzereien oder dem schneiden von Fleisch, sowie eine Trinkflasche und co für den täglichen Bedarf. Alles inklusive mit Utensilien für die Körperpflege, aber das versteht sich ja wohl von selbst. Ebenso nennt er auch noch verschiedene Salben, Kräuter und Verbände für eine entsprechende Erstversorgung für den Notfall sein eigen aber das war dann auch schon alles.

Charakter:
Thomas von Lichtenstein ist eigentlich ein freundlicher und unglaublich geselliger „Mensch“, eine Mischung aus Alleinunterhalter und geborenem Anführer. Mehr als nur einmal hat er in den alten Tagen seine Ordensbrüder mit seinen Witzen selbst in den finstersten Zeiten erheitert. Genauso hat er auch des öfteren in den diversen Kneipen und heruntergekommenen Spelunken seine Zuhörer zum staunen und oder nachdenken gebracht, eben sooft aber auch grölendes Gelächter provoziert. Dennoch ist dieses, sein wahres ich, etwas von dem man heutzutage nur sehr wenig mitbekommt. Jedenfalls solange man ihn nicht näher kennenlernt und ihn somit Zeit gibt sich auf einen einstellen oder der gute Thomas gar einen im Tee hat. Man kann sein wahres ich zwar versuchen absichtlich zu unterdrücken und auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu verändern, aber auf biegen und brechen geht das nicht. Schon gar nicht unter Alkoholkonsum, wo bei anderen die Hemmungen und Hüllen fallen, da fällt bei ihm der Selbstschutz. Doch obwohl er dem Alkohol nicht abgeneigt ist, so ist er gleichzeitig auch kein Trinker und wegen seiner Vermummungsticks, ist es auch mehr als nur schwierig bei ihm zu sein wenn er denn mal einen über den Durst trinken sollte...

Wo wir gerade beim Durst sind, so gibt es ja anders als bei normalen Wesen bei ihn zwei Arten. Den den wir allen kennen und den jeder von ist regelmäßig stillt und es auch muss und jenen der anders ist, jenen der verderbt ist und dennoch so überaus stark. Die Rede ist natürlich vom dem Durst nach Blut, Thomas hat nach einem für ihn traumatisierten Erlebnis (siehe Vergangenheit) nie wieder ein Lebewesen der Blutgier halber angefallen oder gar deshalb getötet. Soviel Willensstärke kann er jederzeit aufbringen um ein ausbrechen seines inneren Dämons zu verhindern, wenn aber das Leben bereits dabei ist aus einem besiegten Feind oder doch mal einem erlegten Wild zu entweichen, dann kann selbst er nicht mehr an sich halten. Nicht unbedingt weil er hierfür Mental zu schwach ist, sondern eher deshalb weil er diesen seinen Drang so stark zu unterdrücken versucht, dass sein Körper dann schon beinahe wie von selbst arbeitet und ihn zuweilen nicht mehr gehorcht. So legt er sich nicht zuletzt auch aufgrund seiner persönlichen Ziele und Ideale daher lange Durststrecken auf was den Blutgenuss angeht. Selbigen also diesen Drang, dann auf lange Sicht wie ein hämmern, ein dröhnen im Schädel, den schlimmsten Kater den man jemals hatte zu beschreiben, ist daher wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Das er wenn der Durst nach Blut zu groß wird sogar Halluzinationen bekommt, daran hat er sich schon beinahe gewöhnt, hasst sich aber auch hierfür umso mehr. Da es ihn einmal mehr seine widerwärtige Natur vor Augen führt und dies in den hässlichsten Fratzen und blutigsten Szenerien von statten geht. Er trinkt daher wenn er dies tut mehr unbewusst als bewusst oder isst sein Fleisch ohne es zu merken sogar regelrecht blutig, weil sein Körper an der Grenze seiner Belastbarkeit steht. Da die Schmerzen unerträglich zu werden scheinen und er dadurch das Gefühl hat innerlich zu verbrennen. Wenn er dann aber doch mal trinkt und hierbei dann wieder richtig klar wird und gewahr wird was er da tut, dann trinkt er entweder so schnell und viel wie er kann um es für lange Zeit wieder hinter sich zubringen oder, was schon des öfteren passiert ist, er muss sich übergeben. Sein Hirn arbeitet in diesem Punkt wahrlich nicht mit einem restlichen Körper in Einklang, aber was will man da schon großartig machen?

Aber nun wieder zurück zum eigentlichen Thema, da er seit seiner Verwandelung eher in sich gekehrt ist und beinahe eigenbrötlerisch auf andere wirkt, lassen die meisten ihn daher auch in ruhe. Ein Umstand der einerseits natürlich von Vorteil für ihn ist. Da man ihm somit nicht zu nahe kommt oder unnötige Fragen stellt, mit deren Beantwortung er sich möglicherweise verraten könnte, aber wenn man seinen wahren Charakter bedenkt sorgt dies natürlich auch für Unmut bei ihn, für Hass. Hass auf sich, auf das was er geworden ist und natürlich auch Hass auf jene die er jagt, jene die ihm das angetan haben. Verbrecher, Ganoven, Mörder, Vergewaltiger, kurzum der Abschaum der Gesellschaft, aber natürlich auch widernatürliche Kreaturen wie die Drachenerben, Vampire, Werwesen und vor allem die Dämonen höchst selbst gehören daher zu seinen ganz persönlichen Todfeinden! Diese alles verzehrenden Rachegelüste und sein Zorn bestimmen daher oftmals sein handeln, der ihn wenn nötigt sogar in Art Blutrausch treibt und dadurch zu einem alles vernichtenden Berserker werden lässt. Dies rührt jedoch nicht wie man jetzt vielleicht denken mag aufgrund des Fluchs des Vampirismus, sondern ist aus tiefster Überzeugung heraus geboren. Er wurde für den Sieg des Licht über die Dunkelheit, die Finsternis, kurzum dem Bösen, über Leichen gehen. Gut freilich nicht über die von unschuldigen aber ein verbrechen ist ein verbrechen, von einer zweiten Chance für Straftäter wie er eines ist hält er daher persönlich nicht sonderlich viel, um es mal freundlich auszudrücken. Ebenso kann seiner Meinung nach weder ein Drachenerbe, Vampir, Werwesen oder Dämon jemals unschuldig sein, selbst wenn er oder sie sich bisher nichts zuschulden kommen lies. Da würde es schon einiges an Überzeugungskraft und wenn nicht sogar Gewalt benötigen um ihn eines besseren zu belehren, man kann ihn daher durchaus als Stur und Engstirnig bezeichnen. Für jene die seine Vergangenheit kennen erklärt sich daher auch wieso er sich selbst als Monster ansieht, sich selber so sehr verabscheut und seiner eigenen Existenz lieber früher als später ein Ende setzen würde, wäre da nicht sein hoch gestecktes Ziel. Nichtsdestotrotz kann er in gleicher weise wie er alles Übel dieser Welt hasst auch nicht seine Liebe für das Gute verbergen oder sein mitfühlendes Herz und seine hilfsbereite Art hintergehen. Auch wenn er vielleicht selbst nichts hat, so hat er immer noch etwas Geld für einen Bettler, etwas Brot oder gar ein schnell geschnitztes Spielzeug für Kinder übrig.

Seinen Feinden ist deshalb aber, wie bereits erwähnt, alles andere als zimperlich gegenüber und da er sich selbst ehh schon als Monster sieht ist er auch bereit Dinge zu tun welche er verabscheut. ganz nach dem Motto: " Der Zweck heiligt die Mittel!". So ist er gleichsam unnachgiebig wie auch grausam bei der Beschaffung von Informationen, die er für seinen weiteren kleinen Rachefeldzug benötigt. Hat er sich doch schließlich nichts weniger als die Vernichtung allen Übels auf dieser Welt verschrieben und daher die Bürde, das Erbe seines ganzen Ordens auf seine dafür doch recht schmalen Schultern geladen. Ängste hat er daher wenn man so will nur die vor der Erfüllung seines Zieles zu sterben und somit zu versagen. Seine früheren Träume wie eines Tages eine Frau, Kinder, ja einfach nur eine Familie zu gründen um glücklich zu sein, hat er mit seiner Verwandlung aufgeben. Als das Monster, welches er in sich sieht steht ihm so etwas auch gar nicht zu.

Im laufe der Zeit seit dieses schicksalhaften Tages, seiner Verwandlung in einem Vampir, hat er sich freilich auch des öfteren mit anderen zusammengetan. Jedoch niemals für lange, damit diese nicht hinter sein schreckliches Geheimnis kommen oder er Gefahr lief diese gar zu sehr in sein Herz zuschließen. Wenn es nämlich etwas gibt vor dem er sich außer seinem versagen fürchtet, dann ist es die einen geschätzten oder gar geliebten Wesen etwas in seinem Blutrausch anzutun. Daher ist seine Entscheidung alleine zu reisen in gewisser weise auch einfach aus der Angst heraus geboren irgendwann die Kontrolle über sich selbst, über seinen Blutdurst zu verlieren. Davon aber mal abgesehen ist er ein mehr als nur verlässlicher Mitstreiter, bei welchen die Wörter Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit noch großgeschrieben werden.

Das für die einen wichtigste Thema von allen allen, der Glaube, kommt bei Thomas am Schluss. Nunja nicht ganz, denn wie es sich für das letzte noch lebende Mitglied der Bruderschaft des Lichts gehört, glaubt auch er an das Gute, das Licht und dergleichen mehr. Somit kurzum an die Schöpfung und eine allumfassende himmlische Ordnung höchst selbst und darauf resultierend auch an das absolut Böse, Chaos und Gewalt. Also der Kehrseite der Medaille die es mit allen Mittel zu bekämpfen gilt. Ob das wofür er kämpft nun jedoch von der Natur aller Wesen selbst, einer Schöpfungsmacht/Kraft, mit einem oder mehreren Göttern ausgeht, purer Zufall ist oder nicht, ist ihm salopp gesagt scheiß egal! Weshalb er sich auch mit niemanden über Namen und oder einer göttlichen Hierarchie streiten würde, schließlich sind ja besonders Namen nur Schall und Rauch und die Details nach welchen mache ihr Leben in Form von Riten und Ritualen ausrichten auch für ihn eher uninteressant. Er kämpft für das Licht, für mehr Gerechtigkeit auf Erden und gehört daher trotz seiner nunmehr monströsen Form für das absolut Gute und somit hat sein Tag, dank eines klaren Feindbildes Struktur. In Bezug auf das Thema glauben kann man ihn daher wohl am ehesten als Agnostiker beschreiben.

Fähigkeiten:
Er ist, wie bereits erwähnt, überaus geübt im Umgang mit seinem Bastardschwert, treffend mochte man da an dieser stelle einmal anmerken das er selbst, laut seinem Vater, ja auch schon immer ein solcher war (ein Bastard). Ebenso ist er geübt mit dem Umgang seines Schildes, welches er ihm Notfall daher nicht nur zum blocken, sondern ebenfalls für den angriff verwenden kann. Man könnte daher wohl durchaus soweit gehen und behaupten er sei der perfekte Nahkämpfer, wobei perfekt eine sehr schwierige und mit Sicherheit auch überaus überhebliche Ausdrucksweise wäre. Welche Thomas, da er nicht arrogant ist, daher wohl nie in den Mund nehmen wurde, zumal ihm auch immer wieder eingebläut wurde das es irgendwo jemanden gibt der besser ist als man selbst. Nicht zuletzt auch deshalb weil er aufgrund seiner Rüstung samt Bewaffnung, sowie körperlichen Verfassung zu den eher schwerfälligeren Kämpfer zählt. Schnelle Schläge und somit Attacken gehören daher nicht in sein Repertoire, ebenso ist sein Kampfstil aber auch nicht wie die Axt im Walde zu verstehen, da er überlegt vorgeht. Nicht zuletzt auch deshalb um Kraft zu sparen, man weiß ja nie was noch kommt und all jene die ein Schwert wie das seine bereits einmal geführt haben, wissen das man selbst mit selbigen niemals durch etwas wie durch Butter schneidet. Deshalb geht es auch bei dem Kampf mit einem Bastardschwert vornehmlich darum die Schwachstelle des Feindes ausfindig zumachen und genau dort zuzuschlagen. Zumeist ist er daher, auch alleine der Abschreckung halber mit seinem Schwert in beiden Händen unterwegs um dessen gesamtes Potential vollends auszunutzen. Aufgrund der Länge seines Schwertes sowie seines Kampfstiles kann er sich so die meisten Nahkampfer, auch nicht zuletzt aufgrund seiner Statur und somit imposanten Erscheinung, auf respektvollen Abstand halten, bis er selbst eine Möglichkeit sieht zuzuschlagen, beispielsweise mit einem Satz oder gar Sprung in die richtige Richtung. Manchmal reicht nämlich auch schon ein einfacher Teckel bei seinem Format aus um den einen oder anderen Gegner auszuschalten. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch die das er wie gesagt alles andere als schnell ist und trotz seiner nicht zu unterschätzenden Stärke zerrt dies alles doch sehr an seinen Kräften. Da mag man so ausdauernd sein wie man möchte und sich auch noch so sehr wie ein unbeugsamer Berg geben, überwunden kann jeder werden und sei es durch pure Masse. Freilich eine Kämpfernatur wie er würde sich bis zuletzt mit Händen und Füßen währen, aber manchmal ist dann doch der Rückzug die einzige alternative und genau für solche Momente hat er seinen Schild. Entweder in dessen kluger Rückenhalterung, um seine größte Schwachstelle, sowie natürlich auch überaus großen toten Winkel besser zu schützen, zum anderen um mit selbigen rückwärts gehend verbündeten besser Deckung zugeben. Weshalb er zumeist sowohl der erste, als auch letzte ist, der das Schlachtfeld wieder verlässt. Ebenso mag seine Plattenrüstung zwar eine Menge vertagen aber Schwachstellen hat auch diese und sei es an den Gelenken und für Fernkämpfer sind Nahkämpfer sowieso immer ein gefundenes fressen. Mit seinem Schild in der linken und seinem Schwert in der rechten sieht man ihn daher auch nur wenn es wirklich hart auf hart kommt, ihn also keine andere Wahl mehr bleibt, zumal viele Vorteile seines Schwertes dadurch auch einfach verloren gehen (unter anderem Wucht und Reichweite). Schlussendlich ist beim führen seiner Waffe mit nur einer Hand auch die Gefahr wesentlich größer von einem erfahrenem Gegner entwaffnet zu werden. Klar ihn bleibt dann immer noch sein Schild, welche man im Notfall noch als Prügel verwenden oder sich als lebende Dampframme aufführen kann... aber wirklich eine wünschenswerte alternative ist das nun wirklich nicht. Zumal er aus rein sentimentalen gründen auch sehr an seinem Schwert hängt und daher lieber sterben würde als es zurück zulassen.

Seine Schießfähigkeiten mit dem Bogen und oder Armbrust lassen dahin hingegen arg zu wünschen übrig, da ist jeder sechsjährige besser für geeignet als er. Auch seine Reitkunst kann man bestenfalls als mangelhaft bezeichnen, was wohl unter anderem auch erklärt warum er zu Fuß unterwegs ist. Pferde sowie andere Reittiere sind ihn sowieso nicht ganz geheuer. Nicht das er vor selbigen angst hätte, dass zu behaupten ginge nun wirklich zu weit, aber ein gebührendes maß an Respekt hat er dann doch. Er sagt dann immer »Wenn es von der Natur oder gar von der Schöpfungsmacht selbst gewünscht wäre, dass wir uns schneller fortbewegen als wir können, dann wären wir gleich so gemacht worden!« Diesem seinem Lebensmotto treu bleibend, bewegt er sich daher ausschließlich aus eigener Kraft fort. Was freilich nicht die bequemste Art zu reisen ist und bei weiten auch nicht die schnellste, aber man kommt auch so an sein Ziel. Eile mit weile, oder wie sagt man doch noch gleich so schön? Zudem und davon ist er ebenfalls überzeugt, stärkt das Wanderleben Geist und Körper gleichermaßen und wenn wirklich nötig so hat ein kleiner Schweißtreibender Dauerlauf von Zeit zu Zeit noch niemanden ernsthaft geschadet. Was auch erklären dürfte, warum er trotz allem (seines Rüstungstick) soviel wert auf richtiges Schuhwerk legt, er gibt also in diesem Sinne der Bequemlichkeit Vorrang vor dem Vollschutz.

Aufgrund seiner Ausbildung im Orden ist er als Anführer oder wenigstens taktischer Berater geradezu prädestiniert, schließlich war der Orden niemals sonderlich groß. Vielmehr bestand die große Kunst des Ordens darin andere für ihre Sache zu gewinnen und sie wenn nötig auch in die Schlacht zuführen, wenn sie dafür alleine, aufgrund ihren zahlenmäßigen Unterlegenheit, nicht in der Lage waren. Er ist zudem auch recht gebildet, will meinen er kann lesen, schreiben, rechnen, wobei ihn zahlen und besonders andere Sprachen nicht so ganz liegen. Wozu gibt es schließlich Rechenschieber, Dolmetscher und co? Obwohl er auch sehr gerne liest, wäre eine Betitelung als Bücherwum dann doch vollkommen fehl am platz, schließlich hat er zum Schmökern keine Zeit, muss er doch schließlich sein Ziel erreichen! Durch die verschiedensten Ordensbrüder wurde er auch in allerlei anderen Dingen unterrichtet jedoch wirklich erwähnenswert sei hier nur noch das er sich im Umgang mit Kräutern, den zubereiten von Tinkturen und Salben zur Desinfektion, Schmerzlinderung oder Wundheilung auskennt. Was aber, wenn man die geringe Anzahl an Mitgliedern der Bruderschaft und ihre Werte ("Helfe und dir wird geholfen!") bedenkt, auch nicht weiter verwunderlich ist und daher eher zum geforderten Grundwissen gehört. Schließlich musste jeder in der Lage sein einen Bruder/Schwester oder gar einen notleidenden wenigsten erste Hilfe leisten zu können bevor es zu spät für Spezialisten war. Aufgrund dieser seiner Unterweisung ist er deshalb auch in der Lage seine eignen Wunden oder jetzt mehr die Wundheilung seiner Opfer zu beschleunigen oder zumindest ihre Schmerzen zu lindern. Da sein Biss infiziös ist und er davon Kenntnis hat beißt und trinkt er daher nur direkt von bereits todgeweihten und oder Tieren. Ansonsten gibt es schließlich auch noch andere Methoden um an Blut zu gelangen als nur der direkte Biss auch wenn dieser am effektivsten und bei weiten der Durststillenste ist. Einerseits tut er dies um seine Spuren weiter zu verwischen für andere Vampirjäger und anderseits weil er natürlich keinen unschuldigen Leid zufügen oder gar selbst zum Verbreiter der Krankheit Namens Vampirismus werden möchte.

Des weiteren kann er, notgedrungen seit nunmehr zehn Jahren, auch vollkommen für sich selbst sorgen, doch eher schlecht als recht. Nähte halten, sind aber nicht schön und müssen nachgebessert werden, handwerkliches Geschick ist ebenfalls so gut wie gar nicht zuerkennen und sein zubereitetes essen... würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen! Klar der Hunger treibts rein, aber der Magen auf kurz oder lang wieder heraus. Man sollte ihn daher lieber Feuer und einen wahrlich bekömmlichen Kräuter und oder Früchtetee zubereiten lassen, als das man ihn kochen lässt. Außer natürlich mag steht auf rohes/verbrannte Fleisch oder hat Geschmack an einer fehlerhaften würzung der Speisen.

Last but not least sind seine Jagdfähigkeiten bestenfalls als ungenügend zu bezeichnen, wenn er etwas erlegt dann hat das mehr mit Glück zu tun als mit allem anderen. Wie heißt es doch so schön. "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!" trifft es wohl am ehesten. Aus Fallen stellen wird es aufgrund des fehlenden handwerklichen Könnens ja nichts und Spuren lesen, nunja den offensichtlichen und frischen kann er folgen, was aber wohl nicht schwer ist, wenn man solange wie er auf sich gestellt ist. Alles darüber hinaus kann man aber vergessen, was auch an seiner leicht unterentwickelten Orientierungsfähigkeit liegt. Wodurch er sich auch des öfteren verlaufen hat, im Kreis gelaufen ist und eine Münze oder ähnliches zur Wegfindung verwendete. Da er um dieses sein Handicap weiß, folgt er daher auch lieber Wegen, als Querfeld ein zu marschieren. Was wohl auch daran liegt das es bei seiner Rüstung auch eher unpraktisch ist sich durchs Dickicht zuschlagen, womit wir wieder bei der Axt im Walde angelangt sind...

Magie/Zauber:
keine

Vergangenheit:
Wie jede Geschichte so beginnt auch die von Thomas am Anfang und da er ein Mensch ist, bei seiner Geburt. Bei welcher seine Mutter tragischerweise aus dieser Welt schied. Sein Leben begann deshalb nicht gerade unter einem besonders guten Stern. Sein Vater war der Herr von Lichtenstein, einer kleinen und ohne den Titel beschmutzen zu wollen unscheinbaren ja gar unwichtigen kleinen Grafschaft am östlichen Rande der Wilden Lande. Die gerade einmal zwei Dörfer umfasste wovon das größere direkt unterhalb der kleinen Wehrfeste, die man hier hochmütig als Burg bezeichnete, lag. Das andere Dorf war eher eine kleine Ansammlung von Hütten um eine schon immer verrufte Taverne für die wenigen Reisenden in dieser Region. Sein Vater war über den Verlust seiner Lieblings Konkubine gar nicht erfreut. Noch dazu weil er, als wenn deren tot nicht schon schlimm genug gewesen wäre, auch noch mit einem Bastard gesegnet worden war. Welchen er eigentlich am liebsten den Wölfen im Walde zum fraß vorgeworfen hätte, wenn seine Gattin nicht gewesen wäre. Sarah von Lichtenstein, die bis dato vollkommen kinderlos war, war nämlich anders als ihr Mann keineswegs gewissenlos und gefühlskalt. Auch wenn sie seine Seitensprünge nicht gut hieß und diese wohl auch der Grund für das ausbleiben eines richtigen Stammhalters waren, nahm sie sich des kleinen an. Nicht zuletzt auch deshalb weil dessen eigentliche Mutter, die Konkubine, zeit ihres Lebens trotz aller anderen Umstände ihre liebste und teuerste Freundin war und daher von ihren mindestens genauso so geliebt und geschätzt wurde wie von ihrem Gatten.

Über seine Kindheit sei daher nur soviel zusagen, dass er von seinem Vater abgrundtief gehasst wurde und von selbigen auch jeden Tag daran erinnert wurde das er ein Bastard war, ohne Anspruch auf ein Erbe. Ebenso betitelte er ihn, wenn sie dann doch mal alleine waren nicht nur als Bastard, was für ein Kind mit der damit verbundenen Geringschätzung schon schlimm genug war, auch noch als Mörder. Sein Vater war schließlich fest davon überzeugt das Thomas die alleinige schuld am Tode seiner geliebten trug. Das Verhältnis zu seinem Vater kann man daher wohl zurecht als äußert angespannt bezeichnen, da dieser noch nicht einmal in seiner gegen wart Essen oder Trinken wollte. Nichts desto trotz wuchs er über alle maßen geliebt und behüttet durch seine Stiefmutter auf. Durch seine freundliche Art und sein hilfsbereites Wesen wurde er zudem auch von den Bediensteten, trotz der Abneigung ihres Herrn, geschätzt und sogar entsprechend hofiert. So war es auch kein Wunder das er sich mit den Kindern im Dorf gut verstand und ihn hier auch niemand als einen Bastard bezeichnete, im Gegenteil sogar, für alle war er wohl ein wahrer Lichtblick was die Zukunft der Grafschaft anging. Auch wenn es offen keiner aussprach so dachten wohl alle das gleiche, lieber einen "Bastard" als Regent, als den Wunsch- und Lieblingsnachfolger ihres jetzigen Herrn. Konnte es so ja nur bergauf, als noch weiter bergab gehen. Als aufgewecktes kleines Früchtchen war er über alle maßen neugierig und somit praktisch ein Schwamm wenn es um Wissen ging. Er lernte gerne und viel, wobei sich schon früh herauskristallisierte, dass ihn die Theorie weitaus besser lag als das praktische. Die Unterweisung in die Kunst des Fallenstellens durch einen Jäger war spannend und aufregend zugleich aber an der Umsetzung haperte es dann aber gewaltig, so das noch nicht mal seine Mausefallen funktionierten. Davon lies er sich jedoch nicht entmutigen und war immer mit vollem Herz bei der Sache, was seine Lehrer zu schätzen wussten. Lesen und Schreiben lernen vielen ihn daher deutlich leichter von der Hand, ebenso wie rechnen. Trotz sein Lernwillens war er aber auch oft zu kleinen Streichen aufgelegt, nichts schlimmes oder gar böswilliges, aber dennoch für jeden Spaß zu haben als junge gehört das aber wohl einfach mit dazu.

Doch das Schicksal wollte das diese glücklichen Tage nicht ewig währten und seine lieb gewordene Mutter lange vor ihrer Zeit, mit gerade einmal 30 Jahren, ebenfalls verstarb. Er selbst war damals gerade einmal acht Jahre alt und nicht nur er, sondern auch die Bediensteten rechneten bereits mit dem schlimmsten. Schließlich war sie es die für den kleinen Thomas den unterschied zwischen Leben und Tod ausmachte. Doch dazu das sein Vater seine nie enden wollenden Drohungen war machte kam es nicht, denn Glück im Unglück will man daher beinahe meinen, kam just zu dieser Zeit ein reisender aus dem Orden des Lichts des Weges. Dieser war auf der Suche nach Jünglingen, um diese für ihre Sache zu rekrutieren. Der Graf der Thomas sowieso loswerden wollte sah dies als gekommene Gelegenheit sich auch noch als großer Wohltäter zu präsentieren. Schließlich gab er seinen einzigen und „geliebten“ Sohn in die Obhut des Ordens...

Das Thomas sich trotz allem auch heute noch von Lichtenstein nennt, ist der Tatsache geschuldet das die Mitglieder des Ordens seit jeher als Erinnerung an ihr früheres Leben den entsprechenden Ort ihres Beitritts, in die Gemeinschaft, als Nachnamen trugen. So kamen bei weile recht witzig und skurril klingende Namen zustande, wie beispielsweise Edward von Scheideweg, Johannes vom grünen Walde, Alexej von Schabenbach oder Thomas Liebling, der weiße und mindestens genauso alte Ordensschmied Robert Luxon von der Kneipe zum rostigen Nagel. Naja sei es wie es sei, Namen waren und sind ja eh nur Schall und Rauch, so kam es also das Thomas vom Orden des Lichts rekrutiert und für den Kampf des Lichts, des Guten gegen das Böse, die sprichwörtliche Dunkelheit ausgebildet wurde. Um zu verstehen was dies bedeutete, muss man erst mal wissen was der Orden des Lichts genau ist oder vielmehr war. Im Grunde war es ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus den verschiedensten Völkern und sogar Rassen. Welche vor ihrem beitritt auch die unterschiedliche sozialen Stellungen und Berufe inne hatte oder so wie Thomas jung dazu gezogen wurden. Diese auch unterschiedlichen Altersklassen verband der Glaube an die Macht des guten und gerechten, das eine Gemeinschaft zusammen immer mehr erreichen konnte als jemand auf sich alleine gestellt und das Wesen des Lichts einander gleichgestellt und ebenbürtig waren. So kann man sie wohl am besten als eine gemeinnützige Glaubensgemeinschaft bezeichnen, die ihre Werte und Ideale nicht nur predigten sondern auch die Armen und Schwachen auch mit Waffengewalt zu verteidigen wussten. Die Entstehung des Ordens selbst kann um die Zeit von Belôzar betitelt, jedoch nicht auf einen genauen Gründungstag und oder Jahr präzisiert werden. Da die Gemeinschaft sich lange Zeit auch gar keinen Namen trug und sich daher auch nicht als Orden bezeichnete und wohl auch gar nicht als solcher ursprünglich gedacht worden war. Dies wurde vielmehr aus dem Volksmund übernommen, da dieser sie so betitelte.

Klar glaubten sie alle an etwas, klar hat sie auch ihr gemeinsames Ziel, eine gerechtere, eine friedlichere Welt geeint und natürlich gab es auch irgendwas gewisse Riten und Gebräuche aber als Streng gläubiger Orden sah man sich eher weniger. Auch weil es gar keine direkte Struktur und Gliederung gab, sie waren halt gleichgestellte gleichgesinnte. Die daraus resultierend über viele belange auch gerne mal äußert hitzig diskutierten, sich dennoch aber auch immer wieder zusammenrafften, egal wie unterschiedlich ihre Ansichten dann vielleicht auch immer waren. Irgendwann wurde zwar dann auch der Titel des Großmeisters eingeführt, doch war dieser nur ein Titel ohne große Bedeutung und wie die bereits erwähnten Namen nur Schall und Rauch. Keiner unter ihnen stand daher über den anderen, jeder konnte daher auch jederzeit gehen und bleiben wie es ihn beliebte, diese Freiheit, diese uneingeschränkte Brüderlichkeit machte jedoch auch ihren Zusammenhalt aus. Auch gab es in dem Orden, welchen man auch oft als die Bruderschaft des Lichts betitelte bei Gott nicht nur Männer oder gar ein striktes gebot der Frömmig- und Enthaltsamkeit, dass hätte die ganze Sache wohl kaputt gemacht und auch viele Mitglieder vertrieben. Aber diese sowie andere Tatsachen waren nicht für die Allgemeinheit, für Außenstehende bestimmt, so auch die Tatsache das nicht alle im Orden an den oder die gleichen Götter glaubten. Ziemlich chaotisch, worin sich aber alle einig waren war das es das Gute ebenso wie das Böse gab und das Gleichgewicht zwischen beiden nicht nur gehalten sondern um jeden Preis auch zu Gunsten des Guten, des Lichts verändert werden musste. Daher zogen sie auch umher, halfen wo immer sie konnten und jagten Verbrecher ebenso wie alles widernatürliche. Vampire, Werwesen und dergleichen mehr standen daher ebenso wie leibhaftige Dämonen auf ihrer Abschussliste. Magie war in dieser Hinsicht wieder eine Art Grauzone und sogar mehr als nur kleines Streitthema, aber schlussendlich kam es wie bei Waffen immer darauf an wie man selbige verwendete.

Kurzum die Mitglieder des Orden waren überall in den ehemaligen Nordreichen als Berater, Prediger und einigen Orts auch als Richter und Henker in einer Person unterwegs. Zu ihrer Glanzzeit umfasste die Bruderschaft aber nicht mehr als hundert Mitglieder, weshalb sie meistens auch nur alleine oder maximal zu dritt oder sechst auftraten. Zu dieser kleinen Gemeinschaft gehörte nun also auch Thomas, aus welchen nach harten und ausdauernden Trainings ein stattlicher junger Mann geworden war. Diese seine Ausbildung umfasste sowohl körperliches Training als auch die Schulung seines Geistes. So hielt er im laufe des selbiges auch das erste mal in seinem leben ein echte Waffe in den Händen. Als Kind hatte er freilich schon mal mit den anderen und ein paar Stöcken sich duelliert aber von der kindlichen Unbekümmertheit und Fairness fehlte hier jede Spur. Seine Lehrer machten ihn so mehr als nur einmal auf schmerzliche Art und Weise klar das die Feinde gegen die sie fochten jeden auch nur erdenklichen dreckigen Trick anwenden würden um zu gewinnen. Um Thomas dies auch wirklich richtig verinnerlichen fasste man ihn daher von beginn an nicht mit Samthandschuhen an. Das er also mit blauen Flecken, Schürfwunden und dergleichen mehr aus einer Trainingsstunde mit einem der kampferfahrenen Ordensbrüder heraus ging war daher normal. Hierbei muss man jedoch auch erwähnen das dies nur zu seinem besten war, was einem schließlich nicht umbringt macht einen nur stärker. Oftmals waren es zudem auch die selben Leute die ihn die Blessuren zugefügten, die sich anschließend rührend fürsorglich um deren Versorgung kümmerten. Das körperliche Training so hart es auch sein möchte trug aber mit der Zeit prächtige Früchte, so das er bereits mit 11 Jahren seine Brüder auf deren reisen begleiten durfte. Klar hielt man ihn wenn möglich hierbei immer aus den gröbsten heraus, aber vermeiden lies sich das auch nicht immer. So kam es manchmal im wahrsten Sinne des Wortes knüppeldicke. Auch wenn er dabei mehr als nur einmal mächtig Prügel kassierte, so teilte er beim nächsten male nur umso besser aus, bevor er wieder einstecken musste. Seine Lernbereitschaft und Kampfeswille kamen ihn hierbei sehr zugute. Mit 14 dann nahm er das erste mal an einem festlichen Turnier teil und was soll ich sagen, es war ein Fehler ihn wegen seines Alters nur zu den Kinderkämpfen zuzulassen, selbige konnten ihn nämlich beim besten willen nicht das Wasser reichen. Zu gerne hätte er sich daher mit den Erwachsenen gekämpft um sich mit wahren Gegnern in einem ehrbaren Kampf zu messen doch das war leider nicht möglich gewesen. Doch wie gesagt galt es nicht nur den Körper, seine Muskeln zu einem Krieger zu formen und für den wahren Kampf vorzubereiten sondern auch seinen Geist nicht nur zu öffnen sondern auch mit soviel wissen wie nur irgendwie möglich zu härten und zu schärfen, ähnlich wie bei einer guten Klinge halt. Pergament um Pergament, Buch um Buch musste er daher lesen und teilweise auch auswendig lernen, wo die körperliche Anstrengung endete begann die geistige. Mehr als einmal wachte er daher schweißgebadet auf weil in seinen träumen irgendwelche Zahlen einander jagten oder von seinen Lehrern unlösbare Fragen gestellt wurden. Hätte man ihn gefragt was den schlimmer sei, der Kampf gegen einen übermächtigen Gegner oder seine Hausaufgaben, so hätte er mit Sicherheit als Antwort Algebra gegeben. Ähnlich wie in der Kampfausbildung ihn Fernkampf, reiten und somit Lanze und dergleichen mehr nicht lagen, so war dies auch in der theoretischen Ausbildung der Fall. Nichts desto trotz gab es aber auch Punkte die ihn lagen so beispielsweise die Kunst der Rhetorik, so stellte sich heraus das er gut darin ist Leute zum lachen zu bringen aber auch zu ermutigen und aufgrund dessen auch anzuführen. Werke über das gesammelte Wissen rund um Belagerung oder Verteidigung kurzum der Kriegsführung an sich verschlang er zudem auch regelrecht. Man kann schließlich nicht alles können, man muss nur halt das finden was einem liegt, so wie bei ihm das gerade genannte sowie der Umfang mit Schwert und Schild oder bevorzugt halt dem Anderthalbhänder.

Mit sechzehn, also genau acht Jahre nachdem er seine Heimat verlassen hatte kehrte er zurück, so wie es Brauch und Sitte war um nach dem rechten zusehen. Ohne Grund war der Orden damals nämlich nicht erschienen, es lag schon damals so einiges im argen, mehr noch denn sein Vater der Graf hatte das Land inzwischen vollkommen in den Ruin getrieben. Das Land war heruntergewirtschaftet und die Bevölkerung mit irrwitzigen Stauern ausgeblutet. Er hatte daher nicht nur alle Ratschläge und Warnungen des Ordens in den Wind geschlagen sondern sich in der letzten Zeit sogar den dunklen Mächten zugewandt und eine Art Kult gegründet mit welchen er alles wieder zum besseren wenden wollte. Daher trat ein weiteres mal der Orden in Form von Thomas dem „Erben“ von Lichtenstein in Erscheinung. Gerade noch rechtzeitig wie man anmerken möchte, da sein Vater im Begriff war für mehr Macht, mehr Einfluss, von wen auch immer er glaubte diese zu bekommen, Menschenopfer einer abscheulichen Götzenstatue darzubringen. Höchstwahrscheinlich war er in den letzten Jahren einfach nur sehr krank geworden und hatte daraufhin sein letztes bisschen verstand verloren und als ein umherziehender Kunsthandwerker ihn dieses Machwerk herstellte war es für ihn wohl wie eine Art dunkle Erleuchtung und sein Geist vernebelte sich dadurch vollkommen. Sein Sohn machte diesen Machenschaften mit seinem Auftreten nicht nur ein Ende, sondern beendete auch das unsägliche Leben seines Vaters. Jedoch klingt dies jetzt leichter als es wirklich war, denn trotz allem war der Mann den er da töten musste um unschuldige zu retten sein leiblicher Vater. Ein Mann den er nicht unbedingt um alles in der Welt liebte aber dennoch in gewisser weise respektierte und ihm auch zu dank verpflichtet war, ohne ihn hätte er schließlich nie das Licht der Welt erblickt. Ebenfalls hätte er ihn, trotz des bitten und flehens seiner Stiefmutter ja dennoch schon am Tage seiner Geburt töten oder später seinen unzähligen Drohungen wahr machen können.

Kampfausbildung hin oder her, mit einem mitfühlenden und freundlichen Herz so wie Thomas eines hatte, war das eine wahre Mammutaufgabe. Die größte und schwerste Prüfung die sich ein Mitglied des Ordens bisher bei seiner Feuertaufe unterziehen musste. Freilich hatte er bestanden, sonst wäre ja jetzt Schluss aber dennoch trägt er auch heute noch die Narbe mit sich, die ihn daran erinnert für welche Seite er sich trotz aller Versprechungen und Verlockungen seines Vaters entschieden hatte. Es handelt sich hierbei um die Narbe auf seiner rechten Wange, zugeführt durch den Zeremoniendolch seinen Vaters. Da er unvorsichtiger weise seinen Helm abgelegt hatte um sich diesen zu erkennen zu geben. Eine Lektion die ihn klarmachte wie wichtig der Vollschutz vor den Mächten der Finsternis ist. Er übernahm so ohne große einwende, der gebliebenen Bevölkerung, seinen rechtmäßigen platz als Nachfolger seines Vaters. So verschaffte er dem Orden mit der Grafschaft Lichtenstein nicht nur eine sichere Einnahmequelle für ihre Sache, sondern stärkte auch ihren guten Ruf. Da er das bis dato gelernte umsetzte und Lichtenstein auch mit dem rat und tat seiner Brüder und Schwestern wieder langsam aber sicher zu einem Ort wurde in welchen es sich zu leben lohnte.

So verginge abermals die Jahre und Thomas wurde zu einem angesehen und respektierten Mitglied des Ordens, Gerüchte gingen sogar um er sollte beim ableben des Großmeisters sogar dessen formellen Titel, trotz seiner doch noch recht jungen (23) Jahre erhalten. Doch soweit kam es nicht, da die Bruderschaft vorher nicht einfach nur zerschlagen sondern von den Mächten der Finsternis praktisch überrannt wurde. Wie das Bündnis aus menschlichen Abschaum, Vampiren und anderen widernatürlichen Wesen zustande kam ist fraglich. Möglicherweise wurde die Organisation die immer größeren Zuspruch durch die Bevölkerung erfuhr, nicht zuletzt auch deshalb weil sie unentgeltlich arbeite und somit dem Gemeinwohl diente, den lokalen Regenten zu mächtig. Ebenso ist es auch durchaus möglich das die Verstrickung der Ereignisse einfach nur purer Zufall war oder die berühmte Weisheit: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund!“ ihre Gegner vereinte. Jedenfalls arbeiten alle augenscheinlich Hand in Hand, ja beinahe schon koordiniert. So wurden vielerorts die umherziehenden Brüder und Schwestern entweder von Vagabunden oder gleich bezahlten Söldnern überfallen oder in einigen Regionen sogar als Vogelfrei erklärt. Mehr als nur einmal passierte es auch das sie von heute auf morgen einfach des Mordes und anderer widerwärtiger Verbrechen beschuldigt, inhaftiert und schließlich ohne eine gerechte oder überhaupt stattfindende Verhandlung zum Tode verurteilt worden. Zeitgerecht wurden ihre Rückzugsorte, ihre kleinen Bastionen die es hier und da in den Nordreichen gab angriffen. Dies übernahmen jene Kreaturen deren Vernichtung sich der Orden zum Ziel gesetzt hatte, vor allem die Vampire schienen sich hierbei gegen sie mobil gemacht zu haben.

In Lichtenstein, wo die Bruderschaft mittlerweile ja einen, wenn nicht sogar den größten dieser Rückzugorte besaß und sich zu dieser Zeit neben Thomas und einiger Brüdern auch der Großmeister aufhielt war es besonders schlimm. Der umliegende Ort wurde dabei nicht einfach nur vollkommen entvölkert sondern sogar dem Erdboden gleichgemacht, so das er heute nicht einmal mehr auf Karten auftaucht. Den Mitgliedern des Ordens erging es ähnlich sie wurden allesamt niedergemacht, in Stücke gerissen, kurzum aufs abscheulichste niedergemetzelt oder sogar schlimmeres. Thomas selbst musste vom vielem kämpfen am Ende seiner Kräfte angesengt hilflos mit ansehen wie seine Brüder, seine Freunde erst leiden mussten und dann starben, während sich mehrere unreine Kreaturen an seinem seinem blute labten und er immer und immer schwächer wurde...

Als er wieder zu sich kam musste er mit schrecken nicht nicht nur erkennen das seine geliebten Brüder allesamt des Todes waren, sondern auch das er bar jeder Vernunft noch lebte. Zwar mehr schlecht als recht aber immer hin. Was dies zu bedeuten hatte war ihn praktisch von Anfang an klar, doch konnte oder wollte er es sich diese schreckliche Realität einfach nicht eingestehen. Weshalb er, entgehen aller Lehren und Weisheiten die ihm durch den Orden vermittelt worden waren, sich nicht gleich selbst richtete. Sondern sich, nachdem seine Wunden versorgt und er die brennenden Ruinen durchsucht und seine gefallen Kameraden bestattet hatte, aufbrach. Dies tat er jedoch ohne klares Ziel vor den Augen und irrte so teils verwirrt, teils Geschwächt und hungrig umher. Wie er jedoch schon sehr bald merken sollte, war dieser Hunger, der Durst der in ihm immer größer wurde von einer ganz speziellen Sorte. Einer der mit normaler Speise nicht gesättigt und einem unglaublichen Durst der mit auch noch soviel Wasser nicht gestillt werden konnte. Es war der Hunger, der Durst nach Blut!

Es war fahrendes Volk das ihn irgendwann oder besser gesagt irgendwo in einem erbärmlichen zustand aufgabelte. Doch bevor sie merkten, welchen Wolf im sprichwörtlichen Schafpelz, sie da aufgelesen hatten war es bereits zu spät. Noch heute verfolgt ihn diese Nacht von Zeit zu Zeit in seinen finstersten Alpträumen. Eine Nacht in der er weder Herr über seien Sinne noch über seinen Körper war, eine Nacht in der unschuldige Wesen zur Ader lies und in seinem schier grenzenlosen Blutdurst förmlich in der Luft zerfetzte. Wie die Monster die er solange gesagt und bekämpft hatte verging er sich damals selbst an den wehrlosen um ihr kostbares Blut zutrinken. Eine mehr als nur bittere Lektion war dies, in seinen träumen sieht er sich am Ende dieser grausamen Szenen daher auch immer selbst blutige Tränen weinen bevor er schweißgebadet und oft auch schreiend und um sich schlagend aufwacht. Vor lauter ekel vor sich selbst hätte er damals am liebsten seiner kümmerlichen Existenz ein jähes Ende gesetzt. Doch erkannte er im letzten Moment noch das damit niemanden geholfen wäre. Es würde seine Brüder und Schwestern nicht rächen, den Wesen der Finsternis keine Lektion erteilen und vor allem und am wichtigsten in dieser dunkelsten Stunde seines Lebens, würde es die unschuldigen welche er gemeuchelte hatte auch nicht wieder lebendig machen.

Er bestatte diese daher in allen Ehren, zumindest das was von ihnen übrig geblieben war, verwischte seine Spuren und kehrte nicht nur seiner alten Heimat, sondern auch gleich den ganzen Nordreichen den Rücken. Einerseits tat er dies weil er momentan hier mit keiner Schlacht die er führen würde den großen Krieg, den Kreuzzug seines Ordens, seinen Kreuzzug gewinnen konnte. Andererseits führten die Spuren einiger ihrer Angreifer auch schlicht und ergreifend nach Westen durch die kompletten Wilden Lande hindurch. Einige konnte er sogar ausfindig machen und sie daher auch ihrer gerechten Strafe zuführen, jedoch nicht jene denen er sein jetziges Schicksal, seine Existenz verdankte oder gar die eigentlichen Drahtzieher hinter allem. Dies konnte aber auch daran liegen, dass sich nicht zuletzt auch ihre Spur in der Weite der Steppe im Sand verlief...

Zehn lange und entbehrungsreiche Jahre zog er so umher und tat so manch gutes, gerechtes und vereitelte mehr als nur eine Missetat. Von seiner eigenen Schuld, seiner Sünde konnte ihn all das jedoch nicht befreien. Seit der schicksalhaften und schrecklichen Nacht hat er zwar nie wieder unschuldige getötet um ihr Blut zutrinken, aber was änderte dies schon, er konnte getanes nicht ungeschehen machen. Ebenso vermochte er es weder mit seinem eisernen willen oder Tage langer Meditation den drang nach Blut zu widerstehen und ist daher gezwungen diesem letzten Endes immer wieder nachzugeben. So schwer es ihm auch fallen mag, aber er kann nicht aus seiner Haut und das er in einen sprichwörtlichen Blutrausch verfällt, in welchen er möglicherweise vor nichts und niemanden mehr halt macht, will er auch nicht riskieren. Das einzige was ihm bleibt ist weiterzumachen, seinen Kampf fortzusetzen und das einzige was in hierzu antreibt ist sein Hass, seine Rachegelüste an jene die an alldem Leid verantwortlich waren. Aus diesem Grunde treibt es ihn jetzt nach so langer Zeit langsam aber sicher wieder zurück in die Heimat, zurück in die Nordreiche, um hier den Kreuzzug fortzusetzen und irgendwann auch zu einem Ende zu bringen!

Restliches:
nichts

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