Profil von Robert

Benutzeravatar
Hauptmann der Stadtwache von Vamureon
Avatar: StarCraft® II: Wings of Liberty™ - Matt Horner

Profil

Benutzername:
Robert
Alter:
32
Gruppen:
Wohnort:
Sachse aus Überzeugung
Tätigkeit:
Bürokaufmann, Diener des Gott-Imperators (W40k)
Interessen:
Freunde, Ladys, Animes, Mangas (MLS), Hentais (tja bin halt ein Mann), Horrorfilme und natürlich Warhammer 40k & Warhammer Fantasy

Charakter

Name:
Robert (Elfriede) Tanis
Alter:
27
Rasse:
Mensch
Heimat:
Vamureon
Aufenthaltsort:
Mérindar
Waffen:
Degen, Mini-Armbrust mit neun Bolzen
Inventar:
Signalpfeife, Schwarzer Lederbeutel mit ein paar Münzen und drei hölzernen Spielwürfeln, Taschentuch & Co

Steckbrief

Hauptaccount: Thomas von Lichtenstein

Name: Robert (Elfriede) Tanis
Alter: 27 Jahre
Rasse: Mensch (Mérindarer)

Aussehen:
Robert oder kurz Rob besitzt eine helle Hautfarbe die im direkten Kontrast zu seiner tiefschwarzen Haarfarbe steht. Obwohl letzteres seinem alter entsprechend noch voll und kraftvoll ist, so zeichnen sich am Ende seiner doch recht hohen Stirn, links und rechts, Anzeichen von Geheimratsecken an. In Anbetracht seiner Stellung vielleicht auch so etwas wie eine Berufskrankheit. Die leichte Blässe seiner Haut ist erblich bedingt und daher keineswegs das Markenzeichen eines Stubenhockers, der er ja auch nicht ist. Den Geschichten seines Vaters zufolge soll in ihren Adern nämlich elfisches Blut fließen. Wenn dem so ist, dann ist wohl die Reinheit seiner Haut das einzige Indiz dafür und somit die Wurzeln dieses teils des Familienstammbaumes auch sehr dünn. Selbige ist nämlich nahezu makellos, mit Mitessern oder ähnlichen hatte er daher noch nie zu kämpfen, dennoch wird diese Reinheit hier und da durch die eine oder andere Narbe verunstaltet. Von welchen er zwar keine im Gesicht, dafür aber eine Große auf dem Handrücken seiner rechten Hand und dutzende kleinere über seinen ganzen Körper verteilt besitzt. Allesamt Erinnerungen an vergangene kämpfe und sind daher nicht auf seine Ungeschicklichkeit mit dem Küchenmesser zurückzuführen.

Sein Gesichts ist zwar etwas länglich und seine Haut auch wie bereits erwähnt sehr rein aber mit grazil kann man weder sein Gesicht, nicht zuletzt auch aufgrund seines breiten Kinns, noch seinen restlichen Körperbau beschreiben. Hier haben wohl durch und durch die menschlichen Gene die Oberhand gewonnen, auch weil seine Eltern selbst weder Elfen noch Mischlinge waren. Einzig seine vielleicht doch etwas zu kleinen Ohren, für die Größe seines Kopfes, könnten ein weiterer Anhaltspunkt für elfisches Blut sein. Obwohl seine Gesichtszüge wie gerade erwähnt feinerer Natur sind, zeichnen sich doch etwas seine Wangenknochen ab und arbeitsbedingt gibt es auch schon deutliche Merkmale von Augenringen und der einen oder anderen Sorgenfalte. Jedoch nichts was eine Auszeit, ein richtiger Urlaub, sofern er denn mal einen nehmen würde, nicht kurieren könnte. Seine schmalen Augen mit ihrer hellbraunen Farbe haben zu jederzeit einen sowohl wachsamen als auch freundlichen Blick inne und werden von seinen dünnen Augenbrauen nur etwas hervorgehoben. Nase und Mund sind alles in allem betrachtet weder zu lang noch zu groß oder breit, sondern passen perfekt ins Gesamtbild. Auch wenn der Familie Tanis dreimal nachgesagt wird sie hätten eine etwas zu große Klappe, so stimmt dies zumindest augenscheinlich nicht.

Zu seinem restlichen Körperbau mit 1,75 m Größe und 80 Kilo Lebendgewicht sei noch soviel zusagen das er zwar durchaus trainiert ist aber vom Waschbrettbauch ist er dann doch noch sehr weit entwerft. Einen Bauchansatz gibt es aber wiederum auch nicht, was auch daran liegt das er Charakter bedingt kein Freund von Festivitäten ist, auch wenn er mehr als einmal dazu eingeladen ist und Stellungsbedingt auch erscheinen muss. So isst und trinkt er von den erlesenen Speisen nur immer soviel wie es angebracht ist bzw es die Höflichkeit gebietet. Wie für eine Soldatenfamilie üblich, besitzt auch er breite Schultern, eine vor stolz geschwellte Brust, sowie die stets korrekte weil gerade Haltung, herumlungern sieht man ihn daher nur selten. Aufgrund seiner ordentlichen Erziehung gehört zu einem guten Morgen neben der täglichen Rasur auch das Schneiden und kämen der Harre bevor er unter Leute tritt. Egal wie lang die Nacht auch sein mag oder wie groß der Kater auch immer ist, unrasiert oder mit zerzausten Haar begegnet man ihm einfach nicht.
Bild
Ebenso korrekt wie makellos hält er auch immer seine Paradeuniform als Hauptmann der Stadtwache von Vamureon in Schuss. Diese besteht aus einer blaugefärbten Lederrüstung samt ebenso gehärteten ledernen Schulterplatten und Armschienen. Hierzu gesellt sich eine lederne Hose, die ebenso wie die Rückseite seines Umhanges (an den Schulterstücken angebracht) in Mérindarischen blau eingefärbt wurden. Die Innenseite seines Umhanges ist hingegen silberfarbend. Seine Uniform/Ausrüstung wird durch seine schwarzen Handschuhe und die schweren schwarzen Lederstiefel schließlich vollends abgerundet. Als Verzierung selbiger ist diese hier und da golden verziert, was aber mehr Schein als sein ist, denn Robert hätte sich trotz aller liebe zu Mérindar schlichtweg geweigert in einer Kleidung herumzulaufen die mit Goldfäden durchzogen ist, während andere gerade mal so in Lumpen herumlaufen. Außer diesem seinen Rüstzeug mit Waffengürtel, Signalpfeife und co hat trägt er dann auch schon nicht mehr viel am Leibe, außer einem grauen Pullover oder je nach Wetterlage halt ein dünnes Leinenhemd und einer schwarzen Unterhose samt Strümpfen. In Zivil oder je nach Aufgabenlage ist er aber zumeist weitaus weniger prunkvoll unterwegs. Da reicht ihm entweder nur sein Strickpullover und eine entsprechende Hose oder halt einer der für die Stadtwache übliche Brustpanzer und er verzichtet so auch oftmals auf jedweden Rang und Dienstabzeichen. Auch wenn er mittlerweile zu seiner Schande gestehen muss das er seine Schmucke Uniform als durchaus kleidsam und angenehm zu tragen empfindet, wohl die Macht der Gewohnheit.

Waffen:
Rob trägt als Hauptmann der Stadtwache nur zwei Waffen bei sich. Die eine ist ein Degen in seinem Waffengurt links und eine kleine, 60 cm große, Armbrust rechts. Sowie insgesamt neun Bolzen Munition in einem kleinen Köcher der ebenfalls rechts angebracht ist.

Charakter:
Was ihn ausmacht ist sein überaus großes Gerechtigkeitsempfinden, sowie die seiner Familie innewohne bedingungslose treue gegenüber von Mérindar und ihrer Loyalität gegenüber dem Königsgeschlecht. In Anbetracht der derzeitigen Umstände könnte man das als Fehler, als Dummheit oder sogar blauäugige Sichtweise der Dinge betrachten aber das ist wie alles im Leben reine Ansichtssache. Aus seiner Sicht jedenfalls ist er trotz aller Verluste und des doch nicht ganz so ruhmreichen Namens seiner Familie stolz darauf ein Tanis zu sein und lässt daher auf diese auch nichts kommen. Es wäre daher besser nur ihn persönlich zu beleidigen, denn da steht er drüber, als seine Vorfahren in den Dreck zuziehen. Was selbst jemanden wie ihn, der eigentlich kein freund von Gewalt ist, zu selbiger greifen lässt. Er würde daher lieber sterben als seine und die ideale seiner Ahnen zu verraten, zu denen auch gehört eine Gleichberechtigung nicht nur zwischen verschiedenen Rassen, sondern auch zwischen Mann und Frau herzustellen. Wo es ja selbst in einem zivilisierten Land wie Mérindar noch ganz schön hackt. In diesem Sinne ist er ebenso wie seine Ahnen, auch ist er kein Freund der übergroßen Kluft zwischen arm und reich oder noch schlimmer der Sklaverei. Mit seiner derzeitig doch recht hohen Position will er daher das Los derer, die weniger "Glück" hatten als er zum Guten wenden. Ehrbare Ziele, da will man doch bei dem bisher gehörten doch glatt meinen das er ein durch und durch guter Kerl ist. Was auch stimmen mag, denn er behandelt niemanden von oben herab, schon gar nicht seine eigentlichen Untergebenen und wird von diesen deshalb auch sehr geschätzt, da man mit ihm auch sehr gut privat auskommt und somit auch über alles reden kann. Wenn er dann mal ein Machtwort sprechen muss und seine Leute zur Ordnung rufen muss dann hat das auch seinen Grund, den jeder einsieht und er daher auch keine Einwände zulässt. Sein Führungsstil ist aber deshalb keineswegs als lasch zu bezeichnen, im Gegenteil sogar er führt alles im allem die Stadtwache mit harter Hand. Es ist also ein schwieriger Drahtseilakt den er da zwischen Kumpeltyp und strengen Vorgesetzten vollzieht, doch bisher gibt ihn er Erfolg recht, hat er doch augenscheinlich die Korruption innerhalb der Stadtwache besiegt. Er selbst lebt nach dem Motto: "Geben ist seliger den nehmen!". Weshalb er außer dem was er am Leibe trägt auch nicht vielmehr besitzt. Was auch erklären dürfte warum er trotz seiner Stellung nicht sein eigenes Haus bezogen hat, sondern lediglich eine spartanisch eingerichtete Kammer in der Nähe der Mannschaftsunterkünfte sein eigen nennt. Ebenso besitzt er trotz des alten Namens seiner Familie auch keine nennenswerten Titel und oder Ländereien auf die er sich berufen kann, doch dazu später mehr.

Auch ist er ein aufgeschlossener, freundlicher und witziger Zeitgenosse mit dem man schnell Freundschaft schließen kann. Selbst vollkommen Fremden steht er somit vollkommen offen gegenüber, Vorbehalte hat er wenn dann nur gegen jene aus anderen und Mérindar nicht wohlgesinnten Reichen. Zusätzlich ist er auch noch genauso ehrlich wie er prinzipiell auch verschwiegen ist. Ein Geheimnis ist bei ihm also relativ gut aufgehoben (siehe weiter unten). Gläubig ist er je nach Sachlage, bedeutet er geht zwar regelmäßig in Tempel und dergleichen und bringt Priestern auch den ihnen gebührenden Respekt entgegen aber als wirklich gläubig würde er sich selbst deshalb noch lange nicht bezeichnen. Da die Götter nach seiner Meinung ehh nichts tun können was man nicht auch selbst erledigen kann oder hat schon irgendwer blitze auf die wahrhaft bösartigen niederfahren gesehen? Wohl kaum! Daher wäre aber auch Atheismus in seiner Form ein zu hartes Wort, denn die Götter sind ohne Frage da, aber mehr um einen Trost oder Kraft zu spenden, daher packt er die Sachen lieber selber an als auf ein göttliches Wunder zu warten. Was ihn somit wohl alles in allem zu einem gläubigen Realisten macht. Wie man also sieht ist er auch über alle Maßen tatkräftig und diesbezüglich vielleicht hin und wieder etwas zu vorschnell. Wenn es zudem wirklich darauf ankommt, dann kann er auch äußert redegewandt sein. Ob er aus diesen ganzen Punkten resultierend auch charismatisch ist, ist wohl Geschmackssache, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt er allemal, doch wie so ziemlich jeder hat auch er seine Schattenseiten.

Eines seiner größten Laster ist zum einen das Glücksspiel, auch wenn man ihm zugute halten muss das wenn er einmal den Jackpot oder so knacken sollte er den Gewinn unter den Armen verteilen würde, so ist er dennoch der Spielsucht voll und ganz verfallen. Dank dieser wäre einmal fast sogar selbst zu einem Sklaven geworden, was die selbstzerstörerische Art dieser Sucht wohl vollends offenbart. Darum ist es wohl auch verständlich weshalb er wegen seines Samariterticks und der Spielsucht auch immer notorisch Pleite ist und sich in seinem schwarzen Lederbeutel nie mehr als ein/zwei Heller und ein paar Kupfermünzen, sowie drei hölzerne Würfel befinden. Ebenso ist er, obwohl er einerseits allem Prunk und Reichtum zutiefst abgeneigt ist, dennoch dem Wein und anderer alkoholischer Getränkte alles andere als abgeneigt. Er würde sich mit einem edlen Tropfen zwar beispielsweise niemals sehenden Auges bestechen lassen aber nach dem so und so vielten Glas ist seine Zunge dann doch weitaus gesprächiger und auch seine Unterschrift sitzt weitaus lockerer.

Da er sich selbst diesen seiner beiden größten Schwächen durchaus bewusst ist und er zu allem Unglück auch immer zu seinem einmal gegebenen Wort steht, egal ob nun nüchtern oder im Delirium geben, macht er um beide wenn möglich einen großen Bogen. Dennoch kann man ihn hin und wieder mit zitternden Fingern an entsprechenden Spiel und Wettbüros vorbei laufen sehen, was zeigt wie sehr es ihm doch in den Fingern juckt. Wer um seine Schwächen weiß, dem erklärt es auch seinen oftmals neidischen, wenn nicht sogar leicht sabbernden Blick wenn er in einer Kneipe oder so Leute nach Herzenslust feiern und vor allem trinken sieht. Insgesamt kann sich Rob aber, auch aufgrund seiner mittlerweile antrainierten Selbstbeherrschung, zu etwa 90% in Zaume halten aber wehe wenn einmal die restlichen 10% eintreten. Da wird er dann weder seinem Rang noch seinem Namen gerecht, aber wies so ist man kann halt manchmal einfach nicht aus seiner Haut. Die schlimmste charakterliche Eigenschaft ist seine Wut, sein Zorn welche schlussendlich sogar in übertreibender Brutalität enden können, wenn jemand schwächere, unschuldige oder bei allen Göttern sogar Frauen und Kindern ein Leid zufügt. Wenn er so etwas mitbekommt oder einen entsprechenden Delinquenten vor sich hat, dann ist seine Selbstbeherrschung und seine ansonsten doch recht pazifistische Art auf null angekommen. Freilich ist dies sehr ritterlich, hat ihn aber schon sehr oft in Schwierigkeiten gebracht, da er besonders in solchen Situationen keine Unterschiede macht ob es gerade ein einfacher Tagelöhner aus der Unterschicht, der seine Frau fester anfässt oder jemand aus dem Stadtrat ist. Egal wieso, aber obwohl er deshalb schon so manch einflussreicher Person gehörig die Leviten gelesen hat, ist er noch immer im Amt. Wohl nicht zuletzt auch deshalb weil man ihn braucht, er seine Arbeit ansonsten einwandfrei macht und er auch genau weiß was einige der hohen Herren so alles für Dreck am stecken haben. Davon mal ganz abgesehen ist sein allgemeines Verhalten gegenüber Straftätern egal welcher Rasse, Geschlechtes, Alters und Standes wohl am besten mit: "Einmal ist keinmal, zweimal ist einmal zu viel!" zu beschreiben. In Anbetracht seiner Stellung und seiner persönlich Einstellung zu Verbrechen eine doch sehr fragwürdige Arbeitsweise. Wenn man jedoch seine Vergangenheit bedenkt, dann auch wieder verständlich, hatte schließlich auch er eine zweite Chance im Leben erhalten. Auch sollte man hier und jetzt erwähnen das es trotz dieser seltsamen Politik nicht zu mehr sondern vielmehr zu weniger verbrechen kommt, Mord und Totschlag wird schließlich trotz allem in keiner weise geduldet, aber bei Diebstahl und Betrug ist doch ein jeder froh wenn er mit einem blauen Auge davonkommt und nicht gleich die Hand oder schlimmeres verliert. Zumal Leute die sich überlegen diesen ihren Ausrutscher zum Beruf zu machen ganz genau wissen was ihnen blüht, denn das nimmt er dann Persönlich und handelt dann mit voller härte des Gesetzes.

Ein anderes Laster oder vielmehr eine Schwäche von ihm ist die der holden Weiblichkeit. Jetzt nicht falsch verstehen, er ist kein Frauenheld wie er im Buche steht, der jeden Morgen neben einer anderen aufwacht, nein! Es ist nämlich vielmehr genau anders herum, ein hübsches Gesicht, ein freundliches lächeln und schon werden dem so stolzen Hauptmann einfach immer die Knie weich. Was im Umkehrschluss wiederum bedeutet das er trotz seinem übergroßen Gerechtigkeits-/und Gleichberechtigungssinn oft für das vermeintlich schwächere Geschlecht Partei ergreift und sich von diesen daher auch Manipulieren und schnell um den Finger wickeln lässt.

Fähigkeiten:
Doch genug von seinen Charakterschwächen, kommen wir lieber zu seinen stärken. Als Sohn einer Soldatenfamilie ist er, wie könnte es anders sein, überaus trainiert. Im Nahkampf ist Rob den meisten Halunken denen er bei seiner täglichen Arbeit begegnet überlegen. Nicht zuletzt auch alleine deshalb, weil er immer erst denkt bevor er handelt. Was ihn aber nicht überheblich werden lässt, denn das hat er aus dem Tod seines Vaters gelernt, es gibt immer jemanden der besser ist als du, ansonsten würde er ja heute auch noch unter ihnen weilen. Im Nahkampf hat er den ein händigen Umgang mit dem Degen beinahe perfektioniert, trainiert aber dennoch täglich um sich noch weiter zu verbessern. Er kann zwar rein theoretisch auch mit der für Stadtwachen üblichen Stangenwaffen kämpfen, wie sagt man doch so schon im Notfall tut es auch ein Ast aber ein Degen ist ihm da auch schon lieber. Nicht zuletzt auch deshalb weil er mit selbigen agiler ist als mit anderen Waffen, daher auch seine Wahl zu einer leichten Rüstung. Dies ist auch aus einem fehlen von Kraft resultierend, da ihm trotz allen Trainings Ausdauer und Schnelligkeit mehr liegt als bloße Stärke. Daher setzt er im Kampf auch auf seine Wendigkeit, ist diese doch sowieso das A und O, wer schnell und raffiniert genug ist, den trifft man auch nicht so leicht. Das ihn jemand der ihn schnappen will entkommt ist daher so gut wie ausgeschlossen, wobei es ja wie bereits erwähnt immer jemanden gibt der besser ist als man selbst, doch bis jetzt hat er diese Person zumindest im um die Wette laufen noch nicht getroffen.

Schwerere/hartnäckigere Kontrahenten schaltet er bevorzugt mit seiner kleinen Armbrust aus, welche er zwar auch im Kampf mit dem Degen rein theoretisch zur Hilfe nehmen könnte aber dann hätte er nur einen einzigen Schuss und der müsste sitzen. Seine Trefferquote mit de Armbrust ist zwar beachtlich aber wirkliches Talent ist das nun wirklich nicht. Ebenso ist das Schießen mit selbiger auch leichter als mit einem Bogen, zumal er sie auch auch eher für mittlere Distanzen einsetzt. Entweder um die Anzahl von Feinden zu verringern oder diese auf Abstand zu halten bis Verstärkung eintrifft, Einschüchterung ist schließlich oft alles, da muss man nicht immer gleich Treffen ein Warnschuss kann da auch so einiges bewirken. Aufgrund des harten Drills seines Vaters kann er auch auf einen Bogen zurückgreifen, wenn dies denn unbedingt nötig ist. Mit selbigen hat er auch schon des öfteren bei der Jagd ein Wildschein und ähnliches erlegt, was aber einmal mehr auf Glück/die Entfernung zurückzuführen ist als wirkliches können. Es gelingt ihm daher weder im vollen Galopp noch im direkten Kampf. Ihm fehlt es diesbezüglich einfach an der nötigen Konzentration und Erfahrung um einen Bogen im Kampf auf Leben und Tod schnell und vor allem zielgerichtet einzusetzen. Weshalb er die hohe Kunst des Bogenschießens zwar erlernt aber niemals wirklich abgeschlossen hat und es wohl auch niemals wird, es ist einfach nicht sein Ding.

Ihn Zeichnet zudem ein überaus großes taktisches Talent aus, womit er in der Lage ist die Vorgehensweise seines Gegners einzuschätzen und darauf entsprechen zu reagieren. In unruhigen Zeiten wie diesen würde er sich daher auch taktischer Berater gut machen. Beispielweise bei der entsprechenden Verteidigung einer Stadt, was in Anbetracht der derzeitigen Kriegsgefahr vielleicht auch einer der Gründe war warum man ihn mit seinem derzeitigen Posten versah. Als Stadtmensch geboren und aufgewachsen hat er mit dem Leben in freier Natur nicht viel am Hut, freilich auf der Jagd war er schon mal und auch ein Feuer würde er hinbekommen aber ansonsten sieht es doch durchaus schwarz aus. Seine Mutter versuchte ihn und seinem Bruder zwar unter anderem ihre überragenden Näh- und Strickkunst beizubringen, aber übergeschwappt ist dieses Talent auf beide nicht. Von ihn gestopfte Socken kann man zwar wieder anziehen, sind aber von der Qualität der Arbeit wohl eher als mangelhaft, wenn nicht sogar als schlecht zu bezeichnen. Was unter anderem auch vortrefflich auf sein handwerkliches Geschickt sowie seine Kochkünste passt. Da ist er schon was das Reiten angeht wesentlich begabter und auf selbigen fühlt er sich sogar ausgesprochen wohl, um nicht sogar zusagen regelrecht frei. Wie heißt es doch noch gleich so schön: „Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde!“ Diesem Spruch kann Rob daher ohne zu zögern nur vollends beipflichten. Wenn er nicht soviel zu tun hätte und so pflichtbewusst wäre, dann würde er wohl am liebsten von Sonnenauf-/bis Sonnenuntergang ausreiten um die Welt zu erkunden. Pferde sind für ihn daher auch die schönsten Tiere, wobei er ganz nebenbei auch ein Katzenmensch ist, Hunde sind ihn dann doch einfach zu unterwürfig. Als letztes aber auch nicht unwichtiges legt er auch eine recht flotte Sohle aufs Parkett, als Sohn einer königstreuen Familie muss man schließlich die Sitten und Gepflogenheiten bei Hofe kennen. Darum sind ihm auch alle gängigen Tänze bekannt und bei entsprechenden Feierlichkeiten hat er bisher noch jede Frau schwindlig getanzt. Er sollte nur nicht getrunken haben, denn dann braucht seine Partnerin wirklich festes Schuhwerk, da ihm dann immer etwas die Koordination fehlt.

Magie/Zauber:
keine

Vergangenheit:
An diesem Punkte angelangt ist es wohl mehr als nur angebracht erst einmal ein paar Worte über das Hause Tanis zu verlieren. Nun viel ist es nicht was es zu berichten gibt, da die meisten Aufzeichnungen entweder im laufe der Zeit verschwunden oder in feuern von Kriegen oder Unstimmigkeiten verbrannt wurden. Das Hause Tanis, was übersetzt soviel bedeutet wie aus den Tannenwald stammend, ist ein altes Geschlecht. Wie alt da hört es aber auch schon wieder auf aber Fakt ist es besteht mindestens seit über sechs Generationen und war seit eben diesen dem Königshaus treu ergeben. Weshalb es deshalb auch hohe Stellungen in der Armee und eine ganze Zeitlang auch in dessen Leibwache inne hatte. Roberts Großvater erzählte seinem Sohn Richard, also Robs Vater, das sie in glorreichen Zeiten gar die komplette Leibwache bildeten und oder deshalb sogar mehrmals den Heerführer stellten. In wieweit diese Behauptung stimmt ist sehr in Frage zu stellen, da Richard in dieser Hinsicht zwar einige Nachforschungen anstelle und hierbei weder Kosten noch Mühe scheute aber in besagten, dokumentierten Generationen keinerlei Bestätigungen dieser Informationen vorfand. Wenn dann musste diese Blütezeit der Familie wohl noch weiter zurückliegen. Der Grund hierfür, bzw allgemein für ihre Mittellosigkeit in den Bereichen Titel und Land mag an ihrer Einstellung liegen. Soviel ist nämlich überliefert das sie seit jeher für ihre große Gleichmacherei aller vor dem Gesetz, den Göttern und natürlich vor dem König selbst bekannt waren. Auch kann man sagen das sie schon beinahe predigend mehr Brüderlichkeit, für ein besser miteinander, forderten und schließlich auch ihre Verachtung der Sklaverei offen kundtaten. Weshalb sie weder selbige noch leibeigene jemals besaßen oder besitzen wollten und sich sogar Lautstark für deren Befreiung einsetzen. Diese Punkte machten ihnen freilich keine Freunde, vor allem nicht bei den bessergestellten und obwohl nichts über Attentate und dergleichen mehr bekannt ist, so ist es dennoch seltsam das sie von einer doch einst so geachteten Familie so weit absacken konnten das sie praktisch in der Gosse endeten. Gut, wer andererseits nichts annimmt und das meiste auch wieder unter den ärmeren verteilt dann mag es schlussendlich auch von alleine so kommen, dennoch ist dies doch auffällig. Ebenso wie die Tatsache das zumindest bisher jedes männliche Mitglied des Hauses im Kampf für das Reich umgekommen ist. Natürlich ist es richtig das für jeden Soldaten einmal der Zeitpunkt kommt den Heldentod für sein Land zu sterben aber es gibt auch jene die verwundet aus einer Schlacht hervorgehen oder sogar alt in ihrem bette sterben. Bei dieser Familie stimmt es daher was der Volksmund sagt: „Der der das Schwert zieht, der wird auch durch das Schwert umkommen!“. Doch ist dies kein Punkt worüber sich ein Mitglied des Hauses traurig wäre, nein vielmehr es ist für sie eine Ehre aus diesem edlen Geschlechte abzustammen.

Anders sieht es bei jeden aus die bessergestellt sind und den Namen Tanis bereits gehört, bzw sich ihre ganz eigene Meinung über die Familie gebildet haben. Bei jenen gelten sie nämlich meistens als Spinner oder wie schon oft betitelt sogar als regelrechte Versager. Nach deren Ansicht ist nämlich jeder der soviel für das Reich getan hat, es aber dennoch nicht zu Ruhm und Reichtum gebracht hat, der allerletzte Trottel. Weshalb der Familie sogar offen unterstellt wird das ihr der notwendige Ehrgeiz fehlt, kein direkter Frevel fürwahr aber ohne Frage dennoch äußerst gefährlich. Wer nämlich nichts besitzen will, den kann man auch schlecht einschätzen oder gar bestechen/manipulieren. Da die Familie dies freilich anders sieht, reagieren ihre Mitglieder recht ungehalten auf die Betitlung als Versager und dergleichen mehr, weshalb es diesbezüglich auch schon die eine oder andere Handgreiflichkeit gab. Was unter anderem auch einer der Hauptgründe sein könnte warum sie schlussendlich aus der Hauptstadt des Reiches fliehen mussten...

In so eine, man will beinahe meinen unglückselige Familie ist nun also Robert hinein geboren worden. Jedoch nicht alleine sondern mit seinem eineiigen Zwillingsbruder Markus Tanis, beide somit Sohne und Erben dieses einst so edlen Geschlechtes. Ihr Vater Richard Tanis und ihre Mutter Elvira Tanis (gebürtige Brek) waren über diesen Segen so glücklich das es eines der wenigen Feste gab die das Hause Tanis ausrichtete und welches zwei Tage lang andauerte. Auch wenn die beiden Brüder sich äußerlich bis aufs Haar glichen, so stellte sich im laufe der Jahre doch immer mehr heraus das sie von ihrem Wesen her gar nicht unterschiedlicher sein konnten. Freilich über Roberts definitiv vorhandene Charterschwächen brauchen wir gar nicht zu diskutieren, aber schlussendlich entstammen sie auch Markus schlechten Einfluss auf ihn. Dieser besaß nämlich zeit seines Lebens nicht nur diese sondern auch andere negative Eigenschaften, so war er überaus aufbrausend und gewalttätig. Ebenso hatte er seit frühester Jugend auch einen Hang zum Sadismus, als Kind zwar nur gegenüber all jenem was da so kreucht und fleucht aber als heranwachsender dann auch gegen größere Tiere und seines gleichen selbst. Den Spruch: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz.“ kannte oder verstand er daher wohl nicht. Alles in allem also nicht gerade der Spross den man sich wünschen würde, wobei er es aber schaffte diese perversen Neigungen so gut wie nur möglich zu verbergen als er merkte das sie nicht gerade auf Verständnis stießen, aber wir greifen hierbei zu weit vor!

Geboren wurden die beiden vor nunmehr 27 Jahren in Merridia, der glorreichen Hauptstadt der Reiches Mérindar. Sie wohnten dort in einem Haus am Königssteg welches sie aber ebenso wie Merridia, kurz nach der Geburt der beiden verlassen mussten. Ihr Vater nannte dafür nie einen berechtigten Grund, meinte aber es sei für alle das beste gewesen und er schien damit recht gehabt zu haben. Die seit Generationen in Familienbesitz stehende Residenz brannte nämlich kurze Zeit später auch schon bis auf die Grundmauern nieder. Während sie von Ort zu Ort durch das Land zogen und ihr Vater sich weiterhin als Ritter in der Armee des König verdiente, betätigte sich ihre Mutter als überaus begabte Schneiderin. Die beiden Brüder beschäftigen sich derweile zumeist selber, kurioserweise weise oft damit das sie Räuber und Gendarm spielten. Wer von beiden wer war ist an dieser stelle wohl unnötig zu erwähnen. Durch ihre weiße Mutter lernten sie nicht nur lesen, schreiben und rechnen sondern auch viel über die Geschichte des Reiches als auch natürlich die damit verbundene Geografie. Letzteres vor allem aufgrund ihrer reisen, denn nie lange blieben sie an einem Ort, man konnte die Familie daher zu diesem Zeitpunkt durchaus als fahrendes Volk bezeichnen. Deshalb kann man auch ohne anzugeben behaupten das Robert in seiner Jugend praktisch das ganze Land gesehen oder zumindest durchfahren hat, auch wenn er sich an das meiste vielleicht gar nicht mehr erinnern kann. Richtig zur Ruhe kamen sie jedoch erst in Andiriendar, genauer gesagt in Vamureon der Hauptstadt des Fürstentums. Nicht zuletzt auch deshalb weil hier die letzte Stationierung ihres Vaters als Ritter werden würde. Als die Familie sich hier niederließ waren die beiden ungleichen Bruder etwa 10 Jahre jung oder alt, je nachdem wie man das jetzt sehen möchte und hatten trotz dessen schon eine Menge gesehen von der Welt. Zumindest mehr als andere ihres Alters, dennoch empfanden sie beide die Stadt nicht als Eingrenzung oder gar Beschneidung ihrer Reisefreiheit. Vielmehr und da waren sie sich dann doch einmal einige, war es für sie ein Wahr gewordener Traum. Schließlich gab es auch hier unglaublich viel zu entdecken und es lohnte sich auch endlich mal Freundschaften zuschließen, ohne Angst haben zu müssen sich gleich wieder voneinander zu trennen.

Ihr Vater, sowie dessen Begleiter ob nun untergeben oder nicht, Richard bezeichnete sie selbst immer als Waffenbrüder, wurden für die beiden Brüder schon sehr früh eine Mischung aus harten und strengen Lehrern und liebenden Onkeln. Wobei es Rob war der den begriff Onkel für die Waffenbrüder seines Vaters salonfähig machte. So lernten die beiden quasi von Kindesbeinen an und aus erster Hand was man als Soldat können musste um zu überleben. Vielleicht etwas makaber dies wie bereist erwähnt schon Kindern beizubringen aber früh übt sich doch wer stark sein will und anderseits verkehrt war es ja auch nicht, schließlich ist überleben doch das wichtigste überhaupt wenn es mal hart auf hart kommt. Hierbei sei jedoch anzumerken das keinem der beiden Brüder, ungeachtete ihres Alters, etwas geschenkt oder er gar dem anderen vorgezogen wurde. Obwohl Markus der bei weiten talentiertere von beiden war. Was Robert aber an angeborenen Talent fehlen mochte, machte er mit dem Ehrgeiz nicht hinter seinem Bruder zu stehen zu wollen wieder weg, denn was Training angeht so war er der ausdauerndere und bei weiten auch hartnäckigere von beiden. Wo Robert jedoch der bessere von beiden war, war das Reiten. Wenn er so mal wieder ein Wettreiten gegen seinen Bruder haushoch gewann, dann pflegte sein Vater immer gerne zu sagen, er sei auf den Rücken eines Pferdes geboren worden. Unnötig zu erwähnen das dies natürlich nicht stimmte, aber so sagt man halt. Seine natürliche Begabung hierfür lag wohl einfach daran das er sich auf die Pferde einließ und ein miteinander mit ihnen suchte. Nicht so wie sein Bruder der sich den Tieren gegenüber unglaublich herrisch verhielt und wehe dem Gaul der nicht tat was er wollte. Ihr ahnt es daher bestimmt schon längst das Markus daher auch die Jagd wesentlich mehr Spaß machte bereitete, da er hier andere Lebewesen töten konnte ohne das es für ihn Konsequenzen hatte. Wobei er dann aber doch das eine oder andere mal den Hosenboden stramm gezogen bekam, weil er das Beutetier trotz besseren könnens nicht gleich tötete, sondern lieber qualvoll zugrunde gehen lies, aus "versehen" versteht sich. Robert selbst empfand bei der Jagd weder vergnügen noch, mal wieder, hatte er hierfür das nötige Geschick seines Bruders. Während die anderen, seiner Meinung nach, wie von sinnen irgendeinem Tier nach setzten, frönte er schöneren Dingen. So übte er alleine die Tanzschritte die man ihn beigebracht hatte oder las gemütlich unter einem Baum sitzend ein gutes Buch. Mit seinen Bogenfähigkeiten war es daher auch nicht sonderlich gut bestellt, weshalb sein Vater ihn irgendwann das Armbrustschießen beibrachte. Was dem einen somit in den schoss fiel musste sich der andere hart erkämpfen und anders herum. Wo es also Rob an Begabung fehlte, da fehlte es Markus an Wissensdurst, weshalb er beim theoretischen büffeln den kürzeren zog. Ebenso wie ihre Begabungen so unterschieden sich auch ihre Vorgehensweisen, während Markus auf das Kämpfen an sich aus war, zählte für Robert vielmehr das Ergebnis. Einen Sieg könnte man schließlich auch ohne Blutvergießen erreichen, in dem man den Gegner beispielsweise versuchte zu entwaffnen oder müde zumachen anstatt sinnlos auf in einprügeln. Das sich Kinder und noch dazu Brüder mit so etwas gegenseitig aufzogen ist ja wohl normal. Ebenso wie die daraus resultierenden Spitznamen wie Schwächling und Dummkopf. Das sie sich gegenseitig auch mit ihren Zweitnamen verspotten lag daher klar auf der Hand, Verbesserte sich jedoch etwas als sie älter wurden, da sie dafür sorge tragen wollten das diese in Vergessenheit gerieten. Daher war es ja auch unklug sich auf offener Straße als Elfriede und Maria anzusprechen. Ja der zweite Vorname des harten Markus war Maria, warum wieso weshalb das wussten wohl nur ihre Eltern. Vielleicht wollten sie damit ja da Schicksal das auf allen männlichen Tanis lag (auf dem Felde der Ehre zufallen) abwenden.

Im Leben der beiden ungleichen Brüder gab es im laufe der Zeit vier schicksalhafte Momente, der erste war als sie 14 und wie Markus immer zu sagen pflegte ein paar Sekunden waren. Hielt er sich aufgrund dieses Umstandes schließlich für den älteren und vor allem hübscheren von beiden. Was Robort darauf antworte war wohl klar: »Alles klar Maria!« aber genug davon ich schweife ab, jedenfalls in diesem alter erhielten sie die Nachricht vom Tode ihres Vaters in der Schlacht. In welcher genau das verriet man ihnen nicht aber er war wohl im Kampfe gegen die Arcanier. Für ihre Mutter war dies trotz des schlechten Omens seiner Herkunft ein Schock, war Richard doch immer so zuversichtlich und er sowie seine Waffenbrüder so stark. Für sie brach daher die Welt in sich zusammen. Die Trauer der Mutter war aber ohne Frage ebenso groß wie die der Söhne, wenn nicht sogar größer. Soviel wollte er den beiden schließlich noch beibringen, so viel zeigen, so viele Versprechungen hatte er ihnen gegeben die er nun verständlicherweise nicht mehr halten konnte. Robert wurde aufgrund dieses Ereignisses ein ziemlich schweigsamer und zurückhaltender Typ, der wenn dann nur durch Markus unter Leute kam. Letzterer wurde noch auf brausender als sonst, da nun jede Form von väterlicher strenge fehlte. Während dieser Verlust bei Robert reine Trauer um den Verlust selbst war, schlug sie bei Markus so nach und nach in blanken Hass um. Jedoch nicht nur Hass auf die Mörder ihres Vaters oder Arcanier selbst, sondern auch auf ihn selbst und den Fürsten, ja sogar das Reich für das er im Kampfe gefallen war!

Aus den bis dato kleinen Lausbubenstreichen der beiden wurden Geld- als auch Pubertätsbedingt nach und nach kriminelle Aktivitäten. Von Taschendiebstahl bis hin zu Einbrüchen und sogar Überfallen reichte ihr repertoir. Allesamt geplant und geführt von Markus, Robert war hierbei zwar lediglich ein Mitläufer aber es wäre eine Lüge zu behaupten er hätte nicht freiwillig mitgemacht. Doch richtig wohl fühlte er sich nie dabei, vor allem bei der immer weiter durchscheinenden gewalttätigen Vorgehensweise seines Bruders war er nicht einverstandenen. So gab er über Umwege den beklauten oder halt noch ärmeren Leuten als sie selbst waren seinen Anteil an der Beute zurück oder weiter, je nachdem. Er tat es daher nicht des Geldes wegen, sondern er wollte einfach nicht alleine sein, denn seine Mutter weinte trotz aller liebe die er aufbringen konnte beinahe unentwegt, wohl auch weil sie wusste was ihre Söhne da den ganzen Tag lang trieben, war aber auch nicht im Stande ein richtiges Machtwort zusprechen da sie eine gebrochene Frau war. Als die beiden schließlich gerade mal 16 und ein paar Sekunden waren, verstarb so auch ihre Mutter und sie waren somit Vollwaisen. Ob ihre Todesursache wirklich ein gebrochenes Herz und damit verbunden schwindender Lebensmut oder einfach nur ihr schlimmer husten war, sollte man besser einen Arzt fragen. Robert flüchtete sich daraufhin in den Alkoholismus, da für ihn nichts mehr einen Sinn zu ergeben schien. Markus von weiteres Hass auf ihre Mutter und auf das System das sie nun vollends alleine lies genährt, ging nun einen Schritt weiter.

Bisher hatten er und seine Anhänger ihre taten nur außerhalb von Vamureon begannen, ganz nach dem Motto beschmutze nicht dein eigenes Nest. So organisierte er sich neu um nun auch direkt in der Stadt zuzuschlagen, gut genug kannten sie sich hierfür ja aus, um für den Notfall geeignete Schlupfwinkel vor der Stadtwache zu finden. Seit dem Tod der Mutter war so kaum ein halbes Jahr vergangen, da sollte sich ihr weiterer Werdegang vollends entscheiden. Markus hatte inzwischen schon so manches krummes Ding gedreht und bei vielen weiteren federführend gewesen. Man kann also durchaus sagen das er etwas aus sich gemacht hat. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder, der im Grunde nur hin und wieder ein Buch las und trank, vor allem letzteres und das Glücksspiel auf welches ihn auch Markus gebracht hatte machte ihm schwer zu schaffen. Trotz Markus florierender dreckiger Geschäfte hätte ihn Robert so irgendwann vielleicht auch in den Ruin getrieben, doch es sollte anders kommen. Bei solchen Brüdern und deren Zeitvertreib war es schließlich auf lange Sicht auch kein Wunder das die Stadtwache nicht nur auf sie aufmerksam wurde, sondern sie auch festsetzte. Während sich Robert so endlich mal wieder vollends ausnüchtern und durch diese Lektion auch besinnen konnte. Schmiedete Markus mit seinen im Gefängnis gewonnenen Kontakten bereits neue Schurkereien. So wäre es beinahe zu einem blutigen Aufstand gekommen wäre Robert nicht eingeschritten indem er seinem Bruder die gerade erlangte Waffe eines Wärters wieder entwendete. Die Worte: »Wir sitzen zu recht hier!« blieben wohl auch den Wärtern in Erinnerung, weshalb sie ein gutes Wort für ihn einlegten. Das man die beiden soweit unterscheiden konnte lag nicht nur an ihrem Charakter, sondern auch an der Tatsache das Markus ein sehr rauflustiger Gesell war und daraus bedingt im laufe der Zeit etliche kleinere Narben und andere Blessuren davongetragen hatte, welche die beiden nun deutlich sichtbar voneinander unterschieden. Schließlich war Robert trotz seiner Trunksucht weiterhin der besonnene und auch sonst eher pazifistisch eingestellt.

Während sich Rob so die nächsten zwei Jahre mit Botendiensten und gemeinnütziger Arbeit am Volke nach und nach rehabilitierte, versauerte sein Bruder im Gefängnis. Da sich Robert nicht nur augenscheinlich sondern auch mit seinem tun und denken von seinem Bruder unterschied machte er sich so schnell Freunde. Echte Freunde wohlgemerkt und vielleicht auch deshalb die ersten die er hatte. Viele hatte nämlich oft sein Bruder vergrault, weil er sich als Robert ausgab und mit ihnen dann Schabernack trieb um seinen Bruder vor "schlechten" Einfluss zu bewahren. Jene die Markus selbst als würdig erachtet mit ihnen beiden abhängen zu dürfen und mit denen die beiden somit auch zusammen aufwuchsen, waren nicht wirklich auch Roberts Freunde, da sie ihn jetzt nicht einmal mehr mit dem Arsch anschauten. Obwohl er sich doch gar nicht verändert hatte, war er doch schon immer so gewesen. Er selbst fand daher an der Arbeit von Anfang an gefallen und gewann dadurch auch neuen Lebensmut. Eben wegen dieser Einstellung entfremdeten sich die beiden Brüder immer mehr, was anfänglich die normale Rivalität zwischen Brüdern war entwickelte sich nun mehr und mehr zu purer Abneigung. Unnötig zu erwähnen das es bei Markus diese Abneigung schon sehr bald in Hass mündete. Spätestens dann als Robert, Markus nach dessen gelungenen Gefängnisausbruch und dem verschwinden in den Untergrund in einem offen Brief um die Beendigung seiner Machenschaften und Rückkehr auf den Pfad ihrer Ahnen von ihm forderte. Dessen Antwort war aber weder gut formuliert noch sagen wir in ihrer Art anständig genug um die genauen Worte erneut wiederzugeben. An einem ordinären Vokabular hatte es seinem Bruder ja auch noch nie gemangelt. Kurz darauf, weil die Hoffnung die Sache gütlich zu einem Ende zu bringen durch Markus eindeutige Antwort scheiterte, verriet Robert mit besten Wissen und gewissen sämtliche ihn bekannten Unterschlüpfe und geheimen Lagerstätten in und außerhalb von Vamureon. Bei deren Zerschlagung und Räumung er auch selbst tätig wurde, durch diese tat brach nun endgültig das letzte band zwischen den Brüdern. Nicht zuletzt auch dadurch weil Robert hiermit ein geachtetes Mitglied der Stadtwache wurde. Vorher war er dies vielleicht schon im Geiste, doch aufgrund eines verständlichen Misstrauens ihm gegenüber nicht nicht mehr als das. So durfte er nun auch endlich mit den anderen als vollwertiges Mitglied nicht nur trainieren, sondern auch arbeiten. Wobei er natürlich auch das eine oder andere lernte. So könnte er sich also abermals von erfahrenen Kämpfern so manches anschauen, hartes Training war er ja von Kinderschuhen an gewohnt und vor Schweißtropfen hatte er sich auch noch nie gefürchtet. Schließlich war ihn anders als sein Bruder das Kämpferische können nicht in die Wiege gelegt worden. Durch seinen Ehrgeiz jedoch und einer gehörigen Portion Ausdauer, wurde aus ihm nach und nach schließlich der erfahrene Kämpfer der er heute ist.

Was folgte war eine Art vierjähriges Katz- und Mausspiel zwischen den beiden, wodurch auf beiden Seiten Freunde fielen und leider Gottes auch viele unschuldige ihr Leben lassen mussten. Dadurch verhärteten sich die Fronten aber nur umso mehr. Die mittlerweile verfeindeten Brüder waren jetzt 22 Jahre und ja einmal mehr ein paar Sekunden als es zur Entscheidungsschlacht zwischen den beiden kommen sollte. Markus mit einem kleinen Heer aus unzufriedenen Vagabunden und anderen Halsabschneidern, sowie einigen ehrlosen und habgierigen Söldnern auf der einen und Robert mit der Stadtwache auf der anderen Seite. Kein Bewohnern von Vamureon wird daher wohl je diese Nacht vergessen als wahrlich Bruder gegen Bruder kämpfte und einige Häuser dabei regelrecht in flammen aufgingen. Über geheime Pfade war Markus in die Stadt gelangt um hier eigentlich nur einmal mehr fette Beute zumachen, doch sein Bruder hatte den braten scheinbar gerochen. Es war zu ruhig gewesen in der letzten Zeit, die bekannte ruhe vor dem Sturm aber auf das was folgte war selbst er nicht vorbereitet gewesen. So lies er, noch bevor der damalige Hauptmann der Stadtwache die Ausweglosigkeit der Lage erkannte, einen Boten zu den Fürsten senden der umgehend die Armee einschreiten lassen sollte. Dies tat er in der Gewissheit das es ihm als Korporal gar nicht zustand so eine Entscheidung zu treffen, was ihn aber zu diesem Zeitpunkt auch vollkommen gleichgültig war. Auf dem großen Platz von Vamureon kam es so schließlich zum alles entschiedenen Kampf, auf welchen ein großer Teil der Stadtwache von den Verbrechern eingekreist worden war und im begriff stand von diesen niedergemäht zu werden wie Ähren auf dem Felde. Jedenfalls sofern sie sich nicht ergaben. Es kam aber weder zu dem einen noch zu den anderen, denn die Halunken wurden ihrerseits von der Armee umstellt, woraufhin sich viele von ihnen sofort ergaben. Doch in diesem Chaos suchten Markus, seine Hauptleute und viele andere welche den tot im Kampf den im Gefängnis oder am Galgen vorzogen ihr Glück in der Schlacht:
Der Kampf tobte erbittert, er hörte den unverkennbaren Kampfeslärm, die Schreie, die Hilferufe und das röcheln der Sterbenden. Doch darum kümmern konnte er sich nicht, denn ihm wurde selbst übel zugesetzt. »So endet es also nun kleiner Bruder!« Robert geriet in Bedrängnis er wurde von seinem Bruder immer weiter zurückgedrängt und befand sich somit ungewollt in der Defensive. Was auch kein Wunder war bei seinen kräftigen und von Zorn und Hass geschwängerten Schlägen. »Ach... ach ist dem so? Ich glaube kaum, du hast verloren ebenso wie deine Männer verloren haben, ihr habt den falschen Weg gewählt!« »Mag sein, aber du stirbst vor mir!« Dem wäre auch so gewesen denn just in diesem Moment verabschiedete sich im hohen Bogen sein Degen und er stolperte selbst auch noch rücklings über einen toten Kameraden aus den reihen der Stadtwache. Worauf sein Bruder siegesgewiss sein Langschwert hob und böse grinsend zum finalen schlag ausholte. Robert griff in purer Verzweiflung nach dem nächstbesten, ohne richtig zusehen war was es war und griff nach dem Abzug. Zu seinem Glück war es eine geladene Armbrust die er zugreifen bekam und damit seinen vermaledeiten Bruder einen tödlichen Treffer mitten in die Brust verpasste. Vollkommen außer puste warf er die Armbrust bei Seite und versuchte sich aufzurappeln »Ahh... ahh bei allen Götter... hah du hattest tatsächlich recht Bruder... so endet es wirklich!«
Es mag kaltherzig klingen aber als Robert seinen Bruder tötete, fühlte er nichts, rein gar nichts. So sehr hatten sie sich also schlussendlich auseinander gelebt, das Robert für seinen Zwillingsbruder an dessen Ende weder eine Träne vergoss, noch jemals wieder einen größeren Gedanken an ihn verschwendete. Die Schlacht selbst dauerte anschließend nicht mehr allzu lange und war auch vielmehr ein Gemetzel als eine wirkliche Schlacht. An dessen Ende hatte die Gerechtigkeit ein für alle mal gesiegt, die übrigen Hauptläute von Markus wurden anschließend öffentlich auf dem großen Platz gehängt. Er selbst wurde aber nicht gefunden, womöglich war seine Leiche fortgeschafft worden ohne es bemerkt zu haben oder er hatte doch überlebt und war ihnen entwischt? Doch das konnte sich Robert beim besten Willen nicht vorstellen, schließlich hatte er ihn selbst den tödlichen Treffer verpasst und ihn auch fallen und sterben gesehen! Es dauerte ein halbes Jahr um sämtliche Spuren sowie die Geheimgänge zu beseitigen und ein weiteres halbes Jahr bis Gras über Sache gewachsen war. Auch politisch gesehen, denn trotz seiner weisen Voraussicht hatte Rob weit über seine Kompetenzen gehandelt. Ebenso bezichtigten ihn einige der Stadtherren doch wahrlich noch immer mit seinem Bruder im Bunde zu sein, schließlich wurde dessen Leichnam nie gefunden und für diese war es auch passend das ausgerechnet er für dessen Tod verantwortlich sein sollte. Dieses und anderes Gerede, genährt durch seine und die ideale seiner Familie ist selbst bis zum heutigen Tage nicht gänzlich abgeebbt. Wird aber nur noch unter vorgehaltener Hand weitergeben seitdem ihm der Fürst kurz nach seinem 24 Geburtstag zum Hauptmann der Stadtwache von Vamureon gemacht hat und somit zum Oberbefehlshaber von 150 Mann unter Waffen. Diesen Titel und der damit einhergehenden Verantwortung ist er in den kommenden Jahren mehr als einfach nur gerecht geworden. So hat er es geschafft binnen einen Jahres die Korruption innerhalb der Stadtwache selbst praktisch auszumerzen und seit nunmehr zwei Jahren ist die Verbrecherrate innerhalb seines Einzugsgebietes auch die geringste im gesamten Königreich. Aus den ihm eigentlich als Hauptmann zustehenden Gebäude hat er auf eigene Faust eine Notunterkunft gemacht, in welcher ein jeder Obdach und Schutz findet. Unnötig zu erwähnen das diese besonders in der kalten Jahreszeit sehr gut besetzt und er hier jederzeit auch sehr gerne gesehen ist.

Politisch gesehen hat er aber weiterhin mehr Feinde als Freunde, zu beliebt sei er beim einfachen Volk, zu aufwieglerisch seine ideale. Man denke sich nur was die Sklavenbefreiung für das Reich für Konsequenzen hätte. Schlussendlich darf man auch nicht seinen Bruder vergessen, schließlich steckt ein fauler Apfel ja nur allzu gerne den nächsten an...

Restliches:
Der größte Traum von Robert ist es eines Tages in seine Geburtsstadt zurückzukehren, nicht nur um hier Nachforschungen nach seinen Ahnen anzustellen, sondern auch um diesen vollends gerecht zu werden. Indem er dem König und somit auch dem Volke von Mérindar direkt dient, ja Hauptmann der Stadtwache von Merridia das ist sein hoch gestecktes Ziel! Hierfür ist er bereit wenn nötig viele Opfer zu bringen und wenn nötig würde er für seine Treue zu König und Vaterland auch sterben. Tja wie heißt es doch so schön? „Merridia sehen und sterben!“. Seine größte Angst ist es daher diese Ziel niemals zu erreichen und nicht zuletzt auch dem Namen Tanis keinen Nachfolger zu hinterlassen...

Kontaktdaten von Robert

Benutzer-Statistik

Registriert:
So, 01. Feb 2015 18:26
Letzte Aktivität:
Mo, 21. Mai 2018 14:58
Beiträge insgesamt:
131
(0.36% aller Beiträge / 0.09 Beiträge pro Tag)
Am meisten aktiv in Forum:
Mérindar
(131 Beiträge / 100.00% der Beiträge des Benutzers)
Am meisten aktiv in Thema:
Arbeit, nichts als Arbeit...
(124 Beiträge / 94.66% der Beiträge des Benutzers)