Profil von Aschtar Krusch

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Sohn des Stammesoberhauptes der Russ
Avatar: Warcraft® III: Reign of Chaos® - Arthas Menethil

Profil

Benutzername:
Aschtar Krusch
Alter:
33
Gruppen:
Wohnort:
Sachse aus Überzeugung
Tätigkeit:
Bürokaufmann, Diener des Gott-Imperators (W40k)
Interessen:
Freunde, Ladys, Animes, Mangas (MLS), Hentais (tja bin halt ein Mann), Horrorfilme und natürlich Warhammer 40k & Warhammer Fantasy

Charakter

Name:
Aschtar Krusch
Alter:
22
Rasse:
Wilde Menschen (Russ)
Heimat:
Stammland der Russ
Aufenthaltsort:
Die Wilden Lande
Waffen:
Streitaxt, zwei Wurfbeile, Rundschild, geschnitzter Speer
Inventar:
Trinkbeutel, ein kleiner Proviantsack mit Trockenfleisch, Feuersteine in einem Säckchen voller Asche

Steckbrief

Hauptaccount: Thomas und ebenso Robert

Die folgenden Zeilen und Seiten wurden aus Ermangelung einer richtigen Schreibschrift bei den Russ von einem reisenden Schriftgelehrten aus den Nordreichen verfasst, welcher längere Zeit als „Gast“ bei den Russ war:
[center]Vorwort[/center]
Aufgrund von Arroganz, Hochmut, fehlenden Wissen, Desinteresse und natürlich auch einer Menge an verurteilen denken wir aus dem Osten, im Westen gäbe es nur Barbaren. Ja mehr noch, meine gelehrten Kollegen nehmen sogar an das all jene die sie als wilde Menschen einstufen vollkommen gleich sind. Doch dem ist nicht so, habe ich mich doch Zeit meines Lebens dem Studium jener gewidmet die wir als weniger zivilisiert ja gar als primitiv erachten. Freilich wäre es übertrieben und sogar vermessen sie gleich als Hochkulturen zu beschreiben oder gar zu behaupten sie unterscheiden sich in allen belangen. Somit ist es bei ihnen wenigstens so wie es bei uns die Nordreiche sind. Doch so unterschiedlich sie auch immer zueinander sein mögen, so sehr gleichen sie sich auf der anderen Seite auch wieder. Beinahe so wie zwei unterschiedliche Seiten dennoch zu ein und derselben Medaille gehören. Einer dieser Stämme jenseits unserer Grenzen ist der der Russ, von welchen der eine oder andere vielleicht schon mal etwas auf diese oder jene Weise gehört hat. Sind diese doch im Grunde der Inbegriff dessen was man unseren Kindern in Schauergeschichten über die wilden Menschen erzählt. Aufgrund meines längeren Aufenthaltes bei ihnen bin ich in der glücklichen Position das Licht der Wahrheit in das Dunkel aus Mythen und Legenden zu bringen. Als Lehrer wieder willen gehe ich deshalb alldem auch noch am Beispiel des Häuptlingssohnes, meines Schülers, nach:
Name: Aschtar Krusch (Geburtsname bedeutet übersetzt gefallener Stern oder der der die Sterne zum fallen bringt) Karrad Klang (Stammesname übersetzt: Klingenbrecher)
Alter: 22 Jahre
Rasse: Wilde Menschen (Russ)

Aussehen:
Ohne bereits zu beginn dieser meiner Aufzeichnungen für sie als geneigter Leser/in als unterwürfiger Speichellecker und oder sogar als Barbarenliebhaber zu erscheinen, so muss ich dennoch anmerken das der Sohn des Stammeshäuptlings aufgrund seines Aussehens vielerorts als Schönling gelten würde. Ich gehe sogar soweit zu behaupten das er sich bei einer größeren Körperpflege sogar der Gunst höher gestellter Damen aus den Nordreichen sicher sein könnte. Schließlich gelten vielerorts, so wie beispielsweise in Arcanis, blonde Menschen als Schönheitsideal. Wie ich durch meine Reisen zudem erfahren dürfte sind selbige auch in den Wilden Landen begehrtere Partner als jene mit einer andern Haarfarbe. Nun Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, doch ich muss recht geben es hat schon etwas wie seine langen Haare sein gut proportioniertes Gesicht, wie bei einem Helden aus den alten Sagen, wie flüssiges Gold um spielen. Doch aufgrund fehlender Pflege dann doch wieder etwas wild und ungepflegt wirken. Was man da doch alles schon mit einem so einfachen Ding wie einem Kamm bewerkstelligen könnte!

Neben seinem markanten aber keineswegs unansehnlichen Kinn, mit den darauf und darum befindlichen Bartstoppeln eines immer vorhandenen Dreitagebartes, stechen neben der kleinen quer verlaufenden Narbe auf seinem Nasenbein besonders seine grünen und ausdrucksstarken Augen hervor. Welche mich schon mehr als nur einmal in ihren Bann zogen, da sie einem zu jeder Zeit zu mustern und abzuschätzen scheinen. Was Angst einflößend klingen mag, ist jedoch auf seine Art auch unglaublich mitreißend. Beinahe so wie Jägersleute die einen Falken beobachten und es kaum noch erwarten können das er sich auf seine Beute herabstürzt. Dennoch ist aber auch nicht zu verhehlen, dass sein durchdringender ja beinahe schon apodiktischer Blick schon etwas erfürchtsgebietendes hat. Ebenso wie seine restliche Erscheinung, von seinem breiten Schultern und seinen mehr als nur starken Armen über zu seinem restlichen gestählten Körper. Ob nun vollends Muskel bepackt und oder mit einem Waschbrettbauch gesegnet oder nicht sei jetzt einmal dahingestellt, doch würde dies sehr gut zum Gesamtbild passen. Von seiner 1,81 m großen und wohl geschätzt so um die 90 Kilo schweren Statur her wäre das nämlich zutreffend. Besonders da sich die Russ ja gerne in vielerlei körperlichen Wettstreits messen. Da ist für Schwächlinge kein Platz und jeder der es vielleicht dennoch ist, bleibt dies nicht sonderlich lange. Seine Lippen bilden meist ein seltsames lächeln, welches man entweder als abwertend deuten könnte oder wie der Volksmund so schön sagt als "verschmitzt" bezeichnen. So... was ist sonst noch zu seiner Gestalt zu sagen?

Nun fürwahr die Kleidung hatten wir noch nicht und wie bei Barbaren üblich ist diese äußert zweckmäßig und daher weniger prunkvoll. Ebenso sucht man feine Stoffe und dergleichen mehr ebenfalls vergeblich. Alles in allem finden daher bei ihnen viele Arten von tierischen Häuten und Fellen Verwendung. Bei den Füßen finden so schwere braune Lederstiefel ihren Platz, ebenso wie ein ebenfalls braunes Beinkleid, dass hier und da schon mehr als nur einmal geflickt wurde mit anderen ähnlich gefärbten Stoffen. Ein Hemd aus schwarzen Leinen stellt das Unterfutter dar, auf welche zumeist ein ebenfalls schwarzes Kettenhemd ruht. Als ein Russ muss man schließlich jederzeit bereit sein sich seinen Feinden zu stellen, von denen es etliche gibt. So mag es Fremden seltsam anmuten das sie ihr Rüstzeug auch nur ablegen wenn es gilt Verletzungen zu behandeln oder sich doch einmal der Hygiene hinzugeben. Man konnte somit wirklich meinen sie befänden sich in einem dauerhaften Kriegszustand, doch genug davon kommen wir lieber nochmal auf das Thema Körperpflege zusprechen. Es ist bei den Russ fast so als glaubten sie der Schmutz und Dreck der an ihnen haftet würde für sie eine Art Schutzschicht darstellen und sie dadurch stärker machen. Sie wehren sich daher vehement wenn es darum geht sich zu waschen. Argumente wie »Was soll das bringen, ich werde doch ehh wieder dreckig!?« kenne ich in dieser Form nur von Kindern. Doch es gibt Momente da müssen auch sie über ihren eigenen Schatten springen, denn vollkommen ungesäubert wendet man sich nämlich nicht an die Ahnen oder betritt ihr Heiligtum im tiefsten inneren des Berges oder empfängt die wenigen Gäste die sich in ihrem Vorlager einfinden. Das sie es jedoch von zeit zu Zeit tun, heißt ja noch lange nicht das sie es deshalb auch gleich gerne tun. Ironischerweise reiben sie zumeist nach ihrer groben Säuberung, die ich als Katzenwäsche bezeichnen würde, meist wieder mit Dreck (Asche) ein. Naja im laufe der Zeit habe selbst ich mich mit meiner mehr als nur feinen Nase an ihre Gegenwart gewöhnt... oder aber ich rieche nun einfach weniger als früher? Nunja, jedenfalls stimmt also zumindest in dieser Hinsicht das Vorurteil der ungewaschenen Barbaren.

Doch zurück zu Krusch´s Kleidung, an seinen Armen schließen zwei metallene Armschienen das Bild eines durch und durch gewappneten Kriegers vollends ab. Ebenso wie die mit Gold verzierte rechte Schulterplatte samt Kragenstück. Welche jedoch ein Beutestück ist und daher nicht eigens für ihn gefertigt wurde, nicht das sie das nicht auch könnten, jedenfalls versicherte man mir dies aber auf solche Verzierungen legten sie selbst keinen Wert. Wie auch Gold für sie keinen Wert hat, schließlich kann man es nicht essen, es wärmt nicht und für Waffen und dergleichen mehr ist das Material einfach viel zu weich. Dieses Schulterstück nun dient einerseits als Schutz, andererseits durch Lederriemen auch als Halterung für das Mannsgroße schwarze Bärenfell. Welches ihn in kalten Nächten wärmt und ansonsten als eine Art Mantel dient. Wenn er sich komplett darin einhüllt und die Kapuze mit dem aufgeholten Bärenschädel und der darin noch enthaltenden Zähnen überzieht, könnte man meinen einem leibhaftigen Bären zu begegnen. Gut das Schulterstück würde hierbei freilich für Verwirrung sorgen, doch auf den ersten Blick oder des Nachts in den tiefen Wälder wird dieser erste Eindruck erst einmal haften blieben. Weshalb er ihn wohl in gewissen Umständen sowohl als Tarnung und oder gar zur Abschreckung verwendet.

Waffen:
Nicht das ein gebürtiger Russ so etwas nötig hätte, sich mit seiner Kleidung Respekt verschaffen zu müssen, dies kann er oder sie schon ganz gut alleine. Spätestens wenn sie einen markerschütternden Kriegsschrei von sich geben und anschließend mit ihren Streitäxten voran preschen. Äxte sowie Beile sind sowieso bei den Russ eine Art Zauberwort, über selbige können nämlich nicht nur ihre fähigen Waffenschmiede, sondern im Grunde auch ein jeder aus ihren Reihen etliche Stunden philosophieren. Dennoch gibt es hierbei auch etliche Streitthemen die nicht oft in Wettstreits der Kontrahenten enden. Beispielsweise wie hält man sie richtig, was ist besser ein hölzerner oder metallener Griff und wie holt man für einen weiten und ebenso zielsicheren Flug am besten aus!? Beil und oder sogar Axtweitwurf hat sich deshalb wohl auch zu so etwas wie einem Volkssport bei ihnen entwickelt. Doch abermals zurück zum eigentlichen Thema Aschtar Krusch trägt an seinem breiten schwarzen Waffengurt links eine schwere etwa 70 cm lange Streitaxt. Diese hat einem schweren metallenen und mit einem Drachenkopf verzierten Griff. Selbige habe ich ihn, aufgrund ihrer Größe, sowohl schon mit zwei als auch einhändig führen gesehen. Letzteres oftmals kombiniert mit seinem hölzernen und mit verschiedenen Ledern überzogenen und durch einem Metallrahmen verstärkten Rundschild. Welcher sich jedoch zumeist in einer Halterung auf seinem Rücken befindet. Wo dieser 50 cm große Schild seine breite Gestalt nur noch weiter untermauert und ihn gleichzeitig auch gegen heimtückische Angriffe von hinten schützt. Eben für jene, für die Feiglinge die sich auf einen direkten Zweikampf nicht einlassen wollen, sondern ihre Gegner lieber mit Pfeilen, Armbrüsten und dergleichen mehr beharken ist der Schild an sich auch nur gedacht. So ist er gerade groß genug um darunter vor einem Pfeilhagel in Deckung zugehen aber wiederum auch nicht so groß als da man sich wie andere dahinter verstecken könnte oder es gar müsste!

Fernkampf wird bei den Russ, außer bei der Jagd in dem man schon auf Pfeil und Bogen zurückgreifen kann, wenn überhaupt dann ebenfalls mit ihren Äxten betrieben. Zumeist nehmen sie hierfür jedoch eigens dafür geschaffene Wurfbeile. Nicht zuletzt weil diese hierfür praktischer sind, wer es wie ich schon einmal probiert hat, der wird wissen was ich meine. Freilich kann man so ziemlich alles seinen Feinden entgegen werfen, doch bei einer eigentlich für den Nahkampf konzipierten Streitaxt gelingt das auch den Russ nur mehr schlecht als recht. Außer vielleicht wirklich auf nur zwei Meter Entfernung, um ihren Gegner den Schädel zu spalten. Weshalb ich da dann auch nicht wirklich von einem Fernkampf sprechen würde. Von den Wurfbeilen besitzt er zwei Stück die sich beide in einer Halterung rechts befinden. Seine letzte Waffe ist, sofern man diese per Definition überhaupt so bezeichnen möchte, ein angespitzter zwei Meter langer und etwas drei Zentimeter starker Stock. Welchen die Russ einerseits nehmen um sich gegebenenfalls gegen Reiter zu erwehren, andererseits um die Umgebung nach Fallen abzutasten von denen es etliche gibt sobald man ihr Stammland verlässt. Stehen ihnen ihre Nachbarn doch nicht so wohlgesinnt gegenüber und die Gründe hierfür dürften ja bereits bekannt sein. Gleichzeitig aber wohl eher als absolute Ausnahmen sind sie aber auch relativ gut zum werfen gegen ihre Widersacher zu gebrauchen. Doch geschieht dies eher weniger, da die Russ trotz aller Barbarei Männer und Frauen von Ehre sind, die selbst ihren erbittertsten Feinden einen ehrenhaften Tod im Nahkampf gewähren wollen. Alles in allem und somit wohl auf den ersten Blick wirkt so Krusch wie so viele andere Russ von weiten wie ein Tier. Ein aufrecht gehender Bär mit einer primitiven Stabwaffe. Da sie zudem ihre Gesichter schwarz färben wenn es zu Auseinandersetzungen kommt verstärkt es diesen Eindruck nur umso mehr, zumindest bis es zu spät ist und sie einem Berserker gleich blutige Ernte halten!

Charakter:
Das schwierigste wenn man eine andere Person beschreiben soll ist wohl ohne Frage den Charakter dieser Person richtig und somit wahrheitsgemäß zu beschreiben. Ich weiß freilich was hier und jetzt meine geschätzten Kollegen von mir erwarten und zwar das ich einen jeden von ihnen als roh, grobschlächtig und über alle Maßen primitiv zu beschreiben habe. Doch nichts liege dem ferner, es ist zwar durchaus wahr das sie sich nach außen hin so geben. Dies tun sie nicht zuletzt aber auch deshalb weil man von ihnen auch nichts anderes erwartet und sie die Vorurteile die man gegen sie hegt somit bewusst bedienen. Es ist jedoch weitaus mehr an ihnen als das was man auf den ersten Blick zu sehen und zu wissen glaubt. Beinahe so wie eine Frau aus edlem Hause ebenfalls zwei Gesichter hat, eines das sie der Welt zeigt und das andere das sie nur ihrem liebsten und treuesten Freuden offenbart. Bei den Russ und somit auch bei Krusch ist es ähnlich. Für Außenstehende wirkt er so auf den ersten Blick wie ein Draufgänger, ein abgehärteter Krieger durch und durch, der jedoch auch etwas verschlagenes hat. Sein Blick hat nun einmal etwas von einem Falken, von einem Tier welches lediglich auf einen günstigen Moment wartet um zuzuschlagen. Man könnte ihn dadurch auch durchaus für einen Strauchdieb halten, zumal die seinen ja auch nicht dafür bekannt sind sonderlich viel zu geben, sondern mehr damit beschäftigt sind von anderen zu nehmen. Doch auch diese Gleichstellung wäre ungerecht, sehen sie sich selbst schließlich keinesfalls als Diebe, nehmen sie sich doch zu jederzeit nur das was sie brauchen, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Aschar Krusch hat daher wie alle Mitglieder seines Stammes einen äußert strengen Ehren- und Verhaltenskodex. So grob sie auch immer wirken sollten, so würden sie beispielsweise doch niemals kranke und schwache, ebenso wie Frauen und Kindern jemals ein Leid zufügen. Die Geschichten von verschleppten Frauen und von ihnen verspeisten Kindern sind daher maßlos übertrieben. Das sie selbige, wenn sie sie als würdig und brauchbar erachten verschleppen, dann nur deshalb damit ihre Blutlinie nicht verkümmert. Solche Bräuche sind jedoch nichts was sie alleine betrifft sondern vielerorts ein Mittel zum Zweck, welches zum überleben ihrer Kultur üblich ist. Womit wir auch schon beim springenden Punkt angelangt wären. Untereinander sind sie nämlich so fürsorglich wie man nur sein kann. Mehr als einmal konnte ich erleben wie Krusch einem der seinen half, entweder beim tragen irgendwelcher Gegenstände, dem errichten einer Lagerstatt oder dem hineintragen und versorgen von verletzten. Von Arroganz aufgrund seiner Stellung als Sohn des Stammesoberhauptes ist da keine Spur gewesen. Nicht zuletzt wohl auch deshalb weil dies nichts ist womit man sich innerhalb des Stammes wirklich rühmen könnte. Schließlich kann man dafür nichts, seine Stellung innerhalb des Stammes muss man sich nämlich durch bloße Taten verdienen. Und selbst dann heißt es noch immer einer für alle und alle für einen!

Dennoch wird in dieser Hinsicht und auch aufgrund seines Namens viel von ihm erwartet. Ob es diese große Erwartungshaltung seiner Eltern, der Ältesten, ja im Grunde aller im Stamme ist oder angeboren, so zeichnet er sich charakterlich doch mit einem übertriebenen Ehrgeiz aus. Ehrgeiz an sich ist natürlich nichts schlimmes, zeichnet dieser uns Menschen an sich als Rasse doch allesamt aus. Zu viel davon ist jedoch, so wie fast alles im Leben, ungesund. Verlangt selbiger doch immer mehr von einem, ähnlich wie ein Fass ohne Boden niemals gefüllt werden kann, verlangt es ihn daher sich immer aufs neue beweisen zu müssen. Einer Herausforderung geht er deshalb auch niemals aus dem Weg, ja mehr noch er lässt auch keine Gelegenheit aus sich mit anderen zu messen. Was natürlich nicht immer gut ausgehen kann. Besonders dann nicht, wenn es um den direkten Zweikampf mit scharfen Waffen geht. So üben auch die kleinsten unter ihnen sich schon früh mit echten Waffen, Kinderspiele wie bei uns mit Holzschwertern würden hier auf weitaus mehr als bloßes Unverständnis stoßen. Seine deutlich sichtbare Narbe auf seinem Nasenbein stammte nämlich nicht wie man vermuten konnte von einem Feind, sondern von einem aus seiner Sippe. Einem wahrhaftigen Riesen der alle anderen um mindestens eine Haupteslänge überragt. Selbiger ist aber gleichzeitig auch noch ein wenig beschränkter als die Anderen, jedoch im Kampf Mann gegen Mann macht ihn dafür keiner etwas vor. Diesen Riesen herauszufordern ist daher aus meiner Sicht als Gelehrter an Torheit nicht zu überbieten. Krusch hat diese Dummheit jedoch nicht nur einmal begannen, sondern immer und immer wieder und jedes mal mit dem gleichem Ergebnis. Als ich ihn deshalb einmal fragte wieso er so etwas tue antwortete er: »Um aus meinen Fehlern zu lernen.« Einen Satz den ich lange Zeit nicht so recht verstand, lernte er meines Erachtens doch rein gar nichts aus der Tracht Prügel die er sich da regelmäßig abholte. Doch ich glaube er wollte mir mit diesem Satz eine Wahrheit vermitteln die nur jene verstehen die zu wirklich Großem bestimmt sind. Nämlich der, dass man aus einer Niederlage mehr lernen kann als aus tausend siegen! So ist es vielleicht auch nicht weiter verwunderlich das dies nicht die einzige Verletzung ist die er von seinem Lieblings Trainingspartner davontrug. Neben seinem Ehrgeiz gibt es aber noch zwei weitere Charaktereingenschaften die ihn prägen, zum einen sein unbändiger Wissensdurst und zum anderen eine krankhaft wachsende Form der Ungeduld.

Das Gleichnis mit dem Fass ohne Boden hatten wir zwar schon, doch trifft es auch hier einmal mehr voll und ganz zu. Egal wie viel man ihn zeigt und erklärt er will immer noch mehr erfahren, lernen, wissen. Eine seltsame Eigenschaft für jemanden aus seinen... „primitiven“ Verhältnissen, doch ist es auch etwas das einem Schüler für seinen Lehrer äußerst sympathisch macht. Weshalb ich zugebe das er mich in dieser Hinsicht schon mehr als einfach nur beeindruckt hat. Lange Zeit glaubte ich sogar das „noch mehr“ die einzigen beiden Worten seien die er als Kind zu sprechen vermochte. Wie ich im laufe der Zeit jedoch erfuhr lag dies wohl auch daran das er mir als Außenstehenden selbst als Kind lange nicht so ganz traute und sich an die Weisheit der ältesten hielt: „Sprich gegenüber fremden nur das was wahr und nötig ist!“. Doch wie dem auch sei, eine Spur breit kindlicher Unbekümmertheit hat er sich ohne Frage selbst bis heute erhalten. So skeptisch er anfänglich auch immer gewesen sein mag, so offenherzig wurde er im laufe der Zeit aber auch. So vermag er es auch nicht in jenen die keine Waffen tragen etwas böses und für ihn gefährliches zusehen. Ich habe ihn zwar versucht wiederholt klar zumachen das man beispielsweise in den Nordreichen mit Worten weitaus mehr erreichen, mehr Schaden verursachen kann als es mit einem Schwert oder dergleichen mehr jemals möglich wäre. Ich halte ihn zwar nicht für dumm, ganz im Gegenteil sogar, doch glaube ich nicht das er dies jemals wirklich verstanden hat, noch dass er es jemals wirklich verstehen wird. Seine bereits erwähnte und für mich schon beinahe krankhafte Ungeduld zeigt sich in vielen Dingen des tägliches Lebens. Es ist freilich wahr, dass was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen. Doch wenn es nach ihm ginge würde er diesen klugen Satz auf alles um münzen. Gepaart mit seinem übergroßen Ehrgeiz sind das gefährliche Eigenschaften, welche ihm schon so einige male in Schwierigkeiten gebracht haben und es wohl ohne Frage auch noch oft tun werden. Wenn es nach ihm ginge, dann hätte er nämlich schon mit gerade einmal sechs Jahren seine Reifeprüfung abgelegt um als vollwertiges Mitglied des Stammes zu gelten oder wäre kaum das er das war zur Wacht am Rande der Mauer der Drachen aufgebrochen. Ebenso und das dürften ebenfalls die meisten im Stamme wissen, wäre er lieber heute als morgen das neue Oberhaupt des Stammes! Er hat dies zwar noch nie offen kundgetan, da er hierfür nicht nur das Ableben seines Vaters, sondern auch die Zusammenkunft der Ältesten mit den Ahnen abzuwarten hat. So wie es schon seit Ewigkeit brauch ist, doch auch wenn unausgesprochen so wissen es doch alle das er nach Macht, nach Herrschaft strebt! Selbst ich habe ihn mehr als nur einmal dabei beobachtet wie sein Blick lange Zeit auf dem leeren Thron seines Vaters ruhte. Von seinem ansonsten doch so lauernden blick war dann nicht mehr viel übrig. Er war vielmehr herausfordernd, ganz so als ob er das Schicksal selbst darauf säße und er es zum Kampfe fordern wollte um sein recht lange vor der Zeit einzufordern!

Fähigkeiten:
Dies ist ein Punkt der mir als Lehrer dann schon weitaus einfacher fällt, schließlich steht es einem jeden Lehrer ja irgendwann auch einmal zu seinem Schüler ein Zeugnis über dessen können abzugeben. Jedoch aufgrund meines fehlenden Talentes was den Kampf angeht nur in Bezug auf jene Dinge die ich ihn persönlich vermittelt habe. Bezüglich des Rests kann ich nur einmal mehr schildern was ich selber gesehen oder mir berichtet wurde. So ist er was den Umgang mit der Axt betrifft wahrlich ein Meister seines Faches, nur sehr wenige können ihn wenn überhaupt mit selbigen das Wasser reichen. Selbigen gelingt dieses Kunststück dann aber auch nur weil sie entweder erfahrener und oder großer oder schneller sind als er. Wie es halt meistens so ist, es gibt immer jemanden der besser ist als man selbst. Für jemanden mit den gleichen körperlichen Voraussetzungen, sieht es hingegen schlecht aus, in Kombination mit seinem Schild stellt er so ein kaum zu überwindbares Hindernis dar. So wie es sich für einen echten Russ gehört ist er jedoch auch in der Lage seine Axt oder vielmehr eines seiner beiden Beile zu werfen. Mit selbigen ist er in der Lage auf sechs Metern genau und zumindest treffsicher auf neun Meter zu agieren. Was wer es schon einmal probiert hat eine Glanzleistung darstellt, doch geht es freilich noch besser.

Da der Nahkampf ihn jedoch mehr liegt als der Fernkampf, so wie den meisten seines Stammes, ist es ausreichend um sich Luft zu verschaffen oder fliehende Feinde an ihrer Flucht zu hindern. Einen Bogen zu führen wurde ihn zwar ebenfalls gezeigt, doch mit selbigen ist er weitestgehend erfolglos, außer man hat die Absicht das Wild zu verschrecken an das man sich so mühsam herangeschlichen hat. Aufgrund seinen fehlenden Talentes hat er jedoch andere Mittel und Wege gefunden erfolgreich auf der Jagd unterwegs zu sein. So treibt er seine Beute entweder in vorher errichtete Fallen um sie zu erlegen oder legt sich solange auf die Lauer bis das Glück ihm und seinem Speer hold ist. Mir gegenüber erwähnte er einmal zu einer erfolgreichen Jagd gehöre ehh einerseits der Segen der Ahnen, andererseits aber auch gute Fähigkeiten sowie ein Gespür für den Wind. Was selbst mir als Laien in diesen Dingen einleuchtet. Wenn man gut genug getarnt ist und die Tiere einen nicht wittern, dann ist so manches möglich. Wobei mir die Russ in dieser Hinsicht doch bei allem Respekt für sie schon alleine in dieser Hinsicht voraus sind. So richtig menschlich riechen sie nämlich allesamt nicht. Ebenfalls ist er, wie sollte es für einen Jäger auch anders sein, auch ein geübter Spurenleser.

Doch genug mit diesem ganzen gewalttätigen können, kommen wir lieber zudem weshalb man mich am Leben hielt und beinahe schon wie einen hohen Gast behandelte. Ich brachte ihn das bei was wohl kaum ein anderer aus seinem Stamme konnte, dem lesen, schreiben und rechnen. Die Russ an sich halten das was festgehalten werden muss in einer Bildersprache fest die mich stark an jene der Steppenreiter erinnert. Auch hat jeder von ihnen sein eigenes Zeichen, welches seinen Namen darstellt, aus meiner Sicht der Dinge kann man dies aber wohl kaum als eine Unterschrift bezeichnen, sondern eher als eine Form des Siegels. Mit Schriftrollen, Büchern, Rechenschiebern und dergleichen mehr haben sie daher allesamt nicht sonderlich viel am Hut. Da der Häuptling jedoch aufgrund der Zeichen der Ansicht war sein Sohn wäre zu höheren berufen wollte er ihm soweit wie es ihm möglich war den Weg ebnen. Aufgrund seines Wissensdurstes brauchte ich ihm aber noch weitere Dinge bei wie dem sprechen eines weitaus feineren coreonisch. Das in diesen teilen gesprochene wildländisch wird durch die Russ nämlich noch weiter entfremdet und ähnelt meiner bescheidenen Meinung nach eher in seiner Art und Weise dem orkischen als der Sprache ihrer anderen Nachbarn. Was einmal mehr einen der Unterschiede zu diesen darstellt. Unsere Sprache ordentlich zusprechen fällt ihm jedoch trotz allem willen und Ehrgeizes den er an den Tag legte schwer, weshalb er alles in allem äußerst bäuerlich spricht. Auch brachten mich mehr als nur eine seiner Formulierungen zum schmunzeln, weshalb er wie viele andere der seinen mehr seine Mimik und Gestik nutzt um sich mit Außenstehenden zu verständigen. Etwas dem ich versucht habe mit Verständnis und dem wiederholten entschuldigen für mein ungebührliches Verhalten entgegenzuwirken, jedoch mit eher mäßigen Erfolg. In all der Zeit des Unterrichtens fiel mir jedoch etwas weiteres auf das in diesem Zusammenhang äußert Interessent ist, den Russ im allgemeinen scheint es zwar nicht an Humor zu fehlen. Dafür jedoch an jedweden Verständnis für Ironie und Sarkasmus, diese scheinen etwas zu sein was sie untereinander nicht gebrauchen. Da sie ehrlicher und offener sind als andere. Wo sich mir dann doch die berechtigte Frage stellt ob nicht gar wir die Primitivlinge sind, da wir uns hinter Lügen, Halbwahrheiten, Schmeicheleien und unaufrichtigen Gerede verstecken müssen.

Leider muss ich hier zu meiner Schande aber auch noch anmerken das ich es trotz meiner Bemühungen nicht geschafft habe ihn entsprechende Tischmanieren beizubringen. Dies gehörte zwar freilich nicht so recht zu meinem eigentlichen Aufgabengebiet aber ich dachte eine Spur breit zivilisiertes Verhalten könnte nicht schaden. Doch für einen Russ ergibt weder verschiedenes Geschirr noch Besteck viel Sinn. Das Essen welches man sich nimmt wird schließlich von einem selber gegessen, weshalb sollte man es dann noch extra zerteilen oder weiter portionieren mit Messer, Löffel und so weiter... wozu hat man schließlich seine Hände und Zähne!? Auch ist es ein Ausdruck von Wohlbefinden als auch Respekt, also quasi ein Lob an die Köche wenn man nach vollendeten Male einen herzhaften rülpser und oder sogar mittels eines Furzes seiner Zufriedenheit Ausdruck verleiht. Das obligatorische schmatzen beim einverleiben der Mahlzeit ist daher ebenfalls selbstverständlich. Dennoch dank mir weiß er zumindest das dies in anderen Ländern eher unüblich ist und es auch so etwas wie eine Etikette gibt, doch glaube ich dennoch das dies alles vergeudete Liebesmüh war. Tja wie sagt man doch so schön: „Andere Länder, andere Sitten!“.

Es sei aber hier auch noch zu erwähnen das er ein geborener Anführer ist. Einerseits ehrfurchtsgebietend, durchsetzungsstark und verlässlich, anderseits aber auch weise genug um zu erkennen das nicht immer seine Sicht der Dinge auch gleichzeitig die richtige ist. Er lässt sich daher durchaus einen Rat von anderen erteilen und obwohl sein Stamm generell als recht starrköpfig bekannt ist, behaart er nicht immer auf seiner Meinung, solange andere Herangehensweisen wirklich die besseren sind. Das heißt man muss ihn schon überzeugen, doch anders als andere in seiner Position ist er wie gesagt auch für andere Meinungen offen. Nicht zuletzt auch deshalb weil er zu jederzeit das beste für seinen Stamm will und in solchen Momenten sogar seinen persönlichen Ehrgeiz und Stolz ein klein wenig zurückstellen kann.

Magie/Zauber:
Anders als die meisten seines Stammes, abgesehen von jenen die sich ausschließlich mit diesem ihren können beschäftigen, den sogenannten Schamanen nutzt er seine gegebenen Gaben eher unbewusst, ja beinahe schon beiläufig. Ich rede hierbei von der bei uns verkannten Naturmagie! Die ich daher bis zu dem Zeitpunkt da ich ihr selbst beiwohnen durfte und somit Zeuge des Könnens eines solchen Schamanen wurde, ebenfalls nicht glauben konnte. Doch diese Form der Magie existiert und sie ist gleichermaßen interessant wie furchterregend. Ein altehrwürdiger Schamane der Russ vermag es so selbst schlimmste Blutungen zu stoppen und der Wunde beim heilen zu helfen. Doch auch ihnen sind hierbei Grenzen gesetzt, weshalb auch sie manchmal nur daneben stehen können und gerade mal so dazu in der Lage sind wenigstens den Schmerz des sterbenden zu lindern. Ebenso können sie anderen ihren Willen aufzwingen, was ich selbst auch erst nicht glauben wollte. Doch als ich mich abwertend über einen Schamanen äußerte und ihn und seinesgleichen gar als Scharlatane bezeichnete, bekam ich es am eigenen Leibe zu spüren was es heißt sich selbst zu schlagen.

Für Krusch ist diese seine Gabe Segen und Fluch zu gleichen teilen. Einerseits Segen weil als man erkannte das er für die Naturmagie empfänglich war man ihn erst recht für einen gesegneten, Auserwählten, kurzum ein Wunderkind hielt. Anderseits ein Fluch weil man gerade deshalb so fruchtbar viel von ihm erwartete. Jetzt nicht falsch verstehen, es gehört ja schon irgendwie zu seiner Natur sich immer neuen und größeren Herausforderungen zu stellen. Dies tut er jedoch aus eigenen Andrang und nicht weil andere es gerne so hätten. Weshalb ihm soviel er mir über das Training mit den altehrwürdigen Schamanen sagte oder vielmehr es überhaupt durfte, schließlich war ich ein Außenstehender und noch dazu ein ungläubiger, doch recht schwer fiel. War das Training seiner magischen Fähigkeiten auf seine Art zwar nicht körperlich aber dafür halt auf geistiger Ebene überaus anstrengend. Will heißen es hat viel mit verstehen, fühlen und wissen und schlussendlich natürlich auch mit einer ungeheuren Konzentration zu tun. Nicht das er das nicht könnte aber scheinen die Schamanen seines Volkes da auch die denkbar schlechtesten Lehrer zu sein, ohne dies jetzt gleich direkt böse zu meinen. Vielmehr ist es wohl so das man mit dieser Gabe geboren wird oder nicht und die meisten im laufe ihres Lebens diese ihre Kräfte dann nach und nach erkennen und dadurch auch fördern indem sie es Trainieren. Was aber zumeist bei den Russ erst in einem gehobeneren Alter passiert, wo man viele Erfahrungen schon gemacht hat die er als Kind im alter von sechs Jahren nicht haben konnte. Auch hatte er zu diesem Zeitpunkt ja auch andere Prioritäten und vor allem größere Ambitionen. Groß und mächtig sein zu wollen steht zwar nicht direkt im Gegenspruch hierzu, im Gegenteil sogar aber gab es in ihrer Geschichte auch noch nie einen Häuptling der ein begnadeter Schamane war, zumindest soviel wie ihre "Aufzeichnungen" über ihre Vergangenheit hierzu preisgeben. Schamanen waren eher Heiler und Bewahrer des Wissens und standen den großen ihres Volkes immer mit Rat und Tat zur Seite, besonders da sie ja mit den Ahnen in Kontakt treten konnten. Letzteres reizte ihn zwar auch über alle Maßen doch steht diese Fähigkeit erst am Ende und nicht am Anfang eines langen und harten Lebens des Lernens und einem in sich und die Welt hineinhorchens. Man kann also durchaus sagen das er anders als bei mir zumindest in diesem belange ein ebenso schlechter Schüler war wie seine Meister schlechte Lehrer. Dennoch versuchte er auch hier sein bestes, wenn das auch in diesem Belange nicht viel bedeuten sollte. Er hat sich so zwar von jenen weisen Männern und Frauen in seinem Stamm die Riten und Rituale beibringen lassen doch passierte das meiste was ich bisher gesehen habe bei ihm wohl eher instinktiv. Will meinen er weis im Grunde schon was er da tut und was er will. Nicht zuletzt auch deshalb weil man ihm aufgrund seine Potentials schon in seinem Kindertagen an dem Wissen der Alten teilhaben lies. Doch je mehr man ihm versuchte ihn in eine Richtung zu geleiten desto schlimmer ging dies nach hinten los. Beinahe so als ob das was anderen dabei hilft die Gabe besser zu verstehen/zu verstärken bei ihm zu einer Art Blockade seiner Kräfte führte. Was wohl unterstreicht das es beim ihm mehr eine Gabe als wirkliches können ist. Weshalb die Ehrerbietung die ihn sein Stamm als „Wunderkind“ entgegenbringt schon irgendwie gerechtfertigt ist. Auch wenn ich selber gesehen habe, dass die Schamanen dann doch noch einmal die sprichwörtliche Hand anlegen mussten, nachdem er seine "Wunder" wirkte. Perfekt scheint das ganze daher wohl nicht wirklich zu sein. Da die normalen Lehrer jedoch allesamt darin versagten ihm ihr Wissen zu vermitteln wird er wohl oder übel seinen eigenen Weg finden müssen um das volle Potential seiner Kräfte ausnutzen zu können. Daher wird dies wohl wie alles im Leben auch im laufe der Jahre mit entsprechender Erfahrung kommen, bzw. könnte dies vielleicht auch seine lange Abwesenheit im Exil erklären, quasi als eine Form des Selbststudiums.

Was die Kontrolle über andere angeht so handelt es sich hierbei wohl um so eine Art mentales Duell, in welchen sich die beiden Kontrahenten miteinander messen. Ob ihn dort seine körperliche Kraft hilft wage ich daher stark zu bezweifeln. Zumal in das ganze auch recht mitzunehmen scheint, er ist dann selber wie in Trance und bewegt seine Hände als wolle er unsichtbare Zeichen in die Luft schreiben oder einen Puppenspieler gleich eine Marionette über ihre Fäden steuern. Nun bei den... ich sage mal doch recht einfach gestrickten und ungeübten seinen Volkes mag dies durchaus funktionieren. Doch an einem Schamanen bis er sich bisher auch immer die Zähne aus. Ich selber habe seine Stimme schon des ein oder andere mal in meinen Träumen gehört und fand mich als ich erwachte dann an einer andere Stelle wieder als ich mich zur Ruhe betete. Doch kann es sich hierbei auch nur um einen schlechten Traum gepaart mit Schlafwandeln gehandelt haben. Ich selber weiß daher, da ich selber Zeuge wurde das er über diese Fähigkeiten verfügt:

Beeinflussung
Lenkung
Linderung

Die Schamanen des Stammes rufen zudem bei sehr wichtigen Entscheidungen und oder Ereignissen die Ahnen des Stammes herbei um sich mit ihnen zu beratschlagen. Einer solchen Prozedur durfte ich jedoch als Außenstehender leider niemals beiwohnen, da dies vornehmlich in ihrem allerheiligsten vollzogen wird. Doch stelle ich mir dies schauderhaft vor, ob Aschtar Krusch über diese Fähigkeit verfügt darüber kann ich jedoch nur mutmaßen. Denke aber auch hier, dass er hierfür noch viel zu jung und unerfahren ist. Habe ich ihn schließlich noch nie mit einen wandelnden Toten an seiner Seite gesehen oder etwas nebelhaftes was ich als Geist interpretieren könnte. Als Kind sprach er zwar das eine oder andere mal mit jemanden oder etwas das nicht da war, doch machen dies ja auch nicht wenige Kinder. Diese Hirngespenster sofern es denn überhaupt welche waren verschwanden daher nach und nach als er zum Manne reifte.

Die Russ:
An dieser Stelle angekommen ist es wohl endlich einmal angebracht genauer auf den Stamm der Russ einzugehen. Auch um ein besseres Verständnis für sie zu bekommen. Von vielen werden sie Aufgrund ihres Aussehens, ihrer Lebensweise, ihren Ritualen und nicht zuletzt auch aufgrund ihres Verhaltens gegenüber anderen als Barbaren, als Wilde Menschen eingestuft. Dies geschieht wohl auch nicht zuletzt aufgrund ihres Auftretens, im sinne ihres Kleidungsstiles, also was die Leder- und Fellverarbeitung angeht. Was aber auch kein Wunder ist, schließlich kam das meiste, wenn auch unfreiwillig, von diesen. Doch wie so oft im Leben so trügt auch hier der erste Schein über die tiefer liegende Wahrheit hinweg. So sind sie zwar freilich einer von vielen Stämmen der wilden Menschen sind, doch soviel wie sie mit ihnen verbindet, soviel trennt sie auch wieder. Wirklich zu den wilden Stämmen gehören sie nämlich schon aufgrund ihres eigentümlichen Glaubens nicht, ebenso sehen sie sich als die alleinigen und vor allem rechtmäßigen Herren der wilden Lande an. Aus diesem Gründen haben sie auch schon etliche Feldzüge gegen die anderen Stämme geführt und diesen und jenen für einige Zeit auch unterworfen. Ebenso wie sie orkische Stämme vertrieben und oder sogar auch gänzlich ausgerottet haben. Doch nicht nur seit einigen Generationen ist ihr Blut dünn geworden, nein denn sie waren noch nie sonderlich zahlreich. Ich Maße mir nicht an zu behaupten während meines Aufenthaltes bei ihnen sie alle kennengelernt zu haben oder sie jemals wirklich gezählt zu haben. Doch gehe ich davon aus das ihre Gesamtzahl selbst mit den neugeboren und ältesten zusammen sowie ihren Spähern, Jägern und Kriegsbanden wohl die Zahl zweihundert nicht wirklich überschreiten wird. Daher und ebenso bedingt durch die Verbissenheit mit der die freiheitsliebenden Stämme immer wieder gegen sie aufbegehrten wurden sie wiederholt auf ihr Stammland, im Nordosten der wilden Lande, zurückgetrieben. Wo ein einsamer Berg mit seinen natürlichen Höhlen und tief in den Fels getriebenen Stollen ihnen seit jeher als letzte Bastion und Zufluchtsort dient.

Obwohl sie sich wie bereits erwähnt als die rechtmäßigen Herren der gesamten wilden Lande ansehen, so erzählen sich die anderen Stämme das sie in Wahrheit die Zugereisten wären, welche zur selben Zeit gen Norden zogen wie einst die Menschen die Heute die Nordreiche ihr eigen nennen. Ich habe mir erlaubt an anhand dieser Schilderungen eine Karte anzufertigen auf welchen ich ihre Sicht der Dinge zu Papier gebracht habe. Aufgrund von fehlenden Aufzeichnungen und oder Jahreszahlen geht es leider nur auf diesem einfachen Wege:
Bild
So wie ich persönlich die Sache sehe gab es bei ihnen entweder einmal eine große Zeit der Expansion oder wie sie es sehen ein Zeitalter der Rückeroberung von den Besetzern. Bei welchen sie sogar Außenposten gründeten bis dann nach Jahrzehnten des Sieges einer ihrer bis dato größten Häuptlinge mit Namen Fei Pasch, was wohl soviel bedeutet wie Feuerspucker, fiel. Dadurch kam dann der sprichwörtliche Stein ins Rollen und ihre Herrschaft über die wilden Lande endete. Ebenso wäre es jedoch auch möglich das diese Karte zeigt wie sie hierher kamen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten machten sie Landgewinn. Doch auch in dieser Version der Geschichte stirbt ihr großer Anführer und ihnen bleibt nur noch der Norden. Dies könnte jedoch bedeuten das sie hierher, in den Schutz des Berges geflohen sind und somit wie ich vermute eine Vermischung von verschieden Stämmen darstellen, welche allesamt hierher vertrieben wurden sind. Das würde sowohl ihre steppenreiterischen, als auch orkischen Aspekte und natürlich ihre stark ausgeprägten wildländischen Wurzeln erklären. Doch darüber sollen sich die Geschichtenschreiber streiten und wenn diese es wagen auch gerne mit einem Vertreter der Russ am Tisch...

Auftreten und Stammland:
Selbige sind nämlich genauso für ihr ungezügeltes Temperament und ihre Starrköpfigkeit bekannt, wie auch für ihr kriegerisches Geschick. Wenn die Russ nämlich etwas wirklich können dann ist es Kämpfen und Krieg zu führen. Sie können zwar auch freilich das herstellen was sie hierfür benötigen doch ansonsten haben sie mit Handwerk an sich oder gar Ackerbau nicht viel am Hut. Sehen sie sich selber doch mehr als Jäger und Sammler. All das was sie somit nicht selber herstellen können holen sie sich durch Überfälle und kriegsbedingter Plünderei bei ihren Nachbarn. Was sie bei selbigen natürlich wiederum nicht sonderlich beliebt macht. Doch auch wenn sie aus den besetzten und unterworfenen Gebieten wiederholt vertrieben wurden, so waren sich ihre Feinde bisher doch auch noch nie so einig das sie einen Angriff auf ihr Stammland, ihre Trutzfeste im Herzen des Berges wagten. Vielleicht auch aus dem einfachen Grunde weil jene die sich zu sehr an sie heranwagten auf den Weg zu ihnen noch immer als stille Mahnmale der Zeit ihren dienst, als abschreckende Beispiele, verrichten. Die Rede ist hierbei vom sogenannten Pfahlweg, mit den darauf befindlichen Skeletten, die den Weg zum Haupttor ihres hölzernen Vorlagers am Fuße des Berges und ihr Bollwerk vor dem uralten Höhleneingang bildet. Hier befinden sich die Ställe für ihre wenigen Pferde und Behausungen für anderes Nutzvieh, welches man in der Dunkelheit des Berges bei Fackelschein nur schwerlich bei Laune halten könnte. Auch wird hier in der großen Schmiede alles angefertigt was sie so benötigen. Nicht zu vergessen sei hierbei jedoch auch die Empfangshalle für jene die die Ehre haben die Russ besuchen zu dürfen. Im Berge selbst befinden sich in teils natürlichen, teils in von über Generationen geschaffenen Höhlen und Gängen ihre Schlaf- und Ruhestätten, ihre Lager, eine Arena und die eigentliche Versammlungs- und Festhalle. Sowie natürlich auch ihr Heiligtum mit einem Teil der ewigen Flamme. Alles erleuchtet durch Fackelschein und vereinzelten Löchern im Berg, die auch als Rauchabzug dienen. Doch soweit kommt kein Außenstehender, weshalb selbige auch nie die kunstvollen Wandmalereien welche die Geschichte ihres Volkes erzählen erblicken werden. Was sie dafür sehen ist einmal mehr das was aus ihrer Sicht die Russ so abschreckend macht. Hierbei ist die Rede von den Knochengruben und Totems die Rund um den Berg verstreut ihr Stammland markieren. Aufgrund deren auch Gerüchte über Kannibalismus die Runde machen, doch dies ist Schwachsinn. Ihre Nahrung besteht zwar zu einem Großteil aus Fleischgerichten aber auch sie backen Brot und kochen nur mit Wasser. So etwas wie Kannibalismus gibt es daher nicht, jedenfalls nicht bei ihnen. Vielmehr handelt es sich bei den offen zur schau gestellten Gebeinen um ihre Form der Bestattung und dienen auch als direkte Gedenkstätten für ihre Vorfahren, doch dazu später mehr. Wenn diese jedoch ihre Feinde davon abschrecken sich ihnen zu nähern, dann ist das ein schöner, wenn auch nicht direkt beabsichtigter Nebeneffekt.

Kultur:
Wer über all das hinweg sieht, kann unter dieser rauen und harten Schale jedoch weitaus mehr entdecken als grobe Gewalt und unzivilisierten Verhalten. Untereinander sind sie nämlich so hilfsbereit wie man es nur sein kann. Einen verletzten zurück zulassen gilt als mit das größte Verbrechen das man begehen kann. Ebenso wie falsch daher reden oder einen der ihren zu betrügen oder gar im streite zu erschlagen. Freilich streiten sie sich untereinander und hier und da fliegen auch mal die Fäuste, doch ein Russ würde niemals eine Waffe gegen einen der ihren im Streite erheben.

Jene die während der Jagd oder im Kampfe verletzt werden, werden daher ebenso geehrt wie die die ihr Leben für den Stamm gaben und wenn möglich auch wieder gesundgepflegt. Weniger rühmlich geht man jedoch mit denen um die schon kränklich und oder entstellt zur Welt kommen. Diese werden ohne großes Aufsehen einfach ihrem Schicksal vor dem Toren ihres Außenlagers überlassen. Was unzivilisiert klingen mag ist jedoch aus ihrer Sicht äußert weiße. Da es immer mal wieder Winter gibt wo es nicht einmal genug essen für die Gesunden unter ihnen gibt, warum sollte man da auch noch etwas für jene verschwenden die wohl nie etwas für den Stamm tun können!? Diejenigen welche nicht mehr für die Jagd und oder den Kampf taugen sind es aber auch die ihre Kultur am laufen halten, sie bilden die nächste Generation aus, geben die Geschichten der Ahnen und als Schamanen sogar hier und da ihren direkten Willen wieder. Auch fertigen diese die hier und da angebrachten Knochen und oder Holzschnitzereien an oder verzieren die Schilde und dergleichen mehr.

Ein beleibtes Motiv ist hierbei der Drache, entweder einfach als solcher oder einer in einem verzweifelten Todeskampf mit einem der Ihren. Was den Punkt der Gleichberechtigung angeht so sind sie da auch weiter als man es vermuten möchte. Da es zwischen Männern und Frauen weder Stimm-, noch Platztechnische Unterschiede innerhalb des Stammes gibt. Die Rolle der Frau ist bei den Russ also nicht aufs Kochen, Kinderkriegen und aufziehen beschränkt. Es gibt zwar hier und da Geschichten das die Russ gefangene Frauen an ihren Haaren in ihre Höhlen schleifen, was möglicherweise auch das eine oder andere mal geschehen ist, jedoch mit einer gebürtigen Russ würde sich das nicht einmal der stärkte unter ihnen trauen. Da heißt es wie bei jedem anderen Volke auf Erden werben, werben und nochmals werben! Einen kleinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt es dann aber doch, bei aller Liebe und Freundschaft eine Frau könnte bei ihnen niemals Stammesoberhaupt werden, warum? Nun ganz einfach darum! Man merkt einmal mehr die Russ diskutieren nicht gerne. Ebenso ist der Rat der ältesten der den Häuptling mit seiner Erfahrung als Berater dient ebenfalls eher von Männern dominiert und auch nicht wirklich alt. Freilich sind einige ergraute darunter aber wer in diesem Stamme wirklich alt werden will muss sich wirklich anstrengen. Entweder ist er wirklich von den Ahnen gesegnet oder halt, was eine Schande wäre ein Feigling!

Ihre ganze Kultur dreht sich deshalb auch um die Ehre eines jeden einzelnen, jene seiner Familie und schlussendlich auch der des gesamten Stammes. Seine eigene zu beschmutzen ist gleichzusetzen damit den Namen seiner Familie in den Dreck zuziehen und wer das tut, der beleidigt auch den ganzen Stamm. Von selbigen ausgestoßen zu werden ist, da sie die Hand ja nicht gegeneinander ergeben, daher die größte Strafe und Schande die sie für einen der Ihren kennen. Welche soweit wie sich die weißen unter ihnen zurück erinnern können, nur ein oder zweimal in der gesamten Geschichte vorkam. Die Sache mit dem Gebietsverlust und dadurch auch verbunden ihrem taktischen Rückzug, um nicht alles zu verlieren ist daher ein mehr als nur kleiner Makel in ihrer ansonsten doch so ruhmreichen Geschichte. Welchen deshalb jeder, der an seinem Leben hängt, nicht in ihrer unmittelbaren Nähe ansprechen sollte.

Glauben:
Auch sollte man in Glaubensfragen nicht mit ihnen streiten. Dieser mag für viele primitiv erscheinen, für sie ist er jedoch verständlicher, weil einfacher als andere und sie sind glücklich mit einfach! Ihr Glaube ist daher etwas das sie sowohl mit anderen verbindet aber auch deutlich abgrenzt. Direkte Götter per Definition gibt es bei ihnen nicht, denn für sie sind Götter gleichzusetzen mit Ahnen und je bedeutsamer diese waren desto höher werden diese freilich von ihren Nachfahren bewundert und verehrt. Doch ehrbare Vorfahren gibt es so viele, was also macht einen solchen zum Gott? Da sie diese Frage nicht beantworten können bleiben sie bei dem Glauben den schon die Ahnen ihrer Ahnen praktizierten und wer sollte schon weißer sein als diese!? Von den sieben Göttern, die Ihre Nachbarn so inbrünstig verehren, haben sie freilich schon gehört doch ändert das nichts an ihrer Ansicht. Sie halten es mit ihrem Glauben daher mehr wie die Menschen der Steppe, sie verehren das was man sehen, was man spüren, was man anfassen kann. Himmel also Luft, Erde, Feuer und Wasser, die vier Elemente durch welches sich für sie alles erklärt. Der Himmel begrenzt die Erde und das Wasser, lässt uns atmen und nimmt letzteres in sich auf wenn das Feuer, die ewige Flamme am Himmel (Sonne/Sterne), welches für stetiges Gleichgewicht sorgt, zu sehr wütet. Dieses Wasser kommt hernieder und benetzt und befruchtet die Erde, die alles erblühen und gediehen lässt und der Kreislauf beginnt von vorne. Das Feuer ist das was laut ihren Geschichten von den allerersten Ahnen nutzbar gemacht wurde. Dies geschah als es am Anfang der Zeit von Himmel fiel und sie es so von einem gefallenen Stern nahmen. Dieses erste Feuer und somit ein Teil der ewigen Flamme am Himmel brennt auch noch heute in ihrem Heiligtum. Würde diese erlöschen wäre das eine Schandtat die selbst von einem der Ihren den Blutszoll abverlangen würde.

Dieser ihr erster Urahn, mit Namen Feifei (Übersetzt der der brannte oder es zum brennen brachte) war freilich ein überaus großer Mann und seine Tat eine von der sie alle noch heute profitieren. Doch ihn deswegen gleich zu einem leibhaftigen Gott zu machen wäre etwas übertrieben, zumal er deshalb ja noch nicht über den Elementen steht. Die zudem anders als die vermeintlichen Götter der anderen (außer in für sie erbauten Tempel) für jedermann ersichtlich sind und zeigen wie echt und leibhaftig diese doch sind. Beispielsweise so wie man Ende jeden Tages, wenn die große Flamme langsam erlischt und bei ihrem letzten aufglimmen ihrer Asche in tausende und abertausende Teile ihrer selbst zerspringt. Die wiederum wenn sie lange genug geglüht haben hier und da gen Erde fallen oder am nächsten morgen gemeinsam das Feuer entfachen welches erneut alles erhellt.

Feuer hat bei ihnen daher einen hohen Stellenwert, es erhellt, es wärmt, es bereitet das Essen zu und ist somit gleichzusetzen mit Leben. Gleichzeitig steht es bei ihnen jedoch auch für den Tod, denn Neubeginn, da es um brennen zu können etwas anderes verzehren muss. Weshalb Leute ihres Stamme auch verbrannt werden, nachdem die Ahnen in der Gestalt von Vögeln ihre Seele aus ihren toten Körpern befreit haben. Der Geist geht nach dem Tode der Hülle auf Wanderschaft um über die seinen zu wachen, weshalb diese Geister ja auch Beschwör- und Anrufbar sind. Werden selbige jedoch lange nicht angerufen begeben sie sich an höher gelegene Orte um so einen besseren Überblick über ihre Schützlinge zu bekommen. Weshalb den Russ auch Berge heilig sind und sie selbige deshalb auch nicht besteigen, sondern sich nur an diesem Fuße oder in deren inneren niederlassen. Was sie zumindest in dieser Hinsicht einmal mehr mit anderen wilden gemein haben. Doch zurück zum Thema das was Fremde in den Knochengruben finden sind daher oftmals nur tierische Knochen oder die derer die nicht ihren Glauben teilen oder gar jene die in Ungnade bei ihrem Volke geraten sind und keine würdige Bestattung verdienen. An den Totems befindliche Knochen sind jene die das Feuer nicht verzerrte oder von denen der verstorbene wünschte seinen Nachkommen sollten diese erhalten um ihn somit besser erreichen zu können. Ein äußert makaberer Totenkult für wahr aber mit Kannibalismus und dergleichen mehr hat das rein gar nichts zu tun.

Doch genug davon, machen wir lieber weiter, denn wer A sagt muss auch B sagen. Weshalb derjenige der von Feuer spricht auch an den Drachen nicht vorbeikommt. Selbige gelten bei den Russ als böses Omen, ist ein Drache doch meist nichts gutes. Zudem sagt eine ihrer ältesten Prophezeiungen voraus das: »Wenn tausend Drachen erscheinen so ist das Ende der Welt gekommen!«. Einerseits wegen dieser Angst vor dem Ende der Welt in Form der feurigen Rache der geflügelten Bestien, die ihre Vorfahren nicht erschlagen konnten. Anderseits wegen der Angst der Himmel selbst könnte ihnen einmal, wie die Funken der ewigen Flamme (Sterne), auf den Kopf fallen, hausen sie deshalb bevorzugt in Höhlen. Jedoch darf man ihre Angst vor dem Ende der Welt jetzt auch nicht falsch verstehen. Solange es nämlich nicht tausend Drachen sind, kann man ja noch immer etwas tun um das Ende abzuwenden oder wenigstens weiter nach hinten verschieben. Einen Drachen zu töten wenn sie einen sehen ist daher bei ihnen so etwas wie die erste Bürgerpflicht und daher nicht nur eine Frage der Ehre sondern des Fortbestandes von allem was existiert. Was sie von den sogenannten Drachenerben halten sollen und ob sich die Prophezeiung möglicherweise sogar auf diese bezieht wissen sie trotz all der Jahre nicht so recht. Ebenso stellt sich dann aber auch die Frage wie viele es von ihnen gibt und ob sie sicherheitshalber alle den tot verdient haben!? Da sie bisher jedoch nicht auf viele von diesen gestoßen sind halten sie sich erst einmal an die echten. Da die Drachen jedoch schon vor so langer Zeit hinter den Mauern der Drachen verschwunden sind, dass selbst die ältesten unter ihnen sich nur noch an Geschichten erinnern können, sind diese geflügelten Giganten auch bei ihnen im laufe der Zeit zu Fabelwesen in ihren Legenden verkommen. Dennoch ist es Sitte und gelebtes Brauchtum das ein jeder von ihnen der sechzehn Winter überstanden hat zur Mauer der Drachen muss, um dort für ein Jahr auf sich alleine gestellt Wache zuschieben. Eine Erfahrung die einen auch egal ob Mann oder Frau abhärten soll und es auch tut, jedenfalls jene die zurückkehren. Die Russ sehen sich selber deshalb auch nicht als barbarische und zerstörende Hunde des Krieges, als welche man sie immer gerne darstellt, sondern vielmehr als Bewahrer...

Namensgebung:
Was uns auch gleich zu dem Punkt bringt warum die Russ eigentlich Russ heißen, nun eigentlich müsste man ihren Namen R-u-ß schreiben also wie der Ruß, Asche. Da es das ß sowie eine direkte Schrift jedoch nicht gibt und sie sich eher einer Bildsprache bedienen wenn sie etwas für die Nachwelt erhalten wollen, hat sich die Schreibweise mit dem Doppel s eingebürgert. Als ich fragte warum, sagte man mir es sehe schöner aus, egal ob sie nun lesen konnten was ich niederschrieb oder nicht, so wollte ich doch auch nichts riskieren. Dieser ihr Name ist zudem wie viele vielleicht schon gemerkt haben Programm. Ist ihnen Feuer an sich doch heilig und steht für Bewegung, Tod und Wiedergeburt. Viele werden den Spruch kennen „Asche zu Asche und Staub zu Staub“ oder „Aus Asche sind wir entstanden und zu Asche werden wir werden“ und so ähnlich ist es ja auch bei ihnen. Weshalb sie ihre Gesichter wenn sie in den Krieg ziehen oder bei hoch zeremoniellen Anlässen auch mit Ruß schwärzen. Dadurch wollen sie versinnbildlichen das sie ein Teil des brennenden Feuers, der ewigen Flamme sind die die Welt erhellt und im Gleichgewicht hält. Weshalb auch ein jeder von ihnen stets etwas Asche bei sich trägt, selbige befindet sich in einem kleinen Säckchen in welchen sich auch zwei Feuersteine ihren Platz finden. Das Feuer ist daher wenn man so will für sie auch so eine Art Kriegsgott. Einerseits wärmt es und aus ihrer Sicht der Dinge füllt es auch ihre Bäuche, anderseits kann man sich daran auch verbrennen und dadurch Wunden erlangen die länger Schmerzen als das Feuer an sich brennt.

Glaubenstechnisch stellen sie somit einen Mischmasch aus den Glauben der sie umgebenen Völker dar. Da sich in ihren eigentümlichen Glauben sowohl Aspekte der wilden Menschen, der Steppenreiter, als auch der Orks wiederfinden. Welche sie entweder von diesen übernommen haben oder die sich im laufe der Zeit einfach aufgrund ihres Zusammentreffens heraus entwickelt haben. Die größten Aspekte ihres Glaubens stammten jedoch ohne Frage von den Steppenreitern, nur das sie die Sonne, ihre heilige ewige Flamme nicht als Vater betiteln ebenso wie die anderen Elemente. Was vielleicht auch den Schluss zulässt das es sich bei ihnen einst doch um Steppenreiter handelt die vor Generationen, vielleicht aufgrund ihrer ketzerischen Gedanken, vertrieben wurden und sich darum hier niederließen. Wo sie eine Zeitlang in Harmonie mit ihren neuen Nachbarn lebten bevor warum auch immer die heutigen Russ aus ihnen hervorgingen. Doch auch die Parallelen zum Glauben der wilden Menschen sind so mannigfaltig das es sich hierbei um mehr als nur einen Austausch zwischen selbigen handeln muss. Schließlich hat auch bei diesen die Ahnenanrufung einen hohen Stellenwert. Und auch wenn diese sich nicht Asche ins Gesicht schmieren, so haben sie doch ein Ritual bei welchen sie selbige zumindest verteilen. Vielleicht handelt es sich bei dem Glauben der Russ ja gar um eine Verschmelzung von zwei vertriebenen Stämmen, die das für sie wichtigste mit einbrachten. Doch sind dies alles nur Mutmaßungen meinerseits, aufgrund von fehlenden Wissen...

Symbol:
Als Symbol und wenn man so will sogar Wappen, hat sich jedoch keine Flamme oder die Sonne als Sinnbild hierfür etabliert, sondern etwas vollkommen anderes. Die Rede ist hierbei natürlich von dem auf meiner Karte bereits eingezeichneten roten Totenschädeln. Dies ist jedoch einmal mehr etwas das sie ihren Nachbarn zu verdanken haben, sie selber haben noch nie ein Zeichen für ihren Stamm benötigt. Wissen sie doch selber wer sie sind und selbst wenn, dann bin ich mir sicher wäre es irgend ein flammendes Motiv geworden, eine Fackel, ein feuerspeiender Drache oder ja wie bereits erwähnt die Sonne als solches beispielsweise oder ganz anders ihr Heimatberg selbst. Ihr seht es gibt viele kreative Möglichkeiten wenn man sich nur mit ihnen befasst. Für ihre unwissenden Nachbarn ergibt der rote Schädel jedoch weitaus mehr Sinn als die gerade genannten Beispiele. Zum einen weil die Russ oftmals viele gespaltene Schädel zurücklassen und sich aus ihrer Sicht der Dinge auch gerne gegenseitig die Schädel blutig schlagen und natürlich nicht zu vergessen ja Kannibalen sind. Was aus Vorurteilen so alles entstehen kann und sei es ein Stammessymbol. Von welchen die Russ, mal ganz nebenbei, noch nicht einmal wissen das sie eines haben...

Verhältnis zu anderen Stämmen:
Die Russ führen trotz aller Liebe zum Krieg selbigen nicht ganzjährig, sondern hauptsächlich im Frühling und im Herbst. Im Herbst weil da die Ernte eingeholt wird und sie da die reichste Beute machen und im Frühling weil man da am besten sehen kann ob man den Leuten zu viel oder zu wenig gelassen hat. Wer nämlich Fett aus dem Winter kommt, dem ging es freilich zu gut. Wenn die Russ also doch einmal im Sommer oder im Winter vorbeischauen, dann müssen die Zeiten wahrhaftig schlecht sein.

Abschließend sei deshalb hier noch zu erwähnen, für jene die es deutlicher wollen, dass sie nicht durch und durch jene wilden und ungewaschenen Barbaren sind mit denen man kleine Kinder erschreckt und für die sie viele halten. Klar sind sie grob und hier und da vielleicht sogar rüpelhaft und ungehobelt und ja auch ein friedliebendes Volk sieht anders aus. Dennoch nehmen sie sich meistens nicht mehr und nicht weniger als sie selber zum überleben brauchen und töten auch immer nur jene die sich gegen sie wehren, also die Waffen gegen sie erheben. Dass sie dann aber auch jene töten die ihren Waffen fallen lassen, mag für viele jetzt unverständlich erscheinen für mich der ich unter ihnen weilte ist es jedoch äußert logisch. Am besten ist es wohl mit der alten Weisheit zu erklären: „Der der zum Schwerte greift, der wird auch durch das Schwert umkommen!“. Die Russ verwenden zwar fast ausschließlich Äxte aber ansonsten stimmt diese Aussage. Würden sie nämlich wahrhaftig alles kurz und klein schlagen und jeden töten der ihnen über den Weg läuft, dann wären sie bald alleine auf weiter Flur und was dann? Dann müssten sie freilich alles selber anbauen oder herstellen was sie benötigen, was sie jedoch nicht können!

Weshalb sich ihre direkten Nachbarn, in Form von Bauern mit ihren Höfen oder kleinen Siedlungen sich auch damit abgefunden haben und diese ihre Plünderungen als eine Art von Steuer, als Abgaben für ihren Schutz ansehen. Wer wagt es schließlich schon freiwillig sich mit den Russ anzulegen, indem er sie ihrer Lebensgrundlage beraubt? Wodurch sie dann auch dazu gezwungen wären immer größere Kreise zuziehen. Zumal wann immer die Bedrohung durch Steppenreiter und oder natürlich der Orks zu groß für einen Stamm alleine war, so konnte sich dieser der Hilfe der Russ sicher sein, wenn er sich selbst nicht allzu blöde anstellte. Freilich machen diese nichts für umsonst, umsonst ist schließlich nur der Tod, wobei der natürlich das Leben kostet. Ebenso darf man das was man ihnen bringt und ihnen anbietet nicht als Entlohnung für ein Geschäft, eine Dienstleistung sehen, sondern es ihnen mehr als einen längst fälligen Tribut an sie verkaufen. Kaufen lassen sich die Russ nämlich nicht, wäre das schließlich entgegen jeder Kriegerehre. Doch bei einer entsprechenden Tributzahlung und vor allem der Aussicht auf einem Kampf mit einem ebenbürtigen Gegner, da lassen sie sich dann auch nicht zweimal bitten. Weshalb sich die meisten anderen Stämme in den wilden Landen mit diesen ihren eigensinnigen verwandten dritten Grades gewissermaßen arrangiert haben. So schließen diese Quasi von Zeit zu Zeit einen Pakt mit den Teufel, um ihr eigenes überleben zu sichern und das alles nur für ein paar Felle, etwas Metall, Tiere und Mehl. Gold, Silber oder Münzen an sich haben nämlich bei ihnen absolut keinen Wert, da sie mit niemanden Handel führen ist auch dies verständlich.

Aus diesen Gründen setzen viele Stämme der wilden Menschen die Russ auch mit einem Rudel Wölfen gleich. Hungrig sind die gefährlich und handeln instinktiv, doch satt kann man sich ihnen gefahrlos nähern und sie gegebenenfalls sogar wie Hunde abrichten. Solche lose Reden und Schlussfolgerungen sollte man jedoch, einmal mehr, niemals in Beisein eines Russ zum besten geben. Sie mögen ja auf ihre Art primitiv und vielleicht sogar einfältig sein, deshalb sind sie jedoch noch lange noch nicht dumm und merken es daher sehr wohl wenn man sie so offensichtlich denunziert. Naja... außer natürlich man hat freilich kein Interesse mehr daran das sein Kopf weiter auf seinen Schultern ruht...

Resümee eines bescheidenen Schriftgelehrten:
Zusammengefasst kann ich nur sagen das die Russ wahrlich ein Stamm für sich sind, welche das Rad zwar freilich nicht neu erfinden, in vielerlei Dingen aber ihren eigenen Weg gehen. Weshalb sich bei mir im laufe der Zeit mehr als nur einmal die Frage nach ihren Ursprüngen stellte. Von ihrer Lage und ihren Gesellschaftlichen Strukturen her würde ich sie als eine Art Urvolk der wilden Menschen ansehen. Egal ob sie nun zuerst hier waren oder wie die anderen Stämmen flüstern zugereiste sind. Ihre Kleidungsstechnischen sowie sprachlichen Wurzeln sehe ich jedoch trotz allem eher bei den Orks, auch wenn ich auf den ersten Blick auch dachte einen wilden Menschen vor mir zusehen. Was entweder bedingt durch die vielen, vielen kriegerischen Auseinandersetzungen ist oder vielleicht auch aus einer kurzzeitigen Vermischung mit selbigen aus wahrhaft alten Zeiten herrührt. Ohne Frage handelt es sich bei den Russ schließlich um Menschen und keine halborks oder dergleichen mehr, doch irgendwie haben sie in ihrem tun und ihrer Art anderen gegenüber dennoch etwas orkisches. So schnell wie sie zu den Waffen greifen da ist eine Verwandtschaft doch zumindest denkbar.

Womit ich mir aber sicher bin ist das in ihren Adern das Blut der Pferdeherren fließt, den sogenannten Steppenreitern. Die Parallelen zu deren Glauben sind nämlich viel zu stark als das sie durch bloße Geschichten und hören sagen zu diesen getragen wurden. Vielleicht sind oder vielmehr waren sie einst einer der ersten Stämme der Steppe der sich fernab ihrer Heimat niederließ und während seiner weiteren Reise gen Osten lange Zeit auf orkischen Territorium rast machte. Bis es mit selbigen schließlich zum Bruch kam der bis heute durch Waffengewalt ausgetragen wird. Im laufe der Zeit übernahmen sie dann beispielsweise auch Teile des Glaubens und die Kunst der Metallverarbeitung von ihren neuen und nun seit Generationen bedingten Nachbarn. So oder so ähnlich könnte zumindest ich mir das ganze vorstellen. Es würde vieles erklären, doch ist es müßig darüber mit einem Russ zu sprechen, erstens weil sie es selber nicht wissen und zweitens weil es an den Grundfesten ihrer Gesellschaft rütteln würde. Waren sie doch die ersten in diesen Landen! In Ermangelung von starke für eine solch direkte Konfrontation und ja ich gebe es auch offen zu dem fehlen von genug Mut hierfür habe ich diese meine Gedankengänge stets für mich behalten. Schließlich hänge ich an meinem Leben so erbärmlich es auch von Zeit zu Zeit sein mag.

Vergangenheit:
Unsere Geschichte oder vielmehr die von Aschtar Krusch beginnt wie könnte es anders sein am Anfang. Ja mehr noch zweiundzwanzig Jahre von heute an zurückgerechnet um genau zu sein. Das es zudem noch einmal sechs Jahre vor meinem zusammentreffen mit diesem eigentümlichen Stamme war, kann ich nur wiedergeben was ich erfahren habe. Aschtar Krusch wurde in einer sternenklaren Nacht geboren, als Sohn des Stammesoberhauptes und seiner Frau die als Bärentöterin bekannt war. Ich selber habe sie zwar niemals gesehen da sie vor meinem auftauchen von einen solchen getötet wurde. Was in Anbetracht ihres Hobbys sowohl zu erwarten als auch irgendwie ironisch war, eine Bärentöterin die von einem Bären getötet wurde. Im übrigen und nur mal so ganz nebenbei Krusch trägt heute übrigens genau das Fell des Bären der seine Mutter tötete. Gerecht hat er sie jedoch nicht selbst, dafür war er mit drei Jahren dann doch noch zu klein, deshalb war es sein Vater. Dieser hielt das Geschenk jedoch für passend für seinen Sohn, sollte es ihm doch in gewisser weise die wärme seiner Mutter ersetzen und ihn auch an selbige erinnern. Doch ich schweife zu sehr ab, entschuldigt! Wo waren wir? Ahh ja... am Tage oder vielmehr in der Nacht seiner Geburt gab es ein Zeichen, ein Omen das je nachdem wen man fragt entweder als gut oder schlecht interpretiert wird. Die Rede ist hierbei freilich von seinem Namensgebenden Ereignis, dem fallenden Stern.

Ein solcher kurz nach einer Geburt ist ein Zeichen für eine große Veränderung, doch wie ein jeder wissen sollte kann eine Veränderung sowohl positiver als auch negativer Natur sein. Da zudem der junge Krusch selbst seine Hände gen Himmel streckte wurden ihm so magische Fähigkeiten unterstellt. Dies stimmte zwar in gewisser weise doch hatte das eine nichts mit dem anderen zu tun. Dies alles soll nach der Ansicht einiger daher ein Zeichen des Himmels sein, dass sich selbst dieser der Macht des neugeborenen Kindes beuge oder das der Himmel eine feurige träne darüber vergoss was dem Stamme der Russ mit ihm noch so alles bevorstand. Diese frage, was denn nun stimmte teilte den Stamm seit jener Nacht in zwei Lager, jene die für ihn sind und jene die... zumindest ein Auge darauf werfen wie sich Aschtar Krusch entwickelte.

Offen darüber zu sprechen das der Sohn des Stammesoberhauptes Unglück oder gar verderben über sie alle bringen würde war nämlich zu jederzeit ungesund. Erst wegen dessen Mutter und freilich seinem Vater mit welchen ebenfalls zu keiner Zeit sonderlich gut Kirschen essen war. Und je weiter die Jahre in Lande zogen und die Kräfte seinen Herrn allmählich begannen zu schwinden, so wuchsen doch die seinen im gleichen Maße an. Weshalb es heutzutage ebenfalls nicht angebracht ist so etwas zu äußern oder ihn gar offen ins Gesicht zusagen, da man sich die folgen ausrechnen kann. Zumal alle Zeichen auch auf einen Machtwechsel hindeuten und er nicht nur aufgrund seiner Geburt sondern ausschließlich aufgrund seiner taten und seines Könnens das neue Stammesoberhaupt werden wird. Doch ich greife zu weit vor, soviel wie ich über seine frühen Jahre erfahren konnte war er kaum das er krabbeln beziehungsweise laufen konnte von einer Neugier gepackt die ihres gleichen suchte. Gleichsam aber auch schon damals darauf erpicht der erste, der schnellste und zu weilen auch der mutigste und stärkste unter dem Nachwuchs des Stammes zu sein. Was als kindliche Spielereien begann sollte seinen Charakter prägen und ihn in Form seines persönlichen Ehrgeizes wohl auch bis an sein Lebensende begleiten!

Als ich das erste mal auf Aschtar Krusch traf war er bereits sechs Jahre und war damals schon ein wenig anders als die seinen und das meine ich im positiven sinne. Jedenfalls aus der Sicht eines Lehrers wieder willen, war er doch aufgeschlossener und neugierigerer als andere, besonders natürlich der ältesten. Die mich damals lieber gleich als später hinausgeworfen oder gar noch schlimmeres mit mir getan hätten. Es war nämlich sein Vater alleine, dass Stammesoberhaupt höchst persönlich gewesen der entschieden hatte das ich seinen Sohn Unterrichten sollte. Ich kam zu dieser Ehre nachdem die Russ die Karawane aus reisenden Gelehrten überfallen hatten. Naiv wie wir gewesen waren hatten wir alle Warnungen der Wilden in den Wind geschlagen und unseren Weg in Richtung des Stammlandes der Russ fortgesetzt. Wollten wir doch soviel wie nur irgendwie möglich war über alle wilden Menschen erfahren und all ihre Stämme katalogisieren. Doch das Schicksal wollte es das ich nicht nur als einer der ersten alles wissenswerte über die Russ erfuhr. Ich wurde am Leben gelassen um ein Privatlehrer zu werden und ich hatte wahrlich Glück mit meinem Schüler.

Krusch war zwar wie die anderen Kinder, zumindest soweit ich das beurteilen kann, zu jederzeit gehorsam gewesen sowohl älteren gegenüber als natürlich auch gegenüber seinem Herrn Vater. Doch ist Gehorsamkeit nicht das gleiche wie wirkliches Interesse und Begeisterungsfähigkeit für neues. Selbst der beste Lehrer, der ich ohne Frage nicht war, kann ein Gefäß nur dann füllen wenn es offen und daher nicht verschlossen also bereit ist gefüllt zu werden! Sein Wissensdurst kam mir daher mehr als nur zugute, da dies meine Arbeit leichter machte und mir besonders am Anfang die Angst nahm. Schließlich wollte ich mich als nützlich erweisen, erst später und somit im laufe der Zeit erfuhr ich ja das die Russ nicht so kaltherzig waren wie ich anfangs angenommen hatte. Im Nachhinein betrachtet hatten sie auch nur jene aus der Karawane angegriffen welche ebenfalls bewaffnet und somit Krieger oder vielmehr Söldner waren. Meine mitreisenden Kollegen waren geflohen und so wie bisher erfahren habe auch ohne je ein großartiges Wort über diesen Vorfall zu verlieren. Geschweige denn auch nur einen einzigen Gedanken an mein Schicksal zu verschwenden oder gar eine Befreiungsmission in die Wege zuleiten. Ohne sie von diesem ihrem Verrat freisprechen zu wollen lag es vielleicht auch daran weil sie annahmen ich sei von den Russ getötet worden. Wie dem auch sei, so wurde ich jedenfalls der Lehrer von Aschtar und brachte ihn nach und nach alles bei was ich auf meinen bis dato vollzogenen Reisen als Schriftgelehrter so alles an Wissen erlangt hatte. Besonderes interessiert war er hierbei vor allem von allem was ich ihn über die Nordreiche zu berichten hatte. Auch wenn er nicht immer sofort alles glaubte was ich ihm erzählte aber auch eine gesunde Skepsis macht einen guten Schüler aus. Für ihn, dessen Stamm gerade einmal einige wenige hundert Seelen ausmachte, waren Erzählungen von Dörfern und Städten in denen tausende hausen sollten einfach zu fantastisch. Dank meiner Bücher und Schriftrollen und darin auch enthaltenden Zeichnungen und Bilder konnte ich das was ich sagte jedoch auch beweisen. Ich kann mir aber dennoch vorstellen das alle die Vorstellung von Städten komplett aus Stein und nicht in den Stein gehauen seine Vorstellungskraft besonders am Anfang überschritt. Sie hatten zwar auch selbst ein Vorlager und jene die die erwachsenen seines Stammes überfielen lebten auch in befestigen Lagern. Jedoch bestanden diese hauptsächlich aus Holz und wurden nur hier und da von Stein verstärkt.

Weshalb ich hier auch erwähnen sollte das es zu keiner Zeit eine reine Lehrer-Schülerbeziehung war, da ich von ihn mindestens genau soviel lernte wie er von mir. Vor diesem meinem Bericht über die Russ war nämlich so gut wie gar nichts bekannt und das was man wusste bestand wie ich erfuhr größtenteils aus Lügen und Halbwahrheiten. Ich würde, wenn ich so darüber nachdenke sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten das wir beiden Freunde über die Jahre wurden. Doch behaupte ich deshalb nicht das es trotz allem einfach war, noch das er nicht bemüht oder begriffsstutzig war. Es waren halt Welten die hier aufeinander trafen. Viele Dinge die weit über den Horizont seiner Stammesbrüder und Schwestern hinaus gingen. So wie beispielsweise dem lesen und schreiben, wobei ich letzteres bei dem schreiben seines Namens, in einer lesbaren Form, beließ. Da seine Handschrift bei allem Verständnis einer Sauklaue glich und er sich auch eine wenig ungeschickt dabei anstellte. Musste dabei doch mehr als nur eine meiner kostbaren Schreibfedern dran glauben. Was hatte ich auch erwartet wenn man einer sprichwörtlichen Axt im Walde auf einmal versuchte etwas so filigranes wie dem schreiben mit einem Federkiel beizubringen. Das Rechnen brachte ich ihm in der Form der Addition, der Multiplikation, Subtraktion, als auch des Dividierends mit einem Rechenschieber bei, bei einem fehlen eines solchen greift er wie es alle Kinder tun auf Finger und gegebenenfalls auch Zehen zurück. Ein großer Mathematiker wird aus ihm jedoch auch niemals werden da er sich keine Zahlen merken kann und deshalb auch am Kopfrechnen scheitert. Wird er selbiges Wissen bei seinem Volke jedoch auch niemals benötigen, denn ohne Geld und vor allem Handel ist dies ziemlich unnütz. Doch kann Wissen an sich überhaupt jemals unnütz sein?

Nunja da er darüber hinaus auch lesen kann und sich wenn er will auch wie ein gebildeter Mensch artikulieren kann ist er zumindest teilweise auch vielen Leuten aus meiner Heimat weit überlegen. Lassen sich dort doch viele vorlesen und wenn sie etwas unterzeichnen müssen machen viele sogar einfach nur ein Kreuz. Ich versuchte auch ihn unsere Kultur, ja mehr noch auch unseren Glauben näher zubringen. Interesse war einmal mehr schon da aber wollte er auch mit nichts von seinem Volke brechen. Was mehr als nur verständlich war wenn man bedachte wer sein Vater war, denn den Titel oder vielmehr Namen Schädelspalter erhielt man bei den Russ auch nicht ohne Grund. Ebenso durfte auch nicht außer acht gelassen werden was ihn bestimmt war und worauf er selber so verbissen hinarbeitete. Schließlich würde er irgendwann einmal selber den Stamm anführen, da konnte er beim besten willen nicht mit alten Traditionen brechen, da man ihn so niemals als einen der ihren akzeptieren würde.

Wo wir aber schon einmal bei Namen sind, dazu muss ich noch eine Kleinigkeit ihnen meinen geschätzten Lesern und Leserinnen erläutern. Jeder Russ kann im laufe seinen Lebens mehrere, bis zu drei Namen erlangen. Mit denen er zum einen sein Status innerhalb des Stammes Ausdruck verleiht, sowie auch seine Taten für die Nachwelt erhalten werden. Den Geburtsnamen vergeben freilich die Eltern, welche in Beisein der Ältesten sowie der Ahnen ihrem Kinde einen weg weisen wollen. Ob das Kind selbigen jedoch beschreitet liegt an ihm selbst und wirklich, also richtig akzeptiert als Mitglied des Stammes wird man ehh erst wenn man seine Reifeprüfung ablegt um sich seinen Stammesnamen zu verdienen. Dies tat Krusch jedoch anders als üblich bereits im alter von acht Jahren und nicht erst mit 10 wie sonst üblich. Der Grund hierfür war sein eigener Ehrgeiz, sein drängen, sowie die Bestätigung seiner Lehrer das sie ihn nichts grundlegendes mehr beibringen könnten, was er nicht schon wusste. Hierzu muss man jedoch auch wissen das bei den Russ das Selbststudium weit über dem liegt was andere einem zeigen können. Freilich die richtige Haltung, Standardschritte und Bewegungen mit den verschiedensten Waffen kann man jemanden zeigen. Üben, üben und nochmals üben kann man jedoch nur selbst und ein Talent für eine Waffe hatte man entweder oder man hatte es nicht. Die Reifeprüfung bei den Russ sieht folgendermaßen aus, die Kinder, denn mehr sind sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, werden vor den Toren des Außenlagers ausgesetzt und sich selbst überlassen, für den Zeitraum von einem Monat wohlgemerkt. Lange genug um zu zeigen ob sie auf sich allein gestellt in der Wildnis überleben können oder halt nicht. Was unter anderem wohl eine von vielen Erklärungen für ihre geringe Anzahl ist, denn nicht alle Kinder überleben diese Prüfung. Was jedoch nicht immer an ihrer Unfähigkeit liegt sondern auch an wilden Tieren, Krankheiten und natürlich den ihnen feindlich gesinnten Stämmen in der Umgebung. Für welche nur ein toter Russ ein guter Russ ist, egal ob nun jung oder alt. Jene die es schaffen bekommen daraufhin ihren Stammesnamen, welchen man sich jedoch selbst geben darf. Bei Aschtar Krusch war dies zwar ebenfalls so, doch war seine Wahl vielleicht auch bedingt durch meinen bisherigen Unterricht nicht nur weise, weil zutreffend, sondern auch bescheiden. Karrad Klang, was übersetzt soviel bedeutet wie Klingenbrecher, die meist geläufigeren Namen spielen mehr auf die Größe, Stärke oder andere Körperliche Eigenschaften an. In dieser Hinsicht wäre für ihn der Name Falla Dua auch zutreffend gewesen. Dies bedeutet Sinngemäß der Beobachter kann aber auch als Falkenauge übersetzt werden, was im Grunde ja auch ein synonym dafür darstellt. Krusch wollte jedoch mit dieser seiner Namenswahl darauf anspielen das man nicht nur mit einer Waffe jemandem entwaffnen kann, sondern dies auch mit Worten schafft. Als er mir dies erläuterte, als wir einmal alleine waren und er mir zudem sagte das ich ihn auf diese Idee gebracht hätte war ich wahrlich gerührt gewesen. Zeigte es doch einmal mehr das ich bei ihm etwas erreicht hatte. Bei dem Dritten Namen, welchen sich nur die wenigsten verdienen wird man praktisch als Held, als wichtige und geschichtsträchtige Person gekennzeichnet. Als Beispiel hierfür sein Vater als Stammesoberhaupt war bis zu einer entscheidenden Schlacht mit den Orks einfach nur unter seinem Stammesnamen Schadackbruch (Schädelspalter) bekannt und das obwohl er schon viel erreicht hatte. Als er jedoch alleine gegen fünf Orks gleichzeitig kämpfte und auch gewann verdiente er sich den Ehrennamen Orsschlag (Orkschlächter), der auch seine künftige Regentschaft als Stammesoberhaupt prägen sollte. Da er dutzende von Überfallen und Scharmützel gegen sie persönlich anführte. Der Ehrenname wird einem vom Stamme und somit all seiner Mitglieder verliehen und wird daher mehr oder weniger demokratisch per Mehrheitsmandat vergeben, wenn es an der Zeit ist. Auch wenn ich der Ansicht bin das da mehr Fäuste und Gegenstände fliegen als das großartig Worte gewechselten und Meinungen ausgetauscht werden.

Bedingt durch den frühen Abschluss seiner Reifeprüfung galt er bei Russ spätestens ab diesen Tag als würdiger Nachfolger seines Vaters. Was jedoch seinen Ehrgeiz nur noch weiter schürte, wollte er sich dessen doch weiterhin als würdig erweisen. Wenn er also nicht trainierte oder sich mit anderen in irgendwelchen Wettkämpfen maß, dann war er bei mir. Um am besten alles zu erfahren was ich wusste. So verging die Zeit einmal mehr und er dürfte wohl so um die vierzehn Jahre alt gewesen sein da er seinen Vater und die Ältesten darum bat seine Reise zur Mauer der Drachen antreten zu dürfen. Was wiedereinmal zu früh war, doch da er durchaus wusste wie er sich anderen gegenüber zu erwähren hatte, zäh war ja und da sein Wille unbrechbar war wurde es ihm gestattet. Nicht zuletzt wohl auch deshalb weil er es dank mir vermochte auch durch Worte zu überzeugen. Dies war jedoch gleichzeitig auch der letzte Tag an welchen ich ihn selbst zu Gesicht bekam. Da man mich zwei Jähre später freilich unbezahlt aus meinem Dienst entließ. Man nahm damals an das er gestorben sei, da man schließlich spätestens nach einem Jahr jeder von dieser einsamen Wache zurückkehrte. Ich wollte dies wie so einige andere innerhalb des Stammes jedoch nicht so ganz glauben, doch die Zeichen deuteten leider auf des Gegenteil. Da auch die Geister der Ahnen ihn aus den Augen verloren hatten oder sich zumindest in schweigen hüllten...

Das folgende sind daher keine direkten Augenzeugenberichte mehr aus erster Hand, sondern nur das was ich über Umwege erfahren und oder mir zusammengereimt habe. Bei aller Neugier, Wissensdurst und in gewisser weise auch Freundschaft gegenüber den Russ, verlangte es mich nämlich nicht danach ein weiteres mal ihre Gastfreundschaft in Anspruch zunehmen. Auch weil ich nicht weiß ob diese mir ein zweites mal zuteil werden würde. Aber sei es wie es sei zurück zum wesentlichen, Aschtar Krusch war natürlich keineswegs gefallen oder in Gefangenschaft geraten nein er hatte sich vielmehr Studium seiner eigenen Kräfte verloren. Der Naturmagie, auf sich alleine gestellt und mit niemanden anders als sich selbst als Gesellschaft übte er sich mehr und mehr darin mit den Geistern in Kontakt zu treten. Entlang der Mauer der Drachen fand er hierzu viele Überreste der seinen welche er für diese seine Studien nutzte. Waren viele schließlich von hier niemals wiedergekehrt, da es auch etliche Russ gab die hier ihre letzten Tage verbrachten, fernab der Heimat. Auch und das halte ich für noch erstaunlicher reiste er nach zwei Jahren der Askese nicht direkt Heim, sondern durchstreife die wilden Lande um mehr zu erfahren über ihre Nachbarn. Hier würde er zwar freilich nicht gleich mit offenen Armen aufgenommen, doch da er sich anders gab als die meisten Russ, hielt man ihn vielerorts wohl nur für einen Wanderer. Zurück zu seinem Stamm kehrte er daher erst im alter von achtzehn Jahren und diese Ankunft wurde gefeiert wie wohl noch nie etwas in der Geschichte des Stammes. War der von vielen totgeglaubte doch heimgekehrt. Trotz all der Jahre erinnerte er sich sogar an mich und schrieb mir einen Brief in dieser seiner eigenen krakeligen Schrift mit seiner jedoch vorbildlichen Unterschrift. Beiliegend war zudem ein Porträt von ihm, welches wohl irgendein reisender Händler angefertigt hatte. Anhand des selbigen und meiner Erinnerungen an ihn habe ich ihn hier auch beschrieben. Weshalb es durchaus möglich ist das die weiteren Jahre ihn noch etwas weiter verändert haben. Vielleicht hat er mittlerweile einen Vollbart oder rasiert sich öfters und gründlicher als durch diese Zeichnung ersichtlich. Auch wäre es möglich das er sich weitere Narben zugezogen hat, doch glaube ich nicht so recht daran, dafür ist er meines Erachtens zu gut. Ich muss jedoch neidlos anerkennen das er sich wahrhaft prächtig entwickelt hat. Wenn ich daran denke wie ich ihn kennenlernte und was aus ihm geworden ist, dann erwische ich mich sogar dabei wie ich wehmütig an meine Zeiten bei den Russ zurückdenke. Auch wenn diese Zeiten freilich kein Zuckerschlecken und im Grund auch nicht anderes als eine Gefangenschaft war. Doch war er für mich immer mehr als nur ein Schüler, ich würde jetzt sogar sagen er war oder vielmehr ist für mich der Sohn den ich selbst leider niemals hatte.

Was heute, nach inzwischen weiteren vier Jahren aus ihm geworden ist darüber kann ich leider nur Mutmaßungen anstellen. Da sich seine Spur etwas verliert, doch wann immer ich nach Westen blicke denke ich an ihn. Wann immer es Nachrichten über Barbarenangriffe gibt denke ich an die Russ und erschaudere gleichzeitig bei dem Gedanken was die vermeintlichen wilden unter seinem Banner, dem Banner der Russ geeint so alles erreichen könnten. Den Göttern sei dank wird dies jedoch niemals gesehenen da sie hierfür zu unterschiedlich sind, doch eine gewisse Gefahr birgt der Westen für uns alle, soviel ist sicher. Jetzt beim verfassen dieser Zeilen werde ich auch einmal mehr nachdenklich, ob es wirklich richtig war ihn soviel beizubringen und ihn von unseren Städten, unserer Lebensweise, unserer Kultur, ja unserem Reichtum zu erzählen. Für ihn müssen wir einerseits großartig aber auch gleichzeitig sehr schwächlich geklungen haben. Verstecken wir uns schließlich nicht nur hinter unseren großen und steinernen Mauern, sondern vor allem hinter hochtrabenden Worten. Jemand der so ehrgeizig ist wie er wird es mit Sicherheit nicht lange daheim halten, noch dazu da sein Vater trotz allem bestimmt nicht vor hat vor seiner Zeit das Zepter der Macht an seinen Sohn weiter zureichen. So etwas ist nämlich bei den Russ unüblich, Aschtar Krusch wird sich damit jedoch auch nicht abfinden soviel ist gewiss. Er wird einen weg suchen... und finden, um das zu bekommen was er will das was ihn schon seit Kindheitstagen antreibt, dem drang nach mehr und immer mehr! Die Frage die sich mir daher abschließend nur noch stellt ist wie er meine Lehren, mein wissen verwenden wird. Wie jedem von uns stehen ja auch ihn nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder er verwendet sie zum Guten oder zum Bösen. Doch was gut für die Russ ist, muss nicht gleichsam gut für uns sein und umgedreht. Doch es ist müßig sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wird auf diese sowie auch auf alle anderen Fragen die Zeit und nur die Zeit alleine die Antwort zeigen!

Kontaktdaten von Aschtar Krusch

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