Profil von Dylan

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Vagabund
Avatar: Lorwen

Profil

Benutzername:
Dylan
Alter:
40
Gruppen:

Charakter

Alter:
22
Rasse:
Raéyun
Aufenthaltsort:
Mérindar
Waffen:
Der Raéyun ist bis an die Zähne bewaffnet. Versteckte Wurfdolche stecken in den Stiefeln, zwei Khuka

Steckbrief

Hauptaccount:
Dylan

Name:
Accountname: Dylan
Vollständiger Name:

Alter:
22 Menschenjahre

Rasse:
Raéyun – bernsteinfarbene Augen


Aussehen

Dylans Erscheinung wirkt auf den ersten Blick düster, kühl und abweisend, aber niemals ungepflegt, auch wenn zu den meisten Zeiten ein Dreitagebart stehen bleibt. Der drahtige, 1,84m große, mitunter durch langen Wanderungen, gestählte Raéyun kommt athletisch und sehnig daher, der seine Muskeln dort hat wo sie seiner Meinung nach hingehören. Tägliches, früh morgendliches Schwerttraining formen seinen Leib. Er achtet stets auf seine Konstitution. Manch einer würde wohl sagen, die Götter haben es gut mit seinem Aussehen gemeint. Diese blickten aber nicht unter die Kapuze, führt eine weitere Zunge dann an. Dort heraus schauen einem aus scharf gezeichneten Gesichtszüge bernsteinfarbene tiefliegende, mandelförmigen Augen an, die aberhunderte, winziger goldene Sprenkel in den Pupillen zeigen als wollten sie dem Nachthimmel Konkurrenz machen. Zu manchen Tageszeiten, wann immer er im Zwielicht steht, glaubt man flüssiges Gold zu sehen.
Da dieser Blick über Jahrhundert alte Erzählungen sein Umfeld noch immer erzittern lässt, verbirgt er ihn unter einer Binde aus dunklen, feinem, durchscheinendem Linnen und/oder einer Kapuze, die an seiner dunklen Tunika befestigt ist. So verkleidet ist es ihm, trotz Binde, durchaus möglich sein Umfeld, wenn auch eingeschränkt, wahrzunehmen. Seine vollen Lippen vermögen es wunderbare Geschichten am lodernden Feuern zu berichten und die schönsten Balladen vorzutragen. Eine Triskele ziert seine linke Seite über Wangenknochen, Schläfe und Auge. Seine Nase ist erstaunlicherweise noch immer gerade, auch wenn sie schon eins ums andere Mal blutig geschlagen wurde oder gar gebrochen war. Die Wangen liegen hoch und schmal und verleihen ihm ein aristokratisches Aussehen, das durch einen gepflegten Drei-Tagesbart ein wenig an Wichtigkeit und Auffälligkeit verliert. Ebenso wie den Bart stutzt er sich auch gerne die dunklen Augenbrauen. Die Rechte richtet er gar mit einem zwei streifigen Muster, um damit seiner ersten Narbe (quer über die Augenbraue) Nachdruck zu verleihen. Mit hellen Pasten übertüncht er auch hin und wieder seine oftmals dunklen Augenringe, die von zahlreichen, schlaflosen Nächten zeugen.

Seine Haut ist hell, an etlichen Stellen mit Narben versehen, steht im starken Kontrast zu seinem dunklen, nachtschwarzen, seidigen Haar, dass in langen Wellen weit über die Schulter fällt. Kunstvolle Knoten und Flechtungen halten die Strähnen aus dem Gesicht fern.

Wie sein Bruder und im Grunde seine restliche Sippe, trägt auch Dylan von Geburt an eine goldene Perle an einem Lederriemen um den Hals. Darüber schwarze, enganliegende Linnenhemden und vieler Art bestickten Tuniken mit Kapuze. Eine dunkle, geschnürte Lederhose mit kostbaren überknielangen Stiefeln runden sein Auftreten ab. An kühleren Tagen hüllt er sich in weite, Wetter gerüsteten Wollumhängen, wollene Schal und ledrige Handschuhen.

Seiner Eitelkeit und seinem Einzelgängertum ist wohl verschuldet, dass er das Sticken lernte. Dylan ist kein Mensch, der sich nicht mit viel Geduld einer Sache nähern kann, bis er sie zu seinem Gefallen beherrscht. Er hat hohe Ansprüche an sich selbst.

Waffen
Der Raéyun ist bis an die Zähne bewaffnet. Versteckte Wurfdolche stecken in den Stiefeln, zwei Khukari in schwarzen Holden und ein Bogen über den Rücken, so dass jeder mitbekommen wird, da s mit dieser dunklen Gestalt nicht zu spaßen ist.

Bogen aus Ulmenholz, nebst Köcher mit 7 Pfeilen:
Ein gewöhnliches Stück, das Dylan auch nur leidlich beherrscht. Sein Bruder und sein Onkel haben längst eingesehen, dass Dylan ein Nahkämpfer ist.

Wurfdolche:
Auch sie sind gewöhnliche Waffen mit schwarzen lederumwickelten Griffen, wenn sie auch kleiner sind als gewöhnlich. Mit ihnen kann man einem Gegner wohl nur ablenken, es sei denn man trifft den Hals. Dylan erlernte das Werfen bei einem der fahrenden Gauklern, der mit diesem Gewerbe sein Leben verdingte. Der Raéyun vertreibt sich schon mal die Zeit am Nachtlager, Bäume damit zu bewerfen, so dass man die Dolche durchaus erwähnen kann und er damit besser umgehen kann als mit dem Bogen.

Khukari:
Die Waffen wirken unscheinbar und doch sind sie einzigartig. Ein ganzes Jahresrad und mehr musste Dylan dafür im Dienst eines Händlers stehen , um dessen kostbare Waffenlieferungen zu leiten. Die 57 cm langen Messer liegen mit ihren geschwungenen Griffen bestens in der Hand und können trotz der nur 12 cm langen Grifflänge auch beidseitig geführt werden. Der Stahl ist vielfach gefaltet und zeugt von einem meisterlichen menainischen Schmied. Eine der Klingen zeigt eine goldene Anlassfarbe, die andere eine Blaue. Der Schafft beider ist aus hellem Knochenholz gefertigt.

Doch die treffsicherste seiner Waffen ist die handliche Barden-Harfe. Das schöne Erbstück seiner Mutter misst einen halben Schritt, ist mit 34 Darmseiten gespannt und das feine, sorgfältig geölte Holz in sich gedreht, wird von Generation zu Generation weitergereicht wird.

Charakter

Dylan führt das Leben eines Vagabunden, obwohl er schon ganz gerne in eine zweite Haut schlüpft und wie ausgewechselt als blinder Barde vor großen, wohlwollenden und zahlenden Publikum gastiert und so die eine oder andere Münze mehr verdient als man ihm ansieht. Er gar vornehmlich eingeladen wird und man ihn als einsamer Wolf weithin kennt.
Um nicht gleich als ein Raéyun entlarvt zu werden inspiziert er als eben dieser blinde Mann fremde Plätze und Orte und lässt sich dabei gerne von seinem wölfischen Begleiter führen.
Unter seinen wenigen, aber unentbehrlichen Freunden fällt er nur wenig auf und sollte sein hitziges Gemüt mal durchbrechen, spricht er sich die Worte "Drei Dinge bleiben immer bestehen: die Sonne, der Mond und die Wahrheit". Dafür steht auch seine Tätowierung (Triskele).

Er ist wie der Wind, zieht hier und dort hin und erfindet sich jedes Mal neu. Einzig seinem Bruder ist es verschuldet, dass der Außenseiter sich schon mal ohne Verkleidung unter das Volk mischt um in Tavernen und Schenken zu musikzieren und Geschichten vorzutragen. Er meidet wegen seiner Andersartigkeit, sei es Fluch oder Segen, die übrige Welt. Und gehen die Brüder auch öfters eigene Wege, so begleiten sie sich auch wieder weite Strecken. Wie die ständige Unruhe der Raéyun ist auch der Jüngere, ob allein oder nicht, er muss hinaus in die Welt. Ständig sucht sein Geist das Weite. Dabei sieht er stets so aus, als bekäme er seine Umgebung nicht sonderlich viel mit, doch das täuscht. Der junge Mann ist aufmerksam, beobachtet, zieht seine Schlüsse. Vieles davon, wenn nicht gar alles, sammelt er wie kleine Puzzleteile, setzt sie dann und wann zusammen, um seine Vorteile daraus zu ziehen.

Dylan ist vielleicht seit langer Zeit wieder ein Mann, den man begründet als Bardenkrieger nennen kann. Gerade deswegen, wenn er wieder ruhigere Fahrwasser mit seinem Bruder ansteuert, berauscht ihn die Ruhe am Kamin, die samtig, tiefe Stimme seines älteren Bruders oder einfach die Wärme eines heimeligen Feuers. Man sieht ihn zwar nach wie vor in sich gekehrt, ruhig und abwartend, aber auch mal scherzend und feixend, bis es jemand schafft (und Learcan ist da meisterlich drin) ihn auf die Palme zu bringen. Sein Bruder vermag es ihn aber auch recht schnell wieder auf irdischen Boden zu bringen.

Dylan trägt jedoch das hitzige Gemüt vieler junger, starker Männer. Das brodelnde Blut bringt man zu Weilen auch noch schnell zum Vorschein, etwa mit unbedachten Worten, die an seine Mutter erinnern oder seinem Vater in irgendeiner Weise auch nur im Ansatz Recht geben. Demut wäre für ihn wirklich von Nöten, aber mit seinen 22 Jahren ist davon noch nicht viel zu sehen. Vielleicht hat der falsche Ehrgeiz des Vaters und damit sicher auch die Lehrmeister, die zu manchen Zeiten kaum länger im Dienst des Alten standen als ein paar Tage, diese Tugenden einfach nicht wecken können. Wie auch, waren sie im Grunde die Menschen, die Dylan brauchte, vertrieb sie der saufende Sippenvorsitzende schnell.

Fremden gegenüber ist der einsame Wolf stets misstrauisch, kühl und abweisend, bisweilen sogar arrogant und unnahbar. Nicht selten gerät er mit diesem feindseligen Abdruck in kleinere bis größere Schwierigkeiten, auch schon mal mit dem Gesetz. Eine Ausnüchterungszelle sah er zumindest auch schon des Öfteren von innen. So ist es nicht verwunderlich, dass Dylan erst gar nicht versucht mit anderen in Kontakt zu treten. Mein sich selbst aber vor allzu großen Problemen oder gar Enthüllung seines Erbes zu bewahren, fühlte er sich schon hin und wieder gezwungen seine Kräfte zu missbrauchen und sich aus der Schlinge zu ziehen.

Man könnte gar sagen, viele Stimmen um ihn herum, vertreiben ihn und er kann sich in keiner Gruppe sonderlich gut entspannen, auch wenn er sie durchaus für volle Taschen, Kost und Logis erträgt.

Man kann nicht sagen, er kenne kein Ehrgefühl, doch gereicht es nicht einem Waffenlosen eine Klinge in die Hand zu drücken, um ein Gleichgewicht herzustellen. Einen erheblichen Vorteil nutzt er jedoch nicht gnadenlos aus, wenn man mal von seinen Fähigkeiten absieht, denn an diese zu reichen, gelingt nur wenigen.
Fast so gewaltig wie das Erbe seines Volkes ist Dylans Sturheit. Ihn zu etwas zu bringen, was er nicht in Erwägung zieht, wird kaum gelingen. Die besten Chancen hierfür besitzt sein Bruder, ob sich dieser dessen allerdings bewusst ist, wissen wohl nur die Götter selbst. Ebenso sinnlos ist es den jungen Mann zu einem Gläubigen erziehen zu wollen. Weder ist er abergläubisch, noch gehört sein Herz den Göttern. Einzig an die Naturgeister, über deren Dasein er niemals diskutieren würde, erlaubt er sich zu binden.
Hingegen er sich aus allen politischen Gegebenheiten heraus hält, er keinen Herren, keinen Fürsten oder König den seinen nennt.
Dylan hegt auch keine Träume, lebt von Tag zu Tag, ohne ein festes Ziel. Er fühlt sich zu unstet um sich einer festen Sache zu verschreiben. Vielleicht trägt ihn aber auch die Angst, eines Tages diese Freiheit einzubüßen. Die drohenden Kriege und Unruhen bedrohen den Raéyun und seine so geliebte Freiheit. Vielleicht wäre es der Einen die seine Seele verwahrt möglich ihm Wünsche und Träume einzupflanzen. Doch weder hat er sie bisher getroffen, noch sucht er nach ihr und schon gar nicht nachdem er Leacans Geschichte miterlebt hat.

Manch einer stellt sich sicher die Frage wie man Dylans Freundschaft oder sein Vertrauen denn gewinnen? Und immer wird man zu hören bekommen: mit Zeit, sehr viel Zeit und noch mehr Geduld. Ist man dann aber einer der wenigen mutigen, ausdauernden Menschen, hat man einen Freund an seiner Seite, der das Glück anderer weit höherstellt als sein eigenes.


Fähigkeiten

Waffenfähigkeit:
Der beziehungsunfähige Dylan beherrscht seine Klingen, Wurfdolche und den Bogen. Letzteres nur leidlich, vielleicht auch noch mehr als das.… aber wie heißt es so schön, auch ein blindes Huhn findet einmal ein Korn.

Dylan zu überfallen ist nie eine gute Idee, auch wenn er als Blinder womöglich sehr einladend wirkt, versteht er es sehr gut sich auch ohne viel Sicht sich seiner zu erwehren. Er ist in der Lage sein gutes Gehör und sein Gespür für kommende Angriffe für sich zu nutzen. Zwar sind die Klingen wie verlängerte Arme, aber wenn es nötig wird, kämpft er auch mit schmutzigen Tricks, wie etwa Straßenstaub ins Gesicht werfen, wenn es seiner Sache dient. Mit den Fäusten zuschlagen kann er zwar, aber so nahe möchte er eigentlich keinen an sich heranlassen. Der Raéyun kennt seine Stärken und vor allem seine Schwächen, so dass er weiß, wann er das Feld verlassen muss.

Führungsqualität und Zubrot:
Sein Lebensunterhalt für sich kann er ansonsten gut bestreiten und wenn er sparsam mit seinem Sold als Hauptmann einer Wachmannschaft für Händler ist, könnte man auch schon mal sagen, er hat mehr als genug. Zudem er seine Rolle als blinder Barde sich hoch und teuer bezahlen lässt und er auf hohen Festlichkeiten ein gern gesehener Gast ist.

Naturbursche:
Die Natur ist sein steter Begleiter. Er vermag es, sich das zu nehmen was er braucht, ohne ausbeuterischen Schaden zu verursachen. Der Feinfühlige lebt gerne Abseits der Wege und Fernab der Städte und kommt damit bestens zurecht. Kräuter, Pilze, Wurzeln, Beeren, Obst, wildes Gemüse, heilende Pflanzen findet und wendet er an, um seine Blessuren zu versorgen und den Magen zu füllen.

Mit dem Bogen geht Dylan nicht auf die Jagd. Dafür kann er einfach zu wenig mit der Fernwaffe umgehen. Aber mit Aslan an seiner Seite erbeuten die zwei ihr Fleisch. Der Wolf ist allerdings auch mal Tage lang ohne seinen Gefährten unterwegs. Dann muss sich der Raéyun mit Trockenfleisch und gesammelten Vorräten versorgen.

Des Winters vermag er sich eine einfache, verlasse Hütte im Wald einer nahen Stadt in Stand zu halten oder eben mit einfachen Mitteln zu fertigen. Er unterhält nahe der Treffpunkte seines Volkes etliche geheime Depots, um sein Hab und Gut auf mehrere Orte zu verstauen. Grundsätzlich reist er je nach Jahresstand mit einfachem, leichtem Gepäck, einem Rucksack mit gewöhnlichem Wanderer-Gegenstände wie Wasserschlauch, Geldbeutel, Schlageisen, Feuerstein, Proviant, Decken usw.

Entgegen vieler Menschen badet er gerne in Flüssen und Seen ohne dabei unter zu gehen.

Musik:
Er spielt meisterlich Harfe von Kindesbein an, geübt und gelehrt von seinem Bruder und in langen einsamen Nächten zur Perfektion gebracht , kann er als Raéyun natürlich seine tiefe, raue Stimme gebrauchen und pflanzt dem Zuhörer etwas ein, dass Tage nachhallen kann. Denn anders als bloße geweckte Emotionen, beeinflusst der Kriegerbarde den Zuhörer wahrhaftig. Nicht selten endet sein Vorspiel in einer sinnlosen Kneipenschlägerei. Nicht immer geht dabei etwas zu Bruch. Dylan zieht es vor erst Sturzbäche an Tränen, dann den Schlaf heraufzubeschwören und an wenigen Tagen, oft am Ende eines Umlaufs, wenn die Menschen in sich kehren und das Vergangene überdenken, strebt er die Nächstenliebe an.
Dylan ist recht geschickt seine Erscheinung als blinder Barde zu tarnen. Dabei hilft ihm sein treuer Weggefährte Aslan, ein weißer Wolf, den er als Welpe fand und mitnahm. Aber auch seine Rolle als Geleitschützer wird er allein durch seine düstere Erscheinung mehr als gerecht.

Doch all das hat einen Preis. Der junge Mann schläft fast keine Nacht friedlich, erwacht panisch, mit kaltem Schweiß auf der hellen Haut. Den ersten, und sei es auch nur der Bastard, der ihn überfiel, der durch seine Klinge sein Licht auslöschte, verfolgt ihn weit in seine Träume und darüber hinaus. Die verblichenen Gesichter all jener bleiben wohl für alle Zeiten seine Verfolger und martern Dylan. Oft zeichnen ihn tiefe Schatten unter den Augen und machen ihn noch unnahbarer. Immer wieder verliert er sich selbst, kommt Tage nicht aus seiner Starre und versäuft seinen Sold als Karawanen- Schützer oder frönt den käuflichen Damen.


Magie/Zauber
Naturmagie ist ihm verwehrt, aber die natürliche musikalische Begabung der Raéyun sorgt dafür, dass auch Dylan sich als Barde durchschlägt, wenn er, was selten genug ist, in einer Stadt verweilt. Seine Magie geht aber über das der Raéyun weit hinaus. Er ist einer der wenigen Sonderlinge vergangener Tage, die nicht nur Emotionen erwecken können, sondern auch welche erschaffen. Dieser junge Mann ist in der Lage ganze Gaststätten in Schlaf zu versetzen, zu Tänzen bis in den Morgengrauen und gar zum Zusammenbruch zu bewegen oder einfach nur zu Tränen zu rühren.

Vergangenheit

Geboren wurde Dylan als Wunschkind und zweites Kind, wobei seine Eltern den Glauben an ein weiteres Kind schon aufgaben, nachdem der Kinderwunsch nach 10 Jahren nicht wieder erfüllt wurde. Die Nacht, die ihn aus dem Leib seiner Mutter riss, war so klar und kalt, wie selten zuvor in einem Spätsommer. Es war ein voller Blutmond, der ihn ankündigte als schreie die Welt erneut nach einem reinerbigen Nachkommen. Die Augen des Säuglings schimmerten im tiefen Dunkeln bernsteinfarben mit ungezählten goldenen Sprenkeln. Schon mit dem Tag seiner Geburt und dem dunklen Flaum auf des Burschen Hauptes war klar, wie sein Leben verlaufen würde. Welche Macht ihm inne wohnte, welche Verantwortung er zu tragen habe.

Von jener Stunde war auch klar, dass sich Dylan sich seiner erwehren musste und so konnte er gerade mal laufen, da drückte man ihm seinen ersten stumpfen Holz-Dolch in die kleine Hand. Sein Onkel nahm sich seiner an, um aus dem begabten Kind ein selbstbewusstes Kerlchen würde, das auch mit jungen Jahren begreifen kann, sorgfältig und demütig mit dem Geschenk seiner Vorfahren umzugehen. Sie zogen mit allerhand fahrendem Volk umher und Dylan lernte gemeinsam mit seinem großen Bruder von Onkel Caorl die Kunst der Klingen. Sie waren so vertraut mit einander, dass sie alsbald selbst ihre Kunststückchen aufführen konnten und durften. Learcan übte sich mit einem Schwert und Bogen, Dylan lagen die Messer mehr. Pfeil und Bogen, so sagt der Raéyun heute, sind für andere Hände gemacht. Ihre Eltern sahen mit Stolz und Liebe auf ihr Kind. So hätten die Jahre ins Land ziehen sollen, taten es aber nicht.

Im Winter, da der Junge vier Lenze zählte, verstarb die Mutter der beiden Jungen an Lungenentzündung. Noch heute gibt sich Dylan daran die Schuld. Er widersetze sich ihrem Wunsch, Wasser für die Suppe und die Nacht am nahen Bach zu schöpfen. So ging sie selbst und brach auf dünnem Eis ein. Nach langem Kampf erloschen die Lebensgeister und hinterließ einen trauernden Vater mit seinen Söhnen.

Nun wuchs im Vater wohl der dunkle Gedanke als seinem kleinen Sohn einen wahren Bardenkrieger zu machen und den alten Stolz seines Volkes wieder auferstehen zu lassen. Learcan Und so lernte der Vierjährige weit mehr als alle anderen Kinder seines Alters. Viele wechselnde Lehrer nahmen sich des Jungen an, dessen Vater fürchterlich wetterte und eiferte um seinen Vorstellungen, im Suff entstanden, gerecht zu werden. Die einstmals angesehene Sippe verlor viel von seinem Vermögen und noch mehr Ehre und Vertrauen.

Dylan wuchs heran, wurde wirklich gut in dem was er tun musste um dem Vater zu gefallen, fand im großen Bruder seinen Ersatz für die schmerzlich vermisste Mutter und den oft trinkenden Vater und dennoch zog sich der Junge mehr und mehr zurück, wurde schweigsamer denn je. Sein schlechtes Gewissen zerriss den Knaben und so baute er willens nicht mehr leiden zu müssen die Mauer um seine Seele höher und fester. Er fand sein Heil im Üben komplexer Schwertübungen, zu gern mit seinem älteren Bruder und des nachts, wenn er vor lauter Unbehagen nicht in den Schlaf fand hörte man ihn alsbald auf der Harfe der Mutter spielen, die er noch heute sein Eigen nennt. So verfährt er heute noch. Das tägliche Training befreit seinen Geist, schenkt ihm Ruhe und den nötigen Ausgleich.

War Learcan gern unter den Röcken der Frauen zu finden, entschwand der junge Dylan schon früh in seinem Leben für mehrere Tage in der Wildnis, um dem Willen des Vaters zu entgehen. Eines Tages, es war kurz bevor der 25-jährige Learcan mit seiner Herzdame sesshaft wurde, fand der nunmehr fast zum Mann Gereifte in einer Klammerfalle eine Wölfin. Er beendete ihr Leiden in dem er sie mit seiner Gabe besänftigte und in einen Schlaf versetzte, aus dem sie nicht mehr erwachen sollte. Den Welpen an ihrer Seite aber nahm er mit.

Kurz darauf verließ der große Bruder seine Familie um seine eigene zu gründen. Es erschien ihm wohl als günstig und als Wink des Zaunpfahls, dass sein Kleiner einen neuen Freund in dem Wolfswelpen namens Aslan fand.
Die Brüder trafen sich einmal im Jahr, eben zum Jahrestages dieser Begegnung.
Lange verschwieg Dylan Learcan, dass auch er nicht mehr lange mit dem fahrenden Volk wanderte, sondern allein sein Unterhalt mit Begleitschutz verdingte und sich so in große Gefahren begab, kannte dieser doch Dylans hitziges Gemüt. Anfänglich als Spielgefährte des mitreisenden Kaufmannsohnes, er war ja noch keine 16 Lenze, später als Hauptmann der Wache und enger Vertrauter des betuchten Waffenhändlers und dessen Sohnes. Die Freundschaft der jungen Männer suchte seines Gleichen. Die Jahre vergingen und Dayan wurde dem Händler wie ein eigener Sohn, lernte Lesen und Rechnen, Planen und Organisieren und vor allem das Führen der Klinge. Die Wächter des Waffenhändlers brachten ihn so manchen Kniff und auch den einen oder anderen hinterhältigen Vorteil zu nutzen.
Immer wieder erlitt der junge Mann bei Überfällen teils schwere Wunden, so dass der Bardenkrieger über so manche Narbe eine Geschichte zu erzählen weiß. Für eine Zeit ist sein Leben wie er es führen will. Er suchte regelrecht den Ärger und doch mauserste er sich mit den voranschreitenden Jahren zum Hauptmann. Er verschaffte sich Respekt und Anerkennung, kämpfte bedingungslos für seine Leute und ließ keinen auch in aussichtslosen Situationen im Stich. Die Versorgung und die Besoldung und Auswahl oblagen ihm und seinem Freund, dem Waffenhändlersohn.
Doch Dylan packte die ihm bekannte Unruhe und er verließ seine vertraute Umgebung um den jährlichen Besuch bei seinem Bruder auszudehnen. So verschenkte der Händler zum Abschied die kostbaren Waffen und legte dem Raéyun die Verpflichtung ab immer wieder in seinen Dienst zu treten. Das versprach er gerne und so kehrte er einstweilen "Heim“.
Als es bei einem Besuch an Leacans Herdfeuer zum Streit kam, flüchtete der Jüngere in eine nahe Schänke und ertrank seinen Groll. Söldner und Bauern weilten dort und es kam zum Streit, zunächst nur der Wortführer, dann aber brach die Höhle aus. Es war der junge Dylan der in seiner Wut seine Gabe missbrauchte und beide Seiten aufhetzte. Der Art, dass kein Stein auf dem anderen bleiben sollte.

Seiner Sache zu sicher, enttarnte man ihn und sogleich wandte sich der wütende Mob gemeinsam gegen ihn. Sein Bruder aber fand ihn, so dass sie gemeinsam das Weite suchten. Seither wandert der einsame Wolf nicht mehr ganz so allein.

Kindheit:
Dylans Kindheit war bis zum Tod der Mutter behütet, liebevoll, gefühlt mit Musik, Tanz und Geschichten. Fürsorgliche Eltern führten die lange und beeindruckende Familiengeschichte mit zwei prächtigen Jungen fort. Die Familie war hoch angesehen, ein Muster an Großherzigkeit und Güte. Wo immer sie auftauchten waren sie willkommene Gäste.
Der jüngste Spross quoll über vor Lebensfreude und vermochte mit seinem Verhalten andere an seinem Glück Teil haben zu lassen. Immerzu zog er die anderen an wie ein Magnet. In seiner Nähe fühlten sich alle wohl und lebendig. Wahrscheinlich beeinflusste der Junge schon damals unbewusst sein Umfeld. Doch seine Mutter hütete ihn und konnte den Kleinen auf ihre ganz besondere und besonnene Art beeinflussen ohne dass es bemerkt wurde.

Das änderte sich von dem Augenblick an, da seine Mutter die Welt verließ. Der Junge konnte sein Fehlverhalten niemals verarbeiten und hütete sein Geheimnis bis ins Erwachsenenalter. Nicht einmal Learcan vertraute er sich an, obwohl er immer schon fürchtete, dass sein Bruder oder sein Vater über ihn Bescheid wussten. Denn zumindest der Vater veränderte sich so grundsätzlich (weniger zu Learcan, ihn beachtete der Alte ohnehin wenig, denn vor vorgehaltener Hand hörte man oft, dass es einen anderen Vatergäbe), dass der Junge bei diesem Unfall nicht nur seine Mutter, sondern auch seinen Vater verlor. Er nahm seinen jüngsten Sohn so hart ran, dass der Kleine Sonnenschein jeden Tag etwas blasser und trübsinniger wurde. Großteile des Familienvermögens gingen für fast als fraglich zu bezeichnende Lehrer drauf. Seinen Erstgeborenen überließ er sich selbst.

Entgegen zu Learcan, der die Obhut zu seinem Onkel suchte, vereinsamte Dylan und ließ nur noch seinen Bruder an sich heran, obwohl auch diese enge Bande jener Tage brüchiger wurde.

Restliches
Aslan, weißer Wolf und neben Learcan und der Händlerfamilie sein bester Freund, der naturgemäß die Menschen meidet, oftmals tagelang auf eigener Achse in den Wäldern herumstreift, vorrangig, wenn andere Menschen mit dem „Rudel“ mitziehen.
Dennoch ist der an Menschen gewöhnt und gehorcht und vertraut Dylan als Rudelführer blind. Das merkt man besonders, wenn die beiden ihre Maskerade aufziehen: der blinde Wanderer, oder auch als der einsame Wolf bekannt.

Da sie mit diesem Auftritt mittlerweile recht bekannt sind, lässt man sie auch gern passieren.
Damit ist natürlich sonst nicht zu rechnen. Erstens, weil Aslan lieber die Wälder durchstreift und dann und wann in Dylans Nähe auftaucht. Zweitens weil ein Fremder in Begleitung eines Wolfes keine Örtlichkeit aufsuchen kann, ohne von irgendjemand daran gehindert zu werden.

Avatar:
Hiermit erkläre ich, dass ich selbst der „Künstler“ der Avatare von Dylan und Learcan bin.
Internetseite: http://www.lorwen.de

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