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Profil

Benutzername:
Devin
Gruppen:

Charakter

Name:
Devin Victor Eric Ignatius Graf von Tarun
Alter:
32
Rasse:
Mensch
Heimat:
Arcanier
Aufenthaltsort:
Arcanis

Steckbrief

Hauptaccount:Learcan

Name:Devin Victor Eric Ignatius Graf von Tarun
Alter:32
Rasse:Mensch aus Arcanis

Aussehen

Devin ist ein attraktiver, 1,85 m großer, 32 jähriger Mann von Adel. Auf den ersten Blick wirkt er kühl, arrogant und mitunter auch herablassend. Die hellen, fast weißblonden Haare und graublauen Augen unterstreichen dieses kühle Erscheinungsbild. Die Haare sind kinnlang. Er trägt sie meist offen, manchmal aber auch streng aus dem Gesicht, was ihm ein härteres Aussehen verleiht. Devin hat ebenmäßige, kantig männliche Gesichtszüge, ein eckiges Kinn mit einem Grübchen, gerade Augenbrauen, hohe Wangenknochen und auf seinen Lippen liegt meist ein leicht spöttischer Ausdruck. Neben dem rechten Auge hat er eine kleine Narbe, die von einer Verletzung während eines Übungsschwertkampfes stammt.
Devin legt viel Wert auf seine äußere Erscheinung. Er ist stets gepflegt, sein Körper ist trainiert und gut in Form, die Fingernägel manikürt und ein Barbier kümmert sich regelmäßig um den Haarwuchs. Er kleidet sich seinem Stand entsprechend in gute Stoffe und teure Materialien. Dabei bevorzugt er jedoch dezente Kleidung und unauffällige, gedeckte Farben wie dunkelblau, dunkelgrün, weinrot, braun, schwarz oder weiß. Modischen Firlefanz lehnt er ab. Devin trägt meist ein Hemd aus feinem Leinen oder Seide, Lederbeinlinge, gute Stiefel aus weichem Leder und eine Weste aus Samt, Brokat oder Seide. Alles (wenn überhaupt) dezent bestickt und ständig wechselnd. Er hat eine ausreichende Auswahl teurer Kleidung in seinem Schrank.
Der einzige Schmuck, den er trägt, ist ein Siegelring mit dem Wappen seiner Familie und den Initialen DvT. Das Familienwappen derer von Tarun zeigt einen Greif mit ausgebreiteten Flügeln über einer Ähre.
Devin trägt in der Regel wenig Inventar mit sich. Oft umgibt ihn sein Leibwächter, so dass er keine weitere Waffe benötigt. Der kleine Dolch, den er oft dabei hat, ist eigentlich eher ein Messer, mit dem er Briefe öffnet, Äpfel schält oder den er hin und wieder gelangweilt als Wurfmesser missbraucht. Er trägt auch kein größeres Vermögen mit sich, höchstens eine Geldbörse für Alltägliches.

Waffen

In seinem Besitz befindet sich eine Anzahl teurer Waffen. Einige davon Sammlerstücke von rein materiellem Wert. Devin führt im Alltag selten ein Schwert mit sich. Bei repräsentativen Anlässen trägt er das Schwert seiner Ahnen an der Seite, ein prunkvolles, reich verziertes, sehr unhandliches und unpraktisches Zweihandschwert. Ansonsten bevorzugt er sein eigenes Schwert, einen sehr schlichten Einhänder aus mehrfach gefaltetem Stahl, schmucklos, sehr schlicht gehalten, leicht, schmal und sehr scharf. Wenn Devin nach der Herkunft seines Schwertes gefragt wird, redet er sich meist heraus, dass es ein Geschenk war oder ähnliches, denn es stammt aus einer elfischen Werkstatt. Devin hat es vor noch nicht allzu langer Zeit von einem Händler in Lanyamere erworben. Außerdem besitzt Devin einen Plattenpanzer, eine Lanze und ein wertvolles, militärisch ausgebildetes Pferd, da er offiziell der arcanischen Kavallerie angehört.
Devin ist meistens unbewaffnet anzutreffen.


Charakter

Devins Persönlichkeit hat viele Gesichter. Er besitzt eine harte, zynische und emotionslose Seite, kann aber auch außerordentlich freundlich, charmant und liebenswürdig sein. Teilweise ist dies Verhalten gespielt, sehr oft aber auch echt. Es ist beinahe unmöglich, dies zu erkennen. Seine Stimmung kann sich außerdem schnell ändern. Generell kann man aber sagen, dass er Vieles einfach nicht nah an sich heranlässt.

Devin ist privilegiert aufgewachsen. Er ist der Erbe eines großen Vermögens und besitzt neben einem Landgut auch ein Stadthaus in Tarunnath. Er verkehrt in den höchsten Kreisen der arcanischen Gesellschaft.
Glücklich macht ihn das alles aber nicht. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, dass die meisten Menschen mehr an seinem Geld, seinem Titel, seinem Körper oder seinem Starrkraut interessiert sind als an seiner eigentlichen Person. Das hat dazu geführt, dass er Probleme damit hat, Vertrauen aufzubauen oder tiefe emotionale Bindungen einzugehen. Es gibt nur einen Menschen, dem er kompromisslos vertraut: Seinem Leibwächter und einzigem Freund Varon. Somit ist er im Grunde sehr einsam, obwohl er ständig von Menschen umgeben ist. Natürlich auch von Frauen. Devin ist ein begehrter Junggeselle. Es gibt immer irgendeine Frau, die sich gerade Chancen ausrechnet, Gräfin von Tarun zu werden. Meist sind es schöne, junge, ein wenig naive Frauen, die er mit seinem Vermögen und seinem Lebensstil beeindrucken kann. Es fällt Devin nicht schwer, sie in sein Bett zu quatschen, ihnen den Luxus zu Füßen zu legen, etwas von tiefen Gefühlen zu erzählen und sie dann irgendwann fallen zu lassen, wenn sie langweilig geworden sind oder wenn sie zu anspruchsvoll werden. Es findet sich immer eine neue Begleiterin und Bettgenossin, zur Not eine aus dem noblen Hurenhaus, wo Devin Stammkunde ist. Allerdings steht er unter einem gewissen gesellschaftlichen und familiären Druck, in nicht allzu ferner Zukunft für einen Erben zu sorgen. Devin ist sich dessen bewusst und spielte bereits mit dem Gedanken, irgendeine möglichst pflegeleichte Adelstochter zu ehelichen, um spätestens wenn er sie geschwängert hat, sein vorheriges Leben in abgeschwächter Form wieder aufzunehmen. An eine Liebesheirat glaubt er ohnehin nicht. So etwas ist seinen Kreisen auch nicht der Normalfall. Viele Ehen werden eher aus taktischen Gründen geschlossen.
Bei all dem ist Devin aber keinesfalls gefühllos. Er ist durchaus zu tiefen Gefühlen fähig. Die zeigt er nur selten. Es bedarf einer Menge Geduld und Einfühlungsvermögen, um sein Vertrauen oder gar seine Freundschaft zu gewinnen oder seine Gefühle zu wecken.

Devin ist abhängig von Starrkraut. Er kann das sehr gut kaschieren, so dass es ihm normalerweise nicht anzumerken ist. Ein kundiges Auge erkennt aber die Anzeichen. Sein Verhalten wird von seinem Drogenkonsum beeinflusst. Positive und negative Seiten seiner Persönlichkeit werden dadurch verstärkt. Unter Starrkrauteinfluss ist er besonders selbstbewusst, redegewandt, charmant, gut gelaunt und sehr leistungsstark auf jedem Gebiet. Dann hat er sich besonders gut unter Kontrolle, weil ihn die Droge aufmerksamer und wacher macht. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich, wenn die Wirkung nachlässt. Dann zieht es Devin herunter. Er wird nervöser, reizbarer, antriebslos, zittrig, sehr sentimental und fällt mitunter in eine tiefe Depression. Devin braucht mittlerweile regelmäßig (alle paar Tage)eine kleine Dosis Starrkraut. Wie viele Abhängige meint er aber, den Konsum unter Kontrolle zu haben und noch steuern zu können.

Im Umgang mit Fremden oder ungewohnten Situationen hat sich Devin gut im Griff. Er handelt überlegt und kontrolliert. Das ist überlebenswichtig für ihn. So kann er nach außen hin die arcanischen Überzeugungen, Prinzipien und Ehrvorstellungen perfekt vertreten, die er in seinem Inneren z.T. gar nicht teilt oder sogar ablehnt. Denn Devin ist nicht halb so gläubig, wie er vorgibt. Er hat auch im Grunde nichts gegen Elfen und Vertreter anderer Völker. Den ganzen Hass auf diesem Gebiet kann er nicht nachvollziehen. Die schlimmsten Menschen, denen er je begegnet ist, waren ausnahmslos Arcanier und davon nicht wenige von Adel oder sogar aus seiner eigenen weitläufigen Verwandtschaft. Obwohl Devin vielem gegenüber aufgeschlossener ist als die meisten seiner Landsleute, ist er jedoch nicht frei von Standesdünkel. Das einfache Volk oder Teile der Dienerschaft, die nichts unmittelbar mit ihm zu tun haben, nimmt er oft gar nicht wahr.
Einerseits genießt er die Privilegien der arcanischen Gesellschaft, andererseits hasst er eben diese Gesellschaft mit all ihrer Verlogenheit, Kälte und Arroganz und erträgt sie nur mit Drogen. Nichtsdestotrotz hat Devin einen sehr großen Bekanntenkreis, viele davon nennen sich auch seine Freunde, obwohl es keine echten und tiefen Freundschaften sind. Aber man lädt sich gegenseitig ein, feiert Feste (der alljährliche Mitternachtsball auf Devins Gut ist legendär), tauscht auf diesem Weg wichtige Informationen oder bereitet den Weg für die nächste Intrige.

Hätte er Stolz oder ausgeprägte Willensstärke, würde Devin ein anderes Leben führen. Er besitzt aber neben einer gesunden Portion Egoismus auch eine gewisse Sturheit und ein hohes Maß an Risikobereitschaft.
Neben seinem Glauben hat er auch seine Träume, Ziele und Wünsche aus den Augen verloren. Er lebt den Augenblick. Devin denkt nicht weit in die Zukunft. Er rechnet eigentlich immer damit, dass seine Aktivitäten für die Widerstandsbewegung eines Tages auffliegen und die Arcanier seinen Tod fordern. Oder dass seine merindarischen Freunde das Vertrauen in ihn verlieren, was ebenso seinen Tod bedeuten würde. Und wenn davon nichts eintritt, wird ihn das Starrkraut oder sein maßloser Lebenswandel eines Tages umbringen. Dessen ist sich Devin bewusst. Angst macht es ihm längst nicht mehr. Er hofft nur, dass ihm bis dahin noch möglichst lange Zeit bleibt, um das Leben in vollen Zügen zu genießen.


Fähigkeiten

Devin hat eine hervorragende Ausbildung genossen und von klein auf alles gelernt, was ein Adelsspross wissen muss. Dazu gehörten Etikette, Reiten, Tanzen, Waffentechniken (Schwert und Lanze), Erlernen von Sprachen (Coreonisch, Cortuunu, einzelne Brocken Zentralalvaranisch) und Instrumenten (Laute und Harfe). Und natürlich wurde ihm die ruhmreiche Geschichte der Arcanier und deren Politik und Weltanschauung nahegelegt. Er wurde linientreu erzogen und Religion war eine wichtige Säule seines Unterrichts. Devin war zwar kein besonders begabter Schüler und neigte hin und wieder zur Rebellion, aber er schlug sich ganz passabel durch diese harte Erziehung und Lehre und hat entsprechende Fähigkeiten erlangt. Später wurde er außerdem zum Offizier der Kavallerie ausgebildet (s. Lebenslauf)
Handwerkliches Geschick besitzt er nicht. Für derartige Aufgaben gibt es Angestellte, die für ihn kochen, nähen, gärtnern etc.
Er besitzt allerdings ein gutes theoretisches Wissen über Landwirtschaft. Devin führt ein großes Gut. Er kann mit seinem Verwalter auf Augenhöhe sprechen. Die Hände hat er sich auf dem Gut aber noch nicht schmutzig gemacht.
Seine Wildnisfertigkeiten sind ebenfalls nur begrenzt bis gar nicht vorhanden. Ein Feuer kann er allerdings machen und in Arcanis besteht ohnehin nicht die Gefahr, in dichten Wäldern ums Überleben kämpfen zu müssen. Mit Wildpflanzen kennt er sich überhaupt nicht aus, auch nicht mit Spurenlesen oder Ähnlichem. In der Wildnis hätte es Devin also schwer. Dank seiner Bildung weiß er aber, wie die Sonne über den Horizont wandert. Vielleicht würde er zumindest in die richtige Richtung laufen. Theoretisch hat er schon einiges gehört. Ob das in der Praxis für ihn umsetzbar wäre, ist fraglich.
Ansonsten ist Devin ein Mann mit einer insgesamt guten körperlichen Konstitution. Die Folgen seines Starrkrautkonsums treten noch nicht zu Tage.

Magie/Zauber

Nichts davon

Vergangenheit

Vor 32 Jahren blickte die Grafenfamilie derer von Tarun erwartungsvoll auf den jüngst geborenen Stammhalter der Familie: Devin Victor Eric Ignatius von Tarun. Seine Eltern hatten die Hoffnung auf ein Kind beinahe schon aufgegeben, als die Gräfin von Tarun schließlich doch noch schwanger wurde. Es blieb dann allerdings bei diesem einen Kind und die schwächliche, stets kränkelnde Gräfin starb im folgenden Jahr. Devin wurde in den ersten Jahren hauptsächlich von seiner Amme und verschiedenen Kindermädchen betreut. Diese Frauen wechselten häufig, so dass sich Devin bewusst an kein Gesicht erinnern kann, obwohl er in frühester Kindheit ein recht enges Verhältnis zu seiner Amme hatte. Später folgende Kinderfrauen wurden immer mal wieder entlassen, weil sie nicht vertrauenswürdig oder verschwiegen genug waren oder weil sie heirateten. Manch einer behauptete, Devins Vater hätte so manch eine entlassen, weil sie das Bett nicht mit ihm teilen wollte.

Devin wuchs privilegiert auf. Die Familie stellte hohe Erwartungen an ihn, schließlich waren sowohl Vater als auch Großvater Wahrheitsbringer und Bewahrer des Lichts in der arcanischen Armee und Devin sollte später in ihre Fußstapfen treten. Daher wurde er bereits im zarten Alter von 7 Jahren zusammen mit einem Privatlehrer in die Silberzitadelle gebracht, um in der dortigen Militärakademie ausgebildet zu werden. Dort kam er zum ersten Mal mit anderen Kindern in Kontakt, auch wenn die meisten älter waren als er. Freundschaften zu anderen Kindern entwickelten sich. Trotz der strengen Erziehung nutzten die Jungen jede freie Minute, um sich ein Stück Kindheit zurück zu erobern.
Seine Ausbildung war hart. Nur im Sommer durfte er für wenige Wochen nach Hause reisen. Devin buhlte seine ganze Kindheit lang um die Zuneigung seines streng gläubigen und prinzipientreuen Vaters, der von liebevoller Erziehung allerdings nicht viel verstand. Die anfängliche stille Liebe und Bewunderung zu seinem Vater verwandelte sich so langsam über all die Jahre hinweg in Ablehnung und Hass. Später als Jugendlicher versuchte Devin, mit Protestverhalten auf sich aufmerksam zu machen. Er rebellierte gegen alles und jeden, widersprach seinen Lehrern, heckte Streiche aus und schmuggelte sogar einmal ein Mädchen in die streng abgeschirmte Kaserne. Bei einem Teil seiner Mitschüler der Akademie wurde er dadurch sehr beliebt, andere schüttelten nur den Kopf. Es gibt heute noch ehemalige Freunde, heute Männer in gehobenen Positionen, die auf Gesellschaften amüsante Anekdoten aus dieser Zeit erzählen können. Im Rückblick allerdings oft maßlos übertrieben. Nur dem Einfluss seiner Familie war es zu verdanken, dass man seine Ausbildung nicht abbrach. Die Familie derer von Tarun ist einer der Geldgeber der Akademie. Da drückt man schon mal ein Auge zu und rügt nicht jedes jungendliche Fehlverhalten. Denn nichts anderes war es. Als Devin älter wurde, nahm er sich mehr zusammen und verfolgte seine Ziele mit etwas mehr Ehrgeiz.

Mit 19 Jahren, kurz bevor er die Laufbahn in der Kavallerie einschlug, wurde eine merindarische Spionin namens Dana auf Devin angesetzt. Sie sollte in die Familie eingeschleust werden, um etwas über Devins Vater in Erfahrung zu bringen. Es ging um wichtige Papiere, die der Vater in seinem Haus aufbewahrte. Dana sollte sich Zutritt zum Arbeitszimmer beschaffen und Informationen daraus gewinnen. Außerdem sollte sie auskundschaften, wer im Haus ein und aus ging und über welche Kontakte die Familie verfügte, Gespräche belauschen etc. Devin war jung, unerfahren und ein mehr als williges Opfer. Er verliebte sich in die 10 Jahre ältere Frau, vertraute ihr und erzählte ihr alles, was sie von ihm wissen wollte. Dana ging dabei in ihren Fragen sehr geschickt vor. Sie war dafür ausgebildet und Teil eines Netzwerks, das diese Informationen weitergab und Dana finanziell unterstützte. Durch Dana machte Devin auch Bekanntschaft mit Starrkraut, das in Arcanis noch weitgehend unbekannt ist. Nach kurzer Zeit wurde er von seiner großen Liebe jedoch fallengelassen, als sie erreicht hatte, was sie wollte. Devin durchschaute das Spiel nicht. Er hielt sie weiterhin für ein Zimmermädchen aus Lanyamere und war enttäuscht, dass seine Liebe nicht mehr erwidert wurde. Die beiden blieben locker freundschaftlich verbunden, denn Dana erkannte, dass Devin nicht ganz linientreu war. Devin war jung, zum ersten Mal verliebt und redseliger als heute. Er vertraute Dana und genoss ihre Fürsorge. Dana wollte ihn sich warm halten für den Fall, dass er noch einmal gebraucht wurde. Außerdem war sie weiterhin Devins Quelle für Starrkraut. So blieb der Kontakt erhalten. Vielleicht handelte Dana auch aus persönlichen Motiven heraus, denn nachdem sie ihn näher kennengelernt hatte, mochte sie Devin wirklich gerne. Von ihrer Seite aus war es nie Liebe, aber sicher so etwas wie freundschaftliche Zuneigung.
Nach Dana wurde Devin zurückhaltener mit seinen Gefühlen. Ihm ist seitdem keine begegnet, die ihn derart fasziniert hat.

Seit seinem 19. Lebensjahr dient Devin in der Kavallerie, wo er es zum Rang eines Offiziers brachte. Nach dem Tod seines Vaters (Devin war damals 25) sprangen allerdings ein paar seiner Unterstützer ab, die ihn schon länger für einen nutzlosen Schnösel hielten und sich nur wegen seinem Vater zurückgehalten hatten. Seine Karriere bekam dadurch einen leichten Knick. Es gab andere, die ehrgeiziger waren, gläubiger, sich mehr aufopferten und an ihm vorbei zogen. Devin wurde sprichwörtlich von seinem hohen Ross gestoßen und nur noch für interne Aufgaben eingesetzt. Ihn selber störte das gar nicht. Hatte er doch jetzt mehr Zeit für sein Luxusleben, ausschweifende Feste und schöne Frauen.

Als Devin 26 war, ging Dana das größte Wagnis ihres Lebens ein: Sie offenbarte sich ihm gegenüber als Mitglied der von Merindar gesteuerten Widerstandsbewegung und flehte ihn an, etwas für ihren jüngeren Bruder Varon zu tun, der in ernsthaften Schwierigkeiten steckte. Varon hatte in Notwehr jemanden getötet und brauchte ein sicheres Versteck. Wenn man ihn fand, drohte ihm die Folter und wenn er redete, war auch Danas Leben in Gefahr. Devin war geschockt. Er ließ sie festsetzen und wollte sofort die Vollstrecker informieren. Doch nach einer durchwachten Nacht des Nachdenkens überlegte er es sich anders. Ihm wurde klar, dass Dana ihm von allen Menschen bisher am meisten bedeutet hat. Und er glaubte ihr, obwohl er von ihrem Geständnis gekränkt war, denn nun offenbarte sich das ganze Ausmaß ihres einstigen Verhältnisses. Sie hatte ihn damals ausgenutzt, das wurde ihm nun schmerzlich bewusst. Seine Gefühle für sie starben in diesem Moment, aber etwas Vertrautes, Sentimentales blieb erhalten. Das Verhältnis zu seinem Vater war zerrüttet, viele Freundschaften aus Kindheitstagen hatten sich im Laufe der Zeit zerstreut oder waren nur oberflächlich, die weitläufige Familie stellte stets nur Forderungen, gab ihm aber keinen Halt, seine Militärlaufbahn ging gerade den Bach hinunter und einige Leute intrigierten gegen ihn. Devin erkannte, dass er wenige Unterstützer hatte und noch weniger echte Freunde. Im Grunde seines Herzen hinterfragte er sogar oft das ganze Gerede von Ehre und Aufopferung und bedingungslosem Gehorsam, das ihm mit einer wenig liebevollen Erziehung eingetrichtert wurde. Er war immer schon ein Freigeist gewesen, der seine eigene Meinung vertrat und sich insgeheim kritische Fragen stellte. Vielleicht war er im Herzen längst ein Abweichler? Devin stellte sich und sein Leben in Frage, fand zwar keine endgültige Antwort, fasste aber (vielleicht auch unter Starrkrauteinfluss) einen folgenschweren Entschluss: Er verriet Dana nicht, sondern half ihrem Bruder, der später zu seinem Leibwächter wurde. Devin versteckte Varon einen Monat lang in seinem Weinkeller, was weder Varon noch seinem Weinvorrat gut tat, Varon aber letztlich das Leben rettete. Seine einzige Bedingung war, dass Dana nie wieder einen Fuß auf seinen Grund setzen durfte. Devin wollte nichts mit den Widerständlern zu tun haben und er wollte Dana nicht mehr wiedersehen. Doch ohne es eigentlich zu wollen, geriet er nach und nach dann doch in den Sog der merindarischen Bewegung. Varon wurde Devins Leibwächter und engster Vertrauter. Varon hatte aber über seinen Großvater zum Teil elfisches Blut in den Adern und seine Vergangenheit musste vertuscht werden. Devin musste Papiere fälschen und dafür sorgen, dass Varon als echter Arcanier einer möglichen Überprüfung standhalten konnte. So kam eins zum anderen. Zwar brach der Kontakt zu Dana vollkommen ab, durch Varon war er aber immer noch mit den Widerständlern verbunden. Devins Position ist dabei schwierig zu beschreiben. Durch seine Taten ist er bereits zu einem Verräter geworden. Trotzdem fühlt er sich weiterhin als ehrbares Mitglied der arcanischen Gesellschaft, die aus seiner Sicht trotz allem auch ihre guten Seiten hat, wenn man von den schlechten einmal absieht. Gleichzeitig hilft er arcanischen Feinden, ohne sich als echter Widerständler zu fühlen. Viele Aspekte dieser Bewegung, der Varon angehört, sind ihm suspekt. Somit kann man Devin eigentlich keiner Seite eindeutig zuordnen. Er folgt eher seiner eigenen Überzeugung und tut seinem Freund Varon hin und wieder einen Gefallen, indem er Leuten hilft, die wie Varon damals in Not sind. Ob er dies aus Nächstenliebe macht oder anderen Gründen, sei dahingestellt.
Sein Haus ist seitdem ein Zufluchtsort für Leute, die kurzfristig untertauchen müssen. Das Ganze ist sehr geheim. Nur Devin und Varon wissen davon. Varon ist das einzige Bindeglied zwischen Devin und der Bewegung. Alles andere wäre zu gefährlich, denn sonst wäre Devin erpressbar. Devin hat außerdem sehr selten so einen Gast und dann auch nur für höchstens einen Tag, bevor derjenige mit Devins Hilfe über die Grenze gebracht wird. Da in Devins Haushalt ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, häufig Gäste zu Besuch sind, das Personal oft wechselt und immer wieder neue Frauen an Devins Seite zu finden sind, fielen seine Machenschaften bisher niemandem auf.

Restliches

Keine Besonderheiten

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