Irgendwo in Laethea

Der fruchtbare Südosten Alvaranias, Einflussgebiet des Königspaares der Elfen.
Cyriaca
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Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Sa, 24. Apr 2010 18:54

Cyriaca kommt von: Dunkle Geschäfte


Die Reise war lang und teilweise mühsam gewesen, aber damit hatte sie bereits gerechnet, denn ihr Weg nach Merridia war nicht anders gewesen. Sie hatte jedoch keinerlei Probleme gehabt und nun war sie schon in jenem Wald angekommen, der ihr zur derzeitigen Heimat geworden war.
Das Brennen in ihren Beinen bemerkte sie schon längst nicht mehr, denn es war ihr ständiger Begleiter auf ihrer Reise geworden.
Sie hatte relativ viel Glück mit dem Wetter gehabt, sodass sie in keinen Regenguss gekommen war, der es ihr nur unnötig erschwert hätte. Gleichzeitig war es nicht zu heiß für ihren Geschmack gewesen und sie war bei ein paar kleineren Flüssen dazu gekommen, sich und ihre Kleidung zu reinigen.
Jetzt kam endlich ihr Zuhause in ihr Blickfeld durch das dichte Unterholz hindurch.
Geschickt entkam sie den Zweigen, die an ihrer Haut und an dem Stoff an ihrem Leib zerren wollten. Cyriaca hatte keine Lust, jetzt, am Ende ihres Weges, sich auch noch ihre Kleidung zu ruinieren. Ihre Stiefel würden ohnehin bald eine neue Sohle brauchen. Aber noch war es nicht ganz soweit und die letzten Schritte konnte sie auch noch bewältigen.
Sie gelangte auf die Lichtung, auf der ihr kleines Häuschen stand, das sie bewohnte und von dem sie nicht wusste, wer es erbaut hatte.
Es war ihr auch egal, es zählte nur, dass der- oder diejenige in den letzten Jahren niemals zurück gekommen war. Was der Person auch nicht gut getan hätte, denn die junge Frau hatte keine Lust, ihre Heimstätte wieder aufzugeben. Das kleine Gebäude war für ihre Bedürfnisse wie geschaffen und sie fühlte sich tatsächlich wohl darin.
Jetzt freute sie sich darauf, ihre Stiefel auszuziehen, sich frisches Wasser zu holen und erst mal ein Bad zu nehmen, bevor sie sich darum kümmerte, den Staub und sonstigen Dreck aus den Räumen zu entfernen und sich schließlich was zu essen zu machen.
Das würde auch die vergeudete Zeit, die sie wegen der Umstände und des nicht ausgeführten Auftrags, also ohne ihren verdienten Lohn, verloren hatte, wieder halbwegs wettmachen. Obwohl, vollkommen verschwendet war sie nicht, immerhin hatte sie drei Goldstücke erhalten als Anzahlung.
Mit einem angedeuteten, halbwegs zufriedenen Grinsen trat sie in ihr Haus und atmete tief die abgestandene Luft ein, die ihr so vertraut war.
Dann schloss sie hinter sich die Tür.
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » So, 25. Apr 2010 16:04

Leia streifte wieder einmal durch die Wälder. Anmutig sprang sie von Ast zu Ast, das Eichhörnchen Nut war immer dicht hinter ihr. Leia genoss die Einsamkeit. Einige Vögel zwitscherten oder flogen erschrocken auf, wenn Leia vorbeisprang. Es war ein kühler Tag und ein leichter Wind ließ Leias Haare flattern.
Leia wurde langsamer. Dieser Teil des Waldes kam ihr unbekannt vor. Das Unterholz war dicht und die Bäume standen eng beieinander. Die Vögel waren leiser geworden. Es war beinahe unheimlich. Durch einen Brombeerbusch hindurch aber sah Leia Leben. Eine Person kämpfte sich hindurch und war auf der anderen Seite des Gestrüpps verschwunden. Leias Interesse war geweckt und sie kletterte hoch und dann der Person hinterher.
Das erste was sie sah, war eine Hütte. Sie war schon ein wenig heruntergekommen, als hätte lange Zeit keiner sie betreten. Durch ein Fenster sah Leia dickte Staubschichten auf einem Tisch. Dann wandte sie sich wieder zu der Person. Sie war im Vergleich zu Leia groß, über einen Kopf größer. Sie war sehr hübsch, auch wenn Leia ihre Kleidung nicht mochte. Und sie war eindeutig eine Frau. Leia wusste noch nicht,was das für ein Wesen war, nur eine Katzenelfe war es sicher nicht.
Die Frau ging in die zerfallene Hütte hinein und schloss die Tür. Leia wusste nicht, was sie tun sollte. Sollte sie einfach wieder gehen? Oder sollte sie bleiben? Nut saß neben ihr und sah wie gebannt auf die Hütte. Er war ein kluges Tier. Leia entschloss sich, herauszufinden, was das für ein Wesen war. Sie kletterte auf den Boden der grasbewachsenen Lichtung und duckte sich sofort. Sie hoffte, die Frau hatte sie nicht gesehen, aber nichts wies darauf hin. Gebückt schlich Leia zu dem Haus, Nut folgte ihr.
Leia war ein wenig aufgeregt, sie war lange keiner Person begegnet. Das war eigentlich ganz gut so, aber manchmal hatte sie Lust auf einen kleinen Kampf. Oder war nur neugierig. Leia ging nicht durch die Tür, sondern lief weiter um das Haus herum, bis sie ein geöffnetes Fenster entdeckte. Sie hörte nichts, also erhob sie sich und spähte hinein. Alles war ruhig. Es war ein kleines Zimmer, wahrscheinlich eine Art Abstellkammer.
Leia atmete tief durch und sah zu Nut. Er sah erwartungsvoll zurück, also kletterte Leia hinein. Ein Holzsplitter bohrte sich in ihren linken Zeigefinger, aber Leia verzog keine Mine und zog ihn mit der rechten Hand hinaus. Ein kleiner Blutstropfen fiel auf den Boden. Aber der Staub, der auch hier alles bedeckte, dämpfte das Geräusch.
Leia ging vorsichtig, damit nichts umfiel von den ganzen Besen, Gefäßen und anderen Sachen, die hier herumstanden, zur Tür des Raumes, die dem Fenster gegenüberlag. Sie stand einen Spalt weit offen und Leia spähte hindurch.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Mo, 26. Apr 2010 16:30

Cyriaca seufzte leise, als sie sah, wie viel Staub sich in ihrer Abwesenheit hier angesammelt hatte.
Es erstaunte sie immer wieder negativ aufs Neue, wie rasch sich diese Art von Schmutz sich breit machen konnte, kaum, dass man einmal einige Wochen lang nicht da war.
Das Licht war etwas diffus, denn natürlich war auch das Glas ihrer Fenster verstaubt.
Sie würde vor ihrem Bad erst einmal Wasser holen, um den gröbsten Dreck beseitigen zu können. Davor war hier leider nichts zu machen.
Morgen würde sie sich dann darum kümmern, ob es andere Reparaturen gibt, die sie noch würde erledigen müssen. Schließlich wusste sie nicht, ob es schlechtes Wetter oder andere Dinge gegeben hatte, die vor allem das Dach in Mitleidenschaft zogen.
Ein Fenster war eindeutig nicht zu Bruch gegangen während ihrer Abwesenheit, sonst würde es hier ziehen. Was nicht der Fall war, denn die Luft war abgestanden und roch muffig.
Die junge Frau öffnete ein Fenster, damit zumindest dagegen erst einmal etwas getan wurde. Da draußen zum Glück kein starker Luftzug wehte, konnte auch nicht mehr Staub als unvermeidbar aufgewirbelt werden.
Zufrieden damit nahm sie einen Kübel aus der kleinen Küche, mit dem sie Wasser holen wollte.
Da sie nicht bemerkte, dass jemand sich ihrem Haus genähert hatte, selbst die Idee wäre abwegig, immerhin hatte sie mit Absicht diese Einöde als ihre Heimat auserkoren, blieb sie auch nicht drinnen, sondern verließ das Gebäude wieder.
Der Weg zum Bach war nicht sonderlich weit und führte auch genügend Wasser für ihre Bedürfnisse.
Allerdings musste sie zuvor den Kübel, nachdem sie den darin aufbewahrten Lappen heraus genommen hatte, auch einmal kurz ausspülen, denn auch hier hatte sich natürlich zu ihrem Leidwesen der Staub festgesetzt.
Es hatte anscheinend vor einigen Tagen geregnet, denn das Bachbett war mehr als sonst gefüllt, was immer nach einem Regenguss der Fall war. Der Boden allerdings war nicht schlammig aufgeweicht, ein Zeichen wiederum, dass es schon eine gewisse Zeit her war.
Cyriaca füllte den Kübel ein weiteres Mal und stellte ihn neben sich.
Dann wusch sie den Lappen notdürftig und ohne Seife, bis er halbwegs brauchbar für ihr Vorhaben war.
Damit gewappnet, kehrte sie zu ihrem Haus zurück und trat wieder ein.
Wie immer würde sie zuerst in ihrem Schlafzimmer anfangen, den Staub zu beseitigen, dann zu ihrem Wohn- und Essraum und schließlich zur Küche übergehen. Erst am Schluss käme die kleine Kammer dran, in der ihr Badezuber stand. Alle anderen weiteren kleinen Räume, die sie als Abstellkammern oder gar nicht verwendete, sowie die restlichen noch einmal genauer würde sie dann morgen putzen, so wie nach jeder ihrer Rückkehr.
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » Mi, 28. Apr 2010 18:45

Leia erschrak ein wenig, als die Frau plötzlich in ihr Sichtfeld lief. Leia trat einen Schritt zur Seite, hinter die Tür, aber die Frau schien nichts bemerkt zu haben. Sie hatte einen kleinen Eimer in der Hand gehalten und Leia hörte, wie kurz darauf die Tür zufiel.Sie lief zum Fenster und sah, wie die Frau, den Eimer in der Hand, über die Lichtung lief. Sie nutzte die Gelegenheit und stahl sich aus dem Zimmer.
Auch im Rest der Hütte war es staubig. Leia entdeckte die Küche und ein geöffnetes Fenster. Ihr fiel etwas ein und sie schloss das Fenster. Dann ging sie wieder aus der Küche in den Flur. Die Tür zu einem weiteren Zimmer stand offen, und Leia ging hinein.
Es war das Schlafzimmer. Ein kleines Bett stand neben einem ebenfalls kleinem Fenster. Wie alles andere war auch das Bett von einer Staubschicht überzogen. Leia schüttelte sich, als sie sich voratellte, wie es wäre, in diesem Bett zu schlafen. Wahrscheinlich krabbelten hier auch noch Kakerlaken und Ähnliches herum. Grundsätzlich hatte sie nichts gegen diese Tiere, aber beim Schlafen störten sie doch ein wenig.
Leia sah auf den Boden, um zu sehen, ob sie mit ihrer Vermutung recht hatte. Aber ihr gefror der Atem, denn sie fand keine Tiere, dafür aber etwas ganz anderes. In dem dicken Staub hatte Leia Fußspuren hinterlassen! Was sollte sie jetzt tun? Die Frau würde sie merken!
Leia beschloss sich zu verstecken und abzuwarten. Sie würde einfach ihren Plan fortführen, die Frau zu erschrecken. Leia ging wieder aus dem Zimmer und zurück in die Kammer, keine Sekunde zu früh. Denn gleich darauf kam die Frau wieder, der Eimer nun gefüllt mit Wasser. Leia wartete ab, was geschehen würde.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Mi, 28. Apr 2010 19:32

Bisher hatte Cyriaca nichts von ihrem ungebetenen Gast bemerkt. Womöglich wäre das passiert, hätte sie mit überraschendem Besuch rechnen müssen, aber so war sie ahnungslos, als sie ihre Heimstätte wieder betrat.
Auch jetzt sah sie anfangs nichts, da sie sich umdrehte, als sie die Tür hinter sich ins Schloss zog. Es klemmte manchmal nach längerem Nicht-Gebrauch ein wenig und somit wollte sie nun sicher gehen, dass es auch wirklich zu war, während sie hier putzte.
Als sie sich danach umdrehte und zu ihrem Schlafraum gehen wollte, stockte sie.
Moment mal!
Ihr Körper spannte sich innerlich und ihre Sinne schärften sich wieder. Sie erkannte ihre Fußspuren, wie es normal war bei der Staubschicht.
Daneben jedoch gab es noch andere Spuren, die definitiv von kleineren Füßen als den ihren stammten und auch eine andere Schuhform zeigten. Das war doch nicht möglich!
Irgendwer musste sich in ihr Haus geschlichen haben und das während sie kurz beim Bach gewesen war, da sie diese Spuren zuvor noch nicht hatte ausmachen können. Und sie wären ihr eindeutig aufgefallen, das stand fest, genauso wie sie ihr nun ins Auge gestochen waren.
Allerdings wollte und würde sie als erfahrene Kämpferin nicht den Fehler begehen und jetzt offensichtlich nach diesem Eindringling suchen. Immerhin wusste sie nicht, mit wem sie es zu tun hätte, und so wäre es besser, ihn selbst aus der Reserve zu locken.
Mit gespitzten Ohren ging sie langsam durch den Staub, als hätte sie die Abdrücke nicht bemerkt. Aus den Augenwinkeln versuchte sie jegliche, noch so winzige Bewegung oder Änderung auszumachen, die ihr Hinweise auf den ungebetenen Besucher geben könnten.
Warum diese Person es gewagt hatte, in ihr Haus einzudringen, darüber machte sie sich vorerst keine Gedanken. Sie würde ihn schon ausfindig machen und dann mit ihren Methoden die Gründe heraus finden.
Also ging sie langsam, aber geschmeidig und so, als würde sie nichts ahnen, in Richtung ihres Schlafzimmers. Dabei behielt sie auch die Spuren im Auge und stellte fest, dass die Person dort ebenfalls gewesen war.
Langsam öffnete sie die Tür, jedoch war der Raum leer.
So trat sie ein und begann mit ihrem Vorhaben. Das Fenster war rasch geöffnet und sie schüttelte zuerst die Laken, dann die Matratze aus. Wobei sie sich bewusst so stellte, dass die Tür nicht allein in ihrem Rücken sich befand, sondern sie aus den Augenwinkeln hin spähen konnte.
Niemand würde unbemerkt in den Raum herein kommen können, das stand fest.
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » Do, 29. Apr 2010 17:44

Leia beobachtete die Frau von der Kammer aus. Sie schien bemerkt zu haben, dass sie Besuch hatte. Leia wurde fast entdeckt, aber sie zog sich noch schnell genug zurück. Jetzt war die Frau im Schlafzimmer und säuberte es. Leia hatte keine Chance unbemerkt zu entwischen oder die Frau zu erschrecken. Dann musste sie es ebe anders machen.
Leia ging wieder hinter die Tür, um zu überlegen. Einen Vorteil hatte sie: Die Frau wusste nicht, wo Leia war. Aber das war s dann auch schon wieder. Aus diesem Raum konnte Leia nicht unbemerkt entkommen. Außer... außer aus dem Fenster. Wenn sie dort hinauskletterte, könnte sie in der Küche wieder hineinkommen. Die Küche war vom Schlafzimmer aus nicht zu sehen.
Leia ging zum Fenster, das immer noch offen stand. Aber da fiel ihr etwas ein. In der Küche hatte sie das Fenster geschlossen. Dort würde se nicht hineinkommen können. Mist! Leia überlegte weiter. Sie konnte nicht hier warten, bis die Frau fertig geputzt hatte. Sie musste etwas tun! Aber was? Sie könnte hier herausklettern, die Frau ablenken und durch das Schlafzimmerfenster hereinklettern, das die Frau geöffnet hate.
Leia sprang lautlos auf den Fenstersims und ließ sich auf der anderen Seite heruntergleiten. Dort wartete Nut noch auf sie. Er sah Leia fragend an undhüpfte neben ihr mit, als Leia um das Haus herum ging. Aber plötzlich blieb er stehen und verschwand im Wald. Leia kannte das. Nachher würde er wieder kommen.
Leia kam zum Schlafzimmer der Hütte. Das Fenster war auf. Leia suchte auf dem Boden nach einem Stein. Sie fand einen geeigneten und schlich zum Fenster. Die Frau sah noch immer in den Flur und bemerkte Leia am Fenster nicht. Leia wog den Stein, zielte, holte aus und warf. Der Stein zischte harscharf am Kopf der Frau vorbei. Das hatte Leia auch beabsichtigt, sie hatte nie die Frau treffen wollen. Sie sah interessat aus und Leia wollte erst mit ihr reden, bevor sie sie wahrscheinlich tötete.
Natürlich blieb Leia nicht am Fenster stehen, wo die Frau vermutlich als erstes schauen würde, sondern rannte wieder zum offenen Fenster der Kammer. Jetzt schloss sie das Fenster, als sie drinnen war. Sie schlich wieder zur Tür.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Aquanax » Do, 29. Apr 2010 20:43

Aquanax zog sich die Kapuze vom Gesicht. Er hatte einen langen Ritt hinter sich, seine Knochen waren Müde und auch sein stolzer Hengst war nun erschöpft. Er wusste nicht mehr genau wie er an diesen Ort gelangt war, doch war das für ihn nicht wichtig. Wichtig waren für ihn nur neue Herausforderungen mit denen er den Wettkampf zwischen ihm und seinen Brüdern gewinnen konnte. Sie hatten sich untereinander geschworen, wer der Reichste, Edelste und Stärkste von ihnen werden würde, dürfte die anderen wie Untertanen behandeln und das neue Oberhaupt der Familie werden. Aquanax reizte dies, doch in dieser Landschaft würde er sicherlich keine großen Herausforderungen finden.

Er durchsuchte die Taschen am Sattel des Pferdes nach seinem Trinkwasserschlauch, als er ihn jedoch gefunden hatte, bemerkte er das er vollkommen leer war. Grummelnd packte er ihn wieder ein. Er hatte schon vor Stunden bemerkt das sein Schlauch leer war, doch natürlich hatte er nicht daran gedacht an einem See oder Fluss anzuhalten. Er war viel zu sehr in Gedanken, deshalb befand er sich anscheinend auch an diesem verwunderlichem Ort.

Die Bäume waren sehr dicht, somit wurde es sehr schwer für seinen Hengst ihn durch das Gelände zu führen, doch meisterte er es mit einer Unzufriedenheit die Aquanax nur zu gut kannte. Er liebte das schnelle Reiten in den Wüsten, das war sein Gebiet. Nirgendwo waren Wurzeln und herumstehende Bäume die seinen Hengst zum Ausweichen zwingten.

Seine Lippen wurden allmählich trocken und nirgendwo war etwas Wasser zu sehen. Wieso war in diesem grünem Wald den nirgendwo ein See?
Verärgert schloss er die Augen und öffnete sie erst wieder, als sein Hengst stoppte. Aquanax wollte ihn gerade fragen warum er stoppte, doch sah er nun selbst warum. Eine einsame Hütte stand zwischen den dichten Bäumen, vielleicht hatten die Bewohner etwas Wasser für ihn.

Er stieg ab und strich dem schwarzen Hengst über die Nüstern. Er befahl ihm zu warten und zog seine Kapuze wieder auf. Nicht jeder sollte sein Gesicht sehen. Er näherte sich der Hütte und klopfte an der Tür. Was würde ihn erwarten?

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Sa, 01. Mai 2010 10:20

Cyriacas Sinne waren geschult und obwohl sie vor allem die Tür in ihrem Rücken aufmerksam beobachtete, hieß das nicht, dass sie ihre restliche Umgebung außer Acht ließ.
Als der Stein plötzlich in ihre Richtung sauste, was sie auch hören konnte, da solch ein Gerät immer ein gewisses Geräusch verursachte, starrte sie direkt darauf.
In ihrem Kopf schrillten die Alarmglocken und als fest stand, dass er sie nicht treffen würde, anscheinend war schlecht gezielt worden, wurde sie zur Salzsäule. So zischte der Stein wirklich an ihr vorbei, ohne eine Schramme zu hinterlassen.
Polternd prallte er hinter ihr zu Boden und blieb dort unbeachtet liegen.
Durch ihre schnelle Reaktion allerdings konnte sie die Fremde, es schien ein erstaunlich kleines Wesen zu sein, noch erkennen.
"Na warte...", grollte die junge Frau fast lautlos und beugte sich aus dem Fenster, um zu sehen, wohin die andere lief.
Und da sah sie auch den Übeltäter, wodurch es überhaupt erst zu diesem Schlamassel gekommen war. Sie hatte in der Kammer tatsächlich ein Fenster nicht verschlossen gehabt!
Sie wirbelte herum und wäre am liebsten sofort hingerannt, aber das wäre ein Fehler gewesen. Stattdessen zwang sie sich zur Ruhe und dazu, schleichen zu können, um sich nicht zu verraten.
So kam sie auch halbwegs zügig vorwärts und in dem Moment, indem Leia die Tür erreichte, war auch Cyriaca da. Sie riss diese derart plötzlich auf, dass sie den Überraschungseffekt zwangsläufig auf ihrer Seite hatte.
Und sie handelte auch entsprechend schnell, packte die Fremde am Kragen und ließ sie unsanft Bekanntschaft mit der nächstgelegenen Wand machen.
Aus zornigen Augen funkelte sie die andere an. "Wer bist du und was tust du hier?!", grollte sie gefährlich leise, sodass man erahnen konnte, dass jede unbefriedigende Antwort weitere Schmerzen bedeuten konnte.
In diesem Moment klopfte es hörbar an der Haustür, doch die junge Frau hatte nicht vor, sich davon ablenken zu lassen.
Stattdessen begann sie hinterlistig zu grinsen. "So, du hast dir also Verstärkung mitgebracht? Tja, zu schade, dass sie dir nichts nützen und nur dein Schicksal teilen wird. Also, rede endlich oder ich sorge dafür, dass du den Tag bereust, an dem du diesen Ort gesehen hast!", zischte sie.
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » Sa, 01. Mai 2010 19:17

Leia war tatsächlich überrascht, als die Frau Leia packte, und so konnte sie sich nicht dagegen wehren, als sie gegen die Wand gedrückt wurde. Aber Angst hatte sie nicht. Sie war eher wütend auf sich selbst, weil sie sich so schnell hatte erwischen lassen. Sie hätte vorsichtiger sein müssen.
"Wer ich bin willst du wissen? Nun, eines kann ich dir sagen: Ich bin keine Person, die wehrlos ist!" Da klopfte es, aber Leia beachtete es genausowenig wie die Frau. Deren Vermutung wies sie aber sofort zurück: "Und ich bin keine Frau, die Vertärkung braucht!" Mit diesen Worten wand sich Leia aus dem Griff der Frau. Sie stieß sie so heftig weg, dass sie nach hinten auf den Boden fiel.
Leia drehte sich um und rannte mit zwei Schritten zur Tür. Sie zog sie auf und rannte draußen fast einen jungen Mann um. Sie nahm sich keine Zeit ihn genauer zu beobachten, sondern rannte weiter und kletterte auf einen Baum. Sie beobachtete den Mann, der verdutzt Leia hinterhersah, sie aber in dem Grün des Baumes nicht erkannte.
Dann fiel Leia ein, dass sie nicht hätte wegrennen sollen. Das war feige. Also kletterte sie rund um die Lichtung, bis sie die Rückseite des Hauses sah. Dann sprang sie aus etwa 5 Meter Höhe hinunter. Sie machte sich nicht mehr die Mühe zu schleichen, sondern rannte einfach zum Fenster des Schlafzimmers, das immer noch offen stand. Sie stieg hinein und sah die Frau, die gerade aufgestanden war.
Leia lief zu ihr um packte sie fest am Arm. "Ich hab noch was vergessen!", zischte sie. In ihren Augen war nun ein wütendes Glühen. "Was fällt dir ein, mich so unhöflich zu behandeln! Ich bin schließlich ein Gast! Sei doch froh darüber, dich mag wahrscheinlich sowieso niemand. Wenn ich mir dich mal so ansehe..." Leia sah an der Frau herunter und spuckte ihr vor die Füße. "Ich frage mich sowieso, warum ich dich noch am Leben lasse. Du hast es verdient, sofort zu sterben!"
Leia packte nun den Hals der Frau, um sie zu erwürgen, aber sie machte einen Fehler. Sie ließ sich zu viel Zeit und hatte die Rechnung ohne den Mann gemacht, der noch draußen stand und zusah.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Aquanax » Sa, 01. Mai 2010 19:43

Gerade als Aquanax geklopft hatte waren Geräusche von drinnen zu hören. Er verharrte einen Moment und legte die Hand an den Türgriff als sie aufgerissen wurde. Ein kleines Wesen, vermutlich ein Mädchen, stürzte heraus. Gerade noch konnte Aquanax ausweichen bevor sie ihn überrannte. Verwundert beobachtete er wie sie schnell im Wald verschwand. Schmunzelnd legte er seine Hand an den Dolch. Er hätte seine Partisane nicht an seinem Hengst lassen sollen, vielleicht würde er sie nun brauchen.
Er betrat das Haus und sah sich um. Auf dem staubigem Boden lag eine Frau, die sich gerade daran machte aufzustehen. Als Aquanax gerade fragen wollte, was das hier für eine Veranstaltung war, hörte er ein dumpfes Geräusch das anscheinend von oben kam. Was den nun noch?dachte er bei sich selbst. Dann sprang jemand durch das Fenster und packte die gerade aufgestandene Frau, die ihn soeben bemerkt hatte. Er erkannte das Mädchen, das ihn noch vor ein paar Augenblicken überrennen wollte. Aquanax machte schnelle Schritte auf die beiden Streitenden zu. Als das Mädchen, was anscheinend soetwas wie eine Elfe oder ähnliches war, drauf und dran war ihre Gegnerin zu erwürgen, schritt Aquanax ein. Blitzschnell stand er hinter der kleinen Elfe, legte den Arm um ihren Hals und zog sie zurück. Immernoch mit einer Hand den Dolch fest umschlossen, falls sie ihn noch überlisten wollte. Mit solchen Tricks musste er bei Elfen rechnen, das hatte ihm sein Vater eingebläut.
"Beruhige dich, kleine Elfe!" keuchte er als er sie wegzerrte. Sie war stärker als er gedacht hatte, doch der Überraschungsmoment war auf seiner Seite.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Mo, 03. Mai 2010 19:53

[occ: leia, bitte nicht so viel meinen char bewegen - ich weiß, ein paar dinge sind nötig, um weiter schreiben zu können, aber teilweise ist es zu viel - deswegen klingt mein teil jetzt vielleicht etwas komisch, aber ich hatte schon zu viel geschrieben, um das alles wieder zu löschen - danke]


Cyriaca fluchte, denn sie hatte sich zu sehr auf ihre Stärke verlassen und nicht daran geglaubt, dass dieses Wesen sich so rasch dagegen stemmen würde. Nur so war es für sie verständlich, dass die andere sich befreien und sie noch dazu sogar zu Boden stoßen konnte.
Ein Ding der Unmöglichkeit eigentlich!
Entsprechend deftig fielen ihre Flüche aus, als sie sich gekonnt auf die Beine schwang und der anderen hinterher lief.
Das würde sie ihr büßen, genauso wie den Stein und dass sie hier einfach eingedrungen war! Die Frage war nur noch, wie. Das nächste Mal würde sie auf alle Fälle ihr Eis benutzen, um die andere festzusetzen, und da gäbe es keine Befreiung, das stand fest!
Sie war schnell, jedoch leider nicht schnell genug, um sie noch im Haus einholen zu können.
Umso verdutzter war sie, als sie vor ihrer Tür noch eine andere Person ausmachte.
Wie war das noch gewesen? Sie bräuchte keine Verstärkung? Wer war das also dann?
Die junge Frau verharrte einen Moment lang, bevor sie sich an ihm vorbei schob und diesem anderen Ding hinterher sprintete.
Um den Typen würde sie sich später noch kümmern, wenn sie das Biest erst mal in ihren Fingern hatte.
Sie wollte gerade ihre Kräfte sammeln, um das Wesen an Ort und Stelle fest zu frieren, als sie von sich aus umdrehte, herunter sprang und zu ihr kam, um sie zu packen. Was sie auf eine andere Idee brachte.
Sofort sprintete sie ihrerseits zurück und zwar wieder in die Kammer. Die andere hatte sie nicht gesehen, deswegen wollte sie ihr auch nicht verraten, wie schnell sie sein könnte.
Sie kam gerade am Boden an, tat, als würde sie sich jetzt erst aufrappeln, und wurde von der anderen gepackt.
Was ihr nicht sonderlich gut bekam, denn nun setzte Cyriaca wirklich ihre Eismagie ein, sodass die Finger an ihrer Haut schmerzhaft kalt wurden.
Ihr Blick war das reinste Eis, als sie die andere unerbittlich anstarrte.
Das darauf folgende Würgen machte ihr nichts aus, stattdessen blieben ihre Augen kalt auf das Gesicht der anderen gerichtet. "Was fällt dir ein, ungebeten in mein Haus einzudringen und diese Frechheiten zu begehen?!", zischte sie schneidend.
Einen Moment später jedoch konnte sie bereits wieder befreit atmen, ohne in Not gekommen zu sein, und schenkte dem Fremden dafür einen Blick, den er durchaus als dankbar betrachten konnte. Zwar war sie das nicht, sie wäre auch allein mit dem Biest fertig geworden, aber sie hatte keine Lust, gleich zwei Personen als Gegner zu haben. Immer einen nach dem anderen.
Ihre Augen wurden schmal und sie baute sich dicht vor dem kleinen Wesen auf, das nicht aus dem Griff kam. "Du solltest nicht so große Töne spucken, du kleines Ding! Aber anscheinend hat man bei dir in der Erziehung vergessen, was das Wort Anstand bedeutet, und hätte dir besser öfters den Hintern versohlt, bis du begreifst, dass man nicht einfach ungefragt in ein fremdes Haus eindringt! Und was mein Leben in Einsamkeit hier betrifft, geht es dich einen absoluten Scheiß an!"
Danach jedoch musste sie sich zurück halten. Nicht, weil sie so sehr die Kontrolle über sich verloren und sich blamiert hätte, sondern eher, weil ihr sonst noch Dinge heraus gerutscht wären, die ein Unbeteiligter besser nicht hörte.
Von ihrem Körper, der sich dabei verändern würde, ganz zu schweigen! Noch war sie nicht soweit, dass sie ihre Maske nicht wahren wollte!
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » Di, 04. Mai 2010 17:25

(occ: Natürlich! Aber ich dachte mir auch, dass es seltsam wäre, wenn du noch nicht aufgestanden wärst, wollte deine Figur nicht zu sehr bewegen und auch nicht so wenig schreiben...)

Leias Arme schmerzten, als die Finger ihrer Gegnerin plötzlich eiskalt wurden. Was war das? Da hatte sie die Lösung: Die Frau war eine Eisdämonin! Leia war so überrascht über diese Erkenntnis, dass sie nicht bemerkte, wie der Mann von draußen hereinkam. Er packte sie und zog sie von der Frau weg. Leia konnte sich nicht wehren, aber es lag nicht nur an ihrer Überraschtheit. Der Mann war stark und hatte einen Dolch in der Hand. Und allein konnte sie nie im Leben gegen beide gewinnen.
Trotzdem wollte sie nicht einfach wehrlos aufgeben. Das wäre vielleicht das Beste gewesen, aber es entsprach Leias Wesen nicht. Also warf sie der wahrscheinlichen Dämonin einen Blick zu, der ebensokalt wie der ihre war. Sie zischte zurück: "Meine Erziehung ist besser als deine! Jetzt hast du schon zwei Gäste, und behandelst keinen von ihnen gut! Und zu zweit gegen einen nennst du fair? Nicht, dass ich nicht mit euch fertig würde, aber eine gute Erziehung hast DU nicht!"
Der Griff des Mannes um Leias Hals war fest, und es schmerzte ein wenig. Leia drehte sich zu ihm, so gut es ging, und fragte wütend: "Und was mischst du dich hier überhaupt ein?" Der Mann drückte fester zu, und das Atmen fiel Leia schwer. Reden war nicht mehr möglich. Leia wusste nicht, was sie tun sollte. Wenn sie sich wehrte, würde der Mann noch fester drücken und sie womöglich umbringen. Sich ergeben konnte sie nicht. Es gab nur einen Trick.
Leia schloss die Augen. Sie atmete nicht mehr. Sie bewegte sich nicht mehr. Sie erschlaffte. Sie gab keinen Ton von sich. Kurz, sie stellte sich tot. Wenn sie darauf nicht hereinfielen, würde Leia keine andere Wahl bleiben, als aufzugeben. Das hier war ihre letzte Hoffnung. Wenn sie es lange genug schaffte, den Atem anzuhalten.

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Aquanax » Di, 04. Mai 2010 18:00

Aquanax hatte gerade die Kontrolle über das sich sträubende kleine Wesen gehalten, als sie aufeinmal unter seinem Druck schlapp wurde.
Er wollte sie festhalten, nicht umbringen. Hatte er sie umgebracht? Sicherlich möglich, doch ging es sehr rasch. Er ließ den Dolch sinken und lockerte den Griff. Magie konnte er nicht fühlen, dafür hatte er kein Gespür. Ihn zu täuschen war sehr einfach, das wusste Aquanax, doch er war sich sicher das sie tot war! Langsam lockerte er den Griff weiter und legte den erschlafften Körper auf dem staubigem Boden ab, der jedoch von der ganzen Hektik schon fast sauber war.
Dann endlich widmete er den Blick der Frau und konnte zum ersten mal ihren Anblick genießen. Sie war hübscher als er dachte und er staunte etwas, gewann jedoch wieder an Fassung und zog seine Kapuze ein Stück tiefer, die bei ihrem Kampf verrutscht war, und trat einen Schritt von dem Körper weg.

"Seid gegrüßt. Entschuldigt das ich einfach so eingedrungen bin. Ich hoffe ihr seid so freundlich mir für meine Hilfe etwas Wasser zu geben und mir verraten könnt, was es mit dieser Elfe auf sich hat?"

Es war untypisch für ihn, anderen Wesen zu helfen, doch brauchte er dringend Wasser. Seine Kehle war trocken und sehnte sich nach einem Schluck frischem Wasser. Vielleicht hatte die Frau ja sogar andere Belohnungen für ihn. Er schmunzelte über seine Gedanken und blickte nun wieder die Frau an und es schien ihm n, als wären winzige Eiskristalle an ihren Händen, doch als er wieder nachsah, waren sie verschwunden.
Wahrscheinlich war es nur das Verlangen nach Wasser.

Cyriaca
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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Cyriaca » Fr, 07. Mai 2010 21:27

[occ: dann ist ja gut ^^ wollt es nur gleich am anfang sagen, bevors zu viel wird :) ]


Cyriaca lächelte eisig. "Du bist nicht mein Gast, sondern bist in mein Haus ungefragt eingedrungen und hast einen Stein nach mir geworfen. Was ein Zeichen für deinen mangelnden Respekt sowie deine mangelnde Erziehung ist.", hielt sie dagegen.
Abgesehen davon war dieses kleine Biest viel zu frech. Ihr würde einmal ordentlich der Hintern versohlt gehören und wenn sie persönlich dafür sorgen würde, bevor sie auch das Leben des Wesens nehmen würde. Denn dass sie sich so etwas nicht gefallen lassen würde, das stand unumstößlich fest, egal, ob die andere es auch ahnte oder nicht.
Umso befriedigter fühlte sie sich, als die Kleine nicht so rasch aus dem Griff entkam und vermutlich sogar schon unter Luftmangel litt. Tja, selbst schuld!
Auch wenn sie diese Einmischung selbst nicht schätzte und mit dem Biest allein fertig geworden wäre. Aber die junge Frau war keine Person, die einem geschenkten Gaul ins Maul schaute.
Dann allerdings nahm das Blatt eine unvorhergesehene Wendung. Die andere schloss die Augen und wirkte mit einem Mal so, als wäre sie nicht mehr bei Bewusstsein.
An einen Tod glaubte Cyriaca von Anfang an nicht, denn schließlich kam zuvor immer die Ohnmacht, man fiel nicht von jetzt auf gleich beim Ersticken in die ewige Dunkelheit. Sie hob etwas skeptisch eine Augenbraue. Dieses kleine Biest war wohl noch sehr kindlich oder verließ sich zu sehr auf ihre Geschwindigkeit und freche Zunge. Deswegen behielt sie den Körper im Blick, denn sie hatte nicht vor, daran zu glauben, dass der Atem tatsächlich schon ausgesetzt hatte.
Auch machte sie nicht den Fehler, sich zu sehr in Griffweite der Hände zu begeben.
Sie behielt das Wesen im Augenwinkel noch im Blick, als sie selbst wieder zu dem anderen sah. Dieser schien sie kurz zu mustern, zumindest hatte sie das Gefühl.
Dann allerdings zog er seine Kapuze wieder tiefer.
Warum das? Wollte er nicht, dass sein Gesicht erkannt wurde, weil er gesucht wurde? Möglich wäre es, aber im Prinzip könnte es ihr egal sein, sofern es keine horrende Lösegeldsumme für seinen Kopf gäbe.
Eigentlich war es nicht ihre Art, Fremde hier länger als nötig zu dulden, und normalerweise verirrte sich niemand hier her. Und dann gleich zwei Personen innerhalb kürzester Zeit? Das wurde ihr langsam fast schon unheimlich und würde später dazu führen, dass sie sich in der Gegend besser umsah.
"Wasser ist hinten beim Bach, keine zwei Minuten von hier. Und was diese Elfe betrifft..." Sie blickte zu ihr hin. "Die stellt sich gerade tot, in der Hoffnung, wir wären so töricht und würden ihr das abnehmen." Das war auch für das Biest der Wink, dass ihre Tarnung aufgeflogen war.
Wobei für einen Moment Wut in ihr aufflackerte, mit dem Wunsch, das Wesen gleich zu beseitigen. Damit einher ging ihre Kraft, sodass für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde ein Hauch von Eis auf ihren Unterarmen schimmerte.
Dann aber hatte sie sich wieder unter Kontrolle und sah fest sowie konzentriert auf das Biest herab.
Dein Neid ist meine Anerkennung, aber dein Hass wird mein Sieg sein!

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Re: Irgendwo in Laethea

Beitrag von Leia » Sa, 08. Mai 2010 13:12

Leia war froh, als der Fremde sie auf den Boden legte. Ein Staubkorn kitzelte in ihrer Nase, doch sie musste nicht niesen. Sie wagte es nicht, die Augen zu öffnen, auch nicht zu blinzeln. Doch sie holte kurz Luft, so, dass es niemand sah. Der Fremde wollte also Wasser. Leia konnte nichts tun. Sie mochte es nicht, doch es war ihre Chance!
Doch auch diese Hoffnung wurde zunichte gemacht. Die Frau glaubte ihr nicht. Leia hielt sofort die Luft an, denn das bedeutete, dass die Frau zu ihr sah. Und sie gab nicht zu erkennen, dass die Fremde Recht hatte.
Was sollte sie jetzt tun? Aufgeben? Nein! Aber hatte sie eine Wahl? Ja, hatte sie. Leia fiel etwas ein. Der Mann wollte Wasser und diese Dämonin hatt ihm den Weg erklärt. Er würde also gehen. Dann musste Leia die Chance nutzen. Wenn der Mann beim Fluss war, war ihre Gegnerin allein. Und dann würde Leia sie umbringen - und den Mann auch, wenn er wiederkam.
Leia konnte es kaum erwarten, dass der Fremde ging. Aber sie lag immernoch genauso ruhig und unbewegt da wie vorher. Sie tat nichts. Das einzig Schlechte war, dass die Frau von ihrem Trick wusste. Hoffentlich würde sie nicht vor Leia angreifen, und hoffentlich würde der Mann ihr nicht glauben. Leia hoffte.

(occ: sorry, dass ich nicht so viel schreibe, aber mir fällt nichts mehr ein!)

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