Die Wiesen der Hügelländer

Die Heimat der Shiín.
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Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Do, 23. Jun 2011 0:01

Langsam schritt Adriel durch die etwa kniehohe Gräser. Er hatte die letzten Ausläufer der Wälder des Waldelfenreichs vor wenigen Tagen hinter sich gelassen, nachdem er von Etyrion aus nach Nordwesten gewandert war. Seitdem er seine Heimat verlassen hatte, hatte er noch keine Seele hier draußen getroffen, was ihn allerdings auch nicht sonderlich störte, so hatte er Zeit seinen Gedanken nachzuhängen.
Auch nach den paar Tagen die er bereits in dieser Landschaft zugebracht hatte, faszinierten ihn diese Gräser noch immer, wie sie mit dem Wind hin und her schwankten. Auch das Wetter war ihm wohlgesonnen, strahlend blauer Himmel, weit und breit keine größeren Wolken zu sehen,die die noch immer hoch stehende Sonne verdecken könnten, auch wenn diese bereits am sinken war.
Hoch oben flog ein einzelner Vogel, im wahrsten Sinne frei wie der Wind. Nachdenklich folgte Adriels Blick diesem Vogel, während er weiter nach Nordosten wanderte, so mächtig man doch auch in der Windmagie sein konnte, diese Tiere würden stets die wahren Könige der Lüfte bleiben, unangefochten.
Ein kurzes Lächeln erhellte seine Züge während er den Ring umfasste den er an der Kette um seinen Hals trug.
Frei wie der Wind.
Murmelte er leise zu sich, dann jedoch fokussierte er seine Aufmerksamkeit wieder auf seine Wanderung und legte etwas an Geschwindigkeit zu, die ein oder andere Meile würde er vor Sonnenuntergang sicherlich noch überwinden können. Hoffentlich fand er auf seinem Weg bald einen klaren Fluss oder Bach, sein Wasservorrat würde den nächsten Tag wahrscheinlich, den übernächsten aber sicherlich nicht überstehen. Es wäre wohl Zeit sich auf die Suche zu machen.

Nach einer Weile, er hatte inzwischen begonnen aktiv nach allem Ausschau zu halten was auf eine Wasserquelle hindeute, sah er in der Ferne eine einzelne Silhouette. Nun, seine erste Begegnung auf dieser Reise schien in greifbarer Nähe, und vielleicht wusste der Fremde sogar wo er in der Nähe Wasser finden konnte. So machte sich Adriel auf diesem Fremden entgegen zu gehen...
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Do, 23. Jun 2011 18:42

Ein kleiner Kiesel aus dem Gebirge wies dem Dämon den Weg. Torvitas schnippte ihn immer ein paar Meter weit, folgte ihm und schnippte ihn erneut mit einem kleinem magischen Schub. Mit dieser Methode war er nicht ganz Ziellos und kam jeden Tag ein gutes Stück weiter. So war er auch aus dem Gebirge nahe der Steppe hier her gelangt. Seit Tagen hatte er schon keine Menschen oder menschenähnliche Wesen getroffen, worüber er einerseits recht froh war, aber andererseits auch ein wenig frustriert und gelangweilt war.
Die Steppe war das wohl ödeste Gebiet welches der Dämon je betreten hatte. Danach kam das Gebirge, welches zwar farblich nicht wirklich schöner war, jedoch empfand Torvitas die Formen der Felsen ansprechender. Und nun war er in den Wiesen der Hügelländer welche sich für ihn kaum von den Steppen unterschieden.

Die Geschehnisse der letzten Wochen hatte Torvitas schon wieder fast vergessen. Für ihn war nicht wirklich etwas Weltbewegendes passiert, außer dass ein Steppenreiter gestorben war, den er schützen sollte. Konsequenzen würde der Dämon nicht mit davontragen müssen, schließlich würde er die restlichen Steppenreiter nie wieder treffen. Und selbst wenn, so würden sie doch nicht gegen ihn vorgehen, da der Tote ein Ausgestoßener war, welcher von den restlichen Reitern gejagt wurde. Natürlich hätte er seinen Tod verhindern können, doch hätte Torvitas daraus keinen Nutzen ziehen können. All das was dieser Akecheta ihm versprochen hatte, hätte er ohnehin nicht einhalten können. Durch seinen Tod dürften die Steppenreiter ihm wenigstens nicht feindlich gesinnt sein.


Etwas in seiner Umgebung ließ den Dämon wieder aufmerksam werden. Er sah zwar noch niemanden, doch konnte er die Schritte eines Lebewesens ausmachen. Torvitas ließ nun seinen Kiesel links liegen und bewegte sich auf sein neues Ziel zu, welches er durch die leichten Druckwellen auf dem Boden gespürt hatte. Wie konnten andere Lebewesen ohne diese Fähigkeiten nur überleben? Egal, deren Nachteil war sein Vorteil. Kurze Zeit später sah er auch den unvorsichtigen Wanderer. War es ein Mensch? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Immerhin hatte er bisher hier noch keine Menschen getroffen. Ein Elf wäre auch denkbar, möglicherweise sogar wahrscheinlicher, da Elfen sich besser verstecken können. Zumindest hatte Torvitas das gehört, getroffen hatte er in seinem Leben bisher noch keine Elfen. Dann würde dieser hier wohl sein Erster werden. Knapp ein Dutzend Meter vor dem Wesen blieb der Dämon stehen und musterte dieses mit einem prüfenden Blick. Da dieses Wesen für den Dämon unbekannt war, konnte er auch nicht wissen, wie er reagieren sollte. Daher blieb er einfach wo er war und wartete auf eine Reaktion seines Gegenübers.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Do, 23. Jun 2011 19:31

Während er auf den Fremden zuging dachte Adriel nach wie er das Gespräch am besten anfangen sollte. Eventuell erst etwas höfliches Gerede, direkt zum Punkt kommen... Er schien alleine zu sein. Zumindestens hatte die Person ihn gesehen, kam sie doch zielstrebig auf ihn zu. Vielleicht oblag die Bürde der ersten Worte garnicht ihm...
Mit einer Mischung aus Aufmerksamkeit, Vorsicht und Neugierde musterte Adriel die Gestalt vor ihm, die ein paar Meter vor ihm stand. Leider übernahm ihm sein gegenüber nicht die ersten Worte, und so entschied er sich kurzerhand für die direkte Variante.
Grüße. Ich bin auf der Suche nach einer Wasserquelle, kennt Ihr zufällig eine in der Nähe?
Er sprach laut genug das er sich sicher war das sein gegenüber ihn hören würde, ansonsten klang er höflich und zurückhaltend. Mit kritischem Blick suchte er nach Waffen oder irgendwelchen Zeichen von Feindseligkeit. Er selbst hielt den Bogen lässig an der Seite und hatte auch keinen Pfeil aufliegen während er sprach. Trotzdem war er vorsichtig und bereit falls der fremde Ärger machen würde.
Näher herangehen hielt er nicht für notwendig, einerseits weil sein gegenüber dort von sich aus stehen geblieben war, andererseits weil diese Distanz ihm zusagte um den Bogen zu benutzen, und so beließ er es bei dem Abstand.
Sanft strich der Wind zwischen den beiden entlang während Adriel auf die nächste Reaktion des Fremden wartete.
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Sa, 25. Jun 2011 1:26

Torvitas hätte mit allem gerechnet, nur nicht mit solch einer Frage. Er war Heimatlos und kannte sich somit nirgendwo richtig aus. Natürlich konnte das sein Gegenüber nicht wissen, doch sah er ziemlich einheimisch aus, oder zu mindestens musste er seiner Kleidung nach zu urteilen in solchen Gebieten wie diesem hier öfter unterwegs gewesen sein. Warum also fragte einer, der sich hier scheinbar besser auskennen musste als die meisten anderen Wesen, nach einer Wasserquelle? Nun, eigentlich konnte es dafür nur zwei Begründungen geben: Entweder er wollte Torvitas austesten um seine Vorteile für was auch immer auszurechnen, oder er wusste es Tatsächlich nicht.

Nervös zuckte Torvitas Zunge ein Stück weit aus seinem Mundwinkel und benetzte seine trockenen Lippen. (War er an diesem Tag überhaupt schon auf Wasser gestoßen? Normalerweise vergaß er solche Ereignisse schnell, da er von Gütern wie Wasser nicht abhängig war.)*
„Ein kurzer Fußmarsch in diese Richtung,“ antwortete Torvitas nach einem kurzen Moment und zeigte in die Richtung in der er die Stelle vermutete, an der er vor einiger Zeit tatsächlich auf Wasser gestoßen war. „Wenn ihr Glück habt, verfehlt ihr sie nicht.“ Hätte sein Gegenüber nicht gefragt, so hätte Torvitas diese Wasserstelle wohl tatsächlich wieder komplett vergessen.

Mit dieser Wegweisung würde der Elf das Wasser wohl nie Finden, doch das war Torvitas egal. Was ihn viel mehr interessierte war die Frage, ob vor ihm tatsächlich ein Elf stand. Ein Mensch war es sicherlich nicht, dafür stimmte der Körperbau nicht. So fragte er rundheraus: „Seid ihr ein Elf?“



___________
*Gestrichen.
Zuletzt geändert von Torvitas am Mi, 06. Jul 2011 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Mo, 27. Jun 2011 18:04

Adriel streicht kurz sein Haar zurück sodass die Elfenohren zu sehen sind und nickt leicht.
Danke, und in der Tat, ich bin ein Elf.
Kurz schaut er einmal in die Richtung die Torvitas ihm gewiesen hatte, er scheint tatsächlich mehr am Wasser interessiert zu sein.
Anschließend schaut er wieder zu Torvitas und mustert ihn nochmals.
Ihr solltet ebenfalls Eure Wasservorräte auffüllen. In dieser Richtung werdet Ihr erst in ein paar Tagesmärschen wieder auf eine Quelle treffen.
Er deutete knapp in die Richtung aus der er soeben gekommen war.
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Do, 07. Jul 2011 0:21

Das waren also Elfen. Torvitas hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt. Galten sie sie nicht als grazil, ausdauernd, schön und intelligent? Entweder stand vor ihm ein besonders hässliches Exemplar, oder er hatte die falschen Geschichten über dieses Volk gehört. Das konnte natürlich sein, seine Quellen waren noch nie besonders verlässlich. Bisher bestanden seine „Quellen“ alle samt aus menschlichen Bauern und Dörflern die ihm irgendwelche Ammenmärchen erzählt hatten. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Mensch ihm totalen Unfug erzählt hatte. Wie dem auch sei, dieser Elf sah im Vergleich zu einem Menschen gebrechlich, ja fast schon schwächlich aus. Er war dünner als die meisten Menschen die er bisher getroffen hatte. Falls dieses Wesen Kondition hatte, so sah man es ihm nicht an. Andererseits war der Elf hier auch mitten im Nirgendwo und scheinbar schon ein paar Tage lang unterwegs. Ein untrainierter Mensch sähe in solch einer Situation nicht so ausgeglichen aus. Hinzu kommt noch, dass den Elfen Magie nachgesagt wird. Auf den ersten Blick schaut es tatsächlich so aus, als würde auch dies nicht stimmen, schließlich hatte der Elf allerhand Waffen dabei, welche wahrscheinlich nicht alle einfach zu handhaben waren. Bisher waren alle magiebegabten Menschen die Torvitas je getroffen hatte, mit den einfachsten Waffen total überfordert. Das war bei dem Dämon zwar auch so, jedoch nicht weil er dafür zu unbegabt wäre, sonder weil er es schlicht nicht brauchte.

Der Dämon entschied sich dafür, Vorsicht walten zu lassen. Elfen waren eine der wenig Rassen die Torvitas noch nicht einschätzen konnte. Ein falsch eingeschätzter Gegner war in den meisten aller Fällen tödlich. Doch darauf musste es ja nicht Zwangsläufig hinauslaufen. Auf die Empfehlung des Elfen reagierte Torvitas zuerst nicht. Scheinbar wusste er genauso wenig von Dämonen, wie Torvitas von Elfen. Glücklicherweise wusste der Elf offenbar nicht einmal, dass er gerade mit einem Dämon sprach. Somit konnte er auch nicht wissen, dass der Dämon eigentlich gar kein Ziel hatte und es ihm völlig egal war in welcher Richtung die nächste Wasserstelle lag. Und Vorräte hatte er schon mal gar nicht.
Torvitas blickte in die Richtung, die ihm von dem Elfen gedeutet wurde. Viel interessanter wäre jetzt zu wissen wohin der Elf will. Vielleicht konnte der Dämon den Elfen ja sogar ein Stück begleiten, sodass er endlich etwas über die Elfen lernen konnte, von denen er schon so viel gehört hatte.
„Wenn ich ehrlich bin, werdet ihr mehr als nur Glück brauchen, um die Wasserstelle zu finden,“ sprach der Dämon. „‘Diese Richtung‘,“ der Dämon zeigte abermals in die ungefähre Richtung der Wasserstelle, „ist alles andere als eine genaue Richtungsangabe. Wenn ihr wollt, kann ich euch jedoch dorthin bringen. Gespannt wartete Torvitas auf die Antwort des nun doch interessant gewordenen Wesens.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Do, 07. Jul 2011 9:49

Selbst eine grobe Richtung ist besser als garkeine wenn man weiß wonach man suchen muss.
Die Antwort war schlicht als Feststellung zu erkennen. Und es war nicht so als hätte er nicht die Zeit zu erübrigen, nach der Quelle zu suchen. Außerdem gab es auch noch andere Zeichen für Wasser, Vegetation und vor allem Tiere und deren Spuren, denen der Elf folgen konnte.
Trotzdem wäre es vielleicht garnicht so schlecht sich eine Weile von dem Mann begleiten zu lassen. Wenn er eines über das Leben außerhalb der Wälder gelernt hatte, dann das es für einen Elf wie ihn meist unverständlich und unvorhersehbar war. Vielleicht konnte er auf dem Weg ja noch die ein oder andere nützliche Information von dem Fremden erfahren...
Und etwas Gesellschaft würde sicherlich nicht schaden, oder doch?
Nun gegen etwas Gesellschaft habe ich nichts einzuwenden. Ich wäre Euch also dankbar wenn Ihr mich zu dieser Quelle führen könntet.
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Mo, 08. Aug 2011 15:22

Torvitas nickte und gab mit einem Wink seiner Hand dem Elfen zu verstehen, dass er aufschließen sollte. „Was macht ihr hier in dieser Gegend? Ihr seht nicht so aus, als wäre dies eure Heimat.“, fragte der Dämon rundheraus. Er musste so viel wie möglich von diesem Elfen erfahren und lernen, damit er dessen Volk besser einschätzen konnte, falls er mal wieder auf einen Vertreter dieser Spezies treffen würde. Niemand konnte sagen, ob die nächste Begegnung ebenso friedlich beginnen würde. Und da er ein Reisender war, war die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass Torvitas bald wieder auf Elfen traf. Bei einer direkten Konfrontation konnte es lebenswichtig sein, sein Gegenüber im Voraus zu kennen. ‚Bald‘ war für den Dämon jedoch alles andere als eine genaue Zeitangabe. Es konnte bedeuten, dass er schon in den nächsten Tagen auf welche traf, oder aber auch erst in ein paar Jahrzehnten. DAS er aber welche treffen würde, stand außer Frage.
Weitere aber ebenso wichtige Fragen schwirrten Torvitas durch den Kopf: Wusste der Elf über Dämonen Bescheid? Und, was wahrscheinlich viel wichtiger war, wusste er, dass Torvitas einer war? Auf letzteres würde er wohl bald eine Antwort erfahren. Spätestens wenn der Elf auf die Idee kommen würde erfahren zu wollen, warum Torvitas eine Kapuze trug.

Ein kleiner Kiesel erhob sich und sprang in Torvitas offene Hand, als dieser Richtung Wasserstelle losging. Schon im nächsten Moment bereute der Dämon diese Angewohnheit innerlich. Nun hatte er Gewissheit, dass der Elf Fragen stellen würde.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Mo, 08. Aug 2011 17:36

Langsam folgte er der Aufforderung, er hatte immerhin keine Eile.
Ich bin auf Reisen.
Die ausweichende Antwort versuchte er nichtmal zu verbergen, es ging den Fremden nun wirklich nichts an was ihn hier her führte.
Aber Ihr habt Recht, meine Heimat ist dies ganz eindeutig nicht.
Das war nun auch relativ offensichtlich. Er war Waldelf, und in den Hügelländern hier lebten seines Wissens nach keine Vertreter seiner Rasse. Aber er könnte sich auch irren. Vielleicht fand er das ja heraus wenn er auf ein paar Einwohner traf. Der Fremde scheint wohl keiner davon zu sein.
Erst als dieser den Stein in seine Hand schweben ließ blickte er dann doch mit etwas mehr Neugierde zu ihm.
Interessant. Ihr beherscht also die Elementarmagie? Erdmagie würde ich mal tippen.
Er hatte noch nicht das Vergnügen einen Erdmagier zu treffen. Eventuell könnte er sich etwas länger mit dem Fremden unterhalten. Nun da seine Neugierde geweckt war, schossen ihm auf einmal dutzende Fragen durch den Kopf. Welcher Elfenart er wohl angehört, woher er kam, wohin er will...
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Do, 11. Aug 2011 16:55

Das die Antwort des Elfen nur ausweichend war, fiel Torvitas nicht einmal auf. Schließlich war es selbst ‚auf Reisen‘ ohne besonderes Ziel. Da lag für ihn die Vermutung nahe, dass auch andere Völker dies taten. Darüber, dass nur Dämonen niemals sesshaft werden, hatte er sich noch nie Gedanken gemacht.

Die Reaktion des Elfen auf seine kleine Magiespielerei, verunsicherte Torvitas. Entweder war der Elf Strohdoof, hatte noch nie einen magiebegabtes Wesen getroffen, oder führte irgendetwas im Schilde. Schließlich hatte der Dämon für diese kleine Magieanwendung weder irgendwelche Symbole, Gegenstände, Zaubersprüche, oder Rituale benutzt, so wie es bei wahrscheinlich allen anderen Wesen üblich war, die kein dämonisches Blut besaßen. Normalerweise müssten jetzt bei dem Elfen alle möglichen Alarmglocken losgehen. Doch allem Anschein war dem nicht so. Vielleicht hatte der Elf auch einfach nur seine Mimik äußerst gut unter Kontrolle. Torvitas blieb also nichts anderes übrig als mitzuspielen und sich seinerseits ebenfalls nichts anmerken zu lassen.

Er blickte noch einmal kurz auf den Kiesel und schnipste ihn dann weg. „Nur ein, zwei kleine magische Tricks, nichts besonderes.“, log der Dämon gespielt beiläufig, in der Hoffnung, der Elf würde nichts merken. „Ich bin übrigens Torvitas.“, versuchte er nun Abzulenken. „Und ihr seid...?“ Der Dämon verdrehte innerlich die Augen, als er merkte, dass er den nächsten Fehler begonnen hatte. ‚Torvitas‘ war alles andere als ein gewöhnlicher Name. Heute wollte auch wirklich nichts gelingen.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Do, 11. Aug 2011 18:18

Nun, ich bin Adriel.
Mit gemächlichen Schritten schlenderte er in die Richtung in die Torvitas ihn gewiesen hatte. Nun hatte er schon zwei Gründe dafür es nicht sonderlich eilig zu haben. Das er die Zeit schlichtweg hatte, und ein eventuell interessantes Gespräch.
Das der Name ungewöhnlich war, fiel ihm nichtmal auf. Nicht-Elfen und ihre Einstellung, Sprache oder Namen, oder irgendwelche andere Eigenarten, waren für ihn ein Buch mit sieben Siegeln, ob Mensch oder etwas anderes. Und von Dämonen hatte er zwar bereits entfernt gehört, aber eingehende Dämonenkunde gehörte nicht zu den Themen in denen seine Eltern ihn ausgebildet hatten.
Seine Neugierde stieg während Torvitas den Stein wegschnippte. Und diese bezog sich weder auf Namen noch auf Herkunftsorte.
Ein recht bemerkenswerter kleiner Trick würde so manch ein Elementarmagier sagen. Ich habe immerhin noch keinen getroffen der zu diesem unscheinbaren Trick in der Lage war.
Das er selbst Magie beherschte war seiner Meinung nach keine Information die Torvitas unbedingt benötigte.
Kurz überprüfte er den Sonnenstand, es würde wohl noch einige Zeit dauern bis diese begann unterzugehen. Gut.
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Torvitas » Mo, 26. Sep 2011 22:42

„Dann ist es ja gut, dass ihr endlich auf Reisen geht und mich so früh getroffen habt. Wisst ihr, da wo ich war, gibt es viele Leute die solche Spielereien beherrschen. Man nennt es dort, äh..., Taschentricks“, sprach der Dämon. Dies war nicht einmal komplett gelogen. Torvitas war tatsächlich schon solchen ‚Tricksern‘ und Taschendieben begegnet. Nur hatte keiner dieser Halunken je Magie eingesetzt. „Wisst ihr, all diese Tricks funktionieren gleich: Ablenkung heißt das ‚Zauberwort‘.“ Dabei beließ der Dämon es auch. Würde er jetzt noch weiter Reden, würde es dem Elfen auffallen, dass Torvitas im Prinzip keine Ahnung hatte, wovon er da gerade brabbelte. Was er damals aus einiger Entfernung beobachtet hatte, war lediglich ein Trickser der einen Bauern mit einem Kartenspiel übers Ohr hauen wollte. Pech für den Trickser war hinterher nur, dass der Bauer ein - für einen Menschen - ziemlich schlagkräftiges Argument hatte, als die ganze Sache dann doch aufflog: seine Faust. Torvitas selbst würde sich niemals dazu herablassen, mit solchen Menschen in Kontakt zu treten. Er konnte durch das Beobachten solcher Situationen jedoch sehr viel über die Bevölkerung eines Landes lernen. „Ich weiß, für euch als wilden Elfen klingt das jetzt blöd, aber hört auf meinen Rat: Achtet auf eure Umgebung. Die Umwelt in einem Dorf oder einer Stadt ist eine ganz andere als in der Wildnis.“

Nun musste Torvitas schleunigst das Thema wechseln, bevor der Elf antworten würde und es dadurch gefährlich werden könnte. Doch was würde sich in solch einer Situation schon anbieten? Torvitas war dem Elfen praktisch mit eine Einladung zum Misstrauisch werden in die Tür getreten. „Beherrscht ihr auch irgend eine Art von Magie?“, fragte der Dämon in seiner Not und biss sich dabei auf die Zunge. So viel zum Thema Ablenkung. Diese Frage war auch nicht besser als das, was er davor gesagt hatte. Doch schon im nächsten Augenblick gab der Dämon dem Elfen ein Zeichen still zu sein und aufmerksam zu lauschen. Was heißt lauschen? Der Dämon hörte eigentlich nichts, er spürte nur etwas. Der Boden übertrug jeden Schritt, jede Bewegung, jede noch so kleine Erschütterung. Seine dämonischen Sinne waren es dann, die diese Signale auffingen und ihn warnten. Würde der Elf nun auch etwas fühlen, hören oder riechen, konnte Torvitas seine gerade eben erst gestellte Frage fast schon mit einem klaren JA selbst beantworten. Doch was Torvitas nun wirklich beschäftigte war, dass wenn es zu einem Kampf kommen würde, er nicht verbergen konnte was er war und dass er den Elfen von vorne bis hinten belogen hatte. Denn sie waren nicht länger allein. Einige für ihn fremde Wesen näherten sich. Wahrscheinlich waren die Fremden schon öfter hier gewesen, oder waren hier heimisch, denn sie bewegten sich einerseits mit einer enormen Leichtigkeit und andererseits mit einer - für ein Fußvolk - beträchtlichen Geschwindigkeit auf sie zu.

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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Sa, 01. Okt 2011 11:46

Adriel lauschte Torvitas Ausführung über die "Taschenspielertricks" neugierig. Auch danach ließ er Torvitas weitersprechen, bei der Bezeichnung "wilder Elf" jedoch hob er etwas überrascht eine Augenbraue.
Ihr scheint ja einige... interessante Dinge über mein Volk gehört zu haben und...
Weiter kam er jedoch nicht, denn schon gab Torvitas ihm ein Zeichen, das er nach kurzem überlegen unter der Kategorie "still" einordnete. Danach arbeitete sein Verstand jedoch auf Hochtouren, er wusste was das bedeutete. Etwas musste in der Nähe sein, sonst hätte er ihn nicht unterbrochen, und auch die Tatsache das er selbst nicht gesprochen hatte wies daraufhin wie nah etwas oder jemand war, von dem sein Gegenüber zumindest nicht die besten Absichten erwartete. Unter Jägern war das eine gängige Methode um die Beute nicht zu verschrecken... Nun für die Beute wäre es auch hilfreich nicht auf sich aufmerksam zu machen.
Das war für Adriel Grund genug einen Pfeil auf die Sehne zu legen und sich aufmerksam umzusehen, dabei jedoch Torvitas immer mindestens im Augenwinkel zu haben. Zum einen schien er was auch immer kam bereits entdeckt zu haben, zum anderen war Adriel sich über dessen verborgenen Absichten nicht im klaren.
Schon nach kurzem entdeckten Adriels scharfe Augen eine Gruppe von Leuten die recht schnell auf sie zukamen, zu Fuß. Hätte Torvitas nicht seine Aufmerksamkeit geweckt, er hätte sie wohl erst bemerkt wenn sie deutlich näher waren, zu nah um nicht überrascht zu werden. Und das obwohl die Landschaft kaum Deckungsmöglichkeiten hergab. Dies waren eindeutig Einwohner die an diese Landschaft gewöhnt waren.
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Re: Die Wiesen der Hügelländer

Beitrag von Adriel » Mo, 07. Nov 2011 13:44

Es dauerte nicht lange bis die Fremden heran waren und in einigen Metern Distanz stehen blieben. Allesamt Shiin, mit gezogenen Katanas. Ein halbes Dutzend von ihnen stand in einem Halbkreis vor den beiden ungleichen Reisenden. Kurze Zeit knisterte die Spannung zwischen den ungleichen Parteien. Dann jedoch trat einer der Kämpfer vor und fragte sie was die beiden in ihren Ländern taten.
Adriel senkte den Bogen, behielt allerdings einen Pfeil auf der Sehne und antwortete ruhig und freundlich, er erklärte das sie lediglich auf der Durchreise seien und keinen Groll gegen die Bewohner der Hügelländer hegten.

Waren die Shiin anfangs noch sehr misstrauisch gegenüber den beiden, konnte Adriel sie im Laufe einiger Minuten davon überzeugen keine Gefahr für die restlichen zu sein, und so trennten sich ihre Wege schon bald wieder. Und auch von Torvitas verabschiedete sich Adriel schon bald nachdem sie die Shiin hinter sich gelassen hatten. Sie hatten den Bach gefunden und er hatte seine Wasservorräte aufgestockt.
So gingen auch diese beiden schon bald ihre eigenen Wege, vielleicht kreuzen sich diese ja in der Zukunft wieder.

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