Die Straßen des Hügellandes

Die Heimat der Shiín.
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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Mo, 02. Jan 2012 17:59

Gilldor konnte nicht wirklich nachvollziehen wieso Selicia so sehr lachte, dass es ihr die Luft raubte. Er fand es gar nicht lustig, wenn er krank wurde. Egal unter welchen Umständen. Seine Gedanken zeigten sich mehr als deutlich in seinem Gesicht und seine Augenbrauen wanderten noch weiter nach oben. Leicht schüttelte er den Kopf und griff nach ihrer Hand, die über seine Wange strich. Er hielt sie fest und schüttelte leicht den Kopf. Zwar mochte er nicht nachvollziehen können wieso sie lachte, aber es machte Spaß sie zu beobachten wie sie versuchte sich wieder einzukriegen. Ihr Lachen war ansteckend und er musste auch anfangen zu lachen. Er konnte nicht anders. "Was... was ist so... lustig daran?", fragte er sie und musste sich auf den Ellenbogen abstützen, damit er nicht umkippte.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Mo, 02. Jan 2012 18:34

Selicia wischte sich ein paar Tränen von den Wangen. Gilldor hatte sich wohl bei ihr angesteckt und musste jetzt ebenfalls lachen. Zumindest die junge Söldnerin bekam sich wieder ein und atmete tief durch. "Eigentlich ist es nicht lustig, aber ich gebe gerne zu, dass ich manchmal ein wenig gehässig bin." Sie lächelte ihn an und küsste ihn zärtlich. "War aber mal interessant, jemandem einen Traum zu erfüllen. Auch wenn ich leider ein wenig zu kurz gekommen bin", das hatte sie sich doch nicht verkneifen können. Trotzdem bekam er noch einen zärtlichen Kuss und sie legte sich bequem auf der Seite liegend hin. "Den anderen Traum verschieben wir aber, in Ordnung?", schlug sie grinsend vor und spielte wieder einmal mit einer seiner weißen Strähnen. Zärtlich küsste sie ihn noch einmal und forderte ihn zu einem zärtlichen Zungenkuss auf. "Hast du eigentlich öfters solche Träume?", fragte sie leise und schmiegte sich an ihn.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Mo, 02. Jan 2012 20:24

Gilldors Gesichtsfarbe wurde deutlicher dunkler als sie ihn danach fragte ob er öfters solche Träume hatte. In den letzten Monaten waren es eher die Erinnerungen an Zydiera gewesen, die ihn des Nachts heimgesucht hatten, aber wenn er in einer Beziehung war, träumte er öfters von seiner Partnerin. Vor allem seine geheimen Fantasien offenbarten sich ihm in diesen Träumen und bisher hatte er diese für sich behalten müssen, weil die anderen Frauen angewidert gewesen waren von seinen Vorstellungen. Selicia war eine der Wenigen mit denen er offen darüber sprechen konnte und die noch dazu auf ihn einging, was auch keine Selbstverständlichkeit war. Das hatte er auch erfahren müssen. "Weißt du, dass du mich eben sehr glücklich gemacht hast? Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Frau so auf meine Fantasien eingeht. Ich werde dich das nächste Mal so verwöhnen wie du es willst als Dank.", flüsterte er und küsste sie von sich aus nun innig, ließ dabei seine Zunge nicht außen vor. Er hatte Gefallen an dieser Art Küssen gefunden.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Di, 03. Jan 2012 1:11

"Hm", kam es leise von Selicia, "ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist." Frech lächelte sie ihn an. "Keine Sorge", kam es dann ein wenig ernsthafter von ihr, "auf solche Fantasien geh ich durchaus mal gerne ein." Nicht minder zärtlich erwiderte sie seinen Kuss, strich dabei über sein weißes Haar. Ein wenig später unterbrach sie den innigen Kontakt zu ihm. "Wenn wir hier noch lange liegen bleiben, können wir gleich den ganzen Tag hier bleiben. Und dann sollten wir die Pferde auf der Wiese anleinen und sie tränken. Die kommen da ja nicht so einfach bei wie wir. Und wir müssen uns noch länger von Trockenfleisch und Trockenobst ernähren." Selicia sah ihn gespannt an, wie er wohl darauf reagieren würde. Immerhin war es der Shiín, der das trockene Zeug wohl mehr als satt hatte. Für sie war es jetzt nicht so etwas arg besonderes gewesen, mal etwas anderes auszuprobieren. Mit einem Fuß schlüpfte sie unter der Decke hervor. Eigentlich viel zu kalt zum aufstehen, da war es hier bei Gilldor viel angenehmer.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Di, 03. Jan 2012 11:38

Gilldors Antwort bestand aus einem Seufzen. Die Aussicht hier liegen zu bleiben und weiter mit Selicia zu kuscheln, erschien ihm angenehmer als das kalte Wetter und der unbequeme Sattel. Zwar hatten dank ihrer Massage die Schmerzen nachgelassen, aber er wusste, dass neue unweigerlich auf ihn zukommen würden. Aber noch viel weniger gefiel ihm ihr Angebot weitere Tage nur Trockenfleisch essen zu müssen. Das Zeug war widerlich. Es war zäh, salzig und er bekam eher mehr Hunger davon als dass es ihn satt machte. Allein bei dem Gedanken daran musste er sich schütteln und setzte sich auf um seine Worte zu unterstreichen: "Schon gut. Du hast mich überredet. Und so gemütlich ist es hier auch wieder nicht. Für eine Nacht war es ein ganz passables Lager, aber ich möchte hier nicht länger als nötig verweilen." Er strich sich mit den Fingern durch die Haare und streckte sich danach ausgiebig. Fröstelnd schlang er die Arme um die Brust und angelte nach seinem Hemd, das dicht neben dem Bett auf dem Boden lag. "Wenn du dich um die Pferde kümmerst, werd ich mich versuchen zu waschen ohne dabei krank zu werden.", meinte er zwinkernd und setzte die nackten Füße auf dem Boden auf. Neuerlich ging ein Frösteln durch seinen Körper. Sich jetzt ganz anzuziehen, war sinnlos, da er sich zum Waschen eh wieder würde entkleiden müssen.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Di, 03. Jan 2012 15:37

Grinsend sah Selicia den Shiín an. Das war sowas von klar gewesen, alleine die Aussicht noch länger Trockenfleisch essen zu müssen reichte als Ansporn. Da hätte sie Wetten drauf abschließen sollen, stellte sich nur die Frage mit wem. Immer noch grinsend setzte Selicia sich ebenfalls auf, angelte nach Hemd und Hose, zog sich an und schlüpfte in ihre Stiefel. "Ich werde die beiden erst einmal ein wenig grasen lassen, also lass dir Zeit", nach diesen Worten gab sie Gilldor noch einen Kuss auf die Wange und ging dann nach draußen. Es war zwar etwas windig, aber es sah nicht nach Regen aus. Die weißen Wolken wurden vom Wind über den Himmel getrieben. In der Scheune verpasste sie Schattenmähne und Calista kurzerhand die Halfter und band an jedes ein langes Seil, damit führte sie die beiden hinaus und ging mit ihnen ein Stück auf die Wiese hinaus, wo sie dann nur noch die Enden der Seile in den Händen hielt. Die beiden Pferde ließen sich nicht lange bitten und fingen fleißig an zu grasen. Das alte Stroh hatten sie nur ein wenig angeknabbert, nicht weiter verwunderlich. Dafür schlugen sie sich jetzt den Magen gut voll und rupften fleißig Gras. Entspannt einfach da stehend sah sie den beiden zu und wartete auf Gilldor.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Di, 03. Jan 2012 16:34

Nachdem Selicia raus gegangen war um nach den Pferden zu sehen und sie für die Weiterreise vorzubereiten, stand er ganz vom Bett auf. Fröstelnd nahm er die Decke von der Matratze und wickelte sich darin ein. Mit dem Blick auf den Boden gerichtet um sich keinen Splitter einzureißen, ging er ein Stück durch die Hütte. Er hoffte eine Schüssel oder anderes Gefäß zu finden in das man Wasser füllen konnte. Da er keinen Brunnen auf dem Gelände gesehen hatte, musste der Inhalt seines Wasserschlauchs reichen. Es sollte kein ausgiebiges Bad werden, nur das Gröbste bereinigen. Wer wusste schon zu sagen wann sie das nächste Mal die Gelegenheit fanden sich gründlich zu waschen. Bis dahin wollte er nicht stinken und schon gar nicht kleben. Das war für ihn und seine Umwelt unangenehm. Als er seine Runde durchs Haus einmal beendet hatte, sah er neben dem Ofen einen kleinen Eimer für die Asche stehen. Prüfend sah er von oben hinein und befand ihn für sauber. Vermutlich hatte sich nie Asche darin befunden. Umso besser. Er bückte sich und nahm ihn hoch um ihn auf den nur noch dreibeinigen Tisch zu stellen. Das Vierte war irgendwann einmal einfach weggefault. Den Wasserschlauch holte er aus seinem Sattel und ließ einen Teil das Inhalts in den Eimer laufen. Dann streifte er sich das Hemd über den Kopf und tauchte vorsichtig den kleinen Lappen ins eiskalte Wasser, den er zusammen mit dem Schlauch geholt hatte. Ihm fröstelte allein bei dem Gedanken daran sich gleich damit zu waschen. Aber was sein musste, musste sein. Beherzt wrang er das kleine Stück Stoff aus und führte ihn dann über seinen Körper. Sofort bildete sich überall eine Gänsehaut und seine Muskeln verkrampften sich unter der Kälte. Nachdem er überall nass war, nahm er ein kleines Stück Seife, das in dem Lappen eingewickelt gewesen war, rieb sich sehr schnell damit ein um sich dann noch schneller wieder von dieser mit klarem Wasser zu befreien. Schaudernd trocknete er sich schnell mit der Decke ab und zog sich eilig wieder an. Er wrang den Lappen nochmal aus, wickelt die Seife wieder ein und danach rollte er die Decke zusammen. Alles zusammen verstaute er um dann den Sattel hochzunehmen. Durch die Tür verließ er die Hütte und umrundete die Scheune einmal um zu Selicia auf die Wiese zu gelangen. Der Wind wehte ihm sein weißes Haar nach hinten und gab den Blick auf seine Tätowierung frei.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Mi, 04. Jan 2012 14:21

Selicia war ziemlich in Gedanken versunken, während sie da stand und Schattenmähne und Calista beim grasen zusah. Dabei widmete sie sich aber irgendwie keinem bestimmten Thema, sondern ließ ihnen einfach freien Lauf. Dabei dachte sie zwangsläufig an solche Dinge wie Proviant, Quartiere auf dem Weg in den Norden und leider auch daran, wie sie dort weiter machen sollte. Im Endeffekt wusste sie es immer noch nicht. Weiter als Söldnerin zu arbeiten erschien ihr im Moment einfach absolut nicht als lohnenswertes Ziel. Nur etwas anderes konnte sie nicht. Und dass jetzt Gilldor mit ihr reiste machte die ganze Sache auch nicht einfacher. Die wurden in den Nordreichen ja gerne mal als Söldner genommen, aber mehr auch nicht. Die Verachtung blieb die gleiche. Ob das auch auf sie abfärben würde? Selicia bewegte sich ihrem Gefühl nach so schon immer am Rand der Gesellschaft, wie würde das erst werden, wenn sie beide zusammen dort auftauchten? Sich deswegen von ihm zu trennen, daran dachte sie nicht eine Sekunde. Und ganz so oberflächlich wie sie sich Gilldor gegenüber am vorigen Tag gegeben hatte, war Selicia eigentlich nicht. Sie machte sich schon ihre Gedanken, nur ließ sie sich davon nicht so beherrschen oder fabrizierte da eine Ideologie heraus. Pragmatisch, genauso ging sie an die Probleme heran. Sie dachte nicht daran, wie man den Hass der Völker untereinander vielleicht mindern konnte, in ihrem Kopf ging sie eher so Sachen durch, ob sie überall ein Nachtlager bekommen würde oder ob es teurer wurde, weil ein Shiín mit ihr reiste. Ob sie unbehelligt reisen konnte. Und ob die Söldnergilde sie in Ruhe lassen würde. In deren Gebiet würde sie eh keine Arbeit annehmen, das war ja quasi Selbstmord. Gilldor bemerkte sie erst, als er hinter ihr stand. Ein paar blonde Strähnen im Gesicht, verweht durch den Wind, drehte sie sich zu ihm um und lehnte sich dann mit dem Rücken gegen seine Brust. Würde schon alles irgendwie klappen. Hatte es bisher ja auch immer. Man musste manchmal nur ein wenig durchhalten und dann klappte es irgendwann schon wieder besser. "Ich glaube, wir lassen die beiden noch ein paar Minuten grasen, die hatten ja gestern quasi nichts. Und wir müssen sie noch tränken, hast du noch Wasser in deinem Wasserschlauch?", fragte sie ihn und blickte ihn dabei über ihre Schulter hinweg an.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Mi, 04. Jan 2012 15:13

Auch Gilldor machte sich unentwegt Gedanken über das was kommen mochte. Doch letztlich kam er immer wieder zu demselben Schluss: Sie konnten das Schicksal nicht ändern, sondern nur das Beste daraus machen. Gewiss war, dass man ihnen alles andere als freundlich begegnen würde. Hohn, Spott und Anfeindungen waren so sicher wie die Tatsache, dass die Sonne jeden Morgen aufging. Vielleicht würde man sie sogar angreifen. Wer wusste schon wem sie begegnen würden. Eins stand für ihn fest, er würde zu Selicia halten und sie zu ihm. Er würde sich von niemandem vorschreiben lassen wen er liebte. Und ja er war ein Shiín und sie ein Mensch. Aber wer schrieb schon vor mit wem man eine Beziehung eingehen durfte und mit wem nicht? Wer hatte das Recht über andere zu bestimmen? In Gilldors Augen hatte das niemand und so würde er das auch immer wieder begründen, wenn man versuchte ihn in einen Streit zu verwickeln. Selicia gehörte zu ihm wie er auch zu ihr gehörte.

"Ich liebe dich.", hauchte er ihr ins Ohr, als sie sich an ihn lehnte und er seine Arme um sie herum legte. Seine Nasenspitze strich durch ihr blondes Haar und er atmete ihren Duft tief ein. Alles in ihm sehnte sich danach bei ihr zu sein. Sie nie mehr gehen zu lassen. Sacht streichelte er ihr über ihre Arme, die auf seinen ruhten. Allein diese Umarmung ließ sein Herz schneller schlagen und dieses wunderbare Kribbeln in seinem Bauch stärker werden. Dank ihr war er wieder glücklich und konnte nach vorn sehen. "Mhm. Etwas ist noch da.", meinte er auf ihre Frage hin und bewegte seine Nase leicht in ihrem Haar hin und her. Er bekam nicht genug von ihrem Duft, den er sich jedes Mal aufs Neue einprägte.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Mi, 04. Jan 2012 23:54

Entspannt atmete Selicia aus, als er die Arme um sie legte und ihr ins Ohr flüsterte. "Ich dich auch", flüsterte sie ihm zu und schloss für einen Moment die Augen, um seine Umarmung einfach nur zu genießen. Es war schon ein schönes Gefühl, wenn jemand da war, der einen einfach so in den Arm nahm. Nur weil ihm danach war. Man fühlte sich beschützt. Das unterschied Selicia dann doch nicht von anderen Frauen, sie mochte es durchaus, in den Arm genommen zu werden, nur war sie es auch gewohnt, ihre Probleme selber zu lösen und alleine klar zu kommen. Trotzdem war es schön, sich ein wenig anlehnen zu können und nicht dafür verurteilt zu werden. "Dann sollten wir beide gleich einmal einen guten Schluck nehmen und den Rest den beiden geben. Die müssen uns immerhin tragen, da sollen sie auch gut versorgt sein", murmelte Selicia und drehte den Kopf ein wenig, um sich mit der Wange an sein Gesicht zu schmiegen. Seine weißen Haare faszinierten sie immer noch unglaublich. Und an seine dunkle Haut hatte sie sich einfach gewöhnt, nicht so viel drüber nachgedacht. Sacht griff ihre freie Hand seine und verschränkte die Finger mit ihm. Es war angenehm, hier in der freien Natur, wo niemand ihnen begegnete, niemand ihnen Vorschriften machte. Und niemand sie anfeindete. Selicia ging stark davon aus, sich in den Nordreichen mehr als beweisen zu müssen, schließlich hatte sie sich quasi mit dem Feind eingelassen und war damit selber einer. Ob es vielleicht eine andere Möglichkeit gab? Die Shiín standen nicht gerade gut mit den Völkern, mit denen sie benachbart waren. Und wer hieß schon so eine Mischbeziehung gut? Leise seufzend schoss sie die Augen und kuschelte sich förmlich an ihn. "In ein paar Minuten können wir die beiden satteln", murmelte sie. Im Moment mochte sie nicht laut sprechen, als wenn sie damit eine Atmosphäre zerstören würde.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Do, 05. Jan 2012 13:07

"Mhm.", kam es von Gilldor als Antwort und auch er machte keine Anstalten sich zu lösen. Die Ruhe und die Nähe waren Balsam für ihn, vor allem wenn man an das dachte was vor ihnen lag. Aber daran mochte er in diesem Moment nicht denken. Viel lieber kuschelte er mit ihr, nahm ihren Duft tief in sich auf und rieb seine Wange sacht an der ihren. Ihr leises Seufzen entging ihm durchaus nicht, teilte er doch dieselben Sorgen wie sie. Für sie beide würde es nicht leicht werden. Egal wo auch immer sie hinkommen mochten, war er schon als Shiín allein nicht gern gesehen. Wenn er dann aber eine offensichtliche Beziehung zu einer menschlichen Frau führte, dann würde er zu einer noch größeren Zielscheibe werden. Ein wenig machte sich Angst in ihm breit. Er war niemand, der Streit suchte und anders als seine Landsleute hatte er nichts gegen die Menschen. Bisher hatte ihm nie ein Mensch etwas Böses getan und er verstand nicht wieso man grundlos hasste. Das wollte sich ihm einfach nicht erschließen. Aber es war müßig darüber nachzudenken. Solange sich nichts in den Köpfen der Beteiligten änderte, würden sie beide nie als ein ganz normales Paar angesehen werden. Das war traurig, aber leider nicht nur von ihnen beiden allein zu ändern.

Nur widerwillig nahm er seine Arme von ihr und kniete sich nieder um den Wasserschlauch aus den Sattelgurten zu lösen. Er reichte ihr diesen als er sich wieder aufrichtete und küsste sie zärtlich auf die Lippen. "Wir brauchen neues Wasser. Hier habe ich keinen Brunnen gesehen. Wir werden nach einem Bach oder dergleichen Ausschau halten müssen.", sagte er leise, so als fürchtete auch er die Ruhe zu zerstören. Die frühen Morgenstunden hatten schon seit jeher etwas Magisches, wie er fand. Die Welt erwachte langsam und alles zusammen mit ihr. Am faszinierendsten hatte er schon immer die kleinen Tautröpfchen gefunden, die wie Tausende kleine Diamanten an Halmen und Blättern blitzten.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Do, 05. Jan 2012 14:48

Selicia spürte richtig den kalten Zug des Windes, als Gilldor sie losließ, um sich nach seinem Wasserschlauch zu bücken. Zärtlich erwiderte sie dann seinen Kuss und nahm den Wasserschlauch von ihm entgegen. Viel war wirklich nicht mehr drin, genau wie in ihrem. "Das reicht jedenfalls erstmal. Einen Bach oder Fluss werden wir, denke ich, recht bald finden, wir sind hier ja nicht in der Ebene oder gar der Wüste", murmelte sie und ließ den Arm mit dem Wasserschlauch in der Hand sinken. In der anderen hielt sie immer noch die Leinen der Pferde. Wie um sich gegen den kalten Wind zu schützen schmiegte sie sich wieder an Gilldor, legte ihren Kopf auf seine Schulter und sah Calista und Schattenmähne nur mit halb geschlossenen Augen beim grasen zu. Erst als die beiden die Ohren aufstellten und in die Richtung sahen, aus der sie gestern gekommen waren. Selicia löste sich von Gilldor und blickte ebenfalls in die Richtung, konnte aber nichts sehen. "Komm, lass uns von hier verschwinden, das gefällt mir nicht", kam es doch etwas beunruhigt von Selicia und sie zog die beiden Pferde an den Seilen zu sich, führte sie zur Scheune, wo sie ihren eigenen Sattel hervor holte. "Kannst du bitte meine Packtaschen und meinen Mantel aus der Hütte holen? Dann sattele ich währenddessen die beiden." Selbst wenn Gilldor fragte, warum sie auf einmal so unruhig war, sie hätte es ihm nicht erklären können. Selicia war quasi auf den Straßen aufgewachsen, hatte mit einigen Gefahren zu tun gehabt, im Endeffekt war es einfach nur eine Ahnung, mehr nicht. Aber wenn sie eines gelernt hatte, dann auf ihre Intuition zu hören. Zaumzeug und Sattel war ziemlich schnell aufgesattelt, was das anging hatte sie mittlerweile Routine. Zwischen den beiden gehend zog sie die Pferde ein Stück mit sich, damit sie die Sattelgurte nachziehen konnte. Auf der Straße war immer noch nichts zu sehen und Schattenmähne wirkte auch völlig entspannt, aber Calista blickte immer wieder in diese Richtung und das gefiel Selicia nicht. Immerhin war die Stute bei den Waldelfen ausgebildet worden und hatte wohl ein ganz anderes Gespür als ein Pferd, was sein ganzes Leben mehr oder weniger im Stall verbracht hatte.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Do, 05. Jan 2012 16:38

Auch dem jungen Shiín entging die Unruhe der Stute nicht. Zwar sagten ihm seine Instinkte nicht, dass Gefahr drohte, aber Tiere hatten ein wesentlich feineres Gespür als Humanoide. Er vertraute Calistas Urteil und auch Selicias hastiger Aufbruch musste seine berechtigten Gründe haben, die er nicht hinterfragte. Sie war eine Söldnerin und wusste wann es ratsam war weiterzuziehen. Er verließ sich da ganz auf sie und nickte zu ihren Worten, dass er sich um ihr Gepäck kümmern solle. Seinen Sattel überließ er ihr und eilte ihr voran in Richtung Hütte. Auf dem kurzen Stück Weg blickte er sich immer wieder um und in die Richtung aus der sie am Vorabend gekommen waren. Zu erkennen war nichts, aber das hatte nichts zu bedeuten. Was auch immer die Stute beunruhigte, es kam auf sie zu und es war ratsamer, wenn sie nicht mehr hier waren, wenn es zum Äußersten kam. Daher eilte er sich in das Haus zu gelangen. Auf dem Boden vor dem Ofen lagen Selicias Satteltaschen. Rasch bückte er sich nach diesen und warf sie sich über die Schulter. Dann verließ er die Hütte wieder und kam auf die junge Frau zu, die mit dem Nachkontrollieren der Sattelgurte beschäftigt war. Es war immer wieder erstaunlich wie gut und schnell sie die Tiere satteln konnte. Das musste sie ihm unbedingt beibringen, denn er wollte es selbst können und nicht immer sie darum bitten müssen. Doch im Moment war es der falsche Augenblick sie darum zu bitten es ihm zu zeigen. Um ihr zumindest ein wenig entgegen zu kommen, befestigte er ihre Satteltaschen an Calistas Sattel und prüfte noch einmal den festen Sitz dieser.

"Wir sollten los.", meinte er knapp und nahm ihr Schattenmähnes Zügel ab. Gekonnte als noch den Tag zuvor schwang er sich in den Sattel und klopfte dem alten Hengst auf den Hals. Der Schimmel war noch immer gelassen und ließ sich nicht von der Unruhe des hastigen Aufbruchs anstecken. Gelassen schlug er mit dem Schweif hin und her, zuckte leicht mit den Ohren und zeigte ansonsten keinerlei Reaktionen.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Fr, 06. Jan 2012 1:30

Selicia nahm Gilldor ihren Mantel ab und legte sich diesen um, während er ihre Packtaschen an ihrem Sattel befestigte. Der Shiín kam schon etwas sicherer in den Sattel, was aber nichts bedeuten musste. Man lernte nicht innerhalb eines Tages reiten. Und auch die Muskulatur gewöhnte sich nicht innerhalb eines Tages an die zusätzliche Belastung. Es würde wohl noch einige Tag in Anspruch nehmen, ehe er halbwegs sicher im Sattel saß und keine Schmerzen mehr hatte. Und vorher machte es keinen Sinn, ihm die ganzen Grundlagen beizubringen, die Befehle und alles. Gekonnt kletterte Selicia in Calistas Sattel und trieb die Stute an, während sie sich weit vorbeugte und Schattenmähne mitzog, damit sich der Hengst in Bewegung setzte. Heute verband sie sein Zaumzeug nicht mit ihrem Sattel, sondern ließ ihn frei laufen. Der Hengst hatte so ein ruhiges Gemüt das man meinen könnte, er wäre eigentlich ein Wallach. Die beiden Pferde schritten gut aus, nur manchmal musste man Schattenmähne noch ein wenig antreiben, dass er mithielt, da Calista doch ein wenig mehr Feuer hatte als er. Immer wieder blickte Selicia sich mißtrauisch um. Es war ein seltsames Gefühl in ihrer Brust, was sie warnte, den Ort schnell zu verlassen und es wollte einfach nicht besser werden. Langsam wurde sie nervös und zog sich schließlich ihre Handschuhe über, für alle Fälle. "Das gefällt mir nicht", murmelte sie und zog die Stirn etwas kraus. "Ich habe das Gefühl, als wenn wir verfolgt würden. Klingt verrückt, es ist nur eine Ahnung, aber ich werd sie einfach nicht los", teilte sie Gilldor mit und suchte das Gelände hinter ihnen erneut mit den Augen ab. Immer noch konnte sie nichts ausmachen und schüttelte fast verärgert den Kopf. "Bin ich denn paranoid?", fragte sie fast verärgert laut heraus, wobei es eigentlich keine Frage war, auf die sie eine Antwort erwartete. Eigentlich war es nur ein Ausdruck ihrer inneren Unruhe. Im Wald hatte sie sich oft verfolgt oder beobachtete gefühlt, was aber hauptsächlich daran liegen mochte, dass man den letzten Werwolf des Rudels nie gefunden hatte. Ob er noch lebte? Selicia hatte keine Ahnung und auch keine Lust, es heraus zu finden.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Fr, 06. Jan 2012 15:52

Gilldor wurde auch langsam unruhig. Seit dem Zwischenfall mit dem verrückten Shiín war er vorsichtig geworden. In ihm machte sich das dumpfe Gefühl breit, dass es kein Einzelfall, kein Versehen gewesen war, dass sie ihm begegnet waren. Das ergab keinen Sinn. Warum sollte er allein durch die Lande gestreift sein um wahllos Menschen zu töten? Gewiss gab es unter seinen Landsleuten genügend Fanatiker, aber keiner von ihnen würde den Fehler begehen den ohnehin schon angespannten Konflikt noch weiter eskalieren zu lassen. Damit schadeten sie nur sich selbst und ihren unbeteiligten Familien. Aber was wusste er schon von seinem Volk. Er hatte sich immer zurück gezogen, nie an deren Spielen teil genommen und sich auch nicht an den Streifzügen beteiligt gehabt. Im Nachhinein wurde ihm erst wirklich klar, dass er es immer gewesen war, der sich selbst zum Außenseiter gemacht hatte. Doch die anderen hatten sich auch nie wirklich um ihn bemüht gehabt. Für sie war er der traurige Waisenjunge gewesen, der sich lieber in die Schmiede seiner Großeltern zurück zog als sich Freunde zu suchen. Zydiera war da anders gewesen. Sie hatte hinter seine aufgetürmte Mauer geblickt und sein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Nun, da sie tot war, hatte Selicia diese Aufgabe übernommen. Darüber war er ihr sehr dankbar. Auch wenn er durch seine Liebe zu ihr den Zorn seines eigenen Volkes auf sich gezogen hatte und nicht nur den der Shiín. Mit einem leisen Seufzen und einem Kopfschütteln versuchte er diese trüben Gedanken abzuschütteln. Gerade recht um die Worte der jungen Söldnerin zu vernehmen. "Vielleicht gibt es hier noch mehr durchgeknallte Landsleute von mir. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie in Gruppen durch die Lande ziehen und Streit mit Menschen suchen.", meinte er zu ihrer Besorgnis. Wirklich beruhigen konnte er sie nicht. Wie auch? Seine Unruhe und seine Instinkte waren ebenso geweckt. Es blieb nur zu hoffen, dass ihre Verfolger bald aufgaben oder den Anschluss verloren.

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