Die Straßen des Hügellandes

Die Heimat der Shiín.
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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Sa, 07. Jan 2012 16:21

"Dann wäre es für sie aber praktischer gewesen, uns noch bei der Hütte anzugreifen. Ich kann auch nichts ausmachen. Als wenn sich jemand an unsere Fersen geheftet hat und uns verfolgt. Nur warum, das will mir nicht in den Kopf. Auf dem Hof war nichts, erst seit der Hütte. Wenn es wirklich welche von deinem Volk sind, warum haben sie dann noch nicht angegriffen?" Selicia wurde langsam wirklich unruhig. Calista und Schattenmähne verhielten sich ruhig und reagierten nicht anders auf ihre Umgebung als sonst, trotzdem hatte die junge Söldnerin das Gefühl, nicht alleine unterwegs zu sein. Und das mochte sie nicht. Schließlich wurde es ihr zuviel, sie zügelte die Stute und hielt an. "Du reitest weiter, ich schlage einen leichten Bogen, vielleicht kann ich so herausfinden, ob uns jemand folgt." Kurzerhand zog sie am Zügel und Calista wandte sich zur Seite, verfiel erst in Trab und dann in Galopp. Die Stute griff kräftig aus und trug ihre Reiterin zuverlässig auf die nächste Hügelkuppe. Von hier hatte sie einen guten Ausblick auf die Umgebung, immerhin gab es nicht so viele Bäume hier. Aber immer noch konnte sie nichts ausmachen, kein Verfolger oder dergleichen. Gilldor konnte sie von ihrem Platz aus sehen, Schattenmähnes Fell leuchtete weithin. Aber sonst war nichts zu sehen. Und Selicia blickte sich wirklich gründlich um. Trotzdem blieb sie noch eine Weile dort stehen, während der Shiín hinter der nächsten Hügelkuppe verschwand. Selicia hatte die Nase voll. Im Wald sah man nichts wegen den Bäumen, hier wegen den Hügeln. Überall lauerten Gefahren, wirklich zur Ruhe kam man nie. Müde strich sie sich über die Stirn und ließ Calista sich noch einmal auf der Stelle drehen. Immer noch konnte sie nichts ausmachen. Dem Gefühl in ihrer Brust tat das trotzdem keinen Abbruch. Selicia schnaubte verärgert und trieb ihre Stute an, damit diese wieder in Galopp verfiel und zu Gilldor aufschloss.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Sa, 07. Jan 2012 19:46

Ehe Gilldor auch nur irgendetwas erwidern konnte, war Selicia den Hügel hinauf geritten und hatte ihn mit Schattenmähne allein gelassen. Der Hengst trottete unbeeindruckt weiter, was sein Glück war, denn er hätte nicht gewusst wie er das Pferd hätte lenken sollen. So versuchte er ruhig zu bleiben und blickt sich immer wieder nach hinten um. So wie die Söldnerin auch, konnte er nichts erkennen. Wer oder was auch immer hinter ihnen war, wusste sich gut zu tarnen. Dem Shiín war unwohl zumute. Einen Feind, den man nicht sah, konnte man nicht einschätzen. Das machte den jungen Mann misstrauisch und er blickte mittlerweile mehr hinter sich als nach vorn. Erst als Selicia wieder herunterkam und wieder neben ihm herritt, schaute er wieder nach vorn. Seine Hand legte sich aber auf den Griff seines rechten Katanas. Zwar wusste er nicht ob ihm die Waffe helfen würde, aber es gab ihm ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Die andere Hand legte er seiner Begleiterin beruhigend auf den Arm. Ihre innerliche Unruhe übertrug sich auch auf ihn und er kannte sie gut genug um zu wissen was in ihr vorging. "Wir sollten weiterhin wachsam bleiben.", meinte er nur mit leiser und gezwungen ruhiger Stimme, auch wenn es ihm schwer fiel sich nichts anmerken zu lassen. Seine Hand auf der Waffe sprach jedoch schon allein für sich.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » So, 08. Jan 2012 16:38

"Sowieso", murmelte Selicia als Antwort. "Mir gefällt das nicht. Ich kann mich sonst auf mein Gefühl verlassen, aber im Moment? Es ist nichts zu sehen von etwaigen Verfolgern." Wieder einmal blickte die junge Söldnerin sich nervös um und schnaubte dann verärgert. "Ich hasse so etwas!", fauchte sie regelrecht wütend und sah sich wieder um. Halt dich gut am Sattel und in der Mähne fest, Gilldor. Mal sehen, ob unser Verfolger zwei galoppierenden Pferden folgen kann." Kurzerhand holte sie wieder ein Seil hervor und band Schattenmähnes Zaumzeug daran fest, das andere Ende befestigte sie an ihrem Sattel. "Bereit? Dann los!" Viel Gnade hatte sie mit dem Shiín gerade nicht, der Galopp würde ihm wohl einiges abverlangen und seinen Muskelkater wieder voll aufflammen lassen, aber eventuell würden sie so ihre Verfolger los. Für Selicia war es nicht mehr als eine normale Gangart, aber für einen Anfänger wie Gilldor würde es eine ziemliche Herausforderung sein, sich im Sattel zu halten. Zu seinem Glück ging es nur geradeaus, eine Kurve hätte er wohl nicht geschafft.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » So, 08. Jan 2012 17:47

Ehe Gilldor in der Lage war Etwas zu antworten, setzte sich Schattenmähne unter ihm mit einem Ruck in Bewegung und er hatte Mühe sich im Sattel zu halten. Auch ohne Selicias Anweisung hätte er sich instinktiv an der Mähne festgekrallt und versuchte uner allen Umständen nicht herunter zu fallen. Das Reiten missfiel ihm von Minute zu Minute weniger. Dieser Gallopp war die Hölle und schon nach den ersten Metern tat ihm von Neuem alles weh. Wer oder was auch immer ihnen folgte, entweder waren sie genauso schnell wie sie oder es gelang ihnen sie abzuhängen. Der junge Shiín hoffte auf Letzteres. Schon damit er nicht umsonst gerade litt und dem armen alten Hengst die Haare ausriss, weil er sich so fest an ihm festklammerte. "Du... bist irre!", keuchte er und kam gar nicht dazu sich nach hinten umzusehen. Dazu war er viel zu sehr beschäftigt sich oben zu halten. Außerdem wagte er es nicht aus Angst zu sehen was hinter ihnen her war. Eins stand fest, es war sehr hartnäckig und wusste sich gut zu tarnen.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » So, 08. Jan 2012 18:04

Das Gilldor diesen Ritt alles andere als genoss war klar, Selicia zügelte die beiden Pferde trotzdem nicht. Besser er hatte einmal etwas Schmerzen, als wenn er nachher tot oder sonstwas war. Und wenn man sich erst einmal an den Galopp gewöhnt hatte und wusste, wie man sitzen musste, dann war es um einiges angenehmer. Selicia ritt gerne im Galopp, spürte den Wind im Gesicht und fühlte wie die kräftigen Muskeln der Stute unter ihr arbeiteten. Im Moment hatte sie dafür kein Augenmerk, konzentrierte sich eher auf ihre Umgebung und warf ab und an einen Blick zurück. Ganz langsam schwand das Gefühl in ihrem Innern, trotzdem ließ sie die Pferde noch eine Weile weiter galoppieren. Für Gilldor fühlte es sich bestimmt an wie eine Ewigkeit, als sie endlich Calista und Schattenmähne zügelte. Der Hengst war nicht so ausdauernd wie die Stute und schnaubte kräftig. Selicia blickte sich um, jetzt war sie wesentlich entspannter. "Was auch immer es war, wir haben es wohl abgehängt. Zumindest hoffe ich das. Zumindest fühle ich mich jetzt besser", verkündete sie und ließ die Pferde anhalten, damit die beiden zu Atem kamen und Gilldor sich erholen konnte.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » So, 08. Jan 2012 18:18

Selicia hatte leicht Reden. Mit viel Glück, so glaubte der Shiín war er nun nicht impotent. Anfühlen tat es sich zumindest so und er stöhnte leise vor Schmerzen. Er wusste nicht von wo der Schmerz kam, wohin er ging und was ihm alles weh tat. Von seinen Lendenwirbeln abwärts zog, ziepte und stach es jedenfalls gehörig. Nur langsam lösten sich seine Finger wieder aus der Mähne und er musste seine Hände mehrmals ballen um das taube Gefühl zu vetreiben. Dabei knackte es gehörig. "Dann habe ich also nicht umsonst gelitten. Ich glaube ich brauche heute eine ausgiebigere Massage falls noch irgendetwas zu retten ist.", brachte er mit schmerzverzerrtem Gesicht als Antwort hervor. Seine Hände versuchten die schmerzenden Stellen zu erreichen und zu reiben um den Blutfluss wieder in Gang zu bringen. Gerade im Schritt hatte er das Gefühl, dass sich die Nähte der Hose verengt hatten und ihm um wichtige Teile seines Körpers gebracht hatten.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Mi, 11. Jan 2012 11:19

Junge, Selicia hatte gewusst, dass ein Galopp für ihn nicht gerade schmerzfrei sein würde, weil er kein erfahrener Reiter war, aber das es so schlimm werden würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Auf einen Schenkeldruck hin machte Calista einen Seitenschritt und Selicias Bein lag damit an Schattenmähnes Flanke an. Zärtlich strich die junge Söldnerin dem Shiín über den Unterarm, ehe sie vorsichtig den Arm um seinen Hals legte und sich etwas zu ihm hinüber beugte, um ihn zärtlich auf die Wange zu küssen und ihre Wange ein wenig an seine zu schmiegen. "Keine Sorge, die Schmerzen werden nachher wieder besser. Das ist nur weil du es nicht gewohnt bist", versuchte sie ihn zu trösten und strich ihm übers Haar. Immerhin hatte Ibenir auch nicht solche Schwierigkeiten gehabt, aber das auch nur, weil er hatte reiten können. "Möchtest du absteigen und ein paar Schritte gehen? Das hilft manchmal, um die Muskulatur wieder ein wenig zu lockern." Bei diesen Worten strich sie ihm mit der anderen Hand sacht über den Oberschenkel. Selicia konnte sich noch gut an ihren ersten Muskelkater erinnern, da hatte sie auch sterben wollen und war nur aufgestanden und gelaufen, weil Ibenir sie so lange bis aufs Blut gereizt hatte, dass sie hinter ihm herwollte. Bei Gilldor war es vermutlich noch ein wenig schlimmer.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Mi, 11. Jan 2012 13:05

Ihre sachte und gut gemeinte Berührung auf seinem Oberschenkel kam einem Stromschlag gleich, zumindest fühlte es sich so an. Der völlig verkrampfte Muskel zuckte und Gilldor keuchte leise. Selbst wenn er es gewollt hätte, so kam er vermutlich nicht allein aus dem Sattel, auch wenn das Angebot verlockend war ein wenig zu laufen. Er lehnte vorsichtig seinen Kopf gegen ihre Hand und sagte leise: "Hilfst du mir beim Absteigen? Ich fürchte ich komme hier nicht mehr allein runter." Für jemanden wie ihn, der noch nie zuvor in seinem Leben auf einem Pferd gesessen hatte, war ein längerer Ritt oder gar ein Galopp mehr als nur eine Herausforderung. Es kam einer Folter gleich. Wie sehr auch seine schmerzenden Füße veflucht hatte so sehnte er sich wieder danach. Denn nach einem ausgiebigen Bad in einem kalten Bach waren sie wieder so gut wie neu. Sein Rücken und seine Beine würde er wohl nicht so leicht zum Schweigen bringen können. Umständlich versuchte er sich im Sattel hinzustellen um seine Muskeln zu dehnen. Keuchend ließ er sich wieder zurück sinken. Der Muskelkater war zu stark. Ihren Worten, dass es bald besser werden würde, konnte er nur ein müdes Lächeln schenken. "Mir wäre es recht, wenn es heute noch besser werden würde. Noch ein paar Tage mehr und ich weiß nicht ob ich mich überhaupt noch bewegen kann oder aber nachts andere Dinge tun kann." Zärtlich streichelte er ihr über die Hand, die sein Haar streichelte.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Do, 12. Jan 2012 14:34

Aufmerksam beobachtete Selicia Gilldor, seine Beine schienen überhaupt nicht mehr beweglich zu sein, was aber nicht weiter verwunderlich war. Nachdem er so schmerzhaft zusammengezuckt war, als sie ihm übers Bein gestrichen hatte, bewog sie dazu das lieber nicht noch einmal zu wiederholen. Stattdessen lächelte sie ihn an. "Ich weiß, das hilft dir jetzt nicht viel, aber das mit den Schmerzen wird wirklich besser werden. Dein Körper ist das einfach nur nicht gewöhnt, ich bin anfangs teils auch nicht mehr alleine aus dem Sattel gekommen und sieh mich jetzt an." Selicias Lippen verzogen sich etwas spöttisch, als er nächtliche Aktivitäten ansprach. "Du machst dir viel zu viele Gedanken", winkte sie das ab und schlang dann ihre Arme um seine Brust, unterhalb der Arme, um ihn quasi aus dem Sattel zu ziehen. Calista und Schattenmähne waren glücklicherweise vom Gemüt beide so ruhig, dass sie den Shiín wirklich auf diese Art und Weise aus dem Sattel ziehen und zu Boden gleiten lassen konnte. Los ließ sie ihn aber nicht, auch nicht, nachdem seine Füße den Boden berührten. Es war etwas schwierig, das Gleichgewicht zu halten, aber Gilldors Beine hätten wohl einfach unter ihm nachgegeben und dann hätte er da gelegen. "Geht es?", fragte sie neben seinem Ohr und wartete auf eine Antwort. Das seltsame Gefühl kam glücklicherweise nicht zurück, vielleicht hatte sie sich doch nur etwas eingebildet.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Do, 12. Jan 2012 15:32

Ein elektrisierendes Kribbeln ging durch Gilldors Beine bis runter in die Füße als Selicia ihn mehr aus dem Sattel hob als dass er von allein abstieg. Im ersten Moment spürte er nicht einmal den Boden unter seinen Fußsohlen bis es anfing zu ziehen und jucken, so dass der Impuls in ihm entstand sich dort zu kratzen. Doch er fürchtete, dass er dann umkippen würde. Also versuchte er dagegen anzukämpfen. Behutsam verlagerte er das Gewicht abwechselnd vom linken aufs rechte Bein und wieder zurück ohne dabei Selicias Hüften loszulassen. Er war froh über ihre Hilfe und Stütze. Ohne ihren erstaunlich festen Griff wäre er wohl wie vorhin in den Staub gefallen und wäre wie ein Käfer auf dem Rücken dazu verdammt gewesen dort liegen zu bleiben. "Ich glaube, wenn ich jetzt loslasse, falle ich und du würdest mich an den Füßen festbinden müssen um mich dann hinter den Pferden herzuschleifen, weil ich nicht in der Lage wäre wieder von allein auf die Füße zu kommen.", gab er als Antwort und lächelte leicht, auch wenn es ihm mehr als schwer fiel. Das Kribbeln war zu einem bösen Muskelziehen gewachsen und lief sein Bein hoch bis zur Hüfte um dann auf der anderen Seite wieder nach unten zu rennen. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und nur ein Zucken in seinen Mundwinkeln verriet wie unangenehm das Gefühl war. "Ich möchte gern versuchen ein paar Schritte zu gehen. Meine Beine kribbeln so stark, dass ich meinen könnte ich stehe in einem Ameisenhaufen. Keine schöne Vorstellung, wenn du mich fragst." Sacht strich er er ihr über den Rücken und beugte sich leicht vor um sie zu küssen.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Fr, 13. Jan 2012 16:49

Geduldig saß Selicia auf Calistas Rücken und hielt Gilldor fest, damit das Gefühl in seine Beine zurück kam. Es würde wohl noch einen Moment dauern, bis der ärgste Schmerz verschwand und das Leben zurück kehrte. Wobei man sich dann häufig wünschte, dass es das nicht tat. Aufmerksam beobachtete sie sein Gesicht und konnte sich die Schadenfreude doch nicht verbieten, immerhin wusste sie noch, wie sie gelitten hatte. Und ein wenig gemein war sie dann halt doch immer schon gewesen. "Keine Sorge", beruhigte sie ihn trotzdem und strich mit dem Daumen über die Stelle, die sie gerade erreichte. "Der schlimmste Schmerz lässt gleich nach und dann bleibt nur ein Muskelkater zurück. Den du halt mit ein bißchen Bewegung erträglicher machst. Ist sowieso immer das Beste bei sowas." Prüfend sah sie ihn an und erwiderte dann seinen Kuss, ehe sie einen Arm löste und ihn nur noch mit einer Hand festhielt. "Halt dich am besten ein wenig am Sattel fest, dann können wir bei deinen Schritten ein wenig weiter reisen und müssen nicht rasten. Den Pferden wird das auch gut tun, nachdem sie so in Hitze geraten sind darf man sie nicht einfach stehen lassen, sondern muss sie gemütlich weiter gehen lassen, damit sie nicht kalt werden." Mit der freien Hand griff sie nach den Zügeln, um Calista ein wenig auf Kurs zu halten, während diese gemütlich Schritt vor Schritt setzte, ganz gemächlich. So konnte Gilldor sich an Selicia und dem Sattel festhalten und dabei einige Schritte machen, die anfangs wohl alles andere als angenehm sein würden, nicht weiter verwunderlich.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Fr, 13. Jan 2012 19:28

Gilldor verzog den Mund zu einem schiefen Lächeln als Antwort auf ihre Bemerkung hin es würde besser werden und hielt sich wie sie es ihm geraten hatte am Sattel von Calista fest. Langsam hob er das linke Bein an, bewegte es nach vorn und versuchte es dann zu strecken. Dabei kam er sich wie eine Marionette vor der man vergessen hatte Gelenke zu fertigen. Vorsichtig versuchte er nun denselben Bewegungsablauf mit dem rechten Bein zu voll führen. Entgegen dem Ziehen, dass anfangs mehr einem Brennen glich, wiederholte er immer und immer wieder die Bewegungen bis er wieder einigermaßen normal laufen konnte und sich nur noch aus Gewohnheit an dem Sattel der Stute festhielt. "Ich werde mich nie mehr über schmerzende Füße beschweren.", meinte er und verzog sarkastisch das Gesicht. Das Laufen war eine Wohltat. Nur nebenbei lauschte er dem was Selicia über die Pferde und den Galopp sowie die Zeit danach erzählte. Sein ganzes Denken konzentrierte sich auf seine Füße, die noch immer nur unter Anstrengung ihren Weg fanden. Ganz langsam nur erwachten seine Muskeln wieder und das war alles andere als ein schönes Gefühl. Dennoch biss er die Zähne zusammen und es wurde mit jedem Schritt, den er tat besser. "Da wir es nicht eilig haben und wir, was auch immer uns verfolgt hat, abgehängt haben, können wir doch langsamer reisen, oder? Ich würde gern einen Teil des Weges laufen wollen. Shiín sind nicht zum Reiten gemacht." Er sah zu ihr hoch und streichelte über ihren Schenkel, ließ seine Hand dort ruhen.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » Sa, 14. Jan 2012 13:40

Selicia ließ Gilldor die Zeit, die er brauchte. Im Moment hatten sie es nicht eilig, das seltsame Gefühl war weg und für ihn war es wichtig, seine Muskulatur wieder aufzuwärmen und zu lockern. Entsprechend bestimmte auch er das Tempo und nicht Calista, die wohl gerne wieder ein wenig kräftiger ausgeschritten wäre. Eigentlich hätte Selicia ihre Hand wieder fortnehmen können, ließ sie aber einfach auf seiner Schulter liegen. Grinsend sah sie auf ihn herunter und strich ihm dann übers Haar. "Ist immer eine Sache der Gewöhnung, in ein paar Tagen wirst du nichts mehr merken, weil sich deine Beine daran gewöhnt haben. War bei mir auch so. Die ersten Tage bin ich nicht alleine aus dem Sattel gekommen und jetzt kann ich ohne Probleme den ganzen Tag auf einem Pferd sitzen." Ein wenig neckend kniff sie ihn leicht ins Ohr und sah ihm zu, wie er um jeden Schritt kämpfte. Man konnte richtig sehen, wie es immer besser wurde. Lächelnd strich sie ihm wieder übers Haar und genoss die Wärme seiner Hand auf ihrem Oberschenkel. "Kein Problem, bestimm du ruhig das Tempo. Deinen Beinen wird das nicht schaden. Und zum Reiten ist anfangs niemand gemacht." Grinsend beugte sie sich zu ihm hinab und gab ihm einen zärtlichen Kuss. Wieder aufrecht sitzend blickte sie einmal zurück, nur weil das Gefühl jetzt weg war, war das keine Einladung, die Vorsicht links liegen zu lassen. Zu sehen war nichts. Schattenmähne zuckelte am Seil angebunden brav hinter ihnen her und zuckte nur zwischendurch ein wenig mit den Ohren, genau wie Calista. Wann sie wohl wieder in bewohnteres Gebiet kommen würden? Alleine um die Vorräte aufzustocken war das nötig und wenn sie hier überfallen und getötet wurden, dann bekam das nie jemand mit. Außerdem wussten sie nichts über die Banden oder was es sonst in dieser Gegend gab. War ja niemand da, den man fragen konnte. Nachdenklich strich sie mit dem Daumen über Gilldors Nacken, in dem ihre Hand immer noch lag. Mal sehen, wie lange Gilldor laufen wollte, vielleicht fanden sie ja heute noch ein Bauernhaus oder sowas, wo sie übernachten und Vorräte kaufen konnten.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Gilldor » Sa, 14. Jan 2012 20:06

Mit jedem Schritt, den Gilldor tat, ging es ihm immer besser. Seine Muskeln gewöhnten sich rasch wieder an die Bewegung und der Schmerz ließ zusehens nach. Bald schon erinnerte nur ein Ziehen an den barbarischen Muskelkater. Aber ihm war durchaus bewusst, dass dieses Gefühl nicht von Dauer sein würde, denn sobald er wieder in den Sattel stieg, wäre es damit wieder vorbei. Daher genoss er es solange es ging. Selicias Hände in seinem Nacken und seinen Haaren taten ihm noch zusätzlich gut und entlockten ihm sogar ein leises Schnurren. Ihre Rede vom sich daran gewöhnen, mochte er nicht mehr wirklich hören. Es mochte vielleicht so sein, dennoch wurde es nicht besser, wenn sie es unentwegt wiederholte. Der Kuss, den sie ihm gab, ließ seine aufkommende Wut jedoch schnell wieder verrauchen und er hielt ihre Lippen länger fest als sie es beabsichtigte. "Wir sollten trotzdem nicht zu viel Zeit verlieren. Es geht schon wieder besser. Wenn wir öfters solche Pausen einbauen, dann werde ich mich schneller ans Reiten gewöhnen, hoffe ich.", erwiderte er und blieb stehen um zu warten bis der alte Hengst auf seiner Höhe angekommen war. Er hielt an den Zügeln fest und hievte sich dann umständlich hoch in den Sattel. Zwar war es noch immer keine einzige geschmeidige Bewegung, aber es fiel ihm schon wesentlich leichter als noch am Morgen. Auch das Ziehen in seinen Beinen war nicht mehr ganz so grausam und auf einem erträglichen Maß.

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Re: Die Straßen des Hügellandes

Beitrag von Selicia » So, 15. Jan 2012 14:19

"Gut, dann machen wir das so. Im Moment eilt es ja nicht." Selicia nickte zustimmend und wickelte sich dabei eine seiner Haarsträhnen um den Finger. Zumindest solange, bis er anhielt und dann wieder in Schattenmähnes Sattel kletterte. Selicia zügelte dafür Calista und sah ihm dabei zu. Das sah schon viel besser aus als am Anfang. Vermutlich half es ihm wirklich, wenn er zwischendurch ein wenig ging, damit die Muskulatur wieder in Bewegung kam. Warum hatte sie das eigentlich nicht so gemacht? Naja, sie hatte ja auch nicht gleich von Anfang an so lange im Sattel gesessen wie er. Als Gilldor dann im Sattel saß, zog sie etwas an dem Seil, damit der Hengst zu ihr aufschloss und beugte sich dann einmal zu dem Shiín hinüber, um ihm einen Kuss zu geben. "Dann mal weiter, vielleicht finden wir ja noch einen Bauernhof oder gar ein Gasthaus, wo wir übernachten und unsere Vorräte auffüllen können." Sacht strich sie ihm noch einmal über den Oberschenkel, dann trieb sie Calista leicht an, damit diese sich wieder in Bewegung setzte. Das seltsame Gefühl kehrte immer noch nicht zurück, wofür Selicia sehr dankbar war. Trotzdem blickte sie sich immer wieder wachsam um, damit sie keinen unwillkommenen Besuch bekamen. Manchmal seufzte sie leise und wünschte sich bereits in die Nordreiche zurück, wo sie sich auskannte. Endlich wieder vertrautes Terrain. "Bin ich froh, wenn wir erst aus diesen Hügelländern raus sind...", murmelte sie irgendwann halblaut, während sie sich umblickte und dann Gilldor ansah. "Kannst du vielleicht irgendetwas sehen, was nach bewohntem Gebiet oder sowas aussieht?", fragte sie ihn dann. Immerhin sahen zwei paar Augen mehr als eines.

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