Wohin der Wind auch weht

Gebiete der Orks und wilden Menschen, und die Gebiete der Clans westlich von Arcanis und Mérindar. » Ortsbeschreibung
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Áluka
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Wohin der Wind auch weht

Beitrag von Áluka » Do, 10. Apr 2008 11:38

Zuerst verschlug es ihn gen Süden.
Es war mehr ein gedankenloses Dahinwandern als das Verfolgen eines wahren Ziels. Ihm steckte noch die Begegnung mit der Shiín in den Knochen, sodass er seinen Kurs, den er zuerst fluchtartig eingeschlagen hatte um den Banditen zu entkommen, auch beibehalten hatte. Dann aber wurden die Wälder kleiner und die Gegenden lebendiger. Immer öfter traf er auf kleine Siedlungen, die er umrundete und Menschen, die er mied. An einem frühen Abend blieb er schließlich stehen und begann, seine Richtung zu ändern. Er hatte die Wilden Lande ihrer Einsamkeit wegen gemocht und jetzt verließ er sie gerade wieder. Das war nicht richtig so.
Er hob den Kopf, nahm die frische Luft auf und beschloss seine neue Route nach Nordwesten. Gut, demzufolge würde er sich wieder den kälteren Regionen annähern, aber er nahm lieber Kälte als Menschen in Kauf. Die Nächte schlief er -wie fast immer- unter freiem Himmel oder verlassenen Schuppen, Häusern oder Tierställen. Letzteres war eher selten, denn einerseits gab es von eben jenen nicht sehr viele, andererseits musste er sich immer fürchten, den Besitzer des Hauses anzutreffen. Er lief zügig, manchmal auch des nachts in seiner Wolfswesengestalt, damit konnte er sich weitaus schneller fortbewegen. Bald schon erkannte er weit im Norden die Umrisse des gewaltigen Gebirges; Die Mauer der Drachen. Fortan blieben diese ständi rechts von ihm und leiteten ihn den Weg Richtung Westen.

Es war Nachmittag und die Umgebung hatte sich von tiefen Wäldern in weite, größtenteils flachen Ebenen abgewechselt, die aber -so konnte man mit gutem Auge schon erkennen- sich alsbald in Hügeln mit markanten Felsformationen abwechseln würden. Immer wieder galt es einen reißenden Fluss zu überqueren, was Zeit und Kraft in Anspruch nahm. Abgesehen davon, war das Nahrungsangeb0t ausgesprochen dünn besiedelt. Kaninchen und Mäuse waren größtenteils aufzufinden, seltener Hirsche. Ob das die richtige Entscheidung gewesen war? Verdammt, hier gibt es ja kaum etwas zu beißen... Kalte Winde schlugen ihm von der Eiswüste her entgegen und seine Laune sank drastisch. In einem kleinen Wäldchen -kaum mehr als eine etwas größere Baumgruppe- hatte er sich nieder gelassen und ,gegen einen Baum lehnend, nachgedacht. Die Unruhe in ihm zerrte an seinen Nerven und rührte von der Ziellosigkeit, mit der er zu kämpfen hatte. Ich hätte dort bleiben sollen, wo ich war. Oder vielleicht doch gen Süden? Es würde Abwechslung versprechen, aber damit einhergehend auch Gefahr. Von den Menschen hatte er erst einmal die Schnauze voll, auch wenn sein Unmut eigentlich von der Begegnung mit einer Shiín, und nicht mit einem Menschen, zusammenhing. Es war recht still in seiner Umgebugn, Vögel hörte er kaum welche. Singvögel waren wahrscheinlich weg gezogen, nur Raubvögel hielt es noch hier.
Und die sangen bekanntlich nicht.
Schnaufend rieb sich der Werwolf über das Gesicht und fragte sich, was er nun mit sich anfangen sollte.
[color=darkred]Lächeln ist die eleganteste Art einem Gegner die Zähne zu zeigen![/color]

Áluka
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Beitrag von Áluka » Mi, 16. Apr 2008 20:03

Es war früher Abend, als Áluka sich von seinem Rastplatz, der kleinen Baumgruppe, abwandte und weiter marschierte.
Weiter gen Westen.
Die Nacht über legte er eine große Strecke zurück, tagsüber ruhte er größtenteils. Das mangelnde Nahrungsangebot sorgte für schlechte Laune und aggressives Gemüt. Bald schon laugten ihn die Verwandlungen so aus, dass er beschloss diese sein zu lassen, bis er wieder etwas Vernünftiges zwischen die Zähne bekam. Leider nur zeigte sich nichts ab, was auf einen vollen Magen hoffen ließ. Wieder kamen Zweifel in ihm auf, nun aber wollte er weiter und sehen, was auf ihn warten mochte. Und sei es auch der Tod durch Verhungerung. Damit rechnete er allerdings weniger, war er doch eigentlich ein Überlebenskünstler. Während andere Reisende ohne Gepäck doch schon längst kapituliert hätten, gab Áluka nicht auf.
Es lag nicht in seiner Natur aufzugeben.
Abgesehen von diesem Kampf mit der Shiín, wo er den Kürzeren gezogen hatte. Ob er diese Schande jemals wieder vergessen würde?
Im Moment schwer vorstellbar.
Die Steppe, die sich vor ihm auftat, sah nicht besonders viel versprechend aus. Karg, baumlos. Und der Wind zerrte ständig an seiner Robe, welche er doch glücklicherweise noch dem Kutscher abgenommen hatte. Ansonsten hätte er viel schneller zu frieren begonnen – das tat er leider sowieso schon. Er brauchte Nahrung um überhaupt etwas zu verbrennen und Wärme zu produzieren.
Verbissen zog es ihn aber weiter Richtung Westen.

Weiter in ->Die nördliche Weite ->Steppen
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