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Gebiete der Orks und wilden Menschen, und die Gebiete der Clans westlich von Arcanis und Mérindar. » Ortsbeschreibung
Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Mi, 10. Okt 2007 20:16

Sie hob ungläubig die Augenbrauen und grinste sie kurz an. "Naja, du brauchst mir ja nicht glauben, aber so alt bin ich nun mal. Hmm.. obwohl, eigentlich ist das ja jung." Sie zuckte mit den Schultern und schwieg, als ihr auffiel, dass sie begann mit der Taurrin zu plaudern.
Diese zog es dann ebenfalls vor etwas auf Abstand zu gehen, wenn sie auch eher körperlich, als die Shiín gesellschaftlich. Sie sah halb auf, als sie hörte, wie sie sich entfernte und grinste in sich hinein. Das Verhalten Feyas amüsierte sie.

Als sie ihr dann bestätigte, dass sie schon einmal jemand wie sie gesehen hatte, riss Shah'Nathwyen den Kopf hoch, brauchte jedoch ein paar Sekunden, um die Katzengestalt auf dem Baum ausfindig zu machen. Aber sie hatte scheinbar nur welche im Süden gesehen. Stimmt, das hatte sie vorhin schon erzählt.

Dann zog etwas anderes ihre Aufmerksamkeit auf sich. Ihr Pferd schnaufte und begann sich nervös auf der Stelle zu bewegen. Außerdem hatte es die Ohren an den Kopf gelegt, was Shah'Nathwyen sich aufmerksam umsehen ließ. Irgendjemand oder etwas war in der Nähe. Irgendetwas mit einem scheinbar fremden oder gar gefährlichen Geruch. Doch die Shiín stand nicht auf, noch nicht, sondern tat so, als hätte sie nichts bemerkt. "Im Süden, stimmt", führte sie dann das Gespräch fort, "Hast du schon erwähnt ja." Sie seufzte kurz. Wahrscheinlich hätte die Katzenelfe erwähnt, wenn sie eine von ihnen, die dann auch noch genauso aussah wie sie bis auf die goldenen Augen, gesehen hätte. Und so wie es aussah, war das nicht der Fall.
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Áluka
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Beitrag von Áluka » Do, 11. Okt 2007 14:45

Ein halb unterdrücktes Fluchen drang aus den zusammengebissenen Zähnen hervor, als er dank einer besonders hartnäckigen Ranke ins Straucheln geriet und sich gerade noch so fangen konnte. Dieser Umweg erwies sich als besonders unklug gewählt, denn er war nicht nur dicht bewachsen, sondern auch uneben und als er auf eine halb zugefrorene Pfütze trat, die aber unter seinem Gewicht noch einbrach und seinen Stiefel in Schlamm versinken ließ, blieb er stehen und ballte die Hände zu Fäuste. Die Nacht hatte so gut angefangen – mit einem Erfolg, auf den er wirklich stolz war, denn es war schon die siebte Nacht in Folge, in der er es geschafft hatte sich nicht zu verwandeln. Und dann irgendwelche Rumtreiber, die in seinem Wald ein Lager aufgeschlagen hatten. In seinem Wald!
Nur mit Mühe konnte er die Wut soweit hinunterschlucken, dass er wieder klar denken konnte. Entweder er setzte seinen unwegsamen Weg fort, aber dazu hatte er nicht mehr besonders viel Lust, oder er drehte gänzlich um und schlug einen anderen Weg ein, aber das gefiel ihm genauso wenig.
Übrig blieb der letzte Weg.
Einfach durch.
Was sollte schon passieren?
In seinem Hinterkopf wurden alle Möglichkeiten aufgelistet, die passieren könnten –und nur die wenigsten würden friedlich enden- aber diese Gedanken ignorierte er schlicht.
Er zuckte die Achseln und kämpfte sich zurück, sodass er wieder auf den ebenen Pfad trat und ohne Probleme weiter gehen konnte. Er steuerte nun genau den Platz an, wo er diese Fremde –oder Fremden- vermutete. Je näher er dem Lager kam, desto mehr Gerüche konnte er wahrnehmen. Ein Pferd, ganz klar überlagerte es alle anderen Gerüche. Dann war da noch ... nunja, mindestens noch ein anderes Wesen, aber mehr konnte er auch nicht ausmachen. Er sog tief die kalte Luft durch die Nase ein und atmete aus dem Mund aus, sodass erneut Dunstwölkchen zu sehen waren.
Wie aus dem nichts sah er den flackernden Schein eines Feuers, was sich deutlich aus der nächtlichen Dunkelheit abhob.
Nun machte er keinen Hehl mehr aus seiner Anwesenheit und war auch nicht mehr so leise wie zuvor.

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Beitrag von Feya » Mo, 15. Okt 2007 15:02

Was hat sie denn nur? Fühlt sie sich einsam und sucht deshalb andere ihres V0lkes? Aber davon gibt es doch genug?
Selbst wenn Feya diejenige gesehen hat, die Shah'Nathwyen sucht - sie hat keinen Grund, sich das Aussehen von Leuten zu merken, die sie auf ihren Streifzügen sieht. Wiedererkannt hätte sie sie also ohnehin nicht.

Zwar fühlt sich Feya auf ihrem Baum relativ sicher, doch spätestens als Shah unruhig zu ihrem Pferd blickt, bemerkt auch sie, dass irgendetwas mit dem Tier nicht stimmt. Mit einem Schmatzen schlingt sie schnell das restliche Essen hinunter, dann raschelt es leise in den schneebdeckten Zweigen des Baumes, in dem sie sitzt - die Katzenelfe klettert noch ein klein wenig höher um Ausschau zu halten. Noch bevor sie den Neuankömmling sieht, hört sie ihn jedoch - ein Knirschen des Schnees, kurz darauf und etwas näher ein knackender Ast, bevor es unverkennbar wird, dass sich jemand mit raschen Schritten der kleinen Lichtung nähert.

Aufmerksam, vielleicht auch misstrauisch, doch ohne Angst blickt sie hinunter zu Shah'Nathwyen. Sie ist neugierig, wie diese - gerade eben meinte sie noch, Leute wie sie wären unaufmerksam - reagiert. Oder ist die näherkommende Person etwa jemand den sie kennt?

So gut sich Feya auch versteckt - jeder der etwas bewandert im Spurenlesen ist, wird erkennen dass sich außer der Shiín ein zweites Wesen in der Nähe befinden muss. Vielleicht würde er auch die Spuren sehen, die zu dem Baum, auf dem die Katzenelfe sitzt, führen...
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Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Mo, 15. Okt 2007 18:28

Kaum waren die Geräusche auch an die Ohren der Katzenelfe gedrungen wurde es ruhig. Das Gespräch brach schlagartig ab. Stille herrschte auf der kleinen Lichtung mit dem Fluss. Shah'Nathwyen hörte die Schritte schneller werden und näher kommen. Dann machte der Fremde, falls es kein Tier sein sollte, keinen Hehl aus seiner Anwesenheit. Während Shah'Nathwyen sich erhob fragte sie sich wieso. War er im Vorteil? War es ein Feind? Oder hatte er keine Ahnung, dass er sich auf die beiden zu bewegte? Der Blick der Shiín fiel kurz aufs Feuer. Nein, das war nun wirklich gut zu sehen im Dunkeln.
Ein Sirren durchbrach die Stille, als sie ihr Katana zog, sich dem Waldrand zudrehte, aus der die Schritte kamen und wachsam die Bäume beobachtete. Sie ging immer vom Schlimmsten aus, zumal man in fremden Gegenden nie sicher sein konnte. An ihrer kampfbereiten Haltung konnte Feya nur zu gut erknenen, dass der Fremde wohl kein Freund von ihr war. Denn die Shiín machte alles, nur keinen freundlichen oder freidlichen Eindruck.
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Áluka
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Beitrag von Áluka » Mo, 15. Okt 2007 21:53

Während er sich der Lichtung, wie er sie nun gut ausmachen konnte, und dem dazugehörigen Lagerplatz des Fremden näherte, bemerkte er wie keine Worte mehr zu hören waren. Anscheinend hatte man ihn entdeckt. Im Hintergrund plätscherte ein Fluss und das Pferd schnaubte und scharrte mit den Hufen im Boden - er hatte noch nie einen beruhigenden Eindruck auf Tiere gemacht und seit ein paar Jahren sowieso nicht mehr.
Er war ihr natürlicher Feind geworden.
Er konnte deren Unruhe nachvollziehen.
Immer noch fragte er sich, wieso er das Risiko einging des nachts zu Fremden ging. Gerade eben wegen des Risikos? Sein menschlicher Teil bestritt diese Annahme, aber ein anderer Teil fand ihn äußerst reizvoll. Er schüttelte schnell den Kopf um all diese Gedanken zu verdrängen und trat gänzlich aus dem Gestrüpp.
Sein Blick fiel sofort auf die Gestalt neben dem Feuer, die ihren Blick auf ihn gerichtet hatte und in den Händen eine Waffe trug.
Er musste den reflexartigen Fluchttrieb unterdrücken und versuchte recht anteilnahmungslos dreinzublicken, aber ein schneller Blick nach links und rechts entging selbst einem Laien nicht.
Und diese weißhaarige Frau sah nicht gerade aus wie einer.
Seine braunen Augen relfektierten das wenige Licht, das vom Feuer ausging, stärker als gewöhnlich, sodass sie aussahen, als brannten sie von alleine.
Diese Situation gefiel ihm nicht besonders, vor allem da diese Frau ... nunja, er fürchtete sich nicht vor ihr, aber sie strahlte dennoch genügend Selbstbewusstsein und Stärke aus, dass er nichts tun wollte, dass sie noch mehr reizen würde. Also zog er die Hände aus den Manteltaschen um zu zeigen, dass er unbewaffnet war. Es dauerte noch einen Augenblick, ehe er ein Wort über seine Lippen brachte.
Wie lange hatte er nicht mehr gesprochen, abgesehen zu sich selbst?

"I-ich bin Reisender."
Wieder war da diese Stimme, mehr ein Knurren, dass abfällig sagte: Du bist hier Herr im Wald, du musst dich nicht rechtfertigen!
Aber das sagte man doch so, oder?
Unsicher huschten seine Augen nochmal über die Lichtung und er hatte das ungute Gefühl, dass diese... war es eine Shiín? Er hatte schon einmal von ihnen gehört, war sich aber nicht ganz sicher... nun, dass diese Frau nicht allein hier war, mit wem sollte sie sonst gesprochen haben? Mit dem Gaul? Aber er hatte weder die zeit noch die Nerven sich genauer umzusehen, denn seine ganze Aufmerksamkeit galt seiner Gegenüber.

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Beitrag von Feya » Do, 18. Okt 2007 11:00

Neugierig beobachtet Feya das Geschehen auf der Lichtung. Sie versucht nicht, sich zu verstecken - aus Erfahrung weiß sie, dass kaum jemand von den Menschen (oder ähnlichen Völkern) einen Beobachter in den Bäumen sucht. Noch dazu ist sie mit ihrem hellen Haar zwischen den Schneebedeckten Ästen kaum auszumachen.
Im ersten Augenblick hält sie den Neuankömmling für einen normalen Menschen, doch umso länger sie ihn beobachtet, desto mehr beunruhigt sie etwas an ihm. Doch was genau das ist, kann sie selbst nicht sagen. Auf jeden Fall scheint er mehr zu sein als das, wonach er aussieht und sich ausgibt: ein Reisender, wie Feya sie schon hin und wieder in den Wäldern gesehen hat.

Vorerst bleibt die Katzenelfe still an ihrem Platz und beobachtet weiter; was soll sie sich auch in Gefahr begeben? Sie ist noch nicht einmal sicher, von wem die größere droht: der Frau mit dem violetten Gesicht oder dem Neuankämmling.
Die einzige Bewegung, die man beobachten könnte, macht Feya als sie ihre am Gürtel befestigte Schleuder und einen kleinen Stein in die Hand nimmt.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Do, 18. Okt 2007 17:24

Die Muskeln der Shiín spannten sich, verborgen unter dem dunklen Stoff, mehr und mehr an, je näher die Schritte kamen. Und dann trat er hinaus aus dem Wald. Ein fremder Mann, der zunächst den Anschein eines normalen Mannes machte. Doch irgendetwas stimmte nicht. Der Hengst bestätigte ihre Gednaken mit einem Schnaufen und einem Zurückweichen vor dem Mann. Doch das Tier beobachtete sie nur aus den Augenwinkel heraus und zudem nur kurz. Die silbernen Augen hafteten sich förmlich auf den Fremden. Und verengten sich kurz als sie in die seinen sah, die aussahen, als würden sie förmlich brennen. Nur eine Täuschung des Feuers, beruhigte sie sich, denn auch wenn sie so sicher zeigte, gab es Wesen, denen man einfach vorsichtig gegenüber sein musste. Und die Shiín glaubte, dass das auch nun angebracht war. Denn wie ein einfacher Reisender, als den er sich ausgab, sah er für sie nicht aus.

Als er die Hände zeigte, um zu verdeutlichen, dass er nichts Böses wollte und unbewaffnet war, spannte sich die Shiín sichtbar vollkommen für den Moment an, in der Erwartung irgendeines Zaubers. Doch seine Hände waren leer. Als sie das realisierte ging sie ein wenig aus der Kampfstellung, jedoch nicht ganz, denn sie war misstrauisch genug, noch einen Trick zu erwarten.
"Ein Reisender", wiederholte sie leise und ruhig und musterte ihn eingehend. Ihr Blick zeigte, dass sie sich eindeutig überlegen fühlte. Natürlich. Jemand von dem Volk der Shiín war jedem überlegen. Sie schmunzelte kurz. "Und was führt Euch an das Lager einer Fremden?" Sie klang unfreundlich und abweisend. Ja, das hatte ihr ja noch gefehlt. Eigentlich hatte sie die Nacht in Ruhe und alleine verbringen wollen. Stattdessen tauchte da ein Kätzchen auf und nun auch noch dieser Mann, der ihr nicht ganz geheuer war.
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Áluka
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Beitrag von Áluka » Do, 18. Okt 2007 18:25

Selten hatte er etwas so Misstrauisches wie diese Shiín mit den silbernen Haaren gesehen. Zumindest wenn man daran dachte, dass er unbewaffnet war und es keinen sichtbaren Anlass gab, ihn als gefährlich einzustufen. Oder wusste sie mehr? Nein, das konnte nicht sein, immerhin trug er ja kein deutliches Indiz für seine wahre Gestalt. Keine Bewaffnung, keine Reißzähne, kein Fell, was ihm aus der Hat spross...und dennoch war sie verdammt misstrauisch, selbst als er seine leeren Hände zeigte.
Langsam streckte er den Rücken durch und richtete die Schultern, sodass er nun kerzengerade dastand. Sein Blick huschte wieder über die Lichtung, dann hob er etwas den Kopf und ließ das feurige Augenmerk über die kahlen Äste schweifen, die mit Schnee bedeckt waren und im Dunkeln lagen. Ein bekanntes Kribbeln erfasste ihn, die Ahnung, beobachtet zu werden. Seine Nackenhaare stellten sich auf und die Kopfhaut juckte. Er schloss kurz die Augen.
Ruhig, immer schön ruhig bleiben. Gleich ist alles vorbei... ein paar Worte, dann geh ich weiter, redete er sich ein.

"Es lag auf dem Weg. Ich sah es zu spät und ein Umweg stellte sich als unwegsam heraus..."
Er zuckte die Schultern um den Ernst der Situation zu nehmen und zugleich machte es den Eindruck von Unsicherheit. Seine Augen ruhten nun wieder auf diese unheimliche Frau. Dann zuckten seine Mundwinkel und ein leichtes, schiefes Grinsen, was im Schein des Feuers etwas bedrohlich wirkte, erschien auf seinen Gesichtszügen.
"Ich habe keine .... bösen Absichten. Nur kalte Hände und Füße."
Er schaute zum Feuer und fand den Gedanken auf einmal sehr verlockend, sich an den Flammen zu wärmen. Langsam, ganz langsam und schleichend, verschwand seine Unsicherheit.

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Beitrag von Feya » Mo, 22. Okt 2007 13:13

Einen Moment lang hält sie den Atem an, glaubt schon, der Fremde hätte sie entdeckt - doch dann schweift sein Blick weiter, und Feya entspannt sich wieder etwas. Sie will noch abwarten, sich noch nicht zeigen, um sich nicht in Gefahr zu begeben. Doch dann versichert der Reisende immer wieder, durch Gesten und Worte, nichts Böses im Schilde zu führen... und als er schließlich meint, ihm wäre einfach nur kalt, kann die Katzenelfe nicht anders, als ihr Misstrauen fast völlig fallen zu lassen. Schließlich war das auch für sie der Grund, sich zu der Shiín zu gesellen. Außerdem wird ihr in diesem Augenblick wieder bewusst, wie kalt ihr selbst ist, seit sie das Feuer wieder verließ. Nächte wie diese sind nicht dafür geeignet, auf Bäumen herumzusitzen - wäre Shah'Nathwyen nicht gewesen, würde die Katzenelfe auch schon lange zusammengerollt und mehr oder weniger behaglich in der Höhle unter den Wurzeln schlafen. Doch nun kann ihre dünne Kleidung sie nicht ausreichend vor der Kälte schützen...

Sie überlegt nur noch kurz, dann springt sie hinab in den Schnee, zwei oder drei Meter links von dem Fremden; die Schleuder weiterhin in der Hand, doch nicht allzu beunruhigt, da die Situation aus Feyas Sicht schon einiges von ihrer Spannung verloren zu haben scheint. Den Kopf etwas schief gelegt richtet sie sich schnell wieder auf, den Blick auf den Fremden gerichtet.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Di, 23. Okt 2007 11:54

Sie hörte sich die Worte des Fremden an. Es klang so, als würde er die Wahrheit sprechen, also beließ sie es dabei. Als er meinte er habe nur kalte Hände und Füße verdrehte Shah'Nathwyen für einen Moment die Augen. "Was ist das hier.. eine Taverne?" Sie sah von dem Fremden zum Feuer. "Nein. Ich glaube das ist das Feuer einer Frau, die nur ihre Ruhe haben will", nahm sie die 'Antwort' vorweg. Doch scheinbar hatte sie nichts dagegen, dass er das Feuer nutzte. Jedenfalls sagte oder tat sie nichts direkt dagegen. Stattdessen steckte sie ihre Waffe zurück, auch wenn man davon ausgehen konnte, dass sie sie schneller wieder gezogen haben würde, als er bei ihr war, wenn er denn im Geheimen doch vor hatte, ihr etwas zu tun. So ganz schloss sie die Möglichkeit nicht aus. Dafür war sie viel zu misstrauisch und er viel zu sehr Mensch. Darauf ließ jedenfalls sein Aussehen schließen und es kostete Überwindung, ihn dann zu tolerieren. Doch sie hatte schon einmal einen Menschen kennen gelernt, der nicht so war wie in den Erzählungen der Shiín. Vertrauen lohnte sich manchmal. Schnell waren die Gedanken verdrängt und wieder beim Feuer und Áluka. Und bei der Katzenelfe, die ihr wieder auffiel, da sie von ihrem Baum herunter kam. Ihr fiel auch die Schleuder auf, die die Kleine in der Hand hielt. Doch die war wohl kaum gegen sie gerichtet, denn die Katzenelfe sah einzig zu dem Fremden. Außerdem zweifelte die Shiín eh daran, dass man mit einer Schleuder Schaden anrichten konnte. Sie zuckte mit den Schultern. Egal. Mit Abstand zum Feuer merkte sie erst, wie kalt es war, weshalb sie sich wieder zurück zu jenem begab. Die silbernen Augen nahm sie dabei ungerne von einen der beiden, vor allem von Áluka, und deshalb wenn auch nur kurz.
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Beitrag von Áluka » Mo, 29. Okt 2007 18:57

Es war fast zu überhören, aber er nahm es dennoch war.
Schnee hatte nun einmal die Angewohnheit zu knirschen, wenn man direkt auf ihn trat und dies war anscheinend der Fall. Sein Kopf ruckte zu der Stelle, die zuvor noch leer gewesen war, wo nun aber ein kleines, zierliches Geschöpf hockte. Er hatte sich also nicht getäuscht, indem er vermutet hatte, dass er zwei Stimmen zuvor gehört hatte. Das kleine Geschöpf mit den silbrig weißen Haaren wirkte eher wie ein Kind, aber vom Gefühl her wagte Áluka zu behaupten, es nicht mit einem zu tun zu haben, sondern mit einer ausgewachsenen Person, wenn auch nur mit geringer Größe.
Trotz der Schleuder in der Hand, wirkte sie nicht als habe sie einen Angriff vor.

"Anscheinend ruhen mehr Augenpaare auf mir, als ich dachte," sagte er etwas leiser, aber gut hörbar und fügte in Gedanken hinzu: Obwohl mir der Todesblick der Shiín auch gereicht hätte.

Während diese mit grantiger Stimme etwas von sich gab und sich wieder zum Feuer setzte, beobachtete Áluka noch eine Weile das augenscheinliche Mädchen, als auch er zum Feuer ging und seine Hände den Flammen entgegen streckte.
Man konnte die Atmosphäre nicht als entspannt bezeichnen, aber sie war längst nicht mehr so kritisch wie noch vor wenigen Augenblicken, allein die Abwesenheit der Waffe beruhigte ihn etwas. Eine wohlige Wärme breitete sich auf der Frontseite seines Körpers aus, da hockte er sich sogleich hin und rieb die Hände aneinander, um sie von allen Seiten zu wärmen.

"Ich danke Euch. Ich werde nicht lange bleiben."
Während er dies sagte, blickte er in die Flämmen, wobei das Licht nun noch stärker in seinen Augen reflektiert wurde.

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Beitrag von Feya » Fr, 02. Nov 2007 9:28

Wortlos erwidert Feya den Blick des Fremden, bis dieser sich abwendet und zum Feuer geht. Auch sie nähert sich daraufhin den Flammen, setzt sich dann auf einen Baumstumpf und kauert sich zusammen, die Arme um die Knie geschlungen. Bei allem versucht sie jedoch, einen möglichst großen Abstand zu den beiden anderen am Feuer zu halten... sowohl Áluka als auch die Shiín betrachtet sie wieder mit etwas Misstrauen. Doch irgendwann wird der Katzenelfe die Stille zu lang.
Wenn du das Feuer noch lange brennen lässt, dann werden wir hier bald zu zehnt sitzen wendet sie sich an Shah'Nathwyen, ein leicht schadenfrohes Grinsen auf den Lippen.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Di, 06. Nov 2007 10:46

Silberne, gefährlich wirkende Augen beobachteten den Fremden. Irgendetwas an ihm war Shah'Nathwyen nicht geheuer. Nur allein die in dem Feuer sich spiegelnden Augen. Es wirkte so, als würden die Augen selbst brennen und die Shiín wollte nicht glauben, dass es nur an dem Lagerfeuer lag, das sie entzündet hatte. Um sich zu wärmen rieb der Mann seine Hände aneinander und versicherte ihr, dass er nicht lange bleiben würde. Doch sie hatte noch nie viel Wert auf das Wort anderer gelegt, deshalb schenkte sie seinen Worten nicht allzu großen Glauben. Dennoch nickte sie und schwieg vorerst. Bis die Katzenelfe sich zu Wort meldete. Shah'Nathwyens Kopf drehte sich und Feya handelte sich einen scharfen Blick ein.
"Hm, dann mach ich es aus. Dann fallen dir deine Pfötchen vom Leib und vielleicht friert dir ja auch dein Mund zu. Das ist vielleicht eine ganz gute Idee." Sie sprach ruhig und doch drohend. Und für einen Moment sah es so aus, als würde sie das Feuer tatsächlich jeden Moment löschen. Doch das tat sie nicht. Sie selbst wollte sich wärmen. Die nächsten würde sie einfach zum Weitergehen bringen. Ihr Blick legte sich kurz auf ihr Katana. Dann wandte sie sich wieder an Áluka."Und was tut Ihr hier? Es ist nicht gerdae gewöhnlich irgendwelche Fremden mitten im Wald anzusprechen?"
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Beitrag von Áluka » Mi, 07. Nov 2007 20:51

Er konnte die misstrauischen Blicke beider Personen auf sich spüren und versuchte sich auf die tanzenden Flammen zu konzentrieren. Das er nicht gerade willkommen war, konnte selbst ein Blinder oder Tauber spüren, so scharf waren die Blicke und so angespannt die Situation. Normalerweise hätte Áluka bei solchen Bedingungen die Flucht ergriffen, aber es gab mehrer Gründe, weshalb er es nicht tat: Zumal war es gerade wirklich angenehm an dem Feuer, auch wenn die Kälte ihn nicht so sehr störte, wie er es nach außen hin verdeutlichte. Zum Anderen nagte wohl doch Neugierde und der Drang nach Gesellschaft an sein trübseliges Gemüt, dass gewohnt war allein zu sein, aber ab und an doch etwas Gesellschaft misste. Und vielleicht... nein, er wollte diesen Gedanken nicht zulassen, aber er wusste, das dem so war. Ein weiterer Grund -ein viel drängender und beunruhigender- war, dass die Bestie in ihm unruhig war, weil sie schon mehrere Tage eingesperrt war. Nervös lief sie auf und ab und knurrte wütend die Gitterstäbe an, die ihn von dem menschlichen Geist trennte und ihn vollkommen kontrollieren würde, sollte er es schaffen die Gitter niederzureißen.
Auf die Aussage der kleinen Frau mit den verschieden farbigen Augen reagierte er gar nicht, weil er sich nicht angesprochen fühlte und zu sehr von den Flammen fasziniert war. Erst als er direkt angrsprochen wurde, sah er auf.
Er blinzelte mehrmals um sich ihre Worte wieder ins Gedächtnis zu rufen, dann räusperte er sich.

"Ich-ähm. Ich reise schon seit Langem alleine durch das Land. Ehrlich gesagt rechnete ich nicht mit einem Angriff, als ich das Feuer sah."
Er hob den Blick und sah der Shiín lange entgegen.
"Ich hoffe, ich muss meine Meinung nicht ändern."
Er wollte nicht, dass seine Stimme diesen ernsten Unterton nahm, aber es geschah. Als ihm das bewusst wurde, wollte er schnell etwas hinzu fügen, aber ihm fiel nichts Gescheites ein, so verfiel er ins Schweigen.

Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Do, 08. Nov 2007 11:54

Seine Worten beruhigten die Shiín noch ein Stückchen mehr. Sie klangen nicht wie eine dumme Ausrede. Sein ganzes Verhalten wirkte nicht gespielt. Auch wenn ihr die Person an sich, die ihr da gegenüber am Feuer saß, nicht so ganz geheuer war. Als würde er etwas verbergen. Reiner Instinkt war es, der Shah'Nathwyen spüren ließ, dass sie vorsichtig sein musste. Dass der schmächtige und zurückhaltende Kerl nicht alles nach außen hin zeigte, was er war. So erwiderte sie seinen langen Blick eindringlich, suchend. So als würde sie in seinen Augen eine Antwort finden können. Als würde sie in seinen Kopf hinein sehen können und seine Gedanken lesen können. Jedenfalls konnte er schnell das Gefühl bekommen, bei diesen bohrenden Silberaugen. Doch dem war natürlich nicht so. Sie konnte keine Gedanken lesen, sah nicht die unruhig hin und herlaufende Bestie in seinem Inneren.
Die Worte nach dem Austausch der Blicke sah sie als eine Art Waffenstillstand der noch nicht erhobenen Waffen an. Sie konnte auch gut auf eine Auseinandersetzung verzichten. Schließlich hatte sie einen langen Tag hinter sich, war müde und wollte eigentlich nur noch ihre Ruhe haben. Da kam es ihr nur ganz gelegen, dass der Fremde indirekt darum bat. Für sie kam es jedenfalls wie eine Art Bitte herüber. Sie nickte.
"Gut. Ich hoffe, Ihr werdet mir keine Gründe liefern." Sie grinste kurz, etwas bösartig, das zeigte, dass sie sich nicht für diejenige hielt, die in einem Kampf die Unterlegene sein würde.
"Seit langem? Das klingt wie nach einigen Jahren schon", wiederholte sie dann fragend und nach einer kurzen Pause seine Worte, um das Gespräch wieder aufzunehmen oder aber auch erst wirklich eines zu beginnen. Die Fronten waren geklärt, keiner von beiden wollte scheinbar dem anderen etwas Böse, also konnte man sich wohl netteren Dingen widmen. Vielleicht war es doch keine ganz so dumme Idee gewesen, ihn sich ans Feuer setzen zu lassen. Etwas Gesellschaft würde sicher auch ihr gut tun. "Wie heißt Ihr überhaupt?", fügte sie dann gleich noch zu ihrer ersten Frage hinzu.

[Áluka wir werden erstmal alleine weiter spielen, nur zur Info. Also poste ruhig^^]

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