Auf der Suche

Gebiete der Orks und wilden Menschen, und die Gebiete der Clans westlich von Arcanis und Mérindar. » Ortsbeschreibung
Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Sa, 01. Dez 2007 23:30

Shah'Nathwyen hatte eigentlich nicht erwartet, dass er ihr Angebot ablehnen würde. Aber nun gut, dann eben nicht. Sie zuckte mit den Schultern und nahm sich noch etwas. Dann würde der Händler eben etwas länger leben dürfen, ein paar Stunden. Dennoch wäre es schlau, schon am nächsten Morgen Ausschau nach jemanden zu halten, den sie um etwas Essen oder auch Gold erleichtern konnte. Auch wenn sie ja eigentlich keine Diebin war. Aber um zu überleben musste man manchmal stehlen. Schließlich ging sie auch keinen Beruf nach, der Geld bringen würde. Im Moment jedenfalls nicht. Im Moment war sie auf der Suche. Alleine. Genau. Darauf zielte auch Álukas Frage ab.
Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. Sie wirkte auf einmal nicht mehr allzu freundlich.
"Ich wüsste nicht, seit wann man es sich aussuchen kann, ob man alleine reist oder nicht. Es gibt außerdem Dinge, die haben andere einfach nichts anzugehen." Sie konnte auf Reisebegleitschaft gut verzichten. Außer ein Shiín wäre wohl eine Ausnahme. Der dachte wie sie, handelte wie sie, wusste, worum es ging. Áluka kannte weder den Grund ihrer Reise, noch wusste er irgendetwas über ihr Volk, außer dass sie violette Haut besaßen. Shah'Nathwyen sah ihn bei diesem Gedanken fast abwertend an. Jegliche Freundlichkeit war aus ihrem Gesicht gewichen. "Und dazu gibt es viele unfähige Wesen, die einfach keine Ahnung haben."
Es klang schon so, als würde sie ihn mit diesen Wesen direkt ansprechen und vergleichen. Das war nicht mal so abweichend. Vermutlich hatte der Werwolf etwas anderes als diese Reaktion erwartet. Vielleicht aufschlussreiche, interessante Antworten. Aber im Prinzip hatte sie ihn auf keine seiner Fragen geantwortet. Nur abweisend mit groben Worten reagiert.

Áluka
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Beitrag von Áluka » So, 02. Dez 2007 0:26

Irgendwie hatte er nichts anderes erwartet, allerdings erhofft. Auf einmal war sie wieder kalt und abweisend, sogar recht unfreundlich. Auf einmal kam ihm diese Shiín ziemlich arrogant vor, wobei er diese Charaktereigenschaft eigentlich nicht allzu gut einschätzen und beurteilen konnte, da er nie die Gelegenheit dazu hatte, jemanden als arrogant zu bezeichnen. Es war etwas, womit sich die Menschen beschäftigten, nicht er.
Aber aus irgendeinem Grund fiel ihm gerade jetzt diese Worte ein und er fand es passend. Wo nun der erste Schock überwunden war, verengte er die Augen zu Schlitzen, wie sie es getan hatte, und sah ihr trotzig entgegen. Zuerst schien sie gesprächsfreudig, nun abweisend und kalt.
War sie sich darüber im Klaren?
Àluka schob den Unterkiefer ein Stück nach vorne.

"Es war keine Anspielung auf die Tatsache, dass ihr allein reist, falls Ihr befürchtet, dass ich mich an Euch hefte wie eine Schmeißfliege."
Er verzog die Mundwinkel leicht nach unten, sodass seine Miene nunmehr spöttisch wirkte. Seine Augen loderten wieder auf und wirkten verzehrend und hungrig. Mochte man zuvor annehmen, dass er in zwischenmenschlichen Beziehungen so unerfahren und dadurch vielleicht sogar etwas hilflos war, so würde sich das Bild nun wenden; Ihre verachtende Ausdrucksweise ihm gegenüber -und er nahm es persönlich- veranlassten ihn dazu, ihr ebenso gegenüber zu treten.
"Ich glaube, Ihr bildet Euch zu viel auf Euch und Eure Rasse ein."
In einer fließenden Bewegung richtete er sich wieder auf und straffte die Schultern, dabei war er vielleicht nur um einen und zwei Fingersiptzen größer als die Shiín. Langsam aber stetig übernahmen andere Teile von ihm das Denken und Handeln. Mit einem Schlag waren die Gerüche wieder so intensiv, dass sie ihn beinahe benebelten, die Geräusche der Nacht so klar, dass er sogar das kleinste Getier in der näheren Umgebung ausmachen konnte. Nur die Augen, die blieben gleichbleibend schlecht im Vergleich zu den anderen Sinnesorgangen. Seine Haut begann wieder verräterisch zu jucken, zu brennen.
Das Blut geriet in Wallung.

"Da Ihr anscheinend meiner Gesellschaft überdrüssig seid, werde ich mich nun verabschieden. Vielleicht treffen sich die Wege ja wieder. Früher oder später."
Damit drehte er um und ging in die Richtung, die er zuvor auch schon eingeschlagen hatte. Mit jedem weiteren Schritt, der ihm vom Feuer trennte, wurden die Käfigstäbe dünner. Nun gab es kein Gewissen, keinen klaren Verstand mehr, der die Bestie einzusperren vermochte.
Die Jagd hatte begonnen, ohne dass die Beute etwas davon ahnen konnte.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » So, 02. Dez 2007 19:21

Es brauchte nicht lange, da verfinsterte sich auch Álukas Miene, wurden seine Augen zu vergleichbaren Schlitzen wie ihre. Auf seine Worte kam nur ein abfälliges Schnaufen. Außerdem stand sie auf, da sich auch seine Haltung straffte. Es hätte sie nicht verwundert, wenn eine unkluge, somit angreifende, Reaktion aus seiner Richtung gekommen wäre. Und mit dem Aufstehen wollte sie auf eben solche vorbereitet sein.
Doch nach abfälligen Worten verabschiedete er sich stattdessen, um seiner Wege zu gehen. Doch so leicht würde sie ihn nicht entkommen lassen. Schließlich hatte er sie angefahren, das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen.
"Das ist keine Einbildung. Wir sind nun einmal besser als andere. Das sind keine Wünsche und Vorstellungen, sondern Tatsache" , fauchte sie. Ihre Augen funkelten gefährlich zu ihm hinüber, fixierten und beobachteten ihn wie einen Gegner, wie ein Tier seine Beute. Obwohl wohl sie eher eben solcher entsprach.
"Auf ein weiteres Treffen mit Euch kann ich gut verzichten. Also zieht Eurer Wege und lasst mich bloß allein." Sonst kann ich für nichts garantieren, fügte sie noch in Gedanken hinzu.
Plötzlich schien sie voller Zorn zu sein. Ihre Worte drangen einem Fauchen gleich über ihre Lippen und wurden Áluka achtlos entgegen geworfen. Achtlos gegenüber seiner Gedanken und Gefühle. Die zählten schließlich nicht. Was interessierte sie, eine Shiín, Gefühle anderer. Mit angespannten Körper stand sie da, ihre Hand war schon wie von selbst zu dem Griff ihres Katanas geglitten, ohne dass sie es selbst ganz wahrnahm. Es war reiner Instinkt. Gefahr war in der Luft. Und der würde sie nicht tatenlos und unvorberietet entgegen blicken.

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Beitrag von Áluka » So, 02. Dez 2007 21:18

[Muhahaa, das Tier in mir, sag ich da nur xD]

Ihre Worte prallten an ihm ab, wobei einige allerdings irgendwo gespeichert blieben und nachhallten oder zumindest versteckt blieben, bis der richtige Augenblick kommen würde, bis sie aufsteigen und ihn verunsichern würden. Aber nicht jetzt. Jetzt fühlte er sich in seiner stummen Beurteilung bestätigt, als sie sich erdreistete, ihm auch noch zuzustimmen.
Er drehte sich nicht mehr um, sondern ging sogar etwas schneller, wodurch man annehmen konnte, er würde fliehen. Ihre Worte hatten ihn wütend gemacht, wodurch es ihm noch schwieriger fiel, sich zu beherrschen.
Nachdem er eine gewisse Distanz zwischen dem Lagerfeuer und sich gebracht hatte, lehnte er sich gegen einen kalten Baumstamm und vergrub das Gesicht in den Händen. Ein Schauer überlief seinen Körper, ein weiterer. Er konnte gar nicht mehr aufhören zu zittern, dabei lag es nicht an der Kälte. Diese spürte er bei seinem inneren Feuer gar nicht. Langsam begannen die Schmerzen, die Haut brannte und wollte hinfortgerissen werden, als sei sie eine nutzlose Schale, die man sich entledigen musste. Dann schritt die Verwandlung schnell und gnadenlos voran: Áluka schlüpfte aus Mantel, dann Hemd und Stiefel, schließlich der Hose, bis er vollkommen entblößt zusammengekauert am schneebedeckten Waldboden hockte. Muskeln spannten, Knochen verformten sich unter übelerregenden Krachen, Fell spross aus den Poren.
Alles in allem; kein schöner Anblick.
Nachdem das Rückgrad gekrümmt, die Wirbelsäule verlängert und in einer Rute endete, die Gelenke gebogen, aus den Händen Pfoten und aus dem Gesicht eine lange Schnauze geworden war, lag der Wolfskörper einer Weile am Boden, dabei hob und senkte sich die Brust schnell. Der heiße Atem kondensierte in der kalten Nachtluft. Dann regte sich der massige Körper, schüttelte sich und richtete sich auf. Nun konnte man erkennen, dass es keine Wolfsgestalt im Üblichen Sinne war; Sie war groß, sehr groß und die Proportionen glichen zum Teil denen eines Menschen. Die Pforderpfoten glichen annähernd menschlichen Händen, zwar mit Klauen geschmückt und braunen Fell überzogen, aber zum Greifen fähig. Außerdem war es der Wergestalt soweit möglich, sogar auf zwei Beinen aufrecht zu gehen. Das tat sie nämlich nun, reckte die Nase in die Luft und stieß ein langanhaltenes Heulen von sich.
Endlich, der Sieger stand für diese Nacht fest, der Mensch hatte verloren.
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Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Mi, 05. Dez 2007 13:56

[hmm... klingt... gruselig :D]

Sie sah dem Mann wütend nach, dem sie die Worte an den Kopf geworfen hatte. Er war, ohne etwas zu erwidern, in den Wald hinein gelaufen, immer weiter. Schon nach wenigen Schritten war er außerhalb des Blickfelds der Shiín und zwischen den Bäumen verschwunden.
Sie schnaufte und setzte sich, leicht Kopf schüttelnd, wieder zurück auf den umgefallenen Baumstamm. Ihre Hand umschloss immer noch den Griff des Katanas und ihr Körper entspannte sich nur langsam und irgendwie widerwillig.
Dann ließ sie etwas abrupt den Kopf heben. Das Heulen eines Wolfes zerschnitt die Stille der Nacht. Gut, wieso sollte eine Shiín Angst vor einem Wolf haben. Die waren nicht selten in der Wildnis. Und doch trug dieses Geräusch eine Brise von Gefahr auf die Lichtung herüber. Ein unbestimmtes Gefühl drang auf sie ein. Langsam erhob sie sich wieder. Ihre Augen wanderten langsam und wachsam über den Waldrand.
Sie befürchtete, dass jedem Moment etwas zwischen den Bäumen hervor springen würde. Es war eine Vorahnung, die sie immer mehr einnahm. Sie versuchte sich auch gar nicht zu beruhigen, denn sie wusste, das würde nichts werden. Sie wusste, dass da irgendetwas auf sie zukommen würde, in den nächsten Augenblicken. Etwas, nicht jemand. Still stand sie da, hörte nur ihren eigenen Atem und wartete ab.

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Beitrag von Áluka » Mi, 05. Dez 2007 22:14

Und sie hatte Recht mit ihrer Vorahnung. Es kam etwas auf sie zu. Nachdem das tiefe Heulen verklungen war, setzte sich der massige Leib in Bewegung. Dabei setzte er sich wieder auf allen Vieren ab und sprang los. Mochte der Körper zuvor vielleicht viel zu abnormal wirken, als dass er sich schnell bewegen könnte, so musste man sich nun das Gegenteil ansehen. Die Bewegungen waren so fließend und fast schon lautlos, dass man sich fragte, ob nicht dämonische Kräfte selbst am Werk waren. Das dunkelbraune Fell mit dem silbrig grauen Schattierungen an Bauch und Brust, verschmolz beinahe in der Dunkelheit. Gelbe Augen loderten aber in der Schwärze wie hungrige Flammen.
Ja, die kleinen Flammen, wie zuvor in den Augen des Streuners, der bei der Shiín Wärme gesucht hatte.
Nun wäre niemand darauf gekommen, dass sich dieser im Körper dieser Bestie befand.

Bald schon erkannte der Jäger das Licht des Feuers zwischen den kahlen Ästen hindurchschimmern. Der sehnige, muskulöse Körper wurde langsamer und schlich sich an das Lager heran, noch beobachtete er die Silbrighaarige, wie sie aufmerksam die Umgebung taxierte, als ahne sie etwas von dem Jäger, der hier hockte und sich die Zähne bleckte. Er presste die Brust auf den schneebedeckten Boden, dabei spannten sich die Muskeln der Läufe, allzeit bereit für den enttarnenden Sprung. Aber sie war zu weit entfernt um sie aus dem Hinterhalt angreifen zu können und wahrscheinlich auch zu gut vorbereitet -irgendwo in den tiefen den zurückgedrängten Verstandes kam die Erinnerung an ein Schwert hoch. Er würde sich vollkommen entblößen und ihr gegenüber stehen.
Er saß noch einige Momente so da, dann drückte er die Pranken vom gefrorenen Boden ab und sprang - der Körper glitt aus dem Dickicht wie ein Schatten aus der Tiefe und landete nur wenige Meter vor der Shiín. Die Flammen des Lagerfeuers warfen zuckende Schatten auf den pelzigen Leib, der sich nun wieder aufrichtete und mit gierigen, wilden Blick die Shiín musterte.
Kräuselten sich die Lefzen mit den bewaffneten Zähnen etwas zu einem Grinsen? Nein, sicherlich war es nur Einbildung, die Sinne schienen täuschen zu wollen. Und doch strahlte die Bestie Überlegenheit und einen scharfen Verstand aus, auch wenn sie zum größten Teil von niederen Instinkten gesteuert wurde; Jagen, töten, fressen.
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Shah'Nathwyen
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Do, 06. Dez 2007 13:18

Das Gefühl in ihr wurde stärker. Die innere Warnung, sie solle verschwinden. Doch ihr Stolz war größer, dominanter. Nein, sie würde sicher nicht fliehen. Still stand sie da, bewegungslos und doch strahlte sie unglaubliche Selbstsicherheit aus. Dennoch hoffte sie ein wenig, dass sie sich täuschte, auch wenn sie ganz genau wusste, dass sie das nicht tat. Aber dann wenigstens, dass dieses Etwas noch einen anderen Weg wählen würde. Kurz huschte ihr Blick zum Feuer, nur eine Sekunde lang. Mist, sie hätte es ausmachen müssen. So zeigte sie, wo sie war. Auch wenn sie nicht wusste, wem sie es zeigen würde. Noch nicht.

Ein Rascheln. Ein Aufsetzen. Augenblicklich fingen die silbrigen Augen das ein, was auf die Lichtung gesprungen war. Ihr Herz machte einen Aussetzer. Sie bemühte sich, sich ihr Entsetzen nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Was da vor ihr stand... diese Kreatur.. dieses Wesen. Ihre Augen hatten sich geweitet. In Sekunden war die Gestalt gemustert, in dem Versuch einzuschätzen, wie die Chancen für sie standen. Dieses Wesen war groß, imposant, normalerweise auch furchteinflößend. Doch Shah'Nathwyen kannte solch ein Gefühl normalerweise nicht, deshalb wusste sie es im Moment auch nicht richtig einzuordnen. Shah'Nathwyen - furchtlose Rächerin. Genau das bedeutete ihr Name. Sie kannte keine Furcht, wollte auch nicht wahrhaben, dass dies im Moment der Fall sein könnte.

Sie sah in loderne Augen, eine Bestie an, die sie in Stücke zerreißen würde. Ein Sirren zerschnitt die Luft, als sie ohne zu Zögern ihr zweites Katana zog. Die Klingen gaben ihr Mut. Mut und Kraft, Sicherheit in dieser einsamen Nacht, in der es auf dieser Lichtung nur sie und diese Kreatur gab. Sie hätte es auch Werwolf nennen können, denn sie wusste, dass es einer war, aber das Wort Kreatur fiel ihr einfach als Erstes ein.
Nach wenigen Azgenblicken stimmte es wirklich. Sie waren allein. Kurz zuvor war noch ein Schnauben und Wiehern aus der Richtung ihres Pferdes erklungen. Im Gegensatz zu seiner Herrin nahm das Tier ungeheuerliche Furcht und Panik ein. Es hatte in seiner Angst so viel Kraft entwickelt, dass es sich hatte losreißen können und in den Wald hinein preschte.

Shah'Nathwyen hatte jedoch keine Zeit an ihr Pferd zu denken. Ihre Gedanken fokusierten sich auf die Kreatur. Vom ersten Schock hatte sie sich erholt. Ihr Herz schlug wieder relativ normal, sie wurde ruhiger, auch wenn das Adrenalin nur so durch ihre Adern schoss.
Sie starrte das Wesen vor sich an, ihre ruhigen Hände verrieten nichts von Zweifel der Shiín. Sie ging nicht zu einem Angriff über. Sie stand da und wartete. Die Kreatur hätte mit einem Überraschungsangriff viel mehr Erfolg gehabt. Si aber war sie halbwegs vorbereitet, auch wenn sie sich gar nicht ausmalen wollte, zu was diese Bestie alles im Stande war. Doch es würde sich gleich zeigen, ob sie wollte oder nicht. Sie war bereit.

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Beitrag von Áluka » Do, 06. Dez 2007 20:57

[let's fetz xD Ich denke, die Beiträge werden sich jetzt drastisch kürzen, was in Anbetracht der Handlungsfreiheit aber durchaus verständlich ist, immerhin muss man sich ja bei jedem Angriff entscheiden können, ob getroffen wurde oder nicht ^^ Außerdem fällt der Part "Gedanken und Gefühle" bei meinem Char sowieso weg *lol*]

Die Bestie ließ sich nicht lange bitten, aber noch so lange, dass die Shiín ihr Schwert hatte ziehen können. Das Einzige, was ihm und seinem Abendmahl im Weg stand. So ein dämliches Stück Metall.
Ein weiterer mächtiger Satz und die Distanz hatte sich halbiert. Umso schneller legte die Bestie das letzte Stück zurück, aber anstatt den Zwiebeiner frontal anzuspringen -das wäre ziemlich töricht gewesen, denn dann hätte sie ihr Schwert nur heben müssen und es wäre mit dem Futter nichts geworden- bewegte er sich im letzten Moment nach rechts, sodass ihm die augenblicklich ungeschützte Seite offen blieb und er schlug mit einer krallenbewehrten Pranke nach ihr, darauf gezielt, sie auf Hüfthöhe zu treffen. Dabei ging der Körper wieder auf alle Viere -bzw. Dreien- nieder, um ihr weniger Angriffsfläche zu geben. Dort, wo die Bestie zuvor noch abgesprungen war, war die gefrorene Erde aufgerissen, der Krallen zu verdanken.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Mo, 10. Dez 2007 15:31

(hrhr^^ Ich hoffe, ist nicht soo schlimm, dass ich nicht so oft poste *g*)

Wirkte es gerade noch so, als wäre die Zeit für einige Sekunden stehen geblieben, ging auf einmal alles ganz schnell. Ohne Vorwarnung machte die Bestie vor ihr einen Sprung auf sie zu, und mit ihm machte auch ihr Herz einen gewaltigen Satz. Für die Distanz, für die die Shiín einige Schritte gebraucht hätte, musste der Werwolf nur einmal springen. Spätestens jetzt waren all ihre geschärften Sinne geweckt, all das Gespür, das ihr in ihrer jahrelangen Ausbildung geschult wurden.
Kaum setzten die riesigen Pfoten der Bestie vom Boden ab, riss sie ihr Katana hoch, um sich zu verteidigen. Allerdings änderte er in letzter Sekunde noch die Richtung, um sie an ungeschützter Stelle zu verletzen. Sie wusste, dass sie sich nicht verteidigen konnte, deshalb setzte sie darauf, wenigstens mit einem Sprung nach hinten auszuweichen. Das gelang jedoch nur teilweise. Die scharfen Krallen zerfetzten ihre Kleidung an der Hüfte und hinterließen eine Reihe Kratzer auf der Haut. Der Schnitt war durchs Zurückweichen glücklicherweise nicht sehr tief, was nicht hieß, dass es nicht schmerzhaft war.
Doch Shah'Nathwyen kümmerte sich nicht darum. Sie sprang sofort wieder nach vorne, mit den beiden erhobenen Katana. Ihr Ziel war das ihr am nächsten zugewandte Körperteil. Also wohl die Beine des Wesens, wenn man vom Kopf absah. Da sie jedoch zwei Schwerter führte, zielte sie nicht nur auf den einen Vorderlauf, sondern gleichzeitig auf die Schulter selben Beines.

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Beitrag von Áluka » Mo, 10. Dez 2007 21:57

[Nönö ^^ Wenn es dir recht ist, lassen wir den Kampf nicht allzu lange ausschweifen, ja? Meistens widerholt sich eh alles ein paar Mal *g*]

Mit einem kurzen befriedigenden Gefühl spürte er den Stoff unter seinen Krallen reißen, ebenfalls streifte er auch die zarte Haut der Shiín und hinterließ dort seine Spuren. Aber anstelle von dem Schlag zurückzuweichen, griff sie sofort an. Auf ihren Sprung nach vorne reagierte er nur zum kleinen Teil, wich also nicht komplett zurück, sondern versuchte nur Distanz zwischen sich und den Klingen zu schaffen. Es waren sogar zwei.
Die erste, die nur Sekunden schneller als die Zweite auf seine Vorderläufe zielte, wehrte er ab, indem er die Läufe zur rechten Zeit hob und gleichzeitig mit derselben Pranke versuchte den lästigigen Führungsarm wegzuschlagen. Das zweite Schwert konnte er weniger gut abwehren. Zwar schob er sich ein Stück beiseite, aber gänzlich war seine Schulter nicht außerhalb des Gefahrenbereiches. Er spürte, wie das Metall ihn zwischen Hals und Schultergelenk, also anfänglichen Nacken, traf und knurrte wütend auf. Auch dieser Schnitt war nicht besonders tief, aber schmerzhaft und es floss etwas mehr Blut als bei der Shiín, aber das kümmerte ihn weniger. Es würde nicht lange dauern und die Blutung wäre gestillt, die Wunde würde beginnen zu heilen.
Noch bevor seine Gegnerin es schaffte, das Schwert wieder an sich zu bringen um erneut einen Schlag auszuführen, spannte er erneut die Muskeln der Hinterläufe und stieß sich kraftvoll vom Boden ab; dieses Mal katapultierte er sich vollkommen auf die Shiín und sollte sie es nicht schaffen rechtzeitig auszuweichen, würde sie hoffnungslos unter der schieren Masse des Körpers zu Boden gerissen werden.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Di, 11. Dez 2007 21:08

[Jup, meine Meinung =)]

Ha, sie hatte getroffen. Ein kleiner Triumph in dem anfänglichen Kampf. Sie spürte, wie eine ihrer Klingen ins Fleisch des Werwolfes drang. Leider sah sie schon, wie sich die Muskeln unter der Haut der Bestie anspannten, bevor sie reagieren konnte. Sie hatte nicht einmal Gelegenheit, das Schwert gänzlich zurück zu ziehen, da sprang die Bestie auf.
Sie versuchte Schäden einzuschränken, indem sie sich seitlich wegdrehte, was sicher nur ein noch größerer Fehler war. Denn sie schaffte es nicht, Distanz zwischen sich und dem Werwolf zu bringen. Er erwischte sie vollkommen und riss sie seitlich von den Füßen. Mit solcher Wucht, dass der Aufprall nicht gerade sanft ausfiel. Sie japste auf und stöhnte vor Schmerzen, als ihre rechte Schulter, auf der sie aufgekommen war unter dem Gewicht des Werwolfes zu leiden hatte.
Ohne weiter nachzudenken, konnte sie noch die Schiebevorrichtung ihres versteckten Katars lösen. Die Klinge saute unter dem Stoff am Ärmel nach vorne. Gen den Werwolf gerichtet hoffte sie, irgendetwas Gutes zu treffen. Der Aufprall hatte ihr für einige Momente die Sicht verschwimmen lassen, dieser Angriff war reiner Instinkt aus der Not heraus.

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Beitrag von Áluka » Mi, 12. Dez 2007 19:18

Ihr zarter Körper wurde einfach von seiner Masse und Kraft von den Füßen gerissen und unsanft auf den Boden gedrückt. Und nicht nur das; Eine Pfote stellte sich auf ihre Schulter um diese dort unten zu behalten, wo sie sich gerade befand. Aus den bernsteinfarbenen leuchtete eine grausame Vorfreude und die pure Blutlust.
Und das unbändige Feuer.
Ob die Augen wirklich glühten oder ob es sich um eine optische Täuschung handelte, war schwer zu sagen, aber angesichts der triumphierenden Miene, die die Bestie trug, nicht auszuschließen. Diesmal war das Grinsen durchaus zu erkennen und das Maul öffnete sich schon, sodass einem noch eine Reihe glänzender Zähne entgegen blitzte.
Das Letzte, was die Shiín zu sehen bekam?
Doch dann - der Schmerz riss die Bestie wieder in die Realität und diese war gar nicht angenehm. Irgendetwas Glänzendes erschien und senkte sich in das Fleisch in der muskelösen Schulter. Sauber und fließend glitt die Spitze des... was auch immer, in sein Fleisch. Heulend riss er sich von der Klinge und somit der Shiín los und taumelte zurück. Ironischerweise war es sogar die gleiche Schulter, die er zuvor bei der Shiín verletzt hatte, als er sie umgerissen hatte.
Ein wütendes und zum Teil auch niedergeschlagenes Grollen drang aus seiner Kehle, während er aufrecht dastand und mit der gesunden Pfote auf die Wunde drückte. Blut sickerte in das dunkelbraune Fell und tropfte schon zu Boden, auf den weißen Schnee.
Das Nackenfell war gesträubt und immer noch angespannt beobachtete er, was die Shiín machte.
Anscheinend rang er mit sich selbst, ob es sich lohnte wieder anzugreifen und dabei noch mehr Wunden zu riskieren... andererseits war sie ebenfalls verletzt und seine Wunde heilte bedeutend schneller als die ihre... reglos verharrte er auf der Stelle, während der Schnee mit roten Tropfen getränkt wurde.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Do, 20. Dez 2007 11:39

Shah'Nathwyen atmete innerlich auf, als die gefährlich blitzenden Zähne mit einem Mal aus ihrer Sichtweiter verschwanden.
Sie spürte, wie die Klinge in das Fleisch des Werwolfes gedrungen war. Daraufhin taumelte die Bestie zurück. Der nachgelassene Druck auf ihr war belebend und motivierte sie wieder ein wenig.
Sie rappelte sich langsam auf, Schweiß glänzte auf ihrer Stirn. Und Wut in ihrem Blick. Gut, dass sie mit links ebenso eine gute Kämpferin war, denn diesen Arm musste sie nun nutzen.
Ihre rechte Schulter hing ungesund aussehend herunter und war kaum mehr geeignet zum Kämpfen. Der Schmerz ließ die Shiín die Zähne aufeinander beißen.
Anders als der Werwolf blieb sie jedoch nicht abwartend stehen. Die Kampflust war in ihr geweckt. So einfach würde er ihr nun nicht entkommen.
Von einer auf die andere Sekunde, ohne wirklich Vorwarnung, riss sie ihr Katana in die Luft und rannte mit einem Kampfschrei auf ihren Gegener zu, um ihm weitere Wunden zuzufügen.
Zuletzt geändert von Shah'Nathwyen am Fr, 21. Dez 2007 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
[color=#400A52][size=92]Manchmal verlierst du, manchmal gewinne ich.[/size][/color]

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Beitrag von Áluka » Do, 20. Dez 2007 21:33

Wütend brüllte er auf, als er merkte, dass dieses 'Menschenweib' einen Angriff startete. Damit hatte er nicht gerechnet, vor allem da ihr Arm ebenfalls ziemlich ramponiert aussah. Die Ohren waren nun flach an den Kopf angelegt, während er zur Seite sprang um der verrückten Shiín mit dem merkwürdigen Schwert auszuweichen. Die Stelle, an der er soeben gestanden hatte, war durch die Bluttropfen im Schnee gut zu erkennen, aber die Wunde begann sich allmählich wieder zu schließen, jedenfalls blutete sie nicht mehr allzu stark.
Auf allen Vieren und mit geduckter Haltung machte er einen Bogen um die Shiín und suchte nach einer Schwachstelle, wobei die Niederlage seinen Kampfgeist geschwächt hatte; Im Gegensatz zu dem ihren, der nur wuchs. Trotz der blutrünstigen Natur dieser Bestie war sie doch offene Konfrontationen nicht gewohnt, da sie es bevorzugte aus dem Hinterhalt anzugreifen.
Die Furcht vor Menschen war nicht nur eine Eigenschaft des Menschen, der derzeit eingesperrt und wehrlos war, sondern auch der Bestie, die ihre Opfer immerzu so wählte, dass sie meist noch nicht verstanden, was geschehen war, bevor sie schon das Leben aushauchten.
Man konnte schlicht sagen: Dieser muskulöse und durchaus große Werwolf war überfordert.
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Beitrag von Shah'Nathwyen » Fr, 21. Dez 2007 17:39

Die Schreie der beiden vermischten sich. Beide waren sie wütend. Jeder auf seine Weise. Shah'Nathwyen registrierte mit Genugtuung, dass er ihr auswich und nicht selbst einen Gegenangriff startete. Das sprach für seine Unsicherheit. Sie glaubte nicht, dass dieses Wesen im Stande war, sich einen Plan zurecht zu legen, weshalb es deshalb vorerst zurück weichen könnte. Ihre Chance also.
Sie machte keine Pause, sie setzte nach, in der Linken das Schwert und am rechten Handgelenk stach immer noch eine Klinge hervor, die mit einem dünnen Film Blut überzogen war. Sein Blut.
Dennoch würde die Klinge wohl kaum Schaden anrichten, außer er sprang ihr willentlich entgegen. Denn ihr Arm fühlte sich mit jeder Minute und jedem weiteren Schritt schwerer an. Ein Zustand, der sie etwas ablenkte.

"Du elendes..", knurrte sie hervor, die ersten Worte seit Minuten. Und es waren nicht die Einzigen. "Stirb endlich!" Ein weiterer Sprung folgte in seine Richtung. Sie war in Fahrt, bereit für eine weitere Auseinandersetzung. Sie würde dieses Monstrum nicht überleben lassen. Nicht nur ihre Worte, sondern auch ihre Körper- und Kampfhaltung sprachen dafür.
[color=#400A52][size=92]Manchmal verlierst du, manchmal gewinne ich.[/size][/color]

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