Der Weg ist das Ziel...

Das südlich der Steppe und östlich der Wüste gelegene Gebiet, das von den Chimairen bewohnt wird. Es ist das von anderen Rassen am wenigsten erforschte Gebiet südlich der Mauern der Drachen.
Benutzeravatar
Thomas
Vampirjäger
Beiträge:52
Avatar:Diablo® III: Reaper of Souls™ - Templer
Alter:33
Rasse:menschlicher Vampir
Heimat:Lichtenstein
Waffen:Anderthalbhänder, Schild
Inventar:altes Schachspiel, ein kleines Messer, Trinkflasche und co für den täglichen Bedarf, einige alte Schriftrollen samt etlicher Kräuter und Salben
Re: Der Weg ist das Ziel...

Beitrag von Thomas » Mo, 22. Aug 2016 21:46

Es war tröstlich zu wissen das er es nicht gleich mit einer Hundertschaft oder gar mehreren tausenden von diesen vierbeinigen Wesen zu tun hatte. Wobei sie ja auch nicht weiter detaillierte wie groß dieses Wanderlager war, wobei er hierbei dann doch nicht von allzu vielen ausging. Da diese dann auch schwieriger zu ernähren sein dürften als kleinere Gruppen. So wie er das ganze bisher einschätzte handelte es sich bei diesen nomadisch lebenden Pferdemenschen wohl um familiäre Zusammenschlüsse die mehr oder weniger unter sich bleiben und dadurch eine in sich geschlossene und eingeschworene Gemeinschaft bildeten. Also quasi einen Clan oder traf hier erneut die Betitelung als Herde besser!? Jedenfalls wie groß diese war hing wohl auch damit zusammen wie gut die letzten Jahre zu ihnen gewesen waren und wie stark/weise ihr Anführer war der sie zusammen hielt. Soviel jedenfalls zur Theorie, die so gut wie sie schien jedoch auch noch immer nicht sagte wie viele es genau waren, schließlich konnte auch so ein Clan auch gewaltiger sein als so manches abgelegenes Dorf. Er würde sich daher wohl oder übel überraschen lassen müssen.

Was ihm jedoch positiv auffiel war ihre vorsorgliche und mitfühlende Art. Gut er hätte vielleicht auch etwas ähnliches getan/gesagt, wenn er gerade einen blick für das kleine Mädchen gehabt hätte, doch hatte er aus offensichtlichen Gründen gerade mehr mit sich selbst als mit der Sorge um andere zu tun. Dennoch ihren Witz bezüglich der Dichtheit seiner Rüstung verstand er und auch wenn seine Stimme einmal mehr etwas gequält klang so hatte sie dennoch einen humoristischen Unterton. »Nicht unbedingt... aber ich bin ein guter Schwimmer.« Wendig später traten sie dann auch schon in Sichtweite des Lagers und ebenso wenig später auch schon ihrem Vater gegenüber. Der von seiner Gestalt her schon einiges her machte, jedenfalls wenn man davon absah das auch er halb Mensch und halb Tier war. Angesprochen von selbigen unterdrückte er den drang sowohl seinen Schild als auch sein Schwert zuziehen und einen Satz nach hinten zu machen. Wäre dies doch alles andere als eine friedliche Geste gewesen. Welche somit seine nun kommende Aussage vollkommen entkräftet hätte: »Freunde...« nach einer kurzen Pause, wie um das erst einmal sacken zu lassen fügte er hinzu »... Thomas von Lichtenstein, ein reisender aus den Nordreichen um ganz genau zu sein... mein... Herr...« diese Anrede war im Grunde genauso gut oder schlecht wie jede andere...

Benutzeravatar
Kékulé
Kriegerin
Beiträge:31
Avatar:Iduna
Alter:22
Rasse:Kentauroi
Heimat:Khirundan
Waffen:Pfeil und Bogen
Inventar:Ein kleines Mädchen mit traurigen Augen

Re: Der Weg ist das Ziel...

Beitrag von Kékulé » So, 28. Aug 2016 19:55

Skeptisch zogen sich die buschigen Augenbrauen des erfahrenen Kentauroi zusammen. Für einen Augenblick schien es, als ob er über das Leben des Thomas von Lichtenstein urteilen wollte, doch bevor er sich getrieben von Unwissenheit für seinen Tod entschied, ging Kékulé dazwischen: „Vater, dieser Mensch rettete mir das Leben als ich es selbst nicht mehr vermochte.“. Sie drehte ihren massigen Pferdeleib etwas seitlich, sodass er freie Sicht auf ihren blutgetränkten Verband hatte. Die Augen des Clanführers waren unergründlich und so sprach sie einfach weiter: „Ich verbürge mich für ihn und auch für das Mädchen, welches wir mit uns nahmen. Wir werden ohnehin nicht lange bleiben, denn ich habe versprochen die Kleine in ihre Heimat zurück zu bringen. Außerdem muss ich dich noch um etwas anderes bitten. Es wäre mir lieb, wenn wir mein Anliegen unter vier Augen besprechen könnten.“. Nun nickte ihr Vater knapp und antwortete: „Einverstanden, doch die Menschen bleiben unter Beobachtung. Wie du weißt, liegt es nicht in unserer Natur Fremden zu trauen. Komm mit mir Tochter.“. Zwei Krieger gesellten sich zu Thomas und Mira, sie würden sich in ihrer Abwesenheit um die beiden kümmern und für ihre Sicherheit sorgen. Wer hier wen beschützte oder aber auch bewachte, spielte in diesem Augenblick keine tragende Rolle. „Tragt Sorge dafür, dass die Zwei etwas ordentliches zu Essen und einen trockenen Platz für die Nacht bekommen.“, fügte die Kentaura den Worten ihres Vaters hinzu, bevor sie ihm bereitwillig folgte. Sie verschwanden gemeinsam in der Dunkelheit des Unwetters, welches an Heftigkeit immer weiter zunahm. Zu gern hätte sich die Silberne zu den anderen gesellt und sich von ihren Strapazen erholt, doch für sie gab es dringende Dinge zu klären. In Gedanken legte sie sich bereits Wörter zurecht, sie musste ihren Vater einfach um jeden Preis überzeugen und dieses Gespräch würde kein einfaches werden. Sie musste sich ihr Versagen eingestehen und ihr Vater? Er würde gewiss maßlos enttäuscht von ihr sein. Als sie einige Entfernung zwischen sich und das Lager gebracht hatten, blieben sie stehen und die Worte, die sie wechselten, blieben den anderen Mitgliedern des Clans als auch ihren Gästen verborgen.

Die Nacht versank in Regen und Donner, kein einziger Stern war am Horizont zu erblicken. Kékulé war irgendwann in einen unruhigen Schlaf gefallen, in dem sie von seltsamen Träumen verfolgt wurde. Schweiß gebadet erwachte sie in den frühen Morgenstunden. Das Unwetter hatte sich verzogen und die ersten Sonnenstrahlen trockneten ihr dichtes, nasses Fell. Keuchend erhob sie sich, denn die Wunde in ihrer Flanke schmerzte immer noch sehr. Das Gespräch mit ihrem Vater am letzten Abend war, wie zuvor befürchtet, eher ernüchternd ausgegangen und nun lag es an ihr Thomas und Mira aufzusuchen. Die Zwei wurden in einem der wenigen Zelte untergebracht und so war es ein Leichtes die beiden zu finden.
„Guten Morgen, ihr Schlafnasen. Die Nacht ist vorüber und ich muss dringend mit euch sprechen.“, weckte sie ihre Gäste, gab ihnen jedoch noch ein paar Momente Zeit sich zu sammeln. Bei ihrem gemeinsamen Frühstück berichtete sie dann vom Ausgang ihres Gespräches: „Mein Vater wird nicht erlauben, dass uns weitere Krieger während unserer Reise Geleitschutz geben. Er selbst war auch nicht gerade erfreut darüber, dass ich selbst euch begleiten werde, doch er weiß auch meine Sturheit. Also bedeutet das wohl, dass nur wir drei uns auf den Weg in die wilden Lande machen werden. Ich würde vorschlagen, dass wir noch ein, zwei Tage bei meinem Clan verweilen, doch länger sollten wir die Abreise nicht hinaus zögern.“. Sie sah die beiden abwechselnd an. Dass ihr Vater damit gedroht hatte, sie zu verstoßen, wenn sie fort ging, verschwieg sie absichtlich. Wieso sollten andere ihre Lasten tragen? Es war allein ihre Entscheidung und die Meinung anderer spielte dabei keine große Rolle. Mira nickte letztendlich leicht, doch kein Wort kam über ihre Lippen. Was der Mann in Rüstung dazu sagen würde, war ohnehin viel entscheidender. Ob er sich sein Angebot noch einmal anders überlegen würde? Stand er zu dem Versprechen sie zu begleiten? Sie würde es gewiss gleich erfahren. „Nun Thomas, was hast du uns zu sagen? Wirst du uns trotzdem begleiten?“, fragte sie, als sie ihre Neugier nicht mehr zügeln konnte.

Benutzeravatar
Thomas
Vampirjäger
Beiträge:52
Avatar:Diablo® III: Reaper of Souls™ - Templer
Alter:33
Rasse:menschlicher Vampir
Heimat:Lichtenstein
Waffen:Anderthalbhänder, Schild
Inventar:altes Schachspiel, ein kleines Messer, Trinkflasche und co für den täglichen Bedarf, einige alte Schriftrollen samt etlicher Kräuter und Salben

Re: Der Weg ist das Ziel...

Beitrag von Thomas » So, 04. Sep 2016 21:55

Das ihr Vater ihm alles andere als wohlgesonnen gegenüberstand sah selbst ein blinder oder halt ein leidlich intelligenter Mensch. Beides war er jedoch nicht, nicht zuletzt aber auch deshalb weil er sich in Anbetracht der Gestalt ihrer Gastgeber oder vielmehr der Bewacher über seinen schlaf nicht allzu sicher fühlte schlief auch er recht unruhig. Also quasi immer mit einem geöffneten Auge und noch dazu in voller Montur im Schneidersitz und einer Hand an seinem im Boden steckenden Schwerte. Er fühlte sich dadurch mehr als einfach nur gerädert, von einer geruhsame Nacht konnte daher nicht die Rede gewesen sein. Zumal die kleine Albträume gehabt zu haben schien, wofür man ihr freilich nicht böse sein konnte, schließlich hatte sie mehr gesehen und erlebt als ein Kind ihres Alters dies sollte. So hatte er sie getröstet indem er ihr sacht über den Kopf streichelte um ihr somit ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Doch dieses Gefühl war mehr als einfach nur trügerisch, da er selbst doch derzeit die größte Gefahr für sie darstellte. Er war zwar momentan durchaus gesättigt und konnte daher das Monster das tief in seinem inneren schlummerte mehr oder weniger gut ihm Zaum halten. Aber als dieses kleine Geschöpf, dieses kleine Mädchen da so wehrlos vor ihm lag musste er sich doch gehörig zügeln um nicht über sie herzufallen. Ein abscheulicher Gedanke aber so sah es halt in seinem inneren aus, er war nicht mehr als ein dreckiges Monster das eigentlich getötet gehörte doch vorher musste er noch seine Rache üben. Rache üben für alle seine Freunde und die unzähligen unschuldigen damit er wenigstens ein klein wenig Gnade vor Recht erfuhr wenn er hinüber in die andere Welt ging...

Auf ihre Begrüßung lächelte er daher nur gequält, was sie so oder so ja dank seinen Helmes nicht sehen konnte. Als sie zum Frühstück zusammentrafen bei welchen sich Thomas nur etwas zusammenstellte oder vielmehr zusammenpackte um es zu essen wenn er alleine war. So füllte er sich jetzt nur etwas zu trinken in seine Trinkflasche um, damit er auch mit aufgesetzten Helm etwas zu sich genehmen konnte. Hierbei lauschte er ihren neuem Plan, sozusagen halt Version eins Punkt eins, ihre Frage oder vielmehr Nachfrage ob sein Angebot noch stand Empfand er jetzt zwar nicht gleich als Kränkung aber dennoch irgendwie als überflüssig. »Ich verstehe Eure Frage nicht, ich habe meine Meinung bereits kundgetan mein Schild und mein Schwert gehören Euch bis wir die Nordreiche erreichen und da Ihr Euch zum einen hier besser auskennt als ich und zum anderen das letzte mal als ich eine Führungspostion inne hatte alles schief ging ordne ich mich daher auch bis auf weiteres Euren Entscheidungen unter.« Was so selbstlos und auch etwas unterwürfig klang war nicht als pure Berechnung und schlussendlich auch Eigennutz. Alleine wurde er nicht sonderlich weit kommen und wenn dann womöglich mal wieder in die komplett Flasche Richtung. »Wenn Ihr mir aber die Frage gestattet wie geht es Eurer Verletzung? Ich hoffe mal ich habe mit meinen dilettantischen tun die Sache nicht schlimmer gemacht als sie war?« Er sagte dies zwar so unglaublich geringschätzig doch sein können war definitiv nicht das schlechteste doch da er sich nicht mit ihrer Anatomie aus kannte geschweige den wusste ob sie auf seine Kräutermischungen ebenso reagierten wie normale Menschen war er skeptisch ob seines Könnens...

Benutzeravatar
Kékulé
Kriegerin
Beiträge:31
Avatar:Iduna
Alter:22
Rasse:Kentauroi
Heimat:Khirundan
Waffen:Pfeil und Bogen
Inventar:Ein kleines Mädchen mit traurigen Augen

Re: Der Weg ist das Ziel...

Beitrag von Kékulé » Di, 20. Sep 2016 15:46

Dieser Thomas von Lichtenstein schien wahrlich ein Mann seiner Prinzipien zu sein. Doch ihr sollte es recht sein, sogar mehr als recht, wenn sie die Situation nochmals überdachte, in welche sie sich hineinmanövriert hatte. Sie nickte entschlossen und antworte feierlich: „So soll es sein. Ich werde mein Bestes geben, dass wir unsere Reise ohne größere Verluste überstehen.“. Dieser Kerl schien doch, trotz aller Vorkommnisse des gestrigen Tages, noch an ihre Fähigkeiten zu glauben. Wenigstens einer, dachte sie mit einem bitteren Beigeschmack. Danach fragte er nach ihrer Verletzung, welche sie selbst, aufgrund der vielen Impressionen, welche auf die einprasselten, schon wieder fast verdrängt hatte. Kékulé verzog die Mundwinkel zu einem bizarren Lächeln. „In zwei Tagen wird sie soweit verheilt sein, dass wir abreisen können. Es scheint mir, Ihr wisst nicht sonderbar viel über mein Volk, werter Thomas. Wir sind robust und unsere Wunden heilen schnell. Solange wir uns auf unseren Beinen halten können, sind wir gefährliche Gegner. Vielleicht müssen wir ein gemächlicheres Tempo anschlagen, doch ohne Pferde für euch Menschen, sollten wir sowieso nicht alle zu zügig vorankommen. Doch diese Tatsache können wir in diesem Augenblick nicht ändern. Vielleicht finden wir auf unserer Reise einen Händler, der uns ein paar Reittiere günstig abtritt, doch meine Hoffnung sind nicht all zu groß was das betrifft. Doch wenn ich mich noch etwas schone, so kann Mira schon bald wieder auf meinem Rücken reiten.“, sprach sie mit vollkommen ruhiger Stimme. Sie würden es irgendwie schaffen, das wurde ihr in diesem Augenblick bewusst. „Doch nun gilt es zu überlegen, was wir an Proviant und Ausrüstung mit nehmen sollten. Ich denke, ausreichend Wasser und getrocknetes Dörrfleisch sind eine gute Wahl für den Anfang. Dazu ein paar Decken, Feuersteine und natürlich muss ich noch neue Pfeile herstellen….“, begann sie die Aufzählung. „Wir brauchen auch ein Messer oder besser ein paar mehr.“, fügte Mira mit ihrer zarten Stimme hinzu. Kékulé lächelte beinahe fürsorglich und bestätigte: „Ja, Messer sollten wir auch mit nehmen. Vielleicht finden wir auch einen Krieger, der dich in dem Gebrauch von kleinen Klingen unterweisen kann. Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn du dich zumindest ein Stück weit selbst verteidigen könntest.“. Das Mädchen mit den großen, traurigen Augen nickte entschlossen. „Und was ist mit Euch Thomas? Gibt es noch etwas, das Euer Herz begehrt? Viele Mittel haben wir in unserem Lager zwar nicht, doch ich werde sehen, was wir für Euch tun können.“, fragte die Silberne und blickte den Mann, dessen Rüstung doch ziemlich mitgenommen aussah, durchdringend an.

Benutzeravatar
Thomas
Vampirjäger
Beiträge:52
Avatar:Diablo® III: Reaper of Souls™ - Templer
Alter:33
Rasse:menschlicher Vampir
Heimat:Lichtenstein
Waffen:Anderthalbhänder, Schild
Inventar:altes Schachspiel, ein kleines Messer, Trinkflasche und co für den täglichen Bedarf, einige alte Schriftrollen samt etlicher Kräuter und Salben

Re: Der Weg ist das Ziel...

Beitrag von Thomas » So, 25. Sep 2016 15:27

Ihre Überlegungen waren alles andere als schlecht und daher auch durchaus nachvollziehbar. Bis natürlich auf die Sache mit den... nunja Reittieren aber woher sollte sie dies auch wissen!? Weshalb er dies auch als erstes Ansprach: »Was die Reittiere angeht damit habe ich es persönlich gar nicht so eilig, denn ich habe es nicht so mit... ähm ich meine ich bin nicht gerade das was man einen geborenen Reiter nennt. Meine Qualitäten liegen da mehr woanders, im Zweifelsfall lasst auf Eurem weg einfach ein paar Markierungen zurück, ich hole Euch dann schon irgendwie ein!« Wahrlich das war gut gesagt ohne gleich lügen zu müssen oder gar unhöflich zu sein. Nicht das er sich in ihrer Anwesenheit gleich schlecht fühlte aber wohl war halt auch anders. Aber vielleicht würde es im laufe der Zeit ja eine entsprechende Besserung oder vielmehr Linderung dieses seines Leidens eintreten. Bestanden schließlich die meisten Therapien aus nichts anderen als reiner Annäherung um sich an etwas zu gewöhnen und hieß es nicht auch zurecht man gewöhnt sich an alles? Oder noch besser und vor allem allgemeiner "Was einen nicht umbringt macht einen nur stärker!"...

»Was den Kampf mit Dolchen oder Kurzschwertern angeht so kann ich Euch darin gerne unterweisen sofern Ihr das wünscht, meine Ausbildung im Orden war sehr breit gefächert. Was jedoch den Fernkampf mit selbigen, also das Messer werfen angeht da leider nur die reine Theorie der Fernkampf liegt mir einfach nicht.« Was ja wenn man seine Ausrüstung und somit auch seinen auftritt auf den ersten Blick einmal genauer betrachtete ja mehr als nur offensichtlich sein sollte. Er hatte da dann aber wirklich etwas das sein Herz oder vielmehr seine Umgebung begehrte, denn auch die kleine sagte zwar nichts was ungemein höflich war rümpfte aber dennoch ein wenig die Nase seitdem er hier war, der Grund hierfür war simpel. Er roch etwas und etwas war auch hier äußert freundlich ausgedrückt aber was erwartete man schließlich auch, waren die Reinigungsmöglichkeiten in der Wüste und vor allem als Gefangener doch recht selten und sein Kleidung auch alles andere als atmungsaktiv. »Ich würde gerne bevor wir aufbrechen ein Bad nehmen oder mich wenigstens gründlich säubern falls das möglich ist. Ich nehme doch zurecht an das Ihr Eure Lager nicht nur aufgrund strategischer sondern auch aus versorgungstechnischer Sicht aufschlagt, gibt es hier in der Nähe daher vielleicht einen Fluss oder eine andere Wasserquelle wo ich mich des Nachts säubern könnte?« Ein einfacher Wunsch von einem einfachen Mann, vor dem Lager oder vielmehr auf dem weg zu selbigen kündigte sich derweil jedoch schon ein anderes Problem an, denn die befreiten und teilweise noch immer bewaffneten ehemaligen Sklaven waren ihren Spuren gefolgt, wussten sie doch auch nicht wohin sie anders sollten. Weshalb sie sich auch ähnlich Thomas nach denen richteten die offensichtlich genau wussten wohin man in dieser Einöde wenden musste.

Das Problem war nun das gleiche wie immer wenn Angst und Verzweiflung nicht nur neues Futter bekamen, sondern auch noch bewaffnet waren, es ging niemals gut aus uns war daher auch keine sonderlich gute Kombination. Sie selber trafen bisher zwar nur auf einen Späher welchen sie mit ihrer Anzahl überwältigen konnten dabei aber auch verletzten. Dies war zwar nicht unbedingt beabsichtigt gewesen aber beide Seiten sahen sich eben als Bedrohung an, ihnen waren diese Pferdemenschen nämlich auch nicht so ganz geheuer. Zwar aus anderen Gründen wie Thomas aber es war nun einmal so, verurteile aufgrund des bloßen Aussehens gab es schließlich immer. Da seine Verletzung jedoch nicht sonderlich schwer war benutzen sie ihn wie konnte es anders sein als ein Nutztier. Um als solchen an einen Karren gespannt, den bisher knapp zwei dutzend entkräfteter Menschen ziehen mussten, ihre schwer verletzten zu transportieren. Hierbei sicherten ihn jedoch zusätzlich noch mehrere Leute mit Seilen links und rechts damit er wirklich nicht ausbüchsen konnte. Diese Gruppe bestand somit aus einem Kentauroi und etwa fünfzig Menschen, wobei hierbei die schwer verletzen von denen es einige bereits hinter sich hatten und andere es nicht mehr lange machen würden, schon mit eingerechnet waren. Sie bewegten sich immer weiter und mehr oder weniger unbewusst auf das Lager zu unbeobachtet wie sie glaubten und einmal mehr entschlossen alles mögliche zu tun um zu überleben...

Antworten