Ein neuer Anfang

"Die Stadt der Wasser" am Fuße der Ruwayd-Berge. Bekannt für ihren Wohlstand und der Akademie der Heiler.
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Gilldor
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Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Di, 14. Feb 2012 16:01

Seit dem Überfall der Räuber in den Wäldern von Sieryan waren zwei Wochen vergangen. Zwei Wochen in denen Gilldor planlos umher geritten war ohne zu wissen in welche Himmelsrichtung er sich bewegte. Sie waren aus dem Nichts gekommen und hatten die beiden im Schlaf überrascht. Fünf Shiín, bis an die Zähne bewaffnet. Obwohl er einer von ihnen gewesen war, hatten sie gnadenlos auf ihn eingeschlagen und ihn von Selicia weg gedrängt gehabt. Noch ehe er seine Waffen hatte ergreifen können, lag er schwer verletzt am Boden und spürte einen dumpfen Schlag, der ihn hatte bewusstlos werden lassen. Er wusste nicht zu sagen wie lange die Bewusstlosigkeit angehalten hatte, doch als er wieder zu sich kam, war von der Söldnerin und ihrem Pferd nichts zu sehen. Auch die Räuber waren verschwunden. Keuchend hatte er sich hoch gestemmt und seine Wunden notdürftig verbunden indem er die Hemden, die er zum Wechseln mitgenommen hatte, zerrissen und sich um die Brust gewickelt hatte. Dann war er los geritten. Der Hengst war den Männern wohl zu alt gewesen und hatten ihn zurück gelassen.

Den ganzen Tag und die Nacht hatte er nach der jungen Menschenfrau gesucht gehabt, hatte jeden Winkel im näheren und weiteren Umkreis um ihr Lager abgesucht gehabt. Aber sie war verschwunden geblieben. Einerseits hatte ihn der Gedanke beruhigt, dass er nicht ihre Leiche gefunden hatte, aber er hegte auch langsam Zweifel. Zweifel daran, ob sie ihn nicht nur ausgenutzt hatte und er sich blind auf sie eingelassen hatte. Innerhalb weniger Wochen hatte er zwei Frauen verloren, wobei er auch eine Lektion für sich daraus gezogen hatte: So schnell würde er keiner Frau mehr vertrauen, schon gar keiner menschlichen. Auch wenn er die Menschen nicht hasste, war ein nur schwer zu überwindbares Misstrauen gegen sie in ihm entstanden. Allerdings führte ihn sein Weg ausgerechnet zu dem Volk, das ihn so schmählich im Stich gelassen hatte.

Die kommenden Tage ritt er immer weiter nach Westen und er bog an den Bergen der Zuhandal-Kette leicht nach Süden ab, durchquerte die Steppen und war halbtot als er nahe der Stadtgrenzen Naradeshs ankam. Er hatte es dem beherzten Eingreifen eines einzigen Mannes zu verdanken, dass ihn die Bewohner der Stadt nicht noch den Rest gaben. Der Mann war ein Hüne und schaffte den bewusstlosen Shiín in seine Hütte. Damit zog er sich den Zorn der anderen Dorfbewohner zu, aber das schien ihm herzlich egal zu sein, denn er pflegte Gilldor gesund und gab ihm eine Anstellung bei sich in der Schmiede. Anders als all die anderen in der Stadt hegte er keinen Groll gegen das Volk aus den Hügelländern.

Gilldor war ihm zu tiefstem Dank verpflichtet, wusste es aber noch Tage nach seiner Rettung nicht in Worte zu fassen. Deswegen bot er sich an ihm in seiner Schmiede zu helfen. Der junge Shiín war froh endlich einmal wieder den Hammer in der Hand halten zu können und blühte nach Monaten wieder auf. All seinen erlittenen Schmerz und die Enttäuschung legte er in jeden einzelnen Schlag, den er gewissenhaft ausführte. Bald schon hatte es sich überall herum gesprochen, dass ein weit gereister Gast in Naradesh arbeitete und die Menschen kamen um ihn zu sehen. Das war dem jungen Mann mehr als unangenehm und er versuchte sich noch mehr als sonst auf seine Arbeit zu konzentrieren, wenn sich die Massen um die kleine Hütte in der die Schmiede untergebracht war, sammelten.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » Fr, 17. Feb 2012 17:07

*Basima war durch den langen beschwerlichen und nicht gerade ungefährlichen Weg durch die Wüste ausgelaugt und ihr Körper schrie regelrecht nach Erholung. Diese Stadt mit den Bewohnern Sie ging durch die Straßen und war überwältigt von dem Wasser und den Bauten. Sie musterte die Menschen und die anderen Besucher der Stadt und kam sich verloren vor.und Besuchern war ganz anders als Avrabeth und Basima blieb stehen um sich zurecht zu finden.
Hier und da sah man Bettler herum sitzen, dann hörte man die Stimmen der Händler durch die Straßen hallen die sich mit Kinderstimmen und Lachen vermengten. Das Rauschen des Wassers beruhigte Basima jedoch und sie atmete tief ein und aus, als es klirrte und ein Teil ihres Armreifes zu oben fiel. Basima fluchte und folgte den teilen die in 2 verschiedene Richtungen rollten und im Rinnsteig liegen blieben. Basima ging den Teilen nach, hob sie auf und betrachtete die Bruchstelle. Es schien als wäre das Material porös geworden durch den Sand und dem rauen Wetter. Genau wusste sie es nicht, sicher war sie musste die Armreifen reparieren lassen. Sie sah sich um während sie die Straße hinab ging. Sie hörte hier und da Gesprächsfetzen die von einem Gesellen bei einem Schmied der weitgereist war erzählten.
Basima musste nicht lange suchen denn die Menschenmasse um den Schmied herum zeigte ihr den Ort. Sie stellte sich auf die Zehen spitzen um etwas zu sehen. Vergeblich. Sie suchte nach einer Lücke in der Masse, fand eine und schob sich durch und gelangte sie relativ zügig und sah wie der Schmied einen Hammer in gleichmäßigen Schlägen auf ein Stück Eisen fallen lies. Das Geräusch lies Basima immer wieder zusammen zucken und sie wartete ab bis der Schmied den Hammer erneut zum Schwingen ausholte "Entschuldigen Sie, reparieren sie auch Goldarmreifen??" fragte sie und sah den Schmied fragend an während sie die Armreifteile in ihren Händen hielt. Mit ihrer Stoff Tunika die bis an ihre Sprunggelenken ging und ihr Gesicht bis auf die Augen verhüllte, musste sie einen seltsamen Eindruck machen*

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Fr, 17. Feb 2012 19:07

Durch den nicht abreißenden Strom an Schaulustigen hatte sich der junge Shiín in die hinterste Ecke der kleinen Schmiede verzogen und hämmerte dort schon den ganzen Tag auf einem kleinen Stück glühendem Eisen herum von dem er nicht wusste was es werden sollte. Aber allein die Arbeit mit dem Hammer tat ihm gut, da kam es nicht darauf an ob es einen höheren Sinn erfüllte oder nicht. Es lenkte ihn ab von seinen Gedanken, die doch immer wieder in eine Richtung glitten: Zwei Wochen zurück bis zu der Nacht als der Überfall statt gefunden hatte. Sein neuer Meister, der Mann, der ihm das Leben gerettet hatte, ließ ihn in Ruhe. Er war froh einen Gehilfen zu haben, der ihm beim Befeuern des Schmiedeofens und dem Tragen der schweren Kohlen half. Wie Gilldor mitbekommen hatte, nannten die anderen ihn Murat. Das war auch das ziemlich Einzige, was er hatte verstehen können. Der Dialekt der Menschen hier im Süden bereitete ihm Schwierigkeiten diese zu verstehen. Daher nickte er meist nur und versuchte zu lächeln. Mit dem Schmied verständigte er sich meist mit Händen und Füßen. Irgendwie verstanden sie sich, auch wenn nicht sofort auf Anhieb. Das hatte rasch das Eis zwischen den beiden so ungleichen Männern gebrochen und die gemeinsame Liebe zum Schmieden verband sie über die Grenzen ihrer Völker hinweg.

Als die junge Frau sich durch die Menge drängte, bekam der Shiín es nicht wirklich mit. Für sie war Basima ein Gesicht unter vielen und er konnte die Menschen nur schwer auseinander halten. Für ihn sahen sie alle irgendwie gleich aus, bleich und mit dunklen Haaren. Einige trugen Bärte, was sie optisch ein wenig von den anderen abhob. Doch vermutlich ging es ihnen andersherum ihnen mit seinem eigenen Volk nicht anders. Aber darüber machte er sich wenig Gedanken. Er war abgestumpft. Die Trauer um seine Verlobte war wieder allgegenwärtig und auch der Verlust der Söldnerin nagte an ihm. Erst als sein Meister vor ihn trat und ihn ansprach, wachte Gilldor aus seiner Starre auf und verengte leicht die Augen. "Du hast eine Kundin.", sagte er nur knapp und deutete auf die junge Frau, die ihren Reif hoch hielt. Er war allem Anschein nach gebrochen. Nicht wirklich eine Aufgabe für ihn, aber es bot eine Abwechslung. Der Shiín nickte nur und winkte Basima zu sich herein. Sie war bis zu den Augen verhüllt. Ein Anblick, den er schon oft bei den Frauen hier in der Stadt gesehen hatte und deren Sinn ihm nicht eingehen wollte. Man musste doch furchtbar schwitzen. Ihm selbst rann schon morgens kurz nach dem Sonnenaufgang der Schweiß herab. "Wie kann ich... helfen?", fragte er schließlich mit schleppender Stimme nachdem sie eingetreten war und er sie einer eingehenden, sehr misstrauischen Musterung ihrer Person.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » Fr, 17. Feb 2012 19:22

*Sie wurde von dem Schmied zu einem Shiin gebracht als der sie ansprach was er für sie tun konnte, fiel ihr der Blick auf und sie entschied ihren Stoff der über den Kopf lag abzuziehen. Hier drinnen war es sehr warm. Sie zog kurzer Hand den Stoff ihres Mantels vom Kopf und ihr komplettes Gesicht sowie ihre Haare kamen zum vorschein. "Ich brauche den Armreif repariert" sagte sie zögernd und deutete auf den Armreif und hielt sie zusammen " Wie viel würde das kosten?" fragte sie sofort und hielt den Blick vom dem 2. Schmied stand. Sie kramte ihr eines Goldstück hervor und ihr Messerchen und hielt es ihm hin. Als Zeichen das sie auch dafür bezahlen würde mit dem was sie hatte. "ich habe nicht mehr, aber der Reif ist mir sehr wichtig" erklärte sie und hoffte das er ihren Reif reparieren konnte. Sie sah den Shiin weiter an und musterte ihn eingehend. Sie kannte keinen aus diesem Volk und es auch auch ihre erste Begegnung dieser Art. Aber sie empfand das zusammen treffen als seltsam. Er war so misstrauisch ihr gegenüber. Kein Wunder bei so vielen Schaulustigen dachte sie bei sich und lächelte höflich zu dem Shiin hinüber und sah sich in der Schmiede um. Es war hier schmutzig und das Feuer das ihr brannte strahlte für Basima eine ungewohnte Wärme aus sie war feuchter als die Hitze in der Wüste die sie kannte. Sie zog nochmal mit ihrer linken Hand an ihrem Gewand und öffnete es ein Stück weit oben am Hals.

Sie sah dann anschließend zu dem Schmied herum und sah fragend zu ihm "Also was ist??" fragte sie "Können sie mir den Reif reparieren??" Sie wirkte zwar etwas ungeduldig aber sie mochte es nicht wenn sie auf eine Antwort warten musste und sah zu den Schaulustigen und schüttelte den Kopf murmelte leise Worte die für keine Ohren bestimmt waren und wandte sich wieder um.

Dann wartete sie darauf was wohl jetzt passieren würde. Und was der Schmied ihr sagen würde. Sie blieb unschlüssig stehen und wusste nicht wohin legte die 2 Teile ihres Reifes auf den Ambos und schob ihre Hände dann unter ihr weites Gewand zog fragen die Augenbraun hoch als der Shiin noch immer nicht antwortete "Verstehen sie mich??" fragte sie ihn und hoffte er würde jetzt bejahen oder verneinen irgend eine Reaktion sollte kommen. *

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Fr, 17. Feb 2012 21:26

Die Ungeduld der jungen Frau behagte ihm nicht und er schenkte ihr einen finsteren Blick. Das Fertigen und Reparieren von Schmuck gehörte nicht zu seinen Fertigkeiten als Schmied. Nur wie sollte er das verständlich herüber bringen? Er hob leicht eine Augenbraue als sie sich ihrer Verschleierung entledigte und ihm die Armreifen hinhielt. Nur wenig von dem was sie sagte verstand er, aber er konnte heraus hören, dass ihr viel an den Schmuckstücken lag und sie nur wenig Geld hatte um ihn für die geleistete Arbeit zu bezahlen. Sie hielt ihm ein Goldstück und einen alten, schartigen kleinen Dolch entgegen. Seine Augenbraue wanderte noch ein Stück höher und schüttelte den Kopf. Strähnen seinen weißen Haares fielen ihm in die Stirn bei dieser Bewegung und er strich sie sich hinter die spitzen Ohren. Seufzend nahm er die Reifen entgegen und musterte den Riss. Es war ein glatter Bruch ohne Kanten. Leicht wieder aneinander zu fügen, wenn man das nötige Geschick und das Feingefühl dazu hatte. "Ich werde es versuchen... kann nichts versprechen.", antwortete er und vermied es sie anzusehen. Die Blicke der umstehenden Menschen machten ihn nervös. Er versuchte zu lächeln und schüttelte dann den Kopf.

"Kein Geld. Behaltet es, aber zeigt mir... das Messer. Ich kann es sch... schärfen?" Gilldor wusste nicht ob er seine Idee richtig formuliert hatte und sah sie wieder an um ihre Reaktion zu erkennen. Für ihn war es noch immer nicht leicht den fremden Dialekt zu verstehen und zu sprechen. Selicias Aussprache war viel weicher und deutlicher gewesen, ähnelte mehr dem Dialekt der Menschen, die in den Wäldern von Sieryan lebten. Die Menschen hier im Süden sprachen viel kehligere und rauere Laute. Wieder lächelte er scheu um das Schweigen zu überbrücken und suchte nach einem kleineren Werkzeug für die Reifen. Er würde sehr vorsichtig sein müssen und einen Teil der Bruchstellen irgendwie schmelzen müssen, weil er kein Gold zur Verfügung hatte. Zumindest hatte er bis jetzt keines gesehen. "Murat, hast du Gold?", fragte er seinen Meister und als Antwort kam ein kleiner Klumpen in seine Richtung geflogen, den er gerade noch auffangen konnte.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » So, 19. Feb 2012 13:37

*Basima sah den Schmied fragend an und sah ihr Messer an "Das Ding?? na meinetwegen" sagte sie und hielt ihm ihr Messer hin "Ich weis nicht was ihnen das bringen soll." sie zuckte mit den Schultern. Als der Schmied der den Namen Murat trug einen Gold klumpen zu ihnen hinunter warf sah sie dem Gold klumpen hinterher. Sie verstand warum die Schaulustigen ihn interessant fanden. Er war scheinbar aus ein anderen Welt so wirkte es. Sie musterte ihn schweigend und wartete auf eine Reaktion von ihm und betrachtete den Ambos und ihr Blick wanderte zu seinen Händen in dem ihr Armreif ruhte.
"Danke!" sagte sie zu ihm und trat von einem Fuß auf den anderen. "Darf ich..solange ihr arbeitet mir die Stadt anschauen??" fragte sie " Oder mögt ihr es wenn der Kunde bei euch bleibt?" ergänzte sie weiter und sah sich die Arbeitsstätte vom Schmied an. Sie kannte sich kaum aus mit dem Schmiedehandwerk und kam sich ziemlich fehl am Platz vor. Sie sah nach draußen. Dort standen noch die Schaulustigen und begafften ihn weiterhin. Sie sah zu ihm und es schien als würde ihn die gesamte Situation unangenehm sein und sie lächelte in der Hoffnung das es irgendwas brachte.
Sie begann zu schwitzen und das Atmen viel ihr schwer, die Hitze die es hier drinnen gab machte ihr zu schaffen und sie hustete "Ich muss nach draußen" sie deutete nach draußen und sah dann zu dem Shiin.*

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » So, 19. Feb 2012 18:06

Gilldor nickte, als sie auf ihr Messer blickte und nahm es ihr ab. Er vermied es ihre Hand zu berühren. Man sollte ihm nicht nachsagen können, dass er junge Frauen belästigte oder gar unsittlich berührte. Außerdem hatte er keine Ambitionen sich noch einmal mit einer Menschenfrau einzulassen. Die Enttäuschung und Verbitterung saßen noch zu tief. Aber da war auch die Scham, dass er sich so hatte benutzen lassen. Leise, beinahe unhörbar für andere seufzte er und wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn. "Das Messer, die Klinge ist stumpf... ich mache sie scharf. Dann schneidet es wieder besser. Einverstanden?", erwiderte er auf ihre Frage hin, was es denn bringen würde. Innerlich schüttelte er nur den Kopf. In letzter Zeit stellte er seine Entscheidung seine Heimat verlassen zu haben arg in Frage. Der junge Mann hatte schreckliches Heimweh und ihm fehlte seine Zydiera mit jedem Tag mehr. Abermals wischte er sich über das Gesicht, doch dieses Mal war es nicht nur der Schweiß, den er sich wegwischte.

"Geht ruhig... in einer Stunde bin ich fertig.", sagte er und wandte den Blick rasch ab. Das Gesicht der Fremden erinnerte ihn zu sehr an seinen begangenen Fehler und das Stechen in seiner Brust wurde noch stärker, beinahe unerträglich. Es kostete ihn viel Mühe nicht alles in diesem Moment hinzuwerfen und einfach davon zu laufen. Aber er war ein Shiín und er war schon einmal geflohen, er konnte nicht schon wieder einfach alles wegwerfen und die Flucht ergreifen. Daher atmete er mehrmals tief ein und aus und machte sich daran das Gold einzuschmelzen um den Reif zu reparieren. Das Messer fing er an an dem großen Schleifstein, der in der Mitte der Schmiede stand zu schärfen. Die kleine Klinge war arg in Mitleidenschaft gezogen worden und hatte schon lange keinen Schliff mehr erhalten, daher forderte es seine gesamte Konzentration nicht noch mehr Scharten hinein zu arbeiten. Nebenher musste er immer wieder auf das Gold achten, dass es nicht zu flüssig wurde. Dieser Stress, mochte er auch kurzweilig sein, verscheuchte die finsteren Gedanken und gaben ihm das Gefühl zu leben. Er liebte das Schmieden, die Hitze des Feuers und das Gewicht des Hammers in seiner Hand. Das alles hier war seine Welt.

Mit neuem Mut und Freude an der Arbeit machte er sich daran die Armreifen so gut es ihm als Waffenschmied möglich war wieder zusammen zu fügen. All seine Konzentration, sein Feingefühl und eine ruhige Hand waren nun gefordert. Aber das Meisterstück gelang ihm und er konnte sich schon bald wieder der schwierigeren Aufgabe, dem Schärfen des Messers zuwenden. Die Menschen, die noch immer um die kleine Schmiede herum standen, versuchte er zu negieren. Ihre Blicke machten ihn nervös, aber auch wütend. Er war kein exotisches Tier, das man in einem Käfig begaffen konnte, sondern ein Mann, den das Schicksal so weit von seiner Heimat hatte stranden lassen.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » So, 19. Feb 2012 18:41

*Basima nickte und hustete erneut. "Ja ist gut" antwortete sie ihm auf sein einverstanden. Als der Schmied ihr eine Zeit nannte nahm sie sich vor zu diesem Zeitpunkt wieder bei ihm zu sein und verlies die Schmiede. Sie schob sich durch die Menge und war bald hinter der Masse und atmete die nicht mehr ganz so stickige Luft ein. Nach paar Atmenzüge sah sie sich um, während sie ihr Tuch um den Kopf fester zog. Sie war unschlüssig wohin sie zuerst gehen sollte, die Straßen sahen alle gleich aus und die Häuser auch. Sie konnte nicht sagen wo es zum Markt oder wo es zum Stadtausgang ging.

Sie entschied sich in der nähe zu bleiben und entdeckte einen Wasserlauf der verlockend in der Sonne glitzerte. Sie ging dort hin und tauchte ihre Hände ein und erfrischte ihr Gesicht damit. Das Wasser tat auf der Haut gut und sie seufzte erleichtert. Sie sah sich nach der Erfrischung nochmals um. Die Masse der Schaulustigen war enorm, wurde aber nicht größer laut ihrer Sicht. Sie fragte sich wie er dies nur aushalten könne und nahm sich vor ihn das bei einer Gelegenheit zu fragen. Sie setzte sich in der Nähe des Wasserlaufs in den Schatten eines Hauses, hinter dem sich die Sonne verbarg und so ein wenig Schatten spendete. Basima dachte über den Schmied nach der ihre Armreifen reparierte. Wieso war er hier? fragte sie sich, doch diese Antwort würde sie wohl nicht so schnell bekommen. Es wäre zu dreist dies zu fragen dachte sie bei sich und musterte die Besucher dieser Stadt lange Zeit. Die Stadt war gänzlich anders als Avrabeth und auch die Kleidung, die Bauten und die Wesenszüge der Menschen hier schienen hier für Basima ganz anders zu sein.

Sie begann darüber nachzudenken was sie in Zukunft wohl tun könne um Gold zu bekommen. Vielleicht sucht der Schmied noch jemand für den Haushalt dachte sie bei sich. Verwarf schnell diese Gedanken wieder und beschloss Augen und Ohren offen zu halten.

Nach dem sie dort einige Zeit gesessen hatte, erhob sie sich und ging langsam zu dem Schmied zurück. Die Schaulustigen waren noch immer dort. Sie seufzte und schüttelte den Kopf. "Soo interessant ist er doch nicht das man stundenlang ihn angaffen muss wie ein Tier" sagte sie laut und schob sich wieder durch die Masse und blieb am Eingang stehen*

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » So, 19. Feb 2012 22:57

Gilldor sah der jungen Frau noch nach wie sie die Schmiede verließ und knurrte leise als er den gaffenden Blicken der schaulustigen Menschen begegnete. Viele von ihnen fühlten sich dazu animiert ihm zuzuwinken oder ihm Unverständliches zuzurufen. Der junge Shiín senkte rasch wieder den Kopf und arbeitet weiter. Er machte sich daran die Kanten an der neuen Naht der Reifen abzuschleifen, damit sich Basima nicht daran schneiden konnte, wenn sie sich diese wieder überstreifte. Vorsichtig und behutsam bewegte er die zierlichen Schmuckstücke über den Schleifstein bis man nicht mehr sah, dass sie je gebrochen waren. Nachdem er mit seinem Werk zufrieden war, legte er sie beiseite und widmete sich ein letztes Mal dem Messer um ihm den finalen Schliff zu geben.

Nach getaner Arbeit wandte er sich wieder dem kleinen Stück Eisen zu, das er von Neuem schmelzen musste um es in der gleichen stumpfsinnigen Art und Weise wie zuvor zu bearbeiten. Dabei musste er immer wieder nervös blinzeln, weil er jeden einzelnen Blick auf sich ruhen spürte und es ihn von seinem Tun ablenkte. Er fragte sich was daran so Besonders war, wenn ein Mann am Amboss stand und den Hammer schwang? Der einzige Unterschied zu seinem Meister bestand in der Farbe seiner Haut. Ansonsten sah sich der Shiín als ein ganz normaler Bürger einer für ihn fremden Stand in einem fremden Land weitab seiner Heimat.

Das beständige Geräusch seines Hammers, wenn Eisen auf Eisen traf, wurde nach einer Weile durch eine weibliche Stimme gestört, die laut die Frage äußerte, die er sich nicht gewagt hatte zu stellen. Gilldor hob den Kopf und sah die Verwirrung, aber auch das Unverständnis in den Augen vieler Menschen, die sich persönlich angegriffen fühlten. Erst nach einigen Minuten wurde ihm klar, dass es seine Kundin gewesen war, die unter den Zuschauern für fragende Blicke, aber auch Scham gesorgt hatte. Innerlich gestand sich der junge Mann ein, dass er ihr zu Dank verpflichtet war, der über die kostenlose Reparatur ihrer Schmuckstücke und dem Schärfen des Messers hinaus ging. "Danke.", sagte er knapp als sie wieder in die Schmiede trat und stellte mit Erleichterung fest, dass nun auch die letzten Gaffer endlich gingen. "Eure Aufträge sind fertig. Ich hoffe es ist zu Eurer... Zufriedenheit." Er nahm die Reifen und das Messer, das er in Leder gehüllt hatte um die Klinge zu verbergen und dass sich niemand daran schnitt. Abwartend sah er sie an.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » Do, 23. Feb 2012 12:11

*Basima spürte die vielen unverständlichen und auch missbilligenden Blicke der Gaffer und schluckte. Hab ich jetzt etwa eine Frage gestellt die nicht gestellt werden durfe? fragte sie sich und sah etwas unsicher drein. Die Passanten die stetig schauten verliesen die Schmiede und Basima sah ihnen kurz hinterher. Doch als sie zu ihrem Schmied getreten war und das Danke von ihm hörte war ihr klar war sie da getan hatte und lächelte "Nicht der rede wert..Herr..Schmied" sagte sie zu ihm als sie die fertig gestellten Arbeiten sah breitete sich ein erleichertes lächeln auf ihrem Gesicht aus. "Danke das ist..ja..Wahnsinn" sagte sie und nahm ihren Schmuck und betrachtete ihn ausgiebig. "Das haben sie toll hinbekommen" sagte sie nochmal.

Dann entdeckte sie das Messer was in Leder eingepackt war. Nahm es, wickelte aus und hielt es hoch um es zu betrachten, Staunen breitete sich aus.."Das..ist mein Messer?? Das.ich...ähh " sie stotterte sie konnte vorerst nicht die Worte finden die ihre Dankbarkeit ausdrückte und sie grinste den Shiin dankend an "Danke das ist ja. Es schaut aus wie neu. Wie haben sie das gemacht?" fragte sie ihn neugierig und drehte das Messer hin und her. wickelte es wieder in das Leder und nickte mehrfach "Sie haben das richtig gut gemacht. Ich ..was wollen sie dafür?" fragte sie "Ich kann sie doch nicht so..ohne Bezahlung stehen lassen" sagte sie und sah ihn weiterhin an. Sie zog ihren Armreife wieder an ihre Arme und steckte das Messer ein.
Sie wartete darauf was der Shiin nun zu ihr sagen würde. Sie kannte es nicht das jemand ohne Bezahlung so gute Arbeit leistete. Es war für sie unverständlich. Daher wartete sie auf eine Erklärung oder eine Antwort die für sie plausibel war. Da kam ihr eine Ideee "Wissen sie wo man hier übernachten kann? Vollem für wenig Gold?" fragte sie ihn prompt "Tut mir leid für diese Frage, nur ich weis nicht wo ich heute nacht schlafen soll. Diese Stadt ist mir vollkommen fremd" erklärte sie die letzte Frage.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Do, 23. Feb 2012 13:00

"Gilldor. Mein Name ist Gilldor.", antwortete er ihr und lächelte sie freundlich an. Er war ihr ehrlich dankbar dafür, dass sie die Schaulustigen darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es hier nichts zu sehen gab außer einem Shiín, der seinem Handwerk nachging. Auch wenn er nicht alles verstand, was sie sagte, entnahm er ihrer Reaktion durchaus, dass sie mehr als zufrieden war mit seiner Arbeit. Das tat seinem Ego mehr als gut und half ihm das Vergangene zumindest im Ansatz zu vergessen. Das Schmieden gab ihm ein Stück Normalität zurück, die er schon so lange nicht mehr hatte erleben dürfen. "Danke. Es ist... mein Job. Ich habe nur getan worum Ihr mich gebeten habt.", fügte er an und legte den Hammer beiseite um hinter dem Amboss hervor zu kommen. Nun wurde seine ganze Größe erkennbar. Er überragte seinen Meister um einen ganzen Kopf und musste sich stellenweise ducken um nicht gegen die von der Decke hängenden Werkzeuge zu stoßen.

"Das ist Euer Messer. Ich habe es nur... geschärft. Die Klinge war stumpf und rostig. Ihr müsst es besser pflegen." Er deutete auf die Schneide und dann auf den Schleifstein um seine Worte zu unterstreichen. Dem Shiín ging die menschliche Sprache nur schwer über die Lippen und er sprach mit einem schweren Akzent. Daher hatte er es sich angewohnt seine Hände und wenn es sein musste auch seine Füße miteinzubauen, wenn er sprach. Für Außenstehende musste es lustig anmuten, aber das interessierte ihn wenig. Hauptsache er konnte sich irgendwie verständlich machen. Als sie ihn abermals fragte was er denn als Bezahlung verlangte, schüttelte er den Kopf. Strähnen seines langen weißen Haares fielen ihm dabei ins Gesicht, die er unwirsch hinter seine spitzen Ohren schob. "Ich nehme kein Geld. Nicht dafür.", entgegnete er und fügte hinzu: "Eure Freundlichkeit ist mir Lohn genug. Ihr habt mir schon geholfen indem Ihr die Schaulustigen vertrieben habt."

Auf ihre Frage hin wo sie für wenig oder kein Geld würde schlafen können, zuckte er mit den Schultern. Er selbst hatte bei Murat, dem Schmied ein Obdach gefunden. Aber die Hütte war für einen schon zu klein, zwei fanden gerade einmal so Platz darin. Außerdem konnte er nicht ohne die Zustimmung seines Meisters über dessen Eigentum entscheiden. Doch da kam ihm eine Idee. Es mochte nicht die beste Lösung sein, aber etwas anderes fiel ihm auf die Schnelle nicht ein. Deswegen äußerte er seinen Gedanken laut:"Es tut mir Leid, dass Ihr keine Unterkunft habt, aber ich bin so wie Ihr noch nicht lange in der Stadt. In der Scheune nebenan könnt Ihr die kommende Nacht verbringen, wenn mein Meister es erlaubt. Fragt ihn. Es ist sein Haus und sein Grundstück auf dem sie steht."

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » Do, 23. Feb 2012 13:22

*Basima musterte seine volle Körpergröße und war beeindruckt. So große Leute hatte sie selten gesehen. Sie sah fort als ihr auffiel das sie ihn so penetrant musterte. "Verzeihung das ich euch...dich.. so angestarrt habe. Ihr seit nur sehr groß " murmelte sie und deutete mit ihrer Hand die Körpergröße an. Als Gilldor ihr den Schleifstein zeigte, nickte verstehend als er ihr nahe legen wollte das sie ihr Messer wesentlich besser pflegen sollte. "ich werde daran denken" sagte sie und lächelte über seinen Versuch ihr die Pflege eines Messer nahe zulegen. Sie verstand ihn durch den schweren Akzent schlecht aber die wichtigen Worte und der Inhalt wurden ihr doch deutlich gemacht.

Sie sah ihn an "Ich bin Basima freut mich euch kennenzulernen" als er ihr die Idee preis gab die er hatte wiegte sie ihren Kopf hin und her und dachte über die Idee nach und nickte darauf hin "Wo finde ich euren Meister?" sie sah sich um und als er hier nicht zu sehen war, jedenfalls nicht auf die schnelle sah sie zu Gilldor. "Ich würde ihn gerne Fragen ob er seine Erlaubnis gibt das ich dort schlafen darf bevor die Nacht herreinbricht" erklärte sie und zupfte ihr Tuch das noch auf ihrem Kopf war hinab. Ihr wurde es hier drinnen erneut warm. Basima ging einige Schritte auf der Stelle. Sie war es nicht gewohnt so lange ruhig zu stehen. Sie war sonst immer auf Achse und nur ruhig wenn sie schlief. "Wohnen in der Scheune noch Tiere?" fragte sie Gilldor und kam sich in dem Moment etwas doof vor. "Ich habe keine Angst vor Tieren. Nicht das du das jetzt denkst" erklärte sie*

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Do, 23. Feb 2012 14:11

Der junge Shiín war groß und kräftig gebaut. Aber er hatte sich nie Gedanken darüber gemacht wie sein Äußeres auf andere wirken mochte. Dazu war er zu scheu, wenn es um Frauen ging. In seinem ganzen Leben hatte er gerade einmal zwei Frauen gehabt, die er geliebt hatte und mit denen er intim geworden war. Wobei eine der beiden seine große, seine einzig wahre Liebe gewesen war, deren Tod ihn noch immer sehr schmerzte. Er glaubte nicht daran sich je wieder irgendeine Frau, egal welchen Volkes, so lieben zu können wie er seine Ziedyra geliebt hatte. Sie hatte sein Kind unter ihrem Herzen getragen gehabt und es war mit ihr zusammen gestorben. Jede Nacht durchlebte er aufs Neue wie sie in seinen Armen starb und jedes Mal erwachte er schweiß gebadet. Hinzu kam, dass seit dem Überfall der Räuber seine Narben verstärkt schmerzen und ihn in seinen Bewegungen arg einschränkten. Aber er ließ sich seine Schmerzen nach außen hin nicht anmerken. Er war ein Krieger und ein Shiín. Zwei Dinge, die es ihm verboten Schwäche zu zeigen.

Mit einem leichten Kopfschütteln fand er ins Hier und Jetzt zurück. Es brachte nichts dem nachzuhängen was vergangen war. "Schon gut. Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich ein Shiín hierher verirrt.", erwiderte er mit einem Lächeln. Er mochte genauso fremdartig auf die hiesigen Bewohner wirken wie sie auf ihn. Selicia hatte so ganz anders ausgesehen als die Menschen hier. Dieses Volk war in seiner Erscheinung so vielfältig, dass man nur schwer glauben konnte, dass sie alle irgendwie miteinander verwandt waren. Auf seinen Reisen hatte er alle möglichen Haar- und Augenfarben gesehen und war jedes Mal aufs Neue fasziniert von der Vielfalt.

Leise musste er lachen als Basima, wie sie sich ihm vorstellte nach seinem Meister fragte und er deutete auf Murat, der dabei war aufzuräumen in der kleinen Schmiede. Sorgsam ordnete er die Werkzeuge ehe er sie an die Haken an der Wand hängte und wischte die Oberflächen mit einem zerrissenen, vor Dreck starrenden Lappen ab. "Ihm gehört die Schmiede und auch die Scheune. Fragt ihn, Basima.", sagte er und machte sich ebenfalls daran für Ordnung zu sorgen. "Keine Sorge. In der Scheune sind keine Tiere. Sie ist mehr ein... Lager." Er hängt seinen Hammer an den Haken, der aus dem Balken über seinem Arbeitsbereich ragte.

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Basima Anadil » Do, 23. Feb 2012 19:48

*Basima nickte und wandte sich zum Schmiedemeister herum, ging einige Schritte und blieb in einem respektvollen Abstand stehen "Mein Herr, ich wollte fragen ob ich in eurer Scheune für 1 Nacht nächtigen darf, da ich kein Gold für ein Wirtshaus oder ähnliches besitze. Ich kann Ihnen auch nur als Bezahlung meine Hände anbieten, das ich für sie ihr Haushalt führe und ..:" sie kramte ein Goldstück hervor. "Das hier" sie sah ihn bittend an. Ihr Blick wandte sich zum Shiin ehe er wieder zu dem Schmiedemeister wanderte.
Er wirkte auf sie einschüchternd, groß und respekteinflössend. So das sie sich wie ein kleines Kind fühlte in seiner Gegenwart.

Basima wartete gespannt auf die Antwort des Schmiedes und biss sich auf die Unterlippe. Dies zeugte von ihrer Nervosität. Sie hoffte das sie dort schlafen durfte. Es war zwar kein Luxus und es würde nicht sonderlich warm sein. Aber es war ein Dach über dem Kopf. Und das war das wichtigste für sie. Für diesen Moment.
Sie lächelte den Schmied aufrichtig an während sie anfing ihren Gedanken nachzuhängen. Sie dachte daran wie sie hier an Gold und eine Unterkunft kommen konnte ohne das sie dem Schmied jeden Tag auf der Tasche lag. Sie musste sich etwas einfallen lassen. Das war sicher.

Basima entschied das sie in den nächsten Tagen sich die Stadt näher anschauen wollte, vielleicht würde ja Gilldor mitgehen. Sie sah zu ihm und wandte sich dann wieder zu dem Schmiedemeister herum

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Re: Ein neuer Anfang

Beitrag von Gilldor » Do, 23. Feb 2012 22:37

Murat, der Meister der Schmiede hatte mit einem Ohr schon mitgehört und wandte sich lächelnd zu Basima um. Er hatte ein gutes Herz, auch wenn er nach außen hin rau und unnahbar wirkte. Aus diesem Grund hatte er sich des Shiíns angenommen und ihn vor dem Mob bewahrt, der ihn hatte totschlagen wollen. "Behaltet Euer Gold.", sagte er mit einer tiefen Stimme, die wie ein Grollen klang. "Ihr braucht nicht in der Scheune zu nächtigen. Das muss nicht einmal das Spitzohr, jedoch würde ich es gern sehen, wenn Ihr im Haus ein wenig mit anpackt. Durch meine tägliche Arbeit hier in der Schmiede komme ich zu nichts." Sein Lächeln war ehrlich, so wie auch sein Angebot. In seinen Augen konnte man erkennen, dass er kein schlechter Mensch war, es ihm aber zuweilen schwer fiel das zu zeigen.

Aus dem Hintergrund beobachtete Gilldor das Geschehen interessiert und lehnte gegen den Amboss. Er versuchte zu verstehen was gesprochen wurde und konnte heraushören, dass Murat ihn wieder einmal als Spitzohr titulierte. Ein Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen. So nannte er ihn schon seit ihrem ersten Tag, weil ihm das Wort Shiín schwer über die Lippen ging und ihn seine Ohren an die Elfen erinnerten. Bei dem Mann war es ihm bisher stets gut ergangen und er arbeitete redlich für seine Unterkunft, aber auch für seinen Teil des Essens. Für ihn war es selbstverständlich, dass er hier in der Schmiede aushalf und so seine Schuld abzahlte. Zwar versicherte ihm der Schmied immer wieder, dass er es aus reiner Nächstenliebe gehandelt hatte und weil es ihm ein Bedürfnis gewesen war ihm zu helfen. Daher konnte Murat die Bitte des Mädchens auch nicht ausschlagen.

"Sieht Ihr, Ihr braucht nicht in der Scheune zu schlafen. Ich vergaß zu erwähnen, das dort ein alter Gaul und eine Kuh stehen.", sagte er aus dem Hintergrund heraus mit einem gutmütigen Lachen. Er hatte geahnt, dass der Meister sie nicht würde auf der Straße schlafen lassen und ihr ein Obdach bei sich im Haus anbot. Aber es stand ihm als Gehilfen nicht zu darüber zu bestimmen und frei zu verfügen.

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