Seite 2 von 3

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 24. Feb 2012 14:36
von Basima Anadil
*Basima hörte dem Schmiedemeister zu und erhob anschließend ihre Stimme "Ich danke euch mein Herr. Und ich werde euer Haus ordentlich halten und dafür sorgen das ihr zufrieden seit mit meiner Arbeit. Danke sehr vielen Dank!" sagte sie und ihre Dankbarkeit war ehrlich. Das es hier ein wenig unordentlich und dreckig war, hatte Basima schon direkt an ihrer Ankunft gesehen, doch sie wollte dies dem Schmiedemeister nicht sagen.
Sie sah sich um "Ich werde dann anfangen wenn es euch angenehm ist" sagte sie zu dem Schmiedemeister "Ihr dürft mich Basima nennen" erklärte sie dem Schmiedemeister.

Als sie die Worte von Gilldor hörte das dort in der Scheune doch Tiere lebten, verzog sie missmutig das Gesicht und drehte sich zu dem Shiin herum. "Dann hast du nur die halbe Wahrheit erzählt, das schätze ich gar nicht. Aber du hast es immerhin doch noch preis gegeben und das rechne ich euch an. Und du wusstest das schon im Vorfeld? Wieso habt ihr mir das nicht gesagt?"fragte und erklärte sie dem Shiin und grinste. Das Lachen von Gilldor war ansteckend und hob diese angespannte Stimmung in der sich Basima befand auf.

Basima drehte sich dann zu ihrem neuen Arbeitsgeber."Ihr werdet zufrieden sein" sagte sie nochmals und zog ihre Oberkleidung nun gänzlich ab. Und ihre freizügige Kleidung, die Standard war in ihrer Heimat kam zum Vorschein. Bauchfrei, Arme und Schultern auch frei, dazu einen Rock der ihre Beinumrisse erahnen lies aber dennoch blickdicht war, weitgehend und ihre Füße die in Schuhen steckten die nur ein Hauch eines richtigen Lederschuhes waren. Kam zum Vorschein. "Zeigt ihr mir einen Zimmer oder Ort an dem ich schlafen und mich etwas zurückziehen kann?" fragte sie den Schmiedemeister*

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 24. Feb 2012 19:37
von Gilldor
Murat lachte gutmütig und deutete auf einen Besen in der Ecke der Schmiede, der schon vor langer, langer Zeit einen großen Teil seiner Borsten verloren hatte und nun aussah wie ein Kamm ohne Zinken. "Nun, wenn Ihr so versessen darauf seid mit anpacken zu wollen, dann nur zu. Die Asche auf dem Boden türmt sich schon und wir tragen sie mit den Stiefeln überall hin.", sagte er und sah Basima mit einem Zwinkern an. "Mein Gehilfe wird Euch zeigen wo die Spaten stehen damit ihr auf einen die Asche fegen könnt. Wenn Ihr fertig seid, wird er Euch Euer Nachtlager zeigen. Ich muss noch weg, ein paar Kunden besuchen. Ach ja, ich bin Murat und der da heißt Gilbert oder so ähnlich." Mit diesen Worten wandte er sich lachend um und verließ die kleine Werkstätte. Zurück blieben der Shiín und die junge Frau.

Gilldor lehnte noch immer mit dem Rücken gegen den Amboss und hatte die Arme vor der breiten Brust verschränkt. Der Blick seiner blauen Augen ruhte auf Basima, die sich ihrer Oberbekleidung entledigt hatte. Darunter war ein sehr dünnes und mit Stoff sparsam ausgestattetes Outfit zum Vorschein gekommen, dass durchaus seine Reize hatte. Allerdings war der junge Mann in seinem jetzigen Gemütszustand unempfindlich gegen derlei Dinge. Trauer, Enttäuschung und Verbitterung saßen zu tief als dass er sich so schnell ins nächste Abenteuer würde stürzen können. Jedoch war er Bekanntschaften und vielleicht daraus entstehenden Freundschaften nicht abgeneigt. Vor allem, wenn beide Seiten neu in der Stadt waren.

Als er ihrem missmutigem Gesichtsausdruck begegnete, hob der Schmied abwehrend die Hände. "Vielen Dank, dass Ihr Gnade walten lasst. Ich dachte Ihr meintet mit Tieren Schweine oder Hühner.", entgegnete er neckend und griff nach dem Besen, der nicht unweit von ihm stand. Er verengte leicht die Augen als er den kläglichen Zustand bemerkte und schüttelte den Kopf. "Im Haus ist ein anderer. Der wird noch kehren. Dieser hier hat ausgedient." Er stieß sich ab und deutete in Richtung Hof, der sich direkt an die Scheune anschloss und durch ein Tor im mannshohen Zaun zu erreichen war. "Wollen wir? Die Spaten sind hinten."

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 24. Feb 2012 19:52
von Basima Anadil
*Basima sah Murat hinterher der schon gegangen war ehe sie noch etwas zu sagen konnte. Sie zuckte mit den Schultern und drehte sich zu Gilldor herum. Sie spürte seinen Blick auf ihren Körper und grinste. Es war hier schon etwas ungewöhnlich so freizügige Kleidung zutragen. Sie würde sich bei Gelegenheit eine andere Kleidung kaufen müssen oder aber ihre Oberkleidung öfters tragen. Sie wollte keine Aufmerksamkeit erregen oder sonst etwas damit bezwecken. "Mir war nur warm" erklärte sie Gilldor ohne das er dazu aufgefordert hätte."Dann zeig mir mir wo der Spaten und der Besen steht" sagte sie grinsend und ging an Gilldor vorbei zu dem Tor und der Scheune auf die er gezeigt hatte. Sie hatte ihre Oberkleidung auf ihren linken Arm gelegt und innerlich hoffte sie das es im Haus und in der Scheune nicht auch so dreckig aussah.

Sie war zwar selbst nicht die ordentlichste aber sauber sollte es schon sein, für ihren Geschmack jedoch. Sie wollte ihre Aufgabe gutmachen. Denn wenn sie sich einen Fehler erlaubte dann wäre sie hier schneller draußen als sie denken konnte. So dachte sie jedenfalls. Und momentan war sie einfach auf freundliche Menschen und andere Rassen angewiesen. Sie kannte sich hier überhaupt nicht aus und fühlte sich alleine in dieser großen Stadt.

Basima sah zu Gilldor während sie weiter ging "Tiere sind für mich auch Esel, Pferde oder Kühe, Hühner, Ratten etc. alles Tiere die ich in meiner Schlafstätte nicht haben will. Aber dies hat sich ja erledigt dank euch Gilldor. Dank euch und eurem netten und hilfsbereiten Herrn werde ich ein Dach über dem Kopf haben. Hat der Schmied auch Frau und Kind?" fragte sie neugierig während sie ihren Kopf wieder nach vorne wandte und am Tor stehen blieb und etwas unschlüssig drein schaute. Sie wartete höflich bis Gilldor bei ihr war. Sie wollte nicht sofort selbstständig ins Haus marschieren. Das war in ihren Augen absolut unhöflich und respektlos gegenüber fremden Eigentum.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 24. Feb 2012 20:27
von Gilldor
Unwillkürlich schüttelte der junge Mann noch einmal den Kopf und hob seinen Blick so weit bis er dem ihren begegnete. Es kostete ihn Einiges an Willenskraft um ihr nicht ungeniert in ihren Ausschnitt zu starren. Auch er war gegenüber den Reizen der Frauen nicht vollends immun, auch wenn er sich innerlich von diesen erst einmal distanzieren wollte. Daher war er der jungen Frau schon ein wenig dankbar als sie sich abwandte um voran zu gehen. Gilldor folgte ihr und lauschte ihren Worten. "Ich habe nichts gesagt. Es ist nur... Eure Kleider sind sehr... gewagt. Dort wo ich herkomme, kleiden sich Frauen nicht so. Aber wie sagt man doch, andere Länder andere Sitten?", entgegnete er ihr im Gehen, holte rasch zu ihr auf und ging neben ihr her.

Er öffnete das Tor und bedeutete Basima voran zu gehen. "Wenn ich es recht verstanden habe, was das hier früher einmal ein Bauernhof und die Schmiede diente nur dem Hufschmied als Werkstatt. Der alte Besitzer war gezwungen gewesen zu verkaufen und niemand wollte das Grundstück haben. Murat, der damals hier als Schmied angestellt war, bot sich an den Hof zu übernehmen, wenn auch ohne die Tiere. Bis auf eine Kuh und den alten Gaul hat er alle verkauft.", erklärte er während sie hinter der Schmiede entlang liefen und auf einen Schuppen zuhielten, der sich an die große Scheune schmiegte. Alle Häuser waren bei genauerem Betrachten schon sehr alt und herunter gekommen. Der Putz blätterte von den Wänden und der Scheune fehlten einige Fenster.

Als sie die kleine Hütte erreichten, deren Türen weit offen standen, sah man, dass es auch in den Gebäuden ähnlich aussah wie in der Schmiede. Der Staub lag zentimeterhoch und die Werkzeuge lagen kreuz und quer am Boden verteilt. An den Wänden waren Nägel eingeschlagen worden, die wohl einst dazu gedacht waren, dass man Spaten und Co. dort anhing. Aber aus der Bequemlichkeit und Eile heraus hatte man alles dort abgelegt wo man gerade gestanden hatte. Leider musste sich auch Gilldor schuldig bekennen, dass er nie die Dinge dorthin zurück legte wo er sie hergeholt hatte. "Ich bekenne mich ja schuldig es Euch verheimlicht zu haben. Aber ich hätte Euch eh nicht in der Scheune schlafen lassen. Eher noch hätte ich mein Lager für Euch her gegeben. Ihr seid eine Frau und es schickt sich nicht Euch im Stroh nächtigen zu lassen.", meinte er als sie den kleinen Hof durchquert hatten und am Schuppen angelangt waren. "Ich glaube den Spaten vor ein paar Tagen noch an der Wand lehnen gesehen zu haben..." Er deutete in das Chaos aus herumliegenden Werkzeugen, Decken und einem umgekippten Schubkarren.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: So, 26. Feb 2012 12:24
von Basima Anadil
*Basima ging vorraus und lächelte dankend "Meine Kleidung...tut mir leid..ich..werde mich wieder verhüllen"sagte sie während sie kurz an sich herunter sah und dann entschied ihr Tuch wieder anzulegen. So legte sie ihr Tuch wieder um und verdeckte damit ihre nackten Hautstellen, nahm die Sicht auf ihre Kurven. "Ich hätte es wissen müssen. Mir tut es leid" sagte sie erneut und betrachtete die reparaturfälligen Wände des Hauses und der Scheune.

Basima ging langsam durch die offene Türe der Scheune und musste husten als sie Staub aufwirbelte. Sie hielt sich die Hand vor dem Mund und wartete bis der Staub sich wieder gelegt hatte. "Also hier..ist wirklich lange nicht mehr geputzt worden" sagte sie und schüttelte den Kopf so fassungslos war sie davon wie jemand es hier hatte so dreckig werden lassen.

Sie sah sich um und legte instinktiv einige Werkzeuge zusammen und entschied nach kurzen sortieren das es keinen Sinn machte so zu arbeiten und brach ab. "Das wird länger dauern!" sagte sie und drehte sich dann in die Richtung in die Gilldor zeigte. Sie ging dort hin und begann dort zu suchen. Sie hob die Schubkarre hoch und stellte sie an die Wand und entdeckte an einer Wand den Spaten stehen. "Dort ist er" sagte sie. Sie musste allerdings einige Kisten und Kästen aus dem Weg räumen, dabei wirbelte sie wieder staub auf und musste erneut husten. Sie dreckte sich fort um weiter zu husten. "Mann ist das staubig" murmelte sie leise und holte anschließend den Spaten. Dann sah sie zu Gilldor "Ich schlage vor ich fege Staub vorne in der Schmiede und mache dann hier hinten weiter" sagte sie und deutete um sich.
"Soo dann kanns losgehen würde ich sagen! Wo soll der Staub hin, habt ihr einen Misthaufen oder ähnliches??" sie sah fragend aus und ging dabei an Gilldor vorbei hinaus ins freie. "Ich hoffe es sieht nicht genauso im Haus aus" sagte sie und drehte sich zu Gilldor um "Was anders" sie brach kurz ab um eine künstliche Pause herzustellen "Danke, dass ihr euch so Sorgen um mich macht weil ich eine Frau bin" erklärte sie um ihm ihre Dankbarkeit zuzeigen.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: So, 26. Feb 2012 14:41
von Gilldor
Gilldor, der das Leben auf einem Hof durch seine Kindheit kannte, wusste wie schwer es war einen Hof dieser Größe in Stand zu halten. Da gingen Dinge wie Staub wischen und Fegen schon einmal gern unter. Vor allem, wenn man die meiste Zeit des Tages in der Schmiede arbeitete, geriet der Rest des Grundstücks in den Hintergrund. Am Abend nach getaner Arbeit hatte man weder die Energie noch die Lust großartig aufzuräumen. Einzig in der Schmiede selbst lag alles an seinem Platz, weil man tagtäglich mit den Werkzeugen arbeiten musste. Im Schuppen und der Scheune waren die Sachen untergebracht, die man seltener brauchte. So sah es dann auch dementsprechend aus.

"Meinetwegen müsst Ihr Euch nicht verhüllen. Nur würde ich Euch dazu raten zweckdienlichere Kleidung anzuziehen, wenn Ihr hier zu putzen beginnt. Ich kann Euch eines meiner Hemden geben, falls Ihr keine anderen Sachen besitzt als das was Ihr am Leibe tragt.", sagte er als sie sich wegen ihres Aussehens entschuldigte. Zwar besaß er auch nicht viel an Kleidung, aber ihm reichten ein Hemd und eine Hose. Abends wurden sie gewaschen und konnten über Nacht trocknen und wenn sie einmal Löcher hatten, flickte er diese. Der junge Shiín hatte gelernt mit wenig auszukommen und machte stets das Beste aus dem, was er besaß.

Entschuldigend zuckte er mit den Schultern, er selbst war erst sein ein paar Wochen in der Stadt und die ersten Tage hatte er mit dem Tod gerungen gehabt. Danach war er, so wie nun auch, beinahe nur am Amboss gewesen und hatte bisher nichts weiter getan als dem Schmied bei dessen Handwerk zu helfen. Da Murat allein stehend war, so weit es Gilldor mitbekommen hatte, gab es niemanden, der den Hof in Stand hielt und die Putzarbeiten übernahm. "Geht schon einmal vor in die Schmiede. Ich hole den Besen aus dem Haus.", sagte er und war schon im Gehen begriffen ehe ihm einfiel wohin sie den Staub tun konnte. Er ging an ihr vorbei in den Schuppen und kramte ein wenig herum bis er fand wonach er suchte. Einen einfachen Holzeimer. Diesen drückte er ihr in die Hand. "Leert ihn einfach irgendwo aus. Es ist ja nur Asche." Mit diesen Worten kam er aus dem Berg an Werkzeugen, Baumaterialien und anderen Dingen hervor geklettert um in Richtung Wohnhaus zu gehen und den Besen zu holen.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Di, 28. Feb 2012 18:41
von Basima Anadil
*Basima nickte "Ja ich werde dort warten" als er ihr Anbot ein Hemd von ihm zu bekommen wiegte sie das Angebot ab "Ich werde wohl euer Angebot annehmen müssen. Ich habe keine anderen Kleider das ist alles was ich habe" sagte sie während sie auf ihre Kleider deutete. "Ich werde mir dann bei gelegenheit neue Kleider zulegen damit ihr euer Hemd dann wieder selbst nutzen könnt" erklärte sie Gilldor mit einem verlegenen Lächeln. Dann wandte sie sich ab und ging zurück zur Schmiede.
"Nur Asche ist zwar aber diese fliegt auch herum" erklärte sie und wusste nicht ob er es hören würde. Sie zuckte mit den Schultern und wartete in der Schmiede auf Gilldor.

Sie sah sich in der Wartezeit um. Es war alles ordentlich an seinen Platz doch der Staub und die Asche lag überall. Sie würde ordentlich fegen müssen. Basima stellte den Spaten und den Eimer in einer Ecke ab dann ging sie zu einer Werkzeugwand und wischte dort mit der linken Hand über ein Hammer der an der Wand hing und als sie ihre Hand ansah war diese Schwarz. Sie sah sich nach einem Lappen um fand keinen und wischte dann ihre Hand an ihrem Rock ab. Sofort wurde dort ein schwarzer Fleck sichtbar. "Wow also hier darf ich ja putzen bis ich alt bin"sagte sie eher zu sich selbst. Murat der Schmiedemeister war noch nicht zurück und so sah sie sich weiter um in der Schmiede.

Dann begutachtete sie die Glut die scheinbar Tag und Nacht glimmte. Die Asche dort war einige Daumen dick und musste dringend raus gebracht werden. Sie sah sich darauf hin gleich nach einem Eiseneimer um oder etwas ähnliches wo sie die Kohle die glühte hinein tun könnte. Und fand etwas was aus sah wie ein Eisen eimer. Das es ein Helm war ignorierte sie gekonnt. "Das wird gehen" murmelte sie und sah zur Glut und nickte dann nach einiger Zeit der Überlegung

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Mi, 29. Feb 2012 12:51
von Gilldor
Gilldor ging eiligen Schrittes zu dem kleinen Wohnhaus, das an der Stirn des Hofes lag. Er wollte Basima nicht allzu lange warten lassen. Das gehörte sich einfach nicht und er wollte keinen falschen Eindruck bei der jungen Frau erwecken, wenn er sie schon darum bat zu putzen und sie dann ohne einen Besen stehen ließ. Daher beeilte er sich zu holen, was er versprochen hatte.

Kaum hatte er die Tür aufgestoßen, stand er in der kleinen Wohnküche und blickte sich fieberhaft nach dem Besen um, den er erst am Morgen benutzt hatte. Die Frage lautete nun wo er ihn nach dem Fegen hingestellt hatte. Grübelnd kratzte er sich am Hinterkopf und schritt den ganzen Raum einmal ab. Als er sich zu einer zweiten Runde umdrehen wollte, erspähte er den Besen in einer Ecke neben dem eisernen Ofen. Triumphierend nahm er ihn hoch und begab sich dann rasch in das kleine Zimmer, das er bewohnte und direkt an die Wohnküche angrenzte. Der Raum war so klein, dass man sich gerade so darin drehen konnte. Es stand bis auf ein schmales Bett, ein kleiner Nachttisch und eine Truhe für seine Sachen nichts weiter drin. Vor dieser kniete er sich hin, hob den Deckel hoch und nahm das zu oberst liegende Hemd heraus. Dann verschloss er die Truhe wieder und verließ den Raum in Richtung Wohnküche.

Als er wieder auf den Hof trat, bewegte er sich gezielt in Richtung Schmiede. Er kam gerade noch rechtzeitig ehe die junge Frau damit anfing die Glut abzuschöpfen. "Halt! Nicht!", rief er ihr zu und packte sie am Arm. Entschlossen zog er sie von dem Kohlebecken weg und schüttelte den Kopf. "Fass die Kohle nicht an, du könntest dich sonst aufs Übelste verbrennen.", erklärte er sein Tun und ließ ihren Arm wieder los. Wenn jemand wusste wie sich Verbrennungen anfühlten, dann wohl er. Er hatte höchsten Respekt vor dem Feuer und ging mit größter Vorsicht damit um. "Hier sind der Besen und das Hemd. Ich werde oben alles abwischen. Pass auf, wenn du am Ofen fegst. Er ist noch heiß und kühlt erst über Nacht ab."

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 02. Mär 2012 18:39
von Basima Anadil
Basima sah Gilldor verwundert an "Ich habe doch das Ding hier" erklärte sie ahnungslos und hielt eine Eisnere Schaufel hoch. "Damit wird es doch gehen oder?" fragte sie "Denn diese Asche hier muss raus die an und auf der Feuerstelle liegt" sagte sie Gilldor und musste lächelnd als ihr die Erkenntnis kam das er sich nur um sie Sorge "Ich finde es ja rührend das du dich um mich sorgst" gab sie direkt zum besten "ich werde auf mich aufpassen versprochen" sagte sie. Sie nahm das Hemd "Danke!" sagte sie höflich. Dann begann sie zum hintersten Winkel zugehen mit dem Hemd in ihrer Hand zu gehen. Sie sah kurz zu ihm "Dreh dich um!" kommandierte sie "Hier gibt es nichts zusehen" sie wartete bis er sich umgedreht hatte dann zog sie ihr dünnes oberteil aus und das Hemd von Gilldor an. "So, fertig" sagte sie um Gilldor zu signalisieren das er sich wieder umdrehen konnte.
Sie betrachtete sich und schüttelte den Kopf "Das sieht ja seltsam aus" murmelte sie und seufzte. Es war besser als ihr Dünnes Oberteil. Sie nahm es und verlies kurz die Schmiede um ihr Oberteil an einen sicheren Ort aufzuhängen. Sie sah sich um. Sie seufzte und hängte ihre Oberteil über den Türrahmen.

Dann ging sie wieder hinein. Und schnappte sich den Besen und ging wieder in die hinterste Ecke und begann dort zu fegen. "Wegen mir musst du nicht hier warten. Ich werde einige Zeit brauchen" erklärte sie Gilldor und fegte weiter. Sie sah nach kurzer Zeit den Unterschied. Es lag gewaltig viel Staub und Asche hierherum.
Sie musste auch die Wände wohl mal Abfegen und die Arbeitsflächen. Sie hielt kurz inn um ihr Werk zu betrachten. Dann holte sie den Eimer an der Stelle wo Gilldor ihn ihr gegeben hatte. Sie schaufelte anschließend die Asche in den Eimer und beförderte diesen draußen auf einen Haufen. Es staubte gewaltig. Basima hustete als ihr die Aschewolke auch ins Gesicht flog.

Basima ging wieder nach drinnen sie wollte die Schmiede wenigstens geschafft haben ehe sie ins Bett ging.
Sie fegte stetig weiter. Auch über die Bänke, Regale, Wände und Ambosse. Wenn sie einige Bessenstriche gefegt hatte, schaufelte sie die Asche oder den Staub in den Eimer und leerte in drausen an der allergleichen Stelle aus. Bald war dort ein ziemlich großer Haufen zu sehen. "ich hoffe der wird bei einer Starken Windböe verteilt" sagte sie leise und lehnte sich verschwitzt auf den Besen. "Nicht mehr viel und ich habe es geschafft" sagte sie zu sich.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Fr, 02. Mär 2012 20:20
von Gilldor
Der junge Shiín beharrte auf seiner Meinung und hielt sie davon ab mit ihrer Schippe in die Glut zu gehen. "Lasst mich das machen. Ihr verbrennt Euch sonst und das will ich nicht.", sagte er sanft, aber bestimmt. Wie einem kleinen Kind nahm er ihr die Schaufel aus der Hand und sah sie streng an. "Kümmert Euch um den Boden und die Regale. Der Rest kann erst einmal so bleiben wie es ist." Sonst würde sie wohl nie fertig werden. Außerdem wäre die Sauberkeit nicht von langer Dauer, denn durch den Ruß und den aufsteigenden Qualm dreckte alles rasch wieder ein. Irgendwann würde man alles neu streichen und die Sache war erledigt. Aber darum scherte sich Gilldor nicht. Das hier war nicht seine Schmiede und er trug nur eine geringe Verantwortung. Über alles was über seinen eigenen Aufgabenbereich hinaus ging, machte er sich keine Gedanken. Das mochte hart klingen, aber der Mann mit den weißen Haaren hatte genügend eigene Probleme um sich zusätzlich mit denen anderer zu belasten.

Etwas milder stimmte es ihn als sie ihm das Hemd aus der Hand nahm und ihn mehr herumkommandierte als bat sich herumzudrehen. Er verstand nicht wirklich warum er sich wegdrehen sollte, war doch nichts dabei, wenn sie sich sein mitgebrachtes Hemd einfach überzog, aber er stellte keine Fragen. Gehorsam wandte er sich mit dem Rücken zu ihr und stellte in derselben Bewegung die Schaufel wieder an ihren angestammten Platz hinter dem Ofen zurück. Vorsichtig lugte er über die Schulter als er Stoff rascheln hörte und zog die Stirn leicht kraus als sie ihr Top in der Hand hielt. Ihm lag schon eine Frage auf der Zunge, aber er beließ es bei einem bloßen Achselzucken. Als sie dann auch noch draußen ging um es an den Türrahmen zu hängen, konnte er nicht länger an sich halten. "Ich werde es mit ins Haus nehmen und in dein Zimmer bringen.", bot er sich an und versuchte zu lächeln, auch wenn es ihm zunehmend schwerer fiel. Irgendwie kam er sich fehl am Platz vor, aber er biss tapfer die Zähne zusammen.

Als sie den Besen nahm und zu fegen anfing, nickte er leicht. Er machte eine ausschweifende Geste und zeigte dabei auf die Flächen, die dringend gereinigt werden mussten. "Konzentriert Euch auf den Boden, die Werkzeuge und Balken. Der Rest kann bleiben wie er ist. Wenn Ihr fertig seid, dann kommt zur Scheune. Ich werde mich um die Tiere kümmern, während Ihr hier putzt" Mit diesen Worten wandte er sich um und nahm ihr Oberteil mit spitzen Fingern vom Rahmen herunter. Es war weniger Ekel, der ihn dazu verleitete als die Tatsache, dass es ihr gehörte und sehr knapp geschnitten war. Dieser Umstand war für ihn sehr befremdlich und alles andere als angenehm. Er schätzte Frauen sehr und er war der Auffassung, dass es nicht unbedingt für sie sprach, wenn sie sich derart leicht bekleidet zeigten.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Sa, 03. Mär 2012 17:40
von Basima Anadil
Basima sah Gilldor etwas fragend an. Da er doch darauf beharrte die Asche an der Feuerstelle selbst vorzumachen verwunderte sie zunächst etwas. "Na wenn du das sagst" erklärte sie und lies ihn auch die Schaufel aus der Hand nehmen. "Nur bemuttert mich nicht das finde ich nicht sehr angenehm" gab sie ihm zu verstehen. Das es sie ärgerte das sie nicht die Asche von der Feuer stelle fegen durfte, behielt sie bei sich. Dann fegte sie weiter. Auch wenn Gilldor ihr die wichtigsten Bereiche zeigte, wollte sie es gründlich erledigen. Egal wie lange sie brauchte.

Als er ihr Oberteil in die Hände nahm und ihr sagte das er es in ihr Zimmer bringen würde nickte sie "Alles klar" Sie übersah seine spitzen Finger dezent. Wieso er sich so verhielt wusste sie nicht. Er würde seine Gründe haben das war ihr klar. Für sie war es befremdlich das hier in dieser Stadt die Frauen gänzlich anders gekleidet waren als sie. Sie wirkte hier mit ihren Kleidern, wie eine Frau die für Gold ihren Körper verkaufte, so kam es ihr vor. Die meisten hier waren auch im Gesicht verschleiert und trugen nicht so freizügige Kleider. Sie lies ihren Gedanken freien Lauf während sie fegte.

Sie fegte stetig und schnell. Und der Boden begann sauber unter der Asche und dem Staub sauber hervorzuschauen. "Da ist ja ein Boden" sagte sie und fegte weiter. Um die Ambosse und Feuerstelle herum und unter den Regalen. Und sie kam gut voran. Doch sie wusste das wenn sie gründlich weiter arbeitete die gesamte Nacht brauch würde. Sie sah sich in einer weiteren Pause lange um, auch um zu verschnaufen. "Mann man da hab ich mir ja was aufgehalst" murmelte sie und griff wieder den Besen fest an und füllte eine weitere Ladung Asche und Staub in den Eimer um diesen nach draußen zu bringen.

Sie nahm den Eimer und schüttete ihn auf der selben Stelle wieder aus, staub wirbelte auf und hüllte sie ein. Sie störte das mittlerweile nicht mehr. Sie war eh schon dreckig im Gesicht und an den Armen und Händen. Sie wischte sich mit dem Hemd über ihr Gesicht, schlieren und Streifen entstanden an denen ihre braune Haut dunkel hervorschaute. Dann ging sie mit dem Eimer wieder nach drinnen. Wie das Wetter war oder welche Tageszeit sie hatten war ihr egal. Sie musste fertig werden und daher war sie froh das Gilldor für den Moment fort war. Sie fühlte sich unheimlich beobachtet in seiner Nähe, was sie unruhig und unsicher werden lies. Dieses Gefühl wollte sie gerade nicht mehr verspüren. Bis sie es persönlich ergründen konnte.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Sa, 03. Mär 2012 19:25
von Gilldor
Gilldor war gerade im Gehen begriffen als sie ihm zu verstehen gab, dass er sie doch bitte nicht bemuttern sollte. Der Shiín glaubte zunächst nicht recht gehört zu haben und drehte sich noch einmal zu ihr herum. Er zog die Augenbrauen zusammen und er spürte wie die Wut in ihm hoch kam. Hatte sie ihn eben wirklich zurecht gewiesen? Hatte sie, die ohne sein Zutun die Nacht auf der Straße hätte verbringen müssen, ihm eben gesagt wie er mit ihr umzugehen hatte? Ein leises Schnauben kam von ihm und er musste stark an sich halten um sie nicht hochkant rauszuwerfen. Niemand, schon gar nicht eine daher gelaufene Menschenfrau, die ihn förmlich angefleht hatte hier arbeiten und schlafen zu können, ging so mit ihm um. "Ich bemuttere dich nicht. Aber bitte, wenn du eh alles besser weißt, nur zu. Nur jammere dann nicht, wenn du dich verletzt.", sagte er betont ruhig und sah ihr dabei in die Augen. Seine Hände ballten sich kurz zu Fäusten ehe er die Schmiede verließ und sich zurück halten musste nicht irgendwo gegen zu treten in seinem Zorn über das was er eben erlebt hatte.

Er öffnete nur kurz die Tür zum Haus und warf das Stückchen Stoff, das sich Oberteil nannte auf den Küchentisch um dann wieder auf den Hof hinaus zu treten. Ihm stand nicht zu dem Mädchen vorzuschreiben wie sie sich zu kleiden hatte. Sie musste sich so wohlfühlen. Gefallen tat es ihm nicht. Frauen sollten hoch geschlossene Kleider tragen und keine Riemchen, die sie sich um den Leib schlangen. Derartige Kleidung trugen nur jene Frauen, die sich für Geld den Männern anboten, wie er es schnell gelernt hatte seit er hier in der Stadt war. Wann immer er sich abends, aber auch tagsüber durch die Straßen bewegte, bekam er von derlei Frauen mehr als eindeutige Angebote. Das widerte ihn an und er musste sich unwillkürlich schütteln.

Nach ein paar Schritten erreichte er die Scheune und trat ein. Seine Augen brauchten einen Moment um sich an das dämmrige Licht zu gewöhnen. Gezielt steuerte er den hinteren Bereich an, wo eine Leiter stand, die an einer Luke lehnte und über die man auf den Zwischenboden gelangte wo das frische Heu lagerte. Mit einer Forke bewaffnet, kletterte der junge Mann geschickt die Sprossen nach oben und blickte sich kurz um. Beherzt begann er von einem der Haufen das Heu zu schaufeln und ließ es durch die Luke nach unten fallen. Als er genügend zusammen hatte, begab er sich wieder nach unten und verteilte alles an die wenigen Tiere, die in kleinen Verschlägen in der Scheune standen. Auch sein alter Hengst Schattenmähne stand in einer der Boxen. Ihm ließ er besonders viel Aufmerksamkeit zukommen und blieb bei ihm stehen, um ihm den Hals und die Nüstern zu kraulen. Das mochte er besonders, wie Gilldor in den letzten Wochen festgestellt hatte. Nachdem er allen Tieren Futter gegeben hatte, nahm er die Eimer, die am Toreingang standen und ging mit ihnen zu dem Brunnen, der in der Mitte des Hofes stand. Nacheinander zog er Wasser hoch, kippte es in die Eimer um diese dann zur Scheune zu tragen. Dort gab er in jeden Eimer, die an den Innenseiten der halbhohen Türen der Boxen angebracht waren, genügend Wasser bis zum Morgen. Denn dann erst würden sie wieder gefüttert werden.

Als er auch das letzte Wasser verteilt hatte, stellte er die Eimer wieder an ihren Platz und begab sich zurück zur Schmiede um zu sehen wie weit Basima war und um auch zu sehen, ob denn noch alles an seinem Platz war. Er traute den Menschen nur so weit wie er sie sah. Nachdem was ihm in den letzten Wochen widerfahren war, war er wesentlich misstrauischer diesem Volk gegenüber geworden. So schnell würde er ihnen nicht mehr blind vertrauen und sich auf sie einlassen. Zwar trug er anders als die anderen seines Volkes keinen Hass gegen die Rundohren in sich, aber er war sehr vorsichtig und ein wenig argwöhnisch geworden. Es brauchte viel um sein Vertrauen zu gewinnen.

"Bist du fertig?", fragte er ohne jede Umschweife und blieb im Türrahmen stehen, lehnte sich mit dem Rücken gegen das Holz und hatte die Arme vor der breiten Brust verschränkt.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Sa, 03. Mär 2012 19:44
von Basima Anadil
Basima tat gerade einige Besen striche als sie Gilldors Stimme hörte. Sie drehte sich zu ihm herum und unterbrach ihre Arbeit. "Nein ich bin nicht gänzlich fertig. Ich muss noch den vorderen Teil etwas zusammen fegen, dann habe ich es geschafft. Du musst nicht auf mich warten" erklärte sie weiter und nahm ihre Arbeit wieder auf. "Ich werde bald fertig sein" sagte sie während sie fegte und erneut einen Eimer mit Asche füllte und ihn schweigend aufnahm und auf Gilldor zu ging. Als sie vor ihm stand "Darf ich?" bat sie und deutete nach draußen. Ihre Blicke trafen sich und sie fühlte sich auf einmal schuldig, doch verbot ihr Stolz es ihr sich zu entschuldigen. Sie hielt seinem Blick schweigend stand und ein stiller Kampf um die Vorherrschaft zwischen ihnen entbrannte. Nach kurzer Zeit senkte sie den Blick, erhob ihn aber wieder und erneut kreuzten sich ihre Blicke.

Sie blieb vor Gilldor stehen und wartete darauf das er zur Seite treten würde um sich hinaus zu lassen. Sie tribbelte mit ihren Füßen auf dem Platz und hielt den Mund. Sie wollte nicht schon wieder ihren Arbeitgeber verärgern. Sie wollte nur ihre Arbeit verrichten und hoffte sie konnte die Schmiede noch fertig fegen.
Sie wischte sich den Schweis der ihr auf der Stirn stand mit dem Hemdärmel ab und wischte sich so eine breite Spur Staub über das Gesicht. Sie hatte überall auf ihrem Körper Staub und Asche hängen und alles wirkte matt und nicht sauber. Die Haare waren ganz stumpf und mit einer Asche schicht bezogen, das Hemd und ihr Rock waren dreckig und ihre Beine und Arme sowieso. Sie wirkte wie eine Dienstmagd. Außer ihr Stolz der sie noch aufrecht und mit erhobenen Hauptes gehen lies zeugten davon das sie nicht als Dienstmagd geboren war. "3-4 Eimer noch dann bin ich fertig, versprochen" sagte sie um die Situation aufzulockern und deutete nach draußen. "Ich würde dann auch gerne weiter machen Gilldor. Wenn du nichts dagegen hast" sagte sie und sah ihn mit einem müden lächeln an.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: Sa, 03. Mär 2012 20:49
von Gilldor
Der junge Shiín folgte jeder Bewegung stumm mit Blicken. Er nickte nur sacht zu ihren Worten und verlagerte leicht sein Gewicht von einem Fuß auf den anderen. Erschöpfung begann sich in ihm breit zu machen. Den ganzen Tag über tat er harte Arbeit an der glühend heißen Schmiede und die Schläge mit dem schweren Hammer. All das forderte viel Kraft. Mühsam konnte er ein Gähnen verhindern und rieb sich mit beiden Händen übers Gesicht. Ihre Frage trat wie durch einen Nebel an ihn heran und er sah sie im ersten Moment verwundert an. Als sie dann anfing ihn regelrecht anzustarren, hob er leicht eine Augenbraue. Auf diese Weise wollte sie wohl herausfinden, wer von ihnen der dominantere Part war. Ein weiteres Mal fragte er sich was in den Menschen vor sich ging. Von seiner Seite aus war es mehr ein Reflex als wirklich die Absicht sie in Grund und Boden zu starren. Für solche Spielchen war er einfach zu müde und zu gereizt. Der Tag war anstrengend gewesen und er hatte genug davon sich unentwegt wie ein Tier begaffen zu lassen. Auch wenn sich die Leute heute hatten vertreiben lassen, so würden sie sich morgen wieder aufs Neue zusammenfinden um ihn aufs Neue zu bestaunen. So ging das Tag ein, Tag aus.

"Geh ruhig hinaus. Ich beiße nicht.", sagte er leise und trat, obwohl er keine Notwendigkeit darin sah. Der Türrahmen war breit genug, dass sie sich an ihm hinaus begeben und wieder hinein gehen konnte ohne gegen den Shiín zu stoßen. Auch wenn er sehr muskulös gebaut war, so glaubte Gilldor von sich zu behaupten nicht dick oder gar fett zu sein. Aber er behielt diese Gedanken für sich, er wollte keine neuerliche Diskussion lostreten. Nicht mehr heute Abend.

Als sie an ihm vorbei schritt, sah er erst wie dreckig sie war und seufzte leise. "Während du hier weiter auskehrst, werde ich für Euch Wasser für ein Bad aufsetzen. Das werdet Ihr brauchen.", sagte er ein wenig versöhnlicher und rang sich sogar zu einem Lächeln durch, wenn auch nur zu einem sehr schwachen. Noch stand er ihr sehr misstrauisch gegenüber und sie sollte nicht gleich dem Glauben verfallen er sei ihr Freund oder dergleichen. Es war lediglich eine freundliche Geste. Nicht mehr und nicht weniger. Damit machte der Shiín von seiner Seite aus einen großen Schritt auf die junge Frau zu.

Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, stieß er sich auch schon vom Rahmen ab und drehte sich zum Gehen um. Er glaubte kaum, dass sie das Angebot ausschlagen würde. Denn wann bekam man schon die Gelegenheit zu baden? Das war ein Luxus, den man nicht alle Tage erleben konnte. Für ihn bedeutete es Wasser schleppen. Aber das tat er gerne, denn es war seine Art sich für die Arbeit der Fremden zu bedanken.

Re: Ein neuer Anfang

Verfasst: So, 04. Mär 2012 12:41
von Basima Anadil
Sie schob sich nach seiner Antwort an ihm vorbei und hielt ihren Blick gesenkt. Sie schüttete den Eimer aus und nickte als sie ihm weiter zuhörte "Danke"..sie zögerte und ergänzte dann "Danke das du mir ein Bad zurecht machst. Wäre nicht nötig gewesen. Ich weis das sehr zu schätzen. Ich nehme das Angebot auch gerne an" sie hoffte das sie damit ihre Dankbarkeit über diesen Luxus ihm preisgeben konnte. Sie kam mit einem leeren Eimer wieder zurück zur Schmiede und sah das er sich zum gehen umgewandt hatte. Sie ging an ihm vorbei und nahm ihre Arbeit wieder auf. Sie sah ihn auch nicht mehr an. Sie wollte nur noch fertig werden. Sie mobilisierte ihre letzten Kräfte um die letzten Meter in der Schmiede sauber zu bekommen.

Sie fegte still und in sich gekehrt vor sich hin und war bald wieder soweit um einen Eimer zufüllen und diesen auszuleeren. Sie füllte den Eimer und betrachtete die Schmiede. Sie sah ordentlicher und sauberer aus als vorher das sah man sofort. Sie lächelte und war zufrieden mit ihrer Arbeit, aber was würde ihr Arbeitgeber dazu sagen und vor allem Gilldor? Sie zuckte mit den Schultern und setzte sich in Bewegung. Sie ging zur Türe und verlies die Schmiede das vorletzte mal und schüttete die Asch auf den großen Haufen im Hof aus.

Dann marschierte sie mit müden Beinen zurück um die letzten Striche hinter sich zu bekommen. Sie spürte jeden Muskel an ihren Armen und Schultern. Sie würde Muskelschmerzen morgen haben, das ahnte sie jetzt schon. Aber was tut man nicht alles für ein trockenes Bett dachte sie bei sich und fegte die letzten Reste im Vorderen Teil der Schmiede zusammen und füllte den Eimer ein letztes mal. Dann schnappte sie sich den Eimer, leerte diesen draußen aus und sammelte ihre Utensilien ein um diese im Schnuppen zu verstauen. Sie ging zum Schuppen, öffnete die Türe und stellte den Besen und den Eimer an der rechten Seite des Schuppens ab. Die Tiere die genüsslich kauten schauten ihr verwundert entgegen, aßen aber dann weiter. "Gute Nacht ihr Tierchen" murmelte sie und schloss den Schuppen.

Anschließend ging sie zum Wohnhaus hinüber und öffnete die Türe betrat das Haus und staunte. Es war geräumiger als man von außen dachte aber es war typisch für einen Jungesellen oder besser 2 es war zweckmäßig eingerichtet und weitgehend ordentlich. Sie war zu müde um sich noch Gedanken zu machen was sie hier alles aufzuräumen oder ähnliches hatte. Sie ging weiter "Gilldor??" sagte sie. Sie wusste nicht wohin sie gehen sollte, daher blieb sie höflich dort stehen wo sie gerade war. Im Eingangsbereich.