Neue Bekannte

"Die Stadt der Wasser" am Fuße der Ruwayd-Berge. Bekannt für ihren Wohlstand und der Akademie der Heiler.
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Eona
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Do, 05. Jul 2012 12:46

Die ausgesprochenen Buchstaben ergaben Wörter und setzten sich langsam zu sinnvollen Sätzen zusammen, die Eona entgegenflossen wie eine undefinierbare, zähe Flüssigkeit und trieben ihr einen Kloß in den Hals. Immer noch tobte in ihrem Inneren ein Chaos; ein großer Sturm der aus vielen Fragen und Fakten bestand, die um ihr vereistes Herz herumwirbelten.

Wo ist Sortan? Geht es ihm gut? Haben die Wachen ihn geschnappt? Ist er tot? Wer sind diese beiden? Warum wollten sie ihr helfen?

Jedoch verzog Eona keine Miene, ließ die beiden ihre Sätze beenden und verharrte an Ort und Stelle, obwohl der Verstand ihr etwas anderes zuflüsterte.
"Ja, es stimmt. Ich bin kein Mensch mehr. Weil die Menschen selbst mir nicht die Chance gegeben haben, ein richtiger Mensch zu werden. Eine eigenständige Person, mit eigenem Denken. Das ist nicht so leicht, wie du es dir vorstellst, Fremder", flüsterte Eona und zog ihre Augenbrauen zusammen. Mit einer fließenden Bewegung trat sie etwas näher an den Unbekannten heran. "Über jemanden zu urteilen, den man nicht kennt, sollte man unterlassen."
Die Sklavin hielt dem bohrenden Blick stand und bemerkte die grüne Farbe seiner Iris, die sie fast an ihre eigene erinnerte, wäre sie nicht so dunkel.

Warum stand sie hier noch herum? Eona sollte schon längst das Weite gesucht haben, doch Silberstich war noch immer nicht in ihrem Besitz und sie würde nicht ohne ihn gehen. Diese Waffe war die einzige Verteidigung, die sie noch besaß.
"Ich möchte nicht mein Leben vor euch ausbreiten, dass euch doch nicht interessiert. Ihr habt mir geholfen und dafür danke ich euch. Aber nun ist das Spielchen vorbei. Ich werde in dieser Stadt bleiben und meinen Begleiter suchen. Ich bin es gewohnt, niemandem zu vertrauen. Und anscheinend bin ich mit diesem Prinzip nicht alleine...", brummte sie und ihr Blick huschte zu den grünen Augen zurück. Sie hatte sein Misstrauen gespürt und jeder Blinde hätte seine kalte Distanz bemerkt. Nur seine Lebensgefährtin schien anderer Meinung zu sein und schubste ihn in eine andere Richtung, als er gewohnt war.
"Hass ist ein schweres Wort", antwortete Eona und sah wieder die Wüstenfrau an. Ihr Lächeln versetzte der Sklavin einen Stich, doch ihr Gesichtsausdruck blieb gleich. "Und ich möchte es auch in diesem Fall nicht benutzen. Nur ist in den letzten Minuten sehr viel passiert und ich muss nun überlegen, was ich dagegen tun kann. Doch ohne meine Waffe gehe ich nicht."
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 05. Jul 2012 13:32

Laretan war nicht mehr er selbst. Oder vielleicht doch? Vielleicht war jetzt mehr er selbst als im gesamten letzten Jahr? Die Gifthand ignorierte die Hand die auf seinem Arm lag. Basima war gerade nicht da für den Hund. Er hatte etwas neues gewittert. Etwas was ihm ähnlich war. Eine Person die fast genau so dachte wie die Gifthand. Der helfende Laretan hatte da gerade nicht viel zu suchen. Laretan fiel und fühlte sich immer mehr eingesperrt in seinem anderen Ich. Und es fiel ihm das erste mal Bewusst auf, das da noch wer anderes in ihm war.
Gifthand entwandt sich Basima und machte auch einen Schritt auf die Fremde mit dem feurigen Haar zu. Und ein grinsen kam über seine Lippen. Und er fing an zu lachen. Aber es war kein lachen von Freude. Es war etwas anderes. " Nicht so leicht wie ich mir das Vorstelle? Wie stelle ich mir das denn vor? Sag es mir!" zischte Gifthand. " Los erklär mir wie schwer es ist, gequält zu werden! Wie fühlt es sich an ein Hund zu sein?! Wie fühlt es sich sein zu Beißen und zu zerfetzten wenn es das Herrchen will?!" schrie die Gifthand mit wahnsinniger Stimme. Es war kein teil Laretans mehr Vorhanden. Er bleckte die Zähne. " Wie ist es bestraft zu werden für dinge die man nicht tat? Wie ist es Mäner, Frauen und Kinder zu töten? Bitte erzähl es mir! Denn ich weiss nicht wie es ist zu Quälen oder gequält zu werden. " knurrte er. " Du sagst ich soll über niemanden Urteilen den ich nicht kenne. Warum tust du es dann? Und viel wichtiger..." seine Stimme senkte sich, bis nur noch ein grausames flüstern zu hören war. Er kamm dicht an Eonas Ohr heran. " ... was ist wenn ich dich besser kenne, als du dich selbst?"
Die Gifthand ging einen Schritt zurück. " Ich soll dir deine Waffe geben? Ich sage es mit Worten die du verstehst. Hol sie dir, wenn du kannst! Wenn man nicht die Kraft hat sein eigenes Leben zu bestimmen, sollte man nach NICHTS verlangen. "
Plötzlich taumelte die Gifthand, wie vom Schlag getroffen, ein paar Schritte zurück. Sein Blick wurde trüber und sein Kopf klappte nach vorne auf seine Brust. " Sein eigenes Leben bestimmen." flüsterte Laretan. Es war nicht die Stimme des Mörders die mehr Sprach, wie noch kurz vorher. Jetzt klang es wie ein Kind. Ein Kind das allein war. Ein Kind das ... Angst hatte.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 05. Jul 2012 13:54

Basima schluckte, was hatte sie angerichtet. Oder war es doch die Frau? Sie seufzte und senkte den Blick. Sie wusste das sie hier nichts ausrichten konnte und starrte sie weiter die bizarr werdende Situation an. Sie versuchte mit zu kommen, die Frau ist ihm ähnlich? dachte Basima und erschrak zwei von dieser Sorte na prost dachte sie und wischte diese Gedanken beiseite. Was konnte sie tun? Sie starrte weiter hin auf die Frau und Laretan. Laretan war nicht er selbst oder war es doch ein teil seines ichs? Basima hatte Angst vor diesem teil und ihre Angst sagte ihr sie solle fliehen. Ihr Herz klopfte als sie das Lachen hörte von Laretan und ihre Haut stellte die feinen Härchen zu Gänsehaut auf. Ihr gesamter Körper war alarmiert. Sie atmete schwer und zog sich an den Rand des Hauses zurück, ihre Hände hatte sie vor der Brust verschränkt und in einander verhackt. Basima war unfähig sich zu rühren, die Situation sowie die Verhaltensmuster waren zu unwirklich für sie. Sie biss sich auf die Unterlippe, so merkte das sie anfing zu bluten,, der salzige und metallene Geschmack füllte ihren Mund aus. Doch sie schmeckte es nicht. Sie hatte furchtbare Angst vor Laretan. Das war nicht ihr Laretan der immer versucht war sich zu verbessern und anderen nicht weh zutun.

Sie entschied das die beiden das alleine ausfechten mussten. Sie traute sich nicht, da dazwischen zu gehen was würde da passieren, sie wusste es nicht, deswegen wartete sie einfach ab was passieren würde. Ihr kam sogar der Gedanke das sie besser gehen sollte, doch irgendwas hielt sie zurück.

Sie sah wie Laretan zurück wich und sein Kopf auf die Brust sich senkte. Sie sah nicht den Grund für sein Zurückweichen doch es schmerzte sie "Gifthand.." flüsterte sie, wagte sich aber nicht an sofort an diese Situation heran. Sie starrte die Frau an "Zufrieden? Bist du zufrieden?" fragte sie die rothaarige Frau und sah verzweifelt aus. Doch Basima wusste das diese Situation auch jetzt für Eona egal war. Sie dachte nur an sich so schätzte sie Basima ein. Die Angst vor Laretan und dieser fremden Frau war enorm geworden. Unfähig sich zu rühren stand sie da und ihr Blick wanderte von Laretan zu der Frau und zurück. Immer und immer wieder. Was musste da passiert sein?? dachte sie innerlich

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Do, 05. Jul 2012 14:23

Die roten Flammen des Drachens leckten am Körper hoch und fachten das Gemüt des Lebewesens an. Eona ballte ihre Hände zu Fäuste und tiefe Zornesfalten gruben sich zwischen ihre Augenbrauen. Sie wollte ihn zum Schweigen bringen. Sie wollte ihn mit ihren eigenen Händen erwürgen, bis er mit seinen grünen Augen ins Nichts starrte. "Nun zeigst du dein wahres Gesicht...", flüsterte sie hämisch und ihr wurde heiß. Das dieser Gifthand wütend wurde, damit konnte die Sklavin umgehen. Aber das er genau die Dinge ansprach, die tief in ihrem Innern verborgen waren, machten sie rasend. Das Fass hatte einen Tropfen zu viel aufgenommen.
"Du bist nicht der Einzige, der gebissen oder gequält wurde. Eine Sklavin zu sein ist kein Kinderspiel!", schrie sie und zerschnitt die Luft mit einer horizontalen und unwirschen Handbewegung. "Und ich kann dir sagen, dass es sich wahnsinnig gut anfühlt, Leben zu nehmen, damit mir selbst bewusst wird, dass der Tod immer anwesend ist! Es hilft mir nicht verrückt zu werden!" Ein eiskalter Schauder raste ihre Wirbelsäule hinunter als sich der Fremde vorlehnte und ihr etwas ins Ohr flüsterte, was sie nicht von ihm erwartet hätte.

Was hatte er durchgemacht? Wieso kannte er die Fragen, die mir solche Angst machen und auf die ich keine Antwort finde? Ist er mir etwa... ähnlich? Weiß er, was für Gefühle in mir toben?

"Ich habe nie etwas vom Leben verlangt! NIE!",
kreischte sie und ihre Hände fingen an zu zittern.

Du gehörst mir Eona. Du wirst immer mein kleines, persönliches Spielzeug sein. Deine Schönheit übertrifft alles, doch nur mir allein soll sie gehören. Dein Leben hat hiermit ein Ende, denn es liegt nun in meinen Händen und ich bestimme, ob du lebst oder stirbst.

Andrés Stimme verhallte in einem tiefen Loch mit Sehnsüchten, Wünschen und Hoffnungen, die nie wieder dieselben sein würden. Gifthand war zurückgetaumelt und seine Lebensgefährtin versuchte ihn zu erreichen, doch sie wusste, dass dies eine beinah unmögliche Aufgabe war. "Man sagte mir mal, dass das Leben nimmt und das Leben gibt. Doch mir wurde nur genommen... Ich bin stolz auf mich, bis hierhin überlebt zu haben."
Eona schloss die Augen, atmete tief ein und legte den Kopf in den Nacken. Die Wüstensonne brannte heiß auf ihre blasse Haut und langsam beruhigten sich die züngelnden Flammen in ihrem Inneren. Der Drache hatte genug Feuer gespien. Sie kannte die Wüstenfrau nicht, genausowenig wie den dunkelhäutigen Fremden, obwohl er viele Dinge wusste und spüren konnte, die Eona gleichten. In ein paar Tagen würde sie im Gefängnis enden, da es wohl sehr schwierig sein wird, sich dauerhaft vor den Wachen zu verstecken. Es war sinnlos.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 05. Jul 2012 14:57

" Alte Wunden schmerzen oft mein junger Freund." " Aber....aber was kann man dagegen tun?" " Dagegen tun? Hmmm....nichts. Mann kann nichts dagegen tun. So etwas schmerzt immer. Vor allem wenn man erst lernen muss, das es auch anders sein kann. Alles passiert aus einem Grund, den wir nicht verstehen. Und glaube einem alten blinden Mann, wenn er sagt alles kommt zurück. Und alles kann sich ändern." " Das verstehe ich nicht Meister." Laretan war wieder da. Ein weißer Schimmer hatte die Gifthand bei Seite gefegt. Er hatte sich an dieses Gespräch errinnert und auch nachgesprochen ohne es überhaupt zu bemerken. Laretan sah auf. " Ich verstehe es immernoch nicht." Der junge Mann sah sich um. Basima sah verängstigt aus. Schon wurde ihm der nächste Stich versetzt. Er wusste das er es Schuld war. Er hatte es nicht gewollt. Doch diese Frau hatte etwas geöffnet.
" Wie heisst du?" fragte Laretan leise.
Er musste sich setzen. Im Moment fühlt er sich sehr schwach. Sein Kopf legte sich wieder auf die Brust. " Ich glaube dir das das Leben als Sklavin nicht einfach ist. Und du hast bestimmt ein ähnliches Leben geführt wie ich. Aber das dir das töten gut tut? Wie kann das sein? Das töten war es doch was uns zu dem gemacht hat was wir sind. " Laretan atmete ein und wieder aus. Vieles flog in seinem Kopf. " Man sollte gar nichts vom Leben verlangen nicht war? Am Ende wird man ja eh nur enttäuscht. Vielleicht stimmt es. " sagte Laretan ruhig. " Aber es gibt im Leben dann doch immer mal wieder Augenblick in denen Hoffnung schimmert. Nicht wahr? Du weisst was ich meine. Eigentlich kann man es nicht glauben. Doch dann kommt da wieder etwas was einen Verwirrt. Man will es gar nicht wahr haben, weil ma Angst hat es wieder zu verlieren. Oder es könnte garnicht wahr sein. Und trotzdem...in unserem tiefsten innern, klammern wir uns an diesen Hoffnungs Schimmer. " Erst jetzt sah Laretan wieder auf und er blickte die rothaarige Frau an.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 05. Jul 2012 17:38

Basima lauschte dem Gespräch noch immer verängstigt, dass was Laretan von sich gab, war nicht für sie oder die rothaarige Frau bestimmt, das war ihr sofort klar. Sie wusste das es eine Erinnerung an Shoto seinen Meister war der ihm gelehrt hatte dass das Leben auch anders funktionieren kann. Sie hatte ihre Lippen zu einem weisen Strich zusammengepresst und sah noch immer verängstigt zu ihm und der Frau hinüber.

Sie haben wahnsinnig viel gemeinsam dachte sie sie sind zwei verlorene Seelen die durch Tod, Schmerz, Hass, Terror und Folterung zu dem gemacht wurden was sie jetzt sind.

Basima schmerzte das Herz, dass es soo viel Schmerz und Leid auf der Welt gab und doch wusste sie, sie konnte nichts daran ändern nur ihm und vielleicht der Frau aufzeigen das es Menschen gab die ihr nichts wollten. Sie straffte die Schultern "Ein Leben als Sklavin und er ein Leben als Mörder.........."sie lies eine Pause ehe sie weiter sprach "...... ihr seit zwei verlorene Seelen die erst wieder lernen müssen zu vertrauen. Ich kann es euch nicht übel nehmen das ihr so zu uns wart und doch ich.."sie deutete auf sich "ich will dir nichts tun und ich hoffe innigst das ihr mich nicht tötet damit ihr euch lebendig fühlt. Ich liebe das Leben und kann euch nur zeigen wenn ihr es wollt das es auch Fremde gibt denen ihr vertrauen könnt" sie sprach ruhig, unglaublich ruhig, für ihr temperament vielleicht zuruhig doch sie wollte es nocheinmal versuchen. Sie hatte jetzt lange Zeit geschwiegen. Und sie wagte jetzt etwas auch wenn das vielleicht keine gute idee war. Sie setzte sich in Bewegung und ging auf die fremde Frau zu. Blieb vor ihr stehen und strich ihr in einer unglaublich liebevollen Bewegung über die Schulter, dabei lächelte sie sanft so sanft sie konnte. Sie sagte gar nichts, da sie wusste das sie jetzt nicht dran war zum sprechen.
Sie unterbrach das streicheln der Schulter und entfernte sich wieder. "Gebt die Hoffnung nicht auf, das ihr auch ein wertvolles Leben besitzt" sagte sie noch dann sah sie abwartend auf die junge Frau. Das sie ihr Leid tat wollte sie nicht zeigen, dies wäre das falsche, das ahnte Basima. Sie sah einfach mit einer friedvollen lächeln auf die junge Frau. In der Hoffnung das die junge Frau so ihnen nicht mehr so misstraute.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Fr, 06. Jul 2012 11:44

Gifthand murmelte etwas, dass Eona nicht verstand. Nur wenige Wortfetzen drangen zu ihr hinüber und nur kurz huschte ihr Blick zu der fremden Wüstenfrau hinüber, die sich gänzlich aus dem Gespräch herausgehalten hatte. Das war anscheinend ein Worgefecht, für das sie keine Waffen besaß. Der Fremde dagegen war umso besser bewaffnet. Jedes Wort war perfekt auf Eona zugeschnitten. Alles passte genau, wie ein übergroßes Puzzle. Es machte ihr Angst, wie dieser Mann langsam, wie in Trance, zu ihr sprach und mit jedem Satz den schmerzenden Pflock weiter in ihr Herz trieb. Die dicke, eisige Mauer bekam Risse und sprengte beinah die Oberfläche.
Eona atmete schwer und ihre Nase fing langsam an zu kribbeln. Ein Vorzeichen der salzigen Tränen, die bald über ihr Gesicht laufen würden. Doch das ließ sie nicht zu. Schwäche zu zeigen war tödlich. Sie ballte ihre Hände abermals zu Fäusten und ihre Nägel gruben sich in das empfindliche Fleisch der Handinnenfläche.
Ja, es gab einen Hoffnungsschimmer. Sortan. Er hatte sie akzeptiert und ihr nicht seinen Willen aufgezwungen. Zwar hatte der Assassine sie grob behandelt und fast tagelang in diesen Keller gesperrt, aber er wollte die junge Sklavin nicht umkrempeln. Sortan wollte etwas besseres aus ihr machen. Er wollte ihr das... Mehr-Sein zurückgeben.

Und nun war er verschwunden. Spurlos. Hatte er sie etwa in eine Falle gelockt? Wollte der Assassine sie loswerden?
Nun begann wieder die Wüstenfrau zu sprechen. Sie hatte eine sanfte, ruhige Stimme. Schon lange nicht mehr, hat man mit ihr in diesem Ton geredet und sie empfand es eher als geheuchelt. "Ich töte nicht grundlos. Das müsst ihr wissen...", sagte Eona bestimmt. Die junge Frau kam auf sie zu und die Sklavin wollte zurückweichen, doch sie rührte sich nicht. Ruhig ließ sie die Berührung zu, versank dabei in den dunklen Augen der Fremden und versuchte dabei zu ergründen, ob sie wirklich die Wahrheit sprach. Eona hatte keinen Grund sie zu töten. Auch Gifthand nicht, obwohl er ihr suspekt vorkam. Sie fühlte sich in seiner Gegenwart wie ein offenes Buch, ohne jeglichen Schutz und das war ihr unangenehm. Als es der Sklavin zu viel wurde, schüttelte sie die Hand der Fremden ab und trat nun doch einen Schritt zurück.

Diese Begegnung war suspekt. Eigentlich hätte Eona sofort weiter über die Dächer laufen müssen, nachdem Gifthand sie hochgezogen hatte. Doch irgendeine Macht schien sie bei diesen beiden zu halten. Aber es war ihr Leben und sie bestimmte, wo es lang ging.
"Behaltet die Waffe, Fremder", sagte Eona und begann ihre Haare unter die Kapuze ihres Mantels zu stopfen. "Ich werde bald in das Gefängnis dieser Stadt gesteckt und da brauche ich sie nicht." Noch einmal bedachte sie die beiden Fremden mit einem Blick, drehte sich um und sprang über den Spalt auf das nächste Dach.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mo, 09. Jul 2012 10:53

Basima war wieder so ruhig und lieb. So liebevoll wie eh und je. Kaum war sie wieder so und redete mit der Fremden, da war die Gifthand auch schon wieder gefesselt und in den tiefen seiner Seele eingekerkert worden. Erst jetzt realisierte Laretan in welcher Weise Basima für ihn wichtig war. Sie war noch so viel wichtiger, als er je gedacht hätte. Sie war nicht nur seine ruhige Insel. Sie war auch noch seine Wächterin. Sie passte auf sein inneres auf, ohne es zu wissen. Sollte er es ihr sagen? Laretan schütelte leicht den Kopf. Nein, das war wohl nicht richtig.
Da hörte Laretan die Worte der rothaarigen Frau. Und sie sprang auf das nächste Dach. " Sie will abstand gewinnen. Fürchtet sie sich? " fargte sich Laretan in Gedanken. " Warte!" rief Laretan. Er stützte sich auf seinem Knie auf um sich hoch zu hiefen. Immernoch hatte er nicht seine volle Kraft zurück erlangt. Doch er schritt, etwas wackelig und langsam auf den Spalt zu. " Warte. Bitte." sagte er etwas ruhiger diesmal. " Ich weiss das wir uns nicht kennen. Und wie es scheint vertrauen wir beide keinem Fremden. Doch es ist wohl das was uns verbindet. Und noch vieles mehr." Laretan schluckte kurz. " Auch wenn ich vermutlich selber nicht darauf eingehen würde und so schnell wie möglich verschwinden würde, bitte ich dich zu bleiben. Vielleicht können wir von einander lernen und uns helfen. Ich rede selten über mich und meine Vergangenheit. Und noch seltener über mein inneres. Doch ..." Laretan musste kurz stoppen. Die letzten paar Minuten hatten ihn die Kraft eines tages gekostet. " Doch mit dir ginge das glaube ich. Und auch wenn ich dir damit einen Dolch in die Hand gebe, den du mir im nächsten Moment in die Rippen stoßen könntest, würde ich es tun. Denn ich glaube, du bist die erste und vielleicht einzige auf dieser Welt, die mich ganz und gar verstehen könnte." sagte Laretan. Er wusste wie melodramatisch das alles klang. Doch er wusste nicht genau, was er sonst sagen sollte. Er musste diese Chance wenigstens versuchen zu nutzen. Laretan sah zu Basima und es tat ihm Leid, soetwas zu einer fremden Frau gesagt zu haben, wo seine Geliebte doch direkt neben ihm stand. Er würde versuchen es ihr zu erklären, wenn sie die Gelegenheit dazu hatten. Aber in diesem Moment musste er sich auf die Fremde konzentrieren. Er sah wieder zu ihr herüber. Laretan hatte eine Idee, mit der er glaubte sie davon überzeugen zu können hier zu bleiben. " Ausserdem, wenn du eh gefangen wirst, ist es doch egal ob bei uns oder allein. " entschlossen sah Laretan herüber.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Di, 10. Jul 2012 17:02

Basima sah die rothaarige Frau an und folgte ihren Bewegungen. Auch lauschte sie ihren Worten und als dann Laretan der Fremden Frau hinterher rief, brach etwas in ihrer Seele. Sie hatte sich so auf Laretan fixiert, aber das er mir nichts dir nichts eine anderen fremden Frau solche Worte sagte, schmerzte sie sehr. In ihrem Inneren begann es zu brodeln, was es Wut oder war es Trauer oder das Wissen das es eine andere Frau gab die Laretan wesentlich besser verstehen konnte, da sie das selbe durch gemacht hatte wie er? Sie wusste es nicht, sie wusste nur das ihr dieses Wissen Gefühle bescherte von denen sie dachte, nie Erfahrung machen zu müssen. Sie kämpfte gegen das Gefühl zu schreien an. Sie biss sich auf die Unterlippe und zog die Luft ein. Da spürte sie wie ihre Augen das Brennen anfingen und sich langsam mit Tränen füllten. Unfähig weitere Worte zu wechseln, schüttelte sie die Kopf und wollte so diese Worte die sie gerade gehört hatte fortschütteln. Doch es funktionierte nicht und bald konnte sie nicht mehr anders und eine Träne verlies ihre Augen und suchte sich ein Weg über die Wange und verlies ihre Wange um sich durch die Luft zu bewegen und auf dem heisen Dach zu verdampfen. "Nein, nicht so..so darf es nicht enden" murmelte sie. Ihre Stimme bebte, doch Laretan hörte ihre Worte nicht. Sie hatte darauf geachtet das er es nicht hören würde.

Basima wischte sich diese Träne fort und mied seinen Blick den er auf sie gelenkt hatte. Sie wollte ihm nicht mehr in die Augen sehen. Sie war aufgewühlt und wusste nicht wie sie dies deuten sollte und so entschied sie das Dach zu verlassen. Sollte er doch nach der rothaarigen Frau suchen um seine traumatische Vergangenheit zubewältigen. Sie wandte ihren Kopf in die Richtung in der die rothaarige Frau verschwunden war. "Geh ihr nach!" flüsterte sie. "Sie wird nicht hier bleiben!" sie hatte ihr innerstes Dank den Übungen mit Laretan gut im Griff und so gab sie Laretan nicht preis was sie fühlte. Sie wollte hier nicht die Schwache sein die abhängig war von ihm. Sie wusste auch nicht wieso sie ihn ihr nach gehen lies, doch was sollte sie schon dagegen tun? sie seufzte und wartete darauf was er wohl jetzt tun würde.
Sie wusste das sie hier nicht mehr sein würde, wenn er zurück kehren würde, mit ihr oder ohne der rothaarigen Frau. Sie wollte vom Dach, alleine sein und irgendwo hin gehen. Das verschwieg sie Laretan.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Mi, 11. Jul 2012 13:36

Der Blick schweifte über die zahllosen Dächer Naradehs und als Hintergrund eröffnete sich Eona der strahlend blaue Himmel. Kein einziges Wölkchen vermag diese Farbe zu durchbrechen und die Sonne erfreute sich, ihre warmen Strahlen ohne Unterbrechung auf die Erde schicken zu können.
"Warte!"
Eona blieb stehen. Wieso blieb sie stehen? Sie wollte nicht mehr mit den beiden reden. Es war alles gesagt und weitere Wörter würden die Wahrheit nur verdrehen oder nur schlimmer machen, als es eh schon war. Das Gleichgewicht fiel nach vorne und die Sklavin tat einen weiteren Schritt. "Warte. Bitte." Die unterwürfige Bitte ließ die junge Frau nun doch inne halten und ihren Lippen entwich ein Seufzer. Sie drehte sich nicht gänzlich um, sondern wandte dem Fremden nur ihr Ohr zu. Seine Stimme klang klar und deutlich zu ihr herüber und sie verstand jedes einzelne Wort.

"Helfen?", flüsterte sie fragend und drehte sich nun vollständig um. Ihre Augen fixierten Gifthand unter ihrer Kapuze und ein laues Lüftchen wehte durch ihren Mantel. Eona hatte noch niemandem geholfen. Nicht um ihr Gewissen zu tilgen und auch nicht wegen der Moral. Soetwas hatte sie lange verlernt. Ihr eigenes Wohl war ihr wichtig und so sollte es auch für immer bleiben. Und auch hatte sie nie jemand um Hilfe gebeten. Man erwartete von einer dreckigen Sklavin keine Hilfe und man bat sie auch nicht darum. Soetwas war ihr neu und es überraschte sie, dass gerade ein Fremder das erste Mal eine Bitte an sie richtete. Ihre grünen Augen verengten sich zu Schlitzen und für einige Minuten blieb sie so stehen, ohne sich zu rühren. Sie wollte sich auf ihr Gespür verlassen. Sollte sie nun mitgehen? Aber ihre Beine wollten weg von hier. Sie wollten vom Dach springen und irgendwo ein Versteck suchen...
Ihr Blick wechselte von dem flehenden Fremden zu der Wüstenfrau und ihre Augen verengten sich noch ein Stück weiter, als Eona sah, dass sie weinte. Eine Träne hatte ihre weichen, braunen Augen verlassen und tropfte auf den heißen Sandstein. Mit einer harschen Bewegung wischte sie das salzige Nass von der Wange und richtete ihren Blick nach unten. Warum weinte sie? Sie sagte etwas, doch konnte es nicht verstehen.

Seufzend strich sich Eona eine Strähne wieder hinters Ohr, damit die Kapuze diese verdecken konnte. In was war sie da nur hineingeraten. Aber Eona wusste nicht wohin mit sich. Sortans Haus war bestimmt besetzt worden. Die Stadtwachen waren überall und vielleicht... Die Sklavin ließ den Blick zwischen den beiden hin und her wandern. Vielleicht konnte sie mit den beiden besser untertauchen. Und wenn sie Situation sich beruhigt hatte, einige Tage vergangen waren und Sortan immer noch aufgetaucht war, würde sie Naradesh wohl verlassen müssen. Denn ewig wollte sich die junge Frau nicht verstecken.
Mit leichtfüßigen Schritten nahm Eona Anlauf und übersprang den kleinen Spalt zwischen den beiden Wohnhäusern. "Ich komme mit euch. Nur müsst ihr wissen, das man mich sucht und wenn die Wachen mich mit euch beiden erwischt, seid ihr auch dran. Es ist gefährlich mit mir zu reisen. Aber wenn ich dir helfen kann, dann möchte ich es versuchen." Die junge Sklavin stand nun unmittelbar vor Gifthand und funkelte ihn misstrauisch aus ihren grünen Augen an. Dann richtetet sie ihr Augenmerk auf die Wüstenfrau. "Ich möchte ihn dir nicht wegnehmen. Das wäre das letzte, was ich tun würde. Mein Herz gehört jemand anderem..."
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 12. Jul 2012 10:06

Laretans Herz machte einen kleinen Hoffnungssprung, als die Fremde über den Spalt wieder zu ihnen sprang. " Keine Sorge. Ich weiss schon auf uns auf zu passen. Ausserdem können wir immernoch sagen, das wir nichts davon wussten. Oder wir lassen uns einfach nicht erwischen. " sagte Laretan. Mukur hatte ihm immer wieder eingetrichtert wie wichtig es war, nicht mit den Wachen in Kontakt zu kommen. Und wenn doch sollte man sich 1. herausreden, 2. schmieren, 3. töten. Das waren die drei Schritte, die man durchgehen sollte wenn man doch auf Wachen trifft. Allerdings hatte Laretan kein Geld und so viel das Schmieren weg. Laretan sah in die misstrauischen Augen der Fremden. Ob er selbst wohl auch so misstrauisch schaute? Nein. Sein Blick war wohl anders. Warscheinlich viel leerer. Jedenfalls bis vor einiger Zeit. Als Eona dann von einem Geliebten sprach, musste Laretan kurz darüber nachdenken. Was das wohl für ein Mensch war? Doch dann verwischte er den Gedanken und sah zu Basima. Sie sah ihn nicht mal an. Und Laretans Herz bekam einen weiteren Stich versetzt. Warum hatte er das zu der Fremden gesagt? Es war zwar wahr, doch er wollte Basima doch nicht damit weh tun. "Egal was ich tue. Es ist Falsch." dachte Laretan. " Sie wird mich, dir nicht weg nehmen. Das würde sie nicht schaffen. " sagte Laretan. Dann schluckte er und redete weiter. " Es ist wahr, das sie vielleicht die einzige ist, die mich versteht. Und ich denke ich verstehe sie in gleichem Maße. Doch das heisst nicht, das ich deshalb mit ihr weg laufe. " Laretan ging auf ein Knie herunter und senkte den Kopf. " Glaube mir mit Basima. Ich werde nie von deiner Seite weichen. Du bist die einzige Frau in meinem Leben. Und die wichtigste Person die ich habe. Du hast mir so vieles gezeigt, was ich nie kannte. Und schon dafür Liebe ich dich bis in den Tod. Und es gibt noch so vieles, was meine Liebe zu dir vergrößert. Glaub mir. Da kann sich nichts zwischen drängen. Eher würde ich in ein offenes Messer laufen. "
Laretan wartete einige Momente, darauf das Basima einie reaktion von sich gab. Danach drehte er seinen Kopf etwas. " Wir müssen jetzt erstmal einen Unterschlupf finden. Ich bin neu hier in der Stadt und kenne mich deshalb noch nicht aus. Wo sind die Armenviertel hier in der Stadt. Dort finden wir bestimmt einen unterschlupf. Und dann müssen wir noch etwas zu essen auftreiben. Vielleicht bietet sich ja auf dem Weg eine Gelegenheit."
Laretan erhob sich. Er hielt Basima seine Hand hin und wartete darauf ob sie sie ergreifen würde.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 12. Jul 2012 10:50

Basima sah das die Worte von Laretan Früchte trugen und die rothaarige Frau zurück kam. Auch sie war zwar erleichtert, doch zeigen konnte sie dies nicht. Da sie noch zu aufgewühlt war. Wieso war sie eigentlich um die Frau besorgt die vor den Wachen flüchtete? Sie wusste es nicht. Ihr war nur klar, dass sie der Frau irgendwie helfen mussten und ihr kam eine Idee, verkleiden sie musste sich verkleiden, doch dazu müssten sie Bekleidung klauen oder erarbeiten. Das zweitere würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen, also klauen. Basima hasste dies, doch sie waren mittellos. Doch das würde warten können, zumal die Frau mit ihr sprach und sie hörte das sie Laretan nicht wegnehmen wollte, fragte sie sich woher sie das wissen will. Sie hatte doch gar nichts gesagt. Verwundert schwieg sie weiterhin.

Denn auch sie hatte niee etwas davon gesagt, verwundert über die Reaktion von ihr sah sie auf "Was weist du schon" jetzt war es an ihr die der rothaarigen Frau misstrauen entgegen brachte. Sie spürte den heisen Wind der aufgekommen war und an ihrem Haar sanft zupfte. Sie sah zu Laretan der auf die Knie gegangen war und ihr Herz klopfte als sie Dann begann Laretan zusprechen, sie spürte seinen Blick auf sich ruhen und auch er sprach davon, dass sie die einzigste Frau in seinem Leben war die er wirklich liebte, dies besänftigte zwar ihr aufgewühltes Inners, doch skeptisch blieb sie, auch als er weiter sprach wusste sie dass er es ernst meinte, die Skepsis verschwand. Wieso sagte er dies? fragte sie sich ich hab doch gar nichts gesagt sie war verwundert und würde ihn bei Gelegenheit fragen.

Dennoch wollte sie es ihm nicht so leicht machen. Sie wollte das er sich etwas einfallen lies und damit er nicht bemerkte das er sie mit diesen Worten schon längst wieder besänftigt hatte, zögerte sie lange. Sie sah auf die Hand von Laretan die er ihr hin hielt und sah ihn an. Dann legte sie ihre Hand zwar in seine, doch sie sprach immer noch nicht. Sie hatte nichts zusagen. Nicht jetzt. Dass war schon ungewöhnlich, da Basima normal viel redete und lachte.
Basima sah die Frau an und wartete auf ihre Antwort.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Do, 12. Jul 2012 11:13

Eonas Augen verloren ihr misstrauisches Glänzen und verebbten in ausdrucksloser Leere.
"Keine Sorge, ich weiß schon auf uns aufzupassen." Seine Stimme klang dunkel, wie es sich für einen Mann gehörte. Sie hörte ein leises Kratzen heraus, etwas raues, das zu seinem Äußerlichen passte. Und sie sprach so viel Gutes und ließ einen Hoffnungsschimmer aufleuchten, den die Sklavin mit Mühe herunterdrückte. Zurück in die Dunkelheit mit dir. Noch ist es zu früh für dein Leuchten!
Sie wandte sich von den beiden ab und versuchte dabei ihre Gedanken neu zu ordnen.

Sortan war fort. Entweder wurde auch er erwischt, aber das bezweifle ich.

Eonas Blick senkte sich auf die Straßen unter ihr und verfolgte einige Wege der Menschen, die dort ihren Aufgaben nachgingen. Sie runzelte nachdenklich die Stirn.

Sortan ist wie ein glitschiger Fisch, den man nicht fangen kann und durch jedes noch so kleine Netz schlüpft. Er ist dort draußen irgendwo. Wenn ich ihm nicht trauen kann, dann niemandem.

Niemand machte sich die Mühe, zu ihr hinaufzuschauen. Jeder war in sein eigenes Schicksal vertieft und mit seinem eigenen Leben beschäftigt. Man kümmerte sich nicht um die anderen. Die Anderen waren unwichtig. Eona zog die Kapuze etwas tiefer und seufzte schwer.

Nun werde ich mit diesen beiden Fremden gehen. Gifthand scheint mir überlegen zu sein, doch er scheint nur seine Geliebte beschützen zu wollen. Es wird nur eine weitere Zweckgemeinschaft sein. Ich werde sie bald wieder verlassen müssen.

Kurz blickte sie über ihre Schulter auf die beiden Unbekannten und sah eine Szene, die ihr einen Stich versetzte. Die Wüstenfrau legte die Hand in die Pranke Gifthands und vereinte somit ihr Schicksal mit seinem. Ein komisches Gefühl drängte sich in ihr auf und wollte sich nicht vertreiben lassen. Eona sehnte sich nach dem Assassinen.

"Wir müssen jetzt erstmal einen Unterschlupf finden. Ich bin neu hier in der Stadt und kenne mich deshalb noch nicht aus. Wo sind die Armenviertel hier in der Stadt. Dort finden wir bestimmt einen unterschlupf. Und dann müssen wir noch etwas zu essen auftreiben. Vielleicht bietet sich ja auf dem Weg eine Gelegenheit."

Die dunkle Stimme des Unbekannten riss die junge Sklavin aus ihren Sehnsüchten und ein eiskalter Schauer kratzte mit scharfen Fingernägeln ihre Wirbelsäule hinab. Sie schüttele etwas den Kopf und sah wieder in den strahlend blauen Himmel, der sich so unschuldig über sie alle spannte.

"Wir gehen getrennt. Wir werden uns im äußeren Ring einen Unterschlupf suchen. Wir dürften im zweiten Ring der Stadt sein. Ihr müsst auf die Mauer dort zulaufen und dann werden wir uns dort am Nordtor treffen. Ich werde euch unbemerkt folgen und sehen, ob ich etwas Essbares auftreiben kann", sagte sie monoton und zeigte ihnen mit dem Finger die Richtung. Es ging grundsätzlich geradeaus nach Norden durch ein paar kleinere Gassen. Wenn man hier unbekannt war, konnte man sich leicht verlaufen. Doch sie würde den beiden über die Dächer und im Schatten folgen. Das konnte sie am besten und wenn die Stadtwachen die beiden doch noch verdächtigte, würde sich dieser Verdacht aufheben. "In Ordnung?"
Zuletzt geändert von Eona am Do, 12. Jul 2012 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 12. Jul 2012 11:52

Noch immer, sagte Basima nichts. Doch wenigstens nahm sie Laretans Hand. Das war schonmal ein gutes Zeichen. Laretan glaubte, das er jetzt aufpassen musste. Er hatte nie daran gedacht was passieren könnte, wenn er eine andere Frau treffen würde. Schließlich hattes es dazu nie wirklich den Anlass gegeben. Doch nun schien es komplizierter zu werden. Laretan wollte in jedem Fall Basima davon überzeugen, das sie sich keine Sorgen machen brauchte. Basima hatte kein Wort darüber verloren, das sie sich sorgte, doch er kannte sie schon sehr Gut. Vorallem wenn sie ihre Gefühle nicht zeigen wollte, bemerkte er es. Schließlich hatte er ihr das bei Gebracht. So erkannte er einige Sachen die Basima nicht zeigen wollte. " Und andererseits, erkenne ich oft nicht das Offensichtliche." dachte Laretan. Der junge Mann seufzte kurz.
Als die Rothaarige ihm antwortete, fragte sich Laretan, woran sie wohl gerade dachte. Sie schien nicht ganz bei sich, oder wollte gerade nichts von sich preis geben. " Ob der Mann, dem ihr Herz gehört, auch so eine Macht über sie hatte, wie Basima über mich?" dachte Laretan, hütete sich aber das aus zu sprechen. Auch wenn Basima es nicht wusste, oder nicht so sah, hatte sie Macht über Laretan. Laretan wusste das. Sie kannte ihn mitlerweile recht gut. Ausserdem machen Gefühle verwundbar. Man kann sie nutzen um andere zu beeinflussen und zu lenken. Das war Laretan klar. Und doch war es ihm recht so. Er wusste das Basima das niemals ausnutzen würde und genau deshalb gab er ihr auch so viele Gefühle Preis. Jedenfalls von seiner guten Seite. Seine andere, dunklere Seite wollte er ihr gegenüber eigenltich nicht zeigen. Schon das sie ihn, vorhin so gesehen hatte war für seinen Geschmack zu viel gewesen.
" Gut. Dann treffen wir uns dort." antwortete Laretan. Eigentlich wäre er auch über die Dächer gelaufen. Doch mit Basima ging das nun mal nicht. " Bis Gleich." mit diesen Worten Verabschiedete er sich und ging mit Basima zum Dachrand.

Laretan half Basima dabie hinunter zu kommen, und ging nun mit ihr durch die Straßen Naradeshs. Laretan sah sich ruhig um um sich alles ein zu prägen. Leider sah er keine Möglichkeit, auf ehrliche Weise, etwas zu Essen zu besorgen. So ging er ohne etwas weiter. Laretan hielt sein Geliebte immnoch an der Hand. Einerseits um sie nicht zu verlieren und andererseits um ihr nähe zu spüren. Immernoch sprach sie nicht. Also wollte er die Stille brechen. " Es tut mir Leid Basima. Ich hätte wirklich andere Wort wählen sollen. Ich glaub ich habe dich verletzt und das wollte ich nicht." sagte er. Er drehte seinen Kopf leicht um Basima an zu sehen. Nur einen Moment und dann sah er wieder nach vorne. " Es ist nicht nur, das du micht nicht ganz verstehen kannst. Ich weiß du würdest es versuchen. Aber ich möchte garnicht wirklich das du mich in diesem Punkt verstehst. So blöd das auch klingt. Denn ich glaube um das ganz zu verstehen, muss man das Selbe durch gemacht haben. Und das will ich nicht. Ich wil nicht das du das selbe durch machst. Selbst wenn es nur in meinen Erzählungen wäre. Damit möchte ich dich nicht belasten. Du bist wunderbar, weisst du das eigentlich? " Laretan stockte kurz. " Und durch meine Erzählungen würdest du dich vielleicht verändern. Und das möchte ich nicht. Du gibst mir Friede mit deiner Art, deiner Lieb, deinem Sein. Das ganz möchte ich einfach nicht gefährden. Verstehst du das? Die Gifthand soll dich nicht verletzen." Laretan ging weiter und hoffte das seine Worte richtig gewählt waren. Er wusste nicht ob basima antworten würde, doch wenigsten wusste sie jetzt wieder ein wenig mehr, wie es in ihm aussah.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 12. Jul 2012 12:19

Basima nickte als die Frau ihnen erklärte wo sie sich treffen würden, sie selbst war aber nicht sicher ob die Frau auch wirklich dort auftauchen würde. Sie hätte bei ihrem Alleingang jetzt die Möglichkeit zu fliehen. Sie schüttelte den Gedanken beiseite, sie mussten der Frau Vertrauen entgegen bringen nur so würden sie ihr zeigen können das sie es ernst meinten. Wenn die rothaarige Frau dieses Vertrauen ihr gegenüber missbrauchte wäre es vorbei mit dem leichten Vertrauen. Sie müsste sich dieses erst wieder erarbeiten und das wäre schwer.

Da die Fremde in Gedanken versunken war bemerkte Basima, aber sie ging nicht darauf ein, Sie wusste ja nicht woran die Fremde dachte, vielleicht an ihre Flucht oder an den Mann dem ihr Herz gehörte? Basima schluckte und entschied das sie der Frau soviel Zeit geben musste wie sie brauchte um ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Basima lächelte, sie selbst hatte nichts schlimmes erlebt bis auf den Tod ihrer Eltern, doch das war im Vergleich zu dem was die Frau und Laretan erlebt hatten nichts. Sie seufzte sie ging so unbeschwert ins Leben und diese beiden waren schwer gezeichnet. Die rothaarige Frau und Laretan taten ihr Leid doch sie konnte nichts tun gegen das was ihnen wiederfahren war. Sie konnte nur ihnen zeigen, das sie nicht so war. Laretan hatte dies schon gemerkt und war ihr dankbar dafür.

Sie ging mit Laretan zum Dachrand und begann mit dem hinab klettern, sie brauchte einige Zeit ehe sie den richtigen Dreh heraus hatte, aber dank Laretan war sie nicht ganz so hilflos beim hinabklettern. Dann standen sie wieder auf der Straße mitten im Tumult. Hier und da redeten die Menschen leise miteinander oder fuchelten wie wild mit ihren Armen. Und doch war alles ruhig, geschäftig waren diese Leute in Naradesh alle mal und waren sich sicher das dieser Tag gut zu Ende ging. Basima wusste noch nicht ob der Tag gut zu Ende ging, zu groß war die Gefahr das die Wachen sie schnappten wenn sie mit der rothaarigen Frau gesehen wurden. Doch andererseits würde Laretan dafür sorgen das sie entkommen würden, die rothaarige Frau schien auch geübt darin den Wachen zu entkommen.
Sie ging an Laretans Seite durch die Gassen in die Richtung in die die Frau gezeigt hatte. Dann eröffnete ihr Geliebter das Gespräch, sie lauschte seinen Worten und wie er sich dafür entschuldigte was er zu der Frau gesagt hatte und dass er ihr das Leid und den Schmerz den er durchlebt und erlebt hatte ihr selbst durch Worte ersparen wollte weil er Angst hatte das sie sich dadurch verändern würde. Als er ihr ein Kompliment sagte, lächelte sie und errötete "Danke" murmelte sie zwischen rein. Dann hörte sie ihm weiter zu. Als er fertig war, dachte sie darüber nach was er sagte. Würde ich mich wirklich verändern? fragte sich Basima, sie wusste es nicht. Das was sie dann zuhören bekam würde sie zwar aus der Bahn werfen aber sie war sich da nicht so sicher ob das sie tatsächlich verändern würde. Und doch akzeptierte sie seine Entscheidung das er ihr seine Vergangenheit ersparen wollte. Sie seufzte und sah zu Laretan "Laretan...Ich glaube dir, dass es dir Leid tut und ich glaube dir auch dass diese Frau dich wesentlich besser wenn nicht sogar ganz verstehen kann. Und doch hat es mich verletzt, das geb ich offen zu. Ich würde es nicht durchleben nur weil du es erzählst oder berichtest und doch akzeptiere ich deine Entscheidung, dass du mir dein Leid was du durchlebt hast ersparen willst. Diese Frau ..ich ..es tut mir leid das ich so reagiert hab. Ich .." sie brach ab und biss sich auf die Unterlippe. Was sollte sie sagen, wieso hatte sie geweint? "ich weis..." setzte sie erneut an "..ich hätte nicht so reagieren sollen, da nichts passiert ist" sie musste sich selbst erstmal klar werden wieso sie so reagiert hatte. Und solange sie dies nicht wusste, wollte sie dies nicht sagen. Sie strich Laretan über den Arm "Du hattest mich schon auf dem Dach als du dich entschuldigt hast, Ich wollte dich etwas zappeln lassen" gab sie offen zu. Und lächelte dabei entschuldigend.
Sie ging zusammen mit Laretan in den Außenring. Überall war Wasser das in kleinen Bachläufen die angelegt worden waren, die durch die gesamte Stadt zogen. Basima war wie zuvor auch vollkommen eingenommen von der Stadt. "Ob wir hier eine Behausung finden? Vielleicht sollten wir erstmal Gold verdienen, du könntest jemanden deine Hilfe anbieten z.b. Eskorte durch die Stadt oder eine Wache abhalten für einen wichtigen Gegenstand oder Ort. Ich kann momentan hier nur Putzdienste oder Pakete, Briefe oder ähnliches von A nach B bringen. Wenn die Frau das mitmacht, würden wir vielleicht Gold bekommen für andere Kleider und einen Umhang für die Frau. Damit sie nicht so schnell entdeckt wird" begann es aus Basima zu sprudeln. Sie sah Laretan fragend an.

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