Neue Bekannte

"Die Stadt der Wasser" am Fuße der Ruwayd-Berge. Bekannt für ihren Wohlstand und der Akademie der Heiler.
Antworten
Benutzeravatar
Eona
Roter Drache
Beiträge: 134
Avatar: Briscott
Alter: 24
Rasse: Mensch (Wilde Lande)
Waffen: Silberstich (Dolch)
Inventar: Wasserflasche, Heilsalben

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Di, 21. Aug 2012 13:14

Eona nickte, um Basima ihr Einverständnis zu zeigen, dass sie dem Pfad folgen sollten, den die Diebe gekommen waren. Sie war froh, überhaupt noch am Leben zu sein und nicht einer Kopfverletzung zum Opfer gefallen zu sein. Jedoch konnte sie sich keinen Reim darauf machen, wieso man sie nur niedergeschlagen hatte und nicht gleich mit den Männern in ihr Versteck geschleppt hatten. Was ergab das für einen Sinn?
Langsam krabbelte die junge Sklavin der Wüstenfrau hinterher und richtete sich langsam auf. Ihr Kopf protestierte abermals, doch Eona versuchte den pochenden Schmerz niederzuringen. "Wir werden den Pferdespuren folgen. Die dürften noch nicht verwischt sein...", meinte sie zu Basima und ging dann mit ihr zügig voran.

In ihrem Kopf spielten sich einige Szenarien ab, wie sie Sortan und Laretan vorfinden werden; ob tot oder lebendig. Vielleicht wurden sie wegen einer Information gefoltert oder weiß der Himmel was die Diebe mit ihnen vorhatten. Jedenfalls konnte Eona diese Bilder nicht ertragen und den ganzen Weg lang hatte sie einen unangenehmen Knoten im Magen. Angestrengt horchte die Sklavin in die Wildnis hinein und versuchte somit ihren ungeheuren Durst zu ignorieren. Sogar ihre Lungen brannten von der trockenen Wüstenluft und sie wünschte sich eine kühle Brise herbei. Basima schien es wohl nicht anders zu ergehen und sie hoffte, dass sie bald ihr Ziel erreichen würden. Wenn die Diebe zu Pferde unterwegs waren, würde es wohl noch eine Weile dauern, bis sie das Versteck finden würden. Es sollte weitab von den normalen Straßen sein und genügend Abstand zu der großen Stadt haben. Aber wiederum so Nahe sein, dass sie sich schnell zurückziehen oder ihre Vorräte aufstocken konnten.
Die Sklavin trottete neben Basima her und sagte kein Wort zu ihr. Wahrscheinlich war auch sie mit den Gedanken bei ihrem Gefährten und durchspielte einige Szenarien, die irgendwann in einer blödsinnigen Fantasie enden würde. Man malte sich manchmal schon grausame Dinge aus... jedenfalls Eona. Sie war immer auf das Schlimmste vorbereitet.

Eona blickte auf, als Basima auf einen der Hügel deutete, die sie nun umgaben. Die junge Frau wusste gar nicht, dass es in der Wüste wirklich Bäume gab. Aber vielleicht war hier eine unterirdische Wasserader, von der sich die Pflanzen ihre Nahrung zogen. Also könnte es hier ein Höhlensystem geben... "Ja, lass uns dort suchen. Aber sei vorsichtig und mach keine auffälligen Geräusche..."
Ohne weitere Umwege schlugen sich die beiden Frauen durch das Dickicht und die Dornen hakten sich oft in ihre Beine oder rissen an ihrem Rock. Aber der Sklavin machte das nicht sehr viel aus. Sie war viel mehr auf ihre Sinne konzentriert und ließ kein Fleckchen aus den Augen. Auch versuchte sie auf keine größeren Zweige zu treten oder Geröll loszutreten. Es könnte jemanden in der Nähe auf sie aufmerksam machen. Die Sklavin fühlte sich immer angespannter und unwohler in ihrer Haut. Sie suchte sogar die Bäume ab, in der Angst, jemand könnte sie von dort oben aus beobachten und sich auf sie herabstürzen. Wo waren nur diese Diebe?
Letztendlich hatten sie doch diesen großen Berg erreicht und kurz legte Eona ihren Kopf in den Nacken, um hinaufsehen zu können. Und dann, nach einer beinah ewigen Suche eines Trampelpfades, kamen sie endlich an seinem Ende an. Der Eingang entpuppte sich als niedriger Höhleneingang, der anscheinend natürlich von einem Fluss geschaffen wurde. Dieser Fluss war aber nur noch ein kleines Bächlein, dass sich zwischen zwei Wachen hindurchschlängelte. Basima zog sich reflexartig zurück und auch Eona blieb hinter der Wüstenfrau stehen.
"Was machen wir jetzt?" Gute Frage... Eona inspizierte ihre Umgebung weiterhin neugierig. Sie wussten nicht, ob es geradeaus in dieses Höhlensystem ging oder ob sie hinunterklettern mussten. Es war ziemlich riskant, ohne Plan oder Vorgehensweise in ein natürliches Höhlensystem einzubrechen. Vor allem, wenn es dort nur so von Dieben wimmelte.
"Wichtig ist, dass wir uns nicht gefangen nehmen lassen, Basima", flüsterte Eona und legte der Wüstenfrau eine Hand auf die Schulter und drückte sie kräftig. Die Sklavin wusste, dass Basima sich nicht zu lange oder kräftig genug wehren konnte. Auch konnte Eona sie nicht die ganze Zeit über beschützen. "Wenn es keine andere Möglichkeit gibt und dies unsere letzte ist, dann müssen wir uns trennen, in Ordnung? Ich verspreche dir, dass ich dich wiederfinden werde. Aber keiner dieser Mistkerle darf uns in die Finger bekommen, sonst sind wir Sortan und Laretan nicht mehr nützlich." Kurz fixierte sie die Wüstenfrau noch mit ihren grünen Augen und widmete sich wieder den Wachen. Zwar lehnten sie gelangweilt an einem großen Stein oder schärften ihre Kurzschwerter, aber der Abstand zwischen ihnen und den beiden Frauen war zu weit. Sie brauchten unbedingt den Überraschungsmoment auf ihrer Seite.
"Ich habe eine Idee, aber ich weiß nicht, ob sie funktioniert. Bleib bitte hier..."
In geduckter Haltung huschte Eona zu einem größeren Felsen, der anscheinend von dem größeren Berg irgendeinmal abgefallen war und sich nun tief in die Erde grub. Das Gestein war schon bröckelig und würde der Witterung nicht mehr lange standhalten. Perfekt für das Manöver.
Noch einmal lugte die junge Frau zu den beiden Wachen, die immer noch gelangweilt am Höhleneingang lungerten. Dann betrachtete sie den Fels eindeutiger. Er war mindestens doppelt so groß wie die junge Frau und hatte tiefe Risse, die bis in den Boden hineinverliefen. Auch thronten viele große und kleine Steine auf ihm, die nur darauf warteten, losgetreten zu werden. Die Sklavin streckte sich nach einem größeren Stein und sofort kullerten mehrere mit ihm herunter. Nochmals griff sie nach einem Stein und eine weitere Lawine ergoß sich auf den Boden. Es machte zwar keinen mächtigen Lärm, aber anscheinend genügte es, um die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich zu ziehen. Alarmiert lugten sie in Eonas Richtung, aber anscheinend reichte es nicht, um sie dorthin zu locken. Die Sklavin seufte genervt, holte tief Luft und fing laut an zu schreien. Die Töne türmten sich von krächzendem Geschrei in ein überhohes Gekreische, dass wohl jeder in und außerhalb der Höhle hören dürfte. Endlich waren die zwei Diebe neugierig genug, in Eonas Richtung zu rennen und diese zückte ihre Waffe, bevor sie etwas auf den Fels vor ihr kletterte. Kaum waren die bewaffneten Männer bei ihr angekommen, stürzte sich die Frau auf den ersten, rammte ihm ihren Fuß in die Brust und erledigte den zweiten mit einem Streich durch die Kehle. Gurgelnd fiel er vor der Rothaarigen auf die Knie, doch diese widmete ihre Aufmerksamkeit auf die erste Wache. Sie rammte ihr Knie mit voller Wucht in seine Brust, als sie sich auf ihn fallen ließ und in geknieter Stellung auf ihn herabblickte. "Mach nur einen Mucks und ich werde dir zeigen, dass du genauso hoch schreien kannst, wie ich", zischte sie und hielt ihm die schillernde Klinge an den Hals. "Erzähl mir, wo ihr die Gefangenen festhält und wehe dir, du lügst mich an!"
Seine Augen weiteten sich und seine Hand suchte nach dem verlorenen Kurzschwert, dass er bei dem kurzen Gefecht fallen gelassen hatte. "Basima!", rief die junge Frau mit gedämpfter Stimme nach ihrer Begleiterin. Nach wenigen Augenblicken kam sie angerannt und Eona deutete auf das Kurzschwert. "Nimm ihnen alle Waffen ab und das was du gebrauchen kannst, nimm mit dir."
"Ihr sie die beiden F-Frauen, nicht w-wahr?"
Eona funkelte das winselnde Etwas unter ihr an und drückte ihre Klinge stärker an die unrasierte Haut unter dem Kinn. "Dachtet ihr wohl, zwei Frauen könnten nichts ausrichten, was? Aber jetzt stotter mich nicht voll, sondern sag mir lieber wie wir am schnellsten dort rein und wieder raus kommen und zwar mit unseren Männern!"
Unkraut vergeht nicht.

Benutzeravatar
Sortan
Schattenklinge
Beiträge: 118
Avatar: Ahn jung Sik
Alter: 27
Rasse: Mensch
Heimat: Naradesh
Waffen: Kurzschwert, Krummdolch
Inventar: Verschiedene Kräuter, Gifte, Heilsalben, leichte Lederrüstung, schwarze Kleidung, schwarzer Umhang aus Fell

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Di, 21. Aug 2012 15:50

Sein Kopf ruckte herum, zu der Stimme, und ehe sich seine Pupillen wieder an das Dunkel der Höhlen gewöhnt hatten wusste er mit wem er sprach. "Selbst wenn ich einen hätte, warum sollte ich ihn dir verraten, Faustkämpfer?" Dann knurrte er leise und unwillig und presste den Kopf an das kalte Eisen um den Gang entlang zu sehen. Auch in die andere Richtung sah er. Es waren noch einige Zellen mehr hier und er konnte definitiv nicht sagen wie viele es insgesamt waren, oder wie viele von ihnen... bewohnt waren. Auch konnte er nicht bis zu dem kleinen Wachraum am Ende des Ganges sehen, von dem das Licht der Fackel strömte. Immerhin hatten sie Glück, das sie ungefähr in der Mitte eingesperrt waren. Ganz vorne würde man sie vielleicht hören und ganz hinten würden sie nichts sehen. Sein Blick richtete sich wieder ruhig auf Laretan. Was hatte er schon zu verlieren, wenn er ihm ein paar Dinge erzählte. Die Raquiiah schützten ihre Händler und Kontaktmänner zwar genauso wie sich selbst, aber das galt noch lange nicht für Verräter. Leise schnalzte er mit der Zunge, "Darko ist der Anführer der Dresh'dae, man nennt ihn nur die Schlange... Eigentlich sind sie eine Diebesgilde, relativ klein und erfolgslos. Aber ihre Hehler haben gute Kontakte und das scheinen sie nun gewinnbringend auszunutzen, mit dem Sklavenhandel." Er wusste nicht ob das sein Gegenüber überhaupt interessierte, aber das war ihm egal. Jede Information über ein Ziel oder einen Feind war irgendwann nützlich, das wusste er aus Erfahrung. "Der Vorteil den wir haben, ist das wir es hier mit Dieben zu tun haben. Sicher sind auch Mörder dabei... Aber keine Söldner, Krieger." Diese Information war vielleicht schon interessanter, aber trotzdem unnütz. Selbst wenn sie gegen die Sklaven kämpfen müssten, man durfte keinen Gegner unterschätzen. Unvorsichtigkeit war des Kriegers Tod... Und des Meuchelmörders schon zweimal. "Darko selbst dagegen... Nun ja, es gibt einen Grund warum man ihn die Schlange nennt. Er trägt mehr Messer mit sich herum als du Zähne im Mund hast, weiß damit umzugehen... Und sie sind alle vergiftet. Dann gibt es da noch seinen Stellvertreter..." Sortan klappte den Mund wieder zu und sah den Gang entlang. Er wusste den Namen nicht mehr, schließlich konnte man sich nicht alles merken, "Irgendeine Schabe... War früher bei der Stadtwache und ich denke er stellt eine genauso große Gefahr dar."

Schulterzuckend wandte er sich wieder um und ließ sich an der Wand in die Hocke gleiten, "Sie werden uns nichts zu trinken oder zu essen bringen. Sklaven sind schließlich nicht zum Spaß ausgemergelt und schwach... Ich schätze sie haben mittlerweile einige Erfahrung, wenn ich mir das Ganze hier so ansehe, also rechne nicht damit das bald wieder einer vorbeikommt..." Sortan schloss die Augen und lehnte den Kopf an die feuchte Höhlenwand. Seine Gedanken wanderten kurz zu der Sklavin, zu seiner Sklavin? Sie sah es wahrscheinlich immer noch so, aber er nicht. Sie war ein Teil seiner Familie und wenn sie endlich wieder zusammen waren und weg von Naradesh... Frei von den ganzen Verfolgern und Wachen, würde er sie seinem Vater vorstellen. Er würde sie zur Frau nehmen und ihr das Handwerk noch näher bringen. Der Gedanke zauberte ihm ein Lächeln aufs Gesicht. Aber nicht nur das, mittlerweile war er sich sehr sicher, das die Vorsehung sie zusammen gebracht hatte. Er wusste heute noch keine Antwort darauf, warum er sie mitgenommen hatte... Warum er sie am Leben gelassen hatte. Es war Schicksal das er diesen Auftrag übernommen hatte und sie war zu dem geboren was sein Leben bereit hielt. Wahrscheinlich war sie eine der wenigen Frauen auf dieser Welt die wirklich verstand was er tat, es teilte, und es aktzeptierte. Er drehte den Kopf zur Seite, sah hinüber zu der Stelle an der er Laretan vermutete und hustete leise. Es gab verschiedene Methoden aus einem Gefängnis auszubrechen. Man konnte sich krank oder tot stellen, aber er bezweifelte das sie den Dieben wichtig genug waren, das sie darauf reinfallen würden. Er hatte auch schon gehört das man mit einem nassen Tuch, das man mit einem Hebel um die Eisenstangen drehte, selbige verbiegen konnte. Das nasse Tuch war dabei kein Problem, er hatte schließlich Kleidung an und den Rest würde er auch aus sich herausholen... Das Problem war der Hebel. In seiner Zelle befand sich rein gar nichts, aber das hieß nicht das es überall so aussah. "Sag mal... Hast du irgendwas in deiner Zelle? Einen kurzen Stock oder so? Einen kleinen Hocker vielleicht?"
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
->Nima Najafi Hashemi

Benutzeravatar
Laretan
verschollen
Beiträge: 290
Avatar: http://www.avatarschmiede.de
Alter: 26
Rasse: Mensch ( Nordland)
Waffen: 3 Wurfmesser, Der eigene Körper
Inventar: Bild

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mi, 22. Aug 2012 11:57

" Weil du hier auch lebend raus kommen willst. Genau wie ich. Und dir sollte klar sein, das wir das zu zweit leichter hin bekommen könnten." sagte Laretan zwar gereitzt, aber noch ruhig. Das er auch umbedingt mit diesem Kerl hier eigesperrt war. Laretan konnte Sortan nicht leiden. Aber verdammt, er konnte wenigstens kämpfen. Und er kannte sich aus. Zu zweit wären ihre Chancen wirklich erhöht. Also versuchte Laretan seine unsympathie zu vergessen. Er hörte genaustens zu, was Sortan zu sagen hatte. Einige der Informationen waren wichtiger als andere. Vorerst zumindest. im verlauf der Zeit konnte sich das ändern. Deshalb merkte sich Laretan einfach alles. Aber besonders die Informationen über diesen Darko und seinen Stellvertreter waren interessant.
" Weisst du wie der Stellvertreter kämpft? mit der gleichen bewaffnung wie die Wache?" fragte der junge Mann sein Gegenüber.

Das diese Diebe nicht oft herunter kommen würden, dachte sich Laretan schon. Doch er hatte auch schon eine Idee wie er sie herunter locken konnte. Ob es so funktionieren würde, war fraglich. doch es war definietiv besser als gar nichts.
"Wie es wohl Basima geht?" dachte Laretan. Er hoffte das ihr nichts passiert war. Er wollte so gerne zu ihr zurück. sie in die Arme nehmen, küssen und vieles mehr. Doch sie war nicht da. Ihr wärme war fort. Nur kälte war hier. Und Sortan machte die Sache nicht gerade besser. Da erhob der Assasine auch schon wiede die Stimme.
Laretan sah sich in seiner Höhle um. Doch auch hier war nichts. Für Diebe schien diese Bande, sehr gründlich zu sein.
"Nein. Hier ist nichts." antwortete Laretan missmutig. " Ihr schient euch zu kennen. Meinst du du könntest den Kerl von gerade nochmal dazu bringen herunter zu kommen?" fragte Laretan gerade heraus.
" Karate ni sente nashi " - Shoto ( Funakoshi Gichin )

Benutzeravatar
Basima Anadil
verschollen
Beiträge: 300
Avatar: Yina
Alter: 26
Rasse: Beraij
Heimat: Avrabeth
Waffen: außer ein kleines Messerchen keine
Inventar: Messerchen, Schlaufe, Armreife und OHrringe

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Mi, 22. Aug 2012 18:54

Basima nickte um Eona zu zeigen, das sie verstanden hatte. "Ja ich verstehe!" Ob sie das wirklich tat wusste sie erst wenn es so weit war. Noch nie war sie so auf eine Rettungsmission gegangen. Und so kam zu der Angst die Nervösität etwas falsch zu machen. Doch nahm sie sich fest vor so viel wie möglich richtig zu machen. So blieb sie zurück verborgen hinter Felsen. Das es hier in der Wüste so eine Gegend gab war für sie nichts ungewöhnliches von Zeit und Zeit ergaben sich solch übig bewachsene Flächen. Die nach einiger Zeit dann wieder verschieden und sich anders wieder auftun. Basima dachte an Laretan, wie es ihm ging? War er verletzt oder gefoltert worden? Sie wusste es nicht und diese Ungewissheit frass sich in ihr Gedächtnis und lähmte sie einige Zeit lang, bis sie den gedämpften Schrei von Eona hörte.

Sie verwarf ihre Gedankengänge und nahm sich vor später darüber nachzudenken und rannte los. Sie bog um die Ecke und sah das Eona einen mit einem Schnitt durch die Kehle dem Tod geweiht hatte. Das viele Blut das von ihm ausging verbreitete sich im sandigen Boden und wirkte wie ein See. Basima schluckte und sah fort. Dem zweiten hielt Eona noch immer ihre Klinge an die Kehle, während sie gelassen mit ihr sprach. Basima nickte und begann alle Waffen die die beiden bei sich hatten einzusammeln. Zunächst ging sie zu dem Mann der vor Eona kniete und nahm ihr sein Kurzschwert und zwei Dolche ab. Dann ging sie zu dem mitterlweile verstorbenen und auch er trug zwei Dolche und ein Kurzschwert. Alles legte sie zusammen zwischen zwei Felsen und nahm sich einen Dolch und ein Kurzschwert. Da ihr Dolch irgendwo verloren gegangen war, war die Scheide nun frei. Und so steckte sie den Dolch des einen Mannes in die Scheide die an ihrem rechten Bein unter ihrem Rock verborgen war und hielt das Kurzschwet dann in ihrer rechten Hand. Basima nickte Eona zu, als Zeichen das sie fertig war.

Eona fragte den Mann eindringlicher und der Mann vor ihr zitterte als er das sprechen anfing "Verschont mich! Bitte ich sag euch auch alles was ich weis" stammelte er. Er sprach ein furchtbaren Akzent doch Basima verstand ihn gut. Er war wohl aus dem Westen der Wüste. Sie sah den Mann an "Rede endlich" sagte sie direkt. Der Mann hob seine Hände "Ja ja ich mach ja schon. Es führt hier ein Gang in die tiefe. Dort verzweigt es sich und es führen mehrere Gänge tiefer hinein. In allen sind Fallen die man umgehen sollte. " Basima nickte, solch Höhlen und Gänge systeme hatte sie schon mal in Gerüchten gehört. Sie waren also war. Und wenn sie sich recht erinnerte, gab es bestimmte Gänge die keine Fallen enthielten. Basima überlegte kurz "Du lügst!" fuhr sie ihn an. "Es gibt hier auch Gänge die nicht mit Fallen bespickt sind!" Der Mann sah Basima ungläubig an. "Wo.." als er aber die scharfe Klinge von Eona tiefer an seinem Hals spürte entschied er sich anders und sprach weiter "Ja es gibt welche die führen aber fast senkrecht hinab. Es sind die Gänge die meist als Lüftungsschächte genutzt werden und die bis in die Gefängnisebene reichen. Diese Ebene ist unter der Hauptebene die 2 Meilen unter der Erde liegt. Dortwar ich aber nie! Und hinaus gehts auf dem Selben wie hinein, wenn ihr nicht vorher getötet werdet Da überall Wachen Streife laufen." Basima lenkte den Kopf schief. "Nun einfacher Mann ich glaube dir. Wie viele laufen zusammen?" Der Mann sah zwischen ihr und Eona hin und her. Er schien nicht zu glauben das zwei Frauen zu so etwas fähig waren. Als Eona ihm mit einem kleinen Schnitt nachdruck verlieh begann er zu sprechen "Es laufen immer 4 Mann auf dem Hauptdeck, in den Gängen meist 2 Männer und auf der Gefängnisebene auch 4 Mann. Die alle vier Stunden abgelöst werden" Basima nickte, doch ehe sie sich versah hatte Eona ihm die Kehle durchgeschnitten "Tode Zeugen sind besser" dachte Basima. Das Zeugen Alarm schlagen konnten hatte sie schon am eigenen Leib erfahren, deswegen sagte sie nichts. [18]Dennoch war sie erschrocken als der Hals durchtrennt wurde und das Blut hervorquoll und an dem Mann hinablief. Gurgelnd ging der Mann zu Boden und Eona und Basima wandten sich um.[/18]

Basima ging in die Richtung des Einganges und spähte vorsichtig hinein. Es war dunkel, roch modrig und nach nasser Erde. Basima zauderte, dort mussten sie hinein. Basima drehte sich kurz Eona "In der Höhle wird es Wasser geben. Dort sollten wir trinken sonst vertrocknen wir" das wusste Eona sicherlich dachte sie und doch hatte sie es gesagt. Sie war es gwohnt noch von ihrem Beruf als Führerin. Und so betrat sie mit ihrer rothaarigen Begleiterin den Eingang des unterirdischen Höhlensystem. Schlagartig wurde es kalt und ihr lief ein Schauer über den Rücken. Es war eine wohltat für ihren Körper aus der Hitze der Wüste vor einen Moment entkommen zu sein. Sie sah sich um, in einiger Entfernung brannte eine Fackel, Basima ging hin und nahm sie nimmt. Denn je tiefer sie gingen desto dunkler wurde es und der Bogen nahm an Neigung zu. Es dauerte auch nicht lange und sie kamen an eine Kreuzung. Basima sah von rechts nach links und wieder zurück. Welcher Gang? dachte sie und deutete nach links "Ich schlag vor wir gehen da lang und.."Da sah sie einen Flackern in dem Gang vor Ihnen.. WAchen! schoss es ihr durch den Kopf und sofort fasste sie ihr Schwert fester. Sie ging kurzer Hand in den Gang links hinein und begann mit ziemlich flotten Schritt weiter zu gehen. Ob Eona ihr folgte? "Eona.. bist du da?." flüsterte sie. Es kam ihr wie ein Monsterschrei vor in diesem Gang. Doch Eona war bei ihr auch sie ging mit ihr in den Gang links. So gingen sie um die Biegung herum und standen auf einmal vor einem Abgrund, der tief in den Bogen hinein ragte. Basima starrte nach unten und dann nach vorne. Der Abgrund war nicht sehr breit, aber erschreckte erstmal ab. Basima sah zu Eona "Dann springen wir wohl oder?" Basima sah Eona fragend an und wartete darauf was sie wohl dazu sagen würde.
Die Wachen kamen nicht näher es war so als hätten sie die beiden Frauen nicht bemerkt.

Benutzeravatar
Eona
Roter Drache
Beiträge: 134
Avatar: Briscott
Alter: 24
Rasse: Mensch (Wilde Lande)
Waffen: Silberstich (Dolch)
Inventar: Wasserflasche, Heilsalben

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Mi, 22. Aug 2012 20:48

"Gute Arbeit, Basima. Wir werden den Weg schon finden, mit oder ohne Plan."
Eona wischte sorgsam ihre blutige Klinge am Gewand des toten Wachen ab und wandte sich dann ab.

All diese toten Menschen. Seit ich mit Sortan zusammen bin, häufen sich die leeren Blicke, die mich anstarren. War ich schon immer darauf aus, so viel zu töten? Macht es mir etwas Spaß? Hat der Assassine mich dazu gebracht?


Tiefe Falten kräuselten sich auf Eonas Stirn und sie sah dem Wachen noch einmal in die weit aufgerissenen Augen, die wohl nie wieder das Licht eines Morgens erblicken würden.

Ist es wirklich gerechtfertigt, so viele Menschenleben auszulöschen? Haben wir das Recht dazu?


Die Sklavin beschloss, Sortan diese wichtige Frage zu stellen. Und auch Laretan würde sie wohl damit konfrontieren. Wussten die beiden eine Antwort darauf, oder war ihnen die Frage selbst gar nicht wichtig, sondern nahmen sie sich dieses Recht aus heiterem Himmel heraus?
"Basima...", raunte Eona und starrte immer noch den Leichnam vor ihr an. "Hast du jemals einen Menschen getötet?" Warum sie der Wüstenfrau diese Frage stellte, wusste sie nicht. Und warum sie ihr selbst gerade so wichtig vorkam, konnte sie auch nicht beantworten. "Und würdest du es jemals können?"

Wann bin ich so geworden? Wer hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin? War es André? War er der Auslöser, mit seiner Herrschsucht und dem Drang, alles zu kontrollieren?

Die Höhle war kühl und eine leichte Feuchte legte sich nach wenigen Schritten auf Eonas Haut. Sie empfand es als sehr angenehm, jedoch war der modrige Geruch weniger erträglich. Moos bedeckte die Wände, den Boden und sogar die Decke. Gab es hier auch wilde Tiere? Oder wurden sie alle von den Dieben hier vertrieben? Anscheinend würden sie aber hier nur menschlichen Feinden begegnen und die Sklavin bereitete sich darauf vor, indem sie ihre treue Klinge in der Hand behielt. "Ich denke, wenn wir etwas weiter drin sind, können wir ein wenig aus dem Bach hier schöpfen. Aber zuerst sollten wir uns diese Höhle ansehen." Die junge Frau wollte schon nach einer Lichtquelle Ausschau halten, jedoch kam Basima ihr zuvor. Langsam schienen ihr die Qualitäten ihrer neuen Begleiterin zu offenbaren. Sie war zwar etwas ängstlich oder übervorsichtig, aber mutig und gewitzt. Laretan hatte sich eine gute Gefährtin ausgewählt, aber das musste man ihm wohl nicht sagen. Leise und ohne viele Worte drangen die beiden Frauen weiter in das Diebesversteck vor und Eona hatte immer noch das Gefühl, beobachtet zu werden. Anscheinend hatte sie die Paranoia von Sortan übernommen und es lief ihr regelmäßig kalt den Rücken hinab. Der Boden der Höhle war rutschig und es half ihr nicht wirklich, dass er sich auch noch nach unten neigte. Einmal schlitterte sie einige Meter voran, da sie ein Moosstück übersehen hatte, konnte aber einen überraschten Schrei gerade noch unterdrücken. "Ich hasse diese Höhle", brummte Eona mehr zu sich selbst als zu irgendwem anders.
Jegliches Geräusch machte Eona noch nervöser und langsam hatte sie das Gefühl, dass die Wände immer näher kamen. Sie wollten die beiden einengen und bei lebendigem Leibe zerquetschen, so kam es jedenfalls der jungen Sklavin vor. Trotz des Fackelscheins war es immer noch unheimlich dunkel und sie hoffte, dass es entweder bald heller werden würde, oder sie die Männer fanden. Jedoch rief sich die Sklavin die Worte der Wache ins Gedächtnis. Die Ebene ist unter der Hauptebene, zwei Meilen unter der Erde. Verdammt, das würde noch ein langer Weg werden, außer sie fanden einen Lüftungsschacht, der breit genug war, um hinunter zu klettern. Oder ihnen überhaupt die Möglichkeit zum Klettern bot. Wieso mussten diese Dummköpfe auch gerade hierhin verschleppt werden?
Letztendlich kreuzte sich der Weg, den die beiden Frauen entlanggingen und Eonas Magen verknotete sich. Natürlich, dieses Höhlensystem war ein einziges Labyrinth. Vielleicht würden sie ewig brauchen, bis sie endlich hier rausfanden... "Warte...", flüsterte Eona, nachdem Basima entschieden hatte den linken Gang zu nehmen. Vor ihnen brannte eine weitere Fackel, was zumindest bedeutete, dass dieser Weg oft benutzt wurde. Die Fackel selbst steckte in einer eisernen Halterung, die schon zu rosten begann. Mit zwei Schnitten makierte die Sklavin im Holz der Fackel den richtigen Weg mit einem Kreuz. "Damit wir später hinausfinden... Falls es uns hilft. Sicher ist sicher."
Eona sah wohl die andere Fackel im Gang gleichzeitig mit Basima und folgte ihr ohne Umschweife. "Ich bin direkt hinter dir, keine Angst", flüsterte die Sklavin und drehte sich nur manchmal um. Der Schein verblieb wo er war und sie hörte die dunklen Männerstimmen nur sehr dumpf. Aber wäre Basima nicht plötzlich stehen geblieben, wäre sie wohl in den Abgrund gestolpert, der vor sich plötzlich vor ihnen auftat. Breit gähnte er die Fremden an. Nochmals drehte sich Eona gehetzt um, nahm Basima kurzerhand die Fackel ab, kniete sich hin und leuchtete nach unten. Jedoch schien der Abgrund nur schmäler zu werden oder hatte gar keinen Grund, zu dem sie hinabsteigen könnten. "Spring du zuerst", meinte Eona und stellte alarmiert fest, dass die Wachen den gleichen Weg wie die beiden langmarschierten. Ihr würde heiß und das Adrenalin schoss ihr durch die Venen. "Nun mach schon, das schaffst du!", drängte sie die Wüstenfrau und machte selbst schon mal ein paar Schritte zurück, um über den Abgrund springen zu können. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Basima sprang und es ohne weiteres schaffte. Nicht schlecht, dachte die Sklavin bei sich und schluckte ihre anbahnende Angst, abzustürzen, gekonnt hinunter und sprang. Zwar war sie nicht so elegant wie Basima, aber sie schaffte es. Jedoch war es ihr Fehler, dass sie bei der Landung ein Stück des Randes lostrat, der schon vorher bröckelig dort hing. Mit einem ohrenbetäubenden Krach stürzte der Rest des Randes in das gähnende Loch und der Lärm hallte noch von den Wänden wieder. Na ganz toll gemacht, Eona! "Lauf!", zischte die junge Frau und drängte Basima weiter den Gang entlang.
Nochmals kam ihnen eine Kreuzung entgegen und die Sklavin scheuchte ihre Begleiterin instinktiv in den rechten Gang, was wohl eine mehr oder weniger glückliche Fügung bewirkte. Zwar schien die Wüstenfrau auf einmal abzurutschen und in die tiefe zu fallen, aber Eona hatte noch den Reflex, Basima bei der Schulter zu packen und verkrallte sich in ihr Gewand. Trotzdem fiel die junge Frau noch etwas in das kreisrunde Loch hinab, aber Eona hielt sie eisern fest und lag nun am Rande. "Ich hab dich...", stöhnte sie. Wie viele Löcher gibt es denn noch hier drin?, fluchte sie in Gedanken und hatte Schwierigkeiten damit, die junge Frau festzuhalten. Ein entferntes Klackern machte Eona aufmerksam und sie versuchte, an Basima hinunter in das Loch zu blicken. Die Fackel war ihr aus der Hand gefallen und in das Loch hinunter gestürzt. Jedoch hatte dieser Abgrund einen Grund und dort lag der Lichtschein nun. "Basima! Dort unten... Wahrscheinlich ist dort... die zweite Ebene! Das Gefängnis!"
Eona zog die Wüstenfrau soweit nach oben, damit sie sich am Rande festhalten konnte und sicherheitshalber sah sie noch einmal konzentriert nach unten. "Wir müssen dort runter! Meinst du, du schaffst das?" Ihr schlug das Herz bis zum Hals und keuchend versuchte sie, wieder Luft in die Lungen zu bekommen. Das größere Übel schien sich aber noch anzubahnen: Die Wachen hatten nicht von ihnen abgelassen und Eona konnte die Stimmen näher kommen hören. "Los! Kletter dort hinunter, ich halte sie auf!"
Unkraut vergeht nicht.

Benutzeravatar
Sortan
Schattenklinge
Beiträge: 118
Avatar: Ahn jung Sik
Alter: 27
Rasse: Mensch
Heimat: Naradesh
Waffen: Kurzschwert, Krummdolch
Inventar: Verschiedene Kräuter, Gifte, Heilsalben, leichte Lederrüstung, schwarze Kleidung, schwarzer Umhang aus Fell

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Mi, 22. Aug 2012 21:32

"Keine Ahnung. Schätze mit schweren Waffen..." erwiderte er auf die Frage Laretans und sah zu ihm herüber. Natürlich hatte er nichts in seiner Zelle, die Männer waren doch nicht blöd. Sortan stand schließlich wieder auf und ging die Zelle etwas auf und ab. Das ganze hier ging ihm gehörig auf die Nerven. Er hatte keine Lust in diesem Loch zu bleiben und zu warten bis er verkauft wurde und dann seinen neuen Herren umzubringen. Er wollte sofort hier raus, so langsam verlor er ja schon den Verstand. Er hasste es dermaßen eingeengt zu sein und nichts tun zu können war noch viel schlimmer für ihn. Das der Faustkämpfer nun hier war, war auch eher Fluch als Segen. Er vertraute ihm nicht und leiden konnte er ihn schon gar nicht. Warum Eona sich überhaupt mit ihnen abgab, war ihm ein Rätsel. Er dachte das seine Regeln der Sklavin tief genug eingebläut waren und kaum war sie auf sich alleine gestellt vertraute sie wildfremden Menschen und wollte ihn sogar dazu bringen sein eigenes wegen denselbigen zu riskieren. Der Assassine hob den Kopf und sah seinen Mithäftling nachdenklich an. Er hatte seine Worte gehört, aber gab noch keine Antwort darauf. Der Gedanke warum Eona ihr Leben aufs Spiel setzte um diesen Mann und seine Frau zu retten war ihm unbegreiflich. Er liebte sie, das konnte er sich eingestehen, aber mit Sicherheit würde er sein Leben nicht für Fremde riskieren nur weil sie es so von ihm wollte. Darüber würden sie reden müssen, schließlich gab es nicht umsonst Regeln, das Leben der Raquiiah wurde immer über andere gestellt, denn sie waren anders. Besser, stärker und tödlicher. Die Vorsehung schützte sie und zeigte ihnen den Weg des Todes auf, nicht den der Freundschaft und des Mitgefühls.

Leise schnalzte er mit der Zunge und vertrieb die Gedanken. Laretan hatte ihm seinen Plan erklärt und warum auch nicht. Sortan sah fest in dessen Richtung. Er war gefesselt und nur der Assassine würde an den Schlüssel kommen. So Leid es ihm tat, wollte ihm also kein Grund einfallen warum er Laretan mitnehmen sollte. Genauso gut konnte er hier unten verrotten, ein Leben bedeutete nichts im Angesicht der Geheimnisse der Familie. Er nickte langsam, als Einverständnis und umfasste die Gitterstäbe mit den Fingern. Seine Finger suchten in dem fahlen Licht nach dem Schloss und als sie es schließlich fanden, prägte er sich seine Position so ein, das er es nach ein paar Versuchen auf Anhieb fand. Dann drehte er den Kopf und sah den Gang entlang zu der Lichtquelle, "Hee! DARKO! Ich hab dir was zu sagen!" Sein Blick ging kurz zu Laretan, er würde sich hoffentlich dafür bereit halten. Kurz darauf näherte sich der Lichtschein ihrer Position und ein breiter Umriss zeichnete sich dahinter ab. Es war definitiv nicht Darko, aber das war egal. Es war eine der Wachen und sie besaß ebenso einen Schlüssel wie der Kopf der Bande. Die Schritte verhallten vor seiner Zelle und er sah in die braunen Augen des Mannes, "Was´n? Sprich bevor ich dich auspeitsche..." Der Assassine zeigte gegenüber auf die Zelle, "Sagt mal wisst ihr eigentlich wen ihr da habt? Ein ganz berühmter Goldjunge, Kämpfer... Hat sich ne goldene Nase verdient, vielleicht gibt er dir ja was ab, wenn du ihn nett... bittest." Der Gefängniswärter schnaubte leise, drehte sich um und ging auf die Zelle zu. Sein Plan ging perfekt auf und ermöglichte damit den Erfolg von Laretan´s. Als der Mann nahe genug an der Zelle war, bekam er einen Tritt von dem Kämpfer und wurde gegen die Gitterstäbe von Sortans Zelle geschleudert. Der Assassine reagierte schnell und umschloss mit dem einen Arm seine Kehle, während die andere den Mund zuhielt. Dann schlug er kräftig zu, einmal, zweimal, dreimal, bis sein Kehlkopf regelrecht zertrümmert in seiner Kehle hing. Geduldig wartete er den Moment des Sterbens ab, ehe er seinen Mund freigab und ihn mit der anderen Hand oben hielt. Seine Finger tasteten über den Körper des Diebes, fanden den Schlüssel und er ließ den Toten fallen.

Kurz darauf klickte es leise und die Tür seiner Zelle schwang quietschend auf. Sortan beugte sich herunter, nahm den schmalen Geldbeutel des Mannes und sein Kurzschwert. Es tat unendlich gut frei zu sein und eine Klinge in der Hand zu halten. Kurz schloss er die Augen und genoss das Gefühl. Dann bückte er sich erneut und zog einen Dolch aus dem Gürtel der Wache. Er trat an die Zelle des Faustkämpfers und knurrte unwillig. Er war ihm nichts schuldig, das wusste er. Trotzdem zerschnitt er seine Fesseln mit dem Dolch, ehe er ihn in seinen Gürtel schob und das blanke Kurzschwert in der Hand behielt. "Ich habe heute einen guten Tag gehabt... Deshalb lass ich dich raus." meinte er grinsend und warf ihm den Schlüssel zu, "Versuch Schritt zu halten, wenn du kannst." knurrte er dann noch leise und konzentrierte sich auf dem was vor ihm lag. Laretan würde ein wenig Zeit brauchen um aus der Zelle zu kommen, aber wenn er gut war, würde er ihn trotzdem noch einholen. In dem Wachraum angekommen sah er sich kurz um. Etwas Brot und Wasser lag auf dem Tisch, neben einem langen blanken Messer. Der Assassine genehmigte sich einen Schluck und sah zurück in den Sklavengang, als es ohrenbetäubend rumpelte. Leise fluchend wandte er sich um, er musste seine Sachen finden. Ohne sie war er aufgeschmissen gegen Darko. Seine Schritte wandten sich den rechten Gang entlang, der linke sah ihm zu oft benutzt aus und auch brannten dort mehr Fackeln. Es dauerte nicht lange bis er in einer kleinen Höhle endete. Eine Sackgasse, ganz toll. Es befanden sich ein paar Waffenständer hier und auch Kisten, wahrscheinlich voll mit Geld und Juwelen. Dennoch war hier keine Wache, warum auch? Wen hatten die Diebe hier mitten in der Wüste zu befürchten? Es dauerte nicht lange, bis er in dem Licht einer Fackel seine Sachen zusammen gesucht hatte. Die Lederrüstung wurde geschickt angelegt und die Waffengurte und seine restlichen Sachen umgebunden. Danach würde es weiter gehen, er würde dieser verräterischen Schlange den Kopf abschlagen.
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
->Nima Najafi Hashemi

Benutzeravatar
Laretan
verschollen
Beiträge: 290
Avatar: http://www.avatarschmiede.de
Alter: 26
Rasse: Mensch ( Nordland)
Waffen: 3 Wurfmesser, Der eigene Körper
Inventar: Bild

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 23. Aug 2012 9:42

Laretan fing den schlüssel und fing an das Schloss zu öffenen. es dauerte seine Zeit. " Eingebildeter Fatzke!" dachte Laretan wütend. " Meint er könnte alles. Lässt ich von mir vor den Wachen retten! Kommt durch meinen Plan frei! Und meint dann er wäre heute gnädig genug mich frei zu lassen! Das darf doch nicht war sein!" Sortan hatte glück gehabt, das die Gitter zwischen ihm und dem Faustkämpfer gewesen waren. Sonst hätte er sich vermutlich ein paar satte Schläge eingefangen. Doch so war er schon weg. Doch Laretan kochte, wegen der arroganten Art Sortans. " Nochmal rette ich ihn nicht." nahm sich der Kämpfer in Gedanken vor.
Endlich hatte er das Schloss geöffnet und ging auf den Gang. Er sha sich um. Zum loch hoch klettern konnte er nicht. Er war zwar ein geübter Kletterer, wenn nicht sogar mehr, doch an der Decke zu klettern lag auch ausserhalb seiner Möglichkeiten. So musste er wohl oder übel Sortan folgen.
Laretan kam in der Wachkammer an. Er sah sich um und nahm das Brot mit. Auch das Wasser nahm es mit. Doch vorher trank er noch was. Dann lief er instiktiv in den rechten Gang. Da sah er auch schon Sortan, wie er sich gerade die restlichen Sachen umband. " Na toll." knurtte Laretan. Nicht nur das er Laretan nicht leiden konnte, jetzt waren sie auch noch in einer Sackgasse. Jetzt gab es nur noch einen weg den sie gehen konnten. Laretan lief zurück und nahm den letzten Gang. Ob Sortan hinterher kam war ihm gerade herzlich egal. Da kam auch schon die nächste Kreuzung. Doch von vorne sah er schon Lichtschein um die Kurve kommen. Also nahm er den rechten weg. Hier gab es weniger Fackeln. Laretans Augen brauchten ein paar Momente um sich an das Zwielicht zu gewöhnen. Laretan lief um eine Kurve und konnte gerade noch abbremsen. Fast wäre er einen Abhang hinunter gefallen. Er stand vor einer Klippe die mindestens 15 Meter in die Tiefe ging. Das verkomplizierte die Sache natürlich.
" Karate ni sente nashi " - Shoto ( Funakoshi Gichin )

Benutzeravatar
Basima Anadil
verschollen
Beiträge: 300
Avatar: Yina
Alter: 26
Rasse: Beraij
Heimat: Avrabeth
Waffen: außer ein kleines Messerchen keine
Inventar: Messerchen, Schlaufe, Armreife und OHrringe

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 23. Aug 2012 17:46

Basima gab Eona auf ihre Frage ob sie einen Menschen jemals getötet hatte und ob sie es könnte nur ein Schulterzucken als Antwort. Das sie um ihr Leben willen schon einmal getötet hatte und es wieder tun würde musste Eona ja nicht sofort erfahren. "Ich..habe in letzter Zeit keinen getötet" sagte sie. Das stimmte. DAs letzte Jahr hatte sie ohne Menschen töten zu müssen verbracht. Aber dann sah sie den Blick von Eona und sie hatte das Gefühl ihr zu erzählen was sie erlebt hatte "Ich musste vor einem Jahr jemanden töten ja.. Ich hab es einfach getan. Da der Mann mein Leben einforderte! Ich hoffe es nie wieder tun zu müssen. Ich hoffe es beantwortet deine Frage. " Die Bilder des Platzes wo sie mit Laretan gekämpft hatte, ihre Gefangenschaft die Schmerzen all das kam wieder hoch. Sie fasste sich an ihre Oberschenkel, an beiden wahren Narben zurück geblieben die man bei bestimmten Lichteinfall sah und sie träumte oft von ihrer Zeit im Kerker und dem Mann der sich daraus einen Spaß machte sie und Laretan quälen. Sie träumte von dem Mann sie sah seine Augen die sie in jedem Traum mit der gleichen Stärke ansahen und sie quälten. Und doch wusste Basima das diese Bilder nie wieder fortgehen würden. Das hatte sie Laretan noch nie erzählt, wollte sie auch nicht, denn er hatte genug mit seinem Leben zutun. Basima seufzte und schüttelte die Bilder ab. Sie waren Vergangenheit dachte Basima.

Sie blieb auf geheiß von Eona kurz stehen und beobachete sie wie sie das Holz markierte und es kam ihr logisch vor und nickte nur. Dann ging sie weiter die Stimme von Eona hier in dieser Dunkelheit beruhigte sie auf irgendeine Art und Weise auch wenn sie sich noch nicht so gut kannten. Dann als sie den Abgrund erreicht hatten und Eona ihr die Fackel aus der Hand nahm und sie zum springen aufforderte, schluckte sie stumm und kam der Aufforderung nach. Sie ging einige Schrite zurück, nahm Anlauf und sprang und landete mit einem dumpfen Aufprall sicher auf ihren Füßen. Dann war Eona an der Reihe und sie wartete geduldig ab. Als das Geröll laut polternd in die tiefe Stürzte fluchte sie und rannte los auch ohne das Kommando von Eona wusste sie was sie tun musste um nicht gefangen genommen zu werden.

Eona trieb Basima voran und in den rechten Gang hinein. Dieser war Dunkler, feuchter und kühler als die anderen und der Luftzug die leichte Neigung und der modrig lehmige Boden der hier kurz entstand, alamierte Basimas Sinne doch zu spät, vor ihr tat sich wie aus dem Nichts ein Loch auf und ihr Schwung den sie drauf hatte bewirkte das sie den Boden unter ihren Füßen verlor und ins Loch fiel. Die Hände die sie an den Schultern packten gehörten Eona, das wusste sie und doch erschrak sie furchtbar und klammerte die Arme von Eona. Sie hing mit dem Rücken zu Eona und starrte das Loch an. Der rutschige Boden taten ihr übriges und Eona und Basima rutschten immer weiter Richtung tiefe. Basima war bis auf ihr Kopf und ihre Beine im Loch verschwunden. "Ohh steh mir bei" murmelte sie. Und hörte kaum die Worte von Eona. Da ihr Blut in den Ohren das Rauschen anfing. Das Loch war breit genug das beide Frauen gleichzeitig Platz hatten und Basima starrte die Wand aus Erde und den Boden vor ihr an. Sie musste sie anstrengend das sie nicht in Panik verfiel. Es musste gut 15 Meter hinab gehen und was da unten war wusste keine von beiden. Sie mahnte sich zur Ruhe und dachte an die Übung die Laretan ihr mal beigebracht hatte. Es war eine KOnzentrations übung die einen zur Ruhe mahnte. Sie atmete mehrmals ein und aus als die Stimme von Eona, sie aufweckte und zurück führte in die Realtiät. Basima spürte wie Eona sie hoch zog und Basima packte anstelle der Arme den Rand und hing nun in dem Loch. Basima sah nach unten und dann zu Eona die sie fragte ob sie das schaffen würde. "Ich hoffe" sagte sie und begann zu klettern. Das Wachen kamen bekam sie gar nicht mit. Erst als die rothaarige Frau sagte "Ich halte sie auf" kam ihr in den Sinn das da ja noch Wachen waren und begann sie schnell zu Klettern. Die Wand war glatt ungewöhnlich glatt und Basima musste alle Muskelgruppen und alle Konzentration aufbringen um nicht hinab zu fallen. Das Loch selbst war vielleicht 5 Meter tief, doch dies langte aus um von Basima alles abzuverlangen. Sie konnte sich Stück für Stück hinab klettern aber ab einigen schnellen Kletterzügen die sie ausgeführt hatte begannen ihre Arme und Beine zu zittern ein Anzeichen dafür ihre Muskeln nicht mehr lange durchhalten würden. Basima hoffte sie würde es schaffen. Und so kletterte sie STück um Stück weiter.

Von oben hörte sie einige klirrende sowie gurgelnde Geräusche und dann hörte sie wie von oben jemand anfing zu klettern. Basima wusste was passiert war .Eona hatte die Wachen getötet und nun lageen weitere tote Menschen herum. Basima schluckte prompt passierte es, sie griff und trat daneben und ehe Basima sich versah, fiel sie wie ein Stein mit einem irren Tempo drauf nach unten. Die Wand des Loches raste an ihr Vorbei und dann viel sie ein Stück durch einen großen Raum, so scheint es Basima, da sie vom fallen nichts genaues wahrnahm, sah sie auch nicht wie unter ihr eine Wache stand und da neben eine weitere tote. Basima schrieee vor Schreck laut auf und als die Wache hochsah, landete Basima mit einem mächtigen Schlag auf der Wache. Die Wache ging vorwärts zu Boden, der Kopf wurde vor auf den harten Boden geschleudert und Basima landete mit ihrem vollen Gewicht auf der Wache. Der Aufprall trieb ihr die Kiefer zusammen und sie Biss sich auf die Zunge und ihre Zähne donnerten aufeinander. Ihre Lungen wurden zusammen gestaucht und spürte unter sich den Körper des Mannes. Der Mann blieb regungslos liegen und Basima stand umständlich auf. Sie wollte nichts aber auch gar nichts von dem Mann anfassen. Als sie stand sah sie nach oben zum Loch es lag 2,5 Meter über dem Boden, unter dem Loch die Wache. Basima seufzte leise und wartete auf Eona. Die war als Basima das schreien anfing, schneller geklettert und kam nicht lange nach dem Aufprall von Basima am Ende des Loches an und sprang bewusst und landete neben Basima.

Dann erst als Eona bei ihr war sah sie sich um, die Rothaarige Frau hatte rechtgehabt ihr waren die Gefängnisse. Ein Gefängnis nach dem anderen reihte sich aneinander und 2 davon standen auf vor denen die zwei toten Wachen lagen. "Alles ausgeflogen!" sagte Basima und ging an den Zellen auf und ab, als sie dan der Türe den Schlüssel fand, der noch immer steckte. Sie ahnte was passiert war Laretan und Sortan hatten sich selbst befreit. "Ich glaube wir kommen zu spät" sagte Basima zu Eona.

Benutzeravatar
Eona
Roter Drache
Beiträge: 134
Avatar: Briscott
Alter: 24
Rasse: Mensch (Wilde Lande)
Waffen: Silberstich (Dolch)
Inventar: Wasserflasche, Heilsalben

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Sa, 25. Aug 2012 23:20

"Ich glaube, wir kommen zu spät."

Eona hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die blutende Wunde am linken Oberarm und knurrte wütend. Mit schnellen Handgriffen zog sie sich den Verband, welchen Basima ihr um den Kopf geschlungen hatte, vom Kopf und schlang ihn fest um die Wunde, um dann das andere Ende mit den Zähnen festzuziehen. Sie war wieder unvorsichtig gewesen. Eigentlich hätte Sortan ihr diese Eigenschaft in den letzten Monaten austreiben müssen, aber anscheinend hatte sie immer noch diesen Grundgedanken, dass diese Diebe kein Funken Verstand in ihren Hohlköpfen hatten. Die Sklavin hatte wieder die Menschen um sich herum unterschätzt. Der erste Angreifer war kein Problem gewesen, da er wahrscheinlich sein Gleichgewicht verloren hatte und förmlich in Eonas Klinge gefallen war. Aber der zweite ließ sich nicht so schnell unterkriegen und hatte einen großen Vorteil: Er hatte die Rothaarige nicht unterschätzt und sogleich mit einer ausgefuchsten Finte angegriffen, der Eona nicht entgehen konnte. Aber wenigstens war sie in die richtige Richtung ausgewichen. Wäre sie nach links ausgewichen, hätte das Kurzschwert Bekanntschaft mit ihren Rippen gemacht. Da sie aber nach rechts gehechtet war, aber die Finte doch zu spät erkannt hatte, wurde sie nun mit dieser Wunde gestraft.

"Die Frage ist, ob sie nun aus ihren Zellen geholt wurden oder wirklich allein geflohen sind", grummelte die Sklavin und sah noch kurz durch das breite Loch, durch das sie geklettert kamen. Nun, Basima hatte einen bequemeren Weg gewählt und war gefallen, aber hatte zumindest eine weiche Landung. Die störende Wache war nun nicht mehr bewusstlos, sondern lag schon in einem glänzenden, flüssigen Rot, welches im schwachen Fackelschein glänzte.
Danach war Eona ihrer Begleiterin gefolgt und hatte sich elegant fallen gelassen. Trotzdem hatte die Wunde ihre Kletterpartie erschwert und sie brannte unangenehm. Aber darum würde sie sich später kümmern. Die Rothaarige musterte den Schlüssel in der noch offenen Zelle und blinzelte in den kleinen Raum hinein. Dort lagen Fesseln. Sie waren umständlich aufgeschnitten worden und Eona dachte sich, dass wohl niemand einen Faustkämpfer ohne Fesseln freilassen und ihn in den Gängen spazieren führen würde. Die andere offene Zelle war komplett leer, aber eine der Wachen lag am Gitter angelehnt. Blut lief in einem kleinen Rinnsal aus seinem Mund und tropfte an seinem Kinn hinab. Die Augen waren weit aufgerissen, der Hals und damit der Kehlkopf bestanden aus rot bis violetten Blutergüssen.
"Wo glaubst du, sind sie hingegangen? Denn es sieht so aus, als hätten sie sich wirklich befreit..."

Langsam erreichten die beiden Frauen den Wachraum, sahen dabei nichts außer einem Tisch, einem Stuhl und einem halb leeren Wasserkrug. Rechts und links waren fein säuberlich ausgebaute Gänge, die wohl tagtäglich benutzt wurden. Keine Diebe zu sehen. Auch hören konnte die Sklavin nichts.
"Verdammt, wo sind sie nur hingegangen..."
Eona hätte am liebsten tief Luft geholt und hätte nach Sortan geschrien. Die Wände hätten ihr übriges getan und das Echo weit in den Berg hineingetragen. Aber wer wäre wohl, außer vielleicht der Assassine, ihrer Stimme gefolgt?
Unkraut vergeht nicht.

Benutzeravatar
Sortan
Schattenklinge
Beiträge: 118
Avatar: Ahn jung Sik
Alter: 27
Rasse: Mensch
Heimat: Naradesh
Waffen: Kurzschwert, Krummdolch
Inventar: Verschiedene Kräuter, Gifte, Heilsalben, leichte Lederrüstung, schwarze Kleidung, schwarzer Umhang aus Fell

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » So, 26. Aug 2012 11:20

Der Assassine folgte Laretan natürlich auf den Schritt. Seine Hand umklammerte noch immer das Kurzschwert, bowohl er nun seine eigenen Waffen wiederhatte, schließlich konnte man nie genug Klingen bei sich tragen. Er bremste hinter ihm ab und blieb an der Kreuzung kurz stehen, sie konnten nicht immer nur vor dem Licht weglaufen. Sein Kopf ruckte nach rechts und sah dem Kämpfer nach, der in der Dunkelheit verschwand. Dann zog er sein Krummschwert, senkte beide Schwerter gen Boden und wartete auf den Lichtschein. Dann sah er den Kopf der Fackel und wirbelte herum, in den dunkleren Gang. Er schloss die Augen, konzentrierte sich gänzlich auf die Eindrücke seiner Ohren und hörte die Schritte. Er zählte, wartete ab, es waren mindestens zwei. Verdammt, soviel Diebe hatte die Dresh'dae doch gar nicht, wo kamen die nur alle her? Vielleicht hatten sie sich ja wirklich größer aufgebaut, als er jemals geahnt hätte. Langsam und leise ging er in die Hocke und presste sich an die kühle Wand in den Schatten. Die Fackel zog an ihm herüber, in Richtung der Gefängniszellen und er murrte innerlich. Wenn sie die Wache finden würden, dann würden sie Alarm schlagen, das konnte er gar nicht gebrauchen. Hinter den beiden Männern, wirbelte er herum, zog seine Klingen durch und zerschnitt dem letzten die Oberschenkel. Dann ging er in die Hocke und rammte das Kurzschwert durch den Rücken des Diebes. Der Schrei hallte von den Wänden wieder, eine unangenehme Nebensache aber Sortan wollte nicht sein Leben riskieren um leise zu bleiben. Er wollte überleben und sie alle leiden lassen...

Das Kurzschwert steckte noch immer in dem Torso, als Sortan ihn zur Seite drückte und mit einem Hechtsprung das Krummschwert in den zweiten Dieb rammte. Dieser war zu überrascht um zu reagieren und hatte sich gerade erst umgedreht. Die Fackel fiel zu Boden, als er das Krumschwert etwas hochzog und dann aus dem Fleisch gleiten ließ. Fluchend spuckte er aus, von diesen Maden gefangen worden zu sein glich wirklich einer Schande. Sein Fuß senkte sich auf die Fackel und trat das lichtspendende Feuer aus, ehe er sich umwandte und das Kurzschwert aus dem leblosen Körper zog. Von beiden Klingen tropfte Blut auf den grauen Fels und Dunkelheit senkte sich wieder über die Gänge. Leise knurrend stapfte er den Gang entlang, durch den die Diebe gekommen waren, es war Zeit für Rache. Und diese Rache würde mit Sicherheit blutig ausfallen. Laretan war ihm egal, entweder er würde den Ausgang finden oder ihm früher oder später folgen.
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
->Nima Najafi Hashemi

Benutzeravatar
Laretan
verschollen
Beiträge: 290
Avatar: http://www.avatarschmiede.de
Alter: 26
Rasse: Mensch ( Nordland)
Waffen: 3 Wurfmesser, Der eigene Körper
Inventar: Bild

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mo, 27. Aug 2012 9:25

Laretan sah sich um. Hinter ihm war nur der weg von dem er gekommen war. Vor ihm war ein Abgrund. Doch links sah er ein licht aus einer weiteren Höhle kommen. Doch dafür müsste der junge Mann an der steilen Wand entlang klettern. Laretan versuchte seine Chancen ein zu schätzen. Er schätze sie als ausreichend ein. So ging er zu der Wan und begann hinüber zu klettern. Der Stein schien stabil und Laretan hatte genug Möglichkeiten um sich fest zu halten. So kletterte er. Er war gerade auf der mitte der Wand, als er keinen halt mehr mit der Hand fand. Das war nun eine Problem. Er sha in nicht als zu weiter Ferne einen kleinen Vorsprung, an dem er sich entlang hangeln könnte. Doch Laretan konnte nicht einschätzen wie sicher dieser Vorsprung war. Doch für den jungen Mann gab es nun kein zurück mehr. Also sprang er los. Er spührte die Luft um sich. Laretan wusste das er tot war wenn jetzt etwas schief ging. Unendlich schien der Moment in dem er in der Luft hing. Und dann berührten seine Hände den Vorsprung. Mit ganzer Kraft krallte er sich in den Stein. Laretan war froh über seine Physis die ihm mal wieder das Leben gerettet hatte. Als er so mit den Füßen in der Luft baumelte, fing er an geräusche zu hören. Doch er konnte sie nicht ganz einordnen. So schnell wie möglich kletterte Laretan weiter und erreichte dann mit, etwas blutigen Händen, die rettende Höhle. Laretan stützte sich kurz auf seine Knie auf um durch zu atmen. Schließlich hatte ihn die Kletterei einiges an Kraft gekostet. Da hörte er ein Husten. Laretan sahin die Höhle. Das Glück war ihm momentan wohl doch nicht hold. In der Höhle schien ein Gruppenraum der Dresch´dae zu sein. Circa 20 der Diebe saßen dort an kleinen Tischen und sahen Laretan an. Da erschallte auch schon eine Stimme. " ALARM!"Laretan hätte sich selber Ohrfeigen können. Das er bei der kletterei nichts mitbekommen hatte, ärgerte ihn. Er sah die ersten beiden auf sich zu stürmen, wisch ihnen aus und schmiss sie den Abhang hinunter. Jetzt musste der Faustkämpfer alles geben.
" Karate ni sente nashi " - Shoto ( Funakoshi Gichin )

Benutzeravatar
Basima Anadil
verschollen
Beiträge: 300
Avatar: Yina
Alter: 26
Rasse: Beraij
Heimat: Avrabeth
Waffen: außer ein kleines Messerchen keine
Inventar: Messerchen, Schlaufe, Armreife und OHrringe

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Di, 28. Aug 2012 18:14

Basima nickte als Bestätigung und wägte ab was hier wohl passiert war. Basima ging auch eine Zelle und sah sich um sie mied es den Wachmann anzuschauen. Der erste Eindruck von diese Wache die an dem Gitter lehnte, war für Basima genug.
Nach einigen Minuten des stillen Nachdenkens ging sie aus der Zelle und deutete den Gang entlang "ich denke sie sind dort lang und suchen nach einem Ausgang. Mehr weis ich auch nicht" sagte sie wahrheitsgemäß.

Basima folgte Eona aus dem Zellentrakt und waren in einen Wachraum gelangt. Basima ging vorsichtig hinter Eona her. Die Rothaarige Frau ging selbstsicher und mit wohlwissender Vorsicht vor. Basima sah in den einen und dann in den anderen Gang. So einsam hatte sie sich nur in ihrer Reise durch die Wüste gefühlt. "Es ist schrecklich einsam hier unten" murmelte sie und strich über den leeren Stuhl und dann über die Wände und setzte sich kurzer Hand auf den Stuhl. Sobald sie sich jedoch gesetzt hatte, gab der Stuhl unter lautem Getöse und einem furchtbaren Geräusch nach und Basima viel nach hinten um und purzelte quer durch den Wachraum und kam sitzend zum liegen. Basima 's Rücken war geprellt und tat ihr höllisch weh und Basima fluchte und mied den Blick zu Eona. Sie ahnte selbst das furchtbar lustig ausgesehen hatte. Doch da kam ihr in den Sinn dass der Unfall wohl die Wachen alamiert hatte und sie lauschte.
Doch nichts....oder..doch Basima glaubte die Stimme von jemanden zu hören und deutete nach links "Dort kam..ich habe etwas gehört" sagte sie zu Eona Nochmals hallte das Alarm durch den gesamten Berg. Jetzt hörte Basima es klar und deutlich "Wir müssen dort lang! Vielleicht sind sie beide dort!" sagte Basima mit aufkeimender Aufregung. Ihr Herz begann zu pochen und das Blut in ihren Körper strebte nach oben in ihre Wangen. DAs sie sich selbst in höchste Gefahr begaben war Basima zwar klar aber sie wollte ihn ihren Gefährten finden.
"KOMM" sprach sie lauter und rannte los nach links in einen der gutausgebauten Gänge hinein.

Benutzeravatar
Eona
Roter Drache
Beiträge: 134
Avatar: Briscott
Alter: 24
Rasse: Mensch (Wilde Lande)
Waffen: Silberstich (Dolch)
Inventar: Wasserflasche, Heilsalben

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Fr, 31. Aug 2012 21:35

Eona musterte den Wachraum genau, als sie von einem lauten Krachen aus den Gedanken gerissen wurde. Mit gezogener Klinge wirbelte sie herum, und dachte schon, die Diebe hätten sie wieder gefunden. Jedoch war das eine falsche Annahme. Vor ihr lag ihre Begleiterin Basima auf dem Boden mit einem überraschten wie auch schmerzverzerrten Gesichtausdruck, der mehr als lustig aussah. Anscheinend war der Stuhl nicht wirklich so stabil gewesen, wie er ausgesehen hatte. Die Rothaarige unterdrückte ein Grinsen und wollte der Wüstenfrau aufhelfen, da horchte Basima alarmiert auf. Auch Eona spitzte die Ohren und sie konnte entferntes Rufen hören... War das einer der Männer? Oder nur die lauten Stimmen der Diebe? Abe es war etwas anderes. Jemand schlug Alarm und kreischte sich dabei die Seele aus dem Leib. Das konnte nichts gutes bedeuten.
Sofort folgte die Sklavin ihrer Weggebleiterin und hetzte mit ihr den Gang entlang. Ihre Blick blieb dabei nach vorne gerichtet und wandte sich nur zu den Seiten, wenn sie einige Abzweigungen passierten. Jedoch folgten die beiden Frauen nur dem aufgebrachten Stimmengewirr.

"Sortan!", stieß die Rothaarige aus, als sie den weißen Schopf ihres Geliebten in einen der dunklen Gänge erspähte. Der junge Mann hatte sich gerade erfolgreich gegen eine Meute Diebe gewehrt, die nun in einer Lache aus Blut vor ihm lagen. Es würden noch mehr werden, schoss es der Sklavin durch den Kopf, aber nun war das nicht mehr wichtig. "Es geht dir gut", keuchte die Sklavin und könnte gerade die Welt umarmen. "Was für ein Glück..." Er schien keine großen Verletzungen zu haben und auch sonst schien er sich noch verteidigen zu können. "Wir sind den Dieben gefolgt, nachdem sie euch mitgenommen hatten und haben diese verflixte Höhle gefunden... Wir dachten, ihr wärt noch in euren Zellen", sagte Eona und rang nach Luft. Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen. Wie hätte sie die beiden Männer auch je anzweifeln können, dass sie sich nicht selbst befreien konnten. Ein Knoten löste sich in ihrer Magengrube. Wieder fixierte sie Sortan mit ihren grünen Augen, und spähte nochmals kurz in die Gänge. Aber jemand fehlte doch... "Wo ist Laretan? Hast du ihn aus den Augen verloren?"
Unkraut vergeht nicht.

Benutzeravatar
Sortan
Schattenklinge
Beiträge: 118
Avatar: Ahn jung Sik
Alter: 27
Rasse: Mensch
Heimat: Naradesh
Waffen: Kurzschwert, Krummdolch
Inventar: Verschiedene Kräuter, Gifte, Heilsalben, leichte Lederrüstung, schwarze Kleidung, schwarzer Umhang aus Fell

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Sa, 01. Sep 2012 15:43

Vor ihm erschollen Alarmrufe und Waffengeklirr, aus den dunklen Höhlen. Sortan konnte sich ein kleines Grinsens nicht erwehren, anscheinend war Laretan dem Ausgang nicht näher als er selbst, besser noch er hatte einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Kopf des weißhaarigen Mannes ruckte urplötzlich herum und sein ganzer Körper drehte sich mit. Er hatte sich nicht getäuscht, tatsächlich war es Eonas Stimme. Sein Blick fixierte Basima einen Moment lang, ehe er sich auf Eona richtete, "Ich bleibe nicht lange in einer Zelle, das weißt du doch kleiner Drache." Die Schreie hinter ihm wurden etwas lauter und ein paar brachen abrupt ab, Laretan schien sich gut zu wehren. Seine Hand umklammerte das Krummschwert etwas fester und er sah nach unten. Noch immer tropfte Blut von den silbrigen Klingen auf den Boden, zu viel hatte sich schon angesammelt. Sie mussten weiter, "Ihr hättet nicht kommen sollen. Laretan hat seinen eigenen Weg gesucht... Wahrscheinlich wird er gerade freundlich empfangen." Er nickte in die Richtung des Kampflärms und sah die beiden Frauen knurrend an, "Verschwindet von hier, das wird jetzt hässlich."

Er wandte sich direkt wieder ab und stapfte seinen Weg weiter. Kurz schloss er die Augen, sog die kühle, feuchte Luft der Höhle ein und bog dann um die Ecke. Der hell erleuchtete Wachraum bot sich vor ihm dar. Die meisten der Männer liefen wie wild umher, suchten noch ihre Waffen, oder aber gingen bereits mit gezogenen auf den Abgrund los. Keiner achtete mehr auf den Eingang, alle hatten nur noch den Faustkämpfer im Auge, er bot schon eine wirklich gute Ablenkung. Sortan hob die beiden Klingen und rannte auf den erstbesten der Diebe zu. Dieser versuchte gerade einen Bogen zu spannen, ehe er von der kurzen Klinge durchbohrt wurde. Der Raum war groß, aber nicht groß genug um viel Abstand zu haben und Laretan hatte eine einigermaßen sichere Position. Der Assassine wirbelte erneut herum und zog das Krummschwert quer über den Rücken des nächsten Mannes. Er tauchte unter einem Axthieb weg, stieß die kurze Klinge nach oben und ließ sie im Kiefer des Mannes stecken. Behände parierte er den nächsten Hieb mit seinem Krummschwert, täuschte eine Finte an und schlitzte seinem Gegner die Oberschenkelarterien auf. Er hasste so einen großen Tumult, der fast einer Schlacht glich, und war umso froher darüber das er dennoch den Überraschungsvorteil auf seiner Seite hatte. Er spürte die scharfe Klinge die Luft zerteilen, drehte sich gerade noch so nach rechts und die Spitze des Schwerts hinterließ einen schönen Kratzer auf seinem Brustpanzer. Das war zu knapp gewesen... Ein Schlag erwiderte den Angriff und ein Schwerthieb darauf beendete alle zukünftigen. Er sprang ein Stück zurück und zog tief die Luft ein, sondierte kurz die Lage und wurde dann von zwei Dieben in die Zange genommen. Er parierte, tauchte unter Hieben weg, oder wich zur Seite aus. Das würde ihn ein wenig aufhalten, zwei Gegner waren unangenehmer, aber kein ernsthaftes Problem für ihn...
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
->Nima Najafi Hashemi

Benutzeravatar
Laretan
verschollen
Beiträge: 290
Avatar: http://www.avatarschmiede.de
Alter: 26
Rasse: Mensch ( Nordland)
Waffen: 3 Wurfmesser, Der eigene Körper
Inventar: Bild

Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mo, 03. Sep 2012 9:50

Laretan kämpfte wie er es gelernt hatte. Wild und schnell wie ein tier und gleichzeitig berechnend und ruhig wie es nur ein Mörder sein konnte. 3 waren schon über die Klippe geflogen. Ein vierter kam angerannt. Laretan wich der unbeholfenen Attacke aus und rammte ihm den Fuß uns Gemächt. Der Mann brach zusammen, doch Laretan hatte keine Zeit um sich weiter mit ihm zu becshäftigen. Denn er musste schon dem nächsten Schwerthieb ausweichen. Diesmla unterlief er ihn und rammte seinem Gegner den Ellebogen unters Kinn. Es knackte laut und laretan wich schon wieder aus. Zweimal nach hinten, einmal nach vorne, er kontrollierte den arm des Gegners und schlug ihm mit den Fingern ins Auge. Sein gegenüber brach schreient zusammen. Laretan hatte gerade mal einen Augenblick Luft, als er Sortan sah, wie dieser sich anschlich. Es war ihm zwar nicht lieb bei dem Assasinen in irgendeiner Schuld zu stehen, doch war es besser ihn auf der eigenen Seite zu wissen. Ein Schnitt erwischte den jungen Mann knapp am Schienbein. Jetzt konnte Laretan nicht mehr zurück weichen. hinter ihm war nun die Klippe. Einer zeihlte mit einem Hieb auf Laretans Gesicht. Der Faustkämpfer glitt unter dem Schlag hindurch und es gelang ihm einen Perfekten Schlag zu landen. Er brüllte dabei einen Schrei hinaus derdie Höhle erzittern ließ. es wusste wohl eh schon jeder, das hier unten gekämpft wurde. Da machte es nichts mehr aus wenn er schrie. So konnte er wenigstens die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Sortan konnte sein grausiges Handwerk beenden.
Der Kampfschrei musste eine enorme Wirkung auf seine Gegner haben. Denn als sein Gegner fiel, griff ihn niemand direkt an. Laretan hatte seinen Gegner im Bauchraum getroffen, dabei die Muskeldecke überwunden und die Organe so direkt wie möglich getroffen. Er ar tot bevor er aufschlug. Da kam dann doch ein nächster Angriff. Doch der Stoß war leicht aus zu weichen gewesen. Laretan schlug mit der Handkante auf den Ellebogen und er brach. Doch nun standen 5 Mann um ihn herum und Laretan hatte die Klippe im Rücken. Eine schlechte Position....
" Karate ni sente nashi " - Shoto ( Funakoshi Gichin )

Antworten