Neue Bekannte

"Die Stadt der Wasser" am Fuße der Ruwayd-Berge. Bekannt für ihren Wohlstand und der Akademie der Heiler.
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Basima Anadil
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Mo, 03. Sep 2012 18:10

Basima lief gerade aus weiter den Gang entlang, da entdeckte sie den weishaarigen Mann der an Eona's Geliebter war schon hörte sie wie Eona seinen Namen rief und die Stimmlage lies Basima erahnen das Eona erleichtert war, das es ihrem Geliebten Sortan besser ging. Ihre Erleichterung spiegelte sich in ihrer Körperhaltung wieder wenn auch nur ein Hauch war davon zu erkennen. Denn die Schultern senkten sich und die Muskeln von Eona entspannten sich. Basima hin gegen blieb angespannt. Sortan und Eona waren ihr beide nicht geheuer auch wenn sie mit Eona seit dem sie die Höhle betreten hatte sehr positive Erfahrungen gemacht hatte, sie konnte sich auf Eona verlassen sie hatte sie sogar beschützt, stellte Basima in Gedanken fest. Auch Basima rang etwas nach Luft, das ständige gerenne und geklettere forderte ihren Tribut. Basima hatte sich längst umgesehen und ihre Sorge um ihren Laretan schnellte hoch und ihre Gedanken bildten das schlimmste das Laretan getötet wurde und Sortan alleine sich hier durchkämpfen musste. Angst kam auf. Da hörte sie wie Eona Sortan nach ihm fragte und ein Funke Hoffung kehrte zurück. Sie sah Sortan an. Auch hörte sie die Worte die er zu Eona sprach und als die Schreie aus dem Gang abrupt abbrachen, wurde der Funke zu einer Flackernden kleinen Flamme in ihrem Herzen. Der Blick von ihm der auf ihr ruhte spürte sie klar und deutlich, dennoch versuchte sie diesen zu ignorieren. Sie sah in den Gang hinter Sortan.
Das Sortan zu ihnen sagte das sie nicht hier her kommen sollten wusste sie das er Recht hatte und doch würde sie Laretan suchen auch wenn dies für sie bedeuten würde ihn bis ans Ende der Welt zu folgen. Sie würde sogar für ihn sterben so sehr liebte sie ihn. "Es war schon hässlich bevor ich hierher kam!" sagte sie in Sortans Richtung und folgte ihm und Eona.

Da kamen sie in den Wachraum und sie sah das durcheinander das dort herrschte. Hier und da wurden neue Waffen gezogen und andere Wachmänner fielen der Klinge von Laretan zum Opfer. Schon war Sortan vorran geschnellt und tötete einen abgelenkten Dieb. Basima blieb am Rande stehen doch Eona warf sich aus ins Getümmel und da entschied sie auch mit zukämpfen und erinnerte sich daran was Laretan ihr beibracht hatte. Da wurde sie durch ein Geräuscht in unmittelbarer Nähe wach gerüttelt. Das Tumult und das Wirre Gerenne hatte sie verunsichert. Es war eine Klinge die vor ihr sich in die Luft erhob. Das Schwert gehörte einem Dieb, er grinste frech und siegessicher und dachte das Basima eine leichte Beute war. Sie schrie kurz vor Schreck auf und beugte sich hinunter um eine Klinge auf zu heben. Der Mann trat vor und als Basima sich mit der Klinge wieder aufrichtete, stach sie ihm von unten in den Bauchraum, die Spitze des Schwertes bohrte bis in den Brustraum des Mannes. Überrascht starrte der Mann Basima an und sackte zusammen. Auch Basima war überrascht das dieser Trick funktioniert hatte und sah Laretan am Abgrund stehen "Gifthand!" dachte sie sich erleichert und spürte wie ihre gesamte Anspannung auf einen Schlag von ihr wich. Sie sah Laretan an ihm gings gut und das war die Hauptsache. Auch wenn er in einer brenzelige lage steckte und da kam sie auf die Idee, die 5 Männer die vor Laretan standen abzulenken "Heyyy ihr!" rief sie laut. Sofort ruckten die Männer herum und starrten Basima an. Dann erkannten sie auch das Sortan und Eona weitere Männer getötet hatten die sich hier noch aufgehalten hatten und begannen zu knurren, unsicher wenn sie anschauen oder angreifen sollten sahen sie zwischen Sortan, Eona und Basima sowie Laretan hin und her.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Sa, 08. Sep 2012 22:35

Eona dachte nicht im Traum daran, irgendwo hin zu verschwinden. Eine feige Ader hatte sie nie in ihrem Leben besessen und das würde sich auch dann nicht ändern, wenn die Sache hässlich wurde. Die ganze Höhle war schon hässlich genug gewesen. Und die Angst, die die Sklavin beherrscht hatte, da sie sich um den Assassinen Sorgen gemacht hatte. Aber im Grunde genommen, waren diese Sorgen ein Hinrgespinst, denn Sortan war mehr als fähig, sich aus den verschiedensten Zwickmühlen selbst zu befreien.
Mit gezückter Waffe folgte sie Sortan und war kurz von dem hellen Licht, welches von den vielen Fackeln in diesem Raum herrührte, geblendet und schirmte die Augen für einige Sekunden ab, damit ihr Pupillen sich dementsprechend verengen konnten. Doch der Kampflärm drang schon vorher an ihre Ohren und war wie ein Vorspiel auf den bevorstehenden Kampf. Es waren nicht viele Diebe, aber genug, um den Faustkämpfer einzukreisen und ins Schwitzen zu bringen. Jedoch wehrte sich Laretan verbissen gegen die herannahenden Feinde und wich nur langsam auf die Klippe hinter ihm zurück. Sortan stand nicht lange tatenlos herum und stürzte sich ins Getümmel. Eona setzte ihm nach ohne weiter darüber nachdenken zu müssen. Am Anfang kämpften sie noch Seite an Seite, doch im Laufe der Bewegungen, Ausweichmanöver und Angriffe, trennten sich die Wege der beiden. Eona aber arbeitete sich ihren Weg bis fast einen Meter vor Laretan und würde ihn unterstützen, so gut sie konnte. Einige ihrer Gegner konnte sie nur schwerz verletzen, da ihr erster Gedanke war, so schnell wie möglich zu dem Faustkämpfer vorzudringen. Natürlich drängten die Verletzen von hinten auf die Sklavin ein und sie war mehr als unterlegen, als sie plötzlich einen Schrei vernahm.
Die laute Stimme hallte von den Wänden wieder und ließ jeden inne halten, der gerade noch so im Kampf vertieft war. Es war Basima, die nun alle Aufmerksamkeit sicher hatte. Was tut sie da?, fragte sich die Sklavin und runzelte die Stirn. Will sie sich umbringen? Wie erwartete dauerte die Stille nicht lange. Ein Bogenschütze hatte seinen Pfeil lautlos eingespannt und nur eine Verletzung an der Schulter, die ihm Eona zugefügt hatte, ließ seine Bewegungen verlangsamen. "Basima! RUNTER!", kreischte die Rothaarige und stürzte auf den Schützen zu, der im selben Moment den Pfeil von der Sehne ließ. Die Sklavin konnte noch das leise Sirren hören, das der Pfeil verursachte, aber ob der Schütze nun wirklich traf konnte sie nicht ausmachen. Eona war wütend. Stinkwütend. Diese Diebe gingen ihr gehörig auf den Geist. Wie Ratten schienen sie aus jeder Ritze und jedem Loch zu kriechen, versammelten sich um deren Feinde und schienen einfach nicht weniger zu werden. Jeder ihrer Leben war nichts wert in Eonas Augen. Sie sollten endlich zur Hölle fahren!
Silberstich zerschnitt die Luft, als wäre die Klinge lebendig geworden und verlangte nach dem Blut, das hier schon literweise geflossen war. Die Kehle des Bogenschützen wurde durchtrennt und ein heranstürmender Schwertkämpfer wurde mit einer Finte außer Gefecht gesetzt. Die Sklavin steigerte sich in ihre Wut und ihr war gar nicht klar, wie nah sie an der Klippe stand und das sie immer fahrlässiger in ihren Bewegungen wurde. Eona wurde unachtsam. Und das nutzte ihr nächster Gegner schamlos aus. Er trug eine gehärtete Lederrüstung, Beinschienen und Armschoner. Zwar war es kein Kettenhemd oder eine vollwertige Metallrüstung, aber schon das Leder war eine Herausforderung für die junge Frau. Sie konnte sich auf die Schwachpunkte, wie Knie, Armbeugen oder den Hals konzentrieren, aber ihre Konzetration hatte nachgelassen. Das Kurzschwert landete einen Treffer an ihrem Oberschenkel. Der tiefe Schnitt sendete einen brennenden Schmerz durch ihren Körper und wie aus einer Trance erwacht, fasste sich die Rothaarige schreiend an die Wunde. Blut benetzte ihre Haut, lief über ihre zitternden Finger und der Schmerz tat sein übriges. Um Abstand zwischen sich und dem Gegner zu bringen, wich sie stolpernd zurück und versuchte seinen Angriffen mehr oder weniger geschickt auszuweichen. Doch dem letzten Angriff konnte sie unmöglich ausweichen.
Der Mann stürmte vor, mit seiner rechten Schulter voran und stieß Eona von der Klippe.

Es wurde immer dunkler und dunkler. Eona fiel. Kein Schrei kam über ihre Lippen. Es waren schöne Sekunden von nicht definierbarer Freiheit, die nur von ihren Gedanken gestört wurden. Ich sterbe, ich sterbe, ich sterbe, ich sterbe...
Kalt. Es war auf einmal eiskalt geworden. Luft... Wo war die Luft hin? Ihr Rücken berührte etwas hartes, dass sich wie Stein anfühlte und sie prallte davon ab. Sie begann hilflos zu strampeln und versuchte sich dabei klar zu werden, wo sie sich denn genau befand. Und endlich schnappte die Sklavin nach Luft. Es gurgelte, platschte und tropfte. Ihre Kleidung war völlig durchnässt und die Haare klebten ihr am Kopf. Wasser. Mit der Zehenspitze auf dem Grund konnte sich die Sklavin gerade noch so über Wasser halten und ihre hilflosen Armbewegungen trugen nicht wirklich dazu bei, an der Luft zu bleiben. Ihr Blick schweifte nach oben. Der Kerl hatte sie doch glatt von der Klippe gestoßen und sie hatte natürlich nicht aufgepasst. Wäre das Wasser nicht gewesen, wäre sie nur noch ein Haufen zerbrochender Knochen und Fleisch gewesen. Trotzdem war diese Lage nicht gerade besser. Die Rothaarige hatte nie gelernt zu schwimmen. Und auch die Kälte, die langsam unter ihre Haut kroch und wie tausend Nadeln sich in die Poren bohrten, waren keine bessere Alternative. Wie ging es den anderen? Hatten sie gesehen, wie sie hinunter gestoßen wurde?
"Heeeeeeeeeeeeee!", brüllte sie und versuchte dabei, den rasenden Schmerz in ihrem Oberschenkel zu ignorieren. "GIFTHAND!" Ihr Kopf versank blubbernd unter der Wasseroberfläche und nur mit Mühe tauchte sie wieder auf. "HIER UNTEN!" Warum sie gerade nach dem Faustkämpfer rief, war ganz klar. Sie hatte Angst, Sortan würde sie nicht hören, da ihr sein genauer Standpunkt nicht ganz klar war. Aber Laretan dürfte noch an der Klippe stehen, oder? Noch einmal verließ die Sklavin die Kraft, sich über der Wasseroberfläche zu halten und ging unter. Keuchend und spuckend tauchte sie nach einigen Sekunden wieder auf, aber so durfte das nicht weiter gehen. Strampelnd und prustend bewegte sich die junge Frau im Wasser vorwärts und erreichte die Wand, an der sie sich festkrallte. Die Strömun war leicht und schaffte es nicht, Eona mitzureißen. Aber wer wusste, wohin dieser unterirdische Fluss sie tragen würde. "Hört mich überhaupt jemand?"
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » So, 09. Sep 2012 13:03

Der Assassine hatte sich der beiden Diebe entledigt und sah sich um. Es waren noch zwei am Leben, einer stürmte auf Basima zu. Reflexartig warf er das Kurzschwert und es traf den Mann mit dem Knauf an der Stirn. Dann wadnte er sich zu dem anderen um, fing mit dem Kurzschwert einen Hieb ab, drückte die Klingen beiseite und zog seinen Krummdolch. Er zog ihn quer über die Wange des Mannes und das Gift entfaltete kurz darauf seine Wirkung. Keuchend stand er einen Moment so da, ehe er den Dolch zurück in die Scheide schob und sein Schwert am Wams des Toten abwischte. Er schob es zurück in die Scheide und sah sich noch einmal in dem Raum um, sie hatten alle erledigt, aber Eona und Laretan waren verschwunden. Knurrend fluchte er und spuckte auf den Boden aus, dann ging er zu dem Bewusstlosen Dieb, sah kurz Basima an und hob das Kurzschwert auf. Mit einem schnellen Streich tötete er den Dieb und ging auf die Klippe zu. Fast schon beiläufig erlöste er dabei noch einen der Männer, indem er die Klinge in seine Kehle rammte und blieb dann am Abgrund stehen. Er fiel auf die Knie und sah nach unten in das tiefschwarze Loch. Er sah nichts dort unten, hörte nichts und ließ den Kopf hängen. Dann brüllte er laut und eine Träne rann von seiner Wange hinab, fiel in den Abgrund und er wischte sich übers Gesicht und stand wieder auf. Nun hatte er sie endlich wiedergefunden und sie waren so gut wie raus aus diesen verdammten Höhlen... Und sie war anscheinend unvorsichtig gewesen, hier herunter gestürzt... Er wollte ihr am liebsten hinterher springen, aber die Finsternis im Loch war unendlich und sie würde diesen Sturz nicht überlebt haben. Wut ballte sich in dem sonst so emotionslosen Assassinen, stieg in ihm hinauf und füllte sein Blut mit Schmerz und Hass. Er drehte sich um, starrte Basima einen Moment funkelnd an und bemerkte dann das noch einer der Diebe lebte. Knurrend ging er zu ihm und schlug ihm ins Gesicht. Er brüllte, kniete sich auf ihn und schlug immer wieder zu, bis seine Wut halbwegs verraucht und rausgelassen war. Blut trof von seinen Handschuhen, als er noch einen letzten Schlag in den blutigen Schädel vor ihm landete. Zischend stand er wieder auf und versuchte sich zu beruhigen. Er schloss die Augen, blendete alles um sich herum aus und stand ein paar Minuten einfach nur still da. Gefühle waren Schwäche, er durfte niemals schwach sein. Die alte Technik der Raquiiah hatte man ihm beigebracht und es war nun an der Zeit sie einzusetzen. Er konzentrierte sich nur auf sich selbst, auf seine Taten, seine Erfolge und auf das Schicksal das ihm die Vorsehung zuteil werden ließ. Er war etwas besonderes, etwas einzigartiges, geboren als Raquiiah und die mörderische Hand der Götter aller Wesen.

Einige Zeit verging, ehe er die Schultern straffte, seine Gesichtszüge sich verhärteten und kalt wurden. Er schüttelte die Handschuhe aus und ging zu einem der Tische. Dann nahm er sich einen der Lappen, die dort herumlagen und wischte sich mit dem Stofffetzen die Hände sauber. Er wischte über seine Rüstung und sein Gesicht, säuberte alles und zog sich dann sein Mundtuch wieder hoch. Seine Augen blitzten kurz auf, als er sich umdrehte und Basima ansah. Es war alles egal, Eona war fort, Laretan ebenso. Für Gefühle waren später Zeit, nun galt es sich um sein Leben zu kümmern, hier herauszukommen und gottverdammt nochmal Haltung zu bewahren. Sortan schwieg und wendete schließlich den Blick von ihr ab. Sie war so unwichtig und wichtig zugleich, sie interessierte ihn nicht mehr als ein voll Kehrricht, andererseits wusste sie nun über alles Bescheid. Sie musste sterben, soviel stand fest. Seine Schritte hallten kaum in der Höhle wider, als er auf eine der Leichen zuging und sich bückte. Er riss ihm den Goldbeutel vom Gürtel und ging zwischen den anderen Männern hindurch. Bei denen mit vollem Geldbeutel verfuhr er ebenso und steckte die großen Münzen in seinen eigenen. Ausserdem füllte er einen randvoll und hängte ihn ebenfalls an den Gürtel. Dann bückte er sich einmal nach einem Schwert und wiegte die Waffe kurz in seinen Händen. Ein weiteres Leben machte nun keinen Unterschied mehr, aber seine Klinge war rein und sie sollte nicht durch diese sterben. Kurz schloss er erneut die Augen, drehte sich um und ging dann auf Basima zu.

Er hob das Schwert und sah aus den Augenwinkeln eine Bewegung schräg hinter ihr. Knurrend änderte er ganz leicht die Richtung, ging nun doch an der Frau vorbei und schob sie mit der freien Hand unwirsch zur Seite. Ihm gegeüber standen nun wieder zwei Diebe. Sie hatten große Äxte und trieben ihn mit ihren Hieben zurück in die Höhle. Basima beachteten sie nicht sondern ließen ihre Waffen auf ihn niederkrachen. Er wich geschickt und konzentriert aus und zurück, stieß kurz vor und bohrte das Schwert in die Brust des einen. Dann sprang er ein Stück zurück vor der Axt des anderen und sah noch eine weitere Bewegung im Höhleneingang. Es war die Schlange, der Anführer dieser Maden. Er hatte bereits einen Dolch gezogen und in Basimas Richtung geworfen. Vermutlich wwürde er nicht tödlich treffen, wenn überhaupt. Natürlich war er vergiftet aber der Assassine war sich sicher das es nur lähmend oder betäubender Natur war, immerhin war sie eine ansehnliche Frau... Er wich erneut einem Schlag aus, nutzte die Gelegenheit um mit einem Fuß auf die Rückseite der Axt zu steigen und ließ beide Hände mit der Innenseite in die Kehle des Diebes krachen. Dann fuhr er in seine Haare und schleuderte den leblosen Körper zur Seite. Er breitete die Hände aus, zog die zwei langen Messer und fixierte den Mann vor ihm. Es waren keine Worte nötig und so stach er direkt zu. Sein Gegner wich aus und ließ seinerseits einen Dolch vorschnellen. Er schrammte an Sortans Rüstung vorbei und bohrte sich irgendwo hinter ihm in einen Leichnam. So ging es eine Weile hin und her, bis sie wieder am Abgrund standen und Sortan sich unter einem Stoß wegduckte. Er ließ sich fallen, hielt die Messer schützend vor sich und trat dann mit beiden Beinen kräftig aus. Die Schlange knickte ein, fiel nach hinten weg und in das dunkle Loch hinunter. Er hörte noch sein Brüllen, bis es irgendwann verstummt und sein Kopf ruckte herum. Es waren nun wirklich keine Diebe mehr hier und stöhnend blieb er erschöpft liegen. Seine Hände hatten sich um die Messer verkrampft und er keuchte schnell vor sich hin. Versuchte sich zu beruhigen und zu sammeln, aber die ganzen Kämpfe waren sehr anstrengend gewesen und er einfach nur froh etwas durchatmen zu können.
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mo, 10. Sep 2012 10:24

Laretan sah auf. " Basima." Der Name seiner Geliebten kam Lautlos über seine Lippen. "Was tut sie da?" fragte er sich. Ihm war nicht klar das Baisma ihm helfen wollte und es war ihm auch nicht recht. Es war ihm ganz und garnicht recht, das sich seine Geliebte so in Gefahr brachte und das nur für ihn. Laretan griff so schnell an wie es nur ging, um die Aufmerksamkeit von seiner Frau zu ziehen. Es kam ihm wie Stunden vor das er sich los bewegte. Er hätte nie gedacht, das sich sein Körper so langsam anfühlen könnte. Doch auch alles andere bewegte sich in Zeitlupe. Seine Faust bewegte sich quälend langsam auf das Rückrad eines Banditen zu. Eine sehne spannte sich langsam. Ein verzerrter Schrei. Und als die Gifthand den Rücken des Mannes berührte, war alles plötzlich wieder normal. Alles ging so schnell wie zuvor. Laretan teilte aus, stekte aber auch ein paar Schnitte ein. Eona hatte Basima gerettet und Laretan war dankbar wie sonst selten. Hätte er an Götter geglaubt, er hätte ihnen jetzt gedankt. Die Diebe fingen an weniger zu werden, doch immernoch strömten welche nach. Laretan hätte nie Gedacht, das 4 Menschen solch eine Bande aufhalten könnten.

Schlag, Block, Schritt, Tritt, Stoß, Schlag. Laretan funktionierte nur noch in einer Weise, die ihm über Jahre antrainiert wurde und da passierte es. Er sah etwas aus dem Augenwinkel. Etwas fiel die Klippe herunter. Laretan prüfte kurz die Umgebung. Es platschte. Und ihm fiel auf das die Person fehlte, die neben ihm gefochten hatte. "Eona" dachte der Faustkämpfer. Er hörte einen ruf. 3 Diebe wollten ihn zur Klippe drängen und darüber hinaus, doch trauten sie sich nicht, den Mann mit den Gifthänden an zu greifen. Laretan sah sich um und seiner und Basimas Blick kreuzten sich. Ein Moment der eine Ewigkeit dauerte, war nur für sie Beide da. Laretans Mund bildete ein kleines Lächeln. Es war so klein das nur die jenige es sehen konnte, die ihn schon über ein Jahr begleitete. Und seine Augen sagten Entschuldigung. Nur Basima könnte es sehen. Laretan tat es Leid das er sie verlassen musste, doch er konnte nich anders. Ein Speer kam auf Laretan zu. Laretan wich zur Seit, brach ihn und erschlug den Besitzer mit einem Hieb, ohne den Blick von Basima zu nehmen. Ein Messer wurde abgewehrt und flog aus der Diebeshand. Der Dieb wich zurück. Laretans Lippen bildeten ein " Ich Liebe dich." drei kurze Worte, die jedem Lebewesen das Herz höher springen lassen konnten. Im nächsten Augenblick wra wieder alles normal und Laretan packte sich den letzten Dieb und sprang. Der Dieb wollte sich noch im Flug wehren, doch Laretan ließ es nicht zu. DerFaustkämpfer war über ihm und hielt seiner Arme fest.

Es platschte. Laretan spührte wie der unter ihm liegende am Boden aufkam und er erfüllte seinen Zweck. Der Puffer reichte aus um Laretanfast unverletzt auftauchen zu lassen. Laretan war kein besonders guter Schwimmer, doch würde es reichen. In dieser Situation hatte er sogar noch mehr Kraft als sonst, die vom Adrenalin hervor gerufen wurde. Doch schnell wurde es kalt. Da sah Laretan einen Schatten an der Wand kauern. Laretan schwamm darauf zu. Er sah die roten Haare. " Drache." sagte Laretan so, das Eona ihn hören konnte. wenige Augenblick später war er neben ihr. " Ist alles in Ordnung?" fragte er besorgt. Auch er hielt sich an der wand fest. Er sah sich das Gestein an und ihm Wurde klar, das er erst garnicht versuchen musste daran empor zu klettern. Es gab nur eine Möglichkeit. " Komm, halt dich fest. Wir müssen hier raus. " Laretan zog eine von Eonas Händen an seine Schulter. Er wartete bis Eona die zweite an seiner andere schulter legte. Doch sie sollte es von selber tun, denn dann wusste er das sie bereit war.

Als Eona letztendlich ihre Sicherheit an der Mauer aufgegeben hatte und sie an Laretan fest hielt, stieß er sich von der Wand ab. Eona krallte sich regelrecht in Laretans Schultern. Doch Laretan ignorierte den Schmerz, lieber so, als das Eona noch losgerissen wurde. Der Faustkämpfer schwamm mit der strömung um Kräfte zu sparen. Er war kein geübter Schwimmer und jetzt wo Eona sich noch an ihm fest hielt, wurde die Schwimmerei noch schwerer. Laretan tauchte öfters mit dem Kopf unter, doch schaffte er es immer wieder hoch zu kommen. Das das Wasser tiefer wurde, machte die Sache auch nicht einfacher. " Ruder ein wenig mit den Füßen mit." sagte er zu Eona. So glitten sie mit der Strömung, durch die tiefe Dunkelheit des Höhlensystems.
" Karate ni sente nashi " - Shoto ( Funakoshi Gichin )

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Mo, 10. Sep 2012 19:42

Das gesamte Getummel und der Tumult der entstand als der Bruchteil der Verwunderung verraucht war, war enorm. Hier klirrte und Schnarrte es. Dort sirrte und surrte es. GEstöhne und Todesschreie hallten wieder. Den Schrei von Eona nahm sie war und sie befolgte ihn, sie duckte sie und der Pfeil flog surrend über ihren Rücken. Sie sah jemanden von der Klippe stürzen und den Moment den sie mit Laretan hatte, als sich ihre Blicke kreuzten sagten ihr das er etwas tun musste und schon sprang mit einer lebenden Aufprallsicherheit in die Dunkelheit. Basima starrte fassungslos den Ort an an dem Laretan noch zu vor gestanden hatte, als auch schon ihre Starre erwachte als es einen dumpfen Schlag dicht bei ihr tat. Sie sah sich um und sah wie Sortan alleine war und mit dem Rest kämpfte und ihr Leben gerettet hatte. Sie stand noch immer im Eingang, ging aber jetzt einige Schritte in den Raum und spürte erneut den Blick von Sortan auf sich ruhen und sie kreuzte dem seinigen. Gefasst und selbstsicher. Sie würde ihm nicht die Genugtuung geben das sie sich vor ihm des Blickes abwandte um ihm zu zeigen das sie ihm untergeordnet war. Sie wusste das er sie mit einem Bruchteil von Sekunde töten könnte und hoffte es insgeheim das sie sich bald von Sortan trennen konnte. Doch noch war sie mit ihm hier in dieser Höhle oder war es ein Raum gefangen.
Sie beobachtete Sortan, sie nahm jede Bewegung auf, verarbeitete sie und nahm sich vor draus ihren Nutzen zu ziehen bei passender Gelegenheit. Als Sortan auf die Klippe zu ging und zu Boden ging und los Brüllte, zuckte sie zusammen und biss sich auf die Lippe und tat was sie sonst immer tat wenn jemand Kummer hatte, ging auf ihn zu. Sie wusste das er sie hörte. Sie war kein Ausgebildeter Krieger der lautlos schleichen konnte. Und so machten ihre Schritte leise Geräusche. Als sie bei ihm war, legte sie ihm ihre Hand auf die Schulter und zog sie sofort wieder fort als Sortan sich aufrichtete. Der Blick den Sortan ihr zuwarf, sprach Bände jedenfalls für Basima und erst jetzt sah sie in Sortan, das er ein ähnliches Schicksal wie Eona und Laretan gehabt hatte. Jeder war auf seine Art und Weise gebrannt markt. Basima seufzte und sah persönlich in die den Abgrund. Irgendwo dort unten war Laretan. Ihr Partner, Gefährte und der jenige der sie schon mehrfach gerettet hatte. Sie spürte in sich eine Kloß Trauer aufkommen und die heisen Tränen der Verzweifelung rannen an ihrer Wange hinab. Doch wischte sie sich diese trotzig fort, sie fühlte sich allein hier unten und wusste das Sortan sie am liebsten hier lassen würde. DAs sagten ihr seine Blicke. Das Sortan einen Dieb blutig schlug und diesen somit das Leben aushauchte bekam sie nur am Rande mit. Sie wollte das nicht sehen. Die Geräusche waren genug für sie. Sie zuckte mit jedem Schlag selbst zusammen als würde Sortan sie treffen. Dann straffte sie ihre Schultern und drehte sich herum.

Sie sah zu Sortan und merkte die köperliche Veränderung. Sie musterte ihn wie er sich sauber machte und sein Mundtuch wieder hoch zog und somit seine Identitäts merkmale verdeckte. Wieder tauchte er sie ein in seinen Blick und wieder spürte sie den Hass, die Gleichgültigkeit seinerseits. Das Feuer in ihm loderte nur wenn Eona bei ihm war. DAs hatte sie sofort gesehen. Dann verlies sie seinen Blick in dem er sich anderen Dingen zu wandte und anfing das Gold einzusammeln. Basima stand weiterhin betröpelt herum und musterte das Dunkle Loch in dem Eona und Laretan verschwunden waren. Sie seuzfte erneut und musste erkennen das sie wieder weinte. Als Sortan auf sie zu ging. Sie straffte die Schultern mit dem GEdanken das er sie umbringen würde und schloss schon mit ihrem Leben ab, als sie hinter sich ein Geräusch vernahm war Sortan schon an ihr vorbei und hatte sie instinktiv weggeschoben. Die Diebe mit den Äxten droschen auf Sortan ein. Sie wurde ignoriert und darüber war Basima dankbar. Da flog etwas silbernes auf sie zu. Ihre Reaktionsgeschwindigkeit jedoch war zu gering und es traf sie an der Wange, als sie sich versuchte fortzudrehen wie Laretan es ihr in den vielen Stunden beigebracht hatte. Sie fühlte sich merkwürdig taub und ihr Körper begann zu kribbeln, die Wunde brannte und das warme Blut rann ihr in einem Rinnsaal über die Wange und schon sankten ihre Beine unter ihr Ein. Ein Gift!!! war ihr Gedanke doch lähmte es ihre Zunge und ihren Körper. Und so schlug sie hart auf den Boden auf, ihr Kopf flog zur Seite und nach vorne als dieser ungebremst auf den Erdboden aufschlug. Ihr wurde Schwarz vor Augen und bekam nicht mit wie Sortan den Kampf gewann.

Erst als einige Zeit scheinbar verstrichen war, öffnete sie die Augen und ein stechender Schmerz fuhr ihr durch den Kopf und nebelte ihre Sicht ein. Sie musste nicht sehr lange Ohnmächtig gewesen sein, denn Sortan lag noch auf den Boden. Die beiden Diebe Tod bei ihm. Sie hatte noch immer kein Gefühl in ihrem Körper und so blieb ihr nichts übrig als liegen zu bleiben und abzu warten. Sprechen konnte sie immer noch nicht. Sie fluchte innerlich doch was blieb ihr übrig. Sortan würde sie mit Sicherheit ihr zurücklassen so waren die Gedanken von ihr.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Mo, 10. Sep 2012 22:07

Ihre Finger zitterten. Ihr ganzer Körper zitterte. Es war so verdammt kalt hier unten. Das dunkle Wasser strömte an ihrem Körper vorbei und es fühlte sich an, als würden Arme nach ihr greifen, sie stetig in eine Richtung ziehen und ihre eiskalten Krallen an ihrer Haut wetzen.
Eonas Lippen hatten sich nach wenigen Minuten blau verfärbt und auch ihre Kraft wich aus ihren tauben Fingern. Die roten Strähnen hingen ihr platt im Gesicht und die Sklavin versuchte, diese aus dem Sichtfeld zu wischen, doch scheiterte kläglich. Es war einfach zu kalt. So kalt... Hoffentlich hatte sie jemand gehört. Jemand musste doch kommen. Sie konnte doch nicht schwimmen! Wenn sie diese verdammte Wand nun losließ, würde sie wieder untergehen und elendig ertrinken. Konnte eigentlich irgendwer, der in der Wüste beheimatet war, schwimmen? Wann hätte Eona die Gelegenheit dazu gehabt, schwimmen zu lernen?
Traurig erinnerte sie sich an die vielen Reisen, die sie mit den Zigeunern vor Jahren unternommen hatte und oft hatten sie an einem breiten Fluss gehalten, um sich und die Kleidung zu waschen. Aber die Rothaarige war nie erpicht darauf gewesen, noch tiefer in das eiskalte Wasser zu steigen als bis zu den Knien. Nicht einmal Zerx hatte sie soweit bringen können. Die Sklavin war wie eine Katze - einfach wasserscheu. Und das zurecht. Ihre Beine kribbelten unangenehm und obwohl Eona ihre Zehen nicht mehr spüren konnte, brannte die Wunde an ihrem Oberschenkel höllisch. Wie lange würde es wohl dauern, bis die Taubheit zu ihrem Oberschenkel gefahren war und sie endlich von diesem Schmerz erlösen würde?
Gerade, als die Sklavin überlegte, ob sie nicht doch dem Wasserlauf folgen sollte, platschte es neben ihr. Das kalte Wasser schwappte ihr bis ans Kinn und mehrere Tropfen landeten in ihrem Gesicht.
"Drache." Eona öffnete die Augen und erspähte Laretan. Noch nie war sie so froh gewesen, einen Fremden an ihrer Seite zu wissen. War er ihr nachgesprungen? Oder war er gestoßen worden? "Laretan... Es ist so kalt... Ich kann nicht schwimmen." Wie hilflos sie wohl gerade im Moment aussehen musste. Schrecklich... Aber sie hatte Angst. Seit langer Zeit kroch dieses widerliche Gefühl aus seinem Loch hervor und hielt die Sklavin in seinen Klauen. "Es geht schon", bibberte sie, als der Faustkämpfer nach ihrem Befinden fragte. Aber es ging ihr so schlecht wie schon lange nicht mehr. Ihre Situation bereitete ihr gerade Sorgen und ob sie nun heil hier rauskommen würde, war nicht ganz klar. Aber vielleicht mit seiner Hilfe...?
Eona war es mehr als peinlich, sich an Laretan wie ein verschrecktes Kind festzuklammern. Zuerst war sie skeptisch, aber sie würde jetzt ein wenig Vertrauen aufbringen müssen, sonst wäre der Tod zum Greifen nahe. Die Rothaarige zog die Nase geräuschvoll hoch, sah Laretan noch einmal misstrauisch in die Augen und löste sich von der rettenden Wand, um sich bei dem Faustkämpfer festzukrallen. Sie war kein Leichtgewicht, aber wirklich schwer war sie auch nicht und der Auftrieb des Wassers half Gifthand, sie überhaupt tragen zu können. Aber immer wieder sank sein Kopf unter die Wasseroberfläche und Eona fühlte sich schuldig. "L-Laretan. Ich k-kann mich a-auch an der Wand entl-langhangeln", bibberte sie und bemerkte dabei, dass sie ihre Lippen nicht mehr spüren konnte. Aber der Faustkämpfer gab keinen Mucks von sich und die Sklavin half ihm so gut es ging, indem sie mit ihren Beinen ruderte. Tatsächlich ging es etwas schneller voran, aber der Fackelschein der oberen Etage war nun verschwunden und Eona hatte das Gefühl, dass die Decke nicht weit von ihren Köpfen entfernt war. Sie versuchte ihre Annahme zu bestätigen und streckte die rechte etwas nach oben aus, um dann wirklich an der Wand entlangzustreifen. "Es ist s-so d-dunkel hier unten, i-ich kann n-nichts sehen..."
Ein Schrei hallte an den Wänden wider und Eona zuckte merklich zusammen. Was war das? Wer hatte dort geschrien? "W-wer war d-das? H-hast du d-das auch geh-hört?", fragte sie Laretan und sah zurück, obwohl sie nichts sehen konnte.

Der Fluss schlängelte sich weiter durch den Berg, war manchmal tief genug um darin zu schwimmen, aber an manchen Passagen ging ihnen das eiskalte Wasser nur bis zu den Knien. Manchmal konnte sie Stimmen hören oder sahen eine Ritze an der Decke, durch die ein wenig Licht drang. Aber je weiter sie kamen, desto schwerer wurde Eonas Körper. Manchmal vergaß sie, Laretan zu helfen und hörte auf, mit den Beinen zu strampeln. Der Schmerz in ihrem Bein war unterträglich und ihre Augenlider sanken viel zu oft von selbst herab.
Das ging eine ganze Weile so, aber plötzlich machte der Faustkämpfer Halt. Sie hörte, wie seine Hände an einer Wand entlangrutschten und an ihre Ohren drang wütendes Gemurmel. "W-was ist?", flüsterte Eona und merkte auf einmal, dass Laretan Schwierigkeiten damit hatte, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Wahrscheinlich war hier das Wasser zu tief, um stehen zu können. Widerwillig löste sich die Sklavin von Gifthand und hielt sich wieder an der Felswand fest, aber strampelte dabei mit den Beinen, um oben zu bleiben. Eine Sackgasse! Innerlich geriet Eona in Panik. Sie würden nie wieder das Tageslicht sehen! Wie sollen sie hier nur herauskommen? Gehetzt tasteten ihre Hände an der Wand entlang, lauschte dem Wasserlauf und riss ihre Augen möglichst weit auf, um den kleinsten Lichtstrahl einfangen zu können. Aber natürlich sah sie nichts als Schwärze. "Was m-machen wir j-jetzt?"
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Di, 11. Sep 2012 20:11

Eine ganze Weile lag er so dar, bis sich sein Atem wieder beruhigt hatte und gleichmäßige Züge seine Lungen füllten. Auch dann blieb er noch liegen, hatte die Augen geschlossen und horchte in sich selbst und seine Umgebung hinein. Er wollte nicht von einem dieser Diebe erledigt werden, auch wenn er nicht wirklich daran glaubte das sich hier noch mehr herumtrieben. Schließlich stöhnte er leise auf, bewegte sich, rollte herum und stand auf. Kurz sah er auf die Messer in seiner Hand, bückte sich und wischte sie an den Leinen einer der toten Diebe ab. Dann schob er die Klingen zurück an ihren Platz und bückte sich erneut nach einem der Kurzschwerter. Es war nunmal so wie es sein sollte und er musste tun was er gelernt hatte. Man konnte nie genug Klingen haben und sollte zuerst andere schmutzig machen, als seine eigene. Er spürte wie seine Muskeln zogen und würde mit Sicherheit bald Muskelkater haben. Er hatte schon lange nicht mehr richtig gekämpft, so wie heute, und wollte das auch eigentlich nicht. Ein richtiger Assassine brauchte nicht zu kämpfen, brauchte keinem Gegner offen entgegen zu treten und ihm eine reele Chance auf den Sieg zu geben. Er war der verdammte Tod... und der Tod brauchte nicht nach Regeln zu spielen oder sich um Ehre und Würde zu kümmern. Leise knackte sein Nacken, als er den Kopf rollen ließ und sich dann streckte, die Muskeln anspannte und wieder locker ließ. Tief atmete er ein und sah zu Basima hinüber. Seine Finger verkrampften sich um den Griff der Klinge und das Leder der Handschuhe knarzte leise, als er zu ihr herüber ging. Vor ihr blieb er schließlich stehen, sah den Schnitt an ihrer Wange und das Messer der Schlange. Er sah das sie atmete und an ihren Augen das sie nicht mehr bewusstlos war. Allerdings schien das Gift noch zu wirken, der perfekte Moment. Er brauchte nur seine Klinge in sie hineinzurammen und alles war vorbei. Er würde keinen zeugen zurücklassen, würde hier herausfinden und würde verschwinden. Für immer und wie der Tod persönlich, geleitet von der Vorsehung. Langsam kniete er sich vor ihr hin, strich ihr ein paar Haare aus dem Gesicht und sah sie an. Ein hübsches Mädchen, zweifelsohne, aber nicht sein Typ. Er legte die Klinge an ihren Hals, kniff die Augen zusammen und zog sie dann wieder mit sich hinauf, als er aufstand. Allerdings zog er sie nicht mit viel Druck durch, sodass nur ein kleiner Schnitt aufklaffte. Seine Augen lagen wieder ruhig auf Basima, "Sei froh das ich dein Leben verschone. Komm mir nicht in die Quere, oder ich überlege mir das schnell wieder anders."

Er knurrte leise, wandte sich ab und trat einen der Diebe nochmal, als er dachte er hätte sich bewegt. Als keine Regung kam, spuckte er aus und zog das heruntergerutschte Mundtuch wieder über seinen Mund. Dann drehte er das Kurzschwert, legte die blutige Klinge an die Rückseite seines Unterarms und lief los. Er lief aus der großen Höhle hinaus, vorbei an dem Gang der zurück zu den Zellen führte und verschwendete keinen Gedanken an die darin befindlichen Sklaven, oder an Basima. Es war ein Fehler gewesen sie leben zu lassen und er würde dafür büßen, früher oder später. Der Weg und die Regeln waren eindeutig, niemals Zeugen hinterlassen, egal wie viel sie wussten. Aber er konnte es nicht, bisher hatte er es immer gespürt. Hatte gespürt das sie den Tod verdient hatten, das die Vorsehung es so wollte. Er hatte gewusst das es so sein sollte und musste. Bei ihr war es irgendwie nicht so gewesen, weiß der Teufel warum. Er bog ab, folgte der Kurve in dem enger werdenden Höhlengang und stoppte kurz. Dann ging er in die Hocke, als Fackelschein sich näherte, wartete einen Moment ab und sprang aus den Schatten auf die einzelne Frau. Seine Faust krachte in ihr Gesicht, sie fiel zu Boden und schon war er über ihr. Es war unschwer zu erkennen das sie eine Diebin war und auch ihre Rundungen sprachen Bände. Es war ihm egal, er zog die Klinge durch ihre Kehle und hielt ihr den Mund zu. Dann schloss er ihre Augen und verteilte ihr Blut über ihr Gesicht. Er löste sich von ihr, wischte sich die Handschuhe an ihrer Kleidung ab und hob wieder den Kopf. Dann trat er die Fackel aus, wartete bis sich seine Augen wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ging weiter. Er bog erneut ab, lief ein Stück den Gang entlag und blieb vor einer etwas größeren Höhle wieder stehen. Kurz schloss er die Augen, wo hatten sie wohl Schattenmähne untergebracht? Das Pferd war kostbar und mehr wert als die meisten Sklaven, sie waren sicher nicht so dumm es einfach umzubringen oder liegen zu lassen. Vielleicht hatten sie ja Stallungen in den Höhlen, oder davor.

Sortan hatte die Höhle durchquert und erneut eine Leiche zurückgelassen. Die Diebe waren einfach kein Gegner für ihn, besonders da sie meistens schon tot waren bevor sie ihn überhaupt gesehen hatten. Nun war er wieder in einem Gang, wandte sich an einer Biegung nach links und lief weiter. Er merkte wie der felsige Untergrund etwas Anstieg und war sich sicher das er dadurch irgendwann in die Freiheit führen würde. Urplötzlich blieb er dann stehen und lauschte. Woher kam dieses Rauschen, das er nun schon einige Zeit hörte? Hatte er doch etwas von dem Gift abbekommen? Energisch schüttelte er den Kopf und als es immer noch da war, presste er sich an den kalten Stein einer Wand. Natürlich, ein unterirdischer Fluss der durch den Berg floss und neben den Höhlen her. Sicher waren die Stallungen dort, wo er die Höhlen kreuzte. Also ging es weiter und er orientierte sich an dem Rauschen, folgte ihm und lief wieder durch die dunklen Höhlen. So langsam waren seine Kraftreserven am Ende, er brauchte Schlaf und etwas zu essen. Das rauschen wurde lauter, und der Fluss umspülte offen die Felsen, raste gegen den Stein und wurde von einigen herausstehenden Brocken zerteilt. Es wurde lauter, weil er an einer größeren Höhle vorbeifloß und das Echo seinen Teil beitrug. Sortan ging wieder in die Hocke und spähte um die Ecke. Dann schloss er die Augen und drückte sich gegen die Wand. Es waren vielleicht drei, oder vier wenn man den Sklaven mitzählte der Pferdemist schippte. Sie waren zu weit weg um überraschend anzugreifen und zu viele um sie mit Leichtigkeit zu besiegen. Bisher hatte alles halbwegs gut geklappt, er hoffte das es so bleiben würde. Nun wartete er ersteinmal ab, ruhte sich aus und schonte seine Kräfte. Irgendwann würde sich einer besser Gelegenheit ergeben, vielleicht kam ihm ja sogar Basima in die Quere, sie wäre eine wunderbare Ablenkung...
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Mi, 12. Sep 2012 10:38

Eona zitterte wie Espenlaub auf seinem Rücken. Es war immer wieder angenehm wenn das Wasser flach genug war um darin zu laufen. Die tiefen stellen waren schwieriger. Vorallem da Laretan kein sonderlich guter Schwimmer war. Immer wieder wenn Laretan merkte, das Eona kurz vor dem Einschlafen war weckter er sie wieder mit einem " Bleib wach." " Du musst wach bleiben." " Denk an Sortan. Du willst doch zu ihm zurück." Den Namen des Assasinen zu nennen war Laretan nicht lieb. Doch was sollte er tun? Er musste Eona irgendwie wach halten. Es war so dunkel in der Höhle, das selbst Laretans gute Augen, die an die Nacht gewöhnt waren, nur Schemen sehen konnten.
Auch Laretan hörte den Schrei. " Ja. Ich habs auch gehört." Laretan versuchte das Zittern und Stottern zu unterdrücken. Er musste jetzt stark sein. Eona sollte nicht die Hoffnung verlieren. Sie sollte nicht mit bekommen wie es ihm immer schwerer fiel sie zu schleppen oder selber zu schwimmen. Die kälte des Wassers nagte auch an Laretans kräften. Einmal wäre er fast untergegangen, doch er zwang sich weiter zu machen. Er musste in Bewegung bleiben. Immer weiter.

Es kam Laretan vor wie Stunden, als er an eine sehr tiefe Stelle kam. Und dann war da die Wand. "So ein mist!" dachte sich Laretan wütend. Eona lies ihn los und fragte nach einigen Momenten was sie jetzt machen sollten. Sie stotterte vor kälte. Doch war da jetzt noch was anderes in der Stimme? War da Angst?
Laretan berührte die junge Frau an der Schulter. " Keine Sorge. Ich bringe uns hier raus." Doch das war leichter gesagt als getan. Der Faustkämpfer überlegte. " Warte. Ich bin gleich wieder da." Laretan sog die Luft ein und füllte seine Lungen. Dann tauchte er unter. Das Wasser umgab ihn vollends. Es war kalt. Überall. Und Laretan sah nichts. Nur die schwärze die ihn Umgab. Für einen winzigen Moment, fragte er sich ob er hier unten nicht einfach bleiben sollte. Doch dann schossen ihm Bilder durch den Kopf. Die schlotternde Eona. Basima mit ihrem wundervollen Lächeln. Und als letztes Sortan. Erstand vor jemandem mit erhobenem Schwert. Die Person kniete vor ihm. ihr Kleider waren aufgeschlitz und sie blutete. Ihre langen schwarzen Haare vielen ihr über den Rücken. Das Schwert sauste herab, als sich die Person umdrehen wollte. "BASIMA!" war Laretans gedanke. Er musste den Ausgang finden. Er konnte Basima nicht mit diesem Mann alleine lassen. Laretan hatte in dem kurzen kampf mit Sortan einiges über diesen Mann erfahren. Sachen die man nur in einem Kampf wahrnimmt. Und das war nichts gutes.
Laretan suchte die Wand ab. Seine Luft wurde langsam knapp. Docher gab nicht auf, bis er auf einmal ins leere fasste. Ein Tunnel. Laretan schwamm wieder nach oben, holte Luft und ohne etwas zu sagen tauchte er wieder ab. Er tauchte durch den Tunnel. Er war nicht all zu lang. Mit zwei zügen war Laretan hindurch. Er tauchte zurück und kam hoch.
Laretan musste erstmal tief Luft holen bevor er reden konnte. " Ich...habe...einen Tunnel....entdeckt." Laretan kam zu Eona. "Wir kommen hier heraus! Das verspreche ich dir." Da viel ihm die Tatsache ein, das Eona nicht schwimmen konnte. Er überlegte wie er sie durch den Tunnel bekam. das war die einzige Stelle, an der er sie nicht schleppen konnte. Da hatte er auch schon einie Idee. Laretan machte sich seine Schärpe ab. Es wra schwer den Knoten zu öffnen, da er sich mut Wasser voll gesaugt hatte. Doch am ende gelang es ihm. Laretan drückte das eine Ende Eona in die Han. " Pass auf. Wir tauchen jetzt nach unten. Vor dem Tunnel klopfe ich auf deine Hand und du lässt mich los. Ich schwimme hindurch und ziehe dich dann an der Schärpe zu mir." Ohne auf eine Antwort zu warten ergriff Laretan Eonas Hand und zog sie auf seinen Rücken. " Halt nur die Schärpe gut fest!" Die Schärpe maß fasst 3 Meter, was für Laretans Plan reichte. " Pass auf das du dir nicht den Kopf stößt. Und Einatmen!" mit dem Kommado atmete Laretan tief ein und tauchte ab. Seine Vision hatte in ihm neue Kräfte mobilisiert. Mit mächtigen Zügen tauchte er nach unten. Eona krallte sich so fest wie es ging. Am Tunnel angekommen, schlug er ihr auf die Hand. Keine Reaktion. Nochmal. Immer noch nicht. Erst beim dritten mal, ließ die Rothaarige los. Laretan schwamm durch den Tunnel, langsam wurde die luft knapper. Die anstrengung verbrauchte einiges an Sauerstoff. Laretan stemmte sich gegen die Wand und fing an am Gürtel zu ziehen. Er versuchte zügig aber nicht hektisch zu ziehen,damit Eona sich nicht verletzte oder los ließ.
Da kam das Ende der Schärpe aus dem Tunnel. Doch keine Eona. Laretan riss die Augen auf. Sie hatten sich an die dunkelheit gewöhnt und er konnte wenigstens Schemen sehen. So schnell er konnte drehte er sich zum Tunnel . Eona war in der Mitte des Gangs. Die Schärper musste ihren Händen entglitten sein. Hatte er zu schnell gezogen?
War ja auch egal. Laretan beugte sich in den Tunnel und streckte seinen Arm aus. Doch er erreichte Eona nicht ganz. Da spührte er auch schon ihr Hand, die sich schraubstockartig, um sein Handgelnek schlang. Mit einem Ruck zog er Eona an sich, fing sie und schlang seinen freien Arm um ihre Tailie. Laretan ging ein wenig in die Hock und rückte sich so stark ab wie er konnte. Innerhalb weniger Augenblicke erreichten sie die Wasseroberfläche.
Laretan rang nach Luft und versuchte seine Atmung zu normalisieren. Nach einer , gefühlten, halben Ewigkeit gelang ihm das auch. Er zog Eona mit sich und schwamm auf die Fackel zu, die in nicht ganz so weiter Ferne, an einer Wand, befestigt war. Sie kamen an einer Art unterirdischem Starnd an. Laretan hiefte sich an Land und wäre fast umgekippt. Die Schwimmerei hatte ihn sehr viel Kraft gekostet. Der Faustkämpfer stützte sich auf seine Knie. Es war geschafft. Laretan hätte sich am liebsten hin gelegt, doch ließ er es sein. Stattdessen zog er sein Kleider aus. " Komm. Zieh deine Kleider aus. Wir müssen sie auswringen. So sind sie zu schwer und zu kalt. Dann müssen wir weiter. Wir haben keine Zeit für eine Pause." drängte Laretan.
Während er die Sachen auswrang, entdeckte er die Höhle, an deren Eingang die Fackel befestigt war. Da mussten sie also lang.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Mi, 12. Sep 2012 18:12

Basima hörte wie Sortan sich aufrichtete und entdeckte ihn kurze Zeit später in ihrem Blickfeld. Sein Blick war kalt und musternd, als er sich niederkniete und ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht strich, klopfte ihr Herz von neuem. Was hatte er nur vor? dachte sie bei sich und musste hilflos zulassen das er sein Messer auspackte und ihr an die Kehle hielt. Das es scharf war spürte sie sofort und korrigierte ihre Atmung aufs Minimum. Aus Angst das sie selbst sich in die Haut schnitt. Dann stand er nach schier unendlichen Minuten wieder auf und zog sie mit hoch. das seine Klinge noch immer an ihrem Hals ruhte war pure Absicht, das war klar und auch das sie sich schnitt beim Aufstehen war absicht. Sie blickte mit ruhigen Blick an. Innerlich jedoch kochte sie und hätte Sortan am liebsten sämtliche Haare ausgerissen doch sie belies es bei einem Augenbraun hoch ziehn einem empörten Pfff. Auch seine Drohung die er aussprach vernahm sie während sie sich seine Blick stellte. Auch jetzt erwiderte sie diesen, jedesmal wen nsie dies Tat klopfte ihr Herz. Doch sie würde lieber mit hoch erhobenen Hauptes sterben wollen als gedemütigt. Dann verlies er ohne ein Wort zusagen oder sich nochmal umzudrehen die Höhle und verschwand lautlos in der Dunkelheit.
Basima schluckte und starrte ins Dunkel und überlegte fieberhaft was sie tun sollte und entschied sich einen eigenen Weg zu finden zuvor aber untersuchte sie nochmal einen Dieb der in iher Nähe lag und fand einen Dolch den Sortan wohl übersehen hatte und versteckte in unter ihrme Rock. So ging sie auch aus der Höhle, sie orientierte sich an den Wänden, denn meist sah sie nichts nur die wenigen Facken die es hier gab spendeten ihr Licht. So bog sie 2 mal ab und hörte das Rauschen, das sie an einen Fluss erinnerte. Sie seufzte erleichtert als gibt es hier einen Ausgang und sie hoffte in schnellstens zu finden. Und so marschierte sie weiter mit Hoffnung in ihren Gedanken. Sie wusste nicht wie lange sie schon durch die Dunkelheit ging und wann sie abgebogen war wusste sie auch nicht mehr. Als sie plötzlich vor dem Fluss stand und vor sich 4 Diebe entdeckte. Sie erschrak und drängelte sich zurück in den Schatten. Was jetzt dachte sie und musste überlegen und da kam ihr eine ziemlich riskante Idee doch sie musste da durch. Und so zog sie ihr Rock hoch, schnürte ihr Oberteil etwas auf so das ihr Brüste besser zu sehen waren und versteckte die Klinge des Dolches. Dann trat sie hervor und ging auf die Diebe zu. "Naaaa ihr hübschen!" säuselte sie und merkte sofort wie die Männer auf sie ansprangen. Sie grinsten breit und das Feuer der Begierde loderte auf. Basima grinste, sie hatte es geschafft nur noch trennen. war ihr Gedanke. Sie warf sich einen Mann der in iher Nähe stand an den Hals und rieb ihren Körper an seinen. Der Mann grinste und Basima zog diesen sanft mit sich. "Ihr kommt auch noch dran!" die anderen 3 lachten hämisch und nickten "Beeil dich aber!" riefen sie Und Basima zog den Mann mit sich. Das sie so weit gesunken war, sie ekelte sich davor doch sie musste es tun. Und so zog sie den Mann in den einen Gang und drückte in an die Wand im Gang sobald sie um dir Kurve waren und zog ihren Dolch hervor und schnitt ihm die Kehle durch, dann hielt sie ihm die Hand auf den Mund und sofort erschlaffte der Mann und Basima ging in die Knie. Da rief schon einer "heeyyy nicht so lange!" und Basima s Herz klopfte noch stärker "Jaaa moment" rief sie mit tiefer Stimme und legte den Mann ab. Dann wischte sie sich sauber, versteckte die Klinge und trat wieder aus dem Gang und tänzelte zu den anderen dreien hinüber. Ein diesesmal dünner und langer Dieb packte Basima grob und küsste sie. Basima grinste gespielt fröhlcih und auch diesen zog sie mit sich. das ihr Kamerad nicht wieder auftauchte bemerkten sie gar nicht.
Basima zog auch ihn mit sich und verschwand im selbem Gang wie zuvor und löschte am Eingang die Fackel "Im Dunkeln ist es aufregender nicht war" Und der Mann gurrte ein leises ja. Und betatschte Basima und wollte sofort loslegen und Basima schluckte ihren Anflug von Ärger hinunter und zog ihren Dolch und auch dieses Mall shcnitt sie ihm die Kehle durch. Dann warf sie das Messer fort und begann laut hals zu schreien als der Mann tod zu Boden fiel.
Sofort waren die 2 anderen bei ihr Basima weinte und deutete nur den Gang entlang "DAaaaa er ist da lang!" rief sie panisch. Die Männer glaubten ihr und rannten los. Als sie fort waren und ihre Schritte verhallt, straffte Basima die Schultern und ging zurück zum Fluss und musterte diesen. Die Falle ging auf. Er führte unter derm Fels hin durch, war ihr Gedanke und sprang ohne nachzudenken hinein.
Sofort riss sie das Wasser mit und drückte sie unter, nahm ihr den Atmen und spülte sie wieder hoch. Basima schluckte Wasser während der gesamten riskanten Wasserfahrt. Dann riss das Wasser sie unter Wasser und sie spürte wie sie in einen engen Gang zwischen den Felsen hindurch gespült wurde und tauchte in einer riesigen Höhle wieder auf. Sie keuchte und prustete als sie wieder frische Atmen luft in ihre Lungen einsaugte. Erst nach etlichen Minuten begann sie mit den ihr beigebrachten Schwimmbewegungen. Sie war froh das sie Schwimmen gelernt hatte und so schwamm sie los. Zunächst war es dunkel, pures Schwarz um sie herum. Und ihre Schwimmgeräusche schienen ziemlich laut zu sein. Doch es hörte scheinbar keiner. Da entdeckte sie eine Fackel und spürte das ihre Kräfte bald am Ende war. Sie schwamm auf die Fackel zu und ein Sog riss sie mit sich wieder fort von der Fackel. "Oh nein!" flüsterte sie erschöpft und der Sog wurde stärker und ihre Schwimmbewegungen liesen nach als sie sich dem Sog hingab. Der Sog zog sie durch einen engen Spalt der Spalt war eng und sie ritzte sich hier und dort die Beine auf. Es brannte doch Basima blieb keine Zeit zum jammern denn sie trieb auf einen hellen Fleck zu. Der Fleck entpuppte sich als Himmel und Basima's Herz machte einen Freuden hüpfer. Da nahm sie fahrt auf, immer schneller und schneller floss das Wasser und ehe sie sich versah flog sie schon durch die Luft. Das sie nach draußen gespült wurde, merkte sie gar nicht. Die Bäume, die Vögel die sangen sogar die Sonnenstrahlen bekam sie nicht mit. Denn Sie schrie wie am Spieß, während sie flog und ruderte mit den Armen. Unter sich war ein See und mit einem lauten Platscher landete sie in diesem. Die Wucht trieb ihr die Luft aus den Lungen und ihr wurde Schwarz vor den Augen.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Mi, 12. Sep 2012 20:28

Zitternd hing Eona an der kalten Felswand, von der ihre Hände regelmäßig abrutschten, da sie einfach zu glitschig war. Ihr Atem rasselte, das Herz schlug ihr bis zum Hals und noch immer hatte sie keine Kontrolle über ihren Körper, der unablässig zitterte. Nicht mal ihre Stimme konnte sie kontrollieren und als Laretan plötzlich abtauchte, verließ ein Wimmern ihre blauen Lippen.
Was, wenn er nicht mehr auftauchte? Und wenn er sie einfach allein in dieser Dunkelheit ließ? Es war ganz einfach. Eona war in diesem Moment zu schwach und zu ängstlich, als dass sie wie der Faustkämpfer einfach unter die Wasseroberfläche tauchen könnte. Sie würde hier elendig erfrieren oder schlichtweg ertrinken. Ein weiteres Mal rutschten ihre Hände von der Wand ab und sie schluckte eine Menge Wasser, als endlich Laretan wieder auftauchte. Er hatte sie nicht alleine gelassen... Bei den Göttern, er hatte sie nicht im Stich gelassen.
Noch während der Faustkämpfer nach Luft rang, konnte Eona ein weiteres Geräusch ausmachen, das nicht zu der üblichen Geräuschkulisse passte. Es war ein stetiges Plätschern. Es hörte sich an, als würde noch jemand den Fluss entlangschwimmen. Ein angestrengtes Keuchen mischte sich unter Laretans Worten, als er ihr vone inem Tunnel berichtete. "Ein T-tunnel?" Oh nein, bitte nicht. Bitte, bitte sag nicht... "Laretan... d-das g-geht nicht... I-ich kann d-das nicht." Der Sklavin war es gar nicht mehr bewusst, wie ängstlich sie sich eigentlich anhörte. Aber die Situation, in der sie steckten, war einfach zu viel für sie. Das viele Wasser, die Erschöpfung und die Wunde, die immer mehr Blut verlor, hatte Eona an ihre psychischen Grenzen getrieben. Sie hatte einfach nur Angst. Und nun sollte sie dort runter in die eisige Kälte tauchen? Was war, wenn sie keine Luft mehr bekam? Oder sich Laretan irgendwo stieß und bewusstlos wurde? Er war zu schwer, als dass die junge Frau ihn durch den Tunnel ziehen könnte.
Ohne ihre Entscheidung abzuwarten, ergriff Laretan ihre Hand und sie hätte sich gerne gewehrt, doch sie war zu schwach und hatte auch sonst keine Idee, wie sie sonst hier rauskommen könnten. Es war dunkel, kalt und sie wollte einfach nur heil hier raus. Noch einmal nickte die Sklavin auf Gifthands Anweisungen und versuchte tapfer zu sein, aber der Mut verließ sie in jenem Moment, als sie einatmete. Es schien, als würde das Wasser noch eine Spur kälter werden. Das nasse Element umarmte die Rothaarige wie ein Monster, welches mit vielen kleinen Stacheln in ihre Haut stach und sie zurück an die Oberfläche zog, obwohl sie eigentlich nach unten tauchen wollte. Ihre Augen hatte sie zusammengekniffen und sie hatte auch keine Lust diese zu öffnen, wobei es eh sinnlos wäre. Unter Wasser war es genauso dunkel wie an der Luft. Eona konnte den Zug um sich spüren und wie Laretan immer tiefer tauchte. Nicht loslassen, bloß nicht loslassen...
Sie hatte Angst, dass sie ihm die Luft abschnürte oder ihn unnötige behinderte, wenn sie ihren Griff noch mehr verstärkte, aber es ging schneller als sie dachte. Anscheinend waren sie unten angelangt, denn der Faustkämpfer klopfte ihr auf die Hand, die ihn umschlungen hatte. Nein, ich will dich nicht loslassen!, schrie es in ihrem Kopf und Eona hätte nie gedacht, dass sie das je zu einem anderen Mann als Sortan sagen würde. Noch einmal schlug Laretan auf ihre Hand und das schleichende Gefühl des Einatmens bahnte sich in ihre Lunge. Erschrocken über dieses Gefühl, öffnete die junge Frau ihre Augen und sie konnte verschwommende Schemen vor sich erkennen, welche von einem Spiel aus Dunkelheit und Wasser umrandet wurden. Ein drittes Mal klopfte er auf ihre Hand und endlich ließ die junge Frau los. Verwirrt blinzelte die Sklavin und konnte sich nicht an diesem schönen Anblick satt sehen. Eigentlich war es viel zu dunkel, um etwas genau erkennen zu können, aber das verzerrte Sichtfeld faszinierte Eona auf seltsame Weise. Auch hatte sie es nie für möglich gehalten, dass sie die Augen unter Wasser öffnen konnten, ohne zu erblinden oder ein schmerzhaftes Stechen zu spüren.
Ein Zug in ihrer Hand signalisierte ihr, dass Laretan sie nun durch den Tunnel ziehen würde und nur nach ein paar Sekunden hielt sie es nicht mehr aus. Ihre Lungen füllten sich mit Wasser. Sie tätigte einen tiefen Atemzug und für einen Augenblick fühlte es sich so an, als würde wirklich Luft in ihre Brust strömen. Doch wenige Sekunden später griff sich Eona verzweifelt an die Kehle. Luftblasen strömten vor ihr her und sie konnte noch weniger erkennen als zuvor. Ein schwarzer Schatten kam auf sie zu und sie fragte sich, ob sie nun völlig verrückt geworden war. Aber egal ob es ein Fisch war oder Laretan, verzweifelt streckte sie die Hand nach diesem Etwas aus und mobilisierte ihre letzte Kraft, um sich daran festzuhalten.

Eona keuchte, spuckte und entledigte sich dem wenigen Essen, dass sie vor Stunden zu sich genommen hatte. Der Brechreiz war einfach zu groß gewesen und ihr Magen so wie ihre Lungen rebellierten gegen das viele Wasser, dass sie geschluckt hatte. Keuchend rang sie nach Luft und robbte auf Knien weiter auf dem kalten Steinboden voran. Weg vom Wasser, bloß weg von diesem elendigen Wasser.
Immer wieder hustete die Sklavin und sie musste sich mehrmals auf die Brust klopfen, um endlich mehr Luft in ihren Mund zu bekommen. Nach etlichen Minuten hörte das Husten endlich auf und sie konnte wieder normal atmen. Doch ihr Mund fühlte sich trocken und geschwollen an, die Zunge klebte ihr am Gaumen. Ich habe es überlebt... Bei den Göttern, ich lebe noch.
Jedoch war ihr Leid noch lange nicht vorbei. Die Kälte war immer noch da und noch schlimmer als zuvor. Ihr Körper kühlte langsam aus und die Kleider hingen ihr schwer am Körper. Laretans Worte hörte sie nur dumpf, da ihre Ohren anscheinend vom Wasser verstopft war. Aber ihr war klar, dass sie sich von dem Stoff entledigen musste, sonst würde sie sich noch erkälten oder ihr Körper würde weiter auskühlen. Wieder begann sie unkontrolliert zu zittern, als sie sich ihrer Kleider entledigte. Das sie sich fast nackt vor Gifthand präsentierte, war ihr gerade herzlich egal. Mit letzter Kraft wrang sie ihre Kleider aus, so gut es ging, um sie dann wieder anzuziehen. Darauf kontrollierte sie noch, ob Silberstich an seinem Platz war und war erleichtert, als sie die Klinge an ihrem Mieder spürte. "Danke, Laretan..", seufzte sie und kam langsam auf die Beine. Sie versuchte, das Bein mit der Wunde an ihrem Oberschenkel nicht zu sehr zu belasten und humpelte langsam weiter. Sie war müde, so unglaublich müde und wenn sie nun jemand überfallen würde, wäre sie erledigt. Auch Gifthand war anzusehen, dass er langsam am Ende seiner Kräfte war. "Ohne dich w-wäre ich wohl ert-trunken..."
Er hat mir das Leben gerettet, obwohl er beinahe selbst gestorben wäre, schoss es der Sklavin durch den Kopf und wollte gerade noch etwas hinzufügen, als ein Geräusch ihre Aufmerksamkeit erhaschte. Ein Kopf durchbrach die Wasseroberfläche an der Stelle, an der die beiden erst vor wenigen Sekunden aufgetaucht waren. Eonas Augen weiteten sich. Ein Dieb... und ein verdammt wütender. Seine dunklen Augen fixierten die Sklavin un ihren Begleiter und mit grimmiger Miene schwamm er auf das Ufer zu.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Do, 13. Sep 2012 9:52

Sortan hatte sich in eine Nische gedrückt, saß in der Hocke an der kalten Wand und hatte die Augen geschlossen. Seine Kleidung machte ihn in der Dunkelheit zu nichts weiterem als einen Schatten. Das einzigste, das manchmal hervorblitzte waren seine Augen. Seine Gedanken floßen zäh um ihn herum, er hatte sich wieder auf sein Leben konzentriert, auf seine Aufgabe und sein Schicksal. Schwärze umfing wieder seinen Geist und erstickte den kleinen leuchtenden Keim, den Eona in ihm erschaffen hatte. Er war der Tod, Gefühle waren Schwäche und er war niemals schwach. Das waren die Worte die er in Gedanken wiederholte, während sich seine Atemzüge gleichmäßig einstellten und er nur noch ganz flach und leise ausatmete. Dann hörte er Schritte, allerdings nicht aus der Höhle sondern aus dem Gang davor. Er bewegte sich keinen Milimeter und blieb unentdeckt von der Frau die an ihm vorbeilief und dann in die Höhle drängte. Er spitzte die Ohren, legte den Kopf etwas schief und erkannte Basimas Stimme. Was sie wohl vor hatte? Er erwartete keine kämpferische Meisterleistung von der Frau und war gespannt was sich nun ergeben würde. Er wollte sich gerade bewegen um zu sehen was sie dort trieb, als die Schritte wieder näher kamen. Diesmal waren es zwei, Basima und einer der Diebe. Er zog die Kapuze etwas tiefer ins Gesicht, kauerte sich enger zusammen und ließ die braunen Augen unter dem Stoff hervorblitzen. Er verfolgte ihre Handlung kalt und berechnend. Es erstaunte ihn das sie die Stärke und Ideen hatte um die Männer einzeln fortzulocken und umzubringen. Aber die Menschen wuchsen immer in den schwierigsten Situation. Kurz musste er schmunzeln, die Vorsehung hatte ihn zurecht davon abgehalten sie zu töten, immerhin ersparte sie ihm gerade Arbeit und schonte seine angeschlagenen Kräfte. Sein Blick folgte ihr, als sie den zweiten Dieb herausbrachte und die Fackel löschte. Sein Aufmerksames Auge sah ihren Ärger, ihre Wut und ihren Unwillen diesem Mann zu geben was er wollte, aber dafür brauchte man schon ein geschultes Auge. Er hätte ihr so eine Lüge nicht zugetraut, da war er ehrlich. Als sie anfing zu schreien, zuckte er kurz zusammen und drückte sich enger an die feuchte Höhlenwand. Auch dieses mal wartete er ruhig ab, bis die beiden Männer an ihm vorbei und um die Kurve waren. Dann wirbelte er schnell aus der Nische heraus, drehte sich um seine Achse und rannte in die Höhle hinein. Man hinterließ niemals Zeugen... Aber diese Diebe hatten ihn weder gesehen, noch gehört.

Als er in die Höhle kam, sah er gerade noch wie Basima in den Fluss sprang. Törichtes Mädchen, die Strömung war viel zu stark zum Schwimmen und der Weg des Flusses viel zu undurchsichtig. Er vertraute nicht auf sein Glück, sondern auf sein Können und die Vorsehung. Mit ein paar Schritten war er an dem kleinen Tisch neben den Stallungen, zog sein Mundtuch herunter und trank die Wasserflasche leer. Dann packte er den Kanten Brot und das Stück Fleisch und kaute schnell. Seine Schritte führten ihn hastig zu dem Holzschuppen, auf dessen Boden Stroh ausgelegt war. Ein leises Wiehern kam von links und er fand schnell Schattenmähne. Der Wallach stupste ihn mit der Nase an und wieherte lauter, "Ruhig... Ganz ruhig mein Kleiner, gleich geht es hier raus..." Den Brotkanten im Mund, legte er die Zügel an und die Decke auf den Pferderücken. Dann biss er noch ein Stück ab, schnallte den Sattel fest und überprüfte alles. Es dauerte eine Weile, bis er seine Satteltaschen gefunden hatte und sie am Sattel befestigt hatte. Er sah nach, ob noch alles da war und runzelte die Stirn. Der Proviant war noch soweit vorhanden, auch der ganze Rest, nur die drei schweren Geldbeutel fehlten. Sortan durchsuchte noch einmal den Stall und schluckte das restliche Essen herunter. Dann durchsuchte er die zwei toten Diebe am Eingang, fand zwei der Gelbeutel und grinste siegessicher. Er hatte den toten Dieben genug abgenommen um den Verlust des Dritten zu verschmerzen. Er zog das Mundtuch wieder hoch, verstaute die prallen Lederbeutel in der Satteltasche und machte das Pferd los. Dann schwang er sich in den Sattel und ließ das Pferd etwas zurücktänzeln. Er drehte sich ein wenig und preschte dann aus der Höhle heraus und den Gang in die andere Richtung entlang, "Bring mich hier raus..." flüsterte er leise dem Streitross zu und überließ ihm die Führung. Bis die Diebe wieder zurückwaren und die ganzen Leichen entdeckt hatten, war er schon längst über alle Berge. Er ritt an einer kleineren Höhle vorbei, durch die der Fluss weiterfloss, hielt sich aber in dem Gang. Die beschlagenen Hufe des Pferds hallten laut auf dem Stein wieder und Sortan hielt wieder das Kurzschwert des Diebes in der Hand. Dann sah er Licht, zügelte den Gaul und hielt sich die Hände vor die Augen. Er verharrte kurz so, wurde sich der Gefahr bewusst und betrachtete den Ausgang. Die erste Wache lief bereits auf ihn zu. Er warf das Kurzschwert, es traf den Mann knackend irgendwo am Körper und der Assassine ließ Schattenmähne gnadenlos über ihn drüber trampeln. Dann preschte er endgültig in die Freiheit heraus, zog ein Messer und warf es auf die zweite Wache. Es bohrte sich knackend in dessen Brustkorb und er sprang aus dem Sattel. Zog das Messer und den Dolch des Mannes wieder heraus, wischte beides ab und verstaute sie wieder an seinem Körper und seiner Rüstung. Dann sah er sich um, er hatte gottverdammt keine Ahnung wo er hier war. Sie mussten in der Nähe der Ruwayd-Berge sein und der Fluss mündete sicher irgendwann in den großen Furat. Also sprang er wieder auf, strich seinem Pferd über die Flanke und sprach leise zu ihm, während er ihn neben dem Fluss herlenkte.
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Laretan » Do, 13. Sep 2012 15:13

Laretan wollte gerade die Hose wieder an ziehen, als er den Kopf des Diebes sah. Auf Eonas Worte, konnte er schon nicht mehr reagieren. Laretan war sofort in Alarm Bereitschaft. Er machte schnell die Hose zu und stellte sich automatisch vor Eona. Auch wenn er wusste, das sie sich wehren konnte. Doch es war eine gewohnheit. "IHR!" rief der Dieb, mit erhobener Klinge. Laretan wollte gerade eines seiner Wurfmesser werfen. Doch da spührte er etwas. Es war nicht da. " Verfluchter Mist!" flog es durch Laretans Kopf. Seiner Wurfmesser waren ihm abgenommen worden. Daran hatte er nicht gedacht. Er hätte sich selbst in den Arsch beißen können. Doch jetzt war keine Zeit mehr für Vorwürfe, denn der Dieb kam schnell auf sie zu. Schon jetzt hatte er Boden unter den Füßen und lief los. Laretan lief ihm entgegen und musste sofort vor dem ersten Schwerthieb wieder zurück weichen. Sofort merkte Laretan das sein Gegenüber zu einer ganz anderen Klasse gehörte, als der Rest dieser Diebe. Immer wieder musste Laretan zurück weichen. Er versuchte zu attackieren, doch immer wenn Laretan den Dieb fast erreicht hatte, konnte er im letzten moment noch mit der Klinge dazwischen funken. Die Gegner umrundete sich. Da sah Laretan seine Chance. Sein Gegenüber stand zwischen ihm und Eona. Laretan machte einen Satz nach vorne und griff dabei an. Dabei rief er " Drache, jetzt", und hoffte das Eona verstand was zu tun war.
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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Basima Anadil » Do, 13. Sep 2012 16:42

Basima öffnete ihre Augen und kam hustend in eine seitliche Lage. Die Strömung musste sie an das Ufer getrieben haben. Sie lag an einem Steinufer des See's hinter den Berg aus dem sie geflogen war und hustete das Wasser das sie in ihrer Bewusstlosigkeit getrunken haben musste aus. Ihr Hals tat weh, der Schnitt den Sortan ihr zugefügt hatte beim Hochziehen war nur noch ein dünner Strich. Doch fasste sie sic hautomatisch dort hin und kniff die Lippen zusammen ehe sie wieder von einem Hustanfall unterbrochen wurde und sich krampfhaft krümmte. Sie hatte am Ende sogar Tränen in den Augen so sehr musste sie husten. Doch langsam begann sich ihr Körper zu normalisieren und auch alles Wasser war aus ihren Atmen wegen entfernt. Erschöpft vom Husten und zitternd von der Kälte des Wasser, blieb sie liegen und drehte sich auf den Rücken um zu Kräften zu Kommen. Sie blickte in den Himmel und sah die Sonne rechts von ihr hoch am Horizont stehen. Es musste später nachmittag sein dachte sie und atmete lange Zeit ruhig und gleichmäßig so das ihr Körper die Zeit bekam die er brauchte um neue Kräfte zu sammeln.

Erst nach einiger Zeit richtete sie sich auf und sah hoch zu dem Berg, sie entdeckte das Loch aus dem das Wasser als Wasserfall sich einen Weg zum Boden suchte. Es war irre weit oben und sie sah das Loch nur als kleinen Punkt. Sie bemerkte wie viel Glück sie doch gehabt hatte und sofort gingen ihre Gedanken zu Laretan Wo bist du nur? dachte sie verzweifelt und musste hart gegen ihre Tränen kämpfen. Sie hatte Laretan gefunden und wieder verloren und das schmerzte. Würde sie ihn überhaupt wieder sehen? Sie wusste es nicht. Die Berge hier kannte sie nur von den Erzählungen ihres Vaters, es waren die Ruwayd Berge. Hier kannte sie sich nicht aus, trübig sinnig seufzte sie und versuchte sich Mut zumachen. Sie würde weiter nach Laretan suchen irgendwo mussten sie ja raus kommen aus dem Berg. Sie sah sich genauer um, dichtes Gebüsch kombiniert mit Dornenhecken und großen, alten Bäumen unbekannte Bäume und untypisch für die Wüste. Basima stand auf ihre Kleider waren so gut wie trocken, sie musste ziemlich lange hier gelegen haben sicher war sie sich aber nicht. Sie drehte sich im Kreis einmal um sich selbst und sah einen Pfad der vom See fort führte links von dem Pfad führte ein Fluss fort vom Berg. Sie entschied dem Ufer zu folgen, irgendwo hier musste sie ja bald auf einen Eingang stoßen, so ihr Plan.

Basima schritt vorran, als sie um eine Flussbiegung trat und einen Reiter auf einem Pferd entdeckte, nach längerem Hinsehen erkannte sie das Mundtuch und das typisch weise Haar von Sortan. Sofort machte sich schlechte Laune breit und trübte ihre Gemüt. Sie ging jedoch weiter, mit stolzen Schritt und blickte Sortan lange an, schweigend ehe sie die Stille brach "Nun ich bin dir nicht in die Quere gekommen, hättest du wohl nicht gedacht das ich ohne deine Hilfe hinaus finde und wie ich sehe hast du Eona noch nicht gefunden!" ob es ihm passte das sie so mit ihm sprach war ihr grad egal. Doch schon bereute sie ihre Worte und hoffte das sie nicht erneut ihr Todesurteil gesprochen hatte. Ihm war alles zu zutrauen, unbewusst fasste sie sich an die Kehle an den Schnitt der noch keinen Tag alt war. "Ich schlag vor wir suchen gemeinsam nach Ihnen. Gifthand und Drache werden wenn sie beide dort waren zusammen den Weg suchen. Ich weis das ihr nicht viel von mir haltet, aber dennoch sehen 4 Augen mehr als 2 geschulte" Basima sprach ruhig und freundlich in der Hoffnung das Sortan sich einen Ruck geben würde, doch sie glaubte nicht daran. Als Sortan keine anstalten machte anzuhalten oder ihr zu antworten, drehte sie sich herum und marschierte los.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Eona » Do, 13. Sep 2012 18:38

Eona Atem pfeifte. Die Sklavin war am Ende ihrer Kräfte. Humpelnd versuchte sie etwas Abstand zwischen sich und dem sich nähernden Kerl zu bringen, der wohl kaum nach dem Weg fragen wollte. Er trug ein schwarzes Wams und darüber ein Kettenhemd, das schon bessere Tage gesehen hat. Die weite Leinenhose klebte ihm an den stämmigen Beine und seine Schuhe hatte er anscheinend irgendwo auf dem Weg verloren.
Sein Kopf war kahlrasiert, nur ein wuchtiger, schwarzer Bart zierte sein kantiges Kinn und kräuselte sich um seine Lippen, welche unter der Haarpracht gänzlich verschwanden. Seine Nase schien schon mehrere Male gebrochen, da sie im Zickzack zwischen seinen kleinen Augen endete, welche wütend funkelten.
"IHR!"
Was wollte er? Wieso war er ihnen gefolgt? Verdammt nochmal, was musste sie denn noch alles durchmachen, um endlich heil aus dieser verdammten Höhle herauszukommen? Es war doch zum verrückt werden!
Ihre Wunde begann wieder zu bluten und ein dumpfer Schmerz nistete sich in ihrem Oberschenkel ein, der ihr ganzes Bein betäubte. Mit grimmiger Miene zog Eona ihren Dolch und sah mehr oder weniger kampfbereit aus. Doch sie würde sich nicht unterkriegen lassen. Dafür war sie nicht geboren worden. In dieser Höhle durch die Hand eines Diebes zu sterben, wäre die größte Schande schlechthin. Laretan war schnell auf den Beinen und stellte sich zwischen den Dieb und der jungen Frau. Sie brauchte keinen Schutz. Sie würde diesem Kerl schon zeigen, wozu sie noch fähig war, obwohl sie das im selben Moment doch nicht so genau wusste.
Das Schwert, dass der grobschlächtige Kerl in der Hand hielt, funkelte auf, als sich die Klinge im schwachen Schein der Fackel spiegelte. Im selben Moment rannte der Faustkämpfer los und die Sklavin versuchte, einen festen Stand zu bekommen. Viel Beweglichkeit würde sie wohl nicht zeigen können. Doch der Schmerz wurde unerträglich, als sie das Bein falsch belastete und wieder sank die Rothaarige zu Boden. Der Dieb grinste siegessicher und entblößte dabei eine Reihe ungesund aussehender Zähne. Eona erwiderte den Blick störrisch und dachte gar nicht daran, aufzugeben. Nicht mal, wenn sie am Boden kriechen würde.
Mit wachen Augen verfolgte sie die Bewegungen des Gegners und stach noch im selben Moment zu, als Laretan nach ihr rief. Ihr Ziel war die Kniekehle des Mannes und die Klinge grub sich tief in das Fleisch. Noch während er schrie trat Eona ihm mit dem gesunden Fuß in die andere Kniekehle und brachte ihn somit zu Fall. Es klatschte laut, als er auf den Boden aufkam und die Sklavin ließ keine weitere Sekunde verstreichen. Mühsam rappelte sie sich in eine kniende Position und grinste dem hilflosen Mann noch ein letztes Mal ins Gesicht, bevor sie ihm den Garaus machte.

"Laretan, wir müssen hier unbedingt raus. Ich halt es hier nicht mehr aus..." Mit Hilfe des Faustkämpfers gingen die beiden die Gänge entlang und natürlich fielen ihnen die vielen Toten auf, die in den Gängen und Höhlen verstreut lagen. Und endlich, nach mehreren Pausen und einigen Sackgassen, traten die beiden ans Licht. Die Sklavin hielt sich immer noch hilflos an Gifthand fest und es war ihr nun egal, ob sie schwächlich aussah und sogar von anderen Hilfe brauchte. Ihr war nun alles scheißegal... Sie wollte sich hinlegen und schlafen.
Vor ihrem inneren Auge huschte eine Erinnerung vorbei. Das warme und weiche Bett in Sortans Haus. Der Geruch nach würzigen Kiefernnadeln, die die verschwitzte Haut des Assassinen verströmte, wenn sie sich geliebt hatten. Wo war er? Ging es ihm gut?
Eine weitere Leiche begrüßte sie regelrecht am Ausgang und Eona fragte sich, ob dies Sortans Arbeit gewesen war. Aber zuerst... Die Sklavin humpelte auf einen größeren Felsen zu und setzte sich auf den kalten Stein. Sie waren auf der anderen Seite des Berges hinausgekommen. Die Sonne hatte sich merklich nach Westen geneigt und der Berg warf einen langen Schatten, welcher kühlen Schatten spendete. Eine Baumgruppe und Gebüsch verdeckte den Ausgang, den Laretan und Eona mehr durch Glück gefunden hatten.
"Wo sind die anderen...", murmelte die Sklavin besorgt und betrachtete ihre Wunde. Sie hatte wieder aufgehört zu bluten, aber das musste nichts heißen. Ihr Bein war immer noch taub und sie fühlte sich unglaublich schwach. Die Ohnmacht drängte herauf, doch die Rothaarige zwang sie hinunter. Nach einigen Versuchen schaffte sie es, ihren Ärmel in zwei Streifen zu reißen und verband die Verletzung notdürftig. Wichtig war es, das Blut zu stoppen und so war es mehr ein Druckverband und diente zusätzlich zum Schutz vor Dreck. Mit einer müden Bewegung strich sie sich durch die langen Haare und wandte sich wieder an Laretan. "Glaubst du, sie leben noch und haben einen Ausgang gefunden?"
Unkraut vergeht nicht.

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Re: Neue Bekannte

Beitrag von Sortan » Do, 13. Sep 2012 18:44

Ein Schmunzeln umspielte sein Gesicht, als er die Frau vor ihm sah. Die Kapuze war ihm während dem Ritt heruntergerutscht und er ließ sein Pferd vom Galopp in einen langsamen Trab wechseln. Ihre Worte prallten an ihm ab, wie an einem Stein und schließlich sah er ihr nach. Sie war verrückt, niemand konnte einen Sturz aus dieser Höhe überleben. Tatsächlich glaubte sie immernoch das alle überlebt hätten, aber selbst wenn wären sie auf eine Horde wütender Diebe getroffen die Laretan und Sortan zuvor heruntergeschmissen hatten. Er erstickte die Zweifel mit einer unwilligen Geste und drehte das Pferd ein wenig, damit es am Fluss trinken konnte. Ihm war es gleich, sollte sie doch ihr Leben wegwerfen und in diesen Höhlen nach ihren Leichen suchen. Wahrscheinlich würde sie auf die anderen zwei Diebe treffen und abgestochen werden. Oder vielleicht nahmen sie sich vorher noch von ihr was sie wollten... Die Dunkelheit in seiner Seele waberte etwas auf und er zog sich die Kapuze wieder über den Kopf. Dann überprüfte er noch einmal den Sitz seiner Waffengurte und der versteckten Klingen an seinem Körper. Erneut fiel dann sein Blick auf den Berg. Er verstand ihren unerschütterlichen Glauben einfach nicht. Sie waren in einen bodenlosen Abgrund gestürzt, auf dem Felsen aufgeprallt und gestorben. Dann sah er wieder den Fluss entlang, er würde binnen ein oder zwei Tagen wieder in Naradesh sein, aber das war nicht sein Ziel. Stirnrunzelnd betrachtete er den Hals seines Pferdes und schloss die Augen. Ja, wo lag denn eigentlich nun sein Ziel? Er hatte ihn die Nordreiche gewollt, Eona in ihre Heimat zurückbringen... Töricht was er alles für diese Frau aufgeben wollte und aufgegeben hatte. Vielleicht war dies ein Zeichen der Vorsehung, das er sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben und Zielen widmen sollte. Vielleicht war es zu früh für eine Frau gewesen, oder er war einfach nicht dafür geschaffen. Mörder hin oder her, er war ein Raquiiah und sein Leben wog mehr als jedes andere in dieser verdammten Wüste. Dennoch war sie seine Heimat. Manch einer mochte sagen Heimat war dort, wo das Herz ist...

Aber Sortans Herz war wieder zu dem Stein gefroren, das es früher war. Der Funke in ihm von auflodernder Begierde, dem Willen ihr Leben zu erhalten und sie um jeden Preis zu schützen, war erloschen mit ihrem Tod. Er wendete das Pferd wieder und ritt den Fluss entlang. Hätte sie nur auf ihn gehört, wäre sie nicht dort herunter gestürzt. Er verfolgte mürrisch diesen Gedanken weiter, wäre sie diesem Gifthand nicht zur Hilfe geeilt, wäre sie noch am Leben. Es war alles seine Schuld, er hätte sein Weib töten sollen als er die Gelegenheit dazu hatte. Aber Rache wog nicht so schwer wie die Familie. Aber war Eona nicht Familie? Zwar nicht offiziell, aber eigentlich gehörte sie dazu. Es war egal, er hielt das Pferd an und zog sich die Kapuze und das Mundtuch herunter. Nicht nur das es langsam heiß wurde, nein er wollte diese Gedanken endlich wieder loswerden. Ruckartig tauchte er seinen Kopf in den eiskalten Fluss und hielt ihn einige Sekunden unter Wasser, ehe er ihn wieder herauszog und schüttelte. Dann keuchte er mit geschlossenen Augen vor sich hin, spuckte in das klare Bergwasser und stand wieder auf. Er strich sich durchs nasse Haar und sah hinauf zur Morgensonne. Dann zog er sich Mundtuch und Kapuze wieder auf und schwang sich auf seinen Wallach. Er würde nach Berrak Asrar reiten und sich mit der Familie treffen, oder zumindestens dem Teil der sich dort aufhielt. Vergangenheit durfte ihn nicht aufhalten, nichts durfte ihn aufhalten. Er ritt allerdings nicht lange, denn die Hitze nahm zu und es schien ein besonders heißer Tag zu werden. Also band er Schattenmähne an einer Palme an und setzte sich selbst daneben in den Schatten. Dann schloss er die Augen und versuchte sich ein wenig auszuruhen oder zu schlafen. Er hatte von Natur aus einen leichten Schlaf und auch das Pferd würde auf jeden reagieren der sich näherte, sodass er sich keine Sorgen um ungebetene Gäste zu machen brauchte.
"Mit der Ehre in der Brust und dem Stolz in dem Kopf,
macht die Seele kein Verlust, wenn man nur weiter hofft."
->Nima Najafi Hashemi

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