Adventskalender 2015

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Adventskalender 2015

Beitrag von Schattenherz » So, 29. Nov 2015 16:20

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Advent, Advent! Die vielleicht schönste Zeit des Jahres ist angebrochen, und wir wollen sie euch wie jedes Jahr mit einem Adventskalender versüßen. Ihr dürft auf viele kleinere und größere Neuerungen aus der Welt gespannt sein, die wir dank dem Engagement von Rahela, Ara und Tyreth vorbereiten konnten!

Wie jedes Jahr haben wir im Dezember eine kleine Aufgabe für euch. Diesmal geht es darum, etwas winterliches in euer Rollenspiel einzubauen. Was aber, wenn ihr gerade in der Wüste oder im drückenden Hochsommer unterwegs seid? In den nächsten Wochen bis zum Heiligabend werden wir euch weitere Möglichkeiten aufzeigen, bestimmte alvaranische Köstlichkeiten, Sitten oder Gebräuche in euer Rollenspiel einzubauen und euch damit für das gesamte nächste Jahr die Schneeflocke Bild in euer Profil zu holen!
Wer etwas winterliches oder eine der Neuerungen aus dem Adventskalender bis zum 31. Dezember in sein Rollenspiel eingebaut hat, schickt mir bitte per PN einen Link zum Posting, damit ich das Profil mit der Schneeflocke verschönern kann :aww:

Wir wünschen euch eine fröhliche, besinnliche, entspannte und schöne Weihnachtszeit und freuen uns sehr auf eure Kommentare zum Adventskalender!

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Mo, 30. Nov 2015 8:43

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Heute verrät euch die Neeskia des Faernach Clans die Zubereitungsweise eines besonderen Eintopf, den es nur einmal im Jahr bei den Wilden gibt.
Wir von Drachenblut haben das Rezept natürlich an die unsrigen Gepflogenheiten, die Zubereitungsmenge und vor allem erhältlichen Zutaten angepasst, dass es jeder ganz leicht nachkochen kann.
In Ermangelung an Kartoffeln, und damit Knödeln, essen die Wilden Haferbrot dazu. :wink:


Ragout nach Art der Wilden
für 4 Personen

1,2kg Wildfleisch von der Keule (Reh, Wildschwein, aber auch Rindfleisch ist möglich)
1 Karotte
200g Schalotten oder klassische Zwiebeln
200g Champignons oder andere Pilze nach Geschmack
150g Bauchspeck in Scheiben
2EL Butter
1EL Öl
1EL Mehl
1 Lorbeerblatt, 1 Gewürznelke, 3 Wacholderbeeren, 1 TL Thymian
1l Rotwein
200ml Gemüsesuppe oder Rindersuppe

Fleisch von den Silberhäuten befreien und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Karotte schälen, und klein würfeln, die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, die Zwiebeln würfeln. Speck kleinschneiden.

Butter und Öl in einem entsprechend großen Topf vorsichtig erhitzen, Speck und Gemüse dazugeben und gut anbraten. Rausnehmen, beiseite stellen. Im verbliebenen Bratfett das Fleisch anbraten, mit Mehl stäuben und gut durchrösten. Speck und Gemüse wieder dazugeben, Gewürze dazu, mit Fond und Rotwein ablöschen, auf mittelschwacher Hitze ca 1 1/2 Stunden köcheln lassen.
Danach mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Kartoffelknödel und Preiselbeermarmelade auf Orangenscheiben oder Birnenhälften servieren.
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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Tyreth » Di, 01. Dez 2015 8:06

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Der heutige Tag steht ganz im Zeichen eines meiner Lieblingsgetränke: dem Tee. Dass er gut schmeckt und in kalten Monaten wärmt weiß man auch in Alvarina, doch vor allem in Thasani erfreut sich das Aufgussgetränk großer Beliebtheit. Dort pflegen die El’marai seit Generationen eine eigene Teekultur. Wie diese aussieht verrät uns der heutige Text.


Thasanische Teekultur


Neben Nahrungsmitteln ist Tee das wohl wichtigste Exportgut Thasanis und aus dem Leben der El’marai kaum wegzudenken. El'marai sind für ihre Liebe für Tee bekannt und wie vieles andere liegt der Anbau und die Zubereitung von Tee im Grünen Meer einer langen Tradition zugrunde. Tee aus Thasani ist im Südwesten Alvaranias äußerst begehrt und soll Gerüchten zufolge auch in den Nordreichen getrunken werden, wenn auch nur von eine kleinen Anzahl Privilegierter.
Bei den El’marai ist das Trinken von Tee keine Besonderheit, sondern Teil des Alltags. Er wird unabhängig der Tageszeit oder dem Anlass getrunken, oft, sofern es möglich ist, in großen Gruppen oder im Kreise der Verwandten und Freunde. In Rômachar und den kleineren Handelssiedlungen sind Teehäuser ein häufiger Anblick, die vor allem bei durchreisenden Händlern sehr beliebt sind.

Bei der traditionellen Teezubereitung wird Wasser in einem großen Kessel zum Kochen gebracht. Anschließend wird der Tee in einer Teekanne, meist aus gehandelten Metall oder Keramik, mit kochenden Wasser aufgegossen und zieht für wenige Minuten. Beim Einschenken wird der Tee in eine kleine Keramiktasse gefüllt und mehrmals zwischen der ersten und einer zweiten Tasse hin und her geschüttet, bis der Tee schaumig wird. Je schaumiger der Tee, als desto besser gilt er. Schließlich wird der Tee noch mit Minzblättern garniert, in manchen Fällen werden die Blätter gleich mit aufgekocht.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Schattenherz » Mi, 02. Dez 2015 23:02

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Im heutigen, etwas verspäteten Adventskalendertürchen versteckt sich eine Kleinigkeit für Rahela ganz allein: Engagiert und ideenreich ist sie schon lange ein Mitglied des Drachenblut-Teams und kann ab heute neben all den anderen endlich auch ganz offiziell das Moderatoren-Abzeichen in ihrem Profil polieren. Neben der Spielleitung kümmert sie sich auch um Bewerbungen und ist uns an allen anderen Ecken und Enden eine große Hilfe. Danke, dass du dabei bist! :knuddel:

Leider haben die heutigen warmen Temperaturen auch die Schneeflocken in euren Profilen schmelzen lassen... aber ihr wisst ja, wie ihr sie euch wieder verdienen könnt!

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Ara » Do, 03. Dez 2015 18:34

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Sicherlich wissen nicht nur die Steppenreiter, sondern auch alle, die die Strapazen einer langen Reise vom Osten in den Westen des Kontinents auf sich nehmen, diese Spezialität aus der Steppe zu schätzen:

Durch ihren nomadischen Lebensstil gehört Fleisch zu den Grundnahrungsmitteln der Steppenreiter. Besonders die Jäger benötigen auf ihren teils mehrtägigen Jagdausflügen viel Energie. Großer Beliebtheit erfreut sich dabei das süßlich saure Dörrfleisch, das vor allem im Norden der Steppe weit verbreitet ist. Dabei handelt es sich um abgehangenes, teils geräuchertes Pferde- oder Ziegenfleisch, das in feine Streifen geschnitten und mit einer Marinade aus Wildkräutern und wilden Beeren behandelt wird. Wie lange das Fleisch abgehangen und geräuchert wird, unterscheidet sich je nach Methoden der Stämme. Im Westen wird das Fleisch oft Luft- und Sonnengetrocknet und hängt dabei etwa 9-12 Monate ab, während im Osten eher geräuchert wird.

Die wilden Beeren die an den Ausläufern der Zuhandal-Kette gesammelt werden, sind etwas säuerlicher und konservieren das Fleisch besonders gut, während Beeren aus dem Westen im Gebiet des Nii-Talúta wesentlich süßer sind. Die genaue Zusammensetzung der Zutaten variiert von Stamm zu Stamm, dennoch hat sich das mit Beeren und Kräutern verfeinerte Dörrfleisch bei vielen nördlichen Stämmen der Steppenreiter durchgesetzt: ob als Proviant für Jäger und Krieger oder aber als Delikatesse zu den großen Festen. Im Süden dagegen ist diese Variante von Trockenfleisch eher unbekannt, da dort weniger bis keine Beeren wachsen, die sich für die Herstellung eignen.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Schattenherz » Fr, 04. Dez 2015 10:09

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In den Nordreichen ist dieser Winterpunsch nur für die wohlhabenden Bürger erschwinglich, denn man braucht Gewürze aus aller Welt dafür. Seit der Seeweg von den Nordreichen in die Elfenreiche wieder bekannt ist, sind einige der Gewürze erschwinglicher geworden, und so gönnt sich auch manch einfacher Mann das teure, aber beliebte Getränk oder Variationen davon immerhin zur Feier der Wintersonnenwende oder anderen besonderen Gelegenheiten.

  • 1 Flasche Rotwein: der beste Rebenwein Alvaranias kommt aus dem Gebiet zwischen den Nordreichen und dem Wald von Sieryan. Wo dieser nicht zu bekommen ist, wird häufig auch Obstwein getrunken.
  • 100ml Rum: da Zuckerrohr, der Grundstoff der Rumherstellung, in Alvarania nicht bekannt ist, werden hier für heiße Wintergetränke andere Spirituosen verwendet. In den Nordreichen, besonders Arcanis, ist Gerstenschnaps beliebt. Aus den Wilden Landen und den zerfallenen Reichen kommt Obstgeist und Kornbrand, während in Mérindar und weiter südlich besonders häufig Wacholderschnaps getrunken wird.
  • je 50g Rosinen und gehackte Mandeln: Mandeln und Rosinen werden aus dem nördlichen Wald von Sieryan importiert.
  • Saft und abgeriebene Schale einer Orange und Zitrone: Auch Zitrusfrüchte kommen aus dem nördlichen Teil des Sieryan-Waldes.
  • 5 EL brauner Zucker: Weder Rohrzucker noch Kristallzucker aus anderen Quellen ist in Alvarania bekannt. In den Nordreichen wird vor allem mit Honig gesüßt. Mehr oder weniger bekannt, jedoch wenig verbreitet sind daneben Süßungsmittel aus anderen Gegenden des Kontinents, wie zum Beispiel Sirup aus dem süßen Saft verschiedener Pflanzen (dem Zucker-Ahorn im Nordwesten Alvaranias, dem dickblättrigen Mnuja an der Westküste Menainons) oder andere Süßungsmittel, wie die geraspelte Nijeeria-Wurzel, die von den Koróni und Bergelfen genutzt wird, und dem Süßblatt, das man im Wald von Sieryan finden kann.
  • Daumengroßes Stück Ingwer: Ingwer hat einen weiten Weg hinter sich, bevor er den Punsch verfeinert. Er wächst wild im südlichen Wald von Sieryan und wird dort von den Waldelfen gesammelt und in den Norden exportiert.
  • Zimtstange: Die getrocknete Rinde der Zimtbäume kommt sowohl aus Menainon als auch aus dem Wald von Sieryan.
  • Vanilleschote, aufgeschlitzt und ausgekratzt: dieses Gewürz ist die teuerste Zutat des Winterpunsches. Vanille kommt vom anderen Ende des Kontinents, aus Menainon. Dort wächst sie wild oder wird in kleinen Plantagen angebaut, getrocknet und dann von schwer bewachten Karawanen weiter transportiert. Der größte Teil bleibt in Kamîrush, wo Vanille sehr beliebt ist, ein kleiner Teil nimmt den langen Weg durch die Steppe bis in die Nordreiche, wo sie für kaum jemanden erschwinglich ist. Als Ersatz werden manchmal Späne des Neanje-Baumes aus dem nördlichen Wald von Sieryan mitgekocht, deren Aroma etwas an Vanille erinnert, jedoch längst nicht so abgerundet und intensiv ist.
  • je 3 Nelken, Pimentkörner, Kardamomkapseln, Sternanis: Diese Gewürze stammen aus dem Südosten des Kontinents: Der Gewürznelken-Baum wurde bisher nur auf den Inseln vor der Südostküste Alvaranias wild vorgefunden, er konnte inzwischen allerdings auch vereinzelt südlich der Nordreiche kultiviert werden. Kardamom stammt von den Hängen des Dûngar-Gebirges, Sternanis wird ebenfalls aus dem Südosten importiert. Piment findet man auch in Menainon.


Den Rotwein in einen Topf geben, Gewürze, Rosinen, Mandeln, Zucker, Zitrusschalen und -saft hinzugeben. Erhitzen und 30 Minuten ziehen lassen. Den Rum dazugeben, den Punssch abseihen und in Gläser füllen.

Klingt lecker, oder? Wer von euch probiert das Rezept, das übrigens von Rahela stammt, aus? Ich werde es mir am Wochenende mit diesem Punsch gemütlich machen :hicks:

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Sa, 05. Dez 2015 11:30

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Das heutige Türchen widmet sich einer ganz besonderen Spezialität aus Arcanis, der den Spott der Mérindarer, dass Arcanier nur "Viehfutterfresser" seien, durchaus Lügen strafen kann :-)

Gerstenschnaps aus Arcanis

Eines der Hauptanbauprodukte in Arcanis ist Gerste, die auf den armen Böden und dem für Ackerbau nicht sehr günstigen Klima gut gedeiht. Neben der normalen Nahrungsproduktion und der Versorgung von Vieh wird daraus aber auch Gerstenschnaps gewonnen. Eines von wenigen Produkten das über die Grenzen von Arcanis hinaus bei Kennern sehr beliebt ist. Der Gerstenschnaps wird nicht legal exportiert sondern gelangt meist über Umwege ins Ausland, wo er erstaunlich hohe Preise erzielt. In Arcanis selbst ist er jedoch weit verbreitet und wird in ganz unterschiedlichen Qualitäten hergestellt und von allen Bevölkerungsschichten nicht in Massen, aber sehr gern getrunken. Daneben findet er auch Verwendung in der Nahrungszubereitung. Nicht selten wird er für die Verfeinerung von Backwaren verwendet und in so gut wie jeder arcanischen Konditorei findet sich mindestens eine Flasche mit dem Gerstenschnaps. Dabei gibt es auch regionale Unterschiede, so wird der Schnaps in manchen Regionen mehrere Jahre gelagert während er in anderen schon nach ein paar Monaten Verwendung findet. Die Konditoren bevorzugen jüngere Produktionen, da diese nicht so herb sind und sich besser für das Backwerk eignen. In Mérindar sind die älteren Lagerungen beliebt, welche mitunter den Preis eines stattlichen Pferds aufwiegen. Die Brennereien die sich über ganz Arcanis verteilen. Neben großen Brennereien, die ihre Produkte in einer ganzen Region verkaufen und besonders auf städtischen Märkten handeln, aber auch Adelshäuser und Militär beliefern, gibt es auch kleine, private, die den Bedarf für nicht mehr als eine Familie, einen Gutshof oder ein Dorf decken. In Wirtshäusern außerhalb von Arcanis wird man dieses typische Getränk jedoch kaum finden.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Schattenherz » So, 06. Dez 2015 16:25

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Ich hoffe, ihr wart alle fleißig und habt eure Stiefel geputzt? Unser kleines Maskottchen, der kleine goldene Drache, ist gerade noch dabei. Er hat sich dazu in der Weltenbeschreibung versteckt. Die ersten drei Spieler, die ihn finden, können sich die Schneeflocke im Profil verdienen! Schickt mir den Titel der Seite, in der sich Drachi versteckt, per PN.

Adra, Rahela, Shandira, Caradan, Urban und Thomas haben sich tolle weihnachtliche Avatare verpasst. Von mir gibts nachher auch einen, wer ist noch dabei? Toll wären reale Portraits mit weihnachtlicher Stimmung, aber Haustiere und Voodoo-Puppen sind auch okay :aww:

In der Tradition von Punsch und Schnaps geht es nun im Adventskalender mit anderen Drogen weiter :hehe: Eine sehr spannende Neuerung, die sich Rahela ausgedacht hat!

Neskunvà bedeutet in der Sprache der wilden Menschen „Hexenkraut“ und ist wichtiger Bestandteil eines Tranks, den die Krieger der Wilden Lande trinken, um sich vorzubereiten, wenn sie in den Krieg gegen die Orks ziehen. Das geheimnisvolle Rezept mit den genauen Bestandteilen dieses Tranks ist gut gehütet und wird nur von Naturmagier zu Naturmagier der wilden Lande weitergegeben. Dieses Kraut wird auch von den Naturmagiern benutzt, um sich daraus einen Tee kochen, der leicht beruhigend wirkt und den Geist öffnen soll, etwa bei naturmagischen Ritualen.

Die ausdauernde Pflanze wächst hauptsächlich auf feuchtem Untergrund in den Wilden Landen am Rande der Hochmoore im Norden, ist aber auch in Córalay und Cathrad in den sumpfdominierten Gegenden verbreitet. Die Wuchshöhe der kleinen buschigen, aufrechten Zwergsträucher erreicht etwa die Größe einer Hand. Die Stängel sind dünn, aber fest und verholzt, und an ihnen sitzen unzählige winzige spitze Blättchen, die rund um den Stängel, paarweise angeordnet sind. Im Frühsommer bildet Neskunvà ebenso winzige blassrosa Blüten aus, die sich an den Stängelspitzen entwickeln. Das Kraut selbst muss vor der Blüte geerntet und getrocknet werden, um seine beste Wirkung zu erzielen. Zu dicken Büscheln gebunden, werden die würzigen und stark duftenden Pflanzen an schattigen Plätzen getrocknet, danach werden die Blättchen vorsichtig abgerebelt und in Leinensäckchen aufbewahrt.

Seit einiger Zeit hat Neskunvà sich auch außerhalb der wilden Lande in den Nordreichen einen Namen gemacht, wo es Sal Andéyoa genannt wird. Denn ein findiger Alchemist aus Córalay und Cathrad hat diese Pflanze für sich entdeckt, und im Zuge seiner Forschungen herausgefunden, dass ein hochkonzentrierter, alkoholischer Auszug aus dieser Pflanze eine außergewöhnliche Wirkung hat. Naturmagiern und Elfenmagiern verabreicht, lässt diese Tinktur die magischen Fähigkeiten derselben abstumpfen (wenn auch selten völlig verschwinden), so dass diese nicht mehr in der Lage sind, ausreichend oder zweckmäßige Magie zu wirken. Die Wirkung tritt wenige Stunden nach der Verabreichung ein, und wirkt dann etwa vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden lang. Ist eine längere Wirkungsweise gewünscht, muss die Tinktur erneut eingenommen, oder verabreicht werden.

Bei einer zu geringen Dosierung der Tinktur ist wahrscheinlich, dass sich eine gewisse sedative Wirkung einstellt, sonst passiert gar nichts. Bei Überdosierung stellen sich Nebenwirkungen ein wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, wobei die Wirkung durch Erbrechen nicht vergeht oder abgeschwächt wird. Weiters können bei Überdosierung Halluzinationen auftreten. Alle dieses genannten Symptome deuten auf eine Vergiftung hin. Bei einer Einnahme oder Verabreichung über einen langen Zeitraum, etwa sechs Monde und darüber hinaus, stellen sich Langzeitnebenwirkungen ein wie Herzschwäche, Störungen des Langzeitgedächtnisses, psychische Leiden wie immer wieder auftretende Wahnvorstellungen, geringe psychische Belastbarkeit, die teilweise hohes Aggressionspotenzial mit sich bringt, es kommt aber auch zu chronischen Magen-Darmerkrankungen die als Folgen zum Beispiel starke Gewichtsabnahme, körperliche Schwäche und entzündliche Hauterkrankungen mit sich bringen.

Da diese Tinktur eine recht neue Droge ist, die sehr wahrscheinlich nur jenen bekannt sein dürfte, die aus deren Wirkung einen Nutzen ziehen können, wie Mitgliedern des Königshofs von Mérindar oder Arcanis, gibt es lediglich über die Wirkungsweise und deren Nebenwirkungen, nicht jedoch über die Langzeitnebenwirkungen eindeutig zuordenbare oder zuverlässige schrifliche Aufzeichnungen. Vieles davon wird auch mündlich weitergegeben.

In den Wilden Landen ist lediglich die Nutzungsweise des Krautes als Tee für naturmagische Rituale oder wie schon beschrieben, als Zutat eines Trankes, den die Krieger zu sich nehmen, bevor sie in die Schlacht ziehen, bekannt.

In den Nordreichen ist diese weiterentwickelte Droge dem gemeinen Volk nicht über alle Maßen bekannt, und schon aus diese Grund nicht so ohne weiteres zugänglich. Um anderen, da sie sehr teuer ist, ist sie auch nicht für jedermann erschwinglich. Sal Andéyoa ist eher an wenigen Orten, wie Handelsposten oder großen Märkten, dort aber auch nur unter der Hand und am Schwarzmarkt erhältlich. Man muss schon Kontakte zu den richtigen Leuten pflegen und die notwendigen finanziellen Mittel besitzen, um es in seinen Besitz bringen zu können.

Eine unscheinbare, aber durchwegs mächtige Kraft oder auch Waffe, welche dereinst in den Kriegen zwischen Menschen und Elfenmagiern eine bedeutsame wie auch beängstigende Rolle spielen könnte.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Mo, 07. Dez 2015 9:22

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Der zweite Advent ist vorbei, eine neue Drachenblut-Adventkalender-Woche beginnt. Vorläufig sind die lasterhaften Beiträge von Drogen und Alkohol vorbei. :hehe:

Übrigens: Auch Schatti und She'seija haben sich nun entschlossen, ihr Profil mit einem winterlichen/weihnachtlichen Avatar zu verschönern, wer macht noch mit? :aww:

Heute berichten wir über einen mystischen Ort der Lyr in Thasani:

Die Wunschquelle von Valrineya

Im Schoß der Isa-Ebene, wo die Isa in die Bucht von Nibýn mündet, befindet sich außerhalb, aber nicht weit entfernt der blühenden, und stets wachsenden Stadt Valrineya, eine kleine Quelle. Über die Jahre hat sich dort ein tiefer Weiher gebildet der umgeben ist von Trauerweiden, und einen bezaubernden Anblick bietet. Das Wasser ist klar, und lässt bis auf den Grund des Weihers blicken, doch niemand, nicht einmal die Lyr vermögen zu sagen, wie tief er tatsächlich ist, denn es ist streng verboten, das Wasser des Weihers zu berühren, oder gar darin zu baden oder zu tauchen. Wenn die Sonne durch die Kronen der Trauerweiden auf die Wasseroberfläche fällt, kann man am Grund des Wassers ein Glitzern und Funkeln erkennen. Es sind unzählige Muscheln, kleine Münzen, Perlen, vielleicht aber befindet sich auch das eine oder kostbare Kleinod aus Silber darunter.

Die Quelle von Valrineya, oder auch „Der Wunschbrunnen von Valrineya“ genannt, ist ein besonderer Ort für die Lyr. Sie suchen diesen für sie so geheimnisvollen Weiher auf im Glauben, die Quelle würde Wünsche erfüllen. Gerne sind die Lyr bereit, hierfür kleine Kostbarkeiten, die für sie materiellen oder auch ideellen Wert besitzen, zu opfern, und werfen diese in den Weiher hinein, um die Göttin Valdysea gnädig zu stimmen, die sie selbstverständlich als Schirmherrin der Quelle ausersehen haben. Unterschiedlich sind die Wünsche der Lyr, manch eine bittet um Kindersegen, die andere kommt hoffnungsvoll der Liebe wegen, viele wünschen sich Gesundheit und Glück für die Familie, viele Wünsche sind den Lyr gemeinsam. Doch wer vermag schon zu sagen, welche Geheimnisse den Opfergaben preisgegeben wurden, die danach auf den Grund des Weihers gesunken sind, und die das stille tiefe Wasser für immer für sich bewahren wird?
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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Di, 08. Dez 2015 8:37

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Bei Shandiras Avatar hat sich zur Katze nun auch eine weihnachtliche Shandira hinzugesellt. Möchte noch jemand mitmachen, um das Forum zu dieser besonderen Zeit im Jahr zu etwas noch Besonderem zu machen?

Gestern habt ihr etwas über den Wunschbrunnen von Valrineya gelesen, und heute erfahrt ihr etwas über diese kleine Stadt, und bekommt einen kurzen Einblick in die Seidenherstellung in Valrineya :-)


Valrineya

Valrineya, auch die Seidenstadt genannt, befindet sich nahe an der Küste der Isa-Ebene und bietet Lebensraum für etwa 3000 Einwohner. Ähnlich wie in Rômachar, ist das Stadtbild von weißen Steinhäusern geprägt. Die einstigen Bewohner längst vergangener Zeiten hegten Liebe zum Detail, so sind viele Häuser an den Hauseingängen mit kunstvollen Kachelmosaiken verziert, und diese Tradition wurde auch heute noch bei Neubauten beibehalten. Auch hat sich eine neue Mode eingeschlichen, die man nirgendwo sonst findet. Vor vielen Häusern sieht man blühende Pflanzen oder sukkulente Gewächse in großen Terrakottatöpfen, die eine schmucke Zierde darstellen, und so Ersatz für die mangelnde Grünfläche im inneren der Stadt bieten. Das Stadtbild ist außergewöhnlich schön und vor allem sauber, und die Stadtverwaltung ist tunlichst darauf bedacht, dass dies auch so bleibt. Neben der kleinen Stadtwache, die den Frieden von Valrineya bewahrt, gibt es auch sogenannte Ordnungshüter, die dafür sorgen, dass das Straßenbild sauber und adrett bleibt. Es ist bei Strafe verboten, Unrat aus Fenster oder Tür auf die Straße zu befördern, oder sich nicht um die Entsorgung zu kümmern, schließlich hat jedes Haus im Hinterhof dafür eine abdeckbare Senkgrube. Auch auf den Märkten muss jeder Händler seine Stände am Abend ordnungsgemäß verstauen und dafür Sorge tragen, dass kein Unrat zurückbleibt, der über das Zumutbare hinausgeht. Dieses Sorgetragen hat schließlich zum Anlass, dass es in Valrineya noch nie zu einer Seuche kam, deren Ursprung in mangelnder Hygiene zu suchen war. Am Hafen findet man zahlreiche schmucke Tavernen und einen Wochenmarkt, wo vor allem frisch gefangener Fisch aus der Region, saisonales und regionales Obst und Gemüse, aber auch Handelswaren aus Rômachar feilgeboten werden.

In Valrineya findet jedermann Arbeit, denn dieses blühende kleine Städtchen lebt von der Seidenherstellung. Das fruchtbare Land Thasanis bietet ideale vegetative Bedingungen, wodurch in den Eichenwäldern und Maulbeerwäldern im küstennahen Landesinneren Seidenspinner beheimatet sind. In diesen Wäldern sieht man Männer wie Frauen, manchmal auch mit ihren Kindern, welche die Seidenkokons einsammeln. Die mühseligere Arbeit wird von den Männern erledigt, nämlich das Klettern auf die Bäume, wo die Kokons abgeerntet werden. Frauen und Kinder sammeln die Kokons ein, die unter den Bäumen liegen, aber auch in Sträuchern zu finden sind.

Der 'Seidenweg' bezeichnet die kurze kleine Landstraße, auf welcher die gesammelten Seidenkokons ihren Weg in die Seidenfabrik am Rande der Stadt finden, spaltet sich aber auch in eine zweite, längere Straße nach Westen, die in Thasanis Hauptstadt Rômachar führt. Die Seidenfabrik Valrineyas gliedert sich in zwei große Gebäudekomplexe, Zwirnerei und Weberei. Im Ersteren werden die Kokons in großen Bottichen mit heißem Wasser übergossen, danach in einem Arbeitsschritt entschält und verzwirnt. Das so gewonnene Seidengarn wird in den anderen Gebäudekomplex gebracht, wo verschiedenste Arten und Qualitäten an Seidenstoffen gewebt werden. In Valrineya gibt es ebenso eine Färberei, wo die gewonnenen Seidengarne noch gefärbt werden, bevor sie schließlich verwebt werden, ein Umstand, der die Stadt recht unabhängig macht in der Seidenherstellung.

In jüngster Zeit versuchen auch andere Städte in der Region, in dieses lukrative Geschäft einzusteigen, denn Seide ist ein sehr begehrtes und kostspieliges Handelsgut. Wer also "gut betucht" ist, kann sich diese teuren Tuche aus Seide auch leisten. Doch echte Qualitätsseide kommt nun einmal nur dort her, wo ihre Wiege stand, und wo Menschen arbeiten, die auf lange Erfahrung und traditionsreiche Herstellung zurückblicken können: Aus Valrineya.
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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Mi, 09. Dez 2015 9:21

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Heute verleihen wir den drei schnellsten, die den Stiefel am Sonntag gefunden haben, ihre wohlverdiente Schneeflocke.

Darüber freuen dürfen sich (in alphabetischer Reihung):

She'seija
Tabithia
Thomas

Herzlichen Glückwunsch euch dreien! :aww:
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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Shandira » Do, 10. Dez 2015 15:14

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Robert hat sich schon beliebt bei uns Admins gemacht. Er hat nämlich ein Detail aus dem Adventskalender in seinem Post eingebaut, und dabei handelt es sich auch noch um den Gerstenschnaps :hehe: Den Post könnt ihr hier nachlesen. Dafür bekommt er schon mal die Schneeflocke , Glückwunsch und viel Spaß damit! :aww:

Noch mehr zu lesen bekommt ihr bei dem heutigen Türchen. Dahinter verbirgt sich ein neuer geheimnisvoller Ort, der mit etwas Glück in der Wüste gefunden werden kann.

Akbar Avid - Die geheime Magiequelle

Östlich des Gebirges Khaliq Ishka'an, nahe der Reiseroute Richtung Naradesh verbirgt sich der Ort Akbar Avid. Die geheime Magiequelle, wie die emenischen Worte übersetzt bedeuten, ist schwer zu finden, da es keinen direkten Weg zu ihr gibt. Sie liegt irgendwo in der Wildnis und so mancher Reisender fand sich schon unverhofft vor einem der wenigen Eingänge zu einem verborgenen Höhlensystem wider, die zwischen Dünen oder in kleinen Tälern versunken liegen. Andere Eingänge sind schon gänzlich verschüttet und liegen im Verborgenen unter dem heißen Wüstensand.

Die wenigen betretbaren Gänge, die hinter den Höhleneingängen liegen, führen in die Erde hinab und haben ein gemeinsames Ziel: Eine heiße Quelle, die sich unter der Erde offenbart. Die Gelegenheit in dem unterirdischen Süßwassersee mit den hohen Temperaturen zu baden lässt sich kaum ein Abenteurer entgehen. Doch nicht nur die dabei einsetzende Entspannung von Körper und Geist macht die Quelle zu etwas Besonderen. Denn nicht umsonst erhielt sie ihren bedeutungsschweren Namen.

Tatsächlich ist die Magie hier an diesem Ort, unter der Erde, sehr viel deutlicher zu spüren als an der Oberfläche. Magier fällt es in unmittelbarer Nähe der Quelle einfacher, die Magie zu spüren und sich ihrer zu bemächtigen, sodass sie teilweise sogar anstengende Zauber wirken können, die ihnen sonst nicht gelingen. Dennoch bleibt die Anstrengung für den Körper gleich, viele überschätzten sich schon ob der plötzlichen Einfachkeit mancher Zauber und merkten nicht, wie sehr dies an den Kräften ihres Körpers zerrte und ihn völlig auslaugte. Viele Magier, die diesen Ort öfter aufsuchen, munkeln, dass Jonlai selbst diese magische Quelle erschaffen hat, um die Magie zu verbreiten. Das nutzen auch Lehrmeister der Magie, die ihre lernwilligen Schüler mit zu der Quelle nehmen, da es ihnen hier plötzlich so einfach fällt, die Magie zu erspüren und zu nutzen. Aber auch das birgt Gefahren, ist es doch nicht immer eine gute Idee einen Ungelernten mit den Mächten der Magie umgehen zu lassen, die sich so einfach nutzen lassen, aber von jemand Unbedarften nicht kontrollierbar sind. Gänzlich Magieunbegabte halten es hier unten nicht sehr lange aus. Spüren sie die Magie auf der Erde sonst nicht, werden sie hier unten regelrecht von diesem unbekannten Gefühl erdrückt, das sie nicht einordnen können und ihnen Unwohlsein bereitet. Doch manche entdeckten auch erst an diesem Ort ihr Potenzial zum Magier, das sich jahrelang tief in ihnen verbarg.

Trotz ihrer Einzigartigkeit - oder gerade deshalb - ist die Existenz der geheimen Magiequelle nicht weit verbreitet. Jene, die die Quelle zufällig entdeckten, behalten das Geheimnis gänzlich für sich oder weihen nur enge Getreue darin ein. Trotzdem ist den Gängen und der unterirdischen Höhle anzusehen, dass dieser Ort immer wieder aufgesucht wird. An vielen Höhlenwänden finden sich Zeichnungen und in so manchem Stein wurden verschiedene Bildnisse gehauen oder mittels Magie geformt. Sie wurden von Gläubigen Jonlais geschaffen, von Magiern und bei manchen Abbildungen hat man das Gefühl, dass sie nur von Fanatikern stammen können, die sich gänzlich der Magie verschrieben haben. So sind an den Wänden nicht nur die Elemente und unterschiedlichsten Zauber in verschiedenen Formen dargestellt, sondern Magier in ihren Kämpfen zu sehen oder Gesichter von ihnen in Stein abgebildet worden.
Tanze, tanze über Tiefen, denn wer tanzen kann der lebt!

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Schattenherz » Fr, 11. Dez 2015 19:40

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Plätzchen, Stollen, Zimtsterne... was backt ihr so zu Weihnachten? Ich muss gestehen, dass ich fast immer zu faul bin und lieber auf das Paket von der Schwiegermama warte :hehe: Sicherlich werden auch in Mérindar zur Winterzeit allerlei Leckereien gebacken, und mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit kommt das Mehl dafür aus Vetérna. Idee und Text stammen von Ara:

Zwischen Shannija, Mathrun und Lúnes hat sich über die Jahre eine beachtliche Müllerzunft gebildet. Die flache und fruchtbare Ebene über die regelmäßig kräftige Winde von Osten her ziehen, eignet sich hervorragend für den Anbau von Getreide wie etwa Weizen, Roggen und Gerste. Mit den guten Anbaubedingungen folgten auch Manufakturen für die direkte Verarbeitung und so entstanden immer mehr und mehr Windmühlen auf der Ebene, welche inzwischen die Landschaft prägen und wie hölzerne Wachtürme aus den goldenen Feldern herausragen.

Vetérna, das Land der Windmühlen, so wurde die Gegend schnell in Suryan bekannt. Die massiven Windmühlen, die Markenzeichen der Region, bestehen hauptsächlich aus Holz aus dem Herzland Suryans. Allerdings variieren die Windmühlen stark in Größe und Erscheinung, da jede Müllerfamilie andere Ansprüche an ihre Mühle stellte. Am häufigsten sieht man die großen rechteckigen Holzgebilde, die eher an mit Latten und Planken beschlagene Holzgerüste erinnern. Die Flügel bestehen zumeist aus gitterartigen Holzskeletten und sind teilweise mit Segeltuch überzogen.

Mit dem Fortschritt halten auch kleinere Windmühlen Einzug, welche in Windrichtung ausrichtbar sind und oft auf kleinen gemauerten Fundamenten stehen. Was die Region jedoch wirklich auszeichnet ist die Vielfalt der Windmühlen. Ein wirklich einzigartiger Anblick. Umso näher man der Küste kommt, umso häufiger sieht man die statischen, großen Holzgebilde, die aufs Meer ausgerichtet sind. Richtung Landesinnere dominieren dafür die kleineren Windmühlen die sich der Windrichtung anpassen lassen und damit auch in Betrieb bleiben wenn kein kräftiger Ostwind weht.

Das Mehl aus Vetérna ist in ganz Mérindar bekannt und beliebt und wird ins gesamte Land verkauft. Deswegen haben sich entlang der Mühlen wichtige Handelsstraßen gebildet. Die wichtigste von ihnen verläuft zwischen Shannija und Mathrun, an ihr ist nicht nur die Mühlendichte am höchsten, dort gibt es auch die meisten Speicher für Korn und Mehl. Auch einige Gasthäuser haben sich entlang der Straße angesiedelt um die reisenden Händler zu versorgen, welche zahlreich durch dieses Gebiet ziehen. Fast mittig zwischen diesen beiden Städten befindet sich der Hauptknotenpunkt für den Handel. Von dort verläuft die Handelsroute auch Richtung Merridia weiter und nach der Ernte bildet sich dort jährlich für einige Wochen ein Markt auf dem stets ein besonders reges Treiben herrscht. Der Hauptteil von Vetérna besteht aber auch weiterhin aus den Höfen der Bauern und der Müller und vielen Familien die von der Landwirtschaft leben.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Tyreth » So, 13. Dez 2015 10:19

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Der heutige Beitrag zum dritten Advent hat wenig mit Weihnachten zu tun, was aber nicht heißt das er weniger interessant ist :mrgreen:.

Heute werfen wir wieder einen Blick nach Thasani, genauer gesagt nach Rômachar. Wer sich schon immer gefragt hat, wie das Zusammenleben in der Hafenstadt abläuft und warum überhaupt so viele Wesen aus ganz Alvarania dort leben, kann dies im heutigen Text nachlesen.
Nachtrag: Ein erster Kartenentwurf dieser bedeutensten Handelsstadt des Westens gehört auch dazu. Einige Orte sind schon eingetragen, aber zwei fehlen noch. Was sind eure Ideen, was die Gebäude 4 und 12 darstellen könnten? :)

Rômachar ist mit Abstand die größte Siedlung Thasanis, und auch ihre vielseitigste. Ein Ort, an dem Rassen und Kulturen dicht beieinander leben, unterscheidet sich der Grüne Hafen deutlich vom restlichen Thasani. Viele werden durch den Handel in die Hafenstadt gelockt, einige davon nennen sie ihr Zuhause. Elfen, Halbelfen, Menschen aus Menainon, Kamîrush, Cala an Darth und sogar einige Lyr umfassen etwa ein Viertel der Stadtbevölkerung. Sie werden von den El’marai Biyani genannt, „Nicht von hier“. Sie sind Händler, Schiffbauer, Hafenarbeiter oder Mitglieder der Stadtwache und leben in Häusern in und um das Hafenviertel herum. Einige wenige leben in der Stadt verteilt, in den vielen kleinen Vierteln zusammen mit der restlichen Bevölkerung, die aus etwa zwei Dutzend Stämmen der El’marai besteht. Auch hier leben die Stämme nah beieinander, die Stadt besteht aus vielen kleinen Vierteln, die von den Stämmen gebildet werden. Nur etwa die Hälfte von ihnen lebt innerhalb der Stadt, der Rest in kleinen Siedlungen um Rômachar, wo sie die Stadt mit Nahrung versorgen.
Aufgrund der großen Bevölkerung sind regelmäßige Stammesversammlungen für die El’marai nicht möglich. Stattdessen fällt die Aufgabe des täglichen Regierens der Stadt auf einen gewählten Rat. Jeder Stamm wählt aus seinen Reihen Ratsabgeordnete, die gemeinsam Verwaltung und Ordnung der Stadt aufrechterhalten. Doch einmal im Jahr scheint die Stadt wie ausgestorben, wenn die Stämme an Plätzen in oder außerhalb der Stadt zusammenkommen, um ihre Versammlungen abhalten. Hier werden stammesinterne Angelegenheiten diskutiert und neue Abgeordnete gewählt, aber auch Themen, die ganz Rômachar betreffen und über die Kompetenzen des Stadtrates hinausgehen.
Auch die Biyani genießen einen hohen Grad an Autonomie und sind den El’marai vollkommen gleichberechtigt. Sie dürfen ebenfalls Ratsabgeordnete wählen, verpflichten sich aber im Gegenzug dazu, die Ordnung im Hafenviertel aufrecht zu erhalten und die Gesetze der El’marai zu achten. In diesem Punkt greift der ansonsten gemäßigte Stadtrat kompromisslos durch. Die El’marai haben in ihrer Gesellschaft keinen Platz für Windhunde oder Müßiggänger, auch nicht in Rômachar.

Das Hafenviertel
Ähnlich wie die Wüstenstadt Ranurj bietet vor allem das Hafenviertel Rômachars eine kulturelle Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Es wird von den Stadtbewohner deshalb auch „Nasho hemí“ genannt, das „Tor aller Länder“. Die Biyani leben schon seit Jahrhunderten in Rômachar, was zu einer Vermischung der Bräuche der El’marai und anderer Länder geführt hat. Viele von ihnen wurden in der Stadt geboren und haben das Land ihrer Vorfahren nie kennen gelernt. Zwischen den Wohnhäusern, Handwerkstätten und Teehäusern findet sich der ein oder andere kleine Tempel, in denen die Biyani und Reisende zu ihren Göttern beten können. Die Stadtwache, die häufig durch das Viertel patrouilliert, greift hart durch, im „Nasho hemí“ muss man sich aus diesem Grund kaum vor Verbrechen fürchten. Die Schiffswerften der Stadt zählen zu den größten des Kontinents, rômachische Schiffe gelten als die Besten im ganzen Südwesten. Der Beruf des Schiffsbauers ist in der Stadt äußerst angesehen.

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Re: Adventskalender 2015

Beitrag von Rahela » Mo, 14. Dez 2015 7:44

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Eine neue Woche ist hereingebrochen, und nun ist es an der Zeit, dass ihr einige neue Brauchtümer auf Alvarania kennenlernt. Den Beginn läutet heute ein Herbstfest der Menschen der Wilden Lande ein.

Das Erntemondfest

Um die Zeit zwischen dem Mastmond und dem Gilbmond, wenn der Herbst ins Land gezogen ist, findet in den Clans der Wilden Lande ein besonderes Fest statt, das Erntemondfest. Die Wilden Menschen haben diesen Brauch, den fünf Göttern oder auch den Alten, zu welchen sie beten, gewidmet, um ihnen zu huldigen und ihnen für die Gaben, die sie ernten durften, zu danken. Zu dieser Zeit werden die Türen ihrer Häuser festlich geschmückt, mit Kränzen, gebunden aus Haferähren, Strohblumen und anderen Feldblumen, die noch an den Rändern der Haferfelder zu finden sind. Vor jedem Haus steht neben der Eingangstüre ein Korb, der gefüllt ist mit Zwiebeln, Möhren, Äpfeln, wilden Haselnüssen, und anderen wild vorkommenden Herbstfrüchten, und es untersteht jeder Hausfrau, wie geschickt sie die Erntegaben in dem Korb arrangiert und mit Haferähren und Zweigen von Hagebutten, Schlehen und dem Areskerstrauch schmückt, und damit unter den einzelnen Familien durchaus für heimliches Ansehen sorgen kann. Der Korb dient als Gabe zum Gedenken an die Ahnen und die Toten, auf dass jene nicht vergessen werden, aber auch, um den Etáín, die Naturgeister, welche dem Glauben der Wilden Menschen nach Einfluss auf Wetter, Jahreszeiten, Pflanzen und Tiere, aber auch auf die Naturgewalten haben, zu schmeicheln und diese zu besänftigen.

Der Dorfplatz zeigt sich dieser Tage ebenso in einem mit Feldähren, Blumen, und all den guten Gaben der Natur geschmückten Kleid. Ein großes Feuer wird errichtet, die Menschen kleiden sich in ihre Festtagsgewänder und tanzen und singen ausgelassen um das Feuer. Es wird reichlich Savusk getrunken, das für die Wilden Lande charakteristische Getränk, das aus getrockneten, gerösteten und gehackten Areskerbeeren gekocht wird.
Für das leibliche Wohl gibt es einen besonderen Eintopf aus verschiedenen Arten Wild, Gemüse und anderen besonderen Zutaten, wie teureren und nicht aalltäglichen Gewürzen besteht und welchen es so nur zu diesem einen Fest gibt. Er wird ebenso wie der Savusk am Dorfplatz in einem großen Kessel gekocht, dazu wird Haferbrot gereicht. Die wilden Menschen essen alle zusammen um das große Feuer.

Dieses Fest steht unter dem Zeichen der Götter, der Ahnen, aber es ist auch das Fest der Naturmagier. Das Fest der Hexen, Priester, Zauberer, Rufer und Seher, welche im Grunde eher am Rande des Dorfes leben, und oftmals mit Argwohn betrachtet werden. Jeder Clan, welchem ein Naturmagier, die oftmals auch Heiler sind angehört, ehrt bei diesem Fest auch diesen. Familien danken für die erwiesene Hilfe, welche nicht selten alle Belange wie Heilkunde, Hebammenwesen, und auch manch heimliches Zauberritual abdeckt, und bringen kleine Gaben. Manches Mal ein schönes Stück Räucherfleisch, oder ein Stück hübscher gewebter Stoff, ein Lammfell, und vielleicht das eine oder andere Mal eine kleine Kostbarkeit wie eine Flasche Wein oder Schnaps.

Den Höhepunkt des Erntemondfestes bildet ein Ritual des Dorfnaturmagiers, auch Fórnask-Ritual genannt. In einem symbolischen Akt, wird ein zuvor von den Jägern des Dorfes lebend gefangener Hirsch vom Fürsten des Clans in die Mitte des Dorfplatzes geführt und vom Naturmagier, der zuvor ein Dankesgebet an die Götter und die Etáín spricht, durch einen Kehlenschnitt getötet und so den Göttern geopfert. Während das Tier verendet, wird ein Teil des Blutes in einer Opferschale gesammelt, womit jedes Mitglied des Clans eine rituelle Segnung im Gesicht, samt guter Wünsche für ein langes und gesegnetes Leben durch den Naturmagier erhält. Der verendete Hirsch wird von den Männern des Clans am Dorfplatz aufgehängt, damit er ausbluten kann. Am Ende des Festes wird der Hirsch abgenommen, wird in einer der Speisekammern abgehangen, danach zerlegt und auf alle Familien des Clans aufgeteilt. Der Fürst erhält die besten Stücke, die er allerdings nicht für sich behält, sondern an seine Gefolgsmänner zum Dank für ihre Treue verschenkt. Der Rest des Hirsches wird dann je nach Rangordnung unter den Familien verteilt.
Sie ist eine Frau! Und alle Frauen sind böse...!

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