Vor den Toren Berrak Asrar

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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Thomas
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Do, 01. Jan 2015 20:13

Ihr Blut brachte ihn in Wallung, sogar mehr als das, es hämmerte beinahe in seinem Schädel das er über sie herfallen sollte wie ein Tier um ihr Blut zutrinken. Das Tier, das Monster das er war und das er sogst wie es ihm nur irgendwie möglich war versuchte vor der Welt zu verbergen, konnte er nur mit müh und Not in Zaum halten. »Angenehm ist es nicht, da gebe ich Euch recht, aber ich trage die Rüstung aus gutem Grund!« Hierbei griff er nach dem Pfeil und versuchte sich diesem zu entledigen, was aber nicht möglich war, zumindest jetzt nicht, dazu war er zu schwach. Daher lies er ihn wo er war und griff stattdessen in eine einer kleinen Taschen an seinem Gürtel und holte ein paar Kräuter sowie einen sauberen Verband heraus und gab es der Frau. »Nehmt die grauen zu Euch und die grünen legt auf die Wunde, lindert den Schmerz und beugt Fieber vor, morgen kümmere ich mich um den Rest, schlaft jetzt...« Als er sich wieder erhob spürte er eine Frage im Raum stehen. Eine Frage die er schon seit Ewigkeiten nicht beantwortet hatte. »Ich heiße Thomas, Thomas von Lichtenstein.«

Damit wandte er sich ab und verschwand in der Dunkelheit, naja nicht ganz, er behielt die Frau eine ganze Zeitlang im Auge und erst als er sich sicher war das sie schlief ging er seinem blutigen Handwerk nach. Er labte sich an den letzten bisschen Leben das die besiegten noch in sich hatten. Es widerte ihn zwar unsagbar an und am liebsten hätte er sich sogar übergeben, doch wie sollte das gehen? Sein Körper sog das Blut praktisch in sich auf, somit war sein Magen quasi leer und auf nüchternen Magen bricht es sich bekanntlich schlecht. Dennoch war das ganze eine reine Quälerei, an dessen Ende jedoch etwas positives stand, er fühlte sich trotz allem besser, stärker und konnte sich so auch endlich den Pfeil aus der Seite ziehen und seine Wunde verarzten. Wobei er glaubte das dies eigentlich nicht nötig war, da sie sich kaum das der Pfeil gezogen war schon wieder allmählich schloss, aber sicher war ja bekanntlich sicher. Anschließend kümmerte er sich, auch wenn es ihm wahrlich nicht behagte um das Reittier, welches beinahe wie tot da lag. Was aber bei genauerer Betrachtung wohl auch nur eine Mischung aus Schockzustand und Entkräftung darstellte, die Wunde selbst war daher auch für ihn behandelbar, obwohl er sich nicht auf die Tierheilkunde verstand. Dennoch ob das Tier jemals wieder zu Höchstleistungen fähig war wusste er beim besten Willen nicht. Nachdem auch das erledigt war, begrub er die besiegten, seine Opfer notdürftig. Gerade einmal tief genug das sie mit Sand bedeckt waren und nicht gleich wieder auf geweht werden würden, aber auch nicht so tief das es große Umstände machte. So gut bei Kräften war er nämlich auch bei weiten nicht, zumal die Wüste ja auch so oder so den Rest erledigen würde. Erst dann begab auch er sich zur Ruhe, etwas Schlaf würde ihm gut tun...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Di, 06. Jan 2015 13:50

Das es einen Grund gab, die ihn diese Rüstung tragen lies, hatte sie sich nicht gedacht. Um so erstaunter war sie als er das Tragen der Rüstung ihr somit erklärte. Was für ein Grund ist es? fragte sie sich und kurz war sie davor ihn danach zu fragen. Aber sie entschied sich anders als er ihr sogar noch sauberes Verbandsmaterial und die dazu passende Heilkräuter reichte. Schweigend aber nickend nahm sie die Gegenstände an und tat wie er ihr erklärt hatte. Kurz sah sie ihn mit einem fragenden Blick an. Warum hatte er dieses Leben gewählt? Warum half er ihr einfach so ohne eine Gegenleistung zu verlangen? Fragen die sie ihm stellen wollte.
Dennoch kam die Müdigkeit über sie wie eine tosende Welle. Obwohl sie seinen Blick anfangs auf sich gespürt hatte und sich fragte wieso er sie so massiv beobachtete, schlief sie mit dieser Frage im Kopf ein. Das er nur ihren Schlaf herbei gesehnt hatte um seinen Hunger auf Blut zu stillen, davon ahnte sie nichts. Es war auch besser so dass sie davon nichts mitbekam. Sie wäre geflohen, trotz ihres Zustandes.
Die weiteren Stunden verschlief sie. Erst als die Sonne sich am Horizont zeigte und damit die Tag ankündigte, erwachte sie. Sie hatte gefroren und war nicht sonderlich gut erholt. Abgesehen davon, war in jeder Falte und in ihren Ohren in ihrem Mund Sand. Sie fühlte sich ausgetrocknet und ihre Lippen taten weh, sie waren aufgesprungen. Die Nacht war angenehm gewesen, aber jetzt schon kündigte sich die Sonne und die damit verbundene Hitze jetzt schon an. Sie sah sich um und entdeckte Thomas schlafend. Ob er in der Rüstung besser geschlafen hatte? Dann fiel ihr ihre Wunde ein und sie überprüfte den Verband. Es hatte nicht durch geblutet ein gutes Zeichen. Doch so würden sie mehr als ein paar Wochen brauchen. Ihr Pferd stand einige Schritte weit entfernt und hatte den Kopf gehängt. Ein noch schlechteres Zeichen. Sie seufzte. Sie musste hier raus und zwar schnell. Sie hievte sich hoch und humpelte zu Thomas. "Hey, aufwachen! Wir sollten so früh wie möglich los. Die Sonne ist mittags hier am stärksten!" rief sie und sah auf ihn hinab.

Danach humpelte sie langsam mit zusammengebissenen Zähnen zu ihrem Pferd und streichelte es. Es hatte sich zwar erholt, aber war nicht zu hundert Prozent einsatzfähig. Sie fuhr ihm über die weiche Nase und lehnte ihren Kopf an den Hals ihres geliebten Pferdes. "Wir schaffen das" murmelte sie leise und drehte sich um, um zu überprüfen ob Thomas bereits wach war. Wenn er erwacht war, schnappte sie sich ihre Zügel und kam wieder zurück zu Thomas "Wir müssen uns nach einer Möglichkeit für Wasser umsehen. Ohne das sind wir schnell Tod" sprach sie und ging danach los. Sie hatten hier eh nichts zum Frühstücken. Ihr Weg führte sie aus ihrem provisorischen Lager hinaus und wieder in jene Richtung in die Thomas wollte. Sie kamen mühsam voran. Ihr Bein behinderte sie im Gehen und dennoch wollte sie ihr Pferd schonen. Sie würden es noch früh genug brauchen. Dann versanken sie mit jedem Schritt im Sand, was ihr Tempo drosselte. Die Steppenreiterin war frustriert und sah zu Thomas. "Was ist euer Ziel? Wohin führt euer Weg, Thomas?" fragte sie, wenn sie hier schon zusammen reisten, dann konnten sie auch miteinander reden.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Fr, 09. Jan 2015 13:53

Er war gewiss kein Morgenmuffel, aber die Nacht war lang, überaus anstrengend und vor allem blutig. Besonders letzteres war ebenso widerlich wie gleichsam sättigend, was ihn überaus anwiderte aber wenigstens war dieses immense Druckgefühl in seinem Schädel verschwunden, genauso wie die Stimmen. Auch hatte er sich aufgrund der Temperaturen ja angewöhnt am Tage zu ruhen und erst des Nachts zu wandern, daher war er zurecht verdutzt nun geweckt zu werden. War das alles also doch kein Traum gewesen und somit wahrlich gestern Nacht sehr viel passiert!? Nun dafür sprach nicht zuletzt auch die Tatsache das ihn jemand weckte, obwohl er es doch vorzog aus vielerlei Gründen, alleine zu reisen. Ein herzhaftes gähnen sowie anschließend auch ein mürrisches knurren entfuhr ihn somit gar nicht mal zu unrecht. Doch er beließ es dann auch schon bei dieser Aussage.

Bezüglich des Wassers erinnerte er sich zwar an eine kleine aber feine Oase in unmittelbarer nähe, aber in welcher Richtung diese nun genau lag war ihm nicht mehr bekannt. Schließlich war er ja wie es schien in die falsche Richtung gegangen und daraus resultierend auch möglicherweise im Kreise gelaufen. Daher hätte er diese Information, die im Grunde ja keine wahr auch für sich behalten, wenn seine hübsche Begleiterin es nicht auf eine Konversation abgesehen hätte. Er hatte schon jetzt mit ihr mehr gesprochen als in den letzten Monaten zusammengenommen, daher wusste er nicht so recht was sie jetzt hören wollte, wie viele Worte als Antwort angemessen und wie viele übertrieben waren. »Es gibt hier in der Nähe eine kleine Oase, vielleicht drei Stunden entfernt, auf halben Wege stehen drei Kakteen.« Nicht unbedingt genau die Beschreibung und auch der Anhaltspunkt war nicht gerade hilfreich, aber mehr hatte er nun einmal einfach nicht. »Man könnte meine Reise, den Feldzug meines Ordens, der Einfachheit halber als Jagd bezeichnen. An deren Ende auf mich sowohl Rache, der Seelenfrieden meiner gefallen Brüder und Schwestern und schlussendlich auch mein eigener der Tod wartet!« Ihm Nachhinein hätte man das auch anderser und weniger direkt ausdrücken können, aber es brachte gleichzeitig das ganze auch kurz und knapp auf den Punkt. Klang aber auch spannender und epischer als es war. Schließlich war er der letzte der Bruderschaft, seine Gegner zahllos und sein Weg somit lang und überaus Steinig. Wobei es steinig derzeit beim besten willen nicht passte, da dieser derzeit besser mit sandig und Staub trocken beschrieben war. Selbiger war, weiß der Geier warum, schon wieder in seiner Rüstung gelandet. Beim versuch wieder etwas Sand aus selbiger heraus zu schütteln, ohne sich der Rüstung selbst zu entledigen, was wohl von außen betrachtet recht amüsant aussehen dürfte, stellte er selbst beinahe wie automatisch eine Gegenfrage an Sarantuya. Ein Gespräch bestand ja schließlich auch aus einem hin und her, einem geben und nehmen wenn man so wollte. »Wenn es gestattet ist zu Fragen, aber Ihr seid auch nicht von hier oder? Ich würde nämlich behaupten Ihr seht, sprecht und gebt Euch anders als ich es bisher von den Bewohnern dieser Lande gewohnt bin?«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mi, 14. Jan 2015 18:07

Vielleicht war er es nicht gewohnt Wegpunkte zu untersuchen? Sie wusste es nicht, doch der Gedanke kam ihr, als sie die Beschreibung für den Weg hörte. Ihr Blick lag auf Thomas "Würdet ihr diese Oase wieder erkennen??"fragte sie. Da sie selbst keine Oase kannte, geschweige denn auf ihrer Flucht je welche gesehen hatte war sie auf seine Erinnerung angewiesen.
Dennoch war sie sich sicher, dass er überhaupt nicht wusste wo sie überhaupt gewesen war. Sie konnte überall auf dem Weg hier her gewesen sein. Sie seufzte. Das bedeutete lange Zeit ohne Wasser und Nahrung aus zukommen. Und dies war wiederum gefährlich für Thomas und sie. Das Thomas nur das Lebensexelier in ihren Adern benötigte, konnte sie ja nicht mal erahnen. Da der Kontakt mit Vampiren bei ihr gänzlich auf Null zu beschränken galt.
Als er aber anfing, sich seltsam zu bewegen entwich ihr ein kleines Lachen. Es sah witzig aus, was er da tat. Dass es dazu diente sich dem Sand zu entledigen war im ersten Moment nicht sichtbar. Doch bald ahnte sie warum er das tat und beäugte sein zappeln mit schrägen Blick, schwieg aber weiterhin dazu. Nichtmal ein Gluchzen kam über ihre Lippen. Während sie voran ritten, dachte sie über seine Frage nach. Was konnte und durfte sie ihm erzählen? Am Ende war er mit jenen weiteren Feinden gut befreundet oder aber er war einfach nur per Zufall hier bei ihr gelandet. Doch sie glaubte nicht an Zufälle, es musste oder sollte Schicksal gewesen sein. Doch zu welchem Zweck??? War es eine Prüfung??? "ich komme aus der Steppe. Bin aber Jahre lang nicht mehr dort gewesen. Und tatsächlich bin ich nicht von dieser Gegend. Die ...."*sie zögerte und sah nach vorne "...die Händler brachten mich hierher..um mich zu verkaufen und auszuliefern" antwortete sie auf seine Frage. Weitere Dinge wollte und konnte sie ihm jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht erzählen. Erst wenn sie ihm besser einschätzen und ihm mehr vertrauen konnte. Noch immer war er ihr Fremd und seine Kleidung wirkte auf sie nicht gerade passend.
Die Sonne war der Zeit auf ihrem Weg zum höchsten Stand am Tage und die Wärme wurde mit jeder Stunde unerträglicher. Sarantuya lechzte förmlich nach Wasser und ihr Körper zeigte die ersten Dehydrierung Erscheinungen. Ihr Mund fühlte sich an wie eine einzige Sandwüste und ihre Augen brannten, das Tuch dass sie um ihre Verletzung gewickelt hatte, war dreckig vom Staub der aufgewirbelt wurde. Sie sah zu Thomas ob es ihm ähnlich erging?? Sie fühlte wie ihr Kopf schwer wurde und wie ihre Augen ihr Dinge zeigten die nicht da waren.
Mittlerweile stolperte sie immer über ihre eigenen Füße, eine Auswirkung von Konzentrationsmangel und dem Wasser Verlust. Sie wusste sie liefen in die richtige Richtung doch...diese Kakteen kamen nicht in Sicht "Wo haben sie diese Pflanze gesehen???"fragte sie und blieb stehen. Ihre Hände stützten sich auf ihren Knien ab "Wir brauchen...dringend Wasser!" erklärte sie und hustete, als sie eine Ladung Sandstaub einatmete. Der Wind hatte aufgefrischt und wirbelte immer mehr Sand auf. Als sie sich herum drehte sah sie eine gelb orange Sandfarbene Wand aus Sand am Horizont auftauchen. Sie sah Thomas an. "Was ist dasss???" Sie ahnte was dieses Wetter bedeutete, die Händler hatten davon gesprochen. Doch erkennen tat sie es nicht. Der Sand kroch mittlerweile in jede Pore und Schlitz in ihrer Kleidung. Er brannte überall und legte jede Schleimhaut trocken die es an ihrem Körper sichtbar gab. Sie hielt sich ihre Hand von den Mund und versuchte ihren Mund scheinbar ergebnislos vom Sand zu schützen. Sie kniff die Augen zusammen. Wenn sie jetzt hier blieben waren sie des Todes, das sagte ihr Verstand doch..woooo sollten sie hin?? Sie erkannte nichts mehr.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Do, 15. Jan 2015 14:50

Also waren die Halunken von gestern Sklavenhändler? Dreckiges Gesindel elendes... jemanden seiner Freiheit zu entziehen war ja schon schlimm genug, aber sich daran auch noch zu bereichern war einfach nur widerlich! Ihr Schicksal hatten sie daher wahrlich verdient, womit er es jetzt aber selbst verdient hatte wieder diese alles verschlingende Hitze am eigenen Leibe fühlen zu müssen wusste er beim besten willen nicht. Freilich er war ein Monster, das stritt er auch nicht ab, aber für die Hölle war es doch noch etwas früh und selbst wenn nicht was hatte dann die Frau hier zu suchen, die konnte doch nun wirklich kein Wasser trüben oder etwas doch?

Fragen über Fragen, ebenso wie jene von ihr ob er denn die Oase wieder erkennen würde, klar würde er das, selbige aber erst mal finden war das größere Problem. Doch irgendwas musste in der nähe sein, schließlich waren auch ihre Angreifer von gestern nicht für längere Märsche und oder Durststrecken ausgerüstet. Sie gingen daher entweder von einem schnellen schlag und der damit verbundenen Rückkehr aus oder wussten ganz genau wohin sie sich wenden mussten wenn es doch länger dauerte. So hatte er gestern nur etwas Dörrfleisch und zwei Fladenbrote gefunden, ihre Trinkgefäße selbst waren entweder leer getrunken oder irgendwie beim Kampf beschädigt worden und daher wohl oder übel ausgelaufen. Dennoch deutete seiner Meinung nach, nicht zuletzt auch aufgrund der Behältergröße, alles darauf hin das ein Rückzugspunkt in unmittelbarer nähe war. Auch weil die Reittiere der Angreifer und selbige hatten diese bestimmt, nicht auffindbar waren. Entweder war ihnen wirklich einer gestern Nacht entkommen, die Pferde waren geflohen oder warten in unmittelbarer nähe. Jetzt wartete aber erst mal etwas anderes auf sie etwas das ohne vorwarnung vor ihnen auftauchte und über sie herein brach, ein Sandsturm!

Bisher hatte er Glück gehabt und war bei seiner Reise nicht in einen solchen geraten, doch hatte er sich informiert was bei einem solchen zu tun war, denn die Schauergeschichten über diese Phänomene hatten ihn vorsichtig werden lassen. Nach diesen Geschichten war weglaufen sinnlos, dazu war diese Naturgewalt viel zu schnell und großflächig, abwarten war trotz aller Gefahr die Devise. Er in einer Rüstung brauchte nur den Kopf entsprechend zu senken damit ihm der Sand nicht in seien Visier flog oder halt die Hand davor halten. Bei seiner Begleiterin und ihrem Reittier sah das aber schon anders aus. Da er selbst mit diesen Kreaturen nicht so ganz konnte zog er nur stumm sein Schwert und steckte es in den sandigen Boden und deutete dann auf die Zeltplane die wohl Sarantuya für den Notfall, als Raststätte, entweder schon immer bei sich führte oder erst heute morgen mitgenommen hatte. So genau wusste er das jetzt nicht, da er ja erstens von ihr geweckte worden war und zweitens weder ihr Reittier noch, was unschicklich gewesen wäre, sie selbst auf schritt und tritt beobachtet hatte. Was er vor hatte war somit klar, er wollte ein provisorisches Zelt errichten, damit es zumindest den beiden Schutz bieten konnte. Die Frage war jetzt nur ob Sarantuya in der Lage war, ihren tierischen Begleiter soweit zu beruhigen dass dieser sich hinlegen würde, damit sein Kopf unter die Plane konnte!?

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Do, 22. Jan 2015 17:14

Mit dem Sandsturm war es so eine Sache. Egal was macht tat überall war der Sand und rieb über die Haut wie kleine Steinchen wenn man hinfiel. Die Rüstung erschien ihr in diesen Moment die sinnvollste Lösung. Doch es gab nur eine. Und während sie ihr Pferd an den Zügeln hielt, dass immer unruhiger wurde, sah sie aus den Augenwinkeln heraus, dass er die Zeltplane die sie mit sich führten schnappte. Ebenso bemerkte sie wie er sein Schwert in den Sand trieb und damit eine Art Provisorisches Zelt baute. Sie nickte in seine Richtung mit der Hoffnung, dass er ihre Bewegung durch das trübe Licht und durch den vielen Sand in der Luft erkennen konnte. Ihr Pferd allerdings fand den Sandsturm nicht witzig und tänzelte nervös. Die junge Steppenreiterin zog die Zügel enger und damit auch den Pferde kopf näher zu sich. Sie würde ihr Pferd nie unter diese Plane bekommen. Sie brauchte ein Tuch für den Kopf doch woher??..Sie fluchte und sah erneut zu dem Zelt, das vor Ihnen auf den Boden lag. Es sah einladend aus und diese Ablenkung nutzte ihr Pferd und riss sich los. Durch ihre Erfahrungsjahre wusste sie wann sie besser los lassen sollte und lies los. Sofort stob das Pferd davon und sie sah ihn verzweifelt hinterher. Sie würde es wieder finden. Ihr Pferd kam immer wieder zurück. Doch auch wenn ein Sandsturm tobte? Dies konnte sie nicht mit Sicherheit sagen, aber sie hoffte es.

Damit ging sie in die Hocke und krabbelte unter die Plane. Ob er auch mit darunter kam? Trotz der Rüstung musste es ziemlich unangenehm da draußen sein. Der Wind riss während dessen laut heulend an dem Zelt und plusterte es immer wieder auf. Sie selbst saß nun unter der Plane und wartete bis er auch drunter kam und den Eingang mit seinen Händen oder was auch immer Verschloss "Woher wisst ihr dass dies hilft?" rief sie gegen den lauten Wind an. Ob er sie hörten konnte? Dies würde sich gleich zeigen. Denn sie sah ihn erwartungsvoll an. Hustete und kniff die Augen zusammen. Sie brannten wie Feuer. Die Tränen die vom Auge produziert wurden damit der Sand hinaus geschwemmt wurde, wurde umgehend mit neue Staub benetzt so das sie bald ziemlich verdreckt aussah. "Wie lange dauert so ein Sturm?" rief sie abermals gegen den Wind. Und hoffte dass er endlich unter die Plane kam.

Während sie so unter der Plane saß dachte sie daran wohin sie am besten ziehen sollte. Ihre Verfolger würden bald aufgeben, wenn sie weiter bei ihm bleiben würde. Aber auch weiter gen Norden oder Osten zog. Irgend wohin, wo ihre Verfolger keine Macht ausüben konnten. Am Besten war es wohl erstmal seinen Weg zu folgen, auch wenn er vermutlich eher alleine reisen wollen würde. Doch wenn er jetzt schon so orientierungslos herum steuerte, wie lange war er wohl unterwegs?? Und vorallem wie kam er so an sein Ziel ohne jahrelange Umwege zu gehen? Sie fuhr sich über das Gesicht, doch das verschaffte ihr wenig Abhilfe. Im Gegenteil die Körner schubberten über ihre Haut und sie gab die Bewegung schnellstens auf. Dann zog sie ihre Knie an und verkrub ihr Gesicht darin. Doch die Plane war die einzigste Linderung. Sie hatten schon zu viel Sand unter ihrer Kleidung und in jeder möglichen Körperöffnung. Sie hoffte dass der Sturm bald vorbei sein würde.

Wie viele Stunden oder Minuten vergangen waren wusste, sie nicht. Sie musste irgendwann wohl eingeschlafen sein. Denn als sie die Augen öffnete, war es still um sie herum. Merkwürdig still. Sie hob den Kopf und sah sich um. die Plane hatte sich merkwürdig eingedrückt und beulte sich nach innen aus. Wo war ihr Begleiter. Sie bewegte sich vorsichtig, da sie die Befürchtung hatte dass alles in sich zusammenstürzte, wenn sie zu hektisch agierte. "Wir müssen hier raus!"murmelte sie und merkte, wie sehr ihr Kopf dröhnte. Die wenige Luft in ihrem Zelt hatte dafür gesorgt, das ihr Körper mit zu wenig Sauerstoff versorgt worden war und bescherte Kopfschmerzen und Schwindel. Sie drückte langsam gegen den Eingang. "Zum Henker!" murmelte sie hustend und sofort schoss ihr ein Schmerz in die Stirn. Sie bewegte den Sand der sich am Eingang und an der linken Seite aufgetürmt hatte keinen Milimeter.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Di, 27. Jan 2015 13:41

Er war froh darüber das sich dieses Ding... verabschiedet hatte. Doch auch wenn er erleichtert war nicht länger in dessen Gegenwart zu sein, fragte er sich doch ob das Tier so auf sich gestellt überhaupt eine Überlebenschance hatte? Wahrscheinlich nicht, anderseits waren Tiere auch für ihren übergroßen Überlebenswillen bekannt wenn es hart auf hart kam. So wie alle Wesen die an ihrem Leben hingen. Mit dem verschwinden ihres einzigen Reittieres stellte sich auf kurz oder lang jedoch auch schon ein anderes Problem ein. Sarantuya schien schwach zu sein, zu schwach für ihre weitere Reise. Er hatte sich durch seinen kleinen Nachttrunk wenigstens etwas stärken können, aber richtig bei Kräften war er dadurch noch lange nicht. Sollte er sie daher auch noch tragen müssen, sah er wahrlich schwarz für sie beide, hoffentlich fanden sie nach dem Sturm entweder eine Oase oder wenigstens eine Karawane mit der sie irgendwie Handel treiben konnten. Viele Münzen besaß er zwar nicht aber fürs nackte überleben würde es wohl gerade so reichen dürfen!?

Trotz der Nützlichkeit seiner Rüstung schlüpfte er selbst ebenfalls unter das provisorische Zelt. Da es sich von innen auch besser verschließen lies als von außen, weshalb er auch teile seiner Rüstung ablegte um damit die Plane zu beschweren. Hierbei legte aber natürlich nicht alles ab, sondern nur seine gepanzerten Handschuhe, die Schulterplatten, sowie seinen Schild. Seinem Helm behielt er daher trotz allem weiterhin auf, hatte er hierfür doch seine berechtigten Gründe. »Hören sagen.« und »Dies ist mein erster, aber ich würde sagen mal so, mal so!?« waren seine antworten auf ihrer berechtigten Fragen, bevor sie nach einer weile weg nickte. Was in Anbetracht der Umstände keine schlechte Idee war, man erholte sich und sparte Kraft, ebenso verging die Zeit...

Er wurde aber diesmal vor ihr wieder wach und stand auf um sich draußen umzusehen. Der Sturm war mittlerweile vorbei, wie lange das konnte er nicht sagen, aber wie es schien hatten sie bereits wieder den halben Tag verschlafen. Die Sonne war nicht mehr im Zenit und war auch langsam aber sicher wieder im begriff sich zu verabschieden. Die Temperaturen würden daher bald wieder milder und somit das Reisen auch wesentlichen einfacher und nicht mehr so beschwerlich werden. So oder so, in unmittelbarer Nähe sah er zumindest jetzt einmal mehr nichts, rein gar nichts, dafür hörte er aber etwas und zwar hinter sich. Sarantuya schien ebenfalls erwacht zu sein und er half ihr alsbald auch schon aus ihrer "Zwangslage", war ihr Zelt doch so gut wie gänzlich verdeckt vom Sand. Nachdem er seine Rüstung wieder komplett angelegt hatte, als auch wieder Schwert und Schild dort steckten wo sie hingehörten kontrollierte er seinen... oder nun vielmehr ihre Vorräte. Seine Trinkflasche war nur noch halb gefühlt, weit kamen sie damit nicht mehr und sein letzten Stück Brot schien verdorben, weshalb er es auch weg warf. Nachdem er selbst einen Schluck genommen und die Trinkvorrichtung, damit er auch mit seinem Helm trinken konnte, abgenommen hatte reichte er sie ihr weiter. »Das ist unser letztes Wasser!« Waren dabei seine Worte, bevor er sich ein weiteres mal umblickte, hierbei schien er ein weiteres mal die Orientierung verloren zu haben. Von wo waren sie doch noch gleich gekommen? »Und wohin jetzt?«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mo, 02. Feb 2015 19:09

Und auch dieses Mal, hatte er sie gerettet. Wie oft das noch so laufen sollte wusste sie nicht. Sie wusste nur, dass sie es ihm schuldete. Auch wenn er seine Hilfsbereitschaft irgendwie zum Beruf gemacht hatte. Das er seine Rüstung ausgezogen hatte, nutzte sie und musterte ihn eingehend. Er war kräftig und trainiert, was bei dieser Kleidung, der Rüstung auch sicher äußert nützlich war. Abgesehen von dem Schwert, das er schwang.
Sie klopfte sich den Sand von der Kleidung und sah wie er das Brot fort schmiss. Sie seufzte, es war schlecht geworden. Sie mussten dringend eine Oase finden um zu überleben.

Während er kurz einen Schluck trank, sah sie sich um. Die Umgebung hatte sich mit dem Sandsturm geändert. Einige Dünen waren nicht mehr dort wo sie zuvor waren und die wenigen Kakteen die es hier im Umkreis gab, waren umgeknickt. Sie studierte den Horizont und auch den Stand der Sonne. Es war bald Abend. Vielleicht noch 3- 4 Stunden, wenn nicht weniger. Sie sollten schleunigst losgehen. *"Wohin da lang!"*meinte sie und deutete in die Richtung Osten. *"Dort sollte laut eurer Erzählung bald die Oase kommen, da dort hinten die Kakteen stehen!"*erklärte sie und ging los.
Ja sie war geschwächt und hatte wenig gegessen seid ihrer Gefangennahme. Und das zerrte mehr und mehr an ihrem Körper. Sie straffte ihre Schultern. Ihm schien es gut zu gehen, da er trotz der Hitze und der wenigen Nahrung und Wasser seine Rüstung noch trug. Sogar seinen Helm. Warum er diesen trug?
So gingen sie weitere Minuten in der Hitze. Vom Sandsturm war nichts mehr zu spüren, aber dafür von der ewigen Hitze. Wie lange sie noch gingen wusste sie nach einiger Zeit nicht mehr. Sie stolperte immer mehr obwohl sie sich konzentrierte und mittleweile stur gerade aus sah. Doch dann veränderte sich schlagartig die Umgebung, Pflanzen, Palmen und Kakteen. So wie grüne Büsche waren aus dem Sand geschossen. Irgendwo plätscherte eine Quelle die in einem kleinen See, kaum knietief mündete. Felsen, Steine alles war grün und sogar Früchte hingen an den Bäumen. Sarantuya traute ihren Augen nicht. Sie blieb stehen und fragte sich ernsthaft ob sie träumte. "Träume ich?" fragte sie Thomas verwirrt und streckte ihre Hand aus um ein Rinnsaal zu berühren, das von einem Stein langsam hinabtropfte und im Boden der mehr als Feucht war versickerte. Doch es war kein Trugbild, das Wasser war echt. Sie genoss das Nass das über ihre heise Haut ran. Sie musste sogar lachen. Es war so unwirklich in dieser Wüste eine so vollendete Oase zu finden. Hier konnten sie rasten und ihre Kräfte tanken und vor allem Nahrung finden ohne zu Hungern. Sie sah Thomas an und ging weiter in die Oase rein. Es hingen Kokosnüsse und Mangos an den Bäumen. Sie kannte diese Früchte nicht, daher beäugte sie diese skeptisch "Kann man das Essen?"fragte sie. Wohlwissend, dass man nicht alles einfach so Essen konnte. Hier war es genauso wie in der Steppe. Sie musste aufpassen und prüfen was essbar war oder nicht. Nur das es hier vermutlich tödlich enden würde. Sie zog an einer Frucht die seltsam saftig aussah. Sie drehte sich zu Thomas um "Was meinst du? Essbar oder nicht?" *fragend ging sogar eine Augenbraue hoch.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Fr, 06. Feb 2015 14:36

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder, nach so viel Leid, Schmerz und Entbehrungen gab es nun doch endlich einen Lichtblick. Wobei Lichtblick nicht gut und auch nicht das richtige Wort ist und ihn natürlich auch in keinster weise glücklich gemacht hätte. Licht gab es hier schließlich immer genug. Vielmehr war es Wasser und saftiges grün, endlich wieder grün... ahh er hat schon geglaubt diese Farbe in diesen öden Landen nie wieder erblicken zu dürfen. Freilich hatte er schon wie bereits einmal erwähnt den einen oder anderen Kaktee gesehen und Besserwisser würden daher antworten das er alleine deshalb die Farbe grün schon einmal gesehen hatte, doch wer Kakteen mit ihren stacheln kannte der würde auch das folgende bestätigen: fürs Auge waren diese nun wirklich nichts!

So konnte man sich durchaus zu der Aussage durchringen das er sich förmlich an dem Anblick ergötzte ja beinahe schon d<ran satt sah. Was aber natürlich nicht stimmte, denn Hunger hatte er auch und zwar richtigen! War die letzte richtige Mahlzeit schließlich auch schon eine gefühlte Ewigkeit her. Die Frage die sie aber dennoch stellte war richtig und wichtig doch wer sollte sie beantworten, etwa er? In Anbetracht das die beiden alleine waren war das freilich logisch, aber woher sollte er das wissen? Wenn er Hunger hatte dann hatte er sich bisher immer das geholt was er kannte, oder mit dem wenigen Geld was er besaß das gekauft was zum verkauf stand und was er somit auch andere essen sah. Hier war aber niemand den man fragen konnte, ging es daher nach dem Motto probieren geht über studieren? Irgendwie freilich schon, nur konnte das in Fällen wie diesen auch auch gewaltig nach hinten losgehen, falsche Ernährung konnte nämlich noch weitaus schlimmer sein als gar keine. Mit Hunger kannte er sich aus und damit konnte man auch eine ganze Weile leben, zumal der Durst dank der Quelle erstmal kein Thema mehr war, aber auf lange sicht brauchten sie einfach mal was zwischen die Zähne. Die Frage die sich daher stelle war deshalb bereits ausgesprochen worden, sollten sie diese Früchte da wirklich einfach so essen? Während dieser und andere Gedankengänge verschränkte er seine Arme vor seiner breiten Brust und legte den Kopf schräg, weshalb er nicht nur augenscheinlich anstrengt nachdachte. Zu einem richtigen Ergebnis kam er aber leider nicht, er musste daher aussprechen was er vorher nur gedacht hatte. »Probieren geht über studieren!«

Mit seinem Schwert und nicht zuletzt auch aufgrund seiner beachtlichen Größe, fischte er mühelos einige Früchte herunter und teilte je eine davon mit wuchtigen Schlägen. Anschließend steckte er sein Schwert ein weiteres mal in den Boden und setzte sich hin. Während er die Halteriemen seines Helms löste, diesen aber selbstverständlich deshalb noch lange nicht abnahm, betrachtete er das vor ihm liegende Angebot. Es war seltsam, die eine Frucht schien ihren Kern außen zu haben, die andere wiederum innen, ebenso war das Fleisch bei beiden anders. Sowohl in Farbe als auch in Konsistenz, das einzige was glich war die Form. Mit einem kleinen Messer schnitt er sich von beiden ein kleines Stück ab und drehte sich etwas von Sarantuya weg, nur um seinen Helm mit der einen etwas anzuheben, damit die andere ihn umständlich erst das eine Stück und wenig später das andere Stück seinem Mund zuführen konnte. Danach drehte er sich wieder der jungen Frau zu und schien noch etwas mit seinem Urteil abzuwarten. Für seinen Geschmack zu süß das ganze zeug aber in der Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen! Andererseits war das aber auch ein gutes Zeichen, schmeckten giftige/unbekömmliche Sachen doch von Natur aus immer bitter oder war das vielleicht nur Zufall oder gar Aberglaube? Naja jedenfalls spürte und merkte er nichts was ihn vermuten lies gerade einen schwerwiegenden Fehler gemacht zu haben. Weswegen er mit einem einfachen nickten und einem Daumen nach oben Sarantuya signalisierte das er das Zeug da für unbedenklich hielt.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Do, 12. Feb 2015 19:30

Noch ehe sie ihn aufhalten konnte, hatte er sein Schwert gezückt und eine Frucht einkassiert. Was danach kam war genauso einfältig wie gefährlich. Er schnitt die Frucht an und probierte einfach. Ihr Gesicht entglitt ihr für diesen Moment und sie starrte ihren Retter an "WAS soll das?? Willst du dich umbringen??" meinte sie etwas skeptisch und besorgt. Da sie davon ausging, dass diese Frucht giftig war. Doch als Robin keinerlei akute Vergiftungsanzeichen anzeigte, entspannte sie sich ein wenig. Als er genüsslich kaute, entschied sie auch eine Frucht zu essen. Die Steppenreiterin stand auf, streckte und regte sich und fischte eine Frucht vom Baum. Und biss hinein. Sie erwartete dass sie sauer oder sonstiges schmeckte doch sie schmeckte ungewohnt gut. Sie nickte "Doch besser als gedacht" erklärte sie und aß die Frucht weiter. Bis auf das was nicht essbar war, das schmiss sie fort.
Anschließend entschied sie zu warten, sie wusste wenn man zu viel auf einmal aß, besonders dann wenn man hungerte und nach Wasser lechzte, hätte man im Nu Bauchschmerzen. Daher sah sie sich die Bäume genauer an. Die Blätter waren groß genug und gaben genügend Schatten. So setzte sich sich in den Schatten dem Thomas am nächsten war und streckte die Arme und Beine aus. "Ich wäre dafür wir bleiben 2 oder 3 Tage hier, bis wir wieder bei Kräften sind. Oder willst du gleich weiter?" *sprach sie und fuhr sich über das Gesicht. Ihre Haut war heiß und trocken. Ob sie auch gerötet war? Sie hoffte es nicht. Das Wasser sah zu verlockend aus, wie es in der Sonne funkelte und glitzerte. Und als ihr ein Gedanke musste sie breit grinsen. Ob er so kühn und gelassen reagierte wie sonst auch wenn sie einfach baden ging? Er war sonst sehr reserviert und lies nicht erkennen ob sie ihn nicht auf den Wecker ging oder ob er eigene Pläne hätte. Ein Krieger in ihren Augen tat nie etwas ohne Grund und sein Grund war in ihren Augen eher..zu harmlos als das er wahr sein könnte.
Dass sie sich damit vielleicht täuschte, konnte sie zu ihrem jetzigen Zeitpunkt nicht wissen. Sie stand auf, Ihr Kreislauf drehte etwas durch und sie taumelte leicht zur Seite, fing sich aber wieder und ging zum Wasser und setzte sich so wie sie war einfach mitten rein. Ihr war ihre Wunde in dem Moment so was von egal. Sie brauchte Abkühlung. Und das bekam sie mit samt dem Wasser. Sie blieb sitzen und sah einige Zeit lang einfach schweigend aufs Wasser ehe sie sich hinlegte und sich so komplett nass machte. Erst dann kehrte sie zurück. Das ihre Kleidung nun nass waren und an ihr klebten, war ihr egal. Es war einfach herrlich. Sie grinste, das erste Mal seid ihrem Kennenlernen offen ihn an. Und setzte sich. Doch danach änderte sich ihre Miene und sie schien wieder in ihre Gedanken zu verfallen. Grimmig wirkte ihr Ausdruck im Gesicht und trotz dem sprach sie während dessen mit Thomas kein einziges Wort. Wie lange würden sie so miteinander Reisen? Mindestens 2 Wochen, das war ihr bewusst. Doch war es wirklich sicher genug? Sie war lediert ihr Bein war nicht gesund und hier waren sie noch in Sicherheit. Doch wie lange? Wie lange ging es so gut und wohin führte ihr Weg, wenn sie sich doch verirrten? Sie seufzte sachte und kratzte Gedanken verloren Muster in den Sand.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 15. Feb 2015 17:31

Wenn sie wüsste, umbringen wollte/konnte er sich gar nicht, denn seiner Meinung nach war er ja schließlich schon tot. Freilich nicht vollends und damit auch eher im übertragenen sinne, denn obwohl er schon sehr viel gesehen hatte, wahrhaftig tote hatte er noch niemals wandeln gesehen. Anderseits als sie sich anschickte ein Bad zunehmen dachte er wirklich kurz er sei tot und im Himmel... heh er war trotz allem auch nur ein Mann! So wendete er sich verständlicherweise auch erst nach ein paar Sekunden ab, da sich der Gentleman in ihn ebenso regte. Im Nachhinein betrachtet war dies aber gar nicht nötig gewesen da sie gar nicht die Absicht hatte sich zu entkleiden. Was natürlich einerseits sehr schicklich von ihr war, anderseits aber... ja er konnte es nicht verhehlen auch irgendwie schade...

In Momenten wie diesen war er wirklich froh das er seinen Helm trug und man daher nicht sein Gesicht sehen konnte, dieses war nämlich mit Sicherheit etwas gerötet. »Meine Reise eilt nicht, zumal ich ja schon einmal in die falsche Richtung gelaufen bin. Dennoch würde ich lieber früher als später in meine Heimat zurückkehren, mir sind diese Lande zuwider auch wenn die Gesellschaft die beste seit langem ist...« ein kleines Lob in ihre Richtung, bevor er aufstand und sich ein wenig die Beine vertrat. Es war hier zu schön um wahr zu sein weshalb er beschloss einen kleinen Patrouilliengang zumachen um die Umgebung zu inspizieren. Im Vergleich zu dieser war diese Oase hier irgendwie unwirklich, dennoch war sie echt, denn eine Halluzination hätte schon längst aufgehört weil sie durch Dreck fressen aus selbiger erwacht wären oder weil sie anstatt Wasser zutrinken sich im Sand und Staube wälzten. Die Sache hatte aber dennoch einen haken, ein Ort wie dieser war mit Sicherheit bekannt und zog deshalb auch so manche unerwünschte Besucher an. Wenn sie Glück hatten dann vielleicht ja auch eine Karawane die sie mitnahm, doch er war kein Mann der aufs Glück setzte. Ebenso war er eher ein Pessimist als ein Optimist. Als er zu ihr zurückkehrte hatte er daher wie befürchtet auch keine guten Nachrichten. Wobei eigentlich schon, es kam halt ganz auf den Betrachter und dessen Standpunkt drauf an. »Eurer Reittier gesellt sich aus... nunja von da...« hierbei deutete er über seine Schulter »...zu uns!«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mi, 25. Feb 2015 18:15

Das sie ihn mit ihrer Tat in Verlegenheit brachte, nahm sie so nicht wahr. Es war in ihren Augen normal, dass man mal baden musste. Und da sie nun mal aufeinander angewiesen waren, machte es in ihren Augen durchaus möglich, dass er sie mal sah. Doch sie zog sich ja nicht aus. Auch wenn ihre Kleider als sie nass waren, wie eine zweite Haut an ihr klebten. Es störte sie nicht im geringsten.

Das seine Reise nicht eilte, nahm sie als Bestätigung das sie hier verweilen und so Kraft tanken konnten. Und als er ihr noch dazu erklärte, dass ihr Reittier zurück kehrte, erhellte sich ihr Gesicht. Es war ihr treuster Begleiter gewesen und sie stand direkt auf um es zu begrüßen. Es sah mitgenommen und dürr aus. Auch das Fell war stumpf vom Sand. Sarantuya führte ihr Pferd direkt zum Wasser und gab ihm Früchte vom Baum die es essen konnte. Danach überprüfte sie es auf Verletzungen und ähnliches. Doch Fehlanzeige. Erleichtert darüber strich sie ihm liebevoll über die Schnauze. Es schnaubte und schien sich gegen die Hand zu stemmen.

So vergingen 4 Tage in denen sie in der Oase verweilten. Ihr Bein heilte und die Wundränder waren gut am abheilen. Selbst in Pferd wurde kräftiger und kräftiger. Und sie lernte Thomas noch ein Stück weit näher kennen. Sie erzählte ihm von ihrer Heimat von den weiten Steppen und den riesigen Pferdeherden und den Stämmen. In der Zeit des Erzählens kam Sehnsucht auf. Doch so schnell kam sie nicht zurück.
Auch hakte sie bei Thomas nach, warum er ihr Pferd mied zu streicheln oder ähnliches. Ihr war dies in den ersten 2 Tagen massiv aufgefallen. Sie konnte es sich nicht vorstellen Angst vor einem Pferd zu haben. Daher probierte sie es immer wieder mal, ob er nicht doch reiten oder mithelfen wollte das Pferd zu versorgen.

Welche Frage stets unter den Nägeln brannte, war warum er den Helm und die Rüstung äußerst selten abzog. Zu gerne hätte sie sein Gesicht gesehen und studiert. Daher stellte sie ihm an einem Abend diese Frage.
Das Feuer das sie entfacht hatten brannte und wärmte beide, da die Nächte doch äußert kalt wurden in letzter Zeit. Sie hatten sogar eine Schlange gefunden die sie Essen konnten wenn sie gut durch gegart war. "Warum hast du deine Rüstung immer an?Ich möchte dein Gesicht sehen"* sprach sie direkt und musterte ihn. Alleine seine Reaktion auf ihre Frage konnte schon viel rüber bringen. *"Bist du so unansehlich oder entstellt worden?" Auch das er eigentlich ein Bluttrinker war, war ihr nicht mal Ansatzweise bewusst. Oder in welcher Gefahr sie schwebte.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Sa, 28. Feb 2015 10:40

Tiere waren anders als die meisten Menschen äußert einfach gestrickt, so zeigten sie ihre Zuneigung ebenso wie ihre Abneigung direkt. Ebenso wussten sie auch ganz genau was Dankbarkeit bedeutete. Weshalb sich das Pferd auch durchaus entsann wer seine Wunde bei diesem nächtlichen Überfall als erstes hatte behandelt und somit für eine schnellere Heilung gesorgt hatte. Es war daher zu jeder Zeit eine doch recht amüsante Szenerie, um nicht sogar zusagen ein Bild für die Götter. Während das Pferd seine nähe suchte war Thomas stets darauf bedacht Abstand zu selbigen zu halten. Er wusste selber nicht einmal genau wieso er sich so verhielt, Reittiere jeder Art waren ihn nun einmal einfach nicht geheuer. Vielleicht war es ja so eine Art Kindheitstrauma wer weißß, jedenfalls erklären konnte er es nicht, weshalb seine Antwort auf entsprechend fragende blickte meist nur ein Schulterzucken war.

Die Zeit verging und ebenso wie diese verging kam auch langsam wieder der Hunger zurück, jedoch nicht der normale, selbigen hatte er hier ja stillen können es war ein anderer, eine schrecklichere Form von Hunger. Weshalb ihn einmal mehr bewusst wurde warum er normalerweise allein unterwegs war und auch nie sonderlich lange irgendwo verweilte. Das pochen in seinem Kopf war aber derzeit noch erträglich, weshalb er es wohl noch eine ganze weile aushalten konnte. Ebenso wie dieses widerwärtige Leiden auf kurz oder lang wiederkehrte war auch etwas anderes gewiss. Nämlich das man ihm früher oder später fragte wieso er trug was er trug. Das dies so gewiss war lag auch daran das ihm diese Frage bereits mehr als nur einmal gestellt worden war und er auf selbige auch mindestens genauso sooft geantwortet hatte. Als Erklärung oder vielmehr Ausrede hatte er viele Geschichten zur Auswahl, deren Reaktion darauf war aber meist die selbe Unverständnis, wenn nicht sogar Schlimmeres! Dieses mal entschied er sich jedoch einmal mehr für die Wahrheit, da diese zumeist am besten ankam. Freilich nicht die ganze Wahrheit sondern vielmehr nur ein Teilstück von selbiger aber immerhin. »Gutes oder schlechtes Aussehen ist Ansichtssache, darüber gestatte ich mir kein Urteil aber nein daran liegt es nicht. Vielmehr daran, dass ich sicher bin das es so einfach das beste für alle ist, ebenso pflegten auch meine Brüder ihre Rüstung erst dann abzulegen wenn die Aufgabe, die ihnen zugeteilte Mission beendet und somit erfühlt war und meine ist es noch lang nicht!« Einmal mehr rückte derweil ihr Pferd etwas näher an ihn heran und Thomas schien nicht so recht zu wissen was er nun tun sollte, aufstehen und weggehen oder einfach sitzen bleiben und es hinter sich zu bringen!? Letzter war wohl das beste so strich er dem sturen Tier einmal kurz durchs Fell, wobei es zufrieden schnaubte. Es schien somit seinen Sieg in vollen Zügen zu genießen »Bis auf die vielen Pferde klingt eure Heimat für mich wie ein Paradies, verglichen mit diesen Landen zumindest. In meiner Heimat ist es dann noch eine Spur gastlicher, das saftige Grün der Wiesen geht in der Landschaft ebenso wie die goldenen Felder der Bauern, den dichten Wäldern und den mächtigen Städten aus Stein Hand in Hand, nur um hier und da von imposanten Bergen unterbrochen zu werden die bis weit in den Himmel reichen. Wäre es anders gekommen dann wäre ich niemals fortgegangen...«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Sa, 07. Mär 2015 17:11

Da ihr Tier Thomas irgendwie mochte und immer wieder seine Nähe suchte, dieser aber versuchte es zu meiden, bekam das gesamte eine sehr seltsame Note und sie musste mehrmals Grinsen. Das Tier lief ihm regelrecht nach und er? Er hastete davon als wäre der Teufel hinter ihm her. Sie fragte sich woher diese Angst wohl kam? Hatte er als Kind etwas schlimmes erlebt? Oder war es einfach nur ein gesunder Respekt der ihn mehr als einmal flüchten lies?
Doch als sie ihn darauf ansprach, wusste er keine wirkliche Antwort. Das konnte noch heiter werden dachte sie für sich. Auch seine Antwort auf ihre Frage warum er seinen Helm nicht abnahm, war plausibel für ihn jedenfalls. Da sie aber auch einige Marotten hatte die vielleicht für ihn seltsam erschienen empfand sie diese Antwort als komplett akzeptabel. Sie nahm seine Antwort mit einem Nicken zur Kenntnis.
Sie sah ins Feuer als er von seiner Heimat erzählte. Auch diese wirkte durch seine Erzählung. " Warum bist du weg? Wegen deiner Ausbildung? Müssen da die Männer fort? Was für eine Ausbildung ist das?"fragte sie. Es interessierte sie, da es bei ihr ja ganz grob gesehen ähnlich war. Sie waren auch erstmal von der Familie getrennt worden als sie die Ausbildung erhielten. Doch sie konnten zurück kehren. Als sie auf seine Antwort wartete, musterte sie die Gegend. Trotz dass sie in einer Oase in der Wüste waren, erschien es ihr hier sehr laut. Überall waren Geräusche zu hören und da hatte Sie doch ein Stimme gehört. Sie stand auf und sah sich konkreter um. Jetzt war die Stimme abermals zuhören und eine zweite antwortete, aber in einer Sprache die sie nicht verstand. Sie sah Thomas fragend an, aber es auch gehört hatte oder ob sie irgendwie träumte.

Und sie träumte nicht. Bald schälte sich aus der Dunkelheit einige Männer heraus. Sie hatten in ihren Augen seltsame Kleider an. Es waren einheimische aus der Wüste. Mit Ihnen kamen Tragetiere die Kutschen oder Behälter trugen bzw. zogen. Sarantuya 's Misstrauen, das sich auf ihrer Flucht als hervorragende Tugend erwiesen hatte, meldete sich. Sie trat zurück und musterte die Männer. Ihre Gesichter wirkten freundlich aber auch sie schienen verwundert hier jemanden anzutreffen. Denn sie tauschen Blicke und hoben ihre Hände und begannen sofort auf sie einzureden. Sie selbst verstand nichts. Hilflos sah sie zu Thomas und hob ihre Hände, als Zeichen dass sie keinerlei Waffen trugen. Doch vielleicht konnten die Männer sie mit nehmen? Sie war gespannt. Doch es blieb abzuwarten ob es klappte. Die Verhandlungen waren noch nicht abgeschlossen.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mi, 11. Mär 2015 10:11

Die Antwort auf ihre erneute Frage war erneut schwieriger als sie es sich vielleicht vorstellte. Die Wahrheit hielt er nämlich abermals als zu hart und abscheulich um sie ihr direkt auf ihr Näschen zu binden. Ein etwas zu neugieriges Näschen seinem Geschmack nach, aber Neugier war ja weder ein verbrechen noch eine negative Charaktereigenschaft, jedenfalls nicht wenn man es nicht wie mit allem übertrieb. »So kann man das nicht sagen, da meine Ausbildung zu diesem Zeitpunkt so gut wie abgeschlossen war. Wobei ich aber anmerken muss das man im Leben niemals vollends ausgelernt hat aber zurück zu deiner Frage... es war vielmehr eine Verkettung von...« Er überlegte seine folgenden Worte erneut bevor er weiter sprach. »...äußerst unglücklichen Umständen die mich zu diesen Schritt führten.« Das war freilich eine Untertreibung die ihres gleichen suchte jedoch abermals eine Erklärung auf der man es erst einmal beruhen lassen konnte, wenn man denn wollte.

Zumal sich ja auch Gäste ankündigten, er gehörte zwar nicht zu der nervösen Sorte, auch weil er ja in seiner Rüstung relativ sicher selbst vor heimtückischen angriffen war. Dennoch griff er auch alleine vollkommen reflexartig nach seinem Schwert. Lies es aber in der Scheide, was auch besser war, denn ansonsten hätte man ihn das folgende wohl auch nicht abgenommen. Zu behaupten er sprach die Sprache der Händler und somit nicht zuletzt der hier lebenden Menschen in ihrer Gänze oder gar fließend war übertrieben. Vielmehr war es so das er etliche Brocken durchs bloße zuhören aufschnappt hatte. Zumal er ja oft nicht mehr tat als zuhören, war er schließlich nicht mehr so wie früher der Redner. So satte er beispielsweise statt dem was er eigentlich sagen wollte: "Wir sind friedliche reisende" gesagt "Wir kommen in Frieden" nicht unbedingt falsch, aber richtig war auch anders. Es hakte daher kurz gesagt an allen Ecken und Enden an der Verständigung, dennoch war sie möglich, da auch ihre gegenüber über alle maßen kooperativ waren. Eine Handelskarawane so wie es schien die hier immer einen Zwischenstopp einlegten, was verständlich war in Anbetracht der Unfreundlichkeit der Umgebung und der Länge ihrer Reise. Wenn er sie richtig verstand, dann waren diese von hier aus nun auf den Weg in Richtung Süden. Wo genau hin das verstand er aber nicht aber es würde sich bestimmt um eine Stadt oder so handeln, so oder so war es aber auch besser als gar nichts, selbst in anbetracht dessen das er ja eigentlich weiter nach Westen wollte. »Wenn ich sie auch nur ansatzweise richtig verstehe, dann wollen sie morgen weiter nach Süden und wir können uns ihnen sogar anschließen, dass sei sicherer!« Womit die Händler wohl auf Halunken anspielten die die beiden ja bereits kennengelernt hatten.

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