Vor den Toren Berrak Asrar

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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Sarantuya
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Fr, 20. Mär 2015 18:01

Das die Verständigung an allen Ecken nicht so richtig funktionierte, war ihr schon bewusst. Und sie hatte es sich gedacht. Dass Thomas aber die Sprache ein wenig beherrschte wunderte sie dann doch. Ihr Blick ging zu Thomas als er mit ein wenig gebrochener Sprache sich irgendwie verständlich machte. Ihr blieb nichts übrig als abzuwarten. Dennoch war ihr Misstrauen nicht verschwunden. Es war in ihren Augen zu viel Freundlichkeit dahinter.

Als Thomas ihr auch noch erklärte, dass sie morgen mitreisen könnten weil es sicherer war. Ging ihre Augenbrauen nach oben. "Sicherer? Sicher, doch mir gefällt deren Freundlichkeit nicht" gab sie ihre Bedenken preis. Es war in ihren Augen nicht richtig. "Was erwarten Sie als Gegenleistung?" fragte sie Thomas und musterte dabei die Männer, die in langen dunklen oder sehr hellen undurchsichtigen Gewändern mit Kopftüchern herum standen oder lagen. Manche spielten eine Art Spiel mit Stöcken und Steinen, andere lagen und dösten. Wiederum andere bereiteten eine Art Essen zu. Dazu benutzten sie die mitgebrachten Waren aber auch die vor Ort vorhandenen Früchte. Das Feuer war groß und verbreitete eine Wärme, die Sarantuya doch verwunderte. Warum verwendeten sie so ein großes Feuer. Es lockte nur Gesindel an und Tiere die Ihnen gefährlich werden konnten. Doch sie mussten ihre Gründe haben.

Die junge Frau sah Thomas an "Was denkst du über die Karawane? Meinst du wir könnten bei Ihnen Geld verdienen? Damit wir in der nächsten Stadt uns abseilen können? Ich brauche neue Kleider. Diese hier sind zu kaputt!" erklärte sie ihm und schluckte. Dabei leckte sie sich über ihre Lippen und begann auf und abzugehen. Das ständige herum sitzen und abwarten, das ihre Wunde heilte, hatte sie unruhig werden lassen. Normalerweise trainierte sie täglich ihre Ausdauer und ihre Kraft, sowie Bogen Training und Nahkampf. Doch es war hier unmöglich, die Hitze setzte ihr zu sehr zu.

Die Steppenreiterin entschied einfach abzuwarten. Zu mehr war sie auch nicht wirklich in der Lage. Mit keinen Waffen und dazu einer Überzahl an Männern, die alle in einem besseren Gesundheitszustand wie sie waren und noch dazu hier in dieser Gegend überlegen waren. Sie leckte sich über die trockenen Lippen und nickte. Dabei fuhr sie sich über das Gesicht "In Ordnung, wir reisen mit Ihnen morgen. Doch wir sehen uns ab, sobald wir können. Ich traue Ihnen nicht! Sie sind genauso freundlich wie du. Und deine alleine macht mir schon Sorgen, oder hat besser gesagt. " Dabei grinste sie breit "Nicht böse sein Thomas" sprach sie und bat so um Entschuldigung. "Wenn wir ein einer Stadt ankommen brauchen wir Geld, vielleicht könnten wir auch als Wache oder so unser Geld verdienen. Jedenfalls ich brauche Geld, sobald wir in einer Stadt sind. Und vielleicht trennen wir uns dann auch wieder. Wer weis was noch kommt." sie war in eine Art Redefluss geraten. Als sie Thomas abermals ansah, sah sie betreten drein "Ich rede zu viel oder?" manchmal überkam es sich einfach. Sie entschied sich zu zügeln, was ihr Bedürfnis nach Bewegung anging.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 22. Mär 2015 20:40

Für Thomas war das Misstrauen der kleinen einerseits übertrieben aber dennoch auch irgendwie nachvollziehbar. Schließlich war es noch gar nicht so lange her da ihr mit allen mitteln dreckiges Sklavenhändler Gesindel nach setzte. Da war Vorsicht besser als Nachsicht, dass jene da vor ihnen aber auch zu selbigen gehörten war seiner Meinung nach mehr als nur unwahrscheinlich, dafür trugen sie zumindest offensichtlich zu wenige Waffen bei sich. Bewaffnete konnte er nur drei Leute ausmachen, was für eine Handelskarawane dieser Größe wohl ausrechnend war. Freilich, freilich konnte auch dies auch ein Trick sein, aber ein gewisses Restrisiko bestand schließlich immer.

Um ihr ihre Fragen beantworten zu können, versuchte er sich abermals als Dolmetscher, die Antwort die er scheinbar bekam würde ihr aber wohl nicht gefallen und ihr misstrauen nur noch weiter verstärken. Je nachdem wie anstrengend die weitere Reise war boten sie nämlich ihnen Geld an. Vor irgendetwas oder irgendwie schienen sie eine Heiden Angst zu haben. Was wohl noch einer der Gründe war warum sie hier rasteten, da sie auf keinen Fall des Nachts weiterreisen wollten. Darum wohl auch die doch recht großen Feuerchen. Aufgrund von Thomas Erscheinung nahmen sie wohl an das er wenn nötig so einiges austeilen konnte. Das stimmte zwar, aber direkt darauf anlegen tat er es ja nun auch wieder nicht. Naja zumindest wenn man von seiner Berufswahl einmal ganz absah. Nachdem Sarantuya mit ihren Überlegungen, sowie den dazugehörigen Redefluss geendet hatte antwortet er ihr erst mal auf ihre letzte Frage, ob sie zu viel redete, dies tat er mit einem kurzen Kopfschütteln und einem klaren: »Nein.« Er wusste auch nicht genau wieso, aber irgendwie war ihre Gegenwart, ihre ganze Art erfrischend, eine wahre Wohltat für seine geschundene Seele. »Zu etwas Geld kommen wir bestimmt, zumal sie uns, je nachdem ob sie unsere Hilfe brauchen oder nicht, auch eine Entlohnung an. Ich teile deine Skepsis diesen Leuten gegenüber zwar nicht aber wie sagt man doch so schön Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, ich würde daher vorschlagen das wir heute Abend abwechselnd Wache halten, man kann ja schließlich nie wissen...« Das Wache schieben hatte auch noch einen anderen Grund, er wusste nicht wie weit und beschwerlich ihre Reise sein würde. Da wollte er lieber früher als später einen kleinen Trunk ganz besonderer Art zu sich nehmen.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Di, 31. Mär 2015 20:37

*Einerseits froh darüber, dass Thomas sie nicht zu massiv störend empfand, anderseits etwas überrascht, da er zuversichtlich war. Er musste eine gesunde Portion Optimismus besitzen, der ihr verloren gegangen war, seid ihrer Gefangenschaft und Flucht. Sie war ihm Dankbar, dass er trotz seiner mangelnden Sprachkenntnisse abermals als Dolmetscher fungierte und ihr so die Notwendigen Informationen zu übersetzen.
Ein großes Feuer wegen einer Sache oder einem Feind die diese Männer fürchteten? Hm eine seltsame Strategie die wegen ihrer anderen Tradition und Religion so gehandhabt wurde. Doch ob es so war wusste sie nicht. Als er ihre Frage ob sie zu viel sprach verneinte, verzog sich ihr Gesicht minimal zu einem lächeln. Wenigstens ihn verärgerte sie nicht, eine Tatsache die ihr mehr Entspannung verschaffte als sie gedacht hatte. Sie war erleichtert.

Die junge Frau nickte, als er Vorschlug abwechselnd Wache zu halten. Das klang vernünftig und es gab ihr das Gefühl die Situation doch noch mehr unter Kontrolle zu haben. Denn wenn nur die Männer der Karawane Wache hielten, kam sie sich so ausgeliefert vor, warum sie Thomas mehr vertraute? Es lag an der Tatsache, dass sie gemeinsam gegen einen Feind gekämpft hatten. Nach dem dies geklärt war und sie merkte, dass das Bewegen im Kreis nicht half, setzte sie sich wieder und verschrägte ihre Arme hinter ihrem Kopf. Dabei sah sie in den Himmel hinauf, besah sich die Sterne und die unendliche Weite im Himmel. Hier in der Wüste kam sie sich so klein und unbedeutend vor. Sarantuya schloss die Augen, wie lange sie brauchte bis sie eingeschlafen war? Ihr Verstand sagte ihr dass sie noch nicht lange geschlafen haben mochte, aber irgendwie hatte sie mega Durst und etwas grelles stach ihr in den Augen. Sie rollte herum und rieb sich die Augen, ehe sie diese öffnete. Es war Tag? Wann war das passiert?? Sie gähnte und streckte sich, während sie sich um blickte. Alle waren schon auf den Beinen, es war ein reges Treiben. Überall wurden Kamele bepackt und Zelte abgebaut, das Feuer wurde gelöscht und mit Sand bedeckt. Sie sah sich um, wo war Thomas? Das versuchte sie herauszufinden, wenn sie getrunken hatte. Dazu rappelte sie sich auf und marschierte gähnend auf das Wasser zu. Es glitzerte in der Sonne und lud förmlich zum Baden ein. Während sie das Wasser so begutachtete, zog sie ihre Füße aus den ledernen Schuhen und steckte die Zehen ins Wasser.

Es war kühl, aber angenehm. Das lockte sie gänzlich ins Wasser, doch dann erinnerte sie sich daran das da ja noch die Karawane war. Sie entschied sich anders und trank gierig einige Schlücke. Danach machte sie sich auf die Suche nach Thomas. Dabei besah sie die Kamele die komplett fertig aufgesattelt da standen. Es saßen bereits einige auf, als jemand zu ihr trat und auf eines der Kamele deutete und mit ihr auf seiner Muttersprache redete. Sie sah ihn hilflos an und zog die Schultern hoch "Ich verstehe dich nicht! Und auf dem Ding soll ich doch nicht etwa reiten?" murmelte sie. Abermals fuchtelte der Mann vor ihr und zog sie schlussendlich am Arm. Wo war Thomas wenn man ihn braucht?" dachte sie und mahnte sich zur Ruhe. Der Mann wollte ihr sicherlich nichts böses also lies sie sich mitziehen. Und es kam wie es kommen musste, das Kamel wurde zum sitzen beordert und schon saß sie oben drauf, angeschnallt. Als das Tier sich aufrichtete, schaukelte es gefährlich schnell nach vorne und hinten, so dass sie sich festhalten musste. Wo Thomas war? Sie wusste es nicht, jedenfalls setzte das Tier sich sofort in Bewegung und schon marschierten alle Kamele los mit samt ihrem Pferd. Halt! Dachte sie nicht! Doch keiner interessierte sich für ihre Fuchelteleien. Missmutig gab sie es nach einigen Minuten auf und starrte in den Sand.


Wie lange sie ritten? mehrere Stunden sicherlich und mit einem ordentlichen Tempo. In der nachmittags Sonne flirrten die Umrisse eine Stadt auf. Palmen, Kakteen und andere Gewächse die in der Sonne durchhielten, kamen auch in Sicht. Sarantuya kniff die Augen zusammen. Wo waren Sie? Sie hatte in dem regen Ritt die Richtung verloren zu ihrem Ärger. Sie sah sich um, wo war die Sonne? Wo war der Schatten? Doch es würde noch ein wenig Dauern bis sie die Orientierung wieder hatte. Denn die Karawane marschierte einen Schlenker und ritt an der Mauer vorbei zu einem riesigen Tor, das kunstvoll und massiv die Stadt von der Wüste trennte. Und doch gingen etliche bunt gekleidete Frauen, Kinder und Männer ein und aus. Auch Reisende Händler sah sie mit Kutschen oder anderen Untersätzen. Hmm, auch die Häuser sahen interessant aus. Sie kannte so Gebäude gar nicht. Staunend ging ihr Blick um her. Doch die vielen Leute, das Laute, der Gestank und die Hitze setzten ihr zu. Ihr Arm kam an den Geldsack, sie hatten tatsächlich ein paar Münzen verdient, es ging für Wachposten und Jagdaufträge drauf. Sie allerdings hatte oft mit den Frauen Essen zubereiten müssen zu ihrem Übel bekam sie keine Wahl. Deswegen war ihr Verdienst weniger gut geraten. *

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mi, 01. Apr 2015 21:23

Aus dem vorgeschlagenen Zweitschichtensystem wurde nichts, da die gute bis zum morgen weg nickte. Was aber genau genommen auch besser war. So konnte er sich in der Nacht in aller ruhe seinem blutigen Handwerk widmen. Ein Tier zu finden das etwas abseits saß war leicht, ebenso wie es zum schweigen zubringen. Wobei ihm auch dies in gewisser weise zuwider war, aber noch schlimmer wäre es ohne Frage wenn er sich an unschuldigen laben würde um seinen widernatürlichen Durst zu stillen. Was ihn aber richtig schwer viel war zutrinken, noch war er nämlich Herrscher über seine Sinne, wenn er dies nicht war viel ihm das trinken immer leicht, so aber musste er beim trinken auch noch mit seiner Übelkeit ringen. Als er hiermit fertig war, musste er aber zudem noch wie einen Überfall von wilden Tieren aussehen lassen, denn ansonsten würde es aufsehen erwecken...

Am nächsten morgen gab es, wenn wunderst, aber genau deshalb auch einiges an Aufsehen. Das große Feuer diente ja nicht nur dazu die hier anwesenden zu wärmen und ihnen etwas Licht zu spenden. Sondern natürlich die wilden Tiere abzuhalten, ebenso wie andere ungebetene Gäste. Für letztere galt ein großes Feuer nämlich als unattraktiv, da ein solches zumeist von sehr vielen Leuten entfacht wurde, also kein leichtes Ziel darstellte. Dennoch reichte den Fremden die Spuren die er gelegt hatte aus. Zumindest schien es so und das was er verstand deutete ebenfalls darauf hin. Doch waren sie auch vorsichtig geworden und er war einer derer die daher ihren Rücken sicheren sollten, genauer gesagt der Letzte. Einerseits ein Zeichen für vertrauen, andererseits auch eiskalte Berechnung. Wenn sie nämlich angegriffen werden würden so hätte man ihn mit ziemlicher Sicherheit einfach zurückgelassen um dadurch Zeit zu gewinnen, um ihre eigene Haut zu retten. Doch wer konnte ihnen ein solches tun schon verdenken? Schließlich war er keiner von ihnen, er war durch und durch ein Fremder, ihn schauerte nur bei dem Gedanken was sie dann wohl mit Sarantuya machen würden. Doch soweit kam es nicht, es blieb wieder erwartend ruhig. Abgesehen von gefühlt etwa hundert Litern Schweiß flossen keine anderen Körperflüssigkeiten und das war auch gut so, er war das ständige Blutvergießen nämlich auch langsam aber sicher Leid.

Im nächsten Ort angekommen stellte sich nun die Frage ob die beiden zusammen bleiben oder getrennte Wege gehen würden. Mit wenigen Worten gesellte er sich daher wieder zu ihr, da sie irgendwen oder irgendwas zu suchen schien. Das er es war darauf kam er aber nicht, wieso auch, war er schon sehr lange alleine unterwegs, da kam es nicht vor das ihn irgendwer vermisste. »Wohin jetzt?«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Do, 02. Apr 2015 13:24

Nach einer gefühlten Ewigkeit wollte sie sich schon dem Abstieg von diesem Kamel widmen, als sie Thomas auftauchen sah. Ihr Gesicht spiegelte nur kurzfristig ihre Laune wieder, nämlich ihre Erleichterung darüber, dass er nicht einfach verschwunden war. Irgendwie war es schon seltsam, sie kannte diesen Mann nicht und trotzdem verspürte sie die typische Erleichterung darüber, dass ein gemochter Mensch nicht verschwunden war. Sie lächelte Thomas kurz an. "Da bist du ja. Ich dachte dich hätte einer der netten freizügig gekleideten Damen mitgenommen!" sprach sie und zwinkerte kurz. Ihr fiel es schwer offenkundig ihre Gefühle zu zeigen. Es war einer der Dinge die sie in ihrer Gefangenschaft schnell gelernt hatte, zeige niemals wen du magst. Denn das ist deren Todesurteil.

Als er sie fragte wohin zuckte sie mit ihren Schultern. "Ich weiß es nicht. Ich kenne diese Stadt nicht. Wir brauchen irgendwie Kleider also ich jedenfalls."dabei sah sie an sich runter. "Und ich möchte von diesem Kamel runter!" fügte sie an und sah Thomas fragend an "Kannst du mir helfen?Ich weiß nicht wie die Befehle für dieses Tier sind" erläuterte sie und sah etwas hilflos dort oben aus.

Wenn er ihr helfen würde, würde sie hastig vom Kamel steigen. Unten angekommen ihre Beine und Arme bewegen und sich strecken. "Ich weiß nicht was du vorhast, aber ich denke es wäre geschickter wenn wir zusammen reisen. Ich alleine als Frau ist hier scheinbar verpönter als anders wo." Dabei dachte sie an ihre Erlebnisse als Gefangene und erschauderte. "Ich will ungern wieder hinter Gittern. Wie schauts bei dir aus? Wohin willst du gehen?" fragte sie und übergab das Kamel, dem Mann der sie geführt hatte in der Wüste. Anschließend drehte sie sich wieder zu Thomas um. "Ich würde vorschlagen dort entlang! Da gehen die meisten Leute auch hin. Also muss dort irgendwas sein, was uns eventuell weiter bringt. Oder mich! Ich weiß nicht ob du auch neue Kleider brauchst!"Dabei besah sie sich die Rüstung von Thomas, die ihr in dieser Hitze mehr als Unhandlich erschien und dennoch war sie erstaunt wie konsequent Thomas die Rüstung trug und niemals ablegte.

Ihre Neugier darauf, was sich hinter bzw. unter der Rüstung befand wuchs. Doch wie sollte sie es anstellen, ihn jemals ohne Rüstung zusehen? Das es für Thomas ein Schutz vor Blicken und anderen Dingen war kam ihr nicht in den Sinn. Sie erinnerte sich nur daran, dass er ihr mal erzählt hatte das alle aus seinem Orden so Rüstungen trugen. Seltsames Volk! dachte sie und fuhr sich übers Gesicht. "Los gehen wir!" meinte sie und würde sich anschließend in Bewegung setzen. Ihr Weg führte sie einfach mit der Masse, wohin es sie führte oder brachte wusste sie nicht. Sie war gespannt auch darüber ob Thomas mitkam oder nicht.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Sa, 04. Apr 2015 0:00

Auf die Frage ob er mit irgendwem durchgebrannt sein schüttelte er nur kurz verwirrt den Kopf, war dies doch offensichtlich. Wobei dies ja auch nicht als Frage zu verstehen war... oder doch!? Er war wirklich zulange alleine gewesen, daher war er in Momenten wie diesen einfach überfragt was sie damit genau sagen wollte. Was er aber verstand war das sie Hilfe brauchte, weshalb er ihr daher auch sprichwörtlich eine helfende Hand reichte.

Wie es weiterging war nun einmal mehr die Frage aller Fragen, ebenso wie die wo sie hier eigentlich genau waren. Hier schienen viele verschiedene Akzente und oder vielleicht sogar Sprachen gesprochenen zu werden. Das konnte ja heiter werden, bisher hatte er nämlich nichts davon verstanden was man nun mal beim vorbeigehen so alles aufschnappte. Dennoch hörte er wiederholt ein Wort "Ranurj", keine Ahnung ob das der Name diese Ortes war oder nur eine besonders berühmte Persönlichkeit oder wer weiß vielleicht war es sogar einfach nur ein hier gebräuchliches Fluchtwort!? Fragen über Fragen, er fühlte sich daher langsam aber sicher wie ein dummer Schuljunge. Eine Karte sowie ein Wörterbuch wären daher wohl durchaus von Vorteil für die beiden. Hätte er erster gehabt so wüsste er nun das das Wort welches er bei den fremden mit wir ziehen nach SÜDEN, eigentlich NORDEN bedeutete. Naja bekannter weise hatte er es ja nun wirklich nicht so mit Himmelsrichtungen.

Ihre Frage nach Kleidung verneinte er abermals mit einem Kopfschütteln, zumindest in Bezug auf sich. Freilich er schwitze wie ein Schwein, eine Sauna war da nichts gegen seine momentane Kleidung, aber hatte er auch keine Lust ohne diese ungeschützt vor der Sonne in flammen aufzugehen. Das war zwar jetzt etwas übertreiben geschildert, doch fühlte es sich durchaus so an als würde er in flammen stehen, wenn er ungeschützt in die Sonne ging. Doch das konnte er ihr ja so auch nicht sagen, ging sie schließlich auch nichts an, weshalb er einmal mehr nicht wirklich viel redete, doch würde das gleich nachholen. Als sie die Richtung gingen, in die sich auch viele andere begaben, sprach er seine Gedanken nämlich unverblümt aus. »Wenn wir Glück haben ist das nur die Schlange für die öffentlichen Bedürfniseinrichtungen, doch bei unserem Glück ist es Zeit fürs Gebet und Fremde werden gelyncht!« Auch wenn es vielleicht nicht so rüber kam, aber das war als Witz gemeint, er taute was das anging also langsam wieder auf. Während sie so liefen viel ihm auf das viele der hier lebenden etwas anders aussahen, irgendwie edler, zarter und ihre Ohren schienen auch etwas spitzer zu sein. So kamen ihn Geschichten über Elfen und dergleichen mehr in den Sinn, doch lebten diese nicht in Wäldern? Davon sah man hier ja doch recht wenige oder waren sie der Grenze zu den fruchtbaren Landen seiner Väter doch schon näher als gedacht? Wundern würde es ihm nicht, hatte er sich doch schon oft genug geirrt was die Geografie anging. Doch glauben konnte er dies irgendwie auch nicht, schließlich war er lange unterwegs gewesen, zulange vor allem in die vollkommen falsche Richtung. Also das er nun gleich wieder im Wald stehen würde oder wenigstens saftiges Weiden grün zu Gesicht bekommen würde. Da er sich hierüber das Hirn zermarterte sprach er abermals aus was er dachte: »Schonmal was von Elfen in der Wüste gehört?«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Sa, 11. Apr 2015 16:51

Das sie nach Norden gezogen waren, war ihr zwar aufgefallen aber sie dachte, dass es so gewollt war. Auch das die Masse vielleicht zum Gebet ging klang in ihren Ohren eher wie eine Furcht und das er das Wort gelyncht in den Mund nahm schossen ihr Bilder von gehängten in der Öffentlichkeit ein. Sie schluckte und sah Thomas entgeistert an. "Hoffen wir dass das nicht passiert" murmelte sie und lies sich mit der Masse mit schieben.
Während sie so mit liefen, beobachtete sie die Masse. Alle wirkten heiter und fröhlich. Kaum einer sah düster und traurig aus. Auch die Kleider spiegelten das Gemüt wieder. Es waren luftige Kleider und die Gesichtszüge und die Ohren. Irritiert darüber starrte sie einen Mann an, der so spitze Ohren hatte, dass sie dacht dass man daran sich aufspießen konnte, als Thomas sie schon aus ihren Gedanken riss. "Elfen? Elfen in der Wüste? Nein noch nie gehört oder welche gesehen bis auf die hier!"meinte sie und deutete mit einem Kopf wink zu jenem Mann der mit einem anderen spitz ohrigen Mann sprach und lachte. "Meinst du das hier sind Elfen die in der Wüste wohnen und leben? Ich meine die würden nur in den Wäldern wohnen" erklärte sie und sah einen Kleider Stand an dem sich einige Frauen tummelten. Doch sobald sie die luftige Kleidung sah schüttelte sie den Kopf. "Diese Kleidung ist mir zu freizügig und zu luftig" erklärte sie. Sie mochte die enge aber dennoch flexible Jagdkleider aus ihrer Heimat. "Suchen wir weiter oder willst du wo anders hin?" fragte sie nach. Da sie keinen Mann kann der sich daran erfreute Kleider zu kaufen. Sie seufzte etwas. Hier fühlte sie sich klein und hilflos. Sie verstand kaum ein Wort und ihre Fähigkeiten waren hier eher hinderlich oder absolut nutzlos. Daher setzte sie ihren Weg weiter fort ohne ein genaues Ziel. Wo sollten sie in diesem Trubel auch etwas finden? Allmählich begann sie unruhig zu werden. "Könnten wir vielleicht einen Rand bezirk aufsuchen?? " presste sie hervor. Sie merkte wie diese Masse an Leuten ihr zunehmend zu setzten. Sie sah zu Thomas. Ob er sich besser fühlte und sich schneller orientieren konnte? Sie hatte das Gefühl, dass sie hier in dieser Masse wie ein Stück Vieh einfach mit gezogen wurde.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 12. Apr 2015 19:45

Schön das nicht nur ihm Elfen in der Wüste oder was wohl besser klang Wüstenelfen kein begriff war. Fühlte er sich doch auch so schon dumm genug. Schließlich hatte er in letzter Zeit nicht gerade die Weisheit mit löffeln gegessenen, so versuchte er sich auch jetzt beiläufig um zuhören um ein paar Worte auf zuschnappen die er kannte. Doch Fehlanzeige, dass er deshalb nur die Hälfte von dem verstand was hier gesprochen wurde war daher eine Untertreibung die ihres gleichen suchte. War ja auch kein Wunder, schließlich sah er sich mehr als Krieger denn als einen Schrift- und oder Sprachgelehrten.

»Die Leute sehen mir nicht so aus als ginge es hier um etwas schlimmes oder sie sind schon so kaltherzig das sie abgehärtet sind.« War daher seine Einschätzung der Lage. »Wird wohl irgendeine Verkundbarung oder Ansprache eines hohen Tieres sein und da wir ihre Sprache nicht sprechen, stimme ich Euch zu wir sollten uns wo anders hin begeben.« Er blickte sich um »Vielleicht gibt es hier ja so etwas wie ein Viertel der Händler und oder der Zugereisten, groß genug scheint mir die Stadt dafür ja zu sein. Vielleicht finden wir da ja einen Landsmann oder wenigstens jemanden der uns ansatzweise versteht!?« Der Plan, wenn man ihn denn so nennen wollte war gut, jetzt haperte es nur noch an der Umsetzung. Ohne eine Karte der Stadt, bzw. der Möglichkeit diese lesen zu können stellte sich nun natürlich abermals die Frage wohin sollten sie sich denn nun wenden? Da er es deshalb aber auch nicht besser wusste als sie, jedoch sich glücklicherweise an einem Rat eines seiner Lehrmeister erinnerte, sagte er: »Wenn man nicht weiter weiss, sollte man sich schlimmsten falls immer nach seinem Bauchgefühl richten, meines sagt gehen wir dort entlang!« hierbei deutete er nach links »Was sagt denn das Eurige?«

In die Richtung in die er zeigte gab es ein Schild am Ende einer Gasse ein Schild was für ihn wie das einer Taverne aussah. Auch sah er dort ein paar Frauen, welche zwar auch luftige Sachen trugen, was verständlich war bei den Temperaturen, es aber nicht so freizügig war wie bei vielen anderen. Nicht das ihn das ihn das als Mann jetzt so großartig störte aber irgendwie war es ihm dann doch auch ein wenig unangenehm soviel Haut hier und da zusehen. Wo kam man denn da hin...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Di, 21. Apr 2015 20:06

Kundgebung oder eine andere Versammlung wirkte plausibel genug um nicht weiter darauf herum zu reiten. Sie selbst würde so große Ansammlungen vermeiden, seid ihrer Gefangenschaft, hatte sie Verhaltensweisen sich angeeignet die sie so früher nicht hatte. Kurz seufzte sie. Hier war alles so unübersichtlich und zu viele Menschen. Da war sie kurze Zeit später froh, dass Thomas die Führung ein wenig in die Hand nahm und in eine Richtung deutete wo ein Schild an einem Haus hing. " Mein Bauchgefühl? Es sagt schnell fort hier. Es sind zu viele Menschen hier" gab sie offen zu was sie dachte. Das sie ein Haus ansteuern würden, welches zwar gut besucht aber weniger hektisch zu ging, konnte sie noch nicht ahnen. Tavernen kannte sie so gut wie gar nicht. Sie hatte sie immer nur von außen gesehen. Und irgendwie hatte sie auch nicht das Bedürfnis dorthin einzugehen. " Auf gehts" meinte sie und schob sich dann langsam durch die Masse. Es dauerte ein wenig bis sie die Richtung wieder fand. Die Häuser sahen in ihren Augen oftmals gleich aus. Doch dank Thomas hatte sie bald die Richtung wieder gefunden und tauchte in eine weniger heftig besuchte Gasse ein und man sah ihr förmlich an, wie erleichterte sie war. Das Schild war wie ein Rettungsanker am Ende der Gasse "Meinst du dort weis man wo das Händlerviertel ist?" fragte sie etwas verunsichert. Wieso sollten Gäste die tranken wissen wo hier was war? Der Alkohol benebelte doch den Geist?

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Fr, 24. Apr 2015 10:55

Sie hatte recht mit ihrer Äußerung was Alkohol anging, doch es gab da noch etwas anderes und das war hierbei entscheidend. Weshalb er diese, zumindest in den Gestaden woher er stammte, gängige Redewendung ihr auch kundtat: »Das mag gut sein, aber Alkohol tut auch Wahrheit kund, da der Genuss ungemein die Zunge lockert.« Als er die Kneipe, oder wenigstens das was er dafür hielt, betrat sah er das er sich wohl doch nicht geirrt hatte. So sah er einen Tresen, dahinter eine stämmig Person samt Schürze, einigen Fässern und etliche Leute die selbst zu dieser frühen Stunde schon an den Tischen saßen und ihre Becher leerten. Volltreffer würde ich daher mal sagen!

Auf den Wirt zu schreitend, klapperte seine Rüstung hier und da, was sich bei einer Montur wie der seinigen einfach nicht verhindern lies von Zeit zu Zeit. Dadurch aber auch dafür sorgte das so nach und nach selbst der letzte einen blick auf die neuen Ankömmlinge warf. Besonders seine Erscheinung war wohl nicht unbedingt ein normaler Anblick für die hier Anwesenden. Doch viele wandten sich bereits nach einem weiteren Schluck, ihrer jeweiligen Getränke, dann auch schon wieder ab und je nachdem auch ihren Gesprächspartnern zu. An den Wirt gewandt, fragte er in den gebrochenen Worten die er in der Sprache sprach die er für die örtliche hielt, ob er selbst oder jemand den er kannte ihnen beim zurechtfinden helfen konnte. Schien aber mal wieder nicht verstanden zu werden. Weshalb er es erneut versuchte, nur diesmal mit einer anderen Betonung und dabei entsprechend Gestikulierend. Was ihn nicht nur erneut die Aufmerksamkeit einiger Gäste bescherte, sondern ihn auch einige Lacher auf seine kosten einbrachte. Verstanden wurde er aber wieder einmal nicht. »Ach Scheiße...«

Das er seinen Unmut auf diese weise Ausdruck verlieh war ein überdeutliches Zeichen für seine Stimmung, denn normalerweise drückte er sich beim besten willen nicht so vulgär aus. Vor allem nicht in der Gegenw... »...Ihr solltet in der Gegenwart einer Dame auf Eure Ausdrucksweise aufpassen!« Einer der Gäste hatte sich ihnen hierbei genähert, welcher eine leichte Lederrüstung trug, über der ein grauer Umhang, mitsamt der dazugehörenden Kapuze eigentlich sein Gesicht verbarg. Selbige hatte er jedoch nach hinten geschlagen als er auf sie zutrat. Das Gesicht was er ihnen so offenbarte war mit den Spuren vieler vergangener kämpfe gekennzeichnet und insgesamt wohl in seinen vierziger Jahren angelangt. Dieses blickte zumindest Thomas mit freundlichen aber auch irgendwie verschlagenen Augen an, bei seiner Begleiterin, die der fremde ebenfalls musterte war dann noch irgendetwas anderes dabei was ihm irgendwie nicht behagte. Auch wirkte auf ihn das lächeln auch eine Spur zu künstlich, doch wer weis vielleicht hatte er sich ja einfach nur von der Paranoia seiner Begleiterin anstecken lassen. Weshalb er jetzt wohl auch schon hinter jedem fremden eine potentielle Gefahr vermietete. Zumal es ja genau das war was sie suchten, jemanden der ihre Sprache sprach!?

»Ihr seid vollkommen Fremd hier, nicht wahr? So wie ich, nur bin ich schon ein Weilchen hier und kenne daher neben der Sprache auch die Sitten und Gebräuche der hier Lebenden. Also braucht Ihr nicht vielleicht ganz rein zufällig einen Fremdenführer, ich hab gerade Zeit und bin auch gar nicht mal so teuer!?« Thomas wusste zwar selbst auch nicht so recht was er davon halten sollte und die Antwort seiner Begleiterin kannte er in gewisser weise ja auch schon. Schließlich war das gerade zu schön um wahr zu sein und den Floh mit dem misstrauen fremden gegenüber hatte sie ihn ja wie gesagt ins Ohr gesetzt. Doch sollten sie wirklich das Glück so einfach davonjagen, wenn es dann doch mal an ihrer Tür klopfte? Sich umdrehend und aufgrund seiner Größe auch etwas nach unten blickend sagte er zwar nichts, aber sie wusste bestimmt was er sie fragen wollte. Es war zwar eine lose und daher auch noch nicht festbindende Reisegemeinschaft der beiden aber so oder so waren sie dennoch demokratisch aufgebaut, was hatte er schließlich für ein recht für sie beide zusprechen?

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Fr, 01. Mai 2015 12:09

Wie wahr waren seine Worte. Alkohol tat in manchen Situation tatsächlich die Wahrheit kund. Sie nickte bestätigend und fragte sich ob sie die anderen erst besoffen machen müssten damit sie Informationen bekamen. Doch das würde sich zeigen. Und wie es schien hatte Thomas Recht. Hier in der Schenke waren schon einige Krüge gehoben und geleert worden. Jedenfalls roch es hier so. Kurz rümpfte sie ihre Nase, doch schnell gab sich Mühe sich den Ekel nicht anmerken zu lassen. Und folgte Thomas durch die Tischreihen. Die Blicke die sie abbekamen spürte sie deutlich. Doch ignorierte diese so gut es eben ging.
Thomas jedenfalls schien das überhaupt nichts auszumachen oder er überspielte es nur sehr professionell. Sie blieb bei Thomas in der Nähe und wartete das er an Informationen kam, als er aber Ach Scheisse murmelte wurde ihr klar, das es wohl nicht so lief wie er es gedacht hatte. Sie musterte ihn. So kannte sie ihn nicht. Er war sehr verhalten was seine Gefühlsäußerungen anging, daher empfand sie es als menschlich dass er seine Wut darüber offen kund tat. Sie lächelte kurz, wäre seine Rüstung nicht gewesen hätte sie ihm ihre Hand auf den Unterarm gelegt. Mit der Gefangenschaft war sie weicher gefühlsbetonter geworden. Zuvor hatte sie jegliches was nur ein Gefühl war in sich hinein gefressen. Doch in der Zeit des Gefängnisses hatte sie gemerkt, dass sie sich gut und besser fühlte wenn sie es offen zu gab und zeigte was sie fühlte. Thomas aber war äußert zurückhaltend, wenn nicht sogar als kühl.
Da meldete sich jemand zu Wort und ihr Kopf wandte sich in die Richtung aus der diese Äußerung kam. Sie wurde als Dame betitelt der Herr wusste wie er sich ausdrücken musste. Vielleicht jemand von höhrer Geburt? Sie musterte ihn offen, zeigte ihm aber auch offen ihr misstrauen in dem sie ihre Arme verschränkte und abwartete was er noch zu sagen hatte. Das in dem Blick des Fremden noch etwas mitschwang, erkannte sie nicht. War es die Einbildung von Thomas? Das Lächeln das sich nun auf dem Gesicht des Fremden zeigte wirkte offen und ehrlich. Oder war da doch eine Spur Berechnung dabei? Sie konnte es nicht deuten und es gefiel ihr nicht. Abermals erhob der Fremde die Stimme, als keiner von Ihnen antwortete fuhr er fort und erklärte ihnen offenkundig dass sie hier fremd waren und das er sich hier auskannte da er sich hier schon länger aufhielt und auch die Sprache verstand. Einen Fremdenführer? Nicht zu teuer? Irgendwie klang das sehr dubios. Und doch brauchten sie dringend Hilfe. Sie wog die Gegebenheiten ab. Sicher war dass sie hier die Sprache nicht sprechen oder verstanden. Daher sollten sie sich Hilfe holen. Doch war die Hilfe aus einer Taverne die richtige?Vielleicht kannte er genügend Stellen und Wege um weiter zu kommen. Doch was für eine Bezahlung war es die er wirklich meinte. Sein Blick der sich abermals auf sie beide legte, gefiel ihr zunehmend weniger. Als Thomas sich nach einigen Sekunden herum drehte und seinen behelmten Kopf zu ihr runter wandte, kniff sie die Lippen zusammen und wackelte den Kopf, ehe sie kurz zu dem Fremden sah, der abwartend zu Ihnen sah. "Fakt ist wir brauchen eine Hilfe. Er gefällt mir nicht..aber haben wir eine andere Wahl um schnell voran zu kommen? Ich befürchte nicht" mit diesen Worten sah sie den Fremden an "Was ist eure Bezahlung und wie hoch fällt sie aus??" fragte sie das offenkundige."Und was ist es noch was ihr verlangt. Niemand bietet sich 2 Fremden einfach so an. Außer es ist der Eigennütz!" fügte sie an und behielt ihre Arme weiterhin verschränkt. Es war ihr irgendwie nicht geheuer. Kurz fiel ihr Blick auf Thomas, darin lag so was wie Tut mir leid es ging nicht anders. Ich musste das fragen. Es war eine kurze Stille Kommunikation zwischen Thomas und ihr. Ob er wusste warum sie diese Fragen stellte oder würde er sie wenn sie alleine waren, zu Recht weißen. Es blieb ab zu warten.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 03. Mai 2015 17:49

Es überraschte ihn schon etwas das sie ihm und seinem Angebot nicht gleich eine abfuhr erteiltet. Anderseits war das aber wahrscheinlich auch besser so, denn wie groß war die Chance das sie erneut auf jemanden trafen der ihnen so bereitwillig half. Zwar mochte er persönlich keine Söldner, also jene die nur für eine Entlohnung in Aussicht arbeiteten. Er selbst war dazu zwar auch hin und wieder von Zeit zu Zeit gezwungen... aber wie sagt man doch so schön, ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

»Ahh ich sehe, ich hatte also recht und wir verhandeln also somit nur noch um den Preis!« Er strich hierbei seine Kleidung zurecht und streckte seine doch schmale Brust raus. »Ich bin Maximilian Fetch, meines Zeichens Forscher, Abenteurer und Teilzeit Reiseführer und wie ich bereits gesagt habe bin deshalb so billig weil ich gerade nicht besseres zu tun habe. Ebenso sehe ich mich selbst als einen Wohltäter durch und durch an. Daher und ich nehme hierbei an Ihr habt Münzen aus unserer Heimat dabei, wäre mein Preis 10 Kupfermünzen pro Stunde als Wegweiser innerhalb der Stadt und ein Heller pro Stunde und Wegmeile außerhalb der Stadtmauern. Solltet Ihr hingegen wieder nach Hause wollen, so mache ich Euch einen Sonderpreis von nur 3 Silbermünzen!« Diese Worte lies er erst einmal auf sich wirken bevor er weiter sprach. »Letzteres zumindest zur Hälfte zahlbar im voraus, der Rest erfolgt dann bei erfolgter Heimkehr, ich bin zwar günstig aber ein Gauner bin ich nicht!« Als Bestätigung hierauf sagt er irgendetwas in der Sprache der einheimischen worauf der Wirt und einige andere in schallendes Gelächter verfielen.

Was Thomas Eindruck von der Person nicht gerade verbesserte, mit einem Kopfnicken in seine Richtung bedeutete er ihm das sie sich erst mal miteinander besprechen mussten. Zu Sarantuya gewandt und sich daher auch auf ihre Größe begebend, weil er das ständige auf sie herabsehen als unhöfliche erachtete, flüsterte er. »Was haltet Ihr davon, ich hab irgendwie kein gutes Gefühl dabei, was besser fällt mir aber auch nicht ein. Jedoch sollte ich auch anmerken das zumindest ich nur ein, zwei Heller und etliche Kupferstücke beisteuern kann, danach hört es dann aber auch schon auf.« Ihre Reaktion abwartete blickte er zu diesem Fetch und versuchte diesen einzuschätzen, welcher als er gewahr wurde das Thomas zu ihm blickte, nur lächelnd zurück winkte...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mi, 27. Mai 2015 18:26

Die Erklärungen sowie die Vorstellung des Mannes in allen Ehren. Einen vertrauenserweckenden Eindruck hinterlies er nicht, als er als letztes noch etwas in der einheimischen Sprache zum besten gab und die anderen Gäste in Gelächter ausbrachen. Ihre Augenbrauen zogen sich hoch und zeitgleich fragte sie sich ernsthaft was er da gerade gesagt hatte und was daran so lustig gewesen sein musste. Während sie noch immer ihren Blick auf den Mann namens Maximilian Fetch gerichtet blieb, lauschte sie den Worten von Thomas. Er hatte Recht, sie sah es wie er. Langsam nickte sie zum Zeichen das sie seine Aussage bestätigte. "Abgesehen davon, dass ich rein gar nichts beisteuern kann, finde ich das Angebot günstiger als anders wo. Aber ich frage mich was er sonst noch erwartet. Wird er gesucht oder verlangt er noch andere Dienste?" Sie zog ihren Blick von Maximilan ab und fixierte Thomas "Wir könnten ihn zwar anheuern, aber wo sollten wir so viel Münzen her bekommen? Klauen ist eine Sache die ich nicht mit mache und arbeiten? So viel Zeit möchte ich hier nicht verbringen"sprach sie leise und beugte sich zu Thomas hinüber.

Der Mann namens Maximilian Fetch sah hin und wieder zu ihnen rüber "Wir könnten es auch alleine probieren. Doch würden wir dann einfach längere Zeit mit einander verbringen, was ich allerdings nicht übel fände. Einen Mann bei sich haben ist als Frau immer besser" flüsterte sie gedämpt weiter. "Für 2 Heller wird er sich nicht auf uns einlassen. Ich-"die Steppenreiterin griff sich die Hüften *"habe nur ein paar Kupferstücke. "Es war zum Mäuse melken. Entweder sie probierten es alleine und riskierten es sich zu verlaufen. Auch wenn die Steppenreiterin ein guten Orientierungssinn hatte, auch sie konnte sie mal irren. Oder sie heuerten einen Mann an und versprachen im Geld was sie gar nicht hatten. Ein Vorhaben was Sarantuya eher nicht mochte. Doch was war der bessere Weg. Ein Seufzen durch fuhr sie und abermals musterte sie Maximilian "Wir heuern ihn an. Vielleicht findet sich ja irgendwie ne Lösung. Auch wenn ich gerade nicht weiß welche das sein wird. Oder was diese Mann dann von uns verlangen wird"erhob sie abermals die Stimme. "Oder?" Damit winkte sie den Mann zu Thomas und sich hin, um ihm das Angebot zu unterbreiten. Ob Herr Fetch da allerdings zu stimmen würde blieb abzuwarten.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 21. Jun 2015 18:27

Es war wie mit fast allen Entscheidungen die man im laufe seines Lebens zutreffen hatte, es gab ein stetiges für und wieder, pro und contra, ja und nein. Woran man war, wohin einen die getroffene Wahl, der gewählte Pfad schlussendlich brachte war oftmals erst dann offensichtlich wenn es bereits zu spät war. So war das nun einmal im Leben, im Nachhinein war man immer schlauer. Wirklich schlau war jedoch nur der der schon im vornherein die richtige Entscheidung fällt, wobei es anderseits ja auch aus gutem Grund im Volksmund hieß: "Aus Fehlern lernt man!", freilich nicht unbedingt weise aber dennoch durchaus richtig. Was war also zu tun? Gute Frage, so oder so es sah nicht gut aus, war alleine reisen ohne Orts- und oder Sprachkenntnisse schließlich genauso gefährlich wie sich vollends in die Hand von Fremden zu begeben. Zumal er ein ungutes Gefühl bei dem Kerl hatte, wohl ebenso wie einst Sarantuya mit ihm, etwas vertrauen würde daher wohl kaum schaden...

Fetch kam mit siegesgewissen lächeln, da er sich sicher war wieder ein für ihn profitables Geschäft abgeschlossen zu haben, auf die beiden zu. Genauer gesagt zu Thomas, da er annahm er hätte von beiden die größeren Hosen an und daher auch das Sagen. Doch egal wie viele Sekunden er auch dastand und ihn mit diesem seinem lächeln stumm anblickte oder vielmehr abwartend nach oben starrte passierte nichts. Naja doch, eine peinliche Stille erfüllte den Raum, bis Thomas in Sarantuyas Richtung nickte. Was Fetch verdeutlichte das er mit ihr zu verhandeln hatte, was diesen zwar offensichtlich irritierte aber heh es war ihm schlussendlich auch egal welche Hand ihn bezahlte, Hauptsache war es das er überhaupt bezahlt wurde. Thomas behielt derweil den Kerl stumm im blick, während sich dieser von ihm abwandte und anfing zusprechen. »So so, Ihr seid also der Boss wie? Nun soll mir recht sein, wie siehts nun aus mit uns drei hübschen? Im übrigen gestattet mir die kurze Frage aber ist der große wandelnde Kochtopf da...« hierbei deutete er über kurz über seine Schulter zu Thomas hin. »...Euer Leibwächter oder so etwas in der Art? Nichts für ungut im übrigen großer aber jemanden in so einer Monteur sieht man hier nun wirklich nicht alle Tage!«

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » So, 28. Jun 2015 15:59

Sie empfand es auf irgendeine Weise schmeichelnd. Als sich der Mann abermals an Sie gewandt hatte. Das Thomas sich so vor jener Entscheidung drücken wollte, war irgendwie unverständlich. Sie hatte gedacht er wäre nicht so unschlüssig gewesen. Sie straffte die Schultern und nickte langsam "Mhmm...sieht wohl so aus was?" antwortete sie auf die erste Frage und verschränkte die Arme vor ihrer Brust "Wir kommen ins Geschäft!" meinte sie als Bestätigung und musterte ihr Gegenüber. Ob es die beste Wahl war? In ihrer Lage mit Sicherheit. Nur was die Bezahlung anging, dass war etwas worüber sie noch nicht im klaren war. Aber sie brauchen einen Führer in dieser Gegend jedenfalls.

Dem Deut folgend musterte sie Thomas und sah dann wieder zu Fetch "...und wenn er mein Liebhaber oder mein Bruder wäre, es ginge euch nichts an, verstanden? Wir sind lediglich zwangsläufig auf Sie angewiesen! Bringen Sie uns von hier fort und alles andere ist erstmal egal! Ob ich Ihnen dann mehr erzähle hängt ganz von Ihnen ab" Sie wollte nicht, das Fetch auf dumme Gedanken kam. Oder sie etwas hielt was sie nicht war.
Jetzt blieb es abzuwarten was er verlangte für die Bezahlung, wenn er erfuhr das sie total plank waren "Hören Sie..." begann sie und senkte ihre Stimme "Je nach dem wie gut Sie sind, könnte ihre Bezahlung auch besser ausfallen" sie wollte ihn locken und herausfinden ob er so mies war wie er aussah oder ob er ein ehrlicher Reiseführer war. Damit wandte sie sich zu Thomas und trat auf ihn zu. "Ich möchte ihm nicht wirklich sagen wohin wir wollen.vielleicht sollten wir ihm einen Zwischen Ort nennen ab dem wir alleine weiter reisen könnten. Was hälst du davon? Kennst du einen Ort der nicht Wochen lang von hier weg ist?" fragte sie Thomas. Dabei hielt sie ihre Stimme gedämpft. Sie war sich sicher, dass Fetch genau hinhorchen würde um heraus zufinden wohin Thomas mit ihr hinwollte.

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