Vor den Toren Berrak Asrar

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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She'sejia
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Fr, 09. Okt 2015 23:10

She'sejia kämpfte verzweifelt gegen die in ihr aufsteigende, dem Zorn geschuldete, wohlbekannte Hitze, während sie die drei Reisenden aufmerksam beobachtete. Sie versuchte zu verstehen, was sie sagten, das funktionierte aber eher schlecht als recht. Was sie sah, sah aber glücklicherweise für sie gar nicht so schlecht aus und sie beruhigte sich wieder etwas. Denn anstatt sich ihr entgegenzustellen wandte sich die schwarzhaarige Frau gegen ihren Führer und fuhr ihn wütend an: „Lass die Frau in Ruhe!“ Diese Wendung der Dinge überraschte She'sejia genauso, wie es sie erleichterte und freute, und als es die Frau dabei nicht beließ und ihm noch Beleidigungen an den Kopf warf, wurde sie ihr immer sympathischer. Sie musste an die Szene denken, die sie vorhin von der Düne aus beobachtet hatte. Offensichtlich hatte er sein Glück bei ihr schon versucht.

Das sie ihm dann erklärte, dass sie seine Dienste nicht länger in Anspruch nehmen würden und der Mann in der Rüstung ihr daraufhin zustimmte, schien es dem Wüstenführer genug zu sein. Er sagte etwas davon, das sie doch gemeinsam besser dran wären, womit er tatsächlich recht hatte, aber gerade dann sollte man sich seine Weggefährten doch nicht zum Feind machen! „Sicherer vielleicht, aber Eure Anwesenheit ist uns langsam zu wieder...“ kam es unter dem Helm als Antwort, und sie konnte es gut verstehen, er hatte nur den Mund aufmachen müssen um es sich mit ihr zu verscherzen und kurz wallte in ihr sogar Bewunderung gegenüber den Fremden auf, dass sie es so lange mit ihm ausgehalten hatten (zumindest vermutete sie, das es schon recht lange sein musste).
Der Angesprochene erwiderte irgendetwas, das She'sejia nicht richtig verstand, aber es klang provozierend und gehässig und auch die vor Zorn bebende Stimme des anderen sprach für sich: „Verschwindet und tretet mir nie wieder unter die Augen!“ Er warf das Schild beiseite und hob sein Schwert. In diesem Moment wurde ihr erst klar, welche Kräfte er besitzen musste, ein so großes und schweres Schwert, nach einer Wanderung in einer Rüstung durch die Wüste, so schwenken zu können... Es flößte ihr Respekt ein, und auch Anion machte unruhig einen Schritt zurück. Dass der Wüstenführer sofort das Weite suchte konnte sie nur zu gut verstehen. Als er an ihr vorbei rannte hörte sie ihn fluchen und sie blickte ihm noch kurz kopfschüttelnd nach, bevor sie sich wieder den übrigen Beiden zuwandte.

Diese sahen jetzt, da ihr Führer weg war recht ratlos aus, doch nach einer kurzen Pause sprach sie der Mann in der Rüstung an: „Woher kommt Ihr und wohin wollt ihr? Kennt Ihr Euch hier aus? Ist das dort Osten?“ er deutete in die Richtung, in die sie aufgebrochen waren, als She'sejia sie mit ihrem Auftauchen aufgehalten hatte. Ob sie sich hier auskannte? Natürlich, es war ihre Heimat! Zwar war sie in den letzten Jahren wenig in der Wüste unterwegs gewesen, aber sie war hier aufgewachsen. „Ich komme aus Aysibrir, einer Stadt ein paar Stunden westlich von hier, und mein Ziel sind die Nordreiche“ sagte sie immer noch etwas langsam auf Coreonisch. Sie war der Meinung, das es wohl das Beste wäre ehrlich zu sein, nicht das sie das Gegenteil vorgehabt hatte, aber seid der Mann den Wüstenführer vertrieben hatte, hatte sie wirklich Respekt vor ihm...
Und ja, ich kenne mich hier aus und dort ist auch Osten“ zur Bekräftigung ihrer Worte nickte sie in die Richtung in die er zuvor gezeigt hatte. „Wenn ihr einverstanden seid kann ich euch dorthin führen, zumindest durch die Wüste, ich kenne eine kleine Oase in der Nähe, wo wir rasten können, es sind vielleicht noch etwas mehr als anderthalb Stunden...“ schlug sie vor, während ihr die Leichen, die immer noch im Sand lagen, plötzlich wieder bewusst wurden. Prüfend lies sie ihren Blick erst über die Toten und dann über den Horizont wandern. Es war nichts zu sehen.
Trotzdem war es nur eine Frage der Zeit bis die Räuber hier wieder auftauchten, mit Verstärkung. Sie mussten hier weg, und zwar möglichst schnell. Ungeduldig blickte sie wieder die beiden Reisenden an, eine Entscheidung erwartend.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Sa, 17. Okt 2015 14:23

Sie sprach also die Sprache die sie auch verstand. Sie sprach sie zwar gebrochen aber dennoch war es so verständlich das man sich die Aussage nicht zusammenreimen musste. Erneut musterte sie die junge Frau. Auch ihre Erklärung war plausibel und schlechter treffen konnten sie es nicht oder etwa doch? War sie vielleicht gar nicht so liebenswert wie sie tat? Misstrauen lies ihre Stirn runzeln und sie sah zu Thomas. Er hatte sein Schwert nicht fortgesteckt, also war er auch nicht ganz überzeugt von der Unschuld der Frau. Sie schürzte die Lippen und seufzte kurz, während sie ein paar Schritte tat und die Frau eingehend und dieses Mal offen anstarrte. "Was meinst du? Ich wäre dafür wir gehen mit. Mehr als falsch führen oder verlaufen können wir uns eh nicht mehr. Und einen Führer aus der Wüste wäre sicher besser als alleine hier herum zu reisen und am Ende zu sterben." Sie drehte sich zu Thomas um und zuckte mit den Schultern "Wir haben nichts zu verlieren. Ich jedenfalls nicht" murmelte sie und lächelte die Frau kurz an.
Noch war sie ihr nicht geheuer. Warum kam sie einfach so hier her? Warum war sie wirklich hier an Ort und Stelle gelandet? Fragen die noch geklärt werden sollten. "Warum bist du hier? " fragte sie die Frau direkt und legte den Kopf etwas schief, während sie ihre Arme ausbreitete "Sei mir nicht böse, aber ich traue dir nicht. Du tauchst einfach so hier wo wir kurz zu vor gekämpft haben auf" murmelte sie ihre Erklärung für ihr Misstrauen heraus. Sie wollte sie nicht offen angreifen, aber ihr Misstrauen wollte sie wenigstens erklärt haben, ehe alles weitere passierte.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mo, 19. Okt 2015 11:40

Sie liefen also in die richtige Richtung und sie wollte auch da hin, ja mehr noch sie wollte ebenfalls in die Nordreiche. Was für ein großer Zufall, seine Vermutung und die damit verbundene Frage die er stellen wollte, sprach jedoch Sarantuya bereits aus. Was auch besser war, schließlich war er in vielerlei Hinsicht eher der große schweigsame Typ als ein Redner. Weiterhin in einer abwartenden und lauernden Stellung bewegte er sich etwas auf sie zu, blieb aber dennoch in einem respektvollen Abstand zu ihr. Vielmehr umkreiste er sie so, wobei er sie auch weiterhin im Auge behielt. Er wollte sich durch dieses sein tun vergewissern das hinter ihr in unmittelbarer nähe nicht irgendwer bereits auf sie lauerte. Erkennen konnte er jedoch niemanden, was kein großes Kunststück war, schließlich war die Gegend weitläufig und eine entsprechende Deckungsmöglichkeit, in Form einer Düne, jagte hier und da die nächste. Dennoch war er hierdurch ein wenig beruhigt...

Als er so nach einer weile seitlich von ihr stehen blieb musste er dann dennoch etwas sagen. Etwas hinzufügen, was sich in dieser Situation ebenfalls als frage anbot und aus seiner Sicht der Dinge sogar noch interessanter war als was sie hier wollte und woher sie kam, nämlich: »Und was verschlägt Euch in die Nordreiche wenn man fragen darf?« Das wohin und warum es dorthin gehen sollte war nämlich eine überaus berechtigte frage. Hatten sie sich doch gerade schon den Bock zum Gärtner gemacht oder in diesem Falle sogar besser weil treffender, sich einen Wolf im Schafpelz ins Haus geholt! Einmal einen Fehler machen war ja schön und gut, sofern man wenigsten daraus lernte. Zweimal den selbigen zu machen zeugte jedoch nicht nur von großer Leichtsinnigkeit, sondern war zugleich auch pure Dummheit. Welche praktisch in Irrsinn endete, doch wie Sarantuya schon so schön sagte vielerlei Möglichkeiten hatten sie nun wirklich nicht. Auch wenn er nach wie vor stark und unbeugsam auf die anderen beiden wirken musste, so war er langsam aber sicher doch auch am Ende seiner Kräfte angelangt. Er hatte Durst und das in mehrerer Hinsicht, er war müde und ausgelaugt und dieser vermaledeite Sand gab ihn langsam auch den Rest. Kroch er schließlich durch jede auch noch so kleine ritze in seine Rüstung um dort zu kratzen, zu jucken und zu scheuern wie s schlimmer bald nicht möglich war!

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Mo, 19. Okt 2015 18:39

„Was meinst du? Ich wäre dafür wir gehen mit. Mehr als falsch führen oder verlaufen können wir uns eh nicht mehr. Und einen Führer aus der Wüste wäre sicher besser als alleine hier herumzureisen und am Ende zu sterben.“ Die Stimme der jungen Frau riss She'sejia ruckartig aus ihren Befürchtungen, die ihr durch den Kopf gegangen waren, auch wenn sie selbstverständlicherweise auf eine Antwort gewartet hatte. Wobei sie sich nicht sicher war, ob die Frau mit ihr sprach oder mit dem seltsamen Mann, der immer noch das Schwert erhoben hatte. Er war also noch misstrauisch, was sie ihm zwar durchaus nachempfinden konnte, ihr aber wie gesagt nicht hilfreich war. Ihr fiel auf, das auch seine Begleiterin die Stirn gerunzelt hatte, als wisse sie nicht so recht, was sie von She'sejia halten sollte. Aber sie hatte ihr doch zugesagt, oder etwa nicht?
Bevor sie ich darüber noch mehr den Kopf zerbrechen konnte, wandte sich die junge Frau von ihr ab. „Wir haben nichts zu verlieren. Ich jedenfalls nicht.“ sagte sie zu dem Mann, aber irgendwie auch zu sich selbst, glaubte She'sejia zumindest. Verdammt, sie konnte Coreonisch einfach nicht gut genug, um solche Feinheiten in der Sprache richtig oder überhaupt zu verstehen. Trotzdem hatte sie das Gefühl, etwas sagen zu müssen, aber einerseits wusste sie nicht was, andererseits war sie sich immer noch nicht sicher, ob das nun eine Zusage war oder nicht.
Während sie noch überlegte, beobachtete sie die Fremden und sah, dass sie von der Frau angelächelt wurde. Irgendwie gab es ihr Selbstsicherheit, die beiden, oder zumindest die Frau, war also auch bereit, ihr so weit zu vertrauen, dass sie sie als Führerin akzeptierte? Hoffentlich. Es lies sie doch innerlich aufatmen, dass sie nicht gegen Feindseligkeit stieß. Wobei der Mann in der Rüstung, der sie mit erhobenem Schwert langsam umrundete doch etwas danach aussah. Oder war er einfach nur sehr vorsichtig. „Gut, dann...“ hob sie an, doch die Frau kam ihr zuvor. „Warum bist du hier?“ lautete ihre Frage. Überrascht hielt She'sejia inne, es klang misstrauischer, als sie erwartet hätte. Die Frau legte den Kopf schief. „Sei mir nicht böse, aber ich traue dir nicht. Du tauchst einfach so hier wo wir kurz zuvor gekämpft haben auf.“ erklärte sie. Natürlich, das war verständlich. Warum war sie hier? Eigentlich war es purer Zufall, dass sie auf die Fremden traf, Neugierde, weshalb sie sie angesprochen und zuvor beobachtet hatte. Aber das reichte der jungen Frau wahrscheinlich nicht, sie brauchte eine Begründung. Bevor sie zu sprechen beginnen konnte, fragte der Mann sie, was sie denn in die Nordreiche verschlüge. Er klang sehr misstrauisch, wobei sie das aufgrund des Helms den er trug noch schlechter verstand als ohnehin schon.

„Warum ich hier bin? Nun ja, ich war auf der Reise Richtung Osten, als mir eine seltsame Staubwolke am Horizont auffiel, die sich rasch in meine Richtung bewegte, dann aber plötzlich zum Stillstand kam.“ begann sie, wiedereinmal mit dem Gefühl, am besten die Wahrheit zu sagen. „Das erregte meine Neugierde und ich schlich mich an sie heran und versteckte mich auf einer Düne, von der aus ich alles beobachten konnte und bemerkte, das sich dort ein Kampf abspielte, der jedoch recht schnell endete. Dann sah ich euch und euren Führer und...“ sie stockte, nicht sicher wie sie ihre Neugierde erklären sollte, fuhr dann aber fort: „nun ja, man trifft nicht oft Reisende in der Wüste, vor allem nicht solch... sonderbare wie euch... ich war einfach Neugierig.“ schloss sie ihre Erzählung und blickte die Fremden prüfend an, bevor sie auf die Frage des Mannes antwortete: „Die Nordreiche... sie... interessieren mich einfach... ich war noch nie außerhalb der Wüste, und die Erzählungen, die ich von den Nordreichen hörte, haben mich einfach fasziniert...“ ihr Blick war von den Fremden auf den Horizont geglitten und hatte fast etwas Sehnsüchtiges. „Außerdem kann ich hier nie so frei sein, wie ich es gern wäre...“ bei diesen Worten schreckte sie aus ihrem Blick hoch, über sich selbst überrascht, und blickte wieder die Fremden an. Sie hatte nicht beabsichtigt, so persönlich zu werden. Ärgerlich schüttelte sie den Kopf. Jetzt konzentrier dich! Sagte sie sich selbst. Ihr müsst los, bevor diese Räuber wiederkommen!
„Ich kann euer Misstrauen verstehen,“ sagte sie zu den beiden „und ich weiß, das es nicht vermindert wird, wenn ich euch sage, dass ich nur helfen möchte... aber wir müssen los, denn einerseits sollten wir die Oase möglichst noch vor Sonnenuntergang erreichen, andererseits werden diese Männer, von denen ihr überfallen wurdet wiederkommen, und zwar mit Verstärkung...“ die Ungeduld konnte sie aus ihrer Stimme kaum verbannen und vielleicht hätte man es auch diplomatischer formulieren können, doch wie gesagt gehörte Reden eben nicht zu ihren Stärken. „Ich verspreche euch dort jede Frage zu beantworten, die ihr noch habt!“ fügte sie hinzu, mit dem Wissen, das das auch ziemlich in die Hose gehen konnte, aber sie wollte das Vertrauen dieser beiden gewinnen, zumindest ein bisschen. Und dazu schien ihr das gar keine so schlechte Idee, außer wenn sie nach ihrer Vergangenheit fragten, denn wer vertraute schon einer, die für Geld mordete? Doch ganz so weit dachte She'sejia dann doch nicht...

Mehrere Meilen entfernt, kurz hinter dem Horizont, den She'sejia so aufmerksam beobachtet hatte, näherte sich Fetch vorsichtig, aber ohne sich irgendwo zu verstecken, einem kleinen Zeltlager. Dieses lag in einem breiten Dünental und bestand aus fünf kleinen, sandfarbenen Zelten, die einem nur beim zweiten Hinsehen wirklich auffielen. Als ihm eine der Wachen ihren Säbel an den Hals hielt, hob er die Hände. „Ich möchte mit eurem Anführer sprechen.“ sagte er „Ich habe ein paar Informationen, die ihn sicherlich interessieren würden...“ der Anflug eines Lächelns war auf seinen Lippen zu sehen. Oh ja, dachte er sich, das werden diese dreisten beiden Damen bereuen, genauso wie dieser Graf von Lichtenstein!
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 08. Nov 2015 19:29

Thomas hörte ihren Ausführungen zu und nickte oder schüttelte hier und da beiläufig den Kopf. Fand er alle ihre Ansichten doch beim besten willen nicht zutreffend. Doch wie sie richtig anmerkte gab es derzeit wichtigeres als das gute alte Frage und Antwort Spiel zu spielen. Sie mussten weg von hier und endlich wieder ein paar Meter zwischen hier und da bringen. Ja, denn zumindest er für seinen Teil hatte sich vorgenommen ihr zuflogen, auch wenn diese vielleicht mal wieder alles andere als klug war doch wie sooft fehlte es einfach an der Alternative. Doch vorher durchsuchte er grob die Gefallenen grob nach nützlichen. Grob deshalb weil er sein Schwert auch weiterhin nicht weg steckte, dass er ihr folgte schloss schließlich noch lange nicht mit ein das er ihr blind vertraute. Hatte er in der letzten Zeit doch schon zu oft aufs falsche Pferd gesetzt. Apropo Pferd.... davon hatte sie ja auch eins im Schlepptau, was ihn aufgrund seiner Abneigung gegenüber selbigen schon misstrauisch genug machte. So durchsuchte er hauptsächlich mit blicken oder einem Schwerthieb, auch um sicherzustellen das jene da wirklich verstorben waren und nicht nur so taten. Auch stieg er einem mit seinem Fuß wuchtig beiseite, fand jedoch nichts was sich lohnen würde mitzunehmen, jedenfalls aus seiner Sicht. Wasser und dergleichen mehr hatten selbige entweder in ihrem mehr oder weniger nahen Lager hinterlegt oder es befand sich noch immer in den Satteltaschen ihrer geflohenen Reittiere.

Als sie sich wieder in Marsch setzten, wobei ihre neue Führerin freilich voran ging, wandte er nach einer weile dann doch das Wort an sie. Nicht unbedingt weil er das Bedürfnis hatte zu reden, dass hatte er nämlich selten, vielmehr wollte er einfach ein paar Dinge klarstellen. »Ich will Euch Eure Illusionen zwar nicht nehmen doch der Osten ist nicht so schön wie Ihr ihn Euch vorstellt. Da gibt es nämlich sprichwörtliche Monster und frei sind dort bei weiten auch nicht alle. Die Sklaverei ist eine weiterverbreitete Krankheit...« man könnte meinen er wollte noch etwas sagen, doch das tat er nicht, er hatte alles gesagt was er zusagen hatte. Auch wenn sein letzter Satz irgendwie unvollendet blieb.

Weiter hinter ihr her schreitend sah er dabei hin und wieder nach Sarantuya, welche hinter ihm lief, fühlte er sich doch einig wenig verantwortlich für sie. Gleichzeitig beobachtete er jedoch auch weiterhin mit gezogenen und auf seiner Schulter ruhenden Schwerte die Umgebung, sowie auch ihre neue Führerin argwöhnisch. Kannte er sie doch gar nicht, noch nicht einmal ihren Namen. Hatten sie es doch alle versäumt sich vorzustellen, andererseits waren Namen ja auch Schall und Rauch und er befruchtete auch irgendwie das er nicht in der Lage wäre ihren Namen auszusprechen selbst wenn er diesen kannte. War sie momentan doch die Sprachbegabte unter den dreien, jedenfalls was diese Gegend hier betraf.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Di, 10. Nov 2015 16:21

She'sejia beobachtete schweigend wie der Fremde die Toten untersuchte. Mit dem Schwert, das er offensichtlich immer noch nicht einstecken wollte, durchstieß er noch einmal ihre Leiber und wuchtete einen mit dem Fuß beiseite, doch offensichtlich fand er nichts Interessantes. Trotzdem keine schlechte Idee dachte sie sich.
So machten sie sich auf den Weg, sie selbst voran, dann der Mann in der Rüstung und hinter ihm schließlich die junge Frau. Eine Weile lang führte sie sie durch das Gewirr immer gleich aussehender Dünen, die hin und wieder von Kakteen oder vertrocknetem Gestrüpp gesäumt waren, während die Sonne in ihrem Rücken langsam begann, sich dem Horizont zu nähern.
Plötzlich holte der Mann zu ihr auf und sprach sie an: „Ich will Euch Eure Illusionen zwar nicht nehmen doch der Osten ist nicht so schön wie Ihr ihn Euch vorstellt. Da gibt es nämlich sprichwörtliche Monster und frei sind dort bei weiten auch nicht alle. Die Sklaverei ist eine weiterverbreitete Krankheit...“ She'sejia wartete noch kurz darauf, dass er den Satz vervollständigte, doch er schien geendet zu haben. Sie merkte dass sie sich durch seine Worte in ihrem Stolz verletzt sah. Er redet mit mir wie mit einem unwissenden Mädchen dachte sie mit einem Anflug von Zorn. Sie wusste dass die Welt gefährlich war und mit der Sklaverei hatte sie schon genug Erfahrungen gemacht. „Ich habe mir keine Illusionen gemacht!“ antwortete sie heftig und mit einem noch stärkeren Akzent als sonst. „Ich weiß um die Grausamkeit der Welt!“ sie blickte ihn aus funkelnden Augen an „Aber auch um ihre Schönheit...“ fügte sie so leise hinzu, dass sie sich nicht sicher war, ob er sie überhaupt gehört hatte. Wieder blickte sie ihn an, diesmal um einiges ruhiger, aber sein Helm irritierte sie. Es gefiel ihr nicht, sein Gesicht nicht sehen zu können, ihn nicht einschätzen zu können. Durch die vielen Jahre Kampferfahrung analysierte sie ihre Gegner schon ganz automatisch, wie stark sie waren, was ihre Stärken waren, doch die Rüstung gab kaum etwas von ihm Preis, außer dass er groß war. Muskulös ist er sicher auch, wer mit einer solchen Waffe in solcher Kampfmontur kämpft muss sehr Stark sein. Sie wandte den Blick ab und achtete darauf, das sie auf dem richtigen Weg waren.

Wärend sie weiterliefen, oder, in She'sejias Fall, ritten, senkte sich die Sonne immer weiter am Himmel hinab. Ihre Schatten wurden immer länger und die Dünen wurden von der einen Seite von orangenem Licht beschienen, auf der anderen kroch der Schatten hervor. Mehr denn je ähnelte die Wüste einem Meer. Der Himmel färbte sich in einem wunderschönen Farbverlauf vom Gold der Sonne, über das Orange das sie umgab bis hin zu einem feurigem Rot. Sie liebte Sonnenuntergänge in der Wüste und genoss jeden Moment, bis sie ankamen und die Sonne im Sand versank.
Die Oase war zwischen den hohen Dünen, von denen sie umgeben war, recht unscheinbar und lag im Schatten, sie bestand aus einem kleinen See, wobei die Bezeichnung Teich wohl der Grüße wegen passender ist, der von Schilf gesäumt und von Palmen und Sträuchern umgeben.
Sie stieg ab und nachdem sie ihm die Satteltaschen abgenommen hatte, fiel er sofort über den nächstbesten Strauch her. Die Satteltaschen verfrachtete sie an eine Stelle am Ufer des Sees, die nicht von Sträuchern bewuchert war.
Danach drehte sie sich zu dem Mann um „Hier würde ich das Lager aufschlagen.“ sagte sie etwas überflüssigerweise, zog eine Wolldecke aus der Satteltasche hervor und legte sie auf den Boden. Sie beobachtete die zwei Fremden, doch sie schienen nichts dabeizuhaben um groß ein Lager aufzuschlagen, nicht einmal Proviant wie es ihr schien. Und so wollen sie durch die Wüste reisen? Kritisch betrachtete sie die beiden, sagte dann aber: „Ich habe euch versprochen, euch hier jede Frage zu beantworten, die ihr an mich stellt.“ sie setzte sich, kramte in ihrer Tasche und zog das Proviant heraus, und ganz so, als sei es selbstverständlich reichte sie den beiden je ein Drittel davon. Sie konnte die ja nicht verhungern lassen. „Ich halte mein Versprechen!“ sagte sie und blickte die beiden offen an.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mi, 11. Nov 2015 15:04

Ihre Reaktion war seines Erachtens ein wenig übertrieben, wobei sie je nach Sichtwiese vielleicht auch verständlich und oder sogar gerechtfertigt war. Er für seinen Teil jedenfalls hatte er genau das gesagt was er zusagen gehabt hatte. Weshalb er in keinster weise darauf reagierte. An ihrem Zielort endlich angekommen stand er eine weile lang einfach nur so da und blickte sich um. Beobachtend, abwartend und sie weiterhin skeptisch musternd, auch wenn sie besonders letztes bedingt durch seinen Helm ja nicht sehen konnte. Er wollte ihr zwar freilich nichts unterstellen aber es war zu viel passiert als das er blind vertrauen konnte. Und besonders das reisen mit Sarantuya hatte ihn misstrauisch gegenüber alles und jeden werden lassen. Auch wenn das sprichwörtlich hier im rein wörtlichen sinne nicht so ganz zutreffend war, so passte es doch zumindest inhaltlich. Mit ihr, also Sarantuya, war er mehr als nur einmal vom Regen in die Traufe geraten.

So bestand zumindest die mehr als einfach nur realistische Möglichkeit dass das Essen was sie ihnen gerade so bereitwillig anbot vergiftet war. Ja mehr noch, möglicherweise war gar die gesamte Quelle hier vergiftet! Was eine durchaus effektive Möglichkeit darstellen wurde ohne einen Kampf seinen Gegner auszuschalten. In diesem Falle würde sie jedoch selbst weder davon essen noch aus der Quelle trinken... es sei denn natürlich sie hatte vorab das entsprechende Gegengift eingenommen oder war aus irgendeinem Grund immun dagegen. Da sieht man wohin misstrauen führte, es mochte vielleicht sicherer sein weil man vorsichtiger agierte und es war deshalb auch ein weitaus gesünderes Vorgehen in solch finsteren Zeiten. Doch es führte auch wiederum dazu das man Zeit verschwendete und Zeit war ja bekanntlich kostbar und wenn sie wirklich auf der gleichen Seite standen, dann half dies nur ihren wahren Feinden. Ein weiteres grübeln und darüber nachdenken erübrigte sich jedoch denn ihr Reittier trank ohne jedes zögern aus der Quelle und soweit ging selbst sein misstrauen nicht. Als das er auch noch glaubte das dies ebenfalls zu ihrem ausgeklügelten Plan gehörte. Dies wäre zwar auch durchaus möglich doch wäre das dann aber genauso absurd wie es raffiniert wäre. Fürs erste hatte er daher genug gesehen und gehört, weshalb er auch sein Schwert weg steckte und sich setzte, was eine Wohltat darstellte, waren seine Beine nämlich schwer wie Blei.

Hunger hatte er jedoch keinen, ebenfalls wie Durst... jedenfalls nicht den welchen er hier und jetzt hätte stillen können. Der andere wurde mit der Zeit noch stärker werden als jetzt, weshalb er sich langsam aber sicher etwas überlegen musste. Solange er ihn jedoch kontrollieren konnte war alles gut. Bezüglich der Fragen die sie ihnen beantworten wollte hoffte er auf Sarantuya. Doch zumindest fürs erste hatte er eine oder vielmehr zwei. »Ich bin Thomas von Lichtenstein und das hier ist Sarantuya, wenn ich fragen darf wie lautet denn der eurige, denn wenn ich mich recht entsinne haben wir uns bisher noch nicht vorgestellt. Ebenfalls würde ich gerne wissen ob Ihr eine... "Wüsten"elfe seid!?« Den ersten Teil betonte er hierbei vollkommen bewusst besonders, er selber hielt das zwar von vornherein für ausgeschlossenen, ja mehr noch für Humbug. Nach seinem Wissenstand lebten Elfen schließlich hauptsächlich in dichten und tiefen Wäldern. Jedenfalls zu einem Großteil, außer jenen die unter den Menschen in dessen Städten lebten. Von Bergelfen hatte er zwar auch schon einmal Geschichten gehört aber mehr waren das auch nicht, Geschichten halt. In selbigen gab es ja auch noch immer Drachen und deren Zeiten waren nun schon wirklich lange vorbei. Wüstenelfen waren daher an Absurdität wohl kaum noch zu übertreffen!

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Mi, 11. Nov 2015 17:07

Endlich steckte der Mann sein Schwert ein und setzte sich neben die junge Frau auf den Boden, zwar nicht ohne sich noch einmal misstrauisch umzusehen, so wirkte es zumindest auf She'sejia, aber immerhin schien er nicht mehr jeden Moment darauf zu warten, dass sie ihn angriff. Auch seine Begleitung sah sich aufmerksam um und beobachtete Anion dabei, wie er aus dem kleinen See trank. Das Essen, das sie ihnen anbot, nahmen sie zwar an, aßen jedoch nicht. Sie musste zugeben, dass sie selbst in ihrer Situation wahrscheinlich ähnlich vorsichtig gehandelt hätte, aber dass der Mann noch nicht einmal etwas trank überraschte sie dann doch sehr. Müsste er nach einem langen Marsch durch die Wüste nicht durstig sein? Sie vertrieb diese Gedanken aus ihrem Kopf, schließlich war es seine Sache wenn er nichts trinken wollte, sagte sie sich.

Als erstes ergriff der Mann das Wort, er stellte sich als Thomas von Lichtenstein und die junge Frau als Sarantuya vor und fragte sie dann nach ihrem Namen und ob sie eine Wüstenelfe sei. Wobei er das Wort Wüstenelfe seltsam betonte, fast so, als hielte er es für ein lächerliches Märchen.
Sarantuya und Thomas also. Der Name der jungen Frau klang zwar ungewohnt, aber nicht so seltsam wie der des Mannes, Thomas. Er klang ähnlich wie die der Händler aus den Nordreichen, denen er begegnet war, und sie erinnerte sich, dass Trálír ihr gesagt hatte, das „von“ ein Adelstitel war. Was hat ein Adeliger nur in Begleitung einer jungen Frau in der Wüste zu suchen? War einer der Gedanken, die ihr noch während er sprach durch den Kopf gingen.
Kurz versuchte sie sich zu erinnern, was man im Coreonischen bei einer Begrüßung antwortete, doch als es ihr nicht einfallen wollte, beschloss sie, einfach zu antworten. „Mein Name ist She'sejia, und ja, ich bin eine Wüstenelfe.“ sagte sie, wobei sie sich nicht sicher war, ob er ihr glauben würde, hatte er doch gerade so zweifelnd geklungen. Sie überlegte, ob es etwas bringen würde, wenn sie etwas mehr erzählte, aber einerseits wüsste sie nicht was und andererseits war es einfach nicht ihre Art, außerdem glaubte sie nicht, für ihn dann glaubwürdiger zu klingen. Bevor sie jedoch weiter darüber nachdenken konnte, wurde sie auf Anion aufmerksam, der ruckartig den Kopf gehoben hatte. Er wirkte nervös, peitschte mit dem Schweif hin und her und hatte die Ohren aufgestellt.
„Irgendetwas stimmt hier nicht...“ murmelte sie auf elfisch und erhob sich, um rasch zu Anion hinüber zulaufen. „entschuldigt kurz“ sagte sie zu Thomas und Sarantuya, dann war sie bei ihrem Pferd und strich ihm beruhigend über den Hals. „Was ist denn, mein Guter? Was hörst du?“ wisperte sie, er antwortete nur mit einem Schnauben und wandte den Kopf zur offenen Wüste, die Ohren in dieselbe Richtung gewandt. Ein beunruhigender Verdacht keimte in She'sejia auf. Aber wie sollen die uns so schnell gefunden haben? Fragte sie sich erst, dann begriff sie, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Dies hier war die einzige Oase in der Nähe, und sicherlich kannten die Räuber die Umgebung gut genug, um von ihr zu wissen. Warum hatte sie das nicht bedacht? Und da sie allesamt Reittiere hatten, war es ihnen auch nicht schwergefallen, ihre Opfer einzuholen.

Sie hastete an Thomas und Sarantuya vorbei, ohne sie einmal anzusehen, begann gebeugt eine Düne hoch zulaufen und warf sich bäuchlings in den Sand, wie sie es schon getan hatte, als sie die beiden mit ihrem ehemaligen Führer beobachtet hatte. Mit zusammengekniffenen Augen spähte sie über den Dünenrand und was sie sah, sah nicht gut aus. Die Räuber hatten sich diesmal nicht die Mühe einer Staubwolke gemacht, sie hatten es aber auch nicht nötig, denn sie waren hoffnungslos in der Überzahl. Mit gezogenen Säbeln preschten sie auf die kleine Oase zu, während She'sejia so schnell sie konnte die Düne wieder hinabstolperte. „Verdammt!“ fluchte sie auf Elfisch und rannte auf die anderen zu. „Wir müssen hier weg! Schnell! Es sind diese Räuber!" rief sie und Sarantuya drehte sich ruckartig zu ihr um, erst sah sie geschockt aus, dann wütend. She'sejia glaubte sie zu verstehen. „Nein!“ sagte sie sofort und versuchte, überzeugend zu klingen. Das hatte ihr gerade noch gefehlt, das mit dem Vertrauen konnte sie jetzt wahrscheinlich vergessen. „Ich wusste nichts davon!“ versuchte sie zu erklären und überlegte fieberhaft, was sie tun sollte. Das kam ihren Feinden ja gerade gelegen, dachte sie noch, dann bohrte sich der erste Pfeil hinter ihr in den Sand. Fliehen können wir jetzt jedenfalls vergessen, gleich werden sie uns eingekreist haben.
Sie zog ein Wurfmesser und drehte sich zu der Düne, hinter der der Pfeil abgeschossen worden war. Auf einmal wurde sie ruhig und konzentriert, jetzt ging es ums kämpfen, und das konnte sie wenigstens.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 15. Nov 2015 15:49

Also doch eine Wüstenelfe? Eine Wüstenelfe mit dem Namen She'sejia... auch wenn sie es so sagte, so wollte er es doch nicht so recht glauben. Wüstenelfen... was kam dann als nächstes? Rote Orks oder noch besser gleich eine ganze Hundertschaft von Drachen die Feuer speiend über die Nordreiche hinweg zogen? Anderseits gab es auch keinen großartigen Grund ihren Worten nicht zu trauen, warum sollte sie sich schließlich so etwas ausdenken? Was hätte dies selbst bei dem raffiniertesten aller Pläne für einen Sinn, wollte sie ihn dadurch verunsichern? Dazu passte jedoch nicht so ganz wie sich verhielt, schien sie doch oder vielmehr ihr Reittier lange vor ihnen etwas zu bemerken. Etwas zu bemerken was keinen von den dreien gefallen dürfte. Sie, also ihre Verfolger, waren wieder da!

Darüber nachdenken ob sie zu ihnen gehörte oder nicht konnte oder vielmehr brauchte er nicht. Ging sie schließlich nicht gegenüber ihn in Angriffsstellung oder floh in die Richtung ihrer Leute. Zwar hätte man wenn man weiter über nachdachte auch zu dem Schluss kommen können, dass sie nur auf den richtigen Moment wartete um ihnen in den Rücken zufallen. Doch soweit dachte er nicht, wie auch machte er sich vielmehr einen Kopf darüber wie sie hier wieder heil aus dieser Sache heraus kommen könnten. Sein Schwert und seinen Schild somit einmal mehr ziehend bemerkte er schon jetzt wie seine Kräfte ihn verließen. War das alles doch schon jetzt zufiel für einen Tag gewesen. Auch wenn man es ihm aufgrund seiner Monteur nicht ansah, wie auch, so war sein Gesichtsausdruck derzeit genauso erschöpft wie sein Geiste. Doch auch dafür sich selber zu bemitleiden oder gar für Ruhe hatte er jetzt keine einzige Sekunde Zeit. Einmal mehr war es nämlich Zeit zu kämpfen, sich mit allen Mitteln zu verteidigen und wenn nötig dies alles auf Leben und Tod! Zimperliche Zurückhaltung und oder für gewährtes Pardon war deshalb keine Zeit. Sie war auch vollkommen fehl am Platze, so wie sie keine Gnade zu erwarten hatten, so durften auch sie keine gewähren, ansonsten könnten sie sich auch gleich ergeben und sich somit in ihr Schicksal fügen.

In diesem sinne einmal mehr Auge um Auge und Zahn um Zahn verbarg er sich erst hinter seinem Schild und wehrte somit die feindlichen Geschosse ab, zu denen so wie es gegen sein Schild hämmerte wohl auch eine Schleuder gehörte. Als er das Schild wieder sinken lies war der erste Angreifer mit seinem Reittier jedoch schon so nahe das er sein Schild nun dazu verwenden musste den Angriff mit dessen Krummsäbel abzuwehren. Kaum das dies geschehen war, drehte er sich jedoch auch schon und vollzog einen Schwertstreich, so das er jenen Angreifer am rücken traf. Ob nun tödlicher schlag oder nicht es reichte zumindest aus das dieser von seinem Sattel fiel. Selber bekam er derweil gegen seinen Helm mit einem lauten klong einmal mehr das Geschoss einer Schleuder ab. Was von außen harmlos und vielleicht sogar wirkungslos erscheinen mochte, war jedoch schon aufgrund des Widerhalls und des plötzlichen Schlages von hinten ähnlich wie ein Hammerschlag und raubte ihn so kurzzeitig seine Sinne. Sich wieder umdrehend und mit klingeln in den Ohren, sah er das drei von den Bastarden zu Fuß und mit gezogenen Schwertern auf ihn zu stürmten. Jetzt konnte ihm wohl nur noch ein Wunder helfen. Drei auf einmal in seinem Zustand das war nun wirklich ein Ding der Unmöglichkeit...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Fr, 20. Nov 2015 17:07

She'sejia wich zurück, um den Pfeilen, die über die Düne geschossen kamen, zu entgehen. Da hat Thomas mit seinem Schild wirklich einen Vorteil, dachte sie, während sie ein zweites Wurfmesser zog und nun mit je einem Wurfmesser in ihren Händen die Düne beobachtete, die sich dunkel von dem noch leicht beleuchteten Himmel abzeichnete.
Dann kamen sie mit ihren Reittieren über die Düne geprescht und sofort warf sie beide Messer nur kurz hintereinander, machte einen weiteren Schritt zurück und zog wieder zwei Wurfmesser. Um wie viele Angreifer es sich handelte, konnte sie nicht genau sagen, aber sie waren Thomas, Sarantuya und ihr mindestens 1 zu 4 überlegen. Minus die beiden die sie mit ihren Messern getötet hatte.
Wieder warf sie, aber diesmal traf sie nur eines ihrer Opfer, der Andere konnte sich gerade noch zur Seite lehnen sodass das Messer ihn nur an der Schulter streifte. Er preschte auf sie zu und sie konnte gerade noch einen ihrer Säbel ziehen und den Angriff mit seinem Krummsäbel abblocken. Sie zog ihren zweiten Säbel und griff ihn ihrerseits an, er war nicht so schnell und sie traf ihn irgendwo in der unteren Bauchgegend. Er kippte ihr vom Pferd vor die Füße und sie tötete ihn. Gerade als sie sich wieder aufrichtete flog nur Zentimeter von ihren Gesicht entfernt etwas vorbei, das sie als Stein zu erkennen glaubte, sicher war sie sich da aber nicht. Erschrocken drehte sie sich in die Richtung, aus der das Geschoss gekommen war. Erst sah sie Thomas, der von dreien von ihnen umzingelt war, dann fiel ihr ein Mann auf, der ein paar Schritte vom Geschehen entfernt und mit einer Schleuder bewaffnet war. Er zielte auf Thomas.
Doch gerade als sie sich auf ihn stürzen wollte, wurde sie von der Seite von einem Mann mit Krummsäbel angegriffen und schaffte es nur knapp ihm auszuweichen. Er schlug nochmal zu und sie wich zur Seite und schlug ihm mit einem ihrer Säbel den Kopf von den Schultern. Ihr wurde klar, dass diese Männer keine Meister im Kampf waren, sondern ihr Vorteil eher darin lag, dass sie ihren Opfern zahlenmäßig überlegen waren. Nur der Mann mit der Schleuder, zu dem sie sich wieder umdrehte, schien ihr eine größere Gefahr, aber sie konnte ihn nirgends mehr entdecken.
Stattdessen stürzte sie sich auf Thomas' Angreifer, da er auf sie so wirkte, als könne er Hilfe gebrauchen. Wahrscheinlich ist er schon halb verdurstet dachte sie, als sie sich daran erinnerte, dass er seid sie sich getroffen hatten noch nichts getrunken hatte. Mit wirbelnden Säbeln stürzte sie sich auf den Erstbesten, den sie erreichen konnte. Den ersten, mit Links ausgeführten Schlag konnte er blocken, doch nur eine Sekunde später traf ihn ihr anderer Säbel seitlich am Brustkorb. Da er keine schützende Rüstung trug, ging er sofort, zwar noch nicht tot, aber nahe dran, zu Boden.
Sie hatte aber sowieso nicht die Zeit sich um ihn zu kümmern denn schon griff der Nächste nicht Thomas, sondern sie an. Sie sprang nach hinten, um seinem Schlag zu entgehen und sein Krummsäbel durchschnitt die Luft an der Stelle, an der sie gerade noch gestanden hatte. Sofort ging sie in den Gegenangriff über, aber er ließ sich nicht von ihr überraschen und parierte ihre Schläge, außerdem war er schneller als die anderen. Sie wich seinen Angriffen aus und griff wieder an, diesmal schneller, doch wieder traf sie ihn nicht. Sie musste sich etwas besseres einfallen lassen. Diesmal wich sie nicht zurück oder zur Seite als er angriff, sondern ging weit in die Knie runter, drehte sich dabei und streckte ein Bein aus. Sie traf seine Beine und er ging zu Boden, doch als sie ihm mit dem Säbel die Kehle aufschneiden wollte, traf sie etwas an der Schulter.
Der Schmerz vibrierte in ihrem ganzen Arm und ihr fiel der Säbel aus der Hand. Ihr wurde Schwarz vor Augen und ihr Magen drehte sich um, der Schmerz nahm ihr den Atem. Die Schleuder! Dachte sie, wie hatte sie den Mann mit der Schleuder vergessen können? Sie merkte nicht, wie sie von der Wucht, mit der das Geschoss ihre Schulter getroffen hatte, nach hinten gegen Thomas stolperte, sie versuchte einfach zu Atmen. Ein und aus. Sie konnte wieder etwas sehen, der Mann, mit dem sie gerade noch gekämpft hatte, rappelte sich hoch. Ein und aus. Warum tut das nur so höllisch weh? Ein und aus. Konzentrier dich! Sie biss sich auf die Lippe, um die Schmerzen ertragen zu können. Als sie versuchte, ihren Arm zu bewegen, schoss erneut Schmerz durch ihre Schulter. Er bewegte sich nicht. Sie fluchte, eher verzweifelt als wütend. Ihr war übel und der Schmerz lämte sie zu sehr als dass sie jetzt hätte kämpfen können. Wieder fluchte sie.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mi, 25. Nov 2015 17:29

Es war zu viel, es war einfach zu viel des Guten. Einfach etwas Ruhe, etwas Frieden, war das denn wirklich zu viel verlangt? So wie es aussah lag die Antwort auf der Hand aber selbst wenn er ein Mann wäre der jammerte, bei wem sollte er sich den Beschwerden, bei den Göttern!? Wohl kaum, denn einerseits war noch nie ein so streng gläubiger Mensch, noch hatten die Götter wohl kaum ein Ohr für so etwas! Darum hieß es auch hier wie einmal so oft im Leben Zähne zusammenbeißen, durchhalten und kämpfen!

Und genau das tat er, Thomas der aufgrund seiner Benommenheit in die Knie gegangen war, wirkte so trotz seiner Erscheinung gerade doch recht verletzlich. Weshalb seine Angreifer wohl auch so siegesgewiss und dadurch auch unvorsichtig waren. Als er erste der drei Angreifer so nahe genug war, stach er mit seinem gesenkten Schwerte so überraschend zu, dass sein Gegner überhaupt nicht zum parieren oder gar zum ausweichen kam. Die kleine aber feine Blutfontäne die ihm aus der klaffenden Wunde entgegen spritze benetzte seinen Helm und drang so sogar ins innere. Auch wenn dies nur auf eine wenige tropfen zutraf, schließlich war das hier die Wirklichkeit und kein billiges Theaterstück wo das Blut oftmals nur so in Litern floss, nahm er diese zwar widerwillig aber irgendwie auch dankbar an. Er haste diese seine Seite, doch sie war nun mal ein teil von ihm, jedenfalls so lange seine Existenz noch andauerte und wer weiß, vielleicht würde das ja jetzt auch nicht mehr allzu lange dauern...

Kaum das er den ersten erledigt hatte, blieb ihn jedoch auch keine Zeit sein Schwert wieder auf den toten Körper zuziehen. Nicht zuletzt da es aufgrund seiner knienden Position und des Leichnams gerade ein unmöglicher Winkel war um dies zu bewerkstelligen. So stieß er beide mit seinem nun freien Schwertarm einfach von sich und konterte den schlag des nächsten mit seinem Schild. Erhob sich dann und machte mit selbigen anschließend einen stoß und noch einen und noch einen, bis der Angreifer schließlich ins taumeln kam und schickte ihn dann nach einem rempler endgültig zu Boden. Um dann seinen Schild mit beiden Händen auf die Kehle des unglückseligen Niederfahren zu lassen. Der dritte im Bunde war... nunja wohl mehr als nur überrascht das noch soviel Kraft in ihm steckte und mit dieser doch recht brachialen Methode hatte er wohl auch nicht gerechnet. Weshalb er einfach nur dastand, bis sich Thomas behelmter Blick auf ihn richtete. Dieser gepaart mit der Tatsache das seine Blut befleckte Rüstung ihn nicht liebenswürdiger erscheinen lies, sowie dem gerade gesehen, veranlassten ihn so ohne weiteres aufsehen das weite zu suchen. Zumindest fürs erste, denn als dieser von der Schleuder getroffenen wurde ging er mit einer bösen Platzwunde am Kopfe zu Boden. Doch dieser Treffer war kein versehen im Eifer des Gefechts, wie man jetzt vielleicht auf den ersten blicke glauben konnte, es war eiskalte und berechnende Absicht.

»Ihr könnt einfach nicht anders als Spielverderber zu sein? Ihr müsst es immer auf die harte Tour haben wie?« Die Stimme kam ihn bekannt vor, auch wenn er gehofft hatte diese nie weder hören zu müssen. Ebenso wie er gehofft hatte die Person der sie gehörte nie wieder sehen zu müssen. Es war, wie konnte es anders sein Fetch, welcher wohl neben dem Anführer dieser Halunken stand...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Fr, 04. Dez 2015 15:26

Dann stürzte die Situation so richtig ab. Und sie hatte wirklich geglaubt es könne nicht mehr schlimmer kommen. Sie konnte ihren linken Arm nicht bewegen, war von dem schneidenden Schmerz benebelt, oder um die Sache beim Namen zu nennen, fast kampfunfähig gemacht worden und sie waren von Feinden umzingelt. Obwohl sie zugeben musste, dass Thomas ein wirklich guter Kämpfer war, konnte ihnen nur noch ein Wunder helfen.

Sie erkannte die Stimme des Mannes zwar erst nicht, auch wenn sie ihr vage bekannt vorkam, doch sein Gesicht erkannte sie. Es war der Wüstenführer, von dem sie so respektlos behandelt worden war. Wut wallte in ihr auf als sie ihn sah, wäre sie nicht so verletzt hätte sie sich wahrscheinlich sofort auf in gestürzt, es hätte sie vielleicht sogar gefreut, gegen ihn kämpfen und sich so an ihm rächen zu können. Aber leider hing einer ihrer Arme nutzlos hinab, einer ihrer Säbel lag im Sand und sie stand noch etwas wackelig neben Thomas. Trotzdem machte sie einen Schritt zurück, um etwas stabiler zu stehen, hob den rechten Säbel und fixierte den Wüstenführer der neben dem Anführer der Räuberbande stand. Sie kam sich unglaublich lächerlich vor und dass dieser Wüstenführer dann auch noch belustigt wie spöttisch eine Augenbraue hob, machte es nicht besser.
Der Anführer wandte sich an die übrigen Räuber, die kampfbereit neben ihm standen: „Na los, gebt ihnen den Rest!“ wies er sie mit rauer Stimme an, und sie stürzten sich auf Thomas und She'sejia. Kurz flammte in ihr die Frage auf, was wohl mit Sarantuya war, doch ihr blieb keine Zeit sich weiter mit ihr zu befassen.
Ihrem ersten Gegner wich sie mit einem Sprung nach hinten, bereute es aber sofort. Schmerz zuckte durch ihren Arm und ihre Welt drohte zu kippen. Sie versuchte das nicht zu beachten und griff mit einem etwas unkoordinierten Säbelhieb an, sie traf ihn irgendwo zwischen Hals und Schulter und er ging vor Schmerz stöhnend in die Knie. Sie verpasste ihm einen tritt und er kippte zur Seite, nur um dem nächsten Gegner freie Bahn zu verschaffen. Im letzten Moment konnte sie seinen Krummdolch mit dem Säbel abhalten, und bevor sie einen Gegenangriff starten konnte, musste sie wieder ausweichen. Es war aussichtslos, ihre Angriffe waren unkoordiniert und weit langsamer als Gewöhnlich und ihre Kräfte schwanden während sie von ihrem Gegner immer weiter zurückgedrängt wurde.

Dann geschah es: Sie stolperte. Sie war zu schnell zurückgewichen und rücklings über etwas gestolpert, ein Stein oder etwas ähnliches, eigentlich tat das in dem Moment nichts zur Sache.
Als sie auf den Rücken fiel, war das erste an das sie dachte der Schmerz, der durch ihren Arm und die dazugehörige Schulter zuckte. Ihr wurde wieder schwarz vor Augen. Dann bemerkte sie dass ihr nun auch der andere Säbel aus der Hand gefallen war. Das wars, dachte sie und sie dachte daran wie lächerlich es war: Nur wegen ihrer Neugierde, weil sie es einfach nicht lassen konnte diese Fremden anzusprechen, würde sie nun sterben. Oder schlimmeres. Nein dachte sie das geht so nicht, nicht so. Dann rollte sie sich zur Seite, die Schmerzen so gut es ging ignorierend, und stand auf.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mi, 09. Dez 2015 13:19

Sie schlugen sich wacker, anders konnte man es einfach nicht sagen. Doch bei allem Kampfgeist, angespornt durch ihren übergroßen Freiheitswillen beziehungsweise natürlich auch einem ungebrochenen Überlebenswillen, schließlich wussten sie ja nicht was man mit ihnen vorhatte, war es Ausweglos. Einerseits erschöpft aber auch irgendwie unvorbereitet sowie natürlich auch gnadenlos in der Unterzahl war es wie bei einem Kampf mit bloßer Muskelkraft gegen die tosende See. Auch wenn der Vergleich hier in der Wüste freilich etwas hinkte und Thomas selbst weder das Meer jemals gesehen, geschweige den überhaupt schwimmen konnte, konnte es da wohl kaum schlimmer sein als im hier und jetzt. Einen konnte Thomas gerade noch so mit einem Schwertstreich erledigen bevor er endgültig zu Boden ging und man ihn Schlägen und Tritten das Licht buchstäblich ausgeknipste. Doch sahen sie vorerst davon ab ihn zu töten, wohl auch deshalb weil das bei seiner Monteur nicht allzu leicht war. Ebenfalls war er lebend wohl auch um so einiges wertvoller als tot, vor allem in Anbetracht dessen was für Umstände er ihnen bereitet hatte. So oder so ähnlich würde es wohl auch den anderen ergehen, brachten Sklaven hierzulande doch gutes Geld ein...

Als er wieder zu sich kam saß er in irgendeinem Zelt, da er sich nicht rühren konnte war er entweder noch am Ende seiner Kräfte oder war was wohl auch zusätzlich noch der Fall war ebenso gefesselt wie die anderen die hier und da saßen. Sie wirkten allesamt verängstigt und ihr Blick war gleichsam gebrochen. Ob sie sich deshalb schon in ihr Schicksal gefügt hatten oder nicht wusste er jetzt jedoch noch nicht zusagen. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick, welchen er hier gerade tat. Mit selbigen konnte er weder Sarantuya noch She'sejia ausmachen, welche sich jedoch auch daraus hinter ihm und somit außerhalb seines derzeit noch weiter begrenzten Blickfeldes befanden. Da man es bisher sowohl versäumt hatte ihn seines Helmes, als auch seiner übrigen Rüstung zu entledigen. Die Mistkerle hatte bisher wohl besseres zu tun gehabt, doch seine Waffe, als auch seinen Schild hatte er schon einmal nicht mehr. Obwohl er die Augen so zwar wieder offen hatten, war er dennoch wohl noch immer nicht so ganz bei sich. Irgendwie drehte sich noch immer alles bei ihm und vielleicht war ihm auch deshalb irgendwie unwohl. Das Stöhnen welches seinen Lippen so entwich klang daher alles andere als gesund...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von She'sejia » Sa, 12. Dez 2015 14:56

Als She'sejia erwachte, konnte sie sich erst an Nichts erinnern, sie hatte keine Ahnung wo sie war und wie sie hierhergekommen war. Sie versuchte sich zu erinnern, was geschehen war, doch das letzte, was sie noch wusste, war, dass sie entwaffnet am Boden lag und dann aufstand. Danach war nichts. Was war dann passiert? Wo war sie? Ihre Gedanken waren beinahe quälend langsam während sie überlegte, was wohl geschehen war. Die Räuber. Ja, offensichtlich hatten die Räuber sie irgendwie ausgeschaltet und hierher verschleppt, ihre Kopfschmerzen sagten ihr, dass es wohl durch einen Schlag auf den Kopf geschehen sein musste. Dass sie noch am Leben war, war an sich zwar ein Glück, aber es lies darauf schließen, was jetzt wohl mit ihr geschehen würde. Schon wieder. Sie hatte sich geschworen, es nie wieder so weit kommen zu lassen, und jetzt lag sie hier. Wo ist „hier“ eigentlich? Fragte sie sich erneut.

Sie öffnete die Augen und starrte auf eine dunkle, sandfarbene Zeltdecke, man konnte zwar erkennen, dass draußen die Sonne scheinen musste, auch weil im Zelt eine stickige Hitze herrschte, doch der Stoff hielt fast das gesamte Licht draußen. Sie spürte, dass sie auf rauem Stoff lag und mit ebenso rauem Stoff zugedeckt war. Bei dieser Hitze! Sie wollte die Decke gerade beiseite schieben, als sie eine Stimme hörte: „An deiner Stelle würde ich den Arm nicht bew-“. Natürlich bewegte sie den Arm, bereute es jedoch sofort, da Schmerz durch ihre Schulter zuckte. Sie stöhnte, ach ja, ihre Schulter war im Kampf ja verletzt worden. Sie drehte den Kopf so, dass sie den Urheber der Stimme ansehen konnte, und er sah sie mit den schönsten schokoladenbraunen Augen an, die sie je gesehen hatte. Sie waren so schön, dass es einen Augenblick brauchte, bis sie auch sein restliches Aussehen registriert hatte. Er war recht jung, um die 25 Jahre etwa, und war auch sonst recht gutaussehend, seine schwarzen Haare und der gebräunte Teint wiesen ihn als einen Bewohner der Wüste aus. Er sah sie etwas mitleidig an, was ihr irgendwie nicht passte, doch dahinter glaubte sie etwas melancholisches zu erkennen. „Das war kein Witz“ sagte er „mit einem gebrochenen Schlüsselbein ist nicht zu spaßen.“. Sie blickte ihn einfach nur mit großen Augen an und versuchte, aus ihrer Situation schlau zu werden. Sie war den Räubern, oder Sklavenhändlern, in die Hände gefallen und sollte nun als Sklavin verkauft werden. Doch wer war der junge Mann vor ihr? Er schien etwas von Heilung zu verstehen, und es leuchtete ihr auch irgendwie ein, dass man sich um sie kümmerte, eine Sklavin die ihren Arm nicht bewegen konnte verkaufte sich schließlich nicht gut, doch gehörte er zu den Sklavenhändlern? Wo er doch offensichtlich ein Heiler war? Zumindest vermutete sie, dass er derjenige war, der ihr den Verband umgelegt hatte, den sie an der Schulter trug. Erleichtert bemerkte sie, dass sie immer noch ihre Kleidung trug, nur ihre Waffen und ihr Beutel waren ihr abgenommen worden.
„Wer bist du?“ fragte sie mit etwas schwacher Stimme, „wo bin ich hier?“. Gerade als sie Fragen wollte, wo Thomas, Sarantuya und Anion waren, fiel ihr ein, dass es eine blöde Idee war, falls einer von ihnen entkommen konnte. „Ich bin Djamal, mir wurde befohlen mich um dich zu kümmern und du bist von nun an Eigentum des Händlers Kadir, meinem Herrn.“ er spuckte die letzten Worte geradezu aus und blickte ihr nicht in die Augen. „Ich bin niemandes Eigentum“ sagte sie fest und entschlossen. Djamal blickte sie an, er sah traurig aus, traurig und verzweifelt. Und wieder war da dieses Mitleid. „Ich habe deinen Rücken gesehen, als ich dir den Verband angelegt habe“ sagte er nur „Na und?“ erwiderte sie trotzig, als würde es ihr etwas bringen, mit ihm zu diskutieren. Sie war eine Sklavin, eine Unfreie. Nein! Ich habe mir geschworen, das nie wieder zuzulassen! Dachte sie sich. Damit hatte sie sich entschlossen, sie würde fliehen, sobald sie die Möglichkeit dazu hatte.

Jetzt, wo sie wach war, wurde ihr nicht mehr der Luxus einer Schlafstätte gewährt, und sie sollte in das große Zelt zu den anderen Sklaven gebracht werden. Sie wurde von zwei bewaffneten Männern eskortiert, Djamal folgte ihnen ohne Wache. Wahrscheinlich war er schon so lange hier, dass er wusste, oder glaubte, dass es nichts brachte, einen Fluchtversuch zu starten. Beim Eingang des Zeltes begegneten sie dem Wüstenführer und dem Anführer der Sklavenhändler, der wahrscheinlich dieser Kadir war. Sie unterhielten sich. „...Eine der Frauen, mehr nicht, Fetch!“ sagte Kadir aufgebracht. „Ohne mich hättet ihr keinen von ihnen! Ich will beide! Das Pferd und der Mann sind dann für euch.“
„Was will ich mit dem Gaul?“
„Das ist kein Gaul, das ist ein Sihu'sai, ein besseres Pferd findest du nicht!“ Fetch brach ab, als er She'sejia bemerkte. Er musterte sie ganz genau. „Außerdem ist die hier verletzt, was willst du schon für sie verlangen?“ fragte er Kadir. „Hast du ihre Augen gesehen? Djamal kümmert sich um sie, er hat an der Akademie der Heiler studiert, bevor er zu mir kam, sie wird schon wieder.“ Fetch seufzte resigniert und wandte sich ab, während sich Kadir an Djamal wandte. „Kümmre dich noch um die anderen, ich weiß nicht, ob sie irgendwelche Verletzungen haben!“ Der Angesprochene nickte, und verschwand im Zelt. „Ihr bringt sie rein und bindet sie fest, aber passt auf ihre Schulter auf, ich will sie noch verkaufen können!“ damit drehte er sich weg und folgte Fetch in eines der größeren Zelte.

In dem Sklavenzelt war es heiß und noch stickiger als in dem, in dem sie aufgewacht war. Sofort suchte sie unter den Sklaven nach Thomas und Sarantuya, konnte aber erst keinen von ihnen ausmachen. Sie wurde in eine Ecke getrieben, in der noch genug Platz war und sah dass Djamal ganz in der Nähe über eine Person gebeugt stand, und diese Person war Thomas! Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, als sie fast neben ihm festgebunden wurde. „Bist du irgendwo verletzt? Hast du irgendwo Schmerzen?“ fragte Djamal Thomas, wurde von diesem aber wahrscheinlich genauso wenig verstanden wie She'sejia, als sie das erste Mal mit ihm und Sarantuya gesprochen hatte. Als die beiden Wachen verschwunden war sagte sie zu Djamal: „Er kann dich nicht verstehen, er spricht Coreonisch.“ und zu Thomas gewandt: „Das ist ein Heiler, er will wissen, ob du verletzt bist.“
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Di, 15. Dez 2015 14:22

Je länger er wach war desto besser ging es ihm, nunja jedenfalls den Umständen entsprechend. Doch im gleichen Maße wie die Benommenheit und der Schwindel verschwand kam der Hunger und vor allem der Durst. Durst empfand er einmal mehr in vielerlei Hinsicht, denn auch wenn er es bedingt durch die kämpfe und der daraus resultierenden Ablenkung bisher immer irgendwie ignorieren oder wenigstens ausblenden konnte, so war es doch jetzt so gut wie unmöglich für ihn. Gefesselt und erschöpft wie er war war konnte wurde der süßliche Geruch nach Blut immer intensiver, auch weil er sich unbewusst auch nur darauf konzentrierte. Weshalb dieser Geruch so gering er auch immer sein möchte ihn in diesem seinem geschwächten zustand gerade den Rest gab und die Bestie in ihm noch weiter als unbedingt nötig weckte.

Irgendwer in diesem Zelt blutete also, dass wusste er ohne es zusehen. Die Frage die er jedoch nicht beantworten konnte war ob das Blut von einem seiner beiden neuen bekannten stammte und ob die Verletzung von der Gefangennahme der Person/en stammt oder von den Behandlung als Gefangener stammt. Den Mistkerlen traute er schließlich so gut wie alles zu selbst wehrlose nur aufgrund einer perversen Freude an den Qualen anderer zu foltern oder gar zu ihrer reinen Belustigung zu töten. Aufgrund dieser seiner Abneigung als auch begingt durch seinen Durst zog, zerrte zu scheuerte er langsam aber unaufhörlich an seinen fesseln. Ob es etwas brachte das wusste er nicht, doch hatte er zurzeit weder etwas anderes zu tun noch sonderlich viele alternativen. Gehörte er schließlich nicht zu der Sorte die aufgaben und den Kopf sprichwörtlich einfach so in den Sand steckten. Er hoffte mit seinem tun, aufgrund seiner Monteur und genügend Geduld seine Fesseln mit der Zeit aufzuscheuern. Schwierig vielleicht, jedoch keineswegs unmöglich...

Daher sowohl mit dem im Zaum halten seiner gierigen Gedanken, als auch mit seinem möglichst augenfälligen tun merke er gerade noch rechtzeitig das jemand das Zelt betrat und wenig später ein neues Gesicht in sein Sichtfeld trat. Es war ein Mann der auch irgendetwas von ihm wollte, doch auch wenn seine Gestik und Mimik irgendwie freundlich wirkte, so wusste er dennoch nicht ob dieser ihn vielleicht auch einfach nur verspottete. Verstand er doch nicht annähernd ein Wort, möglich das er ihn etwas zutrinken oder gar essen anbieten wollte, doch er verstand ihn halt einfach nicht. Erst als er eine ihm bekannte Stimme vernahm die ihn sagte was er von ihm wollte verstand er. Zumindest She'sejia war also auch hier und es würde ihr daher wohl auch entsprechend gut gehen, jedenfalls hoffte er das. Zumeist waren Frauen in so einer Lage doch noch weitaus schlimmer dran als Männer. Wobei auch das von vielerlei Faktoren abhing, möglicherweise hatte sie sogar jetzt schon eine Sonderstellung inne und wurde vielleicht sogar bevorzugt behandelt, schließlich galt es ja nicht noch weiter die "Ware" zu beschädigen. Ebenso sah sie ja auch alles andere als unansehnlich aus, im Gegenteil sie war hatte war treffender weise eine Wüstenschönheit, wenn man es mit einfachen Worten sagen wollte. Doch egal ob dieser da ihn nun wirklich einfach nur helfen wollte oder nicht, er hasste ihn, gehörte er doch offensichtlich zu den anderen. Was er ihn auch deutlich machte, wen schon nicht durch das was er sagte, glaubte er doch kaum das auch dieser ihn verstand, dann doch wenigstens durch seine Stimme, in welcher der pure Hass so stark Mitklang das er schon beinahe körperlich spürbar war. Ebenso bewegte er seinen behelmten Kopf ruckartig zur Seite als er sah das der Mann wohl eine der schnallen lösen wollte um ihn seines Helmes zu entledigen. »Sag Ihn er soll verschwinden, hier gibt es nichts für Ihn zu tun, ich habe nichts was er im Stände wäre zu heilen!« Damit spielte er unbewusste auf seine Krankheit mit der er gestraft oder im wahrsten sinne des Wortes verflucht war an. Wenig später fügte er jedoch noch hinzu »Er kann seinen Herren zudem ausrichten ich bin jederzeit bereit mich mit jedem dieser Bastarde zumessen der es wagt gegen mich anzutreten, dann reiße ich Ihnen Eigenhände Ihre Herzen heraus...« ...und trinke all ihr Blut, den letzten Teil dachte er sich zwar freilich nur, doch alleine dieser Gedankengang zeigte einmal mehr wie weit es schon gekommen war. Das Böse was er immer versuchte zu unterdrücken, zu verbergen und das nicht nur mit dem was er trug, wurde stärker und würde bald einen Weg aus den tiefsten Abgründen seiner selbst finden und wenn das passierte würde es wohl auch die Oberhand über ihn gewinnen...

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