Wanderer unter der Sonne

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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Beitrag von Unvorhersehbares » Di, 30. Dez 2008 16:42

Die Banditen schauten Ashteko nicht nach als er sich auf den Weg nach draußen machte. Sie feierten weiter und es floß noch mehr Alkohol. Außerhalb schlug dem Nomaden eine eisige Kälte entgegen nachdem er sich an das Lagerfeuer gewöhnt hatte. Doch das Wegschaffen der beiden toten Wachen ließ ihn wieder aufwärmen. Es dauerte eine Weile bis diese Arbeit erledigt war, da die Leichen ersteinmal den Berg runtergeschleppt werden mussten.

Sein Plan, zu tun als wäre er einer der Räuber, war recht kühn, doch Ashteko hatte sich festgelegt. Nachdem die Toten weggeschafft waren merkte der Nomade, dass die Müdigkeit ihn einholte. Auch in der Höhle war es merklich leiser geworden. Auch die härtesten Männer wurden einmal müde.

Erst als die ersten Sonnenstrahlen das Gesicht von Ashteko berührten, merkte er, dass er eingeschlafen war. Nun war es früh am Morgen und eine angenehme friedlich Ruhe lag über der Wüste. Neben ihm auf einem Stein badete eine Echse im Sonnenlicht. Auch in der Höhle war es ruhig. Oder doch nicht? Ashteko konnte leise Schritte hören, die nach draußen zu gehen schienen. Kurz darauf kam auch schon ein Bandit heraus und ging an Ashteko vorbei.
„Morgen….uhh, mein Schädel..“
Dann ging er um die Ecke hinter einem Felsen und es war Geplätscher zu hören. Danach kam wieder direkt zu Ashteko zurück und band sich die Hose zu.
„Oha… tat das gut….. Sag mal, wo is ´n der andere? Ihr wart doch zu zweit hier draußen, oder?“
Ashtekos Gegenüber hatte tiefe Augenringe, was auch kein Wunder nach so einer durchzechten Nacht war. Dennoch merkte er, dass etwas nicht ganz so stimmte, wie er es erwartet hatte.

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Beitrag von Ashteko » Sa, 10. Jan 2009 14:36

Etwas schläfrig, musste Ashteko sich eine weitere Lüge ausdenken, was seinen angeblichen Wachkameraden betraf. Der junge Wüstenbewohner streckte sich jedoch erst einmal und gähnte herzhaft, ehe er sich seinem Gegenüber zuwandte. "Ich hab keine Ahnung wo der is. Gestern Abend war er noch da und hat gefragt was ich gemacht habe, aber dann bin ich wohl eingenickt und er ist nich da. Wie man sieht. Also mich fragst du zu viel, aber er wird schon wissen was er macht. Wie geht es den anderen, brummt manchen der Schädel auch so wie mir?"
Ashteko wollte das Thema wechseln, denn er fühlte sich recht unwohl unter dem prüfenden Blick des Banditen. Finden würden sie seinen angeblichen Kameraden sicher nicht so schnell, der lag unter Sand und faulte langsam vor sich hin. Aber etwas unbehaglich wurde ihm schon bei diesem Thema, warum war er bei so hellem Verstand, hatte er letzte nacht etwa nichts getrunken, so wie er selbst oder war er mit dem Typen, welcher normalerweiße Wache gewesen war befreundet gewesen? Das wäre natürlich nicht so gut für ashteko, doch er riss sich zusammen und tat so als hätte er einen Kater, den er auch bestimmt hätte, wenn er letzte nacht wirklich getrunken hätte, was er den anderen vorgegaukelt hatte.
Der Wüstennomade lehnte sich zurück und lies sich sein Gesicht von den Sonnenstrahlen aufwärmen. Jetzt merkte er, dass er auch einmal Wasser ablassen musste. Er sah den banditen entschuldigend an und verschwand hinter der Höhle, wo er sich erleichterte. Danach kehrte er wieder zurück und machte sich schon einmal auf das Schlimmste gefasst.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Mi, 14. Jan 2009 22:43

Der Bandit guckte Ashteko erst etwas misstrauig an, dann dann kratzte er sich am Kopf und seine Gesichtezüge normaliserten sich wieder.
„Jaja, der wird schon wieder kommen. Is’ ja kein Kind mehr. Hehe. Naja, und die anderen… die schlafen wohl noch. Ein paar sind schon wach, aber frag nich nach Sonnenschein. Den geht's allen nicht gut. Hehe.“
Dass diese Räuberbande heute wieder losmarschieren wollte, wo alle am gestrigen Abend sich ordentlich die Kante gegeben hatten, war wirklich mehr als zweifelhaft. Doch Ashteko hatte noch keine Bekanntschaft mit dem Kopf der Räuber gemacht. Als der Nomade andeutete, dass auch er mal kurz um die Ecke musste, winkte der Bandit kurz ab. „Jaja. Ich werd mal wieder reingehen und deine Ablösung rausschicken… *gähn* … und dann wird ich mich noch mal kurz auf’s Ohr hauen, solange der Chef noch schläft.“ Dann entfernte sich der Räuber wieder mit schlürfenden Schritten. Eine Zeit später kamen zwei andere aus der Truppe mit ebenso müden Füßen nach draußen.
„Hey“, rief der eine, „wir soll’n euch ablösen. Ihr beide könnt euch jetzt drinnen kurz auf’s Ohr legen.“ Die beiden Banditen kneiften die Augen eng zusammen, weil ihnen nun die Sonne entgegen schien.
„Boah, war die Sonne schon immer so hell?“, fragte der andere.
„Klar, du Idiot. Als ob die mal heller, mal dunkler leuchtet. Das ist die Sonne! Die leuchtet immer gleich! Du hast nur wieder zu viel getrunken.“

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Beitrag von Ashteko » Do, 29. Jan 2009 15:33

Als der Räuber sagte, er könne sich drinnen auf´s Ohr hauen, war Ashteko nicht gerade begeistert, er musste sich somit "In die Höhle des Löwen" begeben. Zwar etwas missmutig, jedoch im Hinterkopf immer noch den Wunsch des alten versorbenen Mannes, setzte er sich langsam in Bewegung, als ihm auch schon seine Wachablösung entgegenkam.
Ashteko klopfte demjenigen freundschaftlich auf die Schulter, der ihm sagte, sie seien die Ablösung, und fügte dann noch hinzu: "Der andere ist wahrscheinlich auf nem kleinen Abstecher in die Wüste, ich hab keinen blassen Schimmer wo er ist." Dann sah er zu dem anderen Banditen, lächelte und sagte: "Pass auf das du nicht erblindest, wenn die Sonne doch heller geworden ist." Lachend begab er sich dann in die Höhle, in der sein Lachen jäh verstummte. Hier drin war es etwas dunkler als draußen und ein dämmriger Schein lies die Höhle unwirklich und schaurig zugleich wirken. Ashteko lies sich nicht davon abbringen und stieg über einige Körper, welche immer noch laute Schnarchgeräusche von sich gaben und saß sich mit dem Rücken zu einer der Höhlenwandseiten, welche ziemlich nah beim Eingang waren udn tat so als würde er schlafen, in Wahrheit jedoch, hörte er aufmerksam auf jedes noch so kleine Geräusch ind er Höhle.

Derstweilen etwas weiter weg.

Iko wurde langsam langweilig, sein Freund war immer noch nicht zurückgekehrt. In der Nach hatte er recht unruhig geschlafen und seine Ohren waren immer von dem einen Geräusch zu dem nächsten Geflitzt, immer ind er Hoffnung, dass es sein Herrchen sein würde. Doch jedesmal wurde er enttäuscht, entweder war er blos der Wind oder einer der zahlreichen Wüstenbewohner, welche sich im Schein des Mondlichts heraustrauten oder auf die Jagd gingen. Nun wurde es jedoch langsam wieder hell und Iko langweilte sich bereits jetzt fast zu Tode. Doch er wusste, er musste so unauffällig bleiben wie nur irgendwie möglich, und wenn Ashteko das Zeichen gab, würde er losstürmen um ihm zur Seite zu stehen.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Sa, 07. Feb 2009 17:02

Als Ashteko der ersten Wache auf den Rücken klopfte und meinte, die zweite Nachtwache sei in die Wüste gegangen, antwortete dieser nur kurz: „Jaja, der wird schon wieder kommen.“
Dann war der Nomade wieder im Dunkeln, wo ihn keiner wirklich erkennen konnte, und lehnte sich an eine Wand. Um ihn herum wurde noch fleißig geschlafen und geschnarrcht. Ab und zu stand mal einer auf und ging nach draußen oder man holte sich wieder Alkohol. Es blieb noch etwas zwei Stunden ruhig, bis der Bandit, der ihn heute morgen geweckt hatte wieder in die Höhle direkt auf Ashteko zu kam. Dabei trat er auf das Bein eines anderen, welcher sich kurz beschwerte: „Mensch, Mohiem, pass doch auf, du elender Elefant.“
Dieser Mohim entschuldigte sich halbherzig und ging dann weiter zielgerichtet auf Ashteko zu. „Hey, Jerimin, ich kann Ali nirgends finden. Sicher, dass du nicht weißt wo er hingegangen ist?“
Er hielt Ashteko wohl immer noch für einen der beiden getötenten Wachen und zwar für den, der sich Jerimin nannte.
„Ich bin draußen ein wenig herum gegangen und konnte nicht die leiseste Spur von ihm ausmachen. Wenn der Anführer davon Wind bekommt, kriegen wir alle ziemlichen Ärger.“
Dann hörte man wie das Schloss von der Tür, die den einen Höhlengang versperrte, mit lauten Klacken aufgeschlossen wurde.
„Ohje, wenn man vom Teufel spricht…“
Mohiems Tonlage ließ nichts gutes verheißen. Die Tür wurde mit Schwung aufgeschlagen und heraus trat ein großer, muskelbepackter Kerl mit Narben im Gesicht. Dieser schrie auch gleich los: „Aufstehen ihr faules Pack, sonst mach’ ich euch Beine. Wer weiter schläft bleibt ewig schlafen, hab ihr mich verstanden?“
Ein zustimmendes Raunen ging durch die Menge und alle noch so müden Gestalten erhoben sich. Der vermeintliche Anführer rief seinen Leuten aber weiter zu:
„Sehr gut! Jetzt bringt die Kamele raus und packt die Schätze ein. Es geht wieder nach Hause. In zwei Stunden will ich, dass alles fertig ist. Also beeilt euch, ihr Schlappschwänze.“ Sogleich fing die ganze Meute an sich an die Arbeit zu machen. Jeder schien zu wissen, was zu machen ist. Mohiem zog Ashteko grob hoch: „Beeilung, Beeilung. Wir müssen jetzt schnell Ali finden. Los komm mit, du musst mir helfen."
Während Mohiem ihn nach draußen zog, bemerkte Ashteko, dass noch zwei weitere gut bewaffnete Banditen aus der Tür kamen und sich aufsehermäßig vor die Arbeitenden stellten.

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Beitrag von Ashteko » Mo, 09. Feb 2009 19:06

Der junge Wüstennomade beobachtete alles haargenau. Doch als die zwei Wächter sah, stand er auf und folgte dem Banditen aus der Räuberhöhle. Gut. Wie es scheint, halten sie mich für diesen Jerimin, solange das so bleibt ist ja alles in Ordnung. Draußen angekommen, schützte er seine Augen mit der Hand vor der Sonne, welche ihn nun blendete, nachdem er in der dämmerigen Höhle gewesen war und die Augen auch noch geschlossen hatte. Ashteko stapfte durch den Wüstensand, welcher sich langsam erwärmte und bald so heiß sein würde wie jeden Tag. Er sah zu dem Banditen und streckte seinen Arm Richtung Dünen. "Ich glaube, dorthin ist er gestern Nacht gegangen. Doch so genau weis ich das nicht mher, ich hatte auch ein wenig getrunken und bin noch bevor er zurück kam eingenickt."
Die Stelle, auf die er gezeigt hatte, lag nicht weit von Ikos Versteck entfernt, und wenn der Räuber Verdacht schöpfen würde, dass Ashteko gar nicht sein Kamerad war und dass der wahre Bandit bereits verfaulend umherlag, so würde Mohiem sein nächstes Opfer sein, doch bis jetzt verhielt Ashteko sich eher wie ein rüpelhafter Nichtsnutz, der am Abend zuviel gesoffen hatte, wie einer von den Räubern also.
Doch wie die beiden sich nun in Bewegung setzten, hatte Ashteko viele Fragen, die er jedoch nicht stellen konnte, ohne das Risiko zu erhöhen, dass er entdeckt werden würde. Wer war der Anführer? Warum hatten alle eine heiden Angst vor ihm? Und natürlich: Wo war die Prinzessin, die er suchte?

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Beitrag von Unvorhersehbares » Di, 17. Feb 2009 11:24

Der Morgen war in der Wüste immer noch der angenehmste Teil des Tages. Darum hatte Mohiem unteranderem auch bestanden, den Vermissten sofort zu suchen. Nachdem Ashteko in die Richtung gezeigt hatte, wo er angeblich Ali vermutete, nickte Mohiem nur kurz und lief los. Er hielt nach Spuren und anderen Auffälligkeiten ausschau. Doch vergeblich.
„Hm, seltsam. Der wird doch nicht abgehauen sein. Ali war doch bis jetzt immer recht zuverlässig.“ Er kratzte sich am Kopf und überlegte.
„Was war eigentlich gestern mit dir los? Sonst verlässt du doch selten deinen Wachposten. Hattest wohl Angst, dass für dich nichts mehr übrig bleibt, wa? Hehe.“
Dann schaute Mohiem sich noch mal um.
„Verdammt, so kann das nicht weiter gehen. Wir müssen uns was ausdenken. Hast du ne Idee, Kumpel?“

Iko hörte die beiden von seinem Versteck zwar, blieb aber ruhig und gab auch keinen Laut von sich. Er wartete nur auf Ashtekos Zeichen.

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Beitrag von Ashteko » So, 15. Mär 2009 10:19

Ashteko antwortete zunächst nicht auf die Worte des Räubers, sondern hielt seine wachen Augen auf die Dünen und Hügel der Wüste gerichtet. Irgendwo dazwischen, vor jedem Blick geschützt, lauerte sein Iko, der nur auf ein Zeichen seines Herren wartete.
"Hätte ich eine, würde ich sie wohl kaum für mich behalten. Wir müssen ihn suchen, dumm rumstehen und nachdenken bringt auch nichts. Gehen wir einfach ein bisschen durch die nähere Umgebung, weit kann er nicht gekommen sein."
Nun zierte doch ein Grinsen die kühlen Züge des Nomaden.
"Ich musste nur kurz weg, ich bin auch nur ein Mensch, Mohiem. Deshalb hab ich meinen Posten verlassen. Aber jetzt komm lieber mit, je länger wir zögern, desto weiter haut Ali ab. Entweder hat er sich aus dem Staub gemacht oder er ist nachts beim pissen erforen. Würde mich nicht wundern bei der Kälte", fügte Ashteko mit staubtrockenem Humor an und machte einige Schritte aus dem Schatten der Räuberhöhle hinaus. Er wusste ungefähr, wo sich die Leiche des fraglich verschwundenen Banditen verbarg, er musste nur dafür sorgen, dass sein Begleiter und er selbst nicht zu nah an diese Stelle und somit an Iko herankamen.
"Jetzt komm schon, sonst finden wir ihn nie", brummte der junge Mann gespielt ungeduldig, dabei hätte es ihm nicht langsam genug gehen können. Die Sonne stieg allmählich über den Horizont der Wüste hinauf und mit ihm kamen Hitze und vor allem die trockenen, warmen Winde, die den Sand durch die wabernde Luft wehten und die Möglichkeit boten, die Leiche unter sich zu begraben, bevor die Zwei zufällig daran vorbeikamen. Ruhe, Geduld und stahlharte Nerven wurden von Ashteko gefordert, wenn er nicht auffliegen wollte.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Do, 19. Mär 2009 11:47

Iko verhielt sich immer noch ruhig in seinem Versteck und Mohiem merkte von dem Schakal nichts. Ein leichter Wind fegte über den Sand und verwischte zum Teil die Spuren von gestern. Auf Ashtekos Aussagen reagierte der Bandit ein wenig ungehalten:
„Jaja, sollte doch kein Vorwurf sein. Du musst doch nicht gleich zickig werden. Bist ja schlimmer als meine Frau! Dann mal los.“
Mohiem schlug bei der Suche spontan irgendeine Richtung ein. Mit zusammen gekniffenden Augen suchte er dabei die Gegend ab. Langsam fing die Luft an zu flimmern, wodurch die beiden nicht weiter als etwa hundert Meter klar sehen konnten.
„Lass uns um den Felsen gehen. Wenn ich abhauen würde, würde ich mich erst mal hinter den Felsen verstecken.“
Mohiem führte die beiden zunächst zu der Seite des Felsen, wo Ashteko noch nicht war und somit weiter weg von Iko und den vergrabenen Leichen. Auf dem Rückweg würden sie beidem aber recht nahe kommen.

Der Felsen war groß und besonders breit. So hatte sie nach einer halben Stunde noch nicht einmal die Hälfte hinter sich gelassen. Doch etwas anderes hatte Mohiem nach der Zeit entdeckt: „Schau dort! Siehst du das Loch hinter den Büschen. Wenn das nicht mal eine Höhle ist. Lass uns da nachsehen. Vielleicht finden wir ihn ja dort.“ Um die Höhle zu erreichen mussten sie einen steileren Hang überwinden, dieser stellte aber nicht wirklich ein Problem dar. Auf dem Weg dorthin erzählte Mohiem, dass ihm diese Höhle noch nie aufgefallen wäre. Hell war es in der Höhle nicht wirklich. Einige Meter konnte man noch hinein sehen, doch sie schien noch etwas tiefer als nur ein paar Meter zu gehen.
„Ich lass dir den Vortritt, Bruder. Immerhin hast du ihn verloren.“ Dabei grinste Mohiem breit.

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Beitrag von Ashteko » Di, 21. Apr 2009 18:29

Ashteko folgte Mohiem bis zum Eingang einer Höhle, die er laut seinen Worten selbst noch nie gesehen hatte. Der Räuber glaubte wohl, der von dem Nomaden Getötete hielte sich vielleicht da drinnen auf und achselzuckend ging er voran. Es galt, so ruhig und lässig wie möglich zu tun, der Bandit neben ihm durfte auf keinen Fall hinter die Wahrheit kommen, sonst wäre Ashteko aufgeflogen und damit alles aus.
Die Höhle, die er nun betrat, war klein und wurde nur einige Schritte weit vom Licht der Wüstensonne erhellt. Der Jüngling blieb am Rand des Lichtkreises stehen und sah in die Dunkelheit; Umrisse von seltsam verdrehten und bizarren Formen an Kalkstein oder ähnlichem zeichnete sich in den bedrohlichen Schatten ab und aus einem unbestimmten Gefühl heraus zog Ashteko sein Schwert. Hinter ihm stand Mohiem und fieberhaft überlegte er, wie er aus dieser Situation wieder herauskommen könnte.
"Hier ist zwar etwas, doch ich glaube nicht, dass es unser Flüchtling ist", hauchte der Nomade plötzlich, als sein Blick sich an die Dunkelheit zu gewöhnen begann. Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken, seine Intuition schrie im Innern seines Kopfes lautstark: Gefahr! Was lauerte nur in den Tiefen dieser Höhle? Die Leiche des ermordeten Räubers würde es wohl kaum sein, die lag verbuddelt in der Wüste und bewacht von Iko.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Fr, 24. Apr 2009 19:10

Je länger Ashteko in die Höhle schaute, desto mehr gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit. Sehr viel mehr konnte er trotzdem nicht erkennen. Der Boden der Höhle war ziemlich sandig, wahrscheinlich wegen den Sandstürmen. Die Wände hingegen waren zerklüftet und wirkten bedrohlich. Imgrunde schien alles recht normal für eine leere Höhle… doch was war das? War da eine kleine Bewegung zu sehen? Oder doch nur eine optische Täuschung? Ein Geräusch kam zumindest nicht aus der Höhle. Mohiem war es, der Ashteko wieder zurück holte: „Und? Ist da was?“
Schon wieder bewegte sich etwas in der Höhle und diesmal war sogar etwas zu hören. Es klang, als ob jemand oder etwas über den Sand rutschte.
„Was war das?“, fragte Mohiem flüsternd. Auch er holte nun seinen Säbel hervor. „Keine Angst Bruder. Ich bin hinter dir.“ Wirklich zuversichtlich klangen seine Worte nicht.
Schon wieder rutschte etwas in der Höhle über den Boden. Und dann kam noch ein tierisches Fauchen und Zischeln dazu. Groß konnte das Tier nicht sein, denn wie Ashteko erkannte wurde die Höhle nach hinten hin immer flacher. Plötzlich schoß das Untier aus der Dunkelheit direkt auf die beiden zu und blieb kurz vor dem Höhleneingang stehen um bedrohlich zu fauchen. Es handelte sich um eine Riesenechse mit scharfen Krallen und großen Zähnen. Bösartig starrte dieses fast zwei Meter lange Wesen zum Ausgang, bereit mit einen tötlichen Zähnen zuzubeißen. Die Haut war dick wie Leder.
„Oh mein Gott… lass uns von hier abhauen.“, flüsterte Mohiem mit zittriger Stimme.
Das Tier atmete schwer und wippte leicht vor und zurück. Dass es trotz seiner Masse schnell sein konnte, hatte Ashteko gerade eben ja erlebt. Auch Mohiem fing an schwer zu atmen. Leider wusste der Normade nicht, ob er sich aus den Räuber im Kampf verlassen konnte.

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Beitrag von Ashteko » Di, 28. Apr 2009 20:41

Ashteko zuckte zusammen als aufeinmal das große Untier nur knapp vor ihm schlitternd zum stehen kam. Die Zunge der Echse zischte bedrohlich in der Luft und fuhr dann blitzschnell in das Maul des Tieres zurück. Der Wüstennomade sah langsam zu Mohiem hinter, welcher in etwa 2 schritte hinter ihm stand und schwer atmete. "Psst. Mohiem! Ich werde ihn eine Zeit lang ablenken, hol du inzwischen Verstärkung, außer du wilslt, dass es mich frisst und danach dich holen kommt, und glaub mir, mit dem was ich bis jetzt gesehen habe, weiß ich mit Sicherheit, dass es dich in Windeseile eingeholt haben wird!" Damit drehte sich Ashteko wieder dem Monster zu und lies sein Schwert leise summend aus seiner Scheide gleiten. "Nun mein kleiner, es wird Zeit für ein Spielchen, findest du nicht?"
Von draußen kam ein laues Lüftchen hereingeweht und brachte ein bischen Sand mit in die Höhle. Das Echsentier bewegte sich nicht und auch der Wüstenbewohner sah das Wesen nur starr wie eine aus Stein gehauene Statue an. Würde er schnell genug sein, um dem Wesen zu entkommen, wenn er wusste, dass er es nicht besiegen konnte? Eher nicht.
So nahm er nun sein Schwert etwas fester, sodass der lederne Griff ächzte. "Nun denn. Es wird wohl Zeit für ein kleines Tänzchen." Damit sprang er auf das Monster zu, sein Schwert zum ausholen bereit.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Do, 30. Apr 2009 20:58

Das Monster war sogar unter seinen Artgenossen ein besonders großes Exemplar. Wahrscheinlich war die Echse schon etwas älter. Sie blinzelte in als sie in die Sonne trat. Wer weiß, wie lange das Monster schon in der Höhle war. Nachdem Ashteko zu Mohiem gesprochen hatte zischelte das Monster noch einmal bedrohlich und starrte seine beiden Gegner mit einem von Moment zu Moment böser werdenden Blick an. Mohiem schüttelte auf Ashtekos Aufforderung nur den Kopf. „Bis du irre? Selbst wenn ich rennen würde, käme ich nie rechtzeitig mit Verstärkung zurück.“ Doch selbst schien er auch keine Idee zu haben, was zu tun war. Dennoch wollte der Räuber seinen als echt geglaubten Kumpanen nicht im Stich lassen. So trat auch er dem Monster entgegen und stellte sich mit gezogenem Säbel neben Ashteko. Das schien die Echse etwas verunsichert zu haben da sie einen Schritt zurück machte. Um nicht vollends schwächlich darzustehen fauchte sie noch einmal intensiv.
„Dieses Monster hat auf alle Fälle Ali getötet,“ flüsterte Mohiem wütend, „Da bin ich mir ganz sicher!“
Dann sprang Ashteko dem Monster entgegen und auch dem Bandit schien die Jagtlust gepackt zu haben. Auf jeden Fall sprang auch er auf das Monster zu und brüllte dabei wie wild. Doch im Gegensatz zu dem Nomaden holte Mohiem schon für seinen Schlag aus und traf das Monster mit voller Kraft im Gesicht und schnitt eine lange Wunde hinein. Zu Mohiems entsetzten war der Schnitt aber nicht sehr tief. Die Haut des Biests war härter als Leder und er hatte ja nicht einmal ein Auge erwischt. Nun schien das Monster erst recht wütend geworden zu sein und schnappte mit seinen tötlichen Zähnen nach dem Räuber, welcher zu seinem Glück rechtzeit auswich. Dann robbte die Echse wieder einen Meter zurück in die Höhle hinein um einen neuen Angriff zu starten. Dieser erfolgte dann auch ohne langes Zögern und ging direkt auf Ashteko los.
„JETZT!“, rief Mohiem ihm eingegen. Das Monster hatte das Maul weit aufgerissen und rannte mit einen furchteinflössenden Zähnen auf den Nomaden zu.

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Beitrag von Ashteko » So, 24. Mai 2009 20:53

Das Untier hatte das Maul weit aufgerissen und darin sah Ashteko seine Chance. Er nahm das Schwert in beide Hände, und stach zu, als das Tier gerade zum Sprung ansetzte. Sein Schert verschwand in dem Schlund der Echse und Blut bespritzte seine Arme und sein Gesicht. Das Wesen zappelte wild umher und der Wüstennomade musste das Schwert loslassen, denn ansonsten hätte das Tier ihm noch den Arm bei seinem wilden Todestanz gebrochen. Die Echse zappelte wild umher und aus ihrem Maul tropfte Blut, als es dann das Schwert im Maul, gegen eine Wand sties und dabei das Schwert bis zum Heft in seinen Rachen rammte, sprudelte eine Fontäne aus Blut hervor, welches dann an der Höhlenwand herabfloss. Dann blieb sie still liegen.
Ashteko näherte sich langsam dem Wesen und stupste es erst noch einmal mit dem Stiefel an, ehe er sich bückte und sein Schwert aus dem Rachen des Untiers zog. Mit einem schmatzenden Geräusch und noch einem Blutschwall, hatte der Wüstenbewohner sein blutüberströmtes Schwert wieder in Händen. Heftig atmend drehte er sich zu Mohiem um und grinste dann breit. "Na, dass war doch mal ein Schlag, finds´te nich?" Lachend ging er zu dem Banditen hin und klopfte ihm Kameradschaftlich auf die Schulter. "So erledigt man solch ein Viech! Und wie es geblutet hat! So was hat man noch nich gesehn, aber selbst schuld das dämliche echsenviech, was muss es sich auch mit uns beiden anlegen, nich wahr mohiem?" Grinsend ging Ashteko wieder aus der Höhle hinaus, dass Schwert immer noch in der Hand, falls wieder etwas - oder jemand - es wagen würde ihn anzugreifen.

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Beitrag von Unvorhersehbares » So, 28. Jun 2009 15:17

Das Monster war sich seines Sieges sicher, doch dies war sein Untergang. Zu selbstsicher rannte die Echse auf Ashteko zu, doch dieser packte die dar gelegte Möglichkeit am Zopfe und stieß sein Schwert ins Maul des Ungetüms. Der Nomade musste etwas wichtiges im Körper des Wesens zerschnitten haben, denn das Blut floss regelrecht aus dem Maul und der Fluss schien kein Ende zu nehmen. Nicht nur Ashtekos Schwert, sondern auch seine Kleidung war mit Blut bespritzt. Am Boden der Höhle bildete sich mit dem Sand zusammen roter Schlamm. Mohiem schien noch nicht ganz an den Erfolg zu glauben, denn er stand noch mit weit geöffneten Mund dar und starrte diese blutige Szene an. Nach den prallenden Worten des Nomaden, drehte sich Mohiem zu Ashteko ohne seinen schockierten Blick zu verändern und nickte danach leicht resigniert.
Aus dem inneren der Höhle kamen keine weiteren Geräusche mehr und auch keine weiteren Monster. Solangsam legte sich auch über den Banditen etwas Erleichterung: „Junge, Junge. Dit hätte echt schief gehen können! Ich bin mir sicher, dass dieset Viech da Ali auf’m Gewissen hat… Scheiße! Und jetzt müss’n wa zurück zum Anführer um dem Bericht zu erstatten.“ Diese Tatsache schien Mohiem auch sehr viel Kopfzerbrechen zu bereiten.
„Los Jerimin, lass uns zurück gehen. Die anderen wart’n bestimmt schon.“ So machte sich der Räuber wieder auf dem Weg zurück ins Lager.Auf dem Weg dorthin sagte er kaum ein Wort zu Ashteko. Nur dass dieser dem Bandenchef Bericht erstatten sollte, da Mohiem natürlich glaubte, dass Ashteko die Nacht Wache gehalten hatte. Der Bandit schien dank der Gesichtsverdeckung von Ashteko noch keinerlei Verdacht geschöpft zu haben. Wieder in der Höhle angekommen, sahen die beiden, dass schon reges Treiben herrschte. Die Kamele waren schon alle draußen und zum großen Teil bepackt. Auch Innen hatte sich einiges verändert. Die meisten Kisten und Säcke waren verschwunden und niemand lag mehr schlafend auf dem Boden. Mohiem zeigte auf einem gut gekleideten und gut gewaffneten Räuber, welcher einige Anweisungen machte. „Wir erzählen’s erst lieber mal dem Komandant’n. Der is’ etwas verständnissvoller als der Boss.“ Obwohl vieles hin und her getragen wurde und die Höhle leerer war, sah Ashteko nichts von der Person, die er retten sollte.

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