Wanderer unter der Sonne

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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Ashteko
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Beitrag von Ashteko » Sa, 18. Jul 2009 16:42

Die Sonne über der Wüste erhitzte die Luft um die beiden Männer. Die Umgebung flimmerte verschwommen. Ashteko war nun langsam wieder zu Atem gekommen und sein Herzschlag hatte sich auch wieder normalisiert. Sein Schwert steckte er vor der Höhle bis zum Heft in den Sand und rüttelte etwas herum.
Als er es wieder herauszog war das Blut der erschlagenen Bestie weggewischt und als der Nomade über die breite Schneide strich, rieselte der letzte Sand von der Klinge. Danach lies er es wieder in der Scheide verschwinden.
Hier in der Höhle war es nun still, also war die Bestie allein gewesen. Nachdem er einen letzten Blick auf die tote Echse geworfen hatte, folgte er dem Räuber zurück zu dessen Unterschlupf.
Der junge Mann war ziemlich froh und erleichtert dass das Glück ihm hold gewesen war, zum Einen, dass er das Untier so schnell hatte erschlagen können und zum Anderen, dass nun der Räuber dachte, dass die Bestie den Wachmann umgebracht hätte, womit er nun erst einmal aus dem Schneider war, solange seine Verkleidung nicht auffliegen würde.

Im Lager der Banditen herrschte reges Treiben. Kisten wurden aus der Höhle hinaus in den Wüstensand gestellt. Vorsichtig sah sich Ashteko um, doch die Prinzessin, welche er immer noch vor hatte zu retten, war nicht dabei. Da sagte auf einmal sein Räuberkamerad, dass er dem Hauptmann Bericht erstatten sollte. Dem jungen Krieger lief es kalt den Rücken runter. Wie sollte er denn DAS anstellen? Er kannte den Anführer nicht einmal und dieser würde sich mit Sicherheit nicht an ihn erinnern. Somit wäre seine Tarnung aufgeflogen.
Verzweifelt drehte er sich zu dem Banditen um und fragte: "Hey, ich geh ganz sicher nich allein zu ihm. Der bringt mich um wenn ich ihm sage was mit meinem Kumpel passiert ist und auch beinahe mit uns, geh du doch hin, du hast das Biest schließlich auch gesehen, ich kann ja in der Zwischenzeit beim zusammenpacken helfen." Ashteko hoffte, dass sich der Räuber auf sein Angebot einlassen würde, ansonsten wäre er hilflos und würde sich ganz sicher nicht zu helfen wissen.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Di, 28. Jul 2009 12:24

Immer mehr wurde aus der Höhle heraus geholt und die Bande schien mit den Abreisevorbereitungen fast fertig zu sein. Doch von dem Mädchen war immer noch nichts zu sehen. Die Holztüre, aus der heute morgen der Anführer herauskam war aber wieder geschlossen. Wie es dahinter aussah oder wer noch da drinnen war konnte Ashteko noch nicht erahnen. Von den anderen oberen Banditen war nur der gut in schwarz gekleidete Bandit in der Höhle, auf dem Mohiem gezeigt hatte, und ein anderer, viel kräftigerer Kerl, draußen bei den Kamelen.
Auf Ashtekos Angebot wollte Mohiem ganz und gar nicht eingehen. Er zeigte ihm den Vogel und meinte: „Du hast se’ doch wohl nicht mehr Alle bei sammen. Wer is’ den bei der Wache eingepennt, hä?“ Der Bandit zeigte sich sichtlich verärgert und verschränkte seine Arme. Mohiem schien über etwas nachzudenken, denn seine Stirn legte sich noch mehr in Falten. Über was er auch immer nachdachte, es schien zu Gunsten Ashtekos zu sein, denn seine Gesichtszüge entspannten wieder, nachdem er lautstark ein und aus atmete. „Nagut… sagen wir ich komm’ mit und steh’ hinter dir. So als Rückendeckung. Wir sagen einfach, dass Ali meinte, er wollte pissen gehen und ist nicht wieder gekommen. Aber du sprichst, klar?“
Das schien Mohiems letztes Wort zu sein. Womöglich wollte er das Gleiche machen, was Ashteko vor hatte: sich einfach verdrücken.
Doch dafür war es nun für beide zuspät. Zulange standen sie in der Höhle herumn und haben disskutiert, sodass der Banditenaufseher auf den beiden Aufmerksam wurde. „Hey ihr da. Ihr beiden“, mit drohendem Finger ging er auf die beiden zu. „Was steht ihr da herum. Habt ihr nichts zu tun?“Mit vier großen Schritten war er bei den beiden angelangt. „Hey Jerimin, wieso schläfst du nicht?“, seine Stimme war laut und drohend, „Wenn du nachher einschläft,zieh ich dich mit dem Gesicht im Sand mit nach Hause.“ Dann schaute er etwas verwundert zu Mohiem. Dieser grinste daraufhin nur etwas verlegen.
„Wo ist eigentlich Ali? Habt ihr nicht zusammen Nachwache gehalten?“ Mohiem hielt wie angekündigt den Mund. Es war also an Ashteko, dem Räubervize zu erklären was mit Ali geschehen war.

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Beitrag von Ashteko » So, 06. Sep 2009 19:25

Ashteko rutschte das Herz in die Hose als auf einmal der muskelbepackte Kerl auf ihn zukam und ihn ablaffte. "Öh... nunja. Wie soll cih des nun am besten ausdrücken.." fing er an. "Also gestern Nacht war des so, dass ich und Ali Wache hatten. Und dann wollte er pinkeln gehn. Ich bin dann...äh....eingeschlafen...und er kam dann nich zurück als ich wieder aufgewacht bin. Ich hab natürlich sofort die Suche angetreten als alle wach waren mit Mohiem hier." Er zeigte hinter sich auf den Räuber welcher ihn wirklich alles machen lies. "Und dann sind wir da hin gegangen wo Ali letzte nacht zum pissen hingehn wollte. Haben alles abgesucht aber nur ne Echse gefunden, welche uns angegriffen aht. Die liegt nun tot in der Höhle und lernt in ihrem Blut schwimmen das Drecksvieh hat mit Sicherheit Ali getötet diese Bestie..." Damit lies er es gut sein und senkte nur den Blick vor dem Banditen. Ashteko hatte mächtig Schiss, was würde er mit ihm anstellen, wenn er herausfand dass die Hälfte davon gelogen war und er nicht einmal wusste wer sein Gesprächspartner überhaupt war oder wie er hieß? Der Wüstennomade sah sich schon selbst aufgeschlitzt im Wüstensand verenden. Schwer schluckte er den Klos in seinem Hals hinunter und wartete darauf dass er auffliegen würde.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Di, 15. Sep 2009 10:14

Der Banditenaufseher hörte sich Ashtekos Gestammel tatsächlich in Ruhe bis zum Ende an. Mohiem nickte dabei nur die ganze Zeit. Nachdem der junge Nomande mit seiner Erklärung fertig war, schaute der Aufseher zu Mohiem: „Ist das wahr?“
„Ja, Amul. Alles was er sagt ist wahr.“,antwortete Mohiem, “Jerimin hat diese Riesenechse außerdem mit einem Schlag getötet.“
Amul verdeckte mit der Hand sein Gesicht und schüttelte nur noch den Kopf.
„Getötet hast du das Vieh zumindest.“, murmelte er in die Hand. Dann aus heiterem Himmel packte er Ashteko an den Kragen und zog ihn mit einer ungeheuren Kraft an sich heran: „Auf der Nachtwache schläft man aber trotzdem nicht!“, brüllte Amul ihn an, „Sonst würde man das Schlafwache und nicht Nachtwache nennen!“ Dann warf er Ashteko nach hinten, dieser schaffte es aber noch auf den Beinen zu bleiben.
„Bin ich hier nur noch von Idioten umgeben?“, schrie er in der Höhle herum, sodass jeder ihn hören konnte. Nach einigen kräftigen Atemzügen wurde Amul wieder ruhiger.
„Ich denk mir deine Bestrafung aus wenn ich wieder Zeit hab. Und nun macht euch irgendwie nützlich, egal. Hauptsache ihr steht nicht im Weg herum.“
Dann guckte er die beiden kurz an: „Husch, husch, oder soll ich euch noch das Laufen beibringen?“ Mohiem packte Ashteko am Arm und zog ihn weg, weiter in die Höhle hinein.
„Mann, da hast du echt nochmal Glück gehabt. Amul vergisst das Ganze bei der Aufregung hier bestimmt wieder. Haha… Ich geh jetzt raus und helf bei den Kamelen. Was du jetzt machst ist mir auch egal, Kumpel.“
Daraufhin machte sich Mohiem auf den Weg nach draußen.



[O.T.: Die Namen der ganzen NPC werd ich dann in deiner Abenteuerbeschreibung schreiben, dass keiner von uns durcheinander kommt.]

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Beitrag von Ashteko » Mi, 14. Okt 2009 20:57

Ashteko stand noch immer leicht durcheinander da und wischte sich die Spucke aus dem Gesicht, die Amul bei seinem Tobsuchtanfall versprüht hatte. Die wütenden Worte des Aufsehers dröhnten in seinem Schädel und für kurze Zeit hielt er es für das Beste, einfach ruhig da stehen zu bleiben. Sein Begleiter wollte sich um die Kamele kümmern und da der Nomade auch nicht wusstewohin, folgte er dem Räuber nach draußen. Etwas abseits des Höhleneingangs war ein schlecht zusammengebautes Gehege für ungefähr zwei Dutzend Kamele aufgestellt worden. Es waren eigentlich nicht mehr als alte Holzbretter oder grob zerstückelte Palmstämme, die man mitgeschleppt hatte und in einen Kreis geschlichtet hatte. Darin lagen standen und dösten die Tiere gelangweilt vor sich hin. Ein paar Räuber saßen gelangweilt daneben, einer schleifte gerade ein altes Bündel Heu hinter sich her. "Hmpf.... von mir aus", seufzte Ashteko und krempelte die Ärmel hoch. Ihm musste wirklich langweilig sein. "He, du da!", rief er, ohne auf Mohiem zu achten, der ja genau neben ihmstad. "Halt die Fresse und mach dich da hinten nützlich!", schnaufte der Mann der das Heu schleppte und zeigte auf das Gatter, ganz am hinteren Ende. Ein großes Kamelmännchen trampelte und schnaubte aufgebracht, es sah ziehmlich wütnd aus. Zwei Räuber versuchten gerade, es mit Stöcken von den anderen Tieren zu trennen.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Fr, 05. Feb 2010 22:34

Als Ahsteko die Arbeit der Räuber eher gelangweilt beobachtete, stellte sich immer noch die Frage, wie er seinen Schwur gegenüber dem alten, jetzt toten Nomaden erfüllen konnte. Mohiem hatte nichts über ein junges Mädchen erzählt, auch im gesamten Lager keine Spur eines Mädchens, auf das die Beschreibung des Greises gepasst hätte. Einer der Räuber beleidigte ihn schnaufend und befahl, dass er gefälligst mit anzupacken hatte. Als das Schicksal seinen Lauf nahm und der Blick des bärtigen Banditen an Ashteko vorbeischrammte. Die Augen weiteten sich vor Entsetzen.

"Was zum... Shasum! Ruf die Leute zusammen, da kommt irgendjemand! VERFLUCHT, WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!!!!"
Mit einem Mal ging ein Ruck durch das bis eben noch friedliche Lager der Räuber, die an Ashteko vorbei in die Wüste hinaus starrten und in wildes Gerufe und Gebrülle verfielen. Auch der Nomade konnte nun mit einem Blick über die Schulter erkennen, dass sich am Horizont eine breite Staubwand näherte. Das Trommeln unzähliger Hufe mischte sich unter das ferne Schnauben und Wiehern von Pferden, was aber sekündlich näher rückte.

Es waren in schwarze Mäntel und Kapuzen gehüllte Reiter, die auf pechschwarzen Rössern soeben die Sanddünen direkt auf das Lager zuritten. Zwischen den aufwirbelnden Staubwolken konnte Ashteko nur Säbel und Speere erkennen. Die gesamte Räuberbande wuselte sich vor dem Eingang der Höhle zusammen, zogen ihre Waffen und ihr Anführer brüllte irgendwelche unverständlichen Befehle. Doch das alles konnte nicht viel bringen im Angesicht der Reiterei von geschätzterweise locker 100 Angreifern, die soeben in breiter Front in die Reihen der Banditen stürmten und ein wildes Blutbad seinen Anfang nahm. Einer der Reiter hielt genau auf den jungen Nomaden zu, senkte den Speer und hätte seinem Ziel den Stahl geradwegs durch die Brust gejagt, als irgendwo zwischen dem durchgewirbelten Wüstensand ein greller Lichtblitz zuckte und Reiter samt Pferd qualmend und erbärmlich stinkend auseinanderrissen.
Die verschmorte Leiche des Reiters blieb vor Ashteko liegen, der sich seinem "Retter" gegenübersah.

Ein hochgewachsener Schatten löste sich aus den Schwaden, ebenfalls schwarz gekleidet und mit einem Doppelschwert bewaffnet, an dessen Griff also zwei gebogene Klingen auf ihren Einsatz warteten. Das Gesicht war durch die Kapuze verdeckt und das Geschrei und Geklirre von Waffen machte es nicht einfacher, sich auf den Kerl zu konzentrieren. Da aber hörte der Nomade plötzlich eine zischende Stimme in seinem Kopf.
"Du bissst also der Kerl, der auf der Suche nach dem Mädchen ist, das dem alten Asun´scha gehört hat. Wie auch immer, zügele dich, falls du Dummheiten vorhast. Wir sind hier, um zu helfen",fauchte die Gestalt vor ihm, als spräche eine Wüstenschlange. Während sie zu Ashteko sprach, verstummten die Geräusche von Tod und Qualen allmählich. Der Staub legte sich und entblößte ein Leichenfeld. Alle Räuber, auch Mohiem lagen erschlagen und grausam verstümmelt im Sand, über ihnen die Reiter, die offenbar keinen einzigen Verlust zu beklagen hatten. Die Pferde schnaubten und wandten sich dem Nomaden zu, der sich im Nu von den Siegern umzingelt sah. Speere und Lanzen richteten sich auf ihn und der "Schlangenmensch" sprach wieder, diesmal mit tieferer Stimme, sodass alle ihn hören konnten.

"Bist du Ashteko, der Enkel Fasams? Sprich die Wahrheit, eine Lüge würden wir sofort erkennen..."

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Beitrag von Ashteko » Fr, 19. Feb 2010 8:51

Ashteko wollte gerade mit anpacken helfen, als vor ihm ein Bandit stand und sich dessen Augen weiteten. Das herz des Nomaden schien stilltzustehen. Hatten sie ihn erkannt? War er nun des Todes? Doch dann wurde er darauf hingewiesen, dass es nicht er war, welcher diesen Gesichtsausdruck ausgelöst hatte, sondern etwas, was hinter ihm war. Schnell drehte sich der Junge um, doch was er sah, gefiel ihm nicht wirklich besser, als zuvor die erkenntnis, dass sie ihn nun durchschaut hatten.
Wie alle anderen Banditen auch, zog er sein schwert aus der Scheide und machte sich bereit. Bereit um der schwarzgekutteten Übermacht die Stirn zu bieten. Er hatte keine Ahnung wer sie waren, was sie wollten oder was sie hier suchten, doch nach ein paar Augenblicken war alles vorbei, bevor ashteko auch nur einen von ihnen hätte niederschlagen können. Die Räuber lagen überall tot am Boden und ihr Blut versank bereits im wüstensand.
Dann hörte er eine zischende Stimme in seinem Kopf. Wie ein gehetztes Tier sah er sich um, konnte aber bis auf eine schwarzgekuttete gestalt vor sich nichts entdecken. Hatte diese gestalt etwas gerade in seinen Gedanken mit ihm Geredet? Und woher wusste sie überhaupt über seine Aufgabe bescheid? Doch als er gerade etwas erwieder wollte kam aus der Dunkelheit unter der Kapuze eine zischelnde stimme hervor.
"Mag sein.. Doch wenn ihr schon so genau über mich und meine aufgabe bescheid wisst, so denke ich habe ich vielleicht auch das Recht zu erfahren um wen es sich bei meinen mysteriösen verbündeten handelt, welche gerade all die Männer hier grausam niedergeschlachtet haben." es lag ein leicht bitterer Ton in seiner stimme. Er hatte Mohiem langsam echt gemocht. Nun lag er verstümmelt und mit einem klagenden Blick richtung himmel auf dem heißen wüstenboden.
Ashteko wandte sich ekelnd ab und sah dann mit einem wütenden Glitzern in den augen in die Dunkelheit, aus der die Stimme gekommen war.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 22. Feb 2010 15:12

Ashteko war aufgewühlt; Mohiem lag tot und ausblutend im Wüstensand. Der Wüstenräuber war dem Nomaden langsam echt sympathisch geworden, doch diese schwarzen Gestalten hatten ihm diesen "Freund" genommen. Ein weiterer Hinweis der Götter darauf, dass Ashteko wohl einfach nicht dazu geschaffen war, um Freunde zu haben außer seinen Iko. Doch bevor sich der Nomade mehr Gedanken um seinen treuen Schakal machen konnte, antwortete der schwarz gekleidete Anführer der Reiterei.
"Man nennt uns die Nachtsicheln.... Herr", antwortete der Sprecher nach kurzem Zögern. Die Ansprache war überdeutlich gewesen. Was war Ashteko? Ein Herr?!
"Und wir haben euch gebracht, wozu ihr nicht im Stande wahrt. Erspart euch langes Grübeln, ich bin euch erst zu Diensten verpflichtet, wenn ihr Fasams Erbe vollends angetreten seid. Ihr werdet alles erfahren. Bringt Shayana!", rief die männliche Stimme und es wurde in die Hände geklatscht.

Die Speere und Lanzen der Reiter entfernten sich von dem Nomaden, vor dem nun zwei Gestalten ihre Pferde zur Seite lenkten, um drei Kriegern Platz zu machen, die eine in einen groben, braunen Umhang gekleidete Person flankierten.
"Ihr solltet sie doch suchen, nicht wahr? Hier habt ihr die Wüstenblume des alten Greises."
Der Kapuzenträger zog wie auf Kommando ebenjene Kapuze zurück... und Ashteko sah die "kleine" Enkelin des alten Mannes, dem er einst ein Versprechen gegeben hatte. Hatte der Nomade mit einem kleinen Mädchen gerechnet, dass nun weinend zu ihm gelaufen kann, so wurde er "enttäuscht". Denn er sah in die dunkelgrünen Augen einer jungen Frau, ungefähr so alt wie der Wüstenjunge selbst. Ein halb durchsichtiger Schleier um Mund und Nase ließ ihn nur die Konturen ihrer vollen Lippen und ebenmäßigen Gesichtszüge erkennen, welche nicht nur einem der Soldaten ein gieriges Augenblitzen entlockten. Schwarze, zusammengelegte Haare lösten sich, als sie die Kapuze zurückzog und ebenholzfarbene Kaskaden fielen ihr die Schulter hinab. Man konnte nur die Konturen ihrer Hüften und Beine unter dem groben Wollstoff sehen, der wie eine Beleidigung auf ihrem Körper lag, der ganz und gar nicht dem entsprach, was sich Ashteko vorgestellt hatte. Man sah jedoch genug, um in einen inneren Zweikampf zu geraten, was von ihr man ansehen musste, wenn man sie ansprach. Ihre mystischen, undeutbare Augen oder die Formen der puren Weiblichkeit, die sich an einigen Stellen deutlicher abzeichneten als an anderen. Der oben eng geschnittene Mantel hatte also auch Vorteile.

"Wenn ihr fertig seid, sie anzugaffen. Sie möchte euch glaube ich selbst für euere... haha... Rettung danken", feixte der Anführer der Nachtsicheln hinter Ashteko, während Shayana langsam auf ihn zuging. Ob sie lächelte oder andere Emotionen spürte, konnte man nicht sehen, der Schleier ließ das nicht zu. Es war ein eleganter, würdevoller Gang, den sie an den Tag legte. Das war die Enkelin eines jetzt toten, armen Nomaden?
"Bevor sie mit euch fertig ist. Die Auslöschung ihres Clans und ihrer Sippe verdankt sie... uns... und damit euch, da ihr der Erbe unserer Klingen seid."
Shayana blieb vor Ashteko stehen und erstmals konnte der Junge sehen, wie ihre Augen Feuer und Gift versprühten.
"Habt Dank für euere Rettung... Mörder", fauchte sie und wandte sich auf dem Absatz um. Dabei folgten ihre Haare ruckartig ihrer Bewegung und streiften... nein, eher peitschten sie Ashteko über die Wange, worauf der Nachtsichelboss in schallendes Gelächter ausbrach.
"Ach, Herr... wir erklären euch alles in unserem Lager. Sucht euch ein Pferd aus und reitet mit mir, ich werde euch auf dem Weg alles erklären. Erzählt mir von euch, vielleicht akzeptiere ich euch ja vor euerer Aufnahmeprüfung HAHAHAHAA!!!!", und die anderen Reiter gröhlten mit ihm, während ein schwarzer Hengst und eine schneeweiße Stute vor Ashteko geführt wurden. xyz war bereits aus seinem Blickfeld verschwunden.

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Beitrag von Ashteko » Mo, 22. Feb 2010 16:00

Der Wüstennomade war immer noch tief erschüttert über das Blutbad, welcehs hier angerichtet worden war. Dann starrte er auf einmal zu dem Reiter hinauf. Hatte er ihn soeben Herr genannt? Das konnte doch nicht wirklich sein ernst sein?! Doch der Reiter lies ihm kaum Zeit zum Grübeln denn kurz darauf schritt eine braungewandete Person in sein Sichtfeld und der erläuterung des reiters folgend, kam Ashteko darauf, um wen es sich dabei handeln musste, bevor die Kapuze zurück geschlagen wurde.
Das Gesicht in das er nun blickte, lies ihn mit leicht offenem Mund dastehen. Zwar konnte man es wahrscheinlich nur etwas schwerer erkennen, da sein halstuch, welches er über der räuberkluft trug, den großteil seines gesichts bedeckte, doch man merkte, dass er durchaus aus der fassung geraten war, bei dem anblick dieses Mädchens. Zwar hatte sich Ashteko bereits gedacht, dass er es mit einer heranwachsenden Wüstennomadin zu tun haben würde, aber das so eine WüstenSchönheit auf einmal vor ihm stehen würde, hätte er nicht gedacht. Noch bevor sie bei ihm ankam, war er von ihren augen gefesselt. Sie schienen ihm bis auf den Grund seiner seele sehen zu können.
Dann hörte er wieder die stimme des reiters und mit einem räuspern fasste er sich wieder um dann erneut erstaunt zu werden, als er herausfand, dass diese reiter, seine angeblichenm "Untergebenen" den alten Wüstennomaden getötet hatten. Fassungslos sah er zu dem reiter, dann wieder zu dem Mädchen, doch aus ihrem Blick sprach nur hass und verachtung, was ihm einen stich in der brust versetzte. Was der reiter dann sagte, bekam er nur noch so halbwegs mit.
"Ja ja, wartet noch kurz..." Damit verschwand er schnell zu Iko, welcher ihn gleich von den Füßen riss udn wild im gesicht ableckte. Ashteko war nun gar nicht nach wiedersehensfreude zu mute. Seine Gedanken waren bei den Reitern und den augen der wüstenschönheit, welche ihn aber anscheinend hasste, was seine stimmung nicht gerade hob. Schnell zog er sich seine normalen Klamotten wieder an und marschierte dann mit grimmigen Gesichtsausdruck zu den reitern zurück, welche einen Schimmel vor ihn gebracht hatten. Fragend sah er sich um. Von Pferden hatte er nun wirklich keinerlei ahnung, aber anscheinend musste man sich auf den rücken setzen und seine Füße in diese eisenbügel stecken.
Mit einer Hand am hinteren teil des Sattels mit der anderen an der Mähne, zog sich der Junge hinauf und lag dann rittlings auf seinem Pferd ehe er, nach einer komisch aussehenden rumhanglerei endlich richtig auf dem Pferd saß. Dann sah er vielsagend zu dem reiter neben ihm um ihm zu verstehen zu geben, dass es nun weitergehen konnte. Zwar hatte er keinerlei erfahrung mit Pferden, aber irgendwie würde er dass schon schaffen. Verstohlen sah er sich nach Shayana um, doch in der riesigen Reiterei konnte er sie nirgends mehr ausmachen. Schwer seufzte er und dann krallte er sich in der Mähne seines Schimmels fest. Das würde eine lange reise werden...

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Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 22. Feb 2010 16:49

So ritt Ashteko also mit den Nachtsicheln, einer in Schwarz gekleideten Reiterhorde aus tödlichen Elitekriegern, davon und ließ das Blutbad hinter sich. Wie von dem Sprecher der Männer vorhergesagt, ritt dieser nun neben dem Nomaden her. Sie alle hatten auf ein in einer fremden Sprache gerufenes Kommando die Kapuzen abgestreift. Zum Vorschein kamen dunkelhäutige und nur wenige gebräunte Gesichter, mal mehr mal weniger gepflegt rasiert. Viele Narben zierten die mürrischen Gemüter, einige waren schlichtweg als hässlich zu bezeichnen, doch aus jedem sprach geballte Kampferfahrung und Erbarmungslosigkeit im Kampf. Jedem war aufgefallen, wie geschickt sich Ashteko beim Reiten tat und einige Narben verzogen sich zum Grinsen, doch der Nomade bemerkte es glücklicherweise nicht. Oder er ließ sich jedenfalls nichts anmerken, was bei der Begegnung mit Shayana nicht unbedingt gut geklappt hatte.
"Ich sehe euch schon an der Spitze mit mir Seite an Seite in die Schlacht ziehen, Herr!", lachte der Anführer der Truppe. Er war ein großgewachsener Schwarzer mit Vollbart und Augenklappe; die fettigen, lockigen, dunklen Haare hatte er unter einem Turban verborgen, während der Rest seines Körpers durch den schwarzen Mantel nicht zu erkennen war. Man konnte nur vermuten, dass der Rest genauso narbig war wie sein Gesicht.
"Mit euerem Ross geschickter umgehend als mit euren Füßen, sofern das Tier mit der unerklärlichen Zickerei aufhört versteht sich. Naja, lassen wir das. Wie findet ihr Shayana? Eine Kriegsgefangene zwar, aber nicht schlecht. Wirklich nicht schlecht, wenn man bedenkt, aus welcher Kloake sie abstammt. Nur euch scheint sie nicht sonderlich leiden zu können, hm? So sagt mir, großer Halbmond der Nachtsicheln... das ist euer Titel, wenn ihr den Sandkorntanz überlebt habt, wie wir das Aufnahmeritual nennen... habt ihr Fragen?"

Ob Zufall oder nicht, in diesem Moment ritt Shayana mit ihren Bewachern vorbei, die stur gerade aus blickten. Als sie auf der Höhe von Ashteko war, warf sie ihm einen kurzen Seitenblick zu. Wieder war es sehr schwer, ihn zu deuten. Viel Verachtung schwang darin mit doch auch irgendwie... Neugier? Der Schleier vor ihrem Mund hatte sich durch den Wind des recht zügigen Rittes wie eine Fahne kurz zur Seite wehen lassen, als sie zu ihm sah. Und wie erwartet, verzogen sich die vollen, kirschroten Lippen zu einem wütenden, hässlichen Strich. Sie nahm ihm übel, was er nicht getan hatte, doch dies war der Nomadin egal, da sie sofort den Blick von ihm abwandte und sich mit ihrem Gefolge zurückfallen ließ.
"Habt ihr Fragen zu euerer Blume, Halbmond?", lächelte der Mann leicht hinterlistig, aber mit Stolz in der Stimme. Er war die Sorte von Krieger, die dem Respekt zollte, der sie auch verdiente. Ashtekos Chancen standen gut, auch wenn es im Moment nicht danach aussah. Er musste nur seine Stärken geschickt und schlau genug einschätzen.
"Achja... nennt mich Aska. Aska Sjeren Al Haras Bin Nusur. Für euch Aska", fügte er überflüssigerweise hinzu, worauf die Männer um sie herum lauthals zu lachen begannen. Das Wort war nun an dem Reiter des weißen Schimmels, der sich insgeheim fragte, wieso sein Herr so auf ihm herumhüpfte.

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Beitrag von Ashteko » Mo, 22. Feb 2010 17:15

Ashteko wusste immer noch nicht so recht, wie er bei den Reitern dran war. Deren anführer schien ihn zwar anscheinend zu mögen, aber durcheinander wegen alledem, war der Wüstennomade trotzdem. Als er dann auch ncoh mit Halbmond angeredet wurde, konnte er einen verwirrten Gesichtsausdruck einfach nicht mehr verbergen. "Wa..." doch weiter kam er nicht, als er merkte, dass Shayana an ihm vorbeigeritten kam und der Anführer eine Bemerkung machte, welche seine Männer allseits zum gröhlen brachte.
Die stimmung des Jungen war nun endgültig am Boden. Mochte sein, dass diese Männer ihm unterstanden, wieso?, darüber machte er sich nun keinerlei gedanken, er wollte auch nicht ihr anführer sein. Seit jeher war er ein Einzelgänger gewesen und das einzige wesen, welches er neben sich duldete, war sein treuer Wüstenhund. Ashteko sah nach hinten und konnte knapp hinter sich den schwarzen Körper Ikos ausmachen, welcher mit heraushängender Zunge den Reitern folgte. Ein liebevoller schimmer trat in seine augen und seine Mundwinkel zogen sich nach oben. Dann drehte er sich wieder zu dem Reiter um, welcher sich ihm nun als Aska vorstellte. "Mein Name ist Ashteko, aber ich denke, das wusstet ihr bereits. Sagt mir, woher habt ihr gewusst wo ihr mich findet und vor allem wieso habt ihr von meiner Aufgabe, Shayana zu befreien gewusst? Und wieso habt ihr überhaupt erst das Lager des alten Nomaden ausgelöscht?" es waren zwar noch mehr Fragen, welche sich in ihm auftürmten, und die er am liebsten losgeworden wäre, doch vorerst wollte er antworten auf diese, da er sie für die wichtigsten hielt.

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Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 22. Feb 2010 17:49

Aska grinste und entblößte dabei vier Goldzähne, die sich zwischen nicht weniger gelben Zähnen drängten. Äußerlich unterschied er sich also nicht viel von einem normalen Wüstenräuber.
"Viele große Fragen, Sandtänzer. Aber ja, mein junger Freund, ich glaube ich gebe dir eine Möglichkeit, dich zu beweisen. Und damit du mir glaubst, sollst du diese Fragen beantwortet bekommen!", sprach der Reiter laut gegen den Lärm der dutzenden Hufe, die die Pferde beim gestreckten Galopp quer durch die Wüste verursachten. Die Sonne brannte mörderisch vom Himmel herab, die Luft waberte wie über einem lodernden Lagerfeuer und der Ritt schien noch lange nicht zu Ende zu sein. Iko aber hielt sich treu so dicht an Ashteko, wie es ihm die Leiber der Hengste und Stuten erlaubten. So bildete er das Schlusslicht und kläffte laut, glücklich, wenn er glaubte, Ashteko gesehen zu haben. Dies war ja nicht ganz einfach, da dieser mit Aska an der Spitze des Zuges ritt.
"Nun, was soll ich sagen. Ihr seid Ashteko Ibn Al-Ahad. Alle Väter aus euerer Linie waren in ihren Blütejahren die Anführer der Nachtsicheln. Eine Reiterei fernab jeden Einfluss des Königs oder anderen Einflüssen, die die Gedanken rechtschaffender Männer vergiften."

Aska macht eine kurze Redepause, da sie soeben eine Düne hinabritten und dabei mehr rutschten als wirklich galoppierten. Der Schimmel Ashtekos war zu dessen Glück ein sehr erfahrenes, geschicktes Tier, denn andernfalls hätte es den Nomaden kopfüber die Sandwelle hinunter geschleudert. Wie der Schatten eines Geistes glitt Shayana in aufreizendem Damensitz erneut an den beiden Anführern vorbei. Sie nahm keine Notiz von Ashteko, nutzte allerdings auch nicht die Gelegenheit, sich über ihn lustig zu machen. Das war Besser als der beißende Spott, den sie ohne weiteres auf ihn hätte regnen lassen können.
"Das vorweg, Halbmond. Nun, es war nicht schwer, euch zu folgen. Die Wüste hat viele Sandkörner und umso mehr Eidechsen, die sich unter ihr verstecken. Ihr seht sie nicht, doch sie sind da, genau wie wir. Ich hatte Befehle und als ich euch sah, wie ihr die ausgelöschte Oase verlassen habt, da schlug mein sechster Sinn an, wisst ihr... der Sinn für irgendwelche tollkühnen Dummheiten, ich habe gesehen wie die Hübsche während unseres Angriffs geflohen war. Kurz dachte ich nach, sie für mich zu beanspruchen. Ein Mann wie ich ist auch nur ein Mann von Welt, wenn man von dies und jenem absieht... doch ich ließ sie laufen, bis man mir kurze Zeit später von Räubern berichtete, die sie aufgenommen hatten. Und einem unangemeldeten Räuber mehr als meine Quellen erzählten. Ich kann Eins und Eins zusammenzählen, Herr. Und wieso wir die Karawane, den Clan ausgelöscht haben? Das ist umso einfacher, Herr. Euere Wüstenblume ist die Tochter eines Mannes, dessen Name euch nichts sagen würde, selbst wenn ich ihn kennen würde. Euer Großvater, die Sonne möge seine unsterbliche Seele wärmen, gab mir Anweisungen. Und der Clan der Wüstenratten war einer auf meiner Liste, die euer Großvater mir gab. Eine verdammte Räuberprinzessin ist sie, ein schöner Hintern, wärmende Brüste und einen Bauch, wo man den Wein von lecken kann, wenn ihr mich fragt! Doch im Kopf und im Herz giftig wie eine Natter, die nur Ruhe gibt, wenn man ihr den Kopf abschlägt und die kringelnden Reste verbrennt!", rief er lachend, wobei das "R" auffiel, das er bei jedem Wort betohnte.
"Beantwortet das eueren Wissensdurst, Herr? Wir werden noch einige Stunden reiten und ich weiß von jedem Sandkorn der Wüste Bescheid. Also? Ihr seht mir aus wie ein fähiger Mann! Etwas eingeschlossen und ungeschält, aber wenn wir euch eine Zeit lang begleiten, dann wird da schon ein ganz schönes Früchtchen sprießen MUAHAHAHA!!!! So fragt, Herr und Aska wird antworten!"

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Re: Wanderer unter der Sonne

Beitrag von Ashteko » Sa, 17. Apr 2010 17:47

Der Kerl wurde ihm immer unbeschreiblicher und auch in gewisser weise unheimlich. Zwar konnte Ashteko dem folgen, was er da von sich gab, aber so richtig verstehen und glauben konnte er es ihm nicht. Er ein Sohn von irgendeiner Räuberbande? Es ergab für ihn einfach keinen sinn, sein großvater hatte ihm nie etwas darüber erzählt oder auch nur erwähnt. Nachdenklich sah Ashteko auf den Sattelknauf vor sich und dachte lange nach. Alles um ihn herum schien leiser zu werden, er blendete einfach alles aus, so wie er es immer tat, wenn er allein sein wollte, und auch jetzt, in einem mächtigen reiterzug, funktionierte diese Technik ziemlich gut, weswegen er kurze Zeit darauf nur noch leicht auf und ab hüpfte, so als ob er schon immer auf dem Rücken eines Pferdes geritten wäre, doch wenn man genauer hinsah, würde man merken, dass er sich vor allem mit seinen an die seiten des pferdes gepresst, im sattel hielt. Mit den Händen zupfte er geistesabwesend an seinem Halstuch herum.
Eine Zeit lang dachte er nur darüber nach, ob sein Großvater nicht doch einmal eine solche andeutung gemacht habe, doch ihm wollte nichts einfallen. Alles was er wusste, war, dass er ein Nomade war, genau wie seine Familie, doch von Banditen und von so einer riesigen Reiterei hatte er nicht die leiseste Ahnung gehabt. Nun stellten sich ihm aber neue Fragen, denn er sollte ja eigentlich nur Shayana befreien, nicht noch weiterhin mit ihr reisen und auch wenn es stimmen sollte, was Aska da von sich gab, so wurden seine Zweifel und der Wunsch wieder alleine weiterzureisen immer größer. Aus dem Nachdenken, ob es stimmen könnte, was der Bandit gesagt hatte, wurde langsam ein Grübeln, wie er am Besten wieder alleine weiterziehen konnte, wieder seiner Wege gehen konnte, so wie er es immer getan hatte, seit er unterwegs war. Nur er und Iko, kein anderer, der ihm neue Sachen vorsagte, von wegen Anführer und Banditen, keine Frauen, welche nach angaben Askas, eher mit Schlangen zu vergleichen waren, nein einfach er und sein treuer Freund in den schier endlosen sandigen Weiten.
Sein Blick wurde nun leicht sehnsüchtig und er hatte kurz das Bild seines Großvaters vor sich, welcher mit ihm an einem Lagerfeuer saß. Erst jetzt bemerkte er, dass seine Augen begonnen hatten sich mit Tränen zu füllen und schnell wischte er sich die tränen weg. "Möge der Sand dich bei sich aufgenommen haben, du warst meine Familie, jetzt bin ich allein und weis nicht wohin, was soll ich nur tun? E wäre so schön wenn du mir wieder einen weisen Ratschlag erteilen könntest, wie damals, mir auf den richtigen Weg helfen, oder mir jemanden schicken, der das könnte." murmelte er so leise, dass es Aska ja nicht verstehen würde und sah dann wehmütig hinauf in den Himmel. "Bitte..."

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