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Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Lebensader des dürren Landes.
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Surtur Achaius
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Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Mo, 07. Nov 2011 22:08

Wochen war er schon unterwegs. Seit Wochen brannte ihm die Sonne das Wasser nur so aus dem Körper. Wie oft am Tag er den Wasserschlauch neu füllen musste hatte er aufgegeben zu zählen. Finna hielt sich stets in seinem Schatten auf, ihr schwarzes Fell erwärmte sich so schnell in der unbarmherzigen Hitze der Sonne. Schweißtropfen rannen über die Stirn des jungen Mannes. Durch die Steppe zu gelangen war für ihn kaum ein Problem gewesen, immerhin gab es dort viele Tiere wie Ukhaans und ebenso viele Bachläufe. Am Nii-Talúta hatte er für mehrere Tage Rast gemacht und war dann beständig dem großen Strom gefolgt. Mehrmals täglich hatte er seine Beine in dem kristallklaren Wasser gekühlt, dennoch fand er diesen Sommer hier viel zu heiß. Hier vermisste er die schattenspendenden Bäume und die Dichte des Waldes. Die Hitze zehrte an seinen Kräften und so kam er nie sehr weit. Er war schon froh wenn er die nächste Siedlung erreichte, doch kam dies nicht täglich vor. Dort verdiente er sich sein Geld meist dadurch, dass er Heilern aushalf oder beim Fischen, worin er mittlerweile recht gut war. Die letzten Steppenreiter bei denen er gewesen war hatten ihn ein Netz knüpfen lassen, welches er mitnehmen durfte. Somit kam er die meiste Zeit mit Fisch über die Runden, obwohl er sich zum Teil die alte Kost seiner Mutter wünschte. Doch er wollte noch nicht zurück, er musste noch so viel lernen. Da gab es Sprachen, die er nicht beherrschte, und Orte, die er noch nicht gesehen hatte. Ebenso wie der Tanz, Tanz, seine neu entdeckte Leidenschaft. Fast überall kannte man die schönsten Bewegungen und eifrig lernte der Drachenerbe sie. Bei den Steppenreitern stieß er mittlerweile auf recht viel Gastfreundschaft. Er hatte gelernt wie er sich benehmen musste, damit man keine Angst vor ihm hatte und ihn nicht vertrieb. Doch je weiter er sich stromabwärts bewegte, desto mehr Menschen aus dem Salzvolk begegneten ihm und desto normaler konnte er sich verhalten.

Er war bereits seit zwei Tagen unterwegs, ohne anderen Menschen begegnet zu sein und der Fisch hing ihm langsam zum Halse heraus. Langsam wurde es Abend am großen Strom, und die untergehende Sonne tauchte alles in ein goldglänzendes Licht. Heute war der Drachenerbe nicht sehr weit gekommen, sein Körper hatte keine Kraft mehr für einen langen Fußmarsch und so hatte er häufig Rast machen müssen. Es ärgerte ihn maßlos so einen schwachen Körper sein eigen nennen zu müssen, aber daran konnte er nun mal nichts ändern. Leider. Neidisch sah er auf die durchtrainierten Körper der Steppenreiter auf, die eine große Kraft und Ausdauer besaßen. Der junge Mann hatte sich ein wenig im Bogenschießen geübt, doch wirklich lag es ihm nicht. Also musste er sich mit dem zufrieden geben, was er im Fluss fangen konnte. Der Drachenerbe saß am Lagerfeuer und briet sich zwei Forellen. Mehr hatte er an diesem Tag nicht kriegen können. In der näheren Umgebung hatte er noch ein paar Kräuter zum Würzen gefunden. Seine Katze hatte sich eine Maus gefangen, die sie zufrieden verspeiste. Schnurrend lag sie auf der Decke neben Surtur. Während er darauf wartete dass der Fisch gar wurde, streichelte er Finna. Seine Sinne ließ er dabei schweifen, achtete doch nicht sonderlich darauf was er spürte. Sein Nachtlager hatte er nahe am Fluss unter einem großen Baum aufgebaut. Hier war er geschützt vor Regen, obwohl es nicht danach aussah als wollte in den nächsten Wochen ein Tröpfchen vom Himmel fallen. Gedankenverloren strich er liebevoll über das weiche Fell des Tieres neben ihm und er sah sich verträumt den Sonnenuntergang an.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Mi, 09. Nov 2011 16:31

Reisen. Im Grunde hatte Lianne nichts gegen das Reisen. Immerhin hatte sie einige Jahre bei Nomaden gelebt. Es war mehr die Art des Reisens, der sie nun nachging. Einsamkeit ging damit einher, die begann an der Elfe zu nagen. In den letzten Jahren war sie immer von Menschen umgeben gewesen, die einen Teil ihres Seins ausmachten. Viel Platz für Einsamkeit oder Langweile hatte es nie gegeben, da es immer etwas zu tun gab. Oft in Zusammenarbeit mit anderen. Jetzt aber schritt sie an der Seite eines Pferdes das Ufer eines Flusses entlang. Fernab von anderen Menschen. Fernab von ihrem Lachen und dem Gesang. Fernab von anderem Leben.
Aber nicht nur die Einsamkeit, auch der Verlust von Basima wog schwer. Viel zu schwer.

Um Kalil nicht zu sehr zu belasten, hatte Lianne entschieden, dass sie selbst gehen würde. Zumindest zeitweise. Ihren Beinen tat die Belastung von Zeit zu Zeit ganz gut und so hatte sie auch die Möglichkeit ihre schmerzenden Glieder etwas zu bewegen. An eine lange Rast war allerdings nicht zu denken, da sie es nicht mehr ertragen würde allzu lange allein zu sein. Nicht solange die Wunden so frisch waren. Leise, sehr leise war da auch die Angst vor dem, was passieren könnte, wenn sie auch in der Stadt ihre dunkle Seite zeigen würde. Aber die Stimme war so leise gegen den Schmerz der Einsamkeit, dass die Elfe sie mit der Zeit gar nicht mehr wahrnahm. Nahezu alles in ihr sehnte sich nach anderen. Nach Trost.

Kalil war zwar durchaus ein treuer Weggefährte, aber die Gespräche mit Basima und Faris fehlten der Elfe. Nicht nur die Nähe der anderen, sondern auch an deren Gedanken teilzuhaben. Es war immer etwas besonderes gewesen, wenn sie unter den Sternen mit Faris sprach. Er war so anders gewesen, aber doch ein Nomade. Nach ihm sehnte sich ihr Herz auch. Er hatte so gerne gelacht und mit ihr getanzt. Wie oft hatte er sie um ihre Meinung gebeten? Aber es waren nicht nur die Gespräche, sondern auch das schweigsame Beobachten des Sternenhimmels. Es hatte gut getan zu wissen, dass es in dem unendlichen Wüstenmeer jemanden gab, dem man wichtig war. Aber dann hatte er sie fortgeschickt. Nicht er. Die Alten hatten es entschieden. Aus Furcht. Trotzdem hatte er es zugelassen. Er, der doch auf den Grund ihrer Seele hatte blicken können, der wusste, dass sie der Sippe nie etwas böses tun würde. Faris.

Als die Gefühle wieder überhand genommen hatten, war die Elfe stehen geblieben. Der Kloß in ihrem Hals war zu groß. Für einen Augenblick hatte sie sogar das Gefühl nicht mehr atmen zu können, aber trotzdem gab sie ihren Gefühlen nicht nach. Wasser war zu kostbar in der Wüste. Dafür kam die Hitze mit den Gefühlen. Die Kleidung der Nomaden hielt es zwar im Verborgenen, aber sie würde vorsichtig sein müssen, damit der dünne Stoff nicht entflammte.
Kalil war langsam weiter getrabt. Er wusste wohl, dass seine zweibeinige Begleiterin ihm folgen würde. Einen Moment sah Lianne auf den Fluss um sich zu sammeln und wieder Ruhe zu finden. Der Schmerz würde vergehen. Nicht heute, mit Sicherheit auch noch nicht morgen, aber bald. Die Pause nutzt das Pferd und labte sich am Wasser des Flusses.

Langsam nur löste die Elfe den Blick vom Wasser und machte sich daran dem Pferd zu folgen. Die Sonne war bereits dabei für diesen Tag ihren Abschied einzuläuten. Am nächsten Strauch, Gestrüpp, großen Stein oder Baum würde sie für die Nacht rasten. Aber nichts schien ihr recht. Alles noch nicht weit genug.
Als die Sonne ihre letzten Strahlen über die Wüste, den Fluss und alles Leben hier entsandt, entdeckte Lianne ein kleines Feuer. Ihr aber erschien es wie ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit. Es versprach andere. Hilfe gegen die Einsamkeit. Aber doch meinte das Schicksal es nicht gut mit ihr. Lianne fand einen großen Stein auf dem sie sich niederließ. Er war noch angenehm warm vom Tag. Kalil nagte derweil an ein wenig Gras, das in der Flussnähe gewachsen war. Mit ihren rötlichen Augen starrte sie auf das Lagerfeuer, das sich auf der anderen Flussseite befand. Es war ein böser Streich. Mehr nicht.

Aber vielleicht konnte sie hier rasten und morgen einen Weg hinüber finden. Die Nacht mit nassen Kleidern zu beginnen wäre sicher nicht von Vorteil. Sie machte sich daran Kalil von seinem Ballast zu befreien, aber verzichtete darauf ihn anzubinden. Das Tier hatte keinen Grund fortzulaufen. Dann begann sie ihn trocken zu reiben. Nicht nur weil er ihr Gepäck trug, sondern weil er ihr einziger Gefährte war. Als sie das abendliche Ritual beendet hatte, trottete das Tier etwas von dannen auf der Suche nach Gras oder etwas vergleichbarem. Lianne ließ ihn ziehen. Sie holte ihren kargen Proviant hervor und nagte etwas daran. Viel wichtiger als Nahrung erschien ihr jedoch Wasser. Sie trank in den letzten Tagen mehr als sonst. Wahrscheinlich war es die Bewegung in der Sonne, aber es störte die Elfe kaum. Immerhin lief sie neben einem Fluss. Wasser gab es genug.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Do, 10. Nov 2011 23:03

Langsam aber sicher wurden die Forellen gar. Endlich, denn der Hunger des jungen Mannes wurde immer unerträglicher. Als er meinte sie seien genießbar, nahm er sie vom Feuer und aß die Fische vorsichtig, immerhin waren mit Sicherheit noch ein paar Gräten vorhanden und die wollte er ungerne im Hals stecken haben. Finna hatte bemerkt dass Surtur nun etwas Besseres aß als sie es gefangen hatte und so kam sie zu ihm angetapst und strich schnurrend um seine Beine. Lächelnd beobachtete er seine bettelnde Katze, aber er würde ihr erst etwas abgeben wenn er fertig war und der Fisch etwas abgekühlt, sie sollte sich ja nicht die Zunge verbrennen. Hätte er nicht schon die ganzen letzten Tage Fisch gegessen, so hätten ihm die Forellen mit Sicherheit sehr gut geschmeckt, doch mittlerweile mochte er ihren Geschmack nicht mehr sonderlich. Lieber hätte er etwas Wild gehab, ein saftiges Stück Fleisch, doch war er im Jagen zu schlecht als dass er ein Tier hätte fangen können. Das Geld welches er noch besaß nützte ihm hier in der Wildnis leider auch nicht viel.

Als die Sonne fast untergegangen war, bemerkte er Emotionen in seiner Umgebung und verwirrt blickte er sich um. Recht große Trauer und Schmerz gingen in Jemandem in seiner Umgebung um, doch vermochte Surtur in der Dunkelheit nichts erkennen. Konzentriert suchte er weiter, jegliches Gefühl wahrnehmend, und bald konnte er die Richtung der Person ausmachen. So wie er es erfühlte, befand sie sich am anderen Flussufer und so hatte der junge Mann keinen Grund zur Besorgnis und konnte in Ruhe schlafen. Nachdem er seiner Katze ein wenig der Forelle abgegeben hatte, entsorgte er die Gräten und wusch das Geschirr. In Ruhe löschte er das Feuer und legte sich auf seine Decke. Finna legte sich schnurrend dicht neben seinen Körper. Während der Drachenerbe einschlief, streichelte er ihr weiches, schwarzes Fell. Wie wäre sein Leben wohl verlaufen hätte er sie nicht als Junges gefunden? Die Katze wäre tot, das war sicher, doch wie stände es um ihn? Immerhin hat sie ihm schon mehrmals mehr oder weniger das Leben gerettet, indem sie ihn rechtzeitig vor Gefahr gewarnt hatte. Vermutlich wäre der junge Mann einem wilden Tier erlegen gewesen, demnach war es sehr gut dass sie vor ein paar Jahren verletzt auf seinem Weg gelegen hatte. Es hatte ihm auch nie etwas ausgemacht dass sie nicht die schönste der Katzen war. Ihr Fell war zwar glatt und weich, doch ihr Körper an sich war nicht unbedingt sehr schön. Ihr Gesicht schien ein wenig zu lang zu sein und die Ohren zu klein. Doch Surtur liebte sie so wie sie war. Und mit diesen Gedanken im Kopf ließ er sich ruhig in die Dunkelheit gleiten.

Die Sonne stand bereits heiß am Himmel als er erwachte. Es mochte vielleicht 10 Uhr sein, doch schon jetzt war die Hitze fast unerträglich. Nachdem er mühsam seine Augen geöffnet hatte, klaubte er langsam seine Sachen zusammen. Er hatte es nicht eilig, obwohl er gerne die nächste Siedlung erreichen würde. Er würde nachher ein wenig Fischen und dann versuchen zu den nächsten Menschen zu gelangen. Wenn er auf keine traf würde er die gefangenen Fische selber verzehren, so wie immer in den letzten Tagen. Er aß ein paar Beeren, die er noch vom Vortag übrig hatte und verschnürte dann seinen Rucksack. Mit ruhigen Schritten ging er hinunter zum Flussufer und trank in großen Zügen von dem kühlen Nass, ehe er seinen Wasserschlauch erneut auffüllte. Erst jetzt fiel ihm die Person von gestern Abend ein und konzentriert begann er die Umgebung nach Emotionen abzusuchen.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Do, 17. Nov 2011 16:46

Nach ihrem kargen Mahl bereitete Lianne ihr schlichtes Lager vor. Die Decken würden genügen. Das Leben bei den Nomaden hatte sie gelehrt das Einfache zu schätzen. Die Decken genügten ihr um sich gegen die nächtliche Kälte zu schützen und der Himmel über ihr half dabei Ruhe zu finden. Sie entsann sich der schönen Stunden mit Faris zurück in denen sie nichts anderen getan hatten als die Sterne zu beobachten. Welch Eintracht hatte zwischen ihnen geherrscht. Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen war es der Elfe vergönnt einzuschlafen.


Schlaf.

Die Nacht war vieles gewesen, aber nicht erholsam. Es waren die Zweifel, die sich des Nachts meldeten und ihr Geist war nur allzu empfänglich dafür. Ihre Träume wandelten sich dann. Sie versprachen Schrecken und Einsamkeit. Für mehr war dort kein Platz mehr. Am Tag allerdings klammerte sich die Elfe nur allzu gerne an die guten Erinnerungen, die aber oft mit dem Schmerz des Verlustes einhergingen. Aber dennoch half es.

Bereits in den frühen Morgenstunden erhob sich die Elfe und begann ihr Nachtlager abzubauen. Der tägliche Trott half ihr. Er lenkte sie ab. Kilal hob seinen Kopf. Es schien als würde er der Elfe bei ihrer Arbeit zusehen, aber wer wusste schon was im Kopf eines Pferdes vorging. Lianne rollte ihre Decke zusammen. Dann sah sie hinüber. Im schwachen Licht der Sonne konnte sie noch nicht alles erkennen. Sollte sie warten? Lianne sah den Fluss hinunter. Dort sollte irgendwo eine Stadt liegen. Würde sich viel ändern, wenn sie eine Weile hier verharren würde um vielleicht einen Blick auf das Leben am anderen Ufer werfen zu können?

Die Elfe zögerte, aber entschied sich dann wenigstens eine Weile zu warten. In dieser Zeit füllte sie die Wasserschläuche wieder auf und kontrollierte die Nähte ihrer Ausrüstung. Nichts war ärgerlicher als Nähte, die rissen. Dadurch würde sie sich eine Weile beschäftigen können und danach würde sie entweder gehen oder sich eine andere Beschäftigung suchen.
Die Sonne stieg immer höher, allerdings hatte Lianne am anderen Ufer noch keine Bewegung ausmachen können. Vielleicht war die Person oder die Personen schon früher aufgebrochen oder noch immer dort? Aber kein Kind der Wüste würde derart lange warten bis es seine Reise fortsetzte. Niemand reiste zur Mittagszeit, da die Sonne dann erbarmungslos war. Sie entschied sich zu gehen und erhob sich gerade, als sie die Bewegung am anderen Ufer wahrnahm. Tatsächlich. Dort war jemand. Die Elfe ließ sich wieder auf ihrem Stein nieder und beobachtete den anderen aus der Ferne. Ob sie sich bemerkbar machen sollte? Zweifel nagten an ihr, aber trotzdem erhob die Elfe sich wieder und winkte dem Fremden zu. Um dabei möglichst seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, benutzte sie den gesamten Arm bei der Bewegung.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Fr, 18. Nov 2011 18:48

Während er also die letzten Vorbereitungen des Aufbruches tat, suchte er die Umgebung ab und es dauerte nicht lange bis er Emotionen ausgemacht hatte. Er spürte deutliche Zweifel und Unentschlossenheit, also sah er in die Richtung, von der die Gefühle zu ihm strömten. Er vermochte nicht viel zu erkennen denn auch seine Augen waren nicht die allerbesten, doch sah er eine Gestalt die ihm zuwinkte. Fragend zog er eine Augenbraue nach oben und schritt näher an das Ufer. Er würde sie nicht hören können und auch die Mundbewegungen konnte er in der Ferne nicht erkennen, also winkte er nur leicht zurück ehe er einen Weg über den Fluss suchte, mit seinen Sachen fest auf dem Rücken verschnürt.

Kurze zeitlang schritt er das Ufer ab um die Stelle mit der geringsten Strömung zu finden. Er hatte gehofft einen flachen Übergang zu finden, doch gab es in der näheren Umgebung keinen. Irgendwann gab er die Suche frustriert seufzend auf und begab sich an einen ruhigeren Teil des Flusses. Die Person konnte er noch erkennen, doch immer noch konnte er den Mund kaum sehen. „Wartet dort!“, rief er ihr zu, wusste er jedoch nicht ob er oder sie antwortete. Schulterzuckend pfiff er nach Finna und sie sprang flink auf seinen Rucksack. Obwohl Surtur wusste dass sie wie alle Katzen kein Freund von Wasser war, musste sie nun da durch. Was blieb ihr auch anderes übrig? Alleine nach Futter zu suchen, dafür war sie mittlerweile schon fast zu verwöhnt. Vorsichtig watete er in den Fluss hinein bis er bis zum Bauch in dem angenehm kalten Wasser stand. Seine Katze sträubte fauchend das weiche Fell doch wagte sie nicht von seinen Schultern herabzuspringen. Belustigt lächelte der Drachenerbe und stieß sich von dem matschigen Boden ab.

Die Strömung war zum Glück nicht so stark wie er erwartet hatte, obwohl er sehr gegen sie ankämpfen musste. Er brauchte auch eine kleine Weile bis er sich in die Nähe des anderen Flussufers gekommen war. Irgendwann hatte er es jedoch geschafft und fasste völlig außer Atem und bis auf die Knochen durchnässt auf festem Boden Fuß. Angestrengt lächelte er der fremden Person zu während Finna wutschnaubend von ihm herabsprang und erst einmal ein wenig Abstand bewahrte. Vor Nässe triefend ging er zu der Frau, wie er nun erkennen konnte und lächelte sie freundlich an. „Seid gegrüßt“, sprach er die augenscheinliche Elfe an während die Sonne bereits anfing seine Sachen zu trocknen.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Di, 22. Nov 2011 1:24

Lianne beobachtete den Fremden und lächelte tatsächlich flüchtig als er zurück winkte. Ein Lebenszeichen. Im Grunde sogar ein freundliches, aber in Anbetracht des Wassers nahm sie nicht an, dass sie gemeinsam den Weg fortsetzen würden. Zwar hatte sie selbst am Abend zuvor auch überlegt das kühle Nass zu durchschwimmen, aber jetzt am Tage kam ihr die Idee wahnwitzig vor. Die Reise durch die Wüste war auch so schon kräftezehrend genug, da musste man sich nicht auch noch im Wasser abmühen.
Als dann aber der Fremde ins Wasser ging, erstarrte die Elfe für einen Moment. Tat er wirklich was sie für Irrsinn hielt? Er hatte ihr zugerufen, dass sie warten solle. Sie würde warten. Die Zeit nutzte sie allerdings um ihr Gepäck wieder auf das Pferd zu laden. Falls er sich als möglicher Gegner entpuppte, dann könnte sie so schneller fliehen. Kalil schien sich über das zusätzliche Gepäck nicht zu freuen, aber er ertrug es.

Nachdenklich ging sie ein paar Schritte Fluss abwärts, da der Schwimmer von der Strömung etwas abgetrieben wurde. Das Pferd folgte ihr langsam. Seine Durchquerung des Flusses ließ ihr etwas Zeit zum Nachdenken. Wäre ein Reisegefährte denn gut? Sie sehnte sich zwar nach anderen Lebenwesen mit denen sie reden konnte, aber was war, wenn sie wütend wurde? Auch hatte sie Zeit benötigt um in der Sippe Fuß zu fassen...konnte sie einfach so einen Fremden in ihrem Leben akzeptieren? Vielleicht konnte er etwas tun um die Leere in ihr zu füllen...Auch als er am Ufer ankam war sich Lianne noch nicht sicher ob sie seine Anwesenheit gut hieß.
Jetzt wo er auf sie zukam, musterte Lianne den Fremden. Er schien hager. Wie konnte er ein Leben in der Wüste nur überstehen? Die Überwindung des Flusses musste ihn viel Kraft gekostet haben. Viel größer als sie selbst war er auch nicht, aber das musste nichts heißen. In der Sippe waren auch wenige sehr viel größer als sie selbst. Die Augen allerdings ließen sie innehalten. War er wie sie selbst? Hoffnung keimte in ihr, aber sie rief sich selbst zur Vernunft. Es konnte viele Gründe geben warum er diese Augenfarbe hatte, die laut der Sippe doch so selten war. Sie hatte die anderen über etwas wie Drachenerben reden hören, aber was auch immer er war, es war im Moment doch einerlei. Wichtig war im Endeffekt doch nur, ob er ihr freundlich oder feindlich gesinnt war. „Ich grüße Euch“, erwiderte sie seinen Gruß. Sein Lächeln erwiderte sie allerdings nicht.

Erst jetzt entsann sie sich an den Schatten, der von der Schulter des Fremden davon gehuscht war und sah sich kurz um. Sie ließ ihren Blick über das nähere Buschwerk streifen. Was auch immer es gewesen war, es hatte wohl einen sicheren Platz gefunden. Ihr Blick kehrte zurück zu dem Schwimmer. Viel zu schwach für das Leben in der Wüste. Wieder kam sie zu dem Schluss. Es war auch sicher nicht gut, wenn er in den nassen Sachen in der Sonne stand. Immerhin würde er so viel zu schnell erwärmt werden nachdem er im kalten Wasser gewesen war. Viel zu trügerisch war doch die Kälte und ließ die Sonne so schwach wirken. Wenn man sie allerdings herausforderte, dann würde man es büßen müssen.
Aber es war nicht an ihr ihn zu belehren. Zu dem wusste sie auch nur was Basima sie gelehrt hatte und wer wusste schon ob die alte Frau in allen Dingen recht hatte? Natürlich hatte sie recht! War es noch wichtig? Basima war für immer gegangen. Der Schmerz in ihrem inneren machte sich wieder bemerkbar.

„Ihr solltet Euch etwas ausruhen“, fuhr Lianne fort. „Das Wasser hat sicherlich seinen Tribut gefordert.“ Sie sah den Fremden neutral an.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Mi, 30. Nov 2011 21:20

Lächelnd stand der Mann vor ihr, er konnte ihre Sprache verstehen. Dies war sehr gut für ihn. Surtur ließ seinen Blick über ihren Körper schweifen, während seine Atmung langsam zur Ruhe kam. Sie hatte langes, schönes Haar und unnormale, rötliche Augen, welche ihn innehalten ließen. War sie auch eine Drachenerbin? Oder gar eine Dämonin? Vielleicht aber auch einfach nur eine ganz normale Frau, die recht groß war. Er fasste direkt Vertrauen zu ihr, ihr Gesicht war fein geschnitten und wirkte freundlich, obwohl sie sein Lächeln nicht erwiderte. Die Dame trug schlichte Kleidung, hatte ein Pferd als Begleitung und scheinbar einiges an Gepäck, so wie das Tier aussah. Finna lenkte die Aufmerksamkeit der Fremden auf sich, als sie wutschnaubend ins Gebüsch verschwand. Schon häufiger war es vorgekommen dass sich seine Gesprächspartner mehr für das schwarze Ungetüm interessiert hatten, als für ihn. Zum Teil ärgerte es ihn, aber meistens akzeptierte er dies. Nicht viele Menschen reisten in Begleitung einer Katze oder eines Hundes, meist störten die Tiere auch nur, außerdem brauchte man viel Futter. Ruhig lagen Surtur’s Augen auf dem Gesicht der hübschen Frau. Wie alt mochte sie wohl sein? 20? 22? Vielleicht war sie auch ein oder zwei Jahre älter, aber ihre Züge ließen auf edle Abstammung schließen, möglicherweise elfisches Blut in den Adern der Fremden.

Auch sie schien ihr Gegenüber zu mustern, ihn einzuschätzen. Surtur schlug die Kapuze zurück und fuhr sich durch das kurze Haar. Über die Bemerkung mit dem Ausruhen lachte er leise. Wenn man es so sah müsste er eigentlich in einem Haus bleiben und sich möglichst wenig bewegen. „Vielen Dank, werte Dame. Wollt Ihr mir dabei Gesellschaft leisten?“, grinste er schelmisch. Warum nicht? Sie würde wohl ähnliche Probleme mit ihrer Augenfarbe haben wie er und so die feindseligen Haltungen kennen. Warum sich nicht miteinander austauschen über die Erfahrungen und verschiedenen Reaktionen darauf? Der Drachenerbe kannte die Gefahr eines zu schnellen Erhitzens und nahm sich ein paar Kräuter aus seiner Tasche, er hatte immer welche zur Vorbeugung und Heilung verschiedenster Krankheiten dabei, zu oft war er alles andere als gesund. Er suchte sich zwei Blätter der Pflanze und kaute kurz darauf herum, bevor er sie hinunterschluckte.

Freundlich sah er erneut zu der ungewöhnlichen Frau vor ihm. Zu ihm schien sie eine neutrale Haltung zu wahren, was dem Drachenerbe gefiel. Immerhin war sie ihm nicht feindselig gegenüber gesinnt, wie einige andere Menschen oder Elfen. Finna kam derweil wieder murrend aus dem Gebüsch herausgekrochen und sprang auf die Schultern des Mannes, nachdem er ihr ein Zeichen gegeben hatte. „Darf ich fragen welcher Name zu so einem lieblichen Gesicht gehört? Mein Name ist Surtur Achaius.“ Lächelnd verbeugte er sich leicht und neugierig wartete er auf ihre Reaktion während seine Katze die Frau nur misstrauisch beäugte.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Mi, 14. Dez 2011 15:48

Als er die Kapuze zurückschob, nahm Lianne die Möglichkeit wahr sein Gesicht eingehend zu mustern. Seine Haare waren rot. Bisher hatte sie noch niemanden mit solch einer Haarfarbe gesehen! Im Schein der Sonne hatten sie einen einmaligen Glanz, so dass sich Lianne fragte, warum er sie unter der Kapuze versteckte. Natürlich war eine Kopfbedeckung in der Wüste unabdingbar...

Er fragte, ob sie ihm beim Ausruhen Gesellschaft leisten wolle. Lianne empfand seine Stimme als durchaus angenehm, vor allem nachdem sie eine Weile mit niemandem mehr gesprochen hatte, aber etwas stimmte mit den Betonungen nicht. Auch wenn es nur ganz leicht war. Vielleicht lag es aber daran, dass er aus der Fremde kam und die Sprache der Nomaden nicht seine eigene war. Sollte sie noch einen weiteren Tag verbummeln? Die Frage lastete schwer auf ihr. Sie wollte gerne menschliche Gesellschaft, aber er war ein Fremder und sie wollte endlich eine Stadt erreichen um ihrem Leben wieder einem Sinn zu geben. Auf der anderen Seite hatte er den Fluss überwunden um auf ihrer Seite zu sein. Es wäre nun sicher unhöflich, wenn sie ihn hier zurückließ und vermutlich wäre es noch zu anstrengend für ihn, wenn sie nun aufbrechen würden. Lianne seufzte leise.
„Lange möchte ich meine Reise nicht unterbrechen, da die Wüste heimtückisch sein kann und ich mich danach sehne eine Siedlung zu betreten“, erwiderte sie in ihrem neutralen Tonfall.

Lianne sah zu dem Pferd, das bereits wieder das gesamte Gepäck trug und seufzte leise. Sie würde ihn wieder davon befreien müssen damit er auch etwas von der längeren Rast hatte. Als der Mann weiter sprach, sah sie wieder zu ihm. „Man gab mir den Namen Lianne“, erwiderte die Elfe wahrheitsgemäß. Für einen kurzen Moment sah sie zu der Katze auf seiner Schulter und wunderte sich darüber. Allerdings beschäftigte sie die Katze nicht lange genug um nach ihr zu fragen. Sie sah Surtur wieder an. „Setzt Euch schon an das Ufer. Ich werde Kalil von seinem Ballast befreien, damit er nicht zu sehr unter der Mittagssonne leiden muss.“
Lianne wand sie um ohne auf eine Antwort zu warten und ging auf Kalil zu. Mit geübten Bewegungen begann sie das Pferd wieder von dem Gepäck zu befreien, so dass er wieder freier in seinen Bewegungen war. Während sie das Gepäck auf den Boden legte, nahm sie auch den Dolch an sich, den ihr Faris geschenkt hatte. Für niemanden sichtbar versteckte sie ihn im Bund ihrer Hose. Basima hatte immer gesagt, dass man zwar vertrauen dürfe, aber deshalb solle man nicht dumm sein. Erst als das gesamte Gepäck auf dem Boden lag, drehte sie sich wieder zu Surtur um. Sie kehrte zu ihrem neuen Gefährten zurück.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Sa, 24. Dez 2011 15:30

Sie wirkte höflich und recht distanziert. Ihre Gefühle bestätigten seine Vermutung, es gingen keine starken Gefühle in ihr vor, obwohl sie vorsichtig war. Zudem wusste sie erst einmal nicht recht, was sie auf seine Frage antworten sollte. Unsicherheit ging in ihr vor. Fragend zog Surtur eine Augenbraue nach oben, immerhin war er wegen ihr durch den Fluss geschwommen. Sie würde wohl kaum so unhöflich sein, zumindest ging er davon aus. Normalerweise waren Elfen so gut erzogen, dass sie eine gewisse Achtung vor Fremden hatten, zumindest die Frauen. Vor Kriegern musste er meist fliehen oder sich zumindest verstecken. Aufgrund seiner Haar- und Augenfarbe war er kein gern gesehener Gast, zu groß die Angst vor Drachenerben. Er hatte es niemals verstanden, immerhin war er gut erzogen und versuchte nur seine Neugierde zu stillen. Niemals wollte er jemandem etwas Böses, er wünschte nur einmal akzeptiert zu werden. So oft war er schon fortgejagt oder angegriffen worden, er weiß schon gar nicht mehr genau wo und wann. Der Hass in den Menschen, und auch Elfen, saß tief. Surtur konnte sich niemals das Oberteil ausziehen, jeder der ihn sah, würde sofort Reißaus nehmen. Seine Schuppen waren Fluch und Segen zugleich. Einerseits schützten sie seine lebenswichtigen Organe vor Verletzungen, andererseits schränkten sie ihn in seinem Handeln ein. Wie oft hatte er sich gewünscht, ein normales Leben führen zu können. Leider war dies ihm nicht vergönnt. „Keine Sorge, ich hatte nicht vor Euch lange aufzuhalten“, lächelte er sie an.

Sie antwortete nun auch auf seine Frage und verriet ihm ihren Namen, was den Drachenerben sehr erfreute. ’Lianne.’ „Ein schöner Name.“ Melodisch, wie er fand. Zumindest konnte man ihn flüssig sprechen, hoffentlich sprach er ihn nicht falsch aus. Immerhin konnte er nicht hören, wie sie ihren Name betonte, sondern konnte nur von ihren Lippen ablesen, welchen Wortlaut der Name hatte. Er bemerkte ihren Blick zu seiner Katze, aber sie fragte nicht nach, also schwieg er. Natürlich bemerkte er ihre Verwunderung, aber man konnte nicht immer auf alles eingehen, was die Leute in der Umgebung fühlten, da würde man irgendwann wohl oder übel verrückt werden. Sie wies ihn nun an sich an das Ufer zu setzen und auf sie zu warten, da sie ihr Pferd von der Last befreien wollte, zumindest glaubte er, dass Kalil das Pferd war, wenn er sich auch nicht sicher war. „Wie Ihr wünscht.“, schmunzelte er und setzte sich in den Schatten eines niedrigen Busches, dort war die Sonne nicht ganz so heiß. Nach kurzer Zeit kam sie zurück, Surtur hatte nicht weiter auf sie geachtet. Wenn sie nicht wiederkam, dann war es so. Er hatte beim Durchqueren des Flusses ein paar Fische verspürt, Hunger darauf hatte er zwar nicht, aber im Notfall würden diese reichen. „Eurer Pferd?“, fragte er sie, als sie ihn erreichte. Obwohl er ein Eigenes haben wollte, interessierte er sich nicht großartig dafür. Sie waren für ihn mehr Mittel zum Zweck, je nachdem wo er hinreiste, waren sie auch nur hinderlich. Aber man musste ja nicht unbedingt in die Berge reisen, sondern konnte sich auf vernünftigen Wegen aufhalten. „Woher stammt Ihr, wenn Ihr die Frage erlaubt.“ Der Drachenerbe vermutete aufgrund der Sprache und des Wissen, dass sie eine Wüstenelfe war, doch sicher war er sich da nicht.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Do, 19. Jan 2012 20:41

Lianne ließ sich neben dem Fremden auf den Boden sinken und sah vor auf das Wasser. Im Grunde hatte sie nichts gegen Wasser, aber doch hatte sie etwas Scheu vor seiner Gewalt. Lag es daran, dass sie diese Verbindung mit dem Feuer hatte, die niemand so genau erklären konnte? Basima hatte einst gesagt, dass sie einen Magiekundigen aufsuchen sollten, aber dann hatten sie durch einen glücklichen Zufall erfahren, dass es bei Wüstenelfen wohl garnicht so unüblich war, dass Funken auf ihrer Haut tanzten. Das, was zu ihrem Ausschluss aus der Gemeinschaft geführt hatte, war ihr allerdings noch ein Rätsel. Es hatte aber auch mit Feuer zu tun, soviel war sicher. Da Lianne spürte wie die Traurigkeit zurückkehrte zwang sie diese Erinnerungen wieder zurück. Irgendwann würde sie sich damit auseinandersetzen, aber noch nicht jetzt. Die Elfe drehte den Kopf leicht um ihren Gesprächspartner ansehen zu können. Er hatte gefragt, ob Kalil ihr Pferd war. Lianne lächelte leicht.

"Man hat ihn mir geschenkt...lieber wäre mir eine Leihgabe gewesen", begann sie mit gefaster Stimme. Niemand sollte wissen wie es in ihr aussah. "Er ist ein treuer Gefährte und erspart es mir, dass ich mein Gepäck selbst tragen muss."

Dann kam die Frage, die sie sich erinnern ließ. Es hatte mit Hass begonnen...diese seltsame Reise. Hass und Wut, aber dann hatte sie Basima kennengelernt. Man hat ihr einen Platz in einer Familie geboten, den sie allerdings verloren hatte. Wie gut war es nur gewesen, dass Basima das alles nicht miterlebt hatte. Lianne war sich sicher, dass ihr Herz zerbrochen wäre, wenn auch Basima sich von ihr abgewandt hätte.
"Ich lebte einige Jahre bei einem Nomadenstamm, aber nun Suche ich nach anderen wie mir. Ich möchte wieder etwas Kontakt zu anderen. Das Leben der Nomaden ist zu sehr auf das Überleben ausgerichet, aber ich bin neugierig und möchte mehr wissen...mehr erfahren." Wieder huschte ein Lächeln über ihre Lippen. Es war keine Lüge. Manchmal hatte sie sich nach anderen ihrer Art gesehnt um mehr über sich zu erfahren, aber sie wäre gerne noch länger bei den Menschen geblieben. Sie hatte diese Familie geliebt wie ihre eigene. Zumindest hoffte sie, dass ihre Familie... 'Genug!', schalt sie sich in Gedanken. Solche Gedanken führten doch zu nichts.

"Was führt Euch und eure kleine Gefährtin in die Wüste? Von wo habt Ihr eure Reise begonnen?"

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » Mi, 08. Feb 2012 22:13

Surtur sah vor ihm das Wasser vorbeirauschen und darauf einen kleinen Ast, der sich zwischen den Stromschnellen versuchte, über Wasser zu halten. Obwohl er schon tot war, wirkte es ein wenig wie ein Kampf ums Überleben. Ab und zu wurde er untergetaucht, um kurz darauf wieder an der Wasseroberfläche zu erscheinen. Dann wurde er wieder gegen das Ufer oder einen Felsen geschleudert, bevor der Ast seinen Weg in Richtung Meer fortsetzen konnte. Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht des Drachenerben. Überleben war wohl das Wichtigste in dieser Welt. Wer starb, verlor. Die Wüste war wohl einer der lebensfeindlichsten Orten, die man überhaupt finden konnte. Sogar die Eiswüste empfand er als ungefährlicher. Wenigstens konnte man dort nicht verdursten, hier drohten einem Hunger und Durst, wenn man nicht wusste, wo man etwas herbekam. Warum war er noch einmal hier unterwegs? Manchmal verlor er sein Ziel vor den Augen, dann ließ er sich nur noch von seinem Gefühl leiten und vertraute seinen Instinkten. Wenn er einen Weg geplant hatte, und sich auf einmal unsicher war, ob dies der richtige war, suchte er meist einen anderen Pfad. So hatte er schon häufiger einige unangenehme Begegnungen vermieden.

Ein wenig Traurigkeit machte sie in der Frau breit, und verwundert betrachtete Surtur sie. Was sie wohl hatte? Dem Anschein nach, war sie in Gedanken versunken, aber wer wusste schon, welche Gedanken sie plagten. Vielleicht welche an die Zukunft, hatte sie Sorge was geschehen würde, oder aber schwelgte sie in der Vergangenheit und erinnerte sich an unangenehme Erlebnisse? Vermutlich würde er es nicht herausfinden, sie waren zwar beide Reisende, aber ob sie in dieselbe Richtung gingen war ungewiss. Die Traurigkeit wurde unterdrückt, als sie ihm auf seine Frage nach dem Pferd antwortete. Er nickte. „Er sieht sehr edel aus. Ich habe auch vor, mir demnächst ein solches Tier zu kaufen.“

Aufgrund ihrer Reaktion, eine erneut aufkeimende Traurigkeit, war er sich ziemlich sicher, dass sie vorhin über Vergangenes nachgedacht hatte. Wollte er es überhaupt so genau wissen? Obwohl er unsicher war, beachtete er genau, was sie sagte. Sie hatte also bei Menschen gelebt und suchte nach ihresgleichen. Dann war sie bestimmt eine Wüstenelfe, Nomaden fand man häufiger in der Wüste. Er schmunzelte bei ihrem Kommentar zu dem Überleben. Das war es immer, bei jedem Menschen, der nicht in einer Stadt lebte und genügend Geld hatte um sich etwas zu Essen zu kaufen. Auch bei anderen würde sie vermutlich einen starken Überlebenstrieb finden. Wie erwartet, fragte auch sie nach seiner Herkunft und seinem Ziel. „Ich bin auf dem Weg zur Bucht von Nibyn, dort soll es wunderschön sein. Außerdem möchte ich mehr von der Kultur am Meer erfahren, ob die Fischer dort genauso arbeiten, wie die Fischer an Flüssen oder sehen. Oder wie es dort mit der Bildung gehandhabt wird. Ich bin Wissenssammler.“ Kurz schwieg er, um seine Katze ein wenig zu kraulen. „Ich stamme aus den wilden Landen, Finna hingegen aus einem Wald in der Nähe von Thamyr, an der Zuhandal-Kette. Ich habe sie verletzt gefunden und gesund gepflegt.“ Interessiert sah er die Elfe an. „Ihr scheint Euch gut mit der Wüste auszukennen. Habt ihr Lust mich ein Stück meines Weges zu geleiten? Oder seit ihr in eine ganz andere Richtung unterwegs?“ Da kam ihm ein weiterer Gedanke, bei Nomaden war er bisher noch nicht persönlich, aber sie konnte ihm gewiss ein paar Fragen beantworten. „Vielleicht könnt Ihr mir auch bei meiner Wissenssuche behilflich sein. Nur wenn ihr wollt.“, fügte er hinzu. Natürlich erinnerte er sich an ihre Traurigkeit. Abwartend sah er sie an.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Do, 09. Feb 2012 0:12

Lianne dachte über seine Pläne sich ein Pferd zu kaufen nach. Hätte sie sich Kalil auch gekauft, wenn man ihn ihr nicht geschenkt hätte? Nachdenklich sah sie zu dem Tier. Vermutlich nicht. Pferde waren kostbare Tiere und sie hatte sicher nicht genug Gold um sich eines zu kaufen, dass derart schön und stark wie Kalil war. Zudem musste das Tier auch versorgt werden. Hier am Ufer hatte sie es einfach, da es genug Gras und Kräuter gab. Aber in einer Stadt wäre ein solches Tier sicherlich auf Dauer eine sehr hohe finanzielle Belastung. Darüber sollte sie sich auf Gedanken machen bevor sie nach Demera kam. Vielleicht würde sie ihn verkaufen müssen. Aber darüber würde sie dann nachdenken und nicht jetzt. Es war noch mehr als genug Zeit.
Den Blick auf das Pferd gerichtet erwiderte sie: „Ein solcher Kauf will gut überlegt sein.“ Sie sah wieder zu dem Fremden. „Seid Ihr den Umgang mit Pferden gewöhnt? Sie benötigen mehr Pflege und Aufmerksamkeit als man denkt...und sind viel mehr als Lasttiere. Ist es bei Euer kleinen Gefährtin nicht ähnlich?“ Ein freundliches Lächeln huschte über ihre Lippen. Sie entsann sich wieder eines fernen Gefühls. Eine Erinnerung, die im Dunklen lag. Aber sie war sich gewiss, dass es mit Tieren zu tun hatte. Hatte sie früher auch viel mit Tieren zu tun gehabt?
Die Nomaden hatten ihre Tiere auch immer gut behandelt. Immerhin waren sie von den Tieren abhängig.

Er wollte ans Meer? Lianne seufzte leise. Ihrem Wesen nach wollte sie sicherlich nicht so nah an so viel Wasser heran. Was interessierten sie Fischer und ihre Arbeit? Sie fand das Leben in der Wüste um vieles angenehmer. Es war warm und trocken. Vielleicht lag es daran, dass sie dem Feuer so sehr verbunden war. War sie es überhaupt? Die Funken, wenn sie glücklich war, und das Feuer, wenn sie wütend war. Sehr wütend. Ein schrecklicher Gedanke. Hoffentlich würde sie sich in der Stadt nicht verwandeln. Dort wäre man ihr sicherlich nicht so gewogen gestimmt wie die Nomaden es gewesen waren. Sie hatten sie nur fortgeschickt, aber ihr nichts angetan. Wie würden Fremde darauf reagieren? Gedankenverloren nagte sie kurz an ihrer Unterlippe.

Sehr interessant fand sie jedoch, dass er Wissen sammelte. Ob er schon anderen Elfen begegnet war? Sie beobachtete wie er seine Katze kraulte und faltete die eigenen Hände im Schoß.
„Seid Ihr auf euren Wanderungen bereits anderen Elfen begegnet?“ Ein neugieriges Funkeln trat in ihre Augen. Sie wusste, dass es verschiedene Elfenvölker gab, die über der ganzen Welt verteilt lebten, aber die Nomaden hatten auch nur Geschichten und Legenden gekannt, da man mitten in der Wüste nur selten Fremden begegnet. Wenn man nicht gerade Glück hatte. Sie würde gerne wissen wie andere Elfen lebten.

Lianne überdachte sein Angebot. Es wäre sicher nett für eine Weile einen Gefährten zu haben, aber sie kannte ihn doch nicht. Konnte sie ihm vertrauen? Konnte sie sich selbst vertrauen? „Mein Weg führt mich nach Demera. Ich hoffe dort einige Informationen zu erhalten...aber auch wenn ich Demera noch nie besucht habe, so bin ich das Leben in der Wüste gewöhnt. Man könnte durchaus sagen, dass ich ein Kind der Wüste bin.“ Die Elfe legte den Kopf auf die Seite und sah wieder zum Wasser. „Bei den Nomaden war es ein einfaches Leben, aber dadurch lernte man der Wüste zu trotzen. Ihre Signale zu deuten...man lernt die kalten Nächte zu lieben und die heißen Winde...und es gibt nichts schöneres als in einer klaren Nacht die Sterne zu betrachten. Wie oft habe ich schon versucht sie zu zählen...“ Lianne lächelte sanft. Wie oft hatte sie gemeinsam mit Faris versucht die Sterne zu zählen?

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Surtur Achaius » So, 12. Feb 2012 23:17

Sie war wunderschön, wie sie so dastand und nachdenklich ihr Tier betrachtete. Es war ein wahrlich schönes Pferd, mit starken Muskeln und einer selbstbewussten Ausstrahlung. Ihre Augen leuchteten in der Sonne, als sie ihn erneut ansah. „Bei meiner Katze wird es ähnlich sein, wie bei eurem Pferd. Ich war eine Weile bei Steppenreitern, daher kenne ich den Umgang mit solchen Tieren recht gut. Normalerweise halte ich mich nie sehr lange in einer Stadt auf, wodurch es möglich ist, dass sich das Tier von Gräsern und Kräutern ernährt, welche es auf dem Weg findet. Für alles gibt es eine Lösung.“ Freundlich lächelte er sie an. Der Drachenerbe schwieg, während die Sonne um ihn herum das Gras verdorrte und der Fluss an ihnen vorbeizog.

Die Dame schien über etwas nachzudenken und so störte er sie nicht. So etwas war unhöflich und gehörte sich nicht, deswegen wartete er und beobachtete, wie sich die trockenen Halme im Winde wiegten. Wie mochte es wohl sein, wenn man den Wind flüstern hören konnte? Und zwar immer und nicht nur, wenn jemand in der Umgebung starke Gefühle hat. Und selbst dann hörte er nicht das Gras rascheln, sondern wenn überhaupt einen Sturm im Wald. Auch Stimmen verstand er nur dumpf und er musste sich konzentrieren, wenn er hören wollte, was gesagt wurde. Es war leichter für ihn von den Lippen zu lesen, als zuzuhören. Immerhin war er dies nicht gewohnt. Mittlerweile wusste er, was er war und warum ihn die meisten Menschen fürchteten. Warum sollten Drachenerben gefährlich sein? Die Leute verstanden ihn nicht, immerhin war er nur ein besonders intelligenter Mensch, der körperlich benachteiligt war, nicht mehr und nicht weniger. Jede Stärke wird durch eine Schwäche wieder ausgeglichen. Der Hass und die Angst waren absolut unnötig, sie brachten ihn nur in Gefahr und die anderen vergeudeten nur ihre Kräfte. Manchmal konnte er sie nicht verstehen.

Er verspürte ihr Interesse, als er erklärte, er sammelte Wissen. Vielleicht wollte sie mehr über ihre Vergangenheit erfahren, über die sie anscheinend vor wenigen Augenblicken noch nachgedacht hatte? Neugierig betrachtete der wilde Mensch sie. Was hatte sie wohl durchlebt? Ihre Frage bestätigte seine Vermutungen über die Geschichte der eigenen Rasse. Aufmunternd nickte er. „Ja, auf meinen Reisen bin ich bereits einem Bergelfen begegnet. Ein sehr geheimnisvolles Volk, und eigenbrötlerisch auch. Ihr Wissen geben sie niemals preis, doch selber wollen sie immer mehr erfahren.“ Ein schiefes Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Bergelfen waren ein gefährliches Volk, obwohl sie niemals von sich aus in den Krieg ziehen würden. Ein ganz klein wenig hatte er über sie erfahren, dennoch hatte der Mann ihm nichts Genaues gesagt. Irgendwann würde er auch über diese Rasse mehr erfahren haben. „Wie die meisten Elfen haben auch sie ein Talent für Magie, und können diese sogar in Gegenstände einfangen. Seid ihr eine Wüstenelfe? Dann seid ihr doch bestimmt für die Magie des Feuers sehr begabt, oder?“, fragte er neugierig. Konnte sie zaubern?

Über sein Angebot dachte sie eine kurze Weile nach. Er hatte kein großes Interesse, weiterhin alleine zu reisen, aber wenn sie ablehnte blieb ihm nichts anderes übrig. „An Demera führt mich mein Weg vorbei. Wenn ich euch ein Stück des Weges begleiten darf…“ Dass sie ein Kind der Wüste war hatte er bereits vermutet. Das was sie nun sagte, merkte er sich. Natürlich waren die kalten Nächte angenehmer als wenn man von der Sonne versengt wurde, dieses Phänomen war ganz leicht zu erklären. In den nächsten Tagen würde er vermutlich hauptsächlich nachts weiterreisen, aber einen genauen Plan hatte er sich noch nicht zurecht gelegt. Als die Elfe geendet hatte, lächelte er. „Und, wie viele sind es? Die Welt steckt voller Wunder, wie ich finde. Der Himmel verändert sich von Tag zu Tag, wenn auch nur so minimal, dass man es kaum wahrnimmt.“ Langsam ging die Zeit weiter und die größte Hitze des Tages verschwand ganz allmählich.

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Re: Freundlichkeit ist eine Sprache die Taube hören können

Beitrag von Lianne » Do, 16. Feb 2012 0:23

Lianne sah Surtur offen an. „Aber nicht jeden Lösungsweg möchte man beschreiten...“, flüsterte die Elfe zur Erwiderung. Die Nomaden hatten auch eine Lösung für sie gefunden. Sie hatten sie fort geschickt.

Er hatte tatsächlich schon andere Elfen getroffen! Bergelfen! „Sehen sie mir ähnlich?“, fragte Lianne vorsichtig, aber da lauerten noch mehr Fragen unter der Oberfläche. Sie wusste wie sie selbst aussah. Langes dunkles Haar, die schönen bronzefarbenen Augen und die feine Haut. Natürlich auch die spitzen Ohren. Gedankenverloren fuhr Lianne mit ihrer rechten Hand über die Form ihres rechten Ohrs. Sie wusste, dass alle Elfen solche Ohren hatten. Lianne versteckte die Ohren keinesfalls. Es war nur so, dass sie die Haare gerne so trug, dass die Spitzen versteckt waren. Ob die anderen Elfen ihre Ohren frei trugen? Hatten sie auch solche Augen wie sie selbst? Sie versuchte sich die Elfen vorzustellen. Sicher waren sie ebenso schmal wie sie selbst. Aber sie konnte die Fragen nicht zurückhalten. Viel zu sehr war sie daran interessiert mehr über andere Elfen zu erfahren. „Wie leben sie? Wie ist es in den Bergen? Wovon lebt man in den Bergen? Wie sehen die Behausungen aus? Leben sie das ganze Jahr am selben Ort?“ Ein fröhliches Leuchten erschien in ihren Augen. Von den Händen ging ein leichtes Flimmern aus, das Lianne nicht zu bemerken schien. „Tanzen sie gerne? Wie verbringen sie ihre Tage? Oder durfte niemand an ihrem Alltag teilhaben?“ Mit der rechten Hand rieb sie über den linken Handrücken. Die Wärme war ihr unangenehm. Sie wusste, dass sie darüber keine Kontrolle hatte.

Er fragte nach dem Feuer. Feuer. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren vollen Lippen. Ihre Augen funkelten. Die freudige Erregung etwas über Elfen erfahren zu können und die Gedanken an Feuer reichten um sie lächeln zu lassen. Noch immer ging von ihrer Haut das Flimmern aus.

„Wie können sie Magie in Gegenständen einfangen?“ Sie machte eine kurze Pause und fügte dann leiser hinzu: „Ja, ich stamme aus der Wüste und liebe das Feuer. Es gibt nichts was schöner...oder gar gefährlicher ist.“ Aber sie wusste nicht ob sie über Magie verfügte. Sie wusste nur, dass sie über etwas Dunkles gebieten konnte. Nein. Sie konnte es nicht gebieten. Es übernahm die Kontrolle. War da noch mehr? Es hatte diese Momente bei den Nomaden gegeben, aber nein. Das Flimmern hatte nachgelassen, die Freude in ihren Augen erstarb. Ihr Herz entsann sich des Verlusts. Faris.

„Vielleicht sollten wir uns auf den Weg machen, wenn Eure Kleidung getrocknet ist.“

-> Einen Steinwurf entfernt...

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