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Einen Steinwurf entfernt...

Lebensader des dürren Landes.
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Suada
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Suada » Di, 10. Jul 2012 23:02

Sie war schon beinahe beim Fluss angelangt, da hörte sie plötzlich die Stimme des Jungen und hielt inne, drehte sich langsam zu ihm um und sah ihn schweigend, aber mit merklicher Zurückhaltung an. Er hatte ihr nichts getan, aber der Gedanke an seine Magie bereitete ihr Furcht. Wenn sie seine Zeichen richtig deutete, hatte er den Wasserkrug zurück gebracht - komisch, dass sie einander nicht begegnet waren, vermutlich war sie in einigem Abstand an ihm vorbei gegangen, als er sich an dem Strauch zu schaffen gemacht hatte, und sie selbst war zu sehr in Gedanken versunken gewesen, um ihn zu bemerken. Als sie merkte, dass er ihr wohl nur helfen wollte und keine Zeichen irgendwelcher seltsamer Veränderungen an ihm zu erkennen waren, wirkte sie aber gleich etwas entspannter. Dankend nahm sie den Wasserschlauch entgegen und trank einen ordentlichen Schluck.
"Danke", sagte sie dann lächelnd und gab ihm den Wasserschlauch zurück. Widerstandslos ließ sie sich von ihm zu dem Stein fühlen und ließ sich darauf nieder. Dass er eine Schiene formte, verwunderte sie etwas, und ein wenig Angst machte es ihr dann doch wieder, war da doch wieder diese seltsame Magie, aber offensichtlich konnte er sie auch zu etwas Gutem gebrauchen, also ließ sie ihn gewähren und sich den Umschlag und die Schiene anlegen.

Seine Worte verstand sie nicht und sah ihn daher einen Moment lang fragend an, während sie noch überlegte, was er wohl mit seinen Gesten meinen könnte. Erst nach einer kleinen Weile ging ihr auf, dass er wohl den Wagen meinte und nickte. "Ja, wir sollten zurück gehen", sagte sie dann und ließ sich von Duiliath aufhelfen. Mit seiner Hilfe gelang es ihr, zurück zu gehen, ohne ihren nun gut geschienten Knöchel zu belasten. Matt ließ sie sich dann am Rand der Ladefläche nieder. Ihr Blick fiel auf die Sachen, die Lianne zurück gelassen hatte. War sie wirklich so schroff gewesen, dass sie die Elfe vertrieben hatte? Das täte ihr unendlich Leid, war sie doch so freundlich zu ihr gewesen, aber da sie nun, wie Suada glaubte, fort gegangen war, konnte sie ihr das nicht einmal sagen, nicht einmal erklären, dass ihr einfach die Nerven durchgegangen waren und sie einen Moment Ruhe gebraucht hatte. Dennoch würde sie bis zur Mittagsstunde des nächsten Tages warten,vorher würde sie nicht aufbrechen, doch ewig konnte sie nicht warten, zumal sie nicht wusste, ob die Wüstenelfe gänzlich verschwunden war. "Wo ist Lianne wohl hin?", fragte sie sich selbst leise und blickte dann zu Duiliath, deutete mit einem Fingern an ihrem Ohr spitze Ohren an und legte dann die Hand über die Augen wie ein Späher.
"Alles läuft schief, ich mache alles falsch", sagte sie dann in einem fast schon verzweifelten Tonfall. Es würde eine unruhige Nacht werden, zum einen weil sie in nachdenklicher Stimmung war, zum anderen weil der Junge nun den Wollmantel trug, den sie sonst auch als Unterlage und Decke nutzte, wenn sie denn einmal im Wagen nächtigte.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Duiliath » So, 15. Jul 2012 0:05

„Sssssssssssssssst!“ machte Duiliath. Er verstand nicht was die Frau hatte, aber es hatte wohl mit der Dämonin, mit Lianne zu tun. Soviel zumindest glaubte er aus ihren Worten wie Gesten herausgehört zu haben. „Lianne? Ich schau mal ob ich sie finde.“ Mit einem aufmunternden Lächeln erhob er sich. „Ich glaub sie muss da irgendwo sein... glaube ich.“ Ziemlich lustlos schlenderte er in die Richtung, in welcher er vorhin die einzelnen Hufspuren gesehen zu haben glaubte, und tatsächlich dauerte es nicht sonderlich lange, bis er sie, nahe am Fluss in einer natürlichen Senke und von jungen Bäumen wie Gestrüpp vor Blicken geschützt hocken und ein zerfetztes Oberteil betrachten sah. Durch das Grün nur war sie ihm von der Straße her nicht aufgefallen. Eine gute Deckung, ein insgesamt guter Lagerplatz, wie er fand. Also drehte er um und verdrängte den Gedanken daran wie die Dämonin das Oberteil gewechselt haben mochte, ging statt dessen den nicht zu weiten Weg zurück zum Wagen. „Hab sie gefunden - Lianne - da!“ Er deutete zurück zu dem von dichtem Buschwerk wie jungen Bäumen nur bestanden scheinendem Flecken Erde hinter dem Lianne, von hier aus ungesehen, lagerte. „Da ist ein guter Platz zum lagern.“ Duiliath deutete auf Suada und den Wagen, tat als würde er mit Zügeln schlagen und schnalzte mit der Zunge. Tatsächlich wandten die Tiere ihm darauf die Köpfe zu, taten aber keinen Schritt und legten statt dessen nur die Ohren zurückgewandt eng an den Kopf an. Anschließend winkte er Suada auffordernd zu ihm mit dem Wagen zu folgen. Aus einem Impuls heraus versuchte er die Tiere zu beeinflussen wie die Drachenerben behaupteten das er es bei Elfen und den anderen intelligenten Völkern können sollte. Doch als er mit einem an die Tiere gerichteten „Putt-putt-putt!“ deren natürliche Ablehnung gegen ihn abzumildern und sie zum Folgen zu bewegen suchte, schnaubten die Tiere nur unruhig, stampften mit den Hufen, taten aber keinen Schritt auf ihn zu.

„Scheint bei euch dummen Tieren also nicht zu funktionieren, schade!“ Doch statt sich darüber aufzuregen, fragte er sich im Stillen nur warum er derlei noch nie vorher je versucht hatte. „Vielleicht weil die Wüstenelfen dich verstanden, selbst fantastisch mit Tieren, besonders Pferden umgehen konnten und du darum einfach immer die um Hilfe bitten konnten wenn ein Tier, das nicht zum essen da war, mal nicht so wollte wie du!?“ Ein Wispern, fast wie ein leises Rascheln trockenen Laubes nur wehte um des Halbdämons Kopf, dessen Lippen sich indes keinen Fingerbreit bewegt hatte. Duiliath nickte nur. Wo der Andere recht hatte, hatte er recht! Doch Suada folgte seiner Aufforderung schließlich, wenn auch zögerlich, als wäre sie damit eigentlich nicht so recht einverstanden, wisse aber auch nicht wie ihm widersprechen ohne... „Ich hoffe sie hat nicht nur einfach Angst vor mir!“ meinte er während er sie weiter in Richtung Senke lotste. „Unterschätze sie nicht. In ihr steckt mehr,als es den Anschein hat.“ Als er einigen Sträuchern, die dem Wagen den Weg versperrten auswich, trat er, da die ganze Zeit rückwärts gehend, wie Suada dirigierend, mit den Fersen plötzlich in leicht morastigen Untergrund. Mit einem Schmatzen zog er den Fuß wieder heraus und bedeutete Suada zu warten. Er drehte sich um und schaute den Weg entlang den er Suada mit den Wagen zur Senke leiten wollte in welcher die Dämonin Lianne rastete. Er musste durch diese, leicht morastige Senke, dann auf eine „Anhöhe“ - es handelte sich hierbei gerade mal um ein bis zwei Fuß Höhenunterschied - und dort wo Lianne gerastet hatte schien es anders als hier wieder festeren Boden zu geben.

„Langsam macht mich das zwar saumüde, aber es ist ein guter Platz der Schutz und Deckung bietet, und mit dem Fuß sollte Suada nicht mal auf dem Kutschbock den groß belasten.“ „Und was nicht tötet härtet ab.“ Da der Halbdämon, Suada gerade den Rücken kehrend, nach dem idealen Weg für den Wagen suchte, konnte diese auf dem Kutschbock, wohl einen Moment lang einen Schattenspiel, wie von einem drachenähnlichen Kopf zwischen dem rückwärts gewandten Gehörn erahnen. Ein Schattenspiel, von einer an der Sonne vorrübergezogen seienden kleinen Wolke, mochte sie denken, und das leise Wispern - wie von raschelndem Laub? Nun, nicht mehr sehr weit entfernt, standen doch junge Bäume! Einzig der leichte Lichtreflex, wie von zwei zu ihr herüber starrenden grün schimmernden Augen... Aber das mochte sie vielleicht auch der Erschöpfung zusprechen, oder... Duiliath hatte sich hingekniet und die Hände links und rechts von sich gestreckt auf den Boden gelegt. Nach einigen Augenblicken schimmerte der Boden rechts und links feucht, dann nass. Kleine Rinnsale bildeten sich, sammelten sich zu kleinen Pfützen. Dazwischen sank der Boden einige Handbreit hinab, wirkte dafür nun aber fester. Ein in einem leichten Bogen nach links sich wendender trockener Pfad schien sich heraus zu bilden. Selbst wo die umliegend zugenommen habende Feuchtigkeit auf die nunmehr trockene Fläche hinab rann, verhielt sie sich eher wie auf einer aus fest gestampftem Erdreich bestehenden Straße, bildete darauf kleine Pfützen ohne den Untergrund indes so schnell wieder aufweichen zu können. Duiliath war's zufrieden, erhob sich erschöpft und winkte Suada zu, ihm zu folgen.

Bei Lianne in der Senke anlangend, strahlte er diese an und meinte verschmitzt. „Suada hat dich vermisst, glaube ich. Was dagegen, wenn wir auch hier Rast machen? - Muss nur mein Abendessen von da hinten abholen. Wäre nett wenn du ein Feuer und etwas Tee machen könntest - bitte!“ Sprachs und entschwand fröhlich pfeifend zwischen dem dichten Gesträuch hin zu seinem nun hoffentlich fertigen Abendessen. Er wusste selbst nicht wieso, aber die Magie bis zur Erschöpfung angewandt zu haben hatte einen müden aber frohgemuten Drachenerben scheinbar zurück gelassen. Der andere war zwar noch da, wie immer - schien aber gleichermaßen gelöst gerade zu sein. Das Essen war tatsächlich fertig, wie Duiliath nach Aufschlagen des magisch geformten Lehmofens zufrieden feststellte. Die eine Hälfte der Wüstenrennmaus verspeiste er direkt vor Ort, brach nur die Zähne des Tieres heraus, während er die Knochen mit seinem eigenen kräftigen Gebiss zermalmte und gemeinsam mit Fleisch, Haut und Sehnen verschlang. Das zweite Stückchen garen Mäusefleisches nahm er in der zuvor geformten Steinschale als Snack mit herüber, es langsam und genüsslich bei einer Tasse Tee zu verzehren. Hoffentlich hatte Lianne schon ein Feuer entfacht und Teewasser aufgesetzt. Wenn weder sie selbst, noch Suade Tee haben sollten... zufrieden klopfte der Halbdämon auf den großen Beutel an seiner Seite. Das er der Feuerdämonin kürzlich noch den Tod gewünscht hatte war beinahe vergessen, auf jeden Fall gerade aber absolut nicht wichtig. Ein Tee aber, ein prasselndes wärmendes Feuer, ja - auch Gesellschaft, und Zeit Kraft zu tanken, sich zu erholen... Fröhlich pfeifend trat er zwischen den Sträuchern hindurch in die Senke, da er Suada und Lianne vorhin zurück gelassen hatte.
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Lianne » Sa, 21. Jul 2012 13:05

Lianne sah auf als die beiden sich mit dem Wagen näherten. Hatte der Bock die Menschenfrau doch überzeugt? Ihr Blick glitt zu dem Kutschbock. Oder hatte er ihr garkeine Wahl gelassen? Vielleicht war das so ganz gut. Hier hatten sie wenigstens etwas Ruhe und waren vor neugierigen Blicken etwas geschützt. Sie legte das Oberteil zur Seite. Als der Junge sie ansprach, sah sie ihn aufmerksam an. Er war auch sehr wandlungsfähig. Ein Opfer seiner Gefühle? Lianne seufzte leise als er ihr auftrug Feuer zu machen. So seltsam es sich anhörte, aber wie sollte sie ein Feuer entfachen? In dieser Form hatte sie keine Kontrolle über das Feuer und sich selbst zu erzürnen für eine Tasse Tee erschien ihr...albern. Da sie den Fluss durchquert hatte, war ihr Hab und Gut wohl noch zu feucht. Zwar hatte sie es zum Trocknen ausgebreitet, aber dadurch war es sicherlich noch nicht ganz trocken. Leicht kopfschüttelnd sah sie ihm nach. Sie konnte es ihm eh nicht erklären.

Dann erst sah sie wieder zu Suada. "Ist alles in Ordnung?", fragte sie während sie aufstand. Suada würde sicher Hilfe benötigen beim Absteigen vom Kutschbock. Die Elfe ging langsam auf den Wagen zu. "Der Junge möchte, dass wir ein Feuer entfachen, aber ich befürchte, dass alles was ich habe noch nicht ganz getrocknet ist. Hast du etwas zum Feuer machen?" Es war demütigend die Frau danach fragen zu müssen. In ihr fühlte sie die Abneigung, die sich gegen sie selbst richtete. Wie albern. Wie unfähig war sie doch. Die Elfe biss die Zähne zusammen und hielt Suada eine Hand entgegen um ihr beim Abstieg zu helfen. "Ich befürchte auch, dass das meiste, was ich noch an Nahrung bei mir hatte, dem Überqueren des Flusses zum Opfer fiel." Sie könnte doch einfach etwas spazieren gehen und nach Früchten oder etwas in der Art Ausschau halten. Aber auf der anderen Seite wollte sie sich nur noch ausruhen. Außerdem wollte sie Suada nicht noch länger mit dem Bock alleine lassen. Wer wusste schon wie er zurückkam. Vielleicht mordlüstern?
Verantwortung. Wie wenig Lust hatte sie jetzt im Augenblick doch darauf.

Sie führte Suada zu der Satteldecke damit sie sich setzen konnte. Dann würde sie die Pferde von dem Wagen befreien und sie zu Kalil binden. Vermutlich würden die Tiere auch noch an den Fluss müssen um getränkt zu werden. Tiere bedeuteten auch Verantwortung. Sie durfte nicht darüber nachdenken...einfach ein Schritt nach dem anderen machen. Die Elfe setzte sich auf einen Teil der Satteldecke. "Brauchst du etwas?", fragte die Elfe mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Suada » Sa, 21. Jul 2012 15:38

Suada wunderte sich zwar darüber, dass sie offensichtlich nicht einsanken, aber nachdem Duiliath ihr die Schienen gemacht hatte wunderte sie so langsam gar nichts mehr. Also lenkte sie die Wagen hinter ihm her, hielt inne als er ihr bedeutete zu warten und beschloss, sich besser gar nicht genauer zu fragen was bitte er da machte, als er die Hände auf den Boden legte. Das Schattenspiel bemerkte sie wohl, beschloss aber es zu ignorieren. Sie hatte genug für heute, sie wollte nicht mehr darüber nachgrübeln, wie sie am besten damit umging, dass sie zwei... was auch immer die beiden waren bei sich hatte, die jederzeit aufeinander losgehen konnten, wenn die Gefühle hochkochen sollte, ebenso wenig wollte sie darüber nachdenken, ob ihr Knöchel sie wohl bei der Arbeit sehr behindern würde oder ob sie mit den beiden überhaupt sicher bis nach Demera kam. Die Götter würden sie schon beschützen, irgendwie, aber sie war sich selbst nicht sicher, ob sie dies wirklich glaubte oder eher nur hoffte, um sich selbst zu beruhigen. Irgendwie mochte sie die beiden ja, so seltsam ihr das selbst vorkam, aber dennoch wusste sie so gar nicht, wie sie sich verhalten sollte, sie tat sich doch ohnehin schwer mit Fremden. Warum die Götter wohl beschlossen hatten, ausgerechnet diese beiden ihren Weg kreuzen zu lassen? Ob irgend ein tieferer Sinn dahinter steckte? Auch darüber wollte sie nicht nachgrübeln. Jetzt war sie erst einmal froh, dass sie den Wagen sicher hier her gebracht hatten, ohne dass er eingesunken war. "Danke, Duiliath", sagte sie daher und lächelte ihn müde an. Ein derart seltsamer Tag war mehr als nur ermüdend.

Als Lianne ihr dabei half, von der Kutsche zu steigen, schenkte sie ihr ein dankbares Lächeln und ließ sich dann auf der angebotenen Decke nieder. "Danke, Lianne. Ja, es ist alles in Ordnung. Es ist nur... Verzeih, dass ich vorhin ohne ein weiteres Wort gegangen bin... Es war ein anstrengender Tag... und ich wollte einfach einen Moment durchatmen, mich beruhigen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können, und es hätte nichts gebracht, weiter zu reden... Ich musste erst ein wenig zur Ruhe kommen, alles andere hätte keinen Sinn gehabt." Als Lianne sie fragte, ob sie etwas habe, um Feuer zu machen, schüttelte sie bedauernd den Kopf. Zuhause hätte sie Feuersteine gehabt, aber sie nahm sie nie mit auf Reisen, da sie sie bislang nicht brauchte. "Nein... ich mache unterwegs nie Feuer, aber ich habe noch etwas Proviant auf dem Waagen, ich kann ihn gerne mit euch teilen. Es ist nicht viel, aber es ist auch weniger als eine Tagesreise von hier nach Demera, wenn wir morgen losreisen, dürften wir noch am frühen Abend ankommen, sofern nichts dazwischen kommt." Etwa ein weiterer Kampf zwischen Lianne und Duiliath, so etwas würde sie sicher aushalten. Ihr Knöchel machte ihr da schon weniger Sorgen, denn sie würde die meiste Zeit auf dem Kutschbock sitzen, konnte ihn also gut schonen. Das war wohl auch nötig, so sehr wie er schmerzte und pochte. Sie setzte sich aufrecht hin und betrachtete sich die Verletzung. Er war doppelt so dick wie der unverletzte und ordentlich blau - kein Wunder, dass er ihr bei jedem Schritt weh tat, aber das musste sie eben aushalten können. "Nein, danke, ich brauche nichts. Außer vielleicht etwas Ruhe, aber das habe ich ja hier", sagte sie dann hörbar ermattet.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Duiliath » So, 22. Jul 2012 22:30

Duiliath trat in das Lager, sah sich um – kein Feuer. „Na super!“ Aber statt sich weiter aufzuregen, beließ er es bei diesen leise gemurmelten Worten und stellte statt dessen die Schale mit der zweiten Hälfte der Rennmaus auf den Boden, klaubte sich ein paar trockene Grasbüschel und suchte anschließend im sie umgebenden Strauchwerk nach möglichst trockenen toten Ästen und Zweigen. Die beiden mochten sich inzwischen weiter einrichten.

Duiliath, als er glaubte genug Feuerholz zusammengetragen zu haben, machte sich schweigend über die Zweite Hälfte seines frugalen Abendmahles her, ging anschließend zum Fluss, wusch anschließend die Schale aus und kehrte schließlich, die Steinschale mit klarem Flusswasser gefüllt, zum Lager zurück. Dort, zwischen drei etwa Doppelfaust große Steine, positionierte er die zusammengerollten losen Grasbüschelknäuel unter dünnen Zweigen und legte darauf drei etwas kräftigere Äste. Die Feuersteine waren schnell gefunden. Ein Schlag, und ein langlebiger glühender Funken fiel zwischen den Ästen und Zweigen hindurch auf das Grasknäuel. Sachte blies der Halbdämon in den beinahe augenblicklich aufsteigenden Rauch und hatte es nach wenigen Sekunden geschafft eine kleine Flamme zu entfachen. als er sicher war, dass das Feuer beständig genug weiter brennen würde, stellte er die mit Wasser gefüllte Schale auf die drei, das Feuer eng einrahmenden Steine, klaubte einen kleinen schäbig ausschauenden Lederbeutel mit getrockneten Teeblättern darin hervor und streute eine priese dessen in die Schale, als das Wasser darin zu kochen begann. Die Steinschale mit den Schössen seines Mantels umfassend, nahm er diese anschließend vom Feuer, ihn abseits etwas ziehen zu lassen. „Tee?“

Anschließend rollte er sich neben dem Feuer zusammen, schloss die Augen, wollte nur kurz zur Ruhe finden. Das er beinahe augenblicklich einschlief, bemerkte er dabei ebenso wenig, wie das er beim wohligen Zusammenrollen nahe der Flammen kurzzeitig seine dämonische Gestalt annahm – welche sich aber mit dem ihn ja beinahe augenblicklich darauf überwältigt habendem Schlaf aber zu der des gehörnten Drachenerbes zurück bildete.
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Lianne » Di, 24. Jul 2012 17:33

Die Elfe betrachtete die Menschenfrau und nickte dann leicht. "Dann bleib sitzen. Wenn du es erlaubst, dann durchsuche ich deinen Wagen nach dem Proviant und vielleicht nach Decken, falls du welche hast. Damit die Nacht nicht zu kalt wird." Morgen würden sie bereits nach Demera kommen? Welch gute Nachrichten! Aber trotzdem trübten sich Liannes Gedanken. Was wäre, wenn es dort zum Streit kam? Wie würde ihr Weg von dort weitergehen? Würde sie Antworten finden oder musste sie sich eine Anstellung suchen um ihr Leben zu unterhalten? Sollte sie Suada damit bereits belasten? Für einen Moment sah Lianne zweifelnd zu Suada, aber wurde abgelenkt, da der Junge wiederkam.

Er schien nicht sehr begeistert darüber, dass sie noch kein Feuer gemacht hatten. Aber wie sollte sie ihm das auch erklären? Immerhin verstanden sie sich nicht. Für einen Moment nach galt ihre Aufmerksamkeit ihm, aber dann verschwand er auch schon wieder um sonst etwas zu erledigen. Mit einem Seufzen erhob sich Lianne. Die Elfe machte sich auf den Weg zum Wagen. Mit geschickten Bewegungen löste sie die Pferde aus dem Geschirr und führte sie dann zu Kalil. Dort band sie die Tiere fest, die wohl gemeinsam durchaus in der Lage gewesen wären den jungen Baum zu entwurzeln. Aber warum sollten die Tiere auch weglaufen? Mit jedem Schritt spürte Lianne eine bleiernde Müdigkeit auf sich lasten. Sie war den ganzen Tag gewandert, sie hatte den Fluss durchquert und das Dunkle herausgelassen. Der Tag war anstrengend gewesen. Lianne streckte sich etwas, dann strich sie Kalil über den Hals. "Pass mir gut auf die beiden auf..."

Dann erst trat sie zurück und ging wieder auf den Wagen zu. Auch wenn sie es ungern tat, so begann sie nach dem Proviant und Decken zu suchen. Es waren immer die Sachen von Suada. Sie selbst würde es auch nicht gut finden, wenn man ihre Sachen durchwühlen würde. Die Nahrung fand sie, eine weitere Decke leider nicht. Mit dem Beutel kehrte sie zu Suada zurück, die gerade Tee von dem Jungen angeboten bekam. Er hatte auch ein Feuer entfacht. Lianne musste unwillkürlich lächeln. Vielleicht war seine Bestie auch müde? Die Elfe nahm den Tee mit der freien Hand entgegen, murmelte ein Danke und reichte der Menschenfrau das Getränk. Ihr Körper würde es jetzt dringender brauchen. Sie selbst war das Leben hier draußen gewöhnt. Den Beutel mit dem Proviant legte sie auch neben Suada. Dann durchwühlte sie ihr eigenes Gepäck. Die Decke, die sie dabei hatte, war eigentlich für sich selbst gedacht, aber auch diese reichte sie der Menschenfrau.
Kurz sah die Elfe zum Feuer. Lange würde es sicher nicht brennen...die Nacht würde lang und kalt werden.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Suada » Do, 26. Jul 2012 23:17

Suada nahm den Tee dankend entgegen und pustete versonnen in die Tasse. Wie seltsam ihre beiden Begleiter doch waren - einerseits sehr freundlich und hilfsbereit und doch... Magie, bisher hatte sie daran nicht wirklich geglaubt, und doch schien es sie zu geben. Was die Götter wohl damit bezweckten, manche Geschöpfe mit solchen Fähigkeiten auszustatten? Und wie es sich wohl anfühlte? Brachte es die beiden mehr in Schwierigkeiten, sorgte es eher für Probleme, wie vorhin oder hatte es auch gute Seiten? Vielleicht würde sie sie irgendwann einmal danach fragen, doch noch nicht jetzt, dazu brauchte es Vertrauen, zumal Suada fürchtete, sie könnte einen von beiden oder gar beide mit solchen Fragen verärgern. Und dann...? Das wollte sie sich lieber gar nicht ausmalen, sondern einfach die Ruhe genießen, die gerade herrschte. Nachdenklich betrachtete sie den Jungen. Er sah ganz und gar anders aus als sie, war es in vielerlei Hinsicht, und doch waren sie sich auch wieder recht ähnlich. Hatte er vorhin nicht auch nach Ruhe gesucht, ebenso wie sie? Vermutlich brauchte er nun auch Ruhe, so wie er sich am Feuer zusammen rollte. Und dann änderte sich plötzlich seine Gestalt, kurz nur, doch lange genug, dass Suada es bemerkte. Beunruhigend, wirklich beunruhigend. Instinktiv griff sie wieder nach der Salzuhr in ihrer Hand und rückte ein Stück näher zu Lianne - dabei war konnte die ihr ja genau so gefährlich werden, nur war ihr dies im Moment nicht präsent. Aber war sie wirklich in Gefahr? Die beiden waren zwar aufeinander los gegangen, aber ihr hatte niemand etwas getan, beide kümmerten sich vielmehr gut um sie, vielleicht fürchtete sie sich ja auch ohne jeden Grund und reagierte über? Sie wusste immer noch nicht, was sie von der ganzen Sache halten sollte, aber sie würde beide mitnehmen, bis nach Demera auf jeden Fall, komme was da wolle.

Als Lianne meine, sie würde im Wagen suchen, nickte Suada ihr mit einem aufmunternden, wenn auch matten und eher höflichen als herzlichen Lächeln zu. Sie war müde, sie wollte nach Hause, wollte schlafen, vor allem aber innerlich zur Ruhe kommen, aber so recht wollte es ihr nicht gelingen, da half es auch nicht, sich an der Salzuhr fest zu klammern, in ihrem Kopf schwirrten zu viele Gedanken herum. Von dem Proviant nahm sie nichts, ihr war nicht nach Essen zumute. Und als Lianne ihr die Decke reichte, schüttelte sie leicht den Kopf. "Nein, nimm du sie nur, die Kälte macht mir nichts aus", meinte sie knapp und starrte dann in die Flammen des Feuers. Als dieses langsam auszugehen begann, stand sie leise auf und gab sich alle Mühe, keinen Laut von sich zu geben. Vorsichtig humpelte sie zum Flussufer hinunter. Die beiden konnten nichts dafür, doch in Duiliaths und Liannes Nähe fand sie keine Ruhe, und beten konnte sie dort nicht, um sie zu beruhigen, denn ohne den leisen Singsang würde es sie nicht beruhigen, und sie wollte die beiden nicht stören. Sie sog die inzwischen doch recht frische und kühle Nachtluft tief ein, dann schloss sie die Augen und begann, die Salzuhr mit beiden Händen umfasst, auf die gewohnte Weise zu beten. Nach und nach wurde sie wieder ruhiger und schöpfte neuen Mut. Hätten die Götter gewollt, dass ihr in der Gegenwart ihrer beiden magiebegabten Begleiter etwas geschah, wäre es schon längst dazu gekommen, und da dem nicht so war, ging sie davon aus, dass sie sie auch weiter vor Unheil bewahren würden, immerhin war sie ihnen ja auch stets eine treue Dienerin und brachte viel Zeit auf um zu ihnen zu beten und sie zu ehren, da würden sie ihr sicher den Schutz bieten, den sie in dieser Lage brauchte. Mit der Zeit wurde sie immer ruhiger und von einem tiefen inneren Frieden erfüllt, und sie konzentrierte sich so sehr auf das Gebet und richtete ihre Gedanken an die Götter, die sie um Schutz und Beistand bat, dass sie ganz in ihrer Meditation versank und gar nicht merkte, wie es immer kühler wurde. Als sie schließlich den leisen Singsang beendete, war sie mit ihrem Bewusstsein noch nicht ganz zurück ins Hier und Jetzt gekehrt, als sie sich erschöpft von dem ereignisreichen Tag am Ufer nieder legte und innerhalb weniger Sekunden einschlief, die Kälte noch gar nicht bewusst spürend.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Duiliath » So, 29. Jul 2012 12:54

Duiliath erwachte irgendwann schließlich wieder und würde sich, sollte noch etwas übrig sein, an Tee gönnen was die anderen Beiden ihm denn gelassen hätten. Auch sein restliches Abendessen hatte man ihm belassen, so das bald das Knirschen von zwischen kräftigen Zähnen zermalmtes Rattengebein zu hören war, welches er mit dem wenigen Fleisch und der krossen Haut verschlang. Einzig die kleinen Krallen biss er einzeln vorsichtig ab und spie sie aus. Als lange Jahre alleine in der Wildnis zugebracht habender Halbdämon, wachte er beinahe automatisch auf, als das Feuer langsam heruntergebrannt war und legte jeweils nach. Doch irgendwann war schließlich auch der spärliche Rest an zuvor doch zusammengetragenen Holz schließlich verbracht. Nun wäre es an der Zeit gewesen neuen Nachschub sich zu beschaffen.

Aber die Müdigkeit stak ihm nach wie vor in den Knochen. Also betrachte er die letzten zusammenfallenden Flammen und als nur mehr Glut den Boden bedeckte, breite er die Glut, die Asche, den aufgeheizten Sand und die drei heißen Steine, ja sogar die „Teeschale“ auf eine Fläche von vielleicht zwei mal fünf Fuß aus, bedeckte dieses „Glutbett“ mit einer dünnen Schicht Sand, die die Hitze noch durchlassen, ernste Verbrennungen aber unterbinden würde und – mit seiner so nicht zum ersten mal improvisierten „Bettpfanne“ und legte sich vorsichtig in die nun behagliche Hitze, die restlichen Stunden, sollte sich nichts besonderes denn ergeben, friedlich vor sich hin zu dämmern.

Das eine der beiden Frauen irgendwo ab in der Kälte eingeschlafen war… woher sollte er das ahnen? Und so häufig wie sie sich, trotz ihres verletzten Fußes immer wieder davonmachte. War er dieser Dame Hüter? Sie war schließlich erwachsen und musste selbst wissen was weise und was dumm war, und wenn nicht, so musste sie es eben auf die harte Tour lernen, und wenn sie selbst daraus nicht lernte? Hey, es hatte schließlich niemand behauptet, dass das Leben einfach und fair etwa sei, hm? Doch da ihm diese Gedanken nicht einmal kamen, die ihm sonst gekommen wären, wusste er doch schlicht nicht um deren Verbleib – dämmerte er glücklich weiter vor sich hin, die langsam schwindende Wärme des Untergrundes begierig auskostend.
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Lianne » Di, 31. Jul 2012 10:22

Aufmerksam beobachtete die Elfe wie die Menschenfrau den Lagerplatz wieder verließ. Was sie wohl dazu drängte ihren verletzten Fuß immer und immer wieder zu belasten? Auch wenn sie der Menschenfrau am liebsten gefolgt wäre um sie wieder zurück zu holen, so blieb Lianne doch ruhig sitzen. Müdigkeit konnte sie als Ausrede vorbringen oder lag es einfach daran, dass es Suadas Entscheidung war? Ganz alleine ihre Entscheidung?
Auf der anderen Seite konnte es auch gut sein, dass sie nur kurz weg musste. Gewisse Dinge tat man nun mal nicht in der Anwesenheit anderer.

Die Elfe legte sich die Decke um die Schultern und sah sich um. Ihr Blick glitt zuerst zu den Pferden, die ruhig etwas grasten. Sie hob die Schultern etwas und spürte die Müdigkeit in ihren Knochen. Leise gähnend zog sie die Decke enger um sich. Die Elfe sah zu dem Jungen, der am Feuer lag. Auch er rührte sich als das Feuer weiter niederbrannte, aber er schien nur kurz aufgewacht zu sein, da er sich bereits wieder hinlegte. Da sie daran schuld war, dass er keine eigene Kleidung mehr hatte, entschied sie sich dazu aufzustehen. Mit einer Hand hielt sie die Decke und mit der anderen nahm sie die Stalldecke. Langsam machte sie sich so auf den Weg zu dem Jungen. Dabei beobachtete sie jede seiner Regungen um zur Not zurückweichen zu können.

Als sie bei dem schlafenden Jungen ankam, legte sie die Satteldecke auf den Boden und setzte sich wieder darauf. Sie legte sich selbst auf die Satteldecke. Dann breitete sie die Decke über sich aus und zupfte auch einen Teil zurecht, so dass der Junge etwas Decke abbekam. Sicherlich würde er darauf wütend reagieren, wenn er wach wäre. Aber Lianne wusste auch wie kalt die Näche in der Wüste werden konnten. Natürlich war es hauptsächlich ihr schlechtes Gewissen, dass sie zu dieser Handlung nahezu gezwungen hatte. Warum hatte ihr "Es" nur seine Robe verbrannt? Die Elfe drehte sich auf den Rücken und starrte in den Himmel. Während sie die Sterne betrachtete, die langsam immer deutlicher wurden, musste die Elfe unwillkürlich lächeln. Faris und sie hatten Stunden damit zugebracht gemeinsam die Sterne zu beobachten. Sie saßen oft auf einem alten Baumstamm und sahen schweigend in den Himmel. Schulter an Schulter. Sie hatte in der Kälte der Nacht seine Wärme spüren können. Nicht einmal Anlehnen hatte sie sich müssen, sondern einfach nur neben ihm sitzen. Es war eine beruhigende Nähe gewesen, die allerdings nie mehr versprach. Auch wenn die Elfe sich manchmal wünschte, dass sie sich anlehnen könnte und für einen Augenblick alles zu vergessen. Obwohl das war ja nicht sonderlich schwer. Immerhin hatte sie ja bereits fast alles vergessen. Aber sie hatte sich an der Seite des Menschenmanns sehr gut gefühlt. Nach dem Tod von Basima und dem Verlassen der Nomaden gähnte wieder ein Loch in ihrem Innersten.

Auch wenn ihr Körper bereits nach Schlaf gierte, so war ihr Geist noch immer wach. Aber Lianne zwang ihn zur Ruhe. Sie dachte an die wenigen glücklichen Momente und schloß die Augen. Der Schlaf kam langsamer als er herbei ersehnt wurde, aber noch immer schnell genug. Da sie wohl sonst wieder begonnen hätte über die eine oder andere Sache nachzudenken.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Suada » Di, 31. Jul 2012 15:06

Suada schlief nicht lange, aber tief, und das tat ihr gut, obwohl sie völlig durchgefroren war, als sie nach gut zwei Stunden wieder erwachte. Natürlich wäre es besser gewesen, den Knöchel etwas zu schonen, aber was half es ihr, wenn sie dann nicht zur Ruhe kam, weil sie die seltsamen Veränderungen des Jungen beunruhigten? Er konnte ja nichts dafür, aber sie konnte sich innerlich nicht beruhigen, so lange sie nicht für sich war, selbst wenn sie beide schliefen konnte sie nicht zwischen ihnen beten, sie würden es vielleicht nicht einmal verstehen, und Suada wollte es auch nicht unbedingt erklären. Auch wenn es für die beiden anderen vielleicht unverständlich war, für sie selbst war es eine gute Entscheidung gewesen, sich ein Stück weit zu entfernen. Und gefroren hätte sie so oder so, da sie die Decke abgelehnt hatte.

Es war noch tiefe Nacht, als sie erwachte. Die Kälte war unangenehm, ganz besonders an ihrem Knöchel, immerhin war die Schiene ja aus Stein, und der kühlte besonders schnell ab. Letztendlich war die Kühlung aber gut, denn sie half, die Schwellung zumindest etwas zurück zu bilden, auch wenn es sich nicht gerade gut anfühlte. Kurz wandte sie den Blick in die Richtung, in der Duiliath und Lianne sich nieder gelassen hatten. Seltsam, sie war in Gesellschaft, und doch fühlte sie sich einsam. Vielleicht lag es daran, dass die beiden so anders waren als sie, und das nicht nur wegen dieser seltsamen Magie. Der Junge verwirrte sie - mal wirkte er stark, vor allem wenn er sie helfend unterstützte, dann wirkte er wieder wie ein weinerliches Kind. Ob es wohl an diesem - Suada wusste keinen Ausdruck dafür, dazu war ihr so etwas zu fremd - lag, das manchmal zum Vorschein kam, etwa vorhin, als er sich schlafen gelegt hatte. Und Lianne? Sie wirkte so stark auf sie, war freundlich zu ihr, und dennoch glaubte Suada, eine gewisse Distanz zwischen sich und ihr zu spielen. Lianne war diejenige, die sie beschützte und sie selbst diejenige, die beschützt wurde, aber es war nichts Vertrautes zwischen ihnen. Und auch wenn Suada sich gerne einredete, dass sie glücklich mit ihrem Leben war, so wie sie es nun gestaltet hatte - und die meiste Zeit war sie es vielleicht sogar tatsächlich - gab es auch immer wieder Momente, in denen sie ihre bisher einzige Freundin so sehr vermisste, dass es ihr fast das Herz zerriss. Unter den Neidern an Dishadas Hof hätte sie nicht glücklich werden können, doch mit ihrem eher zurück gezogenen Leben wurde sie es auch nicht wirklich, auch wenn sie ihre Arbeit liebte. Genau genommen lebte sie nur für ihre Arbeit und nahm sich kaum Zeit für andere Dinge, von religiösen Ritualen einmal abgesehen. Vielleicht spürte sie deshalb die Einsamkeit meist nicht, sie ließ sich selbst gar nicht genug Raum, um ihren eigenen Gefühlen nachzuspüren. Ob Dilshad sie wohl auch manchmal vermisste? Aber wahrscheinlich war sie dazu mit den Staatsgeschäften viel zu sehr beschäftigt, ja vielleicht dachte sie nicht einmal mehr an sie... Innerlich rief sie sich zur Ordnung - wie konnte sie so etwas nur denken? Die Freundin hatte doch nichts getan, um sie an ihrer Zuneigung zweifeln zu lassen. Und doch war Suada es, die sie aufsuchte, niemals umgekehrt. Natürlich hing auch dies mit Dilshads Status zusammen, das wusste sie, aber manchmal, in den wenigen Momenten, in denen sie sich wirklich einsam fühlte, fürchtete sie, dass sie irgendwann, wenn sie wieder einmal den Palast aufsuchte, nichts anderes als ein belangloses, distanziertes Gespräch mehr mit ihrer Freundin würde führen können, schon allein weil sich ihre Leben so sehr voneinander unterschieden.

Sicher, sie könnte versuchen, neue Freundschaften zu schließen, doch dazu war sie zu sehr von ihren Erfahrungen geprägt, sie fürchtete sich vor Zurückweisung und zog es daher vor, nur oberflächliche Bindungen einzugehen. Ob es den beiden wohl ähnlich ging? Oder warum sonst reisten sie beide alleine? Der Junge war ein Drachenerbe, so viel hatte sie begriffen, und es war noch etwas anderes in ihm, da war es verständlich, dass er an vielen Orten wohl nicht willkommen war. Aber was war mit Lianne? Eine Wüstenelfe war sie, doch sie sprach ihre Sprache. Vielleicht hing es damit zusammen? Oder hatte es einen Vorfall gegeben wegen dieser Magie? Und warum interessierte sie das alles überhaupt? Vielleicht weil es von der Einsamkeit in ihrem Herzen ablenkte. Nachdenklich blickte sie zu den Sternen, die am Himmel standen. Würde es jemals anders werden? In Demera kannte man sie recht gut, und alle wussten dass sie abgesehen von geschäftlichen Gesprächen und religiösen Festen eher eine Einzelgängerin war, und an den anderen Orten, die sie regelmäßig bereiste, war es nicht viel anders. Vielleicht sollte sie ihre Pläne doch wahr machen und auf Reisen gehen, nicht nur am großen Strom entlang, sondern weiter, irgendwo in ein fremdes Land. Aber dann würde sie ihre Freundin wohl noch weniger sehen, als sie es ohnehin schon tat. Und was wenn es noch viel mehr Wesen gab, die waren wie Duiliath und Lianne, und was wenn sie in einen solchen Gefühlsausbruch verwickelt wurde - andererseits konnte ihr das hier doch ebenso geschehen? Tausend Gedanken schossen ihr durch den Kopf, während sie fröstelnd am Ufer des Flusses saß und schließlich den ersten Schimmer der aufgehenden Sonne entdeckte. Zwischendrin hatte sie gar geweint, ganz stumm, geweint vor Sehnsucht nach der Freundin oder sonst einer vertrauten Person. Doch als die Sonne langsam aufzugehen begann, war davon nichts mehr zu sehen, doch die Schatten unter ihren Augen zeugten davon, dass sie nicht lange Ruhe gefunden hatte. Stumm starrte sie auf das Wasser und wartete, dass der Tag anbrach.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Duiliath » Fr, 03. Aug 2012 14:59

„Sssssssssssssssssst!“ Mit diesem Zischen auf den Lippen und angewidert verzogenen Mundwinkeln wich Duiliath zurück. Darum also war ihm so wohlig warm gewesen. Er hatte mit dieser, dieser ... dieser Dämonin unter einer Decke gelegen und sich im Schlaf gar unbewusst wie Wärme suchend an sie gedrängt. Doch dann, nach dem ersten Erschrecken, lächelte er leise, legte die Decke wieder über sie und bewegte ohne große mentale Anstrengung die von seinen langen Liegen angewärmte oberste Erdschicht als kleinen schützenden Wall vor die Wüstenelfe. Es war noch recht Früh und nur ein schwacher heller Schimmer im Osten kündete vom nahenden Morgenrot. Anschließend machte er sich auf den Weg zum Fluss, sich zu waschen, zu trinken und... Erstaunt hielt er inne. War er also doch nicht als erster auf den Beinen. Statt Suada allerdings zu stören, trat er an den Fluss, legte den wollenen Mantel ab und knurrte darob leise. Verdammt aber auch! Er hatte sich beim ersten Anblick in jene purpurne Robe verliebt gehabt, da er sie an jenem Priester vom Wasauchimmer erblickt hatte. Keine halbe Stunde später, in einer verlassen Gasse, hatte der ihm diese mit zitternden Fingern überreicht um dann in seiner Unterbekleidung zurückzubleiben, derweil Duiliath neu bekleidet, wie den ängstlich von dem Manne ihm dazu noch hingehaltenen Opferstock ignorierend, die Stadt vorsorglich floh. Das war jetzt wie lange her? Drei Wochen? Drei Wochen in edler Kleidung, und dann - dann musste, musste diese, diese - diese...

Mit einem schweren Seufzer tat Duiliath, den Gedanken wie auch die aufsteigende Wut ab, trat in den strömenden Fluss - bis dieser ihm zur Hüfte eichte und tauchte anschließend mehrmals unter. Ein nahes Krokodil, das ob der verlockenden Beute aus dem Schilfgürtel hervor dringend ins Wasser glitt und sich ihm unter Wasser nahte bekam er indes ebenso wenig mit, wie das im beinahe letzten Moment erfolgende abrupte Abdrehen des Tieres, welches das Maul unter Wasser schon aufgerissen hatte durch irgendwas an ihrer vermeintlichen Beute abgeschreckt, sich plötzlich umwandte und regelrecht die Flucht ergriff. Nachdem er sich hinreichend erfrischt hatte, stieg er wieder aus dem Wasser, legte sich den Mantel wieder um, und schritt zu Suada hinüber. Auf halbem Weg aber überlegte er es sich anders, nickte ihr nur freundlich zu - sollte sie ihn bereits bemerkt haben - und schritt zurück zum Wagen. Auf dem Rückweg sammelte er weitere Zweige und Äste zusammen um im Lager zurückgekehrt, ein Feuer damit zu entfachen. An jenem würde er dann - den neuen Tag mit einer weiteren großen Schale Tees begrüßend - ausharren, das Feuer derweil beständig weiter am brennen halten, und warten bis die Anderen zu Aufbruch oder Frühstück oder beidem schließlich denn bereit wären.
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Lianne » Fr, 03. Aug 2012 16:08

Sie saßen beieinander - so wie sie es oft taten. Lianne hatte sich einen niedrigen Stein ausgesucht und betrachtete die beiden anderen. Es war ein Dämon, eine wahre Augenweide. Die Haut war wie dunkler Obsidian und die Augen leuchteten gefährlich rot. Das Haar hatte eben jene Färbung übernommen, so dass es fließender Lava gleichend über die dunklen Schultern der Gestalt glitt. Die dunklen Schwingen trug sie ausgebreitet, vermutlich da sie sich schon wieder über etwas ägerte, dass die Elfe gesagt hatte. Die dunklen Krallen waren leicht von Flammen umgeben, aber die Elfe lachte nur ob dieser Darbietung. Ihr glockengleiches Lachen. Die schwarzen Haare hatte sie im Gegensatz zu der Dämonin hochgesteckt und man fand allerlei Verzierungen in der Frisur. Die dunkelvioletten Augen waren amüsiert und ohne jede Spur von Angst auf die Dämonin gerichtet. Die Augen waren wie die ihrer Mutter. Ein sanfter Nachhall durchströmte sie. Warum nur? Woran hatte sie wieder gedacht? Die Elfe war feingliedrig und wirkte neben der Wut der Dämonin so zerbrechlich. Als könnte ein starker Wind sie bereits brechen. Lianne legte den Kopf leicht auf die Seite. Die beiden stritten miteinander. Taten sie je etwas anderes? Lianne war sich nicht sicher, aber obgleich sie wusste, dass die Dämonin mit der Elfe stritt, so konnte sie deren Worte nicht verstehen. Sie bemühte sich, aber doch verstand sie nichts. Etwas erschrocken nahm sie wahr, dass auch die Elfe von dem leichten Flimmern umgeben war. Es war ein Erbe ihres Blutes und doch war es seltsam beide Feuerwesen bei dieser Art von Disput zu erleben.

Die Elfe - die sich selbst Namir nannte - sah plötzlich zu Lianne. Ihr Blick noch immer amüsiert. "Bist du es nicht leid?", fragte sie leichthin in der Sprache der Elfen. War es wirklich die Sprache der Wüstenelfen? Lianne dachte darüber nach. Konnte sie sicher sein? Denn es konnte auch eine andere Sprache sein, die sie auch verstand. War es nicht alles so verwirrend? "Was meinst du?", fragte sie vorsichtig. Sie wollte im Gegensatz zu der Dämonin die Elfe nicht verärgern. "Die Suche." Lianne schüttelte abwehrend den Kopf. "Wir sind zu höherem bestimmt", warf Ria düster ein. Liannes Blick glitt zu der Dämonin. Nur selten meldete sie sich zur Wort. Normalerweise erlebte Lianne nur deren Wutausbrüche. "Du hattest schon fast alles, aber sie hat es dir zerstört!" Lianne hörte in der Stimme der Elfe Wut. Seltsam. Normalerweise war Namir doch die ruhige...und besonnene. Ria lachte. Es hörte sich im Vergleich zu Namir bösartig an. "Zerstört!? Ich habe diese unwürdigen Kreaturen beschützt!", erwiderte die Dämonin mit einem Hauch von Wut in ihrer Stimme. "Was wäre passiert, wenn wir nicht geholfen hätten?", fragte Lianne vorsichtig. Sie wollte keine von beiden verärgern. Namir zuckte mit den Schultern. "Vielleicht hätten sie selbst eine Lösung gefunden...""...oder wären alle gestorben?" Wieder sahen sich Ria und Namir wütend an. Bald schon würde es eskalieren. Lianne spürte es tief in sich und war erleichtert als sich ein leichter Nebel über diese seltsame Welt legte. Bald schon wäre es vorbei.


Es dauerte einen Moment bis Lianne die Augen öffnete. Sie mochte diesen kurzen Moment der Ruhe und Stille. Der Traum hatte sie gehen lassen, aber noch war sie nicht bereit sich dem Tag zu stellen. Was würde dieser neue Tag für sie bereithalten? Die Elfe öffnete die Augen und drehte sich um, so dass sie eigentlich den Jungen sehen müsste. Er war nicht mehr da. Überraschte sie das wirklich? Lianne setzte sich langsam auf und sah sich um. Suada war auch nicht hier. Zumindest nicht in dem Bereich, den sie einsehen konnte. Die Pferde waren aber noch da, das Feuer vollends niedergebrannt und der Wagen stand auch noch dort, wo er gestern war. Vermutlich kamen die anderen wieder. Wenn nicht, dann hatte sie zwei Pferde und einen Wagen gewonnen. Mit einem Kopfschütteln stand Lianne auf. Sie schüttelte erst die Satteldecke aus und legte sie zusammen. Dann wiederholte sie den Vorgang mit der Decke nochmals. Sie räumte die Decken, den Proviant und alle anderen Habseligkeiten in den Wagen zurück. Erst als der Lagerplatz soweit aufgeräumt war, trat Lianne zu den Pferden. Kalil strich sie sanft über den Hals. "Ich habe wieder geträumt", flüsterte sie ihrem Begleiter zu.

Sie band die drei Tiere los und machte sich mit ihnen auf den Weg zum Fluss. Suadas Tieren schien nicht wohl dabei zu sein sich von dieser Elfe führen zu lassen, aber daran konnte Lianne nichts ändern. Etwas redete sie auf sie ein damit sie sich nicht ganz wie sture Esel verhielten. Viel Erfolg hatte die Elfe allerdings nicht. Der Junge kam ihr entgegen. Sie nickte ihm leicht zu, da sie eh keine Worte kannte um mit ihm zu sprechen. Die Elfe aus dem Traum hätte wohl mit ihm sprechen können, aber sie selbst konnte es nicht. Für einen kurzen Augenblick fühlte sie sich wieder unfähig und unnütz. Doch der Moment verging sehr schnell. Der Junge befand sich immerhin auch in einem Gebiet, das von Menschen dominiert wurde. Also sollte er deren Sprache doch auch sprechen? Die Probleme mit der Kommunikation waren also nicht nur ihre Schuld!
"Duiliath?", begann sie vorsichtig und möglichst sanft. Zuerst würde sie seine Aufmerksamkeit benötigen. "Ich weiß, dass du mich nicht verstehst...aber ich deine Sprache verstehe. Das mag dir mehr als seltsam vorkommen und egal was ich sage...du wirst es nicht verstehen. Aber vielleicht würde es helfen, wenn du Fragen stellen würdest? Nur wie soll ich dir das erklären, wenn ich dir doch nichts sagen kann?" Die Elfe machte eine kurze Pause. Die einzige Möglichkeit zu kommunizieren wäre wohl die Sprache des anderen zu lernen. Aber würden sie überhaupt so lange zusammen bleiben? Sie seufzte innerlich. Wie sollte sie ihm ihre Sprache beibringen? Es gab so vieles das zu beachten war und sie selbst hatte sie auch nur von Basima gelernt. Lianne beugte sich nach unten. Mit der freien Hand nahm sie einen Stein auf, den sie Duiliath zeigte. "Stein." Es würde keinen Sinn machen mehr als nur einen Begriff zu sagen. Sonst würde er nicht verstehen was davon nur der Satz drumherum war wie bei beispielsweise 'Das ist ein Stein.'. Sie selbst hatte diese Fehler am Anfang gemacht. Aber natürlich würde es mehr Sinn machen ihm Begriffe beizubringen, die er auch benutzen konnte. Was sollte er schon mit 'Stein' anfangen können? Die Elfe ging in die Hocke und legte ihre Hand, die eben noch den Stein gehalten hatte, auf den Boden. "Erde." Es waren vielleicht nicht die besten Wörter zum Einsteigen, aber er war ein Erddämon...zumindest war sie sich dessen sehr sehr sicher. Dementsprechend waren die Begriffe schon irgendwie wichtig.
Die Elfe zeigte auf die Tiere, die unruhig an ihre Zügeln zogen. "Pferd." Dann wandte sie sich in die Richtung in der der Fluss lag und deutete auch dorthin. "Wasser." Die Elfe sah wieder zu dem Jungen, legte den Kopf leicht auf die Seite und lächelte. Vielleicht würde er das Angebot annehmen. Dann würde sie natürlich versuchen ihm die Sprache der Menschen beizubringen, aber wenn nicht war es alleine seine Entscheidung. Sie machte sich auf die Pferde zum Wasser zu führen. Falls er mit ihr sprechen wollte, dann würde er ihr folgen müssen. Die Tiere mussten endlich versorgt werden.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Suada » Fr, 03. Aug 2012 18:55

Suada erwiderte Duiliaths Lächeln, blieb aber vorerst noch am Flussufer sitzen, obwohl es im Morgengrauen doch recht kalt war. Schließlich beschloss sie aber, sich doch zu den anderen zu gesellen, sie konnte ja nicht ewig auf das Wasser starren. Als sie zu den beiden hinüber ging, war Lianne dabei, ihm verschiedene Gegenstände mit Wörtern zu benennen, und er hatte gerade ein Feuer gemacht.
"Einen schönen guten Morgen, euch beiden", sagte sie freundlich und lächelte matt. Die Schatten unter ihren Augen zeugten von einer ruhelosen Nacht, außerdem war ihr immer noch kalt. Daher ließ sie sich auch an dem Feuer nieder und schaute nachdenklich in die Flammen.
"Versuchst du, ihm unsere Sprache beizubringen, Lianne? Es würde sicher einiges leichter machen, wenn wir einander besser verstehen würden... Da kann man etliche Sprachen, nur nicht die, die man brauchen könnte..." Sie seufzte. Warum musste es auch so kompliziert sein mit ihren beiden Begleitern? Sie hielt die Hände ein wenig in die Nähe der Flammen und rieb sie, und langsam war ihr nicht mehr ganz so kalt.

"Hättet ihr etwas dagegen, wenn wir dann heute den ganzen Tag durchreisen - abgesehen von einer kleinen Rast vielleicht - damit wir am Abend in Demera sind?" Irgendwie hatte sie Heimweh, vor allem aber hatte sie keine Lust, noch eine Nacht zu frieren, und sie wollte weder dass Lianne ihr die Decke überließ noch konnte sie die Kleidung von dem Jungen zurück fordern. Eine Weile sah sie wieder schweigend vor sich hin, ehe sie zögernd anbot: "Wenn Ihr wollt, könnt Ihr dann auch eine Nacht in meinem Heim bleiben. Ich bin zwar nicht für Gäste gerüstet und habe nicht viel Platz, aber für eine Nacht oder zwei wird es wohl gehen." Vielleicht hatten die beiden auch Bekannte in Demera und brauchten keine Bleibe? Nun das würde sich zeigen. Es war ja nun nicht so, dass sie die beiden unbedingt bei sich aufnehmen wollte, aber sie würde es tun, wenn sie eine Unterkunft brauchten - sie wollten merken, dass Demera eine gastfreundliche Stadt war. Sicher würde es Vorbehalte geben, gerade der Junge fiel ja auf den ersten Blick auf, und viele hatten Vorbehalte gegenüber Fremden. Aber wie würden sich wohl halbwegs zurück halten - Dilshads Offenheit diesbezüglich gefiel zwar nicht jedem, aber niemand würde es wagen, die Entscheidungen der Königin offen anzuzweifeln, hatten die Götter sie doch schließlich zur Herrscherin bestimmt. Also musste es richtig sein, dass man auch Auswärtigen und gar anderen Völkern gegenüber halbwegs freundlich war. Das umzusetzen fiel freilich nicht jedem leicht.

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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Duiliath » Fr, 03. Aug 2012 20:08

Duiliath, auf dem Weg zurück zum Lager, schaute mit zusammengezogenen Brauen zu, wie Lianne, ihm entgegenkommend, sich hinhockte einen kleinen Brocken aufnahm und dann vermutlich in ihrer Sprache "Stein." sagte. Ein Kommunikationsversuch wie er ihn von anderen Völkern her kannte? Sie aber verstand ihn doch. Ein Tabu vielleicht, das ihr verbot in ihrer Muttersprache sich zu äußern? Nun ja, eigentlich war es ihm inzwischen auch egal. Also ging er, um sie nicht sofort gleich wieder zu verärgern, auf ihr Spiel ein und erwiderte ihr Wort für Stein, danach jenes für den Boden und zuletzt noch die Worte für Pferd und Fluss, als Suada vorbei kam etwas sprach und dann weiter zum Lager schritt. Duiliath wartete bis sie außer Hörweite war, ehe er Lianne leise in fließendem Waldelfisch ansprach: „Hör zu, ich weiß nicht wieso du nicht mit mir redest, ab du dir vielleicht irgendein Tabu eingehandelt hast das dir das verbietet, aber sieh mal, ich bin halb Dämon und halb Drachenerbe. Damit mögen mich die Leute noch die Hälfte weniger als dich, und dazu sieht man mir auf zehn Schritt gegen die Sonne noch an das ich anders bin. Es hat einfach keinen Sinn die Sprache von einem Volk zu lernen das mir doch nur Wörter an den Kopf wirft die ich nicht hören möchte um mich dann weiter zu jagen bis ich auf ein anderes Volk treffe das noch einmal eine andere Sprache spricht, hm? Ich meine wie viele grundverschiedene Sprachen sprecht ihr - sprechen die Menschen denn so, hm? Sieben, acht? Und dann gibt es da auch noch die Shíin, die Orks, die Tigun, die... ach was weiß ich? Würdest du die Sprache von wem lernen wollen der dich verjagt noch bevor du weißt was guten Abend und was danke heißt? Hm? Also ich nicht! Ich kann Wüstenelfisch und Bergelfisch versteh ich auch so gerade. Was ich so gehört habe sind Waldelfisch und, und ... und das Nordelfische auch nicht sooo anders. Also halte ich mich an Elfen und rede ansonsten mit Händen und Füßen. Versteh mich nicht falsch aber man lässt mich eh nirgends lange genug das es Sinn macht eine andere Sprache zu lernen. Wenn du also - warum auch immer - nicht Wüstenelfisch mit mir redest, dann ist das so - okay. Aber ich seh wenig Sinn darin wenn du mir erklärst was Stein, Boden, Pferd und Fluss in Suadas Sprache heißt wenn ich in einem Mond eh schon wieder auf der Flucht und bin und in drei Monden dann vielleicht mit einer handvoll salzvölkischer Wörter bei den Elvoin festsitz. Verstehst du das? Also wenn du nicht mit mir Wüstenelfisch redest - okay. Aber das da“ Duiliath deutete auf den Boden und wiederholte das vorhin von ihr gebrauchte Wort eben dafür. „Das Andere, den Fluss und die Pferde und all das...“

Duiliath schüttelte den Kopf. „Das hat einfach keinen Sinn. Aber“ Der Drachenerbe lächelte einen Moment lang ein beinahe ebenso sardonisches wie zugleich doch darob aber auch überaus gewinnendes Lächeln. „Auch wenn ich kein Wort von dem verstehe was du sagst, höre ich doch das du versuchst freundlich zu sein. Danke dafür.“ Mit diesen Worten folgte er Suada und überließ es der Wüstenelfe seinen langen ernsten Monolog zu verdauen. Und verdauen musste auch er ihn. Ja selbst der Andere, sonst um keinen bösen Kommentar verlegen, ließ nur ein leise wisperndes „Wow!“ vernehmen. So erst hatte der Halbdämon vermutlich noch nie in seinem Leben gesprochen und dabei einiges ausgesagt, das ihm selbst in der Form bis eben gar nicht bewusst gewesen. Schweigend wie nachdenklich bereitete Duiliath ins Lager zurückgekehrt seinen Tee, den er zuerst Suada und bei ihrer Rückkehr auch Lianne wohl anbieten würde. Doch kaum hatte er Lianne, ebenfalls schweigend, den Teesud angeboten, richtete Suada erneut einige Worte an die Wüstenelfe, und ihren Blicken nach zu urteilen auch an ihn. „Jonlal noch eins, ich versteh dich doch nicht!“ Suadas Worte waren halb zögerlich halb freundlich gesprochen, und so sprach auch Duiliath freundlich aber mit einem unmissverständlichen Schulterzucken diese Worte an sie, deutete auf seine Ohren und schüttelte fragend den Kopf. Und an Lianne gewandt sprach er. „Die meisten Leute wollen mir eh nur sagen das ich verschwinden soll. Sag ihr doch bitte das sie - ohne Angst mir sagen soll wann sie will das ich gehe. Oder noch besser: Was heißt ‘Geh!’ in ihrer Sprache? Verrätst du mir das vielleicht und sagst ihr das sie mich mit dem Wort jederzeit weiterschicken kann? Alles Andere können wir sicher auch mit Händen oder Füßen bereden - oder wenn du unbedingt willst mit ein paar weiteren mir beigebrachten Wörtern die ich so vermutlich dennoch nie wieder brauchen werde können?“ Und mit den Worten ließ er sich wieder am Feuer nieder und versuchte die Wärme der Flammen in sich aufzunehmen. Ihm fror noch immer unbeschreiblich, obgleich seltsamerweise seine Stimme klar und sein Hals gänzlich schmerzfrei waren, was beides ausgesprochen selten in dieser Ausprägung sich ergab.
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Re: Einen Steinwurf entfernt...

Beitrag von Lianne » Fr, 03. Aug 2012 21:00

Lianne hielt an obgleich die Tiere wirklich an den Fluss sollten. Die anderen brauchten jetzt aus irgendeinem Grund ihre Aufmerksamkeit obgleich jetzt sie es war die sich etwas Routine wünschte. Außerdem hatten sie auch die Verantwortung über die Tiere. Die Elfe knotete die Zügel der Tiere zusammen und ließ sie ziehen. Erst die Menschenfrau und der Bock, dann die Pferde. Vielleicht aber würden die Tiere so auch zurecht kommen. Hoffentlich verfingen sich die Zügel nicht. Dann drehte sie sich zu ihren Gefährten um und trottete langsam zurück.

Freundlich lächelnd erwiderte sie den Gruß von Suada und nickte leicht, ehe sie Duiliath aufmerksam zuhörte. Er wollte die Sprache nicht lernen? Lianne biss die Zähne aufeinander. Wenn er fortgejagt wurde, dann war er wohl zum Teil sicher selbst daran schuld. So wie es ihr bei den Nomaden ergangen war. Könnte sie ihm doch wenigstens erklären, dass sie seine Sprache nicht sprach und sie ihn nicht fortjagen würde. Er war zu sehr wie sie selbst als dass sie es mit gutem Gewissen machen konnte. Aber war er nicht noch mehr Kind? Er konnte kaum dem Kindsalter entwachsen sein und war sicher noch nicht gut daran selbst zu überleben. Die Wüste war ein hartnäckiger Feind. Dabei kannte sie kein Erbarmen und nahm sie alle. Mann, Frau, alt und jung. Alle wurden sie von der Wüste verschlungen. Sie selbst kannte das Leben hier. Sie hatte immer hier gelebt.

Die Elfe sah zu der Menschenfrau als diese anbot, dass sie bei ihr bleiben konnten. Die Reaktion des Jungen war verständlich, aber für einen Moment verlor die Elfe sich in dem Feuer. Sie sah in das Feuer und eine wohlige Wärme durchströmte sie. Es knisterte und knusperte. Das Farbenspiel war unbeschreiblich - im Grunde konnte man es schon beschreiben, aber nie könnte man die Gefühle beschreiben, die bei der Elfe mit dem Feuer einher gingen. Zuhause, zufrieden...und sie sehnte sich danach auch in ihrer jetzigen Gestalt über das Feuer zu gebieten. Die Elfe riss sich von dem Anblick los. Der Junge hatte ihr Tee angeboten, den sie nicht annahm. Sie konnte damit wenig anfangen, bereits bei Basima hatte sie lieber nur Wasser getrunken. Der Vorschlag des Jungen war albern. Sie würde ihm nicht nur Worte beibringen, die Abweisung bedeuteten. Leicht lächelnd sah sie zu Suada. "Er möchte, dass ich ihm nur 'Geh' beibringe, aber das werde ich nicht tun. Wenn er wissen möchte, wann er gehen muss, dann soll er lernen unsere Sprache zu sprechen. Außerdem möchtest du ihn noch garnicht fortschicken, sondern hast uns sogar eingeladen bei dir zu bleiben. Zumindest für eine Weile. Dafür bin ich dir sehr dankbar, da ich noch nicht weiß wie ich in Demera meine Suche beginnen soll...", sagte die Elfe freundlich zu der Menschenfrau. Vielleicht sah Suada es anders, aber Lianne hoffte, dass sie darin mit ihr übereinstimmte. "Auch ich würde mich freuen, wenn wir schnell nach Demera reisen würden. Ich liebe die Wüste, aber einige Stunden Ruhe in einer Siedlung würden auch mir gut tun."

Lianne setzte sich neben dem Jungen an das Feuer und griff mit der rechten Hand nach den Flammen ohne sie wirklich zu berühren. "Feuer.", sagte sie sanft. Sie würde es nicht aufgeben. Er war ein Bock, er war ein Halbdämon und man würde ihn nur schwer unter Kontrolle halten. Aber ging es ihr nicht genau so? Sie würde ihn nicht aufgeben. Schmunzelnd sah die Elfe zu dem Drachenerben. "Ich werde dir die Worte beibringen, die ich für richtig erachte. Einer der Gründe dafür ist, dass ich dich nicht fortjagen werde. Aber wenn du beginnst die richtigen Fragen zu stellen, dann würden wir vielleicht weiterkommen. Solange du das aber nicht tust, darfst du weiter Worte lernen." Die roten Augen funkelten den Halbdämon an. Wenn Suada aufbrechen wollte, dann würde sie die Pferde zurückholen müssen um sie wieder vor den Wagen zu spannen. Von Suada konnte sie dies wirklich nicht verlangen, da ihr Fuss wohl noch immer schmerzte.

Die Elfe zog ihre Hand mit einem enttäuschten Seufzen zurück. Sie strich einige Haarsträhnen zurück, so dass man ihre spitzzulaufenden Ohren sehen konnte. Sanft strich sie mit einem Finger die Form ihres Ohrs nach. Dann deutete sie auf sich selbst. "Elfe." Auf Suada deutend sagte sie "Mensch." Mit einem schelmischen Grinsen deutete sie nun auf Duiliath und sagte: "Und du bist ein Idiot, der lernen muss, dass man nicht immer von jedem verjagt wird. Es gibt manche Menschen, die durch die Schale blicken und jemanden aufnehmen. Egal wie derjenige aussieht, sie achten auf die inneren Werte" Während sie sprach, legte Lianne eine Hand auf ihr Herz. "Natürlich gibt es auch Menschen, die andere nur nach ihrem Äußeren beurteilen, aber keine Sorge. Wir beschützen dich vor ihnen." Zumindest hoffte Lianne es, aber es war vielleicht auch gut, dass Duiliath sie nicht verstand. Wer wusste schon was in Demera passieren würde? Sie konnte ihm nur schwerlich etwas versprechen, dass sie nicht halten konnte. Außerdem hatte sie auch für Suada gesprochen und sie wusste garnicht wie sie darüber dachte. Leicht entschuldigend sah Lianne zu Suada.

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