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Im Namen des Feuers

Die Hauptstadt von Kamîrush am Großen Strom.
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Thanatys
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Re: Im Namen des Feuers

Beitrag von Thanatys » Di, 04. Mär 2014 17:15

Thanatys hielt nicht viel von Niameis Idee. Weggehen würde nichts bringen. Dann dachten die Menschen nur, sie hätten gewonnen. Nein, man sollte ihnen zeigen, dass sie keine Gewalt über das Feuer hatten. Nur so konnte man sie von ihrem hohen Ross herunter holen. Sie sah, dass sie nicht die Einzige war, die den Vorschlag nicht mochte und empfand das als gutes Zeichen. Der ältere Mann, seinen Namen hatte Than vergessen, erklärte, dass der Rat anscheinend schon über Niameis Idee gesprochen hatten, doch dort waren andere Argumente gefunden worden, eine Reise auszuschließen. Die junge Frau war aber offenbar vollkommen von sich überzeugt, doch ihre verzweifelten Versuche Melri - oder überhaupt jemanden - zur Zustimmung zu bewegen, scheiterten. Torlainon unterdessen begann, der Elfe sympatisch zu werden. Er hatte ganz ähnliche Überlegungen angestellt. Doch über Leichen wollte Than nicht gehen, genau so wie Niamei. Diese starrte Torlainon höhnisch an, bevor der große blonde Elf den aufkommenden Streit schlichten konnte. Ganz auf die drei konzentriert, hatte sie Melri verlassen. Erschrocken fuhr sie herum und richtete - wie alle anderen - ihren Blick auf den Hohepriester. Seine Worte fegten auch diesen Vorschlag vom Tisch. Thans Gehirn arbeitete auf Hochtouren, obgleich sie nicht vorhatte, etwas zur Diskussion beizutragen. Schließlich war sie hier um zuzuhören, außerdem wusste sie nicht, ob man es begrüßen würde, wenn sie sich einmischte. Sie verfolgte gespannt den nächsten Vorschlag. Doch Than konnte diesem auch recht wenig abgewinnen. Timbala hatte es schon selbst gesagt - Die Magier hatten schon zu viel verhandelt. Die Elfe kannte die Menschen zwar nicht, aber sie konnte sich denken, dass sie auch weiterhin nicht nachgeben würden. Das warf nun auch Karales ein.

Lange Zeit blieb es ruhig, entweder dachten alle über weitere Lösungen nach oder sie warteten darauf, dass jemand anderes was sagte. Erwartungsvoll richteten sich Augenpaare auf Melri, doch es war der Karales, der die Stimme erneut erhob. Leider sagte er nur, was allen klar gewesen war. Es gab keine weiteren Ideen. "...Wir können jetzt nur noch auf Cadu selbst vertrauen. Wenn er es will, wird er uns zeigen, was zu tun ist“, meinte Berion - endlich war Than der Name eingefallen. Sie glaubte ihm nicht. Die Götter sprachen nicht zu einem, das wusste Than. Denn wenn sie es taten, hätte Arycon ihr nicht längst geantwortet? So oft hatte sie zu ihm gesprochen, ihn um Rat und Beistand gefragt. Und was war mit Cadu. Hätte er ihr nicht irgendwie erzählen können, dass es ihn gab? Sie hatte doch keine Ahnung gehabt! Anders als sie schien Melri von Berions Worten überzeugt. Er verstummte und mit ihm alle anderen. Sie alle konzentrierten sich auf etwas, was Than scheinbar nicht sah. Sie versuchte, ihren Blick auf das dunkle Holz vor sich zu richten und ihre Gedanken auf das Problem zu lenken, doch so richtig wollte ihr das nicht gelingen. Irgendwann sagte Melri: "Laramesh anadiu" und wiederholte es gleich noch einmal. Die Flammen in den Feuerkörben schossen in die Höhe und Than drehte staunend den Kopf, um nichts zu verpassen. Die anderen Elfen und Menschen fielen in seine Worte mit ein und auch Thanatys begann sie vor sich hin zu flüstern. "Laramesh anadiu" Die Feuerzungen zogen die Wände hinauf und tauchten die Höhle in ein warmes, aber unwirklich rotes Licht. Auf einmal wurde der Hohepriester wieder ruhig und auch die anderen schwiegen; das Feuer schrumpfte wieder auf seine ursprüngliche Größe und knisterte munter vor sich hin, als ob nichts passiert wäre.

"Cadu hat gesprochen", wandte Melri sich dann an den Rat. "Wir sollen das Nekmeshlar suchen." Thanatys zog die Augenbrauen zusammen. Ja und weiter? Was war das denn? Und was sollten sie damit? Wollte Melri sie ärgern, in dem er seine Pause so in die Länge zog? Schließlich brachte er Licht ins Dunkel. Ein Zepter also. Aber ob das reichen würde, die Menschen davon zu überzeugen, dass Cadu auch ihnen zugeneigt war? Oder ob sie es ihnen einfach entreißen würden und seine angebliche Macht für sich nutzten? Da gab es nur ein winziges Problem - Niemand wusste, wo sich dieses Zepter befand. Das konnte ja gar nicht besser laufen. Thanatys musste sich beherrschen, um nicht sarkastisch zu lächeln. Es gab nur eine Vermutung, Melri wusste wohl, dass es in einer Wüste lag, die Than nicht kannte. Eine Weile wurde diskutiert, so intensiv, dass Than die Stimmen gar nicht auseinander halten konnte und so nur wenig verstand. Anschließend fragte der Hohepriester, wer sich mit ihm auf die Suche machen würde. Bevor Than wusste, was sie tat, war es schon ihren Lippen entwichen - "Ich komme mit" Alle Blicke richteten sich auf die Waldelfe, der bisher nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Viele schauten skeptisch, einzig Siamel schien es ernsthaft in Erwägung zu ziehen und Timbala lächelte leicht. Aber Than war ganz von sich überzeugt. Sie wollte helfen. Und was war besser, als beim Suchen eines alten Gegenstandes zu helfen. Wenn es die Magischen retten konnte.
Spring - und lass dir auf dem Weg nach unten Flügel wachsen.
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Re: Im Namen des Feuers

Beitrag von Melri-Zedeck » Fr, 11. Apr 2014 13:36

Melri wusste, dass es eine schwierige Frage war, er hatte kaum damit gerechnet, dass einer der Anwesenden sofort antworten würde. Dass ausgerechnet Thanatys es sein würde, überraschte ihn – dann aber auch wieder nicht. Sie war jung und engagiert. Hatte sie das nicht schon gezeigt? Melri wusste, dass sie sich kaum über die ganze Tragweite ihrer Entscheidung im Klaren war. Vor ein paar Stunden hatte sie nicht einmal gewusst, dass es den Gott Cadu gab, geschweige denn diesen Unterschlupf. Aber dann – war es nicht auch das Vorrecht der Jugend solche spontanen, unüberlegten Entscheidungen zu treffen, Erfahrungen zu machen, zu lernen? Eine Weile musterte der Hohepriester die junge Waldelfe, versenkte seinen hellen, blauen Augen in ihre grünen, als würde er auf dem Grund dieser forschen, ob sie es ernst meinte, ob sie geeignet war, der Aufgabe gewachsen. Es war ein langer, intensiver Blick. Niemand sagte derweil etwas. Es war still. Die einen schauten auf Thanatys, die anderen auf Melri. Selbst die Feuer, welche vorhin hochgezuckt waren, schienen gefroren.

Dann löste Melri, den Blick, nickte. „Wenn es Euer Wunsch ist, junge Dame, wenn Euer Herz wirklich brennt für unsere Anliegen und Ihr nicht in andere Verpflichtungen eingebunden seid. Dann sei es wie Ihr sagt.“ Melri fragte sich jetzt bereits, ob er diese Entscheidung bereuen würde. Aber dann: Hatte nicht Cadu selbst dafür gesorgt, dass er das Mädchen traf? Hatte nicht er sie geschickt? Sie würde eine Rolle spielen in den Dingen, die geschehen mussten. Dagegen konnte Melri sich nicht wehren, selbst wenn er das vielleicht wollte. Und wenn es nur war, um Than vor sich selbst zu schützen.
Melri ließ den Blick schweifen, schaute jeden der Anwesenden an. Jemand von ihnen musste sich noch bereit erklären. Berion und Karales schieden aus – sie waren bei Weitem zu alt. Auch Timbala sollte lieber hier bleiben. Und Siamel war zu jung. Er braucht – vor allem, wenn Thanatys sich ihnen anschloss – jemanden mit Erfahrung.

Während Melri noch darüber nachdachte, wen er gerne dabei haben wollte, erhob Niamei die Stimme:„Ich komme mit.“ Ihre Stimme hatte etwas Resolutes, Endgültiges. Es war als hätte sie ein Naturgesetz ausgesprochen, dessen niemand sich erwehren konnte. Melri richtete den Blick auf sie. Fast in ähnlicher Weise, wie er es eben bei Thanatys getan hatte. Was plante sie? Und er wusste, dass sie etwas plante. Aber es war offensichtlich: Sie versuchte unter der Hand, doch ihren eigenen Vorschlag ausführen. Das sah ihr ähnlich. Sie würde mitkommen, treu und ergeben sich in den Dienst der Gruppe stellen, aber sobald sich die Möglichkeit ergab, ihr eigenes Ziel zu verfolgen – würde sie alles dafür aufgeben. Er wusste nicht, wie sie es anstellen wollte. Aber er wusste, sie würde es versuchen. Sie würde gar nicht anders können. Er musste sie im Auge behalten. Aber er konnte auch nicht auf sie verzichten, sie war eine mächtige, erfahrene Feuermagierin. Außerdem war sie eine Wüstenelfe. Sie kannte den Ort, wo sie hingehen würden. „So sei es“, sagte Melri erneut. „Doch hängt Euer Herz an nichts anders als daran, dieses Zepter zu finden, werte Niamei.“ War das eine Warnung, eine Drohung? Nun, Niamei schien zu verstehen, sie gab das Nicken zurück, bedächtig. In ihren violetten Augen hatte er noch nie so richtig etwas herauslesen können. Aber das Feuer darin brannte hell. Das wusste er.

Melri hob den Blick wieder in die Runde. Niamei schickte einen schnellen Blick zu Lelemas. Melri fing ihn auf – er hatte etwas zu bedeuten. Hatte sie etwas ausgemacht, wovon er nichts wusste? Oh, sie mussten nicht glauben, dass er das nicht heraus finden würde. Nicht überraschend kam daher, dass Lelemas sich als viertes Mitglied für die Gruppe meldete. Bei Lelemas war es vielleicht noch schwieriger als bei Niamei zu wissen, was in ihm vorging. Aber auch auf ihn konnten sie nicht verzichten. Er würde sich als nützlich erweisen. Also stimmte Melri auch seiner Meldung zu. Danach zog ein Schatten über sein Gesicht, der sich in seinen Züge festkrallte wie ein Tier mit langen Beinen...

„Ich könnte einige Leute aus der Garde entbehren“, meinte Karales. Der Schatten verschwand von Melris Gesicht, er schaute auf, zu Karales, das Feuer aus den Körben ringsum tauchte seine Haut in warmes Licht. Die Garde war seit jeher als Wächter im Tempel angestellt gewesen. Sie waren entgegen den Priestern im Nahkampf ausgebildet. Und es gab nun einmal Situationen, in denen nicht nur die Feuermagie entschied.
„Die werden wir gut gebrauchen können. Organisiert Pferde und Proviant. Macht alles bereit für die Abreise. Wir brauchen keine Zeit zu verschwenden. Das Gepäck, die Pferde, eine so große Gruppe – nein, zu viel Aufmerksamkeit. Das können wir nicht gebrauchen. Wir werden morgen, bevor die die Sonne aufgeht, abreisen. Am besten Ihr bringt jetzt schon alles vor die Stadt, dann können wir unauffälliger morgen die Stadt verlassen. Wir gehen zu zweit aus der Stadt hinaus, auf unterschiedlichen Wegen, treffen uns dann vor der Stadt, außer Sichtweite.“
Karales nickte. Er würde alles in die Wege leiten. „Wer noch etwas zu erledigen hat – der soll das tun. Wer nichts hat, soll sich bei Karales melden, er wird die Vorbereitungen koordinieren. Ich möchte niemand untätig herum sitzen sehen. “ Melri erhob sich. „Die Sitzung ist beendet.“

Der Schatten, der eben in Melris Gesicht gehockt hatte, hatte sich auf alle Gesichter ausgebreitet. Jeder blieb unbewegt sitzen, auch nachdem Melri die Sitzung beendet hatte. Der Schatten lähmte. Was würde aus ihnen werden? Und war es gut, dass der Hohepriester wieder verschwand, wo er doch gerade eben erst wieder gekommen war?
Melri bedeutete ihnen mit einer kurzen Handbewegung, sich zu erheben und ihren Aufgaben nachzugehen. Dabei blitzten seine Augen. Das Leuchten reichten, den Schatten erst einmal aufzuscheuchen, die Priesterschaft stand auf, es gab viel Rascheln, düstere Blicke, viele stumme, sorgenvolle Worte. Der Schatten würde wieder kommen, hier bleiben... bis Melri wieder käme. Und das hoffentlich mit dem ominösen Zepter.

Die Hälfte der Leute hatte den Raum schon verlassen, da erreichte Melri Than. Seine Züge waren verschlossen, wirkten aber warm in dem Widerschein des Feuers. Er setzte sich auf den Stuhl neben ihr. Einen kurzen Moment wartete er ab, dann schaute er sie und sagte:
„Ich hoffe, Ihr habt es Euch gut überlegt. Sind wir erst einmal auf dem Weg, werden wir nicht mehr umkehren. Wir können Euch auch nicht in eine größere Stadt bringen oder ähnliches. Wir werden unsere Mission haben und dies wird das oberste Ziel sein. Die Zeit ist dabei gegen uns, fürchte ich. Falls Ihr es Euch also anders überlegt, seid Ihr ganz auf Euch gestellt. Das wisst Ihr...?“
Cadu selbst spricht zu euch: Meine Herrschaft kommt und ich werde die ganze Welt überziehen. Meine Herrschaft kommt und sie wird überall sein. Es wird nicht hier und da ein Feuer sein. Nein, alles wird Feuer sein. Jemand wird Ähren ernten und sie werden brennen. Jemand wird Wasser trinken und es wird brennen. So wird meine Herrschaft sein und sie kommt

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Re: Im Namen des Feuers

Beitrag von Thanatys » Mo, 12. Mai 2014 16:38

Thanatys schaute dem Hohepriester fest in die Augen. Sie konnte sich denken, weshalb er überlegte. Sie selbst war sich ja nicht einmal sicher, woher ihr Wille kam, den Feuermagiern zu helfen. Falls es Cadu gab, dann war er vielleicht für ihr Handeln verantwortlich. Vielleicht hatte er die Elfe auf ihren Weg nach Demera, der Stadt am großen Strom geschickt, um Ihresgleichen zu unterstützen. Oder es ging ihr um das Abenteuer, den Nervenkitzel, das Gefühl, zu etwas Größerem zu gehören und zu einer Einheit, dass die Reise so verlockend erscheinen ließ. Aber egal ob göttliche Fügung oder einfach nur ein glücklicher Zufall, Fakt war, das nichts und niemand sie davon abbringen würde, Melri und den anderen zu helfen.
Es erschien der jungen Elfe wie eine kleine Ewigkeit, in der sie und der Priester sich über den Holztisch hinweg anschauten. Sie spürte die Blicke der anderen in ihrem Rücken und hätte sich fast nach ihnen umgedreht, doch wegzuschauen bedeutete Schwäche, deshalb hielt sie Melris Blick weiterhin stand. Die Stille, die sich seit Thanatys Worten über den Raum gelegt hatte, wurde langsam beängstigend. Niemand sagte etwas, keiner rührte sich, es schien als hätte jemand die Zeit angehalten.
Schließlich war es der Hohepriester, der das Schweigen brach: „Wenn es Euer Wunsch ist, junge Dame, wenn Euer Herz wirklich brennt für unsere Anliegen und Ihr nicht in andere Verpflichtungen eingebunden seid. Dann sei es wie Ihr sagt.“ Überraschung zeichnete sich auf Thans Gesicht ab. Sie hatte mit einer Auseinandersetzung gerechnet, mit einer Frage nach ihren Gründen - eigentlich mit allem außer sofortiger Zustimmung. Dann nickte sie Melri zu und konnte dabei nicht verhindern, dass sich ein Lächeln in ihre Mundwinkel stahl.

Der Priester indes hatte sich wieder an die anderen gewandt. Auch Than betrachtete die einzelnen Gesichter. Wer würde sich jetzt, da sie den Anfang gemacht hatte, wohl noch anschließen? Timbala, die Than ein Lächeln schenkte, als sie ihre Blicke bemerkte, kam wohl nicht infrage, wie die junge Elfe etwas traurig feststellte. Die ältere Frau war die Einzige gewesen, die ihr gleich zu Anfang warmherzig und sympathisch erschienen war. Than erwiderte das Lächeln und sah dann herüber zu Niamei, gerade rechtzeitig, um mitzubekommen, wie sie die Stimme erhob: "Ich komme mit." Die gleichen Worte, wie sie auch Thanatys selbst benutzt hatte, nur lag eine ganz andere Bedeutung in ihnen. Die Elfe klang so, als würde sie sich in keinster Weise davon abbringen lassen, sich Melri und Than anzuschließen. Auch sie wurde von dem Blick des Hohepriesters erfasst. Thanatys fragte sich, warum er auch bei Niamei so lange überlegte. Sie war doch ein Mitglied dieses..Rates, oder nicht? Anders als sie. Deshalb müsste es doch kein Problem geben...? Schließlich aber stimmt Melri auch Niameis Worten zu. Nun waren es also schon Zwei. Zwei junge Frauen, zwei Elfen und wie es schien zwei temperamentvolle Persönlichkeiten. Ob Hohepriester Melri sich das gut überlegt hatte? Doch Thanatys wagte es nicht seine Entscheidungen anzuzweifeln. Dann meldete sich der blonde Elf, dessen Namen Namen Than gerade nicht einfiel. Während sie überlegte besprachen die Priester noch die letzten Vorbereitungen. Erst, als Einzelne sich von ihren Plätzen erhoben und in die verschiedenen Tunnel verschwanden, merkte die junge Frau, dass die Beratung anscheinend zu Ende war.

Sie zuckte kurz zusammen, als sie neben sich einen sanften Windstoß bemerkte. Sie fuhr herum und sah Melri neben sich sitzen, das Gesicht vom Feuer beleuchtet. Auch wenn er sich wahrscheinlich nur um Thanatys Wohl sorgte, sah diese in seinen Worten einen Vorwurf. "Ich habe das alles gut genug durchdacht.", versicherte sie deshalb, obwohl sie sich da nicht richtig sicher sein konnte. Aber das war im Moment nicht so wichtig. "Also, wie geht es jetzt weiter? Was genau passiert morgen? Und wo soll ich überhaupt solange hin?"
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