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Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Die weiße Hauptstadt in der Eiswüste.
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Shiro d'Antelle
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Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » Mi, 07. Mär 2012 20:49

<<Auf Entdeckerkurs
<<Spurensuche

Der Halbdämon Ara, der Elf Jyvindar und seine Schülerin, die Halbelfe Shiro, waren den langen, nicht immer ungefährlichen Weg von Merridia bis nach Norr Bharrak gegangen und sahen nun endlich die großen, marmornen Wachtürme der Stadt vor sich.
Grund ihrer Reise war ein Hilferuf, der Jyvindar erreicht hatte, in dem die Bewohner der Stadt im ewigen Eis ihn um Hilfe baten. Ein unbekanntes Wesen hatte die Sommerlager der Jäger vollkommen verwüstet, jeden getötet und die wenige Beute gefressen.

Sie waren nur noch wenige Tagesmärsche von Norr Bharrak entfernt, als Shiro kurz vor Einbruch der Nacht eines der zerstörten Lager entdeckte. Es war zugeschneit, und nicht mehr als ein Hügel, von dem mehrere Säulen kreuz und quer abstanden. Aufmerksam geworden war Shiro auf das Gebilde, weil an einer der Säulen ein blutbesprenkeltes Stück Leder hing und vom Wind bewegt wurde.
Als die Halbelfe sich dem Gebilde vorsichtig ein wenig näherte, erkannte sie, dass das, was sie für große Eiszapfen gehalten hatte, ehemals Zeltstangen gewesen waren, die zerbrochen und zugeschneit waren.
Viel mehr lies sich aus der Entfernung nicht erkennen und näher heran traute sich selbst die mutige Shiro nicht. Was, wenn das Wesen, das für dieses Chaos verantwortlich war, noch hier war? Eigentlich war das unwahrscheinlich, aber da Shiro immer noch nicht wusste, wer oder was für die Zerstörung verantwortlich war, wollte sie kein unnötiges Risiko eingehen, zumal nun auch die Sonne entgültig hinter der Mauer der Drachen versank und das Land urplötzlich in Dunkelheit tauchte.
Sollte es wirklich ein Werwolf sein.... Shiro lief eine kalte Gänsehaut über den Rücken, als sie schleunigst zu ihren Begleitern zurückkehrte. Unbewusst suchte sie dabei die Nähe ihrer Begleiter, denn im Ernstfall hätten diese ihre Waffen zur Hand gehabt.
Wieder einmal musste Shiro einsehen, dass ihr Bogen sie nur bedingt schützen konnte.
Die Aussicht, ihr Nachtlager in unmittelbarer Nähe zu dem Grabmal aufzuschlagen behagte Shiro ganz und gar nicht, dennoch wusste sie, dass es unvermeidlich war.
Tückische Risse und Spalten im Eis waren schon am Tage gefährlich, sich in der Nacht über das Packeis zu wagen, war Wahnsinn.
"Können wir noch ein bisschen weitergehen?", fragte sie trotzdem, mit ungewohnt zaghafter Stimme. Ob sie nun des Nachts weiterliefen oder sich hier niederließen machte für sie kaum einen Unterschied - sie würde so oder so kein Auge zutun.
Ungeduldig und nervös schielte sie zu dem zerstörten Lager herüber, während sie auf eine Antwort wartete.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Ara » Mi, 18. Apr 2012 13:18

Nach etlichen Monaten der Reise, die nur durch wenige Zwischenfälle gestört wurden, war es nun so weit. Die Gruppe befand sich nur noch wenige Tagesmärsche von Norr Bharrak entfernt.
Norr Bharrak, die Stadt von der aus der Halbdämon die Eiswüste vor einer halben Ewigkeit, wie es ihm schien, verlassen hatte.
Ein eigenartiges Gefühl machte sich in Ara breit, während er das Land durchstreifte in dem er aufgewachsen war.
Langsam aber stetig verschwand immer mehr des riesigen Feuerballs, der den Horizont erhellte, hinter dem Massiv der Mauer.
Der Schnee glitzerte bedrohlich rot in dem Schein der untergehenden Sonne.
"Hat dir das nicht auch gefehlt? Diese herrliche Kälte? Der raue Wind auf der Haut? Diese kühle Luft, die einem das Gefühl gibt, als würde sie bei jedem Atemzug die Lunge gefrieren lassen?" erklang die Stimme in seinem Kopf mit einem hämischen Unterton. Zwar hatte der Halbdämon sich nie sonderlich darauf gefreut hier her zurück zu kehren, doch die Neugier drängte ihn stets zurück in diese unwirtlichen Lande. Während es immer dunkler wurde, und die Eiskristalle im Schnee ihren rötlichen Schein verloren, bemerkte Ara wie nervös die junge Elfe Shiro sich verhielt.

Ohne den Kopf großartig zu drehen, ließ der Vagabund seinen Blick kurz zwischen seinen Gefährten umherschweifen.
"Was macht dir denn solche Sorgen? Hier ist doch niemand... Sieh dir den Schnee an, der ist frei von Fußspuren..." richtete er das Wort etwas zögerlich an Shiro.
Ara hatte die Umgebung zwar sorgsam im Auge behalten, doch ihm war beim besten Willen nichts aufgefallen, was der Grund dafür sein könnte, weshalb die junge Elfe es plötzlich so eilig hatte.
"Seit du diese Umherstreunenden belauscht hast, wirkst du ziemlich bedrückt... Macht dir das wirklich so eine Angst?" fragte der Halbdämon mit einem seichten Unterton der Verwunderung.
"Sie ist eine Elfe du Narr! Elfen fürchten sich doch schon wenn ein Eichhörnchen nicht an dem Platz sitzt, an dem es sitzen sollte! Dazu sind sie vermutlich weiter von ihrer Heimat entfernt, als je zuvor... Hier gibt es nicht mal Bäume, an denen sie sich verstecken könnten... Also kein Wunder wenn sie sich fürchten..." spottete es in Aras Kopf.
Wieder musste er die Gedanken mit einem leichten Kopfschütteln vertreiben, die die Stimme hervor rief, wobei er sich darauf konzentrierte keine Miene zu verziehen.
Schließlich war da wohl wirklich etwas, das die Elfe beunruhigte.
Bei jedem weiteren Schritt ließ Aras Sohle den Schnee knirschen, der sich unter ihm befand. Der Schnee musste schon eine Weile hier liegen, sonst wäre er noch nicht so fest.
Das wiederum bedeutete das hier wirklich schon länger keine Spuren mehr waren, die der Schnee hätte verdecken können. Ihm entwich ein kurzer Seufzer.
"Hmmm... wie weit..." er blickte sich kurz um, "willst du denn noch, bevor wir ein Lager aufschlagen? Spätestens Morgen oder Übermorgen sollten wir die Stadtmauer erreichen. Wäre sogar möglich das wir schon vorher auf Händler oder Jäger treffen...".

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mi, 18. Apr 2012 14:15

Der Elf hatte, seit sie die Eiswüste betreten hatten, die Kapuze seiner Kleidung, tief ins Gesicht gezogen. Auch Nasan, saß nun häufiger auf seiner Schulter. " Du magst das Wetter nicht. Ich weiss mein Freund. Aber damit musst du dich wohl abfinden." murmelte Jyvindar zu dem Falken.
Der Elf sah sich um, auch ihm behagte es nicht an solch einem Ort zu nächtigen. Er sah vereinzelt überreste, die noch eine winzigkeit, aus dem tiefen Schnee lugten. Es war weniger Angst, was ihn weiter ziehen lies, es war mehr die bedrückende Aura des Todes. Er bemerkte auch die zaghaftigkeit Shiros. Fürsorglich legte er einen Arm um seine Schülerin. " Lass uns einfach noch ein wenig weiter gehen, Ara. Nicht all zu weit. Ich habe keine Lust ein zu sacken. Aber wenigstens etwas abseits und in gebührender entfernung zu diesem Ort." sagte der Elf an seinen Gefährten gerichtet.
Nasan zupfte Shiro ein wenig am Ohr und sah sie mit seinen dunklen Augen an. Dann setzte sich der Vogel auf ihre Schulter und blieb reglos sitzen.
Jyvindar setzte sich wieder in bewegung. Er zog Shiro mit sich und hoffte das Ara ohne großes Murren einfach mit ziehen würde. Der Elf sah sich um, doch erstmal sah er nur die verschneite Umgebung. Doch nach wenigen Minuten sah er eine Schnee verwehung, die wenigstens ein wenig Windschutz bieten würde. " Lasst uns dort das Lager aufschlagen." sagte Jyvindar und deutete auf den Platz.
Dort angekommen, legte er sein Gepäck ab und sah zu seinen Begleitern. " Haben wir noch trockenes Holz? Und Feuerstein? Oder muss ich das übernehmen?" fargte er in die Runde. Es war nicht unmöglich feuer aus dem nichts zu erschaffen, doch es brauchte selbst für ihn einiges an konzentration und in dieser lebensfeindlichen Umgebung, brauchte man alles an Energie, was man haben konnte.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » Mi, 18. Apr 2012 17:50

Immer wieder schwirrte Shiros Blick zu dem Lager, das zum Grabe wurde zurück. Die blutbefleckte Stofffahne wehte im sanften Wind.
Alles wirkte so.... lebendig, als seien die Bewohner erst vor kurzem gestorben.
"Es sieht so verlassen aus... aber es fühlt sich nicht so an.", murmelte sie leise. Sie konnte wirklich nicht sagen, was sie so beunruhigte. Es lag einfach etwas in der Luft, etwas, was ihr Angst machte.
Natürlich hatte Ara Recht, niemand ar hier gewesen. Und dennoch....

Dankbar blickte sie Jyvindar an, der ihre Bitte ohne Nachzufragen akzeptierte. Sie nickte stumm.
Nasan kuschelte sich an ihre Wange. Ihm schien diese Umgebung auch nicht zu gefallen. Sie kraulte seinen Nacken.

Weit genug entfernt, dass man das grausige Grabmal nicht mehr sehen konnte, hatte Jyvindar eine Vertiefung im Schnee ausgemacht. Shiro hatte nichts dagegen, dort die Nacht zu verbringen.
"Holz haben wir nicht mehr viel...", beshcied sie dem Elf, während sie das kleine Bündel auf den Boden warf, "aber Feuersteine haben wir natürlich noch zu Genüge."
Sie wühlte ein wenig in ihrem Beutel herum und zog letzendlich noch ein wenig Zunder hervor.
"Es wird wohl ein sehr kleines Feuer.", konstantierte sie, "und zum Abendessen gibt es heute auch nur Trockenfleich. Wie exquisit."
Sie seufzte. Wenn sie doch nur schon in Norr Bharrak wären.
Nun ja, sei es drum.
Die paar Felle, die sie mitgenommen hatte, rollte sie nun auf dem Boden aus. Das würde eine lange, kalte und unbequeme Nacht werden.

"Was meint ihr, wann wir Norr Bharrak erreicht haben?", frate Shiro ihre Begleiter, als ein munteres keines Feuer prasselte und sie an ihrem Trockenfleisch nagten.
"Könnten wir es in 2 Tagen schaffen?"
Sie hoffte es, denn selbst in der kleinen Vertiefun, über die der Wind hinüber pfiff und in 2 Fellschichten eingewickelt empfand sie den rauen Wind noch als sehr kalt.
Wie hatte sie es eigentlich vor ein paar Jahren so lange ausgehalten?
Natürlich hatte sie nie im Freien übernachten müssen. Die Zelte der Menschen aus Norr Bharrak waren überraschend wärmespeichernd.

Shiro gähnte, doch die beklemmende Stimmung, die sie bei dem zerstörten Lager ergriffen hatte, war noc immer nicht ganz verflogen.
"Wie viele Menschen bräuchte man, um das Lager derart zu Kleinholz zu verarbeiten?", fragte sie, mehr sich selbst denn ihre Begleiter.
Je länger sie darüber nachdachte, desto unwahrscheinlicher erschien ihr diese Möglichkeit. Das Lager hatte ausgesehen, als hätte ein Katapultgeshcoss dort eingeschlagen, nicht, als hätten Menschen dort gewütet.
Sie zog die Stirn kraus. Es war wirklich seltsam.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Ara » Fr, 20. Apr 2012 1:26

Ein amüsiertes Lächeln zierte Aras Lippen, als er das Treiben seiner Gefährten beobachtete. Es lag ihm nicht im Sinn sich über das Unbehagen der Elfen lustig zu machen, dennoch war es amüsant zu sehen, dass die sonst so temperamentvollen und bewanderten Elfen ihr unwohlsein in dieser Region nicht mehr verbergen konnten.
Ein seichtes Nicken des Halbdämons sollte Jyvindar signalisieren das er keine Probleme damit hätte noch etwas weiter zu ziehen.
"Ich bin hier aufgewachsen..." sagte Ara leise, so das es neben dem knirschen des Schnees nur schwer zu verstehen war, "mir macht es keine großen Schwierigkeiten hier umher zu wandern, allerdings wäre eine Rast natürlich nicht verkehrt, bevor wir Norr Bharrak erreichen...".

Als die Drei schließlich einen Punkt erreicht hatten, der dem Anschein nach weit genug von dem Ort des Unbehagens entfernt war, musste Ara seiner Verwunderung Luft machen.
"Wir ziehen extra weiter, nur um jetzt ein Feuer zu machen, das über die ganze Ebene zu erkennen ist?" sein Blick schweifte Fragend zwischen Shiro und Jyvindar umher, bevor er sich Kopfschüttelnd auf den Boden richtete.
Es dauerte nicht all zu lang, bis dann doch ein Feuerchen, wenn man es denn so nennen konnte, brannte.
Ara schuf sich mit seinen Stiefeln eine kleine vertiefung unweit des Feuers, in die er dann seine Felle legte, auf die er sich schließlich bettete.
Das Trockenfleisch an dem die Elfen sich während dessen bedienten, lehnte er jedoch ab. Seit sie den hohen Norden erreicht hatten, gab es entweder versalzenes Pökelfleisch, oder verwässertes Suppenfleisch. Ein seufzer entglitt dem Halbdämon.
"Wenn wir endlich in Norr Bharrak sind gönne ich mir ersteinmal einen guten Becher Wein, ein frisches Brot und gut gewürztes Fleisch..." nachdenklich versank sein Blick in den Funken, die die kleine Flamme spie.
"Wonach sehnt ihr euch eigentlich? Gibt es irgendwas das ihr besonders vermisst, oder etwas worauf ihr euch besonders freut? Ich kann mir nicht vorstellen, dass all eure Gedanken um den Auftrag wabern, oder?" fragte er still und nachdenklich, ohne seine Gefährten dabei anzusehen.
Erst jetzt rief er sich Shiros Fragen in den Kopf, auf die er auch schnell eine Antwort fand.
Er war sich ziemlich sicher, wie weit sie inzwischen waren, da man bei klarer sich kurz die Silhouetten der Wachtürme Norr Bharraks erkennen konnte.
"Der tiefe Schnee bremst uns natürlich etwas aus, aber wenn wir ab hier nur noch das aller nötigste mit uns nehmen, sollten wir bei Sonnenuntergang das Stadtor passiert haben...".
Der Halbdämon hüllte sich für einen Augenblick in tiefes Schweigen, als er über die zweite Frage nachdachte.
Auch wenn es weder wahrscheinlich war, und er auch nicht daran glaubte, plagte ihn der Gedanke ob es tatsächlich ein Dämon gewesen sein könnte. In diesem Fall würde ein einziger natürlich völlig ausreichen um das ganze Lager zu verwüsten, doch wieso sollte jemand das tun?
Es sprach viel dafür das sein eigener Vater vor vielen Jahren hier umher gezogen ist, aber eine Verbindung zwischen damals und heute? Wohl kaum.
Trotzdem brachte dieser Gedanke eine Mischung aus Unsicherheit und Zorn in ihm hervor.
"Das..." Ara schluckte kurz, "... hängt wohl ganz davon ab womit wir es zu tun haben. Wenn es Menschen waren, dann müssten es mindestens zehn bis zwanzig Mann gewesen sein. Bei allem anderen..." er stockte erneut, "... bin ich mir da nicht sicher..." erklärte er in einem zweifelnden Ton.
Noch bevor seine Gefährten zur Antwort ausholen konnten, schweifte sein Blick auf den Rand der kleinen Kuhle, in der sie sich befanden. Der frostige Wind verwehte den Schnee über den Rand, hinein bis in die Ausbuchtung. Mit einer kurzen Handbewegung brachte Ara den Schnee dazu sich am Rande der Kuhle etwas aufzutürmen, um den dreien etwas mehr Schutz vor dem Wind zu gewähren.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Fr, 20. Apr 2012 15:19

" Es geht mir nicht darum, nicht gesehen zu werden. Mir geht es eher darum nicht umbedingt auf einem Schlachtfeld nächtigen zu wollen, Ara." meinte der Elf nur.
Er hatte sich dran gemacht das feuer zu entzünden. Er wusste, das es nicht die ganze Nacht brennen würde. Aber es war besser als garnichts.
Nachdem das lager aufgebaut war, nahm auch er sich ein stück des salzigen Fleiches. Er kaute darauf herum. Er hörte zu was seine Gefährten redeten. Die Vorstellung von einem guten Mahl, lies ihn das Wasser im Munde zusammen laufen. " Ja. Das würde ich mir auch gönnen." sagte Jyvindar zu Ara. Er war richtig verträumt. Er war es zwar gewohnt, nicht all zu viel zu haben, doch langsam hing auch ihm das Pökelfleisch zum Hals heraus.

Jyvindar nickte in die Runde. Noch ein tag klang doch ganz gut. Das lies die Laune direkt wieder hoch fahren. Danach musste er über Aras frage nachdenken. " Natürlich gibt es nicht nur diesen Auftrag für mich. Ja worauf freue ich mich. Ich glaube ich freu mich drauf wieder in einer warmen Gaststube zu sitzen und den Kindern ein paar Geschichten zu erzählen. Ich weiss, ich weiss. Elfisches Gewäsch." sagte er zu Ara. Der letzte teil war sarkastisch gemeint, was man auch hörte. " Naja. Aber doch das ist wohl worauf ich mich freue. Was ich vermisse? Nun..darüber möchte ich jetzt nicht reden." antwortete er ruhig weiter. " Ist nicht böse gemeint. Und du? Wie sieht es bei dir aus Ara?"

Nasan kam zu dem Elfen herüber geflogen. Jyvindar öffnete seine Fell kurz und lies den Vogel auf seinem Schoß sitzen. Nur der Kopf, des Falkens, sah noch aus den Decken heraus. Auch wenn es nur wenig war, so gab der Vogel wenigstens noch ein wenig zusätzliche Wärme ab. Und hier war Jyvindar für jede Wärme dankbar. Im Notfall konnte er zwar mit Feuer für Wärme sorgen, aber das raubte auch ihm, über lange Zeit, die Kraft.
" Wisst ihr. Darüber möchte ich mir momentan gar keine Gedanken machen. Ich hab mir schon lang genug den Kopf zerbrochen. Und das werde ich erts wieder anfangen, wenn wir in der Stadt sind." murrte der Elf.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » So, 22. Apr 2012 21:13

Als Shiro hörte, wie ihre Gefährte von dem sprachen, was sie tun würden, wenn sie Norr Bharrak erst erreicht hätten, wurde sie nachdenklich.
Aber dieses ständige Gerede über Wein und eine richtige Mahlzeit....
Sie starrte missmutig auf den Streifen gesalzenen Trockenfleisches, auf dem sie bisher lustlos herumgekaut hatte und verzog das Gesicht.
"Könntet ihr bitte aufhören, über Essen zu reden?", fragte sie mürrisch in die Runde,
"ich kann den Braten ja beinahe riechen."
Denn auch Shiro, die nicht gerade zu den Fleischessern zählte, vermisste so langsam ein richtig herzhaftes Mahl. Zum Beispiel eine saftige Keule, in die man die Zähne hineinschlagen könnte. Und dazu ein paar gut gewürzte Kartoffeln...
Oder einen frisch gebrateten Fisch, dessen Haut noch richtig kross gebraten war...
Ihr lief das Wasser im Munde zusammen.
"Ach, eigentlich würde ich mich sogar über einen frischen Laib Brot mit einer Ecke kräftigem Käse freuen.", murmelte sie sehnsuchtsvoll.
"Am meisten freue ich mich aber wohl darauf, wieder Menschen um mich zu haben. Warme Gaststuben, prassende Feuer und eine gute Unterhaltung.... und ein warmes, weiches Bett. Ja, ich werde schlafen wie ein Stein.", antwortete sie dann dennoch auf Aras Frage.
Nur noch eine Nacht in dieser vermaledaiten Kälte - welch herrliche Ausicht das doch war.

"Aber natürlich denke ich auch viel über das nach, weshalb wir überhaupt hier sind... das zerstörte Lager hat mir eigentlich bestätigt, dass nicht Menschen für die Verwüstun zuständig sind.", meinte sie dann nachdenklich.
"Es wirkte so als ob....", sie zog überlegend die Stirn kraus, "ein ... gigantischer... Bär oder etwas in der Art das Lager verwüstet hätte." , versuchte sie dann stockend, ihren Eindruck mitzuteilen.
"Kein menschliches Wesen kann einen Tragbalken von dieser Dicke in der Mitte entzweibrechen.
Und tatsächlich ging es mir nicht darum, nicht gesehen zu werden... doch auf einem Friedhof wollte ich nicht nächtigen. "
, ging sie noch einmal auf Aras Verständnislosigkeit ein. Kannte der Mann überhaupt so etwas wie Furcht? Kannte er überhaupt starke Gefühlsregungen?
Sie konnte es sich nach wie vor nicht recht vorstellen.
"Wenn wir erst in Norr Bharrak sind, werden wir sicher mehr wissen. Es ist schließlich fast ein halbes Jahr vergangen, seit man uns um Hilfe bat. Seitdem ist gewiss einiges passiert - die Menschen der Eiswüste gehören nicht zu denen, die herumsitzen und abwarten - aber das weißt du sicher, Ara. Schließlich bist du hier aufgewachsen."

Tatsächlich war Shiro sich gar nicht so sicher, ob die Menschen ihnen mehr sagen konnten, als vor 9 Monaten, der Brief musste schließlich auch einen weiten Weg zurücklegen, ehe er in ihre Hände gelangt war. Und wenn nur ein paar Männer losgezogen waren, war nicht zu erwarten, dass sie das Wesen erlegt hatten. Es wäre wohl eher umgekehrt gewesen. Doch genaueres würden sie ja in 2 Tagen erfahren.

"Versucht ein wenig zu schlafen. Je eher wir die Stadt erreichen, desto besser ist es. Gute Nacht.", beendete sie ihren kleinen Monolog, ehe sie sich in ihre Felle kuschelte. Trotz dem Feuer, der Felle, ihren warmen Kleidern und der windeschützten Mulde fand Shiro es ungemütlich nass und kalt.
Es wird herrlich sein, wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Vielleicht sogar mit einer richtig warmen Decke....
Und über diese Gedanken schlief sie dann doch ein.

Am nächsten Morgen erwachte die Halbelfe früh. Die Sonne kroch gerade erst am Horizont hinauf.
Aber auch ihre Gefährten hatten wohl nicht sonders ut geschlafen und waren schon wach.. oder zumindest ansprechbar.
Shiro fühlte sich unausgeschlafen und matt, ihre Glieder waren verspannt. Sie hatte sich ob der Kälte nachts zusammengekauert und ihr Körper rächte sich nun dafür, dass sie ihn solcher Strapazen ausgesetzt hatte.
Steif tapste sie ein paar Schritte umher, aber wirklich besser fühlte sie sich nicht.
Umso mehr hoffte sie, dass sie heute Norr Bharrak erreichen würden.
"Und noch bevor ich etwas esse, nehme ich ein heißes Bad...", murrte sie vor sich hin, während sie einen weiteren Streifen Trockenfleisch zerkaute. Doch nach ein paar Bissen legte sie ihn wieder zurück. Sie konnte das Zeug einfach nicht mehr sehen, vom schmecken ganz zu schweigen.

"Lasst uns aufbrechen.", rief Shiro ihren Begleitern zu und kraxelte mühsam die Mulde, die über Nacht viel tiefer geworden schien, hinauf. Dabei nutzte sie ihren Bogen wie einen Wanderstock.
Vor ihr breitete sich die Ebene der Eiswüste auf.
Doch sie waren der weißen Marmorstadt schon sehr viel näher gekommen. In ein paar Stunden würde man schon Einzelheitne in den Reliefs der großen Wachtürme erkennen können.
Und, wer weiß, vielleicht trafen sie ja schon auf dem Weg Jäger under Wanderer, die ebenfalls nach Norr Bharrak wollten.
Die Aussicht, wieder mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, löst ein Shiro ein freudiges Kribbeln aus, dass ihr die Kälte aus den Gliedern trieb. Sie schulterte ihren Bogen und rief ihren Beleitern zu:
"Na los doch, oder wollt ihr etwa noch eine Nacht in Schnee und Eis verbringen?"
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Ara » Mo, 23. Apr 2012 18:01

"Wenn es auf andere eine ebenso abschreckende Wirkung hat, dann wäre es doch gar kein so verkehrter Ort gewesen...." erwiederte Ara kühl auf Jyvindars Erklärung, auch wenn es ihn nicht störte weiter zu ziehen. Der Wunsch des Elfs wieder die Kinder zu bespaßen, brachte den Halbdämon zum schmunzeln.
Er respektierte die Art des hochgewachsenen Elfs zwar inzwischen, fand es aber dennoch amüsant.
"Die dinge die ich genannt habe..." er stockte kurz, "die reichen mir vollkommen. Auf mich wartet keine Familie, kein Haus, keine Freunde. Ich streife umher und halte mich mit dem was ich verdiene über Wasser... Aber etwas wonach ich mich wirklich sehne habe ich nicht" erklärte Ara, mit in das Feuer gerichtetem Blick.
Solche Dinge über sich selbst zu sagen deprimiert den Dämon schon fast etwas. Für Elfen und Menschen war es ganz normal Familie und Freunde zu haben, aber als Dämon war das nicht immer ein einfaches Unterfangen. Wussten die anderen erstmal was er war, so mieden sie ihn, zumindest im besten Fall.
Vermutlich würde er für eine Familie oder Freunde auch eine zu große Gefahr darstellen, als das er es verantworten könnte, selbst wenn es ein trauriges Schicksal ist stets allein umher zu streifen. Stumm lauschte Ara noch den Worten der beiden Elfen.
"Ein Bär der ein Lager der Jäger nach dem anderen dem Erdboden gleich macht? Wohl kaum... Die Jäger sind mit Bögen und Speeren bewaffnet, zusammen hätten sie einem Bären wohl den gar aus machen können. Wenn wir Glück haben handelt es sich doch um einen Werwolf... Ich bin gespannt ob, und wenn ja was, sich in den letzten Monaten an dem Problem verändert hat..." antwortete er ruhig und nachdenklich. Anschließend drehte der Halbdämon sich zur Seite, und versuchte noch ein paar Stunden Schlaf zu ergattern, bevor sie die letzte Etappe ihrer Reise beendeten. Ara hatte einiges mit Werwölfen zu tun gehabt, bevor er sich den beiden Elfen angeschlossen hatte. Leider befanden sich in dem Lager das sie passiert hatten keine Spuren die für einen Werwolf typisch gewesen wären. Auch wenn es ihm nicht gefiel, so sanken die Chancen darauf, dass sie es wirklich mit einem Werwolf zu tun hatten. Doch der nächste Tag würde mit gewissheit mehr Informationen bringen.

Am nächsten Morgen erwachte Ara aus einer Art halbschlaf, falls man es überhaupt so nennen konnte. Bei jeder Drehung knirschte der Schnee unter seinem Fell, der Wind pfiff über den Rand der kuhle, das Feuer prasselte unweit von ihm entfernt, und letztendlich kam schließlich die Sonne, die die Schneeebene in einem fahlen Licht erstrahlen ließ.
Etwas zerknittert und sichtlich unausgeruht wandte der Vagabund sich aus seinen Fellen, ließ den Blick mit zusammengekniffenen Augen durch die Runde schweifen, und erhob sich schließlich.
Außer dem Eisernen Harnisch hatte er über Nacht nichts seiner Rüstung abgelegt, immerhin wäre er lieber Kampfbereit gewesen, wenn das was die Jäger heimgesucht hatte, sie auch erwischt hätte. Die Lederriemen die seine Stiefel hielten hatten sich etwas gelöst. Mit zwei festen Handgriffen waren sie wieder fest gezogen. Ein prüfender Griff ließ das Schwert im Halfter klirren.
Wenn es nach ihm ging, dann war er bereit aufzubrechen. Ein weiteres Frühstück mit Pökelfleisch oder vertrocknetem Brot konnte er sich getrost sparen. Zumindest so kurz vor Norr Bharrak.
Zaghaft nickte er zur begrüßung in die Runde, anschließend erklomm er vorsichtig den Rand ihrer Schlafkuhle und überblickte das Land das sie umgab.
"Man kann von hier aus die Wachtürme Norr Bharraks erkennen, zumindest schemenhaft sind sie in der Ferne zu sehen. Es sollte nicht all zu lang dauern bis wir da sind..." erklärte er den beiden Elfen, die nicht so wirkten als hätten sie sich im hellen schon umgeschaut.
Noch während Ara wieder in die Kuhle zurück kehrte, um seinen Harnisch über zu werfen, machte sich ein stetig lauter werdender Ton in seinem Kopf breit.
"Hast du dir denn schon überlegt was du machst, wenn die Bewohner der Eiswüste misstrauisch auf dich reagieren? Beim besten Willen wirkst du alles andere als freundlich und vertrauenserweckend. In einer Zeit wie dieser, in der man keinem trauen kann, werden sie dich wohl kaum mit offenen Armen empfangen, nicht wahr? Oder verlässt du dich ganz auf die Leitung vom Bettlerkönig und seiner Zofe? Bei deiner einfältigkeit ist es mir stets aufs neue ein Rätsel, wie du so lange überleben konntest..." murrte es in seinem Kopf.
Ohne der Stimme weitere Beachtung zu schenken, und sie damit zu animieren mehr zu sagen, zog Ara das Tuch tief in sein Gesicht, und die Kapuze über den Kopf.
Denn trauriger Weise, hatte seine andere Hälfte ein weiteres mal recht.
"Heute Abend will ich in einer ordentlichen Taverne sitzen, und genießen das wir bis hier her gekommen sind. Von mir aus soll es los gehen..." gab er mit euphorisierte Stimme von sich.
Er konnte den Wein schon fast riechen.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Di, 24. Apr 2012 10:37

Jyvindar ignorierte Aras kommentar. Er hätte etwas erwiedern können, doch lies er es lieber. Ihm war gerade nich nach Diskusionen.
" Aber, aber mein lieber Ara. Jeder sollte ein Ziel haben. Mag es noch so klein sein. Ausserdem klingt deine erklärung für mich so, also ob es genau das ist wo nach du dich sehnst. Familie." sagte Jyvindar ruhig. Er glaubte recht zu behalten. Doch Jyvindar wollte da Ganze nicht weiter ausführen, da die Stimmung eh schon gedrückt genug war.
" Ich glaube Shiro meinte auch keinen wirklichen Bären. Sie hat aber in dem Punkt recht, glaube ich, das es etwas animalisches war. " Für Jyvindar schien sich der verdachts eines Dämons immer weiter zu bestätigen. Der Elf fing wieder ein wenig an zu grübeln und blickte dabei in das kleine Feuer. " Ich glaube nicht, das sich die Sache zum guten für die Menschen hier verändert hat. Sie wussten wie lange wir unterwegs sein würden. Also muss der Grund triftig sein." führte er aus. Nach ein paar Minuten legte sich der Elf auf sein Lager. " Naja. Ist wohl jetzt wirklich Zeit zu schlafen." mit diesen Worten schloss er die Augen und schlief ein.

Am nächsten morgen wurde der Elf unwirsch geweckt. Die Kälte hatte ihn geweckt. Schnee war Jyvindar ins Gesicht geweht und er hatte nicht die beste Laune. Als seine Begleiter dann aufstanden und los wollten öffnete auch er die Augen. Er blickte sich mürrisch um und stand auf. Nasan stieß sich just in diesem moment von seiner Brust ab und stieg in die luftigen Höhen. Jyvindar fühlte sich gehetzt. Das trug nicht gerade zu seiner guten Laune bei. Wie konnte Ara auch noch so euphorisch sein? Doch nachdem Jyvindar seine Sachen tranisch zusammen gepackt hatte, kam auch er, als letzter, die anhöhe hinauf. " Na gut dann wollen wir. " knurrte er. Shiro wusste, das Jyvindar am frühen Morgen seine ruhe haben wollte, da kam so eine hektik nicht gut bei ihm an. Ohne auf seine Begleiter zu warten, stapfte Jyvindar Norr Bharrak entgegen.

Nach einiger Zeit des laufens, hatte Jyvindar sein Schwert gezogen und fing an im gehen ein paar schläge zu führen. So lockerte er sich etwas und ihm wurde wärmer. Immerwieder musste er aufpassen wo er hin trat um nicht zu sehr ein zu sacken. Doch der Anblick der Marmorstadt, ließ seine Laune ein wenig steigen. " Bald schon sind wir da." murmelte er mit freudiger Erwartung, auf Wärme und Leben.
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Beitrag von Shiro d'Antelle » Di, 24. Apr 2012 20:55

Der Tag verlief schweigend. Alle drei waren sie erpicht darauf, endlich Norr Bharrak zu erreichen, ihre Kräfte verschwendeten sie nicht mit Gesprächen. Nur das eintönige Knirschen des Schnees unter ihren Füßen begleitete ihren Marsch.
Doch sie kamen gut voran, legten keine Pause ein und die Sillhouette von Norr Bharrak schälte sich langsam aus dem Eis hervor.

Die Sonne versank schon langsam am Horizont, als die kleine Gruppe vor den mächtigen Toren der Marmorstadt stand.
"Endlich.", hauchte Shiro, sowohl erleichtert als auch mächtig beeindruckt. Es war schon ein paar Jahre her, als sie das letzte Mal durch dieses Tor geschritten war - sie hatte ganz vergessen, wie imposant es aussah. Schon die Türme, ja selbst die hölzernen Palisaden waren mit kunstvollen Ornamenten und Darstellungen von Menschen und Tieren verziert. Man hätte Stunden damit zubringen können, sich an den Einzelheiten dieser Handwerksarbeit zu erfreuene. Und trotz dieser filligranen Schnitzereien wirkten die Palisaden nahezu uneinnehmmbar.
Nur eines irritierte Shiro. Irgendetwas war früher anders gewesen...
Nachdenklich starrte sie an den Palisaden empor. Und da fiel es ihr ein - die Tore waren nie verschlossen gewesen. Sie standen des Tages immer weit offen, erst, wenn die Nacht herinbrach, wurden sie vershclossen. Und auf den Mauern selbst hatte immer ein geschäftiges Treiben geherrscht. Wie auf einem Ameisenhügel waren Menschen hinauf- und hinuntergeklettert, hatten geredet, gescherzt und gelacht. An diesem Tag aber lagen die Tore von Norr Bharrak verlassen da - fast als wäre es eine Geisterstadt. Kein Laut lies erahnen, dass sich innerhalb der Umzäunung überhaupt noch Leben befand. Ein Schauer rieselte über den Rücken der Halbelfe.
"Es muss schlimm um sie stehen.... meint ihr, dort drinnen ist noch jemand?", raunte sie ihren Begleitern fragend zu.

"Wer da?", schallte es da plötzlich von einem der Wachtürme zu ihnen herunter. Ein Mann in Rüstung stand dort und spähte herunter. Er hatte tiefe Ringe um die Augen und sein Gesicht war von Sorgenfalten gezeichnet. Er wirkte keineswegs erfreut, die kleine Gruppe zu sehen.

"Jyvindar Shalanay, Shiro d'Antelle und Ara d'Infared sind unsere Namen, Turmwächter!", rief Shiro hinauf.
Ungläubig starrte der Mann auf sie herab. Dann gab er hektisch den Befehl, dass Tor zu öffnen und verschwand aus dem Blickfeld der Gruppe.
"Besonders froh wirkte er nicht.. aber immerhin scheinen noch mensche in Norr Bharrak zu wohnen.", dachte Shiro.
Lange Zeit regte sich nichts. Gerade wollte Shiro ein zweites Mal nach dem Mann rufen, da ging ein Zittern durch das Holz.

Langsam öffneten sich die Torflügel, bis genug Platz zwischen ihnen war, um einen Mann passieren zu lassen. Shiro wartete, doch als sich nichts mehr regte, nahm sie an, die Menschen seien vorsichtig geworden und trat ein. ihre Begleiter folgten ihr. Der Turmwächter erwartete sie bereits.
"Mein Name ist Nanouk. Und ihr seid... wirklich Jyvindar Shalanay und Shiro d'Antelle?", stellte er sich mit einer leichten Verbeugung vor und musterte die Elfen dann eingehend. Shiro nickte stumm, sie wusste nicht, ob eine Antwort von ihr erwartet wurde.
Nanouks Blick glitt zu Ara und veränderte sich. Er wurde kalt, nahezu hasserfüllt.
"Und wer ist euer Begleiter? Man gab Anweisung, nach zwei Elfen Ausschau zu halten.", fragte er. Plötzlich war sein Ton misstrauisch geworden und seine rechte Hand legte sich über den Knauf des Schwertes. Shiro war verwirrt. Sie hatte damit gerechnet, dass man sie freudig empfangen würde - stattdessen wurden sie ins Kreuzverhör genommen. Aus den Augenwinkeln hatte sie noch zwei weitere bewaffnete Männer wahrgenommen. Die Menschen mussten wirklich sehr ängstlich sein. Was war nur passiert mit der berühmten Gastfreundlichkeit der Menschen in der Eiswüste? Sie sah zu Ara hinüber.
Liebend gerne hätte sie an seiner Statt geantwortet, um etwagigen Ärger durch seine schroffe Art zu vermeiden - doch es war offensichtlich, von dem der Turmwächter Nanouk eine Antwort erwartete.
Unruhig griff sie nach ihrem Bogen, nur, um ihn wie ei glühendes Eisen sofort wieder loszulassen.
"Sie haben Angst... gib ihnen keinen Grund, euch anzugreifen.", ermahnte sie sich. Doch ihre Hände waren unruhig. Schließlich zupfte sie am Saum ihres Hemdes herum, nur, um irgendetwas zu tun. Die Spannung in der Luft war zum Zerreißen.
Doch sie schwieg vorerst.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Ara » Di, 24. Apr 2012 22:47

Fast schon etwas aufdringlich wirkte es, als Jyvindar zu beurteilen versuchte, wonach der Halbdämon sich sehnte, doch er nahm es gelassen, denn woher hätte der Elf wissen sollen, wie es in Ara aussah? "Ich hatte nie etwas, das man als Familie bezeichnen könnnte, also wie soll ich mich nach etwas sehnen, was ich gar nicht kenne? Für mich gab es immer genau zwei Dinge die zählten: Meine Arbeit machen und Überleben. Beides gehört für mich unweigerlich zusammen..." mit einem kühlen lächeln spuckte Ara aus, bevor er fortfuhr, "Außerdem habt ihr gesehen was ich bin, wollt ihr sowas wirklich einer Familie zumuten?" beendete er den Satz grinsend.
Seis drum, der Elf meinte es wohl nur gut als er versuchte das zu beurteilen.
"Bär klingt für mich dennoch stark nach Bär... Das einzige andere animalische Wesen, das ich hier draußen erwarten würde wären Wölfe und Werwölfe. Ab dann geht es nur noch darum, was für ein selbst das kleinere Übel ist. Aber bevor wir uns auf den letzten Metern den Kopf zerbrechen, gebe ich euch recht. Wir sollten schlafen" waren dann entgültig seine letzten Worte.


Der nächste Tag sollte nun also der Höhepunkt ihrer bisherigen Reise sein. Es fühlte sich so an, als wäre ein Großteil der Arbeit nun erledigt, dabei ging es doch jetzt erst richtig los.
Es fühlte sich gut an so weit gekommen zu sein. Die Reise war zwar hin und wieder streßig, doch nun standen sie alle Drei größtenteils unversehrt vor den Toren Norr Bharraks.
Wie lange sie wohl unterwegs waren? Und ob Ara auch nach beendigung des Auftrags immer noch sagen könnte das sie alle größtenteils unversehrt waren? Nun wurden die Fragen immer größer.
Was würde sie in den Weiten der Eiswüste erwarten? Würden sie es schaffen das zu erledigen, wofür sie hier her gekommen waren? Was hatten die beiden Gesetzlosen wohl damit zu tun, die Shiro belauscht hatte? So oder so, es dürstete dem Dämon nach dem was er am besten konnte: seine Arbeit zu erledigen.
Für die malerische und aufwendige verzierung der Mauern und Türme der Stadt hatte er diesmal kaum ein Auge. Es war zu irritierend die Tore der Stadt geschlossen zu sehen.
Was auch immer die Menschen hier bedrohte, sie fürchteten es wie den Tod selbst. Doch unlängst später wurde Aras euphorie schnell beendet.
Nanouk der anscheinend der Torwächter zu sein schien, war wohl unzufrieden damit, das die Elfen nicht allein erschienen. Und wieder musste er sich eingestehen, dass seine andere Hälfte recht hatte. Die Zeiten waren für die Menschen hier zu bitter. Misstrauen und unmut hatte sich breit gemacht, wo sonst Gastfreundschaft im vordergrund Stand.
Der Halbdämon machte einen Schritt auf den Torwächter zu. Mit einem gekonnten Handgriff rückte er seinen Gürtel zurecht. Ein kurzes aufklirren von Metall.
Nun wo Ara unweit von Nanouk entfernt stand, sah man das der Dämon den Bewohner Norr Bharraks fast um zwei Köpfe überragte, und das obwohl er noch nicht einmal direkt vor ihm stand. Mit einer ruhigen Handbewegung zog er sich das dunkle Tuch aus dem Gesicht.
"Was wagt diese Made es sich uns in den Weg zu stellen?! Lass ihm das Blut in den Adern gefrieren! Lass ihn für diese Torheit büßen!" zischte die Stimme in Aras Kopf, die er aber erneut ignorierte. Das eisblau in seinen dunklen Augen blitze auf, und ein kaltes Grinsen überzog sein Gesicht. "Werter Torwächter..." begann Ara mit erdrückender Stimme, "... Ich bin Ara d' Infared, Monsterjäger und Begleiter der beiden Elfen. Ich bin nicht hier um euch zu schaden. Ihr könnt mich verjagen, ihr könnt mich töten und euch dann hinter euren Toren verstecken bis alle verhungert sind, oder ihr lasst mich passieren, ich erledige meine Arbeit und verschwinde wieder. Ich wäre nur ungern die arme Seele, die die Schuld daran trägt, das Frauen und Kinder voller Furcht hinter den Stadtmauern zu Grunde gehen. Eure Entscheidung Torwächter". Sowohl Aras Haltung, als auch seine Stimme duldeten keinen Widerspruch.
Er wusste das die Bewohner der Eiswüste nur in größter Not Gewalt anwandten. Und ihre Not war groß, so groß das sie ihr Todesurteil unterschreiben würden, wenn sie jetzt Hilfe ablehnen würden. Vermutlich würde ihnen irgendwann die Nahrung ausgehen, wenn sie keine Jäger mehr losschicken konnten um neue Nahrung zu verschaffen. So war er sich sicher, das Nanouk ihn nicht abweisen würde, selbst wenn er wollte. Mit eiskaltem und regunglosem Gesicht wartete er auf die Antwort des Torwächters.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mi, 25. Apr 2012 9:36

" Ist ja auch nur eine Vermutung meinerseits." sagte Jyvindar mit einem ruhigen lächeln. Innerlich, dachte er mehr denn je recht gehabt zu haben. Oft sind es die Dinge die man will, wenn man ausspricht, das man sie nicht braucht. Auch wenn man sich dessen selbst nicht bewusst ist. Doch er kannte Ara mitlerweile zu gut, als das er eine Unsinnige Diskusion vom Zaun brechen wollte. Er würde nicht seiner meinung sein und ihn vermutlich wieder für zu Naiv halten. So ließ er seine letzten Gedanken einfach in seinem Geiste verklingen.
Auf den Kommentar mit der bestie ging Jyvindar schon gar nicht mehr ein. Morgen würden sie erfahren, worum es sich handeln könnte. Und der Elf wollte die Zeit lieber zum schlafen nutzen.

Den tag waren sie durch gelaufen. Jyvindars Laune hatte sich auch gebessert, als er erstmal wach war und seine Übungen im gehen gemacht hatte. Doch auch er blieb ruhig. Keiner schien interesse an einem Gespräch zu haben. Jyvindars Laune wurde noch um einiges besser, als er Nor Bharrak näher kommen sah. Die Reliefs und filigranen Kunstarbeiten an der Palisade, faszinierten den elfen immerwieder. Als der Torwächter rief, überlies Jyvindar Shiro das Reden.Er hielt sich auch erstmal zurück und lies seine Begleiter reden. Doch als Ara fertig war, legte Jyvindar ihm sanft die Hand auf die Schulter und sah zu dem Torwächter. Er wollte Ara zur ruhe annimieren. Schließlich ist noch mehr Angst zu sähen das falsche Mittel in solch einer Lage, dachte Jyvindar. Auch Shiro ließ er einen beschwichtigenden Blick zu teil werden, als er sah wie fest sie ihren Bogen umklammerte. " Nun Nanouk, ob ihr es glaubt oder nicht. Es ist wahr. Ich bin Jyvindar Shalanay. Magier und Gelehrter. Und ich bin hier um den Freunden bei zu stehen, die nach mir in ihrer not riefen." Dabei verbeugte sich der Elf formvollendet. Danach erhob er sich weider und sah den Menschen an. " Und wie sie schon gesagt haben, das ist Shiro d´Antelle. Ebenfalls Magierin und meine Begleiterin. Und es ist wahr. Ara d´Infared war nicht um hilfe gerufen worden. Doch hat er sich uns schon vor langem angeschlossen und hat uns in allen schwierigen Situationen, auf unserer langen Reise zur Seite gestanden. So bitte ich euch ihm so zu vertrauen, wie auch ich es tuhe." endete Jyvindar mit einem lächeln. Er konnte verstehen, warum der Wächter misstrauisch war. Ara weder gerufen, noch besonders vertrauenserweckend. Aber Jyvindar war sich seiner Sache sicher. Ausserdem war die Gastfreundschaft hier so im Herzen der Leute verankert, das man sie nun wohl kaum noch abweisen würde. " Nun Nanouk, würdet ihr uns jetzt bitte eintreten lassen? Ich würde nach so einer Reise, gerne mal wieder etwas vernünftiges essen und trinken. Am besten in einer warmen Gaststube." Seine letzten Worte schienen Belanglos, doch Jyvindar, hatte die Erfahrung gemacht, das gerade solche Sachen, eine vertraute Basis schaffen. Im nächsten Augenblick, landete Nasan auf seiner Schulter und mussterte den torwächter genau.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » Di, 01. Mai 2012 20:31

Während Aras Stimme ,wie nicht anders zu erwarten, kalt und herablassend war, glich Jyvindars ruhige Argumentatin die Stimmung wieder aus.
Das Misstrauen in den Augen der Männer war zwar nicht verschwunden, doch hatten sie ihre Schwerter wieder in die Scheiden gesteckt.
Shiro entspannte sich ein wenig, blieb aber wachsam. Auch ein Mensch war unberechenbar, wenn er sich in die Enge getrieben fühlte.
Doch Jyvindars ruhige Art schien die Wogen entwas geglättet zu haben.
"Kommt!", knurrte Nanouk und stiefelte in die Stadt.
"Ich bringe euch in den Palast. Der Rat wird entscheiden, was zu tun ist."

Die Straßen von Norr Bharrak lagen ungewohnt still vor ihnen. Hin und wieder sah man Menschen hin und her eilen, manche warfen einen scheuen Blick auf die Neuankömmlinge, doch Kinder sah man keine und das Lachen schien in den Mauern der Stadt verklungen zu sein.
Das Unbehagen, welches die Halbelfe ergriffen hatte, setzte sich in ihren Gedanken fest. Unablässig wanderte ihr Blick hin und her, um auf etwaige Angriffe gefasst zu sein. So hatte sie sich den Empfang wirklich nicht ausgemalt.

Die kleine Prozession, die der Turmwächter Nanouk anführte und mit seinen zwei Kumpanen abschloss, bewegte sich zielsicher in Richtung des Palastes. Der eindrucksvolle Bau bildete das Zentrum der Stadt, doch dieses Mal hatte Shiro für seine Schönheit kein Auge.
Sie hatten die lange und beschwerliche Reise auf sich genommen, um den Menschen der Marmorstadt zu helfen und nun wurden sie zum Palast geführt, als seien sie die Übeltäter.
Bevor sie die Hallen betraten, verbeugte Shiro sich fast unmerklich.
"Mögen Ondara und Rhelun uns in diesen Hallen willkommen heißen.", murmelte sie leise, doch laut genug, dass der Turmwächter ihre Worte verstehen konnte. Er sollte ruhig wissen, dass Shiro mit der Stadt, dem Glauben und den Menschen hier vertraut war. Ein überraschter Blick streifte sie, doch der Mann sagte nichts. Nicht einmal der grimmige Ausdruck seiner Augen änderte sich. Shiro suchte erneut Sicherheit indem sie nach ihrem Bogen griff, doch nichts geschah und sie entspannte sich wieder ein wenig.

Nanouk lotste Shiro und ihre Begleiter durch die Gänge des Palastes, ehe sie vor einer großen Tür stehen blieben. Sie war, anders als die anderen Türen, die wie der Rest des Palastes aus Marmor bestanden, aus dunkelm Ebenholz gehauen, zeigte aber die gleichen, kunstvollen Ornamente auf wie alle Bauwerke in Norr Bharrak.

"Ihr werdet nun vor den Rat treten. Sie werden entscheiden, was mit euch geschehen wird.", erklärte ihnen Nanouk mit würdevoller Stimme, während sich die Tür hinter ihm öffnete. Er wirkte wie jemand, der sich sicher war, dass man das Unheil aus der Welt schaffen würde. Shiro hoffte bloß, dass der Rat sich seines Anliegens an Jyvindar erinnern konnte.
Nanouk ging wieder voran und verbeugte sich tief. In der Mitte des großen Saales stand ein achteckiger Tisch aus reinem Elfenbein.
An jeder der acht Ecken saß ein Mitglied des Rates - je vier Frauen und vier Männer. Shiro konnte nur einen kurzen Blick auf sie erhaschen, ehe auch sie sich verbeugte.
"Der Turmwächter Nanouk kommt in die heiligen Hallen des Rates, um den Weisen drei Fremdlinge zu bringen, die sagen, man habe sie um Hilfe angerufen. Ihre Namen, sagen sie, sind Jyvindar Shalanay, Shiro d'Antelle und Ara d'Infared.", hallte die Stimme des Wächters durch die Hallen.
Shiro verharrte mit zu Boden geneigtem Gesicht, bis die Stimme einer jungen Frau die Stille durchbrach.
"Es ist gut, Nanouk. Der Rat dankt dir und lobt dich für deine Entscheidung, diese Besucher zu uns zu bringen. Du kannst gehen."
Die Stimme klang freundlich, aber bestimmt. Nanouk verbeugte sich ein weiteres Mal und verließ mit seinen Begleitern die Halle. Shiro hörte, wie die Ebenholztür hinter den Wachen zuschlug.
"Im Namen des Rates von Norr Bharrak heiße ich euch in der Stadt aus Marmor Willkommen.
Mein Name ist Naan."
, sprach die Frau wieder.
Erst jetzt richtete Shiro sich auf und nahm die Menschen am Tisch in Augenschein.
Vier von ihnen hatten weißes Haar. Die beiden Frauen hatten ihre langen Haare zu kunstvollen Zöpfen geflochten, einer der Männer trug sein Haar offen, hatte dafür aber seinen langen Schnurbart zu einem Zopf geflochten. Der zweite Mann hatte nur noch kurzes, dünnes Haar, von seinem Kinn hingen jedoch zwei dünne Zöpfe herab.
Die anderen Mitgleider waren noch recht jung. Die Frau, die gesprochen hatte, hatte langes, dunkelbraunes Haar und freundliche, blaue Augen. Shiro schätzte sie auf Ende 20. Die zweite war nur etwas älter als sie selbst, hatte rabenschwarzes Haar wie sie selbst und ihre grauen Augen wirkten fast, als sei sie blind.
Die beiden jungen Männer sahen für Shiro aus wie Geschwister. Sie hatten rehbraunes Haar und struppige Drei-Tage-Bärte.

In der Halle war wieder Stille eingekehrt. Shiro räusperte sich, dann ergriff sie, wie auch schon bei ihrer Ankunft, das Wort.
"Wir danken Euch im Namen von Ondara und Rhelun.", sagte sie, ihre Stimme zitterte ein wenig, doch dann wurde sie zunehmend sicherer.
"Meine Begleiter und ich sind dem Ruf aus Norr Bharrak gefolgt, der uns von einem unbekannten Wesen berichtete, welches die Lager der Jäger zerstört und die Menschen zerfetzt. Auf unserem Weg hierher sahen wir ein solches Lager und die Tore der Stadt fanden wir verschlossen vor. Die Türen der Menschen bleiben verriegelt und die Kinder spielen nicht mehr auf den Straßen.
Mein Namen ist Shiro d'Antelle, dies ist mein Freund und Lehrmeister Jyvindar Shalanay und dieser dort wird Ara d'Infared genannt. Er verdient sein Geld mit der Jagd auf Monster."
, stellte sie sich und ihre Begleiter vor.
Die Blicke der acht Ratsmitgleider ruhten auf ihnen, aus keinem der Gesichter konnte Shiro die Gedanken der Menschen ablesen.

Dieses Mal ergriff eine der Alten Frauen das Wort. Ihre Stimme war leise und brüchig, doch man verstand in der Halle jedes Wort.
"Wir müssen uns für den rauen Empfang entschuldigen. Dunkle Zeiten sind angebrochen in Norr Bharrak und wir glaubten nicht mehr, dass man unsere Bitten erhören würde. So viele unserer Freunde haben wir um Hilfe gebeten, doch niemand kam. Niemand außer euch.
Es gibt gewiss vieles zu reden, doch die lange Reise muss euch geschwächt haben. Zimmer und Bäder werden für euch bereitet, doch bis sie fertig sind, sucht euch eine Taverne und esst tüchtig. Ein Wächter wird euch in die beste Schänke der Stadt bringen und euch von dort in eure Gemächer geleiten, sobald sie bereit sind.
Ihr müsst verstehen, auf Gäste sind wir hier schon lange nicht mehr vorbereitet."

Nachdem sie geendet hatte, musste die Frau erst Luft schöpfen, kleine Schweisperlen standen auf ihrer Stirn.
Einer der jungen Männer erhob sich vom Tisch, öffnete die Ebenholztür und sprach leise mit einem der Wächter, die dort noch immer standen. Der Mann nickte.
"Folgt nur Tanjou. Er weiß Bescheid.", sagte der Mann und nahm wieder Platz.
Einen Moment verharrte Shiro noch, doch da niemand mehr etwas sagte, hielt sie die Audienz für beendet und wandte sich zum Gehen.
Ihr Blick streifte dabei ihre Begleiter.

"Nur eine von ihnen hat uns ihren Namen genannt.", dachte sie grimmig, ehe sie die Halle verließ und dem Wächter folgte.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Ara » Mo, 04. Jun 2012 16:36

Mit einem schiefen missmutigen Grinsen blickte der Halbdämon den Elf an, als dieser den Torwächter beschwichtigte.
Doch um die Lage wieder abkühlen zu lassen, trat Ara einen Schritt nach hinten, schließlich wär es all zu ärgerlich den Weg umsonst gelaufen zu sein.

Kaum setzte die kleine Gruppe sich in bewegung, beugte sich Ara in Jyvindars Richtung "Schau sie dir an..." begann er dem Elf zu flüstern, "Sie sind verängstigt, sie hätten unsere Hilfe nicht ausschlagen können, ganz gleich wie wenig ich ihnen gefalle..." beendete er den Satz, mit einem kühlen Lächeln in Nanouks richtung. Unlängst später erhallte schon die karge Stimme in seinem Kopf "Nun lässt du also einen Elf deine Streitigkeiten klären? Lässt du nun auch Elfen deine Kämpfe austragen ja? Als ob diese verängstigten Menschen es sich gewagt hätten irgendeine Hilfe auszuschlagen. Selbst wenn ein Haufen räudiger Gesetzloser daher kommen würde, und seine Hilfe anbieten würde, diese Leute hier hätten kaum die möglichkeit die Hilfe abzulehnen. Sie verschanzen sich hinter ihren Mauern und Toren. Sie können keine Jäger mehr heraus lassen, und würden sie es doch tun, so würden sie nicht zurückkehren. So oder so, ohne Hilfe wird diese Stadt elendig verhungern..." Ara spuckte aus, als wolle er damit die Aussage unterschreiben, die seine andere Hälfte gerade gemacht hatte.

Die Verzweiflung war der Stadt anzusehen. Nur hin und wieder sah man einzelnde abgemagerte Gesichter durch die Straßen huschen. Die Kälte und der Hunger waren so weit draußen gewiss eine tödliche Mischung. Ob die Bewohner Norr Bharraks je damit gerechnet hätten, dass die Abgelegenheit die sie sonst vor Gefahren geschützt hatte, ihnen nun zum Verhängnis werden würde?

Obwohl der Zug relativ nah beieinander ging, hatte Ara einige Schritte Abstand zu den Elfen gewahrt, die er nun aufschloss. Erneut beugte er sich zu den Elfen vor und begann zu flüstern "Was meint ihr, wie lange hat schon kein Jäger diese Stadt verlassen? Die Leute wirken hungrig und erschöpft, wären wir nicht durch das Tor herein gekommen, würde ich vermuten die Stadt ist einer monate langen Belagerung ausgesetzt, der sie bald zum Opfer fallen wird... Nur das die Angreifer keinen Finger krum tun, um herein zu gelangen..." nachdenklich beendete er gedrückter Stimme seinen Satz, und ließ den Blick nachdenklich durch die Straßen und Gassen schweifen, die sie passierten.

Nach einer Weile erreichten sie schließlich den imposanten Palast, der das Zentrum der Stadt bildete.
Verwundert über die Ehrerbietung die die junge Elfe an den Tag legte, schüttelte Ara nur leicht den Kopf.

Und obwohl man schon von außen sagen musste, dass der Palast imposant war, so war sein inneres noch beeindruckender. Nicht einmal Ara hätte erwartet das sich der aufwendige und vermutlich undbezahlbare Marmorstil auch durch das komplette innere ziehen würde. In der Nordreichen wäre so ein Palast von unschätzbarem Wert gewesen. Und auch die größe war beeindruckender als erwartet, so dauerte es schließlich eine ganze weile, bis sie die Ebenholzflügeltür erreicht hatten, hinter der sich wohl der Rat befand.
Es beliebte dem Halbdämon die Augen zu verdrehen, während Nanouk seine Ansprache hielt, doch er verzichtete mit verdruss darauf.

"Entscheiden was mit uns passieren wird..." dachte der Dämon sich spöttisch, "Wollen sie uns vielleicht essen, um ihren Hungertod ein wenig hinaus zu zögern? Wir durchwandern die unwirtlichsten Weiten, damit man hier noch darüber entscheidet was mit uns passieren soll? Wofür haben wir die Mühen überhaupt auf uns genommen, wenn man uns nun behandelt wie elende Viehdiebe...".
Als sie dann jedoch vor dem Rat standen, ging auch Ara in eine angedeutete Verbeugung, selbst wenn es ihm sichtlich schwer fiel.
So war er immerhin darum bemüht, nicht noch mehr Streitigkeiten zu provozieren.
Während Shiro die drei jedoch vorstellte, verzog Ara bitterlich die Miene. Musste sie ihn mit seinem richtigen Namen vorstellen? Unter dem Namen lebte der alte Eremit hier schließlich eine gefühlte Ewigkeit, und Ara war sich alles andere als sicher, welche Reaktionen dieser Name hier hervorrief. Er selbst hatte sich seit Jahren bloß noch mit dem Namen Zuluahn vorgestellt. Doch nun war es eh zu spät, die junge Elfe hatte einfach drauf losgeplappert ohne wirklich darüber nachzudenken, was sie da sagte. Doch um die Situation nicht aus dem Ruder zu bringen, warf er ihr nur einen kurzen jedoch vielsagenden Blick zu.
Nachdem anscheinend alle gesagt hatten, was sie zu sagen hatten, erhoben sie auch die drei Gefährten wieder.
Mit grimmiger Miene und knirschenden Beinschützern erhob sich der Halbdämon aus seiner unbequemen Position, um dem Wächter zu folgen.

Während sie gemächlich hinter dem misstrauisch dreinblickendem Wächter herschritten, wandte Ara nun das Wort an Shiro, erneut im Flüsterton "Wieso hast du ihnen denn nicht gleich gesagt, dass ich ein Dämon bin und von hier stamme? Das hätte ihr vertrauen in uns sicherlich gestärkt..." fauchte er ihr mit stark gedämpfter Stimme entgegen, damit es außer ihr auch wirklich niemand verstehen konnte.
"Der Name mit dem du mich vorgestellt hast, der ist hier vermutlich noch nicht in vergessenheit geraten, und ich kann mir nicht vorstellen, dass es so vertrauenserweckend wirkt, wenn plötzlich jemand mit dem Namen eines alten Einsiedlers hier auftaucht, den schon lange alle für verstorben hielten..." in seiner Stimme und in seinem Blick war die Verärgerung deutlich zu erkennen.
Unlängst nach dem er fertig war, sah er wie der Wächter sie vorsichtig aus dem Augenwinkel beobachtete.
Das kalte Blau in den Augen des Halbdämons blitzte kurz auf, bevor er seinen Blick hastig von dem Wächter zu den beiden Elfen wandte.
Schlagartig wandte seine Stimme sich wieder ihrem normalen Klang zu, und er fuhr fort "Und dann brauche ich auch noch dringend neue Sohlen für meine Stiefel... Nach dieser Wanderung sind meine so gut wie abgelaufen und ein Pelzfutter für meine Handschuhe wäre hier wohl auch nicht verkehrt, allerdings hab ich außer Münzen und ein paar Edelsteinen nichts zum Handeln dabei, meint ihr die nehmen mir das hier trotzdem ab, oder habt ihr was vernünftiges zum tauschend dabei?" stellte er die Frage an seine Begleiter, die zwar erkennen sollten das die Frage ernst gemeint war, jedoch in erster Hinsicht den Wächter von dem ablenken sollte was er soeben zu Shiro gesagt hatte.
"Eh Tantschouh oder Tandschuuuuh oder wie ihr heißt" rief Ara dem Wächter nach vorn entgegen "Könnt ihr uns nach der Taverne noch zeigen wo wir unsere Ausrüstung wieder auf vordermann bringen können? Die Bogensehnen unserer jungen Gefährtin sind in dieser rauen Witterung brüchig geworden, und ich bräuchte noch einen Lederer und einen Schmied, wenn ihr davon noch welche habt..." Aras Cortuunu war schwer eingerostet, und inzwischen sehr durch das Coreonisch der Nordreiche geprägt, dennoch hoffte er das der Wächter ihn verstanden hat.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mi, 06. Jun 2012 10:49

Jyvindar war froh, das er die Situation einigermaßen retten konnte. So schritten sie nun durch die Straßen von Norr Bharrak. Nur als er schon in die Stadt hineinsah, wurde Jyvindar äusserst betrübt. Norr Bharrak war so ein schöner Ort voll Liebe, Freude und Friede gewesen. Und nun war nur Stille, Angst und Verzweiflung zu sehen und zu spühren. Erst einige Momente später merkte er das Ara zu ihm gesprochen hatte und noch ein paar Momente später realisierte er es. Fast wäre Jyvindar der Kragen geplatzt. Doch er musste sich zur Ruhe zwingen. Schließlich wollte er hier niemanden verängstigen oder die Situation eskalieren lassen. Schließlich hatte er gerade noch für Ara gesprochen. Doch er musste etwas sagen. So sah er Ara boshaft an. Es schien als brannte Feuer in seinen Augen. Nur einen Augenblick blieb er stehen und hielt Ara am Kragen. "Na und? Freut dich das jetzt?" zischte er dem Halbdämon entgegen, aber nur so, das er ihn verstand. Im nächsten Augenblick hatte er den Halbdämon auch schon wieder los gelassen und ging weiter.
Jyvindar hasste es einen Vorteil aus dem Leiden anderer zu ziehen. So etwas wollte er noch nie. Dich bei Ara war das anders. Der Dämon sollte sich über Jyvindar lustig machen wie er wollte. Das war ihm egal. Aber nie durfte er es über andere.
Doch bald, war Jyvindars Aufmerksamkeit wieder auf die Stadt gerichtet. Er sah ein paar Schatten in den Gassen. Äußerlich hatte sich eigenlich nicht viel geändert. Es war immer noch die glänzende Mamorfeste. Und keine Ruine. Und doch fehlte etwas. Das Gerede, Lachen und Herrumgewirre der Leute. Egal ob alt oder jung. Niemand war auf der Straße. Jyvindar war zum heulen zu mute, was aus diesem einst schönen Ort geworeden war. Die Atmosphäre, war nichts anderes als traurig.
Den nächsten Satz Aras ignorierte Jyvindar. Er hatte ganz und gar keine Lust auf ein gespräch mit ihm. " Manchmal bedaure ich es Ara mit genommen zu haben." sagte der Elf auf elfisch, damit nur Shiro ihn verstand.
Der Palast war ein Meisterwerk der Handwerkskkunst. Wie lange man wohl an diesem Bauwerk gearbeitet hatte, fragte sich der Elf. Egal ob von innen oder von außen. Jyvindar war einfach nur beeindruckt von dem Bauwerk.
Als sie vor der Ebenholztür warten sollten, fühlte er sich nicht besonders wohl. Auch er hatte nun das Gefühl gerichtet anstatt willkommen geheißen zu werden. Doch als sie eingelassen wurden, sprach man wenigstens höflich und freundlicher mit ihnen. Der Elf entspannte sich ein wenig. Er verbeugte sich, als es an der Zeit dafür war. Das Reden überlies er lieber Shiro, die schon damit angefangen hatte sie vor zu stellen. Jyvindar hielt sich erstmal im Hintergrund, schleißlich würde er bestimmt noch genug Gelegenheiten zum Reden haben.
Allerdings, war der alte Elf doch ein wenig gekränkt, das der Rat sich nicht auch komplett vorgestellt hatte. Für jemanden, wie ihn, der viel von Höflickeit hielt, war das eigentlich fast schon beleidigent. Doch da Jyvindar eh ein ruhiges Gemüt hatte übersah er diesen förmlichkeits Fehler. Ausserdem hatte er die Sorge in den Augen der Leute gesehen, was ihm noch schneller darüber weg half. Nun war Jyvindar fester den jeh entschlossen hier zu helfen.
Jyvindar hatte keinen großen Wert darauf gelegt, Ara zu zu hören, er bemerkt nur die art, wie Ara redete. Und schon das trieb ihn nun zur Weißglut. Nach der der Bemerkung, am Anfang der Stadt, war Jyvindar nicht wirklich gut mit Ara. " Zügle deinen Ton!" zischte Jyvindar in Aras Richtung.
Doch eines musste der Elf Ara lassen. Die Worte danach waren wahr. Auch er brauchte wieder mal neue Sohlen. Und seine gesamte Kleidung musste mal genäht werden. So sprach er den Wächter selber direkt an.
"Entschuldigt meinen Begleiter Tanjou. Was manieren angeht, ist er nicht wirklich weit. " sagte Jyvindar mit einem freundschaftlichem Lächeln auf den Lippen. Er wusste, das er Ara gerade beleidigt haben konnt, doch ausnahmsweise war es ihm egal. " Doch es wäre wirklich nett, wenn ihr uns sagen könntet wo wir unsere Habe wieder etwas auf Vordermann bringen können." sprach der Elf versöhnlich weiter.
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