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Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Die weiße Hauptstadt in der Eiswüste.
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Jyvindar
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Di, 10. Sep 2013 9:26

Jyvindar hätte aufschreien können vor Wut. das Mistvieh war schneller als er gedacht hatte. Das es bei seiner Masse, des Elfens Stich, ausweichen konnte war nicht normal. Da sah er das Kind. Es lief auf das Monster zu und im nächsten Moment flog es auch schon durch die Luft. Dem Hünen schien viel an dem Kind zu liegen, denn er war sich mit aller Macht gegen das Ungetüm ohne über Konsequenzen nach zu denken. Da kam fiel ihm erst auf was der Mensch gerufen hatte. " Sunilda" Das war doch der Name von Shiros Schwester. In der Kindheit hatte Shiro ihm oft von ihr erzählt. So wollte immer ihre schwester finden. In letzter Zeit hatte sie nicht mher so oft davon gesprochen, doch an sie Gedacht hatte shiro immer, wie ihre Augenblickliche reaktion bewies. Das der Nordmann durch die luft segelte wie ein Blatt im herbst, bekam Jyvindar nur aus dem Augenwinkel mit. Er sah wie Shiros Flammenpeitsche das Monstrum im Gesicht traf. Seine Gedanken rasten. Sein Bllut rauschte in den Ohren. Shiro rief das sie Gemeinsam angreifen sollten. Der Magier sah den Nordmann der sich gerade aufrappelte und sofort wieder zum Angriff über ging. Der Mut des einfachen Mannes beeindruckte den Elfen zutiefst und so griff auch er an. Jyvindar rammte sein Schwert in das Eis. 4 Schritte. "Mer Dhalenday", ein Flamme erschien in Jyvindars Hand. 3 Schritte. Jyvindar sah in die Flammen und beruhigte seinen Geist. 2 Schritte. Er sprach die Worte "Nerathy aduglan " und zeichnete das Zeichen. 1 Schritt. Jyvindar spührte die Macht und schleuderte den kleinen Kometen. 0 Schritte. Der Hüne hatte das Biest erreicht, zeitgleich wie der Feuerball. Jyvindar riss sein Schwert aus dem Boden und rannte los. Der Ball explodierte auf dem Rücken des Untiers. Jyvindar hoffte das die Explosion mehr schaden angerichtet hatte. Er wich einem vorbeifligenden Schwanz aus und schnitt dem Ungetüm durch die Achillessehne. Jedendfalls wäre sie bei jedem anderen Lebewesen dort gewesen. Doch verlassen konnte man sich darauf nicht.
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Wittiko
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Wittiko » Di, 10. Sep 2013 14:26

Weg zu gucken hatte sich wirklich als Fehler heraus gestellt, denn Wittiko wurde gepackt und weg geschleudert. Er landete hart und sein ganzer Rupf tat weh. Er sah wie die Elfe mit Feuer gegen das Ungetüm ankämpfte und es auch schaffte es kurz ab zu wehren. Sie zog Sunilda weg, während das Monster wild um sich Schlug. Wittiko hörte ihre Stimme rufen. Der Nordmann erhob sich so schnell es ging und sah sich um. Er erkannte den anderen Elfen in einiger Entfernung. " Gut. Dann wollen wir mal gemeinsam kämpfen." dachte Wittiko. Er stapfte los und schwang sein Schwert in weiten Bögen. Er wollte die Aufmerksamkeit des Monsters auf sich ziehen. Er wisch einem Schlag des Monstrums aus und versetzte ihm seinerseits einen Hieb. Er hoffte das er treffen würde. Eigentlich war er sich dessen sicher, doch die unheimliche Geschwindigekit mit der sich das Untier bewegte, lies nichts mehr sicher erscheinen. Da explodierte etwas auf dem rücken des Ungeheuers. Jetzt schien die Gelegenheit. Wittiko riss sein riesiges schwert zurück und rammte es in Richtung Brustkorb der Besie, nach Oben, dort wo normalerweise das Herz saß.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 16. Sep 2013 19:54

Das Untier schrie und kreischte. Es brüllte Shiro entgegen, sodass ihr Geifer ins Gesicht spritzte. Anyú stand neben der Fackel und sah dem Kampf mit offenem Mund zu, zu fasziniert und überfordert von all dem Kampfgeschehen mit Schwertern und Magie; etwas, das sie nie gelernt hatte und auch nie lernen würde. Shiro hatte Glück, dass die Bestie geblendet war und einige Momente brauchte, um den Schmerz, den die Elfe angerichtet hatte, zu verdrängen. Adrenalin pulsierte durch die Adern der riesigen, haarigen Gestalt, von der sie sich so zusammen mit Sunilda unbeschadet entfernen konnte.
"So schaffen wir das nie."
"Ich weiß", erwiderte Anyú atemlos auf Shiros Worte. "Geht es ihr gut?" Sie blickte kurz zu dem kleinen Elfenmädchen, doch für weitere Gespräche war keine Zeit.

Während Jyvindar offenbar einen neuen Zauber zu wirken begann, wandte sich die Spurenleserin mit einem kurzen "Wartet hier" ab. Sie suchte den Schlitten. Wo war dieser verdammte Schlitten? Sie wirbelte herum, bis sie ihn endlich am Rande des Tumults ausmachte und lief, am Kampfgeschehen vorbei, zu ihm hinüber. Sie hatte noch die toten Hasen, vielleicht würden die das Biest vom Geruch seiner eigentlichen Beute ablenken. So hoffte es jedenfalls die Frau aus Norr Bharrak. Da der Elf und der unbekannte Hüne schon versuchten, das Monster einzukesseln und zu bedrängen, glaubte sie nicht daran, dass sie mit ihrem Bogen noch irgendetwas hätte ausrichten können.

Der Zauber des Elfen brauchte zu lange, um das Monster - das sich von den Schmerzen des fehlenden Auge zwar nicht erholt hatte, aber schneller als gedacht wieder bei Sinnen war -, mit voller Wucht zu treffen, da es nicht still an Ort und Stelle verblieb. Das Ungetüm aus der Eiswüste sah den Ball aus Feuer kommen und es war nicht dumm. Es war mehr Tier als Mensch, zwar ein Monster, aber es besaß Instinkte. Und gerade Feuer gegenüber würde es nicht tatenlos entgegen starren. Es machte einen Satz zur Seite und der magische Ball streifte ihn nur, hinterließ jedoch eine verbrannte und schwelende Stelle auf dem Rücken des Tieres, das es mit einem tiefen und gefährlichen Knurren registrierte. Als es sich herum wandte, fiel sein giftiger Blick auf Anyú, die hektisch, außerhalb jeder Reichweite ihrer Gefährten, noch immer an dem Schlitten stand und an den Seilen zerrte, um die fest geknoteten Kaninchen zu lösen.

Das haarige, riesige Monster warf den Kopf zur Seite, doch Jyvindar brauchte zu lange. Kurz bevor er ihn erreichte und viel zu schnell und aggressiv, um sich einfach kampflos den Attacken des Elfen und blonden Menschen aus den Wilden Landen zu ergeben, machte das Ungetüm einen weiteren Satz nach vorne. Seine Beine mit den riesigen Klauen, mit denen auch seine Pranken ausgestattet waren, bewegten sich viel zu schnell, als dass man die Bewegung im einzelnen hätte erkennen können. Es war zwar massig und geschwächt, aber vom Tod schien es noch weit entfernt zu sein.

Anyú wirbelte herum, als sie das Stampfen hinter sich im Schnee hörte und riss die Augen auf. Sie stieß einen Schrei aus, als sie die Bestie sah, die nur noch zwei Schritte von ihr entfernt war und ungebremst auf sie zurannte. Nichts erinnerte in diesen Momenten mehr an die selbstbewusste, freche und vorlaute Spurenleserin, als das Monster sich brüllend auf sie warf. Anyú wurde zu Boden gedrückt, die Luft aus ihren Lungen gepresst. Jeder Versuch sich zu wehren und sich aus den Fängen des Tieres zu befreien, scheiterte, während sie mit ihm ungestoppt durch den Schnee rollte, sodass Mensch und Bestie eine Masse bildeten. Als sich das Monster wieder erhob und sie am Arm packte, als wäre sie nichts weiter als ein Kind, da waren sie nur noch schwach im Schein des Feuers zu erkennen, bevor die Dunkelheit sie verschluckte und ein letzter Schrei erklang. Dann legte sich Stille über die Eiswüste.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » So, 22. Sep 2013 23:16

Immer wieder versicherte Shiro sich, das das Mädchen in ihrer Nähe blieb, während sie das Kampfgeschehen beobachtete und endlich auch selbst wieder eingreifen konnte. Sie hatte ihren Bogen wieder aufgehoben und sofort wieder damit begonnen, brennende Pfeile auf das Ungetüm zu schießen, dann jetzt von Jyvindar und dem Nordmann umzingelt wurde. Die Pfeile schienen das Wesen zu verunsichern und zu verwirren, einige trafen ihr Ziel und fügten ihm Verletzungen zu, doch den meisten wich es aus, ob nun durch Geschick oder Glück, das vermochte Shiro nicht zu sagen.
"Ich denke schon, zumindest ist sie nicht ernsthaft verletzt.", rief sie zu Anyu herüber und versuchte, das Brüllen des Monstrums zu übertönen.
Jyvindar schleuderte einen kleinen Kometen auf das Biest, er traf - doch das verdammte Ding hielt nicht still und so entstand nur eine Streifwunde, die dennoch mit noch lauterem Gebrüll quittiert wurde.
"Hat es denn keinen Schwachpunkt?", rief Shiro, wütend wie verzweifelt gleichermaßen. Stetig sanken ihre Chancen. Während sie spürte, wie dieser Kampf an ihren Kräften zehrte, schien dieses Wesen nicht einmal aus der Puste zu sein.
Das Adrenalin, dass durch ihren Körper geströmt war, als sie die Feuerpeitsche eingesetzt hatte, verebbte langsam, Shiro spürte die brennenden Muskeln in Armen und Beinen, sie spürte die Erschöpfung, schließlich waren sie schon den ganzen Tag auf den Beinen und sie sah, wie auch Jyvindar und der Fremde mit jedem missglücktem Angriff immer langsamer wurden, wenn sie auch noch lange nicht besiegt waren.
"Wartet hier!", rief Anyú Shiro zu und sorge so dafür, dass die Bogenschützin den Pfeil verriss. Sie knirschte wütend mit den Zähnen.
Es dauerte einen Moment, bis sie die Worte der Spurenleserin erfasst hatte.
"Was, nein! Bist du verrückt, bleib hier!", schrie sie ihr hinterher, doch die Frau verschwand in der Dunkelheit.
Was zum Henker hatte dieses lebensmüde Weib jetzt schon wieder vor?!
Sie mussten unbedingt zusammenbleiben, denn sonst -
da passierte es auch schon.

Das Monster wich den Schwertern der beiden Männer aus und rannte, wendig wie es war, in die Richtung, in der Anyú gerade verschwunden war.
Shiro hörte einen Schrei, ein Getöse, wie bei einem Kampf, dann das Trappeln sich schnell entfernender Schritte - und dann Stille.
Ihr Mund war zu einem Schrei geöffnet, doch kein Laut drang aus ihrer Kehle hervor. Sie starrte einfach in die Dunkelheit, in der das Wesen verschwunden war.
Nach einem endlos langen Moment befreite sie sich aus ihrer Schockstarre und rannte los.
"Anyú!", rief sie dabei immer wieder, doch sie erhielt keine Antwort.
Nach ein paar Metern blieb sie stehen und sah sich um. Aufgewirbelter Schnee und deutliche Spuren zeugten von einem kurzen Kampf, doch Blut sah Shiro keines.
Das Wesen musste Anyú weggeschleppt haben. Wozu, darüber wollte Shiro jetzt lieber nicht nachdenken. Sie kehrte zur Gruppe zurück.
"Hört mal! Es hat Anyú entführt!", rief sie den Männern zu, die das Verschwinden der Spurenleserin aber mittlerweile vermutlich selbst bemerkt hatten.
"Wir müssen die Spur verfolgen, aber... die Sonne wird in ein paar Stunden aufgehen.", keuchte sie. Der Kampf forderte seinen Tribut. Shiro war erschöpft.
"Es macht keinen Sinn, sie im Dunkeln verfolgen zu wollen, und außerdem - dieses Ding ist... absolut übermächtig. Wir sind geschwächt. Einen Kampf würden ja doch nur verlieren.", stellte sie nüchtern fest. Sie sah in die Gesichter der Männer.
Von einen zum anderen. Von Jyvindar, der wie ein Vater für sie war und nun schwer atmend vor ihr stand zu dem - noch immer - unbekannten Nordmann, der nicht minder erschöpft wirkte.
"Übrigens... ich bin Shiro und das ist Jyvindar. Und dein Name ist...?", stellte sie sich selbst und ihren Begleiter vor.
Wenn sie schon hier zusammen festsaßen - und vermutlich auch zusammen sterben würden - wollte sie wenigstens die Namen ihrer Kampfgefährten wissen.
Sie blickte sich um und ihr fiel wieder etwas ein.
"Das Mädchen.. die Kleine... du sagtest, ihr Name ist.. Sunilda....", brachte sie langsam hervor, als ihr Blick auf das Elfenmädchen fiel. Damit drehte sie sch um und überließ die Männer sich selbst. Plötzlich war es ihr ganz egal, wie der Nordmann hieß.

Shiro näherte sich der kleinen Elfe, die sie erst jetzt richtig in Augenschein nehmen konnte.
Fast wäre sie erschrocken zurückgeprallt, doch sie fing sich und ging vor der Kleinen in die Knie. Sie betrachtete das Mädchen sehr eingängig, und hätte sie es nicht besser gewusst, hätte sie schwören können, in einen Spiegel zu schauen, ein Spiegel, der ihr die Vergangenheit zeigte, ein Abbild ihrer selbst, als sie etwa 14 Jahre alt gewesen war.Nur dass die Augen des Mädchens in einem intensiven Blau leuchteten, während Shiros Augenfarbe ein dunkles Grün war. Sie wusste es genau, denn als sie in diesem Alter gewesen war, hatten sie und Jyvindar auf ihrer Reise Halt bei den Zhîraled-Seen, den Spiegelseen gemacht. Und diese trugen ihren Namen nicht von ungefähr. Oft und lange hatte Shiro am Ufer gesessen und ihre eigenen Gesichtszüge studiert. Und nun stand dieses Mädchen vor ihr, das sie selbst hätte sein können.

Eine Weile lang sah Shiro das Mädchen einfach nur an. Ein seltsames Gefühl, das die Halbelfe gar nicht beschreiben konnte, hatte Besitz von ihr ergriffen. Eine Mischung aus aufkeimender Hoffnung, aus Zweifel, Unglauben... und Angst.
Angst vor dem Ungewissen. So viele Jahre lang hatte Shiro jeden Winkel des Kontinents nach ihrer Schwester abgesucht und nie auch nur ein Lebenszeichen gefunden.
Sie fürchtete sich, denn die Hoffnung in ihrem herzen schnürte ihr die Kehle zu, doch sie wusste nicht, was geschehen würde, wenn das nicht ihre Schwester war.
Und was, wenn sie es doch war? Was wollte Shiro ihr sagen?
Würde sie sie überhaupt erkennen? Sie war noch so klein gewesen, ein Kind, fast noch ein Baby... konnte Sunilda sich überhaupt noch an Shiro erinnern? Wie würde sie reagieren?
Doch sie musste es wissen, sie musste einfach!

"Sunilda heißt du, nicht?", fragte Shiro leise und konnte ein Zittern in der Stimme nicht unterdrücken. Ein flüchtiges, trauriges Lächeln huschte über ihr Gesicht.
"Ich.. ich kannte mal ein Mädchen, das Sunilda hieß. Sie wäre jetzt ungefähr in deinem Alter. ", fuhr sie nachdenklich fort. Sie scheute sich davor, diesem kleinen Mädchen zu sagen, dass ihre Schwester Sunilda hieß. So sehr sie auch hoffte, dass sie es wäre, so sehr fürchtete sie sich davor.
Konnte das sein?
Hier, am Ende der Welt? Hier, wo die Zivilisation aufhörte? Sollte ihre Suche... sollte sie ausgerechnet hier und jetzt ihr Ende finden?
Ausgerechnet jetzt? Jetzt, wo sie anscheinend alle dem Tode geweiht waren?
"Nein", dachte Shiro entschlossen. "Wenn das wahr ist. Wenn das meine Sunilda ist... dann stirbt hier niemand."

Und dennoch... so viele Jahre lang hatte sie sich immer wieder ausgemalt, wie es wäre, ihre Schwester wieder zu finden.
Doch jetzt, wo es vielleicht so weit war, war nichts so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Shiro war verunsichert, sie hatte Angst. In ihrer Vorstellung war da immer nur Erleichterung und unbändige Freude gewesen.
Und nun....
"Ich heiße Shiro.", sagte sie langsam und beobachtete das Mädchen mit flauem Magen. Wie würde sie reaieren?
Würde ein Funken des Wiedererkennens in ihren Augen aufglimmen? Würde das Mädchen sie einfach nur verständnislos anblicken?
Und bei all dem wusste Shiro noch immer nicht, was ihr lieber wäre.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mo, 23. Sep 2013 13:43

Das ging doch nicht mit rechten dingen zu. Jyvindar hätte beschwören können das sein Zauber treffen würde. Doch statt zu treffen streifte der Zauber das Ungeheuer nur. Und auch seine physichen Attacken, wie auch die des Hünen blieben ohne erfolg. Und zu schnell als das Jyvindar hätte reagieren können war das Ungetüm davon gestürmt. Jyvindar sah sich um. War es geflüchtet? Doch das konnte nicht sein. Und da viel es dem Elfen auf und nur kurz danach fing Shiro an zu rufen. Anyu ist weg. Das Biest hatte sie verschleppt. So schnell es ging ging er zu Shiro und dem Kind. Er wollte eigentlich direkt hinterher. Doch was Shiro sagte stimmte. Auch wenn der Magier es nicht wahr haben wollte. Er steckte sein Schwert zurück. Es passte ihm eigentlich gar nicht. Aber was sollten sie tun. Sie waren alle erschöpft und in dieser Dunkelheit hatten sie nur wenig Chancen.
Der Elf nickte dem Hünen zu als Shiro ihn vorstellte. Dann beobachtete er die Szenerie zwischen Shiro und dem Kind. Er wollte die beiden nicht stören. Auch wenn er fargen wollte wer die Spuren verfolgen konnte. Shiro war geübt im fährtensuchen, aber konnte sie das auch noch hier im Schnee, eine Nacht später? Jyvindar war sich nicht sicher. Sie mussten sich beeilen, das war sicher.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Sunilda » Mo, 23. Sep 2013 19:35

sie hatte den Kampf aus Angst erfüllten Augen mit angesehen und dass die hübsche Elfe mit der Feuerpeitsche immer wieder nach ihr gesehen hatte, war ihr aufgefallen. Doch noch konnte sie sich keinen Reim drauf machen. Sie sah sie an als sie anmerkte dass die andere Frau fort sei und mit ihr das Wesen. Sie verstand nicht viel von dem was die Erwachsenen da miteinander redeten, aber ihr war klar, dass das Monster mehr aushielt als sie gedacht hatten. Dann kam sie zurück, nachdem sie der Frau hinterher gerufen hatte und stellte sich und den anderen Elfen vor. Das Elfenmädchen erahnte es an den Gesten die sie verwendete, sie verstand nicht was sie sagte, da es die Sprache war die sie nicht mächtig war. Sunilda marschierte zu Wittiko und stellte sich Schutzsuchend hinter ihm. Sie empfand es als angenehmer bei jemanden zu stehen den sie kannte. Sie sah hinter Wittiko hervor und musterte die anderen Elfen. Sie sahen denen aus ihrem Heimat dorf sehr ähnlich und Heimweh überkam sie. Sie schluckte und kaute auf ihrer Unterlippe herum als die Elfe sich zu ihr umwandte und sie betrachtete. Sie erwiderte den Blick doch je länger der Augenblick andauerte desto fragwürdiger fand sie dise Situation * "Was schaust du so!" *sagte sie auf elfisch. Sie verstand anfangs nicht warum sie so angesehen wurde.

Das Elfenkind, hörte zu und nickte * "ja ich bin Sunilda" *bestätigte sie und sah sie neugierig und fragend zu gleich an, als die Elfe mit den schönen Augen ihr sagte das sie auch ein Mädchen mit dem Namen Sunilda kannte. * "Wo ist das Mädchen jetzt?" *fragte sie in ihrer kindlichen Naivität. Dass sie vor ihrer großen Schwester saß, war ihr gar nicht bewusst. Es war so lange her gewesen, dass sie vergessen hatte wie ihre große Schwester aussah. Außer das sie schwarze Haare hatte und grüne Augen, dass wusste sie noch, mehr auch nicht. Doch da sagte sie ihren Namen und es war als würde schlagartig ihre Vergangenheit in ihr auf Flammen. Sie kannte den Namen Shiro. Sie wusste nur nicht woher, noch war ihr diese Erkenntnis verwehrt. Und je länger sie die Elfe mit dem Namen Shiro ansah, desto heftiger wurde ihre Erinnerung und sie hörte die Hufe der Pferde und sie sah wie sie als kleines Mädchen von ihrer Schwester getrennt und zurück gelassen wurde. Und da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Und mit einem Male rannen ihr die Tränen über das kindliche Gesicht und sie drehte sich zu Wittiko um und vergrub ihr Gesicht in seine starke Brust. Sie konnte es nicht glauben und schon gar nicht verstehen. Erst nach langer Zeit sah sie zu der Frau namens Shiro * "Du hast mich verloren als wir klein waren, die Reiter waren...da und wir..wurden getrennt" *murmelte sie und war gespannt ob sich shiro daran erinnerte. Sie schniefte und sah fragend und erschrocken, aber zeitgleich mit so großer Hoffnung die Elfe Shiro an. Dass man meinen könnte sie bekäme ein Geschenk. Und es war für Sunilda, wenn es ihre Schwester war ein wirkliches Geschenk *

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Wittiko » Di, 24. Sep 2013 8:53

So schnell er mit seinem Gewicht konnte kam der Hüne durch den Schnee gestapft und stellte sich u den anderen. Er hörte das jemand aus der andren Gruppe verschwunden war. Er hatte sie zwar nicht genau gesehen doch er wusste das in der anderen Gruppe eine dritte Person gewesen war. Eine Frau. Es tat ihm leid das das passiert war und wie es schien nur wegen ihm und Sunilda. das sich die anderen aufgemacht hatten um das Monster zu jagen, konnte er ja nicht wissen. " Also da ihr uns geholfen habt, werde ich euch auch helfen. Ich bin eine geübter Spurenleser und ich werde die spuren auch morgen noch finden." Auch ihm war klar das sie lieber nicht in der Dunkelheit kämpfen sollten. Als Sunilda hinter ihn kam, wie sie es meistens tat wenn sie unsicher war, heilt er eine Hand nach hinten und strich ihr über den Kopf.
" Mein Name ist Wittiko Sohn des Berengar vom Klan der Kerhardinger. Es ist mir eine Freude euch kennen zu lernen. Und wie du schon richtig mitbekommen hast, ist das hier Sunilda." erklärte Wittiko wie selbstverständlich. Die fremde Elfe kniete sich nieder und sprach mit Sunilda. Wittiko war total verblüfft über das Gespräch. Was wollte die junge Frau damit sagen? Als Sunilda plötzlich die Tränen über die Wangen rollten und sie ihr Gesicht ind wittiko grub, schloss der Riese seine Arm um das Kind. Vorsichtig, fast väterlich strich er ihr über die Haare. " Was ist denn los Suni? Wein doch nicht, kleine." brummte er ruhig in seiner gewohnt tiefen Stimme. Erst nach langer Zeit sah Sunilda wieder auf und was sie sagte ließ Wittiko aus allen Wolken fallen. Was hatte das zu bedeuten? Woher kannten sich die Beiden? Waren es etwa Geschwister? Der Hüne wusste nicht wie er reagieren sollte und beschloss deshalb einfach seinen Mund zu halten.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » Di, 24. Sep 2013 18:23

Shiro nickte dem Hünen freundlich zu, der sofort seine Hilfe anbot. Diese Mentalität der Wildländer schätze Shiro ungemein, wenn sie selbst sich unter ihnen nicht besonders wohl gefühlt hatte. Sie waren doch ein eher eigenbrötlerisches Volk, doch wer ihnen hilfreich zur Seite stand, der konnte sich darauf verlassen, dass sie sich dafür revanchieren würden.
Sie selbst konnte Spuren lesen, wenn sie noch frisch waren, aber unter diesen Witterungsbedingungen war es schwer vorherzusehen, ob die Spuren des Monsters nicht morgen schon zugeschneit sein würden. Daher nahm sie es ebenfalls erleichtert zur Kenntnis, dass der Wildländer sich sicher war, es zu können.
Wittiko also...

Shiro lächelte flüchtig, als die kleine Elfe sie frech fragte, was zu schauen gab, doch sie antwortete nicht. Viel zu sehr hielt der Anblick des Mädchens sie gefangen, auch wenn es ihr flüchtig durch den Kopf schoss, dass auch sie als Kind nicht gerade auf den Mund gefallen war.
Doch dann antwortete sie ihr doch.
"Ich weiß nicht, wo sie ist. Wir haben einander aus den Augen verloren, vor vielen Jahren. Seither suche ich nach ihr.", gab sie zögerlich zurück.
Noch immer schien die Kleine Shiro nirgendwo zuordnen zu können.
Möglich, es war nur ein großer Zufall, Elfenkinder sahen einander ja allgemein recht ähnlich. Doch Shiro war nicht geneigt, an Zufälle dieser Größenordnung zu glauben.
Und wie zum Beweis ging ein Ruck durch Sunilda, als Shiro ihren Namen nannte.
Tränen sammelten sich in ihren Augen, als sie bruchstückhafte Erinnerungen zutage förderte, die sie anscheinend längst vergessen hatte.
Sie spürte einen Stich im Herzen, als das Mädchen sich schutzsuchend hinter Wittiko stellte. Der Wunsch, sie zu beschützen war auch nach all den Jahren noch in ihr.
Stärker denn je. So irreal es Shiro auch gerade vorkam, irgendetwas in ihr begriff, dass dieses kleine Mädchen vor ihr wirklich ihre Schwester war.
Ihre Schwester, die sie seit mehr als einem Jahrzehnt suchte, deretwegen sie den ganzen Kontinent bereist hatte.
Sie nahm nur am Rande wahr, dass ihr Tränen über die Wangen liefen.
"Ich hab' dich so lange gesucht...", murmelte sie, noch immer ungläubig über das unverhoffte Wiedersehen, an das sie schon nicht mehr geglaubt hatte.
Sie streckte die Hand aus, um Sunilda zu berühren, doch hielt in der Bewegung inne, denn sie wollte das Mädchen, dass sich halb hinter Wittiko verborgen hatte, nicht verschrecken.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mi, 25. Sep 2013 8:30

Jyvindar beobachtete das Szenario gespannt. Das Kind schien eingeschüchtert zu sein, was aber wohl nur verständlich war angesichts der Situation. Er sah wie sich die Kleine bei dem Nordmann versteckte. Trotz seines Riesenhaften und nicht gerade friedlichen Aussehenes, schien er ein durchaus gutes Herz zu haben. Er kümmerte sich liebevoll um das kleine Elfenkind, was eher ungewöhnlich für Nordmänner war. In der Regel misstrauten diese nämlich den Elfen. Doch dieser war anders. Schon seine Tätowierungen sagten einiges aus.
Jyvindar bemerkte wie auch bei Shiro die ersten tränen kullerten. Wie eine Windhauch stand er geschwind neben seiner Schülerin. Er wollte ihr beistehen, doch wagte er es nicht Shiro zu berühren. er wollte sich in diese Situation unter keinen Umständen einmischen. Doch andererseits wollte er für Shiro da sein und ihr den Rücken stärken. Drum blieb er nah bei ihr, damit sie vielleicht seine Nähe spüren konnte. Schon lange konnte sie selbst auf sich aufpassen und braucht ihn nicht mehr als Beschützer, doch nun brauchte sie ihren Gefährten als Rückhalt, so glaubte der Elf jedenfalls. Er hatte Shiro schon lange nicht mehr weinen gesehen. Doch sie jetzt so zu sehen, war sogar für ihn hart. Er fühlte so sehr mit ihr. Er selbst hatte seine Familie verloren. Zwra auf andere Art und weise, doch das Ergebnis war das gleiche. Auch Naryllia hatte er verloren. Oh ja. Wie vermisste er seine Ellanýa, seinen Stern. Der Schmerz saß immernoch tief. Auch nach so vielen Jahren. Doch wenigstens hatte er eine neue Familie gefunden. Einerseits in Khirudan und andererseits bei Shalawey, doch Shiro......
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Sunilda » Mi, 02. Okt 2013 20:42

Sie merkte nicht wie der Elfenmann zu Shiro trat um ihr beizustehen. Sie hörte auch nicht die Worte die Wittiko an sie richtete. Es war als würde die Zeit still stehen. Sie hatte die Hand von Wittiko genommen. Er ihr Vertrauter, ihr Retter, ihr Ruhepol und der Mann der sie beschützte und für sie sorgte. Sie vertraute ihm und da war plötzlich ihre Schwester, die sie als Kleines Mädchen verloren hatte als die Reiter sie von einander trennten. Und die Elfe vor ihr, die nach einem Mädchen mit dem selben Namen wie sie ihn trug, suchte und die Tränen die ihr über das Gesicht liefen und auch ihre Erkenntniss, dass dies dort ihre große Schwester war, ließen ihr Herz klopfen. Woher sie es wusste??? Sie konnte es nicht sagen, sie wusste es einfach und da hob die Frau die Hand, brach die Bewegung aber mitten drin ab. Sunilda tat es ihr nach und hob ebenfalls die Hand und legte ihre kleinere Hand gegen die von der Elfe. So das die Handflächen gegeneinander lagen. Und mit der anderen wischte sie eine Träne fort die über Wange der Elfenfrau ran. Dann aber hielt sie es nicht mehr aus und überwand den Zwischenraum, der noch zwischen ihnen war und umarmte die Elfe. Ihre dünnen Arme legten sich um den Hals der Elfe und sie drückte sie ganz fest an sich. * "Ich ...hatte keine Ahnung, dass du noch lebst!" *sagte sie mit ihrem Kopf nahe des Ohres von der Elfe. So verharrte sie und hoffte, dass sie sich nicht irrte. Sie hob ihren Kopf an und sah die Elfe an* "Du bist doch meine Schwester??" *und darin lag die kindliche Naivität mit der schon so viele Verbrecher ein Kind ermordet, entführt oder sonstiges schlimmeres angetan wurde.

Dann sah sie zu Wittiko und löste sich von der Elfe, packte die große Hand von Wittiko und sah die Frau mit großen hoffnungsvollen Augen an. Sie hatte sich wieder zurück gezogen und ihre Gefühlswelt stand mehr als Kopf. *

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Wittiko » Do, 10. Okt 2013 13:55

Sunilda hatte immer noch Wittikos Hand gefasst. Er überschaute die Sitiuation. Konnte es wirklich wahr sein? Wie wahrscheinlich war es das sie Geschwister, die sich über Jahre verloren hatten und sich nicht fanden, sich an solch einem Ort wieder fanden? Das war doch ein Ding der Unmöglichkeit, oder? Wenn es war wahr, freute sich der Hüne natürlich für seinen Schützling, doch sprachen die Fremden wirklich die Wahrheit? Doch warum sollten sie lügen. Da sah der Nordmann Tränen an den Wangen der jungen Elfe hinunter rollen. Sunilda berührte sie und Umarmte sie dann doch. Wittiko spührte das die Femden nichts böses im Schilde führten. Solche Emotionen konnte man nicht schauspielern. Der Riese war weiterhin ruhig, genau wie der Elf, der sich neben die junge Elfe gestellt hatte. Ob er eine ähnliche Bindung zu ihr zu haben, wie Wittiko zu Sunilda? Jedenfalls schienen sie sich sehr Vertraut.
Da löste sich Sunilda wieder von der anderen Elf und schnappte sich des Hünen Pranke. Dieser sah das Kind an und fragte sichw as jetzt geschehen würde.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Shiro d'Antelle » Di, 12. Nov 2013 22:27

Shiro erstarrte für einen Moment, als die kleine Elfe ihre Geste erwiderte, ihre kleine Kinderhand gegen die Ihre lehnte. Warm, weich - echt. Das Kind löste sich nicht in Luft auf. Sie war kein Trugbild, kein Hirngespinst. Sie war ganz real. Shiro wusste nicht, wie ihr geschah, als Sunilda ihr um den Hals fiel und in ihre Halsbeuge murmelte. Sanft, als wäre das Mädchen eine zerbrechliche Puppe, erwiderte Shiro die Umarmung.
"Aber ich habe es immer gewusst.", sagte sie leise und strich ihrer Schwester durch das Haar. Wie hatte sie nur je daran zweifeln können?
Doch so viel Hoffnung und Freude in diesem Moment lag, so sehr spürte Shiro die Verwirrung von Sunilda.
"Du bist doch meine Schwester?", fragte die Kleine unsicher. Shiro zögerte einen Moment. Selten war sie sich einer Sache so sicher gewesen, wie dieser und doch fiel es ihr schwer, einfach 'ja', zu sagen, denn letztendlich hatte sie nichts, um dieses Gefühl zu beweisen. Nichts hatte Shiro aus ihrem Leben, bevor sie auf Jyvindar getroffen war, denn nichts außer der Fetzen an ihrem Leibe und den Kinderbogen hatte sie bei sich gehabt. Splitter des Bogens trug sie noch heute bei sich, doch diente das als Beweis?
All ihre Habseligkeiten, Schmuck ihrer utter, das Wappen ihrer Familie, alles, was sie an Zuhause hätte erinnern können, war den Soldaten oder den Flammen des Feuers, das Shiro gelegt hatte, zum Opfer gefallen. Sie hatte nichts außer diesem Gefühl, diesem Wissen tief in ihr. Und so sicher sie sich dessen war, so schwer war es, das in Wort zu fassen.

"Ich weiß nicht, wie ich es dir beweisen kann.", sagte sie daher zögerlich, als das Mädchen sich von ihr löste, sich wieder halb hinter den Nordmann schob, Sicherheit und Schutz bei dem Hüne suchte. Shiro verstand diese Reaktion, hätte sie selbst sicher nicht anders reagiert, dennoch spürte sie einen Anflug von Sorge - und Eifersucht. Sie sollte es sein, an die Sunilda sich schmiegen sollte und sie sollte es sein, von der die Kleine sich beschützt fühlen sollte. Shiro wusste, wie irrational dieses Denken war, doch ihr Instinkt war mächtiger als sie.
"Ich weiß nur, ich habe eine Schwester, und sie ist in deinem Alter. Ihr Name ist Sunilda d'Antelle und sie sieht mir ähnlich. Dieser Elf hier, das ist Jyvindar. Er nahm mich an Kindes statt an, und er wird dir sagen können, dass uns nie ein Kind begegnet ist, dass aussah wie ich in deinem Alter - nicht bis heute.", fuhr sie fort, während sie sich aufrichtete und zu dem Magier herübersah - er einzigen Familie, die sie noch hatte - zumindest bis jetzt.

Nichtsdestotrotz - sie durften über diese Begegnung nicht Anyu vergessen. Shiro zögerte. Es stand außer Frage, dass die Gruppe der Frau helfen musste - doch was war mit Sunilda? Sie wussten nicht, was sie erwartete. Vielleicht waren es mehr als nur dieses eine Monster? Das Mädchen durfte nicht in Gefahr geraten.
Doch sich zu trennen wäre genau so unklug. Es schien keine Möglichkeit zu geben - sie mussten Sunilda mitnehmen und dann irgendwie dafür sorgen, dass die Kleine immer in der Nähe eines anderen am besten Shiro - blieb.
"Wir sollten aufbrechen - Anyú ist noch immer in den Fängen dieses Monsters.", sagte sie daher schließlich und verdrängte den Gedanken daran, dass die Möglichkeit, Anyú lebend wieder zu sehen, schwindend gering waren.
Per aspera ad aspera, und nichts ist jemals leicht.

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Jyvindar » Mi, 13. Nov 2013 9:36

Jyvindar freute sich, als er sah das die kleine Elfe die Geste Shiros erwiederte. Er freute sich ehrlich, doch ein kleiner Gedanke ging ihm durch den Kopf. " Wirst du jetzt noch gebraucht?" war sein pessimistischer Gedanke. Schließlich hatte Shiro ihr Schwester gefunden. Dem Aussehen nach zu Urteilen, und auch seinem Gefühl nach, gab es keinen Zweifel. Er war sich sicher das dort Sunilda, Shiros Schwester vor ihm stand. Und so viel Mitgefühl er in sich trug, so sehr er sich freute, so sher war ihm einfach danach sich um zu drehen und zu gehen. Würde ihm jemand nachrufen? Ihm Nachlaufen und sagen das er nicht gehen solle? Oder wenigstens einen Gedanken ihm widmen? Zweifel und Angst legten sich um sein Herz, das nicht wieder einen Teil, ja einen so wichtigen Teil, seiner Familie verlieren wollte. Sie hatten so viel zusammen erlebt. Den ganzen Kontinent hatten sie bereist. Er hatte das Elfekind aufgezogen und erzogen. Es war eine Tochter und Gefährtin für ihn geworden. Schon das eine Jahr damals, als sich ihre Wege getrennt hatten, hatten ihn grießgrämig werden lassen, was würde jetzt wohl geschehen?
Da wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als Siro ihn erwähnte. Jyvindar ging auf ein Knie herunter um mit dem Kind auf augenhöhe zu sein. Er sah das Kind ein scheinbare Ewigkeit an. " Du hast den gleichen neugierigen glanz in den Augen wie Shiro damals." sagte der magier mit einem sanftmütigem lächeln.

Jyvindar erhob sich wieder und sah in die Richtung in die die Bestie verschwunden war. " Du hast recht. Wir sollten uns beeilen, bevor die Spuren verschwinden." dabei dachte er an Shiros Spurenleser Fähigkeiten. Er selbst hatte nie Ahnung oder Talent für so etwas gehabt, also mussten sie sich jetzt auf Shiro verlassen, die hoffentlich gut genug im Spurenlesen war.
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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Sunilda » Di, 19. Nov 2013 19:01

All die Geschehnisse die innerhalb kürzester Zeit geschehen waren, verwirrten sie ziemlich. Diese Elfe vor ihr sagte ihr, dass sie eine kleine Schwester hatte die Sunilda d' Antelle hieß und wie ihr Ebenbild war. Und sie war sich nicht sicher und dann wieder doch. Da wurde der Elf an ihrer Seite erwähnt und sie musterte den Elfenmann. Sie hatte seit ihrer Verschleppung und dann die Reise mit Wittiko lange keinen Elfen mehr gesehen der in ihren Augen jung war. Der alte Elf bei dem sie untergekommen waren, war in ihren Augen alt sehr alt und da sprach der Elf schon zu ihr und sie sah ihn mit festem Blick an. Das er sich hinkniete um mit ihr auf Augenhöhe zu sein, kam ihr nur Recht. Mit dem Wissen, das Wittiko eingreifen würde, hielt sie dem Blick von dem Elf ruhig stand. Auch als die Situation sich in die Ewigkeit zog. Da erhob er die Stimme und erklärte ihr dass sie den gleichen Neugierigen Blick aufwieß wie Shiro damals. Ein kurzes lächeln zeigte sich, das verflog aber sofort wieder. Sie wollte sich nicht sofort öffnen. Es reichte wenn Wittiko sie wirklich kannte.

Dass Shiro und der Elfenmann sich aufrichtete und in die Richtung sah wo das Biest verschwunden war, holte sie wieder in die Wirklichkeit zurück. Sie fröstelte mit einem Male und wickelte ihre dünnen Arme um ihre Schultern. * "Wir sollten uns beeilen." *murmelte sie und sah zu Wittiko hoch.* "Werden wir das Biest überhaupt erlegen können? Es ist stark...vielleicht zu stark für uns" *sagte sie *" Wir sollten uns überlegen ob wir es nicht in eine Bodenfalle locken und mit Pfählen aufspießen" *meinte sie so trocken wie ein Kind das langsam zu verstehen beginnt, was es heißt zu Kämpfen und zu töten. Dass sie früher mehr geflohen war, lag an ihrer kindlichen Naivität, doch diese war mit all den Erfahrungen gewichen und der Ernst der jeden einholt wenn die Seele einen Knacks bekommt, war eingekehrt. Sie streckte sich und nickte, so als würde sie ihre Idee gut finden. Was die anderen sagen würden?

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Re: Das Untier vor den Toren Norr Bharraks

Beitrag von Wittiko » Mi, 20. Nov 2013 8:41

Klar. Wie sollte man auch beweisen das jemand seine Schwester war? War nicht einfach. Dann musste man eben doch ein wenig Vertrauen haben. Doch Wittiko hatte immernoch kein schlechtes Gefühl bei den Beiden, und seiner intuition konnte er in der Regel vertrauen. Man konnte es Jägerinstinkt nennen. Suni war wohl immernoch unsicher, was Wittiko durchaus verstehen konnte. Schließlich war das alles ziemlich viel für einen Tag.
" Gut. Dann sollten wir uns beeilen." sagte der Hüne selbstverständlich. Sie hatten Suni und ihm geholfen, dann war es nur natürlich das sie jetzt ihrerseits halfen. Wittiko kniete sich in den Schnee und besah sich die Spuren. " Ich glaube, die kann ich verfolgen." meinte der Nordmann.
Was Sunilda sagte würde nicht klappen, da war sich Wittiko sicher: " Ich halte das für keine gute idee, Suni. Erstens ist es schwer oder wohl eher gefährlich so ein Wesen in eine Grube zu locken. Denn wir bräuchten einen Lockvogel. Und zweitens wird es uns wohl noch nichtmal gelingen durch den gefrohrenen Boden zu brechen." Wittiko stand auf. " Das vieh ist da lang," und er streckte den Arm aus in die Richtung in die die Spur führte:" Suni, kannst du noch? Oder willst du auf meinen Rücken?" fragte Wittiko wie üblich. Schon oft hatte er die kleine Huckepack getragen wenn sie nicht mehr konnte. Ihn kostete das nicht viel mühe, und bei dem Schnee waren sie so wohl schneller.
Dann nickte er den anderen nochmal zu und begann los zu schreiten. Den genauen Plan konnten sie schließlich noch auf dem Weg besprechen.

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