Vor den Toren Berrak Asrar

Lebensfeindliches Land unter glühender Sonne am Tage und dem eisigen Mondlicht in der Nacht...
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Sarantuya
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Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » So, 30. Nov 2014 15:29

kommend von: Unter der schwarzen Flagge:

*Der Hafen war schon im hektischen Betrieb untergegangen. Sarantuya stand anfänglich verloren im Gewühl und versuchte sich zu orientieren. Doch der Versuch war eine Herausforderung denn es gab überall Leute, Häuser und Pferde. Auch Lasttiere oder Verkaufsräume waren hier zu sehen. Ohne das sie es wollte wurde sie mit der Masse vorangetrieben und befand sich kurze Zeit später in einer gepflasterten Straße wieder. Der Geruch hier war intensiv und Sarantuya rümpfte die Nase. Es roch nach allem möglichen nur nicht frisch. Hastig ging sie weiter und entschied nicht hier zu bleiben. Sie wollte fort von der stinkigen Gasse und den vielen Menschen. So ging sie weiter ins Innere der Stadt und suchte sich ein Gasthaus in dem sie übernachten und speisen konnte. Sie entdeckte ein kleines unscheinbares Gasthaus und mietete sich für eine Nacht ein.
Den restlichen Tag verbrachte sie mit Häuser und Gassen anschauen, beobachtete Personen und die Wachen. Als sich der Tag dem Ende neigte, bezog sie ihr Zimmer und schlief auch direkt ein. Es war eine Wohltat in einem richtigen Bett zu schlafen und nicht auf einer kleinen schmalen und wackelnden Kajüte. Sie schlief tief und lange. Traumlos war ihr Schlaf und ohne Zwischenfälle.
Die junge Steppenreiterin erwachte mitten am Tage. Sie brauchte etwas bis sie Begriff wo sie tatsächlich war. Erleichtert ließ sie ihren Atem laut aus ihren Lungen entweichen und setzte sich auf. Es war etwas frostig im Zimmer als sie sich aus dem Bett schälte. Anschließend wusch sie sich und zog ihre Kleidung wieder an. Erst danach schaute sie aus dem Fenster und verließ ihr Zimmer um zu frühstücken.
Nach dem Frühstück bezahlte sie mit dem Geld was sie durch die Schiffsreise bekommen hatte und machte sich auf den Weg nach Westen.

Sie wanderte aus der Stadt an der Küste entlang. Ab und zu hielt sie am es war ihr als wäre jemand unter ihr der ihr auflauerte. Doch sie sah niemanden. Ihre Unruhe trieb sie weiter und bescherte ihr das sie sich immer wieder umsah. Niemand! Ihr Verstand drohte ihr zu entgleisen, sie hörte doch immer wieder jemand.
So vergingen etliche Tage und Nächte in denen sie in Richtung Westen zog. Bis Sie endlich Gewissheit hatte, sie wurde verfolgt. Als die Verfolger kapierten warum die Frau schneller wurde waren schon eine größere Lücke, zwischen Ihnen und der jungen Frau. Und die Verfolgung begann hastiger und schneller zu werden. Sogar Nachts ging die Hetzjagd weiter, um die junge Frau zu zermürben. Und der Plan ging langsam aber sicher auf. Immer wieder stolperte die Steppenreiterin und fiel. Doch siegte ihr Wille zum Überleben und sie ging oder rannte weiter. Mit Schlaf konnte sie nicht rechnen. Den die Männer Gruppe war ihr im Nacken.

Die Jagd ging schon mehrere Wochen bis die Entfernung so gering war, dass die Männer sie mit einer Finte überlisten konnten und es zu einem Kampf kam um die Freiheit ging. Der Kampf war blutig und von Agressionen geprägt. Selbst die Jäger und Verfolger waren am Ende ihrer Kräfte. Jeder war müde und kaputt von der Verfolgung. Doch wollten die Männer es endlich hinter sich bringen und Sarantuya gefangen nehmen, damit sie ihr Gold bekamen. Doch die Steppenreiterin machte es Ihnen nicht leicht. Von den 15 Verfolgern schickte sie 4 in die ewigen Jagdgründe und 4 weiteren bescherte sie Knochenbrüche, 2 eine blutige Nase und Bissspuren. Doch je länger der Kampf dauerte, desto mehr Fehler machte sie und nach weiteren Minuten war sie am Boden und gefesselt und mit blauem Auge. Sowie Knebel da sie zwei gebissen hatte. Die Männer jubelten, grölten und setzten ihre Reise weiter fort, mit Sarantuya an einem längeren Seil im Schlepptau.
Die Gruppe machte wenig Rast und haben so ihren Tieren als auch ihrer Gefangenen kaum Erholungspause. Gnadenlos wurde sie weiter gezogen, wenn sie stolperte und fiel. Bald kamen die ersten Anzeichen einer größeren Siedlung in Sicht. Der Geruch von ihr drang bald herüber. Es war Berrak Asrar. Hoffnung keimte in der Reiterin auf. Doch noch waren die zu vorsichtig mit ihr. Die nächste Rast war östlich von Berrak Asrar an einem Ort, der nicht hätte unfreundlicher sein können. Geröll, Staub und nirgends ein Hauch von Leben. Die Gefangene rümpfte die Nase, doch auch das war eine Kraftanstrengung. Das sie schnell sein lies. Als die ersten johlenden Männer am Lager saßen, begann Sarantuya sich umzusehen. Ihr Pferd hatten sie auch dabei das sah sie bei den anderen Pferden stehen. Ihr Blick ging zurück zum Feuer, der Alkohol wirkte langsam und das Johlen wurde lauter. Und endete mit Schnarchen der Männer. Die Wachen für das Lager unterhielten sich. Dabei achteten sie gar nicht auf ihre Gefangene. Diese begann sich zu einem kleinen Stein, die im Boden steckten hinzu robben. Zum Glück ist er scharfkantig genug dachte sie und rutschte so unauffällig wie möglich an den Stein heran. Als sie nahe genug war, legte sie sich nieder so als wolle sie schlafen und versuchte die Hand fesseln dadurch zu zerstören. Es dauerte bis die ersten Fäden sich trennten, dich dadurch fasste sie neuen Mut und bewegte die Hände weiter. Langsam trennte sich das Seil in zwei Hälften und als sie frei war, rannte sie mir neuer Kraft zu ihrem Pferd, knotete das Seil auf und saß auf. Sobald sie oben hing, gab sie ihrem Pferd den stummen Befehl loszureiten. Ihr Pferd gehorchte und stob mit einem Satz davon. Erst das bekamen die Männer mit, riefen durcheinander und weckten die anderen. 2 Männer rannten ihr nach zwei schickten Pfeile nach und die anderen saßen behende auf und folgten ihr.
Die Flucht hielt den kompletten Tag an. Erst als die Sonne sich gen Horizont neigte, geriet Sarantuya in ein weniger Gebiet, dass eine Wüste aus Stein und Sand dar stellte. So einen Ort hätte sie unter anderen Umständen gänzlich gemieden. Doch ihre Flucht ließ ihr keine andere Wahl. Trotz dieser seltsamen Umgebung wurden die Verfolger sichtbar langsamer. Warum? das konnte sie sich nicht wirklich erklären. Dennoch spornte das Sarantuya nochmals an und so versuchte sie den letzten Rest an Energie aus ihrem Pferd herauszuholen. Dieses hatte schon schweißnasses Fell an der Brust, dem Hals und den Vorderbeinen. Doch die Steppenreiterin wurde erst langsamer, als sie keinen Verfolger mehr sah und hörte. Danach erst entschied sie sich eine Pause zu gönnen und suchte die Gegend nach einem Versteck ab. Was sich allerdings als äußert schwierig gestaltete. Würde sie rechtzeitig ein Versteck finden? Abgesehen davon hatte sie nicht wirklich Lust in eine größere Stadt zu gelangen. Dort waren ihre Chancen auf Flucht noch geringer als hier draußen, in der Fremde.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mo, 01. Dez 2014 16:47

Wenn es eines gab das er noch mehr hasste als die Mächte der Finsternis mit all ihren Kreaturen dann war es Sand. Sand, ja Sand, er war einfach überall, außerhalb und innerhalb seiner Rüstung aber auch in seinen Stiefeln und ja sogar in seiner Unterwäsche. Wie zum Geier der da hin kam war ihm ein Rätsel, unmöglich war das aber auch nicht, war der letzte Sandsturm noch nicht solange her. Welcher auch der Grund war warum er einmal mehr die Orientierung in diesen unwirklichen Landen verloren hatte. Alles sah hier irgendwie gleich aus, richtige Straßen waren daher entweder nicht zuerkennen oder halt gar nicht erst vorhanden. Sich nach der Sonne zurichten erwies sich ebenfalls als schwierig da sie wann immer man zum Himmel blickte einfach unentwegt brannte und seinen Augen immense Schmerzen zufügte. In der Nacht war es da schon einfacher, sowohl zu wandern als auch sich an den Himmelskörpern zu orientieren. Weshalb er sich verständlicherweise auch nur des Nachts aus seinen verstecken wagte um sich fort zu bewegen. Das Problem hierbei war nur das er die Sternbilder die er sah nicht kannte, wobei er sich auch nicht anmaßen würde zu behaupten jemals lange genug den Nachthimmel in seiner Heimat beobachtet zu haben als das er wüsste was wie, wann und wo zu sehen war. Seine Heimatlande waren dies hier aber ganz gewiss nicht, da war er sich sicher, nur wo war er hier? Er hätte sich doch mehr mit den Bewohnern des letzten Ortes unterhalten sollen, wobei die auch nicht zu wissen schienen wo er denn genau hin wollte. Das es irgendwo im Nordosten war schien dabei nicht weiter zu helfen sonst wäre er jetzt nicht hier... oder er war halt irgendwann irgendwie wieder im Kreis gelaufen...

Es wurde langsam wieder dunkler als er sich langsam aber sicher wieder auf den Weg in die Richtung machte die er für die richtige hielt, irgendwo würde er schließlich schon ankommen. Das er hierbei auf kurz oder lang auch auf jemanden treffen würde war normal, warum dieser jemand aber sowohl eine Frau, noch dazu eine hübsche sowie was noch schlimmer war auch noch eine reitende war verstand er nun wirklich nicht. War aber wohl mal wieder der sprichwörtliche Wink des Schicksals mit dem Zaunpfahl. Bei dieser verheerenden Kombination würde ihm nämlich des öfteren weich in den Knien. Doch Augen zu und durch war die Devise nach der er lebte, bisher schien die Frau ihn auch nicht entdeckt zu haben da sie ihren blick mehr hinter als vor sich richtete, den Grund hierfür kannte er nicht aber war ja auch nicht seine Sache. Die Frage die sich nun aber stellte war wie sollte er das Gespräch beginnen, er entschied sich für das einfachste und naheliegenste. Er kam langsam auf die Frau mit ihrem wohl doch leicht entkräfteten Reittier zu. Was bedeutet das sie wohl schon länger und vor allem sehr schnell unterwegs war, denn das Tier schien augenscheinlich nicht verletzt und die Frau auch alles andere als schwer zu sein. Als er bemerkt wurde hob er seine recht Hand leicht an, wie zu einem kleinen begrüßenden Winker. In respektvollem Abstand zu beiden blieb er stehen und überlegte abermals was er denn nun sagen sollte, wollte er doch weder unhöflich noch zu freundlich sein, das eine sorgte für Unmut das andere würde ihn vielleicht verdächtig machen. Zumal er glaubte von der Frau sowieso schon skeptisch beäugt zu werden, bei seiner Monteur wohl auch nicht weiter verwunderlich, daran hatte er sich aber bereits gewöhnt. »Osten, wo?« Tja nicht unbedingt preis verdächtig dieser "Satz" aber heh er war kurz, prägnant und traf den Nagel vollends auf den Kopf, schließlich wollte er genau da hin. Woher sollte er auch wissen das er gerade aus dieser Richtung kam und daher diese Frage doch ein klein wenig seltsam, wenn nicht sogar skurril wirken würde!?

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mo, 01. Dez 2014 19:11

Das der Sand sich in jede Falte und Öffnung schob, bemerkte sie schnell. Bei ihrer hastigen Flucht, war ihr dieses Übel nicht erspart geblieben. Sie hustete hin und wieder um dem aufgewirbelten Staub, aus ihrer Lunge zu befördern. Ihre Haut war zwar dunkler als manch andere, doch auch diese Sonne hier, brannte unaufhörlich und sie wusste, das wenn sie keine Abdeckung fand, dass sie verbrannte Haut haben würde. Ihre Lippen waren schon spröde genug und mit jedem Lecken darüber wurde es schlimmer. Bald sahen ihre Lippen aus wie Schmirgelpapier. Sie betete inständig, dass sie bald eine Höhle oder etwas Schatten erreichte.

So trottete das Pferd mal mehr, mal weniger schnell durch diese sandige Gegend. Nicht mal ihre Feinde waren am Horizont zu sehen. Sie musste sie hier irgendwo abgehängt oder verloren haben. Doch sie glaubte nicht daran. Irgendwas war hier oberfaul. Sie musste auf der Hut sein. Sie hing Zeitweise ermattet von der heisen Sonne auf dem Pferd, als sie die Verfolger erneut auftauchen sah. Sofort ritt sie schneller um einfach eine größere Entfernung zwischen sich zu bringen. Doch im Sand war das eine fast unlösbare Aufgabe, mit einem müden Pferd. Sie wusste instinktiv, das ihr Pferd noch Kraft reserven hatte. Diese musste sie aber gut einteilen. Wer weiß wann sie aus dieser Sonnenhölle hinaus kam? Sie konnte sich dank ihrer frühreren Jagdstrategien und ihrer Kindheit gut Orientieren auch wenn die massive Sonnenstrahlung, es erschwerte. Die Steppenreiterin wollte in keine Stadt. Sie war ihr zu wider, zu laut. Sie mochte lieber in der Natur sein, bei Bäumen und Flüssen. Dieser Sand konnte sie auch getrost hinter sich lassen, wenn es nach ihr Ginge. Ihr Blick huschte immer wieder hinter sich, sie hatte Angst, das ihre Verfolger sie überraschend einholen würden. Doch diese Wüste würde, es auch den Verfolgern schwer machen. Sie ließ ihren Blick über den Horizont schweifen, als sie einen Schatten auf dem Sand daher laufen sah. Die Luft flimmerte und erschwerte eine Klare Sicht auf die Person. Doch ihr Pferd hielt direkt darauf zu und bald erkannte sie einen Mann, der seine Hand kurz an hob. Sie ließ ihren Blick starr auf ihm liegen. Es war ihr nicht geheuer, hier jemanden anzutreffen, noch dazu in einer silbernen, glänzenden Anzug oder was auch immer das sein sollte. Sie verstand nicht, dass das bequem sein konnte. Sie musterte den Mann, er wirkte etwas orientierungslos. Er passte nicht in diese Wüste. Sie zog an den Zügeln und hielt an.

Als er sein Mund öffnete und sie die kurze aber klare Frage hörte, stutzte sie. Sie verstand seinen Dialekt kaum. Siie hatte zwar auf einem Schiff gearbeitet und hatte so manch Kauderwelsch an ihren Ohren dringen lassen. Doch das war wieder ein anderer Dialekt und Aussprache. Sie beäugte den Mann und versuchte seine Worte zusammen zu reimen. " Osten??" *wiederholte sie unsicher und als sie seine Körperhaltung sah, verschränkte sie die Arme. "Osten ist wo Ihr herkamt!" antwortete sie und sah wieder hin sicher da sie das Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Doch hinter ihr war außer Sand nichts.. Sie seufzte und spürte wie ihre Anspannung wuchs. Sie musste schnell handeln, wenn die Verfolger noch da waren, wären sie bald bei Ihnen. "Wenn Ihr nach Osten wollt, dreht um!" sprach sie und deutete in die Richtung aus die er kam. Sie wusste nicht ob er sie verstand. Doch als die Verfolger mit einem Male auftauchten. Geriet sie doch etwas in Panik. Sie sah nach hinten und dann nach Osten. Sie wollte nur fort von den Männern und ihren Verfolgern. "Helft mir" *bat sie und sah den Fremden an. Normalerweise, bat sie keinen Fremden um Hilfe, doch diese Metallene Hülle sah stabil aus. Sie deutete hinter sich und hoffte der Mann würde ihre Gesten verstehen. Sie wurde zu sehend nervöser auf ihrem Pferd. Auch das Pferd tänzelte unruhig. Doch noch hielt sie es mit ihren Händen und ihren Beinen im Zaun. "Helft mir und ich helfe euch!" sprach sie und sah abermals hinter sich. Entweder sie ritt jetzt davon oder musste erneut kämpfen. Mit jeder Sekunde die sie hier mit dem Mann verbrachte desto näher kamen ihre Verfolger.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Mo, 01. Dez 2014 21:17

Er bekam auf seine Frage eine Antwort aber eine die ihn alles andere als gefiel, stellte sie ihn doch als totalen Idioten bloß. Mehr mit sich selbst redend als zu der Fremden, drehte er sich daher nach hinten um sah seine eigenen abdrücke im Sand und konnte es wirklich nicht fassen das in die vollkommen falsche Richtung lief. »Das kann doch nicht wahr sein...« Hätte er seinen Topfhelm nicht aufgehabt, so hätte er sich bei dieser aussage wohl am Kopf gekratzt, so wirkte diese dennoch ausgeführte Geste aber recht sonderbar. Er wandte sich erst wieder der Fremden zu als diese ihn um Hilfe ersuchte.

Es wurde langsam aber sicher dunkel, die Sonne würde schon bald ihr letzten Strahlen versenden und dann zumindest für heute endlich verschwinden. Was eine wahre Wohltat für seine überanstrengten Augen wäre aber schon jetzt sah er besser als es noch vor ein paar Minuten der Fall war. Es war nicht so verschwommen wie sonst sondern wesentlich klarer. So konnte er deutlich drei Verfolger sehen, doch ungeachtet der Gegend, in welcher sie sich befanden, war das wohl nur die Spitze des Eisberges. Die Verfolger erklärten auch warum sie sich immer um blickte und ihr Pferd so ausgepowert wirkte und schlussendlich auch warum sie um Hilfe ersuchte. Die Frage weshalb sie verfolgt wurde, wer hier im recht und wer im unrecht war stellte sich jedoch nicht, denn anders als sie wirkten die Verfolger auf den ersten Blick schon alles andere als Vertrauen erweckend. Weshalb er ohne etwas zusagen auch auf diese zugegangen war. Somit stellte er sich offen zwischen die Frau und das Gesindel welches ihr nach setzte.

»Aus dem Weg das hier ist nicht eure Sache!« Der Reiter der dies ausgesprochen hatte wirkte mit Augenklappe, dem Kopftuch/Turbandingens sowie seiner restlichen Kleidung wie ein billiger Abklatsch eines Wüstenpiraten... wenn es so etwas überhaupt gab!? Jedenfalls war nun vollends sicher das er und seine "Freunde" nichts gutes im Schilde führten, da die anderen beiden noch weitaus schmierige und verschlagener aussahen als er. Auch die Tatsache wie schnell sie ihre Waffen gezogen hatten verbesserte nicht seine Meinung über diese. »Wenn Gesindel wie ihr eine unschuldige verfolgt, dann macht ihr es zu meiner Sache!« »Was war das? Wie nennst du uns Drecksack?« Der Anführer stieg hierbei von seinem Pferd, zog als letzter seinen Krumsäbel und stürmte auf Thomas zu. Dieser wich aus und verpasste ihn mit seiner metallenen rechten einen Handkantenschlag ins Genick, was diesen ausknockte. Es hätte auf stabilen Boden besser ausgesehen, aber hier auf Sand wirkte das Manöver zwar gekonnt aber dennoch irgendwie ungelenk. Die anderen beiden schienen dennoch aufgrund dieser Aktion beeindruckt und gleichsam unschlüssig zu sein was sie nun tun sollten. Er wollte es den zweien daher leicht machen und zog seinen Anderthalbhänder. Womit er nun dankt seiner Statur, seiner Rüstung nun erst recht bedrohlich wirkte. Zumal er hier auch gerade der am besten gerüstete war. »Wer will als nächstes?« Die Antwort kam prompt, die beiden verschwanden ebenso schnell wie sie gekommen waren, nahmen aber noch das Pferd ihres Kumpanen mit. Welchen sie somit einfach zurück liesen, ehrloses Gesindel halt.

Das Schwert wieder zurück in die Scheide auf seinem Rücken steckend, drehte er sich wieder zu der Fremden um. Er hätte jetzt vieles sagen können, sie einfühlsam nach ihren werten befinden fragen, sie aufmunterte oder: »Keine Angst die kommen schon sehr bald mit Verstärkung wieder!« genau das sagen. Die lange Zeit des alleine reisens hatte ihn wirklich etwas abgestumpft und das auch noch in so einem Maße das er es nicht einmal bemerkte wie sehr. Doch ob nun bewusst oder unbewusst, sein Herz verlangte da nach mehr, nach einer kleinen aber in dieser Region dennoch großen Geste. So griff er nach der Wasserflasche des im Sande liegenden Delinquenten und warf diese der Frau zu. Augenscheinlich schien nämlich sowohl sie als auch ihr Reittier Durst zu verstehen. Wenn diese wüssten was Durst zu haben hies, was er gerade wieder für einen immensen drang verspürte, als er den bewusstlosen weiter durchsuchte hätten sie sich bestimmt aus den staube gemacht und er hätte seinen Durst stillen können... So aber nahm er nur ein paar Kupfermünzen ihn unbekannter Währung und eine andere Trinkflasche, wohl gefüllt mit etwas hochprozentigeren als Wasser an sich.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Mi, 03. Dez 2014 19:14

Das sie wohl Recht hatte mit der Richtung und er sich umdrehte und zurück sah, war die eine Sache. Die andere war, dass er doch recht überrascht aussah. So als hätte er etwas anderes geglaubt. Sie musste trotz der heiklen Situation etwas schmunzeln. Auf ihre Bitte ihr zu helfen reagierte er sofort, studierte die herannahenden Verfolger und tat etwas womit sie nicht gerechnet hatte.

Sie hatte mit vielem gerechnet, nur nicht damit das er ihr half. Als er auf die Verfolger zu lief und sich vor sie stellte, konnte sie es kaum glauben. Ungläubig, sah sie der Situation zu und Hoffnung keimte in ihr auf. Sie spürte die Erleichterung für ein paar Stunden oder sogar für immer Ruhe vor diesen Leuten zu haben. Der Kampf der kurz darauf entbrannte, verfolgte sie faszniert. Der Mann wusste wie er sich bewegen musste in dieser Kiste in die er steckte. Hatte sie doch geglaubt, es sei total unbequem und starr. Sie zog die Stirn kraus, als er den Anführer mit einem Schlag K.o schlug. Mit dem darf ich mich nicht anlegen dachte sie für sich und beobachtete wie er sich trotz des Sandes und der noch andauerenden Hitze agil und behende bewegte. Auch wenn seine Drehung etwas scheps aussah. Sie beobachtete die Verfolger, wie sie den Weg zurück antraten. Sie sah ihnen lange nach und reagierte erst als diese nur noch ein kleiner Fleck am Horizont waren. Das der Fremde mit ihr gesprochen hatte, hatte ihr Gehirn zwar registriert doch ihre Dehydrierung und die schlaflosen kräftezerrenden Nächte zuvor, forderten ihren Tribut. Sie blinzelte, wie als wäre sie gerade erwacht "Wie ich..ja.." stotterte sie planlos und dachte nach was er gesagt haben könnte. "Ich hoffe nicht" fügte sie hinzu, als sie in ihren Kurzeitgedächtnis jenen Satz wieder den er zuvor zu ihr gesprochen hatte. Als er ihr die Wasserflasche zu warf, fing sie diese mehr schlecht als recht Aber sie hielt sie schluss endlich in ihren Händen und trank sofort los. Alle guten Vorsätze waren dahin und sie leerte die Flasche in einem Zuge. Dafür nahm sie Bauchschmerzen hinkauf. Als sie die Flasche ausgetrunken hatte, sah sie den großen Mann an "Hmm ich " begann sie. Sie hasste es sich zu entschuldigen. Doch hier wäre es wohl angebracht um einfach soziale Geflogenheiten zu beachten "Entschuldigt..ich war durstig" durchbrach sie die Stille die zwischen Ihnen entstanden war und hängte die Flasche an ihren Sattel. Erneut musterte sie ihn. Wohin sollte sie jetzt? dachte sie für sich "Wohin müsst ihr?" fragte sie ihren Retter und sah fragend aus. Doch je länger sie still hielt, desto unruhiger wurde ihr Pferd. Ihr Pferd brauchte Schlaf, Ruhe und sie musste es trocken rubbeln. Es tänzelte leicht, schnaubte und sie tätschelte es sanft. Es sah nach einer gut gemeinten Bewegung aus, endete aber damit dass sie ihre Hand nach 2 Tätschlern sinken lies. Auch sie war am Ende ihrer Kraft. "Habt ihr auf eurem Weg eine Höhle oder ähnliches gesehen? "fragte sie ihn und in Gedanken hoffte sie es. Während sie auf seine Antwort wartete, leckte sie sich über die Lippen, was ein Fehler war denn sofort, rissen sie nochmehr auf und brannten höllisch. Entweder waren sie verbrannt durch die Sonne oder es war Sand reingekommen ode beides. Sie wäre gerne hier und jetzt sofort auf den Boden gesunken und hätte geschlafen. Doch der Fremde war bei ihr. Und so ungern sie es zugab, er hatte sie gerettet und sie war ihm etwas schuldig, genervt über diese Erkenntnis, sah sie finster drein. "Wenn ihr jetzt verlangt das ich euch entschädige, ich habe nichts bei mir" murmelte sie und zuckte die Schultern "Ich kann sie jediglich nach Osten führen" schlug sie vor, dabei legte sich ihr Blick erneut auf ihn, als sie die Umgebung gemustert hatte, ob nicht doch noch eine kleine Gruppe Verfolger auftauchten.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Fr, 05. Dez 2014 10:13

Immer noch in die Richtung starrend die er für Osten gehalten hatte fragte er sich ob er der Frau überhaupt trauen sollte. Doch wieso sollte sie ihn was die Richtung angeht anlügen? Was hätte sie davon? Nichts das Sinn ergab jedenfalls, zudem brauchte sie ihn derzeit wohl mehr als er sie, anderseits wenn er wirklich nach Westen statt nach Osten ging, dann war er es der ihre Hilfe brauchte. »Ein verlassenes Lager, vielleicht eine halbe Stunde!« Hierbei zeigte er genau in die Richtung aus der er gekommen war, er hatte sich vor dem brennenden ja beinahe schon alles verzehrenden Lichte der Sonne, in einem der am besten erhaltenen Zelte versteckt. Das Lager selbst war wohl von Verbrechern wie jenen von denen die Frau verflogt wurde, wenn nicht sogar genau diesen, überfallen worden. Er hatte sich zwar über die augenscheinlichen Kampfspuren gewundert, aber weitere Anhaltspunkte nicht gefunden da der Überall wohl auch schon zulange her war, aber nun ergab auch das Sinn. Es waren demnach höchstwahrscheinlich nicht nur einfache Diebe und Plünderer, sondern Sklaventreiber die hinter ihr her waren. Ungemütliche Gegend, unfreundliche Lande...

Unfreundlich war gerade überhaupt das Wort der Stunde, da die Frau ihn beleidigte, bestimmt ohne die zu beabsichtigen. Entschädigen, als ob er ein dreckiger Söldner ohne Moral und Gewissen wäre. Er tat gutes um der Gerechtigkeit willen, nicht mehr und nicht weniger. Das dies nicht jeder so machte und damit eine Selbstverständlichkeit war, sollte selbst ihn eigentlich bewusst sein aber er vergaß diese Tatsache auch nur allzu gerne. Weshalb er ihr aufgrund ihrer aussage die Sache persönlicher nahm als sie es eigentlich war. Daher warf er ihr auch einen entsprechend ernsten wie finsteren blick zu, unnötig zu erwähnen das diese wegen seines Helmes davon freilich nichts mitbekam. Möglicherweise dann aber doch aufgrund seiner veränderten Stimmlage, welche nun sowohl trocken als auch harsch war. »Ich tue was richtig ist und daher keiner Entlohnung bedarf!« Unwirsch folgte er anschließend wieder seinen eignen Spuren im Sand, zu dem Punkt wo er ihr zum ersten mal gegenüber gestanden hatte und blickte dann wieder zurück zu ihr. »Kommt Ihr?« Womit er auch schon langsam aber sicher den gleichen Weg zurück nahm, welchen er erst vor kurzem gekommen war. Er war sich sicher das er hierbei beobachtet wurde, lies es sich aber nicht anmerken. Hatte die Fremde ihn etwa mit ihrem Verfolgungswahn angesteckt? Wohl kaum, vielmehr würde es sein wie er gesagt hatte, sie wurden mit Verstärkung zurückkehren. Es war nur eine Frage der Zeit und die große Frage wie viele es dann sein würden. Ein, zwei Dünen später war das heruntergekommene Lager dann auch schon deutlich sichtbar...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » So, 07. Dez 2014 13:24

Ihr kam es in der Wüste nicht mal seltsam vor, dass es ein Lager gab. Es war in ihren Augen sogar logisch und sinnvoll, was aber weniger sinnvoll für sie war, war die Tatsache, dass der Fremde mit dem seltsamen Anzug nicht schwitze oder einfach Tod umfiel. Wenn er immer diese Kleidung trug, musste es darin doch unerträglich heiss sein. Ihr jedenfalls, war unerträglich heis. Sie lechzte förmlich nach Kühle und Wasser. Doch das wenige Wasser was in den Trinkbehältern war, war nur ein Tropfen auf dem heisen Stein. Sie nahm sich vor, so schnell wie möglich aus dieser Sandwüste heraus zuwollen und dies auch als freie Frau zu schaffen. Ob der Mann ihr dabei helfen konnte war in ihren Augen noch fraglich. Er wusste zwar wo ein Lager war, aber wusste er auch den Weg heraus, ohne dass sie wieder den Sklavenhändlern in die Arme liefen? Vermutlich nicht. wenn er schon die Himmelsrichtungen verwechselte.
Sie bekam auch nicht mit, dass sie ihn durch ihre Wortwahl und die Aussage die darin verpackt war, beleidigt hatte. In ihrem Stamm ging nichts ohne eine Gegenleistung oder ein Tauschhandel einzufordern. So war man einfach sicher, dass man bei niemanden in der Schuld stand. Doch als der Mann mit sehr harscher und scharfer Stimme, ihr erklärte das er ihr einfach so half ohne Gegenleistung runzelte sie die Stirn. Eine Bewegung die ein Brennen verursachte, sie rieb sich über die Stirn um dem Brennen einhalt zu bieten, doch dies verschlimmerte die Situation nur und das Brennen wurde mit darüber reiben schlimmer. Dass sie einen Sonnenbrand hatte, konnte sie nicht ahnen. Auch das sie eher aussah wie Rot angemalt, entfiel ihr. Ihre Sinne waren noch immer angespannt, zu viel war passiert und zu viel würde noch passieren. Sie traute dem Mann nicht. Auch wenn er ihr augenscheinlich half. Sie studierte die Umgebung, doch niemand war zu sehen außer Sanddünen über Sanddünen. Die langsam aufwallende Kühle nahm ihr aufgeheizter Körper noch nicht war. Er würde noch einige Stunden brauchen und vor allem Flüssigkeit. Sie musste dringend mehr Wasser aufnehmen bzw. trinken. Sie spürte, dass dieser sandige Ort, wenn sie nicht bald heraus kommen würde, ihr Tod bedeuten würde. So viel Erfahrung hatte sie, dass sie wusste das ein Körper ohne Wasser und Nahrung nicht lange überleben konnte. Nicht in dieser Umgebung. Ihre Kleidung gab nicht viel Schutz um ihren Körper vor Überhitzung zu schonen. Sie sah dem Mann nach, wie er los lief. Trotz der glänzenden Kleidung bewegte er sich weiterhin elegant auf dem weichen Untergrund. Sie gab ihrem Pferd die Fersen, welches sich umgehend in Bewegung setzte und dem Mann nachtrottete. Es lies den Kopf hängen und schnaufte schwer. Soo dass sie nach 4 Schritten abstieg und das Pferd an den Zügeln führte. Sie lief hinter dem Mann versetzt gut 4 Meter entfernt. Eine Sicherheitsmaßnahme für sich und für ihn. Sie brauchte niemanden der ihr so nahe kam, das sie jeden Körpergeruch wahrnehmen konnte. Sie sah auf den Sand, auf seine Füße "Warum seid ihr hier?" fragte sie nach einiger Zeit der Stille. Sie wollte herausfinden was er hier trieb, was seine Beweggründe waren und warum er in die falsche Richtung lief. "Was ist euer Ziel?" war die nächste Frage die sie ihm stellte. Wer seinen möglichen Begleiter kannte, konnte die Beweggründe oder auch seine Gesinnung schneller erfahren, als wenn man nur schwieg. Und in so eine Situation wie sie sich gerade befand, war jeder der sie nicht sofort tötete oder misshandelte, ein Freund der ihrem Leben ein paar Stunden oder Tage mehr schenkte. Das der Helfer vor ihr, einen Dialekt hatte den sie kaum verstand ignorierte sie. Sie war auf diesen Mann angewiesen ob sie wollte oder nicht.

Ihr Blick rutschte über seine Figur hinauf zum Himmel. Der Himmel hatte sie in allen möglichen Farben getunkt und kündigte die Nacht an. Die Schatten wurden länger mit jedem Schritt den sie taten. Auch langsam schwand das Licht und als die Sonne zu 80% verschwunden war, war es noch warm. Der Boden unter ihren Füßen strahlte förmlich die Hitze ab. Weitere Minuten später kamen die ersten Anzeichen des Lagers in Sicht. Oder das was übrig war davon. Ein paar Holzstangen ragten auf im Sand, Tücher und Stoffe die mal ein Zelt darstellten waren vom Sand überzogen und standen nur zu einem Viertel da. Auch eine Kiste lag halb verdeckt im Sand. Je weiter sie kamen desto enger wurden die Trümmer des Lagers. Es musste einige Tage oder Wochen her sein, da der Sand hier schon viel verdeckt hatte.

Doch das Zelt was weitgehend intakt war, stand mitten im Lager, ein paar Löcher waren im Stoff doch diese konnten gut bleiben. Jedoch sollte sie die Stoffe die noch hier herum lagen einsammeln und eine Decke basteln. Ihr Instinkt sagte ihr, dass es kalt werden würde, sehr kalt. Sie lies ihr Pferd los, flüsterte ihm etwas in Ohr, streichelte es und ging dann los um Stoffe zu sammeln. Ihr Pferd blieb auf der Stelle stehen. Was entweder daherrührte, das es sehr gut trainiert und abgerichtet oder einfach nur am Ende seiner Kräfte war. Beides blieb unbeantwortet.

Die junge Frau lies sich vor einem Stoff nieder das halb vom Sand verdeckt war und griff danach und zog. Doch sofort schossen ihr Schmerzen in die Arme. Sie hatte keine Kraft. Nochmals zog sie daran, ächzte und gab es auf. "Helft mir bitte..ich brauche diesen Stoff für die Nacht." bat und erklärte sie dem Mann. Dabei sah sie auf kniensitzend zu ihm auf. Ob er auch eine Decke brauchte??? Wie wusste es nicht mal. Und Aktuell war ihr es auch egal, hauptsache sie bekam eine Decke die ihr halbwegs Wärme gab. Danach konnte sie sich weiter um den Fremden kümmern.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » So, 07. Dez 2014 18:49

»Ich war auf der Jagd nach Monstern, fand aber nur eine Unmenge an Verbrechern!« war seine Antwort auf die Frage der Fremden. Ein langer Satz für seine Verhältnisse, er hatte sowieso schon jetzt mit ihr, trotz der kurzen zeit ihrer Bekanntschaft, mehr Worte gewechselt als mit anderen in den letzten Wochen insgesamt. Im Lager angekommen blickte er sich ein weiteres mal um, es war aber genau in dem zustand in welchen er es verlassen hatte. Am Horizont glaubte er kurz einen Reiter im Widerschein der untergehenden Sonne zuerkennen, doch nicht einmal einen Augenaufschlag später war die Erscheinung auch schon wieder verschwunden. Einbildung? Möglich, aber dennoch unwahrscheinlich. Sie waren mit Sicherheit irgendwo da draußen und warteten, womöglich auf eine günstige Gelegenheit im Schutze der Dunkelheit!

Die Nacht und damit verbunden die Dunkelheit war ein zweischneidiges Schwert, einerseits war sie besonders in unwirklichen Regionen wie diesen eine wahre Wohltat für Körper und Geist. Da es wesentlich kühler als am Tage war konnte man sich hier besser fortbewegen als am Tage wo alles brannte und klebrig war vom Schweiß, weshalb jeder einzelne Schritt eine Quälerei darstellte. Besonders bei einer Monteur wie seiner war das von essentieller Bedeutung fühlte es sich im inneren, besonders in der prallen Mittagssonne, doch an wie in einem Backofen. Ebenso war die Nacht die Zeit der ruhe und des Friedens wo man sich sich normalerweise auch gemütlich bettete und sich mit seinem Geiste auf Wanderschaft begab. Bei ihm lief das schon eine ganze Zeit anders, nicht zuletzt auch deshalb weil er ein Wesen der Nacht war, dem die Sonne schon so schmerzen versuchte geschweige den noch in dieser Gegend. Auf der anderen Seite war die Nacht die Zeit für allerhand Zwielichtes Gesindel um ihre ahnungslosen Opfer zu überfallen, ebenso war die Wüsste auch nicht so tot wie viele vielleicht dachten, denn des nachts bewegte sich mehr als nur kleines Getier was hier und da bereits kreuchte und fleuchte. Es war daher eher ratsam sich nicht schutzlos zur ruhe zu begeben sondern vielmehr wenn möglich mobil zu bleiben.

Das er selbst trotz allem nun dieses eine mal nicht sehr weit kommen würde wurmte ihn daher schon etwas aber was sollte er tun? Die Frau einfach so ihrem Schicksal überlassen? Das würde er sich nie verzeihen können! Nach dem er ihr so ohne etwas dazu gesagt zu haben, beinahe wie selbstverständlich, bei der Beschaffung einer Decke geholfen hatte. Durchsuchte er einmal mehr das Lager, dass hatte er zwar schon einmal getan, nun aber unter ganz anderen Gesichtspunkten, so suchte er alles brauchbare an Holz zusammen und bildete daraus zwei Haufen, der größere war etwas abseits des kleineren. Welchen er noch mit etwas, dass er für Lampenöl hielt beträufelte und anschließend mit zwei Feuersteinen entfachte. Ein kleines Feuer das die fremde wärmen und ihnen allen Licht spenden würde. Das Problem hierbei war nur das somit auch ihre Feinde ganz genau wussten wo sie zu finden waren, sie machten es diesen also noch um ein vielfaches leichter. Anderseits gänzlich ohne Licht hatte selbst er Probleme ihre Gegner auszumachen, auch wenn im dunklen seine Augen mal ausnahmsweise nicht tränten, brannten oder schmerzten, so konnte er dennoch nur ganz normal sehen. Es hätte ihn wenigstens in dieser Hinsicht gefreut wenn die Geschichten aus über Vampire und deren Kräfte gestimmt hätten.

Als das Feuer so entfacht war und so vor sich hin brannte und hin und wieder knisterte und knackste nahm er einen der Stöcke vom anderen Stapel und begann etwas in den Sand zu malen. Etwas das er für eine Karte der Welt hielt, ein großer Künstler war er noch nie gewesen aber dennoch man konnte es mit Sicherheit erkennen wenn man wollte. Alles kannte er zudem auch nicht, schon gar nicht vom Namen oder sehen her, aber wie es so war vom hören sagen. Er machte dann ein X an die Stelle wo in seiner schlichten Darstellung die Nordreiche sein mussten. Anschließend kreiste er mit dem Stock etwas unschlüssig über die Karte und machte dann einen Punkt ungefähr im Zentrum dieses Gebildes. »Wir sind hier!?« Was wie eine Aussage klang war in Wahrheit jedoch eine Frage.
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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Do, 11. Dez 2014 18:36

Er war also auch ein Jäger schoss ihr sofort durch den Kopf, als er ihr erklärte, was er hier getan hatte. Das er dabei mehr Verbrecher gefunden und getötet hatte, war die andere Sache. In ihrem Inneren gestand sie sich ein, dass er in seinem Ansehen gestiegen war. Sie kannte zwar keine anderen Jäger aus anderen Landregionen, doch dieser schien kein guter zu sein. Wenn er die Himmelsrichtungen schon verwechselte? Das sie sich täuschte, dass er kein Jäger im eigentlichen Sinne, wie sie es sich dachte war, kam sie sich nicht auf den Schirm. Sie hatte den Reiter nicht gesehen. Sie hatte auch keinerlei andere Leute irgendwo gesehen. Doch instinktiv wusste sie, das die Verfolger irgendwo waren.

Und nur darauf lauerten sie zu ergreifen. Während ihr Retter seinen Gedanken nachhing, war sie selbst in Gedanken versunken. Hier draußen kannte sie sich kaum aus. Sie kannte die Tiere und deren Gefährlichkeit nicht und schon gar nicht wie angriffslustig sie sind. Und während er das Lager ebenfalls absuchte, fand sie nichts brauches. Jedenfalls in ihren Augen. Sie seufzt und schüttelte enttäuscht den Kopf. Ihr Magen knurrte, wie auf Bestätigung. Sie hatte nichtmal darauf wert gelegt, irgend ein Holz zu suchen. Doch der Mann in der Rüstung schien etwas anders im Sinn zu haben. Denn er kam mit jede Menge Holz zurück und stabeltle es. Sie beobachtete ihn erstmal einige Zeit lang, ehe sie zu ihrem Pferd ging und dieses näher heran führte, absattelte und an einem Stab in der Nähe festband. Danach setzte sie sich zu dem Feuer das er entfacht hatte. Die Wärme dessen war angenehm und eine Wohltat für ihren geschundenen Körper. Sie hielt ihre Hände an die Flammen. Und bewegte ihre Finger. Langsam fühlten sie sich nciht mehr so seltsam fremd an.

Da bemerkte sie wie ihr Retter, mit einem Stock etwas in den Sand ritzte. Ihre Augenbrauen gingen zusammen und sie beäugte sein Tun. Anfangs erkannte sie nicht sofort was er da tat, daher rutschte sie näher zu ihm und erkannte langsam was er da zeichnete. Es sollte wohl eine Art Karte da stellen. Sie kannte so etwas nur wenn sie die Taktik einer Herdenjagd ausmachten und diskutierten. Daher nickte sie bedächtig. Als er aber dann ein Kreuz machte und Wir sind hier!? sprach, sah sie überrascht, dann fragend. Ihre Lippen schürzten sich und sie machte seltsame Mimiken, während sie überlegte, was er ihr damit sagen wollte. Sie kannte nichts darum, woher auch? Sie kannte jedlich nur eine Stelle aus der sie gekommen war und das war Berrak Asrar. Sie selbst entnahm ihm kurzer Hand das Kreuz machte ein kleineres etwas weiter weg und sagte "Berrak Asrar ist hier! Wo wollt ihr hin?" fragte sie und zuckte dann mit den Schultern "Ich kenne mich sonst drum herum nicht aus. Ich komme nicht von hier. Die Händler haben mich hierher gebracht" erklärte sie ihm Achsel zuckend. Sie wusste nichtmal wo er hin wollte. Es war gut möglich das sie an seinem großen Kreuz waren oder doch an einer anderen Stelle. Sie sah ihn an, versuchte irgendwas von seinem Gesicht zu erkennen und deutete schluss endlich auf seinen Helm und schüttelte den Kopf. Sie wollte sich nicht zu sehr mit diesem Mann anfreunden. Er war Fremd. Er hatte ihr zwar geholfen, doch am Ende verfolgte er eigene Ziele und verkaufte sie am Ende noch selbst. Gegen Bares auf die Hand. Fremden wollte sie in ihrem jetzigen Zustand nicht vertrauen.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Fr, 12. Dez 2014 22:05

Berrak Asrar? Das sagte ihn mal so rein gar nichts, was sein leicht schräg liegender Kopf wohl auch über deutlich vermittelte. Selbiger oder vielmehr dessen Verhüllung, also sprich sein Topfhelm war der Frau aber wohl nicht so ganz geheuer. Diese, sowie andere Reaktionen waren für ihn jedoch nicht neues, er war diese blicke gewohnt. Daher machten sie ihm auch nichts aus, was ihn etwas ausmachen würde wäre wenn jemand sein verfluchtes, sein hässliches Antlitz von Angesicht zu Angesicht sehen würde. Schließlich war er ein leibhaftiges Monster, ein zum Leben verdammter! Gut dies alles war seine Ansicht, aber war dies nicht auch die einzige Sicht die wirklich zählte? Jene, also das Bild das man von sich selbst hatte!?

Nun sei es wie es sei, als er merkte das er wieder einmal nicht dort war wo er dachte, fluchte er innerlich und schien teilweise abwesend. Zu sich kam er erst in dem Moment als er aus den Augenwinkeln merkte das er diesem Ding... ihrem Reittier näher war als es ihm lieb war. Weshalb er sich auch umgehend etwas entfernte und sich von selbigen abwendete. Warum er sich in der unmittelbaren Umgebung dieser Wesen so unwohl fühlte wusste er selbst nicht, war er doch schließlich sonst so mutig. Wobei direkte Angst verspürte er nun auch nicht wirklich, Unbehagen traft es dann schon eher. Vielleicht ein Kindheitstrauma? Aus der Wiege oder gar vom Holzpferdchen gefallen, wer wusste das schon so genau, wirklich wichtig war das aber auch nicht. Schließlich zählte nur das hier und jetzt und in diesem hatten sie ein oder vielmehr drei Probleme. Gerade noch zurückgewichen schritt er jetzt wieder auf sie zu und beugte sich zu ihr herab um zu flüstern »Hinter euch sind... drei... nein vier Ratten.« Er hoffte inständig das sie verstand was er hiermit sagen wollte zumal sie bisher auch in keinster weise beschränkt auf ihn wirkte. »Die Nacht wird kalt, benötigt ihr noch eine Decke?« Sagte er anschließend wieder voll aufgerichtet und in normaler Lautstärke zu ihr.

Dies tat er, da er aufgrund seines eingeschränkten Sichtfeldes, bedingt durch seinen Helm, sich mehr drehen musste als andere und deshalb suchte er nach einen Vorwand sich um zudrehen ohne ihren Gegnern zu verraten das sie sie bereits entdeckt hatten. Es war schließlich von Vorteil wenn ihre Feinde annahmen das der Überraschungsmoment noch auf ihrer Seite war. Wer glaubte den Überraschungsmoment für sich nutzen können, war nämlich oftmals leichtsinnig. Er bezweifelte zudem auch stark das es wirklich nur vier waren, rein rechnerisch von ihrer jetzigen Aufstellung und dem daraus resultierenden Winkel ging er von mindestens acht Kontrahenten aus. Was selbst für ihn brenzlig werden wurde, da schon jetzt das Feuer die größte Lichtquelle in der Umgebung darstelle. Was wiederum bedeutete das sie gut gesehen werden konnten, aufgrund der vielen Versteck Möglichkeiten des alten Zeltlagers, sowie der Dünen, die genaue Position der Feinde aber nur zu erahnen war. Wenn diese mit Bögen oder sogar Armbrüsten bewaffnet waren würde es schwierig werden, zumal er ja auch noch die Fremde zu beschützen hatte und sich daher nicht so bewegen konnte wie er wollte.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Di, 16. Dez 2014 19:21

Sie stutze, er wusste nicht genau wo sie waren? Seine Kopfbewegung verriet ihr das. Sie fragte sich was er in diesem Moment dachte. Sein Helm verriet ihr rein gar nichts über seine Mimik. Das passte ihr gar nicht. Aber es war wohl eine Art Rüstung. Sie fragte sich auch, wie er nur mit diesem Sehschlitz gut sehen, geschweige den Kämpfen konnte. Sie nickte als er ihre Worte wiederholte "Ja Berrak Asrar..das sagten die Männer vorhin, als sie dachten ich schliefe." sprach sie und zuckte die Schultern. Sie sah ins Feuer und dachte nach. Darüber wie sie hier am besten fort kam und das ohne wieder gefangen genommen zu werden. Es war ihr nicht klar. Es erschien ihr hier eine Falle, eine Todesfalle. Diese Wüste und diese Hitze wo kaum Leben zu sehen oder erkennen war, machte es ihr fast unmöglich klar zu denken. Sie war schon Stunden unterwegs gewesen. Das er vor ihrem Pferd mehr als Respekt hatte, war noch nicht aufgefallen. Es war eher so das sie dachte, das er zu schwer sei für das Pferd. Noch schloss sie wegen sein Verhalten nicht darauf.

Als er aber zur ihr zurück kehrte und sich gefährlich nahe auf sie zu bewegte und Schluss endlich zu ihr beugte und ihr etwas von 3 oder 4 Ratten flüsterte, sah sie teilnahmslos ins Feuer und nickte auf seine anschließende Frage ob sie eine Decke bräuchte für die Nacht. "Ja eine Decke ist sinnvoll. " bejahte sie seine Frage und tat so als würde sie sich von ihrer Position aus umsehen nach einer Decke. Sie wollte nicht dass die Angreifer sie sofort entlarvten. Sie hatte nicht, gar nichts bei sich um sich zu wehren. Sie fluchte in Gedanken und fragte sie wie sie diese Situation überhaupt überleben sollte und konnte? Der Fremde Mann war in ihren Augen nicht bähende und wendig genug mit dieser Ausrüstung die er immer trug. Doch irgendwie schaffte er es, sich flüssig und ohne große Mühe zu bewegen. Sie fragte sich während sie ihre Möglichkeiten durchging, ob es hier irgendwo eine Art Waffe oder ähnliches gesehen hatte. Nahkampf? Dass hasste sie bis auf den Tod. Sie griff lieber aus der Ferne an, was ihre Stärke war. Doch ihr Bogen hatte sie bei den Sklavenhändlern zurück gelassen. Sie stand auf und ging auf eine kaputte Kiste in der Nähe von ihm zu, bog aber ab zu ihm und beugte sich rein zufällig zu einem Stofffetzen was hinter ihm auf einer Fahne steckte "Ich brauche eine Waffe!"flüsterte sie in seine Richtung, an sein Ohr. Sie hoffte er verstand was sie sagte. Danach zog sie den Stoff mit sich und begutachtete es. Mist! dachte sie "Nun wohl zu klein! Aber für anderes ist das Stück bestimmt gut!" Und nahm es mit zum Feuer. Während sie zurück ging, suchte sie die Gegend ab. Da! hatte sie nicht eine Bewegung wahr genommen, klein und kaum auffällig an der linken Sanddüne zu dem Mann??Sie war sich nicht sicher. Daher räusperte sie sich und setzte sich ans Feuer. Doch ihr Körper, war auf Angriff und Verteidigung schon eingestellt. Das Adrenalin schoss durch ihren Körper und machte ihre Sinne scharf für jegliche Geräusche und Bewegungen. Sie sah ins Feuer und hoffte, das sie noch Rechtzeitig einen Angriff erkennen konnte. Sie stand wieder auf und deutete auf eine der weiteren kaputten Zelte "Ich suche dort"meinte sie und ging parallel zu dem Feuer auf das erwähnte Zelt zu. Dort beugte sie sich über eine Holzkiste, die in trümmern lag, Ok das Holzbrett konnte sie als Waffe nutzen, wenn es so weit war dachte sie und zog das Brett schon über den noch warmen Sand zu sich und wühlte zeitgleich unter den Stoffbahnen. Während sie dort verharrte, hörte sie dank ihres geschulten Ohres das Schurren einer Sehne die in unmittelbarer Nähe zu ihr losgelassen wurde und als der Pfeil scharf an ihrem Kopf vorbei sauste und die Steppenreiterin sich unter dem Pfeil fort duckte, brach die Höhle los. Gleich 4 Angreifer schossen aus der Dunkelheit auf sie zu und schrien alle durcheinander. Sie waren mit Messern oder Schwertern bewaffnet. Doch während diese auf sie zu gerannt kamen und gleich 2 sich dem Mann widmeten, kamen Pfeile aus der Dunkelheit von Links und Rechts auf sie zu geflogen. Sarantuya trat zur Seite als ein weiterer Pfeil auf sie zukam und schrie leise auf. Er hatte ihren Arm erwischt. Doch der schnelle Blick von ihr genügte um zu erkennen, dass es mehr oder weniger eine Fleischwunde war. Da nahm sie eine Bewegung zu ihrer rechten war und sie fuhr herum, hüpfte zurück als der Mann ihr einen harten Schwert Schwinger von recht nach links verpassen wollte. Sie griff den Arm und drehte diesen einer Bewegung um sich selbst. Zeitgleich donnert sie ihm ihre andere Hand ins Gesicht, mehrmals und griff mit einer weiteren zu seinen Augen und versuchte sie zu stechen. Doch der Mann war schnell, er ächzte war unter ihren Schlägen aber taumelte nicht mal annähernd. Sie fluchte und bekam seitens von ihm einen Schlag ins Gesicht. Ihre Lippe platzte auf und sie war kurz davor ihm das Schwert zu lassen. Doch ihr Kampfgeist war erwacht. Und sie packte seinen Daumen und drehte ihn so gut sie konnte, das langte und der Mann lies sein Schwert los. Sie gab dem Mann darauf hin einen tritt, der taumelte nach vorne und erneut folg ein Pfeil. Zum Glück waren es immer nur einzelne Pfeile, dachte sie und versuchte während sie sich bückte um das Schwert aufzunehmen, die Bogenschützen auszumachen. Während sie das tat, spürte sie einen scharfen Schmerzen am Oberschenkel und sie schrie auf, hielt sich das Bein und fiel seitlich. Sie wollte das verletzte Bein nicht auch noch mit Sand verschmutzen. Was wohl in ihrer Lage, eher idiotisch war. Doch sie tat es. Sie fiel, rollte herum und sah wie ein neuer Angreifer das große Messer zum finalen Stich ansetzte und ihr sein Fuß auf das Gesicht presste und ihren Kopf zur Seite drückte. Sie versuchte noch das Bein, irgendwie zu lösen doch Fehlanzeige. Jetzt galt es dem Mann sie irgendwie aus dieser Lage zu befreien. Nahkampf war nun mal eher nicht ihre Stärke.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Do, 18. Dez 2014 11:51

Zum richtigen umsehen kam er nicht, noch um seiner Begleiterin eine Waffe zur Verteidigung zu reichen, dafür kam der Angriff dann doch zu plötzlich. Dennoch schien dieser bis auf das unterstützende Feuer nicht gerade sonderlich gut geplant und wohl durchdacht zu sein. So teilten sie ihre Kräfte auf, bessere wäre es doch gewesen erst einen auszuschalten und sich dann um den anderen zu kümmern. So zumindest hätte er es gemacht wenn er ein Lump wäre, er schien wohl wirklich nicht das Zeig für eine unehrliche Arbeit zu haben. Trotz dieser Tatsache jedoch zu behaupten das sie durch das fehlen eines Plans ihrer Gegner nun leichtes Spiel hatten war auch übertreiben, denn zahlenmäßig waren sich nach wie vor unterlegen und aufgrund seines eingeschränkten Sichtfeldes war es für ihn bei diesen Lichtverhältnissen auch praktisch unmöglich die Fernkämpfer auszumachen. In dem Augenblick wo er die Pfeile nämlich erkannte war es bereit schon zu spät. Doch zum Glück für ihn war sein derzeitig größtes Handicap auch sein größter Vorteil. So trafen in zwar drei Pfeile doch vermochten diese ihn auch nichts an zu haben. Weder hielten sie ihn auf oder durchdrangen seine Rüstung, noch verletzten sie ihn auch nur geringfügig. Doch es war nur eine Frage der Zeit bis auch diese Gegner sich auf ihn geschossen hatten und wer weis vielleicht sogar die Schwachstellen seiner Rüstung heraus fanden und dann würde es auch für ihn heikel werden. Bis dahin, oder zumindest bis die erste Armbrust abgefeuert werden würde, stand er jedoch da wie ein Fels. Den ersten Angreifer schickte er so ohne seine Waffe überhaupt gezogen zu haben mit einen Faustschlag in die Magengegend zu Boden, er lies in so quasi auflaufen und zeigte ihm so auf schmerzvolle Art und Weise was es hieß gegen ein Mauer zu rennen. Der andere versuchte ihn keinen Augenblick später einen Dolch in die Sichtschlitze seines Helmes zu rammen, die augenscheinlich offensichtlichste aller Schwachstellen seiner Monteur. Zum Glück für Thomas konnte er gerade noch noch rechtzeitig nach rechts ausweichen und der Dolch schabte so nur an der Außenseite seine Helmes entlang und hinterließ dort nur einen weiteren Kratzer. Von der Wucht seines eigenen Angriffes getrieben kam er dem Stählernen Monstrum aber zu nahe und so verpasste Thomas ihn mit seinem Helm eine Kopfnuss die von dauern sein würde. So schnell würde auch dieser nicht wieder aufstehen...

Überflüssig zu erwähnen das es nach diesem Paukenschlag auch gewaltig in seinen Ohren klingelte. Jede Aktion hatte schließlich meistens eine Schattenseite, aber so auf die schnelle war ihn nichts besseres eingefallen, zumal er seine linke da gerade zum ausbalancieren seines Gewichtes benötigt hatte. Während eines Kampfes auf dem Rücken zu landen war nämlich alles andere als gesundheitsfördernd. Zwar kam er selbst dann ohne Hilfe wieder auf die Beine aber das kostete Zeit die er nicht hatte. Ebenso wie gerade die Fremde, welche in Bedrängnis gekommen war. Endlich sein Schwert ziehend lies er es über seinen Kopf kreisen und rannte schreiend auf die Bedrohung zu. Nicht nur bei diesem, sondern auch bei dem Reittier der Fremden sorgte das für Eindruck. Es schreckte auf, drehte sich weg und trat hierbei aus, nicht unbedingt das was er beabsichtigt hatte aber der Tritt des Pferdes war gerade noch innerhalb der Reichweite und traf so den Gegner in den rücken und trieb diesen so in Thomas Richtung. Noch bevor dieser richtig gewahr wurde in welcher Gefahr er sich nun befand wurde es um ihn herum auch schon schwarz da ihm ein Schwert mit Wucht in den Körper getrieben wurde. So schließlich in den sandigen Boden genagelt, musste er seinen Fuß einsetzen um sein Schwert wieder aus den leblosen Körper des Verbrechers zu ziehen.

Sich anschließend wieder in die Richtung drehend in welcher er die Fernkämpfer vermutete wartete er etwas ab. Die Gefahr war noch lange nicht überstanden, aber die übrigen schienen von den gerade gesehen doch ein ein klein wenig beeindruckt zu sein. Merklich erschöpft da schwer atmend, behielt er sein unsichtbares Ziel in der ferne im Blick, nahm sein Schwert in die rechte und griff mit seiner linken nach seinem Schild um es von seinem Rücken zu lösen. Gerade als er selbigen aus der Halterung gelöst hatte und der Fremden als Schutz zuwerfen wollte, war es dann so weit ein Pfeil traf ihn. Jedoch nicht von vorne, sondern gezielt in Seite. In die nähe seiner Achsel, bei den Gelenke musste der Schutz einfach logischerweise dünner sein, ansonsten war eine Bewegung schließlich so gut wie ausgeschlossen. Das schlimme hierbei war aber nicht der Pfeil und der daraus resultierende Schmerz, sondern die Tatsache das dies einen natürlichen Reflex auslöste und zwar den den Arm wieder schützend senken zu lassen. Hierbei passierte das unausweichliche, der Pfeil wurde nicht nur etwas weiter hin eingetrieben, sondern brach auch noch ab. Der hierdurch ausgelöste Schmerz trieb selbst einen Hünen wie Thomas in die knie. So das er auch mit seiner rechten sein Schwert sinken lassen musste, um es in den sandigen Boden zustecken und als notdürftige stütze zu missbrauchen. Wenn man nicht immer aufpasste passierte so etwas nun einmal im Eifer des Gefechts. Als ob das nicht schon schlimm genug war wurde ihm langsam aber sicher nun auch noch schwarz vor Augen, was auch kein Wunder war, hatte er sich doch zu sehr ausgepowert, selbst für seine Verhältnisse und die letzte richtige Mahlzeit war auch schon zulange her. Sich kniend auf sein Schwert abstützend blickte er so schwer atmend hinter sich, zwischen ihm und der Fremden lag der tote Bandit und von diesem etwas abseits, aber dennoch außerhalb ihrer Reichweite lag nun sein großer schilt. Toller Wurf, da hätte er sich die ganze Aktion auch gleich sparen können, während sich die übrigen Angreifer nun wohl schon sehr bald nähern würden um es zu ende zu bringen, blickte Thomas einfach nur erschöpfte zur Fremden die er noch nicht einmal bei ihrem Namen kannte und für die er dennoch alles gegeben hatte, aber so war er nun mal. »Es tut mir Leid...« waren seine gut hörbaren Worte, welche auch die letzten Ratten aus ihren löchern treiben und siegesgewiss wie die Aasgeier anziehen würden. Was aber zu selbigen nicht passte war sein leichtes nicken, denn er hatte keineswegs vor kampflos aufzugeben und daher so einfach den Kopf in den Sand zustecken, wenn er fallen wurde dann stehend und nicht kniend!

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Sa, 20. Dez 2014 14:45

Sie hatte aus ihrem Augenwinkel heraus, seinen Kampf mitbekommen und staunte, das er doch so wendig war für seine Verhältnisse. Doch seine Rüstung verlangsamte ihn, seine Bewegungen brauchten lange um zu wirken und wenn dann waren sie mächtig und mit großer Kraft. Sie war noch mit ihrem Angreifer beschäftigt, als sie sah wie der Hüne auf sie zu gerannt kam und ihr Pferd kam ihnen zu Hilfe. Es trat aufgeschreckt zu und trieb den Angreifer auf den Hünen. Dieser schickte den Angreifenden in die Jagdgründe. Sie atmete kurz auf. Es war aber nur eine kleine Verschnaufpause Sie ballte die Fäuste. Ihr Bein schmerzte höllisch. Sie wollte gerade etwas zu dem Mann sagen, als er sich zu jenem Ort umdrehte wo er die Fernkämpfer vermutete und so verharrte. Ihr Blick glitt über den Hünen zu der Stelle, wo angeblich die Fernkämpfer ausharrten. War da nicht eine Bewegung in der Dunkelheit?? Sie konnte es mit Sicherheit nicht sagen, dennoch war ihre Situation noch lange nicht sicher. Die Steppenreiterin lies ihr Blick zu ihrem Retter gleiten und beobachtete wie er sein Schild sowie seine Waffe wieder aufnahm. Und just in dem Moment folgen erneut Pfeile. Sie ging selbst sofort auf die Knie und betete dass sie nicht getroffen wurde. Ihre Gebete schienen erhört zu werden doch dafür traf es jemand anderes. Und hörte und sah wie ihr Retter getroffen wurde. Seine Seite war scheinbar empfindlich und sein Schwachpunkt. Der Reflex der ausgelöst wurde trieb den Pfeil ein Stück weiter rein und brach den Schaft des Pfeiles ab. Und er ging in die Knie. Sie sah gequält drein. Ihre Lage schien aussichtslos und sie sah wie der Mann ihr sein Schild zu warf. Doch es landete außer ihrer Reichweite. Sie fluchte. Und sprang auf, schnappte sich das Schild. Es war schwerer als gedacht. Sie ächzte, hievte es irgendwie hoch und fiel seitlich auf ihr verletztes Bein. Dem Schicksal sei Dank, kippte sie in seine Richtung. Und in dem Moment wo der neue Hagel losging, hielt sie das Schild über sich und den Mann "Bevor wir hier gemeinsam sterben..ich bin Sarantuya!" stellte sie sich kurz und bündig vor. Die Pfeile hatten ihr Ziel gefunden, den schon wurde ihr Arm durch gerüttelt, als die Pfeile das Schild trafen. Sie sah zu ihm während ihre Gedanken fieberhaft kreisten "Entschuldigt euch nicht..." winkte sie ab. "Noch ist es nicht vorbei!" Sie zog die Augenbrauen zusammen als sie sein Nicken sah "Was habt ihr vor??" fragte sie. Sie wusste nichts um seine Ideen oder was auch immer er vor hatte.

Ihr Arm brannte und mit jeder Minuten die sie das Schild hielt, wurde ihr Arm schwerer bis es auf seiner Rüstung lag und nur ihr Arm zwischen dem Schild und seinem Körper sich befand. "Ich,....wir müssen das zu Ende bringen. Ich weiß nicht was ihr vor habt..aber ich werde " *damit sah sie unter dem Schild in die Richtung wo sie die weiteren Angreifer vermutete "Ich werde...nicht hier liegen bleiben!" *damit löste sie das Schild von ihrem Arm. Und wartete auf eine weitere Lücke, krabbelte unter dem Schild hervor, rannte zu ihrem Pferd und löste das Seil. Danach sprang sie auf ihr Pferd und gab ihm die Ferse. Sie war besser zu Pferd und wollte es zu Ende ging eher dort sterben als bei einem Fremden Mann der ihr zweimal das Leben gerettet hatte. Sie lenkte ihr Pferd mit ihren Beinen hielt sich dicht über dem Hals. So stob sie in die Dunkelheit.

Und als sie dachte sie käme nicht weit, hatte ihr Pferd ein Angreifer der sich scheinbar anschleichen wollte nieder getrampelt. Sie jubelte innerlich. Und spähte mit zusammengekniffenen Augen in die Dünen. Dort! Eine Bewegung und zum Glück war sie nahe genug und als der Angreifer sich umdrehte, weil er das Pferd gehört hatte, stieg das Pferd und trat zu. Die Hufe trafen den Mann an den Armen und der Pfeil ging in das Bein des Pferdes. Es wieherte und trat abermals zu und kippte vorn über. Der Mann und Sarantuya wurden von der Wucht umgerissen und Sarantuya flog über den Mann. Sie landete mit voller Wucht im Sand. Die Wucht trieb die Luft aus der Lunge und sie ächzte. War aber im Nu wieder auf den Beinen und sprang auf den Bogen zu den der Mann hatte fallen lassen und tötete den Mann mit einem Pfeil in den Kopf.

Sofort meldete sich ihr Bein und sie fiel auf ihr gesundes Knie. Doch kamen jetzt die anderen Angreifer und sie? Was tat sie? Sie schnappte sich den Köcher und legte einen neuen Pfeil auf und lies in fliegen. Sie ließ ihn auf Glück fliegen. Ob er traf? Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, das der Pfeil einen weiteren Mann in die Deckung zwang. Doch der Pfeil traf nicht. Er ging ins Leere. Sie fluchte und stand auf. Sie musste zu dem Mann. Doch wie? Ihr Pferd war tödlich getroffen. Es konnte unmöglich aufstehen. Sie saß förmlich in der Falle.

Doch ihr Wille zu Leben ließ sie weiter nachdenken. Das Adrenalin in ihrem Körper minderte die Schmerzen und so schoss sie abermals einen Pfeil als einer der Männer in ihr Sichtfeld geriet und ihr Pfeil saß tödlich. Getroffen sank der Mann auf die Knie und blieb sitzen als wolle er beten. Dies nutzte die Reiterin und humpelte los zu dem Ort wo der Krieger lag. Ob er die anderen Angreifer am Hals hatte? Sie sah es als sie hinter der Düne herum gehumpelt kam. Sie sah wie die letzten 2 bei dem Mann angekommen waren und ihn bedrängten. Und sie griff zum Köcher..doch..er war leer. Verflucht! Dachte sie und humpelte weiter auf die Kampfszene zu "ACHTUNGGGG hinter euch!" rief sie als einer der Männer aus einem toten Winkel angreifen wollte. Danach sank sie auf ihr gesundes Bein. Ihr verletztes schaffte den Weg vor erst nicht mehr. Sie kniete auf allen Vieren und sah zu ihm hin. Sie betete das er es schaffen würde.

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Thomas » Di, 23. Dez 2014 23:26

Er war verletzt und am ende seiner Kräfte angelangt, kein Wunder bei seinem Kleidungsstil, den extremen Temperaturen am Tage und in der Nacht. Ebenso machte sich natürlich auch der Mangel an richtiger Nahrung als auch seine Krankheit, der Fluch besonders in Momenten wie diesem bemerkbar. Aus diesem Grunde war er der Frau die sich als Sarantuya vorgestellt hatte und anschließend das weite suchte und somit Fersengeld gab auch nicht böse. Wie sagte man doch so schön: "Wenn es auf das Ende zugeht ist sich jeder selbst der nächste!". Seine Art, seienn Lebensphilosophie war es zwar nicht aber jedem das seine. Etwas passte aber nicht zu diesem Gedankengang, warum stellte sie sich ihm vor nur um ihn kurz darauf auch schon in Stich zulassen, dass ergab doch gar keinen Sinn!? Oder war das so eine Art höfliche Floskel welche man in diesen seltsamen Landen oder wo immer sie herkam pflegte?

Wenig später stellte sich jedoch heraus das sie keines Weges vorhatte sich zu verkrümeln, sondern es schien zu ihrem Plan zugehören und dieser ging doch wahrhaftig auf. Die Feinde hatten wohl ebenso wie er angenommen nun nur noch einen Gegner zu haben, so war es mehr oder weniger für sie ein leichtes das Feld von hinten aufzuräumen. Bei dem was er dabei sah fragte er sich aber welcher Vollidiot auf die Idee kam zu behaupten Frauen seien das Schwache Geschlecht? Da er nicht hinter ihr zurückblieben wollte mobilisierte er seine letzten Kräfte und so wie es schien gerade noch rechtzeitig. Die letzten Gegner hatten sich so wie es schien in seinen toten Winkel geschlichen, was aber mal im ernst bei ihm auch nicht sonderlich schwer war. Doch dank der freundlichen und vor allem noch recht zeitigen Warnung von Sarantuya konnte er das unvermeidliche doch noch abwenden. So zog er wieder sein Schwert mit der rechten aus dem Sand und schwang es während er sich drehte bereits über seinen Kopf. Was dem ersten eine tödliche Wunde in Brusthöhe verpasste. Wieder stehend, wenn auch mehr schlecht als recht, fasste er so endlich den letzten Gegner ins Auge! Welcher sich als er gewahr wurde das er als einziger übrig war einen Satz nach hinten machte und sich anschickte nun selber reiß aus zunehmen, wahrscheinlich um abermals mit weitaus mehr Verstärkung wiederzukommen. Jedoch nicht dieses mal, zeig einmal Gnade und bereue es Schande über Sie, falle zweimal auf ein und den selben Trick rein Schande über dich!

Mit großen und mächtigen schritten setzte er ihm so hinterher. Er kam dieses zwar näher aber auf lange Sicht würde dieser auch alleine wegen seiner leichteren Ausrüstung und größeren Kraftreserven gewinnen. Bevor die Distanz daher wieder größer werden konnte warf er sein Schwert den Gegner förmlich in den Rücken um den letzten fehlenden Meter zu überbrücken. Die zugefügte Wunde war zwar nicht unbedingt tödlich aber sie brachte den Gegner zu Fall und das reichte aus um es zu Ende zu bringen. Vollkommen ermattet, nach diesem Kraftakt sank er daher neben dem toten nieder und brauchte ein paar Minuten um wieder richtig zu sich zukommen, bevor er sich wieder erhob, sein Schwert an der Kleidung des besiegten säuberte und es in die Rückenhalter steckte und anschließen sichtlich erschöpft und stumm zurück zu seinem Schild und Sarantuya lief. Eins stand daher durchaus fest, heute Abend würde er nirgendwohin mehr aufbrechen...

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Re: Vor den Toren Berrak Asrar

Beitrag von Sarantuya » Di, 30. Dez 2014 23:08

Ihr war elend. Das Bein brannte wie Feuer und auch ihre Lunge fühlte sie an wie ein Reibeisen. Sie keuchte und war nicht ein Millimeter weit gekrabbelt. Aus den Augenwinkeln heraus hatte sie den Kampf mit angesehen. Und war beeindruckt. Diese Kleidung des Mannes wirkte auf sie so schwer, dass sie nicht gedacht hatte das er so kämpfen konnte. In ihren Augen war leichte Kleidung die beste Wahl um gut kämpfen zu können. Auch die Waffe die er schwang war so gewaltig, dass sie erstaunt war das man so eine Waffe überhaupt schwingen geschweige den herstellen konnte.

Sie hatte gespannt mit angesehen wie die Männer einer nach dem anderen ins Jenseits geschickt wurde. Und eine Anspannung viel schlagartig ab, als der letzte Tod zu Boden fiel. Erst dann lies sie sich erschöpft auf den warmen Sand nieder. Sie hörte kurze Zeit später wie der Mann, ihr Retter sich neben ihr nieder lies "Danke!"bedankte sie sich. Sie wusste das sie für diesen Abend nicht noch einen Kampf überleben würde. Die Gefangenschaft, der Kampf sowie die Verletzung und die Hitze setzten ihr gehörig zu.

Nach dem sie sich bedankt hatte, wandte sie ihren Blick zu Himmel und spürte einfach nur den warmen Sand unter ihren Körper. Sie spürte die erlahmten Arme die vor Erschöpfung zitterten. Und sie fühlte das Blut, dass aus ihrer Wunde unaufhörlich sickerte. Sie setzte sich abrupt auf. Ihr Rücken protestierte und sie ächzte. Doch sie fuhr weiter fort. Sie zerriss ein gutes Stück ihrer Hose so das sie besser an die Wunde kam. Sie war tief, das sah sie sofort. Sie würde ausgebrannt werden müssen. Sie fuhr vorsichtig mit einer Hand darüber und betastete die Wundränder. Sie zischte zwischen den Zähnen hindurch. Die Berührung tat weh. Sie begann sofort, das abgerissene Hosenbein in Stücke zu reisen und band oberhalb der Wunde den Oberschenkel ab. Danach verband sie sich so gut es ging. Als sie damit fertig war sah sie den Mann an "Ihr müsst euch verarzten!" begann sie. "Euer Blut wird Tiere anlocken und DAS will ich vermeiden" erklärte sie. Dass sie sich selbst in Gefahr befand war ihr nicht mal annähernd bewusst. Woher auch. Er war in ihren Augen ein normaler Mann. Ein Kämpfer der das Herz am richtigen Fleck hatte.
Die junge Frau lies sich wieder auf den warmen Sand zurück sinken "Wenn wir die Nacht überstehen, führe ich euch aus der Wüste!"murmelte sie leise und sah kurz zu dem Mann hinüber. Er lag regungslos neben ihr "Wollt ihr nicht mal diese Kleidung ausziehen??"fragte sie kurz und zuckte dann die Schultern "Mir wäre das zu heiss!" mit diesen Worten schloss sie ihre Augen und verschränkte ihre Arme unter ihrem Kopf.

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