Die Legende der Immer-Winter-Nacht

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Xarrbraxas
Vagabund
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Re: Die Legende der Immer-Winter-Nacht

Beitrag von Xarrbraxas » Di, 06. Aug 2019 16:53


Ratlos und reichlich besorgt schauten Xarr und Nim auf den leblos wirkenden Eo hinab. Achtsam watete der groß gewachsene Dämon durch das flache Wasser und ging auf die Knie, um nach dem Puls des Elvoin zu tasten.
„Er lebt noch….“, sagte er tonlos und blickte zu der Lyr. „Aber sein Puls ist ziemlich schwach.“, fügte er leise hinzu. Was sollten sie nun tun? Er blickte die von hier unten unüberwindbar wirkende Wand empor und seufzte leise. „In diesem Zustand, kann ich ihn unmöglich dort hinauf tragen. Wenn er sich nicht an mir festhalten kann…“, erklärte er seine Bedenken und zuckte hilflos zu mit den breiten Schultern. Dann plötzlich tauchte wie aus dem Nichts ein elegantes, hölzernes Boot auf und kam gar nicht unweit von ihnen entfernt zum Stillstand. Der Anblick der Elfe, die offenkundig eine Magierin war, erweckte ein merkwürdiges Unbehagen in dem Dämon. Er baute sich zu seiner vollen Größe auf und stellte sich zwischen die Fremde und seine Begleiter. Mochte diese Frau auch zierlich und freundlich wirken, die körperliche Größe sagte rein gar nichts über das Ausmaß der magischen Fähigkeiten aus. Doch als der Vorschlag kam, den bewusstlosen Eo in Sicherheit zu bringen, begann Xarrs abweisende Fassade zu bröckeln. Er blickte über die Schulter und schaute Nimue fragend an. „Was meinst du? Sollen wir mit ihr gehen?“, fragte er die Lyr und zog anschließend nachdenklich die Stirn kraus. Die Fremde Elfe beteuerte, dass sie nur das Beste für ihre Gäste im Sinn hätte, doch der Gedanke an die Falle, die sie erst in diese ausweglos Situation gebracht hatte, ließ Xarr an ihren Worten zweifeln.

Nach einer kurzen Zeit der Überlegung entschieden Xarr und Nimue der Fremden vorerst genügend Vertrauen entgegen zu bringen und so stimmten sie ihrem Vorschlag zu. Xarr ging in die Hocke, schob seine Arme unter den noch immer bewusstlosen Elvoin und trug ihn anschließend in das nahegelegene Boot. Das hölzerne Gefährt nahm schnell an Fahrt auf und zu Xarrbraxas Überraschung fuhren sie ohne Probleme gegen die Strömung. Ob dies eine Art Magie war, die die Elfe wirkte? Er stand am Bug und beobachtete die jung aussehende Frau aus den Augenwinkeln heraus. Es dauerte nicht lange und sie erreichten einen kleinen Steg. Dort angekommen kamen einige Arbeiter herbei und vertäuten das kleine Boot, dann durften sie das Gefährt verlassen. Xarr ließ es sich nicht nehmen selbst für das Wohl seines Freundes zu sorgen und so trug er Eo in einen kleinen, quadratischen Raum, in welchem ein einzelnes Bett stand. Doch was geschah nun? Er blickte sich in dem fensterlosen Zimmer um, hier war es dunkel und kühl. Weit entfernt meinte er immer noch das Rauschen des Wasserfalls zu vernehmen. Ein leises Rascheln hinter ihm ließ den Dämon erschrocken herum fahren. Es war erneut die Elfe, doch diesmal war sie in Gesellschaft eines alten Mannes. Dieser blickte den Dämon durch dicke, stark vergrößernd wirkende Gläser an.
„Du weißt, WAS er ist oder?“, fragte er an die Magierin gewandt, gerade so als wäre Xarr gar nicht wirklich anwesend. Dann trat er an dem Dämon vorbei und begann den Elvoin zu untersuchen.

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