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Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Die Hafen- und Handelsstadt im Westen Alvaranias, auch das Grüne Reich oder der Grüne Hafen genannt.
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Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Do, 04. Nov 2010 15:17

Spartanisch. Dieses Wort mochte Hütte und Einrichtung wohl am ehesten beschreiben. Nahe am Wasser gelegen und klein war sie, die Hütte, die zahlreiche, mit unterschiedlichen Holzarten ausgeführte Ausbesserungen vowies. Jemand hatte einen Tannenzweig an die Tür gehängt, um zumindest ein wenig Wohnlichkeit zu implizieren. Drinnen bot sich kaum ein anderer Anblick. Ein einziger großer Raum befand sich in der Hütte, zwei einfache Schlafstätten in Nischen links der Tür, ein grob gezimmerter Tisch und drei Stühle. In der Ecke standen ein Weidenkorb und eine hölzerne Truhe, von der Decke hingen vier Bündel von getrockneten Kräutern. Auf dem Tisch stand eine Öllampe mit geborstenem Glas. Abgesehen von diesen Dingen und einem Paar Stiefel mit Zehenloch war die Hütte leer.

Draußen auf dem kleinen, der See zugewandten Vorplatz befand sich ein Gestell für Fische, das derzeit allerdings leer war. Ein kleiner, schmiedeeiserner Kasten samt Rohr stand neben einem kleinen Buchenholzstoß: Hier wurde Fisch geräuchert, und dementsprechend roch es auch. Ein kaputtes Netz, sowie zwei Köcher waren ebenfalls zu sehen.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Do, 04. Nov 2010 15:33

Mit Nimue an der Hand näherte sich Arujas seinem windschiefen Zuhause. "So, und hier wohne ich!" verkündete er stolz, als sie da Gestell für die Fische und den Räucherofen passierten, und ließ die blaue Hand los. "Komm, ich zeig dir mal drinnen!" Arujas stürmte voran, stieß die Tür auf, dass der Tannenzweig erzitterte, und stand dann in dem kargen Raum. Auf Nimue musste ganz sicherlich nicht hochwertig wirken. Die Schäbigkeit und Armut war unübersehbar und auch, dass die beiden einzigen Bettstätten gleich groß waren, obgleich es drei Stühle hier gab. "Da schlafe ich." Arujas wies auf das hintere der beiden Lager. Darunter lugte ein leerer Honigtopf hervor, aus dem ein geschnitztes Holzpferd lugte. Die Decke war sauber gefaltet, aber mottenlöchrig.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Nimue » Do, 04. Nov 2010 16:24

Nimue tat während dem Laufen hindess alles um Arujas Hand nicht zu verlieren. Mit geweiteten Augen folgte sie den Hinweisen des kleinen Fischersohns. Ob sie in entfernter Zukunft überhaupt irgendwo Brot kaufen würde und wie schmeckte Brot eigentlich ? Nimue konnte sich nicht wirklich daran erinnern soetwas schon einmal gegessen zu haben. Erstaunt über die Häuser und Bauarten der Menschen, sah die Lyr nach rechts und nach links.
Das stete Murmeln und Hämmern und knirschen gehender Leute war ungewohnt und vermischte sich zu einem wahren Brummen in Nimue´s Kopf. Daran würde sie sich wohl noch gewöhnen müssen und sie glaubte auch, das es gewiss Städte gab die weitaus größer waren als diese hier.
Sie hatte ganz vergessen Arujas zu antworten, doch war es auch nicht nötig. Er war noch zu jung um über das Verliebtsein nachdenken zu müssen und so nickte sie nur ob seiner Aussage, das Mädchen doof wären. Es gab eine Zeit da hatte die Lyr ebenso von Jungs gedacht.
Während des zielstrebigen gehens wurden die Häuser weniger und auch ruhiger. Nimues Blick veränderte sich und sie sog leise die Luft ein.
Obwohl sie nicht wirklich eine Ahnung von Reichtum hatte, merkte sie wie die Häuser schäbiger wurden.
Es bekümmerte sie doch das was sie spürte war..Zufriedenheit. Keiner derer, der ihren Weg kreuzte wirkte auf die Lyr verzweifelt. Sie freuten sich über das was sie hatten, wenn auch manch einer sicher ein besseres Leben wählen würde, könnte er. Arujas wirkte fröhlich, geradezu stolz das er ihr sein Heim zeigen durfte und so färbte jenes Gefühl auch auf Nimue ab.

Auf den ersten Blick wirkte sein Heim schief. Klein und....ärmlich. Doch machte es für die Lyr keinen Unterschied. Mit Freuden blickte sie auf das spiegelnde Wasser nahe dem windschiefen Haus und atmete erleichtert aus. Mit wahrer Freude spurtete Arujas los, Tür und Haus erbebten unter dem stürmischen Eintritt und Nimue kam nicht umhin leise zu lachen. Doch sie folgte langsamer. Sie wusste ja nicht ob sie einfach so in ein Haus gehen konnte. Daher lugte zuerst der bläulich-silberne Schopf durch die geöffnete Tür, ehe sie sich langsam näherte. Dem Fingerzeig Arujas folgend sah sie auf die Schlafstätte des Jungen und lächelte erneut Schade das ich dir meine Heim nicht zeigen kann, wo du so freundlich warst mir das Deine zu zeigen
Nimue legte den Kopf leicht schräg und betrachtete Arujas der noch immer freudestrahlend im Heim stand.
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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Mi, 10. Nov 2010 10:19

Arujas blickte auf zu Nimue und lächelte strahlend. Er mochte erst fünf Sommer zählen, und doch wusste er bereits, was Zufriedenheit und Glück waren. Hätte man ihn in jenem Moment gefragt, so hätte er geantwortet, dass er beides war - glücklich und zufrieden. Doch vermutlich war es gar nicht nötig, diese Frage laut zu stellen, sprühte er doch förmlich aus jeder Faser seines Seins. "Das würd ich echt gerne sehen, aber so lange kann ich die Luft nicht anhalten....glaub ich", sagte er. Dann fiel sein Blick auf den Esstisch mit seinen drei Stühlen. "Mein Vater kommt bestimmt bald. Du kannst ja dann mit uns essen!" schlug er vor und trat wieder neben Nimue. "Aber erstmal machen wir, dass mein Schiffchen fährt, ja?" Bittende Kinderaugen blinzelten hinauf zu Nimue, und ehe sie sich versah, hatte Arujas sie auch schon wieder an der Hand ergriffen und zupfte ungeduldig daran. "Wir gehen raus. Mein Papa hat da einen kleinen Eimer mit Pech, da können wir was von nehmen. Nur nicht zu viel, sonst schimpft er." Immerhin war Pech nicht eben günstig.

Eine knappe Viertelkerze später hockte Arujas mit untergeschlagenen Beinen vor Nimue und dem Pecheimerchen, das sich als beinahe leer erwies. Eine dicke, schwarze Wulst hatte sich auf dem rostigen Eimerrand gebildet. Zwischen der Meerfrau und dem Jungen lag das Schiffchen kielseitwärts auf dem Boden, und ein zerknirschter Arujas machte ein trauriges Gesicht. "Wie sollen wir das rauskriegen? Und dann einfach dranschmieren?" Denn im Eimer befand sich kein Pinsel oder Schaber, und die klapprige Miniaturausführung des Fischerschiffchens wurde das Auftragen von Pech nicht eben erleichtern.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Nimue » Do, 11. Nov 2010 7:36

Ja, das mit dem Unterwasseratmen war so eine hinderliche Sache. Aber vielleicht viel der Lyr ja doch noch was ein und wer weiß, als junger Mann später einmal, gelang es ihm die Luft länger anzuhalten. Bis dahin war aber noch genügend Zeit und so beobachtete Nimue den aufgedrehten Jungen und lachte leise Wenn es deinem Vater recht ist, will ich dies gerne tun. Voher sollte ich mich jedoch bei ihm vorstellen
Die Lyr kam nicht umhin daran zu denken wie unhöflich ihr Verhalten wirken musste auf Erwachsene. Sie überlegte wie sie reagieren würde, käme sie in ihre Höhle und jemand Fremdes befände sich darin. Mit einem Blicka auf Arujas musste sie aber zugeben, das man sich seinem kindlichen Charme nicht verwehren konnte und sicher würde sein Vater damit milde gestimmt werden. Ihr unterschiedlichfarbener Blick sank herab in jene bittenden Kinderaugen. Sie nickte und wollte gerade zur Antwort ansetzten, da zog und zupfte der Blondschopf auch schon an ihrer Hand.
Geschlagen hob sie die andere Hand und ließ sich von Arujas nach draußen ziehen. Mhhh..wie herrlich die Luft war, sie roch und spürte irgendwie das kühle Nass des Sees und sehnsüchtig blinzelte die Lyr zur spiegelnden Oberfläche. Vielleicht durfte sie ja gegen Abend hinein, sie würde auch die Fische nicht vertreiben.

Da saß er, vorgeschobene Unterlippe und dünnes Stimmchen. Nimue hob eine Augenbraue und ging in die Hocke, linste wie Arujas in das Eimerchen und seufzte. mhh...ich weiß nicht Arujas. Vielleicht wäre es klüger auf deinen Vater zu warten. Was meinst du ?
Die Lyr hatte nicht die geringste Ahnung wie man das schwarze Zeug auf ein Schiff bekam. Woher sollte sie das auch wissen. Beschämt sah sie Arujas an ich bin dir keine große Hilfe was !? Nimue sah sich Antwort suchend um und ihr viel nahe dem Räucherofen ein herabgefallenes Stück Holz auf. Es war lang genug und etwas breiter, an der oberen Kante etwas ausgefranst und wirkte auf die Lyr passend. Doch Ahnung hatte sie nicht.
Aus der sitzenden Position aufstehend, schritt sie die wenigen Schritte zu dem Stück Holz und hielt es gen Arujas Ginge soetwas ?
Prüfend besah sie sich das Objekt noch mal. Für ihre Begriffe ginge dies, sah man davon ab das eventuelle Holzfasern oder Splitter im Eimerchen verteilt werden könnten.
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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 22. Nov 2010 9:04

Arujas strahlte. Seinem vater würde der unverhoffte Gast sicherlich gefallen! Als Fischer kannte er so viele Geschichten und Lieder über das Meervolk...und er hatte Arujas alle beigebracht. Allerdings sah sich der Kleine nicht recht imstande, mehr als diese einge Geschichte wiederzugeben, die Nimue bereits gehört hatte. Ihm fehlten zumeist die Worte, und sein Vater war ein grandioser Geschichtenerzähler. Seitdem Mutter fort war, erzählte er seinem Sohn jeden Abend etwas vor dem Einschlafen. Nicht nur deswegen war aus Arujas eine derart aufgeweckte Persönlichkeit geworden.

Allerdings half ihm das wenig, wenn es um sein Schiffchen ging. Er zog eine Flunsch, als sein Blick auf das seeuntüchtige Gefährt traf, seufzte schwer und ließ die Schultern hängen. Nimues Vorschlag traf auch nicht eben auf sonderlich viel Gegenliebe bei dem Knaben. Er sah Nimue traurig an. "Meinst du?" fragte er sie lustlos. "Papa sagt sicher nein. Er hat bestimmt einen Mond fischen müssen für das kleine Eimerchen voll." Und wenn da nun sein Herr Sohn kam und wollte einen Löffel Pech für ein Spielzeug haben....? Arujas glaubte nicht recht daran, dass sein Vater ihm bereitwillig davon geben würde. Andererseits hatte er seinem Sohn bisher selten einen Wunsch abgeschlagen; und da Arujas wusste, wie knapp sie lebten, äußerte er sehr selten einen Wunsch.

Nimue indes blickte sich derweil um und griff nach einem Stück Holz, das man wohl wie einen Spatel benutzen konnte. Arujas war sogeich Feuer und Flamme; seine Kinderaugen leuchteten enthusiastisch, als die Wasserfrau ihm das Holzstück präsentierte. Der Knabe sprang auf und lief zu Nimue. "Ja! Das ist prima! Am besten, wir beeilen uns!" jauchzte er und sprang einmal in die Luft. Dann ging er neben dem Eimer wieder in die Hocke und sah zu Nimue hin. "Ich halte den Eimer fest und du kratzt was raus, ja?" Denn Pech war widerspenstig.

In jenem Moment grollte es in der Ferne. Arujas hob den Blick und sah aufs Meer hinaus. "Oh-oh...."

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Nimue » Mi, 24. Nov 2010 8:35

Wusste garnicht wie ihr geschah. Unzählige Gedanken schwirrten in dem hübschen Kopf der Lyr umher. Sei es um den noch immer unbekannten Vater und dessen Reaktion auf ihr Erscheinen oder die ausstehende Reaktion über das ungefragte bedienen an dem Eimer Pech, den Beide noch immer ansahen. Nimue drehte den gefundenen Spatel in den schlanken Fingern und sah wieder zu Arujas. Ein langer Atemzug perlte über die Lippen. Den einerseits hätte sie gerne gewartet und wirklich erst gefragt, ob ein wenig Pech für das Schiffchen möglich wäre. Sie kannte das Wesen des Mannes noch nicht, doch die Lyr fühlte sehr genau was in Arujas vor ging.

Ach warum war das alles so kompliziert. Den Kopf schieflegend besah sie sich den charmanten jungen Kerl. Weiter kreisten die Gedanken und die Augen auf den Spatel gerichtet, hatte Nimue sich entschlossen. Natürlich würde sie für den fleißigen Schiffchenbauer etwas Pech aus dem Eimer kratzen und sollte der Herr Vater wirklich böse werden, dann würde sie die Schuld auf sich nehmen.
Kaum war der Gedanke zu Ende gefasst, ließ sich auch das Wasserwesen, gegenüber Arujas, ins Gras sinken und begann etwas von dem zähen, schwarzen Zeug abzukratzen. Was garnicht so leicht war. Die unterschiedlichen Augen verengten sich und vor lauter Anstrengung, biss sie sich nagenderweise auf der Unterlippe herum.
Um noch mal die etwaige Größe des Schiffchens abzuschätzen, huschte der Blick auf das halbfertige Gefährt um sogleich wieder im Eimerchen versenkt zu werden. Eine Portion Pech auf dem Spatel zog dieser einen langen dünnen Faden aus dem Eimer hinter sich her. Nimue runzelte die Stirn und drehte den Spatel ein paarmal in den Fingern und sah zu Arujas Meinst du das reicht ?
Fragend hoben sich die Augebrauen und noch bevor der blonde Junge etwas darauf erwiedern konnte, grollte es hörbar über dem Meer. Das leise Oh.oh..von Arujas hörte sie, drückte ihm den Spatel in die Hand und stand langsam auf.
Ihr Blick ging über das Meer, zum Horizont und ein Lächeln umspielte die Lippen. Obwohl ein Gewitter oder ein Sturm für viele eine weniger berauschende Angelegenheit war und für Fischer, Seeleute auch gefährlich werden konnte. So fand die Lyr es eher schön. Sie blickte über die Schulter zurück ohoh ?
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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Mi, 01. Dez 2010 10:35

Wäre Arujas ein paar Jährchen älter gewesen, hätte er Nimues Anblick nun als süß beurteilt. So aber fand er sie nur hübsch, und Mädchen generell waren ja meistens doof. Aber Nimua war ja kein Mädchen, nicht wahr? Sie war eine Wasserfrau, und allein deswegen schon mal hundert Mal interessanter als die Kinder aus der Nachbarschaft. Und was er würde erzählen können, später! Dass eine Wasserfrau ihm geholfen hatte, sein Schiffchen seetauglich zu machen!

Nimue zog das Hölzchen aus dem Eimer. Zähe Fäden zogen sich, und Arujas fiel sogleich ein Vergleich ein. "Wie Honig!" kicherte er. Vermutlich kannte die Lyr nicht einmal Honig, doch dachte Arujas gar nicht weiter darüber nach. Der Junge sah erneut hinauf den den dunklen Regenwolken, die sich auftürmten, hörte das Grollen und schwankte zwischen Schiffbau und der Flucht in die windschiefe Hütte. "Es gibt ein Gewitter. Hoffentlich ist Vater nicht mehr draußen", sagte Arujas, und nun konnte gewiss auch Nimue verstehen, was in dem Knaben vorgehen mochte.

Es vergingen kaum wenige Augenblicke, bis die ersten Tropfen niedergingen und dunkle Punkte in den Staub um sie herum zeichneten. Arujas sprang auf und sah Nimue an. "Komm, wir gehen besser rein. Wir können ja drinnen weitermachen!" Sprach's und flitzte mit seinem Bootchen hinein in die Hütte, Nimue, den Pecheimer und ihren Spatel zurücklassend. In der Tür stehend, wandte Arujas sich um. "Komm! Sonst wirst du ganz patschenass!" Der leicht einsetzende Regen nahm rasch an Intensität zu, und bald prasselte er vom Himmel, als gäbe es kein morgen. Vielerorts gluckerte und rauschte es, und in der Hütte tropfte es durch Löcher im Dach in eigens dafür aufgestellte Behältnisse. Es klang wie ein lustiges Lied, als Arujas und Nimue zwischen den Gefäßen auf dem Boden hockten und sich soeben daran machen wollten, das Schiffchen zu bestreichen.

Da erklang ein Poltern draußen, und jemand stapfte mit quatschenden Stiefeln näher. Arujas sah mit großen Augen auf und zur Tür, und einen winzigen Moment später öffnete sie sich und Ragnar trat ein, dich gefolgt von einer Frau, die Nimue vielleicht für Arujas' Mutter halten mochte, vielleicht aber auch nicht. Arujas sprang auf und zu seinem irritierten Vater, der die Lyr fassungslos musterte. "Vater!" Er warf sich ihm an die Brust. Und sonstig blieb die Situation kurios, denn Ragnar und Sailin waren pitschnass und betropften die schiefen Dielen, während Arujas seinen Vater umarmte und Nimue kurzzeitig vergessen schien.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Mulgár » Mi, 01. Dez 2010 17:48

cf: Einsame Musikerin

Obwohl Mulgár und Ragnar sich sehr beeilt hatten, waren sie dennoch nass geworden. Es war ein wirklich starkes Gewitter, und immer noch hörten sie den Regen prasseln. Ragnar hatte die junge Frau in sein Heim geführt, wo er freudig begrüßt wurde. Seine nassen Stiefel waren laut, und so kam ein kleiner Junge angerannt und umarmte seinen Vater. Immerhin stimmt das. dachte Mulgár. Sie war froh, dass der Mann wirklich keine bösen Absichten zu haben schien.
Mulgár stand nun etwas verlegen neben Ragnar und seinem Sohn. Da fiel ihr auf, dass noch jemand in der kleinen Hütte war. Zwischen den Eimern, die aufgestellt worden waren, um das Wasser abzufangen, saß eine Frau, die etwas älter war als Mulgár. Wobei es genaugenommen gar keine frau war. Es war eine Lyr. Mulgár wunderte sich etwas, denn die Mutter des jungen konnte es kaum sein. Dafür war er viel zu menschlich. Vielleicht die Stiefmutter?
Weil es Mulgár unhöflich erschien, einfach so hereinzukommen wartete sie, bis Ragnar etwas sagen würde. Erwürde Mulgár - beziehungsweise Sailin - schon vorstellen, und die Lyr wahrscheinlich auch. Deshalb sagte sie nichts, sondern lächelte der Fremden nur freundlich zu.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Nimue » Do, 02. Dez 2010 7:37

Nimue sah davon ab Arujas über das Frausein aufzuklären. Denn obwohl eine Lyr oder eine Wasserfrau, war sie eine Frau. Da sie aber von jenen Gedanken des blonden Jungen nichts wusste, sagte sie auch nichts.
Sie widmete ihre Aufmerksamkeit eigentlich dem Spatel und dem klebrigen Pech, aber Arujas Worte ließen sie wieder über das Meer blicken und ein paar Schritte weiter gen Wasser tätigen. Sie verstand die plötzliche Sorge des Jungen und sie spürte sie auch. Ein kurzes aber tiefes Stechen in ihrer Brust ließ sie kurz keuchen. Nimue lauschte dem rauschen des Meeres das sie hörte und dem pfeifen des Windes. Sie mochte das Grollen und sie mochte das was sie brachten. Regen. Sie spürte das Wasser das fallen würde und kaum waren ihre Gedanken und Arujas Worte zu Ende, da zeichneten die ersten Tropfen dunkle Flecken in den Staub.

So schnell wie Arujas im Haus verschwunden war, staunte die Lyr nicht schlecht. Doch eher aus Unverständnis. Denn ihr gefiel das Wetter irgendwie. Es ist doch nur Wasser Arujas... Nimue lachte leise und sammelte den zurückgelassenen Pecheimer und den wieder darinbefindlichen Spatel ein, sah nochmals über die Schulter zum Meer und seufzte leise. Schließlich saß sie wie zuvor mit Arujas vor dem Eimerchen und kratzte etwas von der klebrigen Masse auf den Spatel um das Schiffchen wie versprochen seetauglich zu machen.
Nimues Haar glitzerte irgendwie durch die Regentropfen und überhaupt schien ihre Haut vom Regen mit einem gewissen Glanz überzogen zu sein. Obwohl sie noch nicht lange an Land war, vermisste sie das Wasser um sich. Ablenkung schafte da das strahlende Gesicht des Jungen und das lustige Lied der Tropfen, die in viele verschiedene Behältnisse fielen.
Gleichsam mit Arujas vernahm sie das Poltern und zuckte merklich zusammen. Ihr Kopf legte sich leicht schief und die unterschiedlichen Augen sahen zur Tür, die sich sogleich auch öffnete. Wenn der Vater des Jungen irritiert blickte, so blickte Nimue zu Tode erschrocken. Die Augen huschten von dem Mann zu der jungen Frau im Hintergrund, welche zwar freundlich lächelte aber ihr ebenso fremd war wie der Mann.
Erneut fiel der Spatel zurück in den Eimer und nur langsam erhob sich die Lyr aus sitzender Position und ging ein paar Schritte rückwärts. Ihr war nicht ganz wohl in jener Situation. Die angeborene Gabe zu spüren was andere fühlten, sie kam nie gefragt oder befohlen. Es geschah einfach und irgendwie immer. Nun spürte die Lyr aber nicht fiel von den Fremden, sonderen eher ihre eigene Angst, Neugierde und Frohsinn darüber, wie fest Arujas seinen Vater in die Arme schloss.
Ein Lächeln kräuselte die Lippen der jungen Lyr und sie wanderte wieder mit ihrem Blick zu der jungen Frau. Der blaue Haarschopf legte sich auf die andere Seite und die Augen musterten sie für einen Lidschlag. Sie wurde nicht wirklich schlau aus dem was sie spürte, wurde sich aber des Lächelns der Fremden wieder bewusst. Sie neigte kurz den Kopf und senkte die Augen. Ein stummer Gruß gen die Unbekannte.
Dann sah sie zurück zu Arujas und seinem Vater.
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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Do, 02. Dez 2010 15:24

Wasser hin oder her, Arujas war froh, dass er nicht nass wurde. Nimue bekam da schon ein paar mehr Tropfen ab als er, weil sie einerseits langsamer war, andererseits wohl nass werden wollte. Im Moment jedenfalls war es dem Jungen recht gleichgültig, ob er durch die Umarmung seines durchgeweichten Vaters nass wurde. Ein wenig war das schon der Fall. Ragnar zerwuschelte seinem Sohn das Haar, lachte leise und musterte hernach erstaunt die Lyr in seiner Hütte. Das zierliche Wesen war zurückgewichen, lächelte aber. Ragnar tauschte kurz einen Blick mit Sailin, seiner Begleitung, die auch Arujas nun wahrnahm. "Guten Tag!" sagte er höflich und streckte die Hand nach der Frau aus, die auch ein wenig unsicher schien. Überhaupt war wohl der einzige, der nichts seltsam fand, der Knabe selbst.

Ragnar räusperte sich indes und brachte ein Lächeln in Richtung der Lyr zustande. Er hatte Vertreter ihres Volkes bisher nie so nahe gesehen; entweder beim Fischen auf dem Meer in der Ferne oder in der Stadt, wobei letzteres eher selten war. Ob er ihr wohl die Hand reichen sollte? Ragnar verzichtete darauf und stellte sich stattdessen ersteinmal vor. "Ich bin Ragnar, Arujas' Vater." Er überlegte, ob er fragen sollte, wie sie in sein Haus kam oder wie der Junge sie an Land gelockt hatte, aber alles, was er hätte sagen können, erschien ihm plump und unfreundlich, also beließ er es vorerst dabei und deutete auf seine Besucherin, während es um sie herum gluckerte und gluckste. "Das ist Sailin. Sailin, das ist mein Sohn, Arujas." Der Junge grinste zu Nimue und dann wieder zu der anderen Frau. "Freut mich", sagte er höflich. "Das ist übrigens Nimue, und sie ist eine Wasserfrau!" Arujas grinste breit, die Wangen in kindlichem Stolz gerötet. Klar war er stolz, dass eine Lyr ihm beim Bootsbau half!

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Mulgár » Do, 02. Dez 2010 15:42

Der Junge streckte Mulgár seine Hand entgegen. Ein nettes Kind. Etwas zögerlich lächelnd ergriff Mulgár die zarte Kinderhand und schüttelte sie kurz. "Guten Tag!", sagte auch sie und ließ die Hand wieder los. Obwohl der Junge wirklich höflich war, mochte Mulgár keine langen Berührungen mit anderen Menschen, erst recht nicht, wenn sie beide regennass waren.
Ragnar schien etwas verunsichert ob der Lyr in seinem Hause. Sie kannten sich also doch nicht. Dann stellte agnar sich ihr vor, und Mulgár erfuhr auch den Namen des Sohnes. Arujas. Nachdem Ragnar Mulgár auch als Sailin vorgestellt hatte - Mulgár zuckte mit keiner Wimper und ließ es sich auch sonst nicht anmerken, dass dies nicht ihr richtiger Name war - wandte er sich noch einmal direkt an sie und stellte ihr Arujas persönlich vor.
Die Wasserfrau hieß also Nimue. Mulgár wusste nicht, warum, aber ihr gefiel der Name. Er passte zu dem Gesicht, das er beschrieb. "Freut mich auch, dich" - Mulgár blickte zu Arujas - "Und Euch kennenzulernen." - Blick zu Nimue.
Hätte Mulgár ihr Gedächtnis nicht schon öange geschult, hätte sie vermutlich Schwierigkeiten, all die Namen zu behalten. So aber fiel es ihr einfacher. Schließlich musste sie sich im Gegensatz zu den dreien noch ihren eigenen falschen Namen merken.
Mulgár stand nun immer noch in der Tür zu dem scheinbar einzigen Raum dieser Hütte und wusste nicht, ob sie einfach so hineingehen sollte. Weil es ihr aber unhöflich erschien, wartete sie, bis Ragnar oder gar Arujas sie hineinbitten würde. Was sollte sie sonst auch tun?
Nimue stand verängstigt im Raum. War sie nicht vorher etwas weiter vorne gesessen? Weshalb war sie so verschreckt? Nun gut, Mulgár war auch kein Ausbund an Mut oder Offenheit, aber die Lyr erschien ihr fast schon panisch. Vielleicht lag es daran, dass sie sich an Land unwohl fühlte.

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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Nimue » Sa, 04. Dez 2010 18:20

Nimue die etwas zurückgewichen war, beobachtete die Szene die sich ihr bot. Arujas war spürbar froh seinen Vater zu sehen und nahm in Kauf, gänzlich durchnässt zu werden als er ihm lachend in die Arme fiel. Überhaupt war es wohl nur Arujas, der die sich bietende Szene nicht seltsam fand. Schließlich kannte er die Meerfrau ja bedeutend länger, auch wenn es sich hier bei nur um ein paar Stunden handeln mochte.

Der Blick Ragnar´s wanderte schließlich zu ihr und was die Wasserseele dort las, war erstaunen. Nimue hielt jenen Blick des Fischers und ergab sich für einen Moment auf ihre angeborene Gabe. Doch sie sagte nichts über das was sie spürte, oder glaubte zu spüren. Schließlich löste die Lyr den Blick, sie wollte nicht irgendwie..aufdringlich oder gar verrückt wirken. Sie beobachtete viel mehr die Fremde und wie Arujas ihr die Hand gab. Nicht nur das er ein wirklich charmantes und lebensfrohes Kerlchen war, er war auch wohl erzogen. Wieder zuckten die Lippen in einem Lächeln und doch ließ sie etwas zurückblicken.
Ihr Kopf legte sich ein wenig nach links, dann nach rechts und wieder kräuselten die Lippen sich zu einem Lächeln. Es war keine Hellseherrei, viel mehr das deuten der winzigen Augenbewegungen und das empfindsame spüren dessen was der Fischer fühlte. Schließlich stellte Arujas Vater sich selbst vor und mit einer Handbewegung deutete er auf die junge Frau. ~Aha, Sailin lautet ihr Name~ huschte es durch den Kopf der Lyr, doch als die Augen zu der jungen Frau wanderten, hob sie ganz leicht eine der Augenbrauen.

Nimue nickte wieder gen Sailin und egal was sie glaubte zu spüren, es waren weder Vorurteile noch böse Ahnungen. Wieder stellte die Lyr fest, das es eine seltsame Situation war. Das war also ihre erste Begegnung mit "Erwachsenen " , innerlich musste sie leicht lachen. Schon so oft hatte sie von Begegnungen geträumt, doch in jenen hatte sie sich immer ganz anders verhalten. Nicht so...ängstlich. Nimue sog Atem in die Lungen und wollte gerade etwas sagen, sich vorstellen. Da kam ihr Arujas zuvor. Grinsend sah er sie an und wurde rot. Doch Nimue spürte wie Stolz er war.

Die Lyr neigte lächelnd den Kopf gen Arujas und hob den Blick wieder, abwechselnd zu Ragnar und Sailin Besser hätte ich es nicht tun können. Danke Arujas.
Es freut mich ....
Irgendwie verlor sich dann der Faden und etwas betreten senkte die Lyr den Kopf. Naja, so ganz einfach war das alles nicht für sie. Aber dafür trat sie wieder weiter nach vorn und stand so neben einem der Auffangeimer. Ohne das sie etwas tun konnte, streckte sich die rechte Hand aus.
Fallende Wassertropfen sammelten sich in der hohlen Hand die sie bildete und die unterschiedlich gefärbten Augen schimmerten fröhlich.
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Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Unvorhersehbares » Mo, 13. Dez 2010 13:26

Ach herrje, die zwei sahen wahrlich patschenass aus! Arujas hatte da nochmal Glück gehabt, er war ja recht bald vor dem drohenden Nass geflohen, und Nimue war wenig später auch in die Hütte gekommen. So hatte der kühle Guss nur Ragnar und seine Begleiterin erwischt. Zusätzlich zu dem munteren Tröpfeln in den unzähligen Gefäßen, die in der Hütte verteilt waren, tropften Arujas' Vater und Sailin nun den Hüttenboden nass. Arujas war sich ein wenig unschlüssig. Eigentlich sollten sich beide umziehen, damit sie nicht krank wurden, aber Sailin schien kein Bündel dabei zu haben und Ragnar würde sic mit zwei fremden Frauen im Haus wohl auch nicht umziehen wollen. Ob er ein Feuer machen wollte? Der Ofen hier drinnen war zwar klein, aber intakt, nur das trockene Holz war nicht gerade ein Batzen. "Komm ruhig rein", lud Arujas Sailin erst einmal ein, weil sie immer noch da auf der Türschwelle stand und irgendwie verloren aussah.

Daraufhin wandte sich Ragnar um und warf ihr einen entschuldigenden Blick zu. "Bitte, setzt Euch doch", sagte er zu ihr und deutete auch Nimue einen Platz an. "Seid ebenfalls eingeladen. Ich habe der Dame eine heiße Suppe versprochen, und ich glaube, bei diesem Hundewetter können wir alle etwas davon vertragen." Ragnar warf seinem Sohn einen kurzen Blick zu, und dieser wusste sogleich, was zu tun war: Er begann, drei dicke Scheite Holz im Ofen aufzuschichten und machte sich dann daran, zwei Hände voll Späne zum Glimmen zu bringen. Ragnar fuhr sich durch das nasse Haar und setzte sich ebenfalls, nachdem er vier hölzerne Becher hervorgekramt und gemeinsam mit einem Krug klaren Wassers auf den Tisch gestellt hatte. "Nun", begann Ragnar, während er ihnen allen einschenkte. "Ich muss sagen, es überrascht mich schon, eine Lyr hier zu sehen. Was führt Euch her?" Und das war nicht einmal eine absonderliche Frage, denn jeder hätte wohl gern gewusst, wen er als Gast bewirtschaftete und warum.

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Alter: 23 Jahre
Rasse: Mensch (Raéyun)
Heimat: Ständig auf Reisen
Waffen: Einen langen Dolch griffbereit und einen kürzeren in ihrem linken Stiefel
Inventar: Ihre Flöte, das geschenk ihrer Großmutter, ein paar Früchte

Re: Eine Fischershütte am Rande der Stadt

Beitrag von Mulgár » Di, 14. Dez 2010 16:55

Arujas lud Mulgár nun endlich ein, hereinzukommen, und dankbar betrat Mulgár nun den kleinen Raum komplett. Sie war vorher quasi zwischen Tür und Angel gestanden. Mühsam besorgt, keinen der Eimer umzustoßen, kam sie in die kleine Hütte. Ein kleines Bötchen stand neben einem fast leeren Eimer mit... Pech? Waren Arujas und Nimue dabei gewesen, das Boot zu reparieren?
Ragnar bot Nimue an, sich zu setzen. Mulgár vermutete, dass diese Einladung auch für sie galt und ging auf den Tisch mit den drei Stühlen zu. Sie zog vorsichtig einen unter dem Tisch hervor und setzte sich. Ragnar brachte Becher, und sein Sohn brachte ein Feuer im Kamin zustande. Langsam wurde es warm, gab es doch in diesem Zimmer recht wenig zu heizen.
"Danke!", lächelte Mulgár dem fremden Mann, der nun plötzlich zwei Gäste hatte, zu. Sie griff nach dem Becher mit Wasser und trank einen Schluck. Seltsamerweise schmeckte es ziemlich gut. Nicht so langweilig, sondern irgendwie... besonders. Vielleicht lag es auch gar nicht am Wasser, sondern an der Herzlichkeit, mit der es serviert, und an der Dankbarkeit, mit dem es getrunken wurde.
Da Ragnar die Lyr etwas fragte, mit dem Mulgár selbst wenig zu tun hatte, fing Mulgár ein kleines Gespräch mit Arujas an, oder versuchte es zumindest. "Wie alt bist du eigentlich, Arujas?", fragte sie den kleinen Jungen. Sie schätzte ihn auf etwa sechs Sommer, so verantwortungsbewusst, wie er schon war.
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