Drachenerben

Fakten
Rassen Elfen und Menschen
Aussehen meist rotes Haar, gelbe bis bernsteinfarbene Augen, blasse Haut
Fähigkeiten ziehen Kraft aus Emotionen, Überredungskünstler
Schwächen schlechte Konstitution, kaum körperliche Stärke
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Die Erben der Drachen haben keine Heimat. Nicht nur, weil sie in vielen Ländern Vertriebene und mit Misstrauen Bedachte sind, sondern auch, weil sie kaum jemand als eigene Rasse betrachten würde. Und doch sind sie zu verschieden von den Menschen, um in einem Atemzug mit ihnen genannt zu werden.

Aussehen

Flammend rotes oder kupfernes Haar, Augen in den Farbtönen des Feuers… weiße Haut oder Male wie die Schuppen der Drachen im Nacken und auf der Wirbelsäule, auf den Handrücken und manchmal sogar den Wangenknochen – allzu oft erkennt man sie leicht, jene Menschen oder Elfen mit dem Blut der Drachen. Sieht man jedoch von diesen Merkmalen ab, die (bis auf letzteres) schließlich auch bei ganz normalen Menschen vorkommen können, gleichen sie jenen. Und einige von den Erben der Drachen zeigen noch nicht einmal eines der auffälligen Merkmale ihrer Art.

Fähigkeiten

Gemeinsam haben sie jedoch alle etwas: sie sind intelligent und scharfsinnig, Überredungskünstler und charismatische Anführer, manche haben gar Vorahnungen, Visionen oder besondere empathische Begabung, doch im Gegenzug sind sie körperlich benachteiligt: sei es allgemeine Schwäche oder Empfindlichkeit, seien es epileptische Anfälle oder Versagen der Sinnesorgane… Der Körper ist oft sogar nicht viel mehr als ein unnützes Anhängsel für diese Menschen oder Elfen. Man sieht ihnen ihre Beeinträchtigung nicht unbedingt auf den ersten Blick an, doch ihre blasse Haut, wenig Ausdauer und kränkelnde Konstitution sprechen oft Bände über ihren Zustand. Geistige Stärke und körperliche Schwäche gleichen sich normalerweise etwa aus.

Schwach wie sie sind, besitzen die Erben der Drachen jedoch auch weitere Gaben. Sie schöpfen Energie aus starken Emotionen in ihrer unmittelbaren Nähe. Man könnte das mit der Gesundung eines Kranken verlgeichen, den nach langer Schwäche neue Motivation und Energie zu Taten antreiben. Egal ob es Hass oder Trauer, Freude, Liebe oder Schmerz sind, die die Wesen in ihrer Nähe fühlen, die Drachenerben scheinen aufrechter zu gehen, die Wangen etwas gerötet, die Augen glänzender. Noch einige Zeit, nachdem die Emotionen, Quelle der Kraft, schwächer geworden sind, zehren die Drachenerben von diesem Energieschub. Mögliche Anfälle treten nicht mehr auf, Körper, Sinnesorgane und Herz verweigern nicht mehr den Dienst und erreichen fast das Niveau eines „Gesunden“, der nicht Tag für Tag mit der Schwäche seines Körpers zu kämpfen hat. Vielen ist diese Fähigkeit nicht einmal bewusst, doch andere stacheln ihre Umgebung absichtlich zu Emotionen an, um Kraft zu schöpfen.

Außerdem sind sie in der Lage, die seltene Anwesenheit anderer Drachenerben über mehrere Kilometer hinweg zu spüren. Sie verspüren dann ein unbändiges Bedürfnis, zu jenem Seelenverwandten zu gelangen, ihn zu berühren und mit ihm zu sprechen. Oft kommt es dann auch zu intimeren Begegnungen – doch es ist extrem selten, dass daraus ein Nachkomme entsteht. Falls es jedoch geschehen sollte (in den vergangenen Jahrhunderten wohl nur ein halbes Dutzend Male), ist das Kind mit den gleichen Fähigkeiten und Schwächen wie seine Eltern bedacht – nur in weit stärkerem Maße. Das Bedürfnis nach Nähe flaut normalerweise schon nach kurzer Zeit wieder ab, so dass zwei Drachenerben nicht gezwungenermaßen zusammenbleiben, wenn sie sich einmal gefunden haben.

Nachkommen zeugen die Drachenerben meist nur mit „normalen“ Partnern. Ihre Eigenschaften vererben sie in jedem Fall weiter; wenn sie bei ihren Kindern nicht erkennbar sind, dann mit Sicherheit bei ihren Enkeln oder Urenkeln.

Von vielen der Drachenerben selbst, doch auch von Gelehrten wird vermutet, dass die Drachen ihre Erben zu einem bestimmten Zweck zeugten. Sie sollen angeblich den Menschen den Untergang bringen, den Weg für die Rückkehr der Drachen ebnen – oder aber als Vermittler zwischen Drachen und ihren ehemaligen Feinden dienen, wenn die Zeit gekommen ist. Vermutungen darüber wurden viele angestellt, doch welche der Wahrheit nun am nächsten kommt, kann niemand zweifelsfrei beweisen.

Geschichte

Nachdem die Menschen sich nördlich der Wälder von Sieryan niedergelassen hatten, versuchten die ursprünglichen Bewohner des Landes, Shiín und Drachen, sie aus ihrer Heimat zu vertreiben. Die Shiín wurden besiegt, und auch die Drachen schienen sich letztendlich zurückzuziehen, doch sie benutzten ihre Macht, um etwas von ihrer Magie zurückzulassen. Sie nahmen die Gestalt von Menschen und Elfen an und zeugten Nachkommen.
Viele von jenen Erben der Drachen wurden nach der Geburt getötet oder ausgesetzt, doch manche überlebten… und ihre Linie setzte sich unter Schwierigkeiten, doch beständig fort. Viele flohen aus ihrer ursprünglichen Heimat, dem Osten Alvaranias, denn westlich der Bergketten war kaum etwas von den Drachen bekannt; dort war nie ein Krieg gegen sie geführt worden.

Auch heute noch leben die Erben der Drachen über ganz Alvarania verteilt; im Osten gemieden und oft einsam, im Westen in normaleren Umständen. Einige schafften es durch ihre Intelligenz in führende Positionen, wenn sie die äußerlichen Anzeichen ihres Erbes verstecken konnten, anderen ist aufgrund ihrer Kränklichkeit und womöglicher Anfälle der Weg in die höheren Schichten der Gesellschaft ein Leben lang verwehrt.

Die Menai sind das einzige Volk, von dem Drachenerben verehrt werden. Bei den Wüstenelfen werden sie geachtet bis toleriert. Besonders verfolgt werden Drachenerben im Osten Alvaranias, hier besonders in Arcanis, Mérindar und den Wilden Landen (in dieser Reihenfolge).

Kombination mit anderen besonderen Wesen

Gestaltwandler

Drachenerben können die Gestaltwandleramulette nutzen wie jeder andere auch. Allerdings empfinden sie die Verwandlung als sehr anstrengend. Da der Körper in Tiergestalt nicht von der schwachen Konstitution der menschlichen Gestalt betroffen ist, fällt die Rückverwandlung schwer - unterbewusst sperrt sich der Geist gegen ein Zurückkehren in einen geschwächten Körper. Im tierischen Körper sind somit auch stärkere Anstrengungen als in menschlicher Gestalt möglich. Nach der Rückverwandlung kann das aber eine extreme Erschöpfung des Drachenerben zur Folge haben, da dieser ja geringere körperliche Ressourcen besitzt als das Tier. In manchen Fällen kann dieser Unterschied sogar zum Tod des Drachenerben führen.

Vampire

Drachenerben können mit Vampirismus infiziert werden. Allerdings hat der Virus weit stärkere negative Auswirkungen auf Drachenerben als auf normale Elfen oder Menschen. So wird ihre ohnehin schon schlechte Konstitution noch mehr beeinträchtigt, was die Vorteile der erhöhten Lebenserwartung und der Widerstandskraft gegen Wunden relativiert. Aufgrund der körperlichen Schwäche des Drachenerben und seines eher schwachen Immunsystems hat Vampirblut einen sehr starken, teils gefährlichen und zusätzlich länger andauernden Rausch zur Folge.

Werwesen

Drachenerben, die an dem Werwesen-Virus erkranken, werden durch den Virus zusätzlich geschwächt, da ihr Körper sehr anfällig auf die Viren reagiert. Die Verwandlung bedeutet für sie auch immer ein sehr großer Kraftaufwand, den der geschwächte Körper nach der Rückverwandlung - manchmal sogar, während sich der Infizierte in der Gestalt des Werwesens befindet -, schwer verkraftet und auf den der Drachenerbe mit häufigen (Schwäche)Anfällen reagiert.