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WerwesenDer Virus und die VerwandlungFakten
Der Virus wird von einem Werwesen durch Bisse oder größere Wunden, zum Beispiel durch Kratzer der riesigen Klauen übertragen und verbreitet sich schnell in dem Körper des Infizierten. Außer den Shiín, Elfen und Menschen ist jede andere Rasse immun gegen diesen Virus, auch Vampire. Nach der Infizierung ändert sich das Wesen und Verhalten des Opfers, denn es ist alles andere als leicht, mit der Umstellung zu recht zu kommen. Meist wirken die Betroffenen schon fast geisteskrank oder sie ziehen sich soweit zurück, dass sie sich gar nicht mehr unter Leuten blicken lassen. In der ersten Zeit sind plötzliche emotionale Ausbrüche, darunter auch Wutausbrüche nicht selten, da die Betroffenen meist nicht wissen, wie sie nun mit sich selbst zu recht kommen sollen. Doch zu diesem Verhalten kommt noch eine andere Seite hinzu. Langsam passen sich die Züge des Infizierten immer mehr mit dem Tier in sich an. Und auch das Äußere wandelt sich, wenn auch nur minimal, sodass es Fremden wohl kaum auffällt. Die Augen scheinen tierähnlicher zu werden, sowohl von der Form als auch von der Farbe her. Auch ist es nicht selten, dass die Hände oder Fingernägel leichte Ähnlichkeiten mit den Klauen des Werwesens besitzen oder dass einige Stellen der Haut sogar noch Rückstände von Fell aufweisen. Doch das, was der Virus eigentlich an einem verändert, ist noch viel schlimmer, als nur die Veränderung des Verhaltens. Denn er bewirkt, dass der Infizierte nachts zu einer reißenden Bestie wird. Je nachdem, ob man von einem Werwolf oder einer Werkatze gebissen wurde, schlummert nun in einem selbst diese Gestalt, die in der Nacht zum Vorschein kommt. Die Verwandlung setzt frühestens in der Dämmerung ein, meistens jedoch wenn es schon wirklich dunkel ist und endet spätestens, wenn der Morgen graut. Die Verwandlung in die Werwesengestalt ist durchaus schmerzhaft, denn es weiten sich die Muskeln und Adern und man erreicht eine Größe von bis zu 300 Zentimetern. Der Mund und die Nase werden tierähnlicher, die Zähne wachsen zu einem mächtigen Gebiss heran und auch die Ohren haben dann nichts mehr von dem, was an die normale Gestalt erinnern würde. Während einem ein Schwanz an der Rückseite des Körpers hinaus wächst, wird der größte Teil des Übriggebliebenen von Fell überzogen. In den ersten Monaten setzt die Verwandlung so gut wie jede Nacht ein und ist von unerfahrenen Werwesen nicht zu kontrollieren. Worunter sie noch leiden, ist die Tatsache, dass sie sich zunächst nicht daran erinnern können, was sie getan haben. Und wenn doch, können sie sich trotzdem nicht kontrollieren und sind unfähig, ihren Körper zu lenken. Je älter man wird, desto besser bekommt man sich und den zunächst fremden Körper unter Kontrolle. Man kann langsam beeinflussen, was man tut und erinnert sich an seine Taten, wenn auch nicht gerade mit Stolz auf sich. Mit der Zeit ist die Verwandlung dann auch nicht mehr jede Nacht zwingend und man kann dann mehr oder weniger beeinflussen, ob man sich in das Werwesen verwandelt oder doch in das Tier. Denn dies ist ein weiterer Nebeneffekt. Nicht nur, dass man die Wergestalt durch den Virus bekommt, so bekommt man zeitgleich auch die Tiergestalt mit sich, so dass man also auch die Gestalt eines Wolfes oder einer Katze annehmen kann, je nachdem. Die einzige Nacht, in der man sich tatsächlich nicht verwandelt, sind die, in denen Neumond herrscht. In allen anderen Nächten sind andere Wesen durchaus gefährdet. Geschichte/EntstehungEntstanden sind Werwesen vor etwa 1500 Jahren, also schon vor den Drachenkriegen. Wie genau, das weiß niemand so recht, doch spricht eine Legende von einer Hexe namens Laraya, die zu dieser Zeit lebte und einen schwarzen Zauber über ihren Mann, ihre Tochter und ihren Sohn sprach. Man spricht davon, dass sie von ihrer eigenen Familie immer mehr verstoßen und missachtet wurde, sodass sie sie leiden sehen wollte. So legte sie diesen mächtigen Zauber auf die drei Menschen, die sie einst geliebt hatte. Mit dem Zauber versprach sie ein beinahe ewiges Leben, dass in dem Zwiespalt mit zwei weiteren Gestalten gelebt werden musste. Angeblich soll nur der Tod diesen Virus heilen können und bis dahin wird man viele mit in die Ewigkeit ziehen können, indem man ihnen Wunden zufügt und sie somit ebenfalls mit dem Virus ansteckt. Ob diese Legende stimmt weiß niemand so recht, doch gehen bisher alle davon aus. Bei dem weiteren Verlauf der Geschichte der Werwesen ist man sich jedoch sicher, dass sie stimmt. Nach vielen Jahren, erst nach den Drachenkriegen, tauchten plötzlich Missbildungen unter den Werwölfen und Werkatzen auf. Diese Einzelnen wurden bis zur östlichen Küste Alvaranias gejagt und über das Meer vertrieben. Schließlich entstand daraus eine ganz eigene Rasse – die Tigún. So wie bei den Verjagten entstand auch unter den anderen Werwesen ein Krieg zwischen den Werwölfen und Werkatzen. Keine der beiden Gruppen siegte, stattdessen gingen sie nach mehreren Kämpfen getrennte Wege und meiden sich seitdem. Auch heute noch sind Werwesen nicht sonderlich gut aufeinander zu sprechen. RestlichesWie auch bei den Tigún haben sich die Sinne von Werwesen stark weiter ausgeprägt. So ist es selbst in ihrer normalen Gestalt nichts Ungewöhnliches, wenn sie besser riechen, hören und sehen können als die Leute, die in ihrer Gesellschaft sind. Mehr zum Thema:
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