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ChimairenHeimatDie Chimairen (Einzahl Chimaira bzw. Chimaire) leben in Khirundan, dem Land südlich der Steppe und zwischen zwei großen Bergketten. Die Landschaft ist sehr vielfältig; man findet dort Flach- und Hügelland, Wälder, offene Steppenlandschaften und viele Seen. Das Klima ist am Meer ganzjährig eher mild und regnerisch, während die jährlichen Temperaturunterschiede mit zunehmender Entfernung zum Ozean immer größer werden. Im Winter sind kalte, von Norden kommende Stürme häufig, während im Sommer milde Luft vom Meer ins Landesinnere getragen wird. Die Chimairen sind ihrer Heimat sehr verbunden und verlassen sie nur sehr selten. Von anderen Rassen dichter besiedelte Gebiete meiden sie, da sie damit rechnen müssen, von den dort Ansässigen vertrieben zu werden. Demzufolge sind Chimairen, wenn überhaupt, außerhalb von Khirundan sehr selten zu finden und ein ungewöhnlicher Anblick - in ihrer Heimat trifft genau das Gegenteil zu. Dort gibt es keine Ansiedlungen anderer Rassen, nur Reisende durchqueren das Land manchmal. Chimairen und andere VölkerEs hat seine guten Gründe, warum Chimairen zurückgezogen in ihrer Heimat leben und kaum einer von ihnen sie jemals verlässt: Besonders von den Menschen, aber auch von anderen Rassen werden die Chimairen als gefährlich, unnatürlich und unmenschlich angesehen. Sie werden wie Tiere gejagt, ihnen werden keine Intelligenz und keine Gefühle zugesprochen. Nur sehr wenige Angehörige anderer Rassen sind dazu bereit, die Menschlichkeit der Chimairen anzuerkennen. Doch zu viele Chimiaren mussten schon offene Ablehnung außerhalb Kirundans erfahren, so dass sie heute fast ausschließlich innerhalb ihrer Stammesgebiete bewegen und jeden Kontakt mit den Menschen vermeiden. Die Gefahr, die von diesen ausgeht, wird schon den Kindern eingebläut. Wenn sie die Abenteuerlust packt (was selten genug geschieht, meist verlassen Chimairen nur unfreiwillig ihre Heimat), dann reisen sie in von Menschen wenig besiedelte Gebiete und meiden die Städte. Mischlinge zwischen Chimairen und anderen Rassen sind daher extrem selten - nicht nur, weil die Kontakte zwischen den Rassen so selten sind, sondern auch weil sie untereinander nicht besonders fruchtbar sind. Wenn dann doch einmal ein Mischlingskind geboren wird, dann hat es meist weniger tierische Merkmale als das Chimairen-Elternteil. Möglich sind außerdem ungewöhnliche Mischungen der Chimairen- und Menschenmerkmale: tierische Behaarung an sonst menschlich geformten Körperteilen oder anders herum, asymmetrische Verteilung der Tiermerkmale und weitere Absonderlichkeiten. Meist zeigen Mischlinge außerdem Behinderungen verschiedenster Art - von verkrüppelten oder funktionslosen Tiermerkmalen bis hin zu geistigen oder Entwicklungsstörungen oder versagenden Sinnesorganen. Mischlinge sind fast immer unfruchtbar und können keine Nachkommen zeugen. Aussehen
Die Chimairen sind Mischwesen zwischen Mensch und Tier. Sie weisen sowohl eindeutig menschliche als auch tierische Merkmale auf. Diese können ganze Körperteile (z.B. bei den Zentauren) oder auch nur weniger auffällige Merkmale wie Fell, Klauen, Zähne oder Schuppen sein. Da die Chimairen aus den Gestaltwandlern entstanden sind, gibt es nur eine begrenzte Anzahl an in Frage kommenden Tieren. CharakterIhrem Tier-Anteil haben es die Chimairen zu verdanken, dass viele von ihnen aufbrausend und ungezähmt sind. Streitereien, auch mit tödlichem Ausgang, sind nicht selten – auch wenn es viele Versuche gibt, Streit rituell beizulegen. Andererseits sind viele von ihnen, besonders die Zentauren, sehr sozial und ihrer Gruppe gegenüber absolut loyal. Im Großen und Ganzen sind aber genau wie bei den Menschen alle Charaktereigenschaften vertreten, von sanftmütig bis kriegerisch, von geduldig bis unbeständig, von eitel bis bescheiden. FähigkeitenDie Chimairen besitzen einige Fähigkeiten ihres tierischen Teils. Dies sind meist etwas bessere Sinne, teilweise auch körperliche Stärke oder Geschicklichkeit. Es sind jedoch nicht nur Vorteile, die sie aus dieser Kombination von tierischen und menschlichen Eigenschaften ziehen. Mehr dazu ist in den Texten zu den einzelnen Stämmen nachzulesen. Neben ausdauernden Jägern und geduldigen Sammlern sind viele von ihnen geschickte Handwerker. Kultur und LebensweiseDie Chimairen leben nach Tier getrennt in Stämmen, die sich dann weiter in Untergruppen aufteilen. Sie sind hauptsächlich Jäger und Sammler, ähnlich wie die Steppenreiter. Daneben sind sie auch handwerklich geschickt, während sie nur sehr wenig Landwirtschaft betreiben. Die Rohstoffe für ihre Handwerkskunst stammen von ihnen selbst, teilweise auch von den Steppenreitern oder den Bergelfen. Sie verarbeiten besonders Knochen, Leder und Holz, aber auch Metall. In der Metallbearbeitung sind sie zwar längst nicht so fortschrittlich wie die Bergelfen, sie stellen jedoch einfache, praktische Produkte her, die ihnen besonders die Steppenreiter gern abkaufen. Die Wohnstätten der Chimairen sind weit über Khirundan verteilt. Es gibt nicht besonders viele Vertreter dieser Rasse, und die wenigen leben recht zurückgezogen, so dass im restlichen Gebiet Alvaranias kaum etwas über sie bekannt ist. Besonders die Stämme, die sehr auffällige Tiermerkmale tragen (z.B. Minotauren und Kentauroi), vermeiden es, sich den Menschen oder Elfen zu zeigen und bleiben lieber unter sich. Es muss schon ein sehr bedeutsamer Grund sein, der sie dazu veranlasst, ihre Heimat zu verlassen. Außerhalb von Khirundan müssen sie auf Erstaunen, Erschrecken, Angst oder direkte Feindseligkeit, wenn nicht gar den Tod gefasst sein. Unter den Steppenreitern, den Orks und den Bergelfen haben sie am wenigsten zu befürchten. ReligionDie Chimairen haben eine Naturreligion ähnlich der der Steppenreiter und Orks. Die Elemente, den Himmel und Naturgewalten sehen sie als mächtige Geister, die ihnen Schaden zufügen oder Glück bringen können, wie es ihnen beliebt. Amogdú, der die Gestaltwandler-Amulette erschuf und damit den Grundstein für ihre Entstehung legte, verehren sie als ihren Urvater. MagieChimairen sind nicht fähig, Natur- oder Elementarmagie zu wirken. Sie sind auch nicht in der Lage, ihre Gestalt zu wandeln, auch wenn das in vielen Sagen behauptet wird. Geschichte
Die Chimairen entstanden vor mehreren hundert Jahren aus Gestaltwandlern. Unter diesen gab es einige, die die Macht der Amulette zu häufig nutzten und so immer mehr Merkmale des Geistertiers übernahmen. Obwohl sie aufgrund dessen in fast allen Fällen von ihrer Gemeinschaft ausgestoßen und von allen gemieden wurden, gab es einige wenige, die diese tierischen Merkmale an ihre Kinder vererben konnten. Zuerst nur sehr vereinzelt, gab es mit der Zeit immer mehr solcher Tierwesen, denn die Macht der Amulette wurde häufig missbraucht. Nachdem sich einige Kentauroi im kaum besiedelten Khirundan niedergelassen hatten, hörten andere Chimairen davon und folgten ihnen dorthin. Mit der Zeit entwickelten sie ihre eigene Kultur, die jedoch noch immer einige Elemente der Kulturen beinhaltet, denen ihre menschlichen, orkischen oder elfischen Vorfahren angehörten. |
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