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Dämonen
Dämonen sind besessen von Elementarmagie. Wer wen beherrscht ist oft unklar. In ihren Adern lebt die Magie, sie pulsiert in ihrem Herzen und ist ein beständiger Teil von ihnen. Das bringt gewisse Vorteile mit sich, aber auch Nachteile, wenn sie den anderen Teil in sich nicht lernen zu kontrollieren und ihm vor allem in jungen Jahren unterlegen sind. Es gibt Feuer-, Wasser-, Eis-, Erd- und Luftdämonen. HeimatDämonen sind heimatlos. Es gibt, glücklicherweise wohl, keine Siedlung in der sie zusammen leben. Sie streifen durch die Lande, alleine und oft auch einsam. Untereinander meiden sich Dämonen, was dazu führt, dass es auch keine Familien im klassischen Sinne von ihnen gibt. Kinder von Dämonen werden schon früh sich selbst überlassen und die Eltern trennen sich schon vor der Geburt des Kindes. So entstand nie ein Ort, an dem sie zusammen leben und da sie sich meiden, geht jeder ohne Heim seine eigenen Wege. Ihre Heimat ist dort, wo sie akzeptiert werden und das ist oft in der Einsamkeit. AussehenDämonen sind große Gestalten, die im Schnitt eine Größe zwischen 180 und 210 Zentimetern erreichen, womit sie die meisten Menschen überragen. Nur sehr wenige unterschreiten diese Grenze, es kann aber vorkommen, dass sie noch größer werden. Durch ihre hohe Gestalt strahlen sie oft eine gewisse Autorität aus und nicht nur wegen ihr fürchten sich viele vor Vertretern dieser Rasse. Die Farbe ihrer Augen ist intensiv, meist rot, gelb, blau oder grün, ob nun hell oder dunkel sei dahin gestellt. Sie schauen stechend aus dem zumeist markanten und charakteristischen Gesicht heraus und vielen fällt es schwer, dem merkwürdigen Blick aus ihnen stand zu halten. Ihre Haare sind ebenfalls von einer intensiven Farbe, was es den Dämonen nicht gerade leichter macht unauffällig zu wirken. Meist richtet sich die Haarfarbe nach dem Element, das in ihnen tobt, sodass sich meist ein Blaustich bei Wasserdämonen und Rotstich bei Feuerdämonen einschleicht, aber nicht zwingend passen muss. Ihre Kleidung ist je nach Nutzen und Vorliebe unterschiedlich. Die einen bevorzugen lederne Rüstungen, während sich andere in normale Gewänder kleiden. Furchteinflößender als ihre befremdliche Art an sich ist das zweite Gesicht, das sie besitzen. Wortwörtlich. An ihrem Hinterkopf tragen sie ein zweites Gesicht, meist Fratzenähnlich, das sie erst lernen müssen zu kontrollieren. Denn in den jungen Jahren ihres Lebens ist das Gesicht schwer zu kontrollieren, es erscheint wann es will und bewegt sich wie von selbst. Es ist wie eine zweite Seele, ein eigenständiger Teil des Körpers, der erst bezwungen werden muss. So kann es durchaus vorkommen, dass es teilweise seinen eigenen Willen entwickelt. Später dann, wenn der Dämon gelernt hat, es zu kontrollieren, wird das zweite Gesicht unter der Haut verborgen. Es verschwindet einfach, als würde es im Hinterkopf versteckt werden, Haut und Haare nehmen seinen Platz ein, wenn der Dämon es will, sodass es keinen Hinweis mehr auf den anderen Teil gibt. Ansonsten wird dieses zusätzliche Gesicht gerne zur Abschreckung genutzt und somit oft nur in passenden Situationen gezeigt. Werden Dämonen aggressiv, unterliegen einfach den Kräften der Magie oder stellen diese bewusst zur Schau, verändert sich ihr Aussehen und erst dann wird einem klar, wie der Dämon tatsächlich aussieht. Ihre Haare und Augen scheinen dann zu glühen und zu flackern. Ihr Gesicht scheint sich zu verzerren und verändert sich auf Grund der magischen Ströme in ihren Adern. So ist es nicht selten, dass dem Dämon in dieser Form zusätzliche Extremitäten wachsen, ein drittes Auge oder ein weiterer Mund kommen hinzu und auch die Bildung von Stacheln und Klauen ist keine Seltenheit. Die dämonische Gestalt formt sich also bei jedem Dämon individuell, sieht bei jedem Ausbruch aber identisch aus. CharakterMachtbesessen, herrsüchtig, ignorant, egoistisch, Angst einflößend und gruselig. Dies sind die Wörter, die anderen Völkern einfallen, wenn sie an diese Rasse denken. Und sicherlich stimmt dies auch, denn selten kam ein freundlicher, verstehender Dämon daher, der anderen als sich selber half. Oft haben sie nichts Gutes im Sinn, überlegen erst was für Vorteile ihnen etwaiges Handeln für sie bringt und sind rücksichtslos, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen. Selten sind sie friedliebend, was ihnen schon die Reaktionen anderer Wesen auf sie schwer machen dürfte, da sie von allen gefürchtet, gemieden und gehasst werden. Dämonen nehmen sich, was sie brauchen und verschwinden dann wieder. Hier und dort hört man von Dämonen, die nicht in zerstörerischer Wut daher kamen, doch die waren alt. Sie hatten mindestens schon ein Viertel eines Dämonenlebens gelebt. Viel Zeit, um sein Wesen unter Kontrolle zu bringen, zu lernen, wie man sich beherrscht und wie die Magie nicht überfließt. Doch wenigen Dämonen liegt etwas daran überhaupt „nett“ zu sein. Es entspricht nicht ihrem Wesen viel über sich und ihre Zerstörungskraft nachzudenken. Wenige denken darüber nach, was sie getan haben. Und nur jenen wenigen ist es möglich sich zu beherrschen, wenn sie einen Sinn darin sehen, wie ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Denn die Dämonen sind eine stolze Rasse. Auch wenn sie sich untereinander nicht mögen, wollen sie sich vermehren. Ein dämonisches Alvarania ist in ihren Augen von großem Wert. Nur mit Gefühlen können sie nicht allzu viel anfangen, weshalb sie auch ihren Nachwuchs nicht lange im Leben begleiten. Damit dieser von reinem Dämonenblut ist, nehmen sie es sogar in Kauf mit einem anderen Dämonen zusammen kommen – nur dafür, denn für Liebe und Zuneigung sind sie nicht sehr anfällig. WaffenIhre Waffe ist die Elementarmagie. Wieso mit Klingen kämpfen, wenn es so einfach ist Magie zu wirken. Dafür gibt es nur selten einen Grund. Sie bestehen aus Magie, also ist es naheliegend damit zu kämpfen und sich zu verteidigen. FähigkeitenViele Dämonen empfinden das Spiel mit der Magie als Segen, wenn sie erst gelernt haben, Herr über ihre magischen Kräfte zu sein. Es ist immer nur ein Element, das dem Dämonen inne wohnt. Das zweite Gesicht scheint da schon mehr ein Fluch zu sein, der aber ein recht nützlicher Zusatz ist, um Feinde abzuschrecken oder in die Flucht zu schlagen. Doch auch dieses Gesicht muss erst einmal beherrscht werden. Es ist ein schwieriger Weg Körper, Geist und Magie in Einklang zu bringen. Kultur und LebensweiseDämonen sind Einzelgänger. Es gibt keine Stadt der Dämonen noch andere Ansammlungen von ihnen. Sie meiden sich untereinander und treffen wenn dann nur zufällig aufeinander. Diese Treffen enden nicht selten mit schweren Verletzungen. Ist aber gerade die richtige Zeit, kann es auch zu Nachkommen kommen. Nach 7 Monaten der Schwangerschaft erblickt ein junges Dämonenkind das Licht der Welt und wird dabei nicht zimperlich behandelt. So wie die nächsten Jahre auch. Nur 5 Jahre bleiben Mutter und Kind zusammen. In ihren Augen ist das Kleine nur ein Anhängsel und auch wenn sie sich im Grunde Nachkommen ihrer Art wünschen, möchten sie doch nicht verantwortlich dafür sein. Ein Dämonenleben ist zunächst kein leichtes. Die Mutter achtet kaum auf das Kind, liebkost es nicht und lässt es oft denken, es sei wertlos. Trotzdem ist jede Mutter stolz, wenn sich schon früh das dämonische Gemüt in ihrem Kind zeigt. Wenn es 5 Jahre alt ist, geht sie einfach. Kein Dämon kann sich an seine Mutter erinnern. Sie hinterlässt nur schemenhafte Erinnerungen. Was viel mehr bleibt ist die Angst ums Überlegen, die Angst vor dem Verhungern und vor dem Sterben. Wenn Dämonen Glück haben nimmt sich ihnen jemand an. Doch die unkontrollierten Ausbrüche der Magie und das zweite Gesicht, das noch sein Eigenleben führt, wirken sehr abschreckend auf andere und schnell überlegen sich es herzensgute Menschen anders. Einige Dämonen sterben in dieser Zeit, die meisten jedoch beweisen einen eisernen Überlebensinstinkt. Auch wenn sie erst 5 Jahre alt sind, sind sie zu der Zeit schon weiter entwickelt als beispielsweise Menschenbabys, wodurch manche schon eine gewisse Intelligenz und Verstand besitzen. Trotzdem ist das Leben nicht einfach. Es ist dennoch schwer genug die Magie, die sie in sich tragen zu zügeln. Oft bricht die Magie bei intensiven Gefühlen einfach aus ihnen heraus und richtet dabei große Schäden an. Der eigene Körper ist schwach und ausgelaugt danach. Gleichzeitig müssen sie mit dem zweiten Gesicht klar kommen, das wie eine zweite Seele im selben Körper zu sein scheint und in den ersten Jahren ein gewisses Eigenleben führt. All das steht dem Dämon auf seinem Weg zum Erwachsenwerden im Weg. Und diesen müssen sie eben deshalb oft alleine bestreiten. Etwa 50 Jahre brauchen Dämonen, um ihre gegebenen Kräfte unter Kontrolle zu halten, auch wenn dies selbst dann einigen nicht immer gelingt. Ein Viertel der zu erwartenden Lebensspanne oder mehr brauchen sie, um auch ihre Gefühle und die damit oft einhergehende Aggressivität zu kontrollieren. Viele alte Dämonen hat die Lebenserfahrung besonnener und sogar fast freundlich gemacht. Es kommt natürlich auch auf die Lebensumstände an, ob sich der Charakter eines Dämons noch ändert. Jene, die in einem aggressiven Umfeld aufgewachsen sind und wegen ihrer Art gemieden wurden, werden vermutlich größere Schwierigkeiten damit haben, sich zu ändern und ruhiger zu werden. Jene werden wohl noch größeres Übel mit ihrer Magie anrichten und weiter dazu bei tragen, dass ihre Rasse eine der gefürchtesten im Land bleibt. Mit etwa 300 Jahren stirbt ein Dämon. Dabei altern sie jedoch nicht wie Menschen. Sie werden nie älter aussehen als ein 60-jähriger Mensch. Ihr Aussehen altert viel zu langsam, sodass sie die meiste Zeit ihres Lebens wie ein mittelalter Mensch aussehen. Wenn sie sterben, so sagt man, dann tun sie dies, weil die Magie in ihnen erlischt und ihren Tribut für all die Taten fordert, die sie verursacht haben. ReligionDa Dämonen in keinem bestimmten Umfeld aufwachsen, lehrt ihnen auch niemand den Glauben an einem bestimmten Gott. MagieSie bestehen aus Magie und herrschen über diese, wenn sie erst einmal gelernt haben sie zu beherrschen. Während das Talent zur Elementarmagie bei anderen Völkern gefördert werden muss, gehört ein Element untrennbar zu einem Dämon und dieses kann er von Geburt an einsetzen. Es gibt Feuer-, Wasser-, Erd-, Luft- und mittlerweile auch Eisdämonen. Je nachdem fallen auch die Zauber aus, die sie beherrschen. Für sie entfallen die Kategorien der Zauberstufen. Für sie gilt es, das Element erst einmal überhaupt unter Kontrolle zu bringen. In jungen Jahren haben sie oft unkontrollierte Ausbrüche, in denen sie nicht mehr Herr ihres Körpers und der Magie in diesem sind. Es ist ein beschwerlicher Weg die Magie unter Kontrolle zu bringen und gezielt Zauber zu wirken. Trotzdem haben auch Dämonen keine unerschöpfliche Kraft und Energie um Zauber zu wirken. Vor allem überschätzen sich junge Dämonen gerne einmal und dann passiert es nicht selten, dass die Magie über den Körper triumphiert und sich dieser erst einmal wieder erholen muss. Ein Dämon wird immer nur sein Element beherrschen können. Selbst wenn sich ein Dämon mit Menschenblut vermischt wird dieser Halbdämon die Magie seines dämonischen Elternteils in sich tragen. Entweder wird diese durch das Mischblut schwächer oder das Kind hat umso mehr Schwierigkeiten mit der magischen Macht. Auch das zweite Gesicht wird der Nachkomme tragen, denn das Erbgut der Dämonen ist immer dominant. GeschichteDie Entstehung der Dämonen liegt weit zurück. Schon früh war die Magie Teil Alvaranias und so entstanden auch schon vor vielen Jahrtausenden die Dämonen. Das erste Wesen dieser Art entstand während der Drachenkriege, also vor etwa 1400 Jahren, durch die Hand des schwarzen Magiers Jeran. Dieser war so mächtig und vor allem Macht besessen, dass er seine eigene Taktik entwickelte, um den großen Krieg für sich zu entscheiden oder wenigstens etwas in dieser Welt zu bewirken. So erschuf er den ersten Dämon, aus Magie bestehend und sie bis heute hin beherrschend. Zu diesem Dämon, der das Feuer beherrschte, kamen weitere Dämonen der anderen Elemente hinzu. Und Jeran hatte sein Vorhaben ohne diese Kreaturen gemacht. Unter den einzelnen Dämonen kam es zu Streitigkeiten und Kämpfen und schließlich entwickelten sie ihren eigenen Willen. Dies bedeutete Jerans Tod. Er starb durch die Wesen, die er erschaffen hatte, bevor er sie für sich in den Krieg schicken konnte. Die Dämonen selbst trennten sich danach. Sie waren nicht darauf aus, sich gegenseitig umzubringen. Sie wollten leben und die Welt entdecken. So verbreiteten sie sich über ganz Alvarania. Viele blieben schließlich an den Orten, an dem die Eigenschaften ihres Elements vorherrschend waren. Zuerst lebten sie noch zurück gezogen. Doch dann lernten sie ihre Macht zu schätzen und setzten sie nur zu gerne ein. Doch weil sie nie viele waren, kam es bisher auch nicht dazu, dass sie die Oberhand gewannen und im Krieg letztendlich keine große Rolle mehr spielten. Mehr zum Thema:
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