Elfen

Allgemein

Die Elfen waren unter den ersten Völkern, die den Kontinent Alvarania bewohnten – nach ihrer eigenen Schöpfungsgeschichte sind sie die Kinder Jonlais, des Gottes der Magie, der sie durch seine Macht aus den vier Elementen schuf. Sie lebten in den südöstlichen Wäldern und hatten nicht viel Kontakt mit anderen Wesen. Einige Jahrhunderte vor der Ankunft der Menschen jedoch gab es einige Elfen, die gegen das Königspaar rebellierten und sich unter ihre Herrschaft nicht unterordnen wollten. Diese Gruppe wurde ausgestoßen und zog sich in die Berge zurück, wo sie von nun an im Verborgenen lebten. Sie brachen alle Kontakte zu den königstreuen Elfen ab und gründeten ihr eigenes Reich. Sie werden heute die Bergelfen genannt. Als die Menschen nach ihrer Ankunft nach Norden zogen und Krieg gegen die Shiín und Drachen führten, zogen einige abenteuerlustige Elfen mit ihnen und kämpften auf ihrer Seite. Auch nach dem Sieg und der Eroberung der neuen Heimat blieben sie bei den Menschen und gründeten mit ihnen zusammen die Nordreiche – deshalb werden sie auch Nordelfen genannt, um sie von den anderen Elfenvölkern zu unterscheiden. Schließlich gibt es noch die Wüstenelfen, die im nördlichen Teil der Wüste Cala an Darh leben. Sie zogen einst unter der Führung Whiryns, eines Drachenerben, Richtung Westen – angeblich um ein besonders seltenes, magisches Metall zu finden. Ob sie es fanden und warum sie dort blieben weiß heute niemand mehr, denn sie selbst sprechen darüber nicht.

Aussehen

Es gibt einige Merkmale, die die Elfen von anderen Rassen unterscheiden: Sie erreichen durchschnittlich eine Größe von 175cm und sind dabei von eher schmaler, wendiger Gestalt. Sie sind sehr langlebig und erreichen das doppelte Lebensalter wie ein Mensch, also ca. 160 Jahre. Daneben sind es die mehr oder weniger spitzen Ohren und die sehr intensiven Augenfarben, die sie von anderen Völkern unterscheiden. Außerdem haben alle Elfen schwarze Haare, nur unter den Waldelfen kommen selten einmal dunkelbraune Haarfarben vor. Unter den einzelnen Völkern gibt es einige Abweichungen von diesen Merkmalen: Die südlichen Wald- und die Wüstenelfen werden meist etwas größer, die Bergelfen kleiner als Menschen. Unter den Nordelfen gibt es – außer in einigen Adelsfamilien – kaum noch reinrassige Elfen, weshalb sich die verschiedenen Merkmale (Haarfarbe, Alter, Größe) mit der Zeit an die der Menschen angeglichen haben.

Charakter und Fähigkeiten

Allen Elfen gemeinsam ist eine ausgeprägte elementarmagische Begabung und eine künstlerische Ader. Außerdem sind sie schon von alters her für ihre überaus geschickte Bearbeitung von Metall bekannt. Darin tun sich besonders die Bergelfen hervor. Gemeinsame Charaktermerkmale haben die Elfenvölker kaum – weiteres dazu sollte also in den Texten zu den einzelnen Völkern gelesen werden.

Religion

Alle Elfen glauben an die Sieben Götter. Es ist jedoch je nach Volk unterschiedlich, welcher der Sieben an der Spitze des Pantheons steht.

Vergleich Menschen- und Elfenalter

Die linke Spalte gibt einen Hinweis auf das „geistige“ Alter bzw. das Aussehen des Elfen. Das bedeutet: Ein 16-jähriger Elf sieht so aus und benimmt sich so wie ein zehnjähriges Menschenkind.

Mensch Elf Halbelf
0 0 0 In der Kindheit ist der Unterschied in der Entwicklung zwischen Menschen und Elfen am deutlichsten. Ein Elf wird sich im Vergleich zu einem gleichzeitig geborenen Menschen deutlich langsamer entwickeln, was geistige und körperliche Fähigkeiten sowie das Aussehen angeht. Er wird beispielsweise später anfangen zu sprechen, zu laufen, oder in der Lage sein, sich auf Unterricht zu konzentrieren.
5 8 6,5
10 16 13
15 24 20 Elfen wirken von außen betrachtet länger jugendlich als Menschen, haben geistig aber meist schon den Stand erwachsener Menschen erreicht. So mag man erstaunlich weise Worte von einem nicht älter als 25 Jahre wirkenden Elfen hören. Andererseits dauert z.B. die Pubertät mit ihrem Wunsch nach Selbstbestimmtheit, Rebellion und Stimmungsschwankungen bei den Elfen einige Jahre länger als bei Menschen (ca. 9 statt 6 Jahre).
20 32 26
25 43 34
30 51 41 Im Erwachsenenalter unterscheiden sich gleich alt aussehende Elfen und Menschen durch die Menge an Lebenserfahrung und Fähigkeiten. Ein Elf, der so aussieht wie ein vierzigjähriger Mensch, hat tatsächlich schon 72 Jahre hinter sich und in dieser Zeit viel Zeit gehabt, Wissen und Erfahrungen zu sammeln.
35 60 47
40 72 56
45 81 63
50 90 70
55 105 80
60 114 87
65 124 94
70 140 105 Auch Elfen werden irgendwann alt und gebrechlich. Sie haben in hohem Alter eine für Menschen unglaubliche Menge an Wissen und Lebenserfahrung angesammelt, sind aber nicht vor dem Verfall des Körpers und des Geistes geschützt.
75 150 113
80 160 120

Sprache

Alle vier Elfenvölker verstehen sich untereinander. Die Worte sind trotz der Entfernungen über die Jahrhunderte fast gleich geblieben und wurden nur um Begriffe verschiedener anderer Sprachen ergänzt.

Wortliste

Drache - Ajun
Elfen - Shiyae
Familie - Calidh
Feind - Gudwyran
Festung - var
Feuer - Nerathy
Freund - Elaras
Freundin - Elarasin
Hass, Zorn - ishgarad
Jahr - tianvora
Kälte - Azîra
Krieger - Rutarod
Kriegerin - Rutarodin
Land - esten
Licht - Tyu
Mauer - daran
Mensch - Athareon
Ork - Langrûk
Schwert - Ghanume
Sieg - ashach
Sonne - Tyrellian
Tag - Tyuka
Tod - dúnue
Volk - cailid
Wolf - Serígu
1000 - dêd
2 - Tay
3 - wair

denken - cal
entzünden - vahale
gebieten - yas
haben - dorcu
kämpfen - segran
kommen - laracin
können - lierith
leuchten - Tara
sagen, sprechen - Bénta
schützen - sian
sehen - Ráya
sein - tan sollen - Sincani
tun, machen - Colú
versengen, brennen - malhar

als - Den
bei - un
für - Shuya
hinter - elen
mit - Gu
nun, jetzt - Lenaid
und - egun
in, im - Nir
von (aus) - Sen'
vor - fena
zwischen - ambin

kurze Grammatik

Mehrzahl vorletzter Vokal verdoppelt z.B gudwyran → gudwîran; ghanume → ghanûme
Zukunft E [Verb] (n)ar dorcu → edorcunar
Vergangenheit A [Verb] (n)ur dorcu → adorcunur
aktives Partizip (n)dia bénta (sprechen) → béntadia (sprechend)
ich du er/es sie wir ihr sie
Nominativ (wer) ley tan tun tayn led
Genitiv (wessen; angehängt ans Substantiv) -ey -an -un -ayn -ed
Dativ (wem) -leya -tana -tuna -tayna -leda
Akkusativ (wen) -ley -tan -tun -tayn -led

Imperativ „a“ vor dem Verb

Beispiele:

Männlich/sächlich sind alle Substantive, die nicht konkret weiblich sind (z.B. Personen, Tiere)

ich schütze - ley sian
schütze mich - sianley
ich schütze den Freund (männlich, Akkusativ) - ley sian cailitun