Elvoin

Heimat Nogorath
Aussehen 168cm/180cm? groß, schlank, schwarze, krause oder gelockte Haare, dunkel grünbraune Haut, grüne Augen
Charakter zurückhaltend, freundlich aber nicht aufdringlich, ruhig und überlegt
Fähigkeiten Wildnisleben, Kräuterkunde, Mathematik

Gebiet/Lebensweise

Die Elvoin leben in den Sümpfen im Nogorath, dort wo sich Schlamm mit Wasser zu einer brauen-grünen schleimigen Masse vermischt hat. An manchen Stellen jedoch kommt das Wasser doch mehr durch als der Schlamm. Dort sind die Häuser der Elvoin gebaut, auf Stegen, die in die Flüssigkeit hinein reichen. Pfähle aus Holz halten den Holzboden der Hütten, halten die vier Wände und das Dach, das mit Schilf bedeckt ist. Die Häuser sind an den Ufern der kleinen Flussläufe verteilt. Einzig mit kleinen Booten lassen sich die Hütten erreichen, wenn man nicht in den Sumpf hinab gezogen werden will.

Ihre Nahrung beziehen die Elvoin aus den fruchtbaren Teilen des Waldes, in dem sie leben. So gehören vor allem Pflanzen und exotische Früchte zu ihrem Essen. Selten wagen sich auch Händler oder Reisende in die Sümpfe, mit denen sie handeln, wenn sie ihnen gut gesinnt sind. Wenn die Nahrung knapp wird, ziehen sie auch selbst einmal los, wenn auch ungern.

Pose: M. Ranum/One-with-no-color
Copyright: Anne Mohr

In ihren Hütten, die recht klein sind und nur so viele Zimmer wie nötig aufweisen, hängt allerlei Zeug von der Decke und den Wänden. Federn, Felle, aber vor allem Ketten und Pflanzen. Sie schlafen auf einfachen Matten und haben auch sonst keinen hohen Lebensstandard. Sie sind einfaches Wohnen gewöhnt und wissen gar nicht, dass es bessere Umstände geben kann. Und auch, wenn ihnen wenig Platz ausreicht, würden sie nicht schlecht staunen, wenn sie einmal ein Haus in menschlichen Städten sehen würden, da es ganz sicher größer und komfortabler sein würde.

Die Kinder werden früh sich selbst überlassen, um Selbstständigkeit zu lernen. Es ist nicht so, dass niemand Zeit hätte, sich um die Kinder zu kümmern, doch die Elvoin tun es einfach nicht. Sie lassen sie tun, was sie wollen, aber ein gewisses Maß an Erziehung gibt es dennoch. Jene geht von Mutter und Vater gleichzeitig aus, auch wenn die Mutter stets das letzte Wort hat. Da die Elvoin viel Wert auf den Handel legen, bringen sie ihren Kindern schon früh das Rechnen bei. Lesen und Schreiben jedoch halten sie für nicht so wichtig. Wenn sie dies an ihren Nachwuchs weiter geben wollen, dann tun sie dies. Wenn nicht, dann ist das ihre Entscheidung. Mit 10 Jahren werden die ersten mit auf die Jagd genommen und mehr in das alltägliche Leben integriert. Die Kinder lernen das Fertigen von Kleidung, das Kochen von selbst zerlegtem Fleisch, das Bootsbauen und –fahren, das Kämpfen, das Lesen aus Dingen und alles Mögliche. Ob ein Kind diese Fähigkeiten dann auch weiter verfeinert, ist ihm selbst überlassen. Wenn es keine Lust dazu hat, mehr zu lernen, dann wird es auch nicht gezwungen.

Mit 17 Jahren gilt ein Elvoin als erwachsen. Dann muss er seine eigene Hütte bauen, ob nun Frau oder Mann. Es darf zwar Hilfe gefordert werden, aber man muss zeigen, dass man selbst das meiste zum Erbau der neuen Hütte beiträgt. Vererbt werden die Hütten nie, außer die Eltern, Großeltern oder ältere Verwandten sterben, bevor ein Elvoin 17 Jahre alt ist. Dann darf er diese Hütte übernehmen.

Aussehen

Was als erstes an den Elvoin auffällt ist die dunkle Farbe ihrer Haut. Vom Weiten mag man meinen, dass diese Bräune von der Sonne her rührt, doch beim genaueren Hinsehen erkennt man auch noch den grünlichen, dunklen Ton, der ihre Haut überzieht. Auch erscheint das Braun nicht mehr ganz so, wie eben noch. Eher könnte man der Meinung sein, die Elvoin hätten gerade ein Schlammbad genommen. Dafür ist sie ungemein weich und zart. Ihre Körper sind meist schlank und ca. 168cm (Frauen) und 180cm (Männer) groß. Ihre Ohren sind etwas kleiner im Vergleich zu denen der Menschen und ihre Augen leicht schräg gestellt. Stets sind sie von grüner Farbe, ob es nun die Farbe von dunklem Moos oder hellem, frischem Gras ist. Ihre Lippen sind noch dunkler, als ihre Hautfarbe und hinter ihnen verbergen sich auffallend helle Zähne. Jene sind kürzer als bei den Menschen, erreichen nur dreiviertel dieser Größe.

Ihre Kleidung besteht aus Pflanzen. So flechten und knüpfen sie Hemden, Hosen, Röcke und alles andere, was sich zum Anziehen eignet aus jeglichen Pflanzen, die sich dazu nutzen lassen. Meist geht ein wohltuender Duft von den Elvoin aus, denn sie sind gelehrt in der Kräuterkunde und nutzen Pflanzen auch für ihre Körperpflege. Der überaus gute Geruch passt nicht zum Aussehen dieser Wesen und lässt so manchen stutzig werden.

Auch in ihrem Haar tragen sie allerlei Pflanzen. Ob nun Wurzeln, Kräuter, Blätter oder Zweige, eben alles, was ihnen zwischen die Finger kommt. Ihre Haare sind von einer tiefen Schwärze und bekommen nur durch die grünen Pflanzen etwas Farbe. Meist sind sie gelockt und zerzaust, nur die wenigsten haben gänzlich glatte Haare, denn die Strähnen sind meist zu dick und widerspenstig, als das sie sich wirklich bändigen lassen würden.

Zu besonderen Anlässen, beispielsweise bei Festen oder wenn sie Besuch bekommen, legen sie ihre normale Kleidung ab und hüllen ihre Körper in Stoffe, die meist in braunen und gelbgoldenen Farben gehalten sind. Denn sie kleiden sich gerne auch einmal festlicher.

Waffen

Kaum jemand aus diesem Volk besitzt eine Waffe, die er stets mit sich herum trägt. Manche einen kleinen Dolch, um Pflanzen, Kräuter und ähnliches von Wurzeln zu trennen. Wirkliche Waffen tragen sie nur, wenn sie zusammen auf Jagd gehen. Dann benutzen sie spitze Speere.

Magie

Was Magie anbelangt, so können Elvoin nicht Zauber sprechen und die Elemente beherrschen, wie andere Rassen. Auch ist es nicht wahr, dass sie Flüche von jemandem nehmen oder andererseits jemanden auferlegen können, wie man außerhalb der Sümpfe munkelt. Überzeugend spielen können sie dies trotzdem, denn es gibt einige, die es ahnungslosen Fremden vorspielen, um an ihr Geld zu kommen. Der Glaube, dass sie Magie beherrschen, kommt auch daher, dass sie die Zukunft oder bereits Vergangenes aus Karten, Steinen, Knochen, aus den Handflächen einer Person und aus allem möglichen lesen können. Das ist eine wirklich besondere und existierende Begabung, was die Elvoin zu einem einzigartigen Volk macht. Eingeschränkt wird die Begabung dadurch, dass ein Elvoin nicht aus den Händen oder anderen Dingen sehen kann, was die Zukunft oder das Leben eines anderen Elvoin anbelangt. Wenn überhaupt, überkommt einem ein paar Mal in seinem Leben im Schlaf, noch seltener im Wachzustand, eine Vision seines eigenes bevorstehenden Lebens.

Glaube

Elvoin glauben an die Göttin Asz’dara, die sie nach ihrem Glauben erschaffen hat. Sie wird auch die Göttin des Schicksals genannt, denn die Elvoin glauben fest daran, dass alles, was geschieht, durch Asz’dara geschieht. Das führt dazu, dass sie jedes Problem, das auftreten sollte, schweigend hinnehmen und sich nicht darüber beschweren. Die Vorstellung, dass sie sowieso nichts dagegen tun konnten, hilft ihnen in ihrem Leben. Dadurch machen sie sich auch keine Vorwürfe, falls einmal etwas Schlimmes geschehen sollte. Sie denken, es war Asz’daras Wille und dass sie schon einen Grund für ihr Handeln hat.

Die Elvoin beten nicht jeden Tag zu ihrer Göttin, sondern ehren sie mehrmals im Jahr gemeinsam. Bei den regelmäßigen großen Gebeten zünden die Elvoin besondere Kerzen aus Bienenwachs an, die sie zu hohen Preisen von Händlern aus Rômachar und Thasani erhalten. Die Kerzen verteilen sie im Nogorath auf dem Boden und in den Bäumen, wo sie die gesamte Nacht über brennen, damit Asz’daras Aufmerksamkeit auf die betenden Elvoin gelenkt wird. Bei ihrem Gebet verfallen die Elvoin in einen gemeinschaftlichen Singsang, bis sie in einen tranceähnlichen Zustand verfallen, um so in Kontakt mit ihrer Göttin zu treten. Auf diesen Weg wollen sie Asz’dara ehren und ihre Gunst erlangen. Denn sie bestimmt das Schicksal und hält ihre Hand über die Neugeborenen und Toten.

Besonderheiten/Restliches

Elvoin sprechen zwar meist die Sprache der Menschen, aber sie haben stets einen eigenen Akzent, so könnte man sagen. Die Worte aus ihrem Mund haben einen noch härteren Klang und oft wirkt es so, als müssten sie nach passenden Worten suchen. Deshalb wirken sie auch nicht gerade gebildet und tatsächlich halten sie nicht viel davon. Kaum jemandem ist es wichtig, lesen oder schreiben zu können. Rechnen können sie dafür sehr gut.
So flüssig wie Menschen können sie nicht sprechen, da sie oft mit Lauten von Tieren kommunizieren oder mit den Händen. Wenn sie in den Sümpfen auf Jagd gehen oder leise sein müssen, um nicht selbst anderen Rassen zum Opfer zu fallen, ist Stille und dennoch beiderseitiges Verständnis überlebenswichtig.