Tigún

Aussehen

Die Tigún sind eine ganz eigene, besondere und zudem nicht gerade ungefährliche Rasse. Sie stammen von den Werwesen ab und Abwandlungen dieser Merkmale tragen sie noch heute. Sie besitzen zwei Gestalten, eine tagsüber und eine, die sie des Nachts annehmen.

Am Tage sehen sie beinahe wie ganz normale Menschen aus, doch das auch nur, was das Grobe angeht. So zeigt sich der Unterschied zu jener Rasse schon allein bei der Farbe ihrer Haare. Diese sind von dunkler Farbe und tragen einen Schimmer von blau-violetten oder blau-grünen Tönen in sich. Ihre Augenfarbe entspricht im Normalfall den selben Farben – von violett bis grün über Abwandlungen dieser Farben ist alles vertreten.Ganz schwach sind tagsüber auf ihrer Haut die Streifen zu sehen, sie des Nachts deutlich zu erkennen sind, doch das auch nur beim intensiven Betrachten ihrer Haut. Sowohl die männlichen als auch weiblichen Vertreter dieser Rasse tragen meist ärmellose Oberteile aus dünnen Stoffen und in braunen und grünen Tönen. Frauen tragen meist Röcke, die in den selben Farben gehalten sind und die Männer Hosen. Schuhe tragen sie keine, denn sie laufen lieber barfuß durch die Wälder. Ihre Fuß- sowie Fingernägel erinnern stark an Krallen und sind scharf und spitz.

Nachts verändert sich ihre Gestalt. Sie wird muskulöser und wächst um etwa 70 Zentimeter. Die Streifen, die sich am Tage nur blass auf der Haut abzeichnen, zeigen sich in der Nacht in einem dunklem Blau. Ihre Krallen an den Händen und Füßen scheinen noch ein wenig an Länge und Schärfe zuzunehmen und wachsen während der Verwandlung zu tödlichen Waffen heran. Der Blick aus den Augen, die nun eine silberne Farbe angenommen haben und immer wieder aufblitzen, wird gefährlicher. Ihre Nase und der Mund ziehen sich ein wenig in die Länge und formen sich zu einer tierähnlichen Schnauze, an dessen Seite kleine Härchen ihren Weg durch die Haut finden. Auch ihre Ohren ändern sich, werden ebenfalls tierähnlicher und haben schließlich ihren Platz oberhalb am Kopf. Ihre Zähne, die auch in der Gestalt am Tage schon etwas spitz sind, wachsen ebenfalls um ein betrachtliches Stück und nun ruhen spitze Reißzähne im Maul dieser Gestalt. Auf der Rückseite ihres Körpers wächst ein Schwanz heraus, der mit feinem Fell überzogen ist und auf dem sich die selben dunklen Streifen, wie die auf ihrer restlichen Haut, finden lassen. Fell findet man nun auch an mehreren Stellen ihres Körpers, doch ist dieses nie gleichmäßig verteilt.

Im Großen und Ganzen lässt ihre Gestalt an eine mächtige Raubkatze erinnern. Durch die Streifen verstärkt sich wohl der Gedanke, dass ihr Anblick im Entferntesten an den eines Tigers erinnert.

Waffen: Die einzigen Waffen der Tigún sind ihre Krallen, Zähne und die Kraft, die sie in der Gestalt nachts haben. Waffen mit scharfen Klingen und Ähnliches besitzen sie nicht, denn sie erlernen schon früh das Kämpfen ohne Waffen.

Gebiet/Lebensweise

Diese Rasse lebt ausschließlich auf Naleryan, den Inseln südlich des Kontinentes. Dort leben viele kleine Gemeinschaften verteilt auf der gesamten Inselgruppe zusammen. Meist bestehen diese Gruppen aus drei oder vier Familien. Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, eine Stadt oder Ähnliches zu erbauen, sondern ziehen Höhlen den Häusern vor. Dort verbringen sie die restliche Nacht und einen Teil des Tages, um zu schlafen, was ihnen ja mitten in der Nacht verwehrt bleibt. Sie lieben die Wildnis, weshalb sie die restliche Zeit des Tages in den Wäldern von Naleryan verbringen.

Geschichte

Wann genau diese eigene Rasse entstanden ist, weiß niemand so recht. Wissen tut man jedoch, dass sie urspünglich von den Werwesen abstammt. Diese waren früher in großen Gruppen auf Alvarania anzutreffen, bis irgendwann mehr und mehr Missbildungen unter ihnen auftauchten. Vielen wurde es genug und sie stießen diese missgebildeten und deshalb oft schwachen Mitglieder aus ihrer Gruppe aus. Sie jagten sie bis zur östlichen Küste Alvaranias, bis die schwächere Gruppe nur noch das Meer als Ausweg sah. Viele starben auf dem Weg durch dieses und es war nur eine Minderheit, bestehend aus Werwölfen und Werkatzen, die die bis dahin unbekannte Insel entdeckten. Zwischen diesen beiden Arten wiederum entstand ein weiterer Machtkampf, denn jeder wollte die gesamte Insel für sich haben. Den Kampf verloren die Werwölfe, da die Werkatzen in der Überzahl waren.

Erst als unzählbare Jahre verstrichen waren und Menschen den Kontinent mit ihren Schiffen weiter erkunden wollten, fand man diese Inseln und begegnete der Rasse, die sich dort angesiedelt hatte. Diese ließen nur wenige der Menschen die Rückkehr zu ihrer Heimat antreten. In diesen unzählbaren Jahren hatten sich die Tigún (wie ihnen der Name gegeben wurde) stark von den bekannten Werwesen abgewandelt. Übrigens gibt es noch heute kleinere und größere Missbildungen unter den meisten von ihnen.

Verwandlung

Die Verwandlung beginnt mit dem Alter von etwa 6 Jahren, kann aber sowohl früher als auch erst später einsetzen. Ab da an setzt sie jede Nacht ein und es gibt im ganzen Leben keine Ausnahme. In der Nacht haben Tigún vor allem in den ersten Jahren kaum eine Kontrolle über ihre Gestalt und über das, was sie tun, weshalb vor allem die Jüngeren meist die größten Blutbäder anrichten. Untereinander kommt es bei dieser Rasse auch nicht selten zu Kämpfen, doch meistens kriegen sie sich noch rechtzeitig unter Kontrolle, die Älteren jedenfalls. Sie sind es auch, die ihre Streifzüge auf zwei Beinen vollziehen, während ihre jüngeren Artgenossen meist noch auf vier Beinen unterwegs sind.

Restliches

Die Sinne, vor allem das Riechen, Sehen und Hören sind bei dieser Rasse sehr gut ausgebildet. Anderen Rassen stehen sie gleichgültig gegenüber, doch gegen Werwesen hegen sie einen ganz besonderen Hass.

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