Klima, Boden, Flora und Fauna

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Die Mauern der Drachen

Die Mauern der Drachen begrenzen den von Menschen und menschenähnlichen Rassen bewohnten Teil Alvaranias im Norden. Die aus dunklem Gestein bestehende, immer von Schnee bedeckte Bergkette erhebt sich abrupt aus dem Flach- bis Hügelland südlich davon. Steile Hänge, Gipfel bis über die Wolken, riesige Gletscher und scharfkantige Felsen ließen bisher jeden der wenigen Versuche, diese Barriere zu überwinden, kläglich scheitern.
An einigen Stellen, eine davon am Rande der Eiswüste, sind die Felsen in einem seltsamen Blauton gefärbt. Dieses Gestein gibt es sonst nirgendwo in Alvarania, weshalb Gegenstände oder Steinblöcke aus diesem Blauschiefer mit Gold aufgewogen werden.
Die Eisklippen hingegen, die die Eiswüste im Norden begrenzen, bestehen zu großen Teilen aus Marmor.

Klima

Das Klima dieses Gebirges ist lebensfeindlicher als an jedem anderen Ort Alvaranias. Der Schnee geht im Sommer zwar ein wenig zurück, verschwindet aber nie ganz. Eisiger Wind pfeift ständig zwischen den hohen Gipfeln und nicht selten toben Schneestürme für mehrere Tage oder Wochen.

Vegetation

Kaum eine Pflanze schafft es, hier zu überleben. Flechten und Moose haben sich an geschützten Stellen angesiedelt, einige wenige Gräser und Kräuter überleben in den tieferen Lagen. Hin und wieder findet man zwischen halb getauten Schneeflecken im Sommer gar eine Blume.

Tierwelt

Bisher wurden an den südlichen Hängen der Mauern der Drachen nur Gämsen und andere, an die Berge angepasste Tiere gesehen - was in den Tälern weiter im Norden zu finden ist, kann niemand sagen. Manche behaupten, sie seien völlig leblos, andere sprechen von schrecklichen Untieren, die dort hausen.

Nordosten

Das Klima im Nordosten Alvaranias (vom Meer bis zur Steppe, von den Mauern der Drachen bis zum Nordrand des Waldes) wird stark von den niederschlagsreichen Nordostwinden vom Meer beeinflusst.

Die Einöde

Temperaturen
Sommer: 6°C (-4 bis 16)
Winter: -20°C (-30 bis -10)

Der Norden dieses Gebietes, auch „die Einöde“ genannt, ist zwar im Winter eisig, im Sommer kühl, aber von ganzjährigen starken Niederschlägen begünstigt, so dass die dortige Tundra von Gräsern und nicht nur von den Zwergsträuchern geprägt ist, die man weiter im Landesinneren findet. Im Winter liegt hier eine teils meterhohe Schneedecke. Auffallend sind die kleinen Plateaus, die unmerklich stufenweise in Richtung der Mauern der Drachen ansteigen.

Arcanis

vergleichbar mit:
Brandenburg

Temperaturen
Sommer: 16°C (6 bis 26)
Winter: -3°C (-13 bis 7)

Südlich der Einöde schließt sich das ursprüngliche Gebiet der sommergrünen Laubwälder an. Arcanis bildet hier aber eine Ausnahme: Die Bodenverhältnisse sind zum Einen ungünstig für die Entwicklung von dichten Wäldern, zum Anderen führte der große Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche zu weitgehender Entwaldung, was für das Reich heute ein großes Problem darstellt, da der mühevoll fruchtbar gemachte Ackerboden der Erosion nichts entgegen zu setzen hat.

Der besonders im Osten von sandigen Substraten geprägte Boden mit nur geringen Erhebungen hat seinen Ursprung in der Tatsache, dass Arcanis einst eine von Bergketten (die heute die Grenze des Landes bilden) begrenzte flache Meeresbucht war: Über Jahrtausende lagerte sich Sand ab, während das höher gelegene Umland schon von Vegetation bedeckt war und fruchtbaren Boden aufbaute. Erst, als sich der Meeresspiegel senkte, wurde auch der Boden des arcanischen Beckens von Vegetation bedeckt.

Klima

Durch die Nähe zum Meer sind die jahreszeitlichen Temperaturunterschiede eher gering. Richtung Westen werden die Winter kühler, die Sommer minimal wärmer. Zwar fällt in Arcanis reichlich Niederschlag, doch kann der sandige Boden diesen nicht gut halten. Außerdem ist die Vegetationsperiode aufgrund der eher niedrigen Temperaturen recht kurz.

Vegetation

Klima- und Bodenverhältnisse sind der Grund dafür, warum Arcanis nie zu so großem Reichtum gelangte wie Mérindar. Statt mächtiger Buchen sind es hier Eichen, Kiefern und Birken, die die Wälder dominieren. Wie in Mérindar wurde der größte Teil des Landes entwaldet, um Landwirtschaft zu betreiben. Wo dies nicht möglich ist, dominieren Heide sowie Halbtrockenrasen im Mosaik mit trockenen Wiesen die Landschaft.
Während der östliche Teil des Landes mit seinen meeresnahen Hügeln (besonders das Avalische Seenland) noch recht gut für die Landwirtschaft geeignet ist, wird der Boden Richtung Westen immer felsiger und trockener. Kiefern- und Birkenwälder sowie Gras und Heidekraut sind das einzige, was dort wirklich gedeiht.

Mérindar

vergleichbar mit:
Mitteleuropa, Mitteldeutschland

Temperaturen
Sommer: 20°C (10 bis 30)
Winter: 0°C (-10 bis 10)

Das hügelige Mérindar ist im Vergleich zu Arcanis fruchtbar und einfach zu bewirtschaften. Selbst der Umstand, dass Mérindar ein Stück weiter südlich liegt, wirkt sich schon spürbar aus: Die Sonneneinstrahlung reicht aus, um an günstigen Südhängen Wein anbauen zu können.

Das Land ist dicht besiedelt. Besonders der fruchtbare Süden ist von wenigen großen, vielen kleineren Städten und noch mehr Dörfern übersät - dichter, als man es irgendwo anders in Alvarania vorfindet.

Klima

Besonders in Küstennähe sind die Winter mild und regenreich. Die Sommer sind mäßig warm, Höchstwerte von um die 30°C sind nicht alltäglich, aber auch nicht selten. Durchschnittlich bewegen sie sich aber eher um die 16-20°C. Richtung Westen werden die Unterschiede zwischen Sommer und Winter stärker, das Klima wird aber leicht kühler, da das Land gegen Westen hin ansteigt. Richtung Süden verschwindet der Einfluss des feuchten Nordostwindes allmählich, weshalb dort etwas weniger Niederschlag fällt.

Vegetation

Auch hier wurden die sommergrünen Laubwälder schon in weiten Teilen des Landes für die Herstellung von Holzkohle, den Schiffsbau und sonstigen Bedarf gerodet. Die verbleibenden Wälder sind je nach Standort von Buchen und Eichen sowie verschiedenen anderen Laubbaumarten geprägt. In den höheren Lagen (Midland-Hügel und Waldberge) kommen Fichten, Kiefern (auch an trockenen Standorten des Tieflandes) Linden und Lärchen hinzu. Die entwaldeten Gebiete werden hauptsächlich zum Anbau von (je nach Region) Roggen, Gerste, Hafer und Hirse in Dreifelderwirtschaft genutzt.

Tierwelt

Große Raubtiere wie Bären, Luchse und Wölfe wurden noch nicht ausgerottet, meiden aber die dicht besiedelten Gebiete und halten sich eher im waldigen westlichen Teil des Landes sowie in den Waldbergen auf. Hirsche, Rehe und Wildschweine sind häufiger, werden aber aufgrund der vielen fürstlichen Jagden weniger - außer in Hegewäldern wie dem Königswald, wo streng auf die Größe des Bestandes geachtet wird.
Daneben gibt es eine Vielzahl an kleineren Tierarten, wie sie für die gemäßigte Klimazone typisch sind.

Córalay und Cathrad

vergleichbar mit:
Nordosteuropa

Temperaturen
Sommer: 20°C (8 bis 32)
Winter: -5°C (-17 bis 7)

Die Gebiete dieser beiden einstigen Königreiche sind weniger dicht besiedelt und daher noch waldreicher, ansonsten aber mit Mérindar vergleichbar. Das Land ist ein wenig hügeliger und steigt Richtung Westen zu den Wilden Landen hin an, weist aber kaum schroffe Felsformationen vor. Die Straßen in Córalay und Cathrad sind zwar alt und kaum gepflegt, aber immer noch gut befahrbar - ganz besonders die Hauptstraßen entlang der wichtigen Handelsrouten, z.B. entlang des Chabur.

Hier leben hauptsächlich Menschen und wenige Nordelfen. Die Siedlungen liegen weit auseinander, oft mehrere Tagesreisen weit, und große Städte gibt es wenige.

Klima

Das Klima von Córalay und Cathrad wird von den gleichen Winden beeinflusst, die Mérindar so reichtlich Niederschlag bringen. Durch die größere Entfernung vom Meer sind diese aber etwas geringer. Außerdem ist die Differenz zwischen Sommer- und Wintertemperaturen etwas höher.

Vegetation

Córalay und Cathrad sind sehr waldreich. Nadel- und Laubwälder wechseln sich je nach Standort ab oder mischen sich. Die vielen Moore und Sümpfe des Landes wurden größtenteils noch nicht entwässert und zu urbarem Land gemacht, so dass es für Reisende abseits der Wege durchaus gefährlich werden kann. Plötzlich aufflammende Sumpfgase, leuchtende Algen oder auch nur Glühwürmchen lockten in der hereinbrechenden Dämmerung schon so manchen vom Weg ins Verhängnis.

Tierwelt

In Córalay und Cathrad muss man sich schon mehr in acht nehmen vor den großen Raubtieren, die in Mérindar und Arcanis schon kaum noch zu sehen sind. Dafür haben es aber auch die Jäger leichter: Wild ist reichlich vorhanden, sowohl die großen Beutetiere als auch die kleinen, die hauptsächlich um ihres Pelzes willen gejagt werden.

Die Wilden Lande

Temperaturen
Sommer: 18°C (3 bis 33)
Winter: -9°C (-24 bis 6)

Diese Lande westlich der ehemaligen Reiche Córalay und Cathrad sind wild, ungezähmt und kaum besiedelt… der Name „Wilde Lande“ ist nicht weit hergeholt. Das Land ist von Hügeln und flachwelligen Gebirgszügen gekennzeichnet; teilweise findet man auch verschiedene auffällige Felsformationen. Reißende Gebirgsbäche ließen schon vor Tausenden von Jahren Schluchten und Wasserfälle sowie weite, tiefe Täler entstehen. Der größte Teil der Wilden Lande ist von dichten Bergwäldern bestanden, weglos und finster. Die wenigen Straßen die es gibt werden nicht selten schon im Herbst unpassierbar und können nur bei günstigem Wetter von Händlern benutzt werden. Im Westen gehen die Gebirgswälder allmählich in karge, windige Steppen über, im Norden in Heidelandschaft.

Im Ostteil der Wilden Lande leben die Wilden Menschen, der Westen ist Gebiet der Orks und wird gemieden. Die Handelsstraßen führen aber gefährlich nahe daran vorbei - wer hier reist, sollte sich gut schützen können, denn eine Handelskarawane auf dem Weg nach Westen ist fette Beute… sowohl für Orks, als auch Wilde Menschen und Gesindel, das sich zwischen den Wilden Landen und der Zuhandal-Kette herumtreibt.

Klima

Am Ostrand der Wilden Lande regnen sich die feuchten Ostwinde ab, die die Nordreiche beeinflussen. Im östlichen Teil der wilden Lande fällt daher weitaus mehr Niederschlag als im westlichen, hier ist Landwirtschaft ertragreich und einfach und viele Flüsse (allen voran der Chabur) entspringen hier.

Der westliche Teil der Wilden Lande ist kontinental geprägt. Hier gibt es mäßig warme, kurze Sommer und kalte Winter, ganzjährig fällt eher wenig Niederschlag.

Vegetation

Die Wilden Lande sind von dichten Nadelwäldern bestanden, die im Zentrum des Gebietes mit steigender Höhe in Krüppelkiefer-Bestände, niedrige karge Wiesen und schließlich kahlen Fels übergehen. In niedrigen Lagen sind die Nadelbäume gemischt mit Laubbaumarten wie Bergahorn oder Sommerlinde.

Südosten

Zu diesem Bereich zählt das stark bewaldete und wenig besiedelte Gebiet zwischen dem Wald von Sieryan und einschließlich der beiden Bergketten Zuhandal und Dûngar und südlicher und östlicher Küste.

Sieryan-Wald

Temperaturen
Sommer: 25°C (17 bis 33)
Winter: 5°C (-3 bis 13)

Hier findet man die Laubmischwälder, die früher auch die flachen Lagen Mérindars fast vollständig bedeckten. Sie sind kaum dezimiert, da nur wenige Siedlungen hier existieren. Da die meiste Zeit des Jahres trockene Landwinde Einfluss auf die Gegend ausüben, ist es im Vergleich zu den nördlich und südlich gelegenen Gebieten (Mérindar, Harrhy'in…) eher trocken. Besonders am Fuß der Zuhandal-Kette fällt kaum Niederschlag.

Der Wald von Sieryan ist von Menschen, Nord- und Waldelfen sowie Taurrin besiedelt. Oft stößt man allerdings nicht auf Siedlungen.
Die Menschen treiben viel Landwirtschaft und halten Vieh. Dazu haben sie Lichtungen in den Wald geschlagen oder ihn mithilfe von Feuer gerodet. Meist sind es nur zwei oder drei Höfe oder Familien, die auf einer dieser Lichtungen mitten in der Wildnis leben.
Die ansässigen Elfen, aber auch manche Menschen, verdienen ihren Lebensunterhalt eher über die Jagd. Felle oder auch Fleisch können sie oft bei den menschlichen Siedlern eintauschen.

Vegetation

Aufgrund der eher trockenen klimatischen Verhältnisse unterscheidet sich das Artenspektrum des Waldes etwas von Mérindar. Statt Buchen dominieren hier spezielle Eichen, die an die Trockenheit angepasst sind. Die Vegetation des Sieryan wird auch Hartlaubvegetation genannt, ist allerdings mit vielen trockenheitsresistenteren Arten der Sommergrünen Laubwälder gemischt. Mit steigender Entfernung zum Meer wird der Baumbestand zunehmend lichter und von immer größer werdenden grasigen Lichtungen durchsetzt, die kurz vor der Zuhandal-Kette fast schon wie eine etwas mildere Variante der Steppen wirken.

Hügelland von Harrhy'in

Temperaturen
Sommer: 23°C (13 bis 33)
Winter: 10°C (0 bis 20)

Diese hügelige Heimat der Shiín liegt etwas nördlich der Grenze der Elfenreiche und nicht allzu weit entfernt von der Zuhandal-Kette. Das einzige Dorf der Shiín, Zeaihn, liegt im Zentrum des Hügellandes. Daneben findet man nur einzelne Siedlungen oder Gehöfte.

Klima

Die Hügelländer von Harrhy'in liegen an der Grenze zwischen dem von trockenen Westwinden und von regenreichen Ostwinden beeinflussten Gebiet. Sie werden im Sommer stark von den Nordostwinden beeinflusst, die am Ostrand der Hügelländer einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit abregnen. Im Winter dominieren die trockenen Winde aus der Steppe, so dass kaum Niederschlag fällt. Die Temperaturen bleiben auch in den Höhenlagen fast immer über dem Nullpunkt. Schnee gibt es demzufolge nur in sehr wenigen Wintern.

Vegetation

In den Höhenlagen von Harrhy'in hat eine Pflanze ihr reliktisches Verbreitungsgebiet, die man ansonsten ausschließlich in Menainon findet: Der Mvendua, eine Art überdimensionales Gras, dessen verholzende Stängel für vielfältige Zwecke genutzt werden können.
Ansonsten ist das Hügelland von knie- bis hüfthohen Gräsern und lockerem Laubmischwald geprägt.

Elfenreiche

Temperaturen (Norden)
Sommer: 23°C (13 bis 33)
Winter: 13°C (3 bis 23)

Temperaturen (Süden)
Sommer: 25°C (20 bis 30)
Winter: 18°C (13 bis 23)

Das Elfenreich ist größtenteils von immergrünen Laubwäldern bewachsen. Der südliche Teil ist durch seine Lage am Meer extrem niederschlagsreich und außerdem sehr warm, was eine regenwaldähnliche Vegetation entstehen ließ.

Im Elfenreich leben keine Menschen. Einzelne Taurrin mag man hier selten einmal finden, manchmal sogar mitten unter den Elfen, sie halten sich aber eher weiter nördlich auf.

Klima

Ganz im Süden gibt es kaum noch jahreszeitliche Temperaturschwankungen, man kann hier eher von einem Tageszeiten-Klima sprechen. Nach Norden und mit steigender Entfernung zum Meer wachsen die Jahreszeitlichen Temperaturunterschiede, bleiben aber durchschnittlich im Bereich zwischen 15 und 25°C. Gekennzeichnet werden die Jahreszeiten eher durch die Menge an Niederschlag, der im Sommer reichlicher fällt als im Winter.

Vegetation

Die Bäume verlieren hier im Südosten Alvaranias ganzjährig ihre Blätter nicht. Das liegt an den durchgängig günstigen Bedingungen. Verschiedene Eichenarten findet man hier besonders häufig, daneben beispielsweise Magnolien und andere immergrüne Arten. Besonders erwähnenswert sind die Bäume, die bis zu 60m hoch werden können und die von den Elfen manchmal zu Wohnstätten in schwindelerregenden Höhen umfunktioniert werden.
Der Artenreichtum der Pflanzenwelt ist ebenfalls bemerkenswert. Exotische Blumen und Lianen findet man hier genauso wie die altbekannten Arten der gemäßigten Zone.

Zuhandal-Kette

vergleichbar mit:
Alpen

Temperaturen
Sommer: 15°C (0 bis 30)
Winter: -5°C (-20 bis 10)

Die Zuhandal-Kette ist ein eher schmaler Streifen von hohen, schroffen, vergletscherten Gipfeln, der zwischen der Steppe und dem Wald von Sieryan verläuft.

Da die Zuhandal-Kette von den Bergelfen als ihr Eigentum angesehen wird, vertreiben oder töten sie jeden Eindringling. Sie versuchen so, ihre Geheimnisse zu bewahren. Straßen gibt es kaum, die geheimen Wege der Bergelfen findet man nur durch Zufall. Die meisten Reisenden wählen daher den Weg nördlich oder südlich um die Bergkette.

Klima

Da auf den Breitengraden, durch die die Zuhandal-Kette verläuft, der trockene Westwind aus der Wüste und Steppe vorherrscht, fällt hier nur wenig Niederschlag. Im Sommer ist der Süden etwas mehr von Niederschlägen aus dem Osten begünstigt, die nördliche Hälfte bekommt eher unregelmäßig Feuchtigkeit von oben ab. Die Westhänge der Zuhandal-Kette sind allgemein sehr viel trockener als die Osthänge.

Durch die große Entfernung vom Meer ist das Klima kontinental geprägt, was heiße Sommer und kalte Winter bedeutet.

Vegetation

Durch die Trockenheit ist die Zuhandal-Kette eher arm an Vegetation - besonders in den höheren Lagen, wo zu der Trockenheit auch noch die Kälte hinzu kommt. Die Hänge der Bergkette sind vom trockenheitsresistenten sommergrünen Nadelwald (hauptsächlich Lärche, die im Winter ihre Nadeln verliert) bewachsen. An den Nordosthängen findet man außerdem immergrünen Nadelwald aus Kiefern, Tannen, Fichten und Zedern, in den niedrigen Lagen auch mit Eichen.

Dûngar-Gebirge

Temperaturen
Sommer: 20°C (10 bis 30)
Winter: 10°C (0 bis 20)

Das Dûngar-Gebirge hat einen anderen Charakter als die schroffe und kahle Zuhandal-Kette. Es ist ein wenig niedriger; besonders im Süden werden die Gipfel größtenteils abgerundeter und flacher, und nur vereinzelt ragen schroffe, felsige Bergspitzen darüber hinaus.

Der Norden des Dûngar-Gebirges ist - bis auf die Höhe - in Bezug auf Klima, Vegetation und Tierwelt mit der Zuhandal-Kette vergleichbar. Allerdings ist die Jahresdurchschnittstemperatur etwas höher.

Das Dûngar-Gebirge ist hauptsächlich von den Bergelfen besiedelt. Daneben findet man hin und wieder Waldelfen, die aber auf der Reise sind und nicht ansässig. An den Westhängen des Gebirges leben die Koróni, die von den Bergelfen geduldet werden.

Klima

Im Süden herrscht der aus dem Südosten, vom Meer wehende Wind vor. Er trägt viel Feuchtigkeit mit sich, die an den Osthängen des Gebirges abgeregnet wird.

Vegetation

Immergrüne Lorbeerwälder sind die dominierende Vegetation im Süden des Dûngar-Gebirges, im Nordosten herrschen aufgrund der Höhe immergrüne Nadelwälder vor.

Zentral-Alvarania

Ein ca. 1300km breiter Streifen zwischen den Bergketten und der Wüste/Kamîrush, der von der südlichen Küste bis zu den Mauern der Drachen reicht.

Steppe

vergleichbar mit:
Zentralasien, Great Plains in Nordamerika

Temperaturen (Norden)
Sommer: 25°C (12 bis 38)
Winter: -10°C (-23 bis 3)

Temperaturen (Süden)
Sommer: 30°C (22 bis 38)
Winter: 5°C (-3 bis 13)

Diese hügelige, trockene Landschaft befindet sich im Zentrum Alvaranias. Sie wird von den Steppenreitern bewohnt, die fast ausschließlich nomadisch leben und je nach Jahreszeit ihren Wohnort wechseln. Im Süden der Steppe findet man daneben auch einige Clans der Kentauroi, die aber eher wenig Kontakt mit den Menschen haben.

Klima

Das Gebiet ist aufgrund der großen Entfernung zum Meer extremen jahreszeitlichen Wetterschwankungen ausgesetzt: im Sommer verdorrt das meiste pflanzliche Leben aufgrund der Hitze, im Winter bietet nur der manchmal meterhohe Schnee den Pflanzen Schutz vor der Kälte. Relativ trocken ist es das das ganze Jahr über. Im Spätsommer fegen starke Stürme über das ungeschützte Land. Nur im Frühjahr blüht das Leben für einige Zeit – dann führen auch die Flüsse mehr Wasser und überschwemmen die Graslandschaft mit (Schmelz-)Wassermassen aus dem Norden und Osten.

Am Nordrand der Steppe ist das Klima mit dem der Eiswüste zu vergleichen.

Richtung Süden wird das Klima wärmer, was aber auch extrem heiße Sommer mit großer Trockenheit bedeutet. Ungefähr auf der Höhe der Zhîraled-Seen beginnt langsam der Einfluss des Meeres spürbar zu werden, was mildere Temperaturen mit geringeren jahreszeitlichen Unterschieden und immer mehr Niederschlag bedeutet.

Vegetation

Die Steppe ist fast ausschließlich von verschiedenen Gräsern und dazwischen niedrigeren Kräutern bewachsen. Nur einzelne Bäume durchbrechen in geschützten, wasserreicheren Senken das Bild. Im Frühling blühen für kurze Zeit viele Pflanzen und machen die Steppe zu einem wogenden Blütenmeer, doch schon im Frühsommer beginnt das Gras langsam zu verdorren. Im Sommer gleicht die Steppe einem gelben, trockenen Meer unter erbarmungsloser Sonne, an einigen Stellen im Südwesten geht sie sogar in Halbwüste über.

Tierwelt

Trotz des rauen Klimas bietet die Steppe Lebensraum für viele Tierarten: Wölfe, Füchse und Kojoten machen Jagd auf Kleintiere wie Kaninchen, verschiedene Rattenarten, Schneehühner und Nagetiere. Größere Tiere wagen sie nur in der Zeit des größten Hungers anzugreifen bzw. ernähren sich lediglich von ihrem Aas: das Ukhaan, auch „gehörntes Karibu“ genannt, das ausschließlich in der Steppe zu finden ist und in dieser große jahreszeitliche Wanderungen unternimmt (im Sommer wandert es in den Norden und kehrt im Winter in den milderen Süden zurück), sowie verschiedenen Reharten. Außerdem gibt es Wildpferde, von denen die domestizierten Reittiere der Steppenbewohner abstammen. Hin und wieder werden noch immer Wildpferde gefangen und gezähmt.
Im östlichen Teil der Steppe findet man hin und wieder auch Bären, die vom Rand der Gebirge kommen.

Khirundan

Temperaturen
Sommer: 25°C (15 bis 35)
Winter: 12°C (2 bis 22)

Die Landschaft Khirundans ist sehr vielfältig; man findet dort Flachland in Meeresnähe, Hügelländer am Fuße der Berge, Wälder, offene Steppenlandschaften und viele Seen und Flüsse.
Khirundan ist die Heimat der Chimairen und wird nur sehr selten von Händlern oder Reisenden besucht. Die Gegend gilt als gefährlich, unerforscht und nicht lohnenswert.

Klima

Das Klima ist am Meer ganzjährig eher mild bis warm und regnerisch, während die jährlichen Temperaturunterschiede mit zunehmender Entfernung zum Ozean immer größer werden. Im Winter sind kühle, aus dem Nordosten kommende Stürme häufig, während im Sommer milde und feuchte Luft vom Meer ins Landesinnere getragen wird.

Vegetation

Besonders an den Hängen der Gebirge, die Khirundan im Westen und Osten begrenzen, findet man lichte Mischwälder, deren Bäume jedoch keinen Arten gleichen, die man irgendwo anders in Alvarania findet.

Feuchtes Grasland bedeckt den Rest der Fläche Khirundans. Teilweise kann man hier dichte Bestände von bis zu 3m hohen Gräsern finden, an anderen Stellen sind es die gewohnen Steppengräser, die auch weiter im Norden wachsen. Immer wieder durchbrechen Baumgruppen, oft an Wasserlöchern oder Seen, das einheitliche Bild.

Südwesten

Kamîrush

vergleichbar mit:
Ägypten

Temperaturen
Sommer: 25°C (17 bis 33)
Winter: 18°C (10 bis 26)

Klima

Die gleiche Meeresströmung, die dafür sorgt, dass die Cala an Darh „das Meer ohne Wasser“ genannt wird, sorgt auch in Kamîrush für ein arides Klima. Durch die große Entfernung vom Meer und die größere Entfernung vom Äquator sind hier allerdings die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ausgeprägter - die Winter können durchaus eher kühl sein, die Sommer aber wie in der Wüste sehr heiß.

Vegetation

Entlang des Flusses blüht das Leben. Dichte Schilfbestände, kleine Waldstücke und hauptsächlich Felder und Plantagen mit Früchten aller Art sind am Ufer aufgereiht. Mit zunehmender Entfernung vom Fluss wird die Pflanzendecke immer lückiger und geht schnell in Halbwüste und Wüste über. Der grüne Streifen entlang des Flusses ist meist zwischen 50 und 1000m breit.

Cala an Darh

vergleichbar mit:
Sahara

Temperaturen
Sommer: 30°C (20 bis 40)
Winter: 23°C (13 bis 33)

„Das Meer ohne Wasser“ wird dieses trockene Gebiet Alvaranias genannt. Im Süden grenzt die Geröll- und Sandwüste an das Meer, im Westen wird sie von den Ruwayd-Bergen begrenzt und geht nördlich davon allmählich in die Steppe über. Ungefähr auf Höhe des Großen Stroms geht die Wüste langsam in weniger trockenes Land über. Noch fruchtbarer und regenreicher sind das Grasland Thasani und der Unterlauf des Großen Stroms nahe des westlichen Meeres.

Klima

In der Wüste ist es ganzjährig heiß und trocken, Sommer und Winter unterscheiden sich nur durch geringfügige Temperaturunterschiede, hauptsächlich jedoch durch den Niederschlag: Nur im Sommer, wenn die kalte Meeresströmung, die für die Trockenheit in diesem Teil Alvaranias sorgt, etwas aufwärmt, fällt an der Küste etwas Niederschlag. Im Winter ist die Küste manchmal auch von Nebel vershleiert, wie es in Menainon das ganze Jahr hindurch ist. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto spärlicher wird der Sommerregen.

Vegetation

Nur wenige Pflanzen schaffen es, trotz der unerbittlichen Hitze die Wüste zu besiedeln. Sukkulenten sind wohl die bekanntesten Vertreter, an den Wasserstellen und Oasen wachsen aber auch Dattelpalmen, die von den Ansässigen als Nutzpflanzen kultiviert wurden. Daneben gibt es kleinere Büsche und wenige hitzeresistente Kräuter, die das eintönige Bild der Wüste hin und wieder durchbrechen.

Tierwelt

Die Wüste beherbergt überraschend viele Tiere, die sich an das heiße Klima angepasst haben. Reptilien, kleine Säugetiere und Insekten sind an erster Stelle zu nennen, es gibt aber vereinzelt auch Weidestellen für Gazellen oder die Dromedare, die von den Nomaden gehalten werden.
Von den Wüstenelfen an den Ufern des Lamaschtu im Norden der Wüste werden außerdem Pferde gezüchtet, die in der ganzen Wüste als Statussymbol und Reittier heiß begehrt sind. Die Dromedare werden ebenfalls als Reit- und Lasttier genutzt und sind an das Klima der Wüste besser angepasst.

Thasani

Temperaturen
Sommer: 23°C (13 bis 33)
Winter: 13°C (3 bis 23)

Thasani ist ein fruchtbares Grasland, das ausreichend Regen vom westlichen Meer abbekommt. Früher gab es hier noch mehr Bäume, diese wurden aber schon vor langer Zeit gerodet. Das Land wird jetzt hauptsächlich als Weideland für große Schaf- und Kuhherden genutzt, an den Küsten wird auch viel Landwirtschaft betrieben.

Klima

Die Temperaturen fallen hier nie unter den Nullpunkt sondern bleiben ganzjährig mild. Regen fällt im Sommer weniger als im Winter.

Vegetation

Ähnlich der Steppe wachsen hier fast nur verschiedene Gräser. Anders als dort sind sie aber nicht so starken Temperaturunterschieden ausgesetzt, so dass sie erst im Spätsommer langsam verdorren - Thasani ist die meiste Zeit des Jahes ein grünes Meer, kein gelbes wie die Steppe.
Es ist außerdem Heimat für viele verschiedene Blumenarten, Sträucher und auch Bäume, die schattige Plätze schaffen. Vor allem an den schmalen, klaren Bächen, die sich durch die Landschaft schlängeln und an den wenigen kleinen Seen wachsen seltene und für viele unbekannte Pflanzen.
Richtung Osten wird das Land trockener und die Vegetation spärlicher, bis sie schließlich in die Wüste Cala an Darh übergeht.

Menainon

Temperaturen
Sommer: 25°C (20 bis 30)
Winter: 18°C (13 bis 23)

Menainon ist der südwestlichste Teil Alvaranias. Eine Bergkette bildet das Zentrum der Halbinsel, nur an den Küsten ist das Land etwas flacher.

Klima

Die Ostküste ist von der gleichen Meeresströmung wie die Wüste Cala an Darh beeinflusst, dem Menai- oder Nebelstrom. Dieser hat sich auf seinem Weg nach Westen in den flachen Küstengewässern jedoch so sehr aufgewärmt, dass er reichlich Luftfeuchtigkeit mit sich trägt und regelmäßig für starke Nebelbildung am Morgen sorgt, so dass auch ohne Regen reichlich Vegetation gedeihen kann. Dringt man weiter ins bergige Innere der Halbinsel vor, findet man neblige, immergrüne Gebirgswälder mit vielfältiger Flora und Fauna. Hier fällt besonders im Sommer sehr viel Niederschlag – der einzige wirklich auffällige Unterschied zum Winter, der eher trocken, aber trotzdem kaum kälter als der Sommer ist.

In Menainon herrscht überwiegend Tageszeitenklima: Nach den Morgennebeln ist der Vormittag sonnig, das Wasser der reichlichen Regengüsse des Vortages verdunstet von der üppigen Vegetation, so dass sich schnell Regenwolken bilden. Am Nachmittag regnen diese sich ab, oft begleitet von Gewittern. Am Abend scheint dann wieder die Sonne durch die immer lückiger werdende Wolkendecke.

Vegetation

Die vom Meer an die Küste getragene Feuchtigkeit sorgt für einen fast ununterbrochenen grünen Teppich. Bäume, Lianen, riesige Farne, seltsame Blumen und sonstige Pflanzen aller Art kämpfen um einen Platz am Licht.

Der Mvendua

In den weniger bergigen Gebieten in Küstennähe und im nördlichen Teil Menainons gedeiht das nützlichste Gewächs dieses Landes: der Mvendua. Er wirkt wie eine riesige Variante des Grases, das in der Steppe wächst. Seine büschelweise wachsenden Stängel können bis zu 15 Meter hoch werden. In Einzelfällen können sogar kleine Mvendua -Wäldchen entstehen. Fingerbreite, lange Blätter sind wie Kränze in etwa 5ocm Abstand am Stängel angeordnet. Genutzt wird vor allem der Stängel des Mvendua, sowohl als Nahrung als auch zum Bau von Häusern, Möbeln und Waffen. Die Früchte des Mvendua sind ganz besonders schmackhaft, die Blüten in Gedichten als die Tränen des Mondes gepriesen, doch sehr selten: der Mvendua blüht nur exakt alle 19 Jahre. Dann jedoch ist die Hügellandschaft Menainons in Silber getaucht, wenn sich zur gleichen Zeit an jedem Mvendua-Stängel tausende kleiner weißer Blüten mit farbigem Rand öffnen. Ist die Frucht des Mvendua dann fertig entwickelt, sterben die Pflanzen bis auf die Wurzel ab – ebenfalls alle zur gleichen Zeit, so dass die Hügel innerhalb von wenigen Wochen kahl werden. Zu Beginn der nächsten Regenzeit sprießen dann die neuen Triebe aus den Wurzeln und den hinab gefallenen Früchten und erreichen mit beeindruckender Geschwindigkeit wieder die alte Größe.

Nordwesten

Eiswüste

vergleichbar mit:
subpolare Klimazone

Temperaturen
Sommer: 3°C (-7 bis 13)
Winter: -20°C (-30 bis -10)

Eigentlich wäre es hauptsächlich Heidekraut und andere Zwergsträucher, die die Vegetation dieses Gebietes ausmachen würden, doch die meiste Zeit des Jahres (8-9 Monate) ist das Gebiet von Schnee und Eis bedeckt. Dafür sorgen eisige Nordostwinde und eine kalte, aus dem Eismeer kommende Meeresströmung.

Klima

Die Schneedecke ist im Winter meist zwischen 15 und 50cm dick, Unterschiede ergeben sich durch vom Wind verwehte Schneemassen. Das im Sommer anfallende Schmelzwasser kann aufgrund des undurchlässigen Permafrostbodens nicht versickern und sammelt sich in Seen, die im Winter zufrieren und spiegelglatte Eisflächen bilden. Der ständig von den Bergen strömende Wind bringt zwar kaum Feuchtigkeit mit sich, der wenige Niederschlag bleibt jedoch durch die fehlende Verdunstung als Schneedecke oder Oberflächenwasser dem Land erhalten.

Vegetation

Im Sommer taut der Boden nur oberflächlich auf, Landwirtschaft ist hier also kaum möglich. Da das Wasser aber auch nicht versickert, ist in der kurzen Vegetationsperiode (ca. 2-3 Monate), in denen die Temperaturen hoch genug steigen, genug Feuchtigkeit vorhanden, dass die Natur innerhalb von kürzester Zeit eine unglaubliche Blütenpracht entfaltet und Früchte zur Reife bringt, um sich dann wieder in die lange Winterruhe zurück zu ziehen.

Tierwelt

Neben besonders an die unwirtliche Umwelt angepassten Tieren wie Schneehasen und -hühnern, Polarfüchsen, dem Ukhaan (nur in den Sommermonaten) kommen hier Tiere vor, die von den Menschen als Haustiere aus weiter südlich gelegenen Gebieten mitgebracht wurden. Hierbei sind besonders Schafe und Hunde zu nennen, die vielfältig als Nutz- und Arbeitstiere verwendet werden. Pferde sind eher selten; wenn überhaupt, werden kleine, robuste Ponys genutzt.

Trümmerküste

Vor dieser Küste stoßen eine kalte Meeresströmung aus dem Norden und eine warme aus dem Süden zusammen. Sie sorgen für starke Stürme und unberechenbare Wirbel und warfen schon so manches Schiff an die felsige Küste.

Nogorath

Temperaturen
Sommer: 25°C (20 bis 30)
Winter: 10°C (5 bis 15)

In diesem Teil des Nogorath sollte man erhöhte Vorsicht walten lassen. Nicht nur vor den giftigen Tieren und den gefährlichen Sümpfen, sondern auch vor den grünhäutigen, naturverbundenen Elvoin - eine Rasse Alavaranias, die es nicht immer gut heißt, wenn man durch ihre Heimat reist.

Klima

Eine warme, küstenparallele Meeresströmung aus dem Süden sorgt für überdurchschnittlich viel Niederschlag und relativ hohe Temperaturen in diesem bewaldeten Gebiet. Hinzu kommen in der westlichen Hälfte des Nogorath viele kleinere Flüsse, die vom Gebirge nördlich Kamîrushs hinab strömen, dann von steilem Gefälle abrupt auf das flache Land im Nogorath treffen und dort keinen erkennbaren Wasserlauf mehr bilden, sondern sich in sumpfigem Gelände, das von vielen Rinnsalen durchzogen ist, verlieren. Wer sich hier nicht auskennt, dessen Ausflug in den Wald von Nogorath kann leicht tödlich enden, wozu auch der Nebel beiträgt, der die Sicht oft einschränkt.

Obwohl der Nogorath fast auf der gleichen Höhe liegt wie der südliche Teil Mérindars, ist es hier durch die Meeresströmung und Südwestwinde merklich wärmer.

Vegetation

Die Sümpfe des Nogorath sind nahezu unzugänglich und fielen daher nie dem Holzuhunger der Menschen zum Opfer. So findet man hier heute einen urwüchsigen, dichten, immergrünen Mischwald mit großer Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Die Bäume sind besonders an den fast durchgängig feuchten bis nassen Boden angepasst und wachsen in schwindelerregende Höhen, die nur von den Bäumen in den Elfenreichen übertroffen werden. Daneben gibt es hier mangrovenartige Wälder mit Stelzwurzeln. Unter den Bäumen findet man besonders häufig mannshohe Farne, aber auch Lianen und andere Kletterpflanzen.

Tierwelt

Hier leben Tiere sowohl der nördlich als auch südlich anschließenden Klimazonen, viele davon besonders an die Verhältnisse im Nogorath angepasst. Neben ungewöhnlich bunten Vögeln, die den Wald manchmal mit ihrem Geschrei erfüllen, vielen Schlangenarten und giftigen Insekten und Spinnentieren sind auch die aus dem Norden bekannten Bären und Wölfe zu erwähnen, die hier in eher kleinwüchsigen Arten vertreten sind.

Der Rikshan

Ein gefährliches, wenn auch sehr seltenes Raubtier, dessen Heimat die Sümpfe von Nogorath sind. Sowohl vom Körperbau als auch von der Größe her erinnert er an einen kräftigen Tiger oder Löwen, wie sie in südlicheren Gefilden wohl vorkommen. Sein Fell ist sehr kurz und von brauner Farbe, doch nicht einheitlich, sondern seltsam unregelmäßig fleckig: meist variieren die Farbtöne von dunklem braunschwarz oder graubraun bis zu einem erdbraunen Ton.

Was ihn von anderen Katzen unterscheidet ist jedoch der vordere Teil seines Körpers. Die Mähne dieser Tiere besteht aus ca. einem Fuß langen, schmalen Dornen, die normalerweise im Nacken anliegen, als Drohgebärde jedoch aufgerichtet werden können. Ebenfalls zur Drohung schüttelt der Rikshan den Kopf, so dass die aneinander schlagenden Dornen der Mähne ein seltsames lautes knacken oder rasseln verursachen. Unter den Elvoin ist dieses Knacken gefürchet und wurde gar in Redewendungen verewigt. Die Mähne setzt sich vom hinteren Kopfbereich über den Nacken, ein kurzes Stück die Wirbelsäule entlang und auf den Schulterblättern fort.

Der obere Teil des Kopf es des Rikshan sowie die seitlichen Kiefer sind von widerstandsfähigen Knochenplatten geschützt, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass dies der Schädel eines toten Tieres sei. Die tiefliegenden Augen sind normalerweise leuchtend rot und scheinen bei bestimmtem Lichteinfall zu leuchten, wie es die Augen der meisten Katzen an sich haben. All dies hat dazu geführt, dass über dieses Tier viele Schauergeschichten erzählt werden und man es meist noch für gefährlicher hält, als es ohnehin schon ist.