Nogorath

Temperaturen
Sommer: 25°C (20 bis 30)
Winter: 10°C (5 bis 15)

In diesem Teil des Nogorath sollte man erhöhte Vorsicht walten lassen. Nicht nur vor den giftigen Tieren und den gefährlichen Sümpfen, sondern auch vor den grünhäutigen, naturverbundenen Elvoin - eine Rasse Alavaranias, die es nicht immer gut heißt, wenn man durch ihre Heimat reist.

Klima

Eine warme, küstenparallele Meeresströmung aus dem Süden sorgt für überdurchschnittlich viel Niederschlag und relativ hohe Temperaturen in diesem bewaldeten Gebiet. Hinzu kommen in der westlichen Hälfte des Nogorath viele kleinere Flüsse, die vom Gebirge nördlich Kamîrushs hinab strömen, dann von steilem Gefälle abrupt auf das flache Land im Nogorath treffen und dort keinen erkennbaren Wasserlauf mehr bilden, sondern sich in sumpfigem Gelände, das von vielen Rinnsalen durchzogen ist, verlieren. Wer sich hier nicht auskennt, dessen Ausflug in den Wald von Nogorath kann leicht tödlich enden, wozu auch der Nebel beiträgt, der die Sicht oft einschränkt.

Obwohl der Nogorath fast auf der gleichen Höhe liegt wie der südliche Teil Mérindars, ist es hier durch die Meeresströmung und Südwestwinde merklich wärmer.

Vegetation

Die Sümpfe des Nogorath sind nahezu unzugänglich und fielen daher nie dem Holzuhunger der Menschen zum Opfer. So findet man hier heute einen urwüchsigen, dichten, immergrünen Mischwald mit großer Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Die Bäume sind besonders an den fast durchgängig feuchten bis nassen Boden angepasst und wachsen in schwindelerregende Höhen, die nur von den Bäumen in den Elfenreichen übertroffen werden. Daneben gibt es hier mangrovenartige Wälder mit Stelzwurzeln. Unter den Bäumen findet man besonders häufig mannshohe Farne, aber auch Lianen und andere Kletterpflanzen.

Tierwelt

Hier leben Tiere sowohl der nördlich als auch südlich anschließenden Klimazonen, viele davon besonders an die Verhältnisse im Nogorath angepasst. Neben ungewöhnlich bunten Vögeln, die den Wald manchmal mit ihrem Geschrei erfüllen, vielen Schlangenarten und giftigen Insekten und Spinnentieren sind auch die aus dem Norden bekannten Bären und Wölfe zu erwähnen, die hier in eher kleinwüchsigen Arten vertreten sind.

Der Rikshan

Ein gefährliches, wenn auch sehr seltenes Raubtier, dessen Heimat die Sümpfe von Nogorath sind. Sowohl vom Körperbau als auch von der Größe her erinnert er an einen kräftigen Tiger oder Löwen, wie sie in südlicheren Gefilden wohl vorkommen. Sein Fell ist sehr kurz und von brauner Farbe, doch nicht einheitlich, sondern seltsam unregelmäßig fleckig: meist variieren die Farbtöne von dunklem braunschwarz oder graubraun bis zu einem erdbraunen Ton.

Was ihn von anderen Katzen unterscheidet ist jedoch der vordere Teil seines Körpers. Die Mähne dieser Tiere besteht aus ca. einem Fuß langen, schmalen Dornen, die normalerweise im Nacken anliegen, als Drohgebärde jedoch aufgerichtet werden können. Ebenfalls zur Drohung schüttelt der Rikshan den Kopf, so dass die aneinander schlagenden Dornen der Mähne ein seltsames lautes knacken oder rasseln verursachen. Unter den Elvoin ist dieses Knacken gefürchet und wurde gar in Redewendungen verewigt. Die Mähne setzt sich vom hinteren Kopfbereich über den Nacken, ein kurzes Stück die Wirbelsäule entlang und auf den Schulterblättern fort.

Der obere Teil des Kopf es des Rikshan sowie die seitlichen Kiefer sind von widerstandsfähigen Knochenplatten geschützt, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass dies der Schädel eines toten Tieres sei. Die tiefliegenden Augen sind normalerweise leuchtend rot und scheinen bei bestimmtem Lichteinfall zu leuchten, wie es die Augen der meisten Katzen an sich haben. All dies hat dazu geführt, dass über dieses Tier viele Schauergeschichten erzählt werden und man es meist noch für gefährlicher hält, als es ohnehin schon ist.

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