Córalay und Cathrad

die zerfallenen Reiche

Córalay und Cathrad waren ehemals Reiche wie Mérindar und Arcanis. Durch die Schwäche ihrer Könige zersplitterten sie vor ungefähr zwei Jahrhunderten in kleine Fürstentümer, die heute in ständiger Fehde miteinander liegen. Das hat der einfachen Bevölkerung in den vergangenen Generationen viel Leid und Tod gebracht. Besonders in Cathrad streben die Armaganen danach, die Zustände zu verändern.

Klima, Flora und Fauna

vergleichbar mit:
Nordosteuropa

Temperaturen
Sommer: 20°C (8 bis 32)
Winter: -5°C (-17 bis 7)

Die Gebiete dieser beiden einstigen Königreiche sind weniger dicht besiedelt und daher noch waldreicher, ansonsten aber mit Mérindar vergleichbar. Das Land ist ein wenig hügeliger und steigt Richtung Westen zu den Wilden Landen hin an, weist aber kaum schroffe Felsformationen vor. Die Straßen in Córalay und Cathrad sind zwar alt und kaum gepflegt, aber immer noch gut befahrbar - ganz besonders die Hauptstraßen entlang der wichtigen Handelsrouten, z.B. entlang des Chabur.

Hier leben hauptsächlich Menschen und wenige Nordelfen. Die Siedlungen liegen weit auseinander, oft mehrere Tagesreisen weit, und große Städte gibt es wenige.

Klima

Das Klima von Córalay und Cathrad wird von den gleichen Winden beeinflusst, die Mérindar so reichtlich Niederschlag bringen. Durch die größere Entfernung vom Meer sind diese aber etwas geringer. Außerdem ist die Differenz zwischen Sommer- und Wintertemperaturen etwas höher.

Vegetation

Córalay und Cathrad sind sehr waldreich. Nadel- und Laubwälder wechseln sich je nach Standort ab oder mischen sich. Die vielen Moore und Sümpfe des Landes wurden größtenteils noch nicht entwässert und zu urbarem Land gemacht, so dass es für Reisende abseits der Wege durchaus gefährlich werden kann. Plötzlich aufflammende Sumpfgase, leuchtende Algen oder auch nur Glühwürmchen lockten in der hereinbrechenden Dämmerung schon so manchen vom Weg ins Verhängnis.

Tierwelt

In Córalay und Cathrad muss man sich schon mehr in acht nehmen vor den großen Raubtieren, die in Mérindar und Arcanis schon kaum noch zu sehen sind. Dafür haben es aber auch die Jäger leichter: Wild ist reichlich vorhanden, sowohl die großen Beutetiere als auch die kleinen, die hauptsächlich um ihres Pelzes willen gejagt werden.

Córalay

HinweisDie Texte zu Aughar, Pethel und Pethelfurt, Schwemmland, Thorán, Aramad, Háruk, Kolling und Kollinger Niedermoor, Orthán, Treffpunkt des Wandernden Volkes und Karan wurden von Karim verfasst und Drachenblut zur Verfügung gestellt.

Städte und Siedlungen

Imrahad

Einwohner: 18.000
Neben Aramad eine der wenigen verbliebenen großen Städte Córalays. Sie ist eine wichtige Station für Händler, die aus den Wilden Landen kommen oder dorthin reisen.

Thánvath

Einwohner: 6.000
Eine kleinere Stadt an der Straße nach Imrahad.

Aughar

Kleinstadt mit etwa 2.300 Einwohnern kurz vor der Grenze zu Mérindar. Besonders für die ortseigene Bäckerzunft und seine Teigwaren, allen voran der Córalay-Schnecke, überregional bekannt. Ansonsten kaum nennenswerte Unterschiede zu anderen Kleinstädten dieses Landes. Gerüchteweise liebäugelt der Graf des Landstriches damit sich dem Nachbarstaat anzuschließen, wartet allerdings den Ausgang der internen Machtstreitigkeiten ab.

Aramad

Die Stadt liegt im Südwesten Córalays und ist eine der wenigen verbliebenen Großstädte des Landes. Mit ihren fast 13.000 Einwohnern ist sie konkurrenzlos der Knotenpunkt dieser Region und der Herzog zählt zu den Mächtigen des Landes und unterhält, neben wenigen Freischärlern, ein kleines stehendes Heer. Einige Barone und Grafen der umliegenden Ländereien haben ihm die Treue geschworen, allerdings kann er dadurch noch lange nicht die anderen Herzöge und Mächtigen des einstigen Reiches ausstechen. Dafür ist die Gegend über die er seine Hand hält verhältnismäßig stabil… wenngleich noch lange nicht von der Willkür der Herrschenden verschont.

Háruk

Ein einst größeres Dorf, einige Tagesreisen östlich von Aramad. Untersteht einem Vasallengrafen des Herzogs, der für seine Trinksucht und seine ausschweifenden Feste wie auch für seinen immensen Stolz berüchtigt ist. Dessen Launen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert haben die Einwohner ein recht hartes Leben und seit dem großen Feuer vor einigen Jahren sinkt die Einwohnerzahl beständig und liegt gerade noch bei etwas mehr als 140.

Kolling

Kolling ist ein Köhlerdorf, ein verschlafenes Nest inmitten der tiefen, südlichen Wälder. Politisch gesehen haben die etwa sechs Dutzend Bewohner, hauptsächlich Köhler und Torfstecher) ein relativ entspanntes Leben, lässt sie doch der örtliche Graf, ein Elf der seine Privatsphäre sehr schätzt und sich nicht sonderlich in die großräumige Politik einmischt, weitestgehend in Ruhe und kassiert nur regelmäßig seine Steuern. Dafür verlangt das Leben in den Wäldern, unter anderem aufgrund ziemlich harscher Winter, den Einwohnern so einiges ab. In der Nähe liegt die Hütte der Kräuterfrau Cirikel, ein Spross der örtlichen Wirtsfamilie und unter ihres gleichen verhältnismäßig bekannt, als auch das Kollinger Niedermoor.

Pethelfurt

Kleine Ansiedlung am Rande der südlichen Wälder, die noch den Schwemmland-Baronen untersteht. Kaum nennenswerter Ortskern aus den Häusern des Hufschmiedes, Metzgers und einiger anderer Handwerker wie auch das Haus des Schulzen und eines kleinen Krämerladens. Der Großteil der eigentlichen Bewohner verteilt sich auf die knapp ein Dutzend unterschiedlich großen umliegenden Gehöfte und Mühlen.

Orthán

Einst eine blühende Großstadt, heute nur noch ein riesiges Areal alter Ruinen. Die Ruinenstadt liegt weit im Norden des Landes und ist zum größten Teil von Wald überwuchert. Nur noch der Festungsberg und die zerstörte Festung ragen aus den Dickicht empor, von wenigen Bäumen bedeckt, die zusammen mit den letzten paar eingestürzten Türmen wie mahnende Finger in den Himmel zeigen. Die meisten vernunftbegabten Wesen meiden diesen Ort heutzutage, Aberglaube hat sich breit gemacht und letzten Endes ist die nächste bewohnte Ansiedlung auch einige Tagesmärsche durch den dichten Wald entfernt.

Karan

Ein weniger bekanntes Dorf das 10 Tagesreisen nördlich von Thánvath an einem der Quellflüsse des Thóran liegt. Die Hälfte der etwa 90 Einwohner sind Fischer die in den eigens dafür angelegten Teichen Fische züchten oder im Fluss nach Forellen angeln. Eine nicht sonderlich ertragreiche Arbeit. Der nördliche Wald ist reich an Wild, von daher haben die Jäger des Dorfes ein gutes Standbein. Es gibt auch einige Jagdanwesen des regionalen Adels in der Nähe des Dorfes.

Treffpunkt des Wandernden Volkes

Im südlichsten Süden des Landes, schon fast an der Grenze zum Nachbarland Cathrad wird das Dickicht der südlichen Wälder immer wieder von unterschiedlich großen Lichtungen durchbrochen. Einige nur wenige Meter breit, andere mehrere Dutzend Meter und fast kreisförmig. Auf einer dieser Lichtungen, eingefasst von hohen Birken und vielen wilden Brombeersträuchern dazwischen, steht eine einzelne alte Stieleiche. Vor langer Zeit, lange bevor sich die ersten Menschen hier niederließen wurde diese Schneise von einem Waldbrand gelegt, der nur diesen einen Baum übrig ließ. Aus irgendeinem Grund konnte sich kein Sekundärwald auf der verbrannten Fläche entwickeln und so entdeckten die grasbewachsene Lichtung vor geraumer Zeit die ersten Familien des wandernden Volkes. Zumindest heißt es so in dessen Legenden. Auf jeden Fall wahr ist jedoch, dass sich das wandernde Volk bis heute immer wieder an diesem, für sie mystischen Ort, trifft und sich austauscht. Das Gebiet liegt jenseits der Anspruchsgebiete irgendwelcher Barone, sowohl in Córalay als auch in Cathrad und ist so tatsächlich ein idealer Treffpunkt um unter sich zu bleiben, denn nur wenige wissen von ihm.

Festungen

Burg Kernok

Trithoban Vossul ist der Herr der Burg Kernok westlich Mérindars. In diesem Gebiet sind die Burgherren, die sich oft auch Fürsten nennen, in ständiger Fehde verstrickt, denn Grenzen wurden hier nie festgelegt, seit die Reiche Córalay und Cathrad zerfielen.
Trithobans Anwesen befindet sich noch relativ nah an der Grenze zu Mérindar, vielleicht vier Tagesreisen zu Pferde entfernt. Zum Herrschaftsbereich des Burgherrn gehören vier Dörfer in der unmittelbaren Nähe, die dazugehörigen Felder und ein ausgedehntes Waldgebiet, in dem er mit Vorliebe zur Jagd geht.
Die Burg selbst befindet sich auf der einzigen etwas höheren Erhebung der eher flachen bis hügeligen Umgebung. Als prachtvoll kann man sie keineswegs bezeichnen, noch als besonders wehrhaft: die Dörfer werfen nicht genug ab, um das nötige Einkommen zum Ausbau der Burg zu gewährleisten.

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Ceroans Schild

Die Feste Ceroans Schild ist die wohl größte Feste, die in Mérindar jemals errichtet wurde. Das Bauprojekt wurde im Jahre 863 vom damaligen König Ceroan in Auftrag gegeben und knappe fünfzehn Jahre später fertiggestellt. Dieses Bollwerk, dessen massive Mauern selbst dem Beschuß der damals größten mobilen Katapulte standhalten sollte, diente als Schutzmaßnahme gegen die Reiche Cathrad und Córalay, auch wenn Zweiteres weiter im Norden der Feste lag. Aufgrund der maximalen Kapazität von bis zu zweitausend Soldaten war es unausweichlich, diese Feste zu erobern, wollte man nicht ein ganzes Heer im Rücken habe. In der jetzigen Zeit jedoch, wo keine Bedrohung mehr durch die ehemaligen Reiche droht, ist die Feste nur noch minimal besetzt, um die Mauern und Gebäude instand zu halten sowie den Vekehr auf dem Chabur sowie der Handelstraße nach Cadron zu sichern.

Verschiedenes

Schwemmland

Das fruchtbare Land zwischen dem Fluss Thóran und dem Rand der südlichen Wäldern wird allgemein hin als Schwemmland bezeichnet, obwohl die Überschwemmungen des Flusses längst nicht bis gänzlich an die südliche Grenze reichen. Mehrere Barone, bekannt als die Schwemmland-Barone, haben diesen Landstrich unter sich aufgeteilt und versuchen seitdem die Neutralität ihrer Ländereien innerhalb der internen Machtkämpfe in Córalay zu wahren. Nicht aus Menschenliebe sondern aus Profitgedanken, denn die Nahrungsmittel die hier produziert werden sind heiß begehrte Ware in den ausgezehrten Ländereien.

Der Thóran

Der größte Fluss des Landes und eine der Hauptlebensadern fließt von Nordwesten nach Südosten um schließlich in Mérindar in den Aras zu münden. An ihm liegen viele der wichtigen Städte und Umschlagplätze Córalays und der Hauptverkehrsweg verläuft ebenfalls über weite Strecken parallel zum Fluss. Früher wurden von seiner westlichen Quelle aus große Holzflöße gen Südosten getrieben, doch seit die Wälder dort nahezu abgeholzt sind bleibt der turbulente Oberlauf bis auf zeitweilige Schiffnutzung eher wenig genutzt. Der Mittellauf hingegen sorgt dank seiner periodisch auftretenden Überschwemmungen zumindest stellenweise für fruchtbares Acker- und Weideland an seinen Auen und eigenet sich auch zur Schifffahrt.

Die Pethel

Größter Fluss der durch die südlichen Wälder fließt und dort auch entspringt. Allerdings nichts im Vergleich zum Thóran, in den er schließlich mündet. Aufgrund seiner gemächlichen Strömung eignet er sich nicht sonderlich zur Holzflößerei, was für die südlichen Wälder sicherlich gut ist, für den Unterhalt der Holzfäller jedoch eher nicht. Der Aberglaube spricht manchen Bereichen mit sehr ruhigem Wasser besondere Heilkräfte zu, doch mancherorts geht der ruhige Lauf in kleinräumige, jahreszeitlich schwankende, Moorgebiete über, deren brackiges Wasser man besser nicht mehr trinken sollte.

Kollinger Niedermoor

Das Moor erstreckt sich in einer Senke die um die zwei Quadratmeilen im Durchmesser misst. Dort sammeln sich vor allem von Frühling bis zum Herbst Sickerwässer aus den umliegenden Waldgebieten und machen aus der Senke ein stellenweises tiefes Moorgebiet. Schon manchen unbedarften Wanderer, der sich leichtsinnig von der idyllischen, nur von Vogelgezwitscher, Grillenzirpen und Froschquaken unterbrochenen Ruhe in das Moor leiten ließ haben die Tücken desselbigen das Leben gekostet. Denn viele der Wege sind im nächsten Jahr schon nicht mehr vorhanden und die Torfstecher im nahen Dorf führen ein gar nicht so ungefährliches Leben. Im Winter verwandelt sich das Moor in eine atemberaubende Landschaft aus glitzernden, zugefrorenen Teichen und bizarren Eis- und Schneeskulpturen zwischen den Sträuchern und halb eingesunkenen Bäumen.

Cathrad

Cathrad zersplitterte 918, wenige Jahre nach dem Fall Córalays, in Folge von Bürgerkriegen, Überfällen und Unabhängigkeitsbestrebungen der Fürsten. Auf dem Gebiet des ehemaligen Nordreiches regieren nun Fürsten und Grafen sowie, in wenigen Fällen, Stadtherren. Die Armaganen, eine für die Selbstbestimmung des Volkes kämpfende Bewegung, ist seit 50 Jahren bestimmende Kraft besonders im Süden Cathrads.

Städte und Siedlungen

Shuridron

Einwohner: 500
Ein großes Dorf (an der Grenze zur Kleinstadt) am Chabur. Entstanden an einer Furt über den Chabur, an dem sich der Fluss der Reisenden im Sommer staute und den viele Händler und Reisende für eine längere Pause nutzten. Schnell siedelten sich alle möglichen Versorger hier an - vom Wirtshaus über einen Hufschmied bis zum Medikus. Die Siedlung wuchs stetig an und ist heute ein wichtiger Treffpunkt auf dem Weg aus oder in den Westen.

Freie Stadt Arones

Einwohner: 9.500
Eine Stadt im Süden Cathrads, die sich freiwillig den Armaganen anschloss, bisher als einzige größere Stadt. Die Umgebung wurde noch nicht von der Bewegung erobert, weshalb die Lage der Stadt derzeit recht unsicher ist. Auch wenn man nicht eindeutig als Armagane erkennbar ist, kann man auf dem Weg nach Arones mit groben Durchsuchungen und Plünderungen durch die Truppen der Fürsten der Umgebung rechnen.

Festungen

Burg Eras

Die erste Burg, die mitsamt der gesamten Grafschaft Erasis in die Hand der Armaganen fiel. Heute schon viele Jahre in ihrem Besitz, ist sie Hauptquartier und Rückzugsort für die Truppen und Offiziere.

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