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====== Söldnergilde Seberas ====== <WRAP box> //**__Hinweis__**// Dieser Text wurde von Tyreth verfasst und Drachenblut zur Verfügung gestellt. </WRAP> Die „Söldnerzunft Seberas zu Onvorthad“, meist einfach „Seberas“, manchmal auch als „Legion Seberas“ bezeichnet, zählt zu den bekanntesten Söldnergilden in den Nordreichen. Berühmt für ihre schwere Infanterie und vor allem ihrer Unnachgiebigkeit wurde die Gilde schon immer für ihre Rechtschaffenheit und Loyalität zum Thron geehrt, was aber mehr Schein als Sein ist. Denn hinter vorgehaltener Hand wird viel über die angeblichen Verbindungen zu Dieben, Assassinen und Sklaverei von Seberas getuschelt ===== Geschichte ===== Die Ursprünge der Söldnerzunft liegen in der Leibgarde von Graf Seberas Autare II, Stadtherr Onvorthads von 702 – 714 nach den Drachenkriegen. Man kann ihn als geistigen Vater und Namensgeber der Gilde bezeichnen. Graf Autare hielt seine Garde geheim, weihte nur engste Berater ein, gab der Garde nur durch verschlüsselte Botschaften Befehle und achtete peinlichst genau darauf, alle Dokumente, die ihn mit seiner Garde in Verbindung setzten könnten, verschwinden zu lassen. Autares Garde genoss eine umfangreiche Ausbildung und konnte in weniger als einer halben Stunde marschbereit gemacht werden, kam aber nie zum Einsatz. Man vermutet, dass er einen Putsch gegen den damaligen Fürsten plante, weswegen er seine „Armee“ geheim hielt. Erst nach seiner Ermordung 716 gelangten die Dokumente an die Öffentlichkeit, was am königlichen Hof für Empörung sorgte. Die Garde wurde gewaltsam aufgelöst, der Autare-Familie ihr Status entzogen, weitere Mitverschwörer hingerichtet. Einige Gardisten jedoch schlossen sich unter Berenis Autare, Sohn des Grafen, zusammen und gründeten noch im selben Jahr die – in den ersten Jahren noch geheime – „Söldnerzunft Seberas zu Onvorthad“. Zwanzig Jahre später, im Jahr 736, wurde sie offiziell anerkannt und konnte in den darauffolgenden Jahren ihren Einfluss über das ganze Fürstentum Vahénnya ausdehnen. ===== Heute ===== ==== Das Seberasische Hoheitsgebiet ==== Seberas zählt heute zu den bekanntesten Söldnergilden in den Nordreichen und konnte ihren Einfluss über Vahénnya nicht nur gegen zahllose Konkurrenten und gelegentliche Widerstand der Adeligen halten, sondern auch ausweiten. So wird heute das Gebiet zwischen den Städten Onvorthad, Lánvarn, Nemâncan, Caswin, Andra und Trimarcia als „seberasisches Hoheitsgebiet“ bezeichnet. In diesem Gebiet hat die Gilde meist sämtliche Konkurrenten vertrieben, und genießt in Vahénnya sogar das vollste Vertrauen des Fürsten. Söldner, die nicht zu Seberas gehören und im Gebiet der Gilde arbeiten wollen, müssen entweder Freischärler werden oder werden vertrieben bzw. gefangen genommen. Die Wachen sehen hier meist weg. Steckbriefe von Gesuchten werden nicht erst an die Garnisonen verteilt, sondern meist gleich der Gilde zugesandt. ==== Wichtige Orte ==== Die Autares haben auch noch heute großen Einfluss auf Seberas und bekleiden meist die Position des Gildenmeisters, halten sich aber ansonsten aus der Politik der Gilde heraus. Derzeitiger Gildenmeister ist Selos Autare. Stützpunkte und kleinere Außenposten finden sich in ganz Méridar. Das Gründungshaus der Söldnerzunft steht noch immer am Hauptplatz von Onvorthad, wurde aber zwischenzeitlich zur Taverne umgebaut. Söldner gehen hier ein und aus und auch unter den normalen Bewohnern ist es ein gern besuchtes Lokal. Hauptsitz der Gilde ist schon lange die Feste Traistun, ehemaliger Familiensitz der Autare. Sie liegt etwa sechs Kilometer östlich von Onvorthad und zählt zu den am schwersten befestigten Festungen im Fürstentum. Auch ein größeres Dorf, ebenfalls befestigt, direkt an der Festung, ist im Besitz von Seberas und ist sozusagen das „Dorf der Söldner“. Hier leben größtenteils Frauen und Familien der Söldner. Weitere Kasernen, in welchen Gildenmitglieder nicht nur trainieren sondern auch leben, sowie Rekrutierungsbüros befinden sich in //Onvorthad, Nemáncan, Caswin//. Kleinere Stützpunkte, in denen Gildenmitglieder Verpflegung, Unterkunft und Ausrüstung finden, liegen in //Merridia, Trimarcia, Lánvarn und Calé//, sowie ein Außenposten in //Irukhan//. Es bestehen Verbindungen zur Assassinen- und Diebesgilde, auch in Sklaverei soll Seberas angeblich verwickelt sein. Letzten Zählungen zufolge zählt Seberas etwa 400 Legionäre, 75 Eiserne und 140 Freischärler. Seberas hat seine Informanten überall. Im Gegensatz zu den Vorurteilen sind es keine Bettler, sondern Bürger aus allen Schichten, selbst Adelige, die dafür bezahlt werden Seberas mit Informationen zu versorgen. ===== Rekrutierung und Hierarchie ===== Jeder der ein Schwert halten kann, kann sich von der Gilde rekrutieren lassen. Vor allem ärmere Familien geben ihre Kinder lieber in Obhut von Serberas um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Gerüchten zufolge sollen sich die Söldner auch aus Kindersklaven rekrutieren. Anwerber werden zur nächsten Seberas-Kaserne geschickt, wo eine Art „Ausmusterung“ vorgenommen wird. Die Schwächeren werden von den Stärkeren getrennt, und nur letztere werden als Neulinge in die Gilde aufgenommen, scherzhaft auch „Falkenjungen“ genannt. Diese Falkenjungen durchleben eine zirka sechsmonatige Ausbildung, in der noch viel aus der Anfangszeit der Gilde vorhanden ist. Disziplin und Gehorsam zählen genauso viel wie der Umgang mit Schild und Schwert. Haben die Jungen diese Ausbildung hinter sich, werden sie zu Legionären ernannt, den eigentlichen Söldnern Seberas. Sie sind meist in Gruppen von 10-15 unterwegs, den „Zugtrupps“. ==== Kämpen - die "Eisernen" ==== Besondere Individuen werden zu Kämpen ernannt; in der Bevölkerung haben werden sie meist „die Eisernen“ genannt. Kämpen sind alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs und werden vor allem dann eingesetzt, wenn es darum geht Aufträge, bei denen die Zugtrupps versagen, schnell zu erledigen. Im Gegensatz zu Legionären zählen Kämpen zur leichten Infanterie, sind nur leicht bewaffnet und schlagen meist aus dem Hinterhalt zu. Bei den Eisernen machen sich deutliche Einflüsse von den Assassinen und Diebesgilden bemerkbar. Sie können im Gegensatz zu Legionären nicht weiter in der Hierarchie aufsteigen, was diese Position aber nicht weniger begehrt macht. ==== Dekarchen und Centarchen ==== Der nächste Rang, den ein Legionär erreichen kann, ist der des Dekarchen. Dekarchen sind die Veteranen von Seberas und sind Anführer einer Legion, Quartiermeister oder Ausbilder. Sie erhalten einen höheren Sold, gelten als kampferprobte und zähe Kämpfer. Ein Legionär wird erst nach mindestens einem Jahrzent Dienstzeit zum Dekarchen ernannt. Der nächst höhere Rang ist der Centarch. Centarchen nehmen nur noch selten an Kämpfen teil, sondern haben den Oberbefehl über mehrere Legionen. ==== Kommandanten ==== Der Rang des Kommandanten ist der höchste Rang, den ein Söldner erreichen kann. Kommandanten sind die Verwalter und Befehlshaber der Kasernen, leiten Aufträge an die Centarchen weiter und sind Mitglieder des Söldnerrats. Der Söldnerrat stimmt über die Zukunft der Gilde und trifft wichtige Entscheidungen, die ganz Seberas betreffen. ==== Gildenmeister ==== Der Gildenmeister hat nur noch kosmetischen Wert. Zwar steht er über den Söldnerrat und kann dessen Entscheidungen als ungültig erklären. Er kann selbst Entscheidungen fällen ohne dem Rat Rechenschaft schuldig zu sein, tut beides aber nur in speziellen Situationen und selbst dann nur äußerst selten. ==== Freischärler ==== Ein weiterer Rang, der aber nur wenig mit Seberas zu tun hat, sind die sogenannten Freischärler. Freischärler sind freischaffende Söldner, die sich unter den Schutz Seberas gestellt haben. Sie zählen nicht zur Gilde, erhalten keine Privilegien, dürfen aber im Gebiet von Seberas ihrem Beruf nachgehen. Dafür müssen sie einen Teil ihrer Einnahmen an Seberas abtreten. ===== Aufträge und Erkennungszeichen ===== Im Gegensatz zu Söldnerheeren kann Seberas nicht für eine Armee rekrutiert werden, schon alleine wegen ihrer Größe. Stattdessen ist Seberas im Personenschutz, in der Eskortierung, der Zoll- und Steuereintreibung, der Kopfgeldjägerei und dem Schutz von Gebäuden/ Dörfern tätig. Aufträge, die Mord, Diebstahl und Wegelagerei beinhalten, werden nicht angenommen, unter anderem, um nicht in Konflikt mit Assassinen- und Diebesgilden zu kommen. Um sich untereinander zu erkennen haben Legionäre und vor allem die Eisernen spezielle Erkennungszeichen, die nur an Gildenmitglieder weitergegeben werden. Es wird streng darauf geachtet, das kein Außenstehender, darunter auch Freischärler, etwas davon wissen. Das am häufigsten verwendete Erkennungszeichen ist der einfacher Satz„Ein Mann blickt in die Sonne.“ Lautet die Antwort „Und der Falke heißt ihn willkommen.“, ist der Gegenüber ein Seberas-Söldner. Erkennungszeichen, die offen gezeigt und kein Geheimnis sind, sind der rote Falke, das Wappentier von Seberas, und Rotstahlwaffen. ===== Ausrüstung ===== Die Ausrüstung von Seberas stammt aus eigenen und vor allem ortsansässigen Schmieden und Lederern, denen es mehr als eine Ehre ist Rüstungen und Waffen für Seberas herzustellen. Die Ausrüstung der Gilde ist von guter Qualität, was es nicht verwunderlich macht, dass der Großteil der Ausgaben eben auf diese fällt. Bei der Ernennung zum Legionär erhält jeder Söldner die Standardausrüstung von Seberas, bestehend aus einer Lederrüstung oder einem Kettenhemd, Arm- und Beinschützern, einem Vollhelm aus Stahl, einem Schwert und einem Dolch. Andere Ausrüstung, zum Beispiel Harnische und Ähnliches, können von wohlhabenden Söldnern bei Rüstmeistern gekauft werden. Besonders beliebt unter Legionären ist das so genannte „Basileios“ ein Schwert mit kleinen Widerhaken an der Klinge. Fernwaffen gelten als verpönt. Bogenschützen sucht man bei Seberas vergeblich. Seberasischen Schwertern wird Kupfer beigemischt, was ihnen einen rötlichen Ton gibt. Diese Mischung wird als „Rotstahl“ bezeichnet und ist ein Markenzeichen für Seberas. Nur selten trifft man Legionäre ohne Rotstahlwaffen an. Waräger lassen sich leicht von Legionären unterscheiden. Meist tragen sie eine Lederrüstung oder nur einen Lederharnisch, darüber einen Mantel mit Kapuze. Der Rest ist von Waräger zu Waräger unterschiedlich. Im Gegensatz zu Legionären ziehen sie Dolche und Kurzschwertern Langschwertern vor, auch Schilde werden so gut wie nie benutzt. ===== Ruf, Philosophie und Aberglaube ===== Seberas hat überall in den Nordreichen einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Ihnen wird nachgesagt, unnachgiebig, rechtschaffen und loyal zum Thron zu sein. Berühmt ist Seberas für seine schwere Infanterie, den Legionären, welche angeblich nie einem Gegner weichen, sei er noch so groß. Vor allem in Vahénnya gibt es kein Kind das nicht von den Geschichten der Söldner gehört hat. Im Fürstentum hat man eine hohe Meinung von ihnen, der Fürst selbst bezeichnet sie als „Beschützer Vahénnyas“. Gildenmitglieder werden im Fürstentum vielleicht sogar mehr geachtet als Adelige. Die meisten jungen Männer und so manche junge Frau träumt davon, Legionär zu werden. Schon während der Ausmusterung wird Anwerbern die Philosophie von Seberas eingetrichtert, was bei Falkenjungen noch verstärkt wird. Während der Ausbildung wird Kameradschaft und ein Ehrgefühl gefördert, was bei jedem Legionär anzutreffen ist. Die Ehre gilt als höchstes Gut, sie zu verlieren ist schlimmer als der Tod. Selten verlässt jemand die Gilde, da Mitglieder bewusst dazu erzogen werden, die Gilde als ihre Heimat, Familie und als ihr ganzes Leben zu sehen und über alles zu stellen. Ihnen wird beigebracht, keinen Feind zu fürchten oder je nachzugeben, weswegen Seberas auch für die Sturheit seiner Mitglieder bekannt. Einzig der Tod in der Schlacht im Dienste der Gilde gilt als ehrenhaft. Da vieles aus der Gründungszeit noch immer fest in Seberas verwurzelt ist, herrscht bei Legionären und Warägern viel Aberglaube. So soll Rotstahl angeblich besonders scharf und widerstandsfähig sein, was aber nie bewissen wurde. Ein rotes X auf dem Schild soll Hiebe und Pfeile ableiten. Einige Kämpen tragen eine Maske mit einem schnabelartigen Fortsatz vor Nase und Mund. Sie soll ihnen ihrem Idol, dem Falken, näher bringen und dessen Schnelligkeit und Gerissenheit übertragen. Am weitesten verbreitet jedoch ist der Aberglaube der „Weihe“. Bei diesem „Aufnahmeritual“ zieren frisch ernannte Legionäre ihre Helme mit einem Handabdruck aus Blut von ihrem ersten getöteten Gegner. Dies soll den Söldnern nicht nur ein langes und ruhmreiches Leben bescheren, sondern auch als wahre Krieger kennzeichnen, wenn sie das Reich Ondaras betreten. ===== Diebe, Assassinen und Sklaverei ===== Schon seit seinen Anfängen pflegt Seberas Beziehungen zu Diebes- und Assassinengilden, was nur in der Anfangszeit ein Geheimnis war. Es ist bekannt, das sich Abgeordnete von Seberas einmal monatlich mit Vertretern der Diebesgilden und Assassinen treffen, um über Territorien, Einfluss und mögliche Bündnisse zu sprechen. So schickt beispielsweise die Assassinengilde Mitglieder zu Seberas, welche als sekundäre Ausbilder für Waräger eingesetzt werden. Im Gegenzug dafür hält sich die Söldnergilde von Suryan fern. Die Diebesgilden sind die wichtigsten Informanten von Seberas, denn Diebe haben ihre Augen und Ohren überall. Zwar unterhält die Gilde eigene Spione, doch sind diese zu wenige um immer auf dem neusten Stand zu sein. Auch in der Sklaverei soll Seberas angeblich tätig sein, Verbindungen zu Sklavenhändlern wurden aber nie bewiesen oder gefunden. Angeblich soll die Gilde einige Sklavenhändler finanzieren, die für Seberas speziell nach Kindern suchen und entführen, welche dann für die Gilde rekrutiert werden. Diese Gerüchte sind jedem bekannt, königliche Beamte konnten diese aber nie beweisen. Es wird gemunkelt, dass absichtlich weggesehen wird oder die Beamten bestochen werden. {{tag>Krieger Merindarer Nordelfen}}