



![]() |
Naradesh„Folge dem Furat und das Ziel wird ewiges Wasser sein.“ So lautet ein altes Sprichwort, das den Weg nach Naradesh beschreibt. Eine beeindruckende Stadt, die auch „Die Stadt der Wasser“ genannt wird. Denn das Wasser ist ein fester Bestandteil des Lebens der Naradesher. Wo es sonst an diesem lebenswichtigen Nass mangelt, besitzt Naradesh es in Überfluss. Die Stadt, aus weißem Stein errichtet und von hohen Stadtmauern umgeben, liegt in einem Tal am Fuße der Ruwayd-Berge östlich in der Wüste Cala an Darh. Das Wasser, des dort herunter stürzenden breiten und hohen Wasserfalls wird aufgefangen und über Becken und Aquädukte, die die Landschaft um Naradesh prägen, in die Stadt geleitet. Der Wasserfall speist außerdem den Fluss Furat, der einen aus der Wüste nach Naradesh führt. Die Stadt teilt sich in einen Innen- und einen Außenring. Im Innenring lebt der Sultan Amjad ibn Akin ibn Thaaqib al Farhaan, alleiniger Herrscher über Naradesh und dem östlichen Gebiet der Wüste, in seinem Palast, und andere einflussreiche, hoch angesehene und reiche Familien. Im Innenring befinden sich auch bedeutende Gebäude, wie das Krankenhaus, die große Bibiliothek, Badehäuser und Tempel der Götter. Naradesh ist in der Welt aber vor allem für die Akademie der Heiler bekannt. Es ist ein großes, beeindruckendes Gebäude, in dem Heiler unterrichtet und ausgebildet werden. Das schließt sowohl Heiler ein, die mit Medikamenten und Umschlägen Kranken helfen, aber auch Naturmagier, die hier vor allem lernen, ihre Kräfte sinnvoll für die Heilung einzusetzen (zum Beispiel die Beeinflussung eines Patienten, um seinen Schmerz zu lindern). Auch einige Elfen hat es schon in die Akademie verschlagen, die das Element Wasser, das ihnen hier so nahe ist, erlernen wollen, um in wasserarmen Gebieten zu helfen. Im Außenring wohnen die restlichen Familien, die zum Mittelstand gehören oder ebenfalls nicht schlecht betucht sind. Diese Familien sind nicht zwingend weniger angesehen und haben auch nicht mit Unterdrückung oder ähnlichem zu kämpfen, wie man es aus Armenvierteln in anderen Städten kennt. Im Vergleich zu anderen geht es den Ärmsten in Naradesh ziemlich gut, denn der Sultan herrscht gerecht und baute einst auch den Ärmsten der Stadt Behausungen, um ihnen ein Grundstein für ein normales Leben zu bieten. Die Nähe zum Wasser sorgt dafür, dass die Stadt sehr sauber gehalten wird und die Menschen einen sehr guten Lebensstandard besitzen. Sie haben sauberes Trinkwasser, eine funktionierende Kanalisation unter der Stadt und ein gutes Gesundheitssystem. Künstlich angelegte Bäche und Aquädukte leiten das Wasser vom Wasserfall in die fortschrittliche Stadt. Ein breiter mit klarem Wasser gefüllter Graben umgibt die Stadtmauern Naradeshs und deutet sogleich auf Reichtum und Wohlstand hin. Durch die Stadt ziehen sie zahlreiche Rinnsteine, kleine gepflasterte Becken, die das Wasser leiten und quer durch die Stadt führen, teilweise in kunstvollen Mustern angelegt. Überall stehen Brunnen, aus denen die Bevölkerung Trinkwasser schöpfen kann, die großen Anwesen werden mit Springbrunnen dekoriert und es gibt mehrere größere Parks und alte Palmen, die die breiten, gepflasterten Straßen Naradeshs säumen. Anderen Wüstenstädten verhält sich die Bevölkerung eher misstrauisch gegenüber. Vor allem der Sultan hat Sorge, dass andere Städter sie um die Wassermassen beneiden und Naradesh nie ganz sicher vor feindlichen Angriffen sein kann. Im Grunde sind die Naradesher aber hilfsbereite und freundliche Menschen. Sie sind sehr wissbegierig und fortschrittlich. |
![]() |

