Die Wüste

Klima, Flora und Fauna

vergleichbar mit:
Sahara

Temperaturen
Sommer: 30°C (20 bis 40)
Winter: 23°C (13 bis 33)

„Das Meer ohne Wasser“ wird dieses trockene Gebiet Alvaranias genannt. Im Süden grenzt die Geröll- und Sandwüste an das Meer, im Westen wird sie von den Ruwayd-Bergen begrenzt und geht nördlich davon allmählich in die Steppe über. Ungefähr auf Höhe des Großen Stroms geht die Wüste langsam in weniger trockenes Land über. Noch fruchtbarer und regenreicher sind das Grasland Thasani und der Unterlauf des Großen Stroms nahe des westlichen Meeres.

Klima

In der Wüste ist es ganzjährig heiß und trocken, Sommer und Winter unterscheiden sich nur durch geringfügige Temperaturunterschiede, hauptsächlich jedoch durch den Niederschlag: Nur im Sommer, wenn die kalte Meeresströmung, die für die Trockenheit in diesem Teil Alvaranias sorgt, etwas aufwärmt, fällt an der Küste etwas Niederschlag. Im Winter ist die Küste manchmal auch von Nebel vershleiert, wie es in Menainon das ganze Jahr hindurch ist. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto spärlicher wird der Sommerregen.

Vegetation

Nur wenige Pflanzen schaffen es, trotz der unerbittlichen Hitze die Wüste zu besiedeln. Sukkulenten sind wohl die bekanntesten Vertreter, an den Wasserstellen und Oasen wachsen aber auch Dattelpalmen, die von den Ansässigen als Nutzpflanzen kultiviert wurden. Daneben gibt es kleinere Büsche und wenige hitzeresistente Kräuter, die das eintönige Bild der Wüste hin und wieder durchbrechen.

Tierwelt

Die Wüste beherbergt überraschend viele Tiere, die sich an das heiße Klima angepasst haben. Reptilien, kleine Säugetiere und Insekten sind an erster Stelle zu nennen, es gibt aber vereinzelt auch Weidestellen für Gazellen oder die Dromedare, die von den Nomaden gehalten werden.
Von den Wüstenelfen an den Ufern des Lamaschtu im Norden der Wüste werden außerdem Pferde gezüchtet, die in der ganzen Wüste als Statussymbol und Reittier heiß begehrt sind. Die Dromedare werden ebenfalls als Reit- und Lasttier genutzt und sind an das Klima der Wüste besser angepasst.

Städte

In der Wüste gibt es nur wenige Städte von sesshaft gewordenen Nomaden. In einigen dieser Städte (außer Aysibrir, die Stadt der Wüstenelfen) herrscht ein Sultan, dessen Einflussgebiet teils sehr weit über die Stadtmauern hinaus geht.

Avrabêth

Im Zentrum der Wüste, nahe der berühmten Stadt Avrabêth, wird das Land allmählich flacher. Im Umkreis der Stadt lassen sich viele nah aneinander liegenden Oasen finden, weshalb nicht verwunderlich ist, dass gerade dort eine Stadt erbaut wurde. Diese Stadt besteht aus Lehm und Sand und wurde vor etlichen Jahren von Menschenhand erbaut. Heute ist sie die Heimat der Beraij. Sie besteht aus vielen kleinen und mittelgroßen Häusern, eine Trennung von etwas reicheren und armen Bewohnern gibt es hier nicht. Die Palmen und Datteln, die die Beraij vor der Stadt anbauen, spielen eine große Rolle für sie, denn ohne hätten sie keine Nahrungs- und auch keine Tauschmittel.

Ranurj

Ranurj bietet eine kulturelle Vielfalt, wie sonst keine der Wüstenstädte. Da die Stadt im nördlichen Teil der Wüste liegt, in Nachbarschaft zu den Ländern Kamîrush und Menainon, treffen hier Reisende von verschiedensten Kulturen und Abstammungen aufeinander. Viele Reisende beschließen in Ranurj ein neues Leben aufzubauen, was inzwischen dazu geführt hat, dass sich Völker, Sprachen und Kulturen auf ihre eigene Arten vermischten. Auch viele Wüstenelfen lassen sich hier nieder - nicht weit entfernt von ihrer Heimat, aber weit genug weg, um ein eigenes unabhängiges Leben zu führen. Dadurch gibt es in Ranurj überdurchschnittlich viele Halbelfen und andere Mischlinge.

Izmaran

Izmaran ist ein bedeutender Handelspunkt. Am großen Hafen der Stadt laufen täglich große Frachtschiffe ein und aus, die Handel mit Hamontu, Koseye und Rômachar führen. Als Handelsstadt beliebt ist Izmaran vor allem wegen seinen exotischen, fremdländischen Waren. Die Stadt handelt mit Teppichen, Parfüme, Seide, Schmuck und anderen Dingen, die aufgrund ihres fremdländischen Aussehen sehr begehrt im Rest der Welt sind.

Naradesh

Eine beeindruckende Stadt, die auch „Die Stadt der Wasser“ genannt wird. Denn das Wasser ist ein fester Bestandteil des Lebens der Naradesher. Wo es sonst an diesem lebenswichtigen Nass mangelt, besitzt Naradesh es in Überfluss. Die Stadt, aus weißem Stein errichtet und von hohen Stadtmauern umgeben, liegt in einem Tal am Fuße der Ruwayd-Berge östlich in der Wüste Cala an Darh. Das Wasser, des dort herunter stürzenden breiten und hohen Wasserfalls wird aufgefangen und über Becken und Aquädukte, die die Landschaft um Naradesh prägen, in die Stadt geleitet. Der Wasserfall speist außerdem den Fluss Furat, der einen aus der Wüste nach Naradesh führt. [ mehr lesen ]

Aysibrir, die Stadt der Wüstenelfen

Aysibrir ist eine kleine Stadt und bildet mit ihren verstreuten Heimstätten in ihrem Umland die Heimat der Wüstenelfen. Sie liegt nördlich der Wüste, am Oberlauf des Lamaschtu. Ein fruchtbarer Platz, denn am Ufer des Flusses grasen die Pferde der Wüstenelfen, die für ihre Pferdezucht bekannt sind. Neben dieser leben sie von der Fischerei und Jagd - landwirtschaftliche Produkte und Luxusgüter erhalten sie von den Kamîrushi, mit denen sie regelmäßig handeln. Da es nicht viele Wüstenelfen gibt, ist die Stadt klein und eher unscheinbar. Die Häuser stehen nicht Haus an Haus, sondern weiter auseinander, sodass auch Stallungen und Grasflächen für ihre Pferde auf den Grundstücken Platz haben. Ihre Verbindung zur Natur und den Respekt, den sie ihr gegenüber besitzen, erkennt man schnell daran, dass die Wüstenelfen sich bei der Erbauung Aysibrirs der Natur angepasst haben und nicht anders herum. So stehen ihre Häuser beispielsweise neben Bäumen oder sogar darum oder befinden sich auf kleinen Erhebungen und unebenem Boden.

Berrak Asrar

Berrak Asrar ist ein düsterer Ort, der von rechtschaffenden Menschen gemieden wird. Die Siedlung an der Oase nordwestlich in der Wüste ist ein bekannter Umschlagplatz für Waren wie Sklaven - besonders beliebt sind rotäugige Wüstenelfen oder Lyr, aber auch andere seltene Rassen, die über Rômachar oder Izmaran hier her verschifft werden -, Gifte aller Art, Schlangen, Skorpione und Waffen. Da die Oase zwischen Hamontu, Avrabêth und Ranurj liegt, trifft man vorzugsweise Bewohner dieser Städte hier an. Allesamt finstere Gestalten, Sklavenhändler, Waffenhändler, Auftragsmörder, Diebe und Verbrecher aller Art. Unter den Händlern ist der Ort sehr beliebt, denn mit dem Geschäft lässt sich viel Geld machen. Es gibt keinen Markt, sondern jeder Händler besitzt ein nach seinen Bedürfnissen angepasstes Zelt. In ihnen wird unter vier Augen gehandelt und gefeilscht, wobei man seine Waren weniger mit lautem Gebrüll anpriesen, sondern hier zählt Verschwiegenheit. Man kennt sich meist und weiß, von wem man was bekommt.

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